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Huffington Post Germany Athena

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    Sie gilt als Hoffnungsträgerin der US-Demokraten.

    Erst am Donnerstag wurde die 29 Jahre alte New Yorkerin Alexandria Ocasio-Cortez im US-Kongress vereidigt – als jüngste Frau in der US-Geschichte.

    Ocasio-Cortez ist Sinnbild für die neu gewählte Kammer im Repräsentantenhaus, das deutlich weiblicher und bunter als früher ist.

    Jetzt kursiert ein Video der erklärten Trump-Gegnerin auf Twitter, das die linke Politikerin eigentlich bloßstellen soll. Rechte Internet-Trolle hatten das 30-sekündige Video verbreitet.

    Doch das ging nach hinten los.

    “Herzlichen Glückwunsch New York!”

    Geteilt wurde es von diversen rechten Accounts – unter anderem mit spöttisch gemeinten Sätzen überschrieben:

    ″...High-School-Video von Alexandria Ocasio-Cortez ― Herzlichen Glückwunsch New York!” 

    Angriff von rechten Internet-Trollen

    Laut amerikanischen Medienberichten war das Video zunächst auf einem Twitter-Account namens “AnonymousQ1776” veröffentlicht, der in Verbindung zu rechten Verschwörungstheoretikern stehen soll. Über dem Video heißt es:

    “Hier ist Hier ist Amerikas liebste Kommunistin und Besserwisserin, wie sie sich, wie der ahnungslose Schwachkopf verhält, der sie ist”.

    Die Attacke auf die Nachwuchshoffnung der Demokraten ging allerdings nach hinten los. Das Video, das tatsächlich während  machte zwar weiter die Runde auf Twitter, wurde aber mit größtenteils positiven Kommentaren bedacht.

    Viel Lob, kein Tadel

    ► So schrieb ein Twitter-Nutzer über das Video: “Ich wusste nicht, dass Tanzen und Glücklichsein so eine schreckliche Sache ist”

    ► Auch viele Prominente ließen sich zu einem Kommentar hinreißen. So schrieb Zach Braff, Hauptdarsteller der beliebten Serie “Scrubs”:

    “Stellt euch vor, was für ein gigantisches Arschloch man sein muss, um zu Denken, dass das Tanzvideo von Alexandria Ocasio-Cortez irgendetwas anderes, als bezaubernd und liebenswert und charmant ist.”

    ► Auch der durch die Comedy-Sendung “King of Queens” bekannte Schauspieler Patton Oswalt, kommentierte das Video mit einem amüsierten Tweet:

    “Tja, jetzt ist Schluss für Alexandria Ocasio-Cortez. Sie wird sich davon nicht erholen, dass die Welt sie ... 

    (schaut Video)

    ...beim bezaubernd Tanzen und mit ihren Freunden in der High School Spaß haben sieht?”

    Tatsächlich ist das Video aber nicht während ihrer Schul- sondern während ihrer Zeit an der Universität in Boston entstanden.

    Eric Calvin Baker, der an der Entstehung des Videos beteiligt war, berichtete der HuffPost US, dass es aus der Zeit stammt, als virale Tanzvideos gerade “eine Modeerscheinung” waren. Ocasio-Cortez sei damals um die 20 Jahre alt gewesen, sagte er.

    Dieses Video sei eine Hommage an eine Tanzszene des Kultklassikers “The Breakfast Club”, erklärte er weiter.

    ► Auch Ally Sheedy, die in dem Kultfilm aus dem Jahr 1985 mitspielte, hat auf Twitter nur Lob für das Video übrig: “ICH LIEBE ES”.


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    Fast 600 Kilometer lang war die Protest-Kette der Frauen in Indien.

    • Seit September protestieren Frauen in Indien für ihr Recht, Tempel betreten zu dürfen.
    • Jetzt haben Frauen eine riesige Kette gebildet, um für Gleichberechtigung in ihrer Heimat einzustehen.

    Hunderttausende Frauen – laut der Zeitung “Times of India” gar fünf Millionen – haben in Indien eine rund 600 Kilometer lange Kette geformt, um gegen die Diskriminierung von Frauen zu protestieren.

    Mit der “Women’s Wall” – “Frauen-Mauer” setzten die Frauen ein Zeichen gegen radikale Hindus im Land, die Mädchen und Frauen im Alter zwischen zehn und 50 Jahren den Zutritt zum heiligen Hindu-Tempel Sabarimala im Bundesstaat Kerala verwehren.

    Annie Raja, eine indische Frauenrechtlerin, sagte dem TV-Sender Al Jazeera:

    “Wir wollen nicht zurückgehen. Wir wollen nach vorne gehen und wir wollen Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Geschlechter.”

    Einige Hindus betrachten Frauen, die ihre Menstruation bekommen, als unrein. Deshalb finden sie es respektlos, wenn sie Tempel betreten.

    Die Proteste dauern bereits seit September an, seitdem der oberste Gerichtshof Indiens ein Verbot aufgehoben hatte, das Frauen unter 50 den Zutritt zum Schrein verwehrte. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass sowohl Frauen als auch Männer ein Recht auf Religionsausübung hätten.

    Doch seitdem herrscht Unruhe im Land. Liberale feiern das Urteil, religiöse Hardliner protestieren, Kritiker sagen, der indische Staat dürfe sich nicht in religiöse Angelegenheiten einmischen. Konservative Hindu-Bewegungen legten Widerspruch gegen das Urteil ein. Am 22. Januar soll es eine Anhörung geben.

    Rechte Anhänger der indischen Regierungspartei unterstützen den Gegenprotest

    “Gott ist überall, aber wenn ich mich zu einem bestimmten Ort hingezogen fühle, um ein Rendezvous mit dem Gott zu haben, wer wird mich dann daran hindern?”, sagte Jamela Prakasam, indische Politikerin und Aktivistin.

    “Das sollte die Haltung sein, um das weibliche Volk zu stärken. So zeigen wir dem weiblichen Volk, dass das ihr Recht ist.”

    Rechte Anhänger der indischen Regierungspartei Bharatiya Janata haben den Gegenprotest unterstützt – trotz des Gerichtsbeschlusses.

    Der indische Premierminister Narendra Modi sagte, bei dem Verbot gehe es um Tradition. “Es gibt einige Tempel in Indien, die ihre eigenen Traditionen pflegen. Zum Beispiel, dass Männer den Tempel nicht betreten dürften und Männer gehen dort auch nicht hinein.”

    Die Frauen werden so schnell nicht aufgeben, der Protest ist beispiellos in der Geschichte Indiens. Und am Mittwoch schafften es zwei Aktivistinnen dann sogar ins Innere des Sabarimala-Tempels – unter Polizeischutz.

    (ben)


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    Ein großangelegter Datenklau hat Politiker in ganz Deutschland aufgeschreckt.

    Doch die Daten-Leaks umfassen keineswegs politisch brisante Themen, Skandale oder Regierungsgeheimnisse. Bei den veröffentlichten Daten handelt es sich um Privates: Chats- und Emailverläufe, sowie Telefonnummern – zum Teil private Fotos haben den Weg an die Öffentlichkeit gefunden.

    Was der oder die Täter damit bezwecken, bleibt auch am Freitagabend weiterhin unbekannt. Auffällig nur: Besonders einige Grünen-Politiker scheinen betroffen. Von AfD-Politikern wurden hingegen keine Daten geleakt.

    Was am Ende des Tages über den Daten-Leak bekannt ist – auf den Punkt gebracht:

    Wer die Daten veröffentlicht hat:

    Bereits im Dezember veröffentlichte ein Twitter-Nutzer private Daten von deutschen Prominenten wie Entertainer Jan Böhmermann sowie von Hunderten Bundestagsabgeordneten. 

    Der Inhaber des Twitter-Accounts “G0d” beschrieb sich selbst mit Begriffen wie “Security Researching”, “Künstler, Satire und Ironie”. Twitter hat seinen Account mittlerweile entfernt, die Daten blieben aber teilweise auf anderen Seiten weiter abrufbar.

    Vor der Löschung folgte der Account noch zwei ähnlich anmutenden Profilen, die weiter bei Twitter zugänglich sind. Ob es sich dabei um Zweitaccounts des Leakers oder Mitglieder eines “Kollektivs” handelt, ist derzeit nicht bekannt.

    ► Die echten Hintergründe sind allerdings noch weitestgehend unklar. Die Bundesregierung weiß bisher nicht, ob die Daten tatsächlich durch einen groß angelegten Hackerangriff abgefischt wurden.

    Wer hinter dem Account stecken könnte:

    Digital-Experte Luca Hammer hat auf Twitter Informationen über den Leak-Account zusammengetragen. Demnach wurde der Account im Februar 2015 erstellt, Antworten und Follower ließen auf einen Hintergrund in der Gaming- und auch der rechten Szene schließen. 

    Der YouTuber Tomasz Niemiec berichtet zunächst “T-Online” von einer Unterhaltung, die er über Twitter mit dem Verantwortlichen des Leak-Accounts geführt habe. Niemiec ist sich sicher: “Das war mit Sicherheit ein einzelner Hacker.” Der Inhaber des Accounts sei in der YouTube-Szene bereits seit Jahren bekannt.

    “Es ging ihm nur um Aufmerksamkeit, deshalb habe ich auch selbst nie darüber berichtet”, sagt Niemiec über frühere Hacking-Attacken auf YouTuber. 

    Niemiec habe die Rückgabe von Unges Twitter-Account verlangt. Sein Gesprächspartner habe daraufhin ein Gespräch mit Unge gefordert. Niemiec habe dann E-Mail-Adressen mit dem Hacker ausgetauscht und den Zugang schließlich zurückerhalten.

