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Huffington Post Germany Athena

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    • Neuzugang Emilija Mihailova sorgt für Unruhe in der RTL-Nacktsendung “Adam sucht Eva”. 
    • Als eine Kandidatin sie ungefragt anspricht, droht Emilija ihr Gewalt an.

    In der aktuellen Folge der RTL-Nacktsendung “Adam sucht Eva” – richtig, das ist die Sendung, in der Z-Promis sich zeigen, wie der Chirurg sie schuf – ging es mal wieder ordentlich zur Sache. Nein, nicht zu DER Sache, aber immerhin: Es gab Zickenkrieg.

    Kandidatin Emilija Mihailova kam als Neuzugang auf das Schiff der Liebe. Um sie mit den Worten von Kandidatin Gina-Lisa zu beschreiben: “Botox-Lippen, Silikon-Titten, Arsch gemacht, Extensions, Gelnägel, Tattoos und Piercings.” (Also halten wir fest: Sie sieht so ähnlich aus wie Gina-Lisa.) 

    Die 29-jährige Emilija ist mehr oder weniger bekannt aus “DSDS” und weil sie sich für den Playboy ausgezogen hat. Das Nacktsein in der Öffentlichkeit ist sie also schon gewohnt.

    Aber vielleicht nicht den Anblick so vieler eindrucksvoller Geschlechtsteile. Denn dem Playboy-Model wurde während der Sendung übel, sie musste sich hinlegen.

    Als Kandidatin Jennifer sie anspricht, rastet Emilija völlig aus

    Blöd nur, dass Kandidatin Jennifer beschloss, etwas zu tun, dass viele Menschen zu tun pflegen, wenn sie eine neue Person kennenlernen: Sie sprach Emilija an. 

    Deren Antwort kam prompt: “Willst du Streit??! Geh mir nicht auf den Sack, man! Du F****!”

    Und weiter: “Halt’ die Fresse, bevor ich dich über Bord schmeiße! Verpiss dich von hier!“

    Sonnenschein Jennifer zeigte sich zutiefst erschrocken von den harschen Worten des Busenwunders. “Ich war echt geschockt, dass sie solche Worte in den Mund nimmt.“

    Die anderen Kandidatinnen ließen jedoch auch nicht gerade nette Dinge über Emilija verlauten. “Man ist ja nicht berühmt, nur weil man im ‘Playboy’ war”, lästerte beispielsweise Gina-Lisa.

    Sie muss es wissen, sie war schließlich selbst im Playboy. Und nun ja, jetzt sind sie und Emilija auf einem Nackt-Schiff. 

    (jg)


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    Emmanuel Macron und Donald Trump in Paris. 

    ► Am Sonntag hat US-Präsident Donald Trump zum Handy gegriffen und einen Tweet abgesetzt. So weit, so normal – aber diese Nachricht war in großen Teilen unverständlich.

    ► Trump twitterte über die Proteste gegen die erhöhten Benzinpreise in Frankreich, die vor allem in Paris am Samstag mit Gewalt endeten. Doch der US-Präsident stellte einen Zusammenhang her mit Handelsfragen, den wohl nur er verstand. 

    “Die großen und gewalttätigen französischen Proteste beachten nicht, wie schlecht die USA beim Handel von der Europäischen Union und bei ausgewogenen und nachvollziehbaren Zahlungen für unseren riesigen militärischen Schutz behandelt wurden. Beide Themen müssen bald angegangen werden.”

    Was Trump mit seinem Tweet auslöste:  

    Wollte Trump mit seinem Tweet wieder einmal gegen seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron sticheln, gegen den Zehntausende Franzosen wegen einer Benzinsteuer auf die Straße gegangen waren?

    Oder wollte er sich über die EU beschweren? Über den Handel? Über die zu geringen Ausgaben einiger Nato-Mitgliedsstaaten für das Militär?

    Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Wir wissen es nicht. Vielleicht wollte Trump auch alles gemeinsam in einem Tweet erledigen.

    Der “Spiegel”-Redakteur Mathieu von Rohr kommentierte den Tweet mit diesen Fragen, hängte aber noch eine weitere an: “Ist es einfach ein unbestimmter Ausdruck von Wut?”

    (jg)


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    ► Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, hat seiner Partei keinen Gefallen getan, glaubt man einer aktuellen Umfrage des Forsa Instituts für die Sender RTL und ntv. 

    Nachdem er am Mittwoch bei einer Regionalkonferenz das Grundrecht auf Asyl zur Diskussion gestellt hatte, verliert die Union in der Umfrage einen Prozentpunkt und kommt auf 26 Prozent. Die AfD dagegen gewinnt einen Zähler hinzu und landet bei 14 Prozent – gleichauf mit der SPD.  

    ► Die Grünen erreichen 23 Prozent, die FDP 9 und die Linke 8 Prozent. 

    Am meisten profitierte die AfD davon. Schon in den der vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Partei an Umfragewerten dazu gewinnt, sobald das Thema Asylrecht in Deutschland diskutiert wird.

    Wie ihr oben im Video sehen könnt, verhält es sich dieses Mal genauso.


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    • Die neue Woche startet mit kalten Winden und kühlen Temperaturen. 
    • Wie ihr oben im Video seht, kommt es in manchen Regionen wieder zu Schneefall und Glätte.

    Kalte Ostwinde sorgen schon zu Beginn der kommenden Woche für eisige Temperaturen. Wegen eines böigen Nordwindes kommen uns die nächsten Tage sogar noch deutlich kälter vor, als sie eigentlich sind.

    Am Montag erreichen die Temperaturen nur maximal sieben Grad Celsius. Aufgrund des böigen Nordostwinds erreicht die gefühlte Temperatur allerdings nicht mehr als drei bis fünf Grad Celsius. Vielfach ist es dicht bewölkt. 

    In der Mitte Deutschlands kommt es vereinzelt zu Regenfällen. Zwischen Mainlinie und Alpen kommt es verstärkt zu Niederschlägen, die anfangs als Regen herunterfallen. 

    Mehr zum Thema:Wetter-Phänomen El Niño – so könnte der Winter in Deutschland werden

    Winter-Wetter in Deutschland

    Im Laufe des Tages sinkt die Schneefallgrenze auf 600 Meter bis 300 Meter im Osten. Vor allem abends kann es örtlich sehr glatt werden.

    In der Nacht zum Dienstag kommt es im Süden zu Schnee, Regen und Schneeregen. Welche Regionen davon betroffen sind, seht ihr oben im Video.

    Sonst ist es klar oder bewölkt. Im Westen ist es noch frostfrei, sonst kühlt es ab auf minus ein bis minus sieben Grad Celsius.

    Die Aussichten für den weiteren Wochenverlauf sind wechselhaft. Ab Donnerstag sollen die Temperaturen allerdings wieder steigen.

    Die besten Vorhersagen für Ihren Ort finden Sie auf weather.com.

    Mehr zum Thema:In China regnet es plötzlich Oktopusse und Krabben vom Himmel

    (jg)


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    • Die Nacht vor ihrer Hochzeit im Juni 1981 verbrachten Prinz Charles und Lady Diana getrennt voneinander.
    • Deshalb schickte der Royal seiner zukünftigen Frau eine geheime Notiz.
    • Im Video oben: 750 Millionen Menschen schauten die Hochzeit am nächsten Tag – doch ein Detail hat kaum jemand mitbekommen.

    Die Ehe von Lady Di und Prinz Charles stand schon vor der Hochzeit unter keinem guten Stern. Mehrere Insider sollen britischen Medien gesagt haben, dass Prinz Charles Diana überhaupt gar nicht zur Frau nehmen wollte.

    Da der große Tag jedoch schon vorbereitet war und der königliche Palast auch schon die Öffentlichkeit über die Hochzeit informierte, sei es nicht möglich gewesen, diese abzublasen.

    In ihrem Buch über Camilla namens “The Duchess: The Untold Story” schreibt die Royal-Biografin, dass Prinz Charles seiner Braut Diana in der Nacht vor der Hochzeit eine geheime Notiz zukommen lassen hat. Die beiden verbrachten die Nacht getrennt. Die britische Zeitung “Mirror” zitiert aus dem Buch:

    “Die Nacht vor der Hochzeit verbrachten Diana mit ihrer Schwester Jane im Clarence House. Charles schickte ihr eine Notiz – zusammen mit einem Siegelring, der die Federn des Wappens des Prinzen von Wales trug.”

