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Huffington Post Germany Athena

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    Schongau: Metzger benennt

    • Gleiches Rezept, anderer Name: In einer Metzgerei in Bayern liefen Kunden wegen eines “Zigeunerbraten” Sturm.
    • Der Inhaber reagierte – und benannte den Braten um.

    Jahrelang verkaufte eine Metzgerei im bayerischen Schongau ihren “Zigeunerbraten” – doch damit ist jetzt Schluss.

    Nachdem sich Kunden beschwerten, nannte die Metzgerei den Braten in einen “Pusztabraten” um. Das berichtet der “Merkur”.

    Metzger benennt “Zigeunerbraten” um: “Auf so einen Ärger verzichte ich gerne”

    “Es gab stete Beschwerden, auf die ich jetzt reagiert habe”, sagte der Metzger der Zeitung. “Auf so einen Ärger kann ich gerne verzichten.”

    Der Braten ist nicht das einzige Produkt, das umbenannt wurde. Auch die “Zigeuner-Kochsalami” trägt nun einen anderen Namen.

    “Der Zeitgeist ist offenbar so”, erklärt er. Die meisten der Kunden hätten auf die Umbenennung aber mit einem Lachen reagiert.

     

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    Marita liebt ihren Hund über alles (Symbolbild). 

    Marita S. hat nach etwa 40 Jahren Arbeit ihren Job verloren – seitdem lebt sie von Hartz IV. Arbeitslos sein bedeutet für Marita allerdings nicht dasselbe wie beschäftigungslos sein – schließlich trägt die Mitte 60-Jährige Zeitungen aus und kümmert sich um ihren Hund. 

    Früher habe ich als Sekretärin in den Chefetagen großer Firmen gearbeitet – heute, mit über 60 Jahren, lebe ich von Hartz IV.

    In meinem Berufsleben habe ich drei Mal erlebt, dass die Unternehmen, bei denen ich angestellt war, insolvent gegangen sind. Die letzten zehn Jahre, in denen ich Vollzeit gearbeitet habe, war ich bei einer Zeitarbeitsfirma. Aber die hat uns ältere Mitarbeiter quasi langsam aushungern lassen.

    Mehr zum Thema: Ex-Jobcenter-Mitarbeiterin: "Ich half Hartz-IV-Empfängern und verlor deswegen meinen Job"

    Nach 40 Jahren Arbeit war ich offensichtlich nicht mehr gut genug für den Arbeitsmarkt: Wie viele meiner Kolleginnen wurde ich durch jüngere Mitarbeiterinnen ersetzt – die vielleicht besser aussehen, aber natürlich deutlich weniger Erfahrung haben.

    Mit Hartz IV muss ich jeden Cent drei Mal umdrehen

    Jetzt, als Hartz-IV-Empfängerin, muss ich jeden Cent drei Mal umdrehen. Mein Hund hat eigentlich ein besseres Leben als ich.

    Aktuelle Zahlen zu Hartz IV

    ► Arbeitslosengeld II, oder umgangssprachlich auch Hartz IV genannt, ist die Grundsicherungsleistung für Hilfebedürftige. Das Gesetz zu Hartz IV wurde am 24. Dezember 2003 beschlossen. 

    ► Derzeit beziehen etwa 4,2 Millionen Menschen Hartz IV.

    ► Der Regelsatz wurde zum 1. Januar 2018 von 409 auf 416 Euro im Monat erhöht. Am 1. Januar 2019 wird er auf 424 Euro erhöht.

    Bald habe ich mit dem Jobcenter nichts mehr zu tun

    Dass ich nun arbeitslos bin, heißt allerdings nicht, dass ich beschäftigungslos bin – auch ich habe meinen Alltag, meine Aufgaben, kümmere mich um meinen Hund, trage zwei Mal pro Woche Zeitungen aus und verdiene mir so ein wenig Geld hinzu. Zu viel darf es allerdings nicht sein: Sollte ich mehr als 165 Euro pro Monat bekommen, kassiert das Jobcenter den Überschuss ein.

    Glücklicherweise muss ich das ganze Theater mit dem Jobcenter nur noch ein Jahr lang mitmachen – dann bekomme ich meine Rente. Und auf die habe ich schließlich den Großteil meines Lebens hingearbeitet.

    Dieser Text basiert auf einem Gespräch und wurde aufgezeichnet von Agatha Kremplewski.

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    Gelbwesten in Frankreich marschieren wieder – trotz Macrons Zugeständnissen

    ► Mehrere hundert Demonstranten in gelben Westen sind am Samstagmorgen in Paris wieder auf die Straße gegangen.

    ► Die Proteste fanden an verschiedenen Orten statt. Auf der Prachtstraße Champs-Élysées kam es zu Spannungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, wobei auch Tränengas eingesetzt wurde. Die Demonstrationen wurden von massiven Sicherheitsmaßnahmen begleitet.

    ► Allein in Paris waren 8000 Polizisten, 14 Panzerfahrzeuge und Reiterbrigaden im Einsatz. Landesweit waren 69 000 Sicherheitskräfte im Dienst.

    “Gelbwesten”-Proteste starteten friedlicher als vor einer Woche:

    Dem Aufruf, in Paris zu demonstrieren, folgten weit weniger Menschen als am vergangenen Samstag. Nach dem Terroranschlag von Straßburg am Dienstag hatte die französische Regierung an die “Gelbwesten” appelliert, an diesem Wochenende nicht zu demonstrieren.

    Bereits vor einer Woche hatten sich die Sicherheitskräfte in Paris in ähnlichem Umfang gegen Gewalt und Krawalle gewappnet, bei denen Autos in Brand gesetzt wurden, Geschäfte beschädigt und Läden geplündert wurden. Im ganzen Land waren etwa 2000 Menschen festgenommen worden.

    Darum geht es den “Gelbwesten”:

    Die “Gelbwesten” - benannt nach den Warnwesten im Auto – protestieren bereits das fünfte Wochenende in Folge. Ursprünglich richtete sich ihre Wut gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die Reformpolitik der Mitte-Regierung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron.

    Mittlerweile werden zunehmend Forderungen nach mehr direkter Demokratie in Form eines Bürgerreferendums und nach einem Rücktritt Macrons laut. Der hatte zahlreiche Zugeständnisse angekündigt – unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns.


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    Haribo kämpft mit Lieferschwierigkeiten. 

    • Haben deutsche Supermärkte keine Gummibärchen mehr? 
    • Wegen Umstellungen im Unternehmen soll es zu Lieferschwierigkeiten gekommen sein.

    Weihnachtszeit ist die Zeit der Leckereien. Besonders Süßigkeiten sind bei den Meisten in den Festtagen beliebt. Plätzchen, Schokolade, Stollen und auch Gummibärchen erfreuen sich jedes Jahr großer Beliebtheit. 

    Zu blöd, wenn man dann in den Supermarkt geht und feststellt, dass es keine einzige Packung der Haribo-Goldbären mehr gibt. Genau das scheint aktuell nämlich das Problem zu sein.

    Deutschlandweit klagen mehrere Supermärkte über leerstehende Haribo-Regale. Das berichtet die “Bild”-Zeitung.

    Software-Umstellung bremst Gummibärchen-Herstellung

    Aktuell stelle Haribo das Softwaresystem um, weshalb es zu großen Lieferschwierigkeiten Produktionsproblemen komme. Vor allem Goldbären und Fruchtgummi-Vampire seien jetzt so kurz vor Weihnachten davon betroffen. 

    Laut Bericht verbessere sich die Situation wieder, jedoch seien alle Haribo-Produkte von den Lieferengpässen betroffen. 

    Das Unternehmen hat laut “Bild” bereits im Oktober damit begonnen, das veraltete Warenwirtschaftssystem auf ein neues Programm umzustellen. Dabei soll es allerdings Anlaufschwierigkeiten gegeben haben. Viele Supermärkte hätten sich demnach über ausbleibende Lieferungen beschwert. 

    Haribo immer unbeliebter? 

