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Huffington Post Germany Athena

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    Der ein oder andere Zuschauer erlebte bei dieser Szene mit Kandidatin Gisele wohl ein echtes Dejavú.

    • Am gestrigen Freitag sind zum 13. Mal zwölf Prominente in das Dschungelcamp gezogen.
    • Dabei fiel der Satz “Ich bin ein Star – holt mich hier raus” so früh wie noch nie zuvor.

    Der Dschungel ruft und seit dem gestrigen Freitag sind nun wieder einmal zwölf teils mehr, teils weniger berühmte Kandidaten diesem Ruf gefolgt. Bereits zum 13. Mal verfrachtet RTL Prominente bei“Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” in den australischen Dschungel.

    Wieder schauen zwei Wochen lang jeden Abend Millionen Deutsche dabei zu, welcher Star die stärksten Nerven beweisen wird und am längsten im Camp verharrt, um mit der Krone nach Hause zu gehen.

    Und wie immer stellt sich die Frage: Wird der ein oder andere Kandidat es Schlagersänger Michael Wendler oder Transgender-Model Giuliana Farfalla gleichtun und die berühmten Worte “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” aussprechen?

    ► Und tatsächlich fiel in diesem Jahr der Satz früher als je zuvor.

    Kandidaten werden noch vor Campeinzug zur Dschungelprüfung geladen

    Denn dieses Mal ließ sich der Sender eine ganz besondere Neuerung einfallen: Während sich eine Hälfte der Kandidaten ohne Vorwarnung nicht einmal im Hotel einquartieren durfte und sofort kurz nach Ankunft ins Dschungelcamp ziehen musste, sollte die andere Hälfte noch vor dem Einzug die erste Dschungelprüfung absolvieren.

    Evelyn Burdecki, Leila Lowfire, Gisele Oppermann, Peter Orloff, Tommi Piper, Felix van Deventer, Bastian Yotta und Doreen Dietel wurden zur ersten Prüfung außerhalb des Camps auf circa hundert Höhenmeter gebeten. Die Stars sollten dabei auf dem australischen Focus Tower, ein berühmtes Hochhaus in Surfers Paradise, eine frei schwebende Planke entlang balancieren und sich so die Sterne für ihr erstes Abendessen im Camp erspielen.

    Schon 2008 hatte Gisele bei

    Treue “Germany’s Next Topmodel”-Fans könnten in diesem Moment bereits geahnt haben, dass es möglicherweise kein Zufall war, dass ausgerechnet Model Gisele Oppermann bei diesem Spiel antreten musste.

    In der dritten Staffel des Modelcastings rund um Heidi Klum zog die “Kult-Heulsuse”, wie sie von einigen seither bezeichnet wird, die gesamte Aufmerksamkeit auf sich, als sie bei einer Challenge einen Catwalk entlang einer Hauswand absolvieren sollte. Damals jammerte sie bereits, dass sie im Schwimmbad nicht einmal auf das Fünf-Meter-Brett gehen würde, da ihr dieses zu hoch sei. Der Versuch endete damals - wie so oft - mit bitteren Tränen.

    ► Auch ganze elf Jahre später hat das Model seine Höhenangst offenbar nicht überwunden.

    Gisele Opperman weint und bricht die erste Prüfung ab...

    Denn nachdem Evelyn, Felix, Leila und Peter alle je einen Stern für ihr Team geholt hatten, konnte Gisele ihren Campgenossen nicht nacheifern. Noch vor der Planke übermannte sie panische Angst und wieder kullerten Tränen. “Ich habe Angst. Es geht nicht. Ich schaffe es nicht.” 

    Und so verkündete die 31-Jährige als Erste in der neuen Staffel: “Ich bin ein Star, holt mich hier raus”.

    ... und später auch die zweite

    Unweigerlich kommt die Frage auf: Sind die Nerven des Models wirklich stark genug für das Camp?

    Auch in der zweiten Prüfung der Auftaktfolge stellte sie sich nicht viel besser an. Bei einer Essensprüfung, bei der sie eine Made essen sollte, hatte sie leider ebenfalls keinen Erfolg. Nach Husten und Würgen musste sie erneut aufgeben und auf den Stern verzichten. 

    Eigentlich habe Gisele den Plan zu beweisen, dass sie seit “GNTM” reifer geworden und die beste Kandidatin für den Dschungel sei.

    In der ersten Folge des Camps konnte sie dies allerdings noch nicht wirklich beweisen.

    (kiru)


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    Hubertus Heil hält nichts von einer Abschaffung aller Sanktionen.

    ► Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) hat eine Initiative für einen europäischen Mindestlohn angekündigt.

    Deutschland habe enorm von der ökonomischen Einigung profitiert, aber die Arbeitnehmerfreizügigkeit werde immer wieder zur Ausbeutung von Menschen genutzt, sagte Heil im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

    ► Notwendig seien deshalb “gleiche soziale Mindeststandards in den Mitgliedsländern. Wir werden dafür einen Rechtsrahmen für Mindestlöhne und Grundsicherungssysteme entwickeln”, sagte der SPD-Politiker.

    Mit Blick auf den Hartz-IV-Streit in der SPD warb Heil für einen Mittelweg, sprach sich aber auch für den Fortbestand von Sanktionen aus. “Wer auf Hilfe angewiesen ist, benötigt Unterstützung. Gleichzeitig ist es nicht zu viel verlangt, dass Menschen mitwirken, um ihre Lage zu verbessern”, sagte der SPD-Politiker.

    SPD-Chefin Andrea Nahles hatte zuletzt eine teilweise Abschaffung der Sanktionen in Aussicht gestellt.

    Das will Heil mit seinem Vorstoß genau:

    Konkret kündigte der Minister an: “Ich werde den Aufbau von Mindestlohn- und Grundsicherungssystemen zum Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr machen. Nur wenn wir den sozialen Zusammenhalt in Europa stärken, halten wir die EU zusammen, die uns Frieden und Wohlstand sichert.”

    Heil wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die Kluft zwischen reichen und armen EU-Staaten größer geworden sei: “Das bedroht das europäische Einigungsprojekt.”


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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat ein neues Lieblingsthema.

    Der streng gläubige Muslim und das Cannabis: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat ein neues Steckenpferd - die Wiedereinführung des Hanf-Anbaus in der Türkei.

    Erdogan sprach in gleich mehreren präsidialen Reden in den vergangenen Tagen über Hanf. Am Freitag ging Erdogan ins Detail:

    “Ich bin aus Rize. In Rize wurde einst Hanf hergestellt. Es wurden sogar Unterhemden daraus gemacht, denn die Schweißabsorption ist auf hohem Niveau”, sagte er vor Parteimitgliedern in Ankara.

    Sein Hauptargument aber war, dass sich aus Hanffasern Einkaufstaschen machen lassen. Schon länger wird über eine Wieder-Einführung des Hanfanbaus in der Türkei diskutiert.

    Der lobenswerte Hintergrund:

    Seit dem 1. Januar kosten Plastiktüten in türkischen Supermärkten und anderen Läden Geld - 25 Kurus (etwa vier Cent) zahlen die Einkäufer nun.

    Das soll nach und nach den hohen Tütenverbrauch und damit die Umweltverschmutzung reduzieren. Man werde nun “Millionen Stofftaschen und Netze” produzieren, um sie ans Volk zu verteilen - vor allem im Wahlkampf. Im März stehen Kommunalwahlen an.

     

    Plastik sei "schlimm", denn es zersetze sich in Hunderten von Jahren nicht, sagte der Präsident.

    Zur Motivation hatte er eine weitere persönliche Anekdote parat: "Mein Mütterchen hat selbst zu Hause Netzfäden gemacht, und mit diesem Netz haben wir unsere Einkäufe erledigt. Wenn sie schmutzig waren, haben wir sie gewaschen und wieder verwendet. Dahin kehren wir jetzt zurück." 

    Was die Gegenseite sagt:

    Die oppositionelle Nachrichten-Webseite Diken hatte allerdings am Donnerstag berichtet, dass von der neuen Tütenregelung nicht nur die Umwelt profitiere, sondern auch das Präsidialamt. 15 der 25 Kurus pro Tüte flössen dorthin.

    In dem Bericht kritisiert die Vizechefin der Oppositionspartei CHP, Gülizar Bicer Karaca, dass das Amt so im Jahr das Mehrfache vom Budget des Umweltministeriums verdiene. 


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    Helene Fische und Florian Silbereisen bei den “Schlagerchampions 2019”

    • Bei der TV-Show “Schlagerchampions 2019” trafen Helene Fischer und Florian Silbereisen nach ihrer Trennung zum ersten Mal aufeinander.
    • Am Ende wurde Helene Fischer von ihren Gefühlen übermannt und vergoss Tränen. Und Florian Silbereisen äußerte sich zu dem Helene-Tattoo auf seinem Arm. 

    Sie kämpft mit sich selbst. Das sieht man ihr an. Doch sie verliert: Helene Fischer weint vor Millionen Zuschauern. In Florian Silbereisens Arm. Ihrem Ex-Freund. Kurz vor Weihnachten haben beide nach zehnjähriger Beziehung ihre Trennung bekanntgegeben. 

    Nun stehen sie nebeneinander in der ARD-Show “Schlagerchampions 2019”. Live. Jeder hat auf diesen Auftritt gewartet. Kurz vor Schluss rauscht Helene in einem silberfarbenen Minikleid über die Bühne. Sie singt “Flieger” und heimst drei Preise ein. Doch das interessiert hier heute niemanden. 

    Helene Fischer hat einen neuen Partner, Florian Silbereisen merkt man das nicht an

    Als ihr Ex-Freund Florian Silbereisen neben ihr auftaucht und dem Schlager-Star gratuliert, kreischen die Fans im Saal. Zu Beginn eine lange Umarmung. Helene schließt andächtig die Augen. So, als hätte sie ihren einstigen Vertrauten lange nicht gesehen. Vermutlich hatten sie sich jedoch vor ihrem Auftritt hinter der Bühne begrüßt. 

    Mehr zum Thema:Helene Fischer: Hier prophezeite Florian Silbereisen unfreiwillig die Tre nnung

    Florian Silbereisen strahlt. Er ist professionell. Das, was sonst immer eine Helene Fischer verkörperte, diese Perfektion, das Strahlen, die gute Laune, das brachte er heute mit. Florian Silbereisen wirkt gefasst. Verwunderlich, denn immerhin wollte er die Trennung nicht. Helene selbst hat einen neuen Partner, einen Akrobaten aus ihrem Team. Silbereisen ist single. 

