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Huffington Post Germany Athena

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    Bei der Nacht der Rosen legte Playmate Isabell eine ganz besondere Tanzeinlage ein.

    • In der zweiten Folge des “Bachelors” sind zwischen Andrej Mangold und Kandidatin Isabell die Fetzen geflogen.
    • Das Playmate hat getwerkt und sich anschließend bei dem Junggesellen über eine Mitstreiterin ausgelassen.

    Beim “Bachelor” standen in der vergangenen Folge die ersten Dates an. Es war Zeit für Andrej Mangold die Frauen endlich besser kennenzulernen – oder sich zumindest erstmal ihre Namen einzuprägen

    Ganz nach “Bachelor”-Manier gab es einen Helikopterflug, ein Picknick am Strand, ein Gruppendate inklusive Tequila-Shots, eins im Fitnessstudio und schließlich noch einen Malkurs für den Bachelor und Kandidatin Stefanie. 

    Die harmonischen Szenen im sonnigen Mexiko zwischen Andrej Mangold und den Kandidatinnen wirkten fast wie im Bilderbuch. Selbst Christinas Tränen darüber, dass der Bachelor beim Gruppendate nicht genug mit ihr gesprochen habe, trübten kaum die Stimmung. 

    Mehr zum Thema:Mehr nackte Haut denn je beim “Bachelor” – so billig verkauft RTL die neue Staffel

    Der

    Bachelor: Bei der Nacht der Rosen kommt es zum Eklat

    Doch noch kurz vor der Vergabe der Rosen kam es dann zum heftigen Schlagabtausch zwischen Bachelor Andrej und einer Kandidatin. Dabei fing der Abend so harmlos an.

    Nachdem der Bachelor und die Kandidatinnen während des ersten Smalltalks des Abends bereits genug Prosecco und Batida geschlürft hatten, waren offenbar alle Beteiligten locker genug, um gemeinsam beschwingt die Hüften kreisen zu lassen.

    Jede Kandidatin hatte dabei eine andere Strategie, Andrej mit ihrem Balztanz von sich zu überzeugen:

    Während der Großteil angestrengt Disko-Tänze aufführte, fuhren Stefanie und Isabell größere Geschütze auf. Stefanie krallte sich prompt Andrej, dem dies ganz offensichtlich gut gefiel. Playmate Isabell– die schon als Mädchen den Playboy ihres Vaters gelesen hat – entschied sich stattdessen zu twerken. 

    ► Damit allerdings nicht genug. 

    Nach dem Tanz bat das Playmate Andrej zu einem Gespräch, da ihr eine Frage ganz besonders dringend unter den Nägeln brannte: Auf welchen Typ Frau steht der Bachelor denn nun?

    Zwischen Isabell und Andrej herrschte bei der Nacht der Rosen keine Harmonie.

    “Bachelor”-Kandidatin Isabell keilt gegen Stefanie 

    Die 28-Jährige unterstellte Andrej, dass er die hübschen Frauen vernachlässige und diesen stattdessen “Bauern” vorziehe. Denn zu seinem Tanz mit Kandidatin Stefanie kann das Playmate nur verwundert fragen: 

    “Ich dachte, es heißt ’Der Bachelor sucht eine Frau’ und nicht der ‘Bachelor sucht einen Bauer’.”

    Allerdings feuerte Bachelor-Andrej schnell zurück und konterte:

    “Warte mal kurz, hast du nicht gerade getwerkt?” Als das Playmate versucht sich zu rechtfertigen, unterbrach er sie erneut: “Stopp, stopp, ich hab zu dir nicht gerade gesagt, dass du ein Bauer bist! Du hast gerade über jemanden gesagt, dass er ein Bauer ist!”  – “Genau.”  – “Ist das anbieten? Wenn man mit jemandem tanzt?”  – “Ja. Wenn man lasziv tanzt und den Mann immer so...”  – “Und wenn man vor laufender Fernsehkameras seinen Arsch schüttelt, ist es nicht anbietend?”  – “Nö.”

    Überhaupt könne das Playmate die Aufregung gar nicht nachvollziehen. Im Einzelinterview erklärt sie, dass sie ihre Mitstreiterin ja nicht beleidigt hätte. “Ich hab nicht gesagt, sie tanzt wie ne Schlampe oder so.” Na dann.

    ► Der Bachelor war mittlerweile sichtlich aufgebracht und legte nach: “Wie siehts denn bei dir aus? Bin ich denn dein Typ?” Ihr Zögern deutete er schnell richtig: “Nein, oder?”

    Die Stimmung war in dieser Nacht ziemlich eisig zwischen Andrej und Isabell, der er darauf sichtlich genervt erklärte, dass er keine Energie in eine Kandidatin investieren will, die offensichtlich kein Interesse an ihm hätte. Immer wieder fragte er das Playmate, ob sie wirklich hier sein wolle, wenn er nicht ihr Typ sei. Sie bejahte seine Fragen, doch Andrej blieb sichtlich skeptisch.

    Sichtlich angespannt beendeten die beiden schließlich ihr Streitgespräch vor der Vergabe der Rosen. 

    Isabell reagierte nicht gerade begeistert auf ihre Rose.

    Bachelor gibt Playmate Rose – und sie lässt ihn abblitzen

    Doch Isabell konnte das Verhalten Andrejs nicht nachvollziehen. Ihren Mitstreiterinnen verkündete sie, dass sie “safe auf jeden Fall wirklich gehen muss” und sie nicht verstehen könnte, dass der Bachelor sie fürs Twerken kritisiert hat. Immerhin sei das in Amerika ja auch eine Sportart!

    ► Die Prophezeiung des Playmates bewahrheitete sich letztlich allerdings nur teilweise.

    Zwar ging sie tatsächlich, wie von ihr angekündigt, nach Hause. Allerdings bot ihr Andrej zu ihrer und sicherlich auch zur Überraschung vieler Zuschauer die letzte Rose des Abends an. 

    Isabell lehnte diese allerdings ab, da sie keine Harmonie zwischen ihr und dem Bachelor spüre. Er erklärte später, dass er ihren feigen Rückzug als Beweis ihres Charakters sehe. 

    Neben Isabell gingen an dem Abend drei weitere Kandidatinnen nach Hause, dessen Namen sich von nun an weder Andrej Mangold noch die Zuschauer weiter merken müssen.

    (kiru)


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    Beim Putzen kommen Mike und Acarina van Summeren an ihre Grenzen – normalerweise übernimmt so etwas das Personal für sie.

    • Bei “Plötzlich arm, plötzlich reich” auf Sat.1 kommen die Protagonisten an ihre Grenzen.
    • Eine reiche Familie ist es nicht gewohnt, selbst zu putzen – und kann es nicht fassen, wie ärmere Menschen leben.

    “Das ist ein ganz minderwertiger Spiegel, offensichtlich”, sagt Acarina van Summeren, während sie mit einem Stück Küchenpapier versucht, das Glas blank zu rubbeln. Normalerweise muss Acarina so etwas nicht selbst tun – dafür hat die reiche Sängerin glücklicherweise Personal.

    Acarina und ihr Mann Mike van Summeren sind Protagonisten der Sat.1-Show “Plötzlich arm, plötzlich reich”: In der Sendung tauschen arme und reiche Familien eine Woche lang ihre Leben. So muss Familie van Summeren nun in einer 80-Quadratmeter-Wohnung an einer vielbefahrenen Straße ausharren anstatt, wie sonst, in ihrem Schlösschen dem Luxus frönen zu können. 

    Mehr zum Thema: “Plötzlich arm, plötzlich reich”: Was für einen Millionär das Schlimmste an Armut ist

    Ans Putzen ist die reiche Familie nicht gewöhnt

    Nicht nur Wohnraum und wöchentliches Budget von unter 200 Euro müssen die van Summerens von einer armen Familie übernehmen – auch deren wöchentlichen Terminplan müssen sie folgen. An einem Tag steht nun der Wohnungsputz an. Solche Tätigkeiten sind die wohlhabenden van Summerens, die selbstständig im Musik-Business arbeiten, nicht gewohnt.

    Der Mann saugt Staub! Das muss Acarina erst mal fotografisch festhalten.

    Acarina muss von ihrem Mann erst einmal ein Foto mit dem Handy machen, sobald er den Staubsauger in der Hand hält: “Das sieht totaaal toll aus!”, schwärmt die Sängerin lachend. 

    Für Hauspersonal gibt das Paar monatlich etwa 1000 Euro aus. Hausarbeit hält Mike offensichtlich für ein notwendiges Übel, das seine Helfer ihm abnehmen – während er sich lieber ums Geschäft und Geldverdienen kümmert.

    “Für uns ist das der Horror”, sagt Mike in “Plötzlich arm, plötzlich reich”

    Den Endgegner im Putzkampf stellt wohl der Balkon der Mietwohnung dar: “Das ist ja echt unglaublich, was da für ein Dreck drauf ist”, sagt Mike, während Acarina sichtlich angewidert einen dreckigen Lappen hochhält, mit dem sie soeben den Fensterrahmen gewischt hat. Kein Wunder – direkt vor der Wohnung verläuft eine Hauptstraße, hier wird viel Dreck aufgewirbelt, der sich auf dem Balkon ablegt.

    “Das kann doch nicht gesund sein. Für uns ist das einfach der Horror”, stellt Mike fest. Deutlich zeigt er sein Erschrecken und Unverständnis darüber, dass Menschen so leben können.

    Nun, lieber Mike – willkommen in der Realität: Viele Menschen leben in Städten, viele Menschen leben in Mietwohnungen und viele Menschen leben an vielbefahrenen Straßen. Ideal ist das vielleicht nicht immer – möglich allerdings schon.

    (ll)


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    Markus, Bruder einer der Protagonisten von

    • In der Sat.1-Sendung “Plötzlich arm, plötzlich reich” tauschen je eine arme und eine reiche Familie eine Woche lang ihre Leben.
    • Bei einem Treffen mit dem Bruder des armen Familienvaters kommt eine tragische Kindheitsgeschichte ans Licht, die den heutigen Lebenswandel erklären könnte.

    Ein Budget von 188 Euro für eine vierköpfige Familie: Mit dieser Summe müssen Simon Scholz-Walken, seine Frau Magdalena und deren beiden Kinder wöchentlich auskommen. Trotzdem geht der Mann, der keine Ausbildung abgeschlossen hat, nur zehn Stunden wöchentlich im Einzelhandel arbeiten.

