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    Die CDU steckt mitten in einem erbitterten Streit um das Asylrecht.

    Friedrich Merz, Kandidat auf die Merkel-Nachfolge, hat eine Grundgesetzänderung ins Spiel gebracht – und bestimmt mit diesem Vorschlag die Kommentarspalten der Tageszeitungen am heutigen Freitag. 

    Neben großer Empörung gibt es auch vereinzelt analytisch-nüchterne Analysen und sogar Zuspruch. Wie Deutschlands Medien auf die Merz-Äußerungen reagieren – auf den Punkt gebracht:

    Von wem Merz Lob bekommt:

    Welt: “Merz kann sich das leisten”

    Die “Welt” sieht vor allem strategische Überlegungen hinter den Äußerungen von Merz. Die Zeitung schreibt: 

    “Manchmal ist der Zeitpunkt wichtig. Merz nahm das Wort Asyl in den Mund und warf ein Steinchen ins Wasser genau in dem Moment, in dem die Medien angefangen hatten, seine Haltung zu bezweifeln: zu defensiv, zu mittig, zu sehr auf die Grünen schauend - der ist ja gar nicht mehr der Konservative, sondern Merkels Merz.”

    Es habe ein Satz für den Hinterkopf mancher CDU-Delegierten hergemusst, denn in zwei Wochen ist Parteitag. “Der Satz kam, es gab Gischt und Schaum, von Jens Spahn reden die Leute erst mal nicht mehr”, kommentiert die “Welt”.

    Freie Presse in Chemnitz: “Merz will der ostdeutschen CDU-Basis gefallen”

    Die “Freie Presse” in Chemnitz findet, dass Merz mit seinen Äußerungen “der ostdeutschen, zumeist merkelkritischen CDU-Basis” gefallen will. 

    “Der Satz “Das ist nicht zu schaffen”, den Merz in Thüringen im Zusammenhang mit Migration fallen ließ, ist das Gegenstück zu Merkels einstiger Losung ‘Wir schaffen das’, die viele in der CDU so aufgebracht hat”, schreibt die Zeitung.

    Merz signalisiere damit in einem sehr zentralen Punkt größtmögliche Distanz zu Merkel. “Es könnte aber auch sein, dass sich Merz mit diesem Kurs verrennt”, kommentiert die “Freie Presse”.

    Pforzheimer Zeitung: “Mit Tabus lässt sich das Flüchtlingsproblem nicht lösen”

    Die “Pforzheimer Zeitung” sieht überwiegend Gutes an Merz’ Vorstoß.

    „Wie könnte es anders sein, wird Friedrich Merz jetzt wieder Populismus vorgeworfen”, schreibt die Zeitung.

    “Doch wer die Gaulands, Weidels und Höckes dieser Welt politisch bekämpfen will, muss das Asylproblem offen, ehrlich und vor allen Dingen tabufrei diskutieren – auch wenn Merz mit seinen Aussagen fälschlicherweise suggeriert, dass allein durch ein anderes Asylrecht viele Probleme gelöst wären.”

    Mit Denkverboten und Tabus ließe sich das Flüchtlingsproblem “jedenfalls ganz bestimmt nicht lösen“.

    Gabor Steingart: “Merz ist zu Komplexität fähig” 

    Der für sein viel gelesenes “Morning Briefing” bekannte Journalist und bekennender Merz-Fan Gabor Steingart lobt den Kandidaten für seine Aussagen zur Asylfrage in fast lyrischen Tönen: 

    “Merz ist – und das zeigte sich zuletzt in der Debatte um den Asylparagraphen – zu einer Komplexität fähig, die Freund und Feind überfordern kann... 

    Merz beherrscht die von Heinrich von Kleist empfohlene Methode ‘der allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Reden’, was im politischen Geschäft natürlich ein Risiko darstellt. Doch genau das markiert den Unterschied: Annegret Kramp-Karrenbauer schaut man beim Reden zu, Merz beim Denken.”

    Wer Merz kritisiert: 

    Süddeutsche Zeitung: “Lehren der Nazi-Zeit wären gestrichen”

    Die “SZ” reagiert - wie zu erwarten war - giftig auf den Asylvorstoß von Merz. Die Zeitung schickt dafür ihren Schreiber mit der spitzesten Feder ins Rennen: Heribert Prantl. Der liefert dann auch: 

    “Merz stellte auf der CDU-Regionalkonferenz das Asylgrundrecht infrage; das müsse sein, meinte er, wenn eine EU-Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik ernsthaft gewollt werde. Merz tut so, als stünde das 1993 nach heftigsten Diskussionen schon geänderte deutsche Asylgrundrecht dem europäischen Asylrecht in Wege.”

    Aber das ist noch nicht alles. Prantl fährt fort: 

    “Die symbolische Wirkung einer “Aktion Merz” gegen das deutsche Asylgrundrecht wäre gleichwohl ungeheuer. Die Mahnung der Mütter und Väter des Grundgesetzes wäre verraten. Die Lehren aus der Nazi-Zeit wären gestrichen.”

    Starker Tobak. 

    Bild: “Will billigen Punkt machen”

    Überraschend hart geht die “Bild”-Zeitung mit Merz (und Jens Spahn) ins Gericht. Bisher fungierte die Boulevard-Zeitung eher als Werbeblatt für den Merkel-Herausforderer. “Bild” schreibt

    “Merz löst derweil ein Polit-Beben aus, in dem er das Asyl-Recht in Deutschland grundsätzlich infrage stellt und sagt, dass man bereit sein müsse, über das Asylgrundrecht offen zu reden, ob es in der Form fortbestehen könne.Ein paar Stunden später und nach heftiger Kritik macht er schließlich klar, dass er das Grundrecht natürlich NICHT infrage stelle.”

    Bild wirft Merz “Leichtfertigkeit” im Umgang mit diesem wichtigen Thema vor. Die Menschen hätten ein gutes Gefühl dafür, wer ihre Sorgen ernst nehme und wer am Ende nur einen billigen Punkt machen wolle, kommentiert die Zeitung.

    Frankfurter Rundschau: “Eine Katastrophe”

    Von “einer Katastrophe” schreibt die “Frankfurter Rundschau”. Wenn Merz wirklich die konservative Antwort zu Angela Merkel sei, “ist diese Antwort eine Katastrophe. Nicht für Deutschland, aber sicher für alle Konservativen.”

    Der Herausforderung durch die AfD ausgerechnet mit AfD-Sprüchen begegnen zu wollen, sei eine wohlfeile Versuchung, der schon Horst Seehofer im bayerischen Wahlkampf erlegen sei.

    “Das Ergebnis war eine politischer Totalschaden. Die CSU hat daraus gelernt und vielleicht sogar Seehofer”, schreibt die Zeitung.

    Thüringer Allgemeine: “Merz und die CDU haben Chance vertan”

    Die “Thüringer Allgemeine” sieht in dem Auftritt von Merz in Thüringen eine vertane Chance.

    Die Zeitung schreibt: “Friedrich Merz und damit auch die CDU haben die Chance vertan, wichtige Themen wie Bildung, Altersarmut, Pflege und Ost-West-Differenzen anzusprechen und auf die Agenda zu setzen.”

    Nicht allein die Einwanderung beschäftige die Menschen. Doch das bleibe von Seebach hängen. 

    Stuttgarter Nachrichten: “Scheindebatte vom Zaun gebrochen”

    “Hat er das wirklich nötig? Muss Friedrich Merz eine Scheindebatte vom Zaun brechen und das deutsche Asylrecht scheinheilig in Frage stellen?”, fragen die “Stuttgarter Nachrichten”.

    Dabei seien seine Fragen nicht grundsätzlich falsch: “Passt das deutsche Asylrecht in eine europäische Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik? Ist es auch dann noch tauglich, wenn aus überschaubaren Asylfällen undurchschaubare Massenzuwanderung wird?“

    Deutschland wird darauf eine Antwort geben müssen. Dann aber geht es mehr um die Verhinderung von Fluchtursachen als um eine Änderung des Grundgesetzes”, schreibt die Zeitung.“Für eine billige parteipolitische Vorfeld-Polarisierung eignet sich das Thema daher nicht. Dafür ist es zu ernst.”

    (ben)


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    • Ein Hund wird von seinem Besitzer auf einer Straßenkreuzung zum Sterben ausgesetzt.
    • Tierschützer sind entsetzt, als sie den Hund entdecken.
    • Im Video oben seht ihr eine ähnliche Geschichte: Mann findet verzweifelten Kampf-Hund angekettet im Wald – dann entdeckt er einen Zettel.

    Tierschützer sind sprachlos, als sie eine Bulldogge an einem Straßenrand finden. Der Hundebesitzer hatte das Tier offenbar absichtlich dort abgeladen. Darüber berichtete die britische Tageszeitung “Daily Mail”.

    Die Tierschutzorganisation RSPCA fand die Bulldogge in der englischen Stadt Stockport und rettete den Hund.

    Nadine Pengilly, die bei der Organisation arbeitet, sagte der Zeitung:

    “Er war so abgemagert. In meinen 16 Jahren bei RSPCA war er der dünnste Hund, den ich jemals gesehen habe. Er hätte nur noch zwölf bis 24 Stunden zum Leben gehabt.”

    “Er war der dünnste Hund, den ich jemals gesehen habe”

    Als der siebenjährige Hund namens Oscar gerettet wurde, wog er nur noch 22,5 Kilogramm. Das entspricht ungefähr der Hälfte seines Normalgewichts.

    Zunächst untersuchte ein Tierarzt den Hund und hängte ihn an den Tropf. Erst danach begannen die Tierschützer, Oscar kleine Mengen Futter zu geben, damit sich sein Magen wieder an die Nahrungsaufnahme gewöhnt. Pengilly sagte der Zeitung.

    “Er war so hungrig, dass er jedes Mal traurig guckte, wenn wir ihm den Teller wegnahmen.”

    Während Oscar sich auf dem Weg der Besserung befindet, will die Organisation den ehemaligen Hundebesitzer ausfindig machen.

    Dies sei mithilfe eines elektronischen Chips am Hundehalsband möglich. Pengilly weiter: “Ich würde den Täter gerne fassen.”

