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Huffington Post Germany Athena

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    • Beim “Wer wird Millionär”-Promi-Spezial ist “Höhle der Löwen”-Jurorin Judith Williams volles Risiko gegangen.
    • Wie die Show für sie verlief, seht ihr im Video oben. 

    Sie ist volles Risiko gegangen und ist bitter gescheitert. Beim “Wer wird Millionär”-Promi-Spezial auf RTL verlor “Höhle der Löwen”-Jurorin und Unternehmerin Judith Williams am Donnerstagabend fast eine halbe Millionen Euro. Viel Geld, dass dem RTL-Spendenmarathon für Kinder in Not zu Gute kommen sollte.

    Mehr noch: Es war zugleich auch der bisher tiefste Fall eines Kandidaten bei einem Promi-Special von “Wer wird Millionär”, wie ein RTL-Sprecher “Focus Online” bestätigte. Ein Grund war auch eine Regeländerung, wie sich Williams nun beschwert.

    Statt mit 500.000 geht Williams nur mit 500 Euro nach Hause

    Der Abend verlief für die Kandidatin eigentlich hervorragend, doch dann kam die 500.000-Euro-Frage: “Wer tötet ‘weder Lamm noch Zicklein’, denn ‘Eicheln und Beeren genügen’ ihm zum Essen?”

    Als mögliche Antworten blinkten vor Williams der Erlkönig, Frankensteins Monster, Glöckner von Notre-Dame und Mr. Hyde auf. Sie wusste es nicht, wollte es aber wissen. Moderator Günther Jauch loggte für sie den “Erlkönig” ein. “Letzte Entscheidung?”, fragte er noch.

    Williams stimmte zu – doch ihre Antwort war falsch. Sie ging nur mit 500 statt mit 500.000 Euro nach Hause.

    “Da kann man sich schon fragen, ob das sein muss”

    “Das war natürlich ein Schock und ich habe die ganze Nacht danach nicht geschlafen”, gestand Williams “Focus Online” am Freitag im Interview. Mitschuld am historisch tiefen Fall sieht Williams auch beim Sender. “Ich finde auch die Regel bescheuert, dass es dann runtergehen muss auf 500 Euro, grauenhaft.”

    Harald Schmidt, der im Jahr 2000 den bis Donnerstagabend höchsten Verlust hinnehmen musste, fiel damals nur auf 32.000 Mark zurück. “Das hat RTL geändert. Da kann man sich schon fragen, ob das sein muss, wenn es um den guten Zweck geht”, schimpfte die 46-Jährige.

    Ihr Vorschlag: “Man könnte doch zumindest das bekommen, was man erspielt hat.” Williams sah aber zugleich ein, dass dann wohl der Show Spannung und Emotionen verloren gehen würden.


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    Die beiden AfD-Fraktionschefs im Bundestag: Alice Weidel und Alexander Gauland.

    ► In der AfD-Spendenaffäre gibt es weitere Hinweise auf eine möglicherweise illegale Parteienfinanzierung. Der in der Schweiz lebende Milliardär August von Finck soll 2013 über eine PR-Agentur AfD-Veranstaltungen finanziert haben, wie aktuelle Recherchen des “Spiegel” und der Schweizer Wochenzeitung “WOZ” zeigen.

    ► Demnach gebe es starke Indizien dafür, dass Finck – der zu den reichsten Deutschen zählt – eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der AfD in ihrer Gründungsphase gespielt hat – ohne dabei selbst sichtbar zu werden.

    ► Zudem war ein Bevollmächtigter Fincks offenbar in die Konzeption des “Deutschland Kuriers” eingebunden, der seit 2017 für die AfD wirbt

    Warum die mögliche Unterstützung durch Finck für die AfD problematisch ist:

    Derzeit steht vor allem AfD-Fraktionschefin Alice Weidel wegen dubioser Spenden aus dem Ausland unter Druck. 

    Die Partei hat mittlerweile bestätigt, dass im vergangenen Jahr rund 130.000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma an Weidels AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen wurden. Zudem gab es eine weitere hohe Spende aus den Niederlanden. 

    Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt inzwischen gegen Weidel wegen des Anfangsverdachts eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen insgesamt vier Personen

    Ulrich Müller von LobbyControl hat die Bundestagsverwaltung aufgefordert zu prüfen, woher das Geld komme, mit der die AfD in ihrer Anfangszeit Veranstaltungen organisierte. “Wenn die Gelder dafür tatsächlich von Dritten wie Herrn von Finck kamen, wären dies klare Verstöße gegen das Parteienrecht”, betonte Müller.


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    Fühlt sich hintergangen: Ilse Aigner (Archivbild). 

    ► Rund einen Monat nach der bayerischen Landtagswahl ist in der CSU ein heftiger Streit über die Vergabe von Führungsposten an Frauen in der Landtagsfraktion entbrannt.

    ► Nachdem bei fraktionsinternen Wahlen nur einer von 14 Sprecherposten mit einer Frau besetzt wurde, macht die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer schwere Vorwürfe.

    ► Dass nur eine Frau zum Zug gekommen sei, sei ein Ärgernis, betont Aigner im Gespräch mit der “Augsburger Allgemeinen” vom Samstag. “Es wäre seine Aufgabe (Kreuzers, Anm.) als Fraktionschef gewesen, hier Führung zu zeigen, zu argumentieren und zu koordinieren”, sagte die CSU-Politikerin.

    ► “Das Ergebnis ist ein Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen sowie zwischen Oberbayern und den anderen Regierungsbezirken”, sagt Aigner weiter. 

    Was ihr zum Hintergrund des CSU-Streits wissen müsst: 

    Bei der Landtagswahl im Oktober sind nur 55 Frauen in das bayerische Parlament eingezogen, das entspricht einem Anteil von 26,8 Prozent der Abgeordneten. Ein Umstand, der mehrfach für Kritik sorgte. 

    Bei der Wahl der Sprecherposten setzt sich dieses Muster fort. Dabei hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch versprochen, seine Partei werde sich “jünger und weiblicher” präsentieren.

    Landtagspräsidentin Aigner ist Vorsitzende der mächtigen CSU-Oberbayern und fühlt sich bei der internen Wahl der Fraktionsspitze offenbar doppelt hintergangen. Sie hält auch ihren Kreisverband für nicht ausreichend vertreten bei den Führungsposten in der Fraktion. 

    Der aus ihrem Bezirksverband stammende bisherige Umweltminister und frühere Staatskanzleichef Marcel Huber ging bei der Neuaufstellung der Fraktionsführung leer aus.

    Was Aigner weiter an der CSU-Fraktion kritisierte: 

    Huber sei auf Drängen des CSU-Fraktionschefs Kreuzer nicht angetreten, mit dem Versprechen, einer der vier Stellvertreter-Posten in der Fraktion und mehrere Leitungsposten in den Arbeitskreisen würden an Frauen gehen. 

    “Dann aber kam nur eine Frau zum Zug”, sagt Aigner dazu. “Das ist das Ärgernis – für Huber, für die Frauen und für Oberbayern. Unser Angebot wurde einfach niedergeschmettert.”

    (ame)


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    Ein Aperol Spritz sorgte für Verätzungen (Symbolbild). 

    • Ein Drink in einer Bar im nordrhein-westfälischen Neuss hat zwei Frauen schwer verletzt. 
    • Offenbar war in dem Getränk Lauge – die Frauen kämpfen noch immer für ihre Schadensersatzansprüche. 

    Ein schrecklicher Vorfall hat das Leben zweier Frauen aus Nordrhein-Westfalen für immer verändert. 

    Im Juni dieses Jahres tranken die beiden in einem Lokal in Neuss Aperol Spritz, einen beliebten italienischen Drink aus Mineralwasser, Weißwein und der Spirituose Aperol. Nachdem der Barkeeper bei ihnen Aperol nachgegossen hatte, spürten die beiden starke Schmerzen, als sie davon tranken. Das berichtet die Nachrichtenseite “RP Online”. 

    “Wie eine Explosion. Alle Nerven schienen zu schreien: Gefahr”, sagt eine der Frauen. Sie sei glimpflich davon gekommen, weil sie das Getränk sofort ausgespuckt habe. Die andere Frau sei mit Verätzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden und habe einen Riss in der Speiseröhre davongetragen, berichtet “RP Online”. 

    Denn: In ihrem Aperol Spritz befand sich Lauge. Das habe die Polizei bei einer Analyse festgestellt. 

    Aperol Spritz und die Staatsanwaltschaft

    Eine der Frauen hatten ihren Drink in eine Wasserflasche umgefüllt und konnte so der Polizei Hinweise liefern. Laut einem Sprecher des örtlichen Gesundheitsamts habe das Gebräu deutlich nach Spüllauge gerochen, berichtet “RP Online”. 

    Nun beschäftigt der Vorfall, der bereits einige Monate zurückliegt, noch immer die Behörden und die Staatsanwaltschaft. Denn es ist nicht geklärt, wie die Lauge in den Aperol kam. 

    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien bald wieder eingestellt worden, berichtet “RP Online”. Der Gaststättenbetreiber wies alle Ansprüche von Schadensersatz zurück. 

    Der Anwalt der beiden Frauen legte dagegen Beschwerde ein, nun ermittelt die Staatsanwaltschaft erneut. Laut dem Anwalt habe der Barkeeper bei der Vernehmung durch die Polizei zugegeben, dass ihm das Getränk komisch vorgekommen sei. 


