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Huffington Post Germany Athena

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    • Eine Frau aus Solingen hat den besonderen Fetisch, Ballons in ihr Sexleben zu integrieren.
    • Sie und ihr Mann führen sogar einen erfolgreichen Online-Shop für Luftballons.

    Jeder Mensch hat seine eigenen Vorlieben im Bett. Wenn Füße, Leder oder andere Gegenstände erregen, ist es sogar schon ein Fetisch. Und davon gibt es unglaublich viele, deren Existenz uns wahrscheinlich gar nicht bewusst ist. So wie der Fetisch von Maggy BerLoon. Der - natürlich nicht echte - Nachname weist schon dezent auf ihren Fetisch hin.

    ► Die 31-jährige Unternehmerin aus Solingen in Nordrhein-Westfale liebt es, Sex mit Ballons zu haben – und das sogar schon seit über zehn Jahren.

    Mehr zum Thema: Münchnerin: “Ich habe ein Jahr lang Fremde beim Sex beobachtet – so hat es mich verändert”

    Erotisches spielen mit Luftballons kann erregend sein

    BerLoon bezeichnet sich selbst als Looner. So nennt sich die Fetisch-Community, die auf Intimitäten mit den aufblasbaren Dekorationen steht. 

    “In meinem Fall ist es aber nicht so, dass ich durch die Straßen laufe, Luftballons sehe und sofort geil werde. So einfach gestrickt bin ich leider nicht, das bedarf dann schon etwas mehr Interaktion”, schreibt sie auf ihrem Blog.

    ► Sie fände es allerdings sinnlich, die Luftballons zu berühren, sich auf sie zu setzen und das Material auf der eigenen Haut zu spüren. Einige Looner stehen auch darauf, anderen dabei zuzusehen, wie sie erotisch mit den Luftballons spielen.

    “Eigentlich sind Ballons ja weich und flexibel. Wenn man sich aber einmal drauflegt, so spürt man einen starken Druck und der Ballon fühlt sich hart und fest an”, schreibt BerLoon.

    “Diesen Kontrast empfinde ich als sehr verlockend und die Tatsache, dass man einen Luftballon mit seinem gesamten Körpergewicht und noch mehr belasten kann und dieser dabei nicht platzt, ist absoluter Wahnsinn und macht für mich einen großen Reiz aus.”

    Mehr zum Thema: Ich habe einen BDSM-Stammtisch besucht - und hatte viel Spaß

    BerLoon führt einen erfolgreichen Online-Shop für Ballons

    Wie für die meisten Looner ist es für BerLoon besonders erregend zu wissen, dass der Ballon jederzeit platzen könnte. Der Höhepunkt ihrer Lust sei es, wenn der Ballon platze und es zum Knall komme. 

    Die Loonerin wurde vor etwa zehn Jahren durch ihren Mann in diese besondere Fetisch-Szene eingeführt.

    ► Inzwischen besitzen die beiden sogar einen eigenen erfolgreichen Online-Shop und verkaufen weltweit Luftballons aus biologisch abbaubarem Naturlatex – für Looner und Menschen, die einfach nur ausgefallene Ballons suchen.

    Mehr zum Thema: Seltenes Sex-Phänomen: Manche Menschen haben Sex, ohne es zu merken

    BerLoon geht offen mit ihrem Fetisch um

    Alleine vergnügt sich BerLoon kaum mit Luftballons: “Das Wichtigste für mich ist, dass mein Mann Jan mitmacht oder mir dabei zusieht”, erklärt sie.

    Manchmal kommen dann auch mal ein Vibrator oder Bondage-Elemente ins Spiel. “Beispielsweise finde ich es auch sehr anregend, wenn er oder ich einen Ballon zwischen unseren Körpern aufbläst, da hierbei das Druckempfinden sehr intensiv werden kann.”

    ► BerLoon geht sehr offen mit ihrem Fetisch um. Auf ihrem Blog “Looners United” bietet sie mit ihrem Mann Tutorials über verschiedene Formen des Luftballonaufpustens an. In Gastbeiträgen auf ihrem Blog berichten auch andere Menschen aus der Looner-Community über ihre sexuellen Erfahrungen mit Ballons.

    Für die 31-Jährige geht es vor allem um eins: Spaß. “Genieße dein Leben in vollen Zügen, egal was das für dich heißt - solange es legal ist und niemanden verletzt.”

    (ame)


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    Der CHIP Download-Adventskalender läuft auf Hochtouren! Um die Wartezeit bis zu Weihnachten zu verkürzen, verschenken wir im Dezember jeden Tag eine klasse Software-Vollversion.

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    Mehr zu Weihnachten: Der HuffPost-Adventskalender.

    Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier.


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    First Lady Melania Trump redet nicht oft mit den Medien – und wenn, dann mit Trumps Haus- und Hofsender Fox News. 

    • First Lady Melania Trump hat in den USA ein seltenes TV-Interview gegeben, um über ihr Leben im Weißen Haus zu sprechen. 
    • Trump kritisierte im Gespräch mit Fox News die Medien – setzte aber auch eine Spitze gegen ihren Ehemann, den US-Präsidenten Donald Trump. 

    Glaubt man dem Flurfunk in Washington und Enthüllungsberichten wie jenen im Trump-Insiderbuch “Fire and Fury”, dann wollte Melania Trump niemals First Lady der USA werden. 

    Trump soll sogar geweint haben, als ihr Mann Donald die Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 gewann. 

    Tatsächlich ist Melania Trump eine eher zurückgezogen agierende First Lady. Sie betritt ungern das Rampenlicht, spricht sehr selten mit den Medien, schon gar nicht vor der Kamera. 

    Umso bemerkenswerter ist das Interview, das Trump am Mittwochabend dem der Regierung ihres Mannes sehr zugewandten Sender Fox News gab. Darin kritisierte die First Lady nicht nur ausgiebig kritische Medien – sondern auch ihren Ehemann Donald. 

    Melania Trump teilt gegen “opportunistische” Journalisten aus

    “Ich mache, was ich für richtig halte”, sagte Trump im Gespräch mit Fox-News-Moderator Sean Hannity. “Ich weiß, dass ich Kritik bekomme, aus der Öffentlichkeit und den Medien, aber ich werde machen, was ich für richtig halte, für das Land und die Bürger.” 

    Trump nannte kritische Journalisten sowie Comedians, die sich über sie lustig machten, “Opportunisten”, die “meinen Namen oder den Namen meiner Familie nutzen, um daraus Profit zu ziehen.” 

    Auf die Frage, ob sie das schmerze, sagte Trump: “Es tut nicht weh. Aber das Problem ist, dass diese Leute eine Geschichte unserer Zeit schreiben, die nicht stimmt.”

    Melania Trump gibt Einblick in ihren Umgang mit Ehemann Donald

    Die First Lady berichtete Hannity auch, dass sie den Nachrichten folgen würde und ihrem Ehemann ihre Sicht auf die Ereignisse in der Welt nahebringen würde. 

    “Ich verfolge die Nachrichten”, sagte Trump. “Und ich gebe meinem Ehemann Ratschläge und sage ihm ehrlich meine Meinung.” 

    “Manchmal hört er zu, manchmal nicht”, sagte Trump. In der Folge kritisierte sie den US-Präsidenten vorsichtig, aber offen: “Ich bin nicht immer einverstanden mit seinem Ton. Und das sage ich ihm auch.”

    (vw)


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    Behauptet, absolut unschuldig zu sein: US-Präsident Donald Trump.

    • Hat US-Präsident Donald Trump illegale Wahlkampfspenden in Auftrag gegeben? Sein Ex-Anwalt, ein Medienunternehmer und die Staatsanwaltschaft sagen: Ja. 
    • Nun belasten zwei Berichte den US-Präsidenten: Trump soll laut diesen im Raum gewesen sein, als die Zahlungen besprochen wurden. 

    Am Mittwoch wurde Michael Cohen, der Ex-Anwalt von US-Präsident Donald Trump, zu drei Jahren Haft verurteilt. Cohens Vergehen: Bankbetrug, Steuerhinterziehung – und illegale Wahlkampfspenden. 