    Mehr zum Thema:Bekannte erzählt, womit die Prinzessin Fotografen wütend machte

    Royal ließ seiner zukünftigen Braut eine Notiz zukommen

    In der Notiz standen aufbauende Worte für Lady Di. Die Prinzessin war gerade mal 20 Jahre alt, als sie vor den Traualtar trat, Prinz Charles hingegen war schon 32 Jahre alt. Das soll Prinz Charles geschrieben haben: 

    “Ich bin sehr stolz auf dich. Wenn du morgen kommst, werde ich am Altar stehen. Sei einfach mutig und rock das Ding.”

    Einen Tag späteren heirateten Prinz Charles und Lady Di. Insgesamt 750 Millionen Menschen verfolgten die Traumhochzeit live oder vor dem Fernsehbildschirm.

    Mehr zum Thema: So fand Lady Di heraus, dass Prinz Charles eine Affäre hat

    Die beiden waren 15 Jahre lang verheiratet. 

    (ame)


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    Donald Trump und seine Verbündeten stellen Kritik an dem US-Präsidenten oft als Verrat oder heimtückische Attacke dar. 

    Donald Trump ist paranoid. 

    Die Ermittlungen gegen ihn und sein Umfeld wegen der Einmischung russischer Agenten in die US-Wahl 2016? “Eine Hexenjagd!” 

    Kritische Berichter über ihn, seine Politik und seine vielen Lügen? “Fake News” von den “Feinden des Volkes”. 

    Und Kritik aus den eigenen Reihen, von Leuten, die Trump nicht ihre vollkommene Loyalität schwören? Ein Grund, die entsprechenden Beamten umgehend zu feuern oder öffentlich bloßzustellen. 

    Der Präsident der USA hängt an seiner Macht – und er glaubt, dass die Demokraten, die Medien, die Justiz ihm diese aus Rachsucht streitig machen wollen. 

    Zwei ehemalige Berater des US-Präsidenten befeuern diese Ängste Trumps nun mit einem neuen Buch.

    In “Trumps Feinde: Wie der Deep State die Präsidentschaft untergräbt” schreiben der Ex-Wahlkampfberater Corey Lewandowski und dessen ehemaliger Vize David Bossie über einen angeblichen Staat im Staate, der gegen den US-Präsidenten arbeite. 

    Was Lewandowski und Bossie schreiben, wie viel an ihren Vorwürfen dran ist und warum Trump seine Opferrolle nutzt – auf den Punkt gebracht. 

    Was Trumps Ex-Berater über “tief verwurzelte Feinde” in der US-Regierung schreiben: 

    ► Lewandowski und Bossie schreiben in ihrem Buch von “tief verwurzelten Feinden” (“embedded enemies”), die im Weißen Haus, im US-Justizministerium und in den Geheimdiensten gegen Trump vorgehen würden. 

    Laut der “Washington Post”, der das am Dienstag erscheinende Buch vorliegt, warnen die beiden Ex-Berater vor “Sumpfkreaturen” und einer “Widerstandsgruppe” in der Trump-Regierung.

    ► Die Zeitung zitiert Lewandowskis und Bossies Ausführungen über diesen angeblichen Staat im Staat: 

    “Sie attackieren die Regierung mit Tausenden Schnitten. Sie tun dies, ohne sich darum zu scheren, dass Millionen US-Bürger Donald Trump gewählt haben. Sie tun dies nur, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Tief in der Regierung verstecken sich viel zu viele Beamte, die Trump abgrundtief hassen, so, wie die Obama/Clinton-Kabale ihn hassen. Sie werden damit davonkommen, wenn wir nicht hinschauen.”  

    Was dran ist an einem internen Coup gegen Donald Trump: 

    ► Zwar hat Trump Lewandowski und Bossie im Wahlkampf verlassen, der US-Präsident hat aber noch immer persönlichen Kontakt zu seinen Ex-Beratern – laut der “Washington Post” gab er ihnen sogar ein Interview für das Buch.

    ► In diesem nennen Lewandowski und Bossie laut der Zeitung einige Namen von Ex-Beratern, die sie für einen Teil des Staats im Staat halten. Darunter sei Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen, der im Buch als “Ratte” bezeichnet werde – Cohen kooperiert mit Sonderermittler Robert Mueller gegen Trump. 

    ► Weitere Namen die genannt werden: Der Ex-FBI-Direktor James Comey, sein ehemaliger Vize Andrew McGabe, die von Robert Mueller wegen Anti-Trump-SMS entlassenen FBI-Agenten Lisa Page und Peter Strozk sowie die ehemalige Vize-Justizministerin Sally Yates, die früh vor Kontakten von Trumps Team nach Russland gewarnt hatte. 

    Ist das also der Coup, der “Staat im Staat”, der gegen Trump kämpft? Nein. Keine der genannten Personen arbeitet noch in der Regierung oder für das FBI. Sie eint bloß, dass sie gegen Trump ermittelt oder ihn kritisiert haben. 

    Doch tatsächlich gibt es in der Trump-Regierung wohl heimlich gegen den US-Präsidenten arbeitende Kritiker: So beschrieb der Autor Bob Woodward in seinem Enthüllungsbuch “Fear”, wie Trumps Ex-Berater Gary Cohn Dokumente zum Austritt aus Handelsverträgen vom Schreibtisch im Oval Office stahl, damit Trump es nicht sehen würde. In der “New York Times” schrieb zudem ein anonymer Regierungsmitarbeiter von einer angeblichen Gruppe “Erwachsener im Raum”, die Trumps Impulse in Check halten würden. 

    Warum Trump seine Opferrolle zelebriert: 

    ► Dennoch bleibt die Theorie vom “Staat im Staat”, der gegen Trump arbeiten würde, eine aufgebauschte und propagandistische. Denn nicht nur werden anonyme Kritiker des Präsidenten, wie jener in der “NYT”, attackiert – sondern auch ganz herkömmliche politische Prozesse. 

    ► Die Ermittlungen in der Russland-Affäre, die Verhaftungen von und Anklagen gegen ehemalige Trump-Berater, die Kritik der politischen Opposition und der Medien an Trumps Attacken auf demokratische Grundwerte – all dies sind Dinge, die in einem freien Land mit freier Justiz normal und konsequent sind.  

    ► Doch Trump profitiert davon, wenn er als Opfer einer “Hexenjagd” gesehen wird – wenn ehemalige Berater Bücher schreiben, vom “System”, das versuche, Trump zu stürzen. Trumps Wähler haben ihn aus Wut auf die “Elite in Washington” ins Amt gebracht – und es hilft ihm beim Machterhalt, diese Wut immer weiter zu befeuern. 

    Der Gehalt von “Trumps Feinde” auf den Punkt gebracht: 

    Ehemalige Berater von Donald Trump haben ein Buch geschrieben, das die paranoiden Theorien des US-Präsidenten, die Medien, die Justiz und die Opposition seien darauf aus, ihm seine Macht zu entreißen, befeuert. 

    Trumps Ex-Wahlkampfmanager Corey Lewandowski und David Bossie behaupten, es gäbe einen “Staat im Staat”, der Trumps Regierung untergraben würde. Beweise liefern sie dafür nicht. 

    (ame)


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    Ein Fischer vor der Küste Großbritanniens. 

    Der erste große Schritt ist gemacht. 

    Nach monatelangem Ringen haben sich die Staaten der Europäischen Union und das Vereinigte Königreich auf den britischen Austrittsvertrag geeinigt, am Sonntag stimmten die EU-Staaten zu. 

    Doch noch liegen viele weitere Brexit-Schritte vor Europa. Premierministerin Theresa May muss den Vertrag durch das Parlament bekommen. Und zwischen London und Brüssel beginnen nun die Verhandlungen über ein Handelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit. 

    “Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns”, betonte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag. Als eines der strittigen Themen nannte sie die Fischerei, “wo wir sicher noch hart verhandeln werden müssen”. 

    Tatsächlich könnte der Streit um die Fangrechte der nächste Knackpunkt beim Brexit werden – so wie es zuvor die Irland- oder Gibraltar-Fragen waren. 