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    Der Fels der Entscheidung: Gibraltar. 

    ► Der für Sonntag geplante Brexit-Sondergipfel steht auf der Kippe. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez drohte mit einer Absage, wenn der Streit über Gibraltar nicht beigelegt wird.

    ► Es werde mit Hochdruck nach Lösungen gesucht, sagten Diplomaten in Brüssel. 

    ► Sánchez fordert Änderungen am Entwurf des Brexit-Vertrags, weil Spanien Festlegungen über den künftigen Status von Gibraltar fürchtet. Das Gebiet am Südzipfel der Iberischen Halbinsel steht seit 1713 unter britischer Souveränität, wird aber von Spanien beansprucht.

    Das müsst ihr zum Hintergrund des Streits um Gibraltar wissen: 

    Bei dem Sondergipfel am Sonntag soll der Vertrag über den britischen EU-Austritt im März 2019 und eine Absichtserklärung über eine künftige Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft besiegelt werden. Das seit mehr als eineinhalb Jahren währende Ringen zwischen London und Brüssel wäre damit zwar abgeschlossen.

    Die schwierigste Aufgabe für die britische Premierministerin Theresa May würde aber danach noch warten: Die Premierministerin müsste den ausgehandelten Deal im Dezember durch das britische Parlament bringen. 

    Spanien hat mit dem Gibraltar-Streit eine weitere Bruchlinie im Ringen um den Brexit aufgeworfen und droht mit einem Veto, sollten die Passagen zu Gibraltar im Brexit-Vertrag nicht geändert werden. 

    CSU-Mann Weber macht Druck: 

    CSU-Europapolitiker Manfred Weber, der die europäischen Konservativen als Spitzenkandidat in die Europawahl 2019 führt, verlangte, es dürfe trotz allem keine Nachverhandlungen mehr am Brexit-Papier geben.

    “Die Brexiteers haben die Menschen angelogen. Deswegen ist jetzt viel Enttäuschung da”, sagte Weber der “Passauer Neuen Presse” vom Samstag. 


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    Mittlerweile seit 26 Jahren ein Paar: Michelle und Barack Obama. 

    • Bei einer Lesung seiner Ehefrau hat der ehemalige US-Präsident Barack Obama verraten, was ihm als erstes an Michelle aufgefallen ist.
    • Ihre Beine hatten es ihm besonders angetan. 

    Für viele Amerikaner sind sie das Traumpaar schlechthin: Michelle und Barack Obama. Mittlerweile sind der ehemalige US-Präsident und die Anwältin seit 26 Jahren verheiratet. Dass auch ihre Ehe nicht immer perfekt ist, hat Michelle Obama gerade erst in ihrer Autobiografie “Becoming” beschrieben. Ein Paartherapeut musste die scheinbare Bilderbuchehe retten.

    Offensichtlich mit Erfolg: Bei einer Lesung überraschte Barack Obama seine Ehefrau nun, wie das US-Magazin “The Hill” berichtet. “Ihr kennt das doch, wenn Jay-Z auf einmal auf einem Beyoncé-Konzert auftaucht”, scherzte Barack Obama zunächst, als er auf die Bühne trat. 

    Auf die Frage des Moderators verriet Obama dann sogar, was das erste war, das ihm an seiner Ehefrau aufgefallen war. “Also zunächst mal ist sie wirklich groß und das meiste davon sind Beine”, sagte er. 

    Barack Obama: “Michelle ist außerordentlich klug” 

    “Es sind Kinder hier!”, antwortete die 1,80 Meter große Michelle mit gespielter Entrüstung. Also fügte ihr Ehemann netterweise noch etwas hinzu, das nicht allein auf ihr Aussehen bezogen war. 

    Ihm sei ebenfalls sofort aufgefallen, dass sie “außerordentlich klug” sei. Gerade noch mal aus der Affäre gezogen, könnte man meinen. Versöhnlicher für Michelle klang dann aber vor allem seine weitere Erklärung: 

    “Kennt ihr das, wenn ihr jemanden trefft und ihr habt sofort das Gefühlt, dass dieser Mensch dich versteht?”

    (ll)


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    Hartz IV: Michael Goman betrog den Staat um mehr als 100.000 Euro. 

    • Vor dem Kölner Gericht muss sich Michael Goman, Mitglied eines mafiösen Clans, verantworten. 
    • Hartz IV, Luxusschlitten und vergoldete Küchen: Ein Ermittlungsbericht offenbart das Treiben des Betrügers.

    Offiziell war Michael Goman ein Bürger, der am Existenzminimum lebte. Der Leverkusener bezog Hartz IV, ließ sich seine Wohnung und den Unterhalt seiner minderjährigen Kinder vom Amt bezahlen. 

    Bekannt aber wurde Goman unter seinem Spitznamen “Don Mikel”. Und als dieser betrog er den Staat um mehr als Hunderttausend Euro, lebte in einer Luxuswohnung, fuhr teure Autos – und brachte gutgläubige Mitmenschen um ihr Vermögen. 

    Vor dem Landgericht Köln erwarten Michael Goman nun mehrere Prozesse. Er ist Mitglied des sogenannten Goman-Clans, einer Roma-Familie mit mafiösen Strukturen in Nordrhein-Westfalen. Die Kriminalpolizei Köln hat ihr dreistes Vorgehen aufgedeckt, wie der “Spiegel” in einer Recherche berichtet. 

    So funktionierte der Hartz-IV-Betrug

    Michael Goman habe laut eines Berichts der Ermittler in einer luxussanierten Wohnung in Leverkusen gelebt: vergoldete Griffe für die Mikrowelle, für den Kühlschrank und die Kaffeemaschine. 

    Wie die anderen Mitglieder seines Clans aber habe Goman von Hartz IV gelebt. Das Amt übernahm die Miete für die Wohnung. Weil Goman außerdem offiziell getrennt von seiner Frau Anita gelebt habe, überwies das Amt auch den Unterhalt für die Kinder. 

    Der Stadt Leverkusen soll dadurch ein Schaden von 104.892 Euro entstanden sein, berichtet der “Spiegel”. 

    Wie die Hartz-IV-Betrüger ihr Geld verdienten

    Am Donnerstag verurteilte das Landgericht Köln Michael “Don Mikel” Goman und zwei weitere Mitglieder des Clans zu einer mehrjährigen Haftstrafe. In diesem Fall ging es um einen Trickbetrug. 

    ► Goman gab sich als Teppichhändler aus und erbeutete so von einem älteren Ehepaar 80.000 Euro, berichtet der Sender ntv über den Prozess. 

    ► Der “Spiegel” schreibt noch ausführlicher über eine weitere Betrugsmasche von “Don Mikel”. Er gab sich demnach auch als Mi­kel Gold­mann, reicher Spross einer jüdisch-amerikanischen Unternehmerfamilie, aus. 

    Einem Rentnerehepaar, Hans und Doris Krause, nahm Goman so rund eine Million Euro laut den Ermittlern ab. Er gewann das Vertrauen der Krauses und brachte sie dazu, ihm Geld zu leihen. “Ab­he­bun­gen von sei­nem Kon­to be­le­gen, wie Hans Krau­se sys­te­ma­tisch ge­schröpft wur­de”, berichtet der “Spiegel”. 

    Goman wiederum revanchierte sich mit Luxus-Trips nach London. Er engagierte laut dem “Spiegel” auch Komplizen, die wie Schauspieler bei seinen fingierten Treffen auftraten. Das geliehene Geld zahlte er nie zurück. 

    Im März zerschlug die Polizei den Goman-Clan mit einer groß angelegten Razzia in Deutschland und Österreich. “Don Mikel” sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Vor ihm liegen noch mehrere Prozesse. 

    (ame)


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    Merz bei einer Regionalkonferenz diese Woche. 

    Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, kritisiert den Umgang seiner Partei mit der AfD

    ► Die CDU habe die Wahlerfolge der AfD in Bund und Ländern mit einem “Achselzucken” zur Kenntnis genommen und sich damit zufrieden gegeben, selbst nur so stark zu sein, dass ohne sie nicht regiert werden könne, kritisierte Merz in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, das am Sonntag gesendet wurde. 

    Prominente CDU-Politiker kritisierten Merz’ Vorstoß prompt. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Pries schrieb auf Twitter:

    “Achselzucken? Wo war eigentlich Friedrich Merz, als wir intern wieder und wieder um den Umgang mit der AfD gerungen, als viele von uns in unzähligen Veranstaltungen, Infoständen, Podien für die CDU-Position geworben und den unsäglichen Streit zwischen CSU und CDU ertragen haben.”

    Warum die Kontroverse um Merz wichtig ist: 

    Merz’ Ankündigung, nach mehrjähriger Polit-Pause für den CDU-Vorsitz zu kandidieren, hatte für Begeisterung in Teilen der CDU gesorgt. Mit seinem “Achselzucken”-Kommentar handelt sich Merz nun Kritik ein – erneut. 

    Bereits seine Äußerung zum Asylrecht bei einer Regionalkonferenz am Mittwochabend löste Merz eine Kontroverse aus.

    Weitere Reaktionen auf Merz’ Aussage: 

    Der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Nick schrieb auf Twitter: “Unsere Abgeordneten in den Parlamenten, unsere Mitglieder in den Infoständen haben sich seit drei Jahren damit ständig auseinandergesetzt. Herablassende Kommentare von der Galerie braucht da wirklich niemand.”


