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Huffington Post Germany Athena

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    Polizisten in Manchester.

    ► Bei einer Messerattacke im zentralen Bahnhof der englischen Großstadt Manchester sind am Montagabend drei Menschen verletzt worden.

    ► Ein Mann wurde wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen, wie die British Transport Police mitteilte. 

    Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar, trotzdem übernahm eine Anti-Terror-Einheit die Ermittlungen.

    ► Laut der Zeitung “Manchester Evening News” berichteten Augenzeugen auch, der Angreifer habe “Allah” gerufen, dafür gab es zunächst aber keine Bestätigung.

    Was ihr zu der Attacke in Manchester noch wissen müsst: 

    Eine Frau und ein Mann, beide zwischen 50 und 60 Jahre alt, seien mit Stichverletzungen im Unterleib und teilweise auch im Gesicht ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ein Polizeibeamter sei wegen einer Stichwunde an der Schulter behandelt, kurz darauf aber wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich. 

    Der Vorfall hatte sich im Bahnhof Manchester Victoria im Zentrum der Stadt ereignet. Einem Augenzeugen zufolge stach der Angreifer an einem Tram-Bahnsteig mit einem großen Küchenmesser auf seine Opfer ein, wurde aber rasch von herbeieilenden Polizisten mithilfe von Pfefferspray und einem Elektroschocker überwältigt. In einem kurzen Video, das der Fernsehsender BBC zeigte, war zu sehen, wie mehrere Beamte einen Mann am Boden fixieren.


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    • Das US-Militär hat an Silvester einen Tweet mit einer martialischen Warnung verbreitet. 
    • Mittlerweile ist die Nachricht gelöscht. 

    Es war eine ungewöhnliche Botschaft an Silvester: Am Montag postete das United States Strategic Command, das Strategische Kommando der USA, ein Video auf Twitter, das die Tarnkappenbomber B-2 beim Abwurf einer Bombe zeigte. Darüber berichtet unter anderem der US-Sender CNN

    Auf Screenshots des Tweets ist zu sehen, dass zu dem martialischen Video die Botschaft zu lesen war:

    “Times Square läutet das neue Jahr traditionell mit einem großen Ball ein… wenn nötig, sind wir bereit, etwas viel, viel Größeres abzuwerfen…”

    Wie es Tradition ist, wird um Mitternacht am Times Square ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt.

    US-Militär entschuldigt sich

    Der Tweet wurde mittlerweile gelöscht. In einem weiteren Tweet heißt es: 

    “Unser vorheriger Neujahrs-Tweet war geschmacklos und spiegelt nicht unsere Werte wider. Wir entschuldigen uns. Wir engagieren uns für die Sicherheit von Amerika & seinen Verbündeten.”


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    Herzlich Willkommen im Jahr 2019. Auf der ganzen Welt feiern die Menschen Neujahr. 

    Berlin

    In Berlin kamen Hunderttausende zur Party am Brandenburger Tor, wo ab Mitternacht der Himmel vom Feuerwerk minutenlang bunt erleuchtet wurde. 

    London

    Das Londoner Feuerwerk konnte sich ebenfalls sehen lassen. In der britischen Hauptstadt feierten mehr als hunderttausend Menschen zu den Glockenschlägen von Big Ben – mit acht Tonnen Pyrotechnik war das Feuerwerk den Veranstaltern zufolge das größte Europas. Zum großen Finale wurde der Beatles-Hit “All you need is love” gespielt.

    Bürgermeister Sadiq Khan widmete angesichts des nahenden Brexits das Spektakel allen EU-Bürgern, die in der britischen Hauptstadt leben.

    Athen

    Auch die Griechen begrüßten das neue Jahr mit einem Feuerwerk – über der Akropolis, dem Wahrzeichen von Athen.

    Rom

    In Rom waren zwar offiziell Böller verboten, dennoch krachte und knallte es im Zentrum an allen Ecken. Die meisten Menschen strömten zur Riesenparty am Circus Maximus, wo bis zum Neujahrsabend 1000 Künstler auftreten sollen.

    Paris

    In Paris feierten die Menschen das neue Jahr mit einer Lichtershow und einem Feuerwerk am Arc de Triomphe.  

    New York

    Mit großem Jubel, Konfettiregen und ausgelassenem Gesang haben rund eine Million Menschen das neue Jahr auf dem New Yorker Times Square begrüßt. Wie es Tradition ist, wurde um Mitternacht ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt.

    Moskau

    Gedämpfter blieb die Stimmung in Russland. Die Hauptstadt Moskau ging zwar mit dem traditionellen Glockenschlag des Spasski-Turms am Kreml ins neue Jahr. Und auf dem Roten Platz und im festlich beleuchteten Zentrum war auch alles für ein fröhliches Fest vorbereitet. Doch die Stimmung blieb gedämpft wegen der Gasexplosion vom Silvestertag in der Stadt Magnitogorsk, nach der immer noch mit Dutzenden Toten gerechnet werden muss.

    Dubai

    Die Vereinigten Arabischen Emirate begrüßten das neue Jahr mit einer spektakulären Feuerwerk-Show.  

    Sidney

    Auch das Feuerwerk in Sidney war wieder einmal atemberaubend. 

    Peking

    In China hat das Jahr 2019 gewohnt ruhig begonnen. Richtig groß gefeiert wird im bevölkerungsreichsten Land der Erde erst am 5. Februar, wenn die Chinesen auch nach ihrem Mondkalender das neue Jahr begrüßen.

    Mit Material der dpa.


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    Der Böller des Mannes aus Niedersachsen könnte ein selbstgebauter Sprengkörper gewesen sein. (Symbolbild)

    • Am Silvesterabend kam es zu einem schweren Unfall mit einem Böller
    • Ein Mann sprengte sich die Hand weg, während ein anderer im Gesicht verletzt wurde.

    Bei einem Unfall mit einem Böller sind am Silvesterabend in Niedersachsen zwei Menschen verletzt worden. Ein 38-Jähriger habe sich nach ersten Erkenntnissen eine Hand weggesprengt, sagte ein Sprecher der Polizei in der Nacht zum Dienstag.

    Eine 54 Jahre alter Mann habe bei dem Unfall in Winsen an der Aller Verletzungen im Gesicht erlitten.

    Der Silvester-Böller könnte selbstgebaut sein

    Er konnte nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Wie es zu dem Unfall kam, der sich gegen 19 Uhr ereignete, war zunächst unklar.

    Möglicherweise handelte es sich bei dem Böller um einen selbstgebauten Sprengkörper.

    (ll)


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    • US-Präsident Donald Trump wünscht auf Twitter mit einem kurzen Video ein frohes neues Jahr. 
    • Seine wehleidige Botschaft kam aber nicht bei jedem gut an. 
    • Im Video oben seht ihr, dass Trumps Twitter-Nachrichten meistens nicht gut ankommen. Auch an Weihnachten sorgte er damit für Unverständnis und Empörung.

    Einmal “Danke” sagen, einmal Glück wünschen. Fertig ist der Neujahrs-Gruß.

    Sollte man meinen. US-Präsident Donald Trump hat es allerdings an Silvester geschafft, zahlreiche Amerikaner mit einem elfsekündigen Clip mit seinen Neujahrsgrüßen zu verärgern.  

    Vor allem ein Satz stieß auf Kritik: “Während ich hier im Weißen Haus arbeite, feiert ihr heute Abend.”

    Weiter sagte Trump: “Aber ich kann es euch nicht verübeln. Genießt es. Wir werden ein großartiges Jahr haben. Ich wünsche euch ein wirklich, wirklich frohes neues Jahr.”

    Trump: “Armer Typ”

    Obwohl viele Amerikaner damit beschäftigt waren, sich auf ihre Silvesterfeier vorzubereiten, als das Video auf Twitter erschien, nahmen sich einige Twitter-Nutzer gerne Zeit, um den Präsidenten zu verspotten. 

    ► “Ich spare mir meine Flasche Champagner dafür auf, wenn Sie verurteilt sind”, schrieb die Bestseller-Autorin Rysa Walker. 

    ► “Armer Typ. An was arbeitest du? Amnestie für mehr nutzlose Zäune? Ich würde dich gerne bitten, dich um den Handel, die Obdachlosigkeit, Drogen, Gesundheit und E-Verify zu kümmern, aber alles, was du berührst, verrottet”, twitterte der Filmemacher Dennis Michael Lynch.

