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Huffington Post Germany Athena

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    • Der ehemalige Schumacher-Weggefährte Jean Todt berichtet, wie Angehörige versuchen, dem verunglückten Rennprofi zu helfen.
    • Auch er besuche Schumacher regelmäßig.

    Am 3. Januar wird Michael Schumacher 50 Jahre alt – noch immer abgeschottet von der Öffentlichkeit, im Kreise seiner Familie. 

    Im Dezember 2013 war die Formel-1-Legende schwer beim Ski-Fahren in den französischen Alpen verunglückt.

    Seitdem dringen nur sehr wenige Informationen über Schumachers derzeitigen Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit. Als gesichert gilt nur: In seinem Anwesen in Gland in der Schweiz wird Schumacher intensiv betreut.

    Dort laut Angaben der “Bild”-Zeitung immer wieder zu Gast: Der ehemalige Formel-1-Boss Jean Todt, ein enger Freund des ehemaligen Rennfahrers.

    Jean Todt: “Das wird ihn freuen”

    Der verriet nun: “Jeder weiß, dass ich ihn regelmäßig besuche. Das werde ich auch diese Woche machen.“

    Todt schaue sich mit Schumacher regelmäßig Rennen an, berichtet die Zeitung. Auch Renngeräusche seien Schumacher in der Vergangenheit vorgespielt worden – offenbar um die Genesung zu beschleunigen.

     

    Todt appellierte in der “Bild” an die Fans: “Wir alle müssen ihm, gerade jetzt, nur das Beste wünschen. So zeigen wir ihm, dass wir ihn lieben und bei ihm sind. Das ist das Wichtigste. Das wird ihn freuen.“

    Schon einmal hatte der Ex-Renn-Boss erklärt, die Zeit zusammen mit Schumacher würde er als die beste seines Lebens beschreiben. 


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    Jürgen Mohr hat Andrea Gumprich eingestellt.

    Seit 2005 gibt es Hartz IV, Andrea Gumprich (48) ist vom ersten Tag an dabei.

    Die Dortmunderin mit einem schwachen Abschluss als Schneiderin, Rückenproblemen und einer abgebrochenen Umschulung lebt seit vielen Jahren von aktuell 416 Euro Hartz-Regelleistung im Monat – trotz vieler Anläufe, Ein-Euro-Jobs und Fortbildungen.

    Jetzt bekommt sie eine neue Chance.

    Sie zählt zu den ersten Bewerbern, die über das gerade verabschiedete Teilhabechancengesetz eine neue Stelle gefunden haben – als Bürohilfe bei einem expandierenden Dortmunder Cateringbetrieb. Am 7. Januar ist ihr erster Tag.

    “Ein wundervolles Weihnachtsgeschenk”, sagt sie.

    Wie das Gesetz den Ärmsten helfen soll

    Das neue Gesetz wurde extra für Bewerber wie Andrea Gumprich gemacht: Leistungen bekommt nur, wer sieben Jahre nicht oder nur sehr kurz regulär beschäftigt war und wer schon sechs Jahre in Hartz IV steckt – kurz, die Fälle, für die es kaum noch Hoffnung gibt auf dem regulären Jobmarkt.

    Der Staat zahlt bis zu fünf Jahre lang den Lohn – die ersten zwei Jahre hundert Prozent, dann jedes Jahr zehn Prozentpunkte weniger. Am Ende ist die Übernahme ohne Förderung das Ziel, aber vor allem auch die soziale Teilhabe.

    Laut Koalitionsvertrag sollen insgesamt bis zu 150.000 Menschen davon profitieren, vier Milliarden Euro stellt die Bundesregierung den Jobcentern zur Verfügung bis 2022.

    Frank Neukirchen-Füsers, Leiter des Dortmunder Jobcenters – das fünftgrößte in Deutschland - hat als Praktiker viele Jahre für ein solches Gesetz gekämpft. “Programme für soziale Teilhabe gab es immer”, sagt er. Aber fast alle basierten auf gemeinnütziger, zusätzlicher Arbeit.

    Es beginnt mit “Vorbereitungsmaßnahmen”

    In Dortmund fuhren etwa Programmteilnehmer Friedhofsbesucher mit kleinen Elektroautos zu ihren Gräbern, um ihnen die langen Wege zu ersparen. Viele Angebote seien schön und wünschenswert gewesen, aber ohne ausreichende Nachfrage im allgemeinen Markt, sagt Neukirchen-Füsers. “Nach dem Ende der Förderung kam fast immer der Bruch.”

    Das soll jetzt grundsätzlich anders werden, denn das neue Gesetz zielt auf Stellen, die im Markt gebraucht werden. Seit einem viertel Jahr sei die Bundesagentur für Arbeit dabei, die Umsetzung vorzubereiten, sagt BA-Chef Detlef Scheele.

    Es werden passende Arbeitnehmer und Arbeitgeber gesucht. “Da hoffen wir auf eine angemessene Beteiligung von öffentlichen und privaten Arbeitgebern”, sagt Scheele.

    Die potenziellen Arbeitnehmer würden in Vorbereitungsmaßnahmen geschickt. “Wer sechs Jahre und länger arbeitslos war, den kann man nicht mal eben schnell 40 Stunden zur Arbeit schicken”, sagt er.

    570.800 Hartz-IV-Empfänger kommen in Frage

    Das intensive Coaching ist im Gesetz mitfinanziert – für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das kann noch vor dem ersten Arbeitstag bei der Organisation der Kinderbetreuung für die neue Mitarbeiterin anfangen.

    Oder dem Chef mit konkreten Tipps helfen, wenn er ins Grübeln gerät, ob der neue Mann den Job wirklich schafft. Die lange Förderung soll den Bewerbern genug Zeit geben, in die Aufgaben hineinzuwachsen.

    Insgesamt kommen theoretisch 570.800 Hartz-IV-Empfänger für die geförderten Jobs in Frage.

    ►  Erfahrungen würden aber zeigen, dass in der Realität nur etwa einer von zehn eine solche Beschäftigung aufnehmen könne. Oft gebe es zu große Hindernisse wie gesundheitliche Probleme, hieß es von der BA.

    Der zunehmende Arbeitskräftemangel in vielen Berufen hilft, auch die Schwächeren mitzunehmen.

    Andrea Gumprichs neuer Chef Jürgen Mohr sucht beispielsweise aktuell sieben bis acht Beschäftigte für seinen stark expandierenden Cateringbetrieb. Vor drei Jahren hat er mit zwei Leuten angefangen, jetzt arbeiten 37 Angestellte im Betrieb. Sein Interesse ist langfristig: “Ich brauche Leute, die mich entlasten – und zwar dauerhaft”, sagt er.

    “Ich will nicht mehr blöd angeguckt werden”

    In Andrea Gumprichs Fall soll das im Büro sein – zunächst mit Ablage und Telefon, später mit immer mehr Aufgaben bis hin zum Schreiben von Rechnungen. «Wenn sie länger braucht – kein Problem. Sie hat alle Zeit der Welt, das zu lernen.»

    Das macht Gumprich Mut. Die klein gewachsene untersetzte 48-Jährige hat schon in vielen Stellen versucht, schnell mit zu schwimmen – etwa als Büroassistenz in einer Grundschule, bei der Caritas oder in einer Geschenkeladen-Kette.

     

    Es brauche schlicht Zeit, neue Abläufe zu lernen – vor allem, wenn man jahrelang aus dem Arbeitsleben heraus sei, sagt Fachmann Neukirchen-Füsers. 

    Andrea Gumprich mit ihrer kleinen 37-Quadratmeter-Wohnung und ihren vier Katzen hat viele Jahre jeden Cent umgedreht. Ab Januar soll das etwas besser werden.

    Der Caterer zahlt zehn Euro Stundenlohn Minimum und die Stelle ist auf Vollzeit ausgelegt. Wichtiger als das Geld ist der 48-Jährigen aber die Anerkennung: “Ich will wieder merken, dass ich gebraucht werde. Und ich will nicht mehr blöd angeguckt werden, weil ich ja doch nur Stütze kassiere.»”


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    Die Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Kubicki und Claudia Roth.

    ► Die AfD hat die Umgangsformen im Bundestag nach Wahrnehmung der Bundestagsvizepräsidenten Claudia Roth (Grüne) und Wolfgang Kubicki (FDP) radikal verändert.

    ► “Wir erleben eine Entgrenzung von Sprache, einen Angriff auf demokratische Institutionen und den Versuch der Umdeutung der Geschichte”, sagte Roth der “Rheinischen Post”.

    Kubicki monierte, dass “ein Drittel der AfD-Fraktion, das überwiegend in den hinteren Reihen sitzt und vorwiegend aus ostdeutschen Bundesländern kommt”, nicht nur “verbal aggressiv” sei.

    ► Einmal habe es im Bundestag sogar “kurz vor einer kleinen Keilerei” gestanden, weil Zwischenrufe der AfD-Parlamentarier unerträglich gewesen seien.

    Was Claudia Roth noch sagt:

    Laut Roth zeigte sich schon in den Landtagen, dass die AfD “im Kern eine antidemokratische, autoritätsfixierte Partei ist, mit heftigen Verstrickungen ins rechtsextreme Spektrum”.

    Im Bundestag fühlten sich nun auch manche Mitarbeiter entsprechend unsicher: “Sie haben Angst”, sagte Roth.

    Zum Hintergrund:

    Allerdings haben sich in der Geschichte des Bundestags auch Abgeordnete anderer Parteien zu derben Beleidigungen hinreißen lassen.