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    • Prinz Charles hat bei einer Rede verraten, welche Namen Fans in Australien für das royale Baby vorgeschlagen haben. 
    • Demnach müssten Meghan und Harry ihr Baby Kylie oder Shane nennen. 

    Seitdem bekannt ist, dass Herzogin Meghan tatsächlich ein Baby erwartet, sammeln sich die Gerüchte. Fans der Royals können kaum abwarten zu erfahren, wie der Name des Kindes lauten wird.

    Hinweise darauf hat nun Prinz Charles gegeben. “Während ihrer Tour durch Australien haben Harry und seine Ehefrau unzählige Namensvorschläge für das Baby bekommen”, sagte er während einer Rede im Australia House in London, wie das Magazin “People” berichtet. 

    Weiter sagte er: 

    “Unter uns, ganz unter uns: Ich vermute, dass Kylie oder Shane mögliche Namen wären. Aber, verehrte Damen und Herren, ich würde eher nicht auf Edna oder Les setzen.” 

    Prinz Charles erlaubt sich einen Witz über das royale Baby

    Prinz Charles hat offensichtlich versucht, einen Witz zu machen. Kylie und Shane sind die Namen zwei berühmter Australier: der Popsängerin Kylie Minogue und des Cricket-Stars Shane Warne. Kein Wunder also, dass sich die Australier freuen würden, wenn das royale Baby nach ihnen benannt werden würde.

    Dass wir uns bald tatsächlich über Prinzessin Kylie oder Prinz Shane freuen dürfen, ist wohl eher zweifelhaft – aber anscheinend immer noch beliebter bei den Royals als Edna oder Les. Wäre zumindest mal was anderes. 


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    In den sozialen Medien schlägt mir viel Hass entgegen. Ich bin eine investigative Journalistin. Ich bin jemand, der den Ruf hat, gegen das Establishment zu sein. Und ich bin Muslimin – was mich ebenfalls zur Zielscheibe macht.

    Die Online-Welt war für mich schon immer ein schwieriger Ort. Diejenigen, die keine Fehler in meiner Arbeit finden können, versuchen mich mit frauenfeindlichen Aussagen und Beleidigungen zu diskreditieren. Ich wurde schon als “die am häufigsten beschimpfte Frau Indiens” bezeichnet. Wenn ich nur einen Punkt auf Twitter veröffentliche, erhalte ich 1000 Rückmeldungen.

    Ich habe immer versucht, das zu ignorieren. Ich sagte mir, das sei nur Online-Hass und könne nicht auf die Offline-Welt übertragen werden.

    Das änderte sich jedoch im April dieses Jahres.

    Ein achtjähriges Mädchen aus Kashmir war vergewaltigt worden, das ganze Land war in Aufruhr. Die nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) organisierte eine Demonstration, um die Angeklagten zu unterstützen. Ich bekam eine Einladung von der Sender BBC und Al Jazeera, um darüber zu sprechen, wie beschämend es sei, dass Indien Kinderschänder schützt.

    Es begann mit einer Rufmord-Kampagne auf Twitter

    Am nächsten Tag tauchten in den sozialen Medien eine Reihe gefälschter Tweets auf, die angeblich von mir stammten. Sie lauteten: “Ich hasse Indien”, “Ich hasse Inder”, “Ich liebe Pakistan”. In einem anderen Tweet hieß es: “Ich liebe Kindervergewaltiger, und wenn sie es im Namen des Islam tun, unterstütze ich sie.”

    Es handelte sich um bearbeitete Screenshots, doch sie sahen aus, als stammten sie aus meinem verifizierten Account. Sie tauchten überall auf.

    Ich wurde von Anfeindungen überschwemmt. Schließlich sah ich mich gezwungen, auf meinem echten Account klarzustellen, dass die Tweets gefälscht seien. Die Leute sollten bitte nicht darauf reinfallen.

    Am nächsten Tag jedoch eskalierte die gezielte Desinformationskampagne.

    Ich traf eine Freundin auf einen Kaffee. Die Tweets wühlten mich noch immer auf und ich fragte mich, warum mich jemand auf so bösartige Weise ins Visier nahm. Dann schickte mir ein Kontakt von der regierenden BJP eine Nachricht: “Auf WhatsApp zirkuliert etwas. Ich werde es dir schicken, aber versprich’ mir, dass du dich nicht aufregst.”

    Was er mir schickte, war ein Pornovideo – und die Frau darin war ich.

    Als ich das Pornovideo das erste Mal öffnete und mein Gesicht darin sah, war ich schockiert. Ich erkannte aber, dass die gezeigte Person nicht ich sein konnte.  Ich habe lockiges Haar und die Darstellerin glattes. Und sie sah sehr jung aus, nicht älter als 17 oder 18 Jahre alt.

    Es handelte sich um ein sogenanntes Deepfake-Video, eine Manipulation von Aufnahmen durch Algorithmen. Eine Manipulation, die täuschend echt wirkt. 

    Ich musste mich übergeben. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Mir war bewusst, dass das in einem Land wie Indien zum Riesenproblem wird. Ich fing an zu weinen.

    Ich fragte den Kontakt, warum das Video in politischen Kreisen zirkuliere, und er sagte mir, dass es Personen in der Partei verbreitet hätten.

    Noch bevor ich mich sammeln konnte, begann mein Handy zu piepen, und ich sah, dass ich mehr als 100 Twitter-Benachrichtigungen hatte. Alle teilten das Video.

    Meine Freundin riet mir, ich solle meinen Twitter-Account löschen. Aber das konnte ich nicht. Ich wollte nicht, dass die Leute denken, ich sei wirklich die Person in dem Video.

    Ich öffnete Facebook. Auch dort wurde ich von Nachrichten überflutet. Sie versuchten, mich fertig zu machen. Jeder einzelne schrieb belästigende Kommentare wie “Ich wusste nicht, dass du einen so atemberaubenden Körper hast”.

    Ich löschte meine Facebook-Seite, ich konnte es einfach nicht ertragen. Aber auf Instagram war es ähnlich: Unter jedem einzelnen meiner Posts häuften sich die Kommentare mit Screenshots des Videos.

    Der Porno verbreitete sich – und der Lynchmob folgte

    Dann teilte die Fanseite des BJP-Chefs das Video – und das Ganze multiplizierte sich wie in einem Schneeballsystem. Das Video wurde mehr als 40.000 Mal geteilt. Es landete auf fast jedem Smartphone in Indien.

    Das war verheerend. Ich konnte mein Gesicht in der Öffentlichkeit nicht mehr zeigen. Alles was ich sah, war Erniedrigung.

    Ich war einem Lynchmob in Indien ausgesetzt. Die Leute dachten jetzt, sie könnten mit mir machen, was sie wollen.

    Am nächsten Tag veröffentlichten sie im Internet meine persönlichen Daten.

    Ein weiterer Tweet wurde verbreitet, mit einem Screenshot des Videos und meiner Nummer. Dazu der Text: “Hallo, das ist die Nummer, unter der ich verfügbar bin.”

    Leute schickten mir WhatsApp-Nachrichten, in denen sie fragten, wieviel Sex mit mir kostet.

    Ich wurde mit Herzrasen und Angstattacken ins Krankenhaus gebracht, wo mir der Arzt Medikamente gab. Ich musste allerdings erbrechen, mein Blutdruck stieg, mein Körper reagierte so heftig auf den Stress.

    Das ganze Land sah ein Pornovideo, angeblich mit mir

    Mein Bruder flog aus Mumbai zu mir nach Delhi, aber ich konnte niemandem aus meiner Familie gegenübertreten. Ich fühlte mich so beschämt. Das ganze Land sah ein Pornovideo, angeblich mit mir, und ich schaffte es einfach nicht, etwas dagegen zu unternehmen.

    Schließlich nahm ich Kontakt mit einer renommierten Anwältin auf, die sich bereit erklärte, meinen Fall zu übernehmen. Sie bereitete mich auf mögliche Folgen vor, wenn wir zur Polizei gingen. Indien ist nicht das liberalste Land, wenn es um Frauenrechte und sexuelle Freiheiten geht. 

    Auf dem Revier wollte die Polizei keine Anzeige aufnehmen. Die Leute, die das Video teilten, waren Politiker, und die Beamten wollten sich nicht mit den Mächtigen anlegen.

    Die sechs Männer auf der Polizeistation begannen, vor mir das Video anzusehen. Ich konnte sehen, wie sie grinsten.

    Sie fragten mich, wo ich den Clip zum ersten Mal gesehen habe. Als ich ihnen sagte, dass es in einem Café gewesen sei, rieten sie mir, zur Polizeistation in der Nähe des Cafés zu gehen und dort die Beschwerde einzureichen.

    Ich konnte es nicht glauben. Ich hatte als Frau den Mut aufgebracht, zu ihnen zu gehen und Anzeige zu erstatten – und sie versuchten, mich abzuwimmeln.

    Ich drohte ihnen. Ich sagte, wenn sie meine Beschwerde nicht entgegennähmen, würde ich das in den sozialen Netzwerken veröffentlichen. Nachdem meine Anwältin ihnen sagte, dass wir damit an die Presse gehen würden, nahmen sie schließlich die Anzeige auf.