    Eine Twitter-Nutzerin zählte all die Menschen auf, die ebenfalls an Silvester arbeiten mussten – “ohne den Komfort und die Ruhe des warmen Weißen Hauses”

    Eine weiterer Nutzerin antwortete mit einem Bild: 

     

     

     

     

     


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    Charlotte Würdig auf einer Feier im Sommer 2018.

    • Moderatorin Charlotte Würdig hat auf Instagram einen Schönheitstipp gepostet.
    • Da ihr Gesicht anders aussah, als es ihre Follower gewohnt sind, erntete Würdig zahlreiche negative Kommentare. 

    Manchmal reicht schon sehr wenig, um im Netz einen Shitstorm loszutreten. Das musste jetzt auch Charlotte Würdig lernen. 

    Die 40-jährige Moderatorin und Ehefrau von Rapper Sido postete kurz vor Silvester einen “kleinen Beautytipp” auf ihrem Instagram-Account. 

    In dem vermarkteten Post bewarb sie glättende Silikonpads, doch die Fans achteten auf etwas ganz Anderes. 

    Denn das Gesicht von Charlotte Würdig wirkt auf dem Foto sehr verändert, fast künstlich gestrafft. Die Fans – wenn man die Kommentatoren nach den vielen Beleidigungen so nennen kann – straften die Moderatorin mit fiesen Kommentaren.

    Lesenswert:Busen-Blitzer: Heidi Klum zeigt sich provokant auf Weihnachtsfoto

    Angefangen von noch eher harmlosen Sprüchen wie “Früher war sie hübsch”, bis hin zu direkten Beleidigungen wie “OMG. Wie in einem Horrorfilm.”

    Dabei versuchten die “Fans” sogar in ihren Beleidigungen noch kreativ zu sein und schrieben Kommentare wie “Nimm lieber Sidos Maske ...einzigste Lösung momentan (sic)”, “Sieht eher aus wie Momo von WhatsApp”, “Wie ein Mix aus D. Versace, K. Lot, G-L Lohfink und M. Jackson.”

    Den Kommentatoren ist offensichtlich egal, dass sie hier einen echten Menschen beleidigen, der auf dem Bild einfach nicht ihrem Schönheitsideal entspricht. 

    Mehr zum Thema: Nicht mehr so süß und blond: So sieht “Der kleine Lord” heute aus

    Anstatt vermeintliche Fehler im Aussehen von Charlotte Würdig zu suchen, hätte man sie auch auf den tatsächlichen Fehler in dem Beitrag hinweisen sollen. In ihrem kleinen “Beautytipp kurz vor Sylvester”, macht die Moderatorin den klassischen Fehler und schreibt Silvester mit Y, statt mit I.

    Aber das ist den “Fans” vielleicht nicht aufgefallen.


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    Millionen Menschen haben in Deutschland das neue Jahr mit Feuerwerk begrüßt. Größtenteils blieben die Feiern an Silvester friedlich. 

    Dennoch vermeldet die Polizei in Deutschland Brände und gewalttätige Übergriffe zum Jahreswechsel. Häufig mussten die Beamten und die Feuerwehr in den deutschen Städten ausrücken, wie ihr auch oben im Video sehen könnt.

    So verlief die Silvesternacht in Deutschland: 

    1. Berlin 

    In der Hauptstadt feierten Hunderttausende vor dem Brandenburger Tor. Die Berliner Feuerwehr musste an Silvester zu insgesamt 1385 Einsätzen ausrücken, wie es auf Twitter hieß. Die Einsatzzahl sei im Vergleich zum vergangenen Jahr zurückgegangen. 

    Unter den Einsätzen seien 432 Brände gewesen, teilte die Feuerwehr weiter mit. 

    Bis in die Morgenstunden seien die Einsatzkräfte noch mit zwei Dachstuhlbränden – in einem leerstehenden Haus in Reinickendorf und einem Einfamilienhaus in Mariendorf – beschäftigt gewesen, berichtet der Berliner “Tagesspiegel”. Bei den Bränden in der Silvesternacht seien insgesamt acht Personen verletzt worden. 

    Wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte, habe es auch 49 Angriffe auf Einsatzkräfte gegeben, 33 davon mit Feuerwerk. 

    2. Hamburg

    Auch auf der Reeperbahn in Hamburg feierten zehntausende Menschen. Laut dem NDR wurden der Polizei bisher keine größeren Übergriffe gemeldet. Erfahrungsgemäß kann das allerdings einige Tage dauern. 

    Insgesamt sei die Hamburger Polizei in der Neujahrsnacht zu 1.200 Einsätzen ausgerückt, berichtet der NDR. Das seien laut einem Polizeisprecher 400 weniger als im Vorjahr.

    Um drei Uhr sagte ein Sprecher der Polizei, die Beamten seien “bisher ganz zufrieden” mit dem Verlauf der Silvesternacht. 

    Bereits am Nachmittag musste die Polizei ausrücken, weil mehrere Personen Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben haben sollen, berichtet die “Hamburger Morgenpost”. Auch die Feuerwehr habe einige Brände löschen müssen, mindestens zwei Personen seien dabei leicht verletzt worden. 

    Die “Mopo” zählt einige Vorfälle in Hamburg auf: In Hamburg-Rahlstedt habe sich ein Mann durch einen Feuerwerkskörper selbst an der Hand verletzt, am S-Bahnhof Hammerbrook habe ein Mann mit einem Messer auf einen anderen Mann eingestochen, das Opfer kam ins Krankenhaus.

    An der Alster haben sich laut der “Mopo” mehreren Personen eine Auseinandersetzung geliefert, Polizisten und andere Besucher seien mit Feuerwerkskörpern beworfen worden. 

    3. Köln

    Die Kölner Polizei spricht in einer ersten Bilanz von einer ruhigen Silvesternacht in der Stadt. Allerdings ist es laut dem Kölner “Express” im Stadtteil Meschenich zu einer Massenschlägerei gekommen. 

    Polizisten stehen vor dem Hauptbahnhof neben dem Kölner Dom.

    Als die Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand kam, sei es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Passanten gekommen. Die Einsatzkräfte seien aber nicht attackiert worden.  

    Polizisten seien zudem an der Möllerbrücke aus einer Gruppe von 400 Personen mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen worden, berichtet das Portal “Der Westen”. Die Beamten seien nicht verletzt, allerdings sei ein Einsatzfahrzeug beschädigt worden. 

    4. Dortmund

    Polizisten in Dortmund sind in der Neujahrsnacht mit einer Silvester-Rakete beschossen und mit Flaschen beworfen worden.

    Zu den Angriffen auf die Beamten kam es nahe der Innenstadt aus einer Personengruppe heraus, wie die Polizei am frühen Morgen über Twitter mitteilte. Die Lage habe aber schnell wieder beruhigt werden können. Verletzt worden sei niemand, sagte ein Polizeisprecher.

    Der Mann, der die Rakete geschossen habe, sei in Gewahrsam genommen worden. Weitere Personen sollten angezeigt werden. 

    Für Nordrhein-Westfalen insgesamt fällt die vorläufige Bilanz jedoch positiv aus. “Soweit ich das sehe, ist es bisher eine ruhige Lage. Noch ruhiger als im vergangenen Jahr”, sagte Innenminister Herbert Reul dem WDR. 

    Insgesamt rückte die Polizei zu 3500 Einsätzen aus. Die Beamten verzeichneten 422 Körperverletzungen, 161 gefährliche Körperverletzungen und 33 Sexualdelikte, teilt die Polizei mit.  

    5. Leipzig

    Auch in Leipzig ist die Silvesternacht weitgehend ohne schwere Zwischenfälle geblieben. Die “Leipziger Volkszeitung” berichtet allerdings von einer Auseinandersetzung zwischen Vermummten und Polizisten in Lindenau und Plagwitz.

    Sachsen, Leipzig: Menschen versammeln sich der Neujahrsnacht an einem Feuer am Connewitzer Kreuz.

