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Huffington Post Germany Athena
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    Theresa May steht vor ihrer bisher schwersten Belastungsprobe. 

    Dienstag wird der entscheidende Tag für Theresa May. Das Parlament stimmt über den Brexit-Deal der britischen Premierministerin ab – und ihn aller Voraussicht nach ablehnen. 

    Unterdessen mehren sich am Wochenende die Zeichen, dass es für May nach einer Niederlage ungemütlich werden könnte: Gleich zwei prominente Parteikollegen deuteten am Wochenende ihre Bereitschaft an, der Premierministerin das Amt abzujagen. 

    Wie es um den Brexit steht und wie es in London nach der Abstimmung am Dienstag weitergehen könnte – auf den Punkt gebracht. 

    Droht Theresa May ein Putsch?

    Sollte May die Abstimmung im Unterhaus über den mit Brüssel verhandelten Austrittsvertrag verlieren, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie es weitergeht im Brexit. 

    ► May könnte zurücktreten, Neuwahlen ausrufen oder eine zweite Abstimmung über den Deal festsetzen und womöglich zuvor von der Europäischen Union neue Verhandlungen fordern. 

    Möglich aber ist auch, dass andere Tory-Abgeordnete ihren Führungsanspruch geltend machen und May mit einem Misstrauensvotum stürzen.

    “Wenn sie die Abstimmung verzögert, könnten sie versuchen, sie zu Fall zu bringen. Wenn sie massiv verliert, könnten sie versuchen, sie zu Fall zu bringen. Sie hat fast keine Wahl”, sagte ein Abgeordneter dem britischen “Independent”. 

    Wer May gefährlich werden könnte: 

    Ein Auftritt von Ex-Außenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson in einer BBC-Sendung löste am Sonntag neue Gerüchte aus, er könnte May das Amt abjagen. 

    Auf die Frage von Moderator Andrew Marr, ob Johnson versprechen möchte, sich nicht gegen May aufzulehnen, sagte der Tory-Politiker nur: 

    “Ich werde Ihnen ein absolutes kategorisches Versprechen geben, dass ich weiterhin für das eintreten werde, was ich für den sinnvollsten Plan halte, um aus diesem Schlamassel herauszukommen.”

    Als zweite prominente Tory-Politikerin äußerte sich Esther McVey über einen möglichen Sturz von May. McVey war kürzlich aus Protest gegen den Brexit-Deal der Premierministerin als Arbeitsministerin zurückgetreten

    McVey wurde im Interview mit Sky News gefragt, ob sie selbst als Premierministerin kandidieren würde. Ihre Antwort:

    “Wenn mich die Leute fragen würde, dann sollte ich natürlich sagen… natürlich sollte ich es ernsthaft bedenken und es tun – wenn die Leute mich fragten.”

    3 Spekulationen über den weiteren Brexit-Prozess: 

    Die Konsequenzen der Abstimmung am Dienstag sind schwer abzusehen. Am Wochenende machten drei Spekulationen in Großbritannien die Runde:

    Die “Sunday Times” berichtet, dass May nach einer Niederlage im Unterhaus mehr Zeit für Gespräche in Brüssel gewinnen will, um den Sturz ihrer Regierung zu verhindern. 

    May will laut “Sunday Times” mit einem “Handtaschen-Moment” neue Bedingungen aushandeln. Dies spielt auf einen Auftritt der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher bei einem EU-Gipfel 1984 an, als sie Zugeständnisse für ihr Land aushandelte. Die “Eiserne Lady” stellte mehrmals demonstrativ ihre Handtasche auf den Tisch.

    Eine Sprecherin der Regierung wies diesen Bericht allerdings entschieden zurück. 

    Für Spekulationen sorgen aber auch die Äußerungen der aktuellen Arbeitsministerin Amber Rudd. Sie sprach sich für das sogenannte Norwegen-Plus-Modell oder ein zweites Referendum aus, sollte Mays Brexit-Deal scheitern. 

    “Norwegen Plus” bezieht sich auf den Status von Norwegen. Das Land ist Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), nicht aber in der Zollunion. Das Plus bezieht sich auf die Mitgliedschaft in der Zollunion. 

    Es wäre einer der schwächsten Varianten des Brexits – und ist dementsprechend verhasst bei Brexit-Hardlinern wie Johnson. 

    Hoch kontrovers ist auch der Ruf nach einem zweiten Referendum. Die Politikerin Rosena Allin-Khan von der oppositionellen Labour-Partei forderte am Sonntag eine zweite Abstimmung darüber, ob Großbritannien die EU verlassen sollte, falls es keine Neuwahlen gibt. 

    Sie erntete sich prompt Widerspruch von ihrem Parteichef Jeremy Corbyn ein. Er betonte, Labour würde sich nur darauf konzentrieren, May am Dienstag eine Niederlage beizufügen. 

    Es ist kein Geheimnis, dass Corbyn Neuwahlen bevorzugt. Dann könnte er selbst Premierminister werden. 

    Auf den Punkt gebracht: 

    Der Druck auf May vor dieser Abstimmung im Unterhaus ist enorm. Dass die zähe Premierministerin bei einer Niederlage zurücktritt, gilt als unwahrscheinlich.

    Theresa May steht eine stürmische Zeit bevor. 

    Mit Material der dpa.


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    Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen sich wegen Warnstreiks auf Zugausfälle einstellen.

    ►Die Deutsche Bahn hat wegen des Warnstreiks bundesweit ihren Fernverkehr eingestellt. Das sagte eine Sprecherin des Konzerns der Deutschen Presse-Agentur am frühen Montagmorgen.

    ► Wie der “Spiegel” schreibt, hatte der für 5 Uhr angekündigte Warnstreik bereits eine Stunde früher begonnen. Der Streik soll bis 9 Uhr anhalten.

    ► Laut “Spiegel” ist in Bayern derzeit der komplette Zugverkehr zum erliegen gekommen. Ebenso sei der Südwesten Deutschlands von besonders massiven Einschränkungen betroffen.

    ► Auch in Berlin sollen ab 6 Uhr alle S-Bahnen ausfallen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Weitere Regionen würden voraussichtlich noch hinzukommen.

    Darum streiken die Mitarbeiter der deutschen Bahn:

    Der Grund des Warnstreiks: Die Gewerkschaft will im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen durchsetzen.

    Am Samstag hatte die EVG die Verhandlungen für rund 160 000 Beschäftigte abgebrochen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen.

    Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, wie die Bahn mitteilte. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Warnstreiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

    Mehr in Kürze.


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    Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch.

    ► Nach dem knappen Wahlsieg der neuen Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) wächst vor allem beim rechten Flügel in der CDU die Sorge vor einer Kluft zwischen den Parteiflügeln.

    ► Während AKK in der CDU keine Spaltung in Sachfragen sieht, widersprach ihr der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch, vehement.

    ► In der “Augsburger Allgemeine” sagte er: 

    Es brodelt gewaltig, Annegret Kramp-Karrenbauer muss die tiefe inhaltliche Spaltung der Partei überwinden, indem sie den Wirtschaftsliberalen und Konservativen die Hand entgegenstreckt.”

    ► Der Werteunion-Chef forderte von der neuen CDU-Chefin ein starkes Angebot zur Zusammenarbeit. “Paul Ziemiak ist das nicht”, sagte Mitsch und ging auf Distanz zum neuen CDU-Generalsekretär.

    Warum es im Konflikt in der CDU geht:

     

    Kramp-Karrenbauer hatte am Sonntagabend in der ARD-Sendung “Anne Will” betont, es gebe bei vielen Themen keine großen inhaltlichen Unterschiede zwischen Friedrich Merz, Jens Spahn und ihr. Die beiden Konservativen hatten ebenfalls für den CDU-Vorsitz kandidiert, unterlagen aber. 

    Viele Beobachter sahen in der Wahl Ziemiaks zum neuen Generalsekretär ein klares Signal, den konservativen Flügel in die künftige Arbeit mit einzubeziehen.

    Laut Mitsch seien aber weitergehende Maßnahmen bei den Christdemokraten nötig. Er fordert, dass “exponierte Wirtschaftsfachleute wie Friedrich Merz oder Carsten Linnemann Aufgaben im Bundeskabinett übernehmen” sollen. 

    Entscheidend sei, so Mitsch, dass sich in der CDU inhaltlich etwas bewege. “Die CDU muss jetzt dringend auch ihr wirtschaftspolitisches Profil schärfen und dafür sorgen, dass sich Leistung wieder stärker lohnt in Deutschland.”

    Was der Vize-CDU-Chef Strobl zum Streit sagt:

    Auch der stellvertretende CDU-Chef Thomas Strobl äußerte sich in der “Augsburger Allgemeinen” über den nur knapp unterlegenen Kontrahenten Merz. Dieser solle zu seiner Ankündigung stehen und künftig wieder in der Partei mitarbeiten. “Ein Mann, ein Wort”, sagte er.

    ► Strobl warnt zugleich vor einer Debatte um eine Spaltung der Partei, vor allem angesichts des knappen Ausgangs der Vorsitzenden-Wahl. “Mein Eindruck ist ein ganz anderer: Dieser harte, aber faire Wettbewerb hat der CDU gut getan und tut ihr gut“.

    Der der baden-württembergische Innenminister zeigte sich überzeugt, dass die neue CDU-Chefin die Partei wieder einen werde. AKK besitze Strobl zufolge “die notwendige Kompetenz zur Integration und die Fähigkeit zum Zusammenführen”.

    (mf)


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    Ein Bild von Jamal Khashoggi während dessen Trauerfeier.

    ► Im Fall des ermordeten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi hat der US-Sender CNN nun dessen letzte Worte veröffentlicht. Sie zeigen, wie grausam die Täter vorgegangen sein müssen.

    ► Laut einer Quelle, die die eine übersetzte Transkription einer Tonbandaufnahme von Khashoggis letzten Momenten gelesen habe, waren Khashoggis letzte Worte: “Ich kann nicht atmen.” Dreimal soll er dies wiederholt haben, auch mehrere Schreie wurden in dem Transkript vermerkt.

    ► Die Quelle erklärte CNN, die Aufnahmen zeige, dass die Ermordung am 2. Oktober kein außer Kontrolle geratener Entführungsversuch gewesen sei, sondern die Ausführung eines vorsätzlichen Plans, den Journalisten zu ermorden.

    Was nach Khashoggis Tötung passiert sein soll:

    Laut des Transkripts soll nach der mutmaßlichen Erstickung Khashoggis zu hören sein, wie sein Körper mit einer Säge zerstückelt wird. Zugleich sei den mutmaßlichen Tätern geraten worden, Musik zu hören, um die Geräusche auszublenden, berichtet CNN.

    Aus den Aufzeichnungen soll ebenso hervorgehen, wie die mutmaßlichen Täter aus dem saudischen Konsulat in Istanbul, wo Khashoggi ermordet wurde, eine Reihe von Telefonaten führten, um Dritte über den Fortschritt zu informieren.

    Die Türkei sagt: Die Anrufe gingen an hochrangige Persönlichkeiten in Riad. 

    Wie der derzeitige Stand im Fall Khashoggi ist: 

    Saudi-Arabien hat die Auslieferung von zwei hohen Beamten aus dem Umfeld des Kronprinzen Mohammed bin Salman im Zusammenhang mit dem Fall Khashoggi ausgeschlossen. Die Türkei hatte Anfang Dezember gegen Saud al-Kahtani, einem engen Vertrauten des Prinzen, und den Ex-Geheimdienst-Vizechef Ahmed al-Asiri Haftbefehle erlassen.

    Den Haftbefehlen zufolge, aus denen die türkische Nachrichtenagentur Anadolu zitierte, wirft die Staatsanwaltschaft den beiden prominenten Beamten “geplanten und vorsätzlichen Mord” vor. Auch von “Folter” ist die Rede. Die Männer seien unter denjenigen gewesen, die den Mord in Saudi-Arabien geplant hätten.

    Die Fahndungs- und Haftbefehle wurden allerdings eher als ein politischer Schachzug bewertet, um den Druck auf Saudi-Arabien aufrecht zu erhalten, als ein aussichtsreiches juristisches Manöver.

    Mit Material von dpa.

    (vw)


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    • Kurz vor Ende von “Anne Will” hat SPD-Politiker Martin Schulz die Sendung verlassen.
    • Nur um wenige Minuten ohne Erklärung wieder zurückzukommen.  
    • Im Video oben seht ihr die Szene aus der Sendung.

    Viele Zuschauer von “Anne Will” dürften sich am Sonntagabend gefragt haben: Wo kommt Ex-SPD-Chef Martin Schulz denn plötzlich her?

    Die ARD-Talkrunde näherte sich ihrem Ende, als die Gäste, darunter neben Schulz auch FDP-Vize Wolfgang Kubicki und zwei Journalisten, über das Potential der neuen und ebenfalls anwesenden CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer angeregt diskutierten.

    Doch nachdem Moderatorin Anne Will eine Rede von Kramp-Karrenbauer zeigte, war Schulz plötzlich verschwunden. 

    “Herr Schulz, willkommen!”

    Nach dem Einspielfilm ging die Sendung normal weiter. Nur aufmerksamen Zuschauern dürfte der leere Platz in der Runde überhaupt aufgefallen sein. Während Kramp-Karrenbauer sich über die Diskriminierung von Frauen in der Politik beschwerte, kehrte Schulz zurück. Er wanderte unbekümmert quer durchs Bild und setzte sich wieder hin.

    Will erklärte nur kurz: “Herr Schulz ist kurz draußen gewesen, aber sofort wieder rein gekommen, willkommen!” Das Publikum klatschte und fast nahtlos konnte Kramp-Karrenbauer weiterreden.

    Moderatorin Anne Will begrüßt SPD-Politiker Martin Schulz zum zweiten Mal in der Sendung.

    Drei Minuten Auszeit

    Warum Schulz kurz seinen Platz verließ, wird nicht erklärt. Der SPD-Politiker selbst hat bisher dazu keine Erklärung abgegeben.

    Über die Gründe kann somit nur spekuliert werden, sie dürften aber wohl profan sein: Gut drei Minuten fehlte Schulz in der Sendung, genug Zeit, um kurz auszutreten. Die “Bild”-Zeitung mutmaßt hingegen, dass Schulz hinter den Kulissen mit jemandem gesprochen habe.

    (vw)


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    • Ein dänischer Fotograf hatte mitten in der Nacht Sex auf einer der Pyramiden von Gizeh.
    • Besonders in Ägypten sorgt der Fall für Aufregung.

    Die freizügigen Fotos von Andreas Hvid, einem Fotografen aus dem dänischen Aarhus sorgen momentan für Empörung: Sie zeigen ihn beim Sex mit einer unbekannten Frau auf der ägyptischen Gizeh-Pyramide. Die Fotos und ein Video von seiner Aktion teilte der Däne in verschiedenen sozialen Medien.

    “Im späten November 2018 haben eine Freundin und ich die große Pyramide von Gizeh bestiegen”, untertitelte er sein Video. Aus Angst vor Sicherheitskräften habe er zuvor das “stundenlange Herumschleichen” um die Pyramide nicht gefilmt.

    Was den Fotografen und seine Freundin zum Sex an diesem ungewöhnlichen Ort getrieben hat, bleibt offen.

    Mehr zum Thema: Forscher untersuchen Pyramide in Mexiko und entdecken einen geheimen Tunnel

    Khaled El-Anany, der Leiter des Ministeriums, sagte der ägyptischen Tageszeitung “Al Ahram”:

    “Das freizügige Video sorgt bei Ägyptern allgemein für Wut und Empörung und bei den Beamten des ‘Staatsministerium für Altertümer-Angelegenheiten’ ganz besonders.”

    Ermittlungen wegen Pyramiden-Sex

    “Ich betone, dass das Besteigen der Pyramiden streng verboten ist”, sagte El-Anany. 

    Nun ermittelt die ägyptische Staatsanwaltschaft – auch in der Frage, ob das Video überhaupt authentisch ist. 

    “Ich ermahne alle, Vorsicht walten zu lassen, weil das, was in den sozialen Medien veröffentlicht wird, sich meistens als falsch herausstellt”, sagte der Leiter des Staatsministeriums für Altertümer-Angelegenheiten weiter.

    “Die Welt muss ihnen beim Sex zusehen, sonst zählt es nicht”

    Auf Youtube wurde Hvids Video bereits über 800.000 Mal angesehen und sorgte nur für wenig Begeisterung.

    Schande. Mangelnder Respekt für eine antike Kultur”, kommentierte etwa ein Nutzer auf Youtube. 

    Ein anderer schrieb:

    “Meine Gefühle sind gemischt. Ich bin froh, dass die junge Generation den gleichen Nervenkitzel sucht – etwas Verbotenes zu tun, irgendwo hoch klettern und so weiter –, aber sie müssen immer alles teilen. Die Welt muss ihnen beim Sex zusehen, sonst zählt es nicht. Ob sie wohl begreifen werden werden, was für eine riesige Freude es ist, so eine Geschichte nur mit diesem einen Menschen zu teilen? Vielleicht später im Leben.”

    (ujo)

     

     


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    Kanzlerin Angela Merkel bei ihrer Ankunft im Marrakesch. 

    ► Nach teils heftigen Diskussionen in den vergangenen Wochen auch in Deutschland ist der UN-Migrationspakt bei einer internationalen Konferenz in Marokko angenommen worden.

    ► Nasser Bourita, Präsident der Konferenz, verkündete die Verabschiedung des bereits ausgehandelten Dokuments zur besseren Bewältigung der weltweiten Migration am Montag in Marrakesch. 

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres nannte das Vertragswerk in einer Rede vor Vertretern aus rund 150 Ländern am Montag eine “Roadmap zur Vermeidung von Leid und Chaos”.

    Warum es beim Migrationspakt geht:

    Mit dem UN-Migrationspakt wurden erstmals globale Leitlinien für die internationale Migrationspolitik verabredet. Er enthält 23 Ziele zu einer ganzen Reihe von Themen, die auch in Deutschland diskutiert werden. 

    Auf ihrer Basis soll die Zusammenarbeit der Länder verbessert werden, um gegen illegale und ungeordnete Migration vorzugehen und Migration sicherer zu machen.

    Das Papier ist rechtlich nicht bindend und soll seine Kraft – wie bei anderen Abkommen – über die politische Absichtserklärung seiner Mitglieder entfalten. Nach der Annahme in Marrakesch muss es noch von der UN-Generalversammlung im Januar förmlich gebilligt werden.

    Welche Länder den Migrationspakt nicht mittragen:

    Die große Mehrheit der 192 an den Verhandlungen beteiligten Staaten befürwortet das Papier. Doch obwohl es ausdrücklich die geltende Souveränität der Mitgliedsstaaten betont, fürchten einige Länder um ihre nationale Hoheit.

    Mehrere Regierungen hatten das Papier in den vergangenen Wochen abgelehnt: darunter Ungarn, Österreich, Polen, Tschechien, Bulgarien, Australien, die Slowakei und Israel. Die USA hatten an den konkreten Verhandlungen gar nicht erst teilgenommen.

    UN-Generalsekretär Guterres appellierte an jene Staaten, die sich nicht an dem Pakt beteiligen, ihre Entscheidung zu überdenken. “Ich kann nur hoffen, dass sie den Wert des Paktes für ihre eigenen Gesellschaften sehen werden und sich unserem gemeinsamen Unternehmen anschließen”, sagte er in Marrakesch.


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    • Sängerin Sarah Lombardi und Rapper Eko Fresh sind am Samstag bei “Schlag den Star” gegeneinander angetreten. 
    • Nach der Pleite von Lombardi sind die Zuschauer auf die Sängerin losgegangen. Der Vorwurf: Sarah Lombardi sei eine schlechte Verliererin.
    • Im Video oben seht ihr, wie schlimm die “Schlag den Star”-Pleite für Sarah Lombardi war.

    Am Samstagabend sind Sarah Lombardi und Eko Fresh in einer neuen Folge “Schlag den Star” gegeneinander angetreten. 

    Erstmals kämpfte bei dem ProSieben-Kultformat auch eine Frau gegen einen Mann. Zu Beginn der Show hatte sich Sarah noch gewünscht, nicht “Hochhaus” zu verlieren. Daraus wurde allerdings nichts. 

    Denn obwohl der Rapper bei Spielen, die Sportlichkeit und Ausdauer verlangten, nicht besonders glänzte, war er Sarah in Sachen Allgemeinwissen und Geschick oft weit voraus. 

    Eko Fresh freute sich über den Sieg, Sarah Lombardi gab sich beleidigt

    In zehn Spielen zog Sarah den Kürzeren und konnte nur zwei Runden für sich entscheiden. Eine herbe Niederlage für die ehemalige Frau Pietro Lombardis Seite: Das zeigte sich auch in ihrem Verhalten nach dem Finale.

    Während sich Eko Fresh über den Sieg freute und die 26-Jährige für ihren Einsatz sogar noch lobte, würdigte Sarah Lombardi den Rapper keines Blickes.

    Erst nach der Sendung äußerte sie sich zu Eko Fresh und begründete ihr Verhalten in einem Post auf Instagram. Dort schrieb sie:

    “Meine Nerven liegen immer noch blank. Eko hat den Sieg wirklich verdient und ich gratuliere. Ich glaube, man kann sich kaum vorstellen, wie aufgeregt man ist und unter welchem Druck man steht. Ich war im ersten Moment schon sehr enttäuscht, weil ich mich über mich selber geärgert habe. Aber trotzdem war es ein toller Abend.”

    Die Erklärung wollten ihr einige Zuschauer allerdings nicht abkaufen. Eine fand das Wort “Druck” nicht passend. Schließlich habe sich Sarah Lombardi freiwillig für das TV-Format entschieden.

    Zuschauer ätzen gegen Sarah Lombardi: “Ich bin entsetzt von deinem Verhalten. Wie kann man nur so schlecht verlieren?”

    Andere fanden ihr Verhalten einfach nur daneben. Eine Nutzerin schrieb: “Sowas Unverschämtes und Eingebildetes ist mir schon lange nicht mehr aufgefallen. Scheiß egal, wie viel Geld dahinter steckt, gönn das Geld deinem Kollegen. Da hat man ihr wahres Gesicht erkannt.”

    Und auch ein anderer fand das Verhalten der 26-Jährigen einfach nur kindisch:

     “Da hat sie mal wieder ihr wahres Gesicht gezeigt, so unhöflich und respektlos was sie abgezogen hat. Eko hat sie getröstet, war immer nett und sie benimmt sich wie ein Kind, dass keine Erziehung genossen hat.

    Ein Zuschauer wurde ausfällig und beschimpfte Lombardi als “Heuchlerin”. Zudem schrieb dieser: “Ich bin entsetzt von deinem Verhalten. Wie kann man nur so schlecht verlieren?”

    Immerhin merkte einer an, dass es bereits oft Fälle gegeben hätte, bei denen mal einer beleidigt gewesen wäre. Daher könne er die Reaktion von Sarah Lombardi nachvollziehen: 

    “Selbst Showgrößen wie Stefan Raab haben schon oft gezeigt, dass sie ungern verlieren können. Erwartet man echt, dass man nach einer Niederlage grinsend vor der Kamera steht und einem die Sonne aus dem A**** scheint?”

    (kiru)


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    Eine Anti-Brexit-Demonstrantin vor dem britischen Parlament in London am 6. Dezember.

    ► Mitten im bitteren Brexit-Streit in Großbritannien kommt ein klares Signal aus Luxemburg: London könnte den für 2019 angekündigten Brexit noch einseitig und ohne Zustimmung der übrigen EU-Länder stoppen. Dies entschied der Europäische Gerichtshof am Montag in Luxemburg.

    ► Die Schwelle für einen Rückzieher von dem in Großbritannien sehr umstrittenen EU-Austritt ist somit niedriger als gedacht. 

    ► Das oberste schottische Zivilgericht hatte den EuGH um eine Bewertung gebeten, ob ein einseitiger Rückzieher noch möglich sei.