    Das war im April. Mehr als sechs Monate später habe ich noch immer nichts von der Polizei gehört. Ich machte vor dem Richter eine Aussage, ich übergab ihnen alle Screenshots und Botschaften, die ich erhalten hatte. Aber es kam nur: Schweigen.

    Am Ende griffen die Vereinten Nationen ein. 16 Sonderberichterstatter schrieben an die indische Regierung und baten darum, mich zu schützen.

    Das brachte Ruhe in die Lage. Die Regierung fürchtet um ihren internationalen Ruf. Danach nahmen die Beleidigungen ab.

    Die Folgen des Videos aber bleiben.

    Ab dem Tag, an dem das Video veröffentlicht wurde, war ich nicht mehr die gleiche Person. Früher war ich extrem meinungsstark. Jetzt bin ich viel vorsichtiger bei dem, was ich online veröffentliche. Aus der Not heraus zensiere ich mich selbst.

    Auf Facebook poste ich gar nichts mehr. Ich denke ständig darüber nach, was wäre, wenn mir wieder jemand Derartiges antun würde. Früher habe ich gesagt, was ich denke. Jetzt ist das anders.

    Ich dachte immer, niemand könne mir etwas anhaben oder mich einschüchtern, aber dieser Vorfall hat mich so tief getroffen, wie ich es nie erwartet hätte.

    Ich stand immer unter Beschuss. Der einzige Weg, mit dem mich meine Kritiker diskreditieren können, ist Frauenfeindlichkeit und Rufmord.

    Ich werde “Jihadi Jane” genannt, Isis-Sexsklavin, lächerliche Beleidigungen gepaart mit religiöser Frauenfeindlichkeit. 

    Als ich einen Skandal um eine Mordermittlung aufdeckte, begannen die Leute, gephotoshopte Bilder von mir in Sex-Positionen online zu stellen.

    Als mein Buch veröffentlicht wurde, schrieb ein Polizist in den sozialen Medien, dass ich mit meinen Hinweisgebern geschlafen hätte und unmoralisch vorgegangen sei, um Informationen zu erhalten.

    Die Ironie ist: Etwa eine Woche vor der Veröffentlichung des Videos hörte ich zu, wie ein Redakteur über die Gefahren von Deepfake in Indien sprach. Ich wusste nicht einmal, was das war, also googelte ich es. Dann, eine Woche später, passierte es mir.

    Lange habe ich darüber geschwiegen. Ich habe mir Sorgen gemacht, dass viele Menschen nicht verstehen könnten, was mir passiert war.

    Ich wollte nicht, dass Deepfake diese Art von Aufmerksamkeit bekommt. Leider habe ich in den vergangenen Wochen zahlreiche Deepfake-Videos von weiblichen Filmstars gesehen. Es ist offenbar eh zu spät, um die Verbreitung der gefälschten Videos zu stoppen. 

    Es ist ein sehr, sehr gefährliches Werkzeug, und ich weiß nicht, wohin das noch führt.

    Protokolliert von Lucy Pasha-Robinson.

    Rana Ayyub ist eine prämierte Investigativ-Journalistin und Autorin aus Indien. Sie hat “Gujarat Files: Anatomy of a Cover Up“ veröffentlicht.

    Dieser Beitrag erschien zuerst in der HuffPost India und wurde von Sandra Tjong übersetzt.

    (ll)


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    Eine große Hoffnung des deutschen Motorsports: Mick Schumacher. 

    • Mick Schumacher ist eine der größten Hoffnungen des deutschen Motorsports.
    • In einem Interview spricht er jetzt über die Leidenschaft fürs Rennfahren, die Formel 1 und auch über Vater Michael.

    Mick Schumacher ist eine der größten deutschen Hoffnungen im Motorsport – und das nicht erst seit er die diesjährige Formel-3 gewonnen hat. Der Sprung in die Formel 1 scheint für Michael Schumachers Sohn nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

    Kein anderer Name wird so sehr mit Motorsport in Verbindung gebracht wie Schumacher. Auch der Sohn von Schumi II (Ralf Schumacher), David Schumacher, hat dieses Jahr in der Formel-4 für Aufsehen gesorgt und wurde zum ‘Rookie des Jahres’ gewählt. Eine neue Formel-1 Ära mit Schumi III gegen Schumi IV – es ist der Traum vieler deutschen Motorsportfans, und heute näher als jemals zuvor.

    Die Verantwortlichen des Fernsehsenders RTL sehen das wohl ähnlich und zeigen am heutigen Samstag eine Reportage mit dem Namen “Schumacher die nächste Generation”.  

    “Ich habe kein Problem mit Vergleichen zu meinem Papa”

    Darin spricht Mick Schumacher auch über seinen berühmten Vater und die Bürde des Namens Schumacher:

    “Ich habe kein Problem mit Vergleichen zu meinem Papa. Denn mein Papa ist der Beste, darum ist er auch mein Idol. Selbst andere Weltmeister vergleichen sich mit meinem Papa.“

    Auch darüber, welche Rolle sein Vater in der Entscheidung Rennfahrer zu werden einnahm, sprach Mick:

    “Das ganze Rumgeschraube, das wir gemacht haben, um schneller zu sein, war auch sehr viel. Wir sind sogar an Tagen, an denen die Strecke in Kerpen geschlossen war, hingefahren und durften unsere Runden dort drehen. Das war immer die schönste Zeit...Und dann hat mich Papa schließlich gefragt, was wir machen wollen. Ob wir das professionell machen wollen. Oder ob wir das nur aus Spaß machen wollen. So auf Hobby-Ebene. Ich habe natürlich klipp und klar gesagt: Ich will das professionell machen.“

    Zukunft von Mick Schumacher entscheidet sich in den nächsten Wochen

    Wie es für Mick Schumacher nach seinem Formel-3 Erfolg weiter geht, steht noch nicht fest. Ein sofortiger Sprung in die Formel 1, die ohnehin für 2019 kaum noch Cockpits frei hat, käme wohl noch zu früh. Mögliche Optionen wären die Formel 2, die im Rahmenprogramm der Formel 1 maximale Aufmerksamkeit garantiert, und die japanische Superformel. Es scheint nicht mehr die Frage zu sein, ob Mick Schumacher es in die Formel 1 schafft, sondern eher wann.

    So sieht es auch der amtierende Formel-1 Weltmeister Lewis Hamilton: “Zu 100 Prozent sehen wir bald den nächsten Schumacher in der Formel 1. Wegen des Namens. Und wegen des großen Talents, wie es auch sein Vater hatte.“

    (ame)


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    Dunja Hayali legt sich mit ihren Hatern an. 

    • Die Moderatorin Dunya Hayali zieht regelmäßig Hass im Netz auf sich.
    • Sie weiß sich allerdings zu wehren – und reagiert mit Humor.

    Dunya Hayali polarisiert. Die Moderatorin zieht seit Monaten verstärkt die Hetze rechter Trolle auf sich. Doch sie belässt es nicht dabei, wehrt sich und geht auf Konfrontation. 

    “Ich will verstehen. Nur dann kann man auch auf die Menschen eingehen”, erklärte sie kürzlich in der Talk-Show “Late Night Berlin” mit Klaas Heufer-Umlauf. 

    Manchmal wird es aber auch Hayali zu blöd. Wenn nur noch plumpe Beleidigungen kommen, reagiert sie sarkastisch. 

    “Maulhure”, nannte sie kürzlich ein Twitter-Nutzer. Hayalis Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

    ″‘maulhure’ ist endlich mal ne schöne Abwechslung zur #eself*ck*r*n#”, twitterte die schlagfertige Moderatorin. “Danke Herr Krieg! Wobei ich mich bei letzterem ja immer wieder frage, wie das in meinem Falle eigentlich gehen soll... schönen Abend!“

    Ihre Follower reagierten mit Bewunderung auf diesen Tweet. 

    “Ich wünschte, ich wäre wenigstens für fünf Minuten in meinem Leben so ausgeglichen und schlagfertig wie du auf Twitter”, antwortete einer. 

    Dunya Hayali: “Immerhin Edelnutten”

    Natürlich dauerte es trotzdem nicht lange, bis Dunya Hayali die nächste Beleidigung erreichte. 

    “Wenn die Edelnutten eines einschlägig bekannten und GEZ-finanzierten Escort-Service (sic) ganz schambefreit vor Kameras posieren, anstatt zumindest so zu tun, als seien sie Journalisten, dann ist Bundespresseball”, twitterte ein Nutzer mit einem Foto von Dunya Hayali auf dem Presseball.

    Wieder ließ Hayali es sich nicht nehmen, zu antworten. 

    “Immerhin Edelnutten”, kommentierte sie den Tweet spöttisch. Um dann wieder etwas ernster zu werden. 

    “Aber Leute, habt ihr eigentlich keine anderen Probleme? Geht raus. Seid nett. Packt mit an. Helft. Tut was Gutes. Dazu braucht es allerdings mehr als 280 Zeichen...”

    Ihre Fans feierten sie erneut. 

    “Das wäre mir doch glatt eine kleine Strafanzeige wert...”, antwortet einer. Ganz offensichtlich wissen viele Twitter-Nutzer nicht, dass sie sich mit Beleidigungen strafbar machen können. Oder es ist ihnen einfach egal. 

    Hayali wiegelt ab. Sie sei heute großzügig.

    “Dann drehen eh genug andere wieder hohl. Das warte ich mal ab”, schreibt sie. Lange warten muss sie wahrscheinlich nicht. 

