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Huffington Post Germany Athena

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    • Herzogin Kate muss ihren 37. Geburtstag wahrscheinlich ohne Prinz William feiern. 
    • William muss seinen Pflichten nachgehen und sich auf einer Charity-Organisation blicken lassen.

    Am neunten Januar feiert Herzogin Kate ihren 27. Geburtstag – sehr wahrscheinlich aber ohne Prinz William.

    Der 36-Jährige hat einen wichtigen Termin bei der “London’s Air Ambulance”, wie das Magazin “Hello” berichtet. Dabei handelt es sich um eine Charity-Organisation, die einen Hubschrauber-Rettungsdienst betreibt. Da William selbst schon viele Rettungseinsätze geflogen ist, dürfte er den Termin nicht verpassen wollen.

    Die Gäste dort setzen auf Williams Besuch

    Dort sollen außerdem Patienten, Angestellte und deren Familien auf ihn warten. 

    Aber vielleicht kann der Prinz wenigstens danach zurück zu seiner eigenen Familie und mit seiner Frau und seinen drei Kindern ihren Geburtstag feiern.

    (lp)


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    Brasilien: Am Morgen des 1. April 1964 rollten die Panzer auf den Straßen von Rio de Janeiro; einige davon aus dem benachbarten Bundesstaat Minas Gerais, andere aus São Paulo. Schon einige Jahre zuvor war Brasília zur Hauptstadt des Landes gemacht worden, doch auch weiterhin war Rio das wahre Zentrum der Macht – und irgendwo in der Stadt versuchte Präsident João Goulart an dieser Macht festzuhalten.

    Goulart, ein Linker, der im Jahr 1961 Präsident geworden war, hatte die Tage zuvor damit verbracht, mit dem ranghohen Militäroffizier General Amaury Kruel zu telefonieren.

    Der General hoffte, den Zusammenbruch der brasilianischen Regierung verhindern zu können, indem er Jango, wie Goulart von den Brasilianern genannt wurde, dringend dazu riet, prominente linke Staatsbeamte rauszuwerfen und eine Reihe von Reformen durchzusetzen, die sowohl dem Militär als auch den alteingesessenen gemäßigten Mitgliedern des Nationalkongresses gefallen würden, denen Goularts Linksruck ein Dorn im Auge war.

    Goulart weigerte sich. Das Militär marschierte los.

    Am folgenden Morgen hatte Goulart sich nach Porto Alegre abgesetzt. Einige Tage später befand er sich in Uruguay und die Demokratie in Brasilien war zusammengebrochen.

    Fünf Jahrzehnte später, am Abend des 28. Oktober 2018 zog das brasilianische Militär wieder feierlich durch die Straßen von Rio. Grüne Armee-Jeeps hupten und ließen ihre Lichter aufblitzen; auf ihnen standen Soldaten, die vor einer jubelnden Menge ihre Flaggen schwenkten.

    Dieses Mal war das Militär jedoch nicht gekommen, um einen Präsidenten zu entmachten; es kam, um einen neuen Präsidenten zu feiern.

    Jair Bolsonaro, Mitglied der Abgeordnetenkammer und ehemaliger Hauptmann der Armee, hatte gerade die Wahl zum 38. Präsidenten Brasiliens gewonnen. (Später dementierte das Militär, dass Soldaten feierlich durch die Straßen gezogen wären. Diese Soldaten seien auf der Rückreise von einer Mission gewesen, die die Durchführung der Wahl gewährleisten sollte; ein Video eines Journalisten zeigt, nennen wir es mal, eine festliche Prozession.)

    “Was für ein Albtraum“, twitterte der argentinische Journalist Diego Iglesias auf Spanisch vom Ort des Geschehens.

    Bolsonaro, dessen Präsidentschaft am Neujahrstag mit einer Amtseinführungszeremonie in Brasília begann, lobte in der Vergangenheit immer wieder die Militärdiktatur Brasiliens, die 1985 den Weg zurück zur Demokratie ermöglichte.

    Außerdem ähnelt sein Aufstieg an die Macht in mehrfacher Hinsicht dem des Militärregimes: Bolsonaro nutzte dabei für sich die weitverbreitete Unzufriedenheit und Resignation gegenüber einer unfähigen und korrupten politischen Elite, den innbrünstigen Widerstand gegen die linke Partei, die mehr als zehn Jahre an der Macht war, den wirtschaftlichen Zusammenbruch, den Brasilien gerade erst langsam hinter sich lässt, und den Anstieg der Gewaltkriminalität.

    Und auch wenn er seinen Aufstieg an die Macht als das Ergebnis einer “populistischen“ Revolte anpreist, liegt seine Unterstützerbasis dort, wo sie auch damals beim Staatsstreich lag: bei den wohlhabende Finanzeliten, die bereit sind, das Leben und die Rechte der Armen und Benachteiligten für ihre eigene Sicherheit und ihren Wohlstand zu opfern, und die etablierten Parteien und Politiker, die sich weigern, ihre Rolle bei der Erschaffung dieses Monsters anzuerkennen, bevor sie sich an ihn anschmiegen.

    Bolsonaro bei der Amtsübergabe am 1. Januar. Beobachter erwarten einen scharfen Rechtsruck.

    Ganz so wie das Militär es einst tat, drohte Bolsonaro seinen politisch linken Gegnern mit Gewalt und Gefängnis. Er hat versprochen, dem politischen “Brasilien einer nie dagewesene Reinigung“ zu unterziehen und er hat Medien gedroht, die sich negativ über ihn äußerten.

    Sein Vizepräsident ist ein früherer Armeegeneral, der in einem Interview mit der HuffPost Brasilien eine Rückkehr zur Militärherrschaft nicht ausschließen wollte und der in den Raum stellte, dass die neue Regierung durchaus die Verfassung des Landes umschreiben könnte – auch wenn Bolsonaro dies nicht sehr überzeugend abstreitet.

    All dies ist kein rein brasilianisches Phänomen. Weltweit haben sich Länder wie Ungarn, die Türkei oder auch die Philippinen polternden Machthabern zugewandt, die sofortige Erneuerung und Wunderwaffen-Lösungen versprechen; immer wieder unter dem Banner des rechten, nativistischen “Populismus“ – die bevorzugte Bezeichnung in den Nachrichten, auch wenn die wichtigsten Unterstützer dieser Kandidaten normalerweise unter den Eliten in diesen Staaten zu finden sind.

    Jede wichtige Wahl ist inzwischen, zumindest teilweise, ein Referendum über den Zustand der weltweiten Demokratie. Jeder Sieg einer rechten, antidemokratischen Figur hat dabei den Weg für einen ähnlichen Kandidaten bei einer weiteren großen Wahl in einem anderen Land bereitet.

     

    Wenn man aber alle diese Kandidaten betrachtet, ist Bolsonaro im Vergleich wohl die unmittelbarste Bedrohung für eine große Demokratie. Brasilien ist das viertgrößte demokratische Land der Erde und das größte in Lateinamerika im Hinblick auf die Einwohnerzahl. Wen diese Demokratie zerbricht, dann wäre dieses Mal nicht das Militär verantwortlich – es wäre die eigene Schuld.

    “In den vergangenen 35 Jahren gab es wirklich sehr wenige Militärputsche in Lateinamerika“, erklärt Steven Levitsky, ein Politologe an der Universität Harvard und Autor von Wie Demokratien sterben: Und was wir dagegen tun können.

    “Obwohl die steigende Unterstützung für einen Militärputsch in der Bevölkerung besorgniserregend ist, denke ich dennoch, dass die Demokratie in Brasilien viel eher durch die Hand eines gewählten politischen Führers sterben wird.“

    Brasilien wird der Welt zeigen, wie eine moderne Demokratie zugrunde geht

    Es war noch zu früh an diesem Nachmittag für ein Bier, als ich am ersten Verkäufer vorbeikam, der an diesem Sommertag spät im November an der Avenida Paulista in São Paulo eiskalte cervejas anbot.

    Die Paulista, die eine der wohlhabendsten Gegenden der Stadt durchzieht, war dank eines Feiertags mitten in der Woche geschlossen; die Schaufenster waren voll von Black Friday-Angeboten und ein riesiger Weihnachtsbaum vor einem der Einkaufszentren erinnerte schon an die nahende Weihnachtszeit. Einheimische und Touristen tummelten sich an Zelt-Pavillons, an denen handgeschnitzte Holzschalen und Kunstwerke verkauft wurden, und aus Lautsprechern war Popmusik für diejenigen zu hören, die gekommen waren, um auf der Straße Yoga zu machen.

    Abgesehen von politischen Graffiti-Schriftzügen hier und da an Straßenlaternen oder auf dem Gehweg war kaum etwas davon zu sehen, dass die Brasilianer im Jahr 2018 immer wieder auf die Avenida Paulista geströmt waren, um für oder gegen Bolsonaro zu demonstrieren.

    Im Juli war es hier, dass sich die Menschen von São Paulo dem größten Frauenprotestmarsch in der Geschichte Brasiliens angeschlossen hatten. Die Frauen und die LGBTQ-Gemeinde, die Angst vor Bolsonaros immer wieder geäußerten rassistischen, sexistischen und schwulenfeindlichen Äußerungen hatten, riefen die Brasilianer dazu auf, jemand anderen zu wählen: “Ele Nāo“, riefen sie – “Nicht ihn.“

    Junge Demonstrantinnen gehen gegen den Präsidenten auf die Straße. Der hetzt immer wieder gegen Homosexuelle und indigene Völker.

    Ebenfalls hier hatten sich Bolsonaro-Anhänger Mitte Oktober zu einer Kundgebung versammelt, um ihm zu helfen, die Mehrheit zu erreichen, nachdem er diese im ersten Wahlgang knapp verfehlt hatte.

    Bei dieser Demonstration verkündete Bolsonaro, der im September Opfer eines Messerangriffs geworden war, via Handy, dass er die Finanzierung für die Medien und Menschenrechtsgruppen einschränken würde. Er versprach, seinem Kontrahenten (dem ehemaligen Bürgermeister von São Paulo, Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei) und bekannten Linksaktivisten zwei Optionen anzubieten: “Verschwindet, oder geht ins Gefängnis.“

    Doch Ende November? “Alles fühlt sich ganz normal an“, erzählte mir ein Freund, “bis man die Nachrichten einschaltet“.