    (chr)


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    • Eine Einjährige ist in Indien auf die Gleise gefallen und vom Zug überroll worden. 
    • Als ein Mann das überfahrene Baby hochhebt, trauen die Umherstehenden ihren Augen nicht.
    • Im Video oben: Ein Passant filmt die dramatische Szene.

    Es ist der Albtraum jeder Eltern: mitzuerleben, dass das Kind einen Unfall hat und man selbst nichts tun kann.

    Genau das ist einem Pärchen und dessen einjähriger Tochter in der Stadt Mathura in Indien passiert: Das Baby fällt auf die Gleise und wird von einem Zug überrollt

    Dramatisches Handy-Video

    Das Mädchen war seinen Eltern im Gedränge auf dem Bahnsteig entglitten und ins Gleisbett gefallen, wie die indische Tageszeitung “Times of India” berichtet.

    Der Zug rollte einfach über das Mädchen hinweg. Passanten schrieen, einer filmte die Szene mit dem Handy. Im Video ist zu sehen, wie ein Mann sofort, nachdem der Zug weg ist, auf die Gleise springt und das Baby hochhebt.

    Mehr zum Thema: Berlin: Schwarzfahrerin flieht und lässt ihr Baby am Bahnsteig zurück

    Das Kind weint, ist aber offensichtlich unverletzt.

    Ein Augenzeuge sagt zu “Times of India”: “Niemand hat erwartet, dass sie überlebt, aber als sie von den Gleisen gehoben wurde, haben wir gesehen, dass sie unverletzt war.”

    Ein Sprecher der indischen Bahngesellschaft forderte die Fahrgäste zu mehr Rücksicht untereinander auf.

    (ak)


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    • Ein Mann hat seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht – und dabei unerwarteten Besuch bekommen.
    • Plötzlich tummelten sich mehrere Otter um das Paar.
    • Im Video oben seht ihr einen ähnlichen tierischen Vorfall: Hochzeitspaar will sich fotografieren lassen – plötzlich muss es vor einem Pferd fliehen.

    Eigentlich wollte Jordan Doyle seiner Freundin Mary Lister mit einem Tierparkbesuch nur eine Freude machen. Doch dann entschied sich der Brite dafür, seine Freundin mit einem Heiratsantrag zu überraschen – und das inmitten von tierischen Zuschauer. Darüber berichtete der britische TV-Sender “BBC”.

    Weil Otter Marys Lieblingstiere sind, plante das Paar bei ihrer Reise durch Singapur einen Ausflug in den Bishan-Park. Dort lebt nämlich eine berühmte Otter-Familie namens Bishan 10.

    Jordan engagierte extra für den Ausflug den Fotografen Bernard Seah, der von Mary und den Tieren Bilder machen sollte.

    Der Fotograf sagte: “Ich kann das nicht glauben”

    Jordan wollte den Tag dann noch schöner gestalten, als er ohnehin schon war. Der junge Mann erzählte BBC:

    “Ich trug den Ring eine Weile mit mir und Mary ist ein großer Fan von Ottern. Also dachte ich mir, das ist der richtige Zeitpunkt, um ihr den Antrag zu machen.”

    Also ging Jordan auf die Knie und hielt um Marys Hand an. Plötzlich versammelte sich die gesamte Otter-Familie um sie herum. Die Tiere fanden es offensichtlich interessant, was sich da vor ihren Augen abspielte. Auch Fotograf Bernard Seah war überrascht:

    “Als ich das Paar bat, für ein Foto zu posieren, kamen die Otter aus dem Wasser und näherten sich uns. Ich sagte nur: ’Oh mein Gott, ich kann das nicht glauben’.”

    Seah fing den einzigartigen Moment mit seiner Kamera ein und postete das Bild auf seiner Facebook-Seite.

    (chr)


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    CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.

    Im Rennen um den CDU-Vorsitz hat Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer laut einer Umfrage ihren Vorsprung in der Gunst der Unions-Anhänger ausgebaut.

    ► 38 Prozent von ihnen meinen laut dem ZDF-“Politbarometer” vom Freitag, dass die frühere saarländische Ministerpräsidentin Nachfolgerin von Angela Merkel als CDU-Chefin werden sollte. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen.

    ► Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz kommt demnach auf 29 Prozent (minus 4), Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist mir nur 6 Prozent (minus 1) weit abgeschlagen.

    Das müsst ihr über die Wahl wissen:

    Die Entscheidung über den neuen CDU-Vorsitzenden treffen die Delegierten des Bundesparteitags am 7. Dezember in Hamburg.

    Die Gunst der CDU-Wähler ist daher nicht direkt ausschlaggebend, aber ein möglicher Faktor in der Meinungsbildung der CDU-Delegierten.

    Zwölf Prozent der Unions-Anhänger ist es laut der von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführten Umfrage egal, wer an die CDU-Spitze rückt. Weitere 15 Prozent könnten oder wollten die Frage nicht beantworten.

    Für das aktuelle “Politbarometer” hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 20. bis 22. November 1336 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt. Die Befragung ist laut ZDF repräsentativ.


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    • Mitarbeiter einer Entrümplungs-Firma in Chemnitz räumen einen Keller aus – wie sich später herausstellt war es der falsche Raum.
    • Dabei wurden fälschlicherweise Waren im Wert von fast 1000 Euro weggeschmissen. 
    • Im Video oben seht ihr eine ebenfalls ungewöhnliche Geschichte: Mann will Keller von verstorbenem Opa renovieren – der hat Nachricht hinterlassen.

    Eine Chemnitzer Umzugsfirma hat sich vor wenigen Tagen einen folgenschweren Fehler geleistet. Die Mitarbeiter sollten den Keller einer Frau in einem DDR-Plattenbau entrümpeln.

    Doch sie verwechselten die Keller – und nun vermisst der 74-jährige Klaus Thümmler Waren und Erinnerungsstücke im Wert von fast 1000 Euro. Das berichtet die”Bild”-Zeitung.

    Der Keller soll über Nacht leer geräumt worden sein. Thümmler sagte der Zeitung: 

    “Und dann haben die alles entsorgt! Mein Leben! Denn da waren Erinnerungsstücke dabei!“

    Mehr zum Thema: Kölner Hausmeister wird gefeuert – auch, weil er einer 96-Jährigen half

    Unter anderem fehlen dem Rentner persönliche Erinnerungsstücke an seine verstorbene Frau sowie einen Staubsauger, einen Wäschetrockner und weitere Dinge.

    Umzugsfirma leerte falschen Keller aus

    Die Firma soll laut der Zeitung die Keller verwechselt haben. Obwohl der Keller des Rentners abgeschlossen war, schafften es die Entrümpler hinein.

    Denn: Scheinbar habe der Schlüssel des Vorhängeschlosses der Frau auch in das Keller-Schloss von Thümmler gepasst.

    Der 74-Jährige habe einen Mitarbeiter der Firma gleich auf die folgenschwere Verwechslung angesprochen. Er sagte der Zeitung:

    “Ihm war sofort klar, dass da etwas schief gelaufen war. Er wollte mir 100 Euro geben. Doch das war viel zu wenig.”

    Daraufhin stellte der Rentner eine Aufzählung der Dinge zusammen, die aus seinem Keller entsorgt wurden. Doch bis jetzt weigert sich der Chef der Umzugsfirma für die entstandenen Kosten aufzukommen.

    Thümmler sah keine andere Wahl – und klagte. Die Firma muss sich nun vor Gericht erklären. Der Fall beschäftigt inzwischen Verbraucherschutz, Polizei und Staatsanwaltschaft. 

    (nmi)


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    • Seit einiger Zeit versorgt Markus Söder seine Fans bei Facebook mit immer neuen Status-Updates.
    • Einer seiner letzten Beiträge sorgte jedoch für Häme.
    • Im Video oben seht ihr den Facebook-Post des bayerischen Ministerpräsidenten.

    Am Donnerstag hat Markus Söder ein Bild bei Facebook gepostet und dazu geschrieben:

    “Heute mit dem Zug Richtung Berlin unterwegs. Es steht die Vorbereitung des Bundesrates an. Auch hier gilt es präsenter zu sein...“

    Präsenz zeigt der Bayerische Ministerpräsident auf Facebook schon länger. Ob Schweinsbraten, Hundebilder oder Ananas zum Frühstück: Alle paar Tage beglückt Söder seine Fans mit neuen Status-Updates.

    Nutzer werfen Söder gestelltes Foto vor

    Das Bild, das ihn vor seiner Abfahrt nach Berlin zeigt, sorgt nun jedoch für Häme. Die User werfen Söder vor, dass er nur vorgibt, zu telefonieren. Denn auf dem Bildschirm seines Smartphones ist lediglich der Startbildschirm zu sehen.

    “Hahaha…das Display“, “Er hat also auch den Startbildschirm als Anrufer-Bild eingestellt?“ und “Symbolbild für die Digitalisierung in Deutschland“ lauten einige der Kommentare.

    Häme für Söder nur bedingt gerechtfertigt

    Zugegebenermaßen ist die Abbildung nicht ideal und der Spott absehbar.

    Allerdings sind die abfälligen Kommentare nur bedingt gerechtfertigt.

    Denn: Telefonate können geführt werden, auch wenn der Startbildschirm angezeigt wird. 

    Ob Söder so telefoniert hat, ist allerdings nicht bekannt.

    (nmi)


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    Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu übt heftige Kritik an US-Präsident Donald Trump.

    ► Nach den Solidaritätserklärungen von Donald Trump gegenüber Riad trotz des gewaltsamen Todes des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul beschuldigt die Türkei den US-Präsidenten, die Affäre wissentlich zu ignorieren.

    ► “Eigentlich hat Trump gesagt: ‘Ich drücke ein Auge zu, ganz egal, was passiert’”, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu dem Sender CNN Türk am Freitag. “Dieser Mord war kein Zufall, alles war geplant.”

    Darum kritisiert die Türkei US-Präsident Trump:

    Trump hatte sich mit einer umstrittenen Stellungnahme auf die Seite von Riad geschlagen. Am Dienstag sagte er:

    “Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, ein unverbrüchlicher Partner Saudi-Arabiens zu bleiben, um die Interessen unseres Landes, Israels und aller anderen Partner in der Region zu gewährleisten.”