    ► Dass der CDU-Politiker Dietmar Kansy 1983 seinen Kontrahenten Otto Schily (damals Grüne) mit NS-Propagandaminister Joseph Goebbels verglich, brachte ihm einen Ordnungsruf ein.

     

    ► Dieselbe Strafe bekam Joschka Fischer (Grüne) für die Beleidigung “christliche Dreckschleuder”, die er dem CSU-Politiker Walter Althammer zugerufen hatte.

    ► In der aktuellen Wahlperiode kassierte unter anderem die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel für ihre Aussage “Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse” einen Ordnungsruf. 


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    Die Hunde konnten sich in dem kleinen Auto kaum bewegen.

    • Die bayerische Polizei hat am Donnerstag zwei Männer des Hunde-Schmuggels überführt.
    • Die Beamten retteten dadurch 37 Hunde-Welpen.

    Vergangenen Donnerstag hat die bayerische Polizei ein Fahrzeug angehalten, das außer zwei Männern noch 37 Hunde-Welpen im Gepäck hatte. Die 41 und 43 Jahre alten Männer waren Richtung Belgien unterwegs.

    Auf der A6 bei Pleystein in der Oberpfalz hat die Polizei sie dann auf frischer Tat beim Hunde-Schmuggel ertappt. 

    Die Tiere winselten verzweifelt und konnten sich kaum bewegen. Die Männer waren mit einem Kleinwagen unterwegs.

    Die erst wenige Wochen alten Welpen waren in fünf Hundeboxen, einem Karton und einem Hamsterkäfig gefangen.

    Männer erwartet hohe Strafe

    Bei den Hunderassen handelte es sich unter anderem um Huskies, Malteser, englische und französische Bulldoggen. Die Welpen waren nicht geimpft und “erbärmlich in das Fahrzeug gepfercht”, sagte ein Beamter. 

    Nach der Kontrolle der Polizei kamen die Hunde in verschiedene Tierheime und werden dort derzeit versorgt. 

    Die Männer waren nach eigenen Angaben in Ungarn und haben dort die Welpen abgeholt. Über Tschechien und Deutschland sollten die Tiere dann nach Deutschland gebracht werden.

    Fahrer und Beifahrer erwartet eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro. 

     

    (lp)


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    Im Jahr 2015 durchsuchten Polizisten die Ibrahim-al-Khalil-Moschee.

    Seit Jahren äußern Experten Sorge über Radiaklisierungstendenzen und politische Beeinflussung in deutschen Moscheen.

    Nun hat die Bundesregierung die Debatte um eine aus dem Ausland gesteuerte Islam-Auslegung neu angestoßen: Sie will den Geldfluss vor allem aus Golfstaaten an radikale Moschee-Gemeinden in Deutschland kontrollieren.

    Mit Kuwait gebe es auf Betreiben des Landes seit 2017 schon eine solche Zusammenarbeit, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag in Berlin. Mit “einer ganzen Reihe von Staaten” gebe es Gespräche zu ähnlichen Kooperationen.

    Im Kontext des Vorstoßes wird aber vor allem deutlich, wie wenig in Deutschland eigentlich über die Organisation und Finanzierung vieler Moscheen bekannt ist. Wir haben die Lage auf den Punkt gebracht.

    Das ist die Ausgangslage:

    Im Fokus steht insbesondere die konservative islamische Strömung des Salafismus. Ziel der Salafisten ist die vollständige Umgestaltung von Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft nach ihrem Regelwerk - und letztlich die Errichtung eines islamistischen “Gottesstaates”.

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ging in seinem Bericht für 2017 von insgesamt 10.800 Salafisten in Deutschland aus.

    Das BfV schreibt auch: “Fast ausnahmslos alle Personen mit Deutschlandbezug, die sich dem Jihad angeschlossen haben, standen zuvor mit der salafistischen Szene in Kontakt. (...) Das Gefährdungspotenzial durch salafistische Gewalt bleibt unverändert hoch.”

    Es gebe Rekrutierungsversuche insbesondere unter Migranten.

    Bei der Deutschen Islam-Konferenz im November hatte Innenminister Horst Seehofer (CSU) die muslimischen Religionsgemeinschaften aufgefordert, sich von ausländischer Einflussnahme abzukoppeln. 

    Fall Türkei:

    Bekannt ist der Einfluss der türkischen Regierung: Der größte deutsche Islam-Dachverband Ditib untersteht der staatlichen Religionsbehörde Diaynet, die alle Imame in die rund 900 Moscheegemeinden entsendet und bezahlt.

    Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages geht von einer finanziellen “Entlastung etwa 4.000 bis 5.000 € für die jeweilige Gemeinde” aus, “unabhängig von der Frage, ob es in Deutschland entsprechende studierte islamischen Theologinnen und Theologen überhaupt gäbe”.

    Diyanet-Imame sind darüber hinaus auch in Moscheen der “Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş“ (IGMG) tätig – auch wenn sich die Gemeinschaft gegen den Vorwurf der “Fremdsteuerung” wehrt.

     

    Auch über diese Ausbildung hinaus scheint ein reger Austausch zwischen IGMG-Verantwortlichen in Deutschland und teils umstrittenen Geistlichen in der Türkei zu geben.

    Recherchen der HuffPost haben etwa gezeigt, dass mehrere Ortsvereine von Milli Görüs in Deutschland über mehrere Jahre hinweg Reisen von Jugendlichen aus Deutschland zum umstrittenen islamistischen Prediger Nurettin Yildiz in die Türkei organisierten.

    ► Der HuffPost sind mehrere in Deutschland tätige Prediger bekannt, die in engem Kontakt zu Yildiz zu stehen scheinen.

    Der hatte in der Vergangenheit unter anderem mit seiner Haltung zu Frauen für Empörung gesorgt. So sagte Yildiz: “Allah hat uns gesagt, Frauen zu schlagen. Frauen sollten dankbar sein, dass ihre Männer sie schlagen.“

    Das begrenzte Wissen:

    Darüber hinaus gibt es wenig verlässliche Daten zu Ausmaß und Ausrichtung ausländischer Unterstützung muslimischer Gemeinden in Deutschland.

    Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags stellten in einer Analyse vom Mai fest: “Obwohl die Frage immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen ist, waren (öffentlich zugängliche) systematisch erfasste Informationen über Finanzströme von Geldgebern aus Drittstaaten, die islamische Organisationen, insbesondere Moscheen bzw. Moscheevereinen begünstigen, nicht auffindbar.”

    Das Bundesinnenministerium wollte in einer Auskunft an die Linksfraktion im Bundestag Geheimdienst-Erkenntnisse zur Rolle einzelner Staaten nicht öffentlich machen.

    Auch auf eine Grünen-Anfrage über die Einflussnahme anderer Staaten antwortete die Bundesregierung im September 2017,“dass sie nicht anlasslos, allgemein und systematisch eigene Erkenntnisse über Verbindungen und Einflüsse ausländischer Stellen auf religiöse Vereine und Religionsgemeinschaften erhebe.”

    Was sich erahnen lässt:

    Dennoch kann als gesichert gelten, dass nicht nur die Türkei Moscheen in Deutschland unterstützt.

    ►   Dass der Iran Geld ans “Islamische Zentrum Hamburg“ (IZH) schickt, hat die Bundesregierung unlängst zugegeben. Sein Leiter ist direkter Stellvertreter des obersten Führers Ayatollah Khamenei in Europa.

    Die Stadt Hamburg schreibt dazu: “Das IZH hat ein bundesweites Kontaktnetz aufgebaut und übt auf Schiiten unterschiedlicher Nationalität sowie die schiitisch-islamischen Moscheen und Vereine Einfluss aus.”

    ►   Laut “Süddeutscher Zeitung” pumpt auch Saudi-Arabien große Summen in die Religionspolitik in Deutschland. Der Verfassungsschutz NRW rechne mit jährlichen Spenden in zweistelliger Millionenhöhe von Golf-Staaten an deutsche Salafisten. Das Land habe insgesamt in den vergangenen Jahren Milliarden ausgegeben, um seine Vorstellung des Islams zu verbreiten.

    ►   Laut “Bild” hat auch Kuwait Millionen für Renovierungen von Moscheen in Berlin und Hamburg gezahlt haben. Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft, die der Zeitung vorliegen, soll einen Zusammenhang zwischen Moschee- und Terror-Finanzierung belegen.

    Auf den Punkt:

    Die Bundesregierung  hat in der Vergangenheit wenig dafür getan, die Finanzquellen deutscher Moscheen und Islamvereine aufzudecken.

    Dass ausländische Regierungen ihre teils fundamentalistischen Religionsvorstellungen durch massive Finanzspritzen in Deutschland durchzusetzen versuchen, ist jedoch ein offenes Geheimnis.

    Der Vorstoß zur Kontrolle dieser Einflussnahme kommt spät – und legt erschreckend offen, wie sträflich das Thema vernachlässigt worden ist.

    Mit Material der dpa.


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    • Der Januar steht vor der Tür und bringt uns bereits in den ersten Tagen den Winter ins Haus.
    • Im Laufe des Monats könnten die Temperaturen sogar auf bis zu -20 Grad fallen – schuld daran ist das sogenannte “Berliner Phänomen”.
    • Im Video oben erfahrt ihr, was es damit auf sich hat und wie das Wetter im Januar wird.

    Der Januar steht kurz bevor, doch vom Winter ist noch keine Spur. Doch wann kommt er endlich oder kommt er überhaupt? So viel ist sicher: Der Winter kommt noch – und zwar schon in der ersten Januarwoche.