    Eine Entscheidung, die die reichen van Summerens nicht nachvollziehen können: Beide Familien sind Protagonisten der Sat.1-Show “Plötzlich arm, plötzlich reich”, bei der Arm und Reich eine Woche lang die Leben tauschen:

    ► So darf die Familie Scholz-Walken nun in das Schlösschen der Familie van Summeren ziehen und hat ein wöchentliches Budget von knapp 4000 Euro zur Verfügung.

    ► Dafür müssen sich die van Summerens mit einer 80 Quadratmeter großen Wohnung in der Mannheimer Innenstadt begnügen und dürfen nicht einmal 200 Euro für sich und ihren siebenjährigen Sohn ausgeben. 

    Kennenlernen werden sich die beiden Familien erst, wenn das Tauschexperiment vorbei ist. So stellen sich die reichen Unternehmer Mike und Acarina van Summeren die Frage: Was sind das für Menschen, in deren Welt wir eine Woche lang leben? Und warum sind die eigentlich nicht so erfolgreich wie wir?

    Mehr zum Thema: “Plötzlich arm, plötzlich reich”: Darum geht’s im Tauschexperiment

    Aufwachsen im Kinderheim: Eine Kindheit in Armut

    Über die Hintergründe der Familie klärt Markus, Simons Bruder, zumindest teilweise auf: An einem Nachmittag kommt er die van Summerens besuchen. 

    Einen einfachen Start ins Leben hatten die Brüder nicht, wie durch Markus’ Erzählung deutlich wird: Aufgewachsen sind die beiden beim alkoholabhängigen Vater und im Kinderheim, wo sie zeitweise aufgrund von Unterernährung lebten. Finanzielle Schwierigkeiten waren Alltag der beiden Kinder. 

    Mehr zum Thema: Ich wusste nicht, dass wir arm sind, bis ich aufs Gymnasium kam

    Mit elf Jahren schon ist Markus arbeiten gegangen, erzählt er weiter – acht Stunden am Tag nach der Schule, genauso wie Simon. Zeit, um Kind zu sein, ist dabei nicht geblieben. 

    Im Zusammenschnitt kommentiert Simon: “Ich musste mir immer alles erkämpfen, es hat sich niemand um mich gekümmert.” Unterstützung hat er als Kind nicht erlebt: 

    “Ich bin halt mehr allein durchs leben gegangen, da kommt man nicht weit.”

    Vater Simon will nun mehr für seine Familie da sein

    Weil in seiner eigenen Kindheit so viel schief gegangen ist, will Simon wohl nun für seine Familie da sein, mutmaßt Markus. 80 Stunden pro Woche arbeiten gehen, um viel Geld zu verdienen, ist da nicht drin.

    Wirklich nachvollziehen kann die ehrgeizige Familie van Summeren nicht – man kann doch nicht zufrieden sein mit einem wöchentlichen Budget von 188 Euro: “Das kann ich mir nicht vorstellen”, meint Acarina. 

    Markus stimmt dem zu – vielleicht jedoch habe sein Bruder einfach noch nicht den richtigen Beruf für sich gefunden. 

    Auch wenn den van Summerens solche ein Lebenswandel fern liegt: Sie scheinen zumindest nachvollziehen zu können, dass Armut und eine schwierige Kindheit ihre Spuren hinterlassen und Lebensentscheidungen beeinflussen können. 

    (vw)


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    Von ihrem vorübergehenden Zuhause sind Acarina und Mike van Summeren nicht begeistert.

    • Bei “Plötzlich arm, plötzlich reich” auf Sat.1 tauschen je eine arme und eine reiche Familie eine Woche lang ihre Leben.
    • Die reichen Protagonisten freuen sich auf ein entspannteres Leben mit weniger Geld und weniger Druck – und werden eines Besseren belehrt. 

    Wer reich ist, hat weniger Stress, würde man meinen – Familie van Summeren hat da eine andere Meinung: Als wohlhabende Musiker, Selbstständige und Schlossbesitzer scheinen sie zu glauben, ihr Alltag sei wesentlich aufreibender als der einer vergleichsweise armen Familie. Diesen Anschein geben sie zumindest in der Sat.1-Show “Plötzlich arm, plötzlich reich”.

    In der Sendung tauschen die wohlhabenden van Summerens und ihr siebenjähriger Sohn Paul eine Woche lang mit der gering verdienenden, vierköpfigen Familie Scholz-Walker Wohnung, Budget und Leben. Das bedeutet: Die van Summerens haben nun nur noch 188 Euro pro Woche zur Verfügung anstatt 3900 Euro, wie üblich. 

    Mehr zum Thema: “Plötzlich arm, plötzlich reich”: Was für einen Millionär das Schlimmste an Armut ist

    Reiche Familie freut sich auf entspannteres Leben ohne Geld

    Die reiche Familie freut sich bei dem Tausch-Experiment vor allem auf ein entspannteres Leben – vor allem Mutter und Sängerin Acarina ist begeistert von dem Gedanken, endlich wieder etwas mehr Zeit zu haben.

    Schon jetzt möchte der Zuschauer Mitleid heucheln: Mei, die arme Acarina – so ein prall gefülltes Konto, und doch kann sich die Frau keine Freizeit leisten. Ein Glück, dass die Musikerin nun eine Woche in den Armuts-Urlaub darf, da gilt: Wo kein Geld, da kein Stress. (Ein Statement, dass diejenigen, die nicht zu den reichsten zehn Prozent Deutschlands gehören, so wie die van Summerens, wohl kaum unterschreiben würden.)

    Und dann, Überraschung, geht der Stress schon bei der Ankunft im bescheidenen Domizil der Scholz-Walkers los, wo die van Summerens nun eine Woche lang wohnen werden: Die lediglich 80 Quadratmeter große Wohnung eines Mehrfamilienhauses an einer Mannheimer Hauptstraße entspricht wohl nicht so ganz dem gehobenen Geschmack. 

    “Wir sind es gewohnt, dass wir 8000 Quadratmeter mit Wald haben”, sagt Acarina in der Sendung. Auch Ehemann und Musikproduzent Mike ist nicht glücklich über die Wohnsituation: Hier gibt’s ja Nachbarn, igitt. “Einer wohnt an dem anderen”, stellt er unglücklich fest.

    Mehr zum Thema: “Plötzlich arm, plötzlich reich”: 8-Jähriger sagt, was Arm und Reich unterscheidet

    Im Zuhause der armen Familie scheint nichts zu stimmen

    Nichts scheint zu stimmen.

    ► Die Möbel in der Wohnung sähen aus wie vom Sperrmüll, meint Acarina.

    ► Die Nacht höre wegen des Straßenlärms schon um fünf Uhr morgens auf, meint Mike.

    ► Dann noch die ganzen Billigprodukte, von denen sie sich ernähren müssen, das mühsame Prospekte studieren auf günstige Angebote, einkaufen gehen zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anstatt bequem mit dem Auto – wie ungemütlich und unschick das alles doch ist.

    Vor allem Mike sagt gequält gegen Ende der Woche: “Ich komme nicht zur Ruhe”. Und trotzdem werden die beiden nicht müde, zu erwähnen, dass sie nicht wissen, wie sie ihren Tag füllen sollen: Man kann ja nichts tun, ohne Geld auszugeben. Man kann ja nicht rausgehen, weil es keinen Garten gibt. 

    Andererseits fühlen sich die Scholz-Walkers tatsächlich vom prall gefüllten Wochenplan ihrer Tauschpartner gestresst: Hier Friseurtermin, da Keyboard-Stunde, am Ende muss man auch noch Golfen gehen. Die Familie ist sichtlich damit überfordert, von einer Aufgabe zur nächsten zu hechten. 

    “Wenn du die Zeit hast, hast du das Budget nicht mehr”

    Als die Familien gegen Ende der Sendung aufeinander treffen, sagt Mike weise: “Wenn du die Zeit hast, hast du das Budget nicht mehr.” Und offensichtlich gilt das andersherum ähnlich – Geld frisst auch Zeit. Dass bedeutet allerdings nicht zwangsweise, dass ärmere Menschen weniger Stress haben – der Stress verlagert sich offenbar lediglich.

    Während die van Summerens ihr eigenes Unternehmen führen und die wenige verbleibende Zeit in Erledigungen und Hobbys stecken, plagen Familie Scholz-Walker Existenzängste. Am vorletzten Tag des Experiments macht sich Mutter Magdalena schon Sorgen, wie sie die nächste Zeit mit dem üblichen Wochenbudget von nicht einmal 200 Euro meistert.

    Ob das den van Summerens bewusst geworden ist bei dem Experiment, wird in der Sendung nicht deutlich. Zumindest haben sie jedoch, wie Acarina zusammenfasst, einen Einblick in eine andere Lebensweise bekommen und wissen so die eigene Welt wieder mehr zu schätzen.

    (vw)


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    Donald Trump vor dem Treffen mit den Demokraten. 

    Der Streit in den USA um die Grenzmauer zu Mexiko geht weiter: Donald Trump verließ am Donnerstag abrupt ein Treffen den Demokraten. Die Oppositionspolitiker sprachen von einem “Wutanfall” des Präsidenten. 

    Der US-Sender CNN berichtet, wie das Krisentreffen in einen Eklat endete. Trump sei erst in guter Stimmung gewesen und habe sogar Süßigkeiten verteilt. Und zwar Butterfinger, Baby-Ruth-Riegel und M&Ms. 

    So kam es zum Eklat: Als Schumer von Trump verlangte, den Regierungsstillstand – ausgelöst durch den Streit um die Mauer – zu beenden und dann weiter über die Mauer zu verhandeln, soll der US-Präsident laut CNN gefragt haben:

    ► Würde Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, einem Mauerbau zustimmen, sollte Trump den Regierungsstillstand beenden?

    Sie lehnte ab – und Trump verließ das Treffen. 

    Was ihr über den Streit um Trumps Grenzmauer wissen müsst: 

    Der Streit um die von Trump geforderte Grenzmauer ist der Grund für den “Shutdown”, der seit kurz vor Weihnachten Teile der Regierung lahmlegt.

    Ein Ende der Haushaltssperre, wegen der rund 800.000 Mitarbeiter von Regierung und Bundesbehörden vorerst ohne Bezahlung arbeiten oder im Zwangsurlaub ausharren müssen, ist nicht in Sicht. Sollte der Stillstand über den Freitag hinausgehen, wäre es der längste “Shutdown” in der US-Geschichte.