    Aktuell hat der Süßwarenhersteller laut Bericht Schwierigkeiten, seine Produkte abzusetzen. Teilweise sei der Absatz der Goldbären um 25 Prozent zurückgegangen.

    Ein Haribo-Unternehmenssprecher gibt laut “Bild” allerdings Entwarnung: “Heute sehen wir, dass sich unsere Lieferfähigkeit Tag für Tag und Woche für Woche weiter verbessert.“

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    Alkoholfahrt: Berliner Linken-Politiker Hakan Tas baut Unfall und begeht Fahrerflucht

    ► Mit 1,0 Promille soll der Berliner Linken-Politiker Hakan Tas einen Autounfall mit anschließender Fahrerflucht begangen haben. Darüber berichtet der “Tagesspiegel”

    ► Der Unfall von Tas soll sich im Regierungsviertel ereignet haben. In einem Statement, das die Linken-Fraktion am Samstagmittag veröffentlichte, heißt es: “Nach einer emotional aufwühlenden Reise in die Türkeihabe ich gestern einen großen Fehler gemacht. Ich bereue zutiefst, gestern alkoholisiert Auto gefahren zu sein.”

    ► Weiter heißt es in dem Statement von Hakan Tas: “Die sich daraus ergebenden Konsequenzen werde ich tragen und den Ermittlungsbehörden die Möglichkeit zur vollständigen Aufklärung geben. Der gegebenenfalls dazu notwendigen Aufhebung meiner Immunität stimme ich zu.”

    Welche Konsequenzen Tas nach der Alkoholfahrt noch zieht:

    Der 52-Jährige sitzt als sicherheits-, integrations- und partizipationspolitischer Sprecher seiner Partei und Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Integration und Soziales.

    In seinem Statement erklärte er, seinen Sprecherposten und die Position als Fraktionsvorstand vorerst ruhen zu lassen.

    Das sagt die Berliner Polizei zu dem Vorfall:

    Auf Nachfrage von “Focus Online” erklärte die Polizei Berlin, dass es einen entsprechenden Fall gegeben habe, bestätigte aber nicht, dass es sich bei dem Fahrzeugführer um Hakan Tas handelte.

    Demnach habe sich der Vorfall gegen 00.30 Uhr ereignet. Man bereite derzeit eine Anzeige wegen Fahrerflucht unter dem Führen eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss vor.


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    Wirbel im Kabinett von US-Präsident Donald Trump: Innenminister Ryan Zinke wird bis zum Jahreswechsel zurücktreten, kündigte Trump auf Twitter an.

    In der kommenden Woche werde die Regierung einen Nachfolger benennen, so Trump weiter.

    Mehr in Kürze.


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    • Beim Parteitag der AfD in Rheinland-Pfalz verschärfte Parteichef Jörg Meuthen den Ton gegenüber der CDU.

    • Auch deren neue Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ging er scharf an – und erntet selbst Kritik.

    Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen wird schärfer im Ton gegenüber der CDU.

    ► Er warf der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer vor, sie setze die Asyl- und Flüchtlingspolitik von Vorgängerin Angela Merkel mit offenen Grenzen fort.

    ► Er übersetzte ihr Namenskürzel AKK nicht nur mit “Angelas kleine Kopie”: “Da gibt es ja immer mehr schöne Synonyme für AKK - ein anderes ist: Afrika kann kommen”, sagte Meuthen am Samstag beim Landesparteitag der AfD Rheinland-Pfalz in Bingen.

    Der SWR-Reporter Frederik Merx kommentierte dazu auf Twitter: Man hat das Gefühl, beim populistischen Aschermittwoch zu sein.”

    Florian Schlecht, Reporter des “Trierischen Volksfreund”, schrieb auf Twitter dazu: “Schmale Gags, die ich zuletzt in so manchen Facebook-Kommentaren ermüdende x-mal gelesen habe.”

    Weiter sagte Meuthen in seiner Rede: “Sie wird die illegalen Einwanderer nicht des Landes verweisen, sie wird die Grenzen nicht schließen gegen weiteren Zustrom.”

    Meuthen spricht von Regierungsanspruch der AfD

    “Wir können das übernehmen und wir werden hier manches rückabwickeln, was Frau Merkel an Chaos in diesem Land angerichtet hat.” Die AfD lag in den jüngsten Umfragen bei 13 bis 15 Prozent. Die übrigen Bundestagsparteien grenzen sich bisher von ihr ab.

    Der AfD-Chef behauptete einen Regierungsanspruch für seine Partei: “Wir stehen bereit, wenn das hier bricht, wenn das nicht mehr funktioniert.”

    Meuthen distanziert sich von AfD-Jugend

    Selbstkritisch zeigte sich der AfD-Vorsitzende mit Blick auf die Jugendorganisation der Partei. “Da gibt es tatsächlich Probleme in der Jungen Alternative, die dringend gelöst werden müssen, gar keine Frage.”

    Dem Jugendverband werden immer wieder Verbindungen ins rechtsextreme Milieu vorgeworfen. Die Landesverbände in Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen werden deshalb vom Verfassungsschutz beobachtet.


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    Arnold Schnittger mit seinem Sohn Nico.

    Arnold Schnittger ist Vater eines schwerbehinderten Sohnes. Regelmäßig macht er mit Aktionen auf die Pflegesituation in Deutschland aufmerksam – so ist er beispielsweise mit dem Rollstuhl seines Sohne zu Fuß von Hamburg nach Berlin gegangen.

    Da er will, dass Nico in guten Händen ist, wenn er eines Tages nicht mehr für ihn sorgen kann, hat er “Nicos Farm” gegründet – ein gemeinnütziges Wohnprojekt, das sich gerade in der Entstehung befindet.

    Alle Eltern wollen, dass es ihren Kindern gut geht – das ist eigentlich selbstverständlich. Auch mir ist es wichtig, dass es meinem Sohn an nichts fehlt und er glücklich ist.

    Ich weiß allerdings auch: Wenn ich alt werde oder gar nicht mehr da bin, gibt es keine Garantie mehr dafür, dass mein Sohn gut versorgt ist. Denn Nico ist schwerbehindert – und die aktuelle Pflegesituation in Deutschland macht wenig Hoffnung, dass der Staat sich später gut um ihn kümmern können wird.

    Mehr zum Thema: Herr Spahn, Sie vergessen beim Thema Pflege Menschen wie mich

    Deswegen habe ich “Nicos Farm” ins Leben gerufen: Nicos Farm soll ein Wohnprojekt sein, bei dem Kinder mit Behinderung mit ihren Eltern zusammenleben können. Durch das Miteinander könnten sich die Familien gegenseitig unterstützen – und mit dieser einfach Idee könnten wir das ganze Konzept der Pflege revolutionieren.

    In Deutschland fehlen immer noch viel zu viele Pflegekräfte

    In Deutschland fehlen aktuell immer noch bis zu 80.000 Pflegekräfte. Es ist keine Seltenheit, dass nur zwei Pflegekräfte für über 20 Patienten zuständig sind. Dadurch leiden nicht nur die Pfleger selbst, sondern vor allem die Patienten: 

    ► Alte, kranke oder behinderte Menschen müssen teilweise sehr lange warten, bis sich jemand um sie kümmert.

    ► Manchmal dauert es allein Stunden, bis jemand ihre Windeln wechselt.

    ► Ganz zu schweigen von der menschlichen Betreuung – wann hat eine Pflegekraft schon mal Zeit, sich intensiv mit einem Patienten zu beschäftigen, mit ihm zu sprechen, ihm etwas vorzulesen?

    Ich möchte nicht, dass mein Sohn später mal stundenlang warten gelassen wird, wenn er Unterstützung und Pflege braucht. Oder dass er einfach mit Medikamenten sediert oder ans Bett gefesselt wird. Wer schwer krank oder behindert ist, kann sich gegen solche Maßnahmen meist nicht wehren – deswegen müssen wir umso stärker darauf achten, dass auch diejenigen, die Unterstützung so dringend benötigen, in Würde leben dürfen.