    Schon am dritten Januar wird es spürbar kälter. Der Wind dreht auf nördliche Richtungen und erfasst das Land – für uns bedeutet das Frost und Schnee. Im Osten und Südosten wird es dabei kälter als im Westen, dabei sind in der Nacht bereits -10 Grad in Sicht.
    Aber das wird nicht lang halten, denn in der 2. und 3. Januarwoche wird es erst mal wieder milder. Doch die kalten Tage Anfang Januar waren nur ein Vorgeschmack dessen, was noch kommt.

    Berliner Phänomen sorgt für sibirische Kälte

    Denn Anfang des Jahres setzt das sogenannte “Berliner Phänomen” ein. Dabei handelt es sich um eine plötzliche Erwärmung der Stratosphäre, die den Polarwirbel schwächt oder sogar regelrecht zerschneiden kann.

    Die Folge: Ein massiver Kaltlufteinbruch aus Osten droht. Der Zeitpunkt hierfür ist noch nicht klar, aber Ende Januar steigt das Risiko einen Ausbruchs arktischer Luftmassen. Zuletzt ist das im Februar 2018 passiert. In Lübeck fielen die Temperaturen nachts auf bis zu -20 Grad, die Höchstwerte am Tag lagen bei -10 Grad.

    Schnee fiel damals auch in Irland. In Großbritannien nannte man “the beast from the east”, in Deutschland ist das Phänomen auch als sibirische Kälte bekannt. Der Winter hat also noch gar nicht richtig losgelegt.

    (lp)


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    Die 29-Jährige hat sich von Rocker Gavin Rossdale getrennt.

    • Sophia Thomalla und Gavin Rossdale haben sich getrennt.
    • Die Moderatorin soll schon einen Neuen haben: einen Fußballer.

    2018 neigt sich dem Ende zu und viele haben bereits ihre Neujahrsvorsätze formuliert. So offenbar auch Moderatorin Sophia Thomalla

    Die 29-Jährige soll sich nämlich nach über einem Jahr Beziehung von Musiker Gavin Rossdale getrennt haben. Darüber berichtet die “Bild”-Zeitung.

    Neues Jahr, neue Liebe.

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Happy birthday my love 🖤you’re the greatest

    Ein Beitrag geteilt von Gavin Rossdale (@gavinrossdale) am

    Thomalla wird Spielerfrau

    Angeblich hat sich Thomalla direkt in die nächste Beziehung gestürzt und darf (oder muss) sich jetzt Spielerfrau nennen. Nur knapp zwei Monate nach dem letzten Auftritt von Thomalla und Rossdale macht die 29-Jährige die nächste Beziehung auf Instagram offiziell. 

    Der neue Glückliche: der 25-Jährige Loris Karius, ehemaliger Torwart des FC Liverpool. Aktuell steht er für den Verein Beşiktaş Istanbul im Tor. 

    Sophia Thomalla hat die Liebe zu einem Fußballer auf Instagram bestätigt.

    Der Fußballer ist mit 25 jünger als die 29-jährige Moderatorin. Ihre vergangenen Partner waren noch deutlich älter als Thomalla.

    Nach Rammstein-Frontsänger Till Lindemann, 55 Jahre, Bad-Boy-Image, und Rossdale, 53 Jahre und Rocker, folgt nun also ein junger, gestriegelter Sportstar. 

    Das deutet durchaus auf neue Gewohnheiten im neuen Jahr hin. 

    Laut “Bild” seien Fußballer Karius und Sophia Thomalla bereits beim gemeinsamen Shopping in Istanbul gesehen worden und sollen sich nun in Miami aufhalten. 

     

    (lp)


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    In Mathura, Indien hat im November dieses Jahres das erste Krankenhaus für Elefanten den Betrieb aufgenommen. Kranke und verletzte Elefanten werden hier wieder gesund gepflegt, berichtete Reuters.

    Das “Wildlife SOS Krankenhaus” erstreckt sich auf einer Fläche von 1.114 Quadratmetern und will vor allem für misshandelte und alte Elefanten da sein.

    Einige der Tiere sind blind oder taub, andere haben Geschwüre oder Gelenkprobleme. Es sind zum Teil die Spuren jahrelanger Gefangenschaft, denn viele Tiere wurden als Touristenattraktion bei Festen, im Zirkus oder für Tempelzeremonien eingesetzt. Dort sind Misshandlungen und Quälerei an der Tagesordnung, berichteten Tierschützer.  

    Den Tierärzten stehen in der Einrichtung die modernsten Geräte zur Verfügung, wie zum Beispiel drahtlose digitale Röntgengeräte, Ultraschallgeräte, Wärmebildgeräte sowie Quarantäneeinrichtungen.  

    “Wir haben das Krankenhaus gebaut, weil wir klar machen wollten, dass Elefanten unseren Schutz genauso benötigen, wie jedes andere Tier”, erzählte Geeta Seshamani, Tierschützerin und Mitbegründerin der Einrichtung gegenüber Reuters.

    Warum das wichtig ist:

    Die Artenvielfalt ist weltweit stark bedroht. Die vergangenen Jahre haben einen dramatischen Rückgang verzeichnet. Auch Säugetiere wie Elefanten sind trotz – oder gerade wegen – ihrer Beliebtheit vielen Gefahren ausgesetzt.

    Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen fordern die Länder der Welt auf, sowohl die Umwelt als auch die Tierwelt zu schützen. Werde hier und jetzt aktiv und setze dich mit uns für die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele ein.

    “Elefanten in Gefangenschaft dürfen nicht misshandelt werden. Wir müssen ihnen den Respekt entgegenbringen, den die Tiere brauchen, wenn man sie zur Arbeit einsetzen will”, fügte sie hinzu.

    Etwa die Hälfte der asiatischen Elefantenpopulation lebt in Indien. Mittlerweile ist aber auch hier die Population auf lediglich 27.000 Tiere geschrumpft. Inzwischen zählen Elefanten in Indien als gefährdete Tierart. 

    Elefanten nehmen am Tag um die 150 kg Nahrung und 100 Liter Wasser zu sich. Das macht die Deckung des Nahrungsbedarfs umso schwerer. Denn das starke menschliche Bevölkerungswachstum in den letzten Jahre führte dazu, dass die Menschen immer weiter in die Lebensräume der Elefanten vordringen und den Tieren somit ihren natürlichen Lebensraum und ihre Nahrungs- und Wasserressourcen wegnehmen.

    Die Konsequenz daraus: Hungrige Tiere verlassen auf der Suche nach Nahrung immer öfter ihre angestammten Gebiete. Sie durchqueren dabei Dörfer und verwüsten Felder. Bauern und Farmer, die ihre Lebensgrundlage durch die Tiere stark bedroht sehen, wehren sich, indem sie die Eindringlinge vergiften oder gar töten.

    Weitere Gründe für das Aussterben der Dickhäuter sind Wilderei und die große Nachfrage nach Elfenbein. Da in Asien nur männliche Elefanten Stoßzähne haben, wird durch die Wilderei das Geschlechterverhältnis verzerrt, was die Gefährdung zukünftiger Elefanten-Generationen zur Folge hat.

    Wildreservate für Elefanten, wie zum Beispiel das North Bank Landscape Reservat im Osten des Himalaya, spielen eine tragende Rolle für den Artenschutz. Sie bieten Elefanten nicht nur Zuflucht, sondern tragen auch zu ihrem Überleben bei.

    Die Eröffnung des Elefantenkrankenhauses in Mathura ist ein wichtiger Sieg im Kampf für den Schutz der Elefanten. Es signalisiert dem Land und hoffentlich dem Rest der Welt, dass Elefanten unseren Schutz brauchen. 

    Dieser Beitrag stammt von Global Citizen und wurde dort zuerst veröffentlicht. Global Citizen ist eine globale Bewegung junger, engagierter Menschen, die die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit bewältigen wollen. Mehr erfahren könnt ihr auf www.globalcitizen.org/de, aktiv werden und euch für eine bessere Welt für alle stark machen. 

    (ujo)


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    Die Queen feiert ein verlängertes Weihnachten aus einem traurigen Grund.

    • Die britischen Royals lassen ihre Weihnachtsdekoration länger als üblich stehen. 
    • Dahinter steckt eine traurige Tradition.

    Weihnachten ist vorbei und die meisten fiebern dem Ende des Jahres 2018 entgegen. Die Weihnachtsdekoration bleibt dabei in vielen Haushalten traditionellerweise bis zum 6. Januar stehen – dem Tag der Heiligen drei Könige. 

    Viele glauben sogar, es könnte Unglück bringen, die Dekorationen noch länger stehen zu lassen. 

    Im britischen Königshaus allerdings ist dieser Aberglaube nicht verbreitet.

    Die Queen lässt ihren Weihnachtsbaum nämlich schon seit vielen Jahrzehnten bis zum 6. Februar stehen. Darüber berichtet die britische Boulevardzeitung “Express”.

    Diese Gewohnheit ist wohl mittlerweile eine echte Tradition, die mit einer traurigen Geschichte verbunden ist. 

    Queen Elisabeth II. trauert im Februar

    Die Königin wartet einen ganzen Monat, bis sie die Dekorationen abbauen lässt. Der 6. Februar ist für die Monarchin laut “Express” ein besonderer Tag – ein besonders trauriger Tag. 

    Denn vor 66 Jahren am 6. Februar starb ihr Vater, König George IV. von England. Damals war die Königin gerade einmal 25 Jahre alt und mit Ehemann Prinz Philip auf Afrika-Reise, als sie von dem Tod und ihrer neuen Rolle im Königshaus erfuhr.