    Die Vermummten, eine Gruppe von 50 bis 60 Personen, errichteten demnach Barrikaden auf der Straße. Die Täter sollen auch Krähenfüße verteilt haben. Außerdem sei as Gebäude des Bundesgerichtshofes sei angegriffen worden. 

    Beim Polizeieinsatz sei niemand verletzt worden, berichtet das Portal “Tag24”.  

    In Leipzig kam es zudem in einer Pizzeria zu einer Explosion. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. 

    6. Saarbrücken

    In Saarbrücken versprühte ein Unbekannter Reizgas auf der Tanzfläche, wie die Polizei mitteilte. 

    Daraufhin liefen die Gäste fluchtartig ins Freie. Mehrere Menschen, unter ihnen eine Schwangere, wurden leicht verletzt. Ein Besucher musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Der Pfefferspray-Behälter wurde von der Polizei sichergestellt, nach dem Täter wird gefahndet.

    7. München 

    Familiendrama an Silvester: Ein fünf Jahre altes Mädchen hat sich bei einem Hochhaus-Feuer in Oberbayern in einem Schrank versteckt und ist ums Leben gekommen.

    Der Vater des Kindes hatte am Silvestertag noch versucht, seine Tochter aus der Wohnung in Puchheim bei Fürstenfeldbruck zu holen – was ihm laut Polizei aber nicht gelang. Der Mann kam mit einer schweren Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Die Brandursache ist noch unklar. 

    Mit Material der dpa.


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    Es gibt zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die es lieben, Silvester zu feiern – und mehr als hundert Euro für den Einlass zu einer Party in einer durchschnittlichen Bar bezahlen. Und es gibt diejenigen, die es an Silvester ruhig angehen lassen. Schließlich sei das ganze Theater ja unnötig.

    Im Video oben seht ihr: Das sind die besten Tipps für einen katerfreien Start ins neue Jahr.

    Egal, ob ihr dieses Jahr ausgiebig gefeiert oder den Countdown auf dem Sofa herunter gezählt habt: Ihr habt sicher schon einmal etwas Unglaubliches an Neujahr erlebt. Oder nicht?

    Hier berichten Menschen von ihren schlimmsten Silvester-Erfahrungen. Es sind Geschichten von unerwiderter Liebe und Abenden, die in der Notaufnahme endeten.

    “Es war eine Katastrophe”

    “Im Jahr 2016 war ich auf drei verschiedenen Partys eingeladen. Ich begann den Abend gemeinsam mit meinem Stiefvater und meinen Brüdern. Ich trank ihr selbstgebrautes Bier, ging dann zu einer schicken Party in der Villa der Eltern meines Freundes und landete anschließend auf einer Hausparty.

    Ich trug die neuen Wildlederschuhe, die mir mein Vater zu Weihnachten geschenkt hatte. Es waren wirklich schöne Schuhe und die Nacht begann gut. Ich hatte Spaß mit meiner Familie, kam gegen 22 Uhr bei der zweiten Party an, feierte dort ins neue Jahr und 1 Uhr morgens ging zur dritten Party – von da an ging es nur noch bergab.

    Meine beste Freundin sagte mir sofort, ich solle ein Getränk trinken. Erst später bemerkte ich, dass es ein Gemisch aus Jack Daniels und Coca Cola war – 50 Prozent machte der Alkohol aus!

    Innerhalb von 15 Minuten lag ich zusammengerollt und brechend im Wohnzimmer. Ich übergab mich auf den neuen Teppich und auf meine brandneuen Schuhen. Es war eine Katastrophe. Jemand musste mich nach Hause bringen, ich musste für eine gründliche Reinigung des Teppichs bezahlen und verbrachte die nächsten zwei Tage im Bett mit einem heftigen Kater. Was die Schuhe betrifft – die musste ich direkt wegwerfen. Tut mir leid, Papa!”

    Mehr zum Thema:Diese 10 jungen Frauen werden Deutschland 2019 verändern

     

    Die unerwiderte Liebe 

    “Ich ging mit einem Typen, auf den ich total lange stand, zur Silvester-Party einer meiner besten Freunde. Ich habe an dem Abend meine Freunde sitzen lassen und mich nur mit diesem Kerl beschäftigt. Um Mitternacht sagte ich dann: ‘Ich liebe dich.’ Er erwiderte: ‘Ich liebe dich auch.’ Am nächsten Morgen lagen wir mit dem schlimmsten Kater im Bett. Plötzlich drehte er sich zu mir um und sagte: ‘Das, was ich gestern Abend gesagt habe... Ich liebe dich als Freund. Aber ich mag dich nicht so sehr, als dass ich mit dir zusammen sein möchte.’

    Ich war so niedergeschlagen, dass ich die ersten beiden Januartage im Bett verbrachte. Allein in meiner WG, weil meine Mitbewohnerin weg war. Ich vergeudete meine Zeit mit diesem Kerl für die nächsten anderthalb Jahre immer wieder. Dann erkannte ich endlich, dass ich ihn nie wieder sehen sollte.”

    Neujahr im Krankenhaus

    “Meine schlimmste Geschichte zu Silvester ereignete sich, als ich 15 und mein Bruder 16 Jahre alt war. Wir gingen unangemeldet zu einer Neujahrs-Party einer Freundin. Mein Bruder hatte dann einen Streit mit einem Jungen von einer anderen Schule, der ihn mit einem Ring schlug. Mein Bruder hatte eine riesige Platzwunde auf der Stirn.

    Ich musste einen Krankenwagen rufen, und als es Mitternacht war, saß ich in der Notaufnahme eines Krankenhauses und beobachtete, wie die Wunde auf der Stirn meines betrunkenen Bruders wieder zusammengenäht wurde.”

    Silvester auf den eisigen Straßen Norwegens

    “Meine Freunde kontaktierten mich mit einer Urlaubsidee in letzter Minute, da wir für Neujahr bisher noch nichts geplant hatten. Sie entschieden sich für Norwegen. Wir hatten eine unglaubliche Nacht, als wir das Feuerwerk um Mitternacht beobachteten. Gegen zwei Uhr morgens gingen wir dann in eine Bar. 

    Dann standen wir vor einem Problem, denn wir hatten keine Unterkunft zum Übernachten. Wir wollten gleich nach unserer Ankunft ein Hotel buchen, aber unser Flug hatte Verspätung und wir wollten so schnell wie möglich mit dem Feiern beginnen.

    Wir besuchten acht Hotels und alle waren voll. Nach zwei Stunden, in denen wir in der Kälte herumgelaufen waren, fuhren wir mit dem Zug zum Flughafen. Dort versuchten wir, zu schlafen. Wir wurden allerdings gebeten, zu gehen. Also gingen wir nach draußen und schliefen auf dem Boden vor der Zug-Haltestelle.

    Zurückblickend war es mehr als dumm. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es schneite und Minusgrade hatte. Ich wachte in einem Schneehaufen auf. Anschließend nahm ich meinen Flug nach Hause. Wir waren alle mal jung. Sagen wir einfach, ich würde so etwas nie wieder tun!”

    Mehr zum Thema:Das sind die spektakulärsten Fotos von den Silvester-Partys weltweit

    “Wir merkten, dass wir und falsch entschieden hatten”

    “Als ich etwa 19 Jahre alt war, konnten sich meine Freunde nicht entscheiden, zu welcher der beiden Partys in unserer Stadt wir gehen sollten. Wir trafen schließlich eine Entscheidung – doch als wir ankamen, merkten wir, dass wir uns falsch entschieden hatten. Es waren nur sehr wenige Leute da, sie redeten nicht miteinander und wir durften die Musik nicht aufdrehen, weil es den Nachbarn zu laut war. Es sah so aus, als stünde uns eine ätzende Zeit bevor. Also dachten wir uns Ausreden aus und gingen um 22.30 Uhr wieder. 

    Wir dachten, wir könnten zur nächsten Party zu Fuß gehen. Aber wir gingen den völlig falschen Weg und verirrten uns. Es war eiskalt. Wir haben versucht, einen Ort zu finden, an dem wir aufs Klo hätten gehen können. Wir hatten kein Bargeld für Taxis. Schließlich verbrachten wir Mitternacht auf einem Kreisverkehr im Regen. Schockierend.”