    Helene Fischer: “Die letzten Monate waren turbulent, du wirst es besser wissen”

    Aus dem Publikum kommt die Frage: “Liebe Helene, wie geht es dir?” „Ja, ja, wie soll es mir gehen...”, stammelt sie zunächst mit zittriger Stimme. “Die letzten Monate waren turbulent, du wirst es besser wissen. Aber mir geht es gut und es ist schön hier zu sein, bei dir, in dieser Show. Definitiv.“ Silbereisen ergänzte nickend: “Und ich freu mich wirklich sehr”. Dann nimmt er seine Ex-Freundin in den Arm.

    Eine Sekunde hält er inne, dann befindet Silbereisen: “Das ist schon irgendwie... eigentlich wie immer und doch ein bisschen anders. Aber es ist trotzdem sehr, sehr schön, dass du hier bist.“ Helene lächelt.

    Helene Fischer weint in Florian Silbereisens Arm

    Helene Fischers Tattoo auf Florian Silbereisens Arm

    Dann liest er die Frage aus dem Publikum vor: “Lieber Florian, was machst du denn jetzt mit deinem Tattoo auf dem Oberarm?” Silbereisen lacht verschämt, Helene streicht ihm durchs Haar. “Jetzt mal ganz ehrlich, ohne Quatsch, ne”, setzt der Moderator an, “ich möchte das jetzt hier mal ganz kurz loswerden: Ich würde niemals auf den Gedanken kommen, dieses Tattoo auch nur im Geringsten zu entfernen, denn wir beide hatten zehn wahnsinnige Jahre und das ist immer ein Teil meines Lebens.” Helene stimmt zu und nickt. Ihre Augen werden glänzend. Tränen sammeln sich. “Und dieses Tattoo werde ich weiterhin voller Stolz tragen und irgendwelche Menschen haben irgendein Tattoo von Madonna oder Elvis, und ich habe als Schlager-Fan die allerbeste Helene da drauf. Und so bleibt es auch.” 

    Mehr zum Thema: Helene Fischer und Florian: Ungewöhnliches Aufeinandertreffen nach Trennung

    Helene Fischer versucht, sich zu beherrschen, doch die Tränen fließen. Sie ist gerührt und ergriffen von so viel Gefühl. Inmitten von 10.000 Menschen macht ihr der Mensch, mit dem sie so lange ein Leben geteilt und doch nach zehn Jahren getrennt hat, immer noch eine Liebeserklärung. Mehr Größe hätte Florian Silbereisen nicht beweisen können.  

    Florian Silbereisen beschreibt seine Gefühle – Helene weint

    “Ich weiß, dass viele das nicht glauben”, schluchzt Helene unter Tränen, “und das als Show oder was auch immer bezeichnen, aber es ist so, so großartig mit dir heute. Und ja, es ist emotional.” Silbereisen nimmt sie in den Arm. Keinen Millimeter weicht er von ihrer Seite. “Wir sind alle nur Menschen”, antwortet er. “Wir hatten eine ganz tolle Zeit und wir beide bleiben beste Freunde, egal, was die schreiben. Egal, was jeder denken mag, das wird sich niemals ändern. Da sind wir viel zu nah, wir zwei...” Helene strahlt ihn an und nickt. Danach singt sie ein letztes Mal.

    Mehr zum Thema: “Helene Fischer Show”: Skurrile Trennungsszene auf der Bühne sorgt für Aufregung

    Natürlich ist auch dieser Auftritt eine große Show, aber das Gefühl zwischen ihnen beiden ist es nicht. Ihre Tränen sind es nicht. Und dieser Moment ist es nicht. In dieser Sekunde wünscht man sich, Helene Fischer und Florian Silbereisen wären immer noch ein Paar.


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    Donald Trump und Wladimir Putin beim vergangenen G20-Gipfel in Argentinien. 

    US-Präsident Donald Trump hat Details und Inhalte seiner Treffen mit Wladimir Putin selbst vor Mitarbeitern im Weißen Haus und Mitgliedern seines Kabinetts verschwiegen. Das berichtet die “Washington Post”.

    Trump soll etwa bei einem Treffen mit Putin in Hamburg 2017 einer Übersetzerin ihre Notizen abgenommen und sie angewiesen haben, mit niemandem in der Regierung über das Gespräch zu sprechen. 

    Wie die “Washington Post” schreibt, gibt es von insgesamt fünf Treffen zwischen Trump und Putin nicht einmal in geheimen Akten detaillierte Mitschriften, weil der US-Präsident solche Aufzeichnungen verhindert habe. 

    Die “New York Times” berichtet derweil: Zu Beginn von seiner Amtszeit ermittelte das FBI gegen Trump – und hatte ihn im Verdacht, ein Agent Russlands zu sein. 

    Die brisanten Implikationen der Enthüllungen auf den Punkt gebracht. 

    Warum Trumps Verschwiegenheit über seine Treffen mit Putin von Bedeutung ist: 

    Russland ist in der globalen Politik noch immer ein Gegenspieler der USA. Die Vereinigten Staaten haben unter anderem wegen der Annektion der Krim Sanktionen gegen das Land erhoben. 

    Der Kreml wird von den US-Geheimdiensten zudem beschuldigt, sich in die Wahl in den USA eingemischt zu haben – mit dem Ziel, Donald Trump zum Präsidenten zu machen. Sonderermittler Robert Mueller ermittelt wegen dieses Vorwurfs seit nahezu zwei Jahren und hat mehrere russische Personen und Firmen angeklagt. 

    ► In die Russland-Affäre ist auch Trump verstrickt. Er und sein Team stehen im Verdacht, sich im Wahlkampf mit Russland abgesprochen zu haben. 

    ► Wenn Trump also selbst seiner eigenen Regierung Informationen über seine Gespräche mit Putin verheimlicht, ist das nicht nur ein einzigartiger Vorgang – sondern auch verdächtig und eine mögliche Gefahr für die nationale Sicherheit der USA. 

    Mehr zum Thema: Trumps Russland-Skandal: Was sich hinter diesen schwarzen Balken versteckt, könnte eine Staatskrise auslösen

    Warum die Inhalte der Trump-Putin-Treffen bald bekannt werden könnten: 

    Seit Januar haben die bei den Midterms im vergangenen Jahr erfolgreichen Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus inne. Sie haben angekündigt, Trumps Übersetzerin vorladen zu wollen, um über die Gespräche des US-Präsidenten mit Putin informiert zu werden. 

    Einige Rechtsexperten in den USA sind der Auffassung, dass die Gespräche nicht durch das Exekutivprivileg des Präsidenten geschützt sind. Dieses erlaubt Regierungschefs der USA, bestimmte Informationen – etwa Gespräche mit Vertrauten und Beratern – geheim zu halten. 

    ► Da Trump jedoch mit Putin gesprochen habe, schreibt etwa der renommierte Anwalt und Trump-Kritiker George Conway, habe das Volk ein Recht darauf, die Inhalte der Gespräche zu kennen. 

    Warum die Putin-Enthüllung nur die zweitbrisanteste Trump-Story des Wochenendes ist: 

    Die “New York Times” berichtete am Samstag unter Berufung auf Quellen aus US-Sicherheitskreisen, dass das FBI nach der Entlassung des FBI-Direktors James Comey durch Trump Anfang 2017 Ermittlungen gegen den US-Präsidenten vorgenommen habe. 

    ► Der Verdacht: Donald Trump arbeitet für Russland und den Kreml – und ist eine Gefahr für die Nationale Sicherheit der USA

    Eine solche Ermittlung gegen den Präsidenten unter dem Vorsatz der Spionageabwehr wäre in der Geschichte der USA einmalig.  

    Die Untersuchung habe laut der “NYT” schließlich Sonderermittler Robert Mueller übernommen. Ob und wie Mueller die Ermittlungen in diesem Verdachtsfall gegen Trump weiterführe, sei unklar. 

    Wie Donald Trump auf die Anschuldigungen reagiert: 

    Auf Twitter reagierte der US-Präsident mit wütenden Botschaften. Er attackierte besonders den von ihm gefeuerten Comey und Sonderermittler Mueller. 

    Bemerkenswerter war ein Interview Trumps mit der Trump-fanatischen Fox-News-Moderatorin Jeanine Pirro. Pirro fragte Trump direkt: “Arbeiten Sie für Russland? Haben Sie jemals für Russland gearbeitet?” 

    “Ich glaube, dass ist die beleidigendste Frage, die mir je gestellt wurde”, antwortet Trump. Knapp zwei Minuten lang regt er sich über die Anschuldigungen auf.

    Die Frage, ob er für Russland arbeite, beantwortet der US-Präsident allerdings nicht mit einem klaren “Nein”

    Der neue Wirbel um Trump und Russland auf den Punkt gebracht: 

    Die “Washington Post” berichtet, dass Donald Trump Details seiner Gespräche mit Wladimir Putin selbst vor Mitarbeitern seiner Regierung und seinen Sicherheitsbehörden verheimlicht. 

    Die “New York Times” berichtete am Samstag, dass das FBI Anfang 2017 eine Spionageabwehr-Ermittlung gegen Trump aufnahm. Der Verdacht: Der US-Präsident ist ein Agent Russlands. 

    Wow.

    (ujo) 


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    Donald Trumps verlängerter Arm in Deutschland: US-Botschafter Richard Grenell. 

    ► Im Streit über die Ostseepipeline Nord Stream 2 setzt der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, deutsche Unternehmen immer stärker unter Druck. 

    ► Nachdem er bereits Ende Dezember mit Sanktionen gedroht hatte, schrieb er nun mehreren an dem Projekt beteiligten Konzernen nach Informationen der “Bild am Sonntag” einen Brief.

    ► Die Zeitung zitiert aus dem Schreiben: 

    “Wir betonen weiterhin, dass Firmen, die sich im russischen Energieexport-Sektor engagieren, sich an etwas beteiligen, das mit einem erheblichen Sanktionsrisiko verbunden ist. Im Ergebnis untergraben Firmen, die den Bau beider Pipelines unterstützen, aktiv die Sicherheit der Ukraine und Europas.”

    Worum es beim Streit über Nord Stream 2 geht: 

    Nord Stream 2 soll Gas direkt von Russland über die Ostsee nach Deutschland transportieren. Mehrere deutsche Unternehmen sind an der Pipeline beteiligt. Der Bau der 1200 Kilometer langen Trasse hat längst begonnen.

    Die USA und die Ukraine, aber auch einige östliche EU-Staaten wie Polen wollen es stoppen. Sie argumentieren mit der Bedrohung, die von Russland ausgehe.

    Für die Ukraine und andere osteuropäische Länder sind Transitgebühren für russisches Gas zudem eine wichtige Einkunftquelle.