    Bei einem Projekt wie Nicos Farm ist die Chance größer, dass Nico Menschen um sich herum hat, die ihn kennen, lieben und sich um ihn kümmern – weil sich alle Familien gegenseitig unterstützen können. Wenn ich mich für andere Kinder einsetze, kann ich mich auch darauf verlassen, dass andere sich für mein Kind einsetzen.

    Auf “Nicos Farm” sollen sich Familien gegenseitig unterstützen können

    Bei Nicos Farm soll es Häuser geben, die an die Größen und Bedürfnisse der Familien angepasst und behindertengerecht sind. Es soll ein Therapiezentrum geben, in dem die Kinder zum Beispiel zur Ergo- oder Physiotherapie gehen können, in denen die Kinder von Pflegekräften betreut werden – alles unter der Oberaufsicht der Eltern, die sich eigenständig organisieren. Es soll einen Park und einen Streichelzoo geben.

    Wichtig ist mir auch, dass alle Bewohner von Nicos Farm, ob mit Behinderung oder ohne, arbeiten dürfen. Arbeit und das Gefühl, ein sinnvoller Teil der Gesellschaft zu sein, ist ein Recht, das wir alle innehaben sollten. Auch mein Sohn Nico kann arbeiten – zum Beispiel Blumen gießen oder Tiere füttern. Er braucht eben eine Assistenz, die ihm bei der Arbeit hilft – und die wird einem in der Regel natürlich nicht zur Verfügung gestellt.

    Auf Nicos Farm sollen Menschen zusammen leben, die wissen, worauf es ankommt, wenn man tagtäglich, rund um die Uhr, einen Angehörigen pflegt. Die wissen, dass wir uns gegenseitig unterstützen müssen, wenn der Staat uns die notwendige Unterstützung verwehrt – finanziell sowie personell.

    Deswegen ist es mir auch wichtig, dass auf Nicos Farm Menschen leben, die sich übliche Pflegedienstleistungen nicht leisten können. Die vielleicht sogar auf finanzielle Unterstützung wie Hartz IV angewiesen sind, weil sie aufgrund der Vollzeitpflege ihres Familienmitglieds nicht arbeiten gehen können. Genau für solche Menschen könnte Nicos Farm eine Lösung darstellen und sie in ihrem Alltag entlasten.

    Pflege ist ein Thema, das uns alle betrifft 

    Momentan ist Nicos Farm noch eine Idee. Ich habe zwar schon ein Grundstück in der Nähe Lüneburgs, wo wir das Projekt aufbauen können. Allerdings fehlt es noch an Geldern, um unsere Idee in die Realität umzusetzen. Bisher haben wir noch keine finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten.

    Trotzdem nimmt die Idee schon langsam Form an: Einer unserer Architekten hat einen Plan erstellt, wie die Farm aussehen könnte. Das beweist mir: Wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir etwas auf die Beine stellen – zumindest ein weiterer wichtiger Schritt ist getan.

    Ich finde es vor allem wichtig, mit Nicos Farm ein Zeichen zu setzen: Pflege ist ein Thema, das uns alle betrifft – früher oder später. Deswegen sollten wir alle dazu bereit sein, uns für bessere Pflegebedingungen und alternative Pflegeprojekte einzusetzen, die aktuelle Missstände ausbessern könnten. 

    Deswegen ist meine Botschaft: Wehrt euch! Empört euch! Ihr dürft euch nicht kleinkriegen lassen. Ich erinnere mich, dass auch ich erst lernen musste, mutig zu sein. Dass ich mich anfangs geschämt habe, mit Nico von Behörde zu Behörde zu ziehen, Anträge zu stellen, um Dinge zu bitten, die uns, vor allem meinem Sohn, zustehen. Ich hatte Angst, der Allgemeinheit zur Last zu fallen – aber auch ich bin Teil dieser Allgemeinheit. Wir alle sind es.

    Deswegen müssen wir uns trauen, für unsere Rechte einzustehen. Ich weiß, dass viele Menschen das nicht können. Einige sind zu krank, zu arm oder einfach zu beschäftigt, um zu protestieren – weil sie vielleicht ihre Kinder alleine großziehen müssen. Oder weil sie einen Familienangehörigen in Vollzeit pflegen.

    Und als Vater eines schwerbehinderten Kindes weiß ich, wie sehr einen alles überfordern kann – die Behördengänge, die körperliche und emotionale Belastung, einfach der Alltag. Aber genau deswegen müssen wir zusammenhalten – wir brauchen wieder mehr Solidarität in der Gesellschaft. Und ich werde nicht aufhören, dafür zu kämpfen.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier.


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    Ein 120 Jahre alter Brief enthält eine Botschaft über Weihnachten. 

    • Ein Brite hat einen 120 Jahre alten Brief eines Mädchens an den Weihnachtsmann gefunden.
    • Er zeigt, worum es an Weihnachten wirklich geht. 

    2018 sieht Weihnachten in den meisten Familien wahrscheinlich so aus: jeder übertrifft den nächsten mit dem teuersten Geschenk. Handys, Kameras und Gutscheine werden immer mehr zum Standart unter den Werihnachtsbäumen. 

    Wie das vor 120 Jahren aussah? Das verrät ein Brief, den ein Brite kürzlich in der Stadt Canterbury gefunden hat. Darin schrieb ein fünfjähriges Mädchen namens Marjorie an den Weihnachtsmann und äußerte ihre Wünsche. 

    Darüber berichtet der britische Nachrichtensender BBC.

    “Darum sollte es an Weihnachten eigentlich gehen”

    “Lieber Weihnachtsmann, wenn du uns am Heiligabend besuchst..”, beginnt das Mädchen ihren Wunschzettel.

    In dem Brief vom 2. Dezember 1898 wünschte sich die fünfjährige Marjorie Spielzeug-Enten und -Hühner, ein Stück Faden und einen Ball für ihre Katze Kittykins. 

    Der Mann habe den Brief in einem Buch gefunden, das er in einem Second-Hand-Geschäft kaufte. Er habe es daraufhin seiner Tochter Lily Birchall geschenkt, die in einem Spielwarenladen arbeitet. 

    “Darum sollte es an Weihnachten eigentlich gehen: kleine Geschenke und ein echtes Gefühl von Zauber und Glauben”, sagte Birchall dem Sender. Der Brief sei aus ihrer Sicht unschuldig und liebevoll. 

    Auf Twitter versucht der Sender jetzt Nachkommen oder Verwandte von Marjorie ausfindig zu machen, um den Brief dann zu übergeben.

     

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    Kattowitz: Staaten feiern neue Klimaschutz-Regeln – trotz vernichtender Kritik

    Das gefeierte Pariser Klimaabkommen war nur der Anfang.

    Die zähen Verhandlungen auf der UN-Klimakonferenz zeigen, wie mühsam der Kampf gegen die Erderwärmung bleibt.

    Jetzt gibt es eine Gebrauchsanweisung für den Klimaschutz. Doch nicht alle sind begeistert. Das Abkommen von Kattowitz – auf den Punkt gebracht.

    Was in Kattowitz beschlossen wurde:

    Die UN-Klimakonferenz in Polen hat nach zähen Verhandlungen ein umfassendes Regelwerk für die praktische Umsetzung des Pariser Klimaabkommens gebilligt.

    ► Kernziel ist es, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. 

    Vertreter aus 196 Staaten und der EU hatten um die Regeln gerungen, nach denen Staaten künftig über ihre Pläne und Fortschritte im Klimaschutz berichten sollen.

    Vergleichbarkeit und Transparenz sind wichtig, da das Pariser Abkommen auf gegenseitigem Vertrauen beruht und keine Sanktionen vorsieht, wenn Länder nicht vorankommen. Vor allem der Gruppendruck soll alle auf Kurs halten.

    Warum die Teilnehmer jubelten:

    ► UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprach nach dem Gipfel in Kattowitz (Katowice) von einem “soliden” Ergebnis. Nötig sei aber weiterhin mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz.