    Warum das EU-Urteil zum Brexit wichtig ist:

    Das Urteil kommt für die britische Premierministerin Theresa May zur Unzeit. Denn am Dienstag wird das britische Parlament über das von ihr mit der Europäischen Union ausgehandelte Austrittsabkommen abstimmen. Dafür zeichnet sich keine Mehrheit ab.

    Scheitert Mays Brexit-Deal im Parlament, muss sie entweder noch einmal abstimmen lassen – oder es braucht einen Plan B. Aus der britischen Regierung und der Opposition mehren sich Signale, dass dann eine engere Anbindung an die EU erwogen werden könnte, zum Beispiel der Verbleib in Binnenmarkt und Zollunion. Nicht mehr undenkbar ist auch ein zweites Referendum – oder eben sogar ein Rückzieher vom Brexit.

    Schon am Wochenende mehrten sich die Zeichen, dass es für May nach einer Niederlage ungemütlich werden könnte: Gleich zwei prominente Parteikollegen deuteten am Wochenende ihre Bereitschaft an, der Premierministerin das Amt abzujagen.

    Fakt ist: Das Urteil wird den Brexit-Gegnern in Großbritannien Auftrieb geben.

    Worum es in dem Brexit-Urteil konkret geht:

    Die britische Regierung hatte am 29. März 2017 die übrigen EU-Staaten offiziell darüber informiert, dass das Land die EU verlassen will. Damit begann ein zweijähriges Austrittsverfahren nach Artikel 50 der EU-Verträge, das planmäßig mit dem Brexit am 29. März 2019 endet.

    Die EU-Kommission und der Rat der Mitgliedsländer hatten vor dem EuGH argumentiert, das Verfahren lasse sich nur mit einem einstimmigen Beschluss des Rats stoppen.

    Der EuGH sieht das eindeutig anders. Ein Rückzieher der Austrittsankündigung sei “in Übereinstimmung mit den verfassungsrechtlichen Notwendigkeiten” in Großbritannien möglich. Dann bliebe das Vereinigte Königreich unter unveränderten Bedingungen Mitglied der EU, entschieden die Luxemburger Richter.

    (vw)


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    • Johnna Pennington hat ihre Tochter und ihren Hund nur ganz kurz aus den Augen gelassen.
    • In der Zwischenzeit ist das Kind auf eine kreative Idee gekommen, um das Tier zu verschönern.
    • Im Video oben seht ihr einen ähnlichen Vorfall: Frau lässt ihren Hund alleine – danach erkennt sie ihre Wohnung kaum wieder.

    Viele Eltern dürften das Gefühl kennen: Selbst wenn man die Kinder auch nur für einige Sekunden alleine lässt, könnten die bereits auf dumme Ideen kommen.

    So ist es auch der 27-jährigen Johnna Pennington aus Edmonton im US-Bundesstaat Kentucky passiert.

    Sie habe ihre Tochter nur kurz mit dem Hund alleine gelassen, wie sie der britischen Zeitung “Daily Mail” erzählte.

    Dreijährige benutzt das Fell des Hundes als Leinwand für ihr Kunstwerk

    “Ich ging schnell ins Bad und ließ meine Tochter mit ihrem Mal-Set spielen. Als ich zurückkam, sah ich das Chaos, das meine Tochter hinterlassen hatte.”

    Die dreijährige Alivia kam in der Zwischenzeit nämlich auf die Idee, den Boxer namens Cupcake als Leinwand für ihr neuestes Kunstwerk zu verwenden – und bemalte das weiße Fell des Hundes mit mehreren Farben.

    Mutter Johnna Pennington erinnerte sich: “Sie hatte unseren Boxer in Regenbogenfarben eingefärbt. Das Tier war rosa, lila, blau, grün und schwarz.”

    Die 27-jährige Mutter fügte hinzu:

    Zuerst war ich wirklich geschockt, aber dann musste ich lachen. Mir war klar, dass ich den Hund waschen muss. Also nahm ich Cupcake mit ins Bad und schrubbte das Tier so lange, bis die ganze Farbe weg war.”

    (kiru)


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    Kanzlerin Angela Merkel während ihrer Rede auf der UN-Konferenz am Montag.

    ► Kanzlerin Angela Merkel hat den UN-Migrationspakt als Meilenstein in der internationalen Politik für den Umgang mit Migration gewürdigt.

    ► Sie betonte nach der Annahme der Übereinkunft auf der Konferenz zum UN-Migrationspakt in Marrakesch“Der Pakt sagt der illegalen Migration den Kampf an” und bekämpfe etwa Schleuserkriminalität.

    Migration sei ein “natürlicher” Vorgang “und wenn es legal ist, auch gut”, sagte Merkel mit Blick auf den Fachkräftemangel in Deutschland vor UN-Delegierten aus mehr als 150 Ländern

    Was Merkel in Richtung AfD und anderen Gegnern des Migrationspaktes sagte:

    Mit “nationalen Alleingängen” sei das Problem der Migration nicht zu lösen, sondern nur mit internationaler Kooperation, betonte CDU-Politikerin wohl auch mit Blick auf die AfD und andere rechte Gegner des Paktes.

    Merkel warf ihnen vor, Falschmeldungen über das Vorhaben in Umlauf zu bringen und Ängste zu schüren. Globalisierung könne nur menschlich gestaltet werden, wenn alle Länder auf der Welt faire Entwicklungsmöglichkeiten hätten.

    Die Kanzlerin bekräftigte, sie sei nach Marokko geflogen, um ein “klares Bekenntnis zu Multilateralismus” zu tätigen. “Nur so werden wir unseren Planeten besser machen”, erklärte Merkel. 

    Mit Material von dpa.


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    • Zwei Tage nach ihrer Wahl zur neuen CDU-Chefin ist Annegret Kramp-Karrenbauer zu Gast bei Anne Will gewesen.
    • Dabei zeigte die sonst eher ruhige Politikerin klare Kante gegen die Herren der Runde.
    • Im Video oben seht ihr, wie AKK die Kritik von FDP-Vize Kubicki und Publizist Steingart kontert.

    Nur eine Woche ist es her, da ist Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) im Rahmen ihres Wahlkampfs um den CDU-Chefposten bei “Anne Will” zu Gast gewesen. Am Sonntagabend durfte sie nun erneut im ARD-Studio Platz nehmen – als frisch gekürte CDU-Parteivorsitzende.

    Doch Zeit zum Durchatmen blieb Kramp-Karrenbauer auch diesmal nicht. Gleich zu Beginn konfrontierte Moderatorin Anne Will die neue CDU-Chefin mit dem knappen Ergebnis: “Sie haben nur 35 Stimmen Vorsprung gehabt auf Friedrich Merz. Sind die nicht vor allen Dingen eine echt schwere Bürde, die auf Ihnen lastet?”

    Will wies darauf hin, dass eine große Diskrepanz zwischen den Anhängern des Merkel-Kurses und denjenigen die sich statt eines “Weiter so” einen “klaren Strategiewechsel vorgestellt hätten”.

    Dies würde doch dokumentieren, “wie gespalten die Partei entgegen aller Einigkeitsbeschwörungen” sehr wohl sei.

    Kramp Karrenbauer entgegnete selbstbewusst: “Das pure ‘Weiter so’, das bin ich nicht.” Darüberhinaus seien die beiden Alternativen “de facto nicht da”. Es handle sich dabei lediglich um eine Zuspitzung. Es wird sich zeigen, “die Unterschiede sind geringer als man denkt”, stellte die neue Parteichefin klar.

    Die Gäste bei “Anne Will”:

    • Annegret Kram-Karrenbauer: CDU-Parteivorsitzende
    • Martin Schulz: Ex-SPD-Parteivorsitzender
    • Wolfgang Kubicki: FDP-Vize und Bundestagsvizepräsident
    • Christiane Hoffmann: Vize-Leiterin des “Spiegel”-Hauptstadtbüros
    • Gabor Steingart: Ex-Chefredakteur des “Handelsblatts” 

    “Merkel für Arme”?

    Nachdem die erste Konfrontation abgewendet war, wandte sich die Moderatorin Wolfgang Kubicki zu, dem stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden. “Mit seinem speziellen Charme” habe Kubicki die neue Parteichefin einst als “Merkel für Arme” bezeichnet.

    So wollte Will von dem Bundestagsvizepräsidenten wissen: “Ist sie das vielleicht doch nicht und die Partei hat mit Annegret Kramp-Karrenbauer einen echten Strategiewechsel bekommen?”

    Kubicki stellte daraufhin klar, dass er nicht für Merz gewesen sei: 

    “Ich habe gesagt: Wenn die Union Wahlen gewinnen will, muss sie Merz wählen. Wenn sie es kuschelig haben will, muss sie Kramp-Karrenbauer wählen. Und sie wollte es kuschelig haben.

    Kubicki machte weiter deutlich, dass eine echte Erneuerung der Union nicht stattfinden könne, so lange Angela Merkel noch Bundeskanzlerin ist. Die ist laut Kubicki jetzt mehr damit beschäftigt “ihre weltpolitische Bedeutung” zu unterstreichen”, um “in die Geschichtsbücher einzugehen”.

    Kramp-Karrenbauer entgegnete darauf sichtlich genervt:

    Wer Angela Merkel kennt, der weiß, dass sie alles tut, aber sicherlich nichts, damit sie irgendwie in die Geschichtsbücher hineinkommt. Wenn ich jemanden kenne, der frei ist von jedweden Eitelkeiten, dann ist das Angela Merkel.”

    AKK: “Wir sind mehr als die Hälfte der Bevölkerung!”

    Will fragte Kramp-Karrenbauer später, ob “die Zeit der alten weißen Männer, (...) die glaubten sie könnten die Macht unter sich verteilen”, vorbei sei. “Ist das Prinzip Hinterzimmerabsprache echt erledigt oder haben Sie diese Männer jetzt noch im Nacken?”

    Kram-Karrenbauer schmunzelte. Und sagte:

    “Bevor irgend eine Legende entsteht: Als ich im Februar Generalsekretärin geworden bin, hat mich niemand vorgeschlagen. Ich hab das selbst Angela Merkel vorgeschlagen. Vielleicht merkt man daran, was sich in der CDU auch geändert hat.”

    Die alten Zeiten, in denen den Delegierten im Vorfeld aufgetragen wurde, wer gewählt werden soll, seien vorbei.

    Auch Kubicki äußerte sich später dazu, ob AKK nur gewählt worden wäre, weil sie eine Frau sei und so dem alten Image entgegenzuwirken. Er habe die Rede von Kramp-Karrenbauer gehört und diese sei “rhetorisch beachtlich und auch emotional sehr gut vorgetragen” gewesen. “Hätte ich Ihnen so nicht zugetraut.”

    Die neue Parteichefin machte allerdings deutlich, dass es mit ihr in Zukunft keinen “Kuschelkurs” geben dürfte. Bei “Anne Will” sagte sie:

    “Ich will nur eins hier sagen, ich hab hier eben ein bisschen geschmunzelt. Weil die Art und Weise wie hier eben gesprochen worden ist, das begleitet mich schon mein ganzes Leben lang.”

    Schon früher sei sie, weil sie drei kleine Kinder hatte, gefragt worden, was mit diesen passieren soll, wenn sie in die Politik gehen würde. Männern mit Kindern mussten sich dies Frage “nie gefallen lassen”, kritisierte Kramp-Karrenbauer.

    Es werde gesprochen, “als ob man als Frau irgendwie eine zu bemitleidende Minderheit in diesem Land wäre” AKK betonte: “Wir sind mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Das will ich an dieser Stelle einmal ganz deutlich sagen!”

    AKK: “Im höchsten Maße despektierlich!”

    Nachdem Kubicki seine Schelte von der neuen CDU-Chefin abbekommen hatte, schoss sich Kramp-Karrenbauer auf den ehemaligen Chefredakteur des “Handelsblatt” ein. Gabor Steingart bezeichnte das Bruttosozialprodukt Saarlands als “armselig” – das brachte AKK regelrecht in Rage.

    AKK: “Also jetzt, Entschuldigung, Herr Steingart. Ich empfinde das als im höchsten Maße despektierlich, den Saarländerinnen und Saarländern gegenüber!”

    Steingart: “Ach, Nicht den Saarländern...”

    AKK: “Doch den Saarländerinnen und Saarländern gegenüber! Die aus einer Region kommen, die über Jahrzehnte zum Wohlstand Deutschland beigetragen haben. Die in einen harten Strukturwandel gefallen ist, der im übrigen über 15 Jahre (...) nicht so gemanagt worden ist...”

    Steingart: “Exakt.”

    AKK: ”...und im übrigen nicht von den Vertretern meiner Partei...”

    Steingart: “Kann ja sein.”

    Als AKK zur genaueren Schilderung ausholte, wollte Steingart sie unterbrechen, doch die Saarländerin ließ sich nicht ins Wort fallen. Sie setzte ihr flammendes Plädoyer für das Saarland fort, zählte all die Anstrengungen bis hin zur “beinharten Sparpolitik” auf, die das Bundesland in der Vergangenheit unternommen hätte.

    “Darauf bin ich sehr sehr stolz! Und das lasse ich mir von Ihnen hier, auch im Namen der Saarländerinnen und Saarländer, nichtkaputt reden, egal ob sie Wirtschaftsjournalist sind oder nicht.” 

    (mf)


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    • Lilly Becker will mit ihrem neuesten Instagram-Bild zeigen, was Noch-Ehemann Boris Becker nun offenbar verpasst.
    • Reiner Zufall? Nur einen Tag zuvor versuchte der Tennisprofi, mit einer Aussage zur Trennung zu sticheln.
    • Im Video oben seht ihr in einem TV-Beitrag, was Lilly Becker zur Trennung von ihrem Mann Boris sagte. 

    Im Mai dieses Jahres haben Boris und Lilly Beckernach neun Jahren Ehe ihre Trennung bekannt gegeben.

    Seitdem herrscht ein Rosenkrieg zwischen dem Model und dem Sportler.

    Erst kürzlich äußerte sich die 42-Jährige beim RTL-Rückblick “2018: Menschen, Bilder, Emotionen” zu der kommenden Scheidung. Schnell wurde klar: Auch ein halbes Jahr später ist sie auf den Ex-Tennisspieler nicht gut zu sprechen.

    Im Gespräch mit Günther Jauch gestand Lilly Becker:

    “2018 war wirklich die schlimmste Zeit in den 42 Jahren meines Lebens. (...) Ich schäme mich dafür, dass wir beide es nicht geschafft haben, das persönlich und privat zu klären. Ich glaube, wir haben beide Fehler gemacht.“

    Diesen Fehler wiederholte Boris Becker dann, indem er nach dem Interview von Lilly Becker ein Bild auf Instagram veröffentlichte.

    Auf Englisch war dort zu lesen: “Everyone wants truth, but no one wants to behonest“, also: “Jeder will die Wahrheit, aber keiner möchte ehrlich sein.” 

    Es scheint offenbar so, als wollte Boris damit andeuten, dass seine Noch-Ehefrau im Interview nicht die ganze Wahrheit gesagt hätte.

    Lilly Becker zeigt sich oben ohne am Strand – Fans sind zwiegespalten

    Nun scheint der Rosenkrieg weiterzugehen: Lilly Becker zeigte sich nämlich in ihrem neuesten Instagram-Bild von ihrer freizügigen Seite.

    Auf der Aufnahme läuft die 42-Jährige Richtung Meer, in ihren Händen hält sie eine Schnorchel-Ausrüstung. Dabei trägt sie ein knappes Bikinihöschen. 

    Einige dürften nun davon ausgehen, dass Lilly Becker mit dem Bild nur eine Intension hatte: Boris Becker zu zeigen, was er nun ohne die 42-Jährige verpasst.

    Ihre Bildunterschrift könnte darauf hindeuten. Schließlich schreibt sie unter dem Bild “Kiss my ...” und schickt noch ein Kuss-Emoji hinterher.

    Ob das als Antwort für den Tennisprofi bestimmt sein könnte?

    Schließlich betonte Boris Becker erst vergangenen Samstag beim RTL-Event “Ein Herz für Kinder”, dass er “ja wieder auf dem Markt” sei.

    Zudem verriet er indirekt, dass er nun mehr Zeit für sich selber hat: “Insgesamt bin ich wieder mobiler und kann wieder mehr Sport machen.”

    “Der hässliche Boris Becker war mal mit dieser Frau zusammen?”

    Ob das Lilly Becker missfallen hat und sie dann mit dem Schnorchel-Bild konterte? Viele Fans sind sich uneins darüber, wie sie Lillys Oben-Ohne-Bild deuten sollen.

    Manche finden es toll, dass sie sich trotz der Trennung nicht unterkriegen lässt und solche Bilder postet. Einige halten zu der 42-Jährigen und zeigen, was sie vom Tennisstar halten. So schreibt einer: “Der hässliche Boris Becker war mal mit dieser Frau zusammen?”

    Andere wiederum finden es “billig” und “unverantwortlich”, dass sich Lilly Becker als Mutter fast nackt in der Öffentlichkeit fotografieren lässt: “Dresscode auf den Malediven: Bestimmt nicht so freizügig.”

    (kiru)


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    Thüringen, Rosa: Einsatzkräfte der Polizei sind nach einer Schießerei im Einsatz.

    ► Nach einem Schusswechsel mit der Polizei ist in Thüringen ein Mann gestorben. Das bestätigte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale am Montagmorgen.

    ► Wie der MDR berichtete, seien die Schüsse am Sonntag während eines Einsatzes in der Gemeinde Rosa im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gefallen. 

    ► Polizisten hätten das Feuer erwidert und den 28-Jährigen mit einem Schuss aus einer Maschinenpistole getroffen. Laut dem Bericht wurde der Mann so schwer verletzt, dass er noch am Abend in einem Klinikum seinen Verletzungen erlag.

    Das sind laut Bericht die Hintergründe der Schießerei:

    Laut dem MDR erklärte die Polizei, dass der Mann zuvor von seiner Lebensgefährtin verlassen worden sei. Er habe dies aber nicht wahrhaben wollen und sie telefonisch belästigt.

    Den Wunsch nach einem Treffen habe die 27-Jährige allerdings abgelehnt, woraufhin sich der Mann mit zwei Schusswaffen aus der Wohnung seines Vaters auf den Weg zum Tatort im Ortsteil Georgenzell gemacht haben.

    Wie der MDR weiter berichtete, soll sich die Ex-Freundin dort mit einer Freundin getroffen haben. Diese hätten sofort die Polizei alarmiert, als der 28-Jährige sich dem Haus genähert habe.

    Als die Polizei den Mann schließlich angesprochen habe, soll dieser sofort das Feuer auf die Beamten eröffnet haben, hieß es weiter. Die Polizisten hätten das Feuer daraufhin mit einer Maschinenpistole erwidert und den Mann tödlich verletzt.

    (mf)


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    • Anfang der Woche wird es wieder richtig kalt. 
    • In einigen Teilen Deutschland droht Frost. 
    • Welche Regionen betroffen sind, seht ihr im Video oben. 

    Ab Montag wird es wieder sehr kalt. Vereinzelt kommt es in Deutschland zu Frost, montags vor allem in den Bergen. Dort bleibt der Schnee in den Alpen auch liegen. 

    Kältefront sorgt für Frost

    Dauerfrost herrscht am Montag dann vor allem in den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen. Es bleibt aber in ganz Deutschland sehr kalt. Meist werden nur ein bis sieben Grad gemessen. Am wärmsten ist es noch am Rhein.

    Dazu gibt es unbeständiges Wetter. Oberhalb von 400 Metern fällt Schnee, darunter sonst überwiegend Regen. Im Nordosten fegt ein starker Wind. An der See sind sogar Sturmböen mit mehr als 75 Stundenkilometern möglich.

    Dienstag: Erst Frost, dann Auflockerung

    In der Nacht zum Dienstag bekommt Deutschland einen weiteren Schwall Kaltluft ab. In der Mitte und im Süden muss verbreitet mit leichtem Frost und Temperaturen von bis zu minus fünf Grad gerechnet werden. Außerdem sollten Autofahrer sehr aufmerksam sein, denn auf den Straßen kann es glatt werden. 

    Tagsüber lockert es am Dienstag im Westen etwas auf. Im Nordwesten ist sogar viel Sonne möglich. Im Osten bleibt das Wetter wechselhaft. Die Temperaturen pendeln sich zwischen minus zwei und sieben Grad ein.

    In den Folgetagen wird es freundlicher. Es bleibt aber kühl, bis am Freitag mildere Luft zu uns kommt. 

    Die Wettervorhersage für euren Ort gibt es auch auf Weather.com.

    (ame)


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    ► Die britische Premierministerin Theresa May hat die für Dienstag geplante Brexit-Abstimmung im britischen Parlament abgesagt.

    ► Die Abstimmung soll sich laut der BBC-Journalistin Laura Kuenssberg verzögern, wie ihr zwei Kabinettsmitglieder mitgeteilt haben sollen. 

    ► Bereits zuvor hatte der britische Sender Sky News in einem Liveticker über die Gerüchte berichtet.

    ► Eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.

     

    Mehr in Kürze.


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    Die junge Frau fühlte sich missbraucht (Symbolbild).

    • Eine US-amerikanische Studentin dachte, sie hätte Sex mit ihrem Freund – doch es war ein anderer Mann.
    • Sie zeigte ihn an – doch er wurde freigesprochen.

    Die Studentin Abigail Finney hatte nach einer Party im Studentenwohnheim der Purdue Universität in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana Sex – wie sie glaubte, mit ihrem Freund. Doch dann stellte sie fest, dass sie Sex mit einem anderen Mann hatte, wie sie dem US-Nachrichtenportal “Buzzfeed” erzählte. 

    “Ich dachte mir: ’Ich fühle mich missbraucht. Das fühlt sich falsch an’.”

    Sie habe zunächst nicht gewusst, wie sie reagieren sollte, und ob sie den Bekannten anzeigen könnte. 

    Die Studentin hatte Sex – aber nicht mit ihrem Freund

    Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar 2017. Finney erzählt, sie sei neben ihrem Freund in seinem Bett eingeschlafen. Ihre Kommilitonen hätten im gleichen Raum auf Matratzen geschlafen.

    Am nächsten Morgen sei sie aufgewacht, als sie eine Hand an ihrer Brust spürte, dann in ihrem Schritt spürte. In der Annahme, die Hände gehörten ihrem Freund, habe sie sich darauf eingelassen.

    Die beiden hätten dann etwa eine Minute lang Sex in der Löffelchen-Stellung gehabt. Dann, erzählt Finney, sei sie aufgestanden, um ins Bad zu gehen. 

    Mehr zum Thema: Frau wird nicht schwanger, weil sie versehentlich jahrelang Analsex hatte

    Als sie zurückkam, habe sie aber nicht ihren Freund im Bett liegen sehen – sondern einen gemeinsamen Freund des Pärchens. Die Studentin sagte:

    “Ich war total verzweifelt und wusste nicht, was los war.”

    Das Paar zeigte den Freund wegen Vergewaltigung an

    Zunächst habe Finney alles für einen schlechten Scherz gehalten und sei zu ihrem Freund in ein anderes Zimmer gelaufen. Doch der wusste von nichts. Er habe zu ihr gesagt, dass er bereits drei Stunden zuvor das gemeinsame Bett verlassen hatte, um alleine zu schlafen.

    Das Paar zeigte den gemeinsamen Freund wegen Vergewaltigung an. Nach fast einem Jahr Rechtsstreit fiel im vergangenen Oktober das Urteil. Der junge Mann wurde freigesprochen.

    Juristisch gesehen hatte Finney nämlich dem Sex zugestimmt. Im US-Bundesstaat Indiana gibt es kein Gesetz, das verbietet, durch Betrug, Täuschung oder Identitätswechsel zum Sex zu verleiten, wie “Buzzfeed” berichtet.

    Für Finney nimmt der Albtraum somit kein Ende. Die junge Frau sagte über den Gerichtsprozess:

    “Ich war total sauer. Ich hatte das Gefühl, ein Jahr meines Lebens verschwendet zu haben, um alles zu verarbeiten. Alle alten Wunden wurden immer und immer wieder aufgerissen. Ich hatte das Gefühl, dass alles, was ich gemacht hatte, umsonst war.”