    (ll)


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    Ein Blick auf das nächtliche Berlin. 

    Der erste bemerkenswerte Satz zum Stand der Digitalisierung in Deutschland fiel am Mittwoch. Es ging um Mobilfunk und Milchkannen. 

    “5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig”, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

    5G ist die fünfte Generation der Mobilfunkkommunikation, die nächste Variante nach 4G, das die meisten als LTE-Advanced kennen. Den flächendeckenden Ausbau von 5G hält Karliczek offenbar nicht für notwendig. 

    Der zweite bemerkenswerte Satz zur Digitalisierung kam auch aus dem Mund eines Ministers. Am Freitag beklagte sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei einer Veranstaltung über Funklöcher in Deutschland: 

    “Ich bin ja viel im Auto unterwegs und ich habe inzwischen meinem Büro erklärt, dass ich bitte auf Fahrten nicht mehr mit ausländischen Ministerkollegen verbunden werden will, weil es mir total peinlich ist, wenn ich dann dreimal, viermal neu anrufen muss, weil ich jedes Mal wieder rausfliege.”

    ► Zusammen sind die Sätze von Karliczek und Altmaier ein Armutszeugnis für Deutschland als Industrienation.

    Auf der einen Seite ist da ein Minister, der sich geniert, mit seinen ausländischen Kollegen zu telefonieren. Auf der anderen Seite hält es die Bildungs- und Forschungsministerin nicht für notwendig, dass die neueste Technologie auch in ländlichen Regionen der Bundesrepublik Einzug hält. 

    Wer die beiden Sätze hört, wundert sich nicht, dass Deutschland bei der Digitalisierung nach Einschätzung der EU-Kommission im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld landet

    Selbst Albanien hat ein besseres Netz als Deutschland 

    Altmaiers Satz ist Ausdruck des Status Quo. Deutschland ist ein Funklochland. Selbst in Albanien ist die Abdeckung besser. Altmaiers Eingeständnis der Peinlichkeit ist auch peinlich für ihn, als Wirtschaftsminister trägt auch er Verantwortung für den Zustand des deutschen Handy-Netzes. 

    Karliczeks Satz ist Ausdruck einer Behäbigkeit beim Thema Digitalisierung. Er ist Ausdruck für einen fehlenden Willen, am Status Quo etwas zu ändern. “Wenn wir 4G flächendeckend haben, sind wir schon sehr gut ausgestattet”, sagte sie im Interview weiter. 

    Peter Altmaier und Anja Karliczek zusammen mit Hubertus Heil in Berlin. 

    Aber 4G reicht eben nicht. 5G ist notwendig für neue Technologien wie selbstfahrende Autos. Damit können riesige Datenmengen in Echtzeit übertragen werden. Mit 5G könnte Deutschland seinen Rückstand bei der Digitalisierung aufholen. 

    All das sind offenbar keine Argumente für Karliczek, um auf einen flächendeckenden 5G-Ausbau zu drängen. 

    Digitalisierung: Wenn sich die Anbieter sperren 

    Vielleicht geht es ihr bei ihrem Plädoyer der Genügsamkeit aber auch um etwas anderes: um die Interessen der Mobilfunkanbieter. 2019 will die Bundesregierung die Lizenzen für 5G an die Anbieter versteigern. Es wird ein Milliardengeschäft. 

    Die Bundesregierung will erreichen, dass sich die Mobilfunkanbieter im Gegenzug für die Lizenz verpflichten, den 5G-Standard flächendeckend umzusetzen. Die Anbieter wehren sich dagegen. Sie scheuen die Investitionen auf dem Land. Jeder Anbieter sperrt sich außerdem dagegen, die eigenen Mobilfunkmasten für die Konkurrenz freizugeben. Auch dadurch ließen sich Löcher im Netz stopfen. 

    Sollten sich die Anbieter gegen die Regierung durchsetzen, droht Deutschland wieder einmal bei der Einführung einer Technologie ein geteiltes Land zu werden. Auch den Breitbandausbau überließ die Bundesregierung den Internetanbietern – mit der Folge, dass die Provinz mit lahmer Geschwindigkeit surft, weil der Breitbandausbau hier für die Unternehmen nicht lukrativ ist.  

    Warum der ländliche Raum nicht abgehängt werden darf

    Die ländlichen Regionen dürfen im Rennen um die digitale Zukunft nicht wieder vernachlässigt werden. Nur dann lässt sich die Abwanderung verlangsamen oder gar stoppen. Nur dann entstehen auch Arbeitsplätze in der Provinz. 

    Vielleicht hat Altmaier die peinlichen Erfahrungen in seiner Dienstlimousine ja gelehrt, wie wichtig ein flächendeckendes Mobilfunknetz ist.

    In der Unionsfraktion jedenfalls steigt der Druck, die Mobilfunkanbieter stärker in die Pflicht zu nehmen. In einem Brief an die Fraktion, der der “Bild”-Zeitung vorliegt, fordern 128 Abgeordnete der Union: Die Anbieter sollten in bestimmten Regionen ihre Netze füreinander öffnen.

    Es bleibt abzuwarten, ob es so kommt.   

    (ame)


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    Frauen demonstrieren in Spanien für ihre Rechte.

    • Ein Amnesty-International-Report offenbart, dass die Gesetze der EU viel zu harmlos mit Vergewaltigern umgehen. 
    • Im Gegensatz zu Deutschland gilt nicht einvernehmlicher Sex in vielen Ländern nicht als Vergewaltigung. 

    Der Fall sorgt gerade weltweit für Aufsehen: Ein Mann in Irland wurde von einer mutmaßlichen Vergewaltigung freigesprochen. Der Sex sei angeblich einvernehmlich gewesen. Die Begründung: Die Frau habe schließlich einen String-Tanga mit Spitze getragen. 

    Was klingt wie ein Scherz, ist grausame Realität. Und zeigt, vor welchem riesigen Problem wir in Europa stehen: Die Gesetzeslage im Falle einer Vergewaltigung ist häufig völlig veraltet und zu harmlos. Sie hilft sogar den Tätern. 

    Amnesty International hat sich die Gesetzeslage in Europa einmal genauer angesehen – mit erschreckenden Ergebnissen. Die Mehrheit europäischer Länder betrachtet eine Vergewaltigung nur als solche, wenn auch Gewalt, Bedrohung oder Nötigung im Spiel war. Nur in Irland, England, Belgien, Zypern, Island, Luxemburg, Schweden und auch Deutschland ist Vergewaltigung laut Gesetz “Sex ohne Einwilligung”. 

    Nicht einvernehmlicher Sex ist immer eine Vergewaltigung. Ende. Anna Błuś, Forscherin für Frauenrechte, Amnesty International

    “Nicht einvernehmlicher Sex ist immer eine Vergewaltigung. Ende”, brachte es Anna Błuś, Amnesty-International-Forscherin für Frauenrechte, in einem Presse-Statement auf den Punkt.

    Doch die aktuelle Gesetzeslage zeigt etwas anderes. Auch in Deutschland gilt erst seit 2016 das neue Sexualstrafrecht. Demnach wird eine Vergewaltigung auch dann als solche definiert, wenn sich der Täter über den “erkennbaren Willen” des Opfers hinwegsetzt – dazu zählen auch Worte und Gesten.

    In anderen Ländern, wie beispielsweise Kroatien, bekommen Vergewaltiger hingegen nur bis zu fünf Jahre Haft, wenn es “nur” zu Sex ohne Einwilligung kam. Erst, wenn eine Vergewaltigung mit Gewalt, Bedrohung oder Nötigung einherging, bekommen die Täter maximal zehn Jahre Haft.

    Jede 20. Frau in der EU wird vergewaltigt

    Allein in der EU wurde Schätzungen zufolge jede 20. Frau, die älter ist als 15, vergewaltigt. Das geht aus Daten der “European Union Agency for Fundamental Rights” hervor, die Amnesty International vorliegen. 

    Das Traurige: Viele dieser Frauen entscheiden sich nach ihrer Vergewaltigung, nicht zur Polizei zu gehen. Sie wissen, dass es laut Gesetz kaum eine gerechte Strafe für den Täter geben kann – und verlieren den Mut. Viele von ihnen befürchten auch, selbst für ihre Vergewaltigung verantwortlich gemacht zu werden. Nicht zu unrecht, wie Zahlen belegen, die CNN zusammengefasst hat.

    Mehr zum Thema: “Schlimmer als die Tat selbst”: Was deutsche Frauen erleben, wenn sie eine Vergewaltigung anzeigen

    Studienergebnisse des ”European Commission Special Eurobarometer Reports” aus dem Jahr 2016 enthüllten, dass ganze 10 Prozent der Befragten nicht einvernehmlichen Sex “gerechtfertigt” finden, wenn die Frau “entblößende Kleidung” getragen habe. 12 Prozent fanden es gerechtfertigt, wenn die Person betrunken war oder unter Drogen stand.

    Die Ergebnisse zeigen, wie erschreckend falsch viele Menschen immer noch denken. Denn an einer Vergewaltigung ist immer nur ein Mensch Schuld: der Vergewaltiger.


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    Demonstranten in Paris haben Barrikaden errichtet. 

    ► Mehrere hundert Demonstranten der sogenannten “Gelbwesten” haben am Samstagmorgen in Paris gegen hohe Benzinpreise und Lebenshaltungskosten protestiert. Dabei kam es zu Rangeleien mit den Sicherheitskräften.