    Trump will an diesem Donnerstag an die Grenze nach Texas reisen, um für die Mauer zu werben. Einem neuen Budgetgesetz will er nur zustimmen, wenn es Ausgaben in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar für den Bau vorsieht. Die Demokraten – auf deren Stimmen Trump im Kongress angewiesen ist – verweigern die Finanzierung des Bollwerks.

    Was Trump gesagt haben soll: 

    Die Demokraten behaupten, Trump habe bei dem Treffen als Grund für den anhaltenden Shutdown gesagt: “Weil ihr (die Demokraten, Anm.) mir nicht gebt, was ich will.”

    Das Weiße Haus widerspricht gegenüber CNN dieser Darstellung. Trump habe stattdessen gesagt, er wolle die Demokraten dazu bringen, “das Richtige zu tun”. 

    Mit Material der dpa.

    (vw)


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    Im Video oben sehr ihr, wo heute am meisten Neuschnee erwartet wird.

    Der Winter beherrscht große Teile Deutschlands und den Alpenraum: Immer mehr Schnee fällt, Straßen werden gesperrt, Schulunterricht fällt aus, die Lawinengefahr ist hoch. 

    Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht, auch in Österreich ist sie teils bedrohlich. Viele Orte sind nicht erreichbar, in großen Teilen des österreichischen Bundeslandes Salzburg gilt die höchste Warnstufe.

    Was ihr über das Schnee-Chaos wissen und welche aktuellen Entwicklungen kennen müsst – auf den Punkt gebracht. 

    1. Wetterdienst rechnet auch in Sachsen mit massivem Schneefall

    In der Nacht zu Donnerstag hat der Deutsche Wetterdienst auch für Sachsen eine Unwetterwarnung herausgegeben.

    Die Experten rechnen bis Donnerstagvormittag mit fünf bis 15 Zentimetern Schnee oberhalb von 300 Metern, im Nordstau des hohen Berglandes nochmal bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen.

    In den Kammlagen des Erzgebirges kann es zu Schneeverwehungen kommen. 

    2. Verkehrschaos auf der Autobahn

    In der Nacht zu Donnerstag hat es im Süden Deutschlands noch einmal massiv geschneit. 

    Stau wegen Schneeglätte herrscht auf der A93 Weiden Richtung Hof zwischen Regnitzlosau und Dreieck Hochfranken.

    ► Die A72 Plauen in Richtung Hof ist zwischen Dreieck Hochfranken und Hof/Töpen LKW gesperrt.

    ► Auf der A8 München in Richtung Stuttgart kommt es zu massiver Glätte. 

    ► Auf der A9 sind Mittwochabend südlich des Hermsdorfer Kreuzes Dutzende Lastkraftwagen liegen geblieben. Die Fahrer mussten die Nacht in ihren Kabinen verbringen, berichtet “Focus Online”.

    3. Wo noch immer eine Unwetterwarnung gilt

    Auf der Karte des Deutschen Wetterdienstes seht ihr, in welchen Regionen eine Unwetterwarnung ausgerufen wurde. 

    Die Karte des Deutschen Wetterdienstes. 

    4. Welche Unglücke es gab

    ► Sechs deutsche Schüler wurden am Mittwoch im österreichischen Skigebiet Wildkogel von einer Lawine erfasst und zum Teil verschüttet. Nach Polizeiangaben überlebten die Jugendlichen aus Halle (Saale) den Vorfall alle nahezu unverletzt.

    ► In St. Anton wurde ein 16-jähriger Deutsch-Australier beim Skifahren von einer Lawine verschüttet und starb.

    ► In der Steiermark ist ein 62-jähriger Lehrer vor den Augen seiner Schüler im Schnee ums Leben gekommen. Er verlor bei der Abfahrt auf der Mariazeller Bürgeralpe einen Ski und stürzte Kopf voran in den Neuschnee, berichten österreichische Medien. 

    ► Im Berchtesgadener Land und in Österreich sind zahlreiche Orte nicht mehr erreichbar aufgrund der Schneemassen.  

    Mehr zum ThemaSchnee-Chaos: Mitarbeiter sitzen in Reha-Zentrum fest – Bundeswehr muss anrücken

    5. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage

    Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist bis mindestens Mitte nächster Woche vor allem im Alpenraum mit Schnee zu rechnen. Eine aktuelle Unwetterwarnung wegen heftiger Schneefälle gilt bis Freitag. 

    (vw)


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    ► Der 20-jährige Tatverdächtige aus dem hessischen Homberg, der gestanden hat, für die massive Online-Attacke auf Politiker und Prominente verantwortlich zu sein, bekommt Rückendeckung von überraschender Seite.

    ► Die Bürgermeisterin seines Heimatortes, Claudia Blum (SPD), sagte dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”, dass das Ganze für sie kein Skandal sei. Es gehe nicht um Mord oder Totschlag: “Wir müssen uns nicht schämen.”

    ► Zwar handele es sich zweifelsohne um eine Straftat. Aber der Vorfall zeigt für sie auch auch, wozu ein Junge von 20 Jahren imstande sei: “Es gibt einen gewissen Stolz, dass es jemand war, der von hier kommt”, sagte Blum.

    ► Der Hacker habe der Republik den Spiegel vorgehalten. “Das sollte uns alle wachrütteln, besser mit unseren Daten umzugehen.”

    Was über den Datendieb noch bekannt ist:

    Der 20-Jährige, der nach seiner vorläufigen Festnahme und einem Geständnis wieder auf freiem Fuß ist, stammt laut dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” aus “gutbürgerlichen Verhältnissen”. Es soll sich um den Sohn eines Arztes aus dem Dorf handeln.

    Laut dem Bericht überlegt die Bürgermeisterin sogar, den Familienmitgliedern ein Gespräch anzubieten: “Ich würde ihnen gern den Rücken stärken. Ich hoffe, sie können gut damit umgehen.”

    Was ihr über den Online-Angriff wissen müsst:

    Rund 1000 Politiker, Prominente und Journalisten sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums von dem Online-Angriff betroffen. Etwa 50 Fälle seien schwerwiegender, weil größere Datenpakete wie Privatdaten, Fotos und Korrespondenz veröffentlicht worden wurden. 

    Der 20-jährige Tatverdächtige hat sich für seine massive Online-Attacke gezielt Politiker und Prominente ausgesucht, deren Äußerungen ihm missfallen haben.

    Die Ermittler bemühen sich nach wie vor um die Klärung weiterer Einzelheiten. Es müsse detailliert ermittelt werden, welche Sicherheitslücken der 20-jährige Verdächtige aus Hessen ausgenutzt habe, sagte Georg Ungefuk, Sprecher der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) am Mittwoch.

    Mit Material der dpa.


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    Erdogan mag Bier und Mozart nicht.

    • Der türkische Präsident Erdogan hat im türkischen Parlament gegen Bier und Mozart geschimpft.
    • Hinter der Wutrede stecken kritische Äußerungen eines Kolumnisten und eines Schauspielers. 

    In einer mitunter bizarren Wutrede vor dem türkischen Parlament hat Präsident Recep Tayyip Erdogan sich auch an klassischer Musik und alkoholischen Genussmitteln abgearbeitet.

    ► Einen Präsidenten dazu zu zwingen, Mozart zu hören und Bier zu trinken, sei “der Inbegriff von Faschismus”, sagte Erdogan am Dienstag. Das berichten türkische Medien.

    Wie kam der AKP-Chef zu der merkwürdigen Aussage?

    Zum Hintergrund:

    Offenbar war sie eine Reaktion auf zwei Aussagen des Kolumnisten Yılmaz Özdil und des Schauspielers Rutkay Aziz.

    Özdil hatte im vergangenen Monat im türkischen Fernsehen geätzt, der Türkei würde es heute vielleicht besser gehen, wenn Erdogan mal ein Glas Bier trinken würde. Der strenggläubige Präsident lehnt Alkohol entschieden ab.

    Der 72-jährige Schauspieler Aziz hatte eine Einladung des Erdogan-kritischen Pianisten Fazıl Say an den Präsidenten mit den Worten “So lange er hingeht und ein bisschen Mozart oder Beethoven hört. Vielleicht ist das gut für ihn” kommentiert.

    Aziz reagierte auf Erdogans Konter in einer Telefonschalte mit einem TV-Sender. Er glaubt, Erdogan wisse nicht, was Fachismus ist. “Bin ich für ihn in diesem Fall der Faschist oder Mozart?”

    (ll)


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    • Bei der Namensfindung des gemeinsamen Kindes kann es schon mal zu Meinungsverschiedenheiten kommen.
    • Eine 23-jährige Frau hat aber sicher nicht damit gerechnet, dass die Ex-Freundin ihres Ehemanns eine Rolle spielen würde.
    • Im Video oben seht ihr einen ähnlichen Vorfall: Eine Frau liebt den Namen ihrer Tochter – bis ihr nach zwei Jahren auffällt, was er rückwärts bedeutet.

    Die Wahl eines Babynamens ist schwierig. Der will jedoch gut überlegt sein. Eine 23-jährige Frau hat nun eine besonders irritierende Erfahrung gemacht und teilte diese auf der Online-Plattform “Reddit”.

    Als feststand, dass ihr Kind ein Mädchen wird, wollte der 24-Jährige Ehemann und Vater es nach seiner Ex-Freundin benennen. Dabei handelt es sich aber nicht um irgendeine Ex-Freundin, sondern die Liebe seines Lebens, die er ganz offensichtlich immer noch nicht hinter sich gelassen hat.

    Schon zu Beginn der Beziehungsoll die Frau immer wieder für Ärger gesorgt haben. Doch dann zog sie laut der 23-Jährigen weg und das Thema schien erledigt.

    Heute auch interessant: Polizei: Frau liegt seit 14 Jahren im Koma und bekommt Baby – neue Details bekannt

    Als “Kompromiss” darf die sie das nächste Kind benennen

    Auf die Frage, warum er gerade diesen Namen will, soll er seiner Frau geantwortet haben, da es mit ihm und seiner Ex nicht geklappt hat, will er sie so für immer in Erinnerung behalten. Als “Kompromiss” darf die angehende Mutter dann das nächste Kind benennen.

    Seine Entschlossenheit, den Namen seiner Ex zu nehmen, irritiert und verletzt die Frau so sehr, dass sie sogar die Scheidung in Erwägung zieht. Auf “Reddit” bat die Schwangere dann andere Nutzer um Rat. 