    (ujo)


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    Horror-Unfall im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh: Ein 15-Jähriger ist bei lebendigem Leib in einem Keksofen verbrannt worden. Das berichtet die indische Tageszeitung “Deccan Herald”.

    Laut der Polizei habe der Schüler sich nur kurz in dem Ofen der Fabrik wärmen wollen, die seine Familie betreibt. Die Fabrik sei bereits abgesperrt gewesen, die Arbeiter hatten ihre Schicht beendet.

    Dann sei der Griff an der Innenseite des Ofens abgebrochen. 

    Quellen sagten der Zeitung demnach, dass der Junge im Inneren des heißen Ofens gefangen war. Ohne Griff konnte er die Tür nicht mehr öffnen.

    Mehrere Stunden später sei er mit schweren Verbrennungen gefunden worden – und im Krankenhaus verstorben. Nun erfolgt eine Obduktion. 


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    Im Video oben seht ihr die kompletten Umfrageergebnisse.

    ► Die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) zur neuen Parteichefin verschafft der CDU Rückenwind. Im nach dem Parteitag in Hamburg ermittelten RTL/n-tv-Trendbarometer legte die Union um 3 Prozentpunkte auf 32 Prozent zu und kann damit wieder die 30-Prozent-Marke überwinden.

    ► Unmittelbar vor dem Parteitag landete die Union noch bei 29 Prozent.

    ► Bemerkenswert: Die Grünen verlieren drei Prozentpunkte. Bei allen anderen Parteien ändert sich nichts. Es scheint also, als würde AKK vor allem Grünen-Wähler ansprechen.

    ► Fast die Hälfte der Wahlberechtigten (46 Prozent) hält die Wahl von AKK zur CDU-Chefin für “eine gute Lösung”. Nur 28 Prozent der Befragten zeigen sich enttäuscht – 24 Prozent wäre Friedrich Merz, 4 Prozent Jens Spahn lieber gewesen.

    Eine repräsentative Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey für “Spiegel Online” belegt, dass vor allem Anhänger der Grünen und der Union aber auch der SPD und der Linken den Wahlausgang mehrheitlich positiv bewerten.

    Ganz anders die FDP- und AfD-Wähler: 80,3 beziehungsweise 88,8 Prozent bewerten ihn negativ. 

    Wie die Wahl Kramp-Karrenbauers die anderen Parteien beeinflußt:

    Viele Beobachter sehen in der Wahl Kramp-Karrenbauer eine Beibehaltung des jetzigen CDU-Kurses von Kanzlerin Angela Merkel. Die fischte regelmäßig im sozialdemokratischen Milieu (Mindestlohn) und schliff einige konservative Werte (Homo-Ehe). 

    Vor allem die FDP, aber auch die AfD dürften deshalb aufatmen. Anders als im Falle einer Wahl des wirtschaftsliberalen Kandidaten Friedrich Merz, bleibt gerade für die Liberalen nun mehr Bewegungsfreiheit. 

    “Die FDP steht vor der Schwierigkeit, sich einerseits als rechtsstaatliche Alternative zur Union darzustellen, sich aber andererseits stark genug von der AfD abzugrenzen”, sagte Demoskop Peter Mannott der HuffPost. Das könnte nun gelingen. 

    Auf der anderen Seite dürfte es der SPD auch weiterhin schwierig fallen, sich innerhalb der GroKo gegenüber der Union abzusetzen und eigene Akzente zu setzen. Bei Merz oder auch Spahn als neuen CDU-Chef hätten die Sozialdemokraten deutlicher an Profil gewonnen.

    Andererseits könnten die Wählersympathien für AKK auch andeuten: Viele Grünen-Anhänger stehen einer künftigen Koalition mit der Union unter einer Kanzlerin Kramp-Karrenbauer offen gegenüber – bei Merz oder Spahn wäre die Ablehnung wohl deutlich höher.

    (mf / lp)


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    In einer Flüchtlingsunterkunft in Köln ist am Montagmittag ein toter Säugling gefunden worden. Laut der “Rheinischen Post” soll eine Gewalttat vorliegen.

    Mehr in Kürze.


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    Hartz-IV-Empfängern, die ihren Pflichten nicht nachkommen, drohen Leistungskürzungen. Nun soll das Bundesverfassungsgericht klären, ob diese Sanktionen Grundrechte verletzen.

    ► Der Erste Senat hat für den 15. Januar zu der Frage eine Verhandlung angesetzt, wie das Gericht am Montag in Karlsruhe mitteilte. Das Urteil wird erfahrungsgemäß einige Monate später verkündet.

    Anlass ist der Fall eines Hartz-IV-Empfängers, dem das Jobcenter Erfurt in zwei Stufen die Leistungen gekürzt hatte: erst um 30 Prozent des Regelbedarfs, als er ein Jobangebot ablehnte; dann um 60 Prozent, weil er einen Gutschein zur Erprobung bei einem Arbeitgeber nicht eingelöst hatte.

    Darum prüft das Bundesverfassungsgericht Hartz-Sanktionen:

    Die Klage des Mannes ist beim Sozialgericht Gotha anhängig. Die Richter dort halten die Sanktionen in Höhe von zunächst 117,30 Euro und dann 234,60 Euro für verfassungswidrig.

    Sie sehen unter anderem das Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum verletzt und haben deshalb Karlsruhe um eine Prüfung gebeten. 

    Eine erste Vorlage aus Gotha hatten die Verfassungsrichter 2016 aus formalen Gründen zurückgewiesen. Schon damals hieß es aber in ihrem Beschluss, dass “durchaus gewichtige verfassungsrechtliche Fragen” aufgeworfen würden. Das Sozialgericht versuchte es daraufhin ein zweites Mal mit einer nachgebesserten Vorlage.

    Was ihr noch über Hartz IV und die Sanktions-Debatte wissen müsst: 

    Bereits seit Jahren wird das Hartz-IV-System kritisch diskutiert. Seit einigen Monaten fordern zahlreiche Parteien eine Reform des Systems – darunter auch die SPD und die Grünen.

    Hartz IV war im Zuge der Agenda 2010 unter Bundeskanzler Gerhard Schröder von beiden Parteien eingeführt worden. Nun hat SPD-Chefin Andrea Nahles vor Kurzem eine “Sozialstaatsreform 2025” angekündigt. Dazu erklärte sie: “Wir werden Hartz IV hinter uns lassen.”

    Aus Sicht von Nahles müsse die neue Grundsicherung ein Bürgergeld sein. Die Leistungen müssten klar und auskömmlich sein, Sanktionen sollen weitgehend entfallen.

    (mf)


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    Es ist der Fluch der SPD seit Jahren. Was die SPD macht, sie macht es falsch. Kaum hatte Andrea Nahles mal etwas gefordert, was viele Menschen in Deutschland richtig finden, nämlich Hartz IV grundlegend zu reformieren.

    Kaum stand der Satz “Wir müssen Hartz IV hinter uns lassen“ in den Schlagzeilen, schon höhnten Kritiker von allen Seiten des politischen Spektrums.

    Wir von “The Buzzard” haben uns die kritischen Kommentare in der deutschen Medienlandschaft genauer angeschaut. Hier ein paar Beispiele, die uns besonders aufgefallen sind:

    Die SPD “wildert im Wahlprogramm der Linken“ auf ihrer “verzweifelten Suche nach Themen“, schreibt Manuel Kugler von der “Nürnberger Nachrichten”. Die CDU stimmte freudig in den Chorus mit ein: “Solche Vorschläge sind hoch gefährlich und schaden der Zukunft unseres Landes“, meinte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Gespräch mit der Zeitung “Welt”.

    Das Argument dieser Kritiker: Die SPD fordere nur, Hartz IV abzuschaffen, um Wählerstimmen links der Mitte zu gewinnen. Man könne Mängel im System besser mit klugen Reformen beheben.

    Überhaupt sei unklar, was Alternativmodelle zu Hartz IV tatsächlich bewirken würden. In anderen Worten: Hartz IV abschaffen ist Populismus.

    Was kann man diesen Kritikern entgegnen? Wir von “The Buzzard” haben für euch die deutsche Medienlandschaft durchforstet und kommen zum Schluss: Es gibt fünf gute Gründe, warum es richtig ist, jetzt über eine grundlegende Abschaffung von Hartz IV zu diskutieren – und eben nicht nur über eine Reform: 

    1. Weil Deutschland diese Debatte braucht

    5,7 Millionen Menschen leben in Deutschland von Hartz IV. Das ist eine ganze Menge. Über zwei Millionen Kinder und Jugendliche wachsen mittlerweile mit Eltern auf, die auf Hartz IV angewiesen sind. In machen Bundesländern wie Bremen ist es jedes dritte Kind.

    Und der Großteil der Deutschen ist der Meinung, dass das System, so wie es derzeit aufgestellt ist, nicht funktioniert. Laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend finden 75 Prozent der Deutschen dass man Hartz IV grundlegend reformieren sollte und – noch bemerkenswerter – dass es gut ist, dass ausgerechnet die SPD das fordert.

     

    Ist es deshalb populistisch, wenn die SPD nun für die Abschaffung plädiert? Nein, denn es handelt sich hier um eine Debatte, die viele Menschen in diesem Land zumindest indirekt betrifft. Und die deren Gemüter bewegt. Durch die Forderung der SPD wird nun seit Wochen in Deutschland grundlegend über Alternativen zu Hartz IV diskutiert:

    In den großen Medien, im Fernsehen, im Bundestag. Das ist gut, weil es bedeutet, dass das Ungerechtigkeitsgefühl von Millionen Menschen in Deutschland nun nicht mehr einfach ignoriert werden kann.

    Auch interessant:Wie Hartz-IV-Alternativen im Ausland funktionieren

    2. Weil Hartz IV ein Bürokratiemonster ist

    Der Journalist Thomas Öchsner von der “Süddeutschen Zeitung” schreibt: “Hartz IV hat sich zu einem Bürokratiemonster entwickelt, das es in dieser Form nur in Deutschland gibt.“

    Damit meint er: Hartz IV ist zu kompliziert. Es gibt tausend Faktoren, die für den Grundbedarf berechnet werden.

    Das führt dazu, dass 60-000 Jobcenter Mitarbeiter damit beschäftigt seien, statt ihre Arbeitszeit in die wichtige individuelle Betreuung der Arbeitslosen zu stecken, die dicken Akten der Hartz-IV-Haushalte zu befüllen und in ausladenden Tabellen Cent-Beträge hin- und herzuschieben.

    Öchsner schreibt: “Die durchschnittliche Akte eines Hartz-IV-Haushalts ist etwa 650 Seiten dick. Selbst für die Frage, welchen Zuschuss es extra gibt, wenn sich ein Haushalt über einen Boiler elektrisch und getrennt von der Heizung mit Warmwasser versorgt, existieren Regelkataloge, fein gestaffelt nach Altersstufen. Ältere Kinder erhalten ein paar Cent mehr - weil die sich ja häufiger duschen.“

    Das Argument hinter diesem Beispiel: Hartz IV ist zu einem absurden System herangewachsen. Da reichen Reformen nicht, es braucht einen Neuanfang. 

    Mehr zum Thema: Die absurde Bürokratie hinter Hartz IV

    3. Weil Hartz IV Menschenrechte missachtet

    ARD-“Monitor” hat herausgefunden: Die Regierung rechnet den Hartz-IV-Regelsatz nach unten. Und zwar seit Jahren. Eigentlich war geplant, dass sich der Regelsatz an den unteren 20 Prozent der Gesellschaft orientieren soll. So viel, wurde entschieden, sollte gewährleistet sein, um Menschen in Deutschland ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum zuzusichern.

    Diese Berechnung verteidigte die Bundeskanzlerin noch dieses Jahr öffentlich. Was sie verschweigt: Seit 2011 wurde die Berechnungsgrundlage geändert. Es gelten nicht mehr die unteren 20 Prozent, sondern lediglich die unteren 15 Prozent der Bevölkerung als Berechnungsgrundlage.

    Statt 571 Euro, bekommen Hartz-IV-Empfänger deshalb nun nur noch 416 Euro im Monat. Das ist niedriger als das eigentlich beschlossene Existenzminimum. Viele Journalisten und Blogger in Deutschland halten das für eine Frechheit. Die Debatte um Hartz IV könnte Anlass geben, die Sätze wieder fairer zu berechnen.

    Auch interessant:Warum Hartz IV vielen Jugendlichen in Deutschland die Möglichkeit verbaut, ein Studium aufzunehmen  

    4. Weil Hartz IV nicht den Menschen hilft, sondern der Statistik

    Die “Süddeutsche Zeitung” schreibt: Über Jahre hinweg hat die Bundesagentur für Arbeit schnelle Ergebnisse gefordert. Das führte dazu, dass in den vergangenen Jahren viel Geld darin geflossen ist, Menschen in kurzfristige Schulungen zu stecken, damit sie in der Zeit der Schulung nicht arbeitslos gemeldet sind und “die Statistik schöner aussieht“, so die Süddeutsche.

    Das Ergebnis: Wenig Geld wird investiert, um Langzeitarbeitslose in denen Bereichen zu schulen, die tatsächlich zu ihren individuellen Fähigkeiten passen. Dementsprechend erfolglos ist das Hartz-System auch darin, Langzeitarbeitslose zu vermitteln: Jeder fünfte Hartz-IV-Empfänger ist seit 10 oder mehr Jahren arbeitslos.

    Mehr zum Thema:Die wichtigsten Fakten zu Hartz IV im Überblick

    5. Weil Hartz IV stigmatisiert

    Wohl kein anderer Begriff aus der Bürokratie hat so stark Einzug in die Umgangssprache der Deutschen gefunden. Hartz IV verstehen viele als Synonym für Armut, für Unterschicht und für soziale Isolation. Das Verb “hartzen“ und die Bezeichnung “Hartzer“ versteht jeder Teenie.

    Gemeint ist faulenzen und rumhängen.

    Hartz IV stigmatisiert. Und dieses Stigma führt bei vielen Betroffenen zu Passivität. Das hat eine Studie der Universität Jena jüngst herausgefunden: Hartz IV sei “vergleichbar mit dem schwarzer Hautfarbe im Süden der USA“, sagt der Jenaer Arbeitssoziologe Klaus Dörre.

    Viele fühlen sich gelähmt, wenn sie erstmal in der Kategorie Hartz IV gelandet sind, sie verlieren das Selbstvertrauen und das soziale Ansehen. Die Abschaffung von Hartz IV würde auch bedeuten, dieses längst überfällige Stigma loszuwerden und Klischees zu überwinden. Zeit, dass darüber gesprochen wird.

    Auch interessant: Warum es ungerecht wäre, wenn wir Hartz IV abschaffen würden

    Zu jeder Debatte gehören zwei Seiten. Auf TheBuzzard.org zeigen wir aktuell die wichtigsten Positionen von Experten, Politikern, Bloggern und Journalisten zur Hartz-IV-Debatte im Überblick. Nicht alle sehen Hartz IV kritisch. Ihr wollt wissen warum?

    Schaut auf TheBuzzard.org.


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    Ein 21-Jähriger wurde erst kürzlich von mehreren Männern beleidigt und verprügelt. (Symbolbild)

    Der 21-jährige Noah S. war vergangenen Samstag um 14.20 Uhr mit der Münchner U-Bahn unterwegs, als er von mehreren Männern beleidigt und verprügelt wurde. Doch geholfen habe niemand, so der Vorwurf des Mannes. Hier erzählt er seine Geschichte.

    Am Samstagnachmittag wollte ich meine Familie in München besuchen und musste als Nicht-Fußball-Interessierter feststellen, dass ein Fußballspiel anstand. Bedeutet: Die U-Bahn war voll mit besoffenen, grölenden und Bier verschüttenden Fans.

    Zwei Fußball-Fans zu mir: “Verpiss dich und steig aus, wenn es dich stört”

    Ich stieg in eine Bahn ein. Dann fingen zwei FC-Nürnberg-Fans an, irgendeinen Fußballsong zu grölen. Die beiden vermutlich Mitte 20-Jährigen brüllten mir dabei direkt ins Ohr.

    Also drehte ich mich um und bat sie, damit aufzuhören. Doch die beiden Männer meinten nur: “Verpiss dich und steig aus, wenn es dich stört.”

    Ich habe die Schnauze voll von betrunkenen Fußballfans, die öffentliche Verkehrsmittel regelmäßig zu No-Go-Areas machen und die niemand in ihre Schranken weist. Also habe ich geantwortet, dass sie sich benehmen müssten, wenn sie in der U-Bahn mitfahren wollen.

    Einer der Nürnberg-Fans fing dann an, mich LGBT-feindlich zu beleidigen. Er machte Sprüche zu meinem Aussehen und bezeichnete mich als “Transe”.

    Danach entwickelte sich ein Wortgefecht zwischen mir und insgesamt vier Nürnberg-Fans. Ich wollte es nicht einfach hinnehmen, dass ich in München, noch dazu im Jahr 2018, in einer vollen U-Bahn beleidigt werde und niemand etwas dagegen tut.

    Vier Männer prügelten auf mich ein – und keiner half mir

    Ich gab einem Fan, der mich beleidigte, Kontra – doch plötzlich schlug er mir ins Gesicht. Ich versuchte, ihn von mir wegzustoßen. Doch dann gingen alle vier Nürnberg-Fans gleichzeitig auf mich los. Sie schlugen mit ihren Fäusten gegen meinen Kopf und traten mich.

    Ich wusste nicht mehr, wo oben und unten ist, versuchte mich aber dennoch zu wehren. Als ich spürte, wie eine Bierflasche auf meinem Kopf zersprang, wurde mir schwarz vor Augen – und ich ging zu Boden.

    Doch das interessierte die Angreifer nicht: Ich spürte, wie sie weiter auf mich einprügeltenDie U-Bahn war voll mit kräftigen, erwachsenen Männern. Denen habe ich etwas zu sagen: Ihr habt nur dabei zugesehen – schämt euch!

    Als die vier Männer dann irgendwann von mir abließen und die U-Bahn-Türen aufgingen, zogen mich zwei zirka 17-, 18-jährige Unbekannte aus der Bahn hinaus.

    Mir gelang es zwar noch, schnell ein Video der Angreifer zu machen, bevor die U-Bahn abfuhr, doch ich weiß nicht, ob die Polizei die Männer findet.

    Denn auf die Münchner Verkehrsgesellschaft ist kein Verlass. In der U-Bahn befanden sich nämlich keine Kameras. Danke, MVG. Danke, dass ihr es nicht schafft, in allen U-Bahnen Kameras zu installieren und damit die Chance, diese Typen zu finden, dadurch um ein Vielfaches geringer ist.

    Alle Menschen, die nur zusahen und nicht halfen, tragen Mitschuld

    Im Krankenhaus sagte mir der Arzt, dass ich großes Glück hatte: Ich war mit einem abgebrochenen Schneidezahn, ein paar Prellungen und einer leichten Gehirnerschütterung davongekommen.

    Wenn mich die Bierflasche an der falschen Stelle getroffen hätte, dann wäre vermutlich Schlimmeres passiert.

    Und alle Menschen, die in der U-Bahn waren, hätten sich mitschuldig gemacht. Weil sie nicht fähig waren, mir zu helfen. Und nur dabei zusahen, was mit mir geschah.

    Ich habe schon einige Situationen erlebt, in denen alle weggeschaut haben.

    Eine Frau wurde in einer vollen Tram belästigt und angebrüllt – doch niemand hat etwas dagegen getan. Ich habe einen Menschen am Hauptbahnhof reglos auf dem Boden liegen gesehen – und alle anderen sind an ihm vorbeigegangen.

    Wenn meiner Familie oder meinen Freunden irgendetwas in der Öffentlichkeit passiert, dann kann ich mich einfach nicht darauf verlassen, dass ihnen geholfen wird. Egal wie viele Menschen um sie herumstehen. Denn mir hat es auch nicht geholfen.

    Deutschland ist für mich ein Land ohne Zivilcourage

    Ich kann hier nur von meinen persönlichen Erfahrungen sprechen, aber für mich ist Deutschland ein Land ohne Zivilcourage. Wenn ein junger Mann in einer vollen U-Bahn von vier Typen zusammengeschlagen werden kann, dann läuft in diesem Land einiges falsch. Aber Fotos machen und Einsatzkräfte blockieren – das können die Menschen.

    Wir müssen verstehen, dass wir in unserer Gesellschaft nicht nur eine Verantwortung für unsere Familien oder Freunde tragen, sondern für all unsere Mitmenschen! Wir müssen uns darauf verlassen können, dass wir uns in der Not gegenseitig helfen und nicht tatenlos zu sehen! Ich kann kein Gerede über “Leitkultur” und unsere tollen Werte ernst nehmen, solange das, was mir passiert ist, in Deutschland passieren kann.

    (kiru)


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    Vieles verändert sich derzeit zu schnell, zu stark, zu umfassend. Jeder ist betroffen und jeder ist beteiligt. Meine 11 Thesen für die digital-agile Arbeitswelt von morgen zeigen nur einen Ausschnitt von all dem, was neu gestaltet werden muss und wird.

    Alle, die noch mehr als 5 Jahre in (klassischen) Arbeitsverhältnissen stehen, werden diese Entwicklungen erleben. Einige allerdings deutlich intensiver als andere, schon allein, wegen ihrer besonderen Rolle und deren Bedeutung für diese Entwicklung. Ich meine die Führungskräfte (aller Ebenen), die in ihrem (nicht)tun und (nicht)handeln schon jetzt signifikant Einfluss darauf nehmen, wie Organisationen ihren Weg in diese Zukunft finden. Und dabei ist es vollkommen unerheblich, ob das Top-Changethema im Unternehmen Digitalisierung, Agilität, neue Geschäftsmodelle oder (schon) Arbeiten 4.0 / new work lautet oder mit einem andern der tausend aktuellen Buzzwords beschrieben wird.  

    Es ist vor allem der sich, mit und nach den Transformationen vollziehende signifikante Wandel der Unternehmenskultur(en), notwendigerweise oftmals hin zu einem TATSÄCHLICH besseren miteinander und erfolgreicherer Zusammenarbeit, der weiterhin ganz direkt davon abhängig ist, wie Führung verstanden und (vor)gelebt wird. Hier entscheidet sich, ob eine Transformation gelingt – und nicht im PMO oder im Steering Board.

    „Gute Zusammenarbeit“, so ausgelutscht und abgedroschen dieses Thema nach all den Jahren einer von oben nach unten gedachten Interpretation von „zusammen“ sein mag, gewinnt rasant an Bedeutung. Doch „gute Zusammenarbeit“ entsteht nicht von selbst. Sie „passiert“ nicht einfach so. Wer gut miteinander arbeiten will, braucht mehr als Lust an der Sache und ein gemeinsames Ziel. 

    Den Boden für ein solches miteinander zu bereiten, ist eine immense Herausforderung! ABER, sie ist auch ein noch größere Chance, denn wo mit mehr Klarheit, mit mehr Vertrauen, mit mehr Zuversicht, mit mehr Engagement gearbeitet wird, da stimmen sowohl die Zahlen, als auch die Qualität und es entsteht der Wunsch gemeinsam erfolgreich Zukunft zu gestalten.

    Führung (neu) verstehen 

    Das Rollenbild von Führung hat sich bereits in den letzten Jahren stark gewandelt. Gute, zeitgemäße Führung findet immer mehr auf individueller Ebene statt, geht auf die Stärken der Mitarbeiter ein und versucht Potenziale zu heben. Dennoch sind alte Führungsmuster noch weit verbreitete und neue Erkenntnisse und Impulse kommen bislang kaum an.