    Cohen zahlte Schweigegeld an das Ex-Playmate Karen McDougal, sowie die Pornostarstellerin Stormy Daniels, mit denen Trump Affären gehabt haben soll. 

    Trump leugnet die Affären. Die Zahlung an Daniels sei eine “einfache private Transaktion” gewesen, behauptet der US-Präsident.

    Doch Cohen hat vor Gericht zugegeben, die Zahlungen getätigt zu haben, um zu verhindern, dass die Affäre vor der US-Präsidentschaftswahl an die Öffentlichkeit geraten. 

    Vor dem US-Gesetz gilt dies als illegale Wahlkampfspende. 

    Und Cohen behauptet auch: Trump hat die Zahlungen nicht nur in Auftrag gegeben, er habe auch gewusst, dass diese illegal seien. 

    Gefährliche neue Enthüllung für Trump

    Eine weitere Enthüllung in diesem Zusammenhang, von denen die US-Sender NBC News und CNN am Donnerstag berichteten, könnte Trump jetzt besonders gefährlich werden.

    Die Staatsanwaltschaft New York machte zuletzt einen Deal öffentlich, den sie mit dem Medienhaus AMI, in dem das Klatschblatt “National Enquirer” erscheint, eingegangen war. 

    Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, die Schweigegeld-Zahlungen an Karen McDougal für Trump vorgenommen zu haben. AMI bestätigte nun eine Zahlung von 150.000 Dollar an McDougal, die die Trump-Wahlkampagne vor negativen Schlagzeilen schützen sollte. 

    Brisant: Laut den Berichten von NBC und CNN war der US-Präsident im Raum, als Cohen mit AMI-Chef David Pecker über die Zahlungen sprach.

    Stimmt das, wäre Trump mindestens Mitwisser in Bezug auf die illegalen Wahlkampfspenden. Längst glaubt aber auch die Staatsanwaltschaft: Trump hat diese Zahlungen selbst beauftragt und koordiniert. 

    Cohen: “Ich wusste, dass es falsch war”

    Der US-Präsident hingegen bestritt in einem Interview mit Fox News seine Beteiligung an den Schweigegeld-Zahlungen. Er habe Cohen nie dazu angewiesen, etwas falsches zu tun. 

    Doch sein Ex-Anwalt bekräftigte am Donnerstag erneut die Anschuldigung, dass Trump die Zahlungen in Auftrag gegeben und gemeinsam mit ihm koordiniert habe. 

    In einem Interview mit ABC News sagte Cohen: “Ich wusste, dass es falsch war, was ich getan habe”. Seine Loyalität gegenüber Trump sei jetzt vorbei. “Meine Lügen haben jetzt ein Ende”, sagte er.

    Auf die Frage, ob auch Trump gewusst habe, dass es “falsch” war, die Zahlungen zu tätigen, entgegnete Cohen: “Natürlich”.

    (jg)


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    Elżbieta Kremplewski

    Elżbieta Kremplewski lebt seit Jahren von Hartz IV. Für sie ist das soziale Stigma, dem die Leistungsbezieher ausgesetzt sind, am schlimmsten. Dennoch gibt sie die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht auf.

    Hartz IV bedeutet für mich vor allem soziale Isolation.

    Ich bin mittlerweile 63 Jahre alt. Das Unternehmen, bei dem ich zuletzt in Vollzeit gearbeitet habe, ist leider vor einigen Jahren insolvent gegangen. Seitdem bin ich arbeitslos – mit Ende 50 konnte ich keine neue Stelle mehr finden. Deswegen arbeite ich jetzt in einem Supermarkt auf Minijob-Basis und beziehe ansonsten Hartz IV.

    Die meisten meiner Kollegen von damals haben neue Stellen gefunden, sie alle haben Arbeit und eine Familie, um die sie sich kümmern müssen. Ich habe lediglich eine erwachsene Tochter, die hunderte Kilometer entfernt lebt. Ich habe den Eindruck, dass ich es mit den meisten Menschen um mich herum einfach nicht mehr aufnehmen kann – sowohl finanziell als auch emotional.

    Mehr zum Thema: Hartz-IV-Empfängerin: So wurde “Hartz-IV-Empfänger” zur Beleidigung

    Die Weihnachtszeit mit Hartz IV ist schwierig für mich

    Gerade jetzt zur Weihnachtszeit ist es schwierig für mich. Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt kommt für mich zum Beispiel nicht infrage – lieber spare ich das Geld, weil ich meiner Tochter etwas zu Weihnachten schenken will.

    Auch am Weihnachtsbrunch, das der Arbeitgeber meines Minijobs jährlich veranstaltet, kann ich nicht teilnehmen – 15 Euro für ein ausgiebiges Frühstück sind einfach zu viel für mich. 

    Dabei ist das Schlimmste nicht, wenig Geld zur Verfügung zu haben – damit kann man sich irgendwie arrangieren. Es ist die Scham, die damit verbunden ist. Die Angst davor, vor jemandem zuzugeben: Ich beziehe Hartz IV. Ich bin kein funktionierender Teil der arbeitenden Gesellschaft. 

    Aktuelle Zahlen zu Hartz IV

    ► Arbeitslosengeld II, oder umgangssprachlich auch Hartz IV genannt, ist die Grundsicherungsleistung für Hilfebedürftige. Das Gesetz zu Hartz IV wurde am 24. Dezember 2003 beschlossen. 

    ► Derzeit beziehen etwa 4,2 Millionen Menschen Hartz IV.

    ► Der Regelsatz wurde zum 1. Januar 2018 von 409 auf 416 Euro im Monat erhöht. Am 1. Januar 2019 wird er auf 424 Euro erhöht.

    Mehr zum Thema: An alle Sozialbetrüger: Offener Brief einer Hartz-IV-Empfängerin

    Einen Traum möchte ich mir trotz Hartz IV noch erfüllen

    Ich weiß, dass meine finanzielle Situation sich niemals mehr verbessern wird – meine Rente wird ähnlich hoch sein wie der Hartz-IV-Satz. Aber eins möchte ich in meinem Leben noch verändern: Ich möchte die mittelgroße Stadt, in der ich jetzt lebe, verlassen, und näher zu meiner Tochter ziehen – am liebsten in eine richtige Großstadt.

    Wo mehr Menschen leben, dort herrscht auch mehr Vielfalt, vielleicht wird es mir leichter fallen, mich akzeptiert zu fühlen. Vor allem aber freue ich mich auf einen Neuanfang – unter Menschen, die nicht wissen, dass ich Hartz IV beziehe, und sich hoffentlich auch niemals dafür interessieren werden. 

    Dieser Text basiert auf einem Gespräch und wurde aufgezeichnet von Agatha Kremplewski.

    Dieser Artikel ist Teil der HuffPost-Aktion “15 Jahre Hartz IV”: Anlässlich des 15. Jahrestags von Hartz IV am 24. Dezember 2018 stellen wir Menschen vor, deren Leben durch Hartz IV verändert wurde. 

    (ujo)


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    • In Speyer hat Deutschlands erstes reines Sexpuppen-Bordell eröffnet.
    • In der Vergangenheit wurden solche Bordelle stark kritisiert. 

    Prostitution ist das angeblich älteste Gewerbe der Welt und in vielen Teilen der Welt illegal. In Deutschland ist Prostitution erlaubt und wird dennoch kontrovers diskutiert. Die Eröffnung von Puppen-Bordellen in Europa befeuert die Diskussion um käuflichen Sex erneut. 

    In Deutschlands erstem reinen Puppen-Bordell, dem “Dollhaus” in Speyer, können Kunden mit besonders realistischen Sexpuppen, sogenannten “Real Dolls”, intim werden.

    Das Unternehmen bewirbt den Sex mit seinen fünf Sex-Puppen als “ohne Berührungsängste oder schlechtem Gewissen gegenüber Deinem Partner”.

    Der Puppen-Sex ist ein Verkaufsschlager. “Wir sind gut gebucht”, sagte der 32-jährige Gründer Raphael Abelmann der HuffPost. Buchungen gäbe es von Männern aller Altersklassen, aber auch Paare hätten schon angefragt.