    ► Die Chatprotokolle liegen der “Süddeutschen Zeitung” vor. In einem Interview mit der Zeitung bestätigte Niemic am Freitagabend seinen Kontakt und sagte: “Ich glaube, ich könnte ihnen (den Sicherheitsdiensten; Anm. der Redaktion) helfen herauszufinden, wer der Hacker ist.”

    Was die Leaks beinhalten:

    ► Unter den via Twitter veröffentlichten Daten finden sich in den meisten Fällen Telefonnummern, von denen manche jedoch öffentlich zugänglich oder veraltet sind. Häufig wurden Kopien von Personalausweisen und Mietverträgen veröffentlicht. 

    ► In etwa einer Handvoll Fälle wurden private Chats und Sprachnachrichten von Ehepartnern und Kindern sowie Skype-Namen von Kindern der Betroffenen veröffentlicht, etwa genauso oft Kontodaten.

     Wer von den Leaks betroffen ist:

    Auffällig ist, wie der Datenklauer seine Opfer aussuchte. Auf dem Twitter-Account hatte er Listen von Betroffenen veröffentlicht, die nach Parteimitgliedschaft geordnet waren.

    ► Mit Abstand die meisten Einträge gab es auf der CDU/CSU-Liste, auf der 410 Namen genannt wurden. Auf der SPD-Liste stehen 230 Politiker, bei den Grünen, den Linken und der FDP je einige Dutzend.

    ► Die AfD-Fraktion ist die einzige im Bundestag, zu der keine eigene Liste veröffentlicht wurde. Das Bundesinnenministerium teilte mit:

    “Nach dem derzeitigen Stand liegen den ermittelnden Behörden keine Erkenntnisse dazu vor, dass Politikerinnen oder Politiker der AfD von der Veröffentlichung betroffen sind.”

    ► Zu den Opfern des Datenklaus gehören neben Politikern unter anderem der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger sowie der Fernsehmoderator Jan Böhmermann.

    ► Neben Böhmermann gilt besonders Grünen-Chef Habeck als einer der Hauptbetroffenen des Leaks, da auch private Chats mit Familienangehörigen und Informationen zu Bankkonten an die Öffentlichkeit gelangten.

    ► Zu den Betroffenen zählte der CDU-Bundestagsabgeordnete Torsten Schweiger. Schon im August 2018 habe es in seinem Fall Ermittlungen des LKA Sachsen-Anhalt gegeben. Der “Badischen Zeitung” sagte er:

    “Ich hatte Anzeige erstattet. Leider konnte das LKA nicht in Erfahrung bringen, woher die Attacken kamen.”

    ► Der Unbekannte habe offenbar digitale Adressbücher von mehreren Politikern gehackt und Mobilfunknummern veröffentlicht, wie die Zeitung berichtete. Doch das LKA Sachsen-Anhalt habe offenbar Ende des Jahres die Ermittlungen eingestellt.

    Wie die Leaks bekannt wurden:

    Bekannt wurde die massenhafte Veröffentlichung privater Daten von Politikern und Künstlern ist durch Anrufe von Unbekannten beim SPD-Politiker Martin Schulz. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Sicherheitskreisen.

    Den Angaben zufolge hatte ein Mitarbeiter des ehemaligen SPD-Spitzenkandidaten am Donnerstag der Polizei in Aachen mitgeteilt, Schulz sei von Fremden auf seiner nicht öffentlich zugänglichen Nummer angerufen worden. 

    Daraufhin wurde den Angaben zufolge auch das Landeskriminalamt von Nordrhein-Westfalen aktiv. Der Bundestag erfuhr dann in der Nacht, dass auch zahlreiche andere Abgeordnete betroffen sind.

    So reagiert die Bundesregierung auf den Leak:

    ► “Die Bundesregierung nimmt diesen Vorfall sehr ernst. Das Cyber-Abwehrzentrum hat sich heute bereits mit dem Vorgang befasst”, sagte Regierungssprecherin Martina Fietz. Bei den Politikern seien “alle Ebenen” betroffen: Abgeordnete aus dem Bundestag, dem Europaparlament und den Landtagen bis hin zu Kommunalpolitikern. Fitz warnte, es könnten gefälschte Daten in das Material eingeschleust worden sein.

    ► Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnte im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk davor, den Angriff zu unterschätzen:

    “Es geht nicht nur um die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, sondern es geht um die Funktionsfähigkeit von Politik und die Vertraulichkeit politischer Vereinbarungen.”

    Auf welche Weise die Daten abgeflossen seien, “lässt sich noch nicht mit Sicherheit feststellen”, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die Sicherheitsbehörden hätten lediglich festgestellt, dass es sowohl “relativ aktuelle als auch um ältere Datenpakete” seien. 

    ► Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärte, es werde “mit Hochdruck” daran gearbeitet, den Urheber des Datenklaus ausfindig zu machen. Seehofer sagte:

    “Nach einer ersten Analyse deutet vieles darauf hin, dass Daten durch die missbräuchliche Nutzung von Zugangsdaten zu Clouddiensten, zu E-Mail-Accounts oder zu sozialen Netzwerken erlangt wurden.”

    ► Das Bundeskriminalamt, der Verfassungsschutz und zahlreiche andere Behörden sind nun mit dem Fall beschäftigt, darunter auch Landesbehörden. Die Koordinierung liegt beim Nationalen Cyber-Abwehrzentrum. Auch der Generalbundesanwalt schaltete sich in die Prüfung ein.

    ► Justizministerin Katarina Barley (SPD) wertete die Attacke als “schwerwiegenden Angriff” auf die Demokratie.

    Weitere Reaktionen aus der Politik:

    ► Auch der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, nannte die Veröffentlichung der Daten einen “Anschlag auf die Demokratie”.

    ► “Wer auch immer dafür verantwortlich ist, will Politikerinnen und Politiker einschüchtern”, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der “Bild”-Zeitung.  

    ► Grünen-Chef Habeck stellte wegen der Veröffentlichung von Daten im Internet Strafanzeige. Das sagte ein Parteisprecher am Freitag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Neben Habeck gilt sein Grünen-Parteikollegen Konstantin von Notz als ein Hauptbetroffener. Auch Notz erstatte mittlerweile Strafanzeige.

    ► Ebenso leitete die FDP im Bundestag juristische Schritte ein. FDP-Politiker und Netzpolitik-Experte Jimmy Schulz sagte der HuffPost: “Die Lage ist noch nicht ganz klar.” Er habe die Daten, die geleakt wurden, noch nicht vollständig gesehen. 

    “Soweit wir wissen, ist das Netz des Deutschen Bundestags gar nicht betroffen. Sondern die Privat-Accounts der Bundestagsabgeordneten.” 

    Es sei aber ein “schwerwiegender Hack”, den die FDP sehr ernst nehme – auch wenn die Partei nicht so schwer betroffen sei wie andere. IT-Sicherheit müsse zur Priorität erklärt werden, so Schulz. Schulz ist derzeit Vorsitzender des Ausschusses Digitale Agenda.

    Das sagen IT-Experten zu den Leaks:

    ► “Bislang haben wir solche Hackerangriffe zwar vor allem aus Russland gesehen” – aber die Arbeit eines AfD-nahen Hackers sei in diesem Fall nicht ganz auszuschließen, sagt Cyber-Experte Sven Herpig am Morgen der HuffPost. Er arbeitete viele Jahre für Bundesbehörden in der IT-Sicherheit. 

    Die Täter hätten sich wahrscheinlich Zugriff auf private Geräten wie Smartphones und Laptops der Opfer verschafft. Herpig, der sich schon lange damit beschäftigt, IT-Schwachstellen auch im Bereich der Politik aufzudecken, sagt: “Wenn ich einen Politiker diskreditieren würde, würde ich ihn auf seinen privaten Geräten attackieren und nicht über das Netz des Bundestags.”

    ► Die Linken-Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg war selbst nicht von dem Hack betroffen. Sie berichtet der HuffPost aber: “Erst im Dezember hat man versucht, meinen Facebook-Account zu hacken. Ich hatte die Zwei-Stufen-Authentisierung eingestellt und konnte den Angriff verhindern.”

    Domscheit-Berg ist Obfrau der Linksfraktion im Ausschuss “Digitale Agenda“. Sie sagt: “Meine Spekulation ist, dass wir es mit einer Sammlung aus überwiegend älteren Leaks und vielen öffentlich zugänglichen Informationen zu tun haben.” 

    Die Täter hätten offenkundig einen großen Sammelaufwand betrieben, “um Politiker einzuschüchtern, zu diskreditieren und die Gesellschaft weiter zu spalten”.

    ► Nach Ansicht des Karlsruher IT-Sicherheitsexperten Christoph Fischer stammen die Daten nicht aus einer einzigen Quelle. “Da hat jemand offenbar mit viel Fleißarbeit versucht, Mail-Accounts zu öffnen”, sagte Fischer der Deutschen Presse-Agentur.

    Es liege nahe, dass das Daten-Leak “aus der rechten Ecke” komme, sagte Fischer. Möglich sei es aber auch, dass der Hack “aus Spaß an der Freude” erfolgte – “die Datenlage sieht danach aus”.

    Fischer geht davon aus, dass die Betroffenen schlechte Passwörter sowie Webmail-Accounts statt der offiziellen Mailadresse für die Kommunikation genutzt haben.