    Reddit-Nutzer haben klare Meinung

    Seitdem wurde sie mit Antworten überflutet, und die meisten Menschen glauben, dass sein Wunsch völlig inakzeptabel ist.

    Eine Person antwortete: “Mir bereitet sein Mangel an Respekt, vor dir als Partnerin, seiner Nummer eins, seiner Ehefrau, mehr Sorgen. Du kannst zwar eine Eheberatung versuchen, aber ich vermute seine Respektlosigkeit geht über die Namensgebung von Babys hinaus.”

    (nr)


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    Es war eine weiterer Niederlage für Premierministerin Theresa May: Am Mittwoch besiegten Abweichler ihrer Tory-Fraktion zusammen mit Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei die Regierungschefin zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen. 

    Selbst erfahrene Beobachter der Geschehnisse in Westminster hatten dabei Mühe, den teilweise verwirrenden Brexit-Verstrickungen zu folgen. 

    Und der Sprecher des britischen Unterhauses, der Tory-Politiker John Simon Bercow, sah sich schweren Vorwürfen aus der eigenen Partei ausgesetzt.

    Was das Chaos im Unterhaus und die erneute Niederlage Mays für den Brexit bedeutet – auf den Punkt gebracht. 

    Brexit-Debatte – was im Unterhaus passiert ist:

    ► Am Mittwoch begann die Debatte im Unterhaus vor der erneuten Abstimmung über den EU-Austrittsvertrag am 15. Januar. May hatte die Entscheidung dazu im Dezember abgesagt, weil ihr eine Niederlage drohte.

    ► Ihr Brexit-Plan ist höchst umstritten, auch in der eigenen Partei. Der Austrittsvertrag sieht einen Mechanismus vor, der eine harte Grenze zwischen EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland in jedem Fall ausschließen soll. Die Zugeständnisse dazu an Brüssel gehen vielen Tory-Abgeordneten allerdings zu weit. 

    ► Am Mittwoch sorgte eine Gruppe von Abgeordneten, die gegen einen No-Deal-Brexit – ein Ausscheiden aus der EU ohne Abkommen – sind, mit einem Änderungsantrag dafür, dass der Brexit-Prozess im Parlament beschleunigt wird. 

    Die Abgeordneten zwingen die Premierministerin mit ihrem Antrag dazu, innerhalb von drei Sitzungstagen im Unterhaus einen neuen Brexit-Plan vorzulegen, sollte der Austrittsvertrag am 15. Januar abgelehnt werden. 

    ► Es wird nun erwartet, dass May einen Plan B bis zum 21. Januar vorlegen muss, verliert sie die Abstimmung über ihren Plan. Zuvor hatten die Regeln des Parlaments ihr eine Frist von 21 Tagen eingeräumt. 

    Was diese Niederlage für May bedeutet: 

    Die Gruppe um den Tory-Abgeordneten und Ex-Minister Dominic Grieve wollte mit ihrem Antrag den Druck auf May erhöhen – und verhindern, dass die Premierministerin die Zeit bis zum EU-Austritt am 29. März verstreichen lässt.

    ► Kritiker hatten befürchtet, dass es Mays Kalkül gewesen sei, die eigenen Abordneten so zur Zustimmung für ihren Brexit-Plan zu bewegen.

    Zudem haben die Abgeordneten erstritten, dass sie ab jetzt und damit früher als erwartet Änderungsanträge zum Brexit-Gesetz einbringen können. Auf diesem Weg können Mays Gegner zeigen, für welche Art von Brexit sie sind. 

    ► Mit einem Änderungsantrag sorgten Labour- und Tory-Abgeordnete bereits am Dienstag dafür, dass die Rechte der Regierung im Falle eines No-Deal-Brexits beschränkt sind. Sie wollten diese Option unattraktiver machen. 

    ► Beobachter erwarten nun, dass Befürworter eines zweiten Brexit-Referendums, eines Brexits nach dem Vorbild des Vertrags von Norwegen mit der EU oder eines sogenannten “geregelten No-Deal-Brexits” ihre Vorschläge zur Abstimmung im Unterhaus vorlegen. 

    Mehr zum Thema: Der Brexit-Zeitplan für die nächsten Monate

    Sollte May scheitern, aber eine andere Option von Abgeordneten eine Mehrheit im Unterhaus erhalten, wäre die britische Regierung enorm unter Druck. 

    Warum die Abstimmung so für Wirbel sorgte: 

    Der Änderungsantrag von Grieve kam nur zur Abstimmung, nachdem der Sprecher des Unterhauses, John Bercow, sich eingemischt hatte. 

    Selbst die Befürworter glaubten zunächst nicht, dass es zu einer Abstimmung kommen würden – wegen den beschlossenen Regeln für die Brexit-Debatte im Unterhaus. 

    Bercow aber griff ein und entschied: Eine Abstimmung ist zulässig. Eine Quelle aus Westminster sagte hinterher, der Sprecher habe das parlamentarische Regelwerk “in Brand gesetzt”. 

    Bercow im Unterhaus. 

    Tory-Abgeordnete waren von Bercows Entscheidung empört. 

    Schon länger verdächtigen sie den Sprecher des Unterhauses, ein Brexit-Gegner zu sein – und die oppositionelle Labour-Partei mit Vorzug zu behandeln. Der Sprecher des Unterhauses soll unparteiisch handeln. 

    Wie es jetzt im Brexit weitergeht: 

    Die Abgeordneten werden nun versuchen, für ihre bevorzugte Brexit-Option eine parteiübergreifende Mehrheit zu organisieren. 

    Bercow wird sich wohl einem Misstrauensantrag stellen müssen, so groß ist der Unmut bei den Tories über sein Vorgehen am Mittwoch. 

    May und ihr Kabinett werden versuchen, die Kontrolle über die Debatte im Unterhaus zurückzugewinnen – um ihren gewünschten Brexit-Deal am nächsten Dienstag durchzuboxen.

    Dieser Artikel basiert auf einem Text der HuffPost UK

    (lp)


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    Die Hartz-IV-Sanktionen könnten bald der Vergangenheit angehören.

    Im Streit um die Hartz-IV-Sanktionen hat der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof, Wolfgang Neskovic, eine klare Meinung:

    “Seit der bahnbrechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofs vom Februar 2010 gibt es ein unmittelbares, verfassungsrechtliches Recht auf Zusicherung eines ‘menschenwürdigen Existenzminimums’.”

    ► Das erklärte er gegenüber der Tageszeitung “Neues Deutschland”. Die Formulierung “Minimum” bedeute unmissverständlich, dass jeder Betrag unterhalb dieser festgelegten Grenze verfassungswidrig sei.

    ► Zudem habe das Bundesverfassungsgericht 2012 in der Entscheidung zum Asylbewerberleistungsgesetz festgestellt, dass es “neben Bedürftigkeit keine weiteren Voraussetzungen oder Bedingungen für die Inanspruchnahme” gebe.

    ► Konsequenterweise müsse dieses Prinzip auch für die reguläre Grundsicherung Hartz IV gelten.

    Zum Hintergrund:

    Das Bundesverfassungsgericht wird am 15. Januar zu der Verfassungsmäßigkeit der Hartz-IV-Sanktionen tagen. Neskovic rechnet allerdings nur mit einer Teilabschaffung der Strafen für Empfänger.

    “Ich könnte mir gut vorstellen, dass die unterschiedlichen Sanktionsregelungen für den Personenkreis der unter 25-Jährigen gekippt, beziehungsweise deutlich eingeschränkt werden.”

    Es sei zudem gut möglich, dass das Bundesverfassungsgericht “erheblich engere Vorgaben” für die Verhängung von Sanktionen formuliert. Wolfgang Neskovic war nach seiner Tätigkeit als Richter am Bundesgerichtshof bis 2013 Bundestagsabgeordneter, davon bis zu seinem Parteiaustritt 2012 für die Linke. 

    (vw)


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    • Sturmtief Benjamin sorgt auch heute wieder für massive Schneefälle in weiten Teilen Deutschlands.
    • Am Wochenende kommt ein Sturm auf uns zu, der sich zu einer Schneebombe entwickelt.
    • Im Video oben seht ihr, welche Regionen besonders davon betroffen sind. 

    Was wir am Donnerstag erleben, ist erst der Anfang einer Schneekatastrophe. Es schneit massiv in Sachsen und Thüringen und entlang der Alpen. In München liegen bis zu 15 Zentimeter Schnee und in Gera bis zu 30 Zentimeter. Auf der Zugspitze liegen jetzt schon 3,25 Meter Schnee und es soll den ganzen Tag weiter schneien. 

    Südlich der Donau hat sich eine geschlossene Schneedecke gebildet, die nach Süden hin immer mehr zunimmt. In den Hochlagen liegt der Schnee meterhoch. Am Donnerstag kommen nochmal bis zu 50 Zentimeter Neuschnee oben drauf.

    Mehr zum Thema:Schnee-Chaos in Deutschland – 5 Wetter-Entwicklungen, die ihr kennen müsst

    Behinderungen im Bahn- und Flugverkehr: Verkehrschaos bahnt sich an 

    Auf den Autobahnen droht Verkehrschaos, zudem sind die Straßen sehr glatt. Es kommt auch zu Behinderungen im Bahn- und Flugverkehr. Im Süden muss definitiv mehr Zeit für die Fahrten eingeplant werden. Viele Pässe und Straßen sind bereits gesperrt. Die Lawinengefahr ist zudem hoch bis sehr hoch.

    Im Westen und Norden merkt man von dem vielen Schnee kaum etwas. Die Höchstwerte liegen hier über dem Gefrierpunkt und es ist zwar kalt, dafür trocken und teilweise freundlich. Nur in den Bergen liegen ein paar Zentimeter Schnee, allerdings deutlich weniger als im Süden und Osten.

    In der Nacht zu Freitag hört der Schneefall endlich auf und die Wolken ziehen ab. 

    Mehr zum ThemaSchnee-Chaos – Mitarbeiter sitzen in Reha-Zentrum fest – Bundeswehr muss anrücken

    Bis zu minus 20 Grad in den Alpen 

    Die Tiefstwerte liegen bei drei Grad Celsius im Norden und minus acht Grad Celsius in München. Es klart in der Nacht auf, wodurch es über dem Neuschnee in den Alpen auf  minus 15 oder sogar minus 20 Grad Celsius abkühlt. 