    Während des Wahlkampfs wurde der Rechtsextremist Bolsonaro niedergestochen. Es war ein Wendepunkt seiner Kampagne.

    Wie auch Trump ist Bolsonaro ein Ergebnis des Verfalls der demokratischen Institutionen seines Landes; ein Verfall, der schon Jahre vor Bolsonaros Zeit im Rampenlicht begonnen hatte, oder der schon immer da war.

    In Brasilien hat Macht sich schon immer weitgehend auf eine weiße und reiche Elite konzentriert. Analphabetismus ist in Brasilien verbreitet, der Bildungsstand insgesamt ist gering, vor allem bei den Armen; die überbewaffneten und schlecht ausgebildeten Polizeikräfte töten auch weiterhin reihenweise meist schwarze Bürgerinnen und Bürger.

    Die Rückkehr zur Demokratie war begleitet von mehr als einem Jahrzehnt der wirtschaftlichen Instabilität und der Hyperinflation, die die dramatische Ungleichheit in Bezug auf sozialen Status, Hautfarbe und Einkommen weiter aufrecht erhielt.

    Und trotzdem hat Brasilien einen Großteil der letzten Jahrzehnte damit verbracht, sich das Bild eines glänzenden Beispiels anzueignen, das zeigen kann, wie ein demokratisches Lateinamerika eines Tages aussehen könnte. Der ehemalige Präsident Fernando Henrique Cardoso stabilisierte in den frühen 2000er-Jahren die Wirtschaft; anschließend kam der linke Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, ein hitzköpfiger Verfechter der Arbeiterklasse, und regierte in einer Zeit des starken Wirtschaftswachstums, das vermuten ließ, Brasilien würde Frankreich oder Großbritannien demnächst überholen.

     

    Unter da Silva wurden die staatlichen Sozialprogramme ausgeweitet, was rund 30 Millionen Brasilianern einen Ausweg aus der Armut ermöglichte, und gezielte Fördermaßnahmen verbesserten den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung für schwarze Brasilianer, Frauen, Menschen in Armut und Ureinwohner.

    Gewaltverbrechen sanken auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten. Als da Silva das Amt 2010 abgab, lagen seine Zufriedenheitswerte bei 90 %. Es sah so aus, als würde Brasilien endlich funktionieren. Aber tat es das wirklich? Im Jahr 2010 verkündete der brasilianische Clown Tiririca, dass er sich für die Wahl für den Kongress in São Paulo bewerben würde.

    Mit seiner Kampagne wollte er das politische System in Brasilien parodieren: “Pior do que está não fica, vote no Tiririca“, sagte er. “Es kann gar nicht schlimmer werden, wählt Tiririca.“ Er machte sich auf satirische Weise über die weit verbreitete Korruption in der brasilianischen Politik lustig und versprach: “ich mache alle Familien Brasiliens reich – vor allem meine.“

    Dann gewann er und dieser Sieg war rückblickend betrachtet womöglich ein Zeichen für die schwelende Unzufriedenheit, die Bolsonaro bald darauf ausnutzen würde.

    Tiririca, ein brasilianischer Komiker und Mitglied der Abgeordnetenkammer des brasilianischen Kongresses, erhält Glückwünsche nach seiner Stimme für die Amtsenthebung der Präsidentin Dilma Rousseff am 17. April 2016 in Brasília.

    Brasilien war bereits eines Länder mit der weltweit höchsten Ungleichheit in Bezug auf die Einkommensverteilung und während die Armen zweifellos von der Politik der Arbeiterpartei profitierten (darunter auch eine Anhebung des Mindestlohns), kam der Großteil des wirtschaftlichen Aufschwungs unter da Silva den reichsten 1 % der Bevölkerung zugute.

    Zwar verdiente die untere Mittelschicht nun mehr als jemals zuvor, doch die unerhörte Einkommensungleichheit vergrößerte sich wohl sogar noch während der guten Jahre.  Die Gewaltverbrechen gingen zurück, aber erreichten nicht das Maß, das man in einer weit entwickelten Demokratie erwarten würde: Schon vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch lagen mehr als ein Dutzend der 50 gefährlichsten Städte der Welt in Brasilien.

    Es wurde schlimmer: Die Wirtschaft brach 2013 zusammen, was Millionen von Menschen die Arbeit kostete und weitere Millionen zurück in die Armut katapultierte. Im Jahr 2014 entwickelte sich eine Geldwäsche-Ermittlung zur weltgrößten Ermittlung in Sachen politische Korruption.

    Die Operation “Lava Jato”, was so viel bedeutet wie “Autowäsche”, betraf Hunderte brasilianische Politiker, darunter auch da Silva und den scheidenden Präsidenten Michel Temer der gemäßigten Brasilianischen Demokratischen Bewegung. Die Zahl der Gewaltverbrechen ist seither stark angestiegen – in den vergangenen beiden Jahren gab es jeweils mehr als 60.000 Morde.

    Präsidentin Dilma Rousseff, die von da Silva ausgesuchte Nachfolgerin, wurde 2016 ihres Amtes enthoben. Da Silva wurde 2017 der Geldwäsche schuldig gesprochen und 2018 inhaftiert; Temer ist einem Verfahren wegen Bestechung nur knapp entgangen.

    Verglichen mit anderen Einwohnern Lateinamerikas haben die Brasilianer von jeher die Demokratie eher halbherzig unterstützt. Im Laufe der Krise hat diese Unterstützung noch weiter abgenommen: Im Jahr 2017 wurden die Brasilianer in einer Umfrage von Latinobarómetro befragt, ob sie der folgenden Aussage zustimmen würden: “Demokratie hat ihre Probleme, aber sie ist die beste Regierungsform“, und nur 32 Prozent stimmten dem zu.

    In keinem anderen Land Lateinamerikas wurde der Demokratie weniger Vertrauen geschenkt, während andere Umfragen ergaben, dass fast zwei Drittel der Brasilianer den Glauben an die Parteien, das Präsidentenamt und den Kongress verloren haben.  Über die Hälfte der Brasilianer gab an, sie würden eine autoritärere Regierungsform unterstützen, wenn sie “Probleme lösen“ könnte.

    “Wenn man die Leute auf der Straße fragt, ob sie sich Sorgen machen, was Bolsonaro für die Demokratie bedeuten kann, dann merkt man, dass die Leute nicht sonderlich besorgt sind“, sagt Oliver Stuenkel, Politologe der Getúlio Vargas-Stiftung in São Paulo.

    “Die Demokratie“, erklärt er weiter, “hat nicht das geliefert, was sich viele hier erhofft hatten“.

    Morgen geht es weiter mit dem zweiten Teil des großen Bolsonaro-Reports, der zuerst in der HuffPost US erschien und von Philipp Windgassen ins Deutsche übersetzt wurde.


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    • Mitarbeiter einer Tierschutzorganisation haben einen unterernährten Hund vor dem Tierheim gefunden. 
    • Der Hund hatte einen Zettel bei sich. Als die Tierschützer ihn lasen, wussten sie, was mit dem Hund passiert war.
    • Im Video oben seht ihr den Hund und auch, wie es ihm geht.

    Tierschützer der Organisation Delaware Humane Association haben vor ihrem Tierheim im US-Bundesstaat North Carolina einen abgemagerten Hund gefunden. Neben dem Tier lag noch eine handgeschriebene Notiz. Als die Tierschützer den Zettel lasen, war ihnen sofort klar: Der Terrier-Mischling wurde dort ausgesetzt. Doch dahinter steckte keine böse Absicht.Das berichtet die lokale Zeitung “Delaware Online”.

    Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Terrier-Mischling um die sechsjährige Hündin Sky. In der Notiz ist zu lesen:

    “Bitte kümmert euch um Sky. Sie ist sechs Jahre alt und freundlich. Ich kann mich nicht mehr um sie kümmern. Ich wurde obdachlos und kann sie nicht mehr füttern. Sie ist nicht krank, sondern hungrig und freundlich. Bitte findet ein neues Zuhause für sie. Bitte.”

    Mehr zum Thema:Hund mussten Augen entfernt werden – so tapfer führt er jetzt sein Leben

    Tierschützer fanden unterernährten Hund vor dem Tierheim

    Kerry Flanagan Bruni, Direktorin der Tierpflege der Delaware Humane Association, sagte, dass das Tier nur 13 Kilogramm wiege. Für einen Hund von dieser Größe seien das neun Kilogramm zu wenig. Sie sagte:

    “Es scheint, als hätte die Hündin keine angemessenen Portionen zu fressen bekommen. Abgesehen von dem Untergewicht geht es dem Tier aber gut.”

    Sobald die Organisation die Ergebnisse der tierärztlichen Untersuchung bekommt, kann die Hündin in ein anderer Tierheim gebracht werden und zur Adoption freigegeben werden.

    Mehr zum Thema:Kinder stecken Hündin angezündeten Böller ins Maul – Tierschützerin ist entsetzt über Grausamkeit

    Sollte sich der rechtmäßige Besitzer der Hündin Sky wieder melden, müsste dieser nachweisen, dass Sky wirklich zu ihm gehört. Kerry Flanagan Bruni sagte:

    “Wir wären bereit mit dem Besitzern zu arbeiten, damit sie wieder vereint sind. Aber das hängt immer von den Umständen des Besitzers ab. Manchmal ist es am Besten, sein Haustier abzugeben. Vor allem, wenn man nicht in de Lage ist, sich um das Tier zu kümmern, was auch ein Dach über dem Kopf bedeutet.”

    Mehr zum Thema: Dieser Hund wurde ohne Nase geboren – so geht es ihm heute

    Hund soll bald zur Adoption freigegeben werden

    Die Organisation Delaware Humane Association machte die Geschichte von Sky auf Facebook öffentlich. Der Vorfall macht viele traurig, dennoch seien sie froh darüber, dass der Besitzer das Tier abgegeben hat.

    Jemand schreibt: “Es ist sicher nicht einfach, obdachlos zu sein. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was der Besitzer fühlen musste, als er realisierte, dass es das Beste ist, den Hund abzugeben.”

    Ein anderer kommentiert: “Es muss unglaublich schwer für den Besitzer gewesen sein, den Hund abzugeben. Ich hoffe er findet seinen Frieden darin zu wissen, dass es die bessere Entscheidung für den Hund war.”