    Am Donnerstag legte er nach und wies die Darstellung zurück, die CIA habe Belege für eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen in den Khashoggi-Mord. “Sie sind nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen”, sagte Trump.

    Was ihr noch wissen müsst:

    Die Türkei versucht seit Wochen, die USA als engen Partner von Riad dazu zu bringen, die Aufklärung des Falles voranzutreiben. Unter anderem nutzt sie dafür in regierungsnahen Medien lancierte Informationen.

    Am Donnerstag hatte die Zeitung “Hürriyet” berichtet, dass die CIA Aufnahmen eines Telefongespräch habe, in dem der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman anordne, den regierungskritischen Journalisten Khashoggi so schnell wie möglich “zum Schweigen zu bringen”.

    Das habe die CIA-Direktorin Gina Haspel bei ihrem Besuch im vergangenen Monat “signalisiert”. Cavusoglu rückte allerdings am Freitag von dem Bericht ab. “Die USA haben keine Informationen mit uns geteilt, ob sie eine Audio-Aufnahme haben oder nicht”, sagte er.


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    Juso-Chef Kevin Kühnert.

    Kevin Kühnert hat ein unglaubliches Jahr hinter sich. Wohl kein Juso-Chef vor ihm hat so viele Schlagzeilen gemacht im ersten Amtsjahr - und die Regierung so getrieben.

    Als dann auch noch Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen “linksradikale Kräfte” in der SPD für seine Ablösung verantwortlich machte, meinte Kühnert bei Twitter:

    “Ich wäre da ja bescheidener gewesen, aber offenkundig kommt Herr Maaßen zu der Einschätzung, dass er vornehmlich von den Jusos aus dem Amt gedrängt wird. Okay. Schreiben wir uns so in den Briefkopf. Grüße vom linksradikalen Flügel der SPD.”

    Grüße vom linksradikalen Flügel

    Politik mit Witz und Augenzwinkern, auch dafür steht Kühnert. Am 24. November 2017 wurde der Berliner beim Juso-Bundeskongress in Saarbrücken zum Nachfolger von Johanna Uekermann gewählt, mit einer Zustimmung von 75 Prozent.

    Da war die SPD noch von großer Oppositionssehnsucht beseelt, dann scheiterten die Jamaika-Verhandlungen und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm die SPD-Führung in die Pflicht.

    Beim Bundesparteitag im Dezember 2017 wurde Kühnert zum Gegenspieler der Granden: “Eine Maxime, die lautet, regieren mit uns ist immer besser als ohne uns, die verzwergt die SPD und reduziert uns (...) auf einen großen Korrekturbetrieb”.

    Und dann rief er in den Saal: “Wir haben ein Interesse daran, dass hier noch was übrig bleibt von diesem Laden, verdammt noch mal.”

    Ein knappes Jahr später ist die SPD im freien Fall. Im Gespräch zum einjährigen Amtsjubiläum spricht der 29-Jährige von einem Jahr mit Licht und Schatten. “Licht, weil wir mit rund 80 000 Mitgliedern so viele Jusos wie seit langer Zeit nicht mehr haben und weil wir eine gewisse politische Relevanz erreicht haben.”

    Andererseits brauche man sich auch nichts vormachen. “Es kann uns nicht unberührt lassen, wie die Partei gerade dasteht. Daher ist die Freude doch sehr getrübt.”

    Die No-GroKo-Bewegung, ein Sonderparteitag in Bonn, wo er und seine Gesinnungsgenossen fast die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union verhindert hätten. Dann stimmten aber 66 Prozent der Mitglieder der Neuauflage zu, Kühnert wurde intern zum Teil scharf kritisiert.

    Kevin, der Vollblutpolitiker

    Er hat bisher mit seinen 29 Jahren nur Politik gemacht, er arbeitet für eine Berliner Abgeordnete und engagiert sich zudem kommunalpolitisch im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

    Oft musste er die Geschichte erzählen, dass sein Vorname eine Hommage an den britischen Fußballer Kevin Keegan ist - sein Herz schlägt für Tennis Borussia Berlin. Er hat jetzt weniger Zeit für das “Groundhopping”, das Abklappern von Spielen in ganz Europa.

    Sein Twitter-Profil ziert das Stadion des unterklassigen Clubs Almada AC aus Portugal. “Fußballgucken ist das letzte Hobby, das mir die Arbeit gelassen hat”, sagte er dem Magazin “11 Freunde”. “Fußball bietet sowieso die beste Abwechslung, wenn man tagsüber auf Tagungen hockt. Dann schaue ich sonntags um 13 Uhr in die App, was noch auf dem Heimweg liegt und irgendwas findet sich eigentlich immer.” Hunderte Interviews hat er gegeben, auch gesagt, dass er schwul ist.

    Er ist jetzt quasi eine öffentliche Person. “Das große Privileg ist, unglaublich viel unterwegs zu sein und zu erfahren.” Er hat mehr als 200 öffentliche Veranstaltungen gemacht. “Ich kann mir viel anlesen, aber ich arbeite viel lieber in der politischen Praxis”, sagt er.

    Dass auch Parteichefin Andrea Nahles jetzt offen über eine Alternative zu Hartz IV diskutiert, nennt er einen “Befreiungsschlag”. Die sozialen Medien nutzt er stark, sie sind aber auch ein enthemmter Raum, auch er wird im Netz oft bepöbelt. Im persönlichen Umgang, von Gesicht zu Gesicht, sei er im ganzen Jahr nur zwei Mal angepöbelt worden.

    Neben einem Überwinden von Hartz IV strebt er besonders eine Offensive Ost an. “Da müssen Leute aus Berlin auch mal ihren Hintern hinbewegen und Präsenz zeigen. Ich versuche, das in meinem Alltag zu machen. Mein Büro hat die klare Ansage, Ost-Termine haben immer Vorrang, völlig egal, ob 20 oder 200 Leute da sind.”

    Um dort neue Jobs zu schaffen, kann er sich eine gezielte Ansiedlung der neuen Elektromobilitäts-Industrie und Batteriefabriken dort vorstellen.

    Kanzlerkandidat Kühnert?

    Wie lang die große Koalition noch hält, darüber mag er nicht weiter spekulieren. Aber wenn alles zerbricht und auch Nahles fällt, dann könnte Kühnert ein Kandidat für ganz vorne werden. Doch intern halten das erfahrene Genossen für eine Nummer zu groß – und Kühnert selbst bügelt das ohnehin ab.

    Die gestiegene Macht der Jusos zeigte sich gerade der Aufstellung der Kandidatenliste für die Europawahl im Mai. Als zum Beispiel die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Evelyne Gebhardt (64), auf einem aussichtslosen Platz landete. Und der SPD-Vorstand, dem Kühnert angehört, Vize-Jusochefin Delara Burkhardt (26) aus Schleswig-Holstein auf Platz 5 der Liste setzte.

    Dabei wurde zum Ärger des SPD-Landesverbands sogar der zuvor nominierte Enrico Kreft ausgebootet und ebenfalls auf einen aussichtslosen Platz gesetzt.

    Verjüngung und Erneuerung - da sind die Jusos zum Treiber geworden. Und Nahles weiß: Ihre Position ist bedrohlich schwach. Senkt die Parteilinke kollektiv den Daumen, könnten 2019 alle Dämme brechen. “Wir haben ein Jahr mit einer Europawahl, vier Landtagswahlen und neun Kommunalwahlen, das birgt immer politischen Sprengstoff”, sagt Kühnert. “Insofern müssen wir auf alles vorbereitet sein.”


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    • Ein Hundewelpen entwischte seinen Besitzern und wurde in einen Hundezwinger gebracht, weil er einen Polizisten gebissen hatte.
    • Eine Facebook-Gruppe setzte sich für die Befreiung des Hundes ein. Nach einer Untersuchung der Polizei durfte der Hund wieder nach Hause.

    Bungle, ein Chow-Chow-Welpe, entwischte vergangenen Samstag seinen Besitzern – offenbar flitzte er durch das offene Garagentor, bevor es sich automatisch schloss.

    Kurz darauf wurde er von einem Polizisten in Northamptonshire, England, bei einer Autobahn eingefangen – jedoch durfte er nicht gleich zu seinen Besitzern zurück.

    ► Denn während der Polizist versuchte, den vier Monate alten Hund unter einem Auto hervorzulocken, biss er den Polizisten laut Polizeibericht in den Arm und die Hand.

    In einem Statement der Polizei wird berichtet, dass Bungle daraufhin in einen Hundezwinger gebracht worden sei.

    ► Aufgrund des Bissvorfalls gingen die Polizisten davon aus, der Hund könnte eine Gefahr für die Öffentlichkeit sein.

    Mehr zum Thema: Blinde Frau darf nicht mit Hund ins Café – der Grund ist “beschämend”

    User aus der ganzen Welt schlossen sich zusammen, um dem Hund zu helfen

    Familie Hayes, die Bungle im August adoptiert hatte, war verzweifelt: “Uns wurde gesagt, dass wir aufgrund der Überlastung bei der Polizei Bungle vermutlich erst zu Neujahr oder sogar erst in neun Monaten wieder sehen würden”, erzählt Vater David Hayes der britischen Boulevardzeitung “The Sun”.

    ► Die Geschichte von Bungle verbreitete sich so schnell im Internet, dass es nicht lange dauerte, bis die Facebook-Gruppe mit dem Namen “Bungle The Chow” ins Leben gerufen wurde – knapp 5.700 Hundeliebhaber aus der ganzen Welt setzten sich für die Freiheit des Welpen ein.

    Daraus entstand auch eine Petition – diese hat über 10.000 Unterschriften erhalten. “Es ist sehr tröstend, dass nicht nur wir das Ergebnis des Unfalls als unverhältnismäßig ansehen”, sagt Hayes.

    Die Strafe für die Hundebesitzer hätte sehr schlimm ausfallen können

    David und Susan Hayes gehen davon aus, dass Bungle einfach sehr verängstigt gewesen ist und deswegen zugeschnappt hat.

    Der Polizist wurde zwar nicht stark verletzt. Dennoch musste ermittelt werden, ob Familie Hayes ein Bußgeld bezahlen oder eventuell sogar zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden könnte.