    Was Europa und insbesondere Deutschland bei der Fischerei erreichen wollen – auf den Punkt gebracht

    Worüber Großbritannien und die Europäische Union streiten

    ► Derzeit haben Fischer aus EU-Ländern Zugang zur britischen 200-Seemeilen-Zone. In dieser Zone verfügt der Staat, zu dem die betreffende Küste gehört, über die Rechte zur Nutzung der natürlichen Ressourcen. 

    ► Dank dem EU-Recht dürfen allerdings auch französische oder deutsche Fischer in dieser Zone fischen. 

    Die EU will, dass das so bleibt – zumindest in einem gewissen Umfang. Großbritannien wehrt sich dagegen, vor allem die Brexit-Hardliner wollen die alleinigen Rechte für die britischen Fischer sichern. “Take back control”, “wir holen uns die Kontrolle zurück” lautete ihr Slogan für den Brexit. Das gelte auch für die Fangrechte. 

    Warum Deutschland viel zu verlieren hat: 

    ► Seit Monaten warnen deutsche Hochseefischer vor den Folgen, sollten sie ihren Zugang zur 200-Seemeilen-Zone der Briten verlieren. 

    ► Das Thünen-Institut hat in einer Studie für das Europaparlament festgestellt: Die vier deutschen großen Schwarmfisch-Trawler erzielen bis zu 80 Prozent ihrer Fänge und damit den überwiegenden Teil ihres Umsatzes aus der britischen 200-Seemeilenzone – hauptsächlich Hering und Makrele. 

    ► Mehr als 40.000 Menschen arbeiten in Deutschland in der Fischereiwirtschaft. Sollte Deutschland den Zugang zur britischen 200-Seemeilen-Zone verlieren oder sollte es einen harten Brexit ohne Einigung geben, könnten Tausende ihren Job verlieren. 

    Welche Möglichkeiten Brüssel und London diskutieren:

    Neben Deutschland drängen auch andere EU-Staaten auf einen Zugang zum britischen Fisch, darunter Frankreich. Laut Medienberichten forderte Paris bereits weitreichende Zusagen bei den Fangrechten im Brexit-Austrittsvertrag, konnte sich aber nicht durchsetzen. 

    Zwei Optionen bieten sich der Europäischen Union: Nach dem Vorbild des Abkommens mit Norwegen könnte die EU Großbritannien einen Zugang zu europäischen Meereszonen geben. Allerdings sind die britischen Fanggründe um einiges lukrativer.

    ► Im Gegenzug für Fangrechte könnte die Europäische Union den Briten auch Zugang zum Binnenmarkt geben. Laut dem Thünen Institut hat Großbritannien hier weit mehr zu verlieren, weil das Land mehr Fischereiprodukte in die EU exportiert als aus dieser importiert. 

    Auf den Punkt gebracht:  

    Die Probleme beim Brexit werden nicht weniger – im Gegenteil. Sollte May eine Mehrheit im Unterhaus für den Austrittsvertrag bekommen, droht ihr bei den Verhandlungen über eine Freihandelszone mit der EU der nächste Ärger. 

    Hier dürfte sich vor allem auch Deutschland darum bemühen, die eigenen Interessen vor allem in der Fischereiwirtschaft durchzusetzen. Diese hatte Kanzlerin Merkel am Sonntag nicht umsonst als besonderes Verhandlungshindernis erwähnt. 

    (jg)


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    Bundesgesundheitsminister und Kandidat für den CDU-Vorsitz. 

    ► In der Debatte um Hartz IV hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen grundlegende Umbaupläne ausgesprochen.

    ► “Geld ohne Gegenleistung widerspricht meinem Bild einer sozialen Marktwirtschaft”, sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz dem “Handelsblatt”.

    ► Änderungen an Hartz IV hält Spahn für “extrem unfair” gegenüber den hart arbeitenden Menschen, die nicht viel mehr als die Grundsicherung haben: “Wer an diesem Prinzip rüttelt, gefährdet die Akzeptanz des Solidarsystems.”

    Welche möglichen Reformen von Hartz IV diskutiert werden: 

    Vor allem in der SPD wird über eine Reform oder Abschaffung des vom früheren Kanzler Gerhard Schröder (SPD) eingeführten Hartz-Systems zur Grundsicherung diskutiert.

    Parteichefin Andrea Nahles hatte eine “Sozialstaatsreform 2025” gefordert und angekündigt: “Wir werden Hartz IV hinter uns lassen.” Eine neue Grundsicherung solle ein Bürgergeld sein. Sanktionen sollten weitgehend entfallen.

    Grünen-Chef Robert Habeck hat eine “Garantiesicherung” vorgeschlagen, bei der Zwang zur Arbeitsaufnahme und Sanktionen ebenfalls wegfallen sollen.

    Welche Reformen Spahn jenseits der Hartz-IV-Debatte fordert:

    Spahn forderte im “Handelsblatt” ein allgemeines Signal für Veränderungen und Reformen.

    “Deutschland hat es sich zu bequem eingerichtet, wir denken, leben und handeln viel zu gegenwartsbezogen”, sagte der CDU-Politiker. 

    “Wir müssen aber den Anspruch haben, Digitalweltmeister zu werden. Diese Grundhaltung, diese Motivation, dieser positive Ehrgeiz fehlt mir in Deutschland.”


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    Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis.

    ► Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis will in Deutschland für die Europawahl 2019 kandidieren. 

    ► Es gehe darum, dass transnationale Demokratie Wirklichkeit werde, sagte der Linkspolitiker am Sonntag in Berlin. In einer Versammlung der Partei “Demokratie in Europa” wurde er auf den ersten Platz einer Liste für die Wahlen zum Europaparlament im Mai kommenden Jahres gesetzt.

    ► Die Partei ist den Angaben zufolge ein deutscher Ableger von Varoufakis’ europäischer Bewegung “Democracy in Europe Movement 2025” (Diem25). 

    Varoufakis sagte, er habe die Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllt – dazu gehört für Bürger anderer EU-Länder, einen Wohnsitz in Deutschland zu haben.

    Wie Varoufakis sich in der Vergangenheit über Deutschland äußerte: 

    Varoufakis war und ist ein deutlicher Kritiker der auch von Deutschland propagierten Sparpolitik in der EU.

    Unter dieser hatte vor allem das griechische Volk in der Eurokrise sehr gelitten: Das Land sollte und soll seine Schulden zurückzahlen, dies geschieht vor allem durch einen kontinuierlichen Abbau des Sozialstaats. 

    Varoufakis hatte diesen Tausch – Schuldenabbau gegen soziale Engpässe – stets kritisiert.

    Er warf insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem ehemaligen Bundesfinzminister Wolfgang Schäuble vor, sie würden ihr Volk täuschen. Schließlich, so argumentierte Varoufakis, würden die Griechen ihre Schulden niemals zurückzahlen können. 

    Mehr zum Thema: Griechenlands Ex-Finanzminister Varoufakis wirft Merkel Täuschung vor

    Welches Wahlprogramm Varoufakis verfolgt: 

    Varoufakis sagte, er wolle in den nächsten Monaten in Deutschland Wahlkampf machen, aber auch in Griechenland und anderen EU-Ländern präsent sein.

    Es gelte, dem giftigen Mythos ein Ende zu bereiten, dass es einen Kampf zwischen Nord und Süd, Ost und West gebe.

    Der einzige Kampf sei der zwischen fortschrittlichen Europäern und Autoritären. Neben Varoufakis stehen unter anderem auch Kandidaten aus Österreich und Kroatien auf vorderen Listenplätzen.


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    “Es wird einen Bürgerkrieg geben”, sagt der Taxifahrer in Moskau. Eigentlich, so betont er, sei er gar kein Taxifahrer. Der Mitdreißiger mit dem runden Gesicht – nennen wir ihn Igor, damit er keine Probleme bekommt – ist Jurist und hat zwei Hochschul-Abschlüsse. Doch in der russischen Provinz verdiente er umgerechnet nur rund 330 Euro im Monat.

    “Damit konnte ich meine Familie nicht ernähren”, sagt Igor. Als Staatsdiener habe er zwar “selbstverständlich alternative Verdienstmöglichkeiten” gehabt – also die Möglichkeit, Bestechungsgelder anzunehmen.