    (ame)


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    Laut dem aktuellen Bericht des Global Footprint Network verbrauchen wir Menschen seit Juli bereits mehr natürliche Rohstoffe, als unser Planet in einem Jahr zur Verfügung stellen kann. Wir missachten die Grenzen unserer Erde – jeder Einzelne von uns tut das jeden Tag.

    Wie werden wohl die Menschen in Anbetracht dieser Lage  in 150 Jahren über uns und unser Konsumverhalten denken und urteilen? Ein Gedankenspiel.

    Eins steht fest: Grundsätzlich wird die Meinung über uns eher kritisch ausfallen. Das muss noch nicht einmal zwingend daran liegen, wie wir uns verhalten haben. Sondern erst einmal daran, dass Urteile über die Vergangenheit generell eher schlecht ausfallen. Dieses Phänomen ist auch als negative Ontologie der Geschichte bekannt. Im Nachhinein ist man schließlich immer schlauer.

    Wir haben das Gefühl, dass wir nichts ändern können – aber das ist falsch

    Nichtsdestotrotz steht außer Frage, dass wir auf zu großem Fuß leben und das in vielerlei Hinsicht. Unsere schöne und günstige Kleidung wird häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert, mit unseren Flugreisen verursachen wir einen CO2-Ausstoß, der die begrenzte Aufnahmefähigkeit der Erde von Schadstoffen ignoriert. Außerdem werden bei der Herstellung von (Luxus-)Gütern endliche und wertvolle Ressourcen verwendet.

    Wir strapazieren unsere natürliche Umwelt in hohem Maße über, während gleichzeitig die globale soziale Ungleichheit immer weiter wächst.

    All das scheint scheinbar spurlos an uns vorbeizugehen, es ist uns irgendwie egal. Warum? Weil wir das Gefühl haben, dass wir nicht daran ändern können, dass wir keine Macht haben und dass das alles weit weg von unserer Lebensrealität liegt. Experten nennen das einen “Entfremdungsprozess”.

    Der Konsument erhält kein unmittelbares Feedback, welche Folgen seine Handlungen nach sich ziehen: Die Zuständen in den Textilfabriken in Asien liegen weit weg von uns und CO2 ist schlicht unsichtbar.

    Trotzdem. Über Fernsehen, Internet und Zeitungen wissen wir eigentlich ganz genau Bescheid über die negativen Auswirkungen, die wir mit unserem Konsum auslösen und mittragen.  Aber wir verdrängen es und entziehen uns der Verantwortung, etwas zu ändern.

    Nur durch Unterdrückung der dritten Welt kann unser Wohlstandssystem aufrechterhalten werden

    Betrachten wir aus unserer heutigen Perspektive historische Missstände, stellen wir uns häufig die Frage, warum kaum etwas gegen die menschenunwürdigen Bedingungen unternommen wurde: ‘Wie konnte man damals das nur zulassen?’ Wir diskutieren, was die Bevölkerung wohl  wirklich über die Missstände wusste – und trotzdem einfach nur zugesehen hat.

    Wir können jedenfalls heute kaum leugnen, dass wir nicht wüssten, welche Folgen unser Konsumverhalten hat. Und genau das macht uns schuldig. Wir muten mit unserer “Geiz ist geil”-Mentalität einem großen Teil der Weltbevölkerung ein menschenunwürdiges Leben zu.

    Nur durch die Unterdrückung der dritten Welt kann unser Wohlstandssystem aufrechterhalten werden und unter den Folgen der globalen Zerstörung werden noch viele Nachfolgegenerationen zu leiden haben.

    Das einzige, was ein wenig Mut macht: Trotz der ganzen – eigenverschuldeten – Miseren hat die Menschheit bis heute durchgehalten. Hier und da mussten die Schwächeren hohe Preise für dieses Verhalten in Kauf nehmen, die Menschheitsgeschichte ist geprägt von Grausamkeiten und Katastrophen.

    So könnten die weltweite ökologische Übernutzung und die globale soziale Ausnutzung auch als bloße “Fehler” betrachtet werden, unerfreulich zwar, aber nicht unverzeihlich, denn irren ist ja bekanntlich menschlich.

    Und sind am Ende die mit dem Fortschritt einhergehenden negativen Folgen nicht sogar der Motor, der die menschliche Entwicklung vorantreibt? Der Zwang zur Optimierung und der Ausbesserung von Fehlern hält die Menschheit am Laufen.

    So steigt aktuell beispielsweise die Lebenserwartung in so gut wie allen Regionen der Erde. Auch gibt es immer mehr Menschen, die dem Trend des Öko-Lifestyles folgen und sich mit ihrem Umweltverhalten, unter anderem bezogen auf die Ernährung, mit den Folgen ihres Konsums beschäftigen und versuchen, Dinge zu verändern.

    Motivation unser Verhalten konsequent zu verändern, scheint nur bedingt vorhanden zu sein

    Die ständigen Optimierungsversuche und “Symptombehandlungen” halten uns vielleicht auf Trab, allerdings ist der Umwelt und der sozialen Gerechtigkeit wenig damit geholfen.

    Als Beispiel: Unterm Strich ist die Ernährungsumstellung nur ein Tropfen auf den heißen Stein, solange wir noch mehrmals im Jahr in ferne Länder fliegen oder unnötigerweise für einen Reise innerhalb Deutschlands in den Flieger steigen. So wird allein durch einen einzelnen Flug von Berlin nach Madrid ca. 500 kg CO2 in die Atmosphäre abgegeben.

    Durch ein strikte Umstellung von einem Fleischesser auf einen vegetarischen Lebensstiel werden im durchschnittlich im Jahr lediglich 600 kg CO2 eingespart. Veganer sparen jährlich immerhin 800 kg CO2 gegenüber einem Fleischesser. Doch wie kommen wir aus Madrid wieder zurück nach Berlin? Konsequentes Verhalten sieht anders aus und unsere Umwelt zieht mal wieder den Kürzeren.

    Nun zurück zu unserer Ausgangsfrage: Wie werden wohl die Menschen in 150 Jahren über uns und unser Konsumverhalten denken und urteilen. Wir wissen, was wir tun und die Motivation unser Verhalten konsequent zu verändern, scheint nur bedingt vorhanden zu sein.

    Daher lässt sich vermuten, dass das Urteil begründeter Weise negativ ausfallen wird – also schuldig!

    (ujo)


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    Es droht neuer Streit in der großen Koalition beim Thema Migration und Flüchtlinge: Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) geht in der Diskussion um schärfere Regeln für Abschiebungen straffälliger Ausländer auf Konfrontation zu Innenminister Horst Seehofer.

    Während der CSU-Politiker für Anfang des Jahres Vorschläge zur Verschärfung der rechtlichen Grundlagen angekündigt hat, lehnt Barley dies ab.

    ► “In der vergangenen Legislaturperiode haben wir bestehende Regelungen, etwa im Asylrecht, in entscheidenden Punkten verbessert und verschärft. Es geht jetzt darum, diese auch konsequent anzuwenden”, sagte die SPD-Politikerin der “Welt am Sonntag”.

    ► Mögliche Vorschläge Seehofers werde sie “sehr genau anschauen.” Das Wichtigste seien aber vor allem funktionierende Rücknahmeabkommen mit den Herkunftsstaaten, sagte Barley.

    Der Hintergrund zur neuen Flüchtlingsdebatte in der GroKo:

    Die Debatte um schärfere Abschieberegeln entbrannte nach den Attacken von vier Asylbewerber auf Passanten im bayerischen Amberg. Seehofer kündigte daraufhin an, das Asylrecht zu verschärfen. 

    Im Innenministerium gibt es bereits einen Gesetzentwurf mit schärferen Vorschriften über Abschiebehaft und Ausreisegewahrsam. Darüber berichtete der “Spiegel” bereits im Dezember. Der Entwurf sieht demnach eine “erweitere Vorbereitungshaft” vor, wenn ein Ausländer “das Abschiebungsverfahren umgeht oder behindert”.

    Der Entwurf dürfte – wie die Aussagen von Barley zeigen – für hitzige Diskussionen innerhalb der Bundesregierung sorgen. 

    Was ihr noch wissen müsst: 

    Der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka forderte, sich beim Thema Rückführungen vorrangig um die Abschiebung straffälliger Asylbewerber zu kümmern. “Wer straffällig wird, gehört ganz oben auf die Aktenstapel beim Thema Rückführung”, sagte er der “Welt am Sonntag”.

    Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic lehnte Gesetzesverschärfungen ebenfalls ab. “Die richtige Antwort des Rechtsstaates auf Straftaten ist das Strafrecht. Nach jedem Vorfall das Ausländerrecht zu ändern geht völlig am Thema vorbei”, sagte sie der “Welt am Sonntag”. 


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    Olaf Scholz über seine Kanzlerambitionen – und sein Lieblingsessen.

    SPD-Finanzminister Olaf Scholz spricht in der “Bild am Sonntag” über seine Kanzlerambitionen: Natürlich traue er sich das Amt des Bundeskanzlers zu, betont Scholz. “Die SPD will den nächsten Kanzler stellen.”

    ► Er erklärt im Interview aber auch, dass die Frage nach einer Kanzlerkandidatur derzeit weder für die Union noch für die SPD anstehe. 

    Scholz sieht ein Ende des jahrelangen Aufschwungs in Deutschland gekommen. Für 2018 werde man zwar noch mal einen Steuerüberschuss ausweisen können, “aber nun sind die fetten Jahre vorbei. Von jetzt an erwarte ich keine unvorhergesehenen Mehreinnahmen mehr”.

    Am Ende des Interviews beantwortet der Vizekanzler dann noch einige persönliche Fragen. Und verrät, dass er schon als Jugendlicher Rechtsanwalt werden wollte und gerne Königsberger Klopse isst und kocht.

    Was ihr zur SPD und dem Kanzleramt wissen müsst: 

    Die SPD steht in aktuellen Umfragen nur zwischen 14 und 16 Prozent. Die Sozialdemokraten hadern intern immer noch mit der vom damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder vorangetriebenen Hartz-IV-Reform

    Scholz macht sich gegen eine Abschaffung des Systems stark, sagt aber, Leistungen für Bezieher, die langjährig in die Sozialkassen eingezahlt hätten, müssten verbessert werden: “Wer seinen Job verliert, der braucht eine Garantie, sich weiter qualifizieren zu können. Und wer 20 oder 30 Jahre lang gearbeitet und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, der erwartet bessere Leistungen.”