    Am Freitag kommt der Regen und Schneeregen weiter nach Süden. Die Schneefallgrenze steigt auf ungefähr 700 Meter, daher wird es im Osten eher regnen und später an den Alpen wieder schneien.

    Neuer Sturm am Wochenende 

    Am Samstag kündigt sich dann schon wieder ein Sturm an, der uns am Sonntag auch erreicht. Es kommt in ganz Deutschland zu orkanartigen Böen bis 110 Kilometer pro Stunde. Dazu regnet es sehr stark.

    Mehr zum Thema:Warnstufe Rot in 27 Landkreisen – wie es mit dem Sturm und Schnee weitergeht

    Der Regen geht an den Alpen in Schneefall über und bringt bis Montagmorgen nochmal einen neuen Meter Neuschnee. Der Sturm sorgt auch noch für starke Schneeverwehungen. Am Wochenende kann es in den Alpen schnell lebensgefährlich werden. Der Schneefall lässt erst am Dienstag so richtig nach.

    Die besten Vorhersagen für Ihren Ort finden Sie auf weather.com.

    (chr)


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    Der Blick auf die Wetterkarte gleicht einem politischen Drama: Über Europa treffen Tief “Donald” und Hoch “Angela” zusammen. 

    Was nach einem Scherz klingt, könnte aber unerfreuliche Auswirkungen haben: An der Grenze zwischen dem Hoch im südlichen Europa und dem Tief im Norden kann es zu Wetterkapriolen kommen, berichtet der “Nordkurier”. 

    Die Luftmassegrenze zwischen beiden Gebieten verläuft vom Saarland über die Mittelgebirge bis zur Lausitz. Hier ist laut dem “Nordkurier” mit Glätte, Schnee und gefrierendem Regen zu rechnen. 

    Wetter in Deutschland: Angela trifft Donald

    Hoch Angela sorgt für kalte Luft im südlichen Europa, Donald für warme Luft im Ostsee- und nördlichen Atlantik. Dank des Tiefs durfte sich Island am Mittwoch über 18 Grad freuen, im Norddeutschland bleiben die Temperaturen mild. 

    Tief Donald wird sich in den nächsten Tagen in den Norden verabschieden. Das Hoch Angela habe “Kanzlerinnen-Eigenschaften”, es lasse “alles abprallen”, witzelte Meteorologe Donald Bäcker im ARD-“Morgenmagazin” am Donnerstag. Nach ihm ist auch das Tief benannt.  

    Auf Twitter sorgte die Konstellation für Belustigung. “Jetzt ist selbst das Wetter schon politisch”, schreibt ein Nutzer. 

    Das Hoch ist übrigens nicht nach der Kanzlerin, sondern nach einer anderen Angela benannt

    (vw)


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    ► Im Fall des angegriffenen AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz ist ein mutmaßliches Bekennerschreiben aufgetaucht. 

    ► Am Mittwochabend veröffentlichte eine Gruppe mit dem Namen “Antifaschistischer Frühling Bremen” auf der linksextremen Plattform “Indymedia” ein Schreiben, in dem sie sich zur Tat bekannte. 

    ► Magnitz werden in dem Schreiben “gute Kontakte in die rechtsextreme und faschistische Szene” nachgesagt. Er dürfe “in Bremen und anderswo keinen Fuß mehr fassen und gehört wie jeder andere Nazi mundtot gemacht”, heißt es dort weiter. 

    Mittlerweile wurde das Schreiben gelöscht. Ob es echt ist, ist derzeit unklar. Die Bremer Staatsanwaltschaft, die im Fall Magnitz ermittelt, bestätigte gegenüber der “Welt”, dass das Bekennerschreiben geprüft werde. 

    Was ihr über den Fall Magnitz wissen müsst: 

    Magnitz war am Montag bei einem Angriff schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. 

    Die Staatsanwaltschaft Bremen teilte nach Sichtung von Videoaufnahmen mit, Magnitz sei von hinten von einem Mann angesprungen worden. Der Täter gehörte zu einer Gruppe von drei Männern, die hinter dem Opfer zu sehen sind. Beim Sturz zog sich Magnitz eine schwere Kopfverletzung zu. 

    Mehr zum ThemaAuf der Plattform “Indymedia” veröffentlichte eine Gruppe

    Ob dem Angriff ein politisches Motiv zugrunde lag, ist derzeit noch nicht geklärt. Behördensprecher Frank Passade sagte der “Welt”, die Staatsanwaltschaft ermittle weiterhin in alle Richtungen. 

    (lp)


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    • Eine Amerikanerin, die seit 14 Jahren im Wachkoma liegt, hat vor einem Monat ein Kind bekommen. 
    • Die Familie der Patientin hat sich jetzt zu dem Vorfall geäußert und sagt, was mit dem Kind passieren wird.
    • Im Video oben seht ihr einen weiteren Missbrauchsfall in einer Pflegeeinrichtung: Enkel fällt auf, dass sich sein Großvater merkwürdig verhält - also installiert er eine Kamera in der Wohnung.

    Dieser Fall sorgt für weltweites Aufsehen: Eine Frau, die seit 14 Jahren im Wachkoma liegt und in einer entsprechendes Pflegeeinrichtung lebt, hat Ende Dezember ein Kind auf die Welt gebracht. 

    Die Polizei in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona geht von einem Verbrechen aus und ermittelt daher in diesem Fall. Die Beamten untersuchen den Verdacht eines sexuellen Missbrauchs, woraus die Schwangerschaft der Patientin resultierte. Die “New York Times” berichtete am Freitag über den Fall.

    Momentan sammelt die Polizei DNA-Proben aller männlicher Mitarbeiter, die in der Pflegeeinrichtung arbeiten. 

    Mehr zum Thema: Frau liegt seit 14 Jahren im Koma und bekommt Baby – neue Details bekannt

    Ein Sprecher des Unternehmens Hacienda HealthCare, zu dem auch die Einrichtung, in der sich der Vorfall ereignete, gehört, sagte:

    “Als Unternehmen begrüßen wir diese Entwicklung der laufenden polizeilichen Ermittlungen.”

    Frau bekommt ein Baby – obwohl sie seit 14 Jahren im Wachkoma liegt

    Die 29-Jährige soll vor ihrer Einlieferung fast ertrunken sein und befindet sich seither in einem vegetativen Zustand, auch Wachkoma genannt. Die Patientin befindet sich seit 14 Jahren in dieser Einrichtung.  Das berichtet die “New York Times”. Bei dieser Form des Komas zeigt der Mensch bestimmte Reflexe und Bewegungen, jedoch kein Bewusstsein.

    Mehr zum Thema:  Frau liegt seit 14 Jahren im Wachkoma und bekommt Baby – Polizei ermittelt

    Zum ersten Mal meldet sich nun die Familie der Patientin zu Wort. Ihr Anwalt äußerte sich stellvertretend für seine Klienten gegenüber dem amerikanischen Magazin “People” zu dem Vorfall. John Micheaels sagte:

    “Die Familie möchte, dass ich Ihnen mitteile, dass der kleine Junge in eine liebevolle Familie hineingeboren wurde und gut versorgt wird.”

    Polizei geht von sexuellem Missbrauch aus

    Wie das Magazin schreibt, ist noch unklar, wo und von wem das Kind großgezogen werden soll. 

    Michealels ließ weiterhin verkünden, dass die Familie “empört, traumatisiert und schockiert über den Missbrauch und die Vernachlässigung ihrer Tochter durch das Unternehmen Hacienda Health Care sei”. Er sagte auch:

    “Die Familie ist sich der Nachrichten und dem öffentlichen Interessen an dem Fall ihrer Tochter wohl bewusst. Zu dem jetzigen Zeitpunkt ist sie emotional aber noch nicht bereit, eine öffentliche Erklärung abzugeben.”

    Familien, deren Angehörige ebenfalls Patienten in der besagten Pflegeeinrichtung sind, sind entsetzt über den Vorfall, schreibt das Magazin. 

    Vorfall sorgt für große Empörung

    Die 22-jährige Tochter von Karina Cesena ist ebenfalls Patientin in dem Pflegeheim. “People” zitiert Cesena: “Jeder ist mehr als schockiert. Hacienda Health Care hat unser Vertrauen gebrochen.”

    Und auch ein Familienangehörigen von Gary Londer befindet sich in der Einrichtung. Er sagte: “Sehr viele sind sehr sauer – meine Familie natürlich auch. 

    Wie der amerikanische Sender “News Channel 9” berichtet, hätten die Ärzte und Pfleger der Einrichtung nichts von der Schwangerschaft der 29-Jährigen gewusst. Erst, als die Frau anfing zu stöhnen, habe eine Krankenschwester gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Die Patientin brachte das Kind schließlich zur Welt – einen vollkommen gesunden Jungen.

    (nr)


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    Ex-AfD-Fraktionschef Poggenburg.

    Der umstrittene AfD-Politiker André Poggenburg hat angekündigt, eine neue Partei zu gründen. “Das Projekt Parteigründung geht heute los”, sagte Poggenburgs Mitstreiter Egbert Ermer dem “Spiegel”

    Die “mitteldeutsche Bewegung” soll Zweigstellen in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt erhalten. Poggenburg war auf HuffPost-Anfrage am Donnerstagvormittag nicht zu erreichen.

    ► Poggenburg und Ermer unterhalten Kontakte zur islamfeindlichen Pegida-Bewegung, deren Unterstützer sich der neuen Partei anschließen könnten, heißt es in dem Bericht.

    Was die Gründung der neuen Partei für die AfD bedeutet – auf den Punkt gebracht

    Warum die Nachricht um die Neugründung wichtig ist:

    Poggenburgs Parteigründung kommt für die AfD zur Unzeit. In Sachsen und Brandenburg stehen in diesem Jahr Landtagswahlen an. 

    ► Schafft es Poggenburgs Partei, bei den Wahlen anzutreten, könnte sie der AfD Stimmen abjagen.

    Warum sich die AfD-Spaltung in den vergangenen Tagen ankündigte:

    Poggenburg musste sich bei seinen Abgeordneten-Kollegen zuletzt wegen angeblicher Spaltungsabsichten rechtfertigen. Sie forderten von ihm in einer Mitteilung ein Bekenntnis zur AfD. 

    Poggenburg nutzt neuerdings bei Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken den Namen “Die Nationalkonservativen”.