    Jedes Jahr gedenkt sie ihrem Vater im Sandringham Haus, wo sie das Weihnachtsfest verbringt. Schon König George nutzte das große Anwesen als seinen privaten Rückzugsort. 

    Der Monarch starb am 6. Februar 1952 im alter von 56 Jahren an einer schweren Lungenkrankheit.

    Die heutige Queen Elisabeth II. mit ihrem Vater, König George VI.

    (lp)


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    Am späten Donnerstagabend ist in Berlin-Neukölln eine 25-jährige Frau erschossen worden. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Die Hintergründe der Tat sind rätselhaft.

    So gilt die Ecke Oderstraße, der Ort der Bluttat, als ruhige, nachts meist menschenleere Gegend, ein Gewerbegebiet.

    Am Freitag gibt es hier laut “Bild” eine Festnahme, rund 150 Meter von der Stelle entfernt, an der wenige Stunden zuvor der Schuss abgefeuert wurde.

    Ein Polizeisprecher sagte der Zeitung aber: “Gegen den Mann lag ein Haftbefehl wegen einer nicht gezahlten Geldstrafe vor.” Also: keine Verbindung zur Tat.

     

    Offenbar Schuss aus nächster Distanz

    Über die ist bislang wenig bekannt.

    Zeugen wollen am Donnerstagabend einen Streit zwischen mehreren Menschen belauscht haben. Kurz nach 23 Uhr sei bei der Feuerwehr ein anonymer Notruf eingegangen. Auf dem Asphalt liege eine leblose Person.

    Das Opfer ist gebürtige Polin und Wahl-Berlinerin. Offenbar traf sie die Kugel aus nächster Nähe. Sie wird zunächst wiederbelebt, liegt nach einer Not-OP im Koma, dann verstirbt sie.


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    • Ein Sozialarbeiter aus Seattle hat Kinderhilfsorganisationen knapp zehn Millionen Euro vermacht.
    • Sein Freundeskreis hatte keine Ahnung von dem Reichtum ihres zu Lebzeiten so sparsamen Freundes.

    Alan Naiman war für seine Sparsamkeit bekannt.

    Kaputte Schuhe flickte er mit Klebeband, Lebensmittel kaufte er nur im Angebot und wenn er Freunde zum Essen einlud, führte er sie in Fast-Food-Restaurants aus. Der Sozialarbeiter starb in diesem Jahr im Alter von 63 Jahren an Krebs.

    Nach seinem Tod versetzte er seine Freunde aber nochmal in Staunen.

    Denn der sparsame Naiman hatte ein Vermögen von umgerechnet zehn Millionen Euro angehäuft. Und einen Großteil spendete er mit seinem Ableben an Kinderhilfsorganisationen.

    Über den bemerkenswerten Fall berichten US-Medien wie die “USA Today”.

    “Als Kind mit einem älteren, behinderten Bruder aufzuwachsen, hat ihn tief geprägt”

    Aber wie kam ein Sozialarbeiter an ein solches Vermögen?

    Wie die “Washington Post” berichtet, arbeitete Naiman in zu bis zu drei Jobs gleichzeitig. Zudem investierte er das gesparte Geld – mit offensichtlichem Erfolg.

    Dass er vor seiner Zeit als Sozialarbeiter in einer Bank arbeitete, schien ihm dabei zugute zu kommen. “Ein paar weitere Millionen erbte er von seinen Eltern”, sagte seine Freundin Shashi Karan gegenüber der “Washington Post”.

    Naiman der selber keine Familie hatte, wuchs mit seinem geistig zurückgebliebenen älteren Bruder auf. Er hat seinen Bruder sehr geliebt, erzählen seine Freunde.

    In dieser Zeit habe er erkannt, wie schlecht es manchen Kindern gehe und wie dringend sie Hilfe brauchen“Als Kind mit einem älteren, behinderten Bruder aufzuwachsen, hat ihn tief geprägt”, sagte seine enge Freundin Susan Madsen.

    “Wir hätten uns nie träumen lassen, dass uns so etwas widerfährt“

    Viele der Organisationen, die von Naimans Spenden erhielten, gaben an, ihn nicht zu kennen.

    “Wir hätten uns nie träumen lassen, dass uns so etwas widerfährt. Ich hätte ihm gerne die Babys gezeigt, die er beschützt“, wird Barbara Drennen von einer privaten Organisation für Waisenkinder im Staat Washington zitiert.

    Ihrer Organisation hat Naiman knapp 2,2 Millionen Euro hinterlassen.

    (lp)


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    Ich habe die dunklen Orte, an die meine Sucht ― meine Krankheit ― mich gebracht hat, niemals vergessen.

    Robert Veeder hat fast zehn Jahre im Gefängnis verbracht, weil er betrunken Auto gefahren ist und bei einem Unfall sechs Menschen getötet hat. Seine Abhängigkeit von Alkohol und anderen Substanzen konnte Veeder überwinden – mittlerweile arbeitet er als Suchttherapeut.

    Im Gefängnis hat er vor allem gelernt, “ja” zu sagen und sich für andere Menschen einzusetzen. Das ist seine Geschichte.

    Am 1. November 2003 bin ich betrunken Auto gefahren und habe einen Unfall verursacht. Dabei sind sechs Menschen ums Leben gekommen ― sechs gute Menschen.

    ► Außerdem habe ich zwei weitere Menschen schwer verletzt. Ich hatte damals nicht einmal bemerkt, dass ich betrunken war. Ich weiß, dass das lächerlich klingt, doch ich habe zu der Zeit sehr viel Alkohol getrunken.

    Obwohl ich fast den ganzen Tag in verschiedenen Bars verbracht hatte, glaubte ich wirklich, dass ich es nicht übertrieben hatte. Ein Bier hier, ein Bier da, ein paar Mischgetränke über den Tag verteilt. Das war meine damalige Auffassung von “es nicht übertreiben.”

    Am Abend gab es bereits einen anderen Unfall

    Ich war an diesem Abend müde. Am Abend zuvor war Halloween gewesen und ich war erst spät ins Bett gegangen. Ich wohnte in einer schäbigen, heruntergekommenen Wohnung, die knapp fünf Kilometer von der letzten Bar entfernt lag, die ich an diesem Abend verließ.

    Da ich nicht wieder komplett abstürzen wollte, stieg ich in meinen weißen Econoline Van und machte mich auf den Weg nach Hause. Ich nahm die Autobahn, da die Wahrscheinlichkeit, angehalten zu werden, dort geringer war als auf der Landstraße.

    ► Ich wusste jedoch nicht, dass es auf genau dieser Autobahn an demselben Abend bereits einen Unfall gegeben hatte.

    Ich war zu betrunken, um richtig zu reagieren

    Ich raste nicht und ich überholte auch nicht. Ich fuhr mit meinem Van einen Hügel hinauf und plötzlich stand eine Gruppe von Menschen auf der Straße genau vor mir.

    Ich versuchte zu bremsen, doch ich war zu langsam ― und zu betrunken ― um angemessen reagieren zu können. Was dann geschah, war der absolute Horror.

    Es war einfach nur grauenhaft ― ein wahrer Albtraum. Was danach passierte, wurde zu meiner ganz persönlichen Hölle.

    Mehr zum Thema: “Ich habe einen Menschen getötet – heute helfe ich Jugendlichen”

    Ich wurde ins Gefängnis gebracht

    Als die Polizei eintraf, saß ich am Straßenrand und klammerte mich an meinen Knien fest. Ich schaukelte permanent mit dem Oberkörper vor und zurück.

    Ich wurde verhaftet und in das örtliche Bezirksgefängnis gebracht. Monate später wurde ich dann in ein staatliches Gefängnis überstellt.

    ► Ich wurde verurteilt wegen sechsfacher fahrlässiger Tötung und wegen zweifacher schwerer Körperverletzung.

    Ich habe den Großteil meiner Dreißiger in einem staatlichen Gefängnis verbracht. Sie hätten mich auch für immer einsperren können ich hätte wirklich nichts dagegen sagen können.

    Ich denke jeden Tag an den Unfall

    Das alles passierte vor 15 Jahren. Ich denke noch immer jeden Tag daran. Und ich bin mir sicher, dass ich das auch mein Leben lang tun werde.

    ► Wenn ich lache, was ich sehr oft tue, frage ich mich, ob ich denn überhaupt das Recht dazu habe, fröhlich zu sein. Wenn ich mich verletze, denke ich mir manchmal einfach, dass ich es verdient habe. Ich glaube, dass ich das für immer tun werde.

    Ich war zur Zeit meines Haftantritts kein schlechter Mensch ― das waren die wenigsten der tausenden Männer, die ich während meiner Zeit hinter Gittern kennengelernt habe.

    ► Doch aufgrund der langfristigen Folgen meines damals täglichen Drogen- und Alkoholkonsums war ich fast erleichtert darüber, dass ich ins Gefängnis musste.

    Meine Haftstrafe abzusitzen, war der einfache Teil für mich ― obwohl das nicht bedeuten soll, dass ein Gefängnisaufenthalt leicht ist. Gefängnisse sind beängstigende und oftmals gefährliche Orte.

    Ich wurde verurteilt wegen sechsfacher fahrlässiger Tötung und wegen zweifacher schwerer Körperverletzung mit einer tödlichen Waffe. Ich habe den Großteil meiner Dreißiger in einem staatlichen Gefängnis verbracht.

    Ich habe einmal miterlebt, wie zwei Männer wegen eines Kopfkissens einen Messerkampf anfingen. Sie benutzten dafür Rasierklingen, die sie an Bleistifte gebunden hatten.