    Aber, so beteuert Igor, das mache er aus Prinzip nicht. “Und wer nicht stiehlt in diesem System, ist betrogen”, fügt er traurig hinzu. Seit ein paar Monaten lebt er in Moskau; mit einem 14-Stunden-Tag am Taxi-Steuer kommt der Akademiker auf deutlich über 1000 Euro im Monat. Den Großteil davon schickt er nach Hause.

    Während Moskau boomt und im Vergleich zu Russlands Hauptstadt selbst Berlin eher arm und unsexy wirkt, verelendet die Provinz in Putins Reich, wie Igor drastisch schildert: “Die Leute haben nichts zu beißen. Buchstäblich”.

    Auf die Frage, ob die meisten Russen für ihre Armut nicht weiter Amerika und den Westen verantwortlich machen, wie es ihnen die staatlich gesteuerten Medien einreden, antwortet Igor mit einem Kopfschütteln: “Dass der Westen an allem schuld ist, glauben immer weniger. Die meisten sind wütend auf den Präsidenten. Sehr wütend.”

    Wie lange will Putin noch so tun, als seien an allem immer die anderen schuld?

    Die Momentaufnahme aus einem Taxi ist zwar alles andere als repräsentativ – ebenso wenig wie die Tatsache, dass viele Russen in der Hauptstadt völlig offen ihrem Unmut über die Regierung Luft machen, auch im Gespräch mit Ausländern.

    Doch der subjektive Eindruck wurde nun repräsentativ bestätigt: Eine Befragung von 1600 Russen in 52 Regionen zeigt eine wachsende Unzufriedenheit. Die Umfrage stammt vom Moskauer Lewada-Center: dem letzten noch halbwegs unabhängigen Meinungsforschungsinstitut im Lande, das vor den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr von den Behörden einen Maulwurf verpasst bekam.

    Die Wut über Putin wächst 

    Die Ergebnisse der Umfrage sind brisant. 

    61 Prozent der Russen glauben demnach, dass Präsident Putin die volle Verantwortung trägt für die Probleme im Lande: Das ist der höchste Wert, der jemals auf diese Frage ermittelt wurde.

    ► Hinzu kommen noch 22 Prozent, die Putin “eine gewisse Verantwortung” zusprechen.

    ► Vor einem Jahr lagen die Vergleichswerte deutlich niedriger: Damals sahen nur 55 Prozent eine volle, 21 eine “gewisse Verantwortung” Putins.

    Dass insgesamt 83 Prozent der Menschen ihren Präsidenten in der Verantwortung sehen für das, was im Lande schief geht, mag für westliche Werte eine Selbstverständlichkeit sein.

    In Russland ist es eher das Gegenteil. Jahrelang stützte sich die Beliebtheit von Wladimir Putin im Kreml wie bei zahlreichen seiner Vorgänger darauf, dass viele seiner “Untertanen” an den “guten Zaren” glaubten, den nur böse Männer in seinem Umfeld, widrige Umstände und vor allem der Westen daran hindern, gut und gerecht zu regieren.  

    “Ein altes russisches Sprichwort besagt, ein schlechter Tänzer findet immer etwas, was ihn am Tanzen stört, und inzwischen kapieren immer mehr Menschen, dass diese Lebensweisheit auch auf Putin zutrifft”, schimpft Taxifahrer Igor: “Der hat jetzt seit 18 Jahren das Sagen im Kreml. Wie lange will er noch so tun, als seien an allem immer die anderen schuld?”

    Warum der Unmut über Putin steigt

    Wie einst bei Michail Gorbatschow und Boris Jelzins, die von Volkshelden zu Buhmännern wurde, weil es den Menschen wirtschaftlich immer schlechter ging, bröckelt auch unter Wladimir Putin das Gold vom Zarenthron – aus dem gleichen Grund.

    Auslöser der Unzufriedenheit sei die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, und die Anhebung des Rentenalters, erklärte der Soziologe Denis Wolkow vom Lewada-Center. Männer müssen künftig bis 65 arbeiten, Frauen bis 60 – in einem Land mit wesentlich geringerer Lebenserwartung als etwa in Deutschland.

    Den gesteuerten Massenmedien sei es nicht gelungen, die Menschen zu überzeugen, dass Putin selbst von der Reform nichts gewusst habe, betonte der Soziologe.

    Hier rächt sich für Putin nun auch, dass er die Politik völlig auf sich selbst hat zuschneiden lassen.

    Für Putin müssen die Werte alarmierend sein

    Bei der Sonntagsfrage – “wen würden Sie zum Präsidenten wählen” - kommt der zweitplatzierte Kandidat hinter ihm nur auf vier Prozent – und es ist ausgerechnet der Politikclown Wladimir Schirinowski.

    Aufgrund dieser politischen Monokultur ist es für Putin alarmierend, wenn er nur ein gutes halbes Jahr nach offiziellen 77 Prozent bei den Präsidentschaftswahlen laut Umfrage nur noch auf 56 Prozent Zustimmung kommt.

    In einer Demokratie wäre selbst so eine Zahl immer noch ein immenser Erfolg. Ganz anders zu werten ist sie und vor allem die hinter ihr steckende Dynamik in einem autoritären Regime, in dem die wichtigen Medien, insbesondere das Fernsehen, zu Lobpreisungs-Organen für den Staatschef verkommen sind und sich Regierungskritiker immer wieder im Gefängnis oder gar auf dem Friedhof wiederfinden.

    Und in dem auch Umfragen immer unter dem Vorbehalt zu sehen sind, dass nicht jeder Befragte einem wildfremden Befrager eingesteht, was er wirklich vom Präsidenten hält.

    Mehr zum Thema: “Friedhof der zensierten Seelen”: Insider packt über Machenschaften des russischen Staatsfernsehens aus

    Umso mehr zeigen die neuen Umfragewerte, dass die massive Propaganda langsam, aber bestimmt an Wirkung verliert. Und der Unmut bei vielen Menschen inzwischen stärker ist als die Angst, ihn zu äußern – trotz des Anziehens der Daumenschrauben in den vergangenen Jahren.

    Insgesamt ist Putins Beliebtheit auf die Werte vor der Krim-Annexion zurückgefallen. “Die Menschen haben kapiert, dass sie sich die Krim nicht aufs Brot schmieren können und sie von ihr nicht satt werden”, meint Taxifahrer Igor sarkastisch.

    Bei den Zustimmungsraten zu Putin ist klar der Krim-Effekt zu sehen. Sie stiegen massiv nach der Annexion der Halbinsel im März 2014 und fallen jetzt massiv. (Quelle: Lewada-Center, https://www.levada.ru/en/ratings/)

    Die Zustimmungsrate für den Kremlchef ist nicht nur auf einem der geringsten Werte seit 2001 – sie ist gleichauf mit 2011, dem Jahr, als Massenproteste gegen Wahlfälschungen den Staatschef ernsthaft in Bedrängnis brachten.

    Für viele im Kreml sicher ein böses Omen. 

    “Wir haben es mit einer Systemkrise zu tun”

    “Wir haben es mit einer großen Krise zu tun, einer Systemkrise”, warnt Gennadij Gudkow, früher Geheimdienst-Oberst sowie Vize-Chef des Sicherheitsausschusses der Duma. Er ist einer der bekanntesten Oppositionspolitiker Russlands.

    Putins anti-westlicher Kurs sei in Wirklichkeit gar nicht so sehr gegen den Westen gerichtet, als vielmehr ein Signal an die Menschen im Inland, meint der bestens vernetzte Ex-KGB-Kollege Putins mit der Statur eines Bären.

    “Die Botschaft lautet: Wir sind von lauter Feinden umgeben, wir müssen uns um den Präsidenten scharen“, sagt Gudkow im Stakkato: “Nur mit so einem Feindbild lässt sich den Menschen erklären, warum es ihnen immer schlechter geht.” Deshalb sei das Leitmotiv in den Staatsmedien das Schüren von Ängsten vor der USA und dem Westen.

    Eine Zeit lang hätten die Kriege in der Ukraine und in Syrien die Russen von ihren realen Problemen abgelenkt. Aber dieser Effekt sei verpufft.

    Gennadij Gudkow

    Der Kreml sei deshalb etwas ratlos. In seiner Not versuche er, die anti-westlichen Stimmungen noch weiter anzuschüren – was aber ein Spiel mit dem Feuer sei, betont der Ex-Geheimdienstler, und zieht seine Mundwinkel nach unten.