    In einer Umfrage vom November verlor Scholz gegen die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer im theoretischen Fall einer Direktwahl des Bundeskanzlers. AKK käme demnach auf 41 Prozent – das wären 15 Prozentpunkte mehr als Scholz.

    Mit Material der dpa.


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    Lilly Becker bei der

    • Bei der “Promi Darts WM” ist auch Model Lilly Becker aufgetreten – und sorgte mit ihrer Hose für Aufsehen.
    • Einen Spruch des Moderators fanden einige Zuschauer unangebracht.

    Präzisionssport und Brüllgesang: Bei der “Promi Darts WM” auf ProSieben ging es zu wie kürzlich in London bei der Darts-Weltmeisterschaft. 

    Bereits zum dritten Mal lud ProSieben Prominente ein, sich an der Dartscheibe zu versuchen. Mit dabei waren am Samstagabend unter anderem Ex-Profifußballer Rafael van der Vaart, Schauspieler – und am Ende Sieger der “Promi Darts WM” – Jimi Blue Ochsenknecht und Model Lilly Becker

    Becker spielte zusammen mit dem schottischen Dartprofi Peter Wright. Die ersten Duelle gewannen die beiden, mussten sich dann aber Van der Vaart und dessen Partner, dem Niederländer und amtierenden Darts-Weltmeister Michael van Gerwen, geschlagen geben.

    Für Aufregung – im Publikum und bei den Zuschauern auf Twitter – aber sorgte eine andere Szene von Lilly Becker.

    “Promi Darts WM”: Dann riss Lilly Beckers Hose 

    Als Becker ihren Sieg über Dartprofi Gary Anderson und Comedian Markus Krebs feierte, riss die rote Lederhose an ihrem Hintern. 

    ► Sie erzählte Moderator Christian Düren von ihrem Malheur. Der reagierte mit dem Spruch: “Dann dreh dich doch mal um.”

    Becker zog ihr Shirt über ihr Gesäß, sodass der Riss nicht zu sehen war. Düren bekam von der Regie die Anweisung, dass Becker neben ihm stehen sollte. “Ich glaube, ich muss der Regie mal sagen, deine Hose ist schlicht und ergreifend geplatzt”, sagte der Moderator.

    ► Um sich dann ans Publikum zu wenden: “Oder wollen wir, dass das Publikum das sieht, denn die Hose von Lilly Becker ist geplatzt?”

    Das Publikum grölte, Becker lachte. Einige der Zuschauer im Kölner Maritim-Hotel skandierten “ausziehen, ausziehen”. 

    Es war ein Abend der etwas platten Witze. Wenn Van der Vaart spielte, sang das Publikum den Namen von dessen Ex-Frau Sylvie Meis. Comedian Faisal Kawusi rief mehrfach “Penis” auf der Bühne.

    Das war das Niveau des Humors – doch der “Hosen”-Spruch von Moderator Düren ging einigen Zuschauern zu weit.

    “Promi Darts WM”: “Keine Ahnung, was peinlicher ist…”

    ► “Klar, fragen wir das sexistische Publikum, ob sie das sehen wollen, dem Moderator könnte man bitte auch zu ‘Taff’ zurückschicken”, schrieb eine Twitter-Nutzerin. 

    ► Eine andere: “Keine Ahnung, was peinlicher ist… der unverschämte Moderator oder das Publikum.”

    ► Ein Zuschauer twitterte: “Möchte noch anmerken, dass der Moderator nicht gerade dazu beisteuert, das eh schon niedrige Stammtischniveau oben zu halten.”

    ► Oder kurz und knackig: “Sexistischer wird’s nicht mehr.”

    Aber: Zahlreiche Twitter-Reaktionen lassen auch erkennen, dass sich viele Zuschauer bei der “Promi Darts WM” gut unterhalten fühlten.

    Update: ProSieben-Sprecher Christoph Körfer sagte der HuffPost über die Szene: 

    “Christian Düren hat gestern die ‘Promi Darts WM’ sehr souverän moderiert. In einer vier Stunden langen Live-Übertragung vor einem Publikum in Karnevals-Laune gibt es da mit Sicherheit auch den ein oder anderen Satz, der auf Twitter negativ kommentiert wird.”

    (ame)


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    Vater schoss offenbar auf Ehefrau: Polizei untersucht ein Verbrechen. 

    • Ein Vater in den USA ist offenbar ausgerastet, nachdem er ein Video seiner Frau entdeckte, in dem diese fremdgeht.
    • Der Mann wird angeklagt, auf seine Frau und seine Schwiegereltern geschossen zu haben. 

    Ein Familiendrama erschüttert die USA: Ein 39-jähriger Mann aus der Stadt Satellite Beach in Florida wird verdächtigt, seine Ehefrau erschossen zu haben. Das teilte das Melbourne Police Department mit, wie verschiedene US-Medien berichten

    Der Vorfall ereignete sich an Neujahr. Der Mann habe das Haus seiner Schwiegereltern besucht, als er nicht zur Feier am Nachmittag eingeladen wurde, berichtet der “Miami Herald”. Er habe sich kürzlich von seiner Frau getrennt.

    Der Mann habe beim Eintreffen das Feuer auf seine Schwiegereltern eröffnet, auch auf seine Ehefrau habe er geschossen. Sie hatte den Notruf gewählt, auf den Aufnahmen aus der Notrufzentrale seien die Schreie der beiden fünfjährigen Zwillinge des Paares zu hören, berichten die US-Medien.

    Kinder schreien um Hilfe 

    “Nein, Daddy.Ich will nicht sterben. Bitte schieß nicht”, habe ein Kind gerufen. Der Vater habe seine Ehefrau heftig beschimpft und geschrien: “Nimm das!”

    ► Der Hintergrund der Tat: Laut den Ermittlern fand der Ehemann ein Video, das seine Ehefrau und seinen besten Freund beim Sex zeigt. Der 39-Jährige wurde verhaftet und wartet nun auf seinen Prozess.

    Der Schwiegervater sei bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen, die beiden anderen Opfer aber würden dort noch behandelt werden, berichtet der Miami Herald”.

    (ame)


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    Die Bisswunde.

    • Eine Frau in Kalifornien wurde erst von einem Hund und dann von dessen Besitzerin attackiert.
    • Jetzt hat die Joggerin eine Bisswunde am Arm – von einem Menschen.

    Eine Frau war gerade in Contra Costa County, Kalifornien, joggen, als ein Hund versuchte, sie anzugreifen. Sie zückte sofort ihr Pfefferspray, aber hatte nicht mit der Besitzerin gerechnet.

    Diese, eine 19-jährige Frau, begann die Joggerin zur Rede zu stellen. Es entwickelte sich ein Streit. Die Besitzerin begann, die Frau zu treten und zu schlagen – und biss ihr schließlich in den Unterarm, wie die Polizei in einem Statement bestätigte.

    Für den Hund bestehe keine Gefahr 

    Die Polizei veröffentlichte Fotos der Bisswunde. Daran erkenne man sofort, dass es sich um einen Menschen- und nicht um einen Hundebiss handele, berichten die Beamten.

    Die Polizei geht dem Fall jetzt nach. Zumindest der Hund befinde sich in keiner Gefahr.

    (ll)


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    • Der Schneefall lässt auch am Sonntag nicht nach.
    • Außerdem gesellt sich auch noch der Regen dazu. 
    • Im Video oben seht ihr, welche Regionen besonders davon betroffen sind. 

    Wer am Sonntag das Haus verlässt, sollte sich dick einpacken. Der Schneefall lässt nämlich im Süden Deutschlands nicht nach. 

    Was einige aber noch mehr stören dürfte: in weiten Teilen kommt es auch zu Regenfällen. Was dazu führt, dass der Schnee in nassen Matsch verwandelt wird. Mit dem weißen Winter-Wonderland könnte es also in einigen Regionen bald vorbei sein.

    Tief André hat Deutschland im Griff

    Das betrifft vor allem die Mitte von Deutschland. Ein Regenschauer zieht am Sonntag von Schleswig-Holstein über die Mitte des Landes Richtung Süden. Schneien tut es vor allem im Süden, vereinzelt aber auch in Sachsen. 

    Besonders stark schneit es in der Alpenregion. Hier sorgt die Kaltfron von Tief André für sehr viel Neuschnee. Über das Wochenende gesehen, kommt in Staulagen wie dem Berchtesgadener Land, sogar mehr als einen Meter Neuschnee runter.

    Es bleibt dabei in ganz Deutschland kalt. Die Temperaturen liegen zwischen acht Grad an der Nordsee und null Grad an den Alpen.

    Am Montag ist Besserung in Sicht

    In der Nacht zum Montag schneit es an den Alpen sowie in den Mittelgebirgen weiter. In tieferen Lagen gibt es statt Schneeregen.

    Am Montag beruhigt sich die Lage dann ein wenig. Nur vom Vogtland bis zum Allgäu fällt teilweise noch Schnee oder Schneeregen. An den Alpen bleibt es mit null Grad sehr kalt. Am Niederrein hat es immerhin Acht Grad.

    Am Dienstag kommen im Norden und Osten Stürme auf, verbreitet regnet es. Die Temperaturen fallen im Tagesverlauf. Danach soll es wieder neuen Schneefall geben.

    (ame)


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    “Ich werde solange laut und deutlich sagen, dass ich Feminist bin, bis es nur noch mit einem Achselzucken quittiert wird. Warum explodiert das Twitter-Universum jedes Mal, wenn ich sage, dass ich Feminist bin? Warum ist das so ein großes Thema für die Medien?

    Es sollte nichts sein, das derartige Reaktionen provoziert. Es ist dasselbe, als würde ich sagen: Ich glaube an die Gleichheit von Männern und Frauen und ich glaube daran, dass wir noch verdammt viel Arbeit vor uns haben.” (Justin Trudeau)

    Der kanadische Premierminister ist nicht der Einzige, dem zuverlässig immer dann ein Emotionssturm entgegenschlägt, wenn er das F-Wort in den Mund nimmt. 

    ► Es geht eigentlich allen so, die sich mit dem Thema beschäftigen – egal ob als Kommentatoren in der Öffentlichkeit oder als Gleichstellungsbeauftragte an Universitäten und in Unternehmen. Überall dort, wo Menschen von Feminismus sprechen, fühlen sich andere davon provoziert. 