    Einmal stach mir ein Mann mit dem Finger ins Gesicht und schwor, dass er mich töten würde. Es ging dabei um einen Apfel. Äpfel haben für mich seitdem an anderer Bedeutung gewonnen.

    ► Doch diese Dinge gehörten eben zu meiner Haftstrafe dazu. Sie gehörten dazu, wenn man in dieser Umgebung überleben musste. Die meiste Zeit war mein Gefängnisaufenthalt jedoch nicht sonderlich aufregend. Ich starrte sehr oft und lange an die Wände und drehte viele Kreise im Hof.

    Es gibt nichts, das es rückgängig machen könnte

    Der schwierige Teil des Gefängnisaufenthaltes war für mich, dass meine Entscheidungen ― die Entscheidungen, die ich selbst getroffen hatte und die mich hinter Gitter gebracht hatten ― sechs Menschen das Leben gekostet hatten.

    ► Ich konnte nichts tun, um das alles rückgängig zu machen. Und es wird auch weder jetzt noch in der Zukunft irgendetwas geben, das ich dafür tun könnte.

    Ich gewöhnte mich an den Gefängnisalltag. Das war meine Überlebensstrategie. Ich glaube, dass viele Insassen nur so überleben können. Ich las unaufhörlich und schrieb wie ein Besessener Briefe. Wenn Kurse angeboten wurden, nahm ich teil. Es war mir auch vollkommen egal, worum es dabei ging.

    Wutbewältigung, “Thinking for a Change”, Koch- oder Gartenbaukurse, 12-Schritte-Programme, religiöse Angebote ― ich war überall dabei. Wenn sie Kurse im Korbflechten angeboten hätten, hätte ich ebenfalls teilgenommen. Ich brauchte irgendetwas, um mich kurzfristig von den Geistern abzulenken, die mich verfolgten.

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    Ich wollte nur noch sterben

    Am Anfang hatte ich Selbstmordgedanken. Ich glaube, dass dies jedem vernünftigen Menschen so gehen würde. Ich weinte so viel und so lange, dass meine Augen von den Tränen permanent brannten.

    ► Dies ging mehrere Jahre so weiter. Ich dachte permanent darüber nach, mein Leben zu beenden. Wenn ich nicht die Unterstützung von so vielen netten, liebevollen und nachsichtigen Menschen bekommen hätte, würde ich jetzt mit Sicherheit nicht mehr hier sein.

    Ich wachte jeden Tag auf und wünschte mir, nicht mehr hier zu sein ― ich wünschte mir, dass ich einfach im Schlaf sterben würde. Ich erinnere mich daran, dass ich einem Freund unter Tränen gesagt hatte: “Ich kann nicht dieser Mensch sein. Ich bin nicht stark genug dafür. Ich glaube nicht, dass ich dieser Mensch sein kann.” Ich konnte mich einfach nicht mit diesem schrecklichen Verlust abfinden.

    Plötzlich verschwand meine Trauer

    Ich kann mich noch ziemlich genau an den einen Moment erinnern, an dem ich meine Trauer endlich losließ, die mein Leben im Gefängnis komplett vereinnahmte.

    Eines Tages schien sie einfach verschwunden zu sein. Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt und als hätte das irgendetwas in mir bewegt.

    Ich hörte auf, mich in meinem Abgrund aus Verzweiflung und Selbstmitleid zu suhlen und kam plötzlich zu der klaren Überzeugung, dass ich endlich etwas unternehmen musste. Ich musste etwas zurückgeben.

    ► Gefängnisaufenthalte bringen nicht sonderlich viel Gutes mit sich. Es gibt jedoch ein paar Dinge, für die sie gut sein können.

    Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken

    Eines davon war, dass ich plötzlich sehr viel Zeit zum Nachdenken hatte ― und zwar, um wirklich ernsthaft über alles nachzudenken.

    ► Eine Sache, über die ich sehr viel nachdachte, war, wie sehr ich es bedauerte, dass ich mich auf der High School nicht der Leichtathletikmannschaft angeschlossen hatte. Das mag zwar banal klingen, doch ich fragte mich immer wieder, ob mein Leben dann vielleicht anders verlaufen wäre. 

    Auf der High School musste ich mir eine Sportart aussuchen, obwohl ich Sport über alles verabscheute. Ich trat der Leichtathletikmannschaft bei, jedoch lediglich als Teamleiter. Auf diese Weise musste ich weder laufen, noch an Wettbewerben teilnehmen oder sonst irgendetwas tun.

    Meine einzige Aufgabe war es, bei den Trainingseinheiten die Geräte aufzubauen und sie danach wieder abzubauen. Den Rest der Zeit konnte ich einfach auf der Tribüne herumsitzen. Wenn ich Glück hatte, konnte ich zwischendrin mit ein paar Mädchen flirten.

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    Ich fragte mich, ob mein Leben anders sein könnte

    Als ich an einem heißen Sommertag gerade die Trainingshürden aufgebaut hatte, beschloss ich, sie einmal selbst auszuprobieren. Ich sah mich auf dem Feld um und stellte fest, dass mich niemand beobachtete.

    Ich raste aus dem Tor und fühlte mich plötzlich wie eine Fackel, die die Laufbahn verbrannte. Ich kam mir schnell, strahlend und lebendig vor.

    Später an diesem Tag fing der Trainer mich in der Aula ab. Er hatte meinen Hürdenlauf gesehen und wollte, dass ich dem Team beitrat. Doch ich war jung und verabscheute diejenigen, die in meinen Augen aus naiver Gutmütigkeit “überall mitmachten.” Und deshalb lehnte ich das Angebot des Trainers ab.

    Gefängnisaufenthalte bringen nicht sonderlich viel Gutes mit sich. Es gibt jedoch ein paar Dinge, für die sie gut sein können. Eines davon war, dass ich plötzlich sehr viel Zeit zum Nachdenken hatte ― und zwar um wirklich ernsthaft über alles nachzudenken.

    Während meiner Zeit im Gefängnis erinnerte ich mich sehr oft an diesen Augenblick. In Gedanken habe ich diesen Hürdenlauf bestimmt tausende Male durchgespielt, während ich mit Rückenschmerzen auf meiner flachen Matratze über dem kalten Stahlgestell lag.

    ► Ich starrte an die Betondecke und fragte mich, wie mein Leben wohl verlaufen wäre, wenn ich mich irgendeiner Sache angeschlossen hätte und zwar ganz egal welcher. Was, wenn ich damals einfach “ja” gesagt hätte?

    Ich konnte Hoffnung durch Reisekataloge schöpfen

    Nach ungefähr einem Jahr bekam ich nur noch selten Post. In dieser Zeit fühlte ich mich besonders einsam. Ich war nicht tot. Doch es war fast noch schlimmer: Man hatte mich vergessen.

    Auf Anraten eines Freundes registrierte ich mich für Werbesendungen aus Zeitschriften. Das meiste davon waren Reisekataloge. Doch auf diese Weise konnte ich bei der täglichen Postverteilung wenigsten hören, wie mein Name aufgerufen wurde.

    Anschließend konnte ich mich in mein Etagenbett legen, Zigaretten rauchen und mir die einzelnen Katalogseiten ganz genau anschauen. Sie zeigten Plätze, die dort draußen existierten ― an einem anderen Ort. Diesen Wald, dieses Meer, dieses Schloss gibt es wirklich irgendwo, sagte ich mir.

    ► Ich konnte Hoffnung aus der Schönheit dieser Orte schöpfen. Ich tigerte permanent in meiner Zelle herum und dachte an die Wellen, die gerade in diesem Augenblick brachen... irgendwo zumindest.

    Wir durften sogar Fotos von uns Insassen machen

    In der Weihnachtszeit saß ich oft in einem Überwachungsraum und verpackte unter der Beobachtung eines Wärters Spielsachen. Man durfte uns Insassen nicht mit Scheren oder Klebebändern allein lassen.

    Dies wurde zu meinem Festtagsritual im Gefängnis. Das Geschenke-Einpacken war eine der ehrenvollen Aufgaben, die mir aufgrund meiner Mitgliedschaft im “Men’s Club” des Gefängnisses übertragen worden war.

    ► Es handelte sich dabei um eine Art Dienstleistungsorganisation, die ehrenamtliche Tätigkeiten an Gefängnisinsassen vermittelt. Die Aufgaben waren wirklich nichts Besonderes. Wir machten beispielsweise Fotos von Häftlingen, die bei den Wochenendbesuchen peinlich berührt neben ihren Familien standen, wenn die armen Väter ihre Kinder zwei Stunden lang sehen durften.

    Wir verlangten zwei Dollar pro Foto. Anfangs durften wir sogar Fotos von uns und anderen Mithäftlingen machen ― von Freunden, die wir über die Jahre hinweg gefunden hatten. Doch da manche Typen dabei erwischt wurden, wie sie mit ihren Fingern Gang-Zeichen machten, wurde uns dieses Privileg wieder genommen.

    Ich bekam die Chance, Teil der Gemeinschaft zu sein

    Das Geld, das wir über das Jahr hinweg verdienten, wurde meist verwendet, um den Gefängnisinsassen davon hin und wieder eine kleine Freude zu machen.

    Wir kauften davon beispielsweise Eis für den Unabhängigkeitstag oder die Weihnachtsgeschenke für benachteiligte Kinder, die ich verpackte. Ich wusste eigentlich gar nicht, wohin die Spielsachen geschickt wurden. Doch ich freute mich, dass ich endlich eine Gelegenheit bekommen hatte, etwas zurückgeben zu können ― so klein sie auch sein mochte.