    Dennoch: Das Verständnis von „Führung“ wird sich in den nächsten Jahren in ähnlich großem Umfang verändern (müssen), wie eine andere Basistechnologie in Unternehmen: das Management. In beiden Bereichen gilt es, die Entwicklungen einer immer komplexeren und dynamischeren Welt (endlich) umfassend wahrzunehmen, zu interpretieren und darauf zu reagieren. Der wohl fundamentalste Wandel ist der Schritt in der Selbstwahrnehmung von „Management“, weg von einem Rollenverständnis als „Mission Control“ und zentraler Steuerung, hin zum Ausgestalter der notwendigen Rahmenbedingungen und damit der Zukunft. 

    Teil und Folge dieser Rahmenbedingungen und einer stärkeren Ausrichtung auf die Anforderungen und Arbeitsbedingungen der Zukunft wird es sein, dass sich die Rolle von Führung verändert. Durch mehr Markt- und Kundennähe, durch neue Entscheidungsprozesse und weniger Overhead, fallen viele heutige Aufgaben zukünftig weg und werden durch andere, in ihrer Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens deutlich wichtigere, ersetzt. 

    Abstrakter Kern und konkretes Tun

    Die im ersten Moment abstrakt anmutenden Kernaufgaben von Führung werden es sein, 

    • den Rahmen der Organisation zu etwas (er)lebbarem auszugestalten,
    • eine gemeinsame Klarheit und ein gemeinsames Bewusstsein für die kulturellen Werte zu schaffen,
    • die sich daraus ableitenden sozialen Normen zu erkennen und mitzugestalten
    • und vor allem Hüter und manchmal auch Verteidiger der damit entstehenden gemeinsamen Reputation, der Innen- und Außenwahrnehmung zu sein.   

    Die Aufgaben, die dahinter stecken, sind klingen weit weniger abstrakt und können, sofern der die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit tatsächlich in zielführender Form gegeben sind, schnell umsetzen werden.

    Grundlegend ist der Umgang mit denjenigen sozialen Normen, die die Interaktionen mit Kollegen und Kunden, mit dem gesamten Umfeld prägen. Diese sind, wie viele der in Unternehmen bestehenden Normen und mentalen Modelle dieser Art, oft unklar und wenig explizit. Deren Kern herauszuarbeiten, die wenigen, wirklich wichtigen zu erkennen, einfach zu formulieren und leicht verständlich zu machen, ist wohl der – auf Basis heute gelebter Führung – herausforderndste Teil. Dabei geht es (oft) um ganz einfache Prinzipien: „Wir sind gehen ehrlich miteinander um“ kann eine solche Norm sein oder „wir begegnen einander immer mit Respekt“ oder „wir sprechen Unstimmigkeiten direkt und zielgerichtet an“.

    Doch jede (soziale) Norm ist die in sie investierte Zeit nicht wert, wenn sie leicht(fertig) gegen sie verstoßen werden kann. Auch wenn der Prozentsatz derjenigen, die sich über solche gemeinsam festgelegten, grundlegenden Normen hinwegsetzen gering ist, so ist es wichtig gleich zu Beginn geeignete Sanktionen zu definieren und – vor allem! – diese auch konsequent umzusetzen. Geschieht dies nicht, warum und bei wem auch immer, kann und sollte die Regel für alle wieder abgeschafft werden, denn wirksam ist sie ab diesem Moment (wahrscheinlich) nicht mehr.

    Gerade im Zusammenhang mit diesen Normen besitzen Führungskräfte, heute, wie morgen eine Vorbildfunktion. Was und wie sie damit, etwa mit grundlegenden Werten wie Toleranz, Fairness und Respekt umgehen, bestimmt in großem Maße, wie diese im (restlichen) Unternehmen gelebt werden. Die Führungskräfte sind es, die den Interpretationsrahmen aufspannen, die sie verständlich machen und die Handhabung aufzeigen sollen und müssen.  

    Aufgabe mit täglich wachsender Bedeutung

    Neben dieser wichtigsten Aufgabe gibt es eine lange Liste weiterer (Teil)Aufgaben und Veränderungen. Führung wird immer individueller und damit auf der persönlichen Ebene wichtiger. Führung wird immer mehr daraus bestehen Vernetzung zu fördern, das Gesamtbild des Unternehmens in das Selbstwirksamkeitsbild der Mitarbeiter zu übersetzen, ihnen ihren Wertbeitrag aufzuzeigen, Wertschätzung sichtbar zu machen und ihre Stärken zu erkennen und nutzbar zu machen. Mehr dazu habe ich z.B. schon im Kontext „digitalem Leadership“ beschrieben. 

    (Nur) Unternehmen, denen es gelingt, ein gesundes Miteinander zu etablieren, werden in der Lage sein, Lösungen für die weiter wachsenden Problemstellungen zu finden. Nur die Nutzung allen sozialen und kognitiven Potenziale im Unternehmen, die ALLER Mitarbeiter und (idealerweise) Stakeholder, wird dazu befähigen, Angst zu nehmen und Zuversicht und Perspektive aufzubauen. Den Rahmen dazu muss Management gestalten, ihn mit Leben zu füllen ist und bleibt Führungsaufgabe. Eine Aufgabe, deren Bedeutung und Anerkennung täglich wächst! 


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    Ein weiterer rabenschwarzer Brexit-Tag für Theresa May: Die britische Premierministerin musste am Montag gleich zwei Tiefschläge einstecken:

    Zum einen vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGh) in Luxemburg, wo es zu einem folgenschweren Urteilsspruch kamLondon könnte den für 2019 angekündigten Brexit noch einseitig und ohne Zustimmung der übrigen EU-Länder stoppen.

    Der Exit vom Brexit, auf den ein Teil von Mays Kontrahenten und die Mehrheit der britischen Bevölkerung hofft, ist damit wieder auf dem Tisch. Und könnte die politischen Aussichten der Tory-Politikerin an der Regierungsspitze weiter verdüstern. 

    Zum anderen musste May die eigentlich für Dienstag anberaumte Abstimmung über ihren Brexit-Deal verschiebenDenn eine Mehrheit hat sie derzeit offenbar nicht.

    Wie geht es weiter – und was passiert, wenn May den Kampf um ihren Deal wirklich verliert?

    Wie sind die Aussichten, dass May bald eine Mehrheit zusammenbekommt?

    Schlecht.

    Etwa 20 konservative Abgeordnete haben bereits öffentlich erklärt, dass sie gegen die Vereinbarung über die Konditionen des Brexits stimmen werden, 45 haben gesagt, dass sie zumindest nicht dafür stimmen werden, und mehr als 20 haben betont, dass sie damit unzufrieden sind.

    Sie beschweren sich, dass das Vereinigte Königreich durch die Abmachung zu eng mit der EU verbunden bliebe. Und sie behaupten, dass May den Brexit nur auf dem Papier vollziehen will. 

    Da May keine eigene Mehrheit im Parlament hat, wird sie sich auf die Unterstützung der Oppositionsparteien verlassen müssen.

    Der Verbündete der Minderheitsregierung der Premierministerin, die nordirische Kleinpartei DUP, hat bereits starke Bedenken geäußert. Aus ihrer Sicht birgt die Vereinbarung die Gefahr, dass die komplette Insel Irland (samt Nordirland) vom Handelsgebiet des Festlandes getrennt wird.

    Die Labour Party, die stärkste Oppositionskraft, hat es ebenfalls abgelehnt, die Brexit-Vereinbarung von May zu billigen. Die Partei äußert Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Arbeitsplätze und in der Causa Nordirland.

    ► Fazit: Dass May 320 der 639 stimmberechtigten Abgeordneten auf ihre Seite bringt, ist momentan höchst unwahrscheinlich.

    Welche Änderungen werden gefordert?

    Bei der Abstimmung – oder den Abstimmungen – wird es um mehr gehen als um die Details des britischen EU-Austritts.

    ► Labour hat einen Änderungsantrag vorgelegt, in dem dargelegt wird, wie die Abgeordneten “jede Option” verfolgen werden, die verhindert, dass das Vereinigte Königreich die EU zu Mays Bedingungen oder sogar ohne jeglichen Deal verlässt.

    Es scheint sich sogar eine parteiübergreifende Front gegen die Möglichkeit zu bilden, dass London die EU ohne Abkommen verlässt – was im Volksmund als “Crashing Out” bezeichnet wird.

    Tatsächlich haben die Abgeordneten am ersten Tag der Debatten bereits für einen Antrag gestimmt, der den Abgeordneten erlaubt, die Minister für das weitere Vorgehen anzuweisen, wenn Mays Deal abgelehnt wird.

    Was passiert, wenn May die Abstimmung gewinnt?

    Schafft es May tatsächlich durch das Verschieben der Abstimmung weitere Abgeordnete auf ihre Seite zu bringen, was unwahrscheinlich scheint, könnte das Brexit-Gesetz schon zu Weihnachten ins Parlament eingebracht werden. 

    Auch wenn dann noch immer nicht sicher ist, ob das Gesetz angenommen wird, würde ein geordneter EU-Austritt näher rücken.

    Was passiert, wenn May die Abstimmung verliert?

    Schmettert das Parlament Mays Brexit-Deal ab, könnte ihre Zeit als Premierministerin vorbei sein. Oder doch nicht?

    Das ist zwar eine wahrscheinliche Option, aber es ist nicht die einzige. Insgesamt gibt es acht denkbare Szenarien:

    ► 1. Sie könnte es noch einmal versuchen

    Das allerdings hängt von der Höhe ihrer Niederlage ab.

    Die Europäische Union hat darauf bestanden, dass es sich um ein Abkommen handelt, das nicht neu verhandelt werden kann.

    Aber wenn sie mit der Drohung eines katastrophalen Brexits ohne Deal und nach einer knappen Niederlage konfrontiert wird, könnte May versuchen, einige kosmetische Änderungen in Brüssel vorzunehmen, um damit eine zweite Abstimmung zu gewinnen.

    ► 2. Theresa May tritt ab

    Eigentlich hat sie selbst darauf bestanden, dass sie unabhängig vom Ergebnis als Premierministerin weitermachen wird. Aber bei einer Niederlage in einer Größenordnung von 200 Stimmen – also einer Rebellion zahlreicher eigenen Abgeordneten – könnte ein Rückzug der eleganteste Ausweg sein.

    ► 3. Ein konservativer Aufstand

    Die konservativen Abgeordneten, die sich dem Deal von May am entschiedensten widersetzen, haben es bislang versäumt, May zu verdrängen. Sie kämpfen noch darum, genügend Unterstützung zu finden, um eine Schlacht um die Führung loszutreten.

    Sie können auf zusätzliche Fürsprecher hoffen, sollte eine erste Abstimmung scheitern.

    ► 4.  Zweites Referendum

    Ja, eine Option, wäre es, die Öffentlichkeit zu befragen.

    May schließt das bislang aus, Labour unterstützt die Idee – aber nur, wenn es keine vorgezogenen Parlamentswahlen gibt.

    Das Vorhaben würde möglicherweise eine Verlängerung des Zweijahreszeitraums erfordern, der den Rahmen für einen Brexit-Deal absteckt, aber selbst ein hochrangiger Konservativer glaubt, dass bis Ende Mai ein weiteres Referendum durchgeführt werden könnte.

    ► 5. May ruft Neuwahlen aus

    Der Plan “Ave Maria”:  Die Premierministerin könnte hoffen, dass die Wähler an der Wahlurne ihren Plan unterstützen. Ihre Tory-Kollegen sind aber bestrebt, diesen Weg zu vermeiden, nachdem die Wahlen 2017 zu einem Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse und einer wiederauflebenden Labour Party unter Jeremy Corbyn geführt haben.

    ► 6. Labour versucht, eine Wahl zu erzwingen

    Als Opposition müsste die Arbeitspartei ein Misstrauensvotum gegen die Premierministerin im Parlament gewinnen.

    Dazu müsste sich aber die DUP und eine Gruppe von Tory-Rebellen auf die Seite von Corbyn stellen, was zumindest aktuell unwahrscheinlich erscheint.

    ► 7. No-Deal Brexit

    Eine Reihe von schrecklichen Warnungen, besonders hart formuliert von der Bank of England, deuten darauf hin, dass die Auswirkungen eines Austritts aus der EU ohne ein Abkommen am 29. März einer Katastrophe gleichkommen könnten.

    Einige Euroskeptiker der Tory-Partei sagen, dass vieles davon Übertreibung sei. Wenn alles andere scheitert, werden wir erfahren ob sie wirklich recht haben.

    ► 8. Überhaupt kein Brexit

    Die unwahrscheinlichste Aussicht, aber eine, die seit Dienstag plötzlich wieder auf dem Tisch liegt. Der Europäische Gerichtshof erklärte, dass das Vereinigte Königreich einfach seine Meinung ändern und Brexit aufgeben könnte – ohne die Zustimmung der 27 anderen EU-Staaten zu benötigen. London muss also nur wollen.

    Der Artikel erschien zuerst in der HuffPost UK und von Lennart Pfahler aus dem Englischen übersetz und bearbeitet.

    (mf)


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    Ein Vertriebsmeeting ist wichtig um die aktuellen Informationen zwischen allen Beteiligten auszutauschen. Das kann flott ablaufen, aber auch viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn man nicht weiß, wie man ein effektives und effizientes Meeting abhält. Umso wichtiger ist es deshalb, es möglichst effizient zu gestalten. Meine Tipps und Tricks rund um die Organisation eines erfolgreichen Vertriebsmeetings finden Sie hier.

    Der erste Schritt: Zeitfresser identifizieren und eliminieren

    Haben Sie bei Ihren Vertriebsmeetings regelmäßig das Gefühl, dass Sie die angesetzte Zeit nicht effizient nutzen? Damit sind Sie nicht alleine. Viele Verantwortliche sind oftmals in alten Mustern festgefahren, die früher vielleicht mal sinnvoll waren, aber seit langer Zeit nicht mehr hinterfragt wurden. Nehmen Sie deshalb zu allererst den Ist-Zustand Ihrer Vertriebsmeetings unter die Lupe. Fragen Sie sich, welche Tagesordnungspunkte wirklich nötig sind – und ziehen Sie ehrliche Konsequenzen aus der Analyse.

    So ist beispielsweise die beliebte Besprechung des Forecasts in den meisten Fällen völlige Zeitverschwendung. Die Informationen zum Forecast sollten allen Teilnehmer rechtzeitig vor dem Meeting vorliegen und gelesen werden. Warum die wertvolle synchrone Zeit dafür nutzen, Daten und Zahlen durchzugehen, die bereits jeder kennt? Sinnvoll wäre es an dieser Stelle lediglich auf offene Fragen einzugehen, die sich beim Studieren der Unterlagen ergeben haben. So kann viel Zeit eingespart werden, die an anderer Stelle gebraucht wird.

    Geben Sie dem Vertriebsmeeting eine gute Struktur

    Wie so oft gilt auch bei der Organisation eines Vertriebsmeetings: Mit einer guten Vorbereitung lässt sich vieles vereinfachen. Legen Sie als Verantwortlicher also eine sinnvolle Struktur fest und schaffen Sie die Bedingungen, die zur effizienten Abwicklung des Meetings von Nöten sind. Neben der Aufgabe, alle Meeting-Teilnehmer im Vorfeld mit den relevanten Informationen zu versorgen, spielt auch die Reihenfolge der zu bearbeitenden Tagesordnungspunkte eine entscheidende Rolle. So sollten zum Beispiel die oben erwähnten klärenden Fragen zum Thema Forecast ans Ende des Meetings gestellt werden. So können Sie davon ausgehen, dass alle Mitarbeiter sich kurz halten und sich auf das Wichtigste beschränken – schließlich möchte niemand das Ende eines Meetings unnötig herauszögern. Durch solche Tricks bleibt mehr Zeit für die wichtigen Aufgaben. Dabei können Sie auch ruhig mal neue Wege gehen.

    Die Routine durchbrechen und das Vertriebsmeeting aufwerten

    Bereits kleine Veränderungen bei der Gestaltung des Vertriebsmeetings können erstaunliche Ergebnisse erzielen. Wählen Sie zum Beispiel öfter mal einen anderen Raum für das Meeting. Der Ortswechsel sorgt dafür, dass alte Muster durchbrochen werden – neue Orte bringen neue Impulse und so entstehen oftmals ganz neue Denkansätze. Neben dem Umgestalten der Umgebung können auch neuartige Programmpunkte dabei helfen, Ihr Team zu inspirieren. Manche Vorschläge mögen vielleicht zunächst ungewohnt oder sogar albern wirken. Doch Ihr Mut zur Innovation kann einen enormen Effekt haben. Vier Methoden möchte ich Ihnen an dieser Stelle besonders ans Herz legen.

    1. Heldentaten

    In 120 Sekunden soll jeder Teilnehmer seinen größten oder beeindruckendsten Erfolg schildern. Wichtig hierbei ist: Die Präsentation soll so gehalten werden, dass man damit auch vor einem wichtigen Kunden auftreten könnte. Diese Übung verleiht Ihrem Team mehr Sicherheit für die nächste „echte“ Präsentation. Zudem können die Kollegen von den Erfolgsgeschichten der anderen lernen und ihre eigene Arbeitsweise verbessern. Davon profitiert am Ende das gesamte Unternehmen.

    2. Erkenntnisgeschenke

    Von dieser Technik profitieren sowohl die Kollegen als auch Sie als Leiter des Vertriebsmeetings. Jeder Teilnehmer hat fünf Minuten Zeit, um zu berichten, was er seit dem letzten Meeting mitgenommen hat und anschließend erfolgreich in seinem Arbeitsalltag anwenden konnte. Die Auswahl des Themas ist hierbei zweitrangig: Es kann sich um konkrete Methoden zum erfolgreicheren Verkauf handeln oder um den Umgang mit schwierigen Kunden. Der Lerneffekt ist hierbei besonders groß: Sie erfahren von Schwierigkeiten und Problemen, die Ihnen vielleicht nicht bewusst waren und können entsprechende Lösungen entwickeln und Unterstützung anbieten. Und die Kollegen lernen voneinander und motivieren sich gegenseitig.

    3. Vertriebssimulator

    Selbst die erfahrensten Piloten üben am Flugsimulator. Kein Pilot mag diese Prüfungssituation, aber sie haben akzeptiert, dass sie durch ihre Teilnahme einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit im Flugverkehr leisten. Schließlich können Sie über das Hilfsmittel Simulator Flugsituationen erleben, die man im richten Leben nicht nachstellen will.

    Ganz ähnlich ist die Simulation eines Verkaufsgesprächs. Hierbei schlüpfen alle Kollegen abwechselnd in die Rolle des Verkäufers und des Käufers und können so ihre Techniken und Methoden im sicheren Raum ausprobieren. Das direkte Feedback von Kollegen und Vorgesetzten hilft, die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen und Fehlerquellen zu eliminieren. Wenn in jedem Vertriebsmeeting 20 bis 40 Minuten eingesetzt werden, um solche simulierten Kundengespräche durchzuführen, kann sich das sehr schnell auf die Ergebnisse im Verkauf auswirken.

    4. Problemlösungssprint

    Wenn es eine konkrete Baustelle gibt, die übergreifend den gesamten Vertrieb betrifft, bietet sich ein Problemlösungssprint an. Hierbei wird ein durchaus komplexes Problem in weniger als einer Stunde gelöst. Allein durch diesen engen Zeitplan werden die Teilnehmer schneller als gewöhnlich  die wichtigen Punkte erkennen und bearbeiten. Das Team wird dafür in zwei Gruppen eingeteilt: Die „Abgeordneten“, die für den Kern der Problemlösung verantwortlich sind, und die „Aufsichtsräte“, die mit Kritik und Anregungen helfen sollen. Ein neutraler Moderator sorgt dafür, dass die Diskussionen gemäß den Regeln ablaufen und der Zeitplan eingehalten wird.

    Der Problemlösungssprint wird im fünf Abschnitte eingeteilt. In den ersten 15 Minuten diskutiert die Gruppe der „Abgeordneten“ die Eckpfeiler des Problems. Das Thema wird klar umrissen, Ist- und Wunsch-Zustand werden definiert. Dann sind die maximal fünf Aufsichtsräte dran. Jeder von ihnen bekommt eine Minute, um Kritik und Anregungen zur Diskussion der Abgeordneten zu geben. Dann erfolgt der zweite Durchgang der Abgeordneten. Sie können das kurze Feedback der Aufsichtsräte berücksichtigen und arbeiten an Ideen zur Problemlösung. Danach erfolgt die zweite Runde der Aufsichtsräte, die wieder ihr kurzes Feedback zum Inhalt und Ablauf der Diskussion geben. Im Anschluss bekommen die Abgeordneten dann noch einmal eine viertel Stunde Zeit, um einen Aktionsplan aufzustellen und das Ergebnis der Diskussion festzuhalten. Der Moderator dient dabei als Protokollant. Diese Art der Problemlösung scheint zunächst ungewöhnlich – jedoch konnte ich in der Vergangenheit erstaunliche Ergebnisse erzielen und für scheinbare unlösbare Probleme wurde innerhalb einer Stunde ein Lösungsweg entwickelt.

    Das Team ist entscheidend

    All diese Ansätze funktionieren natürlich nur, wenn Sie als Führungskraft voll dahinterstehen. Probieren Sie nichts aus, womit Sie sich nicht wohlfühlen – Ihr Team wird das sofort merken und nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit bei der Sache sein. Generell ist es sinnvoll, den Teamgedanken und Zusammenhalt zu stärken. Natürlich möchte jeder Verkäufer der Beste sein und die meisten Verkaufsabschlüssen vorlegen können. Doch im Konkurrenzkampf geht häufig viel Verbesserungspotenzial verloren. Achten Sie deshalb darauf, auch außerhalb des Meetingraums den Teamgeist zu stärken. Ein gemeinsamer Grillabend oder ein Ausflug reichen da schon manchmal aus. In einem starken Team, das zusammenhält und nicht nur die Ellenbogen ausfährt, kann jeder profitieren.


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    • Heidi Klum hat auf Instagram ein Foto gepostet, auf dem sie tiefe Einblicke gewährt. 
    • Der Post hat unter ihren Fans eine heiße Diskussion ausgelöst – wie ihr auch im Video oben seht. 

    Heidi Klum und ihr Freund Tom Kaulitz haben zusammen mit dessen Bruder Bill einen Weihnachtsmann besucht, genauer gesagt einen Weihnachtsmann-Darsteller. Von dem Besuch hat Heidi ein Foto schießen lassen, dass sie am Sonntag auf ihrem Instagram-Account postete. 

    Beim Betrachten des Fotos dürften die Augen einiger schnell auf Heidis Dekolleté gewandert sein. Der Grund: Heidis rechte Brust ist zur Hälfte zu sehen. 

    Da sie sich auf dem Foto nach vorne beugt, verrutscht ihre Bluse – für einige ihrer Follower Grund genug zur Aufregung. 

    Follower sind geteilter Meinung

    Vieler hinterlassen zahlreiche Kommentare unter dem Foto.

    Eine Nutzerin schreibt: “Totaler Busenblitzer würde ich mal sagen”. Ein anderer schreibt: “Der Busenblitzer ist ganz natürlich ein Versehen. Es ist ja nicht so, dass Heidi viel Aufmerksamkeit braucht.” 

    Andere verstehen die Aufregung über Heidis halb entblößte Brust nicht. Eine Nutzerin schreibt: “Mein Gott! Habt ihr noch nie eine Brust gesehen? Zumal man ja noch nicht mal eine ganze Brust sieht.”

    Und damit hat sie wohl auch nicht ganz Unrecht. Ob Heidi den Busen-Blitzer  auf dem Foto nicht bemerkt hat, oder er ihr einfach egal war, weiß wohl nur sie selbst. 

    (ame)


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    • Eine Mutter aus England erkennt in alltäglichen Dingen Herzen.
    • Ihre Entdeckungen postet sie auf Instagram.

    Die 42-jährige Emma Roberts aus dem englischen Formby sieht jeden Tag Herzchen – in Wolken, Blättern, Wasserflecken. Sie fotografiert die Herzchen und sammelt sie auf Instagram. 333 Herzen hat sie dort mittlerweile schon gesammelt.