    Das sei ein loses Netzwerk, in dem gut 100 Menschen diskutierten, die mit den Entwicklungen in der AfD unzufrieden seien, sagte er zuletzt. Ob daraus eine Strömung in der Partei werde oder etwas anderes, könne er nicht absehen.

    Was ihr sonst noch wissen müsst:

    Poggenburg geriet in der AfD immer weiter ins Abseits. Erst am Dienstag beschloss die Parteispitze einstimmig, Poggenburg dürfe für zwei Jahre keine Parteiämter bekleiden.

    Zuletzt sorgte er mit einem Tweet für Ärger, in dem er von einer “deutschen Volksgemeinschaft” sprach – einem Begriff, der häufig in der NS-Zeit verwendet wurde. AfD-Vorstandsmitglied Kay Gottschalk nannte die Wortwahl inakzeptabel. 

    Poggenburg war nach mehreren umstrittenen Reden vor fast einem Jahr als Partei- und Fraktionschef in Sachsen-Anhalt zurückgetreten und verlor bei der letzten Neuwahl auch seinen Posten im AfD-Bundesvorstand.

    Mit Material von dpa.

    (ll)


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    • Ein “Reddit”-Nutzer hat versehentlich der falschen Frau einen Antrag gemacht.
    • Weil seine Mutter sich so freute, beschloss er, sie trotzdem zu heiraten.

    Einer falschen Frau einen Antrag machen? Klingt eigentlich zu absurd, um wahr zu sein. Genau das aber ist angeblich dem “Reddit”-Nutzer “Propermistakeregretit” passiert, wie die britische Tageszeitung “mirror” berichtet. 

    Eigentlich, erzählt dieser auf der Plattform, habe er sich von seiner Freundin trennen wollen. Der Grund: Er hatte sich in seine Arbeitskollegin verliebt. Sogar einen Verlobungsring hatte er schon gekauft und sich auf die Ferien gefreut, für die er den Antrag geplant hätte. 

    Diesen Ring hatte er auch in den Feiertagen über Silvester bei sich . Die Feiertage hätte er noch ein letztes Mal mit seiner Freundin verbringen wollen. 

    Als er dann aber gesehen habe, wie alle um ihn herum Heiratsanträge gemacht hätten, sei es ihn, betrunken wie er war, auch überkommen. Aus der Situation heraus, so versucht er es zu erklären, machte auch er seiner Freundin einen Antrag. 

    “Ich habe überall in den sozialen Medien so viele Menschen gesehen, die auch Anträge gemacht haben”, schreibt er, als sei das eine Entschuldigung.  

    Seine Mutter änderte seine Entscheidung wieder

    Im Nachhinein sei ihm aber klar geworden, dass er einen fatalen Fehler begangen hätte und fragte deshalb die Reddit-Community um Rat. Denn ursprünglich hätte er schließlich seiner Arbeitskollegin einen Antrag machen wollen. 

    Kurz danach aber hatte er offensichtlich schon wieder seine Meinung geändert.

    “Meine Mutter hat mich angerufen und gesagt, sie sei so froh und sie habe immer Enkelkinder gewollt”, schreibt er. “Ich will meine Mutter nicht enttäuschen.” 

    Seine Freundin kenne er schließlich auch länger als seine Arbeitskollegin. 

    Die anderen Reddit-Nutzer konnten seiner komplizierten Story kaum folgen, sind sich nun aber in einem einig: Seine Freundin hat der Betrüger nicht verdient. 

    “Sie wird schon noch merken, was für ein Parasit du bist und den Ring wieder von ihrem Finger entfernen”, hofft einer. 

    Andere fordern: “Sag ihr endlich die Wahrheit!” 


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    Ich hatte mir früher nur selten Gedanken um meine Prostata gemacht. So lange da unten alles gut funktionierte, konnte meine kleine, etwa kastaniengroße Drüse in herrlicher Anonymität leben.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals Prostatakrebs (PK) bekommen könnte. Und natürlich hatte ich keine Ahnung, wie schlimm diese Krankheit in Wirklichkeit war. Prostatakrebs war ein Problem von älteren Männern, hatte ich immer gedacht. Über das die meisten Menschen nur in gedämpftem Tonfall sprachen, wenn sie von ihren Großvätern oder Großonkeln berichteten.

    Mein Arzt führte seit Jahren routinemäßig eine digitale rektale Untersuchung meiner Prostata durch und er ließ mein Blut auf das prostataspezifische Antigen (PSA) untersuchen. Als mein PSA-Wert im Frühjahr plötzlich deutlich erhöht war, wurde ich sofort zu einer Prostatabiopsie überwiesen. Nach drei nervenaufreibenden Wochen erfuhr ich, dass man anhand des Pathologiebefundes an einer Seite meiner Prostata Krebs entdeckt
    hatte.

    Krebs?! Ich verfiel in eine Schockstarre

    Ich erinnere mich daran, dass ich in diesem Moment in eine vollkommene emotionale Schockstarre verfiel. Sieben Tag nach meiner Diagnose saß ich in dem überfüllten Wartezimmer des besten Urologen in Atlantic Canada. Zum ersten Mal in meinen 64 Lebensjahren fühlte ich mich alt. Das war also meine neue Altersgruppe.

    Einige der Männer wirkten lebendig und unbeschwert. Andere wiederum sahen abgeschlagen und verbittert aus. Ich fragte mich, zu welcher der beiden Gruppen ich wohl selbst in Zukunft gehören würde.

    Der Chirurg erklärte mir meine Behandlungsmöglichkeiten. Ich konnte mir entweder durch eine radikale Prostataektomie die Prostata komplett entfernen lassen oder ich konnte einen Behandlungszyklus aus Bestrahlungen und/oder Chemotherapie ausprobieren. Sollte ich mich jedoch für die Bestrahlung entscheiden, wäre eine anschließende Operation aufgrund von Gewebevernarbungen nicht mehr möglich.

    Dann meldete sich mein Überlebensinstinkt 

    Dann geschah das Unerwartete. Mein Überlebensinstinkt arbeitete plötzlich auf Hochtouren. Ich versuchte, die Kontrolle über diese erschütternde Situation zu erlangen, indem ich sie mit kühlem Sachverstand abklärte. Ich machte vorsorglich einen Termin für die Operation aus und las mir das Aufklärungsmaterial meines Chirurgen ganz genau durch. Anschließend begann ich, im Internet über Prostatakrebs nachzuforschen.

    Die kanadischen Statistiken zu dieser Krankheit sind erschreckend: Ungefähr jeder siebte Mann erkrankt im Laufe seines Lebens an Prostatakrebs und jeder 29. Patient stirbt sogar daran. Im Jahr 2017 wurde bei 21.300 Männern Prostatakrebs diagnostiziert (das sind 21 Prozent aller neuen Krebsfälle bei Männern). 4.100 Männer sind in diesem Jahr an Prostatakrebs verstorben.

    Schätzungen zufolge wird die jährliche Anzahl von neu auftretenden Prostatakrebserkrankungen sich zwischen 2015 und 2030 fast verdoppeln.
    Die Nebenwirkungen einer radikalen Prostataektomie können verheerende Auswirkungen auf den Selbstwert und das Männlichkeitsgefühl der betroffenen Patienten haben. Zu den möglichen Folgen der Operation zählen Inkontinenz, Erektionsstörungen, Unfruchtbarkeit und Ejakulationsstörungen, sowie damit verbundene Ängste und Depressionen.

    Wenn eine nerverhaltende Operation durchgeführt werden kann, kann die Sexualfunktion anschließend wieder hergestellt werden. Bis zur endgültigen Regeneration kann es jedoch Monate – wenn nicht sogar Jahre – dauern. Oft sind dazu auch verschiedene Therapien nötig.

    Kein verlässlicher Test über die Aggressivität des Krebses

    Die momentanen wissenschaftlichen Erkenntnisse über Prostatakrebs sind noch nicht eindeutig. Es gibt noch immer keinen Test um feststellen zu können, welche Fälle von Prostatakrebs aggressiv verlaufen werden. Selbst der PSA-Test ist kein verlässlicher Anhaltspunkt für die Diagnose von PK. Zudem ist er höchst umstritten. Vorangegangene Studien haben ergeben, dass viele Patienten überdiagnostiziert und überbehandelt werden und dass das beste Mittel zur Vorbeugung die aktive Überwachung der Prostata sei.

    Als ich meinem Chef von meiner Krebserkrankung erzählte, tat er mir einen riesigen Gefallen. Er stellte mich einem Freund vor, der vor sechs Monaten eine Prostataoperation gehabt hatte. Dieser Mann wurde zum meinem Mentor in diesem ganzen Prozess. Er erzählte mir, dass es mir bei meinem Genesungsprozess helfen könnte, wenn ich ein Tagebuch führte.

    Außerdem klärte er mich ganz offen über die intimen Probleme auf, von denen
    Prostatakrebspatienten betroffen waren. Das waren Dinge, die ein Arzt nicht wirklich verstehen konnte. Ich erfuhr durch diese Art der Brüderschaft eine Verbundenheit, die ich noch zuvor erlebt hatte.

    Mein Mentor hatte eine roboterassistierte laparoskopische Prostataektomie (RALP) durchführen lassen, die in den USA sehr häufig angewendet wird. In den meisten kanadischen Krankenhäusern ist diese Methode jedoch bisher nicht verfügbar. Bei RALP handelt es sich um einen weniger invasiven Eingriff, von dem man sich schneller wieder erholt als von einer konventionellen Operation.

    Hinsichtlich der Langzeitauswirkungen gibt es jedoch keinen bedeutenden Unterschied zwischen den beiden Behandlungsmethoden. Je mehr ich jedoch herausfand, desto verwirrter wurde ich.

    Ich wollte alles in meiner Macht stehende tun

    Eine Woche lang zerbrach ich mir den Kopf über meine Optionen. Ich kontaktierte die nächstgelegene RALP-Klinik in Montreal. Doch mit einem bösartigen und unberechenbaren Feind in meinem Körper wollte ich keine sechs Monate auf die Operation warten müssen. Ich wollte alles in meiner Macht stehende tun, um nicht zu den 10 Prozent der Patienten gehören zu müssen, die an aggressivem Prostatakrebs litten.

    Schließlich beschloss ich, mich einer konventionellen Operation zu unterziehen. Ich versuchte, mich nicht von negativen Gedanken herunterziehen zu lassen und generell nicht allzu viel über alles nachzudenken. Auf Anraten meines Mentors suchte ich mir einen Physiotherapeuten, der mir spezielle Übungen beibrachte, mit denen ich meinen Beckenboden stärken und die Kontrolle über meine Blase verbessern konnte.