    Wie Grenell seinen Brief an die Firmen begründet: 

    Grenell schrieb laut der “Bild am Sonntag” an die deutschen Firmen, die EU mache sich in der Energiesicherheit von Russland abhängig. Firmen müssten sich klar machen, welche Gefahr das Projekt für die europäische Energiesicherheit darstelle, und welche Reputationsverluste und Sanktionen damit verbunden wären.

    Ein Sprecher Grenells sagte der Zeitung: “Der Brief ist nicht als Drohung aufzufassen, sondern als klare Botschaft der US-Politik.”


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    • Eine Frau, die seit 14 Jahren im Wachkoma liegt, hat Ende Dezember ein gesundes Kind zur Welt gebracht.
    • Jetzt hat die Polizei in Phoenix den minutenlangen Notruf der Krankenschwester veröffentlicht.
    • Im Video oben könnt ihr euch den verzweifelten Notruf anhören.

    Eine 29-jährige US-Amerikanerin hat Ende Dezember einen gesunden Sohn zur Welt gebracht. Das Schockierende: Die Frau befindet sich seit 14 Jahren im Wachkoma und lebt aus diesem Grund in einem Pflegeheim. 

    Die Polizei in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona geht von einem Verbrechen aus und ermittelt daher in diesem Fall. Die Beamten untersuchen den Verdacht eines sexuellen Missbrauchs. Die “New York Times” berichtete am 4. Januar erstmals über den Fall.

    Mehr zum Thema: Frau liegt seit 14 Jahren im Koma und bekommt Baby – neue Details bekannt

    Derzeit sammelt die Polizei DNA-Proben aller männlicher Mitarbeiter des Pflegeheims. Ein Sprecher des Unternehmens Hacienda HealthCare, zu dem auch die Einrichtung, in der sich der Vorfall ereignete, gehört, sagte:

    “Als Unternehmen begrüßen wir diese Entwicklung der laufenden polizeilichen Ermittlungen.”

    Frau wird Mutter – obwohl sie seit Jahren im Wachkoma liegt

    Die 29-Jährige soll vor ihrer Einlieferung fast ertrunken sein und befindet sich seither in einem vegetativen Zustand, auch Wachkoma genannt. Sie lebt seit 14 Jahren im Pflegeheim.  Das berichtet die “New York Times”. Bei dieser Form des Komas zeigt der Mensch bestimmte Reflexe und Bewegungen, jedoch kein Bewusstsein.

    Wie der amerikanische Sender “News Channel 9” berichtet, hätten die Ärzte und Pfleger der Einrichtung nichts von der Schwangerschaft der 29-Jährigen gewusst. Erst, als die Frau anfing zu stöhnen, habe eine Krankenschwester gemerkt, dass etwas nicht stimmte.   

    Mehr zum Thema: Frau liegt seit 14 Jahren im Koma und wird Mutter – jetzt spricht ihre Familie

    Polizei geht von sexuellem Missbrauch aus

    Jetzt hat die Polizei in Phoenix den minutenlangen Notruf der Krankenschwester veröffentlicht. Zu hören ist, wie verzweifelt die Krankenschwester versucht, mit der Situation zurecht zu kommen.

    Anruferin: “Das Baby läuft blau an, das Baby läuft blau an! (...) Eine der Patientinnen bekommt gerade ein Baby. Wir hatten keine Ahnung, dass die Frau schwanger ist. (...) Das Baby läuft blau an, wir versuchen, das Kind wiederzubeleben. (...) Wir wussten nicht, dass die Patientin schwanger ist. Das ist ein absoluter Schock, wir haben das nicht erwartet!”

    Die Familie der Patientin hat sich vor wenigen Tagen das erste Mal zu dem Fall geäußert. John Micheaels, der Anwalt der Familie, teilte mit, dass die Angehörigen “empört, traumatisiert und schockiert über den Missbrauch und die Vernachlässigung ihrer Tochter durch das Unternehmen Hacienda Health Care” seien.

    Mehr zum Thema:  Frau liegt seit 14 Jahren im Wachkoma und bekommt Baby – Polizei ermittelt

    Dennoch wolle sich die Familie darum kümmern, dass das Baby in einer liebevollen Familie aufwächst.

    (ujo)


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    Elf Ziffern hat die Zahl, die den Überschuss im deutschen Haushalt für 2018 darstellt. Kürzer ist es, wenn man es in einem Wort beschreibt: Gigantisch.

    11,2 Milliarden Euro hat der Staat im vergangenen Jahr mehr eingenommen, als er ausgegeben hat. Mit dem milliardenschweren Überschuss setzt sich ein Trend fort, der so seit einigen Jahren besteht. Kurz: Der deutschen Wirtschaft geht es hervorragend.

    Allerdings könnte es damit bald vorbei sein. Schon einige Tage, bevor im Januar die Haushaltszahlen bekannt geworden sind, meldete sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) mit seinem nicht gerade optimistischen Zitat zu Wort. Der “Bild am Sonntag” sagte er: “Aber nun sind die fetten Jahre vorbei“. 2018 gebe es noch Mehreinnahmen, so Scholz – aber von jetzt an erwarte er kein unvorhergesehenen Einnahmen mehr.

    Sofort setzten sich an zahlreichen Stellen Diskussionen in Gang.

    Was kann man machen, um einem Abschwung entgegenzuwirken? CDU und FDP schlagen etwas vor, das so seit Jahren immer wieder diskutiert wird: Den Solidaritätszuschlag abschaffen. Auch die Forderung, Unternehmenssteuern zu senken, wird in diesen Tagen immer lauter.

    Denn, so das Argument: Für den hohen Überschuss im Haushalt 2018 ist die gute Lage am Arbeitsmarkt im Land verantwortlich. Stabile Konjunktur, viele Arbeitsplätze, hohe Steuereinnahmen.

    Daraus muss man schließen: Wir brauchen die Unternehmen. Sie sichern die Arbeitsplätze, sie kurbeln die Konjunktur an. Nur: Brauchen wir sie vielleicht etwas zu sehr, als uns lieb sein sollte?

    Sind wir von den Unternehmen abhängig? Wir – das sind nicht nur wir Bürger, sondern auch die politische Klasse: Abgeordnete, Minister und Parteien.

    All jene, die auf gute Wirtschaftszahlen angewiesen sind, um beliebt zu bleiben. Lässt sich die Regierung in Deutschland zu sehr von der Macht großer Konzerne lenken?

    Sind unsere Politiker erpressbar von Firmen wie Daimler, Siemens und Bosch? Weil das ein Vorwurf ist, den man oft hört – gerade jetzt, da die Diskussion um unternehmerfreundliche Politik wieder losgeht – haben wir von The Buzzard uns in der Medienwelt umgehört, um zu sehen, was Experten zu dieser Frage sagen.

    Besonders drei Gründe sprechen dafür, dass die Politik momentan zu abhängig von Großkonzernen ist. Wir haben sie für euch zusammengefasst:

    1. Die Meinungsmacht der Großkonzerne in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr

    Großkonzerne nehmen in der Gesellschaft eine wichtige Stellung ein. Dafür sorgen unter anderem sie selbst, meint der Gründer von Foodwatch, Thilo Bode.

    Firmen machen sich ihm zufolge selbst unabdingbar für den Wirtschaftsstandort Deutschland, indem sie einfach immer wieder betonen, wie wichtig sie für das System sind. Damit sichern sie sich eine immer größere Meinungsmacht, meint Bode, das Problem dabei: So machen sich Konzerne noch stärker, als sie sowieso schon sind.

    Die Wirtschaft nimmt einen großen Stellenwert ein – auch in Bereichen, die eigentlich nichts mit Ökonomie zu tun haben. Bode meint, der Einfluss von Unternehmen auf politische Entscheidungen steige immer weiter an.

    Dafür nennt er zahlreiche Beispiele: Firmen stiften ganze Lehrstühle an Universitäten, Politiker gehen nach – oder manchmal sogar noch während – ihrer Karriere im Politikbetrieb in die Wirtschaft. Ein so großer Einfluss der Wirtschaft kann beachtliche Folgen haben, als radikalste nennt er: Die Interessen der Industrie bestimmen, was in der Politik passiert. Der Wählerwillen dagegen ist immer weniger wert.

    Das sagt die Gegenseite: Warum es falsch wäre, wenn der Staat die Wirtschaft reguliert

    2. Das Machtmonopol großer Firmen spaltet die Gesellschaft

    Das Problem ist nicht nur, dass Firmen unsere Gesellschaft gestalten, wie Thilo Bode beklagt. Das Problem ist auch, dass sich die Macht mancher Konzerne immer weiter konzentriert, meint der Finanzredakteur Nils Jacobson. Das sehe man nicht nur bei den Silicon Valley Riesen Amazon, Google und Facebook. Man sehe es auch in vielen anderen Branchen.

    Und Jacobson betont, diese gewaltige Machtkonzentration spalte die Gesellschaft: Denn während die großen Firmen immer mehr einnehmen, müssen Menschen aus dem Mittelstand um ihren Lebensstandard kämpfen.

    Und Arbeitnehmer haben davon wenig. Während immer Geld erwirtschaftet wird, steigt die Lohnquote, also der Anteil von Arbeitnehmern am Bruttosozialprodukt westlicher Industrienationen wenig bis kaum. In Deutschland zum Beispiel betrug die Lohnquote im Jahr 2000 rund 72 Prozent.

    2016 waren es nur noch 68,7 Prozent. Auch in den USA, anderen europäischen Ländern und sogar in China sinkt die Lohnquote.

    Und weil die Gewinne der Unternehmen immer weiter steigen und die Löhne der Arbeitnehmer nicht mithalten, wird die soziale Ungleichheit immer größer. Dabei wird immer mehr Geld erwirtschaftet, es landet nur an der falschen Stelle.

    Superkonzernen würden so mächtig, meint Jacobson, dass sie der freien Wirtschaft ihren eigenen Nährboden entziehen. Sie fressen den Wettbewerb auf, sie zerstören ihn. Jacobson meint im Interview mit CNBC: Die Zahl der Unternehmensgründungen sei weltweit in den vergangenen 40 Jahren um die Hälfte gesunken. Von wegen Startup Hype.

    Mehr zum Thema: Das Machtmonopol der Riesenfirmen den Volkswirtschaften schadet

    3. Konzerne haben höhere Einnahmen als Staaten

    Noch einen Schritt weiter gehen drei Forscher aus Österreich und den Niederlanden. Milan Babic, Eelke Heemskerk und Jan Fichtner haben verglichen, wer mehr Macht hat: Staaten oder Konzerne. Sie beantworten diese Frage, indem sie Kapital und Einkommen von Staaten und Konzernen miteinander vergleichen. Das Ergebnis ist eine Liste mit eine Reihe von Namen, die falsch platziert wirken. Der amerikanische Konzern Walmart taucht in dieser Liste beispielsweise noch vor Spanien auf. Microsoft und Österreich sind in etwa gleich auf.