    ► Ich bekam die Chance, Teil der Gemeinschaft zu sein und ihr zu helfen. Das war eine Sache, nach der ich mich wirklich gesehnt hatte und die ich noch nie zuvor getan hatte.

    Ich leistete im Gefängnis so viele kleine gute Taten, wie ich nur irgendwie konnte. Ich hatte durch meine Süchte, meine Isolation, meine Einsamkeit und durch meine Missachtung sämtlicher Personen außer mir selbst unglaublich viele Menschen verletzt.

    Ich musste etwas zurückgeben

    Doch nun wusste ich, was ich zu tun hatte: Ich musste etwas zurückgeben. Ich musste anfangen, “ja” zu sagen.

    Doch es ging nicht.

    Denn ich war eingesperrt und wenn man eingesperrt ist, darf man nichts zurückgeben. Wenn man eingesperrt ist, hat man keine Stimme. Das ist Teil der Bestrafung. Man wird als böse angesehen und sie lassen einen kein guter Mensch sein.

    ► Am 11. Januar 2012 wurde ich entlassen. Anschließend wurde ich für neun Monate unter Beobachtung gestellt, was eigentlich nur ein schönerer Ausdruck für “Bewährung” ist. 

    Ich besuchte meine erste College-Vorlesung

    Ich hatte im Gefängnis mit dem Rauchen aufgehört und zu joggen begonnen. Anfangs lief ich immer nur eine kleine Runde am Zaun entlang. Doch irgendwann dauerten diese Runden mehrere Stunden. Und die Stunden wurden zu Meilen.

    ► Drei Tage nach meiner Entlassung nahm ich am Charleston Marathon teil. Ich brach an diesem Tag zwar keine Landgeschwindigkeitsrekorde, doch ich war mit Sicherheit der glücklichste aller Teilnehmer.

    Fünf Tage nach meiner Entlassung besuchte ich meine erste College-Vorlesung in der Außenwelt. Ich zitterte, weil ich so nervös war. Ich hatte schließlich überhaupt keine Ahnung, wie alles funktionierte.

    Als ich ins Gefängnis kam, hatten die Technologiebegeisterten unter meinen Freunden Kameras an ihren Klapphandys. Als ich Jahre später entlassen wurde, trug fast jeder das Internet in seiner Hosentasche herum.

    Das ist mein Lebenswerk

    Nach meinem ersten Tag am College kam ich nach Hause und brach in Tränen aus, weil mein Professor mich darum gebeten hatte, ihm meine Hausarbeit in seine D2L-Dropbox zu legen. Ich hatte keine Ahnung, wovon er sprach. “Was soll denn ein D2L sein?”, fragte ich mich. Und was war eine Dropbox?

    ► Ich bin inzwischen trocken und clean. Ich habe seit 15 Jahren weder Alkohol noch Drogen konsumiert. Ich habe schließlich meinen Bachelor-Abschluss in Gesundheitswissenschaften mit dem Schwerpunkt auf Substanzmissbrauchstherapien gemacht.

    Ich werde die Last meiner Schuld für immer mit mir herumtragen. Ich werde sie niemals ablegen können. Doch ich werde immer weiter dafür kämpfen, meine Schuld wieder gutzumachen. Auch wenn ich weiß, dass ich das nie wirklich tun kann. Doch ich will die Chancen ― die unglaublichen Geschenke ― die ich bekommen habe, nicht vergeuden.

    Ich habe mein Studium an der State University of New York in Brockport mit “summa cum laude” abgeschlossen. (Ich musste erst einmal googeln, was “summa cum laude” eigentlich genau bedeutete.)

    ► Ich arbeite inzwischen in Vollzeit als Suchttherapeut. Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich genau der Therapeut bin, den sich jeder Patient wünschen würde, weil mein Job meine große Leidenschaft ist. Ich war selbst einmal an diesem Punkt. Das ist mein Lebenswerk. Für mich ist das wie eine Art Priesterschaft.

    Ich werde es immer mit mir herumtragen

    Ich will anderen Menschen zeigen, dass man ohne Alkohol und Drogen nicht nur überleben kann, sondern dass man sogar ein großartiges Leben führen kann. Ich weiß das so genau, weil ich es selbst vorlebe.

    Ich habe eine Frau, die ich wahnsinnig liebe. Ich habe eine fünfjährige Tochter, die mich unglaublich toll findet. Und ich glaube, dass sie aus Sternenasche, aus Feenstaub, aus Großmutterküssen und aus Liebe gemacht ist. Ich habe ein Leben, das ich jetzt immer zu schätzen weiß.

    ► Ich kann nicht aufhören, über den Unfall oder das schreckliche Leid nachzudenken, das ich erzeugt habe. Ich werde das für immer mit mir herumschleppen. Ich habe die dunklen Orte, an die meine Sucht ― meine Krankheit ― mich gebracht hat, niemals vergessen. Doch ich bin jetzt ein anderer Mensch. Ich habe mich verändert und ich bin gewachsen.

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    Ich hoffe, dass andere aus meiner Geschichte lernen

    Ich arbeite jeden Tag daran, Wiedergutmachung zu leisten. Ich habe jetzt ein wundervolles Leben, das von ein wenig Kummer durchzogen ist. Es hat mich zu viel gekostet ― meine Trauer, meine Freude, meine Familie. Es hat mich alles so viel gekostet.

    Letzten Endes hoffe ich, dass die Menschen aus meiner Geschichte und aus meinem Leben lernen, sich niemals unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol hinters Steuer zu setzen. Ich weiß, ich weiß. Das klingt schrecklich klischeehaft.

    ► Wir hören diese Warnung unser ganzes Leben lang und sie verschwimmt zu einem Hintergrundrauschen. Früher dachte ich, dass betrunken Auto zu fahren verboten war, weil man dadurch die Fahrer schützen wollte. Und idiotischerweise glaubte ich auch, dass ich selbst in betrunkenem Zustand noch gut Autofahren könnte.

    Ich glaubte das, weil ich jahrelang unter Alkoholeinfluss Auto gefahren war und dabei niemals verletzt worden war. Ich glaubte, dass ich ein Talent dafür hatte.

    Ich kämpfe dafür, meine Schuld wieder gutzumachen

    Ich habe gelesen, dass betrunkene Autofahrer im Durchschnitt 80 Mal ungestraft davonkommen. Dass sie sich unter Alkoholeinfluss so oft ans Steuer gesetzt haben, bevor sie endlich einmal erwischt werden.

    Doch ich bin nicht damit davongekommen. Und auch meine Opfer, ihre Angehörigen und ihre Freunde sind nicht damit davongekommen, was ich ihnen angetan habe. Wenn ich nicht getan hätte, was ich getan habe, wären diese sechs Menschen heute noch am Leben.

    ► Ich werde die Last dieser Schuld für immer mit mir herumtragen. Ich werde sie niemals ablegen können. Doch ich werde immer weiter dafür kämpfen, meine Schuld wieder gutzumachen. Auch wenn ich weiß, dass ich das nie wirklich tun kann.

    Doch ich will die Chancen ― die unglaublichen Geschenke ― die ich bekommen habe, nicht vergeuden. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag aufzuwachen und “ja” zu sagen. Das ist das Allermindeste, was ich tun kann.

    Dieser Blog erschien ursprünglich bei der HuffPost USA und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

    (ak)


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    Heiko Maas sieht sich großen Erwartungen gegenüber.

    • Ab 1. Januar sitzt Deutschland für zwei Jahre im UN-Sicherheitsrat.
    • Die große neue Herausforderung kommentierte das Auswärtige Amt humorvoll – und ohne Klischees auszusparen.

    Ab dem 1. Januar 2019 wird Deutschland für zwei Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sein. Spätestens seit Freitag ist das beschlossene Sache.

    ► Denn da reservierte sich das Auswärtige Amt den Platz – stilecht – mit einem Handtuch. Nicht, dass ihn noch jemand wegschnappt.

    Das selbstironische Foto postete das Auswärtige Amt bei Instagram – mit dem Kommentar: “Unsere Kollegen haben vorsorglich schonmal Plätze im Verhandlungsraum reserviert.” Ganz wie am Pool in Palma de Mallorca. Keine Deutschen-Klischees aussparen.

    “Die Erwartungen sind so groß wie wohl noch nie”

    Ganz so spaßig wird die neue Verantwortung in der Praxis wohl nicht.

    ► Die Bundesregierung hat sich zwar für die nächsten zwei Jahre die Schwerpunktthemen Rüstungskontrolle, Klimawandel, Schutz humanitärer Helfer und die Rolle von Frauen bei der Konfliktbewältigung vorgenommen.

    ► Das Tagesgeschäft dürfte aber durch die Lage in Syrien, im Jemen oder auch in Nordkorea bestimmt werden.

    Für Deutschland wird das eine Bewährungsprobe. Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie viel Verantwortung das bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Land Europas in der internationalen Politik übernehmen kann, will, muss. Mehr, meinen viele, auch Außenminister Heiko Maas.

    ► “Die Erwartungen an uns sind so groß wie wohl noch nie”, sagte der SPD-Politiker in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

    Deutschland muss sich abstimmen

    Zusammen mit den vier anderen ständigen Mitgliedern Großbritannien, Frankreich, Russland und China sind die USA im Sicherheitsrat eine Konstante.

    Zugleich bemühen sich die EU-Länder in dem Gremium aber um eine gemeinsame Linie, etwa zum Konflikt in der Ukraine, zum Iran oder zwischen Israelis und Palästinensern. Auch Polen und Belgien sitzen 2019 mit im sogenannten Security Council.

    Ob sie auch schon ihren Platz gesichert haben, ist nicht überliefert.