    Jeden Tag etwas Schönes entdecken 

    Die Ursache für Roberts Herz-Sammlung ist jedoch tragisch. “Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war, kam sie zu früh auf die Welt, überlebte nicht und wir haben sie verloren”, sagte sie zur englischen Regionalzeitung “Liverpool Echo”.

    Roberts bekam schon nach der 21. Schwangerschaftswoche Wehen und verlor ihre Tochter Betsy am 12. Dezember 2012. 

    Mehr zum Thema: Den Tod erklären: Wie Kinder mit Trauer umgehen

    “Es war eine sehr dunkle und traurige Zeit und ich glaube, dass es schwer ist, durch denn Tag zu kommen, wenn man so einen riesigen Verlust hinter sich hat.”

    “Ich mache es nicht für die Likes”

    Seither habe sie versucht, jeden Tag etwas Schönes zu entdecken: Immer wieder seien ihr Herzen in alltäglichen Dingen aufgefallen.

    Auch ihre drei anderen Kinder sähen die vielen Herzen, sagte sie.

    “Die Herzen sind zu mir gekommen und ich unternehme nichts Besonderes, um sie zu finden.”

    Sie sammelt die Herzen seit einem Jahr auf ihrem Instagram-Account.

    “Ich mache es nicht für die Likes. Ich mache es, weil es mich tröstet”, sagte sie.

    (tb)


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    V.l.n.r.: Thomas Engelbrecht, Wibke Werner, Cherno Jobatey, Christoph Beck, Viviane Hülsmeier, Jochen Lang

    Das vernetzte Haus in der vernetzten Stadt soll Wohnen angenehmer, nachhaltiger und sicherer machen. Doch die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft hat ein ganz eigenes Dilemma.

    Intelligente Haushaltsgeräte, digitale Messdienste, Energieeinsparungen durch vernetzte Technologien oder mehr Sicherheit in der Wohnung – die Digitalisierung macht auch vor unserem Zuhause nicht Halt. Das smarte Heim ist als Zukunft des Wohnens in aller Munde, fast täglich entstehen neue Unternehmen mit innovativen Ideen. Wirklich angekommen ist die smarte Technologie in den deutschen Wohnzimmern allerdings noch lange nicht.

    Laut dem Online-Portal Statista gibt es in Deutschland 2018 etwas über 6,1 Millionen smarte Haushalte – das entspricht etwa 15 Prozent. Immerhin: Mindestens eine Smart-Home-Anwendung benutzen schon 36 Prozent der Deutschen, ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research. Die Renner sind demnach Produkte aus den Bereichen Energiemanagement und Unterhaltung – smarte Heizungen einerseits, smarte Lautsprecher andererseits.

    Das Berliner kommunale Wohnungsunternehmen Degewo will Vorreiter sein und hat einen eigenen Innovationspreis zum Thema smartes Wohnen ins Leben gerufen. Bei „Smart Up the City“ bekommt jedes Jahr ein junges Unternehmen die Chance auf einen Auftrag bei Degewo. Bei der diesjährigen Preisverleihung am 7. November im Telefónica Basecamp, wurde auch die Frage gestellt, warum die Vernetzung unserer Wohnungen zum smarten Zuhause eigentlich so langsam vorangeht.

    Ein spezifisches Dilemma der Branche

    Wie in (fast) allen anderen Bereichen der Gesellschaft, muss die Entwicklung digitaler Konzepte eine zähe Anfangsphase überstehen. „Digitalisierung war für uns lange ein eher zufälliges Thema“, erklärt Degewo-Vorstandsmitglied Christoph Beck. Große Wohnungsunternehmen wie das seine hätten aufgrund ihrer komplexen Struktur mit trägeren Entwicklungen zu kämpfen. Dagegen hätten kleinere Firmen oft nicht die Mitarbeiter, um große Digitalisierungsprozesse in Angriff zu nehmen. Laut Beck fehlt es auch an Geld für die staatliche Förderung von Smart-Home-Unternehmen.

    „Geld ist in Berlin nicht mehr das Hauptproblem, die Frage ist, wie es richtig verteilt wird“, entgegnet Jochen Lang von der Senatskanzlei. In Deutschland gingen Entwicklungen oft langsamer voran, weil vorher stets genau analysiert und reflektiert werde. Diese Genauigkeit sei auch eine Stärke, trotzdem steht für Lang fest: „Wir müssen schneller werden.“

    Viviane Hülsmeier:

    Viviane Hülsmeier vom Bundesverband Deutscher Startups plädiert für einen weiteren Blick auf smarte Wohnungen und Städte. Für sie bedeutet die Digitalisierung nicht nur die Ausstattung mit smarten Geräten und Software, sondern eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Konzeption, Planung und Bau von Städten.

    Das könne auch die Art und Weise unseres Zusammenlebens verändern, meint Hülsmeier. So habe sich das amerikanische Unternehmen WeWork zum Beispiel zuerst auf die Vermietung von Büroplätzen spezialisiert. Inzwischen vermittelt es aber Wohngemeinschaften – hat sich also vom Co-Working- zum Co-Living-Anbieter weiterentwickelt.

    Und dann gibt es noch das ganz eigene Dilemma der Wohnungswirtschaft, das die Anreize für Investoren in Sachen Smart-Home-Innovationen hemmt: „In smarte Technologien investieren muss der Vermieter, aber wer von ihnen profitiert, sind die Mieter“, bringt Beck es auf den Punkt.

    Die Angst vor hohen Mieten

    Gerade die aber haben im angespannten Wohnungsmarkt keine finanziellen Spielräume, um sich über technische Neuerungen in Küche, Bad und Wohnzimmer zu freuen. Aufgeschlossen gegenüber innovativen Wohnideen sind laut Wibke Werner vom Berliner Mieterverein viele, doch die Angst vor Mietsteigerungen sei allgegenwärtig. „Nicht sanierte Häuser sind die beste Mietpreisbremse“, beschreibt Werner das Problem. Die Grundhaltung der meisten Mieter laute: „Hauptsache wir können es uns noch leisten.“

    Ähnlich sieht das Thomas Engelbrecht von der Zeitschrift Immobilien vermieten & verwalten: „Sie können jede Bude vermieten heutzutage“, sagt der Immobilienexperte. Kein Mieter käme auf die Idee zu sagen: „Die Wohnung nehm’ ich nicht, da ist die Heizungsmessung nicht digitalisiert.“

    Gebäudewartung per Drohne

    Der Sieger des „Smart Up the City“-Preises hat ein Konzept entwickelt, das am Dilemma der Wohnungsbranche ansetzt. Das Start-Up Airteam Roof Inspector möchte das Leben von Vermietern oder Hauseigentümern leichter machen. Die Idee: Per Drohne werden aus der Luft präzise Scans von Dächern, Balkonen und Fassaden erstellt. Schäden können laut Airteam zentimetergenau erkannt und dann frühzeitig beseitigt werden. Wohnungseigentümern werden so aufwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten erspart.

    Glückliche Sieger: Airteam Roof Inspector

    „Das Konzept ist besonders innovativ und Degewo kann es bei seinen Gebäuden toll anwenden“, sagt Jurymitglied Nikolai Roth vom Bundesverband Deutscher Start-Ups bei der Preisverleihung. Als Pilotprojekt will Airteam ein Gebäude des Wohnungsunternehmens aus der Luft scannen. Die Entscheidung sei dennoch ein absolutes Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen, so Roth.

    Den zweiten Platz teilen sich die vier weiteren Finalisten: Zu ihnen gehören das Unternehmen Big Box Berlin, das Seecontainer zu Wohnmodulen umbaut, ebenso wie die Software von Ener-IQ, die Heizungen in Echtzeit überwacht. Das Start-Up Diconnex erstellt Visualisierungen von kompletten Gebäuden und ermöglicht damit die digitale Begehung. Storebox möchte private Lagerräume im näheren Wohnumfeld, beispielsweise auf leerstehenden Gewerbeflächen, zur Verfügung stellen. Bis sich herausstellt, welche Konzepte in Sachen intelligentes Wohnen langfristig funktionieren, dürfte es – dank der besonderen Voraussetzungen in der Immobilienbranche – etwas länger dauern.


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    • Polizei-Hauptkommissar Arno Helfrich zeigt, wie schnell und wie geräuschlos Einbrecher sich Zugang zu eurer Wohnung verschaffen können.
    • Im Video oben erklärt er, auf was ihr bei eurer Haustüre achten sollte und wie ihr eure Türe am besten einbruchsicher macht.

    Mit Beginn der dunklen Winter-Jahreszeit steigt auch die EinbruchsgefahrOft gelingt es Einbrechern innerhalb weniger Sekunden Fenster und Türen zu öffnen. Polizei-Hauptkommissar Arno Helfrich erklärt, auf was ihr besonders achten sollte.

    Die größte Schwachstelle einer Türe sei die Schraube im Schließzylinder, die den Zylinder mit der Tür verbinden, so der Polizeibeamte. Ist die geschlossene Tür nicht zusätzlich abgeschlossen kann ein Einbrecher den Schließzylinder unter Zug bringen und so die Schraube brechen.

    Der Polizeibeamte empfiehlt hochwertige Schlösser

    Danach können beide Teile des Schlosses links und rechts der Schraube nach außen weggezogen und nach innen geschoben werden. Arno Helfrich empfiehlt hochwertige Schlösser mit guten Schrauben einzubauen. Hier lohnt es sich also, beim Schloss nicht an Geld zu sparen.

    Mehr zum Thema: Einbrecher erklärt, wie ihr euch am besten schützen könnt

    Abschließen der Tür ist essentiell wichtig

    Das Abschließen ist auch aus einem anderen Grund sehr wichtig: Der Türfalz lässt sich leicht mit einer Karte überwinden. Gibt es keinen weiteren Riegel der die Tür verschließt, kann mit einer Kreditkarte ohne große Mühe und beinahe geräuschlos in die Wohnung eingebrochen werden.

    Auch abgeschlossene Wohnungstüren sind nicht immer sicher. Vor allem bei älteren Wohnungstüren sind die Türangeln oft schwach. Diese lassen sich dann bei größerem Druck von außen eindrücken. Die Angeln können zudem mit Werkzeugen wie einem Brecheisen aufgebrochen werden.

    Zur Vorbeugung rät Arno Helfrich Sicherheitsschlösser anzubringen. Denn nur so ist eure Wohnungstür vor ausgefuchsten Einbrechern sicher. Außerdem sind die Sicherheitsschlösser auch von außen sichtbar und schrecken Einbrecher eher ab.

    (nsc)


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    Im Video oben kündigt May die Verschiebung der Brexit-Abstimmung im Unterhaus an.

    ► Die britische Premierministerin Theresa May hat die für Dienstag geplante Abstimmung über den Brexit verschoben. Es hatte sich abgezeichnet, dass es im britischen Unterhaus keine Mehrheit für ihren Deal zum EU-Austritt gibt.

    ► May erklärte am Montagnachmittag, die Ablehnung ihres Deals liege vor allem am sogenannten “backstop”. Damit ist eine Lösung gemeint, die eine feste Grenze zwischen Nordirland und Irland in jedem Fall ausschließen würde.

    ► Konkret sieht der “backstop” vereinfacht gesagt vor, dass Großbritannien nach dem Brexit Teil der EU-Zollunion bleibt, bis eine Grenzregelung gefunden ist. Kritiker bemängeln: Großbritannien müsste sich mit Mays Brexit-Deal weiter an EU-Regeln halten, habe aber kein Mitspracherecht mehr.

    ► May sagte, sie wolle in den kommenden Tagen zusätzliche Versicherungen der EU einholen. Aus Brüssel heißt es derweil, es werde keine Nachverhandlungen geben.

    Wie es weitergeht:

    Dass May 320 der 639 stimmberechtigten Abgeordneten auf ihre Seite bringt, ist momentan höchst unwahrscheinlich. Derzeit sind laut Berichten über 340 Abgeordnete gegen Mays Brexit-Plan.

    Scheitert Mays Brexit-Deal im Parlament, muss sie entweder noch einmal abstimmen lassen – oder es braucht einen Plan B.

    Die HuffPost UK hat mögliche Szenarien zusammengestellt, wie es weitergeht:


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    Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn steht am Eingang der Stuttgarter Synagoge.

    Es sind Sätze, die Furcht einflößen. Sie stammen von Jüdinnen und Juden, die in Europa leben:

    ► “Die Menschen haben aufgehört, sich schämen, dass sie heutzutage Rassisten und Antisemiten sind. Und das tut mir weh.” (Polen)

    ► “Ich habe wirklich Angst um die Sicherheit meines Kindes, das eine jüdische Schule besucht. Jeden Tag frage ich mich, ob ich ich ihn auf eine andere Schule schicken soll.” (Belgien)

    ► “Meine größte Sorgen sind die ‘alternativen’ Medien (...). Dort werden rassistische und antisemitische Beleidigungen sowie krude, absurde, oft antisemitische, Verschwörungstheorien verbreitet.” (Deutschland)

    Die Zitate stammen aus einer am Montag veröffentlichten Studie, bei der die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) europaweit mehr als 16.000 Jüdinnen und Juden befragte. Die Ergebnisse der weltweit größten Umfrage zeigen, dass sich ihre Situation deutlich verschlechtert hat.

    “Es ist erschütternd festzustellen, dass Antisemitismus in der EU Jahrzehnte nach dem Holocaust weiter zunimmt”, erklärt FRA-Direktor Michael O’Flaherty. Er forderte die Mitgliedstaaten zum Handeln auf. “Jüdinnen und Juden haben das Recht, frei, ohne Hass und ohne Angst um ihre Sicherheit zu leben.“ 

    Die Ergebnisse der Umfrage – auf den Punkt gebracht.

    Wie weit verbreitet Antisemitismus in Europa ist:

    Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung in der Europäischen Union hat laut einer Studie das Gefühl, dass der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen hat.

    Rund 90 Prozent der Befragten aus zwölf Ländern sind der Meinung, dass Antisemitismus in ihrem Land zunimmt. Ebenfalls rund 90 Prozent halten antisemitische Äußerungen insbesondere im Internet für ein Problem, und 70 Prozent erfahren Antisemitismus im öffentlichen Raum, in den Medien und in der Politik. 45 Prozent bezeichneten Antisemitismus als ein “sehr großes Problem”. 

    Zu den gerade im Internet verbreiteten antisemitischen Vorurteilen zählen laut der FRA-Studie Aussagen wie “Israelis benehmen sich wie Nazis gegenüber den Palästinensern”, “Juden haben zu viel Macht” und “Juden nutzen die Opferrolle im Holocaust für ihre eigenen Zwecke aus”.

    “Die Ergebnisse zeigen, dass Antisemitismus in der Öffentlichkeit präsent ist, dabei werden negative Klischees wiederholt und eingeprägt”, heißt es in der Studie.

    ► Wo es besonders schlimm ist: Frankreich – 65 Prozent der befragten Jüdinnen und Juden bezeichneten Antisemitismus als ein “sehr großes Problem”. 

    ► Wie schlimm es in Deutschland ist: 43 Prozent der Befragten bezeichneten Antisemitismus als ein “sehr großes Problem”. 

    Woher der Hass gegen Juden kommt:

    Auffällig ist – wie schon andere Studien gezeigt haben – dass Antisemitismus keine alleinige Einstellung des rechten Rands ist.

    Zu den häufigen Täter-Gruppen zählten Menschen mit extrem muslimischen Einstellungen (30 Prozent), gefolgt von Menschen aus der eher linken Szene (21 Prozent), Arbeits- oder Schulkollegen (16 Prozent), Menschen aus dem Bekanntenkreis (15 Prozent) und Personen mit eher rechtsextremen Ansichten (13 Prozent). 

    ► Wo es besonders schlimm ist: Polen – 32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönlich mitbekommen haben, wie andere Juden innerhalb der vergangenen zwölf Monaten verbal oder physisch attackiert wurden.

    ► Wie schlimm es in Deutschland ist: In Deutschland nahmen 20 Prozent der Befragten antijüdische Attacken war.

    Hass und Gewalt gegen Juden in Europa: 

    40 Prozent der Befragten machen sich laut Studie Sorgen, dass sie in den nächsten Monaten Opfer eines gewalttätigen Angriffs aufgrund ihrer Religion werden könnten. Tatsächlich passiert ist das in den vergangenen zwölf Monaten laut der Studie nur zwei Prozent der Befragten.

    Fast jeder Dritte ist darüber hinaus belästigt oder beleidigt worden, wobei diejenigen am stärksten betroffen waren, die als jüdisch zu erkennen sind. Aus der Erhebung geht hervor, dass die Schauplätze für Antisemitismus vor allem das Internet und die Sozialen Medien sind.

    ► Wo es besonders schlimm ist: Deutschland – 41 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb des vergangenen Jahres antisemitisch bedroht worden zu sein. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre wurden sogar 52 Prozent der Befragten Opfer von antisemitischen Drohungen. 

    Wie die einzelnen Länder mit Antisemitismus begegnen:

    Viele Juden melden die Schikane gar nicht der Polizei, wie die FRA-Studie zeigt. “Antisemitismus scheint in der Gesellschaft so tief verwurzelt zu sein, dass regelmäßige Belästigungen für die Befragten zum Alltag geworden sind”, heißt es in einer Mitteilung der FRA. 80 Prozent derer, die solche Erlebnisse hatten, seien weder zur Polizei noch zu sonstigen Organisationen gegangen.

    Grund dafür sei oft der fehlende Glaube, dass sich durch eine Anzeige etwas ändern würde. Viele fanden die Bedrohung oder Belästigung laut Organisation auch nicht ernsthaft genug, um sie zu melden.

    Diese Erkenntnisse ähneln stark denen aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der Agentur über Schwarze in Europa. Auch in dieser Gruppe melden demnach die wenigsten Opfer von Diskriminierungen die Vorfälle – unter anderem, weil sie der Polizei nicht vertrauen oder Angst vor ihr haben.

    ► Wo es besonders schlimm ist: Polen – Nur 7 Prozent der Befragten erklärten, dass die polnische Regierung Antisemitismus effektiv bekämpft. 

    ► Wie schlimm es in Deutschland ist: In Deutschland gaben 22 Prozent der Befragten an, dass der Kampf Bundesregierung gegen Antisemitismus effektiv ist.

    Wie die Umfrage erstellt wurde:

    Die Ergebnisse der EU-Agentur für Grundrechte basieren auf einer Online-Umfrage, die zwischen Mai und Juni 2018 in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Lettland, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden, Spanien und Ungarn durchgeführt wurde.

    In diesen Staaten leben laut FRA mehr als 96 Prozent der jüdischen Bevölkerung in der EU. Die Antworten aus Lettland konnten aufgrund zu weniger Teilnehmer und Problemen bei der Vergleichbarkeit nicht berücksichtigt werden.

    Die Umfrage richtete sich an Menschen, die sich selbst auf Grundlage ihrer Religion, Kultur oder aus anderen Gründen als jüdisch einstufen würden. Das Mindestalter lag bei 16 Jahren. 

    Hass und Gewalt gegen Juden – auf den Punkt gebracht:

    Bereits Ende November hatte eine Umfrage offenbart, wie weit Antisemitismus und Unwissen über den Holocaust in Europa verbreitet sind.

    Die nun veröffentlichte Auswertung der Antworten von tausenden Jüdinnen und Juden zeigt, wie massiv und nahe alltäglich die Folgen für sie sind. Angesichts der Grauen der Vergangenheit sollten die Ergebnisse nicht nur eine Mahnung sein, sondern auch zu vermehrten Maßnahmen gegen Antisemitismus.   

    Mit Material von dpa.


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    Alles im ReTuna-Einkaufszentrum ist wiederverwertet.

    Cato Limås strahlt vor Glück. In der Hand hält er eine weiße Papiertüte voller Spielzeug und Porzellan-Souvenirs. Er und seine Freundin haben diese Sachen für ihr neugeborenes Baby ausgesucht.

    Die beiden sind vor knapp einer Stunde im ReTuna Einkaufszentrum angekommen, das sich in einem zweistöckigen Gebäude am Stadtrand von Eskilstuna befindet. Die schwedische Kleinstadt liegt an einem Fluss und liegt  ungefähr 120 Kilometer westlich von Stockholm.

    “Es macht Spaß, Dinge zu entdecken, die andere Leute bereits benutzt haben und die wir jetzt weiterverwenden können”, sagt Limås. Zum Beweis packt er eine ungewöhnliche Sparbüchse in Form einer Kuh aus. “Die Dinge, die hier verkauft werden, sind so gut wie neu. Warum sollte man also etwas Neues kaufen?”

    Limås und seine Freundin sind zum ersten Mal hier. Das Paar hat die 90-minütige Autofahrt von seinem Wohnort aus in Kauf genommen, nachdem Limås das Einkaufszentrum zufällig in einem YouTube-Video entdeckt hatte.

    99 Prozent des Hausmülls wird in Schweden recycelt

    Bisher haben die beiden für ihre Einkäufe insgesamt knapp 7 US-Dollar ausgegeben. Das seien “in etwa” die Kosten für einen Kaffee und eine schwedische Zimtschnecke, lacht Limås. Er weist jedoch auch darauf hin, dass es ihm nicht in erster Linie ums Geld gehe.

    Cato Limås und seine Freundin.

    “Es geht um Ressourcen. Dinge wiederzuverwerten, ist einfach eine gute Sache”, erklärt er mit Nachdruck.

    Schweden ist schon lange für seine Bemühungen um Nachhaltigkeit bekannt. Die Schweden recyceln mehr als 99 Prozent des normalen Haushaltsmülls –wobei 50 Prozent dieses Mülls zur Energiegewinnung verbrannt werden.

    Den Müll zu trennen und ihn in Wohnanlagen in verschiedene Container zu werfen oder bei Recycling-Stationen abzugeben, gehört für die meisten Schweden bereits seit den 1980er-Jahren zur wöchentlichen Routine.

    Seit einiger Zeit ist jedoch auch die Nachfrage nach Bioprodukten enorm angestiegen. Außerdem erfreut Urban Gardening sich wieder einer zunehmenden Beliebtheit. Darüber hinaus hat Schweden ein Gesetz erlassen, das festlegt, wie das Land bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden will.

    “Obwohl den Menschen Nachhaltigkeit durchaus am Herzen liegt (...), konsumieren wir noch immer zu viel. Wir leben weit über unseren Verhältnissen” Rosanna Endre, Greenpeace

    In der heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft muss das nordische Land jedoch genauso gegen die Auswirkungen von Massenkonsum ankämpfen wie alle anderen Länder auch.

    Laut einem aktuellen Bericht des World Wildlife Fund (WWF) würden wir 4,2 Planeten brauchen statt nur einem, wenn die ganze Welt so konsumieren würde wie die Schweden.

    “Obwohl den Menschen Nachhaltigkeit durchaus am Herzen liegt (...), konsumieren wir noch immer zu viel. Wir leben weit über unseren Verhältnissen”, erklärt Rosanna Endre, eine Projektleiterin für Greenpeace Schweden. “Wir veranstalten ja noch immer den Black Friday.”

    Erstes Einkaufszentrum der Welt, das den Fokus auf nachhaltiges Einkaufen legt

    ReTuna feierte vor kurzem seinen dritten Geburtstag. Das Einkaufszentrum wurde entwickelt, um auf lokaler Ebene eine Lösung gegen den steigenden Konsum zu finden.

    Eskilstuna sollte durch die Aktion als “grünes Vorbild” für andere schwedische Städte beworben werden. ReTuna ist das erste Einkaufszentrum auf der Welt, das seinen Fokus auf nachhaltiges Einkaufen legt. Betrieben wird es von einem städtischen Energieunternehmen.

    Bislang sind in vielen Städten Secondhand-Läden überall im Stadtgebiet verteilt. Das Einkaufszentrum bringt stattdessen verschiedene Nischengeschäfte unter ein Dach. Dadurch soll den Kunden umständliche Weg ersparen und sie dazu bringen, weniger online shoppen zu müssen

    Mehr zum Thema: Supermarkt beweist, dass es komplett ohne Plastik-Verpackungen gehen kann

    Fast alle der angebotenen Waren stammen aus öffentlichen Spenden. Sie werden von Bewohnern der Stadt direkt zur Annahmestelle des Einkaufszentrums gebracht, das direkt neben der größten Recycling-Anlage von Eskilstuna liegt.