    Weltweit müsse der Treibhausgasausstoß nun zügig und deutlich gedrückt werden, der Klimawandel sei nach wie vor “schneller als wir”.

    Nach dem Beschluss applaudierten die Klimaverhandler, manche fielen sich in die Arme. Jubel gab es aber keinen.

    ► Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) erklärte, in geopolitisch schwierigen Zeiten habe der Gipfel der fast 200 Staaten gezeigt, “dass es sich lohnt, beharrlich an einem globalen Konsens zu arbeiten”.

    ► Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilte auf Twitter seine Freude über das Abkommen. 

     “Die internationale Gemeinschaft bleibt geeint im Kampf gegen den Klimaschutz”, schreibt er.

    ► EU-Umweltkommissar Miguel Arias Cañete erklärte: “Wir sind auf die Dringlichkeit der Wissenschaft eingegangen.” Dies sei der EU und ihren Verbündeten ein wichtiges Anliegen gewesen.

    ► Konferenzpräsident Michal Kurtyka nannte die Beschlüsse “1000 kleine Schritte nach vorne. Sie können stolz sein.”

    Warum der Kampf gegen die Klimaerwärmung so wichtig ist:

    Die Zeit drängt: Die Jahre 2015 bis 2018 waren nach Analysen der Weltwetterorganisation die vier wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert.

    Und die 20 wärmsten lagen in den vergangenen 22 Jahren. Geht es weiter wie bisher, leben wir Ende dieses Jahrhunderts wohl in einer drei bis vier Grad wärmeren Welt.

    Die fatalen Folgen je nach Region: mehr Hitzewellen, längere Dürren sowie mehr Stürme, Starkregen und Hochwasser.

    Doch Klimaschützer sind enttäuscht:

    Während die Teilnehmerstaaten das Abkommen feiern, gibt es vernichtende Kritik von Umweltschützern.

    ► Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan zeigte sich enttäuscht:

    “Ein Jahr voller Klima-Katastrophen und einer eindringlichen Warnung von den besten Wissenschaftlern der Welt hätten zu viel mehr führen sollen”, sagte sie.

    “Anzuerkennen, dass mehr Ehrgeiz nötig ist, und Regeln für den Klimaschutz zu verabschieden, ist nicht mal annähernd genug, wenn ganzen Nationen die Auslöschung droht.”

    ► Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland sagte ebenfalls, der Kompromiss greife zu kurz.

    “Die Regierungen der Welt brauchen viel mehr Druck von ihren Bürgerinnen und Bürgern, endlich mit dem Klimaschutz Ernst zu machen.”

    ► Vitumbiko Chinoko von der Nichtregierungsorganisation Care sagte: “Verletzliche Staaten können nicht die Last der Welt auf ihren Schultern tragen.”

    ► Sabine Minninger von Brot für die Welt nannte es bedauerlich ist, dass es keine Einigung auf finanzielle Unterstützung von besonders armen und verletzlichen Staaten bei der Bewältigung von Klimaschäden gelang.

    ► Das Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings, Hermann Ott, warf einer kleinen Gruppe von Staaten, “notorisch die USA, Russland und Saudi-Arabien”, vor, die Verhandlungen in Polen aus Eigeninteresse gebremst zu haben, um ihre heimische Öl- und Gasindustrie zu schützen.

    Um welche Punkte in Kattowitz hart gerungen wurde:

    Strittig waren in Kattowitz auch Fragen rund um Finanzhilfen der reicheren Länder für die ärmeren.

    ► Die vom Klimawandel besonders gefährdeten Staaten hatten zudem ein deutliches Signal eingefordert, dass es größere Anstrengungen im Klimaschutz braucht, um dramatische Folgen zu begrenzen.

    ► Bis zuletzt gab es auch Ärger um den internationalen Handel mit Verschmutzungsrechten.

    Der nächste UN-Klimagipfel tagt in Chile, und zwar nach Angaben des dortigen Umweltministeriums entweder im Dezember 2019 oder Januar 2020.

    Mit Material von dpa.


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    Paragraf 219a: Malu Dreyer findet verhassten SPD-Kompromiss

    Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Malu Dreyer hat den Kompromissvorschlag der Bundesregierung zur Beibehaltung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche (Paragraf 219a) auch gegen parteiinterne Kritik verteidigt.

    ► “Der Kompromiss ist absolut okay. Das Hauptanliegen der SPD war, dass Frauen gut informiert werden, Ärzte Rechtssicherheit haben”, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin der “Bild am Sonntag”.

    ► Sehr wichtig sei, “dass die SPD Weiterbildung für Ärzte durchsetzen konnte”. Denn es gebe immer weniger für Abtreibungen ausgebildete Frauenärzte.

    Wie der Kompromiss um den Paragraf 219a aussieht:

    ► Nach monatelangen Debatten hatten sich fünf beteiligte Minister Mitte der Woche auf eine Sowohl-als-auch-Lösung geeinigt.

    ► Das Werbeverbot bleibt demnach bestehen, aber die Informationen für Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind, werden verbessert.

     Paragraf 219a verbietet “Werbung” für Schwangerschaftsabbrüche - demnach macht sich schon strafbar, wer “seines Vermögensvorteils wegen” öffentlich Schwangerschaftsabbrüche anbietet.

    Warum der Kompromiss innerhalb der SPD umstritten ist:

    Innerhalb der SPD gibt es erheblichen Gegenwind für die jetzt gefundene Lösung. Maria Noichl spricht für die Frauen in der SPD und sagte der “Süddeutschen Zeitung”, in dem Kompromiss hätten sich “rechtspopulistische Gedanken” durchgesetzt.

    Weiter sagte sie: “Die gesamte SPD will die Abschaffung des Paragrafen 219a. Punkt. Die SPD als Partei sitzt aber nicht am Tisch mit den Verhandlern von CDU und CSU, sondern nur zwei Ministerinnen der Bundesregierung.” 

    Mit Material von dpa.


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    Der kleine Hund schlug den Bären in die Flucht. 

    • Eine Amerikanerin ist brutal von einem Bären angegriffen worden. 
    • Ihr kleiner Chihuahua-Mix schlug das Tier in die Flucht und rettete ihr so das Leben.

    Sie sind niedlich, wenn sie klein sind. Doch sind sie erst einmal ausgewachsen und fühlen sich bedroht, werden Bären zu lebensgefährlichen Tieren. 

    Das bekam Melinda Lebarron aus Lycoming County im US-Bundesstaat Pennsylvania zu spüren. Vergangen Mittwoch war sie mit ihrem kleinen Hund vor ihrem Haus, als ein Bär sie am Bein packte und 80 Meter weit wegschleifte. 

    Der Chihuahua-Mix wollte seine Besitzerin wohl beschützen und stürzte sich wenige Augenblicke später selbst auf das riesige Tier.  

    Darüber berichtet die britische Tageszeitung “DailyMail”.

    “Der Hund ist der Grund dafür, dass sie noch lebt”

     Lebarron sei nach dem Angriff noch in der Lage gewesen ins Haus zu kommen und hat dann einen Nachbar kontaktiert, der den Notruf wählte.

    Mit diversen Knochenbrüchen und tiefen Wunden wurde die Frau dann in ein Krankenhaus eingeliefert.

    Was genau passiert war, sei allerdings noch nicht ganz klar, da Melinda Lebarron noch nicht ansprechbar sei.

    Dennoch könne sie auf Fragen reagieren. “Wir fragten sie, ob der Hund dem Bären hinterherlief, um sie zu beschützen und ob er der Grund ist, dass sie noch lebt. Sie nickte”, sagte Schwiegertochter Cheyenne Lebarron.

    Laut Bericht ist Melinda Lebarrons Gesundheitszustand noch kritisch. Auch der Hund, der ironischerweise Bear (zu deutsch: Bär) heißt, musste mit einem gebrochenen Brustbein, einer verletzten Lunge und weiteren Verletzungen in eine Tierklinik gebracht werden.