    ► Schließlich sei es ein Verstoß gegen das Gesetz, wenn ein Hund, der außer Kontrolle sei, in der Öffentlichkeit freilaufend unterwegs wäre.

    Mehr zum Thema: Streunende Hunde sind Sturm ausgesetzt – Ikea kommt auf eine Idee

    Hund Bungle ist wieder zu Hause bei seiner Familie

    ► Am vergangenen Donnerstag ist Bungle jedoch wieder zu seiner Familie zurückgekehrt.

    Auf Facebook erklärt die Polizei Northamptonshire, dass sich die Hayes-Familie dazu bereit erklärt hat, dass Bungle in Zukunft regelmäßig freiwilligen Kontrollen unterzogen wird – und sie während des ganzen Prozesses sehr kooperativ war.

    Jedoch sagt der Kriminalhauptkommisar Chris Hillery: “Diese Entscheidung war in keiner Weise durch die Medienberichte beeinflusst. Wir haben eine angemessene Untersuchung und Risikoabschätzungen durchgeführt und nun ist der Hund wieder bei seinen Besitzern.”

    Der Gründer der Facebook-Gruppe, Jamie Brock, ist jedoch anderer Meinung: “Ich glaube, dass diese extreme Reaktion ein Hauptfaktor dafür war, dass Bungle jetzt wieder zu Hause ist.”

    Auch Joseph Hayes, der 15-jährige Sohn der Familie, meldete sich bei der Gruppe und bedankte sich bei allen Unterstützern.

    Mit Fotos der Familie und Bungle bestätigt Hayes, dass der junge Hund gesund wieder zu Hause angekommen sei: “Ihr könnt euch sicher sein, dass wir, wie jeden Samstag, weiter mit Bungle zum Welpen-Training gehen werden! Und wir werden jedes Tor überprüfen, ob es auch wirklich geschlossen ist, wenn wir das Haus verlassen!”

    (ak/tb)


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    58 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Kind einen Schnuller nutzt.  

    Fast alle Eltern kennen diese Situation: Das Kind verliert seinen Schnuller, er fällt zu Boden, das Kind weint. Den dreckigen Schnuller einfach zurückstecken: ausgeschlossen. Damit das Kind sich wieder beruhigt, greifen manche Eltern zu einer altbewährten Methode: Sie lutschen den Schnuller des Kindes kurzerhand selbst sauber und stecken ihn zurück in den Mund des Kindes.

    “Eklig”, finden das viele andere. “Womöglich aber gut für die Gesundheit”, legt jetzt eine Studie von Dr. Elias Aboujaoude, Psychiater an der kalifornischen Universität Stanford, nahe.

    Mehr zum Thema: Studie zeigt: Zweitgeborene Kinder werden eher straffällig

    Gemäß der Studie soll der Speichel der Mutter das Allergie-Risiko des Kindes senken. Für ihre Studie interviewten Aboujaoude und sein Team 128 Mütter nach ihrer Schnuller-Reinigungsmethode. 

    Weniger Antikörper, die Allergien auslösen, entdeckt

    “Wir fanden heraus, dass die Kinder von Müttern, die den Schnuller ablutschten geringere IgE-Werte haben”, sagte Aboujaoude bei der Präsentation seiner Studie gegenüber der US-amerikanischen wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Allergien, Asthma und Immonologie (“American College of Allergy, Asthma and Immunology”). 

    IgE steht für Immunglobulin E und ist ein Antikörper, der auch für Allergien und allergisches Asthma verantwortlich ist.

    Gut für das Baby: “Gesundheitsfördernde Mikroben im Mund der Eltern”

    72 Prozent der Eltern, die Schnuller bei ihren Kindern benutzen und sterilisieren, gaben an, ihn per Hand zu waschen und 12 Prozent berichteten davon, dass sie den Schnuller mit dem Mund reinigen.

    Studien-Co-Autor Edward Zoratti sagte: “Wir glauben, dass der Effekt durch gesundheitsfördernde Mikroben im Mund der Eltern ausgelöst wird.”

    “Wir wissen, dass der Kontakt mit bestimmten Mikro-Organismen in der frühen Kindheit die Entwicklung des Immunsystems anregt und vor späteren Allergie-Krankheiten schützen kann”, ergänzte Aboujaoude. 

    “Elterliches Schnuller-Saugen könnte ein Beispiel dafür sein, wie Eltern gesunde Mikro-Organismen an ihre Kinder weitergeben. Unsere Studie stellt eine Verbindung zwischen Eltern, die die Schnuller ihrer Kinder ablutschen, und Kindern mit geringen Immunglobulin-E-Werten her, was aber nicht unbedingt heißt, dass Schnuller-Saugen geringere Immunglobulin-E-Antikörper verursacht.”

    (kiru)


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    •  Eine Busfahrerin hat nach einem Auffahrunfall Fahrerflucht begangen.
    • Die Frau konnte allerdings überführt werden – von einem Mädchen aus der sechsten Klasse, die einen Zettel am Unfallauto hinterlegte.
    • Im Video oben seht ihr einen ähnlichen Vorfall: Autofahrerin findet Zettel am Scheibenwischer – und muss fast weinen.

    Der Amerikaner Andrew Sipowicz aus dem US-Bundesstaat New York war laut seiner eigenen Aussage schockiert, als er vor wenigen Tagen seinen roten Ford Mustang sah. Denn sein “Traumwagen” war an der Fahrerseite schwer beschädigt.

    Der 21-Jährige sagte der Nachrichtenseite “Buzzfeed-News” :

    “Ich dachte mir in dem Moment nur: ‘Irgendjemand will mich doch verarschen’.”

    “Falls du dich wunderst, was mit deinem Auto passiert ist”

    Nach dem ersten Schock fand er auch eine Notiz an dem Wagen. Aber nicht von dem Unfallverursacher, sondern von einem Kind, wie auf Twitter zu sehen ist. Darauf ist zu lesen:

    “Falls du dich wunderst, was mit deinem Auto passiert ist: Bus 449 hat es angefahren. Der Bus hält hier jeden Tag, um mich herauszulassen. Immer um 17 Uhr.”

    Außerdem beschrieb das Kind den genauen Unfallhergang und zeichnete sich selbst, wie es in Bus 449 sitzt. Des weiteren entschuldigte sich das Kind für die Schrammen in dem Auto und signierte den Zettel mit: “Eine Sechstklässlerin der Houghton Academy”.  

    Sipowicz nutzte die Informationen, um das Unternehmen zu kontaktieren, das den Schulbus betreibt. Wie die Zeitung “USA Today” berichtete, reagierte ein Vorgesetzter umgehend. Die Firma erklärte in einer Stellungnahme, dass sie für sämtliche Reparaturkosten aufkommen würde. 

    Sipowicz machte sich unterdessen über Twitter auf die Suche nach seiner kleinen Heldin, um sich zu bedanken. Schließlich habe ihm das Kind “tausende von Dollar” für die Reparatur erspart.

    Sipowicz ist fündig geworden: Ein Lehrer der Houghton Academy hatte die Handschrift des Kindes erkannt und sich bei dem 21-Jährigen gemeldet. 

    Sipowicz hat versprochen, dass die Schülerin eine Belohnung für ihre Notiz erhält und nochmal wiederholt, dass er sehr dankbar dafür sei, was sie getan hat.

    (chr)


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    US-Präsident Donald Trump und Soziologin Michèle Lamont.

    • Michèle Lamon gehört zu den einflussreichsten einflussreichsten Sozialwissenschafterinnen der USA.
    • Sie hat mit zwei Kolleginnen die Reden von Donald Trump untersucht – und kann nicht nur negatives berichten.

    Es gibt vermutlich spannendere Dinge, als sich durch 73 Wahlkampfreden von Donald Trump zu kämpfen. Immerhin: Die US-Soziologin Michèle Lamon und ihre zwei Kolleginnen hatten Unterstützung einer Software, um Trumps Ansprachen während des Wahlkampfes 2016 zu untersuchen.

    In einem Interview mit dem österreichischen “Standard” hat die einflussreiche Sozialforscherin von der renommierten Harvard University nun erklärt, was bei ihrer Untersuchung herausgekommen ist.

    Nur so viel vorweg: Sie fand nicht nur negatives.

    “Trump ist in einigen Dingen genial”

    Dass Trump vor zwei Jahren tatsächlich zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, sei für sie, ihre Freunde und Kollegen “ein riesiger Schock” gewesen. 

    Ihre Analysen hätten aber auch gezeigt, warum Trump bei einem Teil der Wählerschaft so populär war. Habe habe geschickt “die weiße Arbeiterschaft angesprochen”, erklärte Lamon. 

    Sie gesteht: “Trump ist in einigen Dingen genial – insbesondere beim Marketing. Und er hat sehr viel Erfahrung mit dem Fernsehen.”

    Allerdings kritisiert Lamon Trump auch scharf, “seine emotionale Reife entspricht eher der eines Kindes”, meint die 60-Jährige. Trump habe “eine extrem narzisstische Persönlichkeit”.

    “Wie ein Kindergartenkind”

    Lamon ist nicht die einzige, die das so sieht. Bereits etliche Psychologen haben Trump attestiert, ein krankhafter Narzisst zu sein. Ein besonderen Einblick bekam auch der Autor Tony Schwartz. Er begleitete Trump für seine Recherchen zu dessen Buch “The Art of the Deal” fast überall hin – über anderthalb Jahre lang.

    Dabei erlebte Schwartz den jetzigen US-Präsidenten als jemanden, der sich kaum länger als wenige Minuten mit einem Thema beschäftigen konnte. “Wie ein Kindergartenkind, dass im Klassenraum nicht stillsitzen kann”, erinnerte sich Schwartz im Juli 2016 im US-Magazin “The New Yorker”.

    Das mag amüsant klingen, hat jedoch ernsthafte Folgen, wie Lamon im Gespräch mit dem “Standard” betont. Trumps “hetzerische Sprache” verstärkte die Ausgrenzung, sagte die gebürtige Kanadierin. Das führe nicht zuletzt auch zu einem Anstieg von Verbrechen, die durch Hass motiviert sind. 


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    Merkel-Nachfolge: 3 überraschende Lehren aus dem Rennen um den CDU-Vorsitz

    Vier sind rum, vier kommen noch: Gemessen an der Zahl der Regionalkonferenzen haben die Kandidaten für den CDU-Vorsitz das halbe Rennen hinter sich. Die Kandidaten feiern Bergfest sozusagen. 