    Angestellte von ReTuna sortieren anschließend ähnliche Gegenstände in die Lagerbereiche der 11 Geschäfte des Einkaufszentrums ein. Zu diesen Läden gehören unter anderem ein Möbelausstatter, ein Fahrradgeschäft und ein Buchladen.

    Wer einen Laden eröffnet, verpflichtet sich auch, keinen Müll zu produzieren

    “Ich habe eine eigene Liste mit Dingen, die ich für meine Läden brauche. Darauf steht beispielsweise Keramik. Wenn also eine Kiste mit Geschirr abgegeben wird, stellt man sie mir in meine kleine Abteilung”, erklärt Maria Larsson, die die Läden für Haushaltswaren und Pflanzen leitet.

    Maria Larsson in ihrem Laden

    Larsson hat gerade den kompletten Vormittag damit verbracht, die neu angekommenen Waren in der riesigen Betonlagerhalle zu durchsuchen.

    Gegenstände, von denen sie glaubt, dass man sie nicht mehr verkaufen kann, legt sie für andere Läden zur Seite – wie beispielsweise angeschlagene Glasvasen, die man noch zur Aufbewahrung von Blumen in der Schaufensterdekoration verwenden könnte.

    Als ich dann von ReTuna erfahren habe, bin ich 600 Kilometer zurück nach Hause gezogen. Ich habe meinen Job und alles aufgegeben, nur um diesen Laden eröffnen zu können. Maria Larsson, Ladenbesitzerin

    “Wenn man hier einen Vertrag [zum Betrieb eines Ladens] unterzeichnet, verpflichtet man sich auch zu unserem Vorhaben, keinerlei Müll zu erzeugen. Denn genau das wollen wir erreichen. Natürlich funktioniert das nicht immer, doch wir bemühen uns wirklich sehr darum”, erklärt Larsson, während sie eine rote Kaffeetasse inspiziert.

    Die 27-jährige Maria Larsson gehört zu den 50 Mitarbeitern, die in dem Komplex beschäftigt werden. Sie ist in Eskilstuna aufgewachsen. Bevor sie sich ihrer neuen Rolle widmete, hat sie als Gärtnerin in Südschweden gearbeitet.

    Das Einkaufszentrum schafft auch Arbeitsplätze für Einwanderer

    “Ich liebe Second-Hand. Alles, was ich habe, stammt aus zweiter Hand – sogar meine Katzen! Als ich dann von ReTuna erfahren habe, bin ich 600 Kilometer zurück nach Hause gezogen. Ich habe meinen Job und alles aufgegeben, nur um diesen Laden eröffnen zu können.” 

    Das Einkaufszentrum engagiert sich auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen für Einwanderer, die zum ersten Mal in den schwedischen Arbeitsmarkt hineinschnuppern wollen.

    Wir retten die Umwelt, wir schaffen Arbeitsplätze und wir bieten Produkte für Menschen mit einem geringen oder mittleren Einkommen an. (…) Für mich ist das eine eindeutige Win-Win-Situation. Amjad Al Chamaa, Ladenbesitzer

    Viele der Läden nutzen ein nationales Programm, das die Gehälter von neu hinzugezogenen Einwanderern für bis zu zwei Jahre subventioniert. Darüber hinaus bietet das Einkaufszentrum auch Weiterbildungsmaßnahmen für Erwachsene im Bereich designbasiertes Recycling an.

    Im Eröffnungsjahr 2015 lag der Umsatz bei ungefähr 275.000 US-Dollar. Im Jahr 2017 ist er bereits auf 1,12 Millionen US-Dollar angestiegen.

    “Wir retten die Umwelt, wir schaffen Arbeitsplätze und wir bieten Produkte für Menschen mit einem geringen oder mittleren Einkommen an. (…) Für mich ist das eine eindeutige Win-Win-Situation”, findet der 34-jährige Amjad Al Chamaa.

    Amjad Al Chamma verkauft alte Elektrogeräte.

    Er wurde in Syrien geboren und leitet jetzt einen Laden, in dem alte Elektrogeräte verkauft und Reparaturdienstleistungen angeboten werden. 

    ReTuna setzt einen Nachhaltigkeits-Trend, der auch in den USA und Finnland aufgegriffen wird

    Obwohl ReTuna das erste Einkaufszentrum dieser Art ist, entstehen weltweit immer mehr solcher Einrichtungen. Die Konsumenten sollen dazu angeregt werden, nicht immer alles sofort neu kaufen und Gegenstände, die sie nicht mehr brauchen, zu spenden.

    ► Das knapp 2.000 Qaudratkilometer große ReUse Center in Ann Arbor im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan gehört zum Beispiel zu den größeren Initiativen in den USA. Dort werden vor allem gebrauchte Haushaltsgeräte sowie Baumaterialien und Gartengeräte verkauft.  

    ► In Finnland hat kürzlich eine Kette großer Second-Hand-Märkte namens Kierrätyskeskus eröffnet, in denen neben Möbeln und Elektroprodukten auch Gebrauchsgegenstände wie Bücher und Textilien verkauft werden.  

    Das Problem ist, dass viel zu wenige Produkte tatsächlich in Secondhand-Läden landen. Denn heutzutage wird vieles in so minderwertiger Qualität produziert, dass es keiner mehr in einem Gebrauchtwarenladen weiterverkaufen will. Rosanna Endre, Greenpeace

    Umweltschützern diskutieren jedoch, inwiefern sich solche Initiativen angesichts der weltweit profitorientierten Massenproduktion auf lange Sicht positiv auswirken können.

    “Das Problem ist, dass viel zu wenige Produkte tatsächlich in Secondhand-Läden landen. Denn heutzutage wird vieles in so minderwertiger Qualität produziert, dass es keiner mehr in einem Gebrauchtwarenladen weiterverkaufen will”, sagt Rosanna Endre von Greenpeace Schweden. 

    Endre ist der Meinung, dass stärkere Bemühungen von Seiten der Politik und der Industrie nötig wären. Es müsse mehr darauf geachtet werden, dass Unternehmen Produkte herstellen, die man leicht reparieren oder wiederverwerten könne.

    Ziel muss sein: Das Konzept von Wegwerfprodukten abzuschaffen

    “In vielen Köpfen herrscht die Vorstellung, dass man unbedingt immer neue Sachen kaufen muss. Die Unternehmen müssten diese Idee verändern und andere Wege finden, um damit Geld zu verdienen”, so Endre.

    Andere Non-Profit-Organisationen gehen das Problem direkt an. Eine davon ist das Institut Cradle-to-Cradle, das von dem US-amerikanischen Architekten William McDonough und dem deutschen Chemiker Michael Braungart gegründet wurde.

    Das Institut bietet Open-Source-Bildungsprogramme für Unternehmen in den USA und in Europa an, die auf der Suche nach Materialien und Techniken sind, mit denen sie nachhaltige Konsumgüter herstellen können, die einen langfristigen Wert haben.

    “Ziel ist es, das Konzept von Wegwerfprodukten abzuschaffen und stattdessen erneuer- und recycelbare Produkte zu entwickeln”, erklärt Thijs Maartens, der als Senior Engagement Manager für die Organisation tätig ist.

    Maartens gibt jedoch zu, dass es eine Weile dauern könne, bevor sich auf dem Massenmarkt etwas bewegen werde.

    Das Geschäft mit Secondhand boomt 

    “Wir versuchen noch immer herauszufinden, welche Voraussetzungen [erforderlich wären], um eine effiziente nachhaltige Kreislaufwirtschaft aus der Sicht von Herstellern und Produktion realisieren zu können”, erklärt Maartens. “Im Moment ist es also auf gewisse Weise ein Vertrauensvorschuss.” 

    In der Zwischenzeit entwickeln sich Projekte wie ReTuna in Eskilstuna immer besser. Das liegt vor allem daran, dass es vielen Menschen Spaß zu machen scheint, dort einzukaufen.

    Das schwedische Einkaufszentrum baut gerade einen neuen Lagerbereich auf. Auf dem bisherigen Gelände soll Platz für weitere Läden geschaffen werden. Und in vielen anderen Gemeinden in verschiedenen Teilen des Landes sind bereits ähnliche Projekte in Planung.

    “Man hat nicht den Eindruck, auf einen Flohmarkt zu gehen. Es fühlt sich eher so an, als würde man in ein schickes Geschäft gehen, in dem man schnell fündig wird”, berichtet die 40-jährige Kundin Terese Nordqvist. Sie lebt zwar 400 km von dem Einkaufszentrum entfernt, doch sie schaut regelmäßig dort vorbei, wenn sie ihre Eltern in Eskilstuna besucht.

    “Es ist gut für die Umwelt und man kann nie wissen, welche Schätze man dort entdeckt.”

    Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost USA und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt und angepasst.

    (ujo)


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    Egal, ob auf Windows- oder Apple-Geräten: Das Office-Paket von Microsoft zählt zu den meistgenutzten Büroanwendungen und ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Mit Office 2019 wird erstmals seit über drei Jahren wieder eine Kaufversion angeboten, die im Gegensatz zu Office 365 keine monatlichen Gebühren nach sich zieht. Wir zeigen Ihnen, welche Neuerungen Sie erwarten.

    Microsoft Office 2019 mit lebenslanger Lizenz

    Auf dem Software-Markt wurde in den vergangenen Jahren die klassische Kaufoption verstärkt von Mietmodellen abgelöst: Statt das Produkt einmalig zu bezahlen und es prinzipiell auch ohne Internetverbindung (offline) dauerhaft verwenden zu können, muss man bei einigen Unternehmen auf cloudbasierte Abo-Dienste zurückgreifen.

    So vertreibt zum Beispiel Microsoft die beliebte Büro-Suite seit geraumer Zeit unter dem Namen Office 365 vorrangig als Ein-Jahres-Lizenz, die nach Ablauf mittels eines neuen Schlüssels verlängert werden kann. Dafür erhält der Nutzer aber stets die aktuellste Version, Feature-Updates und Extras wie einen ein Terabyte großen Cloudspeicher.

    In Office 2019 hat Microsoft nun alle Funktionen der zurückliegenden drei Jahre gebündelt, die seit der letzten Kaufversion (Office 2016) ausschließlich für den Abo-Dienst erschienen sind.

    Zur Auswahl stehen momentan die beiden Pakete “Home & Student 2019” mit den Programmen Word, Excel, PowerPoint und OneNote sowie “Home & Business 2019”, das zusätzlich die E-Mail-Software Outlook enthält. Access und Publisher sucht man in beiden Fällen leider vergeblich; diese bleiben vorerst den Abonnenten von Office 365 vorbehalten.

    Wer darauf verzichten kann, der spart mit den Kaufversionen allerdings bares Geld: Die Anschaffungskosten der Office-Dauerlizenz haben sich für einen Einzelanwender nach wenigen Jahren amortisiert. Möchte man die Software hingegen auf mehreren Geräten parallel nutzen und/oder mit anderen Personen teilen, ist das Abo-Modell Office 365 über einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum die günstigere Lösung.

    Microsoft Office 2019 Home & Student - mit Dauerlizenz

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    Das ist neu in Microsoft Office 2019

    Die Einsatzgebiete bzw. Grundfunktionen der jeweiligen Office-Programme sind wohl hinlänglich bekannt, weshalb wir sie im Nachfolgenden nicht näher erläutern - Word für die Textverarbeitung, Excel für die Tabellenkalkulation, PowerPoint zur Erstellung von Präsentationen und Outlook als E-Mail-Software.

    Wie bereits erwähnt, haben die Anwendungen allerdings auch einige Neuerungen erfahren. Übergreifend wurde vor allem die Stifteingabe für Geräte mit Touchscreen-Display verbessert. Zudem gibt es ein schwarzes Theme bzw. einen Dark Mode, der vor allem Abends die Augen schont und so einer frühzeitigen Ermüdung vorbeugt.

    Im Einzelnen enthalten Word und Outlook nun jeweils einen Fokus-Modus. Damit soll der Nutzer weniger durch andere Programme oder Mitteilungen abgelenkt werden. So filtert zum Beispiel Outlook unwichtige E-Mails und behält diese im Hintergrund.

    Excel wiederum bietet jetzt zusätzliche Funktionen zur Datenanalyse sowie ein weiter verbessertes PowerPivot-Feature für anspruchsvolle Datenmodelle. Der Software PowerPoint hat Microsoft zum einen eine optimierte Zoom-Funktion und zum anderen den “Morphen”-Übergang spendiert, mit dem Sie eine nahtlose Bewegung von einer Folie zur nächsten animieren können. Zu guter Letzt wartet Office 2019 allgemein mit einer neuen Text-to-speech-Funktion auf.

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    So viel kostet Microsoft Office 2019

    Gegenwärtig gibt es das neue Office-Paket nur in zwei Versionen: Das für Studenten und Familien konzipierte “Home and Student” zum Preis von 129,99 Euro sowie “Home and Business”, das für den Einsatz zu Hause oder bei der Arbeit bestimmt ist - diese Ausführung kostet 249 Euro. Beide lassen sich jeweils nur auf einem PC (ab Windows 10) oder Mac installieren, während die Office-365-Lizenz zum Teil für mehrere Geräte respektive Nutzer gilt.


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    Volkert Ruhe hat eine Karriere als Drogenbaron hinter sich. Er saß deshalb für acht Jahre im Gefängnis Santa Fu in Hamburg. Heute ist er ein erfolgreicher Sozialunternehmer und hilft kriminellen Jugendlichen. Oben im Video erzählt er, was er während seiner Zeit hinter Gittern gelernt hat. In seinem Blog beschreibt er, was ihm in seiner schwersten Zeit den Mut gegeben hat, seinen Platz in der Gesellschaft wiederzufinden. 

    Als ich verhaftet wurde, ist meine Welt auseinander gebrochen. Zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich ans Aufgeben. 

    Vorher habe ich das nie getan. Nicht, als mein Vater mich, als ich noch klein war, mit dem Messer attackiert und misshandelt hat. Nicht, als ich mit 15 von Zuhause weggelaufen bin und zwei Jahre auf der Straße gelebt habe. Auch nicht, als ich mit 35 als Drogenschmuggler gearbeitet habe und schließlich dabei erwischt wurde. 

    Doch als ich alleine in meiner Zelle saß und nichts zu tun hatte, da habe ich ans Aufgeben gedacht. 

    Ich hatte Suizidgedanken. 

    “Was ist mein Leben jetzt noch wert?”, fragte ich mich. Ich wurde zu 13 Jahren Knast verurteilt, weil ich Drogentransporte von Südamerika nach Deutschland durchgeführt und Schmuggler ausgebildet habe. Interpol hat mich in Panama verhaftet. Jetzt werde ich im Knast abgestochen oder zusammengeschlagen, dachte ich. 

    Vielleicht hätte ich wirklich versucht, mich umzubringen 

    Vielleicht hätte ich wirklich versucht, mich umzubringen, wenn nicht mein Zellen-Mitbewohner gekommen wäre. Das Gefängnis war überbelegt, also sollten wir uns eine Zelle teilen. Das war meine Rettung. 

    Es ist ironisch, dass ausgerechnet ein anderer Mensch meine Rettung war. Denn eigentlich war ich immer der Ansicht gewesen, niemanden zu brauchen, alles alleine bewältigen zu können. Ich hatte mich getäuscht. 

    Mein Mitbewohner machte mir Mut. Wir erzählten uns von unseren Sorgen und er klärte mich über das Leben im Knast auf. Er sagte mir, auf was ich achten und wie ich mich verhalten sollte, um eventuell früher rauszukommen. 

    Das hat mein Denken verändert. Ich habe gemerkt: Ich bin zwar gefangen, aber ich kann hier immer noch etwas tun. Also habe ich im Knast Schulabschlüsse nachgeholt und ein Fernstudium als Gasthörer gemacht. Ich habe sehr viel gelesen, auch das hat mich verändert. 

    Mir war klar, dass es so nicht weitergehen kann. Mein Leben ist noch nicht vorbei, machte ich mir bewusst. Ich kann immer noch etwas aus mir machen, bevor es zu spät ist.

    Heute sorge ich dafür, dass es Jugendlichen besser geht als mir

    Mein Erzeuger ist irgendwann besoffen von der Treppe gefallen und erfroren. Ich wollte es besser machen, etwas Sinnvolles mit meinem Leben anfangen. Wegen sogenannter guter Führung durfte ich das Gefängnis schließlich nach acht statt nach 13 Jahren verlassen. Gemeinsam mit anderen Ex-Häftlingen habe ich eine Organisation gegründet: Gefangene helfen Jugendlichen. 

    Wir bringen junge straffällige Leute mit Häftlingen zusammen, die ihnen erzählen, wie es im Knast wirklich ist. Denn viele kriminelle Jugendliche haben aus Serien und Filmen eine völlig unrealistische Vorstellung von dem Leben in Haft. Es ist nicht so cool, wie es sich anhört. 

    Ich spreche viel mit ihnen, erzähle ihnen meine Lebensgeschichte und mache ihnen dadurch Mut. Fast 40 Prozent der Jugendlichen, die sich an unsere Organisation wenden, kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen. Ich weiß, wie schwer das ist und kann mich deshalb gut in in ihre Lage hineinversetzen. 

    Ich verändere das Leben der Jugendlichen, aber sie verändern auch meines. Oft fließen bei unseren Kursen auf beiden Seiten Tränen, weil ihre Schicksale mich an mein eigenes erinnern.

    Ich möchte, dass alle wissen: Es ist möglich, da rauszukommen 

    Einige von ihnen habe ich ihre halbe Kindheit lang durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie begleitet. Oft fragen sie mich auch viele Jahre später noch um Rat. 

    Einer, der mir besonders ans Herz gewachsen ist, hatte, seit er 14 war, große Probleme mit Drogen und mit seinem Elternhaus – wie ich damals. Ich habe mich häufig und intensiv um ihn gekümmert, ihn über alle Stationen seines Drogenentzugs hinweg begleitet. 

    Dank der Hilfe hat er seinen Schulabschluss geschafft und sogar einen super Ausbildungsplatz im Metallhandwerk bekommen. Mittlerweile macht er eine zweite Ausbildung zum Schiffsmechaniker. Seine Geschichte berührt mich, vor allem aber, dass er nun auch privat glücklich ist. 

    Es zeigt mir erneut: Es ist möglich, da rauszukommen. 

    Mein Tipp an alle mit Problemen: Versucht nicht alleine, sie zu lösen. Ihr seid nicht allein. Es gibt genug Menschen, die euch helfen können. Volkert Ruhe, Ex-Häftling

    Mein Tipp an alle Menschen mit Problemen ist: Versucht nicht, sie alleine zu lösen. Es gibt immer Menschen, die euch helfen können und wollen. Ihr seid nicht allein. 

    Übrigens auch nicht an Weihnachten. Jugendlichen, die nicht wissen, wo sie an Weihnachten hinsollen, steht mein Haus offen. Wenn am 20. oder 21. Dezember mein Telefon klingelt und mir junge Leute sagen, sie seien an Heiligabend ganz allein, lade ich sie unter meinen Tannenbaum ein. Es wäre nicht das erste Mal, dass wir zusammen feiern.

    Allgemein würde ich mir wünschen, dass die Menschen vielleicht nur die Hälfte des Geldes für Weihnachtsgeschenke ausgeben und sich für den Rest in den Dienst der guten Sache stellen. 

    Mir gibt das eine viel größere innere Zufriedenheit, als irgendwelche unnötigen Geschenke, die am Ende doch nur in der Ecke herumliegen. Ich hätte es in meiner Karriere als Drogenschmuggler nicht für möglich gehalten, aber: Anderen zu helfen, erfüllt mich mit mehr Glück als alles andere. 

    Das Gespräch wurde von Amelie Graen aufgezeichnet.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier. 

    (lp)


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    Die Cyber-Monday-Woche ist gerade erst verklungen, schon läutet Amazon die nächste Rabattaktion ein: Vom 6. bis 21. Dezember 2018 könnt ihr bei den Last-Minute-Blitzangeboten günstig die letzten Weihnachtsgeschenke kaufen. Als kleines Extra gibt es zweimal am Tag besonders starke Deals, die um bis zu 70 Prozent im Preis reduziert sind - aber nur solange der Vorrat reicht.

    Weihnachten steht praktisch vor der Tür und die Zeit für den Geschenkekauf wird langsam knapp. Wer dabei noch kräftig sparen möchte, sollte Amazons Last-Minute-Blitzangebote nicht verpassen. Diese starten am 6. Dezember 2018 um 06:00 Uhr morgens im 5-Minuten-Takt und sind jeweils nur solange verfügbar wie angegeben bzw. solange der Vorrat reicht.

    Da beliebte Produkte schon nach kürzester Zeit ausverkauft sein können, kommt es bei vielen Deals auf Schnelligkeit an. Die Aktion selbst läuft bis einschließlich 21. Dezember 2018, so dass die Bestellung pünktlich zu Heiligabend geliefert wird.

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    Zwei Extra-Last-Minute-Blitzangebote pro Tag

    Bei Amazon warten jeden Tag zahlreiche Schnäppchen darauf, entdeckt zu werden. Neben mehreren hundert klassischen Blitzangeboten, die zum Teil bereits ordentlich rabattiert sind, warten die neuen “Extra-Last-Minute-Blitzangebote” mit einer noch größeren Ersparnis auf: Jeweils zweimal täglich um 8:00 Uhr morgens und abends (20:00 Uhr) gibt es ein Produkt bis zu 70 Prozent günstiger.

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    Früher zuschlagen mit Amazon Prime

    Da es sich bei allen Deals um Blitzangebote handelt, können diese - wie bereits erwähnt - schnell vergriffen sein. Eingefleischte Schnäppchenjäger schwören daher auf Amazon Prime. Denn eingeloggte Prime-Mitglieder erhalten bei Amazon immer 30 Minuten früher exklusiven Zugriff auf sämtliche Blitzangebote und erhöhen so die Chance auf ihr Objekt der Begierde beträchtlich.

    Darüber hinaus profitieren sie vom kostenlosen Premium-Versand und weiteren Vorteilen wie dem unbegrenzten Streaming von Filmen bzw. Serien via Amazon Prime Video, gratis eBooks oder unbegrenztem Speicherplatz für Fotos über Amazon Cloud Drive. Wie ihr alle Features optimal ausnutzen, erfahrt ihr hier.

    Amazon Prime kostet 69 Euro pro Jahr bzw. 7,99 Euro bei monatlicher Zahlung und kann natürlich jederzeit gekündigt werden. Neulinge können den Dienst 30 Tage lang gratis testen.

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    Neben den ganzen Echo-Lautsprechern gehörte der Fire TV Stick auch dieses Jahr zu den Dauerbrennern von Amazons Cyber-Monday-Woche. Wer die Angebote im November verpasst hat und/oder in jedem Raum Zugriff auf die beliebtesten Streaming-Dienste wünscht, bekommt bei Amazon aktuell zwei Sticks zum Sonderpreis von 49,98 Euro.

    Standardmäßig kostet ein Stick allein bereits 39,99 Euro. Ihr spart beim Amazon-Angebot also satte 30 Euro. Um auf den Gesamtpreis von 49,98 Euro zu kommen, müsst ihr zwei Fire TV Sticks in den Warenkorb legen und wie gewohnt mit dem Bestellprozess fortfahren - der Rabatt wird im letzten Schritt (vor der Bestätigung respektive Bezahlung) automatisch von der Summe abgezogen. Wie lange die Aktion läuft, ist nicht bekannt. Interessenten sollten sich aber besser beeilen.