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    Flugzeug, Symbolbild.

    • Ein Passagier hat während eines Fluges Eltern beobachtet, die offenbar mit der Erziehung ihres Kindes überfordert waren. 
    • Entsetzt von dem, was passierte, stellte er ein Video davon ins Netz.

    Viele Urlauber werden es kennen: Während Flugreisen kommt es immer wieder vor, dass Passagiere unangenehm auffallen. Ob es Betrunkene sind, oder Fluggäste, die sich wie zu Hause fühlen und ihre Füße massieren lassen: Die Scham landet wohl mit dem Gepäck im Frachtraum. 

    Auch ein aktueller Fall zeigt, dass nicht jeder Fluggast weiß, wie er sich respektvoll zu benehmen hat. Ein verärgerter Passagier stellte ein Video des Geschehens auf Instagram. Darauf zu sehen: Ein Kind, das mit Stiften auf der Rückseite der Sitzlehnen herumkritzelt. 

    Instagram-Nutzer: “Solche Leute sollten keine Kinder haben”

    Das Video zeigt, dass mehrere Rückenlehnen bereits mit blauen und roten Stiften bemalt worden sind. Das Kind sitzt augenscheinlich auf dem Schoß eines Elternteils und malt fröhlich weiter.

    Der Erziehungsberechtigte reagiert nicht. Er hilft dem Kind sogar kurz, indem er seinen Arm auf die Ablage der Lehne richtet.

     

    Ob hinter dem Nichteingreifen eine Taktik der Eltern steckte, das Kind für die Zeit des Fluges ruhig zu stellen, darüber lässt sich nur spekulieren.

    Sicher ist: Das Verhalten sorgt für Empörung, auch bei der Mehrheit der Instagram-Nutzer, die das Video kommentierten. 

    “In welcher Welt ist das in Ordnung? Ich bin dreifache Mutter. Dennoch würde ich mein Kind nie so erziehen, dass es denkt, so etwas sei ok”, schrieb eine Nutzerin. 

    “Solche Leute sollten einfach keine Kinder haben”, schrieb ein anderer. Viele fordern, dass die Eltern zur Rechenschaft gezogen werden und für den Schaden aufkommen. Ob sie jedoch etwas zahlen mussten, bleibt ungeklärt. 

    (lp)


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    Die US-Moderatorin Bre Payton ist tot.

    ► Die konservative Kommentatorin, die unter anderem bei Fox News im Einsatz war, wurde nur 26 Jahre alt. Wie die BBC berichtet, starb Payton in einem Krankenhaus im kalifornischen San Diego an den Folgen von Meningitis und Schweinegrippe.

    ► Neben ihren regelmäßigen Auftritten bei Fox News schrieb Payton auch für die konservative Nachrichtenseite “The Federalist”. Payton galt als Unterstützerin des US-Präsidenten Donald Trump. Sie kritisierte wiederholt andere Medien als “Fake News”.

    In einem Statement von “The Federalist” heißt es: “Bre Payton, unsere geliebte Mitarbeiterin, ist nach plötzlicher Krankheit am Freitag gestorben.” Und weiter: “Bre hat die Leben von allen in ihrer Umgebung erleuchtet.”


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    Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.

    Wer in Riad etwas auf sich hält, fährt einen SUV. Die Scheiben sind dunkel getönt, wir biegen vom Highway in eine kleinere Seitenstraße ab.

    Khaled, ein Reporter aus Abu Dhabi, hat nur einen kurzen Anruf gemacht, schon sind wir auf dem Weg in die Villa eines saudischen Prinzen.

    “Er ist nicht in seinem Palast“, sagt Khaled. “Aber er hat gesagt wir sollen vorbeikommen, eine Shisha rauchen. Seine Mitarbeiter kümmern sich um uns.“ Khaled und der Prinz kennen sich seit vielen Jahren.

    Erst vor rund zwei Stunden bin ich auf saudischem Boden gelandet, schon tauche ich ein in eine Welt, die so befremdlich wie faszinierend ist – und hinter deren Fassade aus Luxus und Glanz ich zumindest einen Teil des Geheimnisses des mächtigen Königreich zu entdecken hoffe.

    Als Journalist in Saudi-Arabien

    Einen Tag zuvor.

    Es gibt in diesen Tagen für Journalisten angenehmere Termine, als den Besuch in einer saudischen Botschaft. Die grausame Ermordung des “Washington Post“-Journalisten Dschamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat hat den Eindruck des skrupellosen Regimes gefestigt, der im Westen schon lange vorherrscht.

    Kritik ist unerwünscht – und kann zum Tod führen, anders lässt sich die Exekution des Regimekritikers kaum deuten.

    Dennoch beginnt jede Reise nach Saudi-Arabien genauso wie das Leben Khashoggis endete: mit einem Besuch in der Botschaft. Nur wer eine offizielle Einladung bekommt, hat die Chance auf ein Visum in Saudi-Arabien.

    Noch immer ist das Königreich ein weitgehend geschlossener Kosmos. Penibel wird kontrolliert, wer nach Saudi-Arabien einreist und wieso.

    Die saudische Staatsbürgerschaft gilt als hohes Privileg, das Ausländer sie angeboten bekommen, ist ein seltener Ausnahmefall, eine Ehre, die wenigen zuteil wird, die sich in den Augen der Regierung in besonderem Maße um das Wohl des Königsreichs verdient gemacht haben.

    Ich bekomme zumindest mein Visum ohne größere Probleme.

    Die Langeweile der Prinzen

    Der SUV biegt in eine Einfahrt, plötzlich sieht der Fahrer ängstlich aus. “Sicher, dass es hier ist?“, fragt er auf arabisch. “Ja“, sagt Khaled. Die Ehrfurcht vor Mitgliedern der royalen Familie ist groß. Die Familie auch.

    Über 15.000 Prinzen gibt es in Saudi-Arabien, die überwältigende Mehrheit von ihnen lebt in Riad. Sie alle werden vom Königshaus finanziert, Wohlstand ist ihnen garantiert. Auch in Zeiten, in denen das traditionell wohlhabende Königreich unter den niedrigen Ölpreisen und den internationalen Verwerfungen leidet.

    Doch auch der saudische Reichtum kennt Grenzen: Nicht ohne Sorge beobachtet die elitäre Klasse des Landes die wachsende Anzahl von Prinzen und deren Familien, die vor allem auf die kinderreichen ersten Könige des Landes zurückgeht. (Der erste König Saudi-Arabiens, Ibn Saud, soll bis zu seinem Tod 1953 89 Kinder in die Welt gesetzt haben. Sein Nachfolger Saud ibn Abd al-Aziz hatte 53 Söhne und 56 Töchter.)

    Viele Prinzen arbeiten in Jobs in der Regierung, einige mehr, einige weniger. Alle sind Repräsentanten.

    Ein Insider verrät: “Während viele Prinzen früher alle sechs Monate einen neuen Ferrari bekommen haben, gibt es jetzt nur noch alle drei, vier Jahre ein neues Auto.“ Für einige Mitglieder der Königsfamilie sei das ein schwer zu verkraftender Zustand.

    Denn lange hatten öffentliche Kürzungen vor der Königsfamilie Halt gemacht. “Unter Salman scheinen die Prinzen wieder viel mehr materielle Privilegien zu genießen”, sagte Saudi-Arabien-Experte Steffen Hertog noch im Jahre 2016. 

    Nun scheint sich der Wind langsam zu drehen. 

    Der Prinz, bei dem wir eine Shisha rauchen, ist ein freundlicher junger Mann, vielleicht in seinen frühen Dreißigern. Er hat weiche Gesichtszüge, kurze schwarze Haare und ist ordentlich rasiert. Er trägt ein weißes Gewand, an einem seiner Finger einen Ring mit einem orangenen Edelstein.

    Ein Foto zeigt ihn neben König Salman, allein das lässt seinen Status erahnen. Was genau er aber eigentlich macht, wird nicht ganz klar.

    Nicht wenige sagen: Ein nicht unerheblicher Teil der Prinzen führe ein geradezu trauriges Leben inmitten des Überflusses. Denn viel gebe es für sie in Saudi-Arabien nicht zu tun. Und so verwundert auch nicht, dass in der Vergangenheit immer wieder Fälle von Drogenmissbrauch im Königshaus bekannt wurden

    Die Brillanz der Elite

    Doch es sind nicht nur Dekadenz und Ziellosigkeit, mit der junge Saudis aus der Ober- und Mittelschicht auffallen.

    Im Gegenteil ist es beeindruckend, wie vielen hochintelligenten, wortgewandten und in vielen Fällen westlich gebildeten Menschen man hier begegnet. Im Gegensatz zu anderen arabischen Ländern geht die Alphabetisierungsrate bei jungen Menschen im fundamentalistischen Königreich gegen 100 Prozent – bei Männern und bei Frauen.

    Hunderttausende junge Saudis haben in den vergangenen Jahren im Westen Universitäten besucht – viele von ihnen zog es auf Eliteschulen in den USA oder Großbritannien.

    Auch ein Blick in oberste Führungskreise des umstrittenen Regimes bestätigt diese Beobachtung: Kronprinz Mohammed bin Salman (MBS) schart ein beeindruckendes Team an Experten um sich

    Etwa Minister Mohammad bin Abdulmalik Al Shaikh, Absolvent der Harvard Law School und ehemaliger Repräsentant Saudi-Arabiens bei der Weltbank. Oder Mohammad Al Tuwaijri, der nach seiner Militärlaufbahn Karriere bei der Großbank HSBC und bei J.P. Morgan machte.