    Lisa Gutsche weiß, wie man mit Antifeministen spricht. Die Sozialwissenschaftlerin gehört zu einem Netzwerk freiberuflicher Argumentationstrainerinnen, die unter dem Namen “Gegenargument” Seminare und Webinare anbieten. 

    Ich will von ihr wissen: Mit welchen Argumenten halte ich gut dagegen – und bleibe trotzdem im Gespräch?

    Perspective Daily: Im Gegensatz zu sexistischen Kommentaren sind antifeministische Argumente manchmal recht subtil und auf den ersten Blick gar nicht als solche erkennbar. Erst mit der Zeit stellt man fest, dass sich bestimmte Argumentationsmuster wiederholen. Ich fange mal mit einer relativ harmlos klingenden Bemerkung an, die mir oft begegnet, wenn ich über Feminismus diskutiere und schreibe: “Alle ‘Ismen’ sind Dogmen. Und Dogmen sind immer schlecht.”

    Lisa Gutsche: Ein Klassiker! Zu sagen: “Feminismus, das klingt doch schon wie Islamismus …” Genau.

    Wozu würdest du raten, wenn jemand so argumentiert?

    Ich könnte dir jetzt eine persönliche Antwort geben, aber in der Regel fragen wir die Leute in den Seminaren erst mal: Welches Ziel verfolgt ihr mit der Reaktion auf eine solche Aussage?

    Wenn es ein Online-Kommentar zu einem deiner Artikel ist, wäre die nächste Frage: Möchtest du hierzu wirklich ein inhaltliches Statement abgeben? Oder würdest du den Kommentar am liebsten löschen, weil du keine Lust hast, dich darum zu kümmern?

    Auch wenn es mir manchmal schwerfällt, will ich als Journalistin darauf inhaltlich reagieren und versuchen, in einen konstruktiven Austausch zu treten. Mein Ziel in so einem Fall wäre, dass sich die Person mit dem eigentlichen Thema auseinandersetzt.

    Dann würde ich dir empfehlen, als Erstes einmal nachzufragen, was die Person mit so einer Aussage denn meint. In der Regel ist das die unverfänglichste Art und Weise, in eine Argumentation einzusteigen, weil er oder sie dann darlegen muss, was für ein Inhalt hinter seiner oder ihrer Aussage steht.

    “Ich finde eine Aussage wie ‘selbst schuld’ ehrlich gesagt ziemlich gewaltvoll” 

    Du könntest also fragen: “Was meinst du denn mit ‘dogmatisch’? Was meinst du mit ‘anderen Ismen’?”

    Mehr zum Thema: Ohne Feminismus wird das nichts mit dem Weltfrieden!

    Und wie würde deine persönliche Antwort aussehen?

    Ich glaube, das kommt auf meine Tagesform an. Ich könnte mir vorstellen, dass ich, wenn ich viel Arbeit in etwas gesteckt habe und Leute das dann mit so einem Kommentar abwatschen, mit ein bisschen Sarkasmus reagieren würde.

    ► Wobei das mit Humor so ein Ding ist – man kann damit auch Menschen vor den Kopf stoßen und so dazu beitragen, dass die Kommunikation noch stärker aufgeladen wird.

    Unter dem Artikel einer Kollegin zum Thema Mansplaining und männliche Gewalt habe ich gelesen: “Selbst schuld!” Kleinkinder würden ja vor allem von Frauen erzogen. Und wenn diese Frauen Mädchen Unterordnung beibringen, während sie Jungs nicht die Gleichheit von Geschlechtern und Gewaltlosigkeit vermitteln können, machten diese Frauen wohl etwas gehörig falsch.

    Habt ihr eine Netiquette? Dann wäre hier schon die Frage, ob das dagegen verstößt. Ich finde eine Aussage wie “selbst schuld” ehrlich gesagt ziemlich gewaltvoll. In der Konsequenz meint er ja: Frauen als homogene Masse sind verantwortlich dafür, dass es zu Gewalt gegen sie und andere kommt. 

    ► Hier ist aber auch wieder die Frage: Was möchtest du erreichen, wenn du auf einen solchen Kommentar reagierst?

    Nehmen wir einmal an, ich möchte, dass die Person einsieht, dass sie hier Victim Blaming betreibt und strukturelle Machtverhältnisse ignoriert.

    Es ist ein sehr hehrer Gedanke, dass man mit einem Kommentar eine Person dazu bringen kann, ihre Meinung zu ändern. Ganz oft ist es nicht so. Du kannst aber natürlich versuchen, eine neue Perspektive und eine andere Sichtweise einzubringen. Und da wäre hier das, was du gerade gesagt hast, ja eine Möglichkeit. Zu sagen: “Hey, du machst Frauen mitverantwortlich für Gewalt, ist das wirklich das, was du sagen willst?”

    Dir gefällt was du liest? Erhalte jede Woche einen Artikel von PD, dem Magazin, das ganz sicher keine Katzenbabys von Bäumen rettet.

    – Hintergründe, Zusammenhänge, Lösungsorientiert –

     

    Als Gesprächsstrategie nennen wir das: die Aussage auf ihren Kern zuspitzen. Wenn die Person dann sagt: “Ja, auf jeden Fall”, dann kann man sich schon fragen, ob es sinnvoll ist, darauf noch zu reagieren. Man könnte auch antworten, dass Menschen nie selbst schuld sind, wenn ihnen Gewalt passiert, und versuchen, über eine empathische Schiene zu gehen.

    Es gibt also gar nicht die eine Lösung oder die eine Strategie?

    Jede Person und jede Situation ist unterschiedlich. Ein Ziel unserer Trainings ist es, den Teilnehmerinnen dabei zu helfen, sich klarzumachen, welches Ziel sie in der Argumentation verfolgen. Danach richtet sich die Reaktion.

    Mehr zum Thema: Ist Gewalt männlich?

    In euren Seminaren geht es gar nicht um ein Einüben von ganz konkreten Gegenargumenten zu antifeministischen Positionen?

    Doch, auch! Aber wir präsentieren nicht das Argument und liefern dann dazu das Gegenargument. Das wäre sehr frontal und wir würden so tun, als hätten wir alle Antworten. Wenn man sich konkrete Gegenargumente holen will, gibt es dazu jede Menge gute Publikationen.

    Wir starten in den Trainings damit, dass wir fragen: “Wer ist euer Gegenüber? Wie möchtet ihr reagieren? Wollt ihr überhaupt in eine Diskussion gehen?” Das zieht ja auch Kapazitäten und widerspricht manchmal dem Selbstschutz. Ganz oft verausgabt man sich emotional.

    Bei mir ist das so: Einerseits freue ich mich, wenn sich Menschen überhaupt mit feministischen Inhalten auseinandersetzen. Ich merke aber auch, dass mein Puls bei manchen Kommentaren in die Höhe schießt.

    Zum Beispiel, wenn in meinem Artikel eine sehr klare Definition von Feminismus geliefert wird, nämlich die, dass Feminismus auf Gleichberechtigung abzielt, dann aber stur behauptet wird, Feminismus ginge davon aus, dass Frauen besser seien als Männer. In meiner ersten Reaktion auf solche Argumente fühle ich mich manchmal sehr in der Defensive.

    Das ist ja auch oft gewollt. Eine Person, die eine solche Aussage tätigt, ist eigentlich in der Bringschuld, zu erklären, was sie meint. Du bist nicht in der Bringschuld, das sofort widerlegen zu müssen. Manchmal hat die Person wahrscheinlich gar kein Interesse daran, dass es zu einer Diskussion kommt, sondern will einfach mal ihre Meinung raushauen. Da ist dann die Frage, ob ich Energie investieren will, mir eine gute Antwort zu überlegen.

    ► Das ist etwas, womit viele unserer Teilnehmerinnen immer wieder konfrontiert sind: Sie denken, dass das, was sie sagen, Hand und Fuß haben, vorsichtig formuliert und aufmerksam sein muss, damit die Inhalte gut rüberkommen… Aber die Person, die vorher kommentiert hat, die macht sich diese Gedanken wahrscheinlich nicht.

    Ich bemerke, dass es Menschen gibt, vor allem Männer, die bei anderen Themen sehr rational und überlegt reagieren und diskutieren – die sich aber scheinbar allein von dem Begriff Feminismus angegriffen fühlen, komplett zumachen und sofort auf eine sehr emotionale Schiene wechseln. Warum ist das so?

    Feminismus als Feindbild ist ja älter als der Begriff überhaupt. Da geht es um Fragen von Macht und Privilegien, es geht darum, wie eine Gesellschaft gerecht gestaltet werden kann. Wenn du aber die Ungerechtigkeit gar nicht siehst, dann kann Feminismus ein krasses Reizwort sein.

    ► Was wir vor allem im antifeministischen Diskurs von konservativen bis extrem rechten Akteuren erleben, ist, dass die sich in einer expliziten Gegnerschaft zu einem omnipotent verstandenen Feminismus verstehen.

    “Wo in deinem Leben macht Feminismus etwas Schlechtes?”

    Ganz oft hat das auch etwas Verschwörungsideologisches: Feminismus als etwas, das die Männer unterdrücken soll und unsere Kinder zu geschlechtslosen Menschen macht. Das ist ja wirklich etwas, das Leute glauben!

    Und wie geht man mit so etwas um?

    Man muss wieder schauen: Mit wem habe ich es zu tun? Habe ich es mit Menschen zu tun, die sich von Feminismus angegriffen fühlen, denen aber einfach noch Informationen darüber fehlen? Dann kann man auf die persönliche Ebene gehen und nachfragen: “Wo betrifft dich das denn? Wo in deinem Leben macht Feminismus etwas Schlechtes? Hat Feminismus schon einmal dafür gesorgt, dass du weniger Geld verdienst?”

    ► Mit so einer Nachfrage kann man die Person vielleicht ein bisschen öffnen und sehen, was dann noch kommt. Während eines Gesprächs kann sich aber auch herausstellen, dass eine Person es richtig findet, dass Frauen weniger Geld verdienen. Dann ist die Ungleichheit der Geschlechter ein Wert, an den diese Person glaubt.

    In diesem Fall muss man dann wohl wirklich nicht mehr weiter diskutieren!