    Der Bär wird gesucht

    Niemand wisse, wie der kleine Chihuahua-Mix den Bären vertreiben konnte, aber alle sind sich offenbar sicher, dass er das Leben der Besitzerin gerettet hat, heißt es laut “DailyMail”.

    “Bear geht es erstaunlich gut. Sie hat viel Blut verloren und bekam starke Medikamente. Der Tierarzt sagte aber, sie sei aufgeweckt und könne aufstehen”, sagte Cheyenne Lebarron.

    Bei dem tierischen Angreifer habe es sich laut Wildhütern um einen Schwarzbären gehandelt. In der Gegend kämen sie häufig vor, da sich dort allgemein viele Rehe aufhalten, die für den Bären Beute sind. 

    Örtliche Wildhüter wollen den Bären nun ausfindig machen. “Wir möchten herausfinden, wie es zu diesem Unfall kommen konnte und warum. Wir sind nun dran, den Bären zu finden, der in den Angriff involviert war”, sagte Jagdaufseher Chris Krebs der Zeitung.

    Wildhüter würden nun sogar Bärenfallen aufstellen, um das Tier später einschläfern zu lassen. Sie geben Entwarnung: Menschen seien nicht die typische Beute eines Schwarzbären. Sie würden nur angreifen, wenn sie sich belästigt fühlen. 

    Die Familie von Melinda Lebarron hat eine Spendenaktion für die Besitzerin und ihren Hund gestartet. Sie wollen Geld für anstehende teure Behandlungen sammeln, damit beide wieder auf die Beine kommen. 

    Über umgerechnet 7000 Euro sind bis jetzt zusammengekommen.  

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    • Beim RTL-“Das Supertalent” gab sich Juror Dieter Bohlen besonders kritisch.
    • Ein Hypnotiseur versprach Unfassbares – und scheiterte Bohlen.

    Er wollte die Zuschauer verzaubern – scheiterte aber an “Das Supertalent”-Juror Dieter Bohlen: Ein Kandidat stellte sich in der RTL-Sendung am Samstagabend als Hypnotiseur vor und versprach, Gäste auf der Bühne einschlafen zu lassen.

    Soweit, so gut. Kandidaten beim “Das Supertalent” haben schon oft Unfassbares vorgeführt – aber ein Hypnotiseur hatte es noch nicht in die aktuelle Staffel geschafft (hier die Folge in der Mediathek zum Nachschauen).

    Deswegen muss auch Dieter Bohlen gespannt gewesen sein, was denn da auf ihn zukomme.

    RTL-“Das Supertalent”: Dieter Bohlen wählt seinen eigenen Bodyguard als Versuchskaninchen

    Der “Das Supertalent”-Juror begleitete den Auftritt des Hypnotiseurs deswegen von Anfang an besonders kritisch.

    Dieser wollte Versuchskaninchen aus dem Publikum aussuchen – doch schon da schritt Dieter Bohlen ein und kündigte an, die Kandidaten selbst auszusuchen.

    Eine Wahl fiel au seinen eigenen Bodyguard – denn “da weiß ich schließlich, dass der echt ist”, sagte Dieter Bohlen.

    Hypnotiseur beim RTL-

    Der Hypnotiseur reagierte da noch selbstbewusst und sagte: “Zweifler gibt’s immer. Das sind mir die Liebsten!” Auch diese fänden sich nach seinen Hypnosekünsten schlafend auf dem Boden wieder.

    Dieter Bohlen beim “Supertalent”: Zweifel bis zum Schluss

    Dann der Praxistest: Die ersten beiden Versuche, beide an Frauen, funktionieren noch.

    Doch beim Dritten, dem ersten Mann, scheitert der Kandidat. Der Mann bleibt konsequent stehen, zuckt nur mit den Schultern. Der vierte Kandidat fällt dann wieder um.

    Als der Hypnotiseur sich dann mit dem fünften Gast, Dieter Bohlens Bodyguard, auf der Bühne befassen will, beginnt die Illusion zu zerbröckeln: Kandidatin Nummer Drei setzt sich plötzlich wieder auf, während Kandidat Nummer 4 sich die Kappe zurecht rückt.

    Da verliert die Jury dann auch schließlich die Geduld: “Das ist doch Verarsche”, ruft Bohlen. “Das waren einfach die falschen Kandidaten”, entschuldigt sich der Hypnotiseur - und muss trotzdem mit drei Mal “nein” die Show verlassen. 


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    „Lang lebe der König. Lang lebe der König“, singen tausende Stimmen.

    Ihr leiernder Gesang springt abrupt zwischen den Noten hin und her. Für das westliche Ohr ist das ungewöhnlich.

    Einige, die hier in Riad in der Menge stehen, tragen einen Qamis, das für Saudi-Arabien so typische weiße Gewand, und einen Shemagh, das dazu passende rot-weiße Kopfband.

    Die meisten sind in ein schwarzes Abaya-Gewand und in ein Kopftuch gehüllt, das nur das Gesicht großzügig freilässt.

    Dann droppt David Guetta den Beat.

    Die saudische Crowd tanzt und springt. Immer wieder Jubelrufe. Männer nehmen ihre Freunde auf die Schultern. Manche sogar eine Freundin – fast, wie man es von Musikfestivals im Westen kennt.

    David Guetta zum Schluss

    Das dreitägige Formula-E-Festival in Riad, am Rande des gleichnamigen Autorennens, ist für viele Menschen hier ein historischer Moment.

    In Saudi-Arabien, einem der konservativsten Länder der Welt, war ein solches Spektakel jahrzehntelang undenkbar.

    Der französische Star-DJ David Guetta mischt zum Abschluss dieses bedeutenden Events auch arabische Lieder in sein treibendes House-Set mixt.

    Das ist sinnbildlich für die historische Phase, in dem sich das Land befindet, das gerade vor allem wegen der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi massiv in der Kritik steht.

    Während die junge Generation mit wilder Entschlossenheit nach Westen strebt, lockert die Königsfamilie um Kronprinz Mohammed Bin Salman (MBS) zumindest langsam gesellschaftliche und religiöse Restriktionen.

    Die Tradition Saudi-Arabiens aber wird weiterleben. Und wirkliche Freiheit ist abseits der Festivalbühne der Formula E immer noch ein verbissen umkämpfter Wert.

    Ein Hauch von kultureller Freiheit

    Es ist nicht das allererste Konzert mit internationalen Popstars in Riad, aber bei weitem das bislang bedeutendste.

    Im Jahre 2017 durfte der US-amerikanische Countrystar Toby Keith in der saudischen Hauptstadt auftreten. Vergleichbar mit der Euphorie, die das Formula-E-Festival auslöste, war die Resonanz damals aber nicht.

    Zum ersten Mal seit rund 40 Jahren – heißt es hier – erlebt die Stadt so etwas wie kulturelle Freiheit. Im Jahre 1979 hatte das saudische Königshaus nach der Besetzung der Großen Moschee von Mekka durch Islamisten begonnen, die eigene Religionspolitik zu verschärfen. Seither bestimmt eine strenge Auslegung der Scharia das Leben der rund 35 Millionen Saudis.

    Kein Alkohol, eine strikte Trennung von Männern und Frauen und auch: kein Gesang. Vor allem keine westliche Popmusik. „Seid ihr bereit?“ ruft David Guetta nun. Die Saudis könnten kaum bereiter sein – zumindest nicht die, die sich hier eingefunden haben.

    ► Trägt auf den Straßen Riads an Wochentagen noch immer die Mehrheit der Menschen die traditionelle saudische Kleidung, haben besonders junge Männer ihre Gewänder nun gegen T-Shirts und Hoodies getauscht.

    ► Ein Musikfan trägt ein Einhornkostüm, auch unverhüllte Frauen haben sich ins Publikum gemischt.

    Ein leuchtender Schwarm von Smartphonebildschirmen hebt ab in die Lüfte, sobald David Guetta die Bühne betritt. Alle wollen diesen Moment einfangen. 