     
    60 Euro kostet eine halbe Stunde mit einer der Silikon-Puppen.
     

    “Komplett neue Erfahrung”

    60 Euro kostet eine halbe Stunde mit einer der Silikon-Puppen. Dieses Material soll das Sexspielzeug realistischer als herkömmliche aufblasbare Puppen wirken lassen. Zu haben sei eine hochwertige Sex-Puppe “ab 2000 Euro”, sagte Abelmann.

    Mehr zum Thema: “Männer zerstören Sex-Puppe”: Das steckt hinter dem Fall, über den ganz Österreich spricht

    Das Unternehmen bewirbt eine Vielzahl von Sex-Praktiken mit den Puppen: “AV, A2M, BI6, DeepThroat, Dildospiele, Facesitting, Film- & Fotoaufnahmen, Fingern, FMF, Französisch, Fusserotik, GV, Hand-& Feetjob, Italienisch, Körperbesamung, MFM, 69er, Russisch, Sandwich, Spanisch, Stellungswechsel, Zungenanal, uvm.”

    Viele Männer haben ja Fantasien, die sie in der Form nicht mit ihrer Partnerin ausleben können”, sagte “Dollhouse”-Besitzer Abelmann.

    Nach jeder Benutzung würden die Puppen gründlich gereinigt, desinfiziert und geschminkt, schreibt “Dollhouse”.  

    Die Puppen werden vor der Benutzung geschminkt.

    “Für Kritiker ist das natürlich ein gefundenes Fressen”

    Zwar gelte in Deutschland noch keine Kondompflicht, schreibt “Dollhouse”, doch man empfehle die Nutzung trotzdem – “aus hygienischen Gründen”.

    Aber auch in Paris gibt es ein ähnliches Bordell. Beim Sex mit den Puppen drehe sich alles “zu 100 Prozent” um den Kunden, sagte der Betreiber des französischen Puppen-Bordells der Regionalzeitung “Paris Match”.

    Der Freier müsse sich keine Sorgen über die Lust oder das Leid seiner Partnerin aus Silikon machen. Man ermutige die Männer, ihre Fantasien voll auszuleben. “Die Erfahrung ist unvergleichlich.”

    Genau deshalb sind einigen Feministinnen Sex-Bordelle schon seit geraumer Zeit ein Dorn im AugeSex mit Puppen gewöhne Männer daran, Frauen wie Gegenstände zu behandeln und lösten Vergewaltigungsfantasien aus, befürchten sie.

    Der Betreiber des französischen Puppen-Bordells verteidigt sich in der Pariser Zeitung. Die Puppen seien lediglich “Sex-Spielzeuge” und kein Ersatz für Frauen.

    “Für Kritiker ist das natürlich ein gefundenes Fressen”, sagte Abelmann.

    Das Pariser Puppen-Bordell ist als Spielhalle gemeldet. Bordelle sind auch in Frankreich illegal. 

    Kinder-Puppen bereits verboten

    Pierre Laurent, der Generalsekretär der einflussreichen kommunistischen Partei Frankreichs, warnte davor, dass manche Sexpuppen zu kindlich aussähen

    Bereits in den USA wurden im Juni dieses Jahres Puppen, die wie Kinder aussahen, verboten. 

    “Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Besitz obszöner Puppen und Roboter und dem Besitz und der Teilnahme an Kinderpornographie”, heißt es im US-Gesetzestext zu diesem Thema. 

    Schon Monate zuvor hatte der Online-Versandhändler Amazon auf Druck von Kinderschutz-Organisationen Kinder-Sex-Puppen aus dem Verkauf genommen.

    Manche dieser Puppen könnten Emotionen wie Angst oder Trauer zeigen oder haben gar Einstellungen, die eine Vergewaltigung simulieren.

    “Das erleichtert Vergewaltigungen, weil es Vergewaltigern beibringt, wie sie Widerstände überwinden und Opfer überwältigen”, schrieb das US-Repräsentantenhaus.

    Güte und Empathie für Sex-Puppen

    Experten fordern jedoch schon länger “Menschen-Rechte” für “smarte” Sex-Puppen. So fordert die Jura-Dozentin Victoria Brooks von der Universität Westminster in London, dass auch Roboter dem Sex erst zustimmen müssten, damit sie nicht sexuell missbraucht würden, schreibt die britische Zeitung “Daily Mirror”. 

    Über den Sex-Roboter “Samantha” sagte sie: “Güte und Empathie gegenüber Samantha zu empfinden, ist ein guter Anfang.”

    Der Sexroboter “Samantha” erregte bei einer Ausstellung in Österreich im vergangen Jahr für Aufsehen, da sie in einem “schrecklichen Zustand” hinterlassen worden war. Ihr wurden sogar zwei Finger gebrochen

    Noch sind Sex-Puppen, Sex-Roboter und derartige Bordelle fast überall erlaubt.

    Doch je realistischer die Puppen würden und je bekannter der Trend würde, desto drängender müssten die legalen und ethischen Auseinandersetzungen damit sein, schreibt das Fach-Portal “The Robot Report”.

    (ame)


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    • Ein Mann aus den USA hatte genug von dem Schnee in seiner Einfahrt. 
    • Statt zu einer Schaufel, griff er zu einem Flammenwerfer, um den Schnee zu entfernen. 
    • Im Video oben seht ihr, wie gut ihm das gelang. 

    Der US-Amerikaner Nathanael Caplinger, aus dem US-Bundesstaat Virginia griff zu einer ungewöhnlichen Methode, um den Schnee vor der Einfahrt seines Hauses loszuwerden. Der Mann aus Amherst County entschied sich dazu, den Schnee mit einem Flammenwerfer zu entfernen. Das berichtet der Sender Abc News.

    Aufnahmen zeigen ihn, wie er den Schnee mit seinem Flammenwerfer zum Schmelzen bringt. Warum er zu der unkonventionellen Methode griff, verriet er dem Sender in einem Interview.

    Der Mann hatte keine Lust zum Schneeschippen

    Caplinger sagte, dass er es schlicht und ergreifend hasse, mit der Schaufel Schnee zu schippen. Also suchte er sich einebequemere Lösung.

    Die habe er in einer Werbeanzeige für den Flammenwerfer gesehen. Die Reklame versprach, dass sich das Gerät auch dazu eigne, Schnee zum Schmelzen zu bringen. 

    Caplinger war von der Anzeige sofort überzeugt. Nachdem er sich darüber informiert hatte, ob es legal ist, den Werfer im Freien zum Entfernen von Schnee zu benutzen, kaufte er sich das Gerät umgehend. 

    Er rät zu behutsamem Einsatz

    Er berichtet dem Sender, dass sich der Werfer ausgezeichnet zum Entfernen von Schnee eigne. Er rät aber zu Vorsicht und betont, das Gerät behutsam einzusetzen. 

    “Man muss sehr aufpassen, dass sich nichts Brennbares in der Nähe befindet, auf das die Flammen überspringen können”, sagt er. Außerdem solle man darauf achten, dass nach dem Einsatz keine Funken übrig bleiben und so lange warten bis keine Glut mehr zu sehen ist. 

    Die zuständigen Behörden von Amherst County raten dennoch von der Methode ab, da sie schlicht und ergreifend sehr gefährlich sei.

    (ame)


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    Der Mann postete das Bild einer Waffe auf seinem Facebook-Account. 

    • Ein Mann aus Hamburg hat durch einen Facebook-Post einen Einsatz des Sondereinsatzkommandos (SEK) der Polizei ausgelöst. 
    • Der Mann aus Hamburg-Wandsbek postete das Bild eines Revolvers. 

    Ein 40-jähriger Mann aus dem Hamburger Stadtteil Wandsbek hat einen Einsatz des SEK provoziert, indem er ein Foto bei Facebook postete. 

    Wie die “Hamburger Morgenpost” berichtet, zeigte das Bild eine scharfe Schusswaffe. 

    Mann war der Polizei bekannt 

    Der Mann sei wegen mehrerer Gewaltverbrechen polizeibekannt, schreibt die Zeitung. Aus diesem Grund habe sich die Polizei entschlossen, sofort ein Sondereinsatzkommando in die Wohnung des Hamburgers zu schicken. 