    ► Aus Sicht des Chaos Computer Clubs (CCC) sei der Vorfall für jeden Computernutzer ein Weckruf. CCC-Sprecher Frank Rieger sagte der Deutschen Presse-Agentur:

    “Die Attacke zeigt, was passiert, wenn sich jemand wirklich dahinterklemmt und versucht, systematisch Unsicherheiten und Schlampigkeit auszunutzen, die wir alle im Alltag mit unseren Geräten und Informationen betreiben”

    ► Die Experten des IT-Sicherheitsunternehmens FireEye vermuten, dass es sich um eine Art von “Hacktivismus” handelte, “bei dem Angriffe durchgeführt werden, um aufzuzeigen, dass man mit einer Sichtweise zu einem bestimmten Thema nicht einverstanden ist”. Es könne sich aber auch um staatlich geförderte Cyberspionage handeln, schätzt FireEye-Experte Mike Hart. 

    Der Daten-Leak – auf den Punkt gebracht:

    Am Ende des Tages ist noch weitgehend unbekannt, wer tatsächlich hinter dem massiven Daten-Leak steckt.

    Weder ist bekannt, ob es sich um einen Einzeltäter oder ein Kollektiv handelt. Noch erschließen sich momentan die genauen Beweggründe. Ein Zusammenhang zur rechten Szene kann laut Experten derzeit allerdings nicht ausgeschlossen werden.

    Klar ist: So wie viele Bürger gehen auch Politiker leichtsinnig mit ihren Daten um. Der Tag des größten Daten-Leaks in der deutschen Geschichte, dürfte allen eine Lehre sein. 

    Mit Material von dpa.


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    Jean-Claude Juncker will EU-Staaten helfen, die in die Krise geraten.

    Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, fordert die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung. Der “Welt am Sonntag” sagte er: “Es darf nicht sein, dass ein EU-Land im Fall einer unverschuldeten Krise wegen steigender Arbeitslosenzahlen das Arbeitslosengeld kürzen muss.”

    Im Falle einer Wirtschaftskrise solle die EU also die nationalen Sozialsysteme unterstützen. Juncker führte dazu aus: “Auch wenn ich sehr für eine europäische Arbeitslosenversicherung bin, darf sie kein Freifahrtschein für Länder sein, die keine Reformen durchführen und dadurch in Schwierigkeiten geraten.”

    Es gebe im Haushalt schon jetzt bereits zwei Instrumente, die sein Vorhaben finanzieren könnten:  “25 Milliarden Euro, um Strukturbeihilfeprogramme zu finanzieren und 30 Milliarden Euro für einen Abfederungsmechanismus gegen asymmetrische, externe Schocks, was auch Rückversicherungen für nationale Arbeitsversicherungen einschließen kann.“

    Das ist die Position der Bundesregierung:

    Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat bereits deutlich gemacht, dass er eine Europäische Arbeitslosenversicherung anstrebt. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ein ähnliches Vorhaben formuliert.

    Scholz plant so einen Europäischen Arbeitslosenstabilisierungsfonds, aus dem sich Länder in der Wirtschaftskrise Geld für ihre nationalen Systeme leihen können. Die CDU zeigt sich derweil skeptisch. 

    Das “Handelsblatt” gibt an, Deutschland müsste im Falle einer Umsetzung wohl rund 11 Milliarden Euro im Jahr einzahlen.


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    Was ein unrühmliches Ende für die  Sat.1-Castingshow “The Voice Senior”!

    Nach einer spektakulären Finalshow in der vollen Halle am Freitagabend wurde der Gewinner im publikumsleeren TV-Studio verkündet. Und zwar ohne Jury!

    Im Video oben seht ihr einen Ausschnitt aus der Sendung. Deutlich zu erkennen: das publikumsleere TV-Studio ohne Jury.

    ► Die Coaches schwänzten die für Kandidaten und Fans so wichtige Finalentscheidung einfach. Der Grund: Die finale Sendung setzte sich aus zwei Teilen zusammen.

    Einem im Vorfeld aufgezeichneten, in dem die Sängerinnen und Sänger ihr Können vor großem Publikum zeigen durften, und einem Live-Teil, in dem die Zuschauer voten konnten und die Entscheidung verkündet wurde. Ohne Publikum – und sogar: ohne Coaches. 

    “The Voice”-Moderatorin Lena Gercke (30) erklärte den Zuschauern vor der Abstimmung beiläufig: “Alles, was sie gerade gesehen haben, haben wir schon am 1. Dezember aufgezeichnet.”

     

    “The Voice Senior”: Sat.1 gelobt Besserung

    Was eine Enttäuschung.

    Die vier Finalisten sitzen von nun an auf dem Studio-Sofa – und wirken irgendwie enttäuscht, erschlagen. Dan Lucas (64) gewinnt die Sendung. Aber ohne eine jubelnde Menge ist das kaum dasselbe.

    ► Die Zuschauer bei Twitter zumindest sind empört.

    “Das ist eine Frechheit gegenüber den Kandidaten und den Zuschauern. Wer sich diesen Mist hat einfallen lassen gehört gefeuert!”, schreibt einer.

    Eine Nutzerin poltert: “Ich hoffe ja, dass Sat.1 dafür den Shitstorm ihres Lebens kassieren und daraus lernen (sic!). Bei einer zweiten Staffel habt ihr hoffentlich kapiert, wie man mit Menschen umzugehen hat.”

    Oder: “Am Ende doch kein Respekt vor dem Alter. Man speist die Herrschaften mit so einem lieblosen Finale ab.”

    ► Die einhellige Meinung: Das ging gar nicht!

    Der Sender reagierte auf den sich anbahnenden Shitstorm. Bei Twitter verkündete Sat.1: “Wir nehmen uns Eure Kritik wie immer zu Herzen. Sollten wir eine weitere Staffel machen, werden wir sie gerne berücksichtigen. ”

    (ame)


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    Symbolbild.

    • In Polen hat es einen schweren Brand in einem Escape Room gegeben.
    • Der Abenteuerspielplatz wurde für fünf Teenager zur Todesfalle.

    In einem Escape Room im nordpolnischen Koszalin sind Medienberichten zufolge fünf Teeanger ums Leben gekommen. Die Opfer seien 15 Jahre alt, berichtet die “Bild” unter Berufung auf einen polnischen Sender.

    Demnach sei es zu einem Feuer gekommen, die Mädchen seien zu dieser Zeit in einem Raum eingeschlossen gewesen. Die genaue Todesursache wird nun geklärt. Womöglich war es in einem Raum des Gebäudes zur Explosion einer Gasflasche gekommen.

    Gruseliges Ambiente

    Als “Escape Room” bezeichnet man Abenteuerspielplätze, auf denen Teilnehmer Rätsel lösen müssen, um sich den Weg aus einer oft gruselig anmutenden Kulisse zu bahnen.

    Auch Polens Präsident Andrzej Duda drückte sein Beileid aus. Es sei eine Tragödie, das fünf fröhliche Mädchen so aus dem Leben gerissen worden sein.


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    Nicht alle Nutzer verstanden den Humor von ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann.

    Als Journalistin beim Öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört Kritik – besonders von rechts – sicherlich zum Tagesgeschäft.

    Was ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann gerade allerdings bei Twitter erlebt, dürfte über das normale Maß der Ablehnung weit hinausgehen.

    ► Der Shitstorm zeigt einmal mehr, wie Empörungsmechanismen in den sozialen Netzwerken funktionieren – und von welch banalen Ereignissen sie ausgelöst werden.

    Diekmann schrieb am 1. Januar auf ihrem privaten Profil: “Nazis raus!” Auf die Nachfrage eines Nutzers, wer denn für sie ein Nazi sei, antwortete Diekmann – offensichtlich sarkastisch: “Jede/r, der/die nicht die Grünen wählt.”

    Das allerdings triggerte genau diejenigen, auf die Diekmann es wohl abgesehen hatte. Sie wurde bei Twitter mit Hass – und vor allem mit sexistischen Kommentaren übersät.

    “Du dreieckiges grünes Miststück”

    Ein Nutzer etwa schrieb: “Du bist sehr schön. Aber nicht besonders klug. Eigentlich schade um solche Frauen.” Nazis seien “alle, die Diekmann gef**** haben”, stuhlte ein zweiter in die Tastatur.

    Andere rechte Accounts machten unmissverständlich deutlich, dass sie den sarkastischen Versuch, rechte Klischees zu bedienen, nicht verstanden.

     

    Diekmann habe “eindrucksvoll bewiesen, “wie neutral, unparteiisch und kritisch unser Journalismus heute ist”, war so zu lesen.

    Irgendwann antwortete die: “Sie reagieren tatsächlich mit exakt dem Reflex, über den ich mich mit meinem Tweet lustig mache? Und perfektionieren das Ganze auch noch mit einem Screenshot in dem Glauben, ich würde meinen Tweet womöglich wieder löschen?”

    Geholfen hat diese Klarstellung bislang nichts.

    Und so blieb ihr auch eine besonders missratene Beleidigung nicht erspart: “Du dreieckiges, grünes Miststück.” 

    (ame)


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    Soll Opfer von Mobbing geworden sein: Moderator Joko Winterscheidt.

    • Der Moderator Joko Winterscheidt soll aus der ProSieben-Show “Promi Darts WM” heraus gemobbt worden sein.  
    • Wie ein Insider berichet, haben sogar Kandidaten dazu aufgerufen, ihn auszubuhen.

    Bei der dritten Ausstrahlung der ProSieben “Promi Darts WM” kam es am Freitagabend zu einer Überraschung: Ein neuer Moderator führte durch die Show.

    ► Statt Joko Winterscheidt stand Christian Düren von “taff” vor der Kamera. Dieser hatte Winterscheidt bereits bei den “ProSieben Wintergames” als Moderator ersetzt.

    Wie der Nachrichtendienst “Dumont Newsnet” erfuhr, sei Winterscheidt geradezu weggemobbt worden. 