    Was die ersten vier Sitzungen gezeigt haben: Bei der CDU läuft ein historisches Casting, bei dem die Konservativen im Turbo ein Gefühl für die Kandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), Friedrich Merz, Jens Spahn bekommen sollen.

    Aus dem Casting lassen sich jetzt schon drei Erkenntnisse über die Kandidaten ableiten:

    AKK: Von wegen “Mini-Merkel”

    Als “Mini-Merkel” in den Ring gestiegen, zeigt sich: AKK hat mehr drauf, als ihr die breite Öffentlichkeit zu Beginn ihrer Kandidatur zutraute. 

    Ihre Antrittsrede wirkte neben den rhetorisch starken Merz und Spahn abgelesen, hölzern und blass. Das erinnerte an die grauen Auftritte der Kanzlerin – und hörte sich nicht nach Aufbruch und Erneuerung an. 

    Annegret Kramp-Karrenbauer.

    Besser wurde es auf der ersten Regionalkonferenz in Lübeck und seither jedes Mal, als sie eine Bühne betrat. Themensicher war sie schon immer, nun wirkt AKK kämpferisch, energiegeladen – und zeigt Kante, auch gegen ihre Konkurrenten. AKK läuft sich vom Image der “Mini-Merkel” frei – und das ist eine handfeste Überraschung. 

    ► Auf Merz’ Vorstoß beim Asylrecht reagierte sie mit vernichtenden Worten. Sie warf Merz vor, seine Aussagen passten nicht zum Wesen der CDU und bewegten sich außerhalb der “christlich-abendländischen” Werte.

    ► Ihre größte Stärke ist allerdings, dass sie keinen großen Wirbel macht. Den überlässt sie ihren Konkurrenten. AKK wirkt da wie ein Hort der Stabilität – und der ist bei CDU-Mitgliedern trotz allen Rufen nach Erneuerung noch wahnsinnig beliebt.

    Mehr zum Thema:Wie die CDU den Rechtsruck probt – und was daraus folgt

    Kein Wunder, dass sie im Rennen um die Merkel-Nachfolge ihren Vorsprung ausbauen konnte. 

    ► 38 Prozent der Unions-Anhänger meinen laut dem ZDF-“Politbarometer” vom Freitag, dass die frühere saarländische Ministerpräsidentin Nachfolgerin von Merkel werden solle.

    Das sind drei Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen. Merz hingegen verliert vier Prozentpunkte (29 Prozent), Spahn kommt auf 6 Prozent (minus 1).

    Merz: Er leistet sich überraschende Schwächen

    Als Merz seine Kandidatur bekannt gab, wirkte das von langer Hand vorbereitet und gut geplant. Schäuble persönlich brachte Merz im Hintergrund in Stellung. 

    Wenn nicht noch Reporter dunkle Geheimnisse aus seiner Vergangenheit in der Spitzen-Wirtschaft ausgraben würden, könne diesen Mann nichts aufhalten, sagten viele. Hochintelligent, rhetorisch brillant, ein Stratege – so umworben ihn seine Unterstützter.

    Umso schwerer und überraschender wiegen die Fehler, die Merz nun unterlaufen.

    ► Seine Äußerung zu seinem Einkommen waren unüberlegt. Merz (Millionen-Jahreseinkommen, 2 Privatjets, Haus am Tegernsee) zählte sich in einem Interview zur oberen Mittelschicht.

    Er wollte damit sagen, dass er trotz seines Reichtums immer noch ein Mann des Volkes ist, ein Mann der CDU-Basis. Das mag sogar sein.

    Was aber hängen blieb, war sozialer Etikettenschwindel, denn Merz gehört verglichen mit der Lebensrealität der allermeisten Normalverdiener ganz sicher nicht der Mittelschicht an, sondern der oberen Oberschicht, den obersten zwei Prozent im Land. 

    ► Im Streit um das Asylrecht unterlief Merz der zweite Fehler.

    ► Dass er dieses Thema anpackt, mag strategisch klug sein. Es sichert ihm die Aufmerksamkeit jenen Lagers, das mit Merkels Flüchtlingspolitik unzufrieden ist und bislang in Jens Spahn ihr Sprachrohr fand. 

    Friedrich Merz.

    Was auf den ersten Blick nach einem Coup aussah, war beim genauen Hinsehen stümperhaft. Seine Begründung bestand den Faktencheck nicht. Merz musste zurückrudern. Und Journalisten warf er vor, sie hätten ihn falsch zitiert. Wer ”überfordert” sei, dem könne er das gerne nochmal erklären, sagte er in Halle.

    ► Irreführende Zahlen, Vorwürfe an Journalisten: Das kennt man sonst vor allem von der AfD. Und mit dieser Laienspieltruppe will die Kanzlerhoffnung sicher nicht verglichen werden.

    Mehr zum Thema:Himmel und Hölle – so urteilen die Medien über Merz’ Asyl-Vorstoß

    Merz fährt sich selbst in die Parade, bevor diese richtig loslaufen kann. Und muss aufpassen, dass ihm nicht das gleiche Schicksal ereilt wie dem früheren SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz: hoch gehandelt, tief gefallen.

    Abschreiben sollte man ihn trotzdem nicht – Fehler geraten im Turbo-Politikbetrieb schnell in Vergessenheit. Hängen aber bleibt zur Halbzeit: Merz’ größter Gegner ist er selbst.

    Spahn: Er könnte der lachende Dritte sein

    Spahn ging als Underdog ins Rennen – und macht daraus auch kein Geheimnis. 

    ► Schon vor seiner Kandidatur ließ er in seine Biografie schreiben: “Bekannt bin ich, beliebt muss ich noch werden.”

    Die Regionalkonferenzen sind die größtmögliche Bühne, die die CDU derzeit zu bieten hat, um genau das zu schaffen: beliebt zu werden. 

    Jens Spahn.

    Deswegen kann Spahn, bis dato sicherer Verlierer im Rennen um den CDU-Chefposten, nur gewinnen: Sympathien und Netzwerke an der Basis. Viel Aufmerksamkeit. Und die Chance, bei seinem Lieblingsthema zu punkten: Migration. 

    Er weiß: Wenn es dieses Mal nicht klappt, dann ist er jung genug, um bei der zweiten Chance zuzugreifen. 

    Und wenn es klappt? Spahn rechnet sich immer noch gute Chancen aus.

    ► “Ich habe das Gefühl: Die Stimmung dreht sich”, sagte er dem “Focus”. Entscheidend seien nicht die Werte in Umfragen, sondern die Delegierten auf dem Parteitag Anfang Dezember.

    Deshalb wolle er seinen parteiinternen Wahlkampf weiterführen und den Rückstand bei den Zustimmungswerten zu seinen Mitbewerbern aufholen. 

    (ben)


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    Es ist das Vitamin B in der Jobwelt: Die richtigen Kontakte. Wer die Karriereleiter hochklettern will, muss sich erst einmal ein gutes Netzwerk aufbauen. Für viele bedeutet das puren Stress. Doch mit diesen fünf Tipps wirst du im Handumdrehen zum Networking-Profi.

    Ein gutes Netzwerk an Kontakten ist die Superkraft im Joballtag.

    Der Schlüssel zu beruflichem Erfolg? Netzwerken! Darin sind sich alle Experten einig, denn gute Kontakte sind besser als jede Jobbörse und helfen auch sonst im Berufsalltag. Aber wie baut man sich so ein Netzwerk auf? Und wie pflegt man Kontakte, ohne anderen zu sehr auf die Pelle zu rücken? Fragen über Fragen. Doch mit diesen fünf einfachen Tipps meisterst du Networking ab jetzt ganz professionell.

    1. Sehen und gesehen werden

    Vorab gilt: Schüchternheit ablegen, sich von seinem Couchpotato-Dasein verabschieden und sich zeigen. Firmenevents oder andere Job-Veranstaltungen schwänzen? Das sollte besser endgültig der Vergangenheit angehören. Nicht umsonst gibt es das Motto: “Sehen und gesehen werden”. Bei Events solltest Du zuerst ein paar Runden drehen und schauen, wer vor Ort ist und wen Du kennst. Bei bekannten Gesichter solltest Du kurz zur Begrüßung stehen bleiben und Dein Gegenüber in einen Smalltalk verwickeln. So bleibst Du demjenigen in Erinnerung. Bei einer zweiten Runde kannst Du dann gezielt Personen ansprechen, die Du noch nicht offiziell kennst, aber die von Interesse sind.

    1. Ein unverfängliches und lockeres Gespräch führen

    Keine Panik! Punkt eins gelingt natürlich nur, wenn du Dir ein paar lockere Fragen für das Gespräch überlegst. Deine Themen sollten sich nicht nur um die Arbeit drehen, damit dein Gegenüber merkt, dass du erstens ein breit gefächertes Wissen hast und zweitens nicht langweilig bist. Sprich nur über die Arbeit, wenn dein Gesprächspartner über geschäftliche Belange sprechen will. Ein guter Tipp ist, Deinem Gegenüber zum Beispiel ein Kompliment zu machen, sollte er beispielsweise etwas auffälliges tragen. Das geht genauso andersherum: Trage ein Statement-Piece, wie zum Beispiel auffällige bunte Sneaker und schon haben die Leute einen Grund, dich anzusprechen. Ansonsten sind auch folgende Fragen gut, um ihn oder sie in ein lockeres Gespräch zu verwickeln: Wie kommt es, dass Sie hier sind? Ist das Event/ der Redner nicht interessant? Wodurch lassen Sie sich inspirieren? Welches Buch lesen Sie gerade? Und dabei immer daran denken: Schön lächeln, sich nicht aus dem Konzept bringen lassen und nie anfangen, sich zu entschuldigen, wenn Du mehr über die Person wissen willst, deren Hilfe Sie benötigen. Es gilt immer: Eine Hand wäscht die andere!