    Die Einsatzkräfte hätten den Mann festgenommen. Daraufhin habe die Kriminalpolizei dessen Wohnung durchsucht. 

    Mann hatte womöglich Streit mit Ex-Freundin

    Die Polizei ermittelt nun, warum der Mann das Bild postete. Laut der “Morgenpost” besteht ein möglicher Zusammenhang zu einem Streit mit der Ex-Freundin des Festgenommenen. 

    (ben)


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    • Feuerwehrmänner in Kalifornien haben am Dienstag einen Mann aus einer brenzligen Situation befreit.
    • Der Mann steckte im Dunstschacht eines Restaurants fest. 

    Die Feuerwehr in San Lorenzo im US-Bundesstaat Kalifornien musste am Dienstagmorgen einen Mann befreien, der es irgendwie geschafft hatte, in den Dunstschacht eines Restaurants zu krabbeln. 

    Wie der US-amerikanische Sender ABC-News berichtet, musste der 29-jährige Mann fast zwei Tage lang eingezwängt ausharren, bevor ihn jemand in einem nahegelegenen Betrieb leise wimmern hörte. Als die ersten Retter eintrafen, konnten sie die Stimme direkt verfolgen und fanden den Mann gefangen in dem Metallschacht am Dach. 

    Komplett von Öl bedeckt

    Der Schacht wird von dem Restaurant genutzt, um Öl-beladenen Dampf nach außen zu leiten. Er befindet sich direkt über einem Herd. Der Körper des Mannes war also von Kopf bis Fuß mit Öl überzogen und er konnte sich nicht von eigener Kraft befreien. 

    Die Feuerwehrmänner brauchten eine ganze Stunde, um den Mann zu bergen und mussten die Stahlwände des Schachts fast gänzlich entfernen, um ihn sicher nach unten in die Küche zu bringen. 

    Als er gefunden wurde, war er bereits so dehydriert und körperlich geschwächt, dass ihm die Retter keine guten Überlebenschancen gegeben hätten, wäre er nicht am Dienstag gefunden worden. Ein weiterer Tag hätte ihm das Leben kosten können. 

    Vandalismus und Hausfriedensbruch

    Er wurde direkt ins Krankenhaus gefahren und soll sich schnell komplett erholen. 

    Polizeisprecher Ray Kelly scherzte anschließend und sagte, es handele sich bei dem Mann definitiv nicht um den Weihnachtsmann und er habe keine Berechtigung gehabt, in den Schacht zu steigen. 

    “Wir wissen, dass Diebe öfter versuchen, so in Läden einzubrechen um Kupferkabel und Rohre zu klauen, und es scheint sich hier um so einen Fall zu handeln”, sagte Kelly. 

    Die Polizei ermittelt nun aufgrund von Vandalismus und Hausfriedensbruch. 

    Kelly erklärte weiter: “Er wird mit Konsequenzen rechnen müssen. Aber wir können von Glück reden, dass er am Leben ist und wir ihn retten konnten.”

    (ame)


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    Barbara Jahn* ist Mitte 20, Studentin und leidet seit 5 Jahren an Bulimie. In ihrem Text erzählt sie von den tiefen Abgründen ihrer Essstörung.

    Aber vor allem auch davon, wie sie es geschafft hat, dass die Krankheit heute nicht mehr ihr Leben bestimmt. Seit Jahren freut sich sie zum ersten Mal auf Weihnachten und will anderen Betroffenen Mut machen.

    In meinem Zimmer ist es komplett dunkel, ich weiß nicht genau, wie spät es ist. Ich liege in meinem Bett, in meinem Kopf hämmert es unerträglich, die ganze Haut in meinem Gesicht spannt, Arme und Beine fühlen sich an als wären sie aus Zement, mein Rachen brennt, der Mund ist ausgetrocknet, doch ich habe keine Lust, etwas zu trinken. Der beißende Geruch von Erbrochenem klebt unter meinen Fingernägeln.

    Aber immerhin ist mein Magen wieder leer und ich fühle mich nicht mehr so schwer. Vor einer halben Stunde war das noch anders, mein Magen und mein Rücken schmerzten, weil ich so viel Essen in mich reingezwungen habe.

    Eine Familienpackung Knuspermüsli mit 3,8-prozentiger-Milch. Mehrere Kugeln Eis. Die zweite Tafel Schokolade. Drei Butterbrezeln. Käselaugen. Apfelkuchen. Pizza. Als die Tüten leer sind, alle Dosen nacheinander: Kidneybohnen, Kichererbsen, Mais pur. Eine Packung Studentenfutter.

    Es fühlt sich an, als würde ich zerreißen. Und dann erbreche ich. Zwinge mit Gewalt alles wieder aus meinem Körper, die Magensäure brennt in meiner Speiseröhre, mein ganzer Körper verkrampft sich. Dann spüle ich den Mund aus und falle wieder erschöpft in mein Bett. Zurück in die Dunkelheit. Meinen Abgrund.

    Von außen sah es immer aus, als liefe bei mir alles perfekt

    Ich erinnere mich noch, wie wir im Biologie-Unterricht über Anorexie, Bulimie und Essstörungen gesprochen hatten. Diese Vorstellung, dass man sich dabei in etwa so fühlt, als hätte man eine Magen-Darm-Grippe. Und ich konnte nicht begreifen, wozu jemand so etwas tut, sich selbst erbricht.

    Und dann plötzlich tat ich genau das. Immer und immer wieder. Manchmal tagelang.

    Diese Zeit ist inzwischen vorbei. Ich habe es geschafft, dass die Krankheit heute nicht mehr mein Leben kontrolliert. Bevor ich euch erzähle, wie ich das geschafft habe, will ich euch einen Einblick geben, was die Jahre zuvor passiert ist.

    Ich habe mich oft gefragt: Wie hat es eigentlich angefangen? In meinem Leben lief eigentlich alles wie am Schnürchen. Früh Abitur gemacht, ein Stipendium bekommen, zahlreiche Auslandserfahrungen erlebt. Von außen sah es immer aus, als liefe bei mir alles perfekt.

    Extrem hohe Ansprüche an mich selbst hatte ich eigentlich schon immer. Und denen konnte ich leider nie entsprechen. Ich war mir selbst nie genug. Ich wollte einfach sehr gerne eine andere Person sein.

    All das führte dazu, dass ich immer nach Bestätigung jeglicher Art gelechzt habe. Ich wollte gefallen. Und ich war relativ findig darin, auszufüllen, was sozial so ankam.

    Mein Traum war es, sehr schlank zu sein, in etwa so wie Audrey Hepburn

    Innerlich wäre ich gerne selbstsicherer gewesen; schlagfertiger, vor allem auch extrovertierter. Auf keinen Fall zu nett, sondern cool eben.

    Und äußerlich – und das zu verändern erwies sich als deutlich einfacher – wollte ich absolut nicht so aussehen, wie ich aussah. Besonders definiert oder schlank war ich nie, normal eben. Mein Traum war es, sehr schlank zu sein, in etwa so wie Audrey Hepburn. Dieses sehr zierliche Ideal hatte ich schon als Kind und daraufhin immer wieder versucht, abzunehmen.

    Der Auslöser für die Essstörung war am Ende wohl die erste Zeit, in der ich völlig auf mich allein gestellt war. Und das war, als ich ein Auslandssemester in Mexiko verbracht habe. Ich wollte dieses Abenteuer damals, aber ich war nicht vorbereitet auf das, was da kam. Ich war schlichtweg überfordert.

    Gleichzeitig wollte ich dort unbedingt zu den attraktiven und erfolgreichen Menschen gehören. Ich meldete mich im Fitnessstudio an und begann, Sport zu treiben. Das war natürlich grundsätzlich okay und gut.

    Aber gegen Ende meiner Zeit dort verbrachte ich mehr Zeit im Fitnessstudio als damit, die Landeskultur zu erfahren. Und irgendwann hatte ich vermehrt das Gefühl, dass ich nicht genügend Sport gemacht habe für das, was ich gegessen hatte. Da habe ich zum ersten Mal willentlich erbrochen.