    Putins imperiale Ambitionen reichten zwar nur bis zu den Grenzen der früheren Sowjetunion beziehungsweise des Baltikums, dessen Wechsel in die westliche Hemisphäre der Kreml-Chef akzeptiert habe. Aber das ständige Spielen auf den Kriegstrommeln könne sich verselbständigen.

    “Die Regierung hat keine Rezepte gegen den Vertrauensverlust, das macht sie unberechenbar, und das ist sehr gefährlich, sowohl für Russland selbst als auch für die Welt”, warnt Gudkow.

    “Wir befinden uns in einer Phase der Stagnation und Frustration. Kluge Leute verstehen, dass unser Land auf einen Abgrund zugeht, dass massive Erschütterungen bevorstehen, aber keiner weiß, wie man das aufhalten kann”.

    Gudkow senkt seinen Kopf: “Dieses Gefühl, nichts tun zu können in dieser Lage, drückt schrecklich auf die Psyche”.

    Ex-Geheimdienstler schließt “Bürgerkrieg” nicht aus

    Die Menschen seien nicht nur unzufrieden mit der Regierung, sie seien apathisch und bitter enttäuscht. Weil es keine Reformen gebe und kein Ventil für friedlichen Protest, könne es zu dramatischen Entwicklungen kommen “bis hin zu Blutvergießen und zum Bürgerkrieg”, warnt der frühere Chef des Sicherheitsausschusses.

    Beim taxifahrenden Juristen in Moskau ließ sich diese Warnung noch als übertrieben abtun. Aus dem Munde des bestens vernetzten und informierten Ex-Geheimdienstler ist sie weitaus schwerer von der Hand zu weisen.

    Viele im Westen sind sich nicht bewusst, dass die Ängste vor einem Bürgerkrieg bei den Menschen in Russland nach den blutigen Erfahrungen und den Traumata Anfang des 20. Jahrhunderts sehr tief sitzen – zumal seit dem letzten Bürgerkrieg in Tschetschenien kaum anderthalb Jahrzehnte vergangen sind und der Nordkaukasus bis heute als Pulverfass gilt.

    Wenigstens einen Hoffnungsschimmer sieht Gudkow dennoch: Die Elite habe den anti-westlichen Kurs der Regierung mehrheitlich satt. Die Reichen und Mächtigen seien geschäftlich und privat auf den Westen ausgerichtet und wollten normale Beziehungen.

    “Aber fast die gesamte heutige Elite hat ihren Wohlstand und ihre Macht ausschließlich der Person Putin und seinem System zu verdanken”, sagt der frühere Vize-Chef des Sicherheitsausschusses: “Deshalb äußern sie zwar privat ihren Unmut, trauen sich aber nicht, das öffentlich zu machen oder gar etwas zu unternehmen.”

    Gudkow zögert einen Moment. Dann fügt er noch zwei Worte hinzu: “Zumindest bislang”.

    (ll)


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    Provokationen, Drohgebärden und angeblich auch Schüsse: Im Schwarzen Meer eskaliert der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. 

    ► Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Meer vor der Halbinsel Krim hat es nach ukrainischer Darstellung Verletzte gegeben.

    ► Russische Grenzschützer sollen demnach am Sonntagabend auf Boote der ukrainischen Marine geschossen haben. In einer Mitteilung der Behörden in Kiew war von zwei Verletzten die Rede.

    ► Zuvor hatte Kiew bereits mitgeteilt, ein Schiff des russischen Grenzschutzes habe einen Marineschlepper der Ukraine gerammt. Die Ukraine schickte zwei weitere Schiffe zur Straße von Kertsch, einer Meerenge zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer.

    ► Russland sperrte die Durchfahrt daraufhin komplett ab.

    Warum sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine aufheizt: 

    In der Nacht zum Sonntag wollten drei ukrainische Schiffe die Meerenge zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer passieren, was Russland als Provokation deutete. Daraufhin wurden sie von russischen Booten gestoppt.

    Zuvor wollten die drei ukrainischen Schiffe die Meerenge passieren, was Russland als Provokation deutete. Das Nachbarland wolle eine “Konfliktsituation” schaffen, zitierten Medien eine Stellungnahme der russischen Behörden. Es würden alle Schritte unternommen, um eine Provokation zu verhindern.

    Russland warf demnach der ukrainischen Marine vor, die russische Grenze ohne Erlaubnis passiert zu haben. Kiew dementierte. Die Russen sprachen von “gefährlichen Manövern”.

    Was ihr zum Konflikt im Asowschen Meer wissen müsst:

    In Kiew hieß es den Angaben nach, Moskau verstoße gegen das UN-Seerechtsübereinkommen und den Vertrag zwischen der Ukraine und Russland zur Nutzung des Asowschen Meers und der Straße von Kertsch.

    Die Schiffe waren demnach in der Nacht zum Sonntag auf dem Weg von der ukrainischen Hafenstadt Odessa nach Mariupol am Asowschen Meer.

    Das Asowsche Meer nordöstlich der Halbinsel Krim entwickelt sich seit Monaten zu einem weiteren Schauplatz des Konflikts der Nachbarländer.

    Das Verhältnis ist wegen der 2014 von Russland annektierten Krim und der Ostukraine, wo Moskau aus westlicher Sicht die prorussischen Separatisten militärisch unterstützt, zerrüttet.


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    Ein Patient wird auf eine OP vorbereitet. 

    Worum geht’s: Fehlerhafte Medizinprodukte wie Implantate verursachen nach Medienrecherchen immer häufiger Verletzungen und auch Todesfälle – laut Medienrecherchen vor allem, weil wichtige Kontrollen oft lasch oder gar nicht durchgeführt werden. 

    Gefunden bei: Süddeutsche Zeitung, NDR, WDR


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    Der Rettungswagen kam zu spät – doch ein Sanitäter half am Telefon, das Kind zu retten. 

    • In Hamburg hat eine Mutter ihr Baby wiederbelebt, nach dem dies keine Luft mehr bekommen hatte. 
    • Ein Sanitäter half der Frau per Telefon dabei, dem Kind eine Herzdruckmassage zu geben. 

    Mithilfe von Anweisungen am Telefon hat eine Mutter in Hamburg ihr dreijähriges Kind wiederbelebt. Das Mädchen hatte am Samstag einen Fieberkrampf erlitten und bekam keine Luft mehr, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte.

    Das Herz des Kleinkindes hörte auf zu schlagen. Die Frau wählte den Notruf und beschrieb dem Mitarbeiter der Rettungsleitstelle, dass ihr Kind blau anlaufe.

    Sanitäter hilft per Telefon bei der Wiederbelebung

    Der Mann leitete die Mutter daraufhin über das Telefon bei der Wiederbelebung an. Parallel wurden ein Rettungswagen, ein Notarzt und die Feuerwehr alarmiert.

    Als die Rettungskräfte eintrafen, trafen sie nach eigenen Angaben auf ein lebendes Mädchen und die “aufgelöste, aber glückliche Mutter”.

    Durch die Herzdruckmassage hatte das Kind wieder Luft bekommen und sein Herz wieder zu schlagen begonnen. Mutter und Tochter wurden in ein Krankenhaus gebracht.


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    Migranten fliehen, nachdem US-Grenzpolizisten Tränengas abgefeuert haben. 

    ► Mehrere hundert mittelamerikanische Migranten haben am Sonntag versucht, über die Nordgrenze Mexikos in die USA zu gelangen. 

    ► Rund 50 Migranten kletterten auf einen Blechwall, der noch auf mexikanischem Gebiet vor der US-Grenzmauer stand. US-Sicherheitskräfte wiesen sie teils mit Tränengas ab, wie Aufnahmen zeigen.

    ► Berichten zufolge beteiligten sich insgesamt 500 Migranten an der Aktion, darunter Frauen mit Kindern. Sie flohen laut einem Reporter der Nachrichtenagentur AP schreiend und nach Luft ringend. 

    ► Die US-Behörden schlossen daraufhin zwei Grenzübergänge, US-Hubschrauber überflogen die Grenze. Inzwischen ist die Situation aber wieder unter Kontrolle und auch Übergänge wurden wenige Stunden später wieder geöffnet.

    Was ihr über die Situation an der US-Grenze wissen müsst: 

    Nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums sind rund 8200 Menschen aus Mittelamerika derzeit in Mexiko unterwegs. Der Großteil davon, rund 7400 Menschen, befanden sich demnach in Mexicali und Tijuana. In Tijuana werden in einer Sportanlage derzeit mehr als 4700 Migranten beherbergt.