    Eine Nacht im Hühnerstall

    “Die meisten meiner Mitschüler begannen nach der Oberstufe direkt zu arbeiten und hatten ein gutes Gehalt. Ich hingegen war daran gewöhnt, einen Zehner für eine Party-Nacht an der Uni auszugeben. Ich war sehr erschrocken, als meine Freunde umgerechnet 110 Euro für eine All-You-Can-Drink-Nacht im Zentrum Londons ausgeben wollten.

    Anstatt alleine zu Hause zu sitzen, stimmte ich dem zu teuren Preis zu. Selbst heute mit 30 Jahren gebe ich nicht so viel Geld für einen Abend aus. Es war 22.30 Uhr, als wir auf der Silvester-Party ankamen und ein paar Getränke zu uns nahmen. Dann ging plötzlich der Feueralarm los. Der ganze Ort wurde evakuiert und wir durften nicht mehr rein. Wir feierten schließlich woanders ins neue Jahr.” 

    Mehr zum Thema:US-Militär irritiert an Silvester mit wirrem Bomben-Tweet

    Eine Familienkatastrophe an Silvester

    “Das schlimmste Silvester-Erlebnis stammt aus dem Jahr, an dem wir gemeinsam mit unseren Familien Neujahr feierten. Sagen wir mal so: Es ereignete sich eine ganze Reihe von Missgeschicken.

    Unser Ersatztisch brach zusammen, also mussten wir den Schertisch für den Hund meiner Schwiegermutter zum Abendessen benutzen. Meine Schwägerin erholte sich von einer Lebensmittelvergiftung und aß nichts von dem Essen, das ich vorbereitet hatte. Sie trank auch nichts – dafür trank ihre Mutter so viel, dass sie eines meiner Lieblingsweingläser zerbrach und anfing, zu weinen.

    Meine Neffen konnten nicht schlafen. Mein Schwager verbrachte daher den Abend damit, die Treppe hoch und runter zu laufen, seinen Sohn zu beruhigen, zu schaukeln und ihm vorzulesen. Und mein Mann fand das alles nicht so wild und schlief noch vor Mitternacht ein. Zum Glück war meine sechs Monate alte Tochter brav und schlief die ganze Nacht durch.”

    “Ich weiß nicht, was ich dachte...”

    “Vor vier Jahren habe ich mein erstes Silvester in London verbracht. Der Plan war, bei einem Freund zu starten und für den Countdown in einen Pub zu gehen. In meinem betrunkenen Zustand beschloss ich, sparen zu wollen und nahm eine Flasche Wein, die ich bei meinem Freund daheim nicht getrunken hatte, mit in die Kneipe. Ich weiß nicht, warum. Dennoch schleppte ich sie mit.

    Als wir über die Türschwelle und an den Türstehern vorbei waren, rempelte mich jemand an und ich ließ die Tasche, in der auch der Wein war, auf den Boden fallen. Die Flasche zerbrach und versaute meine Tasche. Ich hatte jetzt Rotwein in einer weißen Tasche, die zudem noch voller Glasscherben war.

    Glücklicherweise bemerkten die Türsteher es nicht. Ich machte mich dann auf die Suche nach einem Glas-Container, um die Scherben zu entsorgen. Ich weiß bis heute nicht, was ich letztendlich damit gemacht habe.”

    Eine unerwünschte Übernachtung

    “Ich bin sicher, es gibt schlimmere Geschichten als meine. Aber mein peinlichster Neujahrstag war, als ich am Vorabend zu viel getrunken hatte und mit einem Kerl neben mir im Bett aufwachte.

    Erst als er sich umdrehte, wurde mir klar, dass es der beste Freund meines Bruders war, der zudem noch elf Jahre jünger war als ich. Ich habe meine Wohnung sofort verlassen und wir haben seitdem wirklich kein einziges Wort darüber verloren.”

    Dieser Text erschien ursprünglich auf HuffPost UK und wurde von Christine Riemann ins Deutsche übersetzt und angepasst.

    (ll)


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    Droht die nächste Regierungskrise? Nahles, Maas und Merkel im Bundestag. 

    Der Politikwissenschaftler Lothar Probst erklärt in einem Interview mit dem “Handelsblatt”, warum es 2019 zum vorzeitigen Ende der großen Koalition kommen könnte.

    Sollten die CDU und die SPD bei den Landtags- und Kommunalwahlen deutlich an Zuspruch verlieren, “würde das die Situation in der großen Koalition erschweren und könnte zum vorzeitigen Ende der Koalition führen”, sagt Probst. Und betont: “In jedem Fall würde es die Konflikte zwischen den beiden Partnern verschärfen.”

    ► Der Politikwissenschaftler geht davon aus, “dass die AfD in Ostdeutschland sehr gute Ergebnisse erzielen wird”. 

    Mehr zum Thema: US-Magazin rät der CDU: “Es ist Zeit, Ostdeutschland aufzugeben”

    Was ihr über die anstehenden Wahlen 2019 wissen müsst: 

    2019 wird in Brandenburg, Sachsen und Thüringen ein neuer Landtag gewählt. In allen drei Bundesländern könnte die AfD laut aktuellen Umfragen zweit- oder gar stärkste Kraft werden. Ein Regierungsbündnis ohne die Beteiligung der Linkspartei und der AfD würde sich für die CDU schwierig gestalten. 

    Politologe Probst erklärt im Interview auch das Dilemma der CDU für die anstehenden Wahlen:

    “Wenn die CDU die Mitte zu stark preisgibt und sich wieder nach rechts orientiert, verliert sie womöglich den christlich-progressiven Flügel an die Grünen. Ändert sie nichts an ihrer Position, wird es ihr nicht gelingen, einen Teil ihrer früheren Wählerschaft von der AfD zurückzugewinnen.”

    Gerade in Ostdeutschland habe die AfD längst eine Stammwählerschaft aufgebaut. “Diese Wähler teilen die inhaltlichen Positionen der AfD und wollen, dass die Politik in Deutschland eine grundsätzlich andere Richtung einschlägt.”

    Für die CDU werde es schwierig, diese Wähler zu erreichen. 

    Welchen Kurs der Experte für die CDU vorschlägt: 

    Wie kann die CDU also konservative Wähler zurückgewinnen, ohne ein progressiver gestimmtes Klientel zu vergraulen?

    ► Probst schlägt vor: “Es kommt für die CDU deshalb darauf an, sozialpolitisch und ökologisch moderat die Mitte zu bedienen und gesellschaftspolitisch sowie kulturell moderat ihr konservatives Profil herauszustellen.”


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    • AfD-Politiker André Poggenburg hat sich bei seinem Neujahrsgruß an seine Anhänger gewandt. 
    • Besonders ein Begriff sorgte für entsetzte Reaktionen. 

    Ein neues Jahr, eine neue Chance. Eine Zeit für gute Vorsätze. 

    Das dachte sich wohl auch AfD-Politiker André Poggenburg, der seinen Anhängern in einem Tweet ein “kämpferisches und patriotisches 2019” wünschte. Der erste Satz auf seiner Grußkarte sorgte für zahlreiche Reaktionen. 

    Der Neujahrsgruß von Poggenburg lautete: 

    “Die deutsche Volksgemeinschaft hat das Erbrecht der friedlichen Koexistenz in Europa. Dies gilt es gegen neulinke Abschaffer und Feinde unseres deutschen Volkes und Staates energisch zu verteidigen.”

    Viele Beobachter wiesen auf den Begriff “Volksgemeinschaft” und seine Verwendung durch die Nationalsozialisten hin. 

    Auch ein Symbol des AfD-Grußes erinnert an die Nationalsozialisten

    Dietmar Neuerer vom “Handelsblatt” kommentierte auf Twitter: ”‘Volksgemeinschaft’ – die AfD wieder voll im Nazi’sprech-Modus.”

    ► “Bild”-Reporter Julian Röpcke twitterte: “Auch bei der NSDAP heißt man 2019 freudig willkommen.”

    Er wies auch darauf hin, dass sich oben rechts auf der Grußkarte die blaue Kornblume zu sehen ist, ein Erkennungszeichen, das von den Nationalsozialisten benutzt wurde – und über das auch Adolf Hitler in seinem Buch “Mein Kampf” schrieb. 