    ► Die Polizei versuchte, mit Tränengas und Wasserwerfer die Demonstranten auseinanderzutreiben

    ► Die in gelbe Warnwesten gekleideten Demonstranten versuchten ihrerseits, Sicherheitsbarrieren zu durchbrechen, um zum Élyséepalast, dem Amtssitz des Präsidenten Emmanuel Macron, vorzudringen.

    ► TV-Aufnahmen zeigen die turbulenten und teils gewalttätigen Szenen in Paris. Laut der französischen Zeitung “Le Monde” protestierten am Samstagnachmittag in der französischen Hauptstadt 8000, im ganzen Land insgesamt 23.000 Menschen

    Was hinter den Protesten gegen Macron steckt:  

    Die “Gelbwesten” gehen seit einer Woche gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron auf die Straße. Auslöser ist eine Benzinsteuer, die die Spritpreise steigen ließ. 

    Am vergangenen Wochenende protestierten mehr als 280.000 Menschen in ganz Frankreich gegen die Steuer. Dabei kam ein Mensch ums Leben. 

    Bei den Protesten kommen links- und rechtsextremistische Gruppen zusammen. Hinter den Demonstrationen steht keine Partei, allerdings unterstützen sowohl die französischen Konservativen, die ultralinke Partei La France Insoumise und die rechtspopulistische Rassemblement National die Bewegung. 

    Mit Material der dpa.


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    • Am Freitag ist es zu einer Massenschlägerei in einem TKmaxx in Osnabrück gekommen.
    • 40 Kunden haben im Kampf um die besten Klamotten aufeinander eingeschlagen. 

    Der Black Friday hat die Macht an sich gerissen. Unternehmen haben gewonnen: Konsum ist alles. Anders kann man es wohl nicht bezeichnen, wenn 40 Menschen in einem Klamotten-Geschäft wie besessen aufeinander einschlagen – im Kampf um die besten Deals. 

    Wie die Polizei berichtet, kam es am vergangenen Black Friday zu einer Massenschlägerei im TK Maxx in Osnabrück. Dabei ging es um nichts anderes als um die billigsten Klamotten. 

    Laut Polizeibericht gab es mehrere Verletzte, Rettungswagen mussten kommen.

    In den USA fließt am Black Friday oft Blut

    In den USA sind Schlägereien am Black Friday schon längst keine Seltenheit mehr. Millionen Kaufwütige kämpfen dort jedes Jahr mit Händen und Füßen um die günstigsten Produkte. Eine Kundin in Los Angeles nebelte am Freitag die anderen Kunden in einer Walmart-Filiale mit Pfefferspray ein, damit sie als erstes eine preisreduzierte Spielkonsole ergattern konnte.

    In der darauffolgenden Panik zogen sich zehn Personen Prellungen und Schnittwunden zu. Weitere zehn erlitten Augenverletzungen durch das Spray. 

    Wir sind tief gesunken, Menschheit. 

    (ll)


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    Der Fels des Anstoßes: Gibraltar. 

    ► Die EU und Spanien haben im Streit um die Zukunft von Gibraltar einen Kompromiss gefunden. Das berichtete zunächst das Nachrichtenportal “Spiegel Online” unter Berufung auf Diplomatenkreise.

    ► EU-Ratschef Donald Tusk verschickte am Samstag offiziell die Einladung zum Brexit-Sondergipfel am Sonntag. 

    ► Spanien hatte gedroht, den Ggipfel am Sonntag platzen zu lassen, sollte das Land bei den späteren Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien nicht mit am Tisch sitzen. 

    ► EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schrieb auf Twitter: “Solidarität, Entschlossenheit und Dialog sind der europäische Weg, um Lösungen zu finden.”

    Warum die Einigung für den Brexit-Prozess wichtig ist: 

    Am Sonntag treffen sich die Vertreter der EU mit Großbritannien, um dem verhandelten Brexit-Austrittsvertrag zuzustimmen. Das Veto von Spanien war die wohl letzte Hürde auf dem Weg zur Unterzeichnung. 


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    Forscher wollen die Sonne verdunkeln. 

    ► Forscher der US-Universitäten Harvard und Yale haben in einem Aufsatz eine verwegene Idee vorgelegt, mit der sie die globale Erderwärmung stoppen wollen. 

    Sie wollen große Mengen von winzigen Sulfat-Partikel in die Atmosphäre spüren lassen. Die Partikeln sollen Sonnenstrahlen zurück ins All lenken und so die Rate der Erderwärmung halbieren, wie die Forscher in der Zeitschrift “Environmental Research Letters” schreiben. 

    ► Um die Partikeln in einer Höhe von rund 20 Kilometern zu befördern, schlagen die Forscher Flugzeuge vor. Sie gehen zudem von Kosten von 3,5 Milliarden Dollar für die Entwicklung der Technologie sowie 2,25 Milliarden Dollar pro Jahr für die Aufrechterhaltung der Sulfatschicht aus. 

    Was ihr über die Idee wissen müsst:  

    Zugegeben, die Idee der beiden Autoren Wake Smith und Gernot Wagner klingt wie aus einem Science-Fiction-Roman entnommen. Das sogenannte Geo-Engineering, also ein großflächiger Eingriff von Menschen in die Natur durch Technologie, ist allerdings die Hoffnung einiger Forscher, um den Klimawandel noch aufzuhalten. 

    Natürliche Kreisläufe und Phänomene zu ändern, birgt Chancen – aber auch Risiken. Auch die Autoren des Aufsatzes verschweigen nicht, dass durch die Veränderung der Sonneneinstrahlung extreme Wetterphänomene auftreten könnten.  

    Mehr zum ThemaDer gefährliche Irrglaube, dass Technologien den Klimawandel aufhalten

    Was ihr noch zum Klimwandel wissen müsst: 

    Die Folgen des Klimawandels allerdings sind fatal. Zu diesem Ergebnis kam auch ein aktueller Bericht mehrerer US-Bundesbehörden.

    In dem Report, der am Freitag veröffentlicht wurde, mahnen die Wissenschaftler, ohne erhebliche Anstrengungen werde der Klimawandel zunehmende Schäden an Infrastruktur und Eigentum in den USA anrichten und das Wirtschaftswachstum des Landes in den nächsten Jahrzehnten hemmen. Sie warnen vor steigenden Temperaturen, extremer Hitze, Dürre, Bränden und Unwetter.

    Mit Material der dpa.


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    US-Präsident Donald Trump. 

    ► Noch am Mittwoch hat US-Präsident Donald Trump auf Twitter den Klimawandel angezweifelt. “Was ist bloß aus der globalen Erderwärmung geworden?”, fragte er in Anspielung auf die frostigen Temperaturen in Teilen der USA. 

    Am Freitag nun erhält Trump Widerspruch: Mehrere US-Behörden haben einen neuen Bericht zu den Folgen des Klimawandels vorgelegt. Und das Dokument hat es in sich. 

    Die Experten warnen darin: Ohne erhebliche Anstrengungen werde der Klimawandel zunehmende Schäden an Infrastruktur und Eigentum in den USA anrichten und das Wirtschaftswachstum des Landes in den nächsten Jahrzehnten hemmen. Hinzu kämen deutliche Beeinträchtigungen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen.

    Warum der Klimawandel-Bericht für Trump brisant ist: 

    Trump hat in der Vergangenheit mehrfach angezweifelt, dass der Mensch den Klimawandel verursache oder dass dieser überhaupt existiere. Er bezeichnete den Klimawandel auch als eine “Erfindung” Chinas. 

    Als US-Präsident verkündete auch den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen – was international Empörung und Sorge auslöste. Und er schrumpfte das Budget des US-Umweltministeriums. 

    Der Bericht der US-Behörden vom Freitag aber zeigt: Aus den eigenen Reihen der Verwaltung erhält Trump für seinen klimaskeptischen Kurs Widerspruch. 

    Die USA hatten erst in den vergangenen Wochen und Monaten mit verheerenden Naturkatastrophen zu kämpfen. Allein das sogenannte “Camp”-Feuer in Nordkalifornien zerstörte mehr als 13.000 Häuser, mindestens 84 Menschen starben. Es war das schlimmste Feuer in dem US-Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen.


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    May vor ihrem Regierungssitz, der Downing Street Nummer 10. 

    Graham Brady unterhielt sich mit einem Kollegen an einem ruhigen Ort nahe des Sitzungssaals im britischen Unterhauses, als ein anderer Kollege auf ihn zuging. Desmond Swayne, Brexit-Befürworter, Irakkrieg-Veteran und Mitarbeiter des früheren Premierministers David Cameron, winkte mit etwas, das wie ein Brief aussah. “Bitte sehr!”, sagte er.

    Dann zog Swayne blitzschnell das Papier zurück und erklärte, er habe “nur geblufft”. Mit einem lauten Lachen ging über den mit schweren Teppichen ausgelegten Flur zurück. 

    Die konservativen Tories im Parlament strotzen dieser Tage vor Galgenhumor. Briefe wie jener von Swayne waren in aller Munde. Denn ein Misstrauensantrag gegen die Regierungschefin muss in Großbritannien schriftlich per Brief erfolgen, 48 Schreiben sind nötig, damit es zur Abstimmung kommt. 