    Sie stammen größtenteils aus Honduras, El Salvador und Guatemala – und hoffen auf Asyl in den USA. Sie sind auf der Flucht vor Gewalt und Armut in ihren Heimatländern. In Tijuana ist mittlerweile ein “humanitärer Notstand” ausgerufen worden. 

    Die Situation an der Grenze zwischen Mexiko und den USA ist ein Politikum. US-Präsident Donald Trump hatte vor den Kongresswahlen mehrfach mit Migranten in Mittelamerika Stimmung gemacht – und Soldaten an die Grenze beordert. 

    Was ihr noch wissen müsst: 

    Mexiko will die Zaunkletterer, deren Identität festgestellt werden könne, umgehend abschieben, teilte das Innenministerium des mittelamerikanischen Staats mit. 

    Mexiko darf theoretisch alle Migranten, die sich ohne Einreiseerlaubnis im Land befinden, abschieben.

    (vw)


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    Sahra Wagenknecht (Linke) zu Gast bei

    • Am Sonntagabend hat Anne Will mit ihren Gästen über die Zukunft des Sozialstaats diskutiert.
    • Ausgehend von den Vorstößen aus der SPD, Hartz IV abzuschaffen, sprach die ARD-Moderatorin unter anderem mit Sahra Wagenknecht und Jens Spahn.

    Wie sieht die Zukunft des Sozialstaates aus? Diese Frage warf auch “Anne Will” am Sonntagabend in ihrem Polit-Talk angesichts der Dauerdiskussion um das Hartz-IV-System auf. 

    Die Parteien überschlagen sich derzeit geradezu mit Vorschlägen für den Umbau des umstrittenen Systems. Zurecht, wie Anne Will zu Beginn ihrer Sendung mit einem Blick auf Zahlen des ZDF-“Politbarometer” deutlich macht: “Nur 11 Prozent der Befragten finden, dass an Hartz IV nicht geändert werden müsste,”

    Die ARD-Moderatorin konfrontierte ihre Gäste aus Politik und Wirtschaft mit der Frage, ob das Prinzip des “Forderns und Förderns” in Zeiten von Vollbeschäftigung und einer sich rasant verändernden Arbeitswelt nicht grundsätzlich neu gedacht werden müsste.

    Die Gäste bei “Anne Will”

    ► Jens Spahn (CDU): Bundesminister für Gesundheit

    ► Lars Klingbeil (SPD): Generalsekretär

    ► Sahra Wagenknecht (Die Linke): Fraktionsvorsitzende im Bundestag

    ► Simone Menne: Unternehmensberaterin und Ex-Finanzchefin der Lufthansa AG

    ► Michael Bohmeyer: Unternehmer und Begründer von “Mein Grundeinkommen e.V.”

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits im Frühjahr mit der Aussage, dass Hartz IV nicht Armut, sondern die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut sei, für viel Unmut gesorgt.

    Jens Spahn bei “Anne Will”: Mehr Fordern als Fördern

    Bei “Anne Will” bot sich dem Gesundheitsminister die Chance, seine Haltung erneut darzulegen. Spahn machte deutlich, dass es viele Menschen durch Hartz IV bereits geschafft hätten, auf eigenen Füßen stehen zu können – was auch das eigentliche Ziel sei.

    Angesichts dessen solle man zu den Erfolgen des Systems stehen, betonte Spahn. Er zeigte sich auch offen für Verbesserungen am Hartz-IV-System. Aber: Es sei ein “Gebot der Fairness” gegenüber denjenigen, die das System finanzieren, dass die Politik am Prinzip des Forderns festhalte: 

    “Es muss schon noch einen Sinn machen, Arbeiten zu gehen. Das muss schon einen Unterschied machen. Und diejenigen, die arbeiten könnten, es aber nicht wollen, ich finde, da darf es dann eben auch Druck geben, Sanktionen geben. Weil das die anderen ja mitfinanzieren.”

    Wagenknecht bei “Anne Will”: Mehr Fördern als Fordern

    Mit Sahra Wagenknecht, die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, kam danach eine erklärte Gegnerin des Hartz-IV-Systems zu Wort. Den jetzigen Vorstoß der SPD, dass das Arbeitslosengeld I länger gezahlt werden soll, befand Wagenknecht als richtig.

    “Das nicht jemand, der viele Jahre eingezahlt hat, nach einem Jahr schon ins soziale Aus stürzt, in dem er ins Hartz IV kommt”, lautete ihre Begründung dafür. 

    Wagenknecht betonte allerdings, dass die SPD ihrer Meinung nach den Vorschlag nur als Reaktion auf schlechte Umfragewerte gebracht hätte.

    Dann schoss Wagenknecht gegen Jens Spahn los, nur wenige Minuten nach Sendungsbeginn:

    “Ich finde es wirklich unerträglich, wenn die Debatte immer wieder so geführt wird, Arbeitslose unter einen Generalverdacht zu stellen, es seien eigentlich potentielle Faulpelze, die irgendwie auf der Couch sitzen und die man massiv unter Druck setzen muss, damit sie endlich nach Arbeit suchen.”

    Wagenknecht verwies auf eine traurige Statistik: Mehr als jeder dritte Alleinerziehenden-Haushalt mit minderjährigen Kindern bezieht Hartz IV.

    Allerdings hatte sich Spahn zuvor gerade in Bezug auf Eltern verständnisvoll gezeigt, wenn diese eine zeitlang keiner Arbeit nachgehen könnten.

    Doch das Lippenbekenntnis reichte der Linken-Politikerin offensichtlich nicht aus – sie ging weiter auf Konfrontationskurs zu Spahn:

    “Ich weiß nicht, ob Sie Alleinerzieher für besonders faul halten. Ich glaube, es liegt eher daran, dass heute in Deutschland der Staat seine Aufgaben versäumt”.

    Fehlende Kita-Plätze seien zum Beispiel einer von vielen Gründen, warum es Alleinerziehenden so schwer falle, Arbeit zu finden.

    Die “Applausklassiker” der Politiker bei “Anne Will”

    Später bekamen sich die beiden Politiker über die Frage, was zumutbare Arbeit sei, in die Haare. 

    Anne Will hatte einen Bäckermeister ins Studio eingeladen, der beklagte, dass sich die ihm vom Jobcenter vermittelten Hartz-IV-Empfänger nur einen Stempel abholen würden, um weiter ihre Bezüge zu bekommen  – nicht aber aktiv bemüht seien, tatsächlich bei ihm anzuheuern.

    Spahn hielt das Bäckerhandwerk auch für einen Akademiker für zumutbar. Wagenknecht ließ sich von ihrer Haltung nicht abbringen. Die Bürger könnten nun mal am besten ihren Beitrag zur Solidargemeinschaft leisten, wenn sie auch in ihren Qualifikationsbereichen eingesetzt würden – und nicht in Hartz IV abrutschen würden, das war ihre Meinung.

    Früher habe man unter zumutbarer Arbeit eine Arbeit verstanden, die der jeweiligen Qualifikation und “in etwa dem Level an Einkommen, dass man vorher hatte” entsprach, betonte Wagenknecht.

    Heute würden viele Menschen dazu gezwungen, Leiharbeit oder untertariflich bezahlte Arbeit anzunehmen. Damit mache sich der Staat “der Beihilfe zur Tarifflucht” schuldig, klagte Wagenknecht an. Eben genau das sei der Fehler im Hartz-IV-System und die großen Fehlleistungen des Staates, erklärte sie. “Deshalb muss dieses Hartz IV weg!”

    Dann holte Wagenknecht noch weiter aus und forderte eine Erhöhung des Bildungsetat. Erneut lieferte sie sich ein Wortgefecht mit Spahn. Es brachte die gesamte Diskussion auf den Punkt: 

    Spahn: “Erstens vorne weg, bin ich sofort bei Ihnen. Mehr Geld in Bildung, dann lasst uns weniger den Sozialetat immer weiter erhöhen...”

    Wagenknecht: “Die Vorschläge machen wir schon lange...”

    Spahn: “Ja, aber all die Vorschläge, die hier immer auf dem Tisch sind, heißen 10, 30, 40 Millionen mehr für Soziales. Machen wir mehr für Bildung, bin ich gern dabei. Sie wollen nur meistens immer mehr...”