    Wer es sich leisten konnte, besuchte in der Vergangenheit bereits Konzerte im Ausland. Hunderttausende Saudis studieren jedes Jahr außer Landes, die meisten von ihnen in den USA. Für viele hier vor der Bühne aber ist es der erste Konzertbesuch ihres Lebens.

    “Es ist riesig für die Menschen hier”

    Randah, eine junge Frau mit freundlichen dunklen Augen, umrahmt von ihrer schwarzen Abaya, sagt: „Es ist riesig für die Menschen hier. Es gibt endlich Unterhaltungsmöglichkeiten für uns. Und es wird nur ein erster Schritt sein, zu weiteren Öffnungen.“

    An Neujahr etwa sei es bislang Gang und Gebe, dass drei Viertel des Landes verreise, da es in Saudi-Arabien nichts zu tun gebe. Nun würden zum ersten Mal viele ihrer Freunde überlegen, zu bleiben. 

    Eine andere Frau berichtet später: „Die Formula-E-Konzerte waren geschlechterübergreifend, man hat Jungen und Mädchen herumspringen und schreien gesehen, singen und zusammen Spaß haben. Noch vor Jahren war das unvorstellbar.“

    Keine Rempeleien, keine Belästigungsfälle

    Aus westlicher Perspektive mutet nicht nur die Kleidung einiger Festivalbesucher fremd an.

    Es ist vor allem der Fakt, dass an diesem Abend kein Tropfen Alkohol über die Theke geht, der in anderen Regionen der Welt undenkbar wäre. Ganz nüchtern wirkt hier dennoch niemand, so berauscht ist die Stimmung.

    Dennoch – und das ist bemerkenswert: Es kommt nicht zu Rempeleien. Belästigungsfälle werden nicht bekannt. Menschen, die sich aneinander vorbei zur Bühne drängen, entschuldigen sich freundlich.

    Fast jeder hat ein breites Lächeln auf den Lippen, manche Familien haben sogar ihre kleine Kinder mitgenommen: Die neue Freiheit auskosten.

    Der Nahostexperte Ghanem Nuseibeh schreibt bei Twitter: “Zu sehen, wie tausende junge Saudis bei Konzerten tanzen, ist nicht nur gut für Saudi-Arabien, sondern für die ganze Welt.”

    Für die saudische Jugend werden die Fußfesseln des Konservativismus durch MBS entfernt. Dieser Drang nach Modernisierung ist das effektivste Gegenmittel gegen Extremismus. 

    Nur “kosmetische Veränderungen”?

    Ganz so optimistisch sind nicht alle.

    ► Immer wieder hört man auch etwas anderes: Formula E sei doch nur eine Ausnahme.

    ► Ein Versuch des Kronprinzen, die Weltöffentlichkeit zu täuschen. Womöglich auch neue Investoren anzuziehen. Immerhin ist das Rennsportevent in der saudischen Hauptstadt auch ein riesiges Geschäft.

    ► Kritiker sprechen statt einem wirklichen Wandel in Saudi-Arabien gerne von „kosmetischen Veränderungen“. Die großspurig angekündigte Modernisierungskampagne, die Agenda 2030 des Königshauses, sei nur eine Imagekampagne.

    Etwa im Falle der Liberalisierung der Frauenrechte: Zwar dürfen saudische Frauen seit diesem Sommer Autofahren, gleichzeitig aber geht das Königshaus immer entschiedener gegen Frauenrechtlerinnen und feministische Aktivisten vor.

    Wegen skrupelloser Kampagnen wie dieser kommt auch nicht bei allen gut an, dass David Guetta ein Lobeslied auf den König anstimmen lässt.

    ► Bei Twitter schreibt ein Nutzer: „Stell dir vor, du genießt ein Konzert und auf einmal spielt der DJ ein Lied über den saudischen König. So eine Enttäuschung.”

    ► „Ich wollte nur Liebe und Respekt für eure Kultur zeigen“, ruft David Guetta der Menge zu.

    Wer in die Gesichter der Menschen hier blickt, der erkennt schnell: Für sie geht es in diesen Stunden ohnehin nicht um Politik.

    (jkl)


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    Insider sind sich sogar beim Geschlecht des Babys sicher.

    • Herzogin Kate soll zum vierten Mal Nachwuchs erwarten.
    • Einige Insider sind sich sicher, dass sie im nächsten Jahr ein weiteres Kind bekommt und wissen offenbar bereits das Geschlecht.

    Die Gerüchteküche rund um das britische Königshaus brodelt einmal mehr. Erst im Oktober hat Herzogin Meghan ihre Schwangerschaft verkündet. Jetzt soll es schon neue Baby-News im Kensington Palast geben.

    Royale Insider sollen laut aktuellem Bericht der britischen Boulevardzeitung “Express” behauptet haben, dass Kate zum vierten Mal schwanger sein soll. Und das gerade einmal acht Monate nach der Geburt von Prinz Louis.

    Es soll ein eine Prinzessin werden

    Angeblich sind sich die Insider sogar bereits sicher, welches Geschlecht das Neugeborene Baby haben wird. Es soll ein Mädchen werden. “Das royale Paar erwartet ein kleines Mädchen”, habe ein Insider der Zeitung gesagt.

    Es sollen bereits einige Wetten zu einer möglichen vierten Schwangerschaft laufen. Kate sollte somit im nächsten Jahr erneut Mutter werden. Im selben Jahr, in dem auch Meghan ihr erstes Kind erwartet. 

    Die Chance, dass Kate eine Schwangerschaft noch in diesem Jahr verkündet, sei eher unwahrscheinlich. Eine mögliche Geburt im nächsten Jahr sei in den Augen einiger Insider hingegen wahrscheinlicher. 

    Battle zwischen Meghan und Kate?

    “Vieles spricht dafür, dass Kate und William Nachwuchs bekommen”, sagte der Insider. Generell sei es möglich, dass die beiden ein viertes Kind bekommen könnten, denn laut Freunden der Familie habe sich Kate immer mindestens drei Kinder gewünscht, heißt es im Bericht des “Express”.

    Könnte sich ein Baby-Battle im britischen Königshaus anbahnen? Nach der Geburt von Prinz Louis war die Aufmerksamkeit vollständig auf Kate gelenkt. Nur einen Monat später heirateten Herzogin Meghan und Prinz Harry – seitdem waren sie laufend das Gesprächsthema in allen Medien.

    Um Kate wurde es ruhig. Im Oktober verkündete der Palast dann offiziell die Schwangerschaft von Herzogin Meghan, womit nun sie abermals die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog. Insider vermuten, Kate käme die Aufmerksamkeit durch eine vierte Schwangerschaft deswegen nicht ungelegen.

    Von offizieller Seite wurden die Neuigkeiten jedenfalls nicht dementiert. Der Kensington Palast habe sich gegenüber “Express” nicht dazu äußern wollen. 

    Somit bleiben es erst einmal nur Gerüchte.

    (jkl)


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    • Der Sonntagstrend zeigt: Nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Chefin gibt es mehr Zustimmung für die Union. 
    • Im Video oben seht ihr die genaue Verteilung auf die Parteien. 

    Die Union darf sich diese Woche im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid für “Bild am Sonntag” erhebt, über 30 Prozent freuen.

    Damit konnten sie sich gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt verbessern. 

    Dieser Anstieg folgt nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Parteiführung.

    Mehr dazu: CDU-Vorsitz: Was jetzt die schwerste Aufgabe für Kramp-Karrenbauer ist.

    Grüne legen ebenfalls zu 

    Auch für die Grünen geht es weiterhin bergauf: 20 Prozent gehen nun bereits auf das Konto der Partei von Annalena Baerbock und Robert Habeck.

    Die SPD stagniert weiter bei 15 Prozent, Linkspartei und FDP verlieren einen Prozentpunkt. Sie liegen nun bei acht Prozent. 

    Die AfD erhält weiterhin 14 Prozent, sonstige Parteien fünf Prozent. 


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    Brexit: May lehnt Plan für zweites Referendum entschieden ab

    ► Die britische Premierministerin Theresa May will keine zweite Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs.