    Winterscheidt sei “nicht mehr tragbar” gewesen, habe ein Produktionsmitarbeiter den Journalisten gesagt. Er wirft ihm vor: “Er hat von Anfang an nicht gerade den motiviertesten Eindruck gemacht, freundlich formuliert.“

    Der Entertainer habe behauptet, er möge Dart, aber schon im zweiten Satz die Namen seiner vermeintlichen Lieblingsspieler falsch ausgesprochen, behauptet der Insider. Daraufhin hätten sich alle über den Moderator und seine nicht vorhandenen Kenntnisse lustig gemacht. 

    Die Kandidaten forderten dazu auf, Winterscheidt auszubuhen

    Die Kandidaten seien während der Live-Shows so wütend geworden, dass sie dazu aufgefordert hätten, Winterscheidt auszubuhen. 

    Tatsächlich fiel in den vergangenen Shows auf: Winterscheidt wirkte schlecht vorbereitet, seine Witze kamen schlecht an, das laute Publikum konnte er oft kaum übertönen.

    Moderator Christian Düren wiederum freut sich über seine neue Chance. 

    “Ich bin ein Riesen-Darts-Fan und freue mich mega auf dieses Event. Und ich kenne alle wichtigen Spieler, weil ich sie lange schon verfolge…”

    Klingt, als könnte es nur besser werden. 

    (lp)


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    • Vor 14 Jahren hatte eine Frau einen Unfall und befindet sich seither in einem vegetativen Zustand in einer entsprechenden Einrichtung.
    • Vor einem Monat bekam sie ein Kind – die Polizei geht von einem Verbrechen aus und ermittelt.
    • Im Video oben seht ihr einen weiteren Missbrauchsfall in einem Pflegeeinrichtung: Enkel fällt auf, dass sich sein Großvater merkwürdig verhält - also installiert er eine Kamera in der Wohnung.

    Die Polizei in Phoenix in dem US-Bundesstaat Arizona ermittelt in einem höchst sensiblen Fall. Eine Frau, die bereits seit 14 Jahren in einer privaten Pflegeeinrichtung in einem Wachkoma liegt, hat Ende Dezember ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Die Polizei geht davon aus, dass die Frau Opfer eines sexuellen Missbrauchs wurde und im Zuge dessen schwanger wurde. Die “New York Times” berichtete am Freitag das erste Mal über den Fall.

    Wie die Zeitung schreibt, soll die private Einrichtung eine Langzeitpflege für Menschen mit geistigen Behinderungen anbieten. Sie soll Teil der Hacienda HealthCare sein, dich sich auf ihrer Webseite selbst als eine Organisation für einige in Phoenix ansässige Gesundheitsprogramme und -dienstleistungen beschreibt.

    Die Frau befindet sich seit 14 Jahren in dieser Einrichtung. Sie soll damals fast ertrunken sein und befindet sich seither in einem vegetativen Zustand oder auch Wachkoma genannt. Bei dieser Form des Komas zeigt der Mensch bestimmte Reflexe und Bewegungen, jedoch kein Bewusstsein.

    Frau im Wachkoma soll sexuell missbraucht worden sein

    Wie der amerikanische Sender “News Channel 9” berichtet, sollen die Ärzte und Pfleger der Einrichtung nichts von der Schwangerschaft bemerkt haben. Erst, als die Frau anfing zu stöhnen, bemerkte eine Krankenschwester, dass etwas nicht stimmte. Sie brachte letztendlich das Kind zur Welt – einen vollkommen gesunden Jungen.

    David Leibowitz, Sprecher der Organisation Hacienda HealthCare, sagte der “New York Times”, dass die Organisation bereits eine “umfassende interne Überprüfung” begonnen habe. Er sagte weiter:

    “Wir sind uns kürzlich eines zutiefst beunruhigenden Vorfalls bewusst geworden, der die Gesundheit und Sicherheit eines Bewohners der Hacienda HealthCare betrifft. (...) Wir werden in dieser Angelegenheit uneingeschränkt mit der Strafverfolgung und allen relevanten Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten.”

    Organisation stand in der Vergangenheit schon in der Kritik

    Bereits 2013 war eine Einrichtung der Hacienda HealthCare unter Beschuss geraten, wie die Zeitung schreibt.

    Das Arizona Department of Health Services fand damals heraus, dass ein männlicher Mitarbeiter der Einrichtung einige Patienten misshandelt hatte, indem er sexuell eindeutige Bemerkungen über sie machte. So soll der Mann einem Patienten einen “guten Morgen” zugesichert haben, weil sein eigener Penis erregt war.

    2017 gaben einige Patienten an, dass sie in der Einrichtung keine Privatsphäre hätten. Beim Duschen und Waschen könnten Mitarbeiter einfach in dem Duschraum ein und ausgehen.

    (ame)


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    Donald Trump am Freitag.

    Donald Trump ist verzweifelt. Anders können wohl auch Unterstützer des US-Präsidenten dessen Gebären in diesen Tagen nicht mehr erklären.

    Der Haushaltsstreit um das Budget für eine Mauer zu Mexiko ist festgefahren – und dem Republikaner scheinen die – einige Kritiker würden sagen, ohnehin eher rudimentär gestreuten – Ideen auszugehen.

    ► Bei einem Spitzentreffen mit Repräsentanten seiner Partei und der oppositionellen Demokraten im Weißen Haus gelang kein Durchbruch.

    Stattdessen kündigte der US-Präsident einen Alleingang an, aus dem vor allem eins spricht: Ratlosigkeit.

    Trump droht mit Optionen, die er nicht hat

    Er werde die Mauer notfalls ohne Zustimmung des Kongresses bauen und “einen nationalen Notstand wegen der Sicherheit unseres Landes” verhängen, polterte Trump. “Das kann ich machen, wenn ich will”, sagte er.

    “Wir können einen nationalen Notstand verhängen und sie sehr schnell bauen. Das ist ein anderer Weg, es zu machen. Aber wenn wir es durch einen Verhandlungsprozess machen können, werden wir es probieren.”

    Selbst wenn man versuchen würde, diese Ablehnung der Konsensfindung und der demokratischen Abläufe als Stärke zu verkaufen: Es würde wohl nicht gelingen.

    Denn Experten zeigen sich äußerst skeptisch, dass Trump seine präsidiale Kompetenz in der Mauer-Frage richtig einschätzt. Der Jurist Steve Vladeck von der University of Texas etwa erinnerte an den Fall des Ex-Präsidenten Harry Truman, der den Kongress in einer angeblichen Notsituation umgehen wollte, um aus Angst vor Streiks im Jahre 1952 Stahlbetriebe zu verstaatlichen.

    Der Supreme Court entschied: Der Präsident ist dazu nicht befugt.

    Trump würde wohl ein ähnliches Ergebnis erwarten, würde er versuchen, den Mauerbau zum drängenden Fall der nationalen Sicherheit zu stilisieren.

    Trump ist bereit, sein Land im Stich zu lasse

    Schon zuvor hatte der Republikaner deutlich gemacht, worum es ihm bei seinem Egotrip geht. Die Tages-Politik wird zur Kampagnen-Show. Die Mauer ist sein Wahlkampfprojekt 2020. Opium für seine wütende Basis. 

    Kein Hoffnungsschimmer für die “vergessenen Männer und Frauen”, um denen zu helfen er angetreten war. Keine Frage des Landeswohles.

    ► Den USA nämlich drohte Trump mit einem “jahrelangen Shutdown”. Das würde bedeuten: 800.000 Angestellte und externe Kräfte bekommen keine Gehälter und Honorare mehr. Museen schließen dauerhaft, in Nationalparks werden sich die Müllberge weiter stapeln. 

    Trump macht Amerika wieder dreckig. Nicht groß. Das ist der Preis für seinen Kurs der maximalen Polarisierung. Und den zahlt nicht Mexiko, sondern die Amerikanerinnen und Amerikaner.

    (ame)


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    Die Grünen nach ihrem großen Erfolg in Bayern 2018.

    ► Im aktuellen Meinungsbarometer der “Leipziger Volkszeitung” liegen die Grünen bei der Frage, welche Partei den Menschen in Ostdeutschland inhaltlich am nächsten steht, vorn.

    ► 19 Prozent der Ostdeutschen gaben so an, sie fühlten sich den Grünen am Nächsten. Gefolgt wird die Öko-Partei von CDU, Linke und SPD (16 Prozent) und AfD (14 Prozent).

    Das ist durchaus überraschend: Die Grünen galten lange als urbane Partei wohlhabender Wessis, in Ostdeutschland schöpft die Linke ihr zudem Wähler aus dem linken Spektrum ab.

    ► Mit 23 Prozent gibt knapp ein Viertel der Befragten an, sich mit keiner Partei identifizieren zu können.

    Mehr zum Thema:Warum der Hype um die Grünen bei jungen Menschen besonders groß ist

    Das müsst ihr noch zu der Umfrage wissen:

    Das Ergebnis der Umfrage unterscheidet sich deutlich von den bekannten Sonntagsumfragen, bei denen abgefragt wird, was Menschen wählen würden, wenn am Befragungstag eine Wahl anstünde.

    Studienleiter Andreas Czaplicki sagte so: “Politische Nähe ist selbstverständlich nicht identisch mit der Wahlentscheidung, wo taktische Überlegungen eine große Rolle spielen können.“

    Wen wollen die Menschen wählen?

    In einigen Erhebungen in den neuen Bundesländern schnitt die AfD zuletzt als stärkste Kraft ab.

    In Sachsen kommen die Rechten laut einer Umfrage für die “Bild”-Zeitung vom 20. Dezember auf 25 Prozent (hinter der CDU mit 29 Prozent), in Brandenburg liegen sie mit 20 Prozent mit der SPD gleichauf vorn, in Thüringen kommen AfD und CDU laut einer Umfrage aus dem November beide auf knapp über 20 Prozent. 