    Wagenknecht: “Wir können es ja auch aus dem Rüstungsetat rausnehmen, wenn Sie das wollen.” (Applaus im Publikum)

    Spahn: “Ja. Jetzt machen Sie Ihre ganzen Applausklassiker hier einmal durch, immer dann wenn es schwierig wird.”

    Dann konfrontierte Spahn Wagenknecht erneut mit der Frage, für wen es nicht zumutbar sei, in der Bäckerei zu arbeiten. Wagenknecht sprach von einem ihrer Bekannten, der ein Ingenieur im Alter von 50 Jahren sei.

    Spahn wollte dann nach der Sendung gemeinsam mit Wagenknecht nach einer Arbeit für den Ingenieur suchen. Hier warf Moderatorin Will dem Minister einen “Applausklassiker” vor. Inhaltlich war es das dann auch für den Hartz-IV-Talk. 

    (ll)


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    Der Handyempfang in Deutschland lässt oft zu wünschen übrig – doch welche Anbieter liefern die beste Qualität?

    ► O2 wird langsam aber sicher zur ernsthaften Alternative zu Telekom und Vodafone: 2018 hat “Chip” mit seinem Partner “Net Check” wieder die Qualität der deutschen Netzbetreiber unter die Lupe genommen.

    ► Für Überraschungen sorgte O2 Telefónica: Erstmals seit der Vereinigung mit E-Plus im Jahr 2013 stieg die Leistung des Anbieters um deutliche 17,5 Prozent (Gesamtnote 2,2).

    ► Besonders auffällig ist die Verbesserung in den Städten, wo O2 teilweise sehr gute Werte erreicht.

    O2 wird durch günstigere Preise zur echten Konkurrenz:  

    In Zukunft könnten die Marktbegleiter vor allem bei der Preisgestaltung unter Druck geraten, da Tarifangebote im O2-Netz in der Regel deutlich billiger sind als bei der Konkurrenz.

    Wie im Vorjahr setzt sich die Deutsche Telekom (1,36) gegen die beiden anderen Provider durch. Unschlagbar ist der Magenta-Riese bei den Up- und Downloadgeschwindigkeiten.

    Vodafone (1,46) liegt mit nur geringem Abstand auf dem zweiten Platz und erhält von “Chip” erstmals die Note “Sehr gut“.

    Wie lange die Netze der Anbieter brauchen, um eine Seite aufzubauen: 

    ► Durchschnittlicher Rufaufbau der Telekom: 3,94 Sekunden

    ► Durchschnittlicher Rufaufbau bei Vodafone: 3,98 Sekunden

    ► Durchschnittlicher Rufaufbau bei O2: 5,82 Sekunden

    Dieser Artikel ist ein Artikel des Magazins “Chip”, das wie die HuffPost zu Burda Forward gehört. Mehr Infos zum Netztest 2018 findet ihr auf chip.de


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    • In den kalten Wintermonaten kommt das Kratzen vereister Autoscheiben wieder auf uns zu.
    • Wie ihr oben im Video sehen könnt, könnt ihr mit einem einfachen Haushaltstrick die Scheiben deutlich schneller von Frost befreien.

    Die kalten Temperaturen ist nun auch bei uns in Deutschland angekommen. Auch in der Nacht sinken die Temperaturen unter Null Grad Celsius und Autofahrer finden am Morgen dann: vereiste Autoscheiben.

    Das Eiskratzen wird daher wieder zur morgendlichen Routine.

    Mit einem einfachen Haushaltstrick befreit ihr eure Autoscheiben deutlich schneller von Frost: Essig lautet das Wundermittel.

    Mehr zum Thema:Mit diesen sechs Tipps besiegt ihr den Drang, morgens im Bett liegen zu bleiben

    Einfacher Trick entfernt vereiste Scheiben

    Der Essig kommt am Besten in eine Sprühflasche und wird mit Wasser gemischt. Das Gemisch einfach auf die vereiste Autoscheiben sprühen und ein wenig einwirken lassen. Danach lässt sich der Frost leicht entfernen. 

    Die optimale Dosierung des Essig-Wasser-Gemischs und was ihr bei dem Sprühen beachten solltet, seht ihr oben im Video. 

    (ll)


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    Bernardo Bertolucci ist einer der einflussreichsten italienischen Regisseure der Filmgeschichte.

    ► Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren. Bertolucci gelangte mit Filmen wie “Der letzte Tango in Paris” zu Weltruhm.

    +++ Mehr in Kürze +++


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    Eine Geburt ist etwas Wundervolles – doch sie kann auch traumatisch sein.

    Ich habe bereits Kaiserschnitte an Meerschweinchen, Katzen, Hunden, Kühen und Schafen durchgeführt. Deshalb machte es mir auch keine Angst, dass ich bei der Geburt meiner Zwillinge selbst einen Kaiserschnitt bekommen sollte.

    Da ich Tierärztin bin, kenne ich mich mit Kaiserschnitten wirklich gut aus. Anstatt still im Operationssaal zu liegen, bat ich den Chirurgen, mir ganz genau zu erklären, was er gerade tat. Das mag vielleicht verrückt klingen, doch ich brauchte das. Der Raum war ziemlich voll. Einige Hebammenschülerinnen hatten mich gefragt, ob sie bei meiner Geburt zuschauen durften.

    Da ich bereits selbst an ähnlichen Übungen teilgenommen hatte, hatte ich es ihnen erlaubt. “Fragen Sie mich bitte nicht, ob es mir gut geht”, bat ich den Chirurgen. “Denn dann drehe ich durch. Ich möchte Sie nur darum bitten, mir ganz genau und in Fachbegriffen zu erklären, was Sie gerade tun.”

    Genau das tat er dann auch. Er sagte mir, wann und an welcher Stelle er einen Schnitt machte. Außerdem erklärte er mir, wo genau er meine Muskeln durchtrennte. Ich hörte alles. Wenn man in einem medizinischen Beruf tätig ist, setzt irgendwann die Professionalität ein und man kann seine Gefühle ausschalten.

    Ich bekam Zwillinge – und wog fast 40 Kilo mehr  

    Und das funktionierte auch. Zumindest bis zu einem bestimmten Punkt. Als Komplikationen auftraten, wurde es mir jedoch zum Verhängnis, dass ich selbst Chirurgin war. Wenn ich meine Geburt beschreiben müsste, würde ich sagen, dass ich einfach nur “unglaublich dankbar” dafür bin.

    Den Moment, in dem man herausfindet, dass man Zwillinge bekommen wird, vergisst man nie. Ich erinnere mich daran, dass ich auf dem Ultraschall sofort erkannt hatte, dass es zwei Babys waren. Und dass ich damals komplett aus dem Häuschen war. Ob wir Zwillinge erwartet hatten? Natürlich nicht. Wir brachen beide in Tränen aus. Doch selbstverständlich waren es Freudentränen.

    Ich wusste, dass meine Babys groß werden würden. (Keine Ahnung, woher ich das wusste. Es war mir einfach klar.) Und deshalb hatte ich mich für einen Wunschkaiserschnitt entschieden. Ich hatte unglaubliches Glück gehabt, dass ich die Schwangerschaft bis ganz zum Ende durchgehalten hatte. Denn ich war ziemlich schwer. Und damit meine ich so richtig schwer.

    Vor der Schwangerschaft hatte ich 58 Kilo gewogen. Bei der Geburt wog ich 96 Kilo. Ich war zum Zeitpunkt der Operation sogar so schwer, dass zusätzliches Personal herbeigeholt werden musste, um mich auf den Tisch heben zu können. Das war unglaublich peinlich!

    Die Fruchtblase platzte früher als erwartet

    Da wir Zwillinge erwarteten, hatten wir uns bereits darauf eingestellt, dass es möglicherweise Komplikationen geben könnte. Deshalb war jeder weitere Tag, den meine Schwangerschaft andauerte, ein Gewinn – ein schwerer Gewinn allerdings. Mein Kaiserschnitt sollte an einem Donnerstag stattfinden. Doch dann platzte meine Fruchtblase bereits am Dienstag um 1:00 Uhr nachts.