    Genau. Aber wir können diese Wertedifferenz herausstellen und unseren Wert – gleiche Rechte für alle – daneben stellen. Schon deshalb, weil wir im Netz selten allein sind und viele mitlesen.

    Mehr zum Thema: Die Männer werden die Welt nicht retten

    Ein anderes Argument, das immer wieder auftaucht: “Wehr dich halt, wenn du etwas ungerecht findest!” Wenn man als Frau von oben herab behandelt wird, kommt einem ja auch selbst der Gedanke: Warum bin ich eigentlich nicht schlagfertiger?

    Es ist ein Problem unserer Gesellschaft, dass wir von allen Menschen erwarten, dass sie laut, hart und krass sind. Das ist ein bisschen wie dieses “Selbst schuld”-Argument. Ja, natürlich müssen zum Teil Kämpfe ausgefochten werden, das bedeutet aber nicht, dass man laut sein muss.

    ► Das Schöne an politischen Bewegungen ist ja, dass immer ein kollektiver Gedanke dahintersteckt, ein Gedanke von Solidarität. Die Vorstellung einer harten Einzelkämpferin, die sich allein gegen alles wehren muss, ist ein sehr neoliberaler Gedanke.

    Im Job wird das schon oft erwartet…

    Businessmeetings sind noch mal eine andere Geschichte. Da rutschen wir gerade ein bisschen aus der Argumentation heraus, weil hier noch viele andere Sachen mit hineinspielen: Wie ich durch kleine Verhaltensänderungen zeigen kann, dass das hier mein Raum ist.

    Ich kenne eine Kollegin, die unterbricht aus Prinzip in Seminaren den ersten Mann, der redet. Meistens checken das die Leute gar nicht, aber für sie ist das eine klare Grenzziehung, die sagt: Ich kann das.

    Mehr zum Thema: Weibliche Lust muss niemand unterdrücken

    Frauen können sich gegenseitig unterstützen oder sich Männer ranholen, die die Problematik auch sehen und denen manchmal eher zugehört wird. Sich gegenseitig Bälle zuspielen, das funktioniert natürlich auch im Beruf.

    Es gibt Herausforderungen wie den Klimawandel, bei denen unbestritten die ganze Menschheit gefordert ist. Manche Menschen führen das als Argument in Diskussionen über Feminismus ins Feld: dass das im Moment ja nun wirklich nicht das wichtigste Thema sei.

    Noch so ein Klassiker! “Frauen sind doch längst gleichberechtigt, lasst uns endlich mal über etwas Wichtigeres sprechen!” Doch, das hören wir viel. “Klimawandel ist wichtig, um Feminismus können wir uns dann später kümmern.”

    “Antifeminismus richtet sich gegen Frauen, aber auch ganz stark gegen eine vielfältige Gesellschaft”

    Es gibt viele Möglichkeiten, darauf einzugehen. Man kann fragen, warum die Person die beiden Themen gegeneinander ausspielt – ist es denn nicht möglich, sich gegen den Klimawandel und für die Gleichstellung der Geschlechter zu engagieren?

    ► Eine andere mögliche Antwort wäre: Frauen, und diskriminierte Gruppen generell, sind weltweit an vorderster Front, wenn es darum geht, auf den Klimawandel aufmerksam zu machen oder Alternativen zu der jetzigen Art der Produktionsweise aufzuzeigen – und auch wenn es darum geht, Gerechtigkeit zu erkämpfen. Denn es sind oft Frauen, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels in Ländern des globalen Südens betroffen sind.

    Mehr zum Thema: Was wir gewinnen, wenn mittelmäßige Männer den Mund halten

    Gibt es eine Art von Argumenten, die dafür sorgen, dass Menschen sofort blockieren und gar nicht mehr gesprächsbereit sind?

    Jede Situation und jede Person ist unterschiedlich, das würde ich gerne noch einmal unterstreichen. Vor allem unterscheiden sich Online-Situationen auch noch mal ganz stark von Face-to-Face-Kommunikation.

    Textbasierte Kommunikation kann auch Vorteile haben, aber der Nachteil ist ganz oft, dass gewaltvolle Aussagen sehr viel schneller kommen, weil der Augenkontakt fehlt. Was mir auch noch wichtig ist: Antifeminismus richtet sich gegen Frauen, aber auch ganz stark gegen eine vielfältige Gesellschaft. Gegen Menschen, die ein anderes Familienbild haben als das klassische Vater-Mutter-Kind, gegen eine LGBTIQ-Community, gegen Leute, die von einer vermeintlichen Norm abweichen und als Bedrohung gesehen werden.

    ► Und wenn dich solche Kommentare persönlich nicht verletzen, verletzten sie vielleicht andere Menschen und greifen sie in ihrem Sein und ihrer Identität an. Da würde ich mir wünschen: Seid solidarisch mit Leuten, die davon betroffen sind!

    Dieser Artikel ist zuerst bei Perspective Daily erschienen. Das Interview führte Katharina Wiegmann.

    (ujo)


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    Trübe Stimmung in Großbritannien.

    Noch 82 Tage: Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union rückt immer näher – und eine Einigung im Ringen um den Brexit-Plan von Theresa May ist nicht in Sicht. 

    “Sie hat sich in eine Sackgasse manövriert, aus der es keinen offenkundigen Ausweg gibt”, kommentiert die “Sunday Times” den Stillstand in Großbritannien.

    Zur Erinnerung: Theresa May braucht für den verhandelten Austrittsvertrag mit der EU eine Mehrheit im britischen Unterhaus. Doch selbst in ihrer eigenen Fraktion sperren sich die Abgeordneten gegen den Vertrag. 

    Britische Abgeordnete planen nun, einen No-Deal-Brexit – also einen Austritt aus der EU ohne verabschiedeten Vertrag – mit Änderungsanträgen zu verhindern. Bei einem No-Deal drohen Großbritannien – und auch den EU-Staaten – schwere wirtschaftliche Schäden.

    Die Brexit-Pläne in Großbritannien – auf den Punkt gebracht.

    Was die britischen Abgeordneten planen:  

    ► In der nächsten Woche wird das britische Unterhaus wieder über die Brexit-Pläne von May beraten. Eine Abstimmung darüber im Dezember hatte die Premierministerin abgesagt, als deutlich war, dass ihr eine herbe Niederlage drohen würde.

    Bereits am Dienstag stimmen die Abgeordneten über einen Gesetzvorschlag über die britischen Finanzen ab. Der Entwurf würde dem britischen Finanzministerium weitreichende Befugnisse im Falle eines No-Deal-Brexits einräumen, Geld für Notfallmaßnahmen auszugeben. 

    Ein Änderungsantrag einer Gruppe um die Labour-Abgeordnete Yvette Cooper sieht jedoch vor, die Befugnisse des Finanzministeriums einzuschränken, sollte die Regierung die Brexit-Frist nicht verlängern, berichtet die “Sunday Times”. 

    Yvette Cooper.

    Mit einem zweiten Änderungsantrag der Liberal Democrats, der britischen Grünen und der walisischen Plaid Cymru wollen die Abgeordneten erzwingen, dass das Finanzministerium keine Einkommenssteuer mehr erheben kann, bis ein Brexit-Deal im Parlament befürwortet wurde. 

    Was diese Pläne mit Donald Trump zu tun haben: 

    Zwei Mitglieder aus Mays Regierungsteam sagten der “Sunday Times”, die Pläne könnten zu einer “totalen Lähmung” führen. 

    Die “Sunday Times” vergleicht das Vorgehen der Abgeordneten mit dem derzeitigen Regierungsstillstand in den USA.

    US-Präsident Donald Trump nimmt im Streit um seine Grenzmauer zu Mexiko den sogenannten Shutdown in Kauf, um die oppositionellen Demokraten zu einer Einigung im Haushaltsstreit zu zwingen. 

    Auch in Großbritannien könnte ein Stillstand der Regierungsgeschäfte “im Trump-Stil” Theresa May zu Änderungen an ihrem Brexit-Plan bewegen, fasst die “Sunday Times” das Kalkül der Abgeordneten zusammen. 

    Theresa May verliert – und dann? 

    Sicher ist: Großbritannien stehen hitzige Debatten im Parlament bevor. Wie der britische Journalist Robert Peston berichtet, gehen selbst Minister in Mays Kabinett von einer Niederlage im Unterhaus ab, wenn es zu einer weiteren Abstimmung über den Austrittsvertrag kommt. 

    May hatte gehofft, die EU zu Zugeständnissen bei der Irland-Frage bewegen und die Abgeordneten so überzeugen zu können. Doch die EU schloss weitere inhaltliche Verhandlungen über den Austrittsvertrag aus.

    Der Hintergrund zur Irland-Frage

    Die EU hat im Austrittsvertrag einen sogenannten backstop verankert. Er soll verhindern, dass nach dem Brexit Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland nötig werden.

    Die konservativen Tories von May stellen sich aber strikt gegen die notwendigen Zugeständnisse an die EU, um Grenzkontrollen zu verhindern. Nordirland würde weiter in der Zollunion bleiben, sollte der backstop greifen. 

    Wie es bei einer Niederlage von May im Unterhaus weitergeht, ist unklar. Möglich ist, dass Labour-Chef Jeremy Corbyn dann das bereits angedrohte Misstrauensvotum gegen May stellt. Ob Corbyn für ein erfolgreiches Misstrauensvotum eine Mehrheit erhalten würde, ist aber ebenfalls derzeit nicht abzusehen. 

    ► Sollte er scheitern, wäre das Chaos im Unterhaus wohl perfekt. Laut Experten könnte die britische Regierung dann versuchen, einen Verlängerungsantrag für den Ausstiegsprozess zu beantragen.

    ► Auch ein zweites Referendum über den EU-Austritt könnte es geben. 

    ► May könnte auch versuchen, einen weiteren Brexit-Plan zusammenzubasteln, den auch die oppositionelle Labour-Partei unterstützt. 

    Mehr zum Brexit: Wie es in den nächsten Monaten weitergeht

    Auf den Punkt gebracht: 

    Die britischen Regierung hat bereits begonnen, sich auf einen No-Deal-Brexit und das folgende Chaos einzustellen. Der ungeregelte Austritt wird mit jedem Tag wahrscheinlicher.

    Mit Änderungsanträgen versuchen Abgeordnete nun, das Schlimmste zu verhindern. 