    In den drei Bundesländern finden 2019 Landtagswahlen statt.


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    • Der Hündin Miyoshi mussten bei Operationen beide Augen entfernt werden. 
    • Das hält sie aber nicht davon ab, ein erfülltes Leben zu führen.

    Miyoshi hat es nicht leicht. Die zweijährige Hündin musste schwere Augenoperationen über sich ergehen lassen. Sie litt unter einem angeborenen Glaukom und einer Autoimmunkrankheit, die ihre Netzhaut zerstörte.

    Während der Operationen mussten der Hündin schließlich beide Augen entfernt werden. Sie soll unter schrecklichen Angstzuständen gelitten haben und wurde schließlich zur Adoption freigegeben, wie die britische Tageszeitung “Daily Mail” berichtet.

    Im Tierheim in Michigan, USA, entdeckten sie Tyler Keith and Abby Richardson – und verliebten sich sofort in die Hündin. Dem Mitte-20-jährigen Pärchen war klar: Miyoshi sollte von nun an bei ihm leben.

    Die Hündin ist laut dem Pärchen heute extrem glücklich und verhält sich fast wie jeder andere Hund. “Sie ist einfach nur froh, dass ihre Augen jetzt nicht mehr so weh tun”, sagte die Besitzerin der Zeitung.

    Denn schon vor ihren Operationen war die Hündin aufgrund ihrer Krankheiten blind, litt ständig unter Schmerzen. Ohne die Augen gehe es ihr nun besser. Sie sei fröhlich und habe einen ausgeprägten Beschützerinstinkt.

    Die Besitzer würden vielleicht nicht einmal mehr merken, dass Miyoshi ein bisschen anders ist – wären da nicht die anderen Menschen. 

    “Die Leute sind oft geschockt und sagen wie komisch es sei, dass sie keine Augen habe”, sagten sie der Zeitung.

    Die Hündin wurde zweimal im Stich gelassen

    Viele hätten auch Mitleid. Dann erzählen die Besitzer, wie glücklich und zufrieden Miyoshi sei. Die Hündin hat gelernt, sich auf ihre anderen Sinne zu verlassen. Wenn Fremde ums Haus herumgehen, drehe sie sich sofort um. Die Besitzer helfen ihr, sich im Haus zurechtzufinden, indem sie selten die Möbel umstellen oder etwas anderes verändern.

    Und noch eine andere Sache müssen sie beachten: “Wenn Miyoshi nach dem Schlafen aufwacht, denkt sie zunächst immer, sie sei alleine und bekommt Angst. Dann sprechen wir sofort mit ihr.” 

    Die Angst rührt wahrscheinlich daher, dass die Hündin schon zweimal in ihrem Leben ausgesetzt wurde – und das blind und mit Schmerzen.

    Jetzt hat sie zwar gar keine Augen mehr, dafür aber eine Familie – und ist damit offensichtlich so glücklich, wie ein Hund nur sein kann.


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    Der Schock, die Ungewissheit, dann die schlimme Befürchtung: Als am Freitagmorgen bekannt wurde, dass große Mengen teilweise privater Daten deutscher Politiker im Netz kursierten, waren es große Begriffe, die Politiker, Journalisten und Experten in den Mund nahmen.

    Von einem “Hackerangriff” sprachen viele. Andere bemühten sogar irrtümlich das Wort “Cyberattacke”. “Geheimdienste”, “Russland oder China”, auch ein “Angriff auf das Netz des Deutschen Bundestags” waren Gegenstand von Spekulationen.

    Mittlerweile scheint sich abzuzeichnen: Ganz so dramatisch war der umfangreiche Daten-Leak bislang doch nicht.

    Das enthält der große Leak:

    Viele der veröffentlichten Informationen waren bereits vor dem Leak öffentlich zugänglich. Die Linken-Abgeordnete Anke Domscheit-Berg sagte der HuffPost: “Adressen etwa müssen wir als Abgeordnete veröffentlichen, diese Formulare stehen im Internet. Wer will, kriegt sie also raus.”

    Ein Großteil der anderen Informationen scheinen aus mehreren Kontaktbüchern zu stammen, zu denen die Täter offenbar Zugang hatten. Dazu zählen Handynummern, die einen großen Teil der veröffentlichen Daten ausmachen, und private Mail-Adressen.

    Nur von einigen Politikern wurden darüber hinaus Daten veröffentlicht – etwa Personalausweise, Bankdaten, private Fotos und Chatverläufe. Die Nachrichtenseite “T-Online” hat die Zusammensetzung hier genauer aufgeschlüsselt. 

    Dazu kommen Informationen, die eher erratisch zusammengewürfelt scheinen. So wurde zum Beispiel von 424 namentlich auftauchenden Unionspolitikern nur von einem der Mobilfunkprovider in dem Leak aufgelistet: von Peter Altmaier. Der hatte vor wenigen Wochen bei “Hart aber Fair” verraten, dass er T-Mobile-Kunde ist. 

    So kam er zustande:

    Wie dieser Datensatz zusammengekommen ist, ist noch immer nicht geklärt.

    ► Netzpolitikerin Domscheit-Berg aber glaubt, dass viele der Daten aus alten Hacks stammen und schlicht zusammengefasst wurden. Sie spricht von einem “großen Sammelaufwand”, nicht von einem “Angriff”.

    Viel deutet daraufhin, dass Gmail- und Facebook-Konten einiger weniger Politiker geknackt wurden – etwa von Grünen-Chef Robert Habeck, von dem private Chats mit Familienmitglieder veröffentlicht wurden.

    ► Das muss nicht zwangsläufig das Werk professioneller Hacker sein. Möglich ist, dass Passwörter schlicht erraten oder die ‘Passwort vergessen’-Option von Konten durch Beantwortung zu einfacher Sicherheitsfragen überlistet wurden.

    Der Digitalexperte Christian Stöcker schreibt im “Spiegel”:

    “Am Ende wird sich - noch einmal: Spekulation! - vermutlich herausstellen, dass man es hier nicht mit professionellen Angreifern womöglich eines ausländischen Geheimdienstes zu tun hat, wie einige Journalisten und Politiker schon spekulieren. Sondern mit einem oder mehreren jungen deutschen Männern, die sich für Videospiele und YouTube-Videos interessieren, sich mit Frauen ein bisschen schwertun und in den vergangenen Jahren eine große Sympathie für rechte Positionen entwickelt haben.”

    Es gebe in Deutschland “eine Subkultur von überwiegend männlichen Jugendlichen und jungen Männern, die sich in ihrer Männlichkeit irgendwie benachteiligt fühlt, Videospiele liebt und ‘Linke’ hasst”.

    Auch Netzaktivist Linus Neumann vom Chaos Computer Club betont im Gespräch mit der HuffPost: “Auffallend ist weniger das technische Vorgehen der Angreifer, als vielmehr die Akribie mit der die Daten gesammelt, sortiert und aufbereitet wurden.”

    Wieso diese Theorie alles andere als abwegig ist:

    Haben also ein paar sammelwütige “Internet-Kiddies” Polit-Deutschland in Aufregung versetzt? Ganz ausgeschlossen ist das nicht.

    Zumindest der Verbreitungsweg der Veröffentlichungen könnte dafür sprechen. Über Twitter hatte ein Nutzer namens G0d – und einige ähnlich anmutende Accounts – Links zu den Hostingseiten geteilt, auf denen die Dateien lagen.

    Digital-Experte Luca Hammer hat auf Twitter Informationen über den Leak-Account zusammengetragen. Demnach wurde der Account im Februar 2015 erstellt, Antworten und Follower ließen auf einen Hintergrund in der Gaming- und auch der rechten Szene schließen. 

    Der mittlerweile gesperrte Hauptaccount likete bei Twitter wüste Rants über “Linke” und “Grünversiffte” und Witze, die sich in Richtung Gürtellinie bewegten. Einem Account, der mit ihm verbunden zu sein scheint, und noch online ist, gefiel etwa ein Beitrag, in dem es hieß:

    “Alles Kanacken, die sich nicht an unsere Regeln anpassen. Und die scheiß Merkel lässt denen noch Freiraum.” 

    Unter den Opfern früherer Leaks, die der mutmaßliche Hauptverantwortliche postete, befinden sich auch zahlreiche Youtuber wie Simon Unge. In einem Video berichtete Unge bereits am Donnerstag davon, dass sein Twitter-Account zum Jahreswechsel geknackt worden sei. Offenbar auch, weil er ein schlechtes Passwort genutzt hatte.

    Der YouTuber Tomasz Niemiec berichtet “T-Online” von einer Unterhaltung, die er über Twitter mit dem Verantwortlichen des Leak-Accounts geführt habe. Niemiec ist sich sicher: “Das war mit Sicherheit ein einzelner Hacker.”

    Der Inhaber des Accounts sei in der YouTube-Szene bereits seit Jahren bekannt. “Es ging ihm nur um Aufmerksamkeit, deshalb habe ich auch selbst nie darüber berichtet”, sagt Niemiec über frühere Attacken auf YouTuber.  Der Täter habe dabei sogar anklingen lassen, dass er eine Sicherheitslücke bei Gmail genutzt habe.

    Auf den Punkt:

    Die bisher bekannten Fakten sprechen deutlich dafür, dass hier kein hochbegabtes Hacker-Team am Werk war und schon gar kein Geheimdienst.

    Eher führen die Spuren gerade alle in eine Ecke der Internetszene, die sich zwischen Gaming und Youtube bewegt und mit rechten Positionen kokettiert. Zu einem oder mehreren Sammlern mit viel Zeit – und einem Händchen dafür, Passwörter zu knacken. 