    Im Anschluss an das Auslandssemester bin ich für ein Praktikum in eine andere Großstadt gezogen, dort nahm das Ganze recht klassisch seinen Lauf. Angefangen mit Detox, blieb irgendwann das restriktive Essverhalten.

    Seitdem hat die Essstörung mein Leben bestimmt. Und seitdem kämpfe ich dagegen an. In den folgenden Jahren war die Bulimie meine Begleitung. Sie war immer dabei, jeden Tag.

    Währenddessen habe ich weiter erbrochen, um abzunehmen. Bis ich dann im Sommer 2013 nur noch 48 Kilogramm wog. Für meine Größe war das Untergewicht. Aber das sah ich nicht. Ich war besessen davon, meinem Ideal von Attraktivität und Erfolg zu entsprechen.

    Seitdem hat die Essstörung mein Leben bestimmt. Und seitdem kämpfe ich dagegen an. In den folgenden Jahren war die Bulimie meine Begleitung. Sie war immer dabei, jeden Tag.

    Plötzlich bekam ich unbändigen Heißhunger

    Meine Gedanken kreisten ums Essen, um Kalorienangaben, ich habe tagelang gefastet oder mich sehr beschränkt in dem, was ich zu mir genommen, auf bestimmte Lebensmittel und Mahlzeiten komplett verzichtet.

    Das führte dann dazu, dass ich irgendwann, vorzugsweise in Phasen, in denen ich Stress hatte oder mich nicht nur auf meine Mahlzeitenplanung konzentrieren konnte, plötzlich einen unbändigen Heißhunger bekam.

    Dann habe ich alles in mich reingeschlungen, hab Hamster-Einkäufe gemacht, Unmengen an Fertigmahlzeiten und Süßigkeiten gekauft. Ich bin von Bäckerei zu Bäckerei gerannt, um irgendwie eine adäquate Menge an Backwaren zu erstehen und nicht dafür verurteilt zu werden.

    Irgendwann fand ich mich in einem Berg von Verpackungsmüll wieder und fühlte mich wie zugedröhnt. Man sagt nicht umsonst, dass es wie eine Sucht ist, eine Droge.

    Ich kannte den Weg schon, es war wie ein Automatismus: Tütenweise Kuchen, Käsestangen und Laugengebäck, das ich mit zwei Gläsern Nuss-Nougat-Creme und Milch hinunterschlang. Im Supermarkt griff ich zu Tricks, wie zum Einkauf noch eine Sektflasche hinzuzupacken, damit Leute an der Kasse denken, ich würde eine Party feiern.

    Dann sperrte ich mich in mein Zimmer und aß alles nacheinander runter. Ich aß so viel, bis mein Bauch weh tat, mein Rücken schmerzte und überhaupt nichts mehr ging. Irgendwann fand ich mich in einem Berg von Verpackungsmüll wieder und fühlte mich wie zugedröhnt. Man sagt nicht umsonst, dass es wie eine Sucht ist, eine Droge.

    Der Tag nach diesen Ess-Brech-Anfällen war immer wie ein Katertag

    Dann erbrach ich mich. Zu Beginn habe ich mir noch den Finger in den Hals stecken müssen. Zum Schluss haben Bauchmuskelkontraktionen gereicht.

    All das geht natürlich nicht spurlos an dir vorbei. Ich war dann oft tagelang außer Gefecht gesetzt, hatte heftige Kopfschmerzen, mein Gesicht war angeschwollen, mein gesamter Körper war aufgedunsen, meine Haare fielen aus, die Periode ohnehin – später in der Klinik wurde festgestellt, dass meine Blutwerte völlig daneben waren.

    Der Tag nach diesen Ess-Brech-Anfällen war immer wie ein Katertag. Ich war wie betäubt, konnte nicht klar denken, mich nicht konzentrieren, keine Informationen aufnehmen. Ich war überhaupt nicht klar im Kopf.

    Natürlich habe ich gehofft, dass es niemandem auffällt, versucht, ein Bild der Perfektion zu vermitteln, mich selber irgendwie in Schach zu halten und trotzdem ein Lächeln aufzusetzen.

    Während dieser Zeit war es für mich immer schwierig, in Gesellschaft zu essen, weil ich immer weniger essen wollte als die anderen – das war wie ein Selbstzwang. Da sind gesellschaftliche Anlässe, vor allem mit Buffet, natürlich absoluter Horror.

    Entweder ich fastete nur oder überfraß mich, entweder ich fühlte mich hervorragend oder komplett furchtbar. 1 oder 0, alles oder nichts, ich habe alle komplett alles ins Extreme getrieben.

    Ich habe dann vorher gefastet, mich extrem zurückgehalten; entweder am Buffet oder im Nachgang daheim dann trotzdem einen Essanfall gehabt. Wenn Alkohol im Spiel war, wurde es noch schlimmer. Oder ich habe Sport gemacht, teilweise in der brütenden Hitze, weil da war wieder dieser Zwang, Sport zu machen, Kalorien loszuwerden.

    Die Krankheit veränderte natürlich auch mich als Person. Rückblickend würde ich sagen, mein Verhalten war wie ein Binär-Code. Irgendwas war super gut, oder irgendwas war super schlecht. Entweder, ich lernte nur oder ich feierte exzessiv, entweder ich fastete nur oder überfraß mich, entweder ich fühlte mich hervorragend oder komplett furchtbar. 

    1 oder 0, alles oder nichts, ich habe alle komplett alles ins Extreme getrieben – das ist auch ein Sinnbild für die Bulimie.

    So wie ich war, wollte ich einfach nicht sein.

    Die Essanfälle begannen häufig damit, dass ich in meiner Wahrnehmung zu viel oder zu ungesund gegessen hab. Es brauchte nur ein Keks zu sein, dann endete es im Desaster. Emotionaler Stress oder das Gefühl, ich hätte irgendetwas getan, was ich nicht hätte tun sollen, eine Regel gebrochen, die ich mir selbst auferlegt habe. Zum Beispiel ‘ab sofort esse ich nur noch Low-Carb’.

    Und dann hatte ich plötzlich Hunger auf ein Eis. Das aß ich dann, ich konnte nicht widerstehen. Eine Kugel Vanilleeis mit Sahne. Danach ist dann leider alles vorbei und es geht richtig los.

    Mein Denken war davon geprägt, dass ich mich selbst verleugnete, mich nicht akzeptierte und nicht ehrlich zu mir war. So wie ich war, wollte ich einfach nicht sein.

    Den einen Moment, in dem ich mich dazu entschieden habe, etwas zu ändern, gibt es nicht. Es war ein Prozess aus vielen Momenten, das weiß ich inzwischen. Und am Ende dauerte dieser Prozess 5 Jahre.

    Das hört sich unfassbar an. Aber schon nach kurzer Zeit, als ich nur noch 48 Kilogramm wog, war mir klar, dass ich einfach keine Kraft mehr hatte. Ich lag in meinem abgedunkelten Zimmer und wusste: Das ist nicht gut für mich.

    Damals hatte ich mich von meiner Mutter überreden lassen, zum Arzt zu gehen. Seitdem hatte ich die Diagnose Essstörung schwarz auf weiß.

    Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich nach und nach einigen Menschen anvertraut. Bis heute bin ich diesen Menschen so dankbar, dass sie mich nicht verurteilten. Im Gegenteil. Alle wollten wir helfen, mich dazu bewegen, irgendetwas zu unternehmen.

    Nach außen hin ging es mir hervorragend – aber ich war am Boden

    Aber ich redete mir lange Zeit ein, dass ich mir das alleine eingebrockt hatte und es jetzt auch wieder alleine raus schaffen muss, dass ich es auch ohne Therapie schaffen kann.

    Ich war noch nicht bereit für Hilfe von außen. Ich kann mir das selbst nicht erklären, aber ich glaube, dass ich im entscheidenden Moment oft auch alleine war. Es ist ein Teufelskreis. Ich wollte alleine sein, mich abschotten, das befeuert wiederum die Krankheit.