    Einen Monat nach meiner Diagnose ging ich in den Operationssaal. Der Chirurg, sein gut eingespieltes Team und ich stellten uns kurz im Kreis auf und er fragte, ob irgendjemand eine Frage habe. Keiner meldete sich. Jetzt gab es kein Zurück mehr.

    Als ich aufwachte, war ich überglücklich

    Als ich aufwachte, war ich überglücklich darüber, dass die Operation vorbei war. Ich musste anschließend nur zwei Tage im Krankenhaus bleiben. Anfangs hatte ich Probleme damit, mich aufzusetzen und wieder zu gehen. Dadurch fühlte ich mich hilflos und verletzbar.

    Am deutlichsten sind mir jedoch die medizinischen Komplikationen in Erinnerung geblieben, die andere Patienten um mich herum durchmachen mussten, denen es viel schlechter ging als mir.

    Meine Frau und ich blieben noch ein paar Tage länger in Halifax, falls es doch noch zu Komplikationen kommen sollte. Doch ich blieb davon verschont. Während meines Leidenswegs war ich oft ein sehr reizbarer Patient. Doch meine Frau unterstützte und pflegte mich die ganze Zeit über liebevoll. Ich machte jeden Tag erkennbare Fortschritte und musste bald auch keine Schmerzmittel mehr einnehmen.

    Man kann nach dem Krebs nicht weiterleben wie bisher

    Ich konzentrierte mich immer stärker auf die alltägliche aber auch wichtige Aufgabe, sehr genau auf meinen Körper zu achten. Hatte ich Blut im Urin? War mein Stuhlgang regelmäßig? Musste ich meinen Katheterbeutel ausleeren? War er sauber und keimfrei? Welche Inkontinenzeinlagen würde ich in der nächsten Phase meiner Genesung tragen?

    Zwei Wochen nach der Operation entfernte der Arzt den Katheter und 23 Klammern. Ich war begeistert darüber, dass ich meinen Urin so gut halten konnte. Zwei Wochen später konnte ich sogar schon wieder Auto fahren. Nach meiner Operation erfuhr ich, dass mein Prostatakrebs sich lediglich auf die Prostatakapsel beschränkt hatte und keine Metastasen gebildet hatte. Ich brauchte auch keine Bestrahlungen oder Chemotherapie mehr und
    musste lediglich zu meinen Routineuntersuchungen gehen. Ich fühlte mich, als hätte ich in der Lotterie gewonnen!

    Dennoch stellte ich mich auf die unangenehmen Situationen ein, die nach der Operation noch eintreten konnten. Denn letzten Endes kann man nach einer Prostatakrebserkrankung nicht mehr einfach so weiterleben, wie es
    einem vielleicht gefallen würde.

    Es hätte sich bestimmt nicht jeder für die Behandlungsmethode entschieden, die ich ausgewählt habe. Doch ich bereue überhaupt nichts. Meine Erfahrungen mit Prostatakrebs haben mein Leben verändert und mich auch darin
    bestärkt. Durch die Krankheit habe ich gelernt, jeden einzelnen Moment meines Lebens zu genießen und zu nutzen.

    Meinen Freunden ist aufgefallen, dass ich nun immer lache 

    Ich bin der kanadischen Gesundheitswohltätigkeitsorganisation YMCA beigetreten und habe mir einen persönlichen Fitnesstrainer gesucht. Ich treffe mich regelmäßig mit einer Selbsthilfegruppe in meiner Nähe und stehe dem Bruder eines Freundes während seiner Prostataektomie bei. Denn ich will etwas zurückgeben, indem ich dasselbe für andere tue, was mein Mentor für mich getan hat.

    Außerdem ermuntere ich alle meine männlichen Bekannten über 40 dazu, jährlich einen PSA-Test durchführen zu lassen. Durch meine eigene Erkrankung habe ich festgestellt, dass Prostatakrebs nach wie vor eine reine Männersache ist. Ich habe mich einer informellen brüderlichen Gemeinschaft außerhalb der Medizinbranche angeschlossen.

    Als Veteranen widmen wir uns der wichtigen Aufgabe, unser gesammeltes Wissen über Erfahrungen mit Prostatakrebs an andere Männer weiterzugeben.
    Mein Leben wird nie wieder so sein wie zuvor. Doch wenn ich so darüber nachdenke, bin ich vor allem unendlich dankbar, dass ich die Krankheit überlebt habe. Mir sind dadurch meine eigenen Prioritäten wieder viel deutlicher bewusst geworden.

    Meinen Freunden ist bereits aufgefallen, dass ich immer lache. Doch ich fühle
    mich auch demütig, weil ich viel mehr Glück hatte als viele andere Männer.

    Dieser Text erschien ursprünglich bei der HuffPost Kanada und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt. 


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    Von Meetings über Gehaltsverhandlungen bis hin zum Teamwork: Wer beruflich etwas erreichen will, der muss sich behaupten können. Es heißt: Wer kein Durchsetzungsvermögen hat, wird schneller von Kollegen ausgenutzt, weniger vom Chef respektiert und hat schlechtere Aufstiegschancen. Doch wie setzt man sich im Arbeitsalltag durch? Hier sind sechs Tipps für mehr Selbstbehauptung

    Aller Anfang ist schwer! Besonders die ersten Monate im neuen Job bieten viele Stolperfallen, Hürden und Machtkämpfe. Wer kennt es nicht? Man will direkt zu Beginn gute Ideen vorschlagen und sich beweisen, doch spätestens beim großen Pitch in der Konferenz geht man unter.

    Keiner hört einem wirklich zu und überhaupt hat man das Gefühl, man ist absolut fehl am Platz. Oder eine andere Situation: Man hat die Möglichkeit, sein eigenes Projekt oder Team zu leiten, aber dann kommt dir ein anderer Kollege zuvor.

    Woran das liegt?

    In den meisten Fällen an einem mangelnden Durchsetzungsvermögen, sprich der Fähigkeit, sich auch in schwierigen Situationen insbesondere gegen andere durchzusetzen. Nur wer sich ein gewisses Standing in seinem Berufsumfeld erarbeitet hat, wird respektiert und für voll genommen. Wie du das im Handumdrehen schaffst? Diese Tipps werden dir helfen …

    1) Ziele bewusst machen

    Bevor du in irgendeine Gehaltsverhandlung oder in ein Meeting gehst, solltest du dir deine Ziele ganz genau vor Augen führen. Was erwarte ich mir von diesem Gespräch? Worauf will ich hinaus? Überlege dir so präzise wie möglich, was du willst. Und ganz wichtig: An die Ziele, die du vertrittst, solltest du unbedingt selbst glauben. Denn mangelndes Durchsetzungsvermögen zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass man sich leicht von seiner Meinung beziehungsweise seinen Standpunkten abbringen lässt. Also: Vertrete deine Ziele mit Überzeugung – und bleibe bei deiner Zielsetzung trotzdem immer realistisch!

    2) Argumente priorisieren

    Nachdem du dir deine konkreten Ziele überlegt hast, solltest du dir richtig gute Argumente zurechtlegen, die dafür sprechen. Hast du das nicht, ist es für dein Gegenüber ein leichtes, dich aus dem Konzept zu bringen und dich mit Fragen zu löchern, auf die du keine Antwort weißt. Hier ist eine kluge Vorbereitung das Stichwort. Und damit ist nicht nur gemeint, dass du deine Ziele gut erklärst, sondern dir schon im Voraus überlegst, wie du mögliche Einwände direkt vorweg nehmen kannst. Stell dir dieses Prinzip wie ein Schachspiel vor: Welchen Zug wird dein Gegenüber als Nächstes tätigen und wie kannst du ein paar Züge im Voraus denken? Lege dir deine Argumente wie folgt zurecht: Stärkstes Argument an den Anfang, schwächstes an zweiter Stelle, zweitstärkstes Argument am Schluss.

    3) Körpersprache optimieren

    Wusstest du, dass man sich auch nonverbal durchsetzen kann? Um das zu schaffen, sollte man an seiner eigenen Körpersprache arbeiten. Unsicherer Gang, fehlendes Lächeln, nicht vorhandener Blickkontakt, verkrampfte Schultern und ineinander geknetete Hände.: All diese Signale, die förmlich nach Unsicherheit und Nervosität schreien, solltest du dir dringend abgewöhnen und ad acta legen. Ersetze sie doch lieber durch folgende Gesten, die zumindest nach außen Stärke, Mut und Selbstbewusstsein signalisieren – auch wenn du innerlich kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehst: Aufrechte (Kopf)-Haltung, langsame Bewegungen, unverkrampfte Ausstrahlung und eine kräftige, tiefe Stimme. Und niemals solltest du den Blickkontakt vergessen. Hier gilt: Starre nicht unentwegt in die Augen deines Gesprächspartners, sondern versuche nach dem ersten Blickwechsel zuerst wegzuschauen: Derjenige, der Macht und Durchsetzungskraft hat, kann es sich leisten, den anderen zu “ignorieren”. Schaue aber auch nicht immer auf den Tisch oder den Boden, den das signalisiert Nervosität.

    4) Konjunktiv vermeiden

    Auch deine Sprache nimmt subtil einen Einfluss darauf, ob deine Kollegen oder Vorgesetzten dir ein gewisses Durchsetzungsvermögen zutrauen. Und auch deine Argumente, die du dir im Voraus zurechtgelegt hast, kommen dann vielmehr zur Geltung, wenn du folgenden Tipp berücksichtigst: Verzichte auf den Konjunktiv! Ich würde lieber ich könnte jedochich hätte gerne … Nicht umsonst heißt es: hätte, hätte, Fahrradkette. Du hast einfach nichts davon, also streich diese Verbkonjugation lieber aus deinem Sprachschatz – zumindest im Arbeitskontext. Formulier dein Anliegen direkt, klar und unmissverständlich – ohne Füllwörter oder komplizierte Satzbildungen. Kurzum: ohne Umschweife zum Ziel.

    5) Verständnis zeigen

    Jetzt hast du die Basis für ein erfolgreiches Gespräch geschaffen, aber achte darauf, dass du nicht zu sehr auf dich selbst fokussiert bist. Zeige deinem Gegenüber, dass du auch seine Argumente, Standpunkte und Ideen nachvollziehen kannst und im Endeffekt auch verstehst. Also: Höre nicht nur aufmerksam zu, sondern versuche Empathie und emotionale Intelligenz zu entwickeln, um die Gefühle des anderen abzufangen und einzuschätzen. So vermeidest du gleichzeitig, dass ihr beide aneinander vorbeiredet und deine Argumente gar nicht gehört werden.