    (ame)


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    • Herzogin Meghan soll eine Methode haben, die sicherstellt, dass sie sich nie wie ihre Schwägerin Kate kleidet.
    • Dabei soll sie den Kleidungsstil von Kate in der Vergangenheit genau unter die Lupe genommen haben.
    • Im Video oben seht ihr, welche Gemeinsamkeit bei der Kleiderwahl die Herzoginnen doch haben: Expertin verrät, warum Meghan und Kate spezielle Unterwäsche tragen müssen.

    Seitdem im Jahr 2017 bekannt wurde, dass Prinz Harry und Meghan ein Paar sind, sind die Augen stets auf die 37-Jährige gerichtet. Die große Hochzeit im Mai 2018, etliche Protokollbrüche und die Schwangerschaft haben das öffentliche Interesse an Meghan nur noch verstärkt.

    Vergleiche mit ihrer Schwägerin Kate sind damit nicht ausgeschlossen. Hinsichtlich der Kleiderwahl achtet Meghan allerdings penibel darauf, dass sie nicht wie eine Kopie ihrer Schwägerin wahrgenommen wird.Das berichtet ein Insider dem Magazin “Elle”.

    Mehr zum Thema: Meghans Schwangerschaft lässt Tradition wieder aufleben, die Lady Di gebrochen hat 

    Demnach habe die 37-Jährige eine Methode, die dafür sorgen soll, dass sie sich nie wie Kate kleidet. Der Insider berichtet, dass die beiden Frauen zunächst einmal völlig unterschiedliche Stylisten haben. Kate arbeitet mit Natasha Archer Jackson, die regelmäßig zu Kate in den Kensington Palast kommt. 

    Meghans Stylistin ist Jessica Mulroney, eine langjährige Freundin von ihr, die in Kanada lebt. Da sich die beiden nur selten sehen können, werden Meghans Outfits schon Wochen im Voraus geplant.

    Meghan will verhindern, dass sie sich wie Kate kleidet

    Gerüchte darüber, dass Kates Team von Meghan genervt sei, weil sie ihren Kleidungsstil kopiere, weißt der Insider zurück. Ganz im Gegenteil: Herzogin Kate soll Meghan in der Anfangsphase sogar Ratschläge gegeben haben. Der Insider sagte:

    “Kate war vor Ort, um Meghan mit Ratschlägen über bestimmte Designer und das königliche Protokoll unterstützend zur Seite zu stehen.”

    Das Ziel war, eine eigene, unverwechselbare Garderobe für Meghan zusammenzustellen. Dafür hätten sich Meghan und ihre Stylisten an Kates Kleiderwahl orientiert. Schließlich gilt sie als Vorzeige-Royal und es gab bisher keine negativen Schlagzeilen oder Protokollbrüche hinsichtlich ihres Outfits. 

    Mehr zum Thema: Herzogin Meghan bricht royale Tradition und hat jetzt schlaflose Nächte

    Royal-Frauen haben unterschiedlichen Kleidungsstil

    Heute stellt Meghan mit ihrer Designerwahl und den Farben und Mustern ihrer Kleider sicher, dass sie niemals wie ihre Schwägerin gekleidet ist. Wie “Elle” schreibt, trägt Meghan Kleidung, die schwarz ist oder unauffällige Farben hat. Kate zieht hingegen immer helle, bunte und pastellfarbige Kleidung an. In vielen Fällen haben ihre Kleider auch Prints, wie etwa Punkte.  

    Mehr zum Thema:Royals bemerken eine Veränderung an Harrys Persönlichkeit – und sind Meghan dankbar

    Eines haben die beiden Herzoginnen gemeinsam: Auf königlichen Auslandsreisen sind sie stets bemüht, die Kleider von lokalen Designern zu tragen. Damit wollen sie dem Besucherland Respekt zollen. Besonders deutlich machte das Herzogin Meghan bei ihrer Reise mit Harry durch Australien, Fidschi, Tonga und Neuseeland. Der Insider sagt dem Magazin:

    “Meghan ist immer noch neu hier und weiß, dass alle sie noch beobachten. (...) Sie will nicht, dass ihre Kleiderwahl von der wichtigen Arbeit ablenkt, die sie macht.”

    (ame)


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    Ich trinke keinen Alkohol. Ich bin noch nie verkatert aufgewacht.

    Und obwohl ich aus Spanien komme, wo Alkohol unweigerlich zum gesellschaftlichen Leben dazugehört, habe ich Spaß und gehe sogar bis 7 Uhr morgens aus, ohne das Bedürfnis nach Alkohol zu haben. Die Entscheidung, nicht zu trinken, ist rein persönlich, aber meiner Meinung nach ist es eine gesunde Wahl, die es verdient, gefeiert zu werden.

    Doch jedes Mal, wenn mir jemand ein Glas Wein anbietet und ich es ablehne, ernte ich neugierige Blicke und einige irritierende Reaktionen. Sie reichen von völlig Fremden, die behaupten, ich müsse eine sehr langweilige Person sein bis hin zu PR-Beratern, die mich fragen, ob ich abhängig war.

    Irgendwie scheint es sozial akzeptiert zu sein, jemanden an den Pranger zu stellen, nur weil er nicht trinkt.

    Schon als Teenager erkannte ich, dass ich es nicht nötig habe zu trinken. Mit 14 Jahren bekam ich aufgrund einer Helicobacter-pylori-Infektion eine schwere Gastritis. Während ich Medizin einnahm, musste ich auf eine sehr schonende Ernährung achten und durfte keinen Tropfen Alkohol trinken.

    Als die meisten meiner Freunde anfingen, am Wochenende auszugehen und sich hemmungslos zu betrinken, um Spaß zu haben, musste ich einen Weg finden dazuzugehören, ohne meine Gesundheit zu gefährden.

    Die Angst, als Partymuffel zu gelten

    Wenn ich der Tatsache, aufgrund einer kontaminierten Mahlzeit krank zu sein, eine positive Seite abgewinnen soll, dann die, dass ich keine Lust auf Alkohol entwickelt habe. Trotzdem wollte ich nicht aus der Freundesgruppe ausgeschlossen werden oder als Partymuffel gelten.

    Wenn ihr denkt, dass eure Teenagerjahre verwirrend waren, dann fügt dem noch hinzu, dass ihr so tun musstet, als würdet ihr trinken. Gab es Wodka auf der Party? Ich würde ihn unter dem Vorwand ablehnen, dass mir nur Rum einen ordentlichen Kick gab.

    Brachten meine Freunde ihren eigenen Alkohol mit? Ich würde meinen Flachmann mitbringen, der mit verdünntem Sirup gefüllt war, der so stark roch, dass er als Alkohol durchgehen konnte.

    Irgendwann wurde mir klar, dass es keinen Sinn ergab, so zu tun, als sei ich cool. Ich fand eine neue Freundesgruppe, die verstand, dass ich einfach nicht trinken konnte. Und ich achtete darauf, dass es genügend alkoholfreie Getränke gab, wenn wir bis in die frühen Morgenstunden unterwegs waren.

    Menschen, die nicht trinken, werden an den Pranger gestellt 

    Es dauerte drei Jahre, bis ich mich von der H.-pylori-Infektion und ihren Folgen erholt hatte. Mit 17 Jahren war ich noch nie betrunken gewesen. Die wenigen Schnäpse, die ich je probiert hatte, fühlten sich an, als würden sie mir das Innere bei lebendigem Leib verbrennen.

    Ich erkannte, dass Alkohol nicht schmeckt. Meine logische Schlussfolgerung war, dass es besser sei, nüchtern zu bleiben. Ich hatte es geschafft, meine Teenagerjahre absolut ohne Alkohol zu überstehen und hatte immer noch
    eine lustige Gruppe von Freunden und einen reizenden Freund. Also ging ich davon aus, dass die Erwachsenenwelt ein wenig reifer auf meine Entscheidung reagieren würde. Junge, lag ich falsch!

    Zeitsprung zur New York Fashion Week im vergangenen Jahr. Ich wurde nachmittags zu einer Veranstaltung eingeladen, weil ich über mehrere Shows berichtete. Nachdem meine Freundin und ich von der Gastgeberin begrüßt worden waren, bot uns die PR-Frau der Marke etwas zu trinken an.

    Meine Freundin wählte Wein, und ich bat um einen Softdrink. Die Sprecherin sagte, sie hätten keine Erfrischungsgetränke. Ich könne aber zwischen vier Sorten Wein und Wodka wählen. Ich sagte, dann würde ich ein Glas Wasser nehmen. Oh, dieser Gesichtsausdruck.

    “Sie sind wohl trockene Alkoholikerin!”

    Sie begann, mich zu löchern, warum ich die anderen Getränke nicht
    wolle. Ich sagte ruhig, dass ich einfach keinen Alkohol trinke.

    “Ah, Sie sind eine trockene Alkoholikerin!“, rief sie regelrecht. Bis heute verstehe ich nicht, was sie dazu gebracht hat zu denken, es sei in Ordnung, laut
    herauszuschreien, was für einige Leute sehr privat ist. Nachdem ich drei Jahrzehnte ohne Alkohol und zehn Jahren in der Branche verbracht habe, hätte ich damit wirklich nicht gerechnet.

    Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Zu Beginn meiner Karriere entschieden meine Chefs, dass die gesamte Abteilung über die Feiertage an einer Teambuilding-Maßnahme teilnehmen müsse. Schön und gut. Welches Gift sie dazu wählten? Eine abendliche Weinprobe.

    Ich erklärte ruhig, dass ich gerne mitginge, aber da ich nicht trinke, könne ich nicht an der eigentlichen Verkostung teilnehmen. Der Büroleiter murmelte etwas von wegen ich sei ein Spielverderber.