    Das ging die ganzen Jahre so. Ich habe eine Fassade aufrechterhalten. Nach außen hin ging es mir hervorragend. Aber ich war immer wieder am Boden, bin immer wieder aufgestanden, redete mir jedes Mal ein, dass ich es dieses Mal auf jeden Fall schaffen würde, dass es nicht wieder so enden würde wie beim letzten Mal.

    Ein Ess-Brech-Anfall radiert so viel aus, da ist so viel Leere hinterher

    Es war wie ein Leben in zwei Welten. Natürlich gab es auch sehr schöne Zeiten. Aber die wurden überschattet davon, dass ich mich manchmal gar nicht mehr daran erinnern konnte, wie viel Spaß ich gehabt hatte.

    Ein Ess-Brech-Anfall radiert so viel aus, da ist so viel Leere hinterher. Später in der Klinik hat man mir gesagt, dass das eine Selbstschutzmaßnahme des Gehirns ist, dass man sich nur noch schemenhaft erinnern kann, was war.

    Aber um ein paar Schlagworte zu nennen: Ich schämte mich unfassbar, fühlte mich isoliert, habe ein Lügengerüst aufgebaut. Ich konnte keine Deadlines mehr einhalten, habe Termine kurzfristig abgesagt, Menschen nicht mehr geantwortet, die ich gern hatte. Ich hatte einfach keine Energie mehr, den Kontakt aufrechtzuerhalten.

    Ich habe an der Uni Prüfungen nicht mitgeschrieben, nachts die Vorräte meiner Mitbewohnerin gegessen und früh am Morgen alles nachgekauft, genau dieselbe Familienpackung Schokoriegel, damit es nicht auffiel.

    Das waren dunkle Zeiten. Den Gedanken, dass ich das nicht mehr will, dass ich so nicht mehr leben möchte, den hatte ich sehr oft.

    Ich habe mich ungefähr überall erbrochen, wo es ging. Auf beinahe jeder Toilette in meinem Bekanntenkreis; an der Uni, beim Joggen im Feld, nach dem Salat im Restaurant und oft auch völlig gestresst im Zug.

    Das waren dunkle Zeiten. Den Gedanken, dass ich das nicht mehr will, dass ich so nicht mehr leben möchte, den hatte ich sehr oft. Ich habe zig Sachen versucht, um da rauszukommen. Aber nichts davon hat funktioniert.

    Ich habe wirklich hart gekämpft an meiner persönlichen Front. Und dann kam der Mai diesen Jahres. Da war ich völlig am Boden, ausgebrannt. Und nicht mehr im Stande, diese Fassade, diese Maske aufrechtzuerhalten.

    Ich habe nur noch gegessen und erbrochen. Nahm durch Wassereinlagerungen rapide zu, zumal ich allein in meinem abgedunkelten Zimmer lag, ich habe es einfach nicht mehr verlassen. Ich war innerlich so leer und verzweifelt. Ich dachte: Jetzt ist der Punkt gekommen, jetzt geht es einfach nicht mehr.

    Das hat noch ein paar Tage gedauert, dann habe ich ein Urlaubssemester genommen und in einer Klinik angerufen. Ich wollte einfach schnellstmöglich Hilfe bekommen.

    Ich habe mir gesagt: Okay, ich will leben. Ich will mein Leben zurück. Punkt.

    Vorher hatte ich immer überlegt: Wenn ich mich jetzt rausnehme, wenn ich jetzt in eine Klinik gehe - wie rechtfertige ich das? Welcher Arbeitgeber stellt mich dann noch ein? Wer möchte emotional instabile Mitarbeiter? Niemand.

    Heute denke ich, dass das die beste Entscheidung meines Lebens war. Endlich bin ich für mich selbst eingestanden, habe Verantwortung für mich übernommen. Dieser Anruf; als ich das Telefon in die Hand nahm, das war ein Schlüsselmoment. Ich habe mir gesagt: Okay, ich will leben. Ich will mein Leben zurück. Punkt.

    Die Zeit in Therapie ist für mich wie ein Geschenk

    Ich war zwei Monate in Therapie. Diese Zeit begreife ich als Geschenk. Es war sicherlich nicht immer das, was man als Spaziergang bezeichnen würde. Aber das hat auch niemand behauptet. Ich durfte unheimlich viel lernen, über die Krankheit, über mich selbst.

    Ich habe gelernt, mich wieder selbst zu spüren, weil ich komplett den Draht zu mir verloren hatte. Ich habe gelernt, wie ich mich wahrnehmen kann, mich auch selbst beruhigen und runterfahren kann.

    Ich habe gelernt, wie wichtig es für mich ist, Routinen zu haben, damit nicht immer alles aus dem Ruder läuft, dass ich dafür Prioritäten setzen muss. Und ich habe gelernt, diese Prioritäten so zu setzen, dass es mir als Person gut geht und so, wie ich denke, dass ich den Anderen noch mehr gefallen könnte.

    Ich fange an, meine Persönlichkeit zu schätzen

    Ich habe verstanden, wie wichtig es ist, die Balance zwischen eigenem Anspruch und sozialer Einbettung zu finden. Dass ich auch mal “nein” sagen muss.

    Und langsam ist der Moment gekommen, dass ich meine Persönlichkeit als solche zu schätzen lerne. Auch vermeintliche Stärken und Schwächen, die ich mittlerweile eher als persönliche Eigenschaften begreife. In gewissen Situationen sind sie von Vorteil, in manchen weniger – und man kann alles von mehreren Seiten betrachten. Ich habe gelernt, meine Persönlichkeit in ihrer Tiefer und mit all ihren Dimensionen zu schätzen. Ich bin wieder ich. 

    Auch meinen Körper akzeptiere ich langsam. Irgendwann habe ich realisiert: Ich kann eigentlich nicht aussehen, wie Audrey Hepburn, so bin ich nicht geschaffen, das ist nicht meine Veranlagung. Aber ich hatte mir immer gedacht: Selbstverständlich kann ich trotzdem so zierlich werden wie Audrey Hepburn, ich muss nur hart genug an mir arbeiten.

    Heute denke ich mir: Ich werde nie wie Audrey Hepburn aussehen. Aber es ist okay. Ich bin ich. 

    Was ich noch gelernt habe, ist, um Hilfe zu bitten. Früher redete ich mir ein, dass ich niemanden brauche, mit dem ich darüber reden kann. Ich war mehr als verschlossen. Im Grunde hatte nicht einmal ich selbst Zugang zu meinen Gefühlen.

    Ich bin unfassbar dankbar – für jeden guten Tag

    Dass ich heute offener damit umgehe und darüber spreche, hätte ich niemals für möglich gehalten.

    Aber meine Zeit in der Klinik war erst der Startschuss. Es ist ein Prozess, es ist ein Weg. Mein Anspruch in der Klinik war, nie wieder einen Rückfall zu haben. Nie. Allein das hat dieses Wörtchen hätte mich schon hellhörig werden lassen müssen.

    Selbstverständlich hatte ich Rückfälle. Rückfälle, die mir aufzeigen, an welchen Stellen ich noch arbeiten kann.

    Was feststeht, ist, dass ich offener geworden bin, viel kommunikativer – dafür bin ich unfassbar dankbar.

    Für jeden guten Tag.

    Mittlerweile steht Weihnachten vor der Tür. Ich liebe Weihnachten, ich freue mich auf meine Familie und meine Freunde. Dennoch habe ich erheblichen Respekt davor, denn in den vergangenen Jahren endete Weihnachten immer in einem Absturz.

    Ihr müsst euch trauen, euch anderen zu öffnen – es lohnt sich

    Vor ein paar Tagen habe ich das meiner Mutter gesagt; es ist mir wichtig, das zu kommunizieren, damit zumindest meine Familie im Boot ist. Aber ich bin hoffnungsvoller und habe das Gefühl, mich mehr freuen zu können als in den letzten Jahren.

    Ich hoffe, diese Geschichte kann Betroffenen und deren Angehörigen Mut machen. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage: Es hilft, zu wissen, dass man nicht allein ist. Zu merken: Da sind Leute, die können das nicht nur nachvollziehen, sondern wirklich verstehen, weil sie es am eigenen Leib erlebt haben.