    1. Auf das Outfit achten

    Auch wenn die Atmosphäre eher locker ist oder das Event in einem lockeren Rahmen stattfindet, sollte man sich trotzdem immer vor Augen halten: Man ist hier, um Kontakte zu knüpfen und bewegt sich somit trotzdem in einem beruflichen Kontext. Also: Zieht euch dem Anlass, dem Event oder der Branche entsprechend an und wählt keine zu legere Kleidung. Aber auch overdressed kann schiefgehen. Trotzdem sollte man sich immer in seinem Outfit wohlfühlen, weil genau dieses Gefühl strahlt man auch nach außen aus. Nichts ist schlimmer, als Kleidung, die nicht gut sitzt und an der man die ganze Zeit herumzerrt.

    1. Visitenkarten mitnehmen & austauschen

    Nimm unbedingt genügend Visitenkarten mit. Erfahrungsgemäß gehen sie viel schneller aus als man meint und die besten Leute lernt man in der Regel erst am Schluss von einer Veranstaltung kennen. Trotzdem gilt: Die Visitenkarten nie en masse verteilen wie simple Spielkarten, sondern immer mit Bedacht. Es ist wichtig, dass Du deine Karten austauschst, um deinem Gegenüber einerseits in Erinnerung zu bleiben und andererseits, um dem neuen Kontakt gegebenenfalls im Laufe des Abends eine weitere Person vorzustellen. Hast du keine Visitenkarten, kannst du die Leute zum Beispiel sofort auf Xing hinzufügen, somit seit ihr auch gleich miteinander vernetzt und keiner muss mehr den “Aufwand” betreiben, eine Mail zu schreiben.

    1. Netzwerke pflegen

    Hier lautet das Credo: Deine Kontakte solltest Du pflegen, wie einen Garten mit vielen Blumen. Diese müssen auch immer wieder gegossen und gepflegt werden – so wie deine Business-Kontakte. Nach dem Visitenkarten-Austausch solltest Du mit deiner neuen Bekanntschaft persönlich Kontakt aufnehmen und am Ball bleiben. E-Mails versenden oder vielleicht einen Termin zum Mittagessen mit der Person ausmachen. Außerdem solltest Du dir die Kontakte sehr gut einprägen, damit Du Sie beim nächsten Treffen wiedererkennst, sie gezielt ansprechen und am letzten Gespräch anknüpfen kannst.

    Nicht nur privat sind soziale Kontakte wichtig, vor allem im beruflichen Kontext sind sie unvermeidlich. In vielen Fällen kann man nur so die Karriereleiter erklimmen. In der neuen Folge von „Professionell bleiben – Der Survival Podcast für Frauen im Job“ erzählt uns Birgit Königsheim wie Sie ein eigenes großes Netzwerk für Karriere-Frauen gegründet hat. Warum sie glaubt, dass reine Frauennetzwerke heutzutage immer noch nötig sind und wie man es schafft, im Job-Kontext enge Verbindungen aufzubauen, das verrät sie uns in dieser Folge.


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    Ein Berberaffe auf dem namensgebenden Felsen in Gibraltar.

    Eigentlich ist schon alles eingetütet. Eigentlich.

    Am Donnerstag hatte EU-Ratspräsident Donald Tusk verkündet, dass sich die Brexit-Unterhändler auf ein gemeinsames Abkommen zum EU-Austritt Großbritanniens geeinigt haben. Am Sonntag soll es auf einem Sondergipfel unterschrieben werden.

    Es ist ein historischer Moment – aber auf den letzten Metern laufen noch einmal die diplomatischen Drähte heiß.

    Denn ein Streit um ein Mini-Gebiet von 6,5 Quadratkilometern, mit einem riesigen Felsen und knapp 35.000 Einwohnern, bringt den Brexit-Deal ins Wanken. Die Rede ist vom britischen Überseegebiet Gibraltar, das abermals zum Zankapfel zwischen Spanien und Großbritannien geworden ist.

    Um was es bei dem Konflikt geht, was auf dem Spiel steht und wie eine Lösung aussehen könnte – auf den Punkt gebracht

    Die Ausgangslage:

    Nach der weitgehenden Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union ist Gibraltar – der Affenfelsen – einer der letzten Stolpersteine vor dem Abschluss eines umfassenden Brexit-Abkommens am Sonntag.

    Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez droht mit einem Veto, falls es keine Änderungen ab den Papier gibt. Das Problem war bis Freitagabend noch immer nicht gelöst.

    Erschwerend kommt hinzu, dass im Entwurf des Brexit-Vertrags zwar Gibraltar eine ganze Passage gewidmet ist. Doch dieser Artikel 184 sieht keine bilateralen Verhandlungen vor – sämtliche Gespräche müssen also über Brüssel laufen. 

    ► Fakt ist: In einem Referendum im Jahr 2002 lehnten 99 Prozent der Bewohner des Überseeterritoriums eine geteilte Zuständigkeit Großbritanniens und Spaniens ab. Bei der Brexit-Abstimmung im Sommer 2016 votierten wiederum 96 Prozent der Bewohner Gibraltars für den Verbleib in der der EU.

    Um was es in dem Streit um Gibraltar geht:

    Die Position Großbritanniens:

    ► Hintergrund ist der jahrhundertelange Streit zwischen Großbritannien und Spanien um das nur 6,5 Quadratkilometer große Gebiet am Südzipfel der iberischen Halbinsel. Es steht seit 1713 unter britischer Souveränität, wird aber von Spanien beansprucht. 

    ► Wie Großbritannien soll Gibraltar auch am 29. März aus der EU aussteigen.

    ► Klar ist: Der Brexit schafft für die Region um Gibraltar und viele Pendler echte Schwierigkeiten – unabhängig vom Streit zwischen Großbritannien und Spanien. 

    Die Position Spaniens:

    ► Spanien fürchtet, dass durch den Brexit einseitig Fakten zum künftigen Status Gibraltars geschaffen werden. 

    ► Deshalb setzte Madrid schon im Frühjahr 2017 im Kreis der EU eine Art Vetorecht zu allen Entscheidungen durch, die Gibraltar betreffen. Das hatte schon damals zu Unmut auf der britischen Insel geführt.

    ► Das Gibraltar-Protokoll weist unter anderem auf die besondere Situation vor Ort hin und enthält auch die Zusicherung, negative Folgen für die Region durch den Brexit zu verhindern. Allerdings ist aus Sicht der spanischen Regierung das Veto-Recht in Sachen Gibraltar nicht ausdrücklich festgeschrieben.

    ► Sánchez schrieb deshalb am späten Donnerstagabend auf Twitter: “Nach meinem Gespräch mit Theresa May liegen unsere Positionen weiter weit auseinander. Meine Regierung wird immer die Interessen Spaniens verteidigen. Wenn es keine Änderungen gibt, werden wir gegen den Brexit Veto einlegen.”

    ► Spanien will ebenso eine Zusicherung, dass über Gibraltar Madrid und London bilateral verhandeln können. 

    Die Position der EU:

    ► Die übrigen EU-Staaten versichern Spanien zwar ihre Solidarität, den mit London ausgehandelten Vertragstext noch einmal aufzumachen, lehnt aber nicht nur Deutschland kategorisch ab – aus Angst, dass dann neue Nachforderungen und Korrekturen kommen.

    ► Brüssel weist zudem darauf hin, dass die juristischen Dienste des EU-Rats wie auch der EU-Kommission einhellig die Bedenken Spaniens für unbegründet halten.

    Zwei Patrouillenboote (rechts) unter der Flagge von Gibraltar beobachten spanische Fischerboote.

    Wie die Presse den Konflikt anheizt:

    “Hände weg von unserem Felsen”, schimpfte die britische Boulevardzeitung “The Sun”, “die Spanier haben auf Gibraltar nicht mehr Anspruch als auf Portugal”.

    Das Verhalten der Spanier sei ein weiterer Grund, “warum wir froh sein sollten, die EU endlich loszuwerden”. Spanien sein “ein weiteres großmäuliges, bankrottes und schlecht verwaltetes Land, das versucht, uns Vorschriften zu machen”.

    Aus Sicht der konservativen spanischen Zeitung “El Mundo” hat Madrid viel zu spät reagiert. Jetzt würden Sánchez und Außenminister Jose Borell Zugeständnisse fordern. “Wo sie doch die Gelegenheit hatten, das Thema während der Verhandlungen auf den Tisch zu bringen. Oder war im Verhandlungsteam etwa kein einziger Spanier?”, bemerkt “El Mundo” sarkastisch.

    Das Blatt fordert, dass Madrid das Abkommen in seiner jetzigen Form nicht unterschreibt. 

    Wie eine Lösung in dem Streit um Gibraltar aussehen könnte:

    Am Freitag sagte ein Sprecher der EU-Kommission, man arbeite noch daran, die Bedenken Madrids auszuräumen. Denkbar ist nach Angaben von Diplomaten eine Zusatzerklärung oder eine Protokollnotiz zur Klarstellung.

    Für Großbritannien ist das Thema ebenfalls heikel. Premierministerin May warnte zuletzt, London werde auch nach dem Brexit die “britische Souveränität schützen”.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel schient allerdings zuversichtlich, dass bis zur Unterschrift am Sonntag eine Lösung gefunden wird. Auch weil May für Samstagabend ein weiteres Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angekündigt hat.

    Der Brexit-Streit um Gibraltar Auf den Punkt gebracht:

    Der Streit zwischen Spanien und Gibraltar ist über 300 Jahre alt. Schien der Konflikt um das nur wenige Quadratkilometer große britische Überseegebiet am Südzipfel der Iberischen Halbinsel die vergangenen Jahrzehnte in Vergessenheit geraten zu sein, bricht er nun umso heftiger hervor.  

    Zwar verteidigen Madrid und London ihre Interessen unerbittlich, doch auf Kosten des finalen Brexit-Deals wird das wohl nicht gehen. Vielmehr wird eine Zusatzerklärung den Streit vermutlich schlichten können. 

    Mit Material von dpa.


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    Autor Nick Ciccone fühlte sich stets zu empfindlich für diese Welt. (Symbolbild)

    Der freie Journalist und Autor Nick Ciccone ist hochsensibel, er nimmt Gefühle und Eindrücke viel stärker war, als seine Mitmenschen. Doch vielen Menschen fehlt für extrem emotionale Männer das Verständnis, kritisiert Ciccone in seinem Blog-Beitrag.