    Zwar folgern die Forscher aus ihren Erkenntnissen, dass Staaten wohl immer noch das Sagen haben. Sie warnen aber auch: Die internationalen Machtverhältnisse sind dabei, sich zu verändern.

    Auch interessant: Die weltweit erfolgreichsten Konzerne im Überblick

    Was folgert man aus diesen besorgniserregenden Trends? Firmen wie Facebook zerschlagen, Microsoft auflösen? Besser nicht, warnen Ökonomen, die den Alarmismus gegen große Konzerne fehlplatziert finden. Wenn ihr diese Gegenseite lesen möchtet, den Gegenpol zu den Stimmen aus diesem Artikel, schaut in unserere Buzzard-Debattenübersicht.

    Der Text wurde verfasst von Nadja Tausche.


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    • Herzogin Kate feierte in der vergangenen Woche ihren 37. Geburtstag. 
    • Für eine kleine Feierlichkeit hatte sie ihre engsten Freunde eingeladen – Meghan und Harry waren allerdings nicht da. 
    • Im Video oben packt eine Royal-Expertin aus: Kate sah Meghan als Konkurrenz – und fühlte sich bedroht.

    Gerüchte um Streitigkeiten zwischen den beiden Herzoginnen Meghan und Kate werden wieder laut. Der Grund: Kate feierte in der vergangenen Woche ihren 37. Geburtstag. Bei der Feier waren ihre Schwägerin Meghan und Schwager Prinz Harry nicht eingeladen. Das berichtet die britische Zeitung “Daily Mail”.

    Dem Bericht zufolge feierte Kate ihren Geburtstag mit einem Mittagessen am Sonntag in ihrem Landsitz in Sandringham. Anwesend soll der engste Familien- und Freundeskreis gewesen sein. Aus diesem Grund erstaunt es, dass Meghan und Harry bei der Feierlichkeit nicht dabei waren.

    Schon im Jahr 2018 spekulierten unterschiedliche Medien, dass die beiden Herzoginnen ein schlechtes Verhältnis hätten. So berichteten britische Medien, Meghan habe Kate kurz vor der Hochzeit mit Harry zum Weinen gebracht. Der Anlass sei eine Kleiderprobe von Kates Tochter Charlotte gewesen sein. Warum genau Kate geweint haben soll, ist nicht bekannt.

    Mehr zum Thema: Schwangere Meghan soll zu Suits zurückkehren – so könnte der Deal aussehen

    Ist der Streit zwischen Meghan und Kate noch nicht vorbei?

    Ein erbitterter Konkurrenzkampf und der unterschiedliche Charakter der beiden Frauen soll ebenfalls zu Auseinandersetzungen geführt haben. An Weihnachten strahlten die beiden Frauen dann wieder um die Wette – es schien, als wollten sie den Gerüchten trotzen. 

    Vor wenigen Wochen zeigte der Sender “Channel 5” das erste Mal die Dokumentation “Kate V Meghan: Princesses at war”. Darin ging es um die angeblichen Streitigkeiten zwischen den Royal-Paaren Meghan und Harry und Kate und William. 

    Carole Malone, Royal-Expertin und Journalistin, kam in der Dokumentation zu Wort. Sie ist sich sicher, dass es zwischen den vier Royals Streitigkeiten gibt. Sie äußerte sich außerdem zu dem Verhältnis zwischen den beiden Herzoginnen Meghan und Kate.

    Mehr zum Thema: Meghan hatte von Anfang an keine Chance – Dianas Ex-Butler packt aus

    Kate sah Meghan von Anfang an als eine Bedrohung

    Malone sagte, dass Kate ihre Schwägerin von Beginn an als eine Bedrohung wahrgenommen habe. Der Grund: Kate wurde bewusst, dass sie ihren Platz im Scheinwerferlicht bald verlieren wird. Die britische Zeitung “Express” zitiert Malone:

    “Ich denke, dass sich Kate definitiv durch Meghans Anwesenheit und ihre Auftritte bei königlichen Events bedroht fühlte. Stell dir vor: Du bist das junge, wunderschöne Mädchen, das in den letzten zwei, drei, vier Jahren ständig fotografiert wurde. Dann bist du einfach verärgert, wenn plötzlich ein wunderschöner amerikanischer Hollywood-Star auftaucht.”

    Mehr zum Thema: Royal-Expertin – Kate sah Meghan als Konkurrenz und fühlte sich bedroht

    Royal-Fans fragen sich wahrscheinlich jetzt: War das freundschaftliche Verhältnis, das die beiden Frauen an den Weihnachtsfeiertagen präsentierten, also gespielt? Die Antwort auf diese Frage kennen nur die Royals selbst.

    (ujo)


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    Gisele im Tunnel. 

    • An Tag 2 von “Ich bin ein Star - holt mich hier raus” wurde es emotional und tränenreich.
    • Der Australische Dschungel kannte vor allem bei Gisele Opperman mal wieder keine Gnade.

    Für einen gemütlichen Fernsehabend hatte ich mich mit Chips, Essiggurken und Weißwein bewaffnet und weil ich mir das Elend auf dem Bildschirm nicht allein antun konnte, hatte ich Teddy zu mir auf die Couch eingeladen.

    Denn Teddy macht sich ohnehin auch ungefragt auf meiner Couch breit, und ist außerdem Experte für schonungslose TV-Analysen.

    Dschungelcamp: Auf der Suche nach der Intelligenz

    “Kennst du die Affen mit den roten Hintern?”, fragt Teddy etwa nach zehn Sendeminuten, und fährt fort: “Sich die Kandidaten im Dschungel anzusehen, ist wie im Zoo vor dem Gehege dieser Rot-Po-Paviane zu stehen. Die machen auch nichts anderes, als dir ihre auffälligen Ärsche entgegenzustrecken.”

    Dieses Mal war es Gisele Opperman, die uns ganz besondere Ansichten ihres Hinterteils bot: Auserkoren zur Dschungelprüfung krabbelte sie durch enge, mit einer Menge Getier garnierte Abflussrohre.

    Die Ex-”GNTM”-Kandidatin hatte sich bereits bei den Top Models vor zehn Jahren als “Heulsuse” einen Namen gemacht und darf nun den australischen Dschungel zu Tränen rühren.

    Damit ihr während ihrer Einzelprüfung keine der fiesen Ratten in die Hose krabbelt, zieht sie die Beinkleider vorsichtshalber aus, bevor sie zu den Nagetieren in das Abflussrohr klettert. “Ratten sind sehr kluge Tiere”, merkt Teddy an, “Möglicherweise ist Gisele da drin auf der Suche nach der Intelligenz.”

    “Kanal fatal”: Gisele verpatzt Dschungelprüfung

    Dabei sollte sie doch die gelben Sternchen suchen. Die befinden sich seitlich in etwas kleineren Rohren, gefüllt mit Kröten, Maden, Krebsen und einem Krokodil. Gisele schleicht von Rohr zu Rohr, ohne sich zum Eintreten überwinden zu können.

    Das sieht nicht gut aus, die Zeit verrinnt die Ratten beginnen, an den Beinen zu nagen und ein angriffslustiger Krebs verteidigt hartnäckig sein Revier. Am Ende ergattert sie nur 5 von 12 Sternchen – und weint über die mangelhafte Leistung.

    Dabei hatte sie noch im Vorfeld der Show großspurig behauptet: “Ich bin die beste Kandidatin fürs Dschungelcamp.” Doch nun zeigt sie sich zerknirscht: “Ich bin schon ein bisschen enttäuscht von mir. Das hatte ich mir anders vorgestellt”

    Erneut in Tränen aufgelöst sehen wir das Ex-Model dann, als sie die Interview-Kabine verlässt, in panische Flucht geschlagen von zwei grässlichen – Motten. Vier Mann sind nötig, um die gefährlichen Tiere zu jagen.

    Evelyn offenbart ihr Gefühlsleben

    “Bachelor in Paradise”- Pärchen Evelyn und Domenico hatten sich etwa drei Monate vor Beginn des Camps getrennt, nun hocken sie schon wieder unter Palmen aufeinander.

    Immerhin scheint die beiden ihre Leidenschaft fürs Reisen zu verbinden. Evelyn vermutet nun auch noch Gefühle bei Domenico und gibt Auskunft über ihr eigenes Innenleben: “Anfangs bin ich immer verhalten, aber dann komm ich aus mir raus wie ne Blüte.”

    Das ganze unter den verständnisvollen Ohren von Alf-Sprecher Tommi Pieper. Der 77-jährige erblühte denn auch förmlich und geriet ins Schwärmen: “Du bist so herrlich naiv! Einfach entzückend!”

    Und während die Sendung so vor sich hinplätschert und die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich es zum gefühlt millionsten Mal nicht schaffen, annähernd witzige Kommentare von sich zu geben, kommt Teddy auf eine glänzende Idee.

    Alle RTL-Formate in nur einer Show

    “Eigentlich sollte RTL künftig all seine verschiedenen Showformate zusammenlegen und aus Bachelor, Dschungelcamp, Adam sucht Eva und Co. ein einziges großes Jahres-Happening machen. So etwas wie Hungerspiele für recycelte Doppel-D-Promis.

    Gar nicht so übel, denke ich. Denn da die Kandidaten jeder Show ohnehin immer die gleichen sind oder prinzipiell kaum zu unterscheiden, könnte der Sender sich die vielen Flugtickets zu unterschiedlichen Drehorten sparen und alle auf einer grünen Insel aussetzen, wo sie dann ein halbes Jahr nackt nach Kopulationspartnern suchen während sie Maden fressen.

    Wer nach Ablauf der Zeit alle anderen totgequatscht hat und selbst noch nicht vor Langeweile gestorben ist, hat gewonnen. Der Vorteil für die Zuschauer: Die ewig gleichen Nervbratzen würden sich gegenseitig neutralisieren.

    (jg)


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    Stadtplaner Steffen de Rudder

    Sie sind voll, dreckig, laut, teuer und eng – und trotzdem ziehen immer mehr Menschen in deutsche Großstädte. Laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sind die 66 kreisfreien Großstädte zwischen 2010 und 2016 um 1,35 Millionen Einwohner gewachsen. Das ist ein Anstieg von 5,9 Prozent. 

    Städte wie Leipzig, Münster oder Frankfurt erleben sogar einen Zuwachs von mehr als zehn Prozent. 

    Das zeigt: Immer mehr Menschen wollen die Vorzüge einer Metropole in Deutschland genießen, das urbane Lebensgefühl erleben. Doch für manch einen wird der Traum schnell zum Albtraum. Die Mietpreise werden immer höher – allein im ersten Halbjahr 2018 sind sie um über fünf Prozent gestiegen. Die Straßen sind verstopft und es scheint keinen Platz mehr zu geben.