    Wichtig ist vor allem, sich zu trauen, sich anderen zu öffnen und um Hilfe zu bitten.

    Bulimie ist eine heimliche Krankheit, eine einsame Krankheit. Es ist gut, dass man darüber spricht.

    Ideale sind wichtig, aber sobald sie ins Extrem ausufern, ist eine Grenze überschritten. Seid nachsichtig mit euch selbst. Was ihr auf Instagram seht, ist das, was die Leute wollen, dass ihr seht. Nichts weiter.

    Jeder Mensch ist verschieden, jeder hat Ecken und Kanten. Die Welt ist voll von Imperfektion und Eigenheiten.

    Das ist nicht nur okay, das ist hochspannend und absolut bereichernd.

    Auch, wenn ihr das schon oft gehört habt, es euch schon oft gesagt wurde. Es nützt nichts, wenn man nicht damit anfängt, es zu glauben und zu verinnerlichen.

    An all diejenigen, die sich jetzt angesprochen fühlen: Tut es. Es lohnt sich.

    Der Text basiert auf einem Gespräch zwischen Barbara Jahn* (Name geändert, aber der Redaktion bekannt) und Uschi Jonas.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier.


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    ► Mit einem so genannten Hammelsprung hat die AfD-Fraktion im Bundestag am Freitag die Beschlussfähigkeit feststellen lassen - und selbst gar nicht teilgenommen.

    ► Das Quorum von 355 der 709 anwesenden Abgeordneten wurde dennoch auch ohne die 92 AfD-Abgeordneten mühelos erreicht.

    ► Bei der anstehenden Abstimmung über eine Ausschuss-Überweisung wurden insgesamt 413 Ja-Stimmen abgegeben.

    Darum handelt es sich bei einem Hammelsprung im Bundestag:

    Beim Hammelsprung wird festgestellt, ob genügend Parlamentarier im Saal sind.

    Dabei müssen die Abgeordneten für eine Abstimmung den Saal verlassen und durch Türen wieder hereinkommen, die mit ja, nein und Enthaltung beschriftet sind.

    Sind zu wenige Politiker da, wird die Sitzung beendet.

    Wie die AfD ihre Aktion im Bundestag begründete: 

    “Mit dem Hammelsprung haben wir heute gezeigt, dass es für alle Abgeordneten im Deutschen Bundestag künftig ungemütlicher werden wird”, erklärte AfD-Fraktionschef Alexander Gauland.

    Es handele sich um die Quittung dafür, dass seine Parteikollegin Mariana Harder-Kühnel am Vortag auch im zweiten Wahlgang nicht zur stellvertretenden Bundestagspräsidentin gewählt wurde.

    Gauland sagte weiter:

    “Die Altparteien behandeln uns wie Feinde und nicht wie politische Gegner. Dafür müssen wir alle nun bis auf weiteres die Konsequenzen tragen. Wer nicht hören will, muss fühlen.”

    Wie die Politiker anderer Parteien auf das AfD-Manöver reagierten: 

    Bei Abgeordneten anderer Parteien stieß das Verhalten der AfD-Fraktion auf Spott und Häme.

    “Voll peinliche Vorstellung der Chaostruppe der AfD im Bundestag”, twitterte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer. Die AfD habe sich blamiert. 

    “Bundestag auch ohne die Arbeitsverweigerer beschlussfähig”, twitterte der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. “Niemand braucht die AfD.” 

    Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner schrieb auf Twitter:

    “Die AfD zeigt, dass sie eine antidemokratische und faule Partei ist: Sie wollte die Beschlussunfähigkeit des Bundestags und damit den eigenen Feierabend herbeiführen, indem sie selbst beim Hammelsprung vor der Tür bleibt.”

    Die Grünen-Politikerin Renate Künast postete ein Bild der leeren AfD-Reihen und schrieb dazu: “So könnte es immer sein: Bundestag ohne die AfD.”


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    • Tierarzt Mike Farrell hatte es vor einiger Zeit mit einem besonders nervösen Vierbeiner zu tun.
    • Um dem Hund seine Angst zu nehmen, verkleidete er sich einfach.

    Der Dalmatiner Rupert ist zwar ein Rettungshund und war schon öfter in gefährliche Situationen verwickelt – der Tierarztbesuch war ihm allerdings trotzdem nicht geheuer.

    Wie der britische Sender “BBC” berichtet, benötigte Rupert eine dringende orthopädische Operation, wollte sich von den Tierärzten aber auf keinen Fall anfassen lassen.

    Jedes mal, wenn ihm jemand zu nahe kam, knurrte er bedrohlich und ging in Angriffsposition.

    Die Besitzerin des Hundes kannte einen Trick

    Seine Besitzerin schien wohl schon geahnt zu haben, was die Ärzte mit Rupert erleben würden, und schickte ein besonderes Hilfsmittel in die Praxis: Einen flauschigen Maus-Schlafanzug.

    Ruperts Frauchen war sich sicher, dass die Angestellten der Tierklinik ihren Hund so “gefahrlos untersuchen” könnten.

    Und so war es auch. Als Tierarzt Mike Farrel in den Maus-Einteiler schlüpfte, war Rupert wie ausgewechselt und konnte ohne Probleme operiert werden.

    Nun erholt sich der Rüde von dem Eingriff, der wichtig für die Heilung seines Kreuzbandrisses war.

    Gewohnte Gegenstände sind wichtig für Hunde

    Rupert wurde von seiner Besitzerin Sonya Schiff in einem sehr verunsicherten und aufgebrachten Zustand aufgenommmen. Es dauerte Jahre, bis er sich an sie gewöhnte.

    Rupert hatte auf Grund früherer Erfahrungen wahnsinnige Angst vor seiner Umgebung und war oft aggressiv. Man durfte ihn aber auch nicht alleine lassen, da er auch an Trennungsangst litt.

    Schiff machte sich Sorgen um Rupert, weshalb sie ihn mit dem Maus-Einteiler ins Krankenhaus brachte. Sie erzählte, dass sie diesen selber oft zuhause trage und ihr Geruch Rupert beruhigen sollte.

    Eigentlich hatte Schiff geplant, dass die Angestellten Ruperts Krankenbett mit dem Anzug auslegen. Der Doktor ging aber einen Schritt weiter und zog sich den Einteiler direkt über.

    Allgemein raten Tierpsychologen dazu, für nervöse Hunde immer einen familiären Gegenstand zur Hand zu haben, denn sie verbinden den Geruch mit ihrem Zuhause und Komfort.

    (jg)


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    Für Theresa May und Großbritannien scheint sich seit zwei Jahren alles um den EU-Austritt zu drehen – doch das Land hat auch andere ebenso drängende Probleme. 

    Theresa May hat in dieser Woche um ihr politisches Überleben gekämpft.

    48 Mitglieder ihrer eigenen Partei haben ein Misstrauensvotum gegen die britische Premierministerin erzwungen; May überstand es – trotz 117 Stimmen gegen sich. 

    Das Votum folgte nur Tage auf Mays Entscheidung, die Abstimmung über ihren Brexit-Deal mit der EU auf den 21. Januar zu verschieben. Der Grund: Zur Zeit hätte die Regierungschefin im Parlament keine Mehrheit für den Plan. 

    Das Brexit-Chaos in Großbritannien wogt in diesen Extremen seit zwei Jahren und wird es auch in den kommenden Wochen tun. 

    Dabei gerät in Vergessenheit, dass Großbritannien auch jenseits des Streits um den EU-Austritts große Probleme hat, um die sich die Politik kümmern müsste. 

    Am Donnerstag veröffentlichte Statistiken zeigen, welche dies (unter anderem) sind. 

    1. Immer mehr Verbrecher bewaffnen sich mit Messern 

    Die Zahl von Kriminellen, die mit Messern oder anderen gefährlichen Waffen bewaffnet sind, ist auf dem höchsten Level seit fast zehn Jahren. Das berichtet das britische Justizministerium. 