    Doch Premierministerin Theresa May hat nun schon mehr als eine Woche voller Intrigen und Drohungen gegen ihre Führung überlebt. Zur Misstrauensfrage ist es nicht gekommen. Wird May auch den Rest des Brexit-Prozesses überstehen? 

    Die “Zombie-Premierministerin”

    Es waren turbulente Tage in Großbritannien. 

    Obwohl zwei weitere Minister wegen ihres Brexit-Plans zurückgetreten sind und 26 ihrer eigenen Abgeordneten ihre Absetzung forderten, ist May noch immer Regierungschefin. Auch ihr Brexit-Plan, mühevoll am Verhandlungstisch mit Brüssel errungen, bleibt bestehen. 

    Ihre Kritiker nennen sie “die Zombie-Premierministerin einer Zombie-Regierung”. Doch Fakt ist: Sie ist quicklebendig. Laut einer Umfrage des Meinungsinstituts YouGov ist Mays Beliebtheit in dieser Woche um 13 Punkte in die Höhe geschnellt; die Tories eroberten einen Vorsprung von drei Punkten gegenüber der Labour-Partei.

    Wie hat May das bloß geschafft? Ein offensichtlicher Faktor ist die Unfähigkeit der Verschwörer.

    Selbst Mays engste Verbündete waren überrascht über die stümperhafte Organisation der Möchtegern-Königinnenmörder Jacob Rees-Mogg und Steve Baker.

    Als der Tory-Abgeordnete Rees-Mogg in die Falle eines Reporters tappte und ihm zustimmte, dass seine Anhänger und er wie ein Abklatsch einer britischen Sitcom aussähen, konnten Mays Mitarbeiter in der Downing Street, dem Regierungssitz, ihr Glück nicht fassen.

    Jacob Rees-Mogg und Steve Baker

    Was May gerettet hat

    Aber nicht nur die Uneinigkeit unter ihren Kritikern erwies sich als entscheidend. Mays beharrliche Entschlossenheit, ihr Detailverständnis bei den Brexit-Verhandlungen, ihr Amtsbonus und die Macht ihrer Schirmherrschaft halfen ihr ebenfalls, Zeit zu gewinnen. Sie setzte auf das Organisieren von Mehrheiten für die entscheidende Abstimmung über ihren Brexit-Deal.

    Vor einer Woche sah es für May noch ganz anders aus. Als Dominic Raab vor mehr als einer Woche als Brexit-Minister zurücktrat, stellte sich die Premierministerin auf ernste politische Schäden ein.

    Ein Kabinettskollege und Brexit-Hardlinder sagt im vertraulichen Gespräch mit der HuffPost, dass May am vergangenen Wochenende vom örtlichen Parteiverband mit Nachrichten bombardiert worden sei. “Wenn der Brexit-Minister der Meinung ist, dass der Brexit-Deal inakzeptabel ist, wie können Sie dann sagen, dass er akzeptabel ist?”, hätten die Leute wissen wollen.

    Die Antwort darauf war: Der Austritts-Deal sei noch nicht besiegelt, es würde weiter um Verbesserungen verhandelt werden. “Man muss mitspielen, wenn man etwas verändern will. Das heißt, man muss im Kabinett bleiben”, sagt der Minister.

    Mays erste Verteidigung ihres Deals im Unterhaus während einer Marathon-Sitzung vor einer Woche und ihre Pressekonferenz in der Downing Street brachten ihr die Unterstützung der zuvor unentschlossenen Hinterbänkler ein. Menschlicher als sonst machte sie deutlich, dass sie weder von ihrem Deal noch von seinen komplexen Kompromissen abwich. Ihre selbstironische Reaktion und ihr Lächeln darüber, dass sie den Namen eines Journalisten verwechselte, brachten ihr Beifall und Fotos auf den Titelseiten ein

    Ein Insider, der ihr nahesteht, sagt: “Seltsamerweise ist sie am entspanntesten, je größer der Druck auf sie ist. Wenn es wirklich brenzlig aussieht, wirkt sie, als ob sie dächte: Was soll‘s, dann macht doch, was ihr wollt.”

    May lacht auf der Pressekonferenz. 

    Die Rebellen scheitern...

    Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass May eine Viertelstunde vor dieser Pressekonferenz von Umweltminister Michael Gove einen Korb bekommen hatte. Sie hatte ihm das Amt des Brexit-Ministers angeboten.

    May wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob Gove zurücktreten würde. In jener Nacht begannen die Stimmensammler und die parlamentarischen Privatsekretäre jedoch damit, mehrere Abgeordnete zu überreden, May mehr Zeit zu geben.

    Sie betonten, dass die “politische Erklärung” des Vertrags über die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU nur ein Entwurf sei, der verbessert werden würde. Die bittere Pille des Ausstiegsvertrags würden Zusagen über Handel und Sicherheit versüßen, so ihr Argument.

    Entscheidend ist, dass ein wichtiger Punkt in der Regelung über “alternative Vereinbarungen” zur Irland-Frage als dritte Option verkauft wurde. Der Status der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und Nordirland, Teil Großbritanniens, ist ein Streitpunkt innerhalb der Regierung. Großbritannien will eine feste Grenze mit Zollkontrollen auf der irischen Insel verhindern, die Minister von Mays Kabinett sind sich allerdings uneinig darüber, wie viele Zugeständnisse sie der EU für dieses Ziel machen wollen. 

    Das geschah während der Phase, in der sich die Anträge zum Misstrauensvotum ansammelten. Es war ein erstes Anzeichen, dass sich die Lawine zumindest stoppen ließ. Mit der Zeit könnte das langsame Sammeln von Stimmen für den Deal und individuell auf Abgeordnete zugeschnittene Nachrichten Erfolg haben, sagt ein Informant.

    Am nächsten Tag gab Brexit-Befürworter Steve Baker zu, dass seine Prognosen darüber, dass er die erforderlichen 48 Abgeordneten-Briefe erhalten würde, “ungenau” seien. Unterdessen belohnte May Ex-Innenministerin Amber Rudds Loyalität mit einer Wiederaufnahme ins Kabinett, während Staatssekretär Steve Barclay den Posten des Brexit-Ministers mit der klaren Anweisung erhielt, dass er für die Verhandlungen verantwortlich sei.

    ... und bewerfen sich mit Vorwürfen

    Montag galt dann als der Tag, an dem die Umstürzler wirklich liefern mussten. Eine Gruppe von älteren Brexit-Hardlinern, darunter Iain Duncan Smith und Owen Paterson, betraten die Downing Street, um sich für eine “technische” Lösung des irischen Grenzproblems einzusetzen. Paterson hatte ursprünglich geplant, im Anschluss vor die Tür zu treten und die Presse darüber zu informieren, wie schrecklich Mays Plan sei.

    Aber diese Hoffnungen wurden zunichte gemacht, als May die Gruppe bezirzte. Sie versprach, sie würde sich ihre Pläne sorgfältig ansehen. Sie hatte sogar Handelsminister und Brexit-Befürworter Liam Fox an ihrer Seite, um zusätzliche politische Deckung zu erhalten.

    Am Montag, als nicht einmal die Hälfte der nötigen Briefe vorlag, war die größte Gefahr vorüber..

    Einige Mitglieder der “European Research Group” (ERG), einer Gruppe von Brexit-Hardlinern um Rees-Mogg, reagierten wütend auf das, was sie als Verrat durch die alte Garde werteten. “Nur weil sie mitfühlend nickt, heißt das nicht, dass sie es tun wird”, sagt ein Informant.

    Nun überhäuften sich die Brexit-Hardliner gegenseitig mit Vorwürfen, warum die Stimmen für ein Misstrauensvotum gegen May nicht reichten. 

    Einige Brexit-Anhänger hatten angenommen, dass Graham Brady zu Beginn der Sitzungswoche im Unterhaus die 48 nötigen Briefe vorliegen würden. Da Brady übers Wochenende in seinem Wahlkreis war, war dies zuvor unmöglich.

    Doch als sich am Montag der Sitzungstag dem Ende neigte, lag erst die Hälfte der nötigen Briefe vor. Die größte Gefahr für May war vorüber.

    Graham Brady.

    Ein Minister sagt dazu:

    “Die Tatsache, dass man eigenhändig den Namen unter den Brief setzen muss, macht das zu einer sehr, sehr großen Sache. Das ist nicht so, wie wenn man im Zorn eine SMS abschickt, man muss sich hinsetzen und verkünden, dass man die Premierministerin absetzen will. Für viele ist das immer noch eine hohe Hürde.”

    Sollte Brady jemals die notwendigen 48 Briefe erhalten, ist er verpflichtet, die Premierministerin sowie die Mitglieder der Regierung zu informieren und so schnell wie möglich eine Vertrauensabstimmung durchzuführen.

    Doch dieser Punkt scheint noch weit entfernt zu sein. Tory-Abgeordneter David Morris sagt der HuffPost: “Ich schicke einen Brief. Ein Vertrauens-, kein Misstrauensschreiben.”

    May gewinnt das Vertrauen von Abweichlern zurück

    Doch während die Brexit-Hardliner sich zerstritten, zeigte Mays Koalitionspartner, die nordirische Democratic Unionist Party (DUP), wie echter Druck – und ein echter parlamentarischer Hinterhalt – aussieht. Sie verweigerten einem Gesetzentwurf zur Haushaltsfinanzierung die Zustimmung, unterstützten sogar einen Änderungsantrag der Oppositionspartei Labour und gaben May einen entscheidenden “Warnschuss”, dass sich die zehn Abgeordneten der nordirischen Partei nicht so billig kaufen lassen. 