    Architekt und Stadtplaner Steffen de Rudder von der Bauhaus-Universität Weimar sagt im Gespräch mit der HuffPost, es gibt zwei Dinge, die bislang die größten Probleme erzeugen, aber gleichzeitig auch die größten Chancen auf Verbesserung eröffnen: Städtebau und Mobilität – und die hängen für de Rudder eng zusammen.

    Viele Menschen müssen pendeln, weil sie sich das Leben in Großstädten nicht mehr leisten können

    Inzwischen können sich selbst Bürger der Mittelschicht ein Leben in der Innenstadt deutscher Städte wie Hamburg oder München nicht mehr leisten. Deshalb ziehen sie ins Umland. Und das sieht de Rudder als einen großen Fehler an.

    “Es geht nicht mehr, dass Leute mit Mitte 30, Anfang 40 ein Haus bauen im Umland der großen Städte. Das ist kein nachhaltiges Lebensmodell mehr. Denn daraus folgt das größte Problem aus Stadtplaner-Sicht: Die Leute pendeln.”

    Der Verkehr in Großstädten steige durch die Pendler an. Und genau da müsse angesetzt werden. Doch um die Menschen dazu zu bringen, auf den Komfort des Autofahrens zu verzichten und stattdessen Fahrrad zu fahren oder den Nahverkehr zu nutzen, müsse noch viel getan werden.

    “Die Verkehrswende wird nicht dadurch kommen, dass wir die Menschen zum Verzicht animieren. Wir brauchen ein gut funktionierendes, infrastrukturelles System, das mit dem Auto konkurrieren kann”, sagt der Architekt.

    Mittel und Wege, um Probleme mit Verkehr und Wohnungsnot anzugehen, gebe es ausreichend, nur würde es an der Umsetzung scheitern. Stadtplaner de Rudder hat einige Ideen, wie wir diese Misere lösen könnten.

    Das ganze Interview lest ihr hier:

    Herr de Rudder, was ist das größte Problem unserer Städte?

    Generell gibt es aus meiner Sicht als Architekt eine Konkurrenz an Problemen. Ich glaube, die beiden größten Probleme sind Wohnungsbau und Mobilität, denn die bestimmen die Struktur und den Lebensraum von Städten.

    Aber gleichzeitig sind das auch die beiden größten Hebel für Verbesserungen. Zum einen, weil daran die Folgen von CO2- und anderen Emissionen hängen, zum anderen, weil unsere Städte immer weiter wachsen und es zu wenig Platz gibt.

    Das bedeutet?

    Dass Wohnungen und Mieten so teuer sind, führt dazu, dass es sich nur noch Menschen mit einem bestimmten Einkommen leisten können, in der Stadt zu wohnen.

    Familien können es sich nicht leisten, in der Innenstadt von München oder Hamburg zu wohnen – außer, sie haben richtig Geld. Und daraus folgt das größte Problem aus Stadtplaner-Sicht: Die Leute pendeln. So entsteht Verkehr, und alles nur, weil der Wohnraum zu teuer ist.

    Dass Siedlungen im Umland von Städten entstehen, dürfte eigentlich gar nicht mehr passieren.

    Wie können wir das Problem lösen?

    Mobilität und Städtebau hängen eng zusammen. Wenn man dafür sorgen will, dass es weniger Verkehr gibt, muss man an die Wohnungsfrage ran. Dass Siedlungen im Umland von Städten entstehen, dürfte eigentlich gar nicht mehr passieren. Also ist die Lösung: Wir brauchen zentralen Wohnungsbau in den Städten.

    Aber wie können wir das schaffen? Wie kann es jetzt aus dem Nichts günstigen Wohnraum in unseren Städten geben?

    Wenn man das weiterdenkt wird schnell klar, dass Wohnungsbau auch mit der Bodenfrage zusammenhängt. Ist es eigentlich richtig, dass Grund und Boden frei auf dem Markt gehandelt werden? Für eine Versorgung mit bezahlbarem Wohnungsbau wahrscheinlich nicht.

    Warum?

    Es gibt einige Städte, die das anders gemacht haben. Allen voran Wien. Es gab ja das rote Wien in den 1920er- und 1930er-Jahren, als durchgehend Sozialdemokraten regiert haben. In dieser Zeit wurden Genossenschaften gefördert und zigtausende Gemeindewohnungen gebaut.

    Und noch heute sind 220.000 Wohnungen in den Händen der Stadt Wien. Damit hat Wien ein Instrument, das verhindert, dass der Immobilienmarkt explodiert. Wenn Wohnungen gar nicht auf dem freien Markt sind, können Preise auch nicht so stark steigen.

    60 Prozent der Menschen leben in Wien im kommunal geförderten Wohnungsbau. Das ist großartig. In Amsterdam ist das ähnlich. Die Stadt ist im Besitz von großen Wohnungsbauprojekten und kann so mehr steuern. In vielen deutschen Städten wurde das aus der Hand gegeben. Was aber auch zeigt: Die Wohnungsfrage ist vor allem Sache der Politik, weniger des Städtebaus.

    Können wir das in Deutschland noch umkehren?

    Aus der Misere kommen wir nicht mehr raus. Da wurden historisch Fehler gemacht. Dresden beispielsweise hat sich dadurch saniert, dass der gesamte kommunale Wohnungsbestand an eine US-amerikanische Investorengruppe verkauft wurde.

    Berlin als Pleite-Stadt hat das nach der Wende auch häufig getan. Damit kamen die Städte an Geld – aber sie haben ein wichtiges Instrument der Stadtplanung aufgegeben.

    Also sind wir verloren?

    Nein. Aber Städtebau und Mobilität hängen eng zusammen. Und wir können in der Frage der Mobilität noch sehr viel ändern. Wir müssen erstmal damit anfangen, dass wir den ganzen Mist, den wir machen, nicht mehr weitermachen.

    Womit sollten wir zum Beispiel nicht mehr weitermachen?

    Es ist doch so: Menschen, die im Umland von Städten wohnen und nicht mit dem Auto pendeln, sondern mit S-Bahnen, tun ja eigentlich genau das Richtige – aber bislang müssen sie dafür unangenehme Lasten auf sich nehmen. In Deutschland gibt es keinen wirklich komfortablen öffentlichen Nahverkehr.

    Die Verkehrswende wird nicht dadurch kommen, dass wir die Menschen zum Verzicht animieren. Wir brauchen ein gut funktionierendes infrastrukturelles System, das mit dem Auto konkurrieren kann.

    Pendeln ist nicht angenehm, wenn man sich jeden Morgen an die Körper fremder Menschen drücken musst. Nahverkehr wäre dann angenehm, wenn die S- und U-Bahnen häufiger fahren würden, es für jeden einen Sitzplatz geben würde, vielleicht sogar einen Kaffee!

    Das heißt, der Nahverkehr muss einfach öfter getaktet fahren und dann pendelt keiner mehr mit dem Auto?

    Es würde auf jeden Fall helfen. Denn uns muss klar sein, wir treten damit gegen das Bequemste und Privateste an, was es in der Mobilität gibt: Das eigene Auto. Wenn wir uns dieser Tatsache bewusst sind, dann wissen wir auch, wie wir Nahverkehr entwickeln müssen und attraktiver machen können.

    Die Verkehrswende wird nicht dadurch kommen, dass wir die Menschen zum Verzicht animieren. Wir brauchen ein gut funktionierendes, infrastrukturelles System, das mit dem Auto konkurrieren kann. Und das müssen wir entwickeln.

    Aber das klingt teuer. Und Städte haben ja bekanntlich nie Geld ...

    Nein, das muss nicht so teuer sein. Zum Beispiel Fahrradfahren kann man viel bequemer, sicherer und schneller machen – und das im Vergleich mit der automobilen Infrastruktur günstiger und weniger aufwändig. Fahrrad-Schnellstraßen in Holland und Dänemark beweisen das.

    In Deutschland gibt es noch immer keine einzige, die fertig ist. Das ist unglaublich. Es gibt ein Bewusstsein, wir wissen, was das Problem ist, wir haben die Mittel, das zu lösen – aber es geht nicht voran.

    Woran liegt das?

    Natürlich vor allem daran, dass wir ein Autoland sind. Das unterscheidet uns von einigen Ländern, zum Beispiel von Dänemark oder den Niederlanden. In Städten wie Utrecht gibt es gerade mal 29 Prozent Autoverkehr, 51 Prozent der Wege legen die Menschen mit dem Fahrrad zurück.

    Dass wir neben den USA und Japan das größte Autoland der Welt sind, lässt mich schon ein bisschen verzweifeln. Gleichzeitig bin ich weiterhin fasziniert von den deutschen Autobauern und Autos. Das sind große technische Wunderwerke, wenn man sich die elaborierte Technik, den Komfort, den Luxus in Flagschiffen von Mercedes, BMW und Audi ansieht – wow. Aber leider auf dem falschen Weg.

    Es geht nicht mehr, dass Leute mit Mitte 30, Anfang 40 ein Haus bauen im Umland der großen Städte. Das ist kein nachhaltiges Lebensmodell mehr.

    In deutschen Autos steckt das Beste an Kreativität und Erfindergeist, was Deutschland zu bieten hat. Aber ich könnte heulen, weil es eine Verschwendung gesellschaftlicher Gestaltungskraft ist.

    Also sollten deutsche Autobauer mehr in Hybrid- und Elektromobilität investieren?

    Das ist wichtig, aber ein Wechsel der Antriebe ist nicht die Lösung. Es geht ja nicht nur um CO2, sondern auch um den Platz. Auf den Stadtringen deutscher Städte ist der Verkehr gigantisch, das ändern auch alternative Antriebsmöglichkeiten nicht.

    Wenn man sich die Straßen unserer Städte ansieht, dann sind das Autostraßen. Fußgängerzonen sind nur Funktionen der autogerechten Stadt, Ausnahmen der Regel.

    Wer kann das ändern?

    Interessant ist, dass es nicht den einen Feind gibt, nicht nur Politiker sind verantwortlich oder Autokonzerne, die Mehrheit ist verantwortlich. Die Mehrheit in Deutschland fährt Auto, die Anzahl der zugelassenen Autos nimmt in Deutschland weiterhin zu. Das heißt, fast alle tragen zum Missstand bei. Genau deshalb ist es auch so schwer, etwas zu verändern.

    Es ist Gewohnheit sowie Routine, die unser Mobilitätsverhalten bestimmen. Das bedeutet letztlich, der einzige Ausweg besteht darin, dass wir bestimmte Muster und Lebensweisen aufgeben müssen.