    Michael Bermeitinger, Redakteur bei der “Allgemeinen Zeitung Mainz”, schrieb auf Twitter: “Poggenburg nutzt ganz offen den nationalsozialistischen Begriff der ‘Volksgemeinschaft’, spricht damit bewusst Nazis an.”

    Poggenburg, der bis August 2018 zum völkischen AfD-Flügel um Björn Höcke gehörte, trat im März von seinen Ämtern als Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt zurück, nachdem er für seine rassistischen Äußerungen von der eigenen Partei abgemahnt wurde


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    Alison Stevensons Auftritte in den sozialen Medien sind das, was viele Unternehmensmarken gerne wären: Sie vermitteln “Body Positivity”, also ein positives Körpergefühl, egal in welcher Gewichtsklasse. Und das authentisch. 

    Die Komikerin und Performerin, die auf Fotos regelmäßig in Unterwäsche zu sehen ist, begann vor etwa zwei Jahren, sexy Fotos von sich selbst zu veröffentlichen. Es sei ein ziemlicher Aufwand, “mich dabei nicht fetischartig zum Sexobjekt zu stilisieren, sondern zu sagen, ‘hier bin ich mit meinem dicken Bauch, trotzdem versuche ich, sexuell ansprechend zu sein‘“, sagt sie im Gespräch mit HuffPost.

    Body Positivity ― wahre Zufriedenheit mit dem eigenen Körper ― wie die von Stevenson hat ihre Heimat in Online-Communities wie Instagram and Tumblr gefunden.

    Diese Plattformen dienen Menschen als Zufluchtsorte, in denen sie sich mündig und weniger allein fühlen. Stevenson aber fragte sich, wie ihre Haltung in der realen Welt aussehen könnte.

    Wie  würde eine Stripshow mit Frauen aussehen, deren Körper sehr unterschiedlich ist?

    Seht uns an, wir sind nackt, wir lieben es, nackt zu sein.

    Stevenson wusste, dass es fettleibige Stripperinnen gibt. Allerdings hatte sie die Frauen nie in den Clubs gesehen, die sie in Los Angeles besuchte.

    Als Strip-Enthusiastin, die es schon immer einmal selbst ausprobieren wollte, habe sie sich nie wohlgefühlt bei dem Gedanken mitzumachen – als Frau mit kräftigem Körperbau. 

    “Da kam der Impuls her“, erklärt sie: “Weil ich eine Art Instagram-Schlampe bin (sie lacht) und das Gefühl hatte, einen Ort schaffen zu müssen, in dem ich für mich selbst und für Gleichgesinnte strippen kann.“

    Mehr zum Thema: Erik Cavanaugh ist übergewichtig – so hat er es zum Profitänzer geschafft

    Sie tat sich mit Linda Douglas und Elizabeth Flores zusammen, um eine Show zu gründen. Douglas taufte sie “Thicc Strip“. Das wichtigste Element dabei sollten eine kompromisslos positive Haltung zum eigenen Körper sein – und Selbstliebe.

    “Ich wollte etwas tun, das dir sofort ins Auge springt“, sagt sie. ”’Seht uns an, wir sind nackt, wir lieben es, nackt zu sein. Wir lieben unseren Körper, wir schämen uns nicht für ihn. Ich dachte, Strippen sei perfekt dafür geeignet.“ 

    "In einer Stadt, in der jeder aussieht, als hätten ihn Götter geformt, freuen sich die Menschen darüber, wenn auch mal Körper sexy dargeboten werden, die weit vom gesellschaftlichen Standard entfernt sind“

    Das Trio postete ein Foto, mit dem sie sowohl professionelle Tänzer als auch Amateure einluden, an der Veranstaltung teilzunehmen. Schließlich waren sie eine ansehnliche Gruppe von Frauen. Zusammen nahmen sie, inklusive Stevenson, monatelang Tanzunterricht zur Vorbereitung.

    Am 14. Dezember in Los Angeles gab es dann den ersten Auftritt von “Thicc Strip”. Allein schon wegen der Fotos war er ein großer Erfolg. 

    Mehr zum Thema:Alles, was ihr über Übergewicht wisst, ist falsch

    Vanessa Gritton, Komikerin, Schriftstellerin und eine der teilnehmenden Tänzerinnen, sagt der HuffPost, dass die Performance noch dadurch an Bedeutung gewonnen habe, dass sie in der “Stadt der Engel“ [Spitzname für Los Angeles, Anm. d. Red.] stattgefunden habe.

    “In einer Stadt, in der jeder aussieht, als hätten ihn Götter geformt, freuen sich die Menschen darüber, wenn auch mal Körper sexy dargeboten werden, die weit vom gesellschaftlichen Standard entfernt sind“, sagt sie.

    Stevenson, Douglas und Flores hatten erwartet, dass die Veranstaltung positiv aufgenommen und erfolgreich sein würde – aber sie ahnten nicht, wie groß und verbreitet die Sehnsucht nach solch einer Show sein würde.

    Sie rechneten mit 100 Leuten, am Ende waren es mehr als 300 Menschen, sie mussten sogar einige abweisen.

    “Ich habe fast geweint, als ich sah, dass die Schlange weit die Straße hinunter reichte“, erinnert sich Stevenson. “So lange hatte ich mich gefragt, ob ich die Einzige bin, die so etwas sehen will.“

    Nie habe ich mich so selbstbewusst gefühlt wie damals, als ich meinen Mantel auszog und meinen übergroßen, in Dessous gekleideten Körper enthüllte.

    Dieses Gefühl ebbte ab, sobald sie den – wie es die Tänzerin Jasmine Newkirk beschreibt – “ohrenbetäubenden“ Jubel hörte. “Nie habe ich mich so selbstbewusst gefühlt wie damals, als ich meinen Mantel auszog und meinen übergroßen, in Dessous gekleideten Körper enthüllte“, sagt Newkirk. “Niemals.“

    Es setzte nicht nur bei den Tänzern Kräfte frei. Flores, die sich um den reibungslosen Ablauf der Show kümmerte, beobachtete, dass auch die Zuschauer bewegt waren. “Es gab Leute, die mir unter Tränen sagten, das sei das Inspirierendste gewesen, das sie je gesehen hatten“, sagt sie.

    Tänzerin Seraphina Rose waren die Reaktionen des Publikums besonders bestärkend. “Die Zuschauer sagten uns, dass unsere Performance und die Selbstermächtigung unserer Körper sie dazu gebracht hätten, zu Hause nackt vor dem Schlafzimmerspiegel zu tanzen und/oder vor Glück zu weinen“, sagt sie.

    Die Tänzerinnen von “Thicc Strips“ führten den Medien vor Augen, wie sehr sie den eingeengten Blick der Gesellschaft auf Schönheit fördern, und sie alle haben eine ähnliche, mitreißende Botschaft: Dass die Medien falsch liegen, dass es an der Zeit ist, Körper so zu sehen, wie sie sind, dass es ein Publikum für sie gibt und dass es höchste Zeit ist, damit aufzuhören, Menschen in Schubladen zu stecken.

    Ich bin dick UND schön!

    “Man kann mir nicht sagen, was ich bin und was nicht“, sagt Flores. “Ich bin dick UND schön, und wenn ich auf die Bühne springen und der Welt zeigen will, wozu mein Körper fähig ist, kann mich niemand aufhalten.“

    Die Gruppe macht sich Stevenson zufolge bereits Gedanken über eine nächste Veranstaltung und hofft, alle zu erreichen, die Ähnliches erfahren möchten. “Es ist wirklich eine Herausforderung, aber wenn man sie annimmt und sich überwindet, fühlt man sich zehnmal besser“, sagt sie.

    “Es ist schwer zu erklären, aber es fühlt sich wirklich so an, als ob man nur deshalb so kräftig geworden ist, um den Leuten seine Titten zu zeigen (sie lacht).“ 

    Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost US und wurde von Susanne Raupach ins Deutsche übersetzt. 

    (tb)


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    ► Ein Autofahrer hat in Bottrop (Nordrhein-Westfalen) in der Silvesternacht seinen Wagen in eine Fußgängergruppe gesteuert und mindestens vier Menschen zum Teil schwer verletzt.

    ► “Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit von einem gezielten Anschlag aus, der möglicherweise in der fremdenfeindlichen Einstellung des Fahrers begründet ist”, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die Ermittler haben “erste Informationen über eine psychische Erkrankung des Fahrers”.

    ► Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung über den Fall berichtet. Laut der Zeitung sagte ein Polizist für die Amokfahrt: “Es glich einer Menschenjagd.“

    Was noch über den Fall in NRW bekannt ist: 

    Weiter heißt es in dem Bericht, die Polizei hätte den Mann etwa eine halbe Stunde später in der Stadt Essen festnehmen können. 

    (ll)


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    • Laut einem Royal-Insider muss Prinz Harry schon seit geraumer Zeit auf Kaffee, Tee und Alkohol verzichten.
    • Seine Frau Meghan soll ihn dazu zwingen.
    • Im Video oben seht ihr, dass Meghan ebenso eine fordernde Arbeitgeberin ist: Nachrichten ab 5 Uhr morgens und neue Regelungen – ist Herzogin Meghan eine Horror-Chefin?

    Es ist kein Geheimnis, dass Herzogin Meghan die britische Königsfamilie auf Trab hält. Mit ihrer Kleiderwahl und dunkel lackierten Fingernägeln bricht sie royale Tradition. Und auch der angebliche Streit zwischen ihr und Schwägerin Kate wurde in der britischen Presse heiß diskutiert. 

    Ein Insider berichtet nun der britische Zeitung “Express”, dass Meghan mit einer ihrer neuesten Forderung für Aufsehen im königlichen Palast sorgt. Die Royals sollen ihr dieses Mal dafür dankbar sein. 

    Wie der Royal-Insider sagt, zwinge die 37-Jährige ihren Mann, Prinz Harry, dazu, keinen Alkohol, Kaffee oder Tee zu trinken. Der Prinz soll laut der Quelle nur noch stilles Mineralwasser trinken. Die Zeitung zitiert den Insider:

    “Wenn man bedenkt, dass er seit seiner Jugend ein ziemlich brutaler Trinker ist, ist das schon eine große Leistung. Er war immer zappelig und unterwegs und suchte immer nach dem nächsten Nervenkitzel.

    Mehr zum Thema:Royal-Insider ist sich sicher – Herzogin Meghan soll Zwillinge bekommen 

    Harry verzichtet auf Alkohol, Kaffee und Tee

    Der royalen Familie sei der neue Lebensstil des Prinzen über die Weihnachtsfeiertage aufgefallen. Die Familie hätte einen “großen Unterschied in seinen Charakterzügen” bemerkt. Sie sprechen von einer “großen Leistung”. Prinz Harry sei nur nicht mehr der wilde Partygast, sondern ruhiger und entspannter. 

    Oft genug war die britische Königsfamilie in der Vergangenheit in den Schlagzeilen, weil der damals noch sehr junge Harry wegen Alkohol- und Drogeneskapaden in die Schlagzeilen kam. 

    Mehr zum Thema:Royals-Streit zwischen Meghan und Kate – diese Rolle soll William dabei spielen

    Die Zeitung berichtet außerdem, dass Harry selbst glücklich über seinen neuen asketischen Lebensstil sei. Weshalb seine Frau ihm ausgerechnet auch Kaffee und Tee verbietet, wird nicht erwähnt. Die Zeitung zitiert den Insider mit den Worten:

    “Meghan hat ihm gezeigt, dass es auch eine andere Art zu leben gibt – und er ist ein Fan davon geworden. Er isst gesund, vergiftet seinen Körper nicht, trainiert, macht ein wenig Yoga und ist viel glücklicher.”

    Weiter heißt es, dass Prinz Harry aus Solidarität zu seiner schwangeren Frau auf diese Getränke verzichte. Das erste Kind der beiden Royals soll im Frühjahr 2019 zur Welt kommen. 

    (ll)


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    • Mehr Kindergeld, die Erhöhung des Mindestlohns und strengere Auflagen für Online-Händler – 2019 wird sich einiges ändern.
    • Im Video oben seht ihr die wichtigsten Veränderungen im kommenden Jahr.

    Den Deutschen winken 2019 ein etwas höheres Kindergeld sowie ein höherer Mindestlohn. Darüber hinaus gibt es zum Jahreswechsel eine Fülle von gesetzlichen Änderungen, die unter anderem LKW-Fahrer und Online-Händler betreffen.

    Der Mindestlohn steigt 

    Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2019 um 42 Cent auf 9,19 Euro. Zum 1. Januar 2020 wird der Mindestlohn noch weiter erhöht – nämlich auf 9,35 Euro.

    Lkw-Maut wird teurer 

    Ab dem 1. Januar wird die Lkw-Maut erhöht. Die Kosten der Lärmbelästigung werden ab Beginn des neuen Jahres mit eingerechnet. 

    Gesetzliche Krankenkasse

    Und auch bei der Krankenkasse gibt es ab dem 1. Januar eine Gesetzesänderung. Ab dem neuen Jahr wird der Zusatzbeitrag nämlich zu gleichen Teilen vom Arbeitnehmer und -geber bezahlt. Den Zusatzbeitrag mussten die Krankenkassenmitglieder bisher alleine tragen.

    Mehr zum Thema: Diese Versicherungskarten sind ab 2019 ungültig

    Weitere Gesetzesänderungen seht ihr oben im Video. 

    (ll)


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    Hinter ihm stehen zwei türkische Flaggen, seine Gesichtszüge wirken entschlossen. 

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich in einer Ansprache am Ende des Jahres an die Menschen in der Türkei gewandt. Seine Neujahrsrede aber ist auch eine Mitteilung an die Welt. 

    Hatte Erdogan im vergangenen Jahr bei derselben Gelegenheit eine “aktivere und unerschrockene Außenpolitik” angekündigt, so lässt seine Ansprache für das kommende Jahr erkennen: Der türkische Präsident will von seinem offensiven Kurs nicht abrücken. 

    Die Rede macht deutlich, in welchen Regionen sich die Konflikte der Türkei mit ihren Nachbarn weiter verschärfen werden. Erdogans Neujahrsansprache – auf den Punkt gebracht. 

    Erdogan sieht sich international etabliert: 

    2018 versuchte Erdogan nach den Provokationen der vergangenen Jahre, sich den Staaten der EU wieder anzunähern. Hintergrund war die Wirtschaftskrise in der Türkei. 

    Aber auch das Bündnis mit Russland versuchte der türkische Staatschef zu forcieren. Die Türkei wird im Oktober 2019 mit der Installation russischer S-400-Flugabwehrraketensysteme beginnen. Die Nato, zu der Ankara gehört, warnt vor dieser umstrittenen Anschaffung, weil sie einen wachsenden Einfluss Moskaus auf Nato-Gebiet fürchtet.

    Erdogan unternahm 2018 zahlreiche diplomatische Bemühungen, neue Bündnisse zu schließen. So besuchte er im Juli die Konferenz der sogenannten BRICS-Staaten: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. 

    Der ehemalige türkische Abgeordnete und Politik-Experte Aykan Erdemir sieht zudem eine Achse zwischen der Türkei und Venezuela, Iran und Russland sich formieren. 

    In seiner Neujahrsansprache betont Erdogan seine diplomatischen Bemühungen. 27 Länder habe er besucht, insgesamt 29 Auslandsbesuche unternommen. 

    Entscheidend aber sind die Passagen in Erdogans Rede über den Nahen Osten. 

    Wie Erdogan über den Nahen Osten spricht: 

    “Die Tatsache, dass es der Türkei nicht möglich ist, ihre eigene Zukunft zu sichern, ohne die Probleme in der Region zu lösen, veranlasste uns zu einer aktiven Politik – diplomatisch sowie vor Ort”, betont Erdogan. 

    Neben den diplomatischen Bemühungen der Türkei sorgte vor allem die türkische Militär-Offensive im Norden Syriens für Aufmerksamkeit – und Kritik. Nach der Operation Euphrat-Schutzschild im August 2016 drangen türkische Soldaten zusammen mit verbündeten Milizen ab Januar 2018 weiter in kurdisches Gebiet in Syrien vor. 

    Ziel der Offensive war die kurdische YPG-Miliz, die Erdogan als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation ansieht. Für den Westen aber ist die YPG ein Verbündeter im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). 