    Kalt und berechnend – freundlich und gelassen

    Ich treffe auf der Terrasse einen jungen Mann mit modischer Daunenjacke und kurzen gegelten Haaren – auch er raucht Shisha. Er spricht Englisch mit einem auffällig britischen Akzent. Diplomat sei er, sagt er, habe mehrere Jahre im Londoner Stadtteil St. John’s Wood gelebt. Wir kommen ins Gespräch.

    Er weiß bestens bescheid über das Image seines Landes, das sich gerade im Westen beträchtlich verdüstert hat. Aus dem Stegreif kennt er die jüngsten Veröffentlichungen der “New York Times” und der “Washington Post” über das Saudi-Regime, den Fall Khashoggi und den skrupellosen Prinzen MBS.

    Zustimmen will er ihnen nicht. Wütend aber scheint er auch nicht zu sein. “Das ist okay”, sagt der junge Diplomat und lächelt. “Sie werden uns immer kritisieren.” Und dann noch einmal: “Das ist okay.”

    Es ist fast unheimlich, wie gelassen er bleibt. Es hat etwas Unantastbares.

    Auch als das Gespräch sich um das diplomatische Zerwürfnis mit Katar dreht, gibt sich der junge Mann stoisch und berechnend. “Ich sage nur so viel”, beginnt er.  “Sie wissen, was sie tun. Und wenn sie wollen, dann haben sie die Pläne, um das wieder geradezubiegen.”

    Wieder ein wissendes Lächeln. Kühle Berechnung trifft auf freundliche Gelassenheit: Auch das scheint Saudi-Arabien zu sein.

    In diesen Tagen kann einem das durchaus Unwohlsein bereiten. 


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    ► Bei der Frage nach der nächsten Kanzlerkandidatur der Union hat die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer in der Bevölkerung die größten Sympathien auf ihrer Seite.

    ► Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge würden sich 26 Prozent wünschen, dass die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin die CDU/CSU in den nächsten Bundestagswahlkampf führt.

    Gleichzeitig stellt sich die Frage: Will immerhin jeder Vierte, oder eher nur jeder Vierte AKK als Kanzlerkandidatin? 

    ► Zum Vergleich: Nur 17 Prozent wären für Friedrich Merz, der Kramp-Karrenbauer bei der CDU-Vorsitzendenwahl knapp unterlegen war. Gesundheitsminister Jens Spahn kommt sogar nur auf 3 Prozent Unterstützung. 29 Prozent wären allerdings mit keinem der drei zufrieden und weitere 25 Prozent machten keine Angaben.

    Wie die Anhänger der Parteien abstimmten:

    Bei den Anhängern der CDU/CSU fällt das Ergebnis noch deutlicher für Kramp-Karrenbauer aus: 39 Prozent sind auf ihrer Seite, 22 Prozent unterstützen Merz und 4 Prozent Spahn. Aber auch hier können sich 18 Prozent mit keiner dieser drei Optionen anfreunden, 17 Prozent machen keine Angaben.

    Auf noch deutlich mehr Sympathien als in ihrer eigenen Partei trifft Kramp-Karrenbauer bei den Anhängern der Grünen. Hier liegt sie mit 46 zu 4 Prozent vor Merz. Ginge es nach den Wählern der FDP und der AfD würde dagegen Merz Kanzlerkandidat der Union werden. Bei den FDP-Anhängern liegt er mit 38 zu 25 Prozent vor Kramp-Karrenbauer, bei denen der AfD mit 29 zu 6 Prozent.


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    Jean-Claude Juncker ist wütend.

    ► EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat den EU-Staaten eine “himmelschreiende Heuchelei” in der Diskussion um eine größere europäische Grenzschutztruppe vorgeworfen.

    ► “Alle EU-Staats- und Regierungschefs haben über zwei Jahre lang den besseren Schutz der europäischen Außengrenze gefordert”, sagte Juncker der Zeitung “Welt am Sonntag”.

    “Und jetzt kommen plötzlich von vielen Seiten Bedenken. Das sei ein Eingriff in die nationale Souveränität, alles ginge viel zu schnell und die Zahlen seien zu hoch gegriffen. Das ist doch eine himmelschreiende Heuchelei.”

    Darum ist die Debatte wichtig:

    Die EU-Kommission hatte im September vorgeschlagen, der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 eine ständige Reserve von 10.000 Einsatzkräften zur Verfügung zu stellen - das wären rund 8500 mehr als heute. Die Staats- und Regierungschefs hatten den Schutz der Außengrenze gegen illegale Migration beim EU-Gipfel Ende Juni zur Priorität erklärt.

    Heute auch wichtig: Jeder vierte Deutsche will Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin

    Viele EU-Staaten hatten sich zu den Frontex-Plänen der Kommission aber sehr kritisch geäußert - die österreichische EU-Ratspräsidentschaft schlug deshalb vor, die ständige Reserve erst bis 2027 auf 10.000 Beamte aufzustocken. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Anfang des Monats 2025 als “machbaren Zeitplan” bezeichnet.

    Was Juncker noch sagte:

    Juncker sagte, gerade diejenigen, die bislang den unterentwickelten Außengrenzschutz lautstark kritisiert hätten, wollten sich nicht engagieren.

    “So kann Europa nicht funktionieren. Wir müssen schnell handeln, damit wir vorbereitet und die EU-Außengrenzen auch wirklich unter Kontrolle sind.”


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    Galatasaray-Fans bei einer Trainingseinheit ihrer Mannschaft, Archivbild.

    Bei einem Fußball-Hallenturnier in Saarbrücken ist es zu Ausschreitungen gekommen. Laut Polizeibericht und Informationen des Veranstalters stürmten am Samstag rund 120 Fans die Saarlandhalle, in der der “Legends-Cup” stattfand.

    Es habe sich vorrangig um Fans von Galatasaray Istanbul gehandelt, berichtet der SR. Diese hätten die Sicherheitskontrollen an der Saarlandhalle überwunden. Es gab zwei Leichtverletzte.

    In der Halle sei es daraufhin zu Schlägereien zwischen türkischen Anhängern und Fans des heimischen 1.FC Saarbrücken gekommen. Gegen zwei Galatasaray-Fans wird jetzt ermittelt, laut “Bild” sind sie 19 und 21 Jahre alt.

    Der Veranstalter erklärte auf seiner Webseite, die Störenfriede seien mit Bussen aus Belgien angereist. Unter Polizeigeleit seien sie wieder außer Landes gebracht worden.


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    Es ist eine lang bekannte Problematik, die sich in diesen Tagen erneut akut zeigt: Sogenannte Flüchtlingsbürgen, Menschen, die Syrern mit ihrer Unterschrift die Einreise nach Deutschland ermöglicht haben, sehen sich mit horrenden Forderungen von Jobcentern konfrontiert.

    Als Flüchtlingsbürgen bezeichnet man Menschen, die Flüchtlingen mit Bürgschaften geholfen haben, über ein Kontingent legal nach Deutschland zu kommen, per Flugzeug, nicht auf illegalem Weg. Um das abzusichern, haben sie eine Unterschrift abgegeben, für sämtliche Unterhaltskosten der Flüchtlinge aufzukommen.

    ► Jetzt berichtet die “SHZ”: “Auf mindestens 13 Millionen Euro belaufen sich die Bescheide, die Jobcenter allein in Norddeutschland an etwa 1300 Flüchtlingsbürgen verschickt haben.”

    ► Eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zeigt zudem: In Deutschland belaufen sich die erhobenen Forderungen insgesamt auf 21.218.202,35 Euro.

    Die Anfrage fördert zudem zutage: Jobcenter handhaben die Situation höchst unterschiedlich, einige verzichten bislang auf Forderungen, andere wollen besonders viel Geld zurückerstattet haben.

    Wie kann das sein?

    Flüchtlingsbürgen haben sich freiwillig bereit erklärt, in einer Notsituation zu helfen, in der der deutsche Staat mit der Flüchtlingskrise überfordert war.

    ► Sie haben zudem eine reguläre Einreise von Menschen ermöglicht, die nicht durch Schlepper über den irregulären Weg nach Deutschland gekommen sind.

    Damals war die Annahme Konsens, dass der Staat die Kosten übernimmt, sobald der Flüchtlingsstatus durch das Bundesamt für Migration geklärt ist.

    Nun werden aber die Bürgen zur Kasse gebeten.

    Denn sie haben sich unter anderem verpflichtet, für “Kosten für Lebensunterhalt und Miete des Flüchtlings” aufzukommen – und offenbar in vielen Fällen die Folgen unterschätzt.

    Für einige, so berichtete der NDR zuletzt, könnte das die Privat-Insolvenz bedeuten.

    Wird das Geld gezahlt?

    Die “Welt” berichtete im November: Beglichen wurden von den Flüchtlingsbürgen nach Auskunft des Arbeitsministeriums inzwischen erst rund 670.000 Euro.

    ► Denn vollstreckt werden die Forderungen zumeist nicht. Zumindest bislang. Bundesregierung und Länder versuchen seit Monaten, “sachgerechte Lösungen” zu finden, um Zahlungen zu verhindern. 

    Das Arbeitsministerium teilt dazu mit: “Die dazu erforderlichen Gespräche sind noch nicht abgeschlossen.“ 

    Auf den Punkt:

    Das Chaos der Flüchtlingskrise ist längst nicht vorüber.

    Flüchtlingsbürgen, die Kontingentflüchtlingen ihr Visum in Deutschland ermöglicht haben, sollen für deren Sozialleistungen aufkommen.

    ► Das mag rechtlich richtig sein, ist aber politisch umstritten. Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen.


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