    Warum ist mein Nein zu Alkohol so unangenehm für euch? 

    Bei der Veranstaltung selbst versuchte der Workshop-Leiter die halbe Zeit, mich zu nötigen, den verdammten Wein zu trinken. Versteht ihr, was es bedeutet, in Gesellschaft nüchtern zu sein? Das ist für mich wie Weihnachten und Ostern zusammen. Die Wahrheit ist, dass nüchtern zu bleiben genauso wie Alkoholkonsum nur eine von vielen persönlichen Entscheidungen ist. Ähnlich wie die Entscheidung für vegane Ernährung, Sport, Recycling oder eine Karriere.

    Ich trinke keinen Alkohol, aber es macht mir nichts, wenn ihr, meine
    Freunde, meine Familie oder meine Arbeitskollegen es tun. Ehrlich gesagt interessiert mich nichts weniger.

    Warum ist mein Nein zu Alkohol so unangenehm für die Menschen um mich herum, dass sie mich mit Fragen löchern, um zu verstehen, warum ich einen Softdrink vorziehe, während sich alle anderen an der Bar betrinken?

    Obwohl ich sehr gerne antworten würde, dass es sie wirklich einen Sch***dreck
    angeht, verlangen die Konventionen, dass ich die vielen Gründe, warum ich Alkohol nicht mag, wohlwollend erkläre. Aber ich bin es leid. Ich war noch nie betrunken; kommt darüber hinweg.

    Lasst Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen

    Zur Wahrheit gehört auch, dass ihr nicht wisst, was gerade im Leben eines Menschen vorgeht, wenn ihr ihn fragt, warum er oder sie nicht trinkt. Ein Mensch kann aus vielen verschiedenen Gründen nüchtern bleiben.

    Der niedliche Typ könnte mit den anderen vereinbart haben, an dem Abend der Fahrer zu sein. Die Blondine im roten Kleid könnte sich in den ersten Monaten einer lang ersehnten Schwangerschaft befinden. Die Person, die du gerade getroffen hast, könnte auf eine Lebertransplantation warten.

    Der lustige Typ aus dem Büro ist womöglich dabei, nach langem Kampf gegen den Alkoholismus wieder Fuß zu fassen, und eure Frage könnte den gesamten Prozess gefährden. Das Mädchen auf der Party mag religiöse Gründe haben. Und so weiter und so fort.

    Also hört auf, die Alkoholpolizei zu spielen. Menschen, die nüchtern bleiben, schulden euch keinerlei Erklärung für ihre absolut berechtigte Wahl. Wenn ihr also eine Party schmeißt oder am Feiertag zu euch einladet, zeigt bitte echte Gastfreundschaft, indem ihr eine Auswahl an alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken anbietet und es allein den Gästen überlasst, ob sie trinken oder nicht. 

    Der Text erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Sandra Tjong aus dem Englischen übersetzt.


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    Angela Merkel drückt aufs Tempo.

    ► Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will die zähen Verhandlungen über den Kohleausstieg beschleunigen und hat nach einem “Spiegel”-Bericht für den 15. Januar ein Treffen im Kanzleramt angesetzt.

    ► Eingeladen sind demnach die Ministerpräsidenten der Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen, in denen Braunkohle gefördert wird, die zuständigen Bundesminister und die vier Vorsitzenden der sogenannten Kohlekommission.

    ► Merkel sei laut “Spiegel” unzufrieden mit dem Fortschritt in dem Regierungsgremium.

     

    Zum Hintergrund:

    Die Kommission “Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung” sollte ursprünglich bis Ende November ein Enddatum für die klimaschädliche Braunkohleverstromung und Alternativen für die Beschäftigten formulieren.

    Zuletzt hieß es, Anfang Februar solle ein Konzept vorliegen, wie und wann Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigt. Betroffen sind vor allem die Lausitz in Brandenburg und das Rheinische Revier.


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    • Michael Schumacher ist vor wenigen Tagen 50 Jahre alt geworden.
    • Zu seinem Geburtstag veröffentlichte seine Familie eine emotionale Botschaft auf Facebook – und auch Tochter Gina ehrte ihren Vater mit einem rührenden Post.
    • Im Video oben seht ihr: “Grand Prix der Erinnerungen” – hier werden Michael Schumachers persönliche Erinnerungsstücke ausgestellt.

    Am. 3. Januar wurde Michael Schumacher, die deutsche Formel-1-Legende, 50 Jahre alt. Seit seinem Ski-Unfall im Jahr 2013 in den französischen Alpen hält sich die Familie des ehemaligen Rennfahrers über dessen Zustand bedeckt.

    Umso mehr erfreute es Fans des ehemaligen Profisportlers, dass sich Schumachers Familie anlässlich zu seinem Geburtstag an die Öffentlichkeit gewandt hat. Einen Tag vor seinem Geburtstag schrieb die Familie in einem  Facebook-Post :

    “Wir freuen uns darüber und möchten uns von ganzem Herzen bedanken, dass ihr Michaels 50. Geburtstag morgen gemeinsam mit ihm und mit uns feiert.”

    Mehr zum Thema:Sohn Mick gibt emotionales Interview über Michael Schumacher

    Michael Schumacher wurde 50 Jahre alt

    Und auch Michael Schumachers 21-jährige Tochter, Gina Marie, hat einen Instagram-Post hinsichtlich des Geburtstags ihres Vaters verfasst. Sie veröffentlichte drei Bilder von Schumacher und schrieb dazu: “Happy Birthday. To the best dad” (zu deutsch: Alles Gute zum Geburtstag an den besten Vater). 

    Auf dem Profil der 21-Jährigen finden sich ansonsten nur Bilder von ihr beim Reiten. Der Post anlässlich zum Geburtstag ihres Vaters stellt eine Seltenheit dar und ist damit besonders emotional.

    Das sehen auch viele Instagram-Nutzer so und kommentieren den Post zahlreich.

    Jemand schreibt: “Dein Dad ist ein ganz wunderbarer Mensch. Ich mochte ihn immer und daran hat sich bis heute nichts geändert.” “Dein Vater ist ein Held”, “Haltet durch” und “Gebt niemals auf” schreiben andere.

    Mehr zum Thema:Freund seines Sohnes spricht über aktuelle Situation – “es ist hart”

    Schumachers Familie erhält Unterstützung von Fans

    Neuigkeiten zu dem Gesundheitszustand von Michael Schumacher gab weder Tochter Gina noch die Familie in einem ihrer Posts. Auf Facebook schrieb die Familie lediglich dazu:

    “Ihr könnt euch sicher sein, dass er in besten Händen ist und wir alles Menschenmögliche tun, um ihm zu helfen. Bitte habt Verständnis, wenn wir uns nach Michaels Wünschen richten und ein so sensibles Thema wie Gesundheit, so wie früher auch immer, in der Privatsphäre belassen.”

    Mehr zum Thema:Angeblich neues Video von Michael Schuhmacher sorgt für Wirbel – jetzt äußert sich die Managerin

    (lp)


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    ► Der lange Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt sich erneut: Der türkisch-stämmige Basketballspieler Enes Kanter (26) hat eine Reise nach London abgesagt – aus Angst vor einer Verhaftung oder einem Anschlag.

    ► Kanter spielt für die New York Knicks, in London steht ein Duell mit den Washington Wizards an. Doch der Starspieler muss zuhause bleiben.

    ► In einer Videobotschaft an seine Fans begründete Kanter, ein ausgesprochener Kritiker Erdogans: “Traurigerweise kann ich nicht nach London reisen wegen dieses verdammten Wahnsinnigen, dem türkischen Präsidenten.”

    ► Es gebe eine Chance, dass er getötet werde, berichtet Kanter. Deswegen habe er zusammen mit der Botschaft entschieden, nicht zu reisen. “Das ist ziemlich traurig”, sagt er. “Es wäre einfach, mich dort zu töten. Sie haben viele Spione dort.”

    Zum Hintergrund:

    Zuletzt waren immer mehr Details bekannt geworden, wie die türkische Regierung auch im Ausland Kritiker verfolgt, die meisten von ihnen mutmaßliche Mitglieder der Gülen-Bewegung. Auch Kanters Vater wurde in der Türkei als angebliches Mitglied der Gruppe angeklagt.

    ► Neusten Erkenntnissen zufolge gibt es so immer wieder aus Ankara koordinierte Entführungsaktionen im europäischen Ausland, bei denen mutmaßliche Gülen-Unterstützer in die Türkei gebracht werden.

    Nach HuffPost-Informationen flog eine Maschine des türkischen Geheimdienstes MIT im vergangenen März auch nach London.


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    • Tief André überzieht am Wochenende den Süden Deutschlands mit einem Schneeteppich.
    • Bis Montag kommen gebietsweise weit über ein Meter Neuschnee zusammen.
    • Welche Regionen besonders betroffen sind, seht ihr im Video oben.

    Tief André hat uns am Freitag mit einer Menge Neuschnee erreicht.

    Bis Montag kündigen sich im Alpenvorland mehr als 30 Zentimeter an, vor allem in Staulagen wie den Chiemgauer Alpen und im Berchtesgadener Land können gebietsweise auch über einen Meter Neuschnee fallen.

    Der stärkste Niederschlag wird am unmittelbaren Alpenrand bis Samstagmorgen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits für die südlichsten Landkreise Bayerns Alarmstufe Rot ausgerufen. Seit Freitagabend,18 Uhr, bis einschließlich Montag, 12 Uhr, gilt die zweithöchste Warnstufe.