    ► “Das Parlament hat die demokratische Pflicht, das umzusetzen, wofür das britische Volk gestimmt hat”, sagte May nach Angaben des britischen Senders BBC und anderer Medien vom Sonntag.

    ► Dem früheren Premierminister Tony Blair von der oppositionellen Labour-Partei warf May demnach vor, “unsere Verhandlungen zu untergraben”, indem er für ein zweites Referendum trommele.

    Warum die Debatte um ein zweites Brexit-Referendum wieder entfachte:

    Die Briten hatten im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für den Brexit - also den Austritt aus der EU - gestimmt, der Ende März 2019 wirksam werden soll.

    Die “Sunday Times” schrieb am Sonntag, Vizeregierungschef David Lidington und Stabschef Gavin Barwell bereiteten hinter Mays Rücken ein zweites Referendum vor.

    Lidington habe am Donnerstag Labour-Abgeordnete getroffen, um eine “parteiübergreifende Koalition” für eine neue Volksabstimmung zu schmieden.

    Wie die nächsten Schritte im Brexit sind:

    Eine eigentlich vorige Woche geplante Abstimmung über das mit der EU ausgehandelte, auf der Insel jedoch hochumstrittene Austrittsabkommen hatte May angesichts einer sich abzeichnenden Niederlage verschoben.

    Die Opposition verlangt ein Votum noch vor Weihnachten. Am Dienstag wird May ihr Kabinett treffen.


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    • In Ägypten ist eine über vier tausend Jahre alte Gruft gefunden worden.
    • Das Grab eines alten Priesters stellte sich jetzt als wahrer Sensationsfund heraus. 

    Ägyptische Archäologen haben nahe Kairo ein mehr als 4400 Jahre altes Grabmal gefunden. Es sei außergewöhnlich gut erhalten und zeichne sich durch die farbige Bemalung der Statuen im Inneren aus, sagte Antikenminister Chalid al-Anani am Samstag. “Es handelt sich um eine der schönsten Entdeckungen, die wir in der vergangenen Zeit gemacht haben.”

    Am Samstag wurde die Gruft in einem Pyramidenkomplex südlich von Kairo geöffnet und erstmals bestaunt. Das berichtet die britische Tageszeitung “Daily Mail”

    Die private Grabstätte habe Wahtye gehört, einem hohen Priester der fünften Dynastie von König Neferirkare. Die fünfte Dynastie geht aus das Jahr 2500 bis 2350 vor Christus zurück. In der Gruft konnten die Archäologen unter anderem 24 farblich gestaltete Statuen bewundern – alle erstaunlich gut erhalten.

    Zu sehen sind in der Gruft auch farbige Szenen, die den Priester, seine Mutter, seine Frau und seine Kinder zeigen. Zu erkennen seien auch Musikaufführungen, Segelboote und Jagdszenen, erklärte das ägyptische Antikenministerium.

    In der Gruft sind mehrere Statuen zu sehen.

    Gruft wurde zum ersten Mal seit über 4000 Jahren geöffnet

    Die zehn Meter lange und drei Meter breite Gruft sei seit über 4000 Jahren nicht geöffnet, sagte Mostafa Waziti, Generalsekretär des obersten Rates der Antiquitäten, der “DailyMail”. 

    Das Grab sei unberührt und ungeplündert gefunden worden. Das war zuletzt beim Fund des Grabs vom ägyptischen König Tutanchamun vor fast 100 Jahren der Fall – eine Sensation.

    “Es ist ein einzigartiger Fund”, sagte Waziri. Die Gruft sei in einem nahezu perfekten Zustand. In den letzten Jahrzehnten sei so etwas nicht mehr vorgekommen. 

    In der Gruft befanden sich uralte Hieroglyphen. 

     Forscher suchen nach Besitzer der Gruft

    Waziri ist sicher, dass die Archäologen in den nächsten Wochen mit neuen erstaunlichen Ergebnissen ans Licht kommen werden. 

    In der Gruft fanden sie bereits fünf Schächte. Einer davon sei unbedeckt, aber leer. Die anderen vier seien verschlossen.

    Laut dem Zeitungsbericht hofft Waziri nun, dass in einem der Schächte der Besitzer der Gruft begraben liegt und die Forscher dadurch an noch mehr Informationen gelangen.

    Mit Informationen der dpa.

    (mf)


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    Liefert US-Präsident Donald Trump (links) den islamischen Prediger Fethullah Gülen an den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan aus?.

    Für Recep Tayyip Erdogan ist er der Staatsfeind Nummer eins: Fethullah Gülen. Der türkische Präsident macht den islamischen Prediger für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. 

    Gülen, einst enger Verbündeter Erdogans, lebt seit Mitte der 1990er Jahre in den Vereinigten Staaten. In den vergangenen zwei Jahren forderte Ankara Washington unentwegt auf, Gülen auszuliefern. Bis jetzt prallten die Forderungen immer ab. 

    Doch nun hat US-Präsident Donald Trump der türkischen Regierung zufolge die Auslieferung des Gülens versprochen. Türkische Medien zitierten am Sonntag Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit der Aussage, Trump habe die Zusage während des G20-Gipfels in Argentinien gemacht. 

    Was hinter dem plötzlichen Sinneswandel steckt und welche Folgen eine Auslieferung Gülens hätte – auf den Punkt gebracht. 

    Die Ausgangslage:

    Das Thema Gülen ist ein zentraler Konflikt zwischen den USA und der Türkei. Gerüchte über eine mögliche Auslieferung des Predigers waren bereits Mitte November aufgetaucht. 

    Nun gibt es offenbar ganz konkrete Überlegungen seitens der US-Regierung – eine Auslieferung Gülens hätte allerdings weitreichende Folgen.

    Wer Gülen ist und was ihn mit Erdogan verbindet: 

    Der am 27. April 1941 in der osttürkischen Provinz Erzurum geborene Gülen ist vor gut einem halben Jahrhundert mit einer Philosophie hervorgetreten, die eine mystische Form des Islams mit einer entschiedenen Betonung von Demokratie, Bildung, Wissenschaft und Dialog zwischen den Religionen verband.

    Anhänger des Imams begannen, an die 1000 Schulen in mehr als 100 Ländern zu gründen. In der Türkei entstanden Universitäten, Krankenhäuser, Wohltätigkeitsorganisationen und ein großes Medienimperium der Gülen-Bewegung.

    Seit den 1990er Jahren stand der heutige türkische Präsident mit Gülen in engem Kontakt, die Gülen-Bewegung unterstützte Erdogan bei seinem politischen Aufstieg. Auch als Erdogan die Regierung übernahm, arbeitete er mit der Bewegung zusammen. 

    Der Bruch zwischen der Gülen-Bewegung und Erdogan erfolgte 2013, als Erdogan alle Nachhilfeschulen der Gülen-Bewegung schließen wollte – und damit eine der Haupteinnahmequellen der Gülenisten attackierte. In Folge dessen stiegen die Spannungen zwischen Gülen und Erdogan.

    Was Erdogan Gülen vorwirft:

    Seit dem Putschversuch von 2016 greift die türkische Regierung gegen angebliche und tatsächliche Mitglieder der Gülen-Bewegung hart durch. Erdogan hat diese pauschal zu Terroristen erklärt und ihnen mit Verfolgung im In- und Ausland gedroht. Zuletzt erklärte der türkische Staatschef im Juli:

    Wir werden den Kampf gegen die Gülenisten (...) so lange fortsetzen, bis wir sie komplett ausgemerzt haben.

    Erdogan wirft Gülen schon lange vor, ein Komplott zum Sturz der offiziell säkularen türkischen Regierung zu schmieden. Gülen selbst lebt zurückgezogen in einem großen, von der Außenwelt abgeschirmten Anwesen in Pennsylvania und tritt nur selten in der Öffentlichkeit auf. In der Türkei wurden schon mehrere Prozesse in Abwesenheit gegen ihn geführt.  