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    Unterhaltung pur mit Prime Video, Netflix und vielem mehr

    Natürlich beschränkt der Fire TV Stick das Unterhaltungsangebot nicht auf die Amazon-eigenen Dienste Prime Video und Music. Drittanbieter à la Netflix und Maxdome sowie die TV-Mediatheken von ARD, ZDF, ARTE und der ProSiebenSat.1-Sendergruppe sind ebenfalls mit von der Partie.

    Webbrowser wie Silk oder Firefox dürfen natürlich ebenso wenig fehlen. Insgesamt erhält der Nutzer direkten Zugang zu über 9.000 Apps, Spielen und Alexa Skills. Hierfür verfügt der Stick über einen 8 GB großen internen Speicher.

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    Nur für kurze Zeit: DAZN oder Waipu.tv 3 Monate gratis

    Seit Ende November läuft noch eine andere Aktion bei Amazon: Wer sich dieses Jahr einen Fire TV Stick kauft und ihn bis 31. Dezember 2018, 23:59 Uhr über sein Amazon-Konto registriert, kann den Sport-Streaming-Dienst DAZN oder den IPTV-Service Waipu.tv ganze drei Monate lang kostenlos nutzen. Normalerweise kosten diese 9,99 Euro pro Monat. 

    Amazon Fire TV Stick: Mehr als nur Streaming

    Der Amazon Fire TV Stick kann prinzipiell an jedes Anzeigegerät mit HDMI-Eingang angeschlossen werden - ganz egal, ob Fernseher, Monitor oder Projektor. Dank der kompakten Abmessungen von 85,9 x 30 x 12,6 Millimetern eignet er sich auch hervorragend für unterwegs wie zum Beispiel auf Geschäftsreisen oder im Urlaub.

    Die Stromversorgung erfolgt über ein handelsübliches Micro-USB-Kabel, welches - samt entsprechendem Netzteil - im Lieferumfang enthalten ist.

    Mitgeliefert wird außerdem die Alexa-Sprachfernbedienung, mit der sich der Stick per Stimme steuern lässt. Er versteht zum Beispiel Befehle wie “Starte Netflix” oder “Fünf Minuten nach vorne springen”. Außerdem können Sie Musik abspielen, Restaurants in der Nähe suchen und vieles mehr - Sie müssen nur danach fragen.

    Selbstverständlich funktioniert all das aber nur bei bestehender Internetverbindung über das integrierte WLAN-Modul oder den optionalen Ethernet-Adapter. Entsprechend vernetzt interagiert der Amazon Fire TV Stick sogar mit Smart-Home-Geräten wie Lampen, Lichtschaltern und Thermostaten.

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    Übrigens: Wenn ihr einen Ultra-HD-Fernseher besitzt, ist der Fire TV Stick 4K womöglich die bessere Wahl. Dieser bringt es auf eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln inklusive HDR und Dolby-Atmos-Sound, während der klassische Stick maximal eine Ausgabequalität von 1080/60p unterstützt. Allerdings kostet die 4K-Version derzeit 59,99 Euro (pro Stück).


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    Es gibt Musiker, denen wird in Deutschland nachgesagt, sie hätten Mauern zu Fall gebracht. 

    Und es gibt einen Musiker, der könnte von sich behaupten, eine Regierung zu Fall gebracht zu haben. Matthias Moosdorf heißt dieser Mann. Er kommt aus Leipzig und spielt Cello.

    Wenn Moosdorf nicht gerade Mozart interpretiert, was ihm laut “Spiegel” internationale Anerkennung einbrachte, interpretiert er internationale Abkommen.

    Denn der 53-Jährige ist der Kopf hinter einer länderübergreifenden Kampagne gegen den UN-Migrationspakt, der am Montag in Marrakesch von über 160 Staaten angenommen wurde – und an dem am Wochenende die belgische Koalition zerbrochen war.

    Der Sachse, der für die AfD arbeitet, wurde zum Dirigenten einer stürmischen Sinfonie, die auch im Bundestag erklang. Und die – geht es nach ihm – auch nach der Zustimmung von Marrakesch noch nicht ihren letzten Satz erreicht hat.

    Der HuffPost sagte er am Montag: “Der Global Compact For Migration ist nur ein Werkzeug zur Umsetzung einer bestimmten Doktrin. Es gibt weitere und wir haben schon wieder etwas sehr Interessantes gefunden.”

    Moosdorf findet “Trigger-Worte”

    Moosdorf arbeitet akribisch – hinter den Kulissen.

    Er ist Mitarbeiter des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hebner. Politisch spielt der Star-Cellist also bewusst die zweite Geige. Im Januar allerdings gelingt ihm und seinen Kollegen ihr bislang wohl größter Coup.

    Im Arbeitskreis für Europäische Angelegenheiten entdecken sie ein Thema auf der Tagesordnung, das nicht zur Diskussion kommen soll. Es steht auf der sogenannten B-Liste. 

    “Der Tag hat nur 24 Stunden. Die reichen bei Weitem nicht für all das, was da aus Brüssel reingeschwemmt wird”, erklärt Moosdorf. Der “Globale Pakt zur Migration” soll vom Ausschuss also nur zur Kenntnis genommen. Eine Debatte ist nicht vorgesehen.

    Moosdorf und eine Kollegin, die Juristin Martina Böswald, wittern ihre Chance. Sie heben das Thema auf die A-Liste. Der HuffPost sagt er: “Globaler Pakt für Migration: Das sind so viele Trigger-Worte, das wir sofort erkannt haben, dass wir unbedingt darüber sprechen müssen.”

    So habe das Team vom Frankfurter AfD-Mann Hebner angefangen, sich mit dem Pakt zu beschäftigen. Zu dieser Zeit ist der noch in der Ausarbeitung – und in Deutschland kaum jemandem ein Begriff.

    Unter dem Vorsitz Deutschlands und Marokkos treffen sich Diplomaten, Politiker und diverse Interessengruppen im Rahmen von mehreren Veranstaltungen in Wien, Rabat, Genf und Berlin.

    Würde man in diesen Tagen aber auf der Straße nach dem Vorhaben fragen, wäre die Reaktion wohl höchstens Achselzucken.

    So baut die AfD ein internationales Netz auf

    Im Mai beginnt Moosdorf, sich international zu vernetzen.

    Erste Gespräche “mit Österreich, Polen, Italien” notiert er in einer Chronologie, die er zur “Deutungshoheit” über den Migrationspakt erstellt hat. Der Musiker mit der auffallenden Lockenpracht erstellt Power-Point-Präsentationen, schreibt erste Gastbeiträge in rechten Medien. 

    Gleichzeitig beginnt die AfD damit, auf lokaler Ebene über den Pakt zu informieren. In den Kreisverbänden wird der Plan der UN auf die Tagesebene gehoben, so bringt die Partei schnell eine beträchtliche Basis gegen das Vorhaben in Stellung – viele Monate bevor die Bundesregierung erkennt, dass es Unbehagen in der Bevölkerung gibt.

    So fehleranfällig die junge rechte Partei in ihrer Arbeit in den Parlamenten oft noch scheint, so professionell orchestriert wirkt ihr Vorgehen um Umgang mit dem Migrationspakt.

    Moosdorf erzählt: Am Anfang habe ihn dabei vor allem Neugier getrieben. 

    “Das Dokument soll ja nicht rechtlich bindend sein, trotzdem steht dort immer wieder ‚wir verpflichten uns‘. Also haben wir ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, inwieweit der Pakt bindend ist. Wir standen dabei in Kontakt mit Gruppen in anderen Ländern, die dasselbe auch mit Völkerrechtlern aus ihrem Land gemacht haben.”

    Daraus sei ein reger Austausch entstanden “und es kamen immer mehr Informationen zusammen“.

    Alles geht über seinen Schreibtisch

    Alle Enden laufen bei Hebners Mitarbeiter zusammen.

    Fast alles, was die AfD zum Migrationspakt herausgibt, geht über seinen Schreibtisch. Wohl auch ein umstrittenes Video, das im Sommer die Runde macht.

    Darin montiert die Partei zweifelhafte Aussagen (etwa: Der Pakt sorge für eine Gleichstellung von Migranten und Flüchtlingen) neben reißerische Bilder junger afrikanischer Männer. Dazu ein apodiktisches Fazit: “Die Souveränität der Staaten wird in Migrationsfragen abgeschafft.”

    Über die Kritik an konkreten Passagen des Textes schießt die Partei hier schon bewusst hinaus – sie paraphrasiert. 

    Moosdorf aber beteuert trotzdem: “Wir haben uns immer bemüht, dass alles sehr sachbezogen ist, haben abgewogen und immer wieder auch Formulierungen abgeschwächt. Wir wollten nicht uns nie zu Aussagen hinreißen lassen, die nicht haltbar sind.”

    Die Kritik der Medien – glaubt er – bestätige nur, dass mit dem System grundsätzlich etwas im Argen liege. Er spricht von “Arroganz”, von “Beschwichtigung” – und von “Betrug”. 

    “Abkommen von oben an den Menschen vorbei”

    Aber was macht Moosdorf, den begnadeten Cellisten, eigentlich so wütend?

    Es wäre wohl so einfach wie falsch, ihm rassistische Motive zu unterstellen, wenn er über die afrikanische Überbevölkerung doziert. Eher – so scheint es – geht es ihm um die Frage, wie Demokratie zu funktionieren hat.

    In der Bevölkerung, da ist er fest überzeugt, würde es nie und nimmer eine Zustimmung für den Pakt geben. Er spricht von einer Ablehnungsquote um die 95 Prozent. Insa kommt derweil auf andere Zahlen: Ein Drittel dafür, ein Drittel dagegen, ein Drittel unentschlossen.

    Doch es ist die Erfahrung der Vergangenheit, die Moosdorf über so etwas hinwegblicken lässt: “Das kennen wir schon von TTIP oder dem Gender-Mainstreaming. Wo es früher zwischenstaatliche Verträge gab, die von der Bevölkerung getragen wurden, gibt es nun Abkommen, die von oben – an den Menschen vorbei – implementiert werden.“

    Vor allem nach Österreich findet er mit dieser Schelte für das Establishment Zugang. Hier stimmt die populistische FPÖ in der Regierung neue Töne an, hier verleiht die EU-Ratspräsidentschaft der Causa einen offiziösen Unterbau.

    Regierungen finden keine Antwort

    Der “Spiegel” berichtet: Hebners Team knüpft Kontakte bis in die FPÖ-Spitze zu Parteichef HC Strache. Über den Umweg des EU-Parlaments sammeln die Österreicher Unterstützer für Moosdorfs Ansinnen in vielen rechtspopulistischen Fraktionen des Kontinents.

    Die Medien des Landes machen mit.

    Der FPÖ-nahe “Wochenblick” versucht den Druck auf die Regierung in Wien zu erhöhen. Die Zeitung schreibt: 

    “Angesicht der Brisanz dieses Abkommens formiert sich jetzt Widerstand: Eine überparteiliche Plattform aus Aktivisten und Einwanderungskritikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz rufen zum Stopp des Paktes auf.”

    Gemeint ist damit die Petition des Identitären-Aktivisten Martin Sellner, mit dem auch die AfD bereits auf allen Kanälen wettgeifert. 

    Ein Keil zwischen Institution und Bürger

    Auch das führt wohl zu Moosdorfs großem Coup: Österreich lehnt am 31. Oktober den Pakt ab – eine Blaupause für Populisten überall in der Welt. Etwa in Brüssel, wo die rechte Partei N-VA im Streit über den Pakt aus der Koalition aussteigt.

    Es sind Kräfte, die den Pakt nicht aufhalten können, aber ihn durchlöchern.

    Viel entscheidender: Sie haben das oft so blinde Vertrauen in die internationale Diplomatie in Zweifel gezogen. Und weder die UN, noch die nationalen Regierungen haben darauf eine Antwort gefunden. Das hämmernde Tempo der rechten Kampagne übertrumpfte den schweren Apparat der internationalen Gemeinschaft.

    Moosdorf hatte es mit Mozart gehalten: “Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo.”


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    • Am Sonntagabend war Martin Schulz einer der Gäste in der Talkshow “Anne Will”. 
    • Nach einem Einspieler war der Ex-SPD-Chef plötzlich nicht mehr auf seinem Platz, kam aber wenige Minuten später wieder ins Studio. 
    • Die ARD erklärte nun, warum – wie ihr auch im Video oben seht. 

    Am Sonntagabend haben die Gäste in der Talkshow “Anne Will” über die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer diskutiert. In der Sendung sorgte vor allem SPD-Politiker Martin Schulz mit einer Szene für Aufsehen.

    Nach einem kurzen Einspieler vom CDU-Parteitag in Hamburg war Schulz‘ Platz plötzlich leer. Einige Minuten später lief der ehemalige Parteichef der Sozialdemokraten dann durchs Bild und setzte sich wieder hin.

    Schulz musste auf die Toilette

    Anne Will unterbrach die Diskussion für einen Augenblick und sagte: “Herr Schulz ist kurz draußen gewesen, aber sofort wieder reingekommen.“ Die Moderatorin nannte aber nicht den Grund für Schulz’ Fehlen. Den lieferte eine Sprecherin der ARD erst am Montagnachmittag. 

    Auf eine Anfrage der “Bild” erklärte die Sprecherin der Sendung: Schulz musste schlicht auf die Toilette. Eine sehr menschliche, bei einer Talksendung aber dennoch eher ungewöhnliche Aktion.

    (lp)


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    Was passiert mit US-Präsident Donald Trump, wenn FBI-Sonderermittler Robert Mueller die Schlinge seiner Ermittlung zuzieht? Muss Trump schon bald für mögliche Straftaten büßen?

    Es ist ein Thema, das kontrovers diskutiert wird. Nicht nur, weil die Liste der Anhaltspunkte für Verfehlungen des Trump-Teams im Wahlkampf lang ist. Sondern auch weil die Frage, nach der juristischen Stellung des US-Präsidenten eine komplizierte verfassungsrechtliche Abwägung ist.

    Zum Hintergrund: Mögliche Absprachen mit Russland (in der politischen Debatte gerne “collusion”) könnten zwar zu einem politischen Amtsenthebungsverfahren, nicht aber zu einem strafrechtlichen Verfahren führen. Anders sieht es im Falle eines möglichen Landesverrats (“treason”) aus. Die Übergänge scheinen für den Laien fließend.

     

    Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob ein US-Präsident sich selbst begnadigen kann. Immerhin hat er das Recht, andere Personen von Verbrechen freizusprechen. Bislang hat kein Präsident je versucht, dieses Privileg auf sich selbst anzuwenden.

    Die entscheidenden letzten 10 Minuten

    Die “Washington Post”-Kolumnistin Jennifer Rubin hat dazu in einer Nachrichtensendung des Senders MSNBC am Sonntag eine interessante Theorie geäußert.

    ► Sie glaubt: Trump könnte sich im Falle einer Anklage wohl nicht selbst begnadigen. Deshalb – vermutet sie – würde sich der Republikaner im Falle einer drohenden Verurteilung einer List bedienen. 

    ► “Ich würde hier auf MSNBC voraussagen, dass, wenn Trump sein Amt niederlegt, er die Präsidentschaft 10 Minuten vor Ende (Vize-Präsident) Mike Pence übergibt und Pence ihn begnadigt, so lange es keinen republikanischen Präsidenten gibt, der auf Trump folgt”, sagte Rubin.

    So könnte Trump – im für ihn schlimmsten aller Fälle – einer juristischen Verfolgung entgehen. 


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    ► Nach wochenlangen Protesten der “Gelbwesten” hat der französische Präsident Emmanuel Macron Zugeständnisse angekündigt.

    ► In einer Fernsehansprache erklärte Macron, es solle in Zukunft bei Überstunden weder Steuern noch Sozialabgaben geben. Zudem soll der Mindestlohn steigen – um 100 Euro pro Monat. 

    Die Proteste hatten aus Wut über eine Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise begonnen und richteten sich schon bald auch gegen die Sozialpolitik der Regierung. “Wir wollen ein Frankreich, in dem man würdig von seiner Arbeit leben kann”, erklärte Macron am Montagabend.

    Zum Hintergrund:

    Nach erneuten gewaltigen Krawallen und Ausschreitungen der Protestbewegung der “Gelbwesten” am Wochenende stand der Präsident unter Zugzwang. Beobachtern zufolge handelt es sich um die bisher schwerste Krise seit Macrons Amtsantritt im Mai 2017.

    Am Samstag waren wieder weit mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, davon mindestens 10.000 in der Hauptstadt, um für mehr Steuergerechtigkeit zu demonstrieren. Es war das vierte Wochenende in Folge, an dem die Bewegung in großem Stil zu Protesten aufgerufen hatte.

    Macron hatte am Montagmorgen Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft im Élyséepalast empfangen. Der Präsident wollte bei dem Treffen mit Vertretern der großen Gewerkschaften, der Arbeitgeber sowie der Präsidenten der Nationalversammlung und des Senats Stimmen und Vorschläge hören.


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    Es ist ein Thema, das gern unter den Tisch gekehrt wird, bei aller Diskussion um Migration, Populismus und Ungleichheit. Dabei könnte es ganz maßgeblich mitentscheiden, wie sich Deutschland in den kommenden Jahren entwickelt.

    ► Bleibt das Land wirtschaftlich spitze?

    ► Kann es beim internationalen Wettlauf um Innovationen noch mithalten?

    Maßgeblich könnte das davon abhängen, wie sich die viel zitierte Digitalisierung in Deutschland gestaltet und wie Großprojekte in der Infrastruktur vorangehen. 

    ARD-Moderator Frank Plasberg fragte daher am Montagabend im “Hart aber Fair”-Talk: “Hier Funkloch, da Schlagloch: Ist Deutschland ein Sanierungsfall?“ 

    Die Gäste:

    ► Peter Altmaier, CDU, Bundeswirtschaftsminister

    ► Steffi Neu, WDR 2-Moderatorin

    ► Frank Thelen, Technologie-Investor, “Die Höhle der Löwen“

    ► Hermann Lohbeck, Unternehmer

    ► Lina Ehrig, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

    “Das WLAN ist eine Vollkatastrophe”

    Steffi Neu berichtete, wie sie als Freie Journalistin mit der schlechten Internet- und Telefonverbindung in ihrem Heimatort in Nordrhein-Westfalen kämpfen muss.

    ► “Das WLAN ist Vollkatastrophe. Wir haben 16 M-Bit und zwei Kinder zuhause. Da wird oft mal gebrüllt: Kinder, jetzt offline! Wir wollen Online-Banking machen!”

    Tonaufnahmen versende sie daher stets aus dem Nachbarort. Dort gebe es zumindest eine akzeptable Internetverbindung. Dennoch zahlt Neu 120 Euro im Monat.

    ► Lina Ehrig von der Verbraucherzentrale ordnete ein: Es sei ein häufiges Problem – nicht nur beim WLAN, sondern auch beim Mobilfunk. Nur 1,6 Prozent der Kunden mit Mobilfunkverträgen würden das Internet bekommen, für das sie bezahlen.

    Und das obwohl Deutschland im europäischen Vergleich ohnehin sehr teuer sei. 

    Der Streit um die “Milchkanne”

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier stand unter Rechtfertigungsdruck.

    Er aber schob die Schuld den Dienstleistern zu – Deutschland sei immerhin keine Planwirtschaft. Aber auch er kenne das Problem der Funklöcher.

    “Man fährt von Hamburg nach Berlin auf einer Strecke, wo man früher dachte, man habe eine exzellente Verbindung. Aber heutzutage fliegt man da mehrfach auf der Strecke einfach raus”, sagte Altmaier. Er glaube, die Surf-Kapazität sei zu schnell gestiegen. 

    Unternehmer Hermann Lohbeck konnte Altmaier da nur beipflichten und wählte noch drastischere Worte. Von Moderator Plasberg gefragt, ob er als Viel-Pendler unterwegs arbeiten könne, verfinsterte sich seine Miene.

    “Genauso schlecht wie Herr Altmaier. Das ist einem peinlich, wenn man seine Kunden oder Mitarbeiter im Ausland anruft. Sie rufen da fünf Mal an und haben trotzdem keine vernünftige Verbindung”, monierte Lohbeck.

    Altmaier und Lohbeck.

    Das Auto gehöre für ihn zum Arbeitsplatz dazu – ordentlich arbeiten könne er aber kaum, so Lohbeck. Es sei Aufgabe der Regierung hier bessere Bedingungen zu schaffen, forderte er.

    Der Unternehmer ist Sprecher des Landmaschinenkonzerns CLAAS.

    ► Für ihn besonders ärgerlich: Ein aktuelles Zitat der CDU-Bildungsministerin Anja Karliczek. Die hatte erklärt, 5G-Mobilfunk brauche es “nicht an jeder Milchkanne”. Besonders in der Landwirtschaft wird ein solches Netzwerk aber immer entscheidender.

    Der bekannte Startup-Unternehmer Frank Thelen stellte allerdings die entscheidende Frage: “Wie können wir das finanzieren?” Ihm gehe es darum, dass die wichtigen deutschen Mobilfunkunternehmen “stabilisiert” würden – “damit sie die Netze ausbauen können”.

    Scharfe Kritik an der Bahn

    Einig waren sich die meisten Gäste an anderer Stelle: Die Deutsche Bahn, immerhin ein staatseigener Konzern, ist besonders sinnbildlich für das deutsche Infrastruktur-Debakel.

    ► Altmaier durfte zwar anbringen, es habe sich schon viel zum Guten gewandt, Gehör fand er allerdings nicht.

    Dafür brachte eine Zuschauerin in einem Video-Kommentar die Missmut vieler Kunden auf den Punkt:  “Wenn wir als Arbeitgeber unzuverlässig sind, kriegen wir richtig einen auf Deckel.” Bei der Bahn dagegen passiere nichts. Man könne “beschweren, wie man sich will, es ändert sich nichts”.

    Nichts sei so unzuverlässig wie die Bahn. 

    “Die Bahn ist ein Dienstleister und ich will dass diese Dienstleistung vernünftig erbracht wird”, polterte sie.  Bahnfahren sei für sie “Stresspunkt Nummer eins”.

    ► Auch Plasberg selbst konnte in diesen Kanon einsteigen. Er präsentierte Fotos von mehreren (offenbar schon vor Fahrbeginn) ausgefallen Toiletten, die er selbst bei einer Reise gemacht hatte.

    Bei der Bahn hieße das nur “Komforteinschränkung”. 

    Ein Thema zum kollektiven Kopfschütteln. 


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    Anna heiratet ihren Bauer Gerald aus Namibia. 

    • Das “Bauer sucht Frau”-Traumpaar Gerald und Anna haben gleich zwei Hochzeiten gefeiert – eine in Polen und eine in Namibia.
    • Ihre größte Panne passierte ihnen gleich beim Eröffnungstanz.

    Gerald und Anna haben sich bei “Bauer sucht Frau“ im Jahr 2017 kennen und schnell auch lieben gelernt. Es folgte eine Fernbeziehung, denn Landwirt Gerald lebte auf seiner Farm im afrikanischen Namibia, während Polin Anna in Deutschland wohnte.

    Dass die beiden ihr Leben miteinander verbringen möchten, war für das Paar allerdings rasch klar. “Das war für uns beide irgendwie von der ersten Minute an selbstverständlich!”, erzählte Gerald dem Sender RTL.

    Und auch Anna meinte: “Ungefähr einen Monat, nachdem wir zusammengekommen sind, haben wir schon über Hochzeit gesprochen.”

    Gesagt, getan: Knapp einen Monat nach der TV-Ausstrahlung verlobten sich das Paar. Im Juli diesen Jahres heiratete das Paar – doch nicht nur einmal, sondern gleich zwei Mal. Einmal in Annas Heimat Polen und danach in Namibia bei Freunden und Familie des 32-jährigen Gerald.

    RTL hatte das Paar begleitet, der Sender zeigte nun am Montagabend die Hochzeitsfolge. Dabei zeigten sich bereits Schwierigkeiten bei den Hochzeitsvorbereitungen. Bauer Gerald gab zu:

    “Es war sehr schwer, von Deutschland und Namibia aus eine Hochzeit in Polen zu planen. Die meiste Zeit waren Anna und ich ja gar nicht zusammen an einem Ort. Fast jedes Detail mussten wir am Telefon besprechen. Das hat viel Zeit und Nerven gekostet.”