    (ame)


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    Drei von vier Deutschen wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten.

    • Laut einer aktuellen Umfrage der “Bild am Sonntag” befürworten 80 Prozent der Mittelständler flexiblere Arbeitszeiten.
    • Die Zahlen zeigen, wie altmodisch das derzeitige Arbeitszeitmodell von 1994 ist.

    Von Montag bis Freitag arbeiten und dann am Wochenende freihaben – so sieht die Arbeitswoche des Durchschnittsdeutschen aus. Dass dieses Modell aber nicht den Wünschen der Arbeitnehmer entspricht, zeigt eine Emnid-Umfrage im Auftrag der “Bild am Sonntag”.

    Drei von vier Deutschen fänden es demnach gut, sich die Arbeitsaufgaben je nach Bedarf auf vier, fünf oder sechs Tage aufzuteilen.

    Auch die mittelständischen Arbeitgeber befürworten flexiblere Arbeitszeiten. 80 Prozent der Mittelständler sind laut einer aktuellen Umfrage unter 744 mittelständischen Unternehmern für die “Bild am Sonntag” dafür.

    “Die Arbeitswelt kann nicht mit einem Gesetz von 1994 gestaltet werden”

    In der Zeitung fordert der Handwerker-Präsident Hans Peter Wollseifer eine Wochen- statt einer Tagesarbeitszeit. Auch Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU), sagt: 

    “Unser Arbeitszeitgesetz stammt aus dem Jahr 1994, dem Jahr, in dem das World Wide Web an den Start ging und Sony erstmals seine technische Innovation ‘Play Station’ auf den Markt brachte. Die Arbeitswelt 2019 kann nicht mit einem Gesetz von 1994 gestaltet werden.“

    Kürzlich hatte Abeitgeberpräsident Ingo Kramer eine Anpassung des Arbeitszeitgesetzes gefordert. “Wir müssen den Rahmen neu justieren, in dem sich die Unternehmen bewegen können. Es geht nicht um Mehrarbeit, es geht um flexiblere Lösungen durch Wochenarbeitszeit, also einen Tag länger, einen Tag kürzer arbeiten”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fürchtet laut der “Bild am Sonntag” jedoch, dass eine Aufgabe des Acht-Stunden-Tages zu längeren Arbeitszeiten führen könnte.


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    Damir P. narrte seine Nachbarn (Symbolbild).

    • Der Verbrecher Damir P. hat in New York jahrelang als vermeintlich unbescholtener Nachbar unter Milliardären gelebt.
    • Jetzt kam das FBI seinen Verbrechen auf die Schliche.

    Sie dachten, er wäre ein ganz normaler Nachbar. Jemand, der sich von unten, aus der Bronx, nach oben in New Yorks High Society gearbeitet hat. Damir P. erweckte zumindest diesen Eindruck.

    Er lebte in einem Zehn-Millionen-Dollar-Haus, Haus an Haus mit Milliardären. Die Nachbarn dachten, er hätte so viel Geld, dass er mit 40 in Rente gehen würde, wie die “New York Post” über den Fall berichtet.

    Dann, plötzlich, im Oktober wurde er verhaftet. Der Vorwurf: Er habe Juwelen im Wert von zehn Millionen Dollar gestohlen und 16 Banküberfälle hinter sich, nicht nur in New York, auch in Frankfurt.

    Die Nachbarn konnten diese Entwicklung laut der “New York Post” nicht glauben. P. und Banküberfälle? Er habe doch immer auf einer Bank gesessen und alle Vorübergehenden angelächelt.

    Die Verbrecherbande in New York wird mit “Ocean’s Eleven” verglichen

    In Wahrheit ist der unschuldig wirkende Nachbar Mitglied eines großen Kreises an Verbrechern. Schließlich war es das FBI in New York, das bei Ermittlungen zu Juwelen-Diebstahl auf den Nachbarn aufmerksam wurde. In den US-Medien vergleicht man die Verbrecher bereits mit den Gaunern des Hollywood-Films “Ocean’s Eleven”. 

    Aus der ersten Anhörung vor Gericht sei hervorgegangen, dass es in dem Verbrecher-Team auch Mitglieder mit akrobatischen Fähigkeiten gebe, die beispielsweise auf Dächer klettern könnten. Andere seien extrem muskulös, wieder andere würden sich technisch besonders gut auskennen. Eine Verbrecherbande also, wie sie im Buche steht.

    Bei ihren Verbrechen gingen sie gewieft vor, teils hätten sie über Kriminelle die Zugangscodes zu Juweliergeschäften erhalten. Auch würden die Techniker der Bande im Laden sofort die Sicherheitssysteme manipulieren, berichtet die “New York Post”.

    Der Nachbar war der Stratege im Hintergrund

    Über P. ist derweil wenig bekannt. Er sei selten direkt vor Ort gewesen, sondern habe im Hintergrund das Vorgehensweise bei den Verbrechen geplant, berichtet die “New York Post”. Dazu gehörten auch Maßnahmen, wie die Ziele der Bande ausspioniert werden könnten.

    Jetzt ist es er, der beobachtet wird, vor Gericht – und sehr wahrscheinlich auch bald ins Gefängnis muss.

    (ll)


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    Die Polizei in Sachsen untersucht einen blutigen Streit unter Jugendlichen. 

    ► Am Bahnhof Beucha bei Leipzig ist ein Streit unter Jugendlichen eskaliert. Ein 16-Jähriger habe einem 17-Jährigen am Samstagabend mit einem Messer in den Hals gestochen, berichtet die “Bild”-Zeitung

    ► Bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen jungen Asylbewerber aus Syrien, berichtet “Bild” weiter. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden, der Verletzte sei von einem Notarzt versorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht worden. 

    ► Laut der “Leipziger Volkszeitung” sei dem Messer-Angriff ein Streit um ein Mädchen vorangegangen. Die Zeitung zitiert eine Freundin des Opfers, dass sie gesehen habe, “wie der Typ ein Messer gezogen hat und mehrfach zustach, unter anderem in den Hals”.

    (ame)


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    • Ärzte hatten einen Mann aus den USA bereits aufgegeben, nachdem er nach einem mutmaßlichen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
    • Als die Familie die Maschinen zur Lebenserhaltung abschalten wollte, erwachte der Mann aber plötzlich aus dem Koma. 
    • Im Video oben berichtet eine Frau von ihrer Erfahrung als “lebende Tote” im Koma. 

    Der US-Amerikaner Scott Marr aus Nebraska wurde am 12. Dezember vergangenen Jahres ins Krankenhaus eingeliefert. Er hatte einen Schlaganfall erlitten.

    Sein Sohn fand ihn bewusstlos, aber atmend in seinem Bett. Sofort rief die Familie einen Krankenwagen, der den 61-Jährigen ins Krankenhaus brachte. 

    Dort lag Scott dann im Koma. Ärzte diagnostizierten eine Hirnschwellung und glaubten, dass Scott nicht mehr lange leben würde, wie mehrere US-Medien berichteten. “Wir waren in diesem Fall besorgt, dass es sich um einen unumkehrbaren Prozess handelt, der zum Hirntod führen würde”, zitiert die “New York Times” eine Ärztin zum Fall des “fast hirntoten” Mannes. 

    Die Familie hatte sich bereits auf das Schlimmste eingestellt und dachte, dass Scott nie mehr aufwachen würde.

    Die Familie hatte sich bereits von ihm verabschiedet 

    Sehr früh habe Scott laut den Berichten seinen Kindern und seiner Frau bereits klar gemacht, dass er niemals an einer Maschine künstlich am Leben erhalten werden möchte.

    Seine Tochter Preston sagte dem TV-Sender Kmtv: “Er sagte einmal zu uns, dass er niemals möchte, dass wir ihn in einem Krankenbett oder in einem Pflegeheim herumliegen sehen.” 

    Mehr zum Thema: Medizinisches Wunder – Mädchen kommt mit Herz außerhalb des Körpers zur Welt

     
    Tochter Preston (links) berichtet, wie sie sich fühlte, als sie ihren Vater Scott lebend wieder sah. 

    Der Vater wachte plötzlich wieder auf

    Für die Familie stand somit fest, dass sie die lebenserhaltenden Maßnahmen abschalten lassen wollte.  

    Doch dann geschah ein “Wunder”, wie seine Tochter Preston dem TV-Sender Kmtv berichtet: 

    “Am nächsten Tag bekamen wir einen Anruf aus dem Krankenhaus. Wir sollten schnell vorbeikommen. Als ich in sein Zimmer kam, lag er dort und war bei Bewusstsein. Ich sagte zu ihm: ‘Hi, Dad’. Er lächelte mich an und ich dachte, ich träume. Ich fragte ihn, ob er seine Finger und Zehen bewegen könne. Als er das tat, musste ich mir die Augen reiben, weil ich es nicht fassen konnte.”

    Ärzte liefern Erklärung

    Nachdem die Ärzte die Maschinen abgestellt hatten, atmete Scott trotzdem weiter. 

    Für das, was wie ein Wunder klingen mag, hatten die Ärzte aber eine medizinische Erklärung: Nach weiteren Untersuchungen stellten sie fest, dass Scott nicht unter einem Schlaganfall litt, sondern unter dem sogenannten posterioren reversiblen Enzephalopathie-Syndrom, eine seltene neurologische Erkrankung.

    Das Syndrom hat meist Krämpfe, Bewusstseinsverlust und Sehstörungen zur Folge. Ein Arzt des Krankenhauses sagte, dass die Mediziner zunächst von einem Schlaganfall ausgegangen seien, da das Syndrom eigentlich keine Hirnschwellung hervorrufe und dieses Symptom daher sehr untypisch sei. 

    Scott konnte dann nach den Tests das Krankenhaus verlassen. Heute ist er für jeden Moment mit seiner Familie dankbar und sagte dem “Miami Herald”:

    “Ich bin eigentlich kein religiöser Mensch, aber ich glaube nun an Gott. Ich glaube, dass es ihn gibt und dass er mich liebt. Das Wunder, dass ich noch lebe, habe ich ihm zu verdanken.”

    (ll)


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    Michael Wendler.

    • Schlagersänger Michael Wendler zeigt sich auf Instagram mit einem ganz besonderen Shirt. 
    • “So gut kann man mit 46 aussehen”, ist darauf zu lesen – und soll vermutlich eine Anspielung auf seine junge Freundin sein. 