    Es geht nicht mehr, dass Leute mit Mitte 30, Anfang 40 ein Haus bauen im Umland der großen Städte. Das ist kein nachhaltiges Lebensmodell mehr. Das ist kein Lebensmodell, das uns die Autolobby, die CDU oder SPD einreden. Das ist eine eigene Entscheidung. Deshalb geht es nicht nur um Gesetzesänderungen und neue Antriebe. Sondern auch darum, dass wir uns bewusst machen, was wir selbst tun können.

    Aber wie soll das gehen? Menschen ziehen doch ins Umland, weil sie sich das Gründen einer Familie in der Großstadt nicht leisten können.

    Wir brauchen für Familien mehr bezahlbare Wohnungen in den Großstädten und sollten uns fragen, ob es nicht auch denkbar ist, in kleineren Städten zu wohnen. Wenn die Alternative zum Leben in der Großstadt das Leben in der Einfamilienhaussiedlung im Umland ist, dann sind gut angebundene kleine Städte vielleicht die bessere Wahl.

    Die Vorzüge einer Stadt kann es ja auch da geben. Urbanes Leben mit Theater, Kultur, Sport, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten – und das mit schnellen und bequemen Nahverkehrsverbindungen in die Großstädte.

    Wenn immer mehr Leute in den großen Städten wohnen wollen, bedeutet das eben auch, dass wir uns in Zukunft darauf einstellen müssen, dass es enger wird.

    Ich weiß natürlich nicht, ob Leute bereit sind, diesen Kompromiss einzugehen. Aber ich glaube, dass es eine gute Alternative werden könnte. Seit 2016 gibt es eine kleine Umkehrbewegung zu beobachten. Zwar wachsen Städte, aber die Binnenmigration innerhalb Deutschlands hat sich umgedreht. Mehr Leute, die innerhalb Deutschlands umziehen, ziehen aus den Städten aus als ein.

    Wir müssen die Städte ausbauen, die gut an Metropolen angebunden sind. Das verknüpft mit modernen Arbeitsstrukturen wie Home Office oder Co-Working-Spaces kann funktionieren.

    Okay. Und das heißt, wenn ich Normalverdiener bin und die Welt retten will, darf ich nicht mehr in eine deutsche Großstadt ziehen?

    Nein. Denn wir können auch noch immer günstigen Wohnraum in den Städten schaffen. Viele Städte sind fertig gebaut. Aber zum Beispiel in Leipzig oder Berlin gibt es noch Platz, da ist noch viel möglich. Und auch in den Städten, in denen es vermeintlich keinen Platz mehr zum Bauen gibt, ist immer noch einiges möglich. Zum Beispiel kann man verstärkt in die Höhe bauen.

    Außerdem, wenn immer mehr Leute in den großen Städten wohnen wollen, bedeutet das eben auch, dass wir uns in Zukunft darauf einstellen müssen, dass es enger wird.

    Dass das nicht unbedingt schlimm ist, zeigt sich in Paris. Dort leben im Innenstadtraum, der flächenmäßig so groß ist wie der Raum in Berlin innerhalb des S-Bahn-Rings, doppelt so viele Menschen. Und würde jemand sagen, Paris ist nicht lebenswert? Nein. Es gibt Möglichkeiten, nahzuverdichten.

    Und was machen wir jetzt mit den verstopften Straßen in den Städten? Pendler sind ja nicht das einzige Problem.

    Wenn wir hinschauen, bewegt sich da ja schon etwas. Nur schade, dass das nicht von den Städten in die Hand genommen wird, sondern von den Automobilkonzernen. Die Autobauer sind nicht doof, die machen sich Gedanken um ihr Geschäft in 20 oder 30 Jahren. Deshalb beteiligen sie sich in vielen Städten an Projekten der Stadtentwicklung, wenn es um beispielsweise um Carsharing geht.

    Für BMW ist Drive Now ein neues Geschäftsmodell und die Konzerne arbeiten daran, dass sich das in den Metropolen verbreitet und durchsetzt. Sie organisieren sogar Partizipationsverfahren wie Bürgerforen, machen Befragungen in Nachbarschaften, um zu verstehen, wie man die Menschen dazu kriegen kann, ihre Privatautos aufzugeben.

    Die Städte könnten steuern, dass solche Konzepte nicht nur ein lukratives Geschäftsmodell sind, sondern auch Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit fördern. Aber die Kommunen verschlafen das.

    Aber Carsharing löst das Problem nicht. Denn Carsharing geht – wie Studien zeigen – auf Kosten des öffentlichen Nahverkehrs. Es hat sich dadurch eine Möglichkeit entwickelt, die bequemer ist als U-Bahn-Fahren und das auch noch ohne den ganzen Ärger des Autofahrens wie ewige Parkplatzsuche oder Parkkosten.

    Dasselbe gilt für Konzepte wie Ride-Sharing, sprich Mini-Busse, die anfraggesteuet durch die Stadt fahren und die Leute direkt an der Haustür abholen. Das wäre ein super interessantes Projekt für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), ein Ersatz für langsames Busfahren. Aber auch das liegt in den Händen von Automobilkonzernen.

    Die Städte könnten steuern, dass solche Konzepte nicht nur ein lukratives Geschäftsmodell sind, sondern auch Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit fördern. Aber die Kommunen verschlafen das.

    Gibt es irgendeine Chance, dass wir die Kurve kriegen?

    Wissen Sie, ich hatte da ein tolles Erlebnis in Kopenhagen, der Fahrradhauptstadt Europas oder vielleicht sogar der Welt. Ich musste von A nach B, einmal durch die halbe Stadt. Und ich bin auf eine dieser großen, breiten Fahrradstraßen gekommen.

    Wenn man dem Rhythmus von Leuchtdioden auf dem Boden folgt, hat man die ganze Zeit grüne Welle. Und das war ein wahrer Geschwindigkeitsrausch. Ich war gefühlt unfassbar schnell. Das hat mich umgehauen. Es hat mich sehr beeindruckt, dass es mit dem Fahrrad möglich ist, ein Gefühl von Freiheit und Geschwindigkeit zu bekommen, das mir einen Kick gibt.

    Dass Fahrradfahren den Spaßfaktor bringen kann, den viele so am Autofahren lieben. Und alles nur dank einer super Infrastruktur.

    (jg)


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    Die AfD will das Europaparlament abschaffen und liebäugelt mit dem “Dexit”. Das ist das Ergebnis des Europa-Parteitags der rechten Partei im sächsischen Riesa.

    3 Dinge, die ihr über die laut “Bild”-Zeitung 500.000 Euro teure Mega-Kandidaten-Kür wissen müsst – auf den Punkt gebracht.

    1. AfD erwägt EU-Austritt – Gauland bremst

    Die AfD hält einen “Dexit” für unausweichlich, falls sich die Europäische Union in absehbarer Zeit nicht radikal verändert.

    Eine Mehrheit unterstützte den Satz: “Sollten sich unsere grundlegenden Reformansätze im bestehenden System der EU in angemessener Zeit nicht verwirklichen lassen, halten wir einen Austritt Deutschlands oder eine geordnete Auflösung der Europäischen Union und die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft als letzte Option für notwendig”.

     

    Dies gilt aber nur, wenn die Delegierten zum Schluss auch das gesamte Programm beschließen. Ein Ende der Programmdebatte wurde für den frühen Abend erwartet. Im Leitantrag war der “Dexit” als Möglichkeit bereits nach einer Legislaturperiode vorgesehen. Viele Redner hatten am Samstag erklärt, die EU sei nicht reformierbar.

    Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland warnte jedoch davor, einen konkreten Zeitpunkt für einen möglichen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union festzulegen.

    “Ich glaube, es ist nicht klug, in so einer Situation mit einer Maximalforderung in die Wahl hineinzugehen”, sagte er mit Blick auf mögliche Verwerfungen rund um den “Brexit”.

    Sollte der Austritt Großbritanniens Ende März kurzfristige Turbulenzen und vorübergehende wirtschaftliche Nachteile für Großbritannien nach sich ziehen, könnte das auch Wähler in Deutschland beeinflussen, argumentierte er.

    2. Hardliner wollen Parlament abschaffen

    Die Delegierten sprachen sich zudem dafür aus, das Europäische Parlament ersatzlos abzuschaffen. Das ist eine schärfere Positionierung, als von der Programmkommission anfangs gefordert.

     Überraschend kommt sie dennoch nicht.

    AfD-Chef Jörg Meuthen hatte kürzlich in einem Interview erklärt: “Wenn wir ein Europa der Vaterländer haben wollen, müssen wir eine starke Position des Rats haben. Ich habe aber meine Zweifel, ob eine Organisation, die gar keine eigene Staatlichkeit für sich beansprucht, ein Parlament haben muss. ”

    Meuthen könne sich stattdessen für die EU ein Konzept wie im Falle der UN oder der Nato vorstellen. “Die UN hat nur die Vollversammlung der Regierungen, die Nato den Rat der Mitgliedstaaten. 

    3. Kandidatenliste enthält Ultraradikale

    Die AfD hatte bei einer viertägigen Versammlung in Magdeburg im November Parteichef Jörg Meuthen zum Spitzenkandidaten für die Europawahl bestimmt und zwölf weitere Kandidaten gewählt. Die Listenplätze 14 bis 20 wurden am Freitag und Samstag bei dem Treffen in Riesa besetzt, das noch bis Montag andauern soll.

    Meuthen ist aktuell einziger Vertreter der AfD im Europäischen Parlament. Er strebt nach der Wahl die Bildung einer möglichst großen rechten Fraktion an. Vor allem mit der FPÖ, der italienischen Lega und mehreren skandinavischen Rechtsparteien sieht die AfD große Schnittmengen.

    Aufsehen erregte die Nominierung des Rechtsaußen-Kandidaten Hans-Thomas Tillschneider. In seiner Bewerbungsrede tönte Tillschneider, die EU soll” zugrunde gehen”. 

    Der ehemalige Chef der mittlerweile aufgelösten radikalen Patriotischen Plattform aus Sachsen-Anhalt gilt als Pegida-nah und rassistisch. 

    In Vergangenheit wollte Tillschneider etwa Theatern das Geld entziehen, die – wie er sagt – Multi-Kulti-Stücke zeigen und die Anti-Rassismus-Kampagne “Schule mit Courage” stoppen.


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    • Passagiere der Fluglinie Easyjet mussten nach einem gestrichenen Flug in einem Hotel übernachten.
    • Die Passagiere erlebten in dem Hotel den blanken Horror – die Zimmer waren dreckig, stanken nach Zigarettenrauch und im Badezimmer lagen Schamhaare.
    • Im Video oben ein anderer Vorfall: Chaos im Easyjet-Ferienflieger – als die Passagiere die Ansage des Piloten hören, bricht Panik aus.