    Nach dem überraschenden Rückzug der USA aus Syrien steht eine weitere türkische Offensive gegen die Kurden an. Auch in der Neujahrsnacht schaffte das türkische Militär laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu schwere Waffen, gepanzerte Fahrzeuge, Panzer sowie Munition in die osttürkischen Grenzprovinzen Mardin und Sirnak. 

    In seiner Neujahrsansprache machte Erdogan deutlich, dass sich die Interessen der Türkei nur “vor Ort”, also mit militärischer Präsenz, verfolgen lassen würden.

    Heißt: Die geplante Offensive in Syrien wird kommen. 

    Welche Konflikte Erdogan noch erwähnt: 

    Aber noch ein weiterer Satz ist aufschlussreich über die Pläne von Erdogan für 2019. “Wir zeigen unsere Entschlossenheit, unsere Rechte in Zypern, im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis sowohl im politischen Bereich als auch vor Ort zu schützen.”

    Zypern und die Gewässer zwischen der Türkei und Griechenland: Beide Gebiete bergen Risiken einer Eskalation. 

    ► Die Türkei besetzte nach einem Militärputsch in Griechenland 1974 den Norden von Zypern. Im November 1983 wurde die international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern ausgerufen. Seitdem ist die Insel geteilt, die Grenze steht unter UN-Beobachtung.

    ► Die Türkei beansprucht auch Inseln in der Ägäis für sich, die mit dem Vertrag von Lausanne 1923 an Griechenland fielen. 2016 betonte Erdogan: “In Lausanne haben wir Inseln aufgegeben, die so nah sind, dass deine Stimme zu hören ist, wenn man zu ihnen rüberruft.”

    Erdogans Ankündigung, die Rechte der Türkei “auch vor Ort zu schützen”, kann als Ankündigung weiterer Provokationen verstanden werden, wie sie in den vergangenen Jahren immer wieder vorkamen. 

    Laut Informationen der “Welt” verletzte das türkische Militär 2017 2000 Mal griechische Territorialgewässer, 3300 Mal verletzten Kampfflieger der Türkei den griechischen Luftraum. 

    Die territorialen Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland werden auch im neuen Jahr bestehen bleiben – oder sich womöglich verschärfen. 

    Erdogans Neujahrsansprache auf den Punkt gebracht: 

    Zwar hob Erdogan bei seiner Rede auch die humanitären Bemühungen seines Landes hervor. Die Türkei hat rund 3,4 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Auch ist die Rede zurückhaltender als vor einem Jahr.

    Dennoch sind es kämpferische, selbstbewusste Worte – und sie kündigen an, dass die territorialen Konflikte der Türkei mit ihren Nachbarn auch im Jahr 2019 weiter bestehen bleiben. 

    Denn, so betont Erdogan: Er arbeite nicht nur an einer Vision für 2023, das hundertjährige Jubiläum der Republik Türkei. Sondern auch an der Vision für 2053, dem 600. Jahrestag der Eroberung Konstantinopels, und für 2071, dem 1000. Jahrestag einer wichtigen Schlacht der türkischen Seldschuken gegen das Byzantinische Reich. 

    Es sind Daten, die an die Türkei als Weltmacht erinnern.


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    • Beim “ZDF Winterinterview“ mit Wolfgang Schäuble hat ein Kameramann einen Sweater einer Punkband getragen.
    • Zuschauer vermuteten dahinter eine politische Botschaft – nun entschuldigte sich das ZDF.

    Es kommt auf die Details an. Das “ZDF Winterinterview” mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) lief für den Sender eigentlich problemlos ab. Eigentlich... denn der Sweater eines Kameramanns sorgte für einen Eklat.

    In zwei Schnittbilder sah der Zuschauer nicht nur den Bundestagspräsidenten und die Moderatorin, sondern auch die Kameramänner. 

    Einer trug einen Fan-Pullover der Punkband “Slime” mit der Aufschrift “Brüllen, zertrümmern und weg“, sowie einer ausgestreckten Faust.

    Und da bestimmte Zuschauer dem Sender gerne linksgerichtete Meinungsmache vorwerfen, witterte so manch einer hier ein politisches Statement des Senders.

    Das ZDF entschuldigt sich

    Die Vorwürfe waren so laut, dass sich der Sender gezwungen sah, ein Statement zu veröffentlichen. Ein Statement dazu, dass der Pulli kein Statement war, sondern die Kameramänner lediglich angehalten seien, dunkle Kleidung zu tragen.

    Trotzdem bedauert der Sender, dass der Schriftzug in der Sendung zu sehen war.

    Verschwörungstheorien, von Antifa bis IS

    Doch Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn die Diskussion damit schon vorbei wäre. So ging die Schlammschlacht auf Twitter weiter.

    Für manche Nutzer ist der Pullover ein Sicherheitsrisiko,

    Manch einer sieht gar Verbindungen zur Terrorgruppe Islamischer Staat (IS).

    Es gibt auch einige Twitter-Nutzer, die die ganze Aufregung nicht verstehen.

    Am Ende kann einem das ZDF fast Leid tun. Da bereitet der Sender ein großes Interview vor – und am Ende reden alle über einen Pulli.


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    Nachdem im Ruhrgebiet ein Mann aus Fremdenhass mit seinem Auto mehrfach in Menschengruppen gefahren ist, gehen die Ermittlungen zu Hintergründen und Hergang der Tat weiter. Der 50-Jährige hatte auf seiner Fahrt in der Silvesternacht in Bottrop mindestens fünf Personen verletzt. 

    Einen weiteren Verletzten gab es später in Essen. Zwei andere Versuche des Mannes, in Bottrop und Essen Passanten anzufahren, schlugen fehl. Hier kamen die Menschen mit dem Schrecken davon.

    Was spricht für den rassistischen Hintergrund?

    Nach “Spiegel”-Informationen soll der 50-Jährige in seiner Vernehmung gesagt haben, die vielen Ausländer seien ein Problem für Deutschland, das er lösen wolle.

    Demnach soll der Mann, der von Hartz IV lebt, nach ersten Erkenntnissen der Ermittler eine schizophrene Erkrankung haben. Der Mann sei in der Vergangenheit mindestens einmal in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen worden, berichtete das Nachrichtenmagazin.

    Schon zuvor hatten die Ermittler angegeben, dass sie “erste Informationen über eine psychische Erkrankung des Fahrers” hätten. Der mutmaßliche Täter stamme aus Essen und sei bei der Polizei bislang nicht in Erscheinung getreten, hieß es.

    Wie der “Tagesspiegel” berichtet, wird die Tat als terroristischer Anschlag eingestuft. 

    Was sagen Politiker?

    ► NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte nach den ersten Vernehmungen des Festgenommenen: “Es gab die klare Absicht von diesem Mann, Ausländer zu töten.”

    Der Mann habe das Auto in Bottrop und Essen bewusst in Menschengruppen gesteuert, die überwiegend aus Ausländern bestanden. Unter den Verletzten sind Syrer und Afghanen. Staatsanwaltschaft und Polizei sprachen von einem “gezielten Anschlag”.

    ► Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte am Dienstag, die Tat habe ihn sehr “betroffen” gemacht. “Es gehört zur politischen Glaubwürdigkeit, beide Fälle mit Entschiedenheit und Härte zu verfolgen”, sagte er in Hinblick auf die Amokfahrt und die prügelnden Asylbewerber im bayerischen Amberg am Samstag.

    Gibt es Aufnahmen der Szene?

    Aus Bottrop gibt es mehrere Videos, die den Tathergang zeigen.

    ► Dort ist zu sehen, wie der Mann von der Osterfelder Straße in Richtung Berliner Platz einbiegt und zunächst langsam vorwärts rollt. Mehrere Menschen springen aus dem Weg. Als er zurücksetzt, ist zu sehen wie ein Mann auf dem Boden liegt, Menschen schreien.

    ► Ein anderes Video zeigt mutmaßlich dieselbe Szene. Darauf ist zu erkennen, wie eine blonde Frau einen Böller anzündet, dann im letzten Moment aus dem Weg springt, als der Autofahrer Gas gibt. Er schiebt einen Mann auf der Motorhaube vor sich her. Menschen schreien schockiert und empört.

    Dann bremst der Wagen kurz ab, biegt nach links und fährt davon.