    Da man bei Zwillingsgeburten viel Personal braucht, bat das Krankenhaus uns,
    noch bis zum Morgen abzuwarten. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass genug Mitarbeiter anwesend waren, um uns auch wirklich helfen zu können. Unsere morgendliche Fahrt ins Krankenhaus verlief unspektakulär. Da man bei einer Operation keinen Nagellack tragen darf, entfernte ich meinen im Auto. 

    Ich benutzte dafür den Notfall-Nagellackentferner, den ich für genau diesen Moment neben die Tür gestellt hatte. Leider wurden wir nach unserer Ankunft nicht einfach direkt in den Operationssaal geschickt, um endlich unsere Babys in Empfang nehmen zu können.

    Das Krankenhaus war an diesem Morgen so überfüllt, dass der Chirurg dreimal zu uns kam und uns jedes Mal wieder vertrösten musste.

    Mein Sohn kam als zweites – aber etwas stimmte nicht

    Unser Termin wurde immer weiter nach hinten verschoben, da es vor uns noch dringendere Fälle gab. Darunter war auch eine Freundin von mir, bei der es während einer Hausgeburt zu Problemen gekommen war. Wegen ihr wurden wir noch weiter nach hinten verlegt.

    Doch ihre kleine Tochter kam gesund und munter zur Welt. Als ich dann an der Reihe war, konnte ich es kaum mehr erwarten. Als ich im Operationssaal lag, überkam mich eine Mischung aus Gelassenheit und Vorfreude – schon bald würde ich Mama sein!

    Meine Tochter Ivy kam zuerst auf die Welt. Sie schrie und war wohlauf. Ihr Bruder Oscar steckte unter meinem Brustkorb fest. Deshalb dauerte es etwas länger, bis man ihn herausholen konnte. Oscar befand sich bei der Geburt noch in seiner Fruchtblase, was wundervoll ist und sehr selten vorkommt.

    Er hatte noch gar nicht bemerkt, dass er bereits auf der Welt war, bis der Chirurg ihn vorsichtig aus seiner Fruchtblase herausholte. Als ich Ivy in den Arm gelegt bekam, kam es mir so vor, als würde die Welt stillstehen. Dieses Gefühl der Euphorie überkam mich auch bei Oscar. Obwohl ich im ersten Moment ein
    wenig Panik hatte, weil er nicht sofort schrie. Da er in einer intakten Fruchtblase geboren worden war, hatte er keinen Schockmoment erlebt, der seinen ersten Schrei ausgelöst hätte.

    Mir wurde klar, wie ernst die Situation war 

    Es dauerte dann jedoch nur 30 Sekunden. Mein Körper begann sich sofort zu entspannen, als ich Oscar schreien hörte. Doch plötzlich konnte ich nicht mehr scharf sehen und mein Gesicht begann zu jucken. Ich schaffte es nicht einmal mehr, meine Hände auf mein Gesicht zu legen. Das Notfallteam kam sofort zu mir.

    Die Ärzte hatten wenige Augenblicke nach Oscars Geburt bemerkt, dass ich
    sehr stark blutete. Eines der Abdecktücher war komplett durchnässt. In diesem Moment war es sehr beunruhigend, den Ärzten zuzuhören. Denn als Chirurgin wusste ich ganz genau, was gerade los war.

    Mir wurde klar, wie ernst die Situation war. Das medizinische Team war großartig. Mein Freund Rob nahm Ivy und ich hielt Oscar. Ich begann sogar, ihn zu stillen, während die Ärzte mich weiteroperierten. Sie konnten die Blutung stoppen und nähten meine Wunden wieder zu. Trotzdem musste ich noch eine Nacht auf der Intensivstation verbringen. Ich hatte an diesem Tag zweieinhalb Liter Blut verloren.

    Ich hatte mir immer nur Sorgen um die Babys gemacht 

    Es war verrückt! Da hatte ich mir acht Monate lange Sorgen gemacht, dass meine Babys zu klein sein könnten oder zu früh zur Welt kommen könnten. Und dann war mit ihnen alles vollkommen in Ordnung und die Komplikationen traten stattdessen bei mir auf. Ich musste danach noch zwei Tage auf der Normalstation verbringen, bevor ich entlassen wurde. Endlich konnten wir das Krankenhaus als vierköpfige Familie verlassen!

    Um ehrlich zu sein, ging es mir nicht gut. Mein Körper war ziemlich ramponiert und auch der Kaiserschnitt forderte seinen Tribut. Doch komischerweise hatte ich noch eine zusätzliche Energiereserve. Ich nenne sie die “Mama Energiereserve”. Durch sie spielt es keine Rolle, wie schlecht man sich gerade fühlt oder wie müde man ist. Man packt einfach an und macht
    weiter.

    Mein Tipp für die Geburt?

    Bereite dich auf alle Eventualitäten vor. Informiere dich so gut wie möglich. Vertraue deinen Ärzten. Und wenn du dann nach Hause gehen darfst, nimm so viel Hilfe an, wie du nur irgendwie bekommen kannst.

    Verfasst nach einem Gespräch mit Amy Packham.

    Dieser Blog erschien ursprünglich bei der HuffPost UK und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt. 

    (jg)


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    • Die ARD hat den aktuellen “Polizeiruf 110” mit vielen Untertiteln ausgestrahlt, einige Szenen waren auf Polnisch. 
    • Ein paar Zuschauer waren davon genervt. 

    Eine spurlos verschwundene Frau vor 15 Jahren und der Tod eines Au-pair-Mädchens: Die aktuelle Folge von “Polizeiruf 110” in der ARD am Sonntagabend bot guten Krimistoff. 

    Auch die ARD-Zuschauer waren größtenteils gefesselt von “Der Fall Sikorska”. Doch eines störte viele: die Untertitel. 

    Die Ermittler Olga Lenski (gespielt von Maria Simon) und Adam Raczek (gespielt von Lucas Gregorowicz) nahmen einen polnischen Verdächtigen ins Visier. Die Dialoge dazu führten sie meist auf Polnisch – deutsche Zuschauer mussten die Untertitel lesen. 

    Die Macher von “Polizeiruf 110” griffen wohl zu diesem Kniff, um die Authentizität zu wahren. Viele Zuschauer aber fühlten sich an einen Abend auf Arte erinnert. 

    “Sehr cooler ‘Polizeiruf’, aber…”

    ► “Sehr cooler ‘Polizeiruf’”, lobt ein Nutzer auf Twitter. “Untertitel mitlesen vor hellem Filmhintergrund aber mühsam. Sonst top!”

    “Nen amerikanischen Krimi kann man bequem anschaun, ohne sich die Augen zu verrenken, damit man die Untertitel nicht verpasst, weil sie synchronisiert sind. Den deutschen Polizeiruf muss ich mir minutenlang in polnisch anhören…”, kritisiert eine Twitter-Nutzerin, schon deutlich genervter. 

    Sie schreibt auch: “Wenn ich nen Film mit Untertitel sehen will, dann guck’ ich Arte. ‘Polizeiruf’ nervt heute.”

    “Polizeiruf”-Zuschauer: “So viele Untertitel”

    “So viele Untertitel. Da kann man gar nicht parallel ins Handy starren. Polizeiruf mit Arte-Ambitionen”, schreibt eine Nutzerin. 

    Zu Scherzen waren die Zuschauer aber auch aufgelegt: “So Lesebrille auf für die polnischen Untertitel. Kann losgehen.”

    ► “Den Polizeiruf schenke ich mir heute. Dieses polnisch/deutsche Team ist überhaupt nicht mein Fall. Zudem hab ich keinen Bock, immer wieder Untertitel lesen zu müssen”, schreibt ein Zuschauer genervt. 

    Der “Polizeiruf” kam offenbar nicht bei jedem gut an. Wir haben bei rbb, der den “Polizeiruf” produzierte, angefragt, was die Macher zu diesen Reaktionen der Zuschauer auf die Untertitel sagen. Eine Antwort steht noch aus. 

    Überzeugen konnte die Sendung dennoch viele Zuschauer. Rund 8,74 Millionen Menschen schauten zu, sonst erreicht ein “Tatort” so viele Zuschauer.

    Auch der Sender ntv lobte: “Ein wenig spröde, in weiten Teilen sehr konventionell inszeniert, dennoch gen Ende durchaus spannend und im Zusammenspiel angenehm unaufgeregt”, heißt es in der Bewertung des Krimis.  

    (vw)


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