    Vergangene Woche wollten Passagiere aus Großbritannien mit der Airline Easyjet von Ägypten nach Großbritannien fliegen. Doch der Flug wurde gestrichen – was danach folgte, war laut Aussagen einiger Betroffener der reinste Horror. Darüber berichtete die britische Zeitung “Sun”. 

    Ein Passagier, der nur als George bezeichnet werden möchte, sagte der Zeitung:

    “Das Personal sagte, dass der Flug wegen eines technischen Problems gestrichen worden sei (...). Uns wurde gesagt, dass wir über Nacht in einem Hotel untergebracht werden.”

    Bei der Ankunft in dem Hotel seien die Passagiere entsetzt gewesen. Altes Essen, dreckige Zimmer und Bettwanzen – all das sollen die Betroffenen in dem Hotel vorgefunden haben.

    Mehr zum Thema: Mein EasyJet-Flug wurde gestrichen – die Reaktion der Linie war eine Frechheit

    Passagiere werden in ein abscheuliches Hotel gebracht

    Laut dem Bericht sollen 80 Prozent der 171 Fluggäste darum gebeten haben, ihr Zimmer zu wechseln. George sei ebenfalls betroffen gewesen. Er sagte der Zeitung:

    “Im Zimmer roch es, als hätte jemand 100 Packungen Zigaretten geraucht. (...) Aus irgendeinem Grund lag eine Mikrowelle auf dem Bett, die wir erstmal beseitigen mussten. Der Wasserhahn tropfte die ganze Zeit und in der Dusche waren Schamhaare. Sie wurde nicht gereinigt. Es war abscheulich.”

    Nach einer Beschwerde konnte George ein neues Zimmer beziehen – das war allerdings genau so schlimm, wie das erste. Das Unglaubliche: Wie die Zeitung schreibt, werde das Hotel, in dem Easyjet die Passagiere übernachten ließ, als ein Fünf-Sterne-Hotel angepriesen.

    Mehr zum Thema:  Passagierin blickt auf das Handy ihres Sitznachbarn –Minuten später wird das Flugzeug geräumt

    Eine andere Betroffene sagte der Zeitung:

    “Es wird von vielen Unternehmen als schönes Fünf-Sterne-Hotel beworben, aber niemand sollte in diesem Hotel unterkommen. Es ist ekelhaft. Das Wichtigste ist, dass dieses Hotel geschlossen wird.”

    Die Fluggesellschaft äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. “Sun” zitiert: 

    “Wir bedauern, was die Passagiere in dem von uns zur Verfügung gestellten Hotel erleben mussten. Wir erwarten von jedem Hotel, das unsere Passagiere beherbergt, einen sehr hohen Standard und entschuldigen uns, sollte das nicht der Fall gewesen sein.”

    Mehr zum Thema: Mann hat keine Lust, die Gepäckgebühren beim Flug zu bezahlen – und hat einen genialen Einfall

    Wie die Zeitung schreibt, habe George bereits eine Entschädigung von umgerechnet 560 Euro von Easyjet erhalten. Die anderen Passagieren haben der Zeitung zufolge noch keine Entschädigung erhalten.

    (ujo)


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    • Sturmböen, Dauerregen und extreme Schneemassen – Sturmtief Florenz bestimmt ab Sonntag das Wetter in Deutschland.
    • In den Alpen kündigen sich neue Rekorde für Januar an: Schneemassen wie in diesem Jahr fallen nur alle 100 Jahre oder seltener.
    • Die genaue Wettervorhersage seht ihr auch oben im Video.

    Heftiger Dauerregen, der verbreitet bis zu 30 Liter pro Quadratmeter bringt, setzt am Sonntag zuerst im Norden und Westen ein und breitet sich dann im ganzen Land aus.

    An der Nordseeküste fällt das Hochwasser bis zu ein Meter höher als normal aus. Zudem entstehen im Tiefland Sturmböen bis zu 75 km/h. In den Mittelgebirgen schmilzt der letzte Schnee.

    Durch den Dauerregen kann es örtlich jedoch Hochwasser geben. Besonders betroffen sind das Rothaargebirge, der Schwarzwald, der Thüringer Wald, das Erzgebirge und der bayerische Wald.

    Sturzfluten und Lawinengefahr

    Auch am Alpenrand und in den Alpen steigt die Schneefallgrenze auf bis zu 1000 Meter. Das bedeutet, dass es im Tal regnet. Durch den Regen saugt sich der Schnee mit Wasser voll und wird schwerer. Unter dieser Last können Bäume umstürzen und Dächer einbrechen. Wenn sich das Wasser durch Schnee und Eis aufstaut, drohen Hochwasser und örtlich auch Sturzfluten.

    In Lagen über 1000 Meter kommt es durch den Sturm zu starken Schneeverwehungen. Zudem steigt die Lawinengefahr – örtlich auch auf die höchste Warnstufe. Die Windspitzen erreichen im Bergland Orkanstärke. Es sind Höchstwerte von bis zu 10 Grad im Westen möglich.

    In der Nacht zu Montag fällt die Schneefallgrenze wieder auf 500 Meter, wodurch der Regen dann wieder in Schnee übergeht. Es kommt zu sehr starkem Schneefall, der auf den Straßen gefährliche Glätte auslöst. Die Tiefstwerte in der Nacht liegen bei 3 bis 1 Grad, in den Alpen gibt es auch Frost.

    Schneerekorde in den Alpen

    Wer nicht unbedingt in den Alpen bleiben muss, der sollte bis Sonntagabend weg sein, einerseits, um sich selbst nicht zu gefährden und zum anderen, um die Helfer nicht zu behindern.

    Am Montag gibt es immer wieder Schauer und Schneeregenschauer bei böigen Winden aus nördlichen Richtungen und Höchstwerten zwischen 2 und 5 Grad. Im Süden kann es auch glatt sein, denn über 500 Meter ist wieder Schnee gefallen in der Nacht.

    In den Alpen schneit es aber den ganzen Tag weiter. Verbreitet fällt 1 Meter Neuschnee und in Staulagen sind sogar bis zu 1,5 Meter Neuschnee möglich. Das könnte ein absoluter Schneerekord für Januar werden. Der Schwerpunkt des Schneefalls liegt im Allgäu und im österreichischem Vorarlberg.

    Die besten Vorhersagen für deinen Ort findest du auf weather.com.


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    ► Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt spricht sich für Koalitionsgespräche seiner Partei mit der AfD nach der Bundestagswahl 2021 aus.

    ► Patzelt sagte der “Märkischen Oderzeitung”: “Wenn kein anderer Koalitionspartner zur Verfügung steht, dann muss ich selbstverständlich auch mit einer Partei wie der AfD reden.”

    ► Man müsse die AfD “mit Respekt behandeln”, so Patzelt. “Einander zuhören, die Konzepte des Gegenübers prüfen und nicht von Anfang an verteufeln – das heißt, aufeinander zuzugehen.“ Was zähle sei, wie der Koalitionsvertrag aussieht.

    Darum ist die Aussage bemerkenswert:

    In der CDU-Spitze gilt eine Koalition mit der AfD bislang als rote Linie. Besonders aus den ostdeutschen Landesverbänden gibt es aber immer wieder andere Signale.

    In Sachsen, Brandenburg und Thüringen wird in diesem Jahr gewählt – eine Koalitionsbildung könnte in allen Ländern ohne die AfD schwierig werden.


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    Eine Maschine der Fluggesellschaft Smart Wings.

    ► Ein Flugzeug der tschechischen Fluggesellschaft Smart Wings ist beim Start in Moskau von der Startbahn abgekommen. Niemand der 47 Menschen an Bord der Maschine vom Typ Boeing 737 sei verletzt worden, sagte eine Sprecherin des Flughafens Scheremetjewo am Sonntag der Agentur Tass.

    ► Das Flugzeug wurde abgeschleppt. Weil eine der zwei Start- und Landebahnen am größten Airport der russischen Hauptstadt zeitweise gesperrt werden musste, verzögerten sich etwa 30 Starts, wie die Agentur Interfax meldete.

    Mehr zum Thema: Easyjet cancelt Flug – dann geht der Horror für die Passagiere los


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    dp

    In den schneereichen Alpen sind am Wochenende mindestens fünf Menschen gestorben.

    Drei Skifahrer aus Süddeutschland kamen im österreichischen Lech unter einer Lawine ums Leben, ein vierter aus der Gruppe wurde am Sonntagnachmittag noch vermisst. Bei einer Lawinensprengung in den französischen Alpen starben zwei Pistenarbeiter. Die Männer hantierten am Sonntag mit Sprengstoff, als es aus zunächst ungeklärter Ursache zur Explosion kam.

    Die vier befreundeten Skifahrer aus Süddeutschland waren für eine Skitour nach Lech gereist und am Samstag den Angaben zufolge auf einer gesperrten Skiroute unterwegs. Drei Männer im Alter von 32, 36 und 57 Jahren wurden noch am späten Samstagabend tot geborgen.

    Die Männer erstickten unter den Schneemassen

    Die Männer aus dem Raum Biberach in Baden-Württemberg trugen einen Lawinen-Airbag, der auch aufgegangen war. Dennoch wurden sie so tief unter den Schneemassen begraben, dass sie erstickten.

    Die Suche nach einem 28 Jahre alten Vermissten wurde am Sonntag bis auf weiteres eingestellt. Aufgrund des heftigen Schneefalls wäre es für die Rettungskräfte viel zu gefährlich, sagte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel am Sonntagmittag. Es sei auch kein Zeitfenster mit besserem Wetter absehbar.

    In den bayerischen Alpen ist das seit Tagen andauernde Schneechaos noch lange nicht vorbei. Seit der Nacht zum Sonntag schneite es in den Katastrophenregionen im Süden des Freistaates weiter. Im Allgäu sind Zufahrten zur Gemeinde Balderschwang nach einem Lawinenabgang und wegen Lawinengefahr gesperrt.

    Rund 1300 Einwohner und Touristen sitzen zunächst bis Montag fest.


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    Erdogan und Trump beim G20-Gipfel in Hamburg.

    ► US-Präsident Donald Trump hat die Türkei im Falle eines Angriffs auf kurdische Truppen in Nordsyrien vor einer “wirtschaftlichen Zerstörung” gewarnt.

    ► Die Türkei werde “wirtschaftlich zerstört” werden, wenn sie die Kurden angreife, schrieb Trump am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter über den Nato-Partner.

    ► “Gleichzeitig will ich auch nicht, dass die Kurden die Türkei provozieren”, fügte er in einer weiteren Nachricht hinzu. Trump sprach zudem von der Schaffung einer Sicherheitszone von 32 Kilometern, führte das aber nicht näher aus. Auch was er genau mit “wirtschaftlicher Zerstörung” meinte, ließ Trump offen.