    Mache deine Schwächen zu Stärken. Von diesem Küchenkalender-Spruch hat offensichtlich auch der Wendler schon einmal gehört. Genau, das ist der Schlagersänger, der von sich selbst konsequent in der dritten Person spricht und sich mit Songs wie “Sie liebt den DJ” in unsere Herzen gesungen hat. 

    Michael Wendler hat aber nicht nur die Musik zu seinen Stärken gemacht, sondern auch noch eine andere vermeintliche Schwäche: das Altern. Aktuell muss sich der selbsternannte “King of German Pop Music” den ein oder anderen Kommentar gefallen lassen, weil er eine neue Freundin hat: eine 18-Jährige.

    Der Wendler ist 46. Seine eigene Tochter ist im Teenager-Alter. Aber der Wendler wäre nicht der Wendler, wenn er nicht mit seinem charmant subtilen Humor auf den Altersunterschied eingehen würde:

    Er posiert auf Instagram in einem T-Shirt mit der Aufschrift “So gut kann man mit 46 aussehen”. Da uns keine anderen Informationen vorliegen, müssen wir davon ausgehen, dass er damit sich selbst meint.

    Instagram-Nutzer über den Wendler: “Widerlicher Typ”

    Viele Instagram-Nutzer stören sich nun an dem Shirt.

    “Widerlicher Typ”, “Hoffentlich findet seine Tochter auch einen, der 30 Jahre älter ist” oder “Ich finde das Shirt arrogant”, kommentieren sie.

    Andere nehmen ihn in Schutz. “Lasst doch mal Micha in Ruhe. Greift euch doch alle mal am Kopf” oder “Du wirst nicht älter, nur schöner”, kommentieren seine Fans.

    Die Botschaft des Wendlers ist jedenfalls angekommen: Er selbst findet sich nach wie vor bombastisch. Und, nun ja, das ist doch die Hauptsache. 

    Mehr zum Thema: Jetzt dreht er völlig durch: Der Wendler vergleicht sein Schicksal mit dem Donald Trumps

    (ll)


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    Bundestag im Zentrum eines massiven Datenklaus.

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der Präsident des Bundesamts für IT-Sicherheit (BSI), Arne Schönbohm, stehen im Fall der veröffentlichten Daten von Politikern und Prominenten massiv in der Kritik.

    ► “Das BSI hat sich nicht mit Ruhm bekleckert”, sagte Bundestagsvizepräsident und FDP-Politiker Wolfgang Kubicki am Rande des Dreikönigstreffens der FDP dem Sender ntv. Schönbohm müsse sich die Frage gefallen lassen, “ob er der richtige Mann an dieser Position ist”.

    ► Auch die Linke-Netzpolitikerin Anke Domscheit-Berg griff den BSI-Chef scharf an. “Arne Schönbohm hat mit seinen irreführenden Aussagen nur noch mehr Verunsicherung ausgelöst, anstatt zur Aufklärung in einer Krisensituation beizutragen”, sagte Domscheit-Berg der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. 

    Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) sagte der “Bild am Sonntag”, es sei “empörend, dass gestohlene Daten tagelang im Netz präsentiert werden und die zuständige Behörde nichts unternimmt, um die Betroffenen zu informieren und zu schützen”. Er rief Seehofer, dem das BSI unterstellt ist, zum Handeln auf

    Der Hintergrund zur Kritik nach dem Daten-Klau: 

    Am Freitagmorgen war bekannt geworden, dass private Daten von Politikern und Prominenten im Internet kursierten. BSI-Chef Schönbohm hatte am Freitagabend dem Sender Phoenix gesagt: “Wir haben schon sehr frühzeitig im Dezember auch schon mit einzelnen Abgeordneten, die hiervon betroffen waren, dementsprechend gesprochen.”

    Diese Aussage war bemerkenswert, weil Kanzleramt und Bundeskriminalamt nach eigenen Angaben erst in der Nacht zu Freitag über die massenweise Daten-Veröffentlichung informiert worden waren.

    Am Samstag aber stellte das BSI ihr Vorgehen nach wachsender Kritik plötzlich anders dar. Man sei Anfang Dezember nur von einem einzigen Bundestagsmitglied über fragwürdige Bewegungen auf dessen E-Mail- und Social-Media-Accounts informiert worden, erklärte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

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    Wie Horst Seehofer auf die Kritik reagiert

    Seehofer stellte am Sonntag im Gespräch mit der “Süddeutschen Zeitung” klar, dass er selbst erst seit Freitagmorgen von der Veröffentlichung der sensiblen Daten wisse. 

    Er kündigte an, die Öffentlichkeit Mitte der Woche umfangreich über den Datenklau zu informieren. Er wolle die Bevölkerung “nur mit belastbaren Fakten und nicht mit Vermutungen” informieren. “Die Öffentlichkeit wird alles erfahren, was ich weiß”, sagte Seehofer der Zeitung.

    Mit Material der dpa.


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    Ein Tweet der von Sahra Wagenknecht mitgegründeten Bewegung

    • Die linke Bewegung “Aufstehen” hat mit einem derben Tweet zum Rundfunkbeitrag heftige Kritik ausgelöst. 
    • Der Tweet diffamierte ARD und ZDF als “Regierungsrundfunk” – und wurde dafür vor allem von Politikern attackiert. 

    Eine schwarze, offenbar männliche und mit “ARD” und “ZDF” beschriftete  Figur packt eine weitere Figur, dreht sie auf den Kopf und schüttelt ihr die Geldscheine aus den Taschen: Mit dieser Grafik kommentiert die linke Bewegung “Aufstehen” auf Twitter den von den Öffentlich-Rechtlichen erhobenen Rundfunkbeitrag. 

    Rundfunkbeitrag anheben? Bessere Idee: Einkommen der Fernseh-Intendanten senken!”, steht unter anderem auf dem von “Aufstehen” getwitterten Plakat.

    Im eigentlichen Tweet kritisiert die Bewegung, dass die Bürger Deutschlands 2017 bereits acht Milliarden Euro Rundfunkgebühren gezahlt hätten. Und wird dann verschwörerisch:

    “Dafür dass CDU, CSU und SPD ihre politische Linie ausstrahlen können. Vielfalt sieht anders aus. Bürgermedien statt Regierungsrundfunk!” 

    Politiker reagieren empört auf “Aufstehen”-Tweet

    Vor allem über den Begriff “Regierungsrundfunk” für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk regen sich viele Twitter-Nutzer und vor allem Politiker auf.

    ► ”‘Regierungsrundfunk’ – ernsthaft (...)?”, fragte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Wolfgang Schmidt, auf Twitter.

    ► “Das ist wirklich peinlich. Kritik auf AfD-Level”, schrieb der linke Bundestagsabgeordnete Niema Movassat. “Fehlt nur noch der Begriff ‘Altparteien’.”

    ► Der Grünen-Politiker Volker Beck kritisierte: ”Es fällt immer schwerer, Sahra Wagenknecht und Frauke Petry nicht zu verwechseln. Dieses ‘Aufstehen’ ist vom Populismus so vergiftet, da entsteht nichts mehr Gutes.”

    Warum der “Aufstehen”-Tweet an die AfD erinnert

    Zu der Bewegung “Aufstehen” gehören auch viele Parteikollegen von Movassat, ihr Aushängeschild ist die in der Partei umstrittene Fraktionschefin Wagenknecht. Die im Sommer von ihr gegründete Bewegung hatte eigenen Angaben zufolge zuletzt rund 167.000 Unterstützer.

    Der “Aufstehen”-Tweet ähnelt derweil nach Inhalt und Wortwahl der AfD-Linie. Diese hatte in ihrem Bundestagswahlprogramm gefordert, den Rundfunkbeitrag (“Zwangsbeiträge”) ganz abzuschaffen.

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle grundlegend reformiert und zu einem schlanken “Bürgerrundfunk” mit Zugang für freiwillige Zahler umgestaltet werden.

    (ll)


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    Migranten auf dem Mittelmeer: Das Land nah, die Lösung fern.

    Die Hängepartie geht weiter: Ohne Aussicht auf einen sicheren Hafen harren zwei deutsche Hilfsorganisationen weiter mit geretteten Migranten an Bord ihrer Schiffe im Mittelmeer aus.

    Malta und Italien rückten auch am Sonntag nicht von ihrer Linie ab und verwehrten weiter die Einfahrt in ihre Häfen. Auch die Bundesregierung beendete die Hängepartie nicht.

    Papst Franziskus richtete am Sonntag einen “betrübten Appell” an die europäischen Staats- und Regierungschefs, sich solidarisch mit den 49 Menschen zu zeigen.

    Die Hintergründe um das Drama im Mittelmeer: 

    Die Schiffe von Sea-Watch und Sea-Eye befinden vor der maltesischen Küste, doch anlegen dürfen sie dort nicht, weil sich die Regierung gegen die Aufnahme der Migranten sperrt. Die 32 Menschen an Bord der “Sea-Watch 3” wurden bereits am 22. Dezember gerettet. Auf der “Professor Albrecht Penck” der Regensburger Organisation Sea-Eye warten weitere 17 Migranten auf die Erlaubnis zum Anlaufen eines Hafens.

    Es ist nicht das erste Mal, dass Rettungsschiffe auf dem Meer blockiert sind, während die EU-Mitgliedstaaten um eine Lösung für die Menschen ringen. Seit Antritt der populistischen Regierung in Italien im Sommer sind die dortigen Häfen de facto dicht für die Schiffe der Hilfsorganisationen. 

    An Bord ist die Lage nach Angaben von Sea-Watch mittlerweile sehr angespannt. Am Freitag kam es zu einem kritischen Zwischenfall: Ein Migrant sprang aus Verzweiflung ins Wasser, um nach Malta zu schwimmen. Er wurde gerettet und wieder an Bord genommen. 

    Wie Deutschland reagiert:

    Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte am Samstag in Berlin, man sei zur Aufnahme der Menschen bereit – allerdings im Rahmen einer “breiten europäischen Verteillösung”.

    Die Bundesregierung setze sich wie in ähnlichen Fällen zuvor für eine rasche Lösung “im Rahmen der gemeinsamen europäischen Verantwortung und Solidarität” ein und habe sich bei der Europäischen Kommission bereit erklärt, einen entsprechenden Beitrag zu leisten. 

    (jg)


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