    Ankara hatte von den USA erst jüngst die Auslieferung von 84 angeblichen Gülen-Anhängern gefordert. Cavusoglu sagte nun: “Unsere Erwartungen sind sehr klar. Dieser Mann (Gülen) und die anderen, die zu der Organisation gehören, (...) sollten an die Türkei ausgeliefert werden.”

    Wie der plötzliche Sinneswandel zustande kommt:

    Noch vor einem Monat hatte Trump eine Auslieferung Gülens abgelehnt. “Nein, es wird nicht in Betracht gezogen”, sagte Trump Mitte November wie der US-Sender CNN berichtete. Allerdings erklärte der US-Präsident damals auch: “Wir schauen immer, was wir für die Türkei tun können. Wir haben einen sehr gute Zeit mit der Türkei.” 

    Tatsächlich hatten sich die türkisch-amerikanischen Beziehungen 2017 sich die  massiv verschlechtert. Die Krise erreichte im August ihren Höhepunkt: Washington verhängte Sanktionen gegen zwei türkische Minister, Trump ordnete die Verdopplung der Zölle für türkischen Stahl und Aluminium an. Umgekehrt befand sich die Türkei zeitweise faktisch in einem “Wirtschaftskrieg” gegen die USA

    Der Mord am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul änderte das Verhältnis zwischen Washington und Ankara komplett. Erdogan wirft Saudi-Arabien vor, den im US-Exil lebenden Journalisten ermordet zu haben. Die bis dato sichtbarste Geste der Annäherung war die Freilassung des US-Pastors Andrew Brunson Mitte Oktober. Zwei Jahre lang hatte Brunson in türkischer Haft gesessen, zuletzt stand er unter Hausarrest. angesichts 

    In der Vergangenheit hatte Erdogan einen Austausch von Gülen gegen Brunson vorgeschlagen. Nach der Freilassung Brunson hatte Trump darauf beharrt, dass die USA keine Gegenleistung erbracht haben.

    Für die Auslieferung Gülens gibt es deshalb zwei Erklärungen: 

    ► Entweder ist es doch eine Gegenleistung für die Freilassungs Brunsons.

    ► Oder es ist Trumps Versuch, Druck vom wichtigen Verbünden Saudi-Arabien zu nehmen. Das jetzige Vorgehen könnte also Teil eines Deals sein: Erdogan bekommt Gülen wenn die türkische Regiuerng künftig für Riad unangenehme Details des Mordes zurückhält. Viel deutet daraufhin, dass die saudische Regierung um Kronprinz Mohammed bin Salman den Regimekritiker ermorden ließ. Seit der Tat am 2. Oktober hatte Ankara fortwährend Informationen zum Hergang an regierungsnahe Medien durchgestochen und so die saudische Regierung des Öfteren bloßgestellt.

    Warum die Ausliegerung Gülens in die Türkei problematisch ist:

    Wird Gülen tatsächlich an die Türkei ausgeliefert, dürfte es womöglich einen öffentlichkeitswirksamen Schauprozess gegen den 77-Jährigen geben.

    Nach offiziellen Zahlen von Mitte November wurden seit 2016 wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten bereits rund 218.000 Menschen festgenommen:

    ► 16.684 der Betroffenen wurden demnach verurteilt, 14.750 befanden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    ► Mehr als 140.000 Menschen wurden aus dem Staatsdienst entlassen. Die international scharf kritisierten Maßnahmen treffen auch Akademiker, Menschenrechtler und Journalisten. 

    Die Verfolgung von Gülen-Anhängern könnte nun einen neuen Höhepunkt erreichen. 

    Fakt ist: Der US-Sender NBC hatte bereits Mitte November berichtet, dass das Weiße Haus bei verschiedenen Behörden Erkundigungen über rechtliche Möglichkeiten eingezogen habe, Gülen außer Landes zu bekommen.

    Der Versuch, Gülen auszuliefern, zeige, “wie Präsident Donald Trump versucht, die Feindseligkeit zwischen zwei wichtigen Verbündeten zu managen”, schrieb NBC.

    ► Der renommierte US-Politologe Ian Bremmer brachte die Brisanz einer Auslieferung Gülens bereits vor Wochen auf den Punkt: 

    “Khashoggi: US-Einwohner, ermordet von den Saudis

    Gülen: US-Einwohner, der fast sicher von den Türken ermordet werden wird, sollten sie ihn zu fassen bekommen.

    USA: Lauwarme Reaktion auf den einen (Tod), wären verantwortlich für den anderen.”

    Trump will Gülen an die Türkei ausliefern – auf den Punkt gebracht:

    Es ist ein Paukenschlag: Jahrelang schmetterte die US-Regierung die Aufforderung der Türkei ab, Gülen auszuliefern. Nun hat Präsident Trump Erdogan offenbar eine feste Zusage gemacht – die allerdings rechtlich wohl nicht einfach zu halten ist. 

    Unklar ist, was hinter Trumps Versprechen steckt. Möglich wären eine Gegenleistung für die Freilassung eines US-Pastors vor zwei Monaten oder ein Deal im Fall Khashoggi.  

    Mit Material von dpa.


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    • In einem Flugzeug in den USA wurde am Sonntag ein menschliches Organ vergessen.
    • Es wurde dringend für eine Transplantation benötigt, weshalb das Flugzeug sofort umdrehen musste. 

    Ein Flugzeug der US-amerikanischen Fluglinie Southwest Airlines musste am Sonntag noch in der Luft umdrehen, da ein menschliches Herz an Bord vergessen wurde.

    Darüber berichtet der Nachrichtensender “Fox News”. Der Flieger war unterwegs von Seattle nach Dallas. Nach drei Stunden Flug habe der Pilot über den Lautsprecher angekündigt, dass sich ein Herz für eine geplante Transplantation an Bord befinde und er deshalb umdrehen müsse.

    Zuvor war derselbe Flieger von Sacramento nach Seattle geflogen und sollte das Organ dort abladen, damit es in ein Krankenhaus gebracht werden kann. Aus unbekannten Gründen hatte man das jedoch vergessen. Als das auffiel nachdem das Flugzeug wieder aus Seattle gestartet war, musste das Flugzeug, sofort umdrehen.

    Passagiere zeigten Verständnis 

    “Es war absolut nötig, die Fracht so schnell es ging wieder zurück nach Seattle zu bringen.”, sagte Dan Landson, Sprecher von Southwest Airlines der Lokalzeitung “Seattle Times”. Er erklärte weiter, dass der Fluglinie nichts wichtiger sei, als der sichere Transport der Fluggäste und des (in diesem Fall sehr wertvollen) Gepäcks.

    Wie die Zeitung weiter berichtet, waren die Passagiere äußerst verständnisvoll. Nach eigener Recherche sei ihnen bewusst geworden, dass ein Herz nur einige Stunden lang für eine Transplantation geeignet bleibt.

    Nachdem also schon drei Stunden vergangen waren, machte sich das Flugzeug samt Herz und allen Passagieren wieder in Richtung Seattle.

    “Grobe Fahrlässigkeit” 

    Der Arzt Andrew Gottschalk war ebenfalls an Bord und erzählte der “Seattle Times”, dass die Fluggäste alle sehr glücklich darüber waren, dass ein Leben gerettet werden konnte. Trotzdem sei der Vorfall ein “schreckliches Ereignis mit grober Fahrlässigkeit”.

    Southwest spezialisiert sich auf solche Transporte und arbeitet für diese äußerst anspruchsvollen Frachten mit einer externen Firma zusammen, deren Namen sie allerdings nicht nennen wollten. Auch alle Krankenhäuser in Seattle hätten laut “Fox News” jegliche Verwicklung in den Fall mit dem Organ abgestritten.

    Schließlich kam das Herz unversehrt in Seattle an. Die Passagiere mussten sich jedoch noch win wenig gedulden, da der Flieger wohl mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Mit dem Vorfall hätten diese allerdings nicht zu tun.

    Mit einer Verspätung von fünf Stunden, kam das Flugzeug samt Passagieren in Dallas an. 

    (nr)


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