    “Du bist zu empfindlich für diese Welt“, dachte ich mir, als ich mit meiner Mutter in die örtliche Psychiatrie ging.

    Ich stand nicht kurz davor, mich umzubringen, hatte aber Selbstmordgedanken. Das tiefe Brummen der Depression irgendwo zwischen den Extremen ist das bedrohlichste. Es ist ein schwieriger Zustand für einen Mann. Vielen Menschen fehlt die Geduld für einen Mann in Not. Von uns wird erwartet, dass wir wieder aufstehen, unsere Wunden lecken und soldatenhaft weitermachen.

    In der Theorie sah alles gut aus. Ich hatte jüngst einen neuen Job angenommen, bin nach Manhattan gezogen und habe mit Zustimmung meines Arztes die Antidepressiva abgesetzt. Ich habe eine große Familie, die mich liebt und unterstützt. Ich habe ein paar Freunde – nicht viele – , die mir unglaublich nahestehen. Ich empfinde eine tiefe Beziehung zur Natur und zu Tieren. Ich gehöre keiner der zahlreichen Randgruppen an, die in den USA Tag für Tag – sozial, politisch, wirtschaftlich – um ihre Existenz fürchten müssen. Warum war ich trotz dieser vielversprechenden Umstände immer noch von Schmerz umhüllt? Wie konnte es so schlimm werden?

    Mehr zum Thema: “Ich war depressiv und hasste es, wie mein Umfeld darauf reagierte”

    Ich war schon immer hochsensibel

    Ich war schon immer hochsensibel – die Höhen sind hoch und die Tiefen tief. Dieses Mal fühlte sich meine Verzweiflung groß genug an, um Grund zu erhöhter Sorge zu sein. Inzwischen habe ich verstanden, dass die gesellschaftliche und kulturelle Stigmatisierung von Sensibilität bei Männern meine Probleme verschärft, weil ich mich damit alleine auseinandersetzen muss.

    Etwa 20 Prozent der Menschen gelten als hochsensibel oder HSPs (hochsensible Personen), wie Studien der Psychologin Elaine Aron und anderen ergeben haben (Aron hat mehrere Bücher zu diesem Thema geschrieben). HSPs zeigen ein “erhöhtes Bewusstsein und eine verstärkte Aufmerksamkeit für subtile Reize“, wie Arons Forschung ergab. Sie reagieren sowohl auf positive als auch auf negative Reize stärker.

    Während Arons Studien nicht darauf hindeuten, dass empfindliche Menschen zu Depressionen neigen, fördern sich meiner Erfahrung nach Empfindlichkeit und Depression gegenseitig. Wenn du sensibel bist, trifft dich alles stärker – Geräusche, Gerüche, Geschmäcker und vor allem Gefühle.

    Schon ein Barbesuch kann mich überwältigen

    Meine Sensibilität war mir schon in jungen Jahren klar, in der Pubertät wurde sie für mich allerdings zum richtigen Problem. Es schien immer so, als ob ich Dinge tiefer fühlte als die Menschen um mich herum. Inmitten von Teenagern und brüllendem Gelächter richtete sich meine Aufmerksamkeit auf die eine Person, die verstimmt aussah, ich suchte nach dem Grund dafür.

    An meinem ersten Tag auf der weiterführenden Schule brach ich in Tränen aus, weil ich vom Klassenwechsel so überwältigt war. Der gewaltige Lärm einer großen Menschengruppe verunsichert mich heute noch genauso wie der Gang in die Schulcafeteria mit ungestümen Jugendlichen.

    Heute fühle ich mich nach etwa 30 Minuten in einer überfüllten Bar überfordert. Das ist üblich bei HSPs – wenn man alles unmittelbarer empfindet als andere, ist man am Ende fast immer überwältigt. Die Dezibel, die schiere Anzahl an Menschen pro Quadratmeter, verstärkt wird alles durch Scham, weshalb ich versuche, zu verbergen, wie sehr mich das alles anstrengt. (Schließlich bin ich in einer Bar und alle anderen haben Spaß.) Wegen all dem frage ich mich, ob bei mir etwas grundlegend falsch läuft.  

    Mehr zum Thema: Depressive Mutter zeigt mit einem Foto, wie sich die Krankheit anfühlt

    Ich reagiere sensibel auf die Gestik anderer, ihre Stimmung, ihren Tonfall – all das kann indirekt zur Pein werden. Fast jeder enttäuschte Blick, den mir jemand jemals zugeworfen hat, ist in meinem Gedächtnis gespeichert – von Freunden genauso wie von Bankangestellten – und jeder neue schlägt tiefere Wunden, als der vorangegangene.

    Jede Missbilligung genügt – und ich fange an, zu grübeln

    Ich erinnere mich gut daran, wie ich zu High-School-Zeiten das Haus verlassen habe – hergerichtet, um mit Freunden auszugehen – als meine Mutter so etwas sagte wie “Ist das neu?” oder “Wo ist das her?” Ich registrierte ihre Körpersprache und ihre generelle Reaktion auf meine Kleidung, und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass der Schal oder die Farbe meiner Hose nicht passten.

    Für Männer gilt es, Gefühle in zwischenmenschlichen Beziehungen so zu managen, als gebe es sie nicht. Das ist schwierig für HSPs.

    Ein kleines Achselzucken, das Missbilligung signalisieren könnte, genügt, und ich fange an zu grübeln. Eine robustere Natur würde sich bei solchen Nachfragen dagegen nichts denken. “Ja, hab den Schal neu. Find ihn super!”

    Derartiges sollte Männer nicht beunruhigen. Uns wird von klein auf beigebracht, dass unser Wert in Stärke liegt – sowohl körperlich als auch emotional. “Filme, Werbung, die Gestaltung öffentlicher Räume, alles sagt uns, dass wir so hart wie Terminator sein sollen, so stoisch wie Clint Eastwood, so kontaktfreudig wie Goldie Hawn”, schrieb Aron in ihrem Buch “The Highly Sensitive Person” (auf Deutsch: “Sind Sie hochsensibel?”). “Wir sollten angenehm angeregt werden von hellen Lichtern, Geräuschen, fröhlichen Freunden, die in einer Bar rumhängen.”

    Für Männer gilt, Gefühle in zwischenmenschlichen Beziehungen so zu managen, als gebe es sie nicht. Das ist schwierig für HSPs.

    “Ich bin kein Therapeut”, sagte ein Freund, als ich über Gefühle sprechen wollte

    Manchmal kann eine gut gemeinte Reiberei zwischen Freunden ernst werden und am Ende wirklich wehtun. Männliche Bindung beinhaltet eine Menge Hänseleien, und wer das nicht “ertragen” kann, verliert an Ansehen.

    Vor kurzem begann ich mich mit einem Freund ein Gespräch darüber, wie sehr ich mich isoliert fühle, weil ich mit typischen Aktivitäten junger Leute nichts anfangen konnte. In Bars zu gehen und auf einen Schlag viele neue Gesichter zu sehen, sei wirklich schwer für mich, erklärte ich ihm. Als HSP sei man schnell überreizt, und wenn Nicht-HSP-Freunde und Kollegen einen missverstehen, mache das unglaublich einsam.

    “Ich bin kein Therapeut”, sagte er schnell.

    Ich versuchte, umständlich zu erklären, dass ich nicht versuchte, eine Lösung zu finden – ich brauchte nur jemanden, mit dem ich reden konnte. Er wandte seinen Blick ab. Er war höflich, aber entschieden, und die Botschaft war klar: Er war wollte nicht so direkt über Gefühle sprechen.

    In typischer HSP-Manier dachte ich danach noch Wochen über unser Gespräch nach und versuchte herauszufinden, was ich falsch gemacht hatte.

    Dieses Gespräch bestärkte mich in der Auffassung, dass es als “unmännlich” gilt, wenn man zu tief fühlt oder versucht, über diese Gefühle zu sprechen. Es ist das gleiche Stigma, das viele Männer davon abhält, zuzugeben, dass sie Hilfe benötigen und sich in Behandlung zu begeben. Nach Angaben der American Foundation for Suicide Prevention bringen sich dreieinhalbmal mehr Männer um als Frauen.

    Sensible Jungs sind nicht begehrenswert

    Unsere Gesellschaft erkennt Sensibilität bei Männern in der Regel nicht als Stärke. Lasst euch nicht von romantischen Komödien täuschen, in denen “sensible” Jungs begehrenswert sind. Mehr als einmal wurde ich von Frauen verspottet, weil ich romantische Situationen nicht genutzt habe, weil ich zu zuvorkommend war, selbst weil ich ganz einfach die Schönheit im Alltäglichen hervorhob. Ich verallgemeinere, aber es gibt sicherlich eine Grenze dafür, wie sensibel Männer sein dürfen und ab wann es zu viel wird oder sogar irritiert.

    ► Aber ich habe auch gelernt, dass mich meine Sensibilität zu einem ausgezeichneten Zuhörer, einem rücksichtsvollen Freund und nachdenklichen Menschen macht.

    ► Ich erkenne subtile Veränderungen im Verhalten oder in der Stimmung von Menschen, was die Qualität meiner Beziehungen verbessert und mir erlaubt, feine Details im Berufsleben zu wahrzunehmen. Das ermöglichte mir letztlich, um Hilfe zu bitten, was mein Leben rettete.

    Mehr zum Thema: Nach Selbstmordversuch: 10-Jähriger erklärt in Brief, wie es dazu kam

    Ich behaupte nicht, dass ich mich als HSP in der Welt vollkommen wohl fühle. Ich versuche, so gut ich kann, Sensibilität als meine eigene kleine Superkraft – wie Hitze oder Nachtsicht – zu definieren, die es mir erlaubt, die Welt intensiver wahrzunehmen. Dinge zu sehen und zu fühlen, die andere Menschen nicht sehen und fühlen können. Sie macht mich nicht schwach.

    Ich hoffe, dass ich eines Tages weiß, dass es wahr ist: Nichts macht einen Mann menschlicher, empathischer und mutiger, als seine Gefühle direkt und ohne Scham anzunehmen.

    Dieser Text erschien ursprünglich in der US-Ausgabe der HuffPost und wurde aus dem Englischen übersetzt von Sandra Tjong. 