    6) Nein sagen

    Verständnis zeigen, bedeutet aber wiederum nicht, dass du dich komplett von deinem Anliegen verabschieden solltest. Lerne, Nein zu sagen. Dies gilt auch für andere Situationen, in denen die Kollegen deine Hilfe einfordern. Wer zu oft JA zu Aufgaben sagt, der tappt schnell in die Gefälligkeitsfalle. Aus kleinen Gefallen werden auf Dauer immer größere und irgendwann kommst du aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus. Frust, Überlastung und Stress machen sich bei dir breit. Versuche also folgendes Prinzip zu verinnerlichen: Was leicht zu haben ist, hat automatisch weniger Wert. Mach dich also rar und verweigere gelegentlich (!) mal die Mehrarbeit. Das zeugt von hohem Durchsetzungsvermögen!

    Diese Tipps scheinen dich auf den ersten Blick zu überwältigen? Keine Sorge! Das ist alles eine Frage von regelmäßiger Übung. Gehe Konfrontationen nicht aus dem Weg und versuche diese Tipps immer mal wieder in deinem Arbeitsalltag zu integrieren. Auch aus anfänglichen Niederlagen wirst du lernen und mit der Zeit zum echten Durchsetzungsprofi werden.

    Du willst noch mehr konkrete Tipps hören, wie du dein Durchsetzungsvermögen steigerst? Und wie du dich gegenüber Männern im Job behauptest? In der neuen Folge von „Professionell bleiben – Der Survival Podcast für Frauen im Job“ erzählt Brauerei-Geschäftsführerin Michèle Hengst, wie sie sich in Meetings immer durchsetzt – und worauf man dabei achten muss. Hört rein und erfahrt ihre spannenden Tipps und was euch eine Diplompsychologin für mehr Durchsetzungskraft im Job rät!


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    BVG-Richter Andreas Voßkuhle.

    Schon seit langem beherrscht die Frage nach der Angemessenheit von Hartz-IV-Sanktionen die öffentliche Debatte in Deutschland.

    Viele Hartz-IV-Empfänger fühlen sich durch den auf ihnen lastenden Druck gegängelt, nicht wenige ängstigen sich vor Armut. Immer wieder werden Fälle von Menschen bekannt, denen finanzielle Unterstützung eigentlich zustünde, aber verweigert wird.

    Die andere Seite denkt, ohne den Sanktionsdruck würden sich viele gar nicht erst um einen Job bemühen und  einfach gleich zu Hause bleiben.

    Am 15. Januar, 14 Jahre nach der Einführung von Hartz IV, wird nun das Bundesverfassungsgericht prüfen, ob die Sanktionen mit dem Grundgesetz vereinbar sind.

    Was ihr über die Sanktionen und die Verhandlung des Verfassungsgerichts wissen müsst – auf den Punkt gebracht. 

    Darum prüft das Bundesverfassungsgericht Hartz-Sanktionen:

    Stein des Anstoßes ist der Fall eines Hartz-IV-Empfängers, dem das Jobcenter Erfurt in zwei Stufen die Leistungen gekürzt hatte: erst um 30 Prozent des Regelbedarfs, als er ein Jobangebot ablehnte; dann um 60 Prozent, weil er einen Gutschein zur Erprobung bei einem Arbeitgeber nicht eingelöst hatte.

    ► Die Klage des Mannes ist beim Sozialgericht Gotha anhängig. Die Richter dort halten die Sanktionen in Höhe von zunächst 117,30 Euro und dann 234,60 Euro für verfassungswidrig. 

    ► Sie sehen unter anderem das Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum verletzt und haben deshalb das Verfassungsgericht in Karlsruhe um eine Prüfung gebeten. 

    ► Eine erste Vorlage aus Gotha hatten die Verfassungsrichter 2016 aus formalen Gründen zurückgewiesen. Schon damals hieß es aber in ihrem Beschluss, dass “durchaus gewichtige verfassungsrechtliche Fragen” aufgeworfen würden.

    ► Das Sozialgericht versuchte es daraufhin ein zweites Mal mit einer nachgebesserten Vorlage. Diesmal erfolgreich. Am 15. Januar wird das Bundesverfassungsgericht die Sanktionen überprüfen.

    Darum geht es genau:

    ► Hartz-IV-Empfänger unterliegen einer sogenannten Mitwirkungspflicht: Das heißt, sie müssen so schnell wie möglich einen Job finden. Dies ist im Sozialgesetzbuch in den Paragraphen 31ff festgehalten.

    ► Für den Fall, dass sich Hartz-IV-Empfänger nicht daran halten, können die Jobcenter Sanktionen gegen die Leistungsbezieher aussprechen. Die Leistungen können dann in mehreren Stufen im Abstand von drei Monaten gekürzt werden. 

    ► Das Bundesverfassungsgericht hat bereits im Jahr 2010 sein Urteil zur Verfassungsmäßigkeit der Sozialleistungen nach der so genannten “Hartz IV”-Gesetzgebung (Arbeitslosengeld II) gefällt. Es behandelt grundsätzliche verfassungsrechtliche Fragen, wie die Bestimmung eines menschenwürdigen Existenzminimums (Art. 1 Abs. 1 GG). 

    Genau dies wird nach Ansicht des Gerichts in Gotha nicht gewährleistet. Folgende Punkte prüft daher das Verfassungsgericht

    ► Der Gesetzgeber habe das Existenzminimum mit der Entscheidung über die Höhe des Regelbedarfs fixiert – dies dürfe nicht unterschritten werden, so das Sozialgericht.

    ► Im Fall einer Leistungskürzung werde der Bedarf nicht gedeckt, obwohl er sich tatsächlich nicht geändert habe. Damit verletze der Gesetzgeber das Gebot, eine menschenwürdige Existenz jederzeit realistisch zu sichern.

    ► Darüberhinaus verstießen die Mitwirkungspflicht und die Sanktionen nach Ansicht des Gerichts gegen das Grundrecht der Berufsfreiheit (Art. 12 GG). Denn eine “sanktionierte Arbeitspflicht beeinträchtige die Berufswahlfreiheit und sei mittelbarer Arbeitszwang”.

    ► Zudem stelle sich die Frage, ob der Gesetzgeber gegen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG) verstoße, wenn Sanktionen die Gesundheit der Leistungsberechtigten gefährden.

    Zahl der Hartz-IV-Sanktionen im Jahr 2017:

    ► Insgesamt verhängten Jobcenter 2017 rund 950.000 Sanktionen, auch 2018 stieg die Zahl der Sanktionen bis zur Jahresmitte auf 449.550.

    ► Sanktionen treffen jährlich also Hunderttausende Hartz-IV-Empfänger – die oft genannte Quote von drei Prozent an einem Stichtag klingt nach weit weniger Betroffenen. 

    ► Mit 77,4 Prozent entfällt ein Großteil der Sanktionen 2018 wie auch die Jahre zuvor auf Meldeversäumnisse – wenn also beispielsweise jemand einen Termin beim Jobcenter nicht wahrnimmt, ohne sich zu entschuldigen.

    Diese Regeln gelten für Hartz-IV-Empfänger:

    ► Die Höhe der Sanktionierung liegt letztlich im Ermessensspielraum der Jobcenter-Mitarbeiter. In der HuffPost äußerte kürzlich die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann scharfe Kritik an dem System – und schilderte aus ihrer eigenen Erfahrung, wo die großen Probleme liegen.

    Bei ihrer Arbeit im Jobcenter hat sie laut eigenen Angaben immer wieder erlebt, wie Menschen die finanzielle Unterstützung, die ihnen eigentlich zustand, verweigert worden sei.

    So schrieb Hannemann: 

    “Ich habe erlebt, dass Menschen sanktioniert wurden, weil sie krank waren. Wer sich zum Beispiel einen schweren Magen-Darm-Infekt eingefangen hat, kann noch nicht einmal zum Arzt gehen, um sich krankschreiben zu lassen – so harmlos und folgenlos diese Krankheit auch sein mag.”

    ► Sie habe erlebt, wie Effizienz “vor rechtliche und moralische Korrektheit gestellt wird”. Es sei für Mitarbeiter der Jobcenter wichtiger, die Quote zu erfüllen, als einem bedürftigen Menschen die Existenz zu ermöglichen, die er eigentlich verdient.

    Das sagt ein ehemaliger Bundesrichter:

    Der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof, Wolfgang Neskovic, hat sich in einem Interview mit der Tageszeitung “Neues Deutschland” klar zum Streit um die Hartz-IV-Sanktionen positioniert:

    “Seit der bahnbrechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofs vom Februar 2010 gibt es ein unmittelbares, verfassungsrechtliches Recht auf Zusicherung eines ‘menschenwürdigen Existenzminimums’.”

    ► Die Formulierung “Minimum” bedeute unmissverständlich, dass jeder Betrag unterhalb dieser festgelegten Grenze verfassungswidrig sei, sagte Neskovic.

    ► Zudem habe das Bundesverfassungsgericht 2012 in der Entscheidung zum Asylbewerberleistungsgesetz festgestellt, dass es “neben Bedürftigkeit keine weiteren Voraussetzungen oder Bedingungen für die Inanspruchnahme” gebe.

    ► Konsequenterweise müsse dieses Prinzip auch für die reguläre Grundsicherung Hartz IV gelten. 

    Die Prüfung der Hartz-IV-Sanktionen – auf den Punkt gebracht

    Bereits seit Jahren wird das Hartz-IV-System kritisch diskutiert. Seit einiger Zeit fordern auch zahlreiche Parteien eine Reform des Systems – darunter auch die SPD und die Grünen.

    SPD-Chefin Andrea Nahles hatte eine “Sozialstaatsreform 2025” angekündigt. Dazu erklärte sie: “Wir werden Hartz IV hinter uns lassen.” Darüber wie dies genau aussehen soll, herrscht innerhalb der SPD bislang keine Einigkeit. Die Grünen fordern dagegen die Aufhebung aller Sanktionen. 

    Nun könnte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts den Parteien zuvorkommen und den Druck auf die Politik, diese Ankündigungen auch tatsächlich umzusetzen, rechtlich bindend machen.

    (ll)


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