    Am Dienstag lief es dann aber erneut nach Mays Wünschen, als das Kabinett Pläne zur Verbesserung der “politischen Erklärung” vereinbarte. Der sogenannte “Pizza Club”, eine Gruppe von Abweichlern im Kabinett, löste sich faktisch auf, wobei Unterhaus-Anführerin Andrea Leadsom vor den Versammelten sagte: “Frau Premierministerin, ich mag keine Pizza!”

    Andrea Leadsom und Liam Fox.

    Obwohl die zweistündige Diskussion über den Brexit ausführlich war, war sie frei von der Feindseligkeit, die in der Vorwoche geherrscht hatte. Damals hatte Arbeitsministerin Esther McVey, die später vom Amt zurücktrat, so laut geschrien, dass Kabinettssekretär Mark Sedwill eingreifen musste.

    Am Dienstagabend wurden die Meinungsverschiedenheiten unter den May-Kritikern erneut offensichtlich. Im holzvertäfelten Komitee-Saal Nummer 13 im Unterhaus tagten die EU-Befürworter der Tory-Abgeordneten. May hatte Stephen Hammond, dem Vorsitzenden der Gruppe, bei ihrer Mini-Kabinettsumbildung einen Ministerposten verschafft – und sich so seine Zustimmung für ihren Kurs gesichert. 

    Nach einer Stunde wurde die Sitzung abgebrochen, ohne wirklich Einigkeit darüber erzielt zu haben, ob man beim Brexit auf eine Lösung nach dem Vorbild Norwegens oder auf ein zweites Referendum drängen sollte.

    Zufällig hatte die”European Research Group” der Brexit-Hardliner genau denselben Sitzungsraum für ihre anschließende Besprechung reserviert. “Als wir gingen und sie hereinkamen, dachte ich, wir hätten es auf der Stelle Mann gegen Mann regeln sollen”, scherzte ein EU-Befürworter.

    Die ERG-Sitzung verlief jedoch genauso uneinig wie zuvor die Sitzung der EU-Befürworter. Mehrere Mitglieder der Gruppe wollten nicht über die Briefe reden, sondern sich auf die Politik konzentrieren. Wobei viele den “harten Brexit” wiederbeleben wollten, also einen Austritt aus der EU ohne weitreichende Zugeständnisse an Brüssel. 

    May ändert ihre Taktik

    Dann war es Mittwoch. May war immer noch da, und in ihrer Fragestunde im Unterhaus wurde deutlich, wie groß die Herausforderung war, die vor ihr stand: Gegner wie Befürworter des Brexit stellten klar, dass sie ihre Pläne nicht unterstützen würden.

    Die Premierministerin änderte ihre Taktik deutlich und konzentrierte sich darauf, die Brexit-Anhänger in ihrer Partei zu umwerben, indem sie eindringlich einen neuen Schwerpunkt setzte.

    Sie betonte: Wenn die Abgeordneten ihren Deal nicht unterstützen würden, gebe es womöglich ”überhaupt keinen Brexit”. Gleichzeitig warf sie die Drohung des “No Deal”-Szenarios, eines Austritts ohne Vertrag mit der EU, stillschweigend über Bord.

    Ein weiteres entscheidendes Puzzlestück im Plan der Premierministerin war Umweltminister Michael Gove. Er kam am Mittwoch aus der Deckung und brachte im Unterhaus im Namen der Regierung einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der Fischereipolitik nach dem Brexit ein. Wie immer beeindruckte er am Rednerpult, beantwortete Fragen von allen Seiten und lobte May dafür, dass sie bei dem Druck der EU nicht einknickte

    Umweltminister Michael Gove

    Goves Wort hat mehr Gewicht als das jedes anderen Ministers bei den Brexit-Anhängern. Er wird in den kommenden Wochen eine wichtige Waffe im Arsenal der Premierministerin sein. 

    Bis Donnerstag und der Veröffentlichung der endgültigen “politischen Erklärung” musste May noch eine weitere Botschaft in den Köpfen ihrer Abgeordneten verankern: Nach mehr als zwei Jahren des Wartens will das britische Volk vorankommen bei den Verhandlungen. 

    “Das britische Volk will, dass der Brexit abgeschlossen wird”, sagte sie auf den Stufen ihres Regierungssitzes und wiederholte die Phrase während einer weiteren Marathonsitzung (zweieinhalb Stunden) am Rednerpult. 

    Aber kann May eine Mehrheit für ihren Deal bekommen?

    Die Abgeordneten Iain Duncan Smith und Owen Paterson, vielleicht angestachelt von der Kritik ihrer Kollegen zu Wochenbeginn, signalisierten May, dass sie sie nicht unterstützen würden. Es sei denn, sie würde auf dem EU-Gipfel an diesem Wochenende noch einmal auf Veränderungen am Austrittsvertrag drängen. Aber Änderungen sind höchst unwahrscheinlich.

    Daher hat die Premierministerin wohl schlechte Karten, ihren Deal durch das Parlament zu bekommen, wenn es im nächsten Monat im Unterhaus zu der entscheidenden Abstimmung kommt.

    Die Abstimmung rückt immer näher. Tory-Fraktionsgeschäftsführer Julian Smith gab am Dienstag gegenüber Kollegen zu: “Ich habe im Parlament viel zu tun.” Gemeint war: Er muss die nötigen Stimmen sichern.

    Nach Abschluss des Gipfels an diesem Wochenende bleiben May nur noch drei Wochen, um eine Aufgabe zu bewältigen, die unmöglich scheint. Bei der ersten Präsentation haben fast 90 Parlamentarier in der vergangenen Woche öffentlich ihre Unzufriedenheit mit den Plänen der Premierministerin geäußert. Da auch die nordirische DUP die Vorschläge wahrscheinlich nicht unterstützen wird, scheint eine Mehrheit für May eine Illusion zu sein.

    DUP-Chefin Arlene Foster und Theresa May.

    Ein ehemaliger Minister sagt über die DUP: “Sie sind weg und sie kommen nicht mehr zurück.” Vielleicht hoffen einige in der Regierung immer noch, dass Arlene Fosters Partei ihre Meinung ändert. Auch, weil sie mit ihrem Kurs eine Niederlage bei den Parlamentswahlen riskiert. 

    Wie es für May weitergeht 

    Die erste Abstimmung findet am Dienstag, dem 11. Dezember, statt. Sie könnte aber bis zum folgenden Monat aufgeschoben werden.

    Ein Plan sieht auch vor, die Abgeordneten über die Weihnachtsfeiertage schmoren zu lassen. Dann würden wütende Wähler sie bestürmen und fragen, warum sie nicht weitermachen. Eine neue Abstimmung würde dann wohl in der ersten Januarwoche stattfinden. Ein alternativer Plan sieht vor, die zweite Abstimmung in der Woche vor Weihnachten zu erledigen. 

    In jedem Fall wäre May auf ihrem Posten wieder einmal angreifbar. “Sie spielt mit ihren eigenen Leuten auf Risiko. Bei der EU wird sie nichts riskieren”, sagt ein verärgerter ehemaliger Minister. “Es würde eine Flut von Briefen regnen, wenn sie die Abstimmung verliert und sich dann weigert, nachzugeben.”

    Doch selbst wenn May mitten in diesem ganzen Prozess die Vertrauensfrage gestellt wird, weiß sie, dass sie stärker ist, als viele vermuten. Sie hat viele Stimmen gesammelt, indem sie aus Abgeordneten Minister und Kabinettsmitarbeiter machte. 

    May kann auf die Loyalität von 40 parlamentarischen Staatssekretären, 99 Ministern, 17 Handelsbeauftragten und 12 stellvertretenden Vorsitzenden der Tory-Partei zurückgreifen. Das sind insgesamt 178 Abgeordnete. Mehr als genug, um eine einfache Mehrheit (158) zu erhalten. Das würde reichen, um die Abstimmung zu überstehen.

    Vertraute sprechen über May

    “Sie ist auch phänomenal hartnäckig und wird um die Wahl kämpfen”, sagt ein ehemaliger Minister. “Vergessen Sie nicht, dass Politik für sie alles ist, das ist ihr Leben.”

    Ein ehemaliger Mitarbeiter, der May besser kennt als die meisten, sagt, dass ihr die vergangene Woche – einschließlich der Rebellion der Abgeordneten – neue Energie gegeben habe. “Das ist nicht wie eine allgemeine Wahlkatastrophe. Es gibt keine Tränen, keinen Schock. Sie weiß seit langem, was auf sie zukommt, und sie hatte Zeit zum Planen”, sagt er.

    “Sie spricht so persönlich wie nie zuvor, von Mit-ganzem-Herzen und Jede-Faser-Meines-Seins-Kram. Ich glaube wirklich, dass sie es schaffen könnte. Es kann zwei Runden dauern, aber ich wette auf sie”, betont er. 

    Am Sonntag wird May in Brüssel den EU-Austrittsvertrag unterzeichnen, nachdem auch die EU-Kommission am Samstag die letzten Hürden im Streit mit Spanien beseitigte. Dann wird die Premierministerin zurück nach London fliegen – und weiter um ihr politisches Überleben kämpfen. 

    Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost UK und wurde von Katharina Wojczenko aus dem Englischen übersetzt und von Leonhard Landes editiert. 


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