    Syrien-Experte Mutlu Civiroglu sagte der HuffPost: “Das ist eine sehr klare Botschaft an die Türkei. Trump hört auf seine Berater, Verbündete und die amerikanische Öffentlichkeit.”

    Zum Hintergrund:

    Die mit den USA alliierten Kurden in Nordsyrien fürchten nach dem Rückzug der US-Soldaten aus dem Land einen Angriff der Türkei.

    Ankara sieht die kurdischen Kämpfer der YPG als Terroristen und verlängerten Arm der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte erst am vergangenen Dienstag erklärt, sehr bald zur Tat schreiten zu wollen, “um diese Terrororganisationen auf syrischem Boden zu neutralisieren”.

    Das ist zuletzt passiert:

    Im Dezember hatte Erdogan eine Offensive gegen die kurdischen Truppen vorerst auf Eis gelegt, nachdem die USA ihren Truppenabzug aus Syrien angekündigt hatten. Am Donnerstag betonte Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Interview des Senders NTV allerdings, dass die Türkei losschlagen werde, sollten die USA ihren Abzug zu lange hinauszögern.

    Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Samstag, die Türkei habe ihre Truppen an der Grenze zum kurdisch kontrollierten Teil Syriens verstärkt. Es handele sich um Kampfpanzer und Truppen.


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    Ex-Handballer Kretzschmar.

    Ex-Handballstar Stefan Kretzschmar hat in einem Interview behauptet, dass er als Sportler nicht sagen dürfe, was er will.

    Durch das Video der Nachrichtenseite “T-Online” entbrannte eine Debatte über das Thema Meinungsfreiheit – bei der verdächtigerweise verschiedene Meinungen aufeinandertrafen.

    Das hatte Kretzschmar gesagt:

    Der Ex-Spitzensportler hatte gegenüber “T-Online” erklärt:

    “Wir haben keine Meinungsfreiheit im eigentlichen Sinne. Sobald wir eine gesellschaftskritische Meinung äußern, haben wir von unserem Arbeitgeber mit Repressalien zu rechnen, oder wir haben mit unseren Werbeverträgen Probleme, dass die gekündigt werden, wenn es nicht ins Konzept passt.“

     

     ► Er unterschied damit zwischen der “Meinungsfreiheit im eigentlichen Sinne”, sprich der verfassungsmäßig gegebenen Freiheit, alles zu sagen, was sich im Rahmen des Grundgesetzes bewegt – und dem Recht darauf, Sponsorenverträge, also Zustimmung und Geld, unabhängig von getroffenen Aussagen zu bekommen. 

    Weiter erklärte der Handballer:

    “Es sei denn, es ist die Mainstream-politische Meinung, wo man sagt ‘wir sind bunt‘ und ‘Refugees welcome‘, wo man gesellschaftlich eigentlich nichts falsch machen kann. Hat man eine einigermaßen kritische Meinung zu einigen Themen, auch vielleicht gesellschaftskritisch oder regierungskritisch, dann darf man das in diesem Land auch nicht sagen. Da wird dir sofort jedes Wort vorgeworfen.“

    Was die Aussage noch absurder gemacht:

    In einem späteren Interview mit der “Bild” erinnerte sich Kretzschmar dann aber nur an einen Fall, in dem “Leute eins auf den Deckel bekamen wegen nicht konformer Meinungen”: “Toni Kroos vielleicht, nach seinem Tweet ‘Danke Angie.’”

    Wir erinnern uns: Das ist die Frau, denen viele Rechte vorwerfen, die Maxime “Refugees welcome” auf die Agenda gesetzt zu haben. Was man als Sportler nun also wirklich nicht sagen darf, blieb am Ende doch offen. 

    So fielen die Reaktionen aus:

    Zahlreichen Journalisten und Politikern fiel das Paradox auf, in dem sich Kretzschmar verstrickte. Schließlich hatte er mit seinem Interview selbst von der Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht.

    Zumal Kretzschmar als Sportler und TV-Experte sogar eine ungleich größere Bühne bereitet ist als den meisten, wie Linken-Mitglied Robert Fietzke bemerkte. 

    “Das Leben als prominenter Sportler in Deutschland ist schon hart. Nirgendwo darfst du deine Meinung sagen, außer in jedes Mikrofon und jede Kamera & niemand, wirklich niemand hört dir zu, außer alle.”

    FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte der “Bild”:

    “Die Äußerung von Stefan Kretzschmar ist absurd, beweist sie doch in sich selbst, dass alles geäußert werden kann. Zur Meinungsfreiheit gehört auch der Mut zur Meinungsäußerung, der gerade dann gebraucht wird, wenn die Meinung nicht im Mainstream liegt. Kretzschmar beschreibt keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern Feigheit.”

    Zustimmung bekam der Handballer an gleicher Stelle dagegen von CSU-Innenpolitiker und Staatssekretär Stephan Mayer: 

    “Ich bin der Auffassung, dass in unserer Gesellschaft sehr wohl eine zunehmende Polarisierung und Verrohung der Sprache feststellbar ist – und eine stärkere Tendenz, andere Meinungen nicht zu akzeptieren. Zum Kernbestandteil einer demokratischen und pluralen Gesellschaft gehört es aber, dass auch andere Auffassungen ‘ertragen’ werden.“

    Zuvor hatte vor allem die AfD dem Sportler applaudiert. Über die sagte er nun aber etwas nebulös:

    “Wenn man meine Biographie kennt, ist die Instrumentalisierung meines Interviews von politischen Gruppierungen, die meiner eigenen politischen Einstellung nicht ferner liegen könnten, schon grotesk.” 

    (ll)


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    Was nach harmlosem Fußbad aussieht, war für Gisele Oppermann zu viel des Guten.

    • Das Dschungelcamp 2019 läuft erst drei Tage und schon steht das diesjährige Camp-Sensibelchen fest: Gisele Oppermann.
    • Bei ihrer Dschungelprüfung fing die Ex-“GNTM”-Teilnehmerinnen schon an zu weinen, als sie nur mit (klarem!) Wasser in Berührung kam.

    Es ist nicht sonderlich überraschend: Spätestens nach dem dritten Tag im australischen Dschungelcamp hat sich “GNTM”-Model Gisele Oppermann klar als das sensible Mimöschen der 13. Staffel“Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” herausgestellt.

    Schon vor dem Einzug vergoss die 31-Jährige bereits reichlich Tränen. Immer wieder berichtete sie seither weinend von ihren zahlreichen Ängsten:

    Der Höhe des Hotelzimmers, in dem sie sich vor dem Einzug in das Camp noch befunden hatte, vor der möglichen Art des Einzugs, vor der ersten Dschungelprüfung, vor der zweiten Dschungelprüfung, vor Schmetterlingen und so ziemlich allen anderen Tieren... die Liste scheint endlos. 

    Schon bei der Verkündung, dass sie in die Prüfung müsse, flossen bei Gisele mal wieder Tränen.

    “GNTM”-Heulsuse wird zur “Ich bin ein Star...”-Heulsuse

    So überraschte es kaum, dass Oppermann, die bereits bei “Germany’s Next Topmodel” als die Heulsuse galt, von den Zuschauern auch in die Dschungelprüfung des dritten Tages gewählt wurde.

    Und noch weniger überrascht es wohl, wie sie auf die Verkündung durch die Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow reagiert hatte: Genau. Mit Tränen.

    Auch die pseudotiefsinnigen Motivationsversuche von Millionär und Hobby-Campcoach Bastian Yotta konnten dem Model ihre Ängste nicht nehmen. 

    Bei der Prüfung sollte Oppermann dann auf Tauchstation gehen. Vielleicht hat sich RTL dabei ja gedacht, dass sie unter Wasser wenigstens nicht weinen könne oder der Zuschauer das Gejammer dann zumindest kurzzeitig nicht mehr hören müsse.

    So sah Giseles Prüfung von außen aus.

    Gisele Oppermann zögert lange bei Dschungelprüfung

    In einem versunkenen Schiffswrack war es die Aufgabe zwischen einigen Dschungeltieren nach Sternen zu tauchen. Doch so weit sollte es gar nicht erst kommen. Dabei zeigte sich das Model anfangs noch optimistisch. 

    Zietlow und Hartwich verkündete die 31-Jährige, dass es ihr Ziel sei, die Prüfung zu bestehen und Sterne zu holen. Dabei bereite ihr das Tauchen keine Angst, nur die Tiere, erklärte sie weiter. Auf Hartwichs Frage, ob sie antreten möchte, antwortete sie noch recht sicher: “Na klar!”

    Aber dieser Entscheidung schien sie sich wenige Sekunden später schon nicht mehr so sicher.  “Ich weiß nicht, ob ich das schaffe,” gab sie bereits zu, als sie vor dem Schiffswrack stand und auf die Luke sah, durch die sie in das Innere gelangen sollte. Darauf folgte ein langes Hin und Her, wobei die Moderatoren immer wieder versuchten, das Model zu motivieren. 

    Schließlich ließ sich Oppermann überreden und steckte ihren rechten Fuß vorsichtig ins Wasser, schrie sofort auf und zog ihn wieder raus: “Ahhh. Ich will es machen, aber es geht nicht.” Beim Versuch beide Füße einzutauchen fließen dann schon wieder Tränen.

    Gisele weint... wie so oft

    Keine Sterne und somit kein Essen für die Teilnehmer

    Beim letzten Versuch schaffte sie es sogar, immer noch weinend, bis zum Bauchnabel ins Wasser. Doch dabei blieb es. “Ich schaffe es nicht!”, musste sich die Ex-“GNTM”-Kandidatin eingestehen und trat die Prüfung gar nicht erst an.

    So wirklich verstand sie das allerdings selbst nicht, sagte sie weinend:

    “Ich wollte es wirklich versuchen, aber es geht nicht. Ich bin wie gelähmt... Es ist harmlos und ich verstehe es nicht. Ich traue mich nicht runter. Ich mag Tauchen und Schwimmen gerne…” 

    Bastian Yotta war sich sicher, den Grund für die Niederlage des Models zu kennen. Sie habe am Morgen nicht an seinem “Magic Morning”-Ritual teilgenommen. 

    Die Zuschauer scheinen es mit Gisele Oppermann aber gut zu meinen: Am vierten Tag darf es die 31-Jährige einfach gleich nochmal versuchen, bei einer anderen Dschungelprüfung ihre Ängste zu überwinden. Dieses Mal wird ihr zudem Currywurst-Mann Chris zur Seite stehen, der ebenfalls in die Prüfung gewählt wurde.


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