    Deutschland versinkt in Winter-Wetter-Chaos

    Die Schneemassen bringen nicht nur Glättegefahren. Unter der Schneelast drohen in Süd- und Ostbayern sogar, Stromleitungen einzureißen und Strommasten umzufallen. Grund sind nach DWD-Angaben so genannte Leiterseilschwingungen, die durch Kälte, Schnee und Wind entstehen: Der nasse Schnee setzt sich an Hochspannungsleitungen fest, die durch den Wind ins Schwingen gerieten und dadurch die Masten zum Kippen bringen.

    Im Münsterland hatten Leiterseilschwingungen im Jahr 2005 für einen massiven Stromausfall gesorgt. Durch den starken böigen Wind könnten auch Bäume umfallen.

    Zudem verschärft sich die Lawinengefahr. In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen gilt bereits die vierte von fünf Warnstufen. Dem Lawinenwarndienst in München zufolge könnte die Lawinensituation in den gesamten bayerischen Alpen kritisch werden. Es könne auch zu Selbstauslösungen größerer Schneelawinen kommen. Dort, wo sich Triebschnee angesammelt habe, reiche bereits ein Skifahrer aus, um eine Lawine auszulösen.

    Experte: “Wir sollten ganz vorsichtig bleiben dieses Wochenende”

     Robert Mayer vom Deutschen Alpenverein warnte im Gespräch mit “BR24”: “Wir sollten ganz vorsichtig bleiben dieses Wochenende.“

    Bei Warnstufe 4 könne eine Lawine auch schon im flachen Gelände und aus der Entfernung ausgelöst werden. Durch den starken Wind seien Schneeverwehungen zudem instabil. Skifahrer und Bergsportler sollten sich keinesfalls abseits gesicherter Pisten bewegen.

     Wie der “Bayerische Rundfunk” berichtet, kommt es heute zu immer mehr Staus: “Die A8 ist schon relativ zu. Wie viel davon Rückreiseverkehr ist, wie viel wetterbedingt, lässt sich schwer sagen”, so die Verkehrsexperten des “BR”.

    Am Münchner Flughafen sind wegen des starken Schneefalls bereits viele Flüge ausgefallen. Das schreibt der Flughafen auf Twitter. 

    Der Schneefall soll noch bis mindestens Montag anhalten.


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    • Anders als angenommen, führt ein Lottogewinn nur selten zum großen Glück.
    • Mord, Betrug und Selbstmord: Acht Beispiele zeigen, was der Gewinn auslösen kann.

    Aktuell sorgen Frances und Patrick Connolly aus Irland für Aufsehen in den Medien. Der Grund: Das Paar hat den 128-Millionen-Euro-Jackpot geknackt – und will diesen Gewinn nun auch noch mit Menschen teilen, die sie lieben. 

    Vielleicht gar keine so schlechte Idee, wenn man sich anschaut, was aus vergangenen Lotto-Gewinnern geworden ist.

    Trotzdem sollten die beiden vorsichtig sein, denn einige der nun folgenden acht traurigen Geschichten von Lotto-Gewinnern zeigen auch: Selbst deinem eigen Fleisch und Blut kannst du nicht trauen, wenn es ums Geld geht.

    1. Der Typ, der alles für Prostituierte und Kokain ausgegeben hat 

    Prostituierte und Drogen wurden ihm zum Verhängnis: Michael Carroll.

    10 Millionen Euro gewann der Brite Michael Carroll 2002 im Lotto. Schon zehn Jahre später war er pleite. Der Grund: Er hatte all sein Geld für Prostituierte, eine Villa und Drogen ausgegeben.

    Blöd gelaufen. Carroll landete in einer Keks-Fabrik, wie die HuffPost US berichtete – einen anderen Job bekam er nicht mehr. In die Keks-Fabrik musste er übrigens mit dem Fahrrad fahren. Seinen Führerschein hatte der unter Drogeneinfluss Auto gefahrene Lottogewinner auch noch verloren.

    2. Die Hinterhältige, die am Ende immer verliert

    Denise Rossi war davon überzeugt, dass ihr Plan aufgehen würden.

    Die Britin Denise Rossi gewann 1996 1,3 Millionen Euro im Lotto und, wie das dann schon mal passieren kann, vergaß unglücklicherweise völlig, ihren Ehemann über den Gewinn zu informieren. Stattdessen reichte sie die Scheidung ein.

    Rossi kam mit ihrem Geheimnis durch – zumindest drei Jahre lang. Dann erfuhr das Gericht doch von ihrem Gewinn und die Frau musste als Strafe alles an ihren Ex-Mann auszahlen, wie der britische “Guardian” berichtete. Das nennt man dann wohl Karma.

    3. Der Rocker, der an sein Talent glaubt 

    Auch wenn du an dich glaubst, heißt es noch lange nicht, dass du damit Geld verdienst.

    Für die Briten Roger und Lara Griffith war sofort klar, in was sie ihren Gewinn von 2 Millionen Euro investieren wollten: in ihre Hobbys. Für Lara hieß das Designer-Handtaschen shoppen und für Roger endlich ein eigenes Rock’n’Roll-Album aufnehmen. Beides artete wohl etwas aus.

    Roger war so überzeugt von seinen Rocker-Qualitäten, dass er seinen eigentlichen Job kündigte, wie die britische Tageszeitung “Daily Mail” berichtete. Kurz darauf ging die Beziehung in die Brüche und das gemeinsam gekaufte Haus brannte ab. 

    Von Rogers Musik hat man nie etwas gehört, zumindest aber den Gewinn hat er gerockt. Denn nach der Trennung hatte der für das Geld Verantwortliche davon noch genau acht Euro übrig...jetzt lebt der 42-Jährige laut “Daily Mail” wieder aus Mamas und Papas Tasche.

    4. Der Gewinner, der vom eigenen Bruder bedroht wird

    Manche Lottogewinner sind nicht mal mehr vor der eigenen Familie sicher. 

    William “Bud” Posts Lottogewinn belief sich 1988 auf 18 Millionen Euro. Das war offensichtlich so viel Geld, dass Menschen begannen, ihn dafür zu hassen. Zunächst verlangte seine frühere Freundin vor Gericht, einen Anteil des Geldes zu bekommen. Dann heuerte sein eigener Bruder einen Auftragsmörder an, der William umbringen sollte. 

    Das gelang ihm zwar nicht, dennoch trug William offenbar einen Schaden davon. Als er wenig später einen Fremden vor seiner Tür sah, schoss er auf ihn, wie der britische “Telegraph” berichtete. Es stellte sich dummerweise heraus, dass dieser nur Spenden hatte sammeln wollen. Der einstige Lottogewinner musste ins Gefängnis. 

    5. Die Zweifach-Gewinnerin, die alles verliert

    Von der Villa in den Anhänger: Evelyn Adams konnte mit ihrem Geld nicht umgehen.

    Der Amerikanerin Evelyn Adams gelang etwas, das noch unwahrscheinlicher ist, als zweimal im Leben vom Blitz getroffen zu werden: Sie gewann gleich zweimal im Lotto, 1985 und 1986.

    Die fast fünf Millionen Euro reichten ihr jedoch nicht einmal für 20 Jahre. Wie das “Forbes”-Magazin berichtete, verfiel die Frau einer Spielsucht und konnte mit ihrem Geld nicht umgehen. Mittlerweile lebt sie in einem Anhänger. 

    6. Der zu gutmütige Ja-Sager

    Die sogenannte

    Der 40-jährige Abraham Shakespeare gewann gleich 15 Millionen Euro auf einen Schlag. Er wollte damit Gutes tun, doch ausgerechnet diese Gutmütigkeit wurde ihm zum Verhängnis. Er half Freunden aus finanziellen Notlagen und gestattete Obdachlosen, bei ihm zu wohnen.

    Schnell sprach sich das herum und Fremde begannen, den Mann auszunutzen. Die sogenannte “Dee-Dee” Moore freundete sich hinterlistig mit ihm an. Er vertraute ihr, lieh ihr Geld. Wenig später war der Gewinner verschwunden.

    Polizisten fanden seine Leiche nicht weit entfernt von Dee-Dees Haus. Sein Körper zeigte die Wunden zweier Schüsse. Dee-Dee wurde vor Gericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

    7. Der Gewinner, den das Pech verfolgte

    Erst schien es, als hätte Jack Whittaker so viel Glück – und dann kam alles ganz anders. 

    Eine kaum vorstellbare Summe von 270 Millionen Euro gewann Jack Whittaker 2002. Doch auch ihn machte das Geld nicht glücklich, wie die HuffPost US berichtete. Nach dem Gewinn schien es, als werde Whittaker vom Pech verfolgt.

    Erst stahlen ihm Diebe einen großen Betrag des Geldes, dann wurde ein Anschlag auf ihn verübt – ebenfalls mit dem Ziel, ihm Geld zu stehlen. Kurz darauf starben auch noch seine Enkelin und ihr Freund an einer Überdosis Drogen in seinem Haus.

    8. Der Mann, den der Gewinn in den Selbstmord trieb

    Gutmütigkeit und Geld passen offenbar nicht immer gut zusammen.

    Als der Texaner Billie Bob Harrell umgerechnet 27 Millionen Euro im Lotto gewann, dachte auch er zunächst, seine Probleme gehörten damit endgültig der Vergangenheit an.

    Den Job, den er nicht mochte, kündigte er, den Armen, denen er immer hatte helfen wollen, half er. Doch auch bei ihm nahm sein Helfersyndrom derartige Ausmaße an, dass er schließlich sogar mehrmals seine Telefonnummer wechseln musste, um nicht stündlich um Geld angebettelt zu werden.

    Schließlich trennte sich auch noch seine Frau von ihm, das “Times”-Magazin berichtete über die Tragödie. Denn nur zwei Jahre nach seinem Gewinn wurde Harrells Leiche entdeckt: Es war Selbstmord. 

     

     

     


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