    (ak)


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    Auch bei Penis-Gesundheit gilt: Wer rastet der rostet.
    • Millionen von Männern über 40 leiden unter den Auswirkungen des Alters auf ihren Penis.
    • Dabei lässt sich mit einfachen Angewohnheiten viel Leid vermeiden.

    Das Altern betrifft jeden. Alle wissen das und viele verdrängen es. Was viele aber nicht wissen – das Altern wirkt sich auf fast alle Lebensbereiche aus: Bei Männern sogar auf den Penis. 

    “Man wacht nicht eines Morgens auf und merkt, dass er anders aussieht”, sagte Dr. Madeleine Castellanos, die Autorin von “Penis Problems: A Men’s Guide” zur US-HuffPost. “Es ist ein schleichender Prozess, aber man merkt es mit ungefähr 40 Jahren.”

    Die Anzeichen für alternde Penisse haben wir im Folgenden für euch zusammengetragen.

    Permanentes Schrumpfen und Schrumpeln

    Eine unangenehme Wahrheit. Im Alter sinkt der Testosteron-Spiegel und damit schrumpft eben auch der Penis

    “Sobald ein Mann in seinen 60ern oder 70ern ist verliert er oft bis zu eineinhalb Zentimeter Penislänge”, sagte Castellanos.

    Mehr zum Thema:Jeder Zweite wäscht seinen Penis falsch – mit ernsten Folgen

    Übergewicht tut sein Übriges. Wer untenrum mehr Fett hat, dessen Penis wirkt auch kleiner. “Der Penis fängt im Körper an”, sagte Castellanos. “Wenn man Bauchfett hat, reicht das bis hinunter über die Peniswurzel. Der Bauch überdeckt also die Wurzel des Penis und sorgt dafür, dass er kleiner aussieht.”

    Wer also abnimmt, bekommt einen längeren Penis.

    “Man gewinnt unterm Strich etwa einen Zentimeter für jede 15 Kilogramm die man abnimmt”, sagte Brian Steixner, Urologe aus New Jersey, zum US-Männermagazin “Men’s Health”.

    Form und Farbe

    Ist der Penis in jungen Jahren fleischfarben und ebenmäßig, wird er im Alter oft fahl und verbogen. Der Grund: Viele ältere Männer leiden unter Arteriosklerose. Durch den verminderten Blutfluss in der Körperregion wirkt der Penis heller, sagt Castellanos. 

    Auch die Form leidet. Durch Sport und Sex bilden sich permanent Narben auf dem Penis, die dafür sorgen, dass er sich über die Zeit verbiegt.

    “In euren 60ern und 70ern wird es immer schlimmer”, sagte Steixner. “Ich habe Patienten gesehen, deren Penisse komplett aussehen wie ein Fragezeichen.”

    Funktionsstörungen

    Laut Schätzungen des Hilfeportals “Impotenz-Hilfe” leidet knapp die Hälfte aller Männer ab 40 an Erektionsproblemen – ein Millionenproblem.

    Der Grund sind oft Herz-Kreislauf-Probleme.

    “Eine erektile Dysfunktion zu haben, ist wie ein Herzinfarkt am Penis”, sagte Steixner. “Und um das zu verhindern muss man im Grunde das gleiche tun wie jemand mit einer Herzkrankheit. Gesund essen, Sport machen – macht das richtig und es sollte euch gut gehen.”

    Doch die Gründe sind vielschichtiger. Neben den biologischen Gründen wie Krankheiten oder Medikamenten gibt es auch psychologische Gründe – wie Angststörungen, Depressionen und Stress.

    Außerdem kann fehlende Intimität, fehlendes Vertrauen oder Streit in der Beziehung die Erektionen negativ beeinflussen. Manchmal stimmt auch einfach die sexuelle Chemie zwischen den Partnern nicht.

    Wegen dieser Komplexität ist es ein Fehler einfach nur eine Viagra zu nehmen, ohne die grundlegenden Probleme zu beheben, sagte Castellanos.

    Training hält gesund

    “Geht zuerst immer zum Arzt für einen kompletten Check-Up, um chronische Krankheiten auszuschließen. Wenn das zu nichts führt, sucht euch professionelle Hilfe bei einem kompetenten Sex-Therapeuten, der euch psychisch und physisch helfen kann”, sagte Castellanos.

    Neben Erektionsproblemen macht älteren Männern auf oft verminderte Sensibilität Probleme: Sie fühlen am Penis weniger und gelangen schwerer zum Orgasmus. Auch hier ist der sinkende Testosteron-Spiegel verantwortlich. 

    Das männliche Sexualhormon unterstützt unter anderem auch das Nervensystem.

    ″‘Wer rastet, der rostet’, gilt in diesem Fall”, sagte Castellanos. Männer könnten ihren Penis stärken, indem sie jeden Tag Erektionen hätten, sagte sie. Ein Orgasmus sei nicht nötig, aber tägliche Erektionen hielten die Arterien gesund und sorgten für gute Durchblutung in der Region.

    “Es ist, als ob man keinen Sport macht. Die Muskeln werden schwächer und die Arterien verstopfen. Das gleiche passiert mit dem Penis. 

     (pt)


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    Die Sex-Trickkiste ist groß. In ihren Tiefen befindet sich auch die Schraubenzieher-Stellung: Der alleinige Klang dieses Namens hört sich vielleicht gar nicht so sexy an und lässt eher an verzweifelte Verrenkungen beim Ikea-Möbel-Zusammenschrauben denken.

    Trotzdem kann diese Stellung durchaus den Akt mit dem Partner etwas aufpeppen – und der Mann kann beweisen, wie gut er mit seinem “Werkzeug” umgehen kann. 

    Die Stellung ist nichts für Sex-Experiment-Anfänger und funktioniert wie folgt: Der klassische Doggy-Style ist die Ausgangsstellung, die Frau ist also auf allen Vieren. Dann nähert sich die Frau mit ihrer Brust dem Boden oder Bett, die Arme gerade von sich gestreckt. Die Knie sind auseinander und die Füße aufeinander.

    Mann dreht die Schraube rein, Frau entspannt

    Ganz wie beim klassischen Doggy-Style ist der Mann hinter der Partnerin. Sein linkes Knie legt er zwischen ihren Beinen ab. Sein rechtes Bein – und das ist der Unterschied und die Schwierigkeit am “Schraubenzieher” –  schlägt er quer über ihren unteren Rücken, seinen Fuß stellt er links neben ihr ab. Nun kann er sie schräg von oben penetrieren.

    So ermöglicht der Schraubenzieher tiefe Penetration wie beim Doggy-Style, aber aus einem anderen Winkel.

    Mehr zum Thema: Sex-Stellung “Eiffelturm”: Doppelte Penetration für die Frau

    “Wenn man sie richtig ausführt, soll es eine Stellung sein, die man so schnell nicht vergisst”, schreibt die britische Boulevard-Zeitung “The Sun”.

    Außerdem könne die Frau sich völlig entspannen, während der Mann all die harte Arbeit zu tun hat. “Vorausgesetzt, er beherrscht sein Handwerk natürlich.”

    “Very hard” kommentiert auch “Sexposition Club”-User Manoj Kumar die Position. Ob er damit nun den Schwierigkeitsgrad der Schraubenzieher-Stellung oder etwas ganz anderes meint, weiß wohl nur er selbst.

    (mf/ak)


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    • Herzogin Meghan ist bekannt dafür, royale Traditionen nicht allzu ernst zu nehmen.
    • Jetzt ist heraus gekommen, dass sie sich auch in einer anderen Sache entgegen der royalen Tradition verhält – und dafür sogar nächtelang wach bleibt. 
    • Im Video oben: So oft brachen Prinz Harry und Herzogin Meghan das Protokoll auf ihrer Auslandsreise.

    Meghan Markle ist erst seit sechs Monaten Herzogin. Sie hat aber bereits gezeigt, dass sie manche royale Traditionen nicht allzu ernst nimmt. Von kürzeren Röcken, als der Queen lieb ist, bis hin zum Händchen halten mit ihrem Ehemann Prinz Harry in der Öffentlichkeit – die Herzogin von Sussex hat keine Angst, Dinge auf ihre Art zu machen.

    Jetzt wurde bekannt, dass die Herzogin sich auch in einer anderen Sache entgegen der royalen Gepflogenheiten verhält.

    Wie aus der ABC-Dokumentation “Meghan’s New Life: The Real Princess Diaries” ”(“Meghans neues Leben: Die Tagebücher der wirklichen Prinzessin”) hervorgeht, besteht die Herzogin darauf, ihre Reden für öffentliche Auftritte komplett selbst zu schreiben. Dafür bleibe sie sogar nächtelang wach, um das Manuskript zu perfektionieren.

    “Hat sie das selbst geschrieben?”

    Der Journalist Omid Scobie begleitete Prinz Harry und Herzogin Meghan auf ihrer ersten Überseereise. Dabei sei ihm aufgefallen, dass Meghan vor einer Rede auf Fidschi einen Stapel handschriftlicher Notizen bei sich trug.

    “Ich fragte einen Palasthelfer: ‘Hat sie das selbst geschrieben?’ Das ist für die Royals ziemlich ungewöhnlich, dafür gibt es normalerweise andere Leute”, erinnerte sich der Reporter. Dabei erfuhr er: “Das war alles sie – sie war seit Tagen wach und arbeitete an dieser Rede.”

    “Meghan ist die feministische Prinzessin unserer Träume”

    Die “Vanity Fair”-Autorin Michelle Ruiz glaubt, dass auch ihr jahrelanger Einsatz für die Rechte der Frauen ein Grund dafür ist.

    In der ABC-Dokumentation sagte Ruiz: “Es ist sicherlich etwas, das die Königin nicht tut, ebenso wenig wie Kate Middleton. Meghan ist die feministische Prinzessin unserer Träume.

    Ihre Reden selbst zu schreiben, wird sicher nicht die letzte royale Tradition bleiben, die Meghan brechen wird. Auch bei der Erziehung ihres Kindes will sie am liebsten eigene Weg gehen. Demnach soll ihr Kind so normal wie möglich aufwachsen. Wie ihr das gelingen wird, werden wir im Frühjahr 2019 erfahren. Dann soll Prinz Harrys und Herzogin Meghans erstes Kind zur Welt kommen.

    (mf)


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