    Doch die größte Blamage erfolgte direkt auf der Hochzeit in Polen. Gerald und Anna schmiegen sich beim Eröffnungstanz eng aneinander  bis der 32-jährige feststellte, dass er aus den Takt geraten war. Trotz höchster Anstrengung kam er nicht wieder in den Rhythmus. Und dann begann auch Anna zu straucheln.

    Anna und Gerald können über sich selbst lachen.

    “Zum Glück heiraten wir zwei Mal”

    Später gab sie zu: “Ich hatte ein Black-Out. Ich habe die Schritte zwar mitgezählt, aber irgendwann war ich raus.”

    Das Resultat: Gerald und Anna tapsten völlig ungeordnet auf dem Parkett herum – zur Erheiterung aller Gäste. Aber das Paar nahm es mit Humor.

    Zwar verriet Gerald, dass für ihn “die größte Panne unser Hochzeitstanz in Polen” war. Doch zugleich witzelte er: “Zum Glück haben wir die Chance, zwei Mal zu heiraten.” Anna pflichtete ihm bei.

    Das zeigt: Es ist gut, manchmal einfach über sich selbst lachen zu können. 

    (mf)


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    ARD-Kommentator Holger Ohmstedt.

    • Die Nachwirkungen des massiven Streiks bei der Deutschen Bahn werden auch am Dienstag vielerorts noch zu spüren sein.
    • ARD-Kommentator Holger Ohmstedt macht deshalb vor allem der Bahngewerkschaft EVG schwere Vorwürfe.

    Die Bahngewerkschaft EVG hat am Montag zeitweise den Zugverkehr fast deutschlandweit lahmgelegt. Viele Bahnreisende werden die Auswirkungen des Tarifkonflikts vielerorts auch noch am Dienstag bemerken: Zugausfälle, Verspätungen, Fahrplanänderungen wegen logistischer Probleme, die Züge stehen wegen des Streiks schlicht nicht dort, wo sie stehen sollten. 

    Viel Frust über den Streit bei der Deutschen Bahn ließ am Montagabend ARD-Kommentator Holger Ohmstedt in den “Tagesthemen” erkennen – er kritisierte dabei vor allem das Vorgehen der EVG scharf.

    “Wegen ein paar Euro”

    Monatelang hätten EVG und die Deutsche Bahn über den neuen Tarif verhandelt, die meisten Details seien schon geklärt gewesen. “Am Schluß ließ die Gewerkschaft alles platzen – wegen ein paar Euro”, bemerkte Ohmstedt. 

    Er glaubte, dass die “Versuchung” zu groß gewesen sei, “der kranken Bahn noch eins mitzugeben”. Ohmstedt nennt auch den Grund für das Vorgehen: Die EVG versuche, sich im Vergleich mit der Lokführergewerkschaft GDL ein “härteres Streikimage zuzulegen”. In der Vergangenheit hatte die GDL mit Streiks für Aufsehen gesorgt.  

    Ohmstedt wirft der EVG “Profilierungssucht” vor – auf Kosten “von Millionen, die sich die Beine in den Bauch standen und froren”.  

    Fahrgastverband kritisiert Vorgehen der EVG 

    Auch der Fahrgastverband Pro Bahn hat das Ausmaß des Warnstreiks bei der Deutschen Bahn kritisiert. Es sei unnötig gewesen, Schwerpunkte der Arbeitsniederlegungen vorab nicht bekannt zu machen und dadurch fast die ganze Republik lahmzulegen, sagte der Bundesvorsitzende Detlef Neuß am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel dürfe nicht überstrapaziert werden.

    Allerdings äußerte Neuß auch Verständnis für den Ausstand. Bei der Bahn gebe es einen erheblichen Personalmangel und die Mitarbeiter leisteten zahlreiche Überstunden. Diese Probleme habe der Konzern selbst verschuldet. 

    (vw)


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    Windräder in Sachsen-Anhalt.

    ► Die guten Nachrichten: Deutschland produziert so viel Ökostrom, wie nie zuvor. Wie eine Sprecherin des Energiekonzerns Eon mitteilte waren es in diesem Jahr 22 Milliarden Kilowattstunden – rund fünf Milliarden mehr als 2018.

    ► Die schlechten Nachrichten: Die deutschen Steuerzahler müssen auch im Jahr 2018 hunderte Millionen Euro für ungenutzten Ökostrom bezahlen, der nicht in deutsche Stromnetze geflossen ist.

    ► Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum kletterten die Entschädigungsansprüche laut der Bundesnetzagentur von 142 Millionen Euro auf 228 Millionen Euro. Das berichtete die “Augsburger Allgemeine” unter Berufung auf die Behörde. 

    Darum bleibt der Strom ungenutzt:

    Auch für das kommende Jahr veranschlagt die Bundesnetzagentur dem Zeitungsbericht zufolge 144 Millionen Euro Entschädigungsansprüche.

    ► Wie die Bundesnetzagentur gegenüber der Zeitung erklärte, sei der Kostenanstieg vor allem damit verbunden, dass bei kräftigen Küstenwinden die Netzkapazität nicht ausreiche, um den produzierten Ökostrom abzutransportieren.

    ► Auch weil Windräder auf See noch nicht an Offshore-Windparks angebunden sind, oder weil diese noch gar nicht in Betrieb sind, können laut der Behörde Entschädigungsansprüche entstehen.

    Der Sprecher der Bundesnetzagentur sagte der Zeitung: “Der Netzausbau muss insgesamt aufholen, um mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt zu halten.”

    So reagieren die Grünen auf die “Stromverschwendung”:

    Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock kritisierte die Situation in der “Augsburger Allgemeinen” scharf. Windenergie dürfe laut Baerbock nicht einfach abgeregelt werden. Vielmehr brauche es “alternative Verwendungsmöglichkeiten für den Ökostrom“ – ob zum Heizen oder im Verkehrsbereich.

    “Erneuerbarer Strom darf nicht ungenutzt verschwendet werden, weil klimaschädlicher Kohlestrom die Netze verstopft”, sagte Baerbock. Sie kritisierte die GroKo wegen dem nur langsam voranschreitenden Ausbau von Leitungen, die den Transport von Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands sicherstellen:

    Mit Material von dpa.

    (mf)


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    • Eine junge Waliserin dachte zwei Jahre lang, sie sei schwanger. 
    • Doch dann entdeckten Ärzte eine 26 Kilogramm schwere Zyste in ihrem Bauch.

    Als Keely Favell aus dem walisischen Swansea 2014 anfing, rapide an Gewicht zuzunehmen, glaubte sie zunächst, sie würde einfach dicker werden.

    Doch ihr Bauch wuchs immer weiter, wie die britische Tageszeitung “The Guardian” berichtet. Als sie sich zwei Jahre später operieren lässt, finden die Ärzte kein Baby.

    Wenn sie Fremde fragten, ob sie schwanger sei, spielte sie mit

    Dem britischen Nachrichtensender BBC sagte die heute 28-Jährige:

    “Ich war immer etwas pummelig, aber im Laufe der Jahre habe ich langsam diesen Bauch bekommen. Er wuchs so langsam, dass ich nicht wusste, dass irgendwas nicht stimmt. Ich dachte, ich nehme nur zu.”

    Wenn Fremde sie auf der Straße fragten, wann denn ihr Baby käme, spielte sie mit, weil es ihr zu peinlich war, zu erzählen, dass sie nicht schwanger sei.

    Mehr zum Thema: Mutter ist mit Drillingen schwanger: So riesig ist ihr Bauch

    “Ich bin mit meinem Freund Jamie Gibbins schon seit zehn Jahren zusammen und wir haben uns schon mehrfach gefragt, ob ich schwanger bin – aber wir haben mehrere Tests zuhause gemacht und die haben das immer ausgeschlossen.”

    Gleichzeitig beharrten ihre Ärzte – trotz mehrerer negativer Schwangerschaftstests – darauf, dass sie schwanger sein müsse. 

    “Wenn man mich so ansah, hätte jeder geglaubt, dass ich im neunten Monat bin”, sagte sie.

    Die Ärzte waren geschockt

    Im Glauben, sie sei schwanger, ließ ihr Frauenarzt sie im Januar letzten Jahres per Ultraschall untersuchen.

    “Ich lag da mit Jamie neben mir und die Radiologin bewegte die Sonde über meinen Bauch. Ich sah, wie sich ihre Augen vor Schreck weiteten, doch der Bildschirm war einfach nur schwarz.”

    Bei einer weiteren Untersuchung stellte ein Arzt fest, dass sie eine große Zyste hatte, die von Flüssigkeit umgeben war.

    “Der Arzt sagte mir, dass ich gar nicht fett war – eigentlich war ich ziemlich dünn. Ich werde den schockierten Gesichtsausdrucks des Arztes nie vergessen, als er mich untersuchte.”

    Zu diesem Zeitpunkt hatte Favell schon Probleme beim Laufen und litt unter Atembeschwerden. 

    Die Zyste wurde im März letzten Jahres operativ entfernt und wog gigantische 26 Kilogramm. Das entspricht etwa dem Gewicht von sieben normalgroßen Neugeborenen. Sagte Favell.

    “Ich konnte kaum glauben, dass ich so lange mit diesem medizinischen Alien in mir herumgelaufen bin. Es sah aus wie in riesiger Haufen Eiscreme.”

    Nach vier Tagen im Krankenhaus konnte sie wieder nach Hause. 

    “Ich kann meinem Chirurgen gar nicht genug danken”

    Und obwohl ihr eine große Narbe ähnlich der eines altmodischen Kaiserschnitts und Schwangerschaftsstreifen bleiben, wird sie wohl in Zukunft auch wirklich schwanger werden und Kinder bekommen können.

    Ihre Genesung laufe gut und obwohl es auf dem Weg ein paar kleinere Probleme gab, sei sie heute viel gesünder als letztes Jahr. “Sowohl körperlich als auch geistig”, sagte Favell.

    Sie hatte völlig vergessen wie schwierig sogar einfach Sachen wie Autofahren oder Treppensteigen geworden waren. “Den Klumpen loszuwerden, hat mir mein Leben zurückgegeben. Ich kann meinem Chirurgen gar nicht genug danken.”

    (ujo)


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    • 2018 war ein extrem erfolgreiches Jahr für Schlagersängerin Helene Fischer.
    • Daher will die 34-Jährige gerade für das neue Jahr 2019 kürzertreten.
    • Im Video oben seht ihr, welche Zukunftspläne Helene Fischer hat.

    Helene Fischer ist aktuell Deutschlands erfolgreichste Sängerin: Dahintersteckt natürlich viel Arbeit. Gerade für eine perfektionistische Künstlerin wie Helene.

    Im Jahr 2018 war die 34-Jährige mit ihrer Welttournee und ihrem aktuellen Album quasi im Dauerstress.

    Auch wenn die Sängerin in der Forbes-Liste sogar den achten Platz der bestverdienenden Musikerinnen der Welt belegte: Helene Fischer möchte nach den Erfolgen wieder etwas Kraft tanken. Vielleicht sogar kürzertreten?

    Fischer: “Ich habe keine konkreten Pläne für das kommende Jahr und werde mir bewusst ein bisschen Zeit nehmen”

    Das

     Dass die Sängerin im kommenden Jahr zur Ruhe kommen will, verriet sie in einem Interview mit dem Modemagazin “Vogue”. Star-Fotograf Peter Lindbergh fotografierte sie hier auch für das berühmte Cover.

    Dort sagte sie:

    ”Ich bin im Moment in einer Situation, wo ich alles, was kommt, annehme und dann sozusagen einfach auf einer Welle reite. Ich habe keine konkreten Pläne für das kommende Jahr und werde mir bewusst ein bisschen Zeit nehmen, um einfach mal in mich hineinzuhorchen, wo ich hin will und was die nächsten Schritte sind.”

    Weiter sagte sie: “Ich habe das Gefühl, meine Karten wurden einmal durchgemischt und hingeworfen, und jetzt muss ich gucken, was ich daraus mache.”

    Ob sie damit auch ihre private Zukunft mit ihrem langjährigen Freund Florian Silbereisen meint, sagt sie dabei nicht. Die beiden sind seit mehr als zehn Jahren ein Paar. Im Sommer 2017 sprach Helene Fischer selbst davon, gerne irgendwann einmal Mutter sein zu wollen. 

    (kiru)


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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei seiner Fernsehansprache am Montagabend.

    13 Minuten, die die nahe Zukunft Frankreichs entscheidend prägen. Präsident Emmanuel Macron trat am Montagabend nach langem Schweigen vor die Kameras. Medien nannten den Auftritt die “Stunde der Wahrheit” und einen “Drahtseilakt”.

    In seiner Rede an die Nation ging Macron einen großen Schritt auf die “Geldwesten”-Protestler zu. Am Wochenende waren zum dritten Mal in Folge die Demonstrationen von Ausschreitungen und Krawallen überschattet worden.  

    Klar ist: Der Staatschef will und muss die empörten Bürger besänftigen. Er zeigte Bescheidenheit und bewegte sich in der Sozialpolitik. Macron warb außerdem dafür, gemeinsam einen Weg zu finden, um aus der schweren Krise herauszukommen. Der Staatschef sprach von einem “wirtschaftlichen und sozialen Notstand”.

    Doch reicht all das aus? Macrons Maßnahmen, die Kosten und die Folgen – auf den Punkt gebracht.

    Die Ausgangslage:

    Nach erneuten gewaltigen Krawallen und Ausschreitungen der Protestbewegung der “Gelbwesten” stand Frankreichs Präsident Macron unter Zugzwang. Beobachtern zufolge handelt es sich um die bisher schwerste Krise seit seinem Amtsantritt im Mai 2017.

    Am Samstag waren wieder weit mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, davon mindestens 10.000 in der Hauptstadt, um für mehr Steuergerechtigkeit zu demonstrieren. Es war das vierte Wochenende in Folge, an dem die Bewegung in großem Stil zu Protesten aufgerufen hatte. 

    Die Protestbewegung hatte sich Mitte November angesichts geplanter Steuererhöhungen auf Kraftstoffe formiert. Dieses Vorhaben hatte die Macrons Mitte-Regierung bereits  in der zurückliegenden Woche auf Eis gelegt.

    Die Forderungen der Demonstranten reichen jedoch viel weiter: von Steuersenkungen bis hin zum Rücktritt Macrons.

    Mit welchen Maßnahmen Macron auf die “Gelbwesen”  zugeht:

    Mit Zugeständnissen in der Sozialpolitik versucht der französische Präsident Emmanuel Macron, die “Gelbwesten”-Krise in den Griff zu bekommen.

    ► Der Staatschef kündigte am Montagabend in einer Fernsehansprache an, dass der Lohn für Beschäftigte auf Mindestlohn-Niveau um 100 Euro pro Monat ansteigen werde.

    ► Beschäftigte sollen auch eine Jahresendprämie erhalten, wenn Arbeitgeber dazu in der Lage sind: “Wir wollen ein Frankreich, in dem man würdig von seiner Arbeit leben kann”, erklärte der 40-Jährige.

    ► Es solle in Zukunft bei Überstunden zudem weder Steuern noch Sozialabgaben geben.

    ► Auch Rentner, die über weniger als 2000 Euro monatlich verfügen, sollen entlastet werden. Die Erhöhung der Sozialabgaben soll für sie im kommenden Jahr ausgesetzt werden, erklärte Macron.

    ► Zugleich lehnte er aber eine Wiedereinführung der weitgehend abgeschafften Vermögensteuer für wohlhabende Bürger ab. Diese Steuer sei für diejenigen abgeschafft, die in die Wirtschaft investieren und so zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen, sagte Macron in seiner Rede.

    Was die Zugeständnisse von Macron kosten:

    Die Schätzungen darüber, wie viel die angekündigten Maßnahmen Macrons kosten, gehen auseinander:

    ► Olivier Dussopt, Staatssekretär im Ministerium für Minister für Aktion und öffentliche Finanzen, bezifferte die Kosten am Montagabend bei BFMTV “zwischen acht und zehn Milliarden Euro”. Dussopt betonte zugleich, dass Macrons Regierung noch “eine Reihe von Dingen verfeinern” werde.

    ► Auch nach Einschätzung von Verkehrsministerin Elisabeth Borne schlagen die  Zugeständnisse Macrons mit etwa acht bis zehn Milliarden Euro zu Buche. Es sei jetzt an der Regierung, genaue Zahlen zu errechnen, sagte Borne am Dienstag dem Radiosender Franceinfo. Auf die Frage, ob gleichzeitig Einsparungen geplant seien, sagte die Ressortchefin: “Wir werden sehen, wie wir diese Maßnahmen finanzieren.”

    ► Der Wirtschafts- und Politikchef des französischen Nachrichtenmagazins “Paris Match” berichtet von deutlich höheren Ausgaben. “Diese soziale Wende wird laut einer ersten Schätzung des Ausschusses für soziale Angelegenheiten der Nationalversammlung 15 Milliarden Euro kosten”, twitterte Bruno Jeudy.

    Wie erfolgversprechend die Zugeständnisse sind:

    Beobachter zweifeln, dass die Zugeständnisse Macrons und der Mitte-Regierung von Premier Philippe ausreichen werden. Auch, weil die Forderungen der “Gelbwesten” mittlerweile weitgehender sind. Für kommenden Samstag haben sie bereits zu neuen Protesten aufgerufen. 

    Auch von der Opposition kam Kritik. Macron habe nicht erkannt, dass seinem Konzept mit einer “ungeregelten Globalisierung” widersprochen werde, sagte die Rechtspopulistin Marine Le Pen.

    Welche Auswirkungen Macrons Vorhaben auf Europa hat:

    Die milliardenschweren Steuer- und Abgabenerleichterungen dürften Frankreich teuer zu stehen kommen. Eigentlich hatten die Franzosen Europa versprochen, die Staatsfinanzen zu sanieren und die Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung dauerhaft einzuhalten.

    Die Defizitgrenze könnte Frankreich nun jedoch möglicherweise erneut nicht schaffen. Bisher sieht die Planung für 2019 ein Haushaltsdefizit von 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung vor. Erstmals seit 2007 lag Frankreich im Jahr 2017 mit einem Wert von 2,6 Prozent unter der Schwelle.

    Landwirtschaftsminister Didier Guillaume stellte die Drei-Prozent-Schwelle deshalb schon einmal in Frage: “Ich bin dafür, dieses Dogma in Europa in Bewegung zu bringen”, sagte er im Nachrichtensender Franceinfo.

    ► Der Streit um das Neuverschuldungslimit ist auch mit Blick auf Italien von Bedeutung: Die dortige rechtspopulistische Regierung will sich ebenfalls massiv neuverschulden – und hatte bei Kritik aus Brüssel auch immer auf Frankreich verwiesen. Macron schaffte es bisher, die Defizitgrenze einzuhalten und damit insbesondere gegenüber Deutschland glaubwürdig aufzutreten.

    Wenn mit Frankreich und Italien aber zwei der drei größten Volkswirtschaften der Euro-Zone ins Wanken geraten, dürfte eine Rettung nahezu unmöglich sein. 

    Die Folgen von Macron Zugeständnissen – auf den Punkt gebracht:

    Der sonst so angriffslustige Emmanuel Macron ist angesichts der “Gelbwesten”-Proteste gefährlich in die Defensive geraten. Die jetzt angekündigten Zugeständnisse sind zwar ein deutliches Entgegenkommen.

    Offen bleibt allerdings nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Wirkung auf die Demonstranten. Vor allem der rechte und linke Rand dürfte mit dem Maßnahmen kaum zufriedenzustellen sein: Weder führt Macron die Vermögenssteuer wieder ein, noch tritt er freiwillig ab.

    Mit Material von dpa.

    (vw)


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    Michail Popkow bei einer Gerichtsverhandlung.

    ► Ein russischer Ex-Polizist in Sibirien hat nach Auffassung eines Gerichts insgesamt 77 Frauen ermordet. Der 53-Jährige könnte damit als gefährlichster Serienmörder in die Kriminalgeschichte Russlands eingehen.

    ► Ein Gericht in der Stadt Irkutsk sprach den Mann namens Michail Popkow am Montag des Mordes an 55 Frauen und einem Polizisten schuldig und verhängte eine lebenslange Haftstrafe, wie das Staatliche Ermittlungskomitee in Moskau mitteilte.

    ► Bereits 2015 war der Popkow wegen der Ermordung von 22 Frauen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. In Haft hatte er weitere Fälle gestanden.

    So ist Russlands schlimmster Serienmörder vorgegangen:

    Popkow hatte von 1992 bis 2010 in Angarsk, Irkutsk und Wladiwostok Jagd auf Frauen gemacht. Wenn sie abends allein auf dem Heimweg waren, bot er ihnen an, sie im Auto mitzunehmen.

    An einsamen Stellen im Wald vergewaltigte und tötete er dann die Frauen. Er selbst verstand sich demnach als “Reiniger” und ermordete seine Opfer wegen ihres angeblich “unmoralischen Lebenswandels”.

    Dabei arbeitete Popkow bis 1998 als Streifenpolizist, später bei einem privaten Sicherheitsdienst. Die Ermittler taten sich über Jahre schwer, ihrem Ex-Kollegen auf die Spur zu kommen.

    Als schlimmster Serienmörder der russischen Geschichte galt bislang Andrej Tschikatilo (1936-1994), der zu sowjetischen Zeiten nachgewiesen 53 Menschen ermordete.

    (mf)


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    • Schlagersänger Willi Herren soll seine Frau nach einem Alkoholrausch krankenhausreif geschlagen haben.
    • Die 39-Jährige rief mitten in der Nacht die Polizei.
    • Willi Herren zeigte danach Reue – wie ihr auch im Video oben seht.

    Vergangene Sonntagnacht soll Willi Herren seine Frau während eines Streits geschlagen haben. Um 2.45 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein. Am Telefon: Die 39-jährige Ehefrau des Schlagersängers Willi Herren Jasmin Jenewein. Völlig aufgelöst soll sie den Beamten berichtet haben, dass ihr Mann sie blutig geschlagen habe. 

    Der 43-jährige Herren habe kurz zuvor die RTL2-Show “Aprés Ski Hits 2019” aufgezeichnet, heißt es laut Bericht der “Bild”-Zeitung. 

    Der Streit eskalierte vor einem Strip-Club

    Der Schlagersänger soll nach dem Dreh ohne seine Ehefrau in einen örtlichen Strip-Club gegangen sein und sich dort vergnügt haben. Seine Frau tauchte laut “Bild” dort wenig später jedoch auf. 

    Vor dem Club soll die Situation dann eskaliert sein. Jasmin Jenewein sei aufgebracht gewesen, stellte ihren Mann zur Rede und verpasste ihm eine Ohrfeige, so schreibt es die “Bild”. 

    Daraufhin sei Willi Herren ausgerastet und habe seiner Frau zweimal ins Gesicht geschlagen. Mit einer blutigen Lippe sei die 39-Jährige in ein Krankenhaus gefahren und dort behandelt worden. 

    Willi Herren: “Ich habe mich betrunken nicht unter Kontrolle” 

    Noch in derselben Nacht erstattete die Polizei laut “Bild” Anzeige gegen Herren. Er soll den Beamten gegenüber zwar stark alkoholisiert aber nicht aggressiv gewesen sein.

    Willi Herren selbst entschuldigte sich. Der “Bild”-Zeitung sagte er: “Ich weiß, dass ich mich betrunken nicht unter Kontrolle habe.” Im alkoholisierten Zustand begehe er gerne richtige Dummheiten, an die er sich später nicht erinnern könne, sagte er.

    Er wisse allerdings, dass er im Club war und seine Frau ihn zur Rede stellte:

    “Meine Frau machte mir vollkommen zu Recht eine Szene. Ich habe mich falsch verhalten und kann mich bei meiner Frau nur öffentlich entschuldigen.”

    (nsc)