    Der mutmaßliche Augenzeuge, der die Aufnahme der skrupellosen Tat machte, sagte im Gespräch mit der “Bild”:

    “Der Mercedes-Fahrer ist gezielt auf Menschen mit ausländischem Aussehen gefahren. Es waren fast ausschließlich Syrer. Er fuhr zunächst vorwärts und dann setzte er im Rückwärtsgang noch mal nach. Eine andere Passantin hat die Polizei gerufen. Ich habe das Kennzeichen notiert und eine Aussage bei der Polizei gemacht.“

    Trotz der schockierenden Aufnahmen entbrennen in rechten Kreisen bereits erste Verschwörungstheorien. Einer der meistgeteilten Beiträge bei Twitter zu der Tat stammt von einem offenbar rechtsextremen Account. Der Autor schreibt: “Blonde Frau: ‘Offensichtliche Ausländer-Gruppe’? Er bremst und fährt nicht weiter auf den Mann am Kühler: Mordabsicht? Fragen.”

    Später dann: “Warum sollen wir keine Videos vom erfundenen “Anschlag” in #Bottrop posten? Passt euch das nicht in den Kram und ins Weihnachtsmärchen? Wieder einmal blöd gelaufen, die kleine Propaganda-Aktion, was?”

    Wie reagieren andere?

    Andere diskutieren derweil über die richtige Einstufung der Tat, besonders über die Frage, ob es sich um Terrorismus oder eine “Amokfahrt” handelt.

    ► Der SPD-Abgeordnete Karamba Diaby twitterte: “Wenn die Motive rassistisch sind, müssen wir auch die richtigen Worte dafür verwenden. Der Anschlag in Bottrop scheint politisch motiviert zu sein und ist damit Terror. Meine Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Angehörigen.”

    ► Der Extremismusforscher Matthias Quent ordnete ein, politische Motive und psychische Erkrankungen würden sich nicht ausschließen. Das sei auch bei islamistischem Terrorismus verbreitet. Beides seien keine Gegensätze. 

    ► Ein Nutzer kritisiert: “Ich finde ja schon, dass es Teil des Problems ist, wenn in Bottrop ein deutscher Rechtsradikaler versucht, Menschen zu töten, und die “Tagesschau” nichts darüber berichtet, dafür aber einen Bericht zeigt, wie in Manchester ein Islamist versucht, Menschen zu töten.”

    ► FDP-Chef Christian Lindner bemerkte: “Die Tat in Bottrop führt uns erneut vor Augen, dass unsere offene Gesellschaft aus vielen Richtungen angegriffen wird. Davon dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen.”

    (ben)

     

     
     

     

     


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    ► Nach den Prügelattacken von Asylsuchenden im oberpfälzischen Amberg hat Bundesinnenminister Horst Seehofer seine Absicht bekräftigt, die Abschieberegeln zu verschärfen.

    ► “Wenn Asylbewerber Gewaltdelikte begehen, müssen sie unser Land verlassen. Wenn die vorhandenen Gesetze dafür nicht ausreichen, müssen sie geändert werden”, sagte der CSU-Politiker der “Bild”-Zeitung.

    ► Dazu werde er der Koalition Vorschläge machen. Einen solchen Vorstoß hatte Seehofer bereits Mitte Dezember für den Jahresanfang angekündigt.

    Zum Hintergrund:

    Vier Tatverdächtige im Alter von 17 bis 19 Jahren aus Syrien, Afghanistan und dem Iran hatten am Samstagabend unter Alkoholeinfluss Passanten unvermittelt geschlagen. Zwölf Menschen wurden meist leicht verletzt. Die Beschuldigten kamen in Untersuchungshaft.

    “Die Ereignisse in Amberg haben mich sehr aufgewühlt”, sagte Seehofer. “Das sind Gewaltexzesse, die wir nicht dulden können!”


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    Die Integrationsbeauftragte des Bundes Widmann-Mauz im Gespräch mit Flüchtlingen.

    ► Der CDU-Wirtschaftsrat sieht nach wie vor erhebliche Defizite bei der Integration der seit 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge.

    ► Generalsekretär Wolfgang Steiger sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Aussage “Wir schaffen das” von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aus dem Herbst 2015 sei “leider pauschal bis heute nicht erfüllt. Ich warne davor, wieder in die damalige Blauäugigkeit zu verfallen”.

    ► Er fügte hinzu: “Zur ganzen Wahrheit gehört, dass seit 2015 rund eine Million Zuwanderer neu in Hartz IV gefallen sind.” Erfreulicherweise habe die Bedürftigkeit bei den Einheimischen deutlich abgenommen. Dieser Zusammenhang werde in den Debatten regelmäßig unterschlagen.

    “Gerade unser gutes Sozialsystem zieht ja offensichtlich Flüchtlinge aus der ganzen Welt an.”

    Zum Hintergrund:

    Steiger widersprach damit Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, nach dessen Worten von den rund eine Million Menschen, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, um die 400.000 einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz haben.

    Die große Mehrheit davon sei sozialversicherungspflichtig. Merkel habe mit ihrem Satz “Wir schaffen das” richtig gelegen, so Kramer.

    Laut Arbeitsagentur hat jeder Dritte (31,6 Prozent im September) Flüchtling aus den acht Hauptherkunftsländern in diesem Jahr einen regulären oder einen Minijob gefunden. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 23,4 Prozent.

    Drei Monate nach der Antragstellung auf Asyl können Flüchtlinge eine Arbeitserlaubnis beantragen.

    (ben)


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    Donakd Trump und Mitt Romney.

    ► Der frisch gewählte US-Senator Mitt Romney (Utah) hat in einem vernichtenden Leitartikel mit der Politik seines Parteikollegen Donald Trump abgerechnet. Die gegenwärtige Regierung habe “Bestürzung in der ganzen Welt” hervorgerufen.

    ► In dem in der “Washington Post” veröffentlichten Artikel schrieb Romney, selbst ehemaliger republikanischer Präsidentschaftskandidat, dass er sich gezwungen sah, das Verhalten des Präsidenten nach dem Ausscheiden mehrerer Kabinettsmitglieder und der “Aufgabe von Verbündeten, die neben uns kämpfen”, zu kommentieren. 

    “Es ist bekannt, dass Donald Trump nicht meine Wahl für die republikanische Präsidentschaftsnominierung war. Nachdem er der Kandidat wurde, hoffte ich, dass seine Kampagne keine Ressentiments und Beschimpfungen mehr hervorrufen würde. Es kam nicht so”, schrieb Romney.

    ► Und weiter: “Sein Verhalten in den letzten zwei Jahren, insbesondere sein Verhalten in diesem Monat, ist ein Beweis dafür, dass der Präsident der Bürde des Amtes nicht gerecht geworden ist.”

    Das schrieb Romney noch:

    Auch auf die internationale Kritik an Donald Trump ging der Republikaner näher ein.

    ► So schrieb Romney: “In einer Umfrage des Pew Research Center im Jahr 2016 glaubten 84 Prozent der Menschen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Schweden, dass der amerikanische Präsident ‘das Richtige im Weltgeschehen tun würde’. Ein Jahr später war diese Zahl auf 16 Prozent gesunken.” 

    Was einige hinter dem Beitrag vermuten:

    In wenigen Tagen wird Romney als Juniorsenator in Utah vereidigt.

    ► Einige Beobachter betrachten den Kommentar in der “Washington Post” als Positionierung Romneys als Trump-Herausforderer im Kongress. 

    Der schrieb: “Ich werde so handeln, wie ich es mit jedem Präsidenten tun würde, innerhalb oder außerhalb meiner Partei. Ich werde Politik unterstützen, von der ich glaube, dass sie im besten Interesse des Landes und meines Staates liegen, und mich denen widersetzen, die es nicht sind. Ich beabsichtige nicht, jeden Tweet oder Fehler zu kommentieren.”

    ► Andere glauben gar, Romney bereite sich auf einen weiteren Versuch vor, US-Präsident zu werden. Dazu diskreditiere er Trump und versuche sich als das darzustellen, was Wahlkämpfer und Großspender von einem republikanischen Kandidaten verlangen würden – ohne das “Drama”, für das Trump stehe.

    ► Schon länger spekulieren US-Medien, dass Romney 2020 gegen Trump antreten könnte.

    (ben)


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