    Von September 2017 bis September 2018 mussten die Sicherheitsbehörden in Großbritannien 21.381 Verbrechen in Verbindung mit Hieb- und Stichwaffen ahnden. Das ist der höchste Wert seit 2010. 

    Auch die Anzahl an Morden in Großbritannien ist so hoch wie seit fast einem Jahrzehnt nicht. Allein in London wurden 2018 insgesamt 125 gewaltsame Tode gezählt. 

    Der Report des Justizministeriums zeigt auch, dass 36 Prozent aller mit Messern in Verbindung stehenden Verbrechen zu Haftstrafen führen. Zudem kündigte das Ministerium mit, dass das Budget der Polizei um 300.000 Pfund (333.868 Euro) erhöht werden soll.   

    2. Minderheiten werden überdurchschnittlich häufig Opfer von Polizeigewalt 

    Messerverbrechen sind jedoch nicht die einzige Sorge, die Premierministerin May sich in Sachen Polizeiarbeit machen sollte. 

    ► Den eine neue Statistik des Innenministeriums zeigt: Schwarze werden in Großbritannien überdurchschnittlich häufig Opfer von Polizeigewalt – besonders dann, wenn es um den Einsatz von Elektroschockern und Schusswaffen geht. 

    ► Obwohl die schwarze Bevölkerung in Großbritannien nur drei Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, stellt sie zwölf Prozent der Opfer von Polizeigewalt in den Jahren 2017 und 2018. 

    “Polizeigewalt” reicht der Definition nach vom Anlegen von Handschellen bis zum Abfeuern von Schusswaffen.

    In 26 Prozent der Fälle, in denen britische Polizisten von der Schusswaffe Gebrauch machten, waren die beschossenen Personen schwarz. Bei den Einsätzen von Elektroschockern waren es 20 Prozent. 

    Weiße Briten, die 86 Prozent der Bevölkerung ausmachen, machen 73 Prozent der Opfer von Polizeigewalt in Großbritannien aus. Sie werden weit weniger häufig Opfer von Schusswaffen (51 Prozent) oder Elektroschockern (67 Prozent) als Minderheiten. 

    3. 120.000 Kindern in Großbritannien haben keine feste Unterkunft 

    Obdachlosigkeit wird in Großbritannien zu einem immer dringlicherem Thema. Neue Regierungsstatistiken zeigen, dass 120,000 Kindern im Land keine feste Unterkunft haben. 

    82.000 Haushalte haben Stand Juni in vorübergehenden Unterkünfte gelebt – das ist ein Anstieg von 71 Prozent seit Dezember 2010 und von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

    Eine Sprecherin des Verbands der britischen Regionalregierungen sagte der HuffPost UK:

    “Wir haben Probleme im Kampf gegen Obdachlosigkeit. Der Anstieg der Unterbringung in vorübergehenden Unterkünften ist nicht nur teuer, er ist auch für die betroffenen Familien extrem zermürbend. Jeder Fall von Obdachlosigkeit ist eine persönliche Tragödie und wir müssen dafür sorgen, dass wir Obdachlosigkeit schon im Vorhinein verhindern und gefährdeten Familien helfen.” 

    4. Wartezeiten in der Notaufnahme betragen bisweilen über zwölf Stunden 

    Im vergangenen Monat mussten 250 Briten und Britinnen zwölf Stunden oder länger auf Versorgung in der Notaufnahme von Krankenhäusern warten. Mehr als 54.000 Menschen warteten mehr als vier Stunden auf ärztliche Hilfe. 

    Das bedeutet, dass nur 87,6 Prozent aller Patienten in der vom National Health Service (NHS) vorgegebenen Zeit versorgt wurden. Es sind Zahlen, die im kommenden Winter noch drastischer ausfallen könnten. 

    ► Jonathan Ashworth, Gesundheitspolitiker der oppositionellen Labour-Partei, nannte die Statistik “extrem besorgniserregend”.

    Ein Sprecher des NHS sagte der HuffPost UK: 

    “Unsere Mitarbeiter arbeiten weiter hart daran, dem gestiegenen Bedarf der Patienten gerecht zu werden. Wir haben im November diesen Jahres 1000 mehr Menschen innerhalb von vier Stunden in der Notaufnahme versorgt, als im November des Vorjahres.” 

    5. Die Regierung beobachtet Tausende Kinder wegen Terrorverdachts

    Das britische Innenministerium hat unlängst bekannt gegeben, dass Tausende Kinder und Jugendliche den Sicherheitsbehörden wegen Terrorverdachts gemeldet wurden. 

    Von März 2017 bis März 2018 seien 2009 Kinder unter 15 einem sogenannten Präventionsprogramm der Regierung gemeldet worden. 297 davon seien Mädchen. 

    ► Insgesamt habe es in dem Zeitraum 7.318 Meldungen gegeben – ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 2016/2017. 

    Das Innenministerium teilte zudem mit, dass es auch einen Anstieg von über 33 Prozent bei den Meldungen von Kindern und Jugendlichen, die als rechtsextrem eingestuft wurden, gab. 

    Dieser Artikel erschien zuerst in der HuffPost UK. Er wurde von Josh Groeneveld übersetzt und editiert. 


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    Warnstreiks abgewendet: Deutsche Bahn und Gewerkschaft EVG einigen sich

    Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft EVG haben sich im Tarifkonflikt geeinigt. Es gebe einen Abschluss, bestätigten beide Seiten am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

    ► Weitere Warnstreiks seien damit abgewendet. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk von der Einigung berichtet.

    Mehr in Kürze.


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    Brexit-Chaos: Deutsche Wirtschaft warnt vor

    Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben vor drastischen Folgen eines chaotischen Brexits ohne Abkommen mit der EU gewarnt.

    “Beim Brexit drohen auch massive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft”, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer.

    ► “Das kann zum Verlust von Jobs und von Wohlstand führen”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Industriepräsident Dieter Kempf sprach von einer “dramatischen” Situation. “Jede Verzögerungstaktik ist brandgefährlich. Die Wirtschaft braucht endlich Klarheit.”

    Welchen dramatischen Appell die deutsche Wirtschaft an Großbritannien richtet:

    Kempf sagte, die EU dürfe das Austrittsabkommen mit Großbritannien nicht aufschnüren. “Die Politik im Vereinigten Königreich muss endlich den Ernst der Lage erkennen”, sagte der Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

    ► “Wir haben nur noch knapp drei Monate Zeit, da darf sich niemand Spielchen erlauben. Ohne Abkommen gibt es auch keine Übergangsphase, die unsere Unternehmen dringend benötigen.”

    ► DIHK-Präsident Schweitzer warnte: “Man muss sich klar machen, worum es geht: Großbritannien ist der fünftgrößte Exportmarkt Deutschlands. Unser Exportvolumen mit Großbritannien ist seit dem Brexit-Entscheid schon um mehr als fünf Prozent zurückgegangen.”

    Warum der Brexit zum Chaos wird:

    ► Die britische Premierministerin Theresa May kämpft derzeit darum, dass der mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag eine Mehrheit im britischen Parlament findet und ein chaotischer Brexit Ende März 2019 vermieden wird.

    ► May hatte der Europäischen Union am Freitag zwar neue Zusicherungen zur irischen Frage abgerungen, sie erhielt beim EU-Gipfel aber weniger als erhofft. May will weiter verhandeln.

    Mit Material von dpa.


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    Finderin gibt Vater 2000 Euro zurück – jahrelang sparte er das Geld für seinen Traum

    • Ein in Afghanistan geborener Vater sparte für sich und seien Familie jahrelang, um sich eine Traum zu erfüllen.

    • Dann verlor er das Geld – doch hatte unfassbares Glück.

    Eine ehrliche Finderin hat einem jungen Vater eine vorzeitige Weihnachtsbescherung bereitet.

    Der 26-Jährige mit iranischer Staatsangehörigkeit hatte seinen Geldbeutel mit mehr als 2000 Euro verloren, als er am Dienstag mit dem Fahrrad in Waldkirch (Baden-Württemberg) unterwegs war.

    Der in Afghanistan geborene Vater zweier kleiner Kinder hatte sich über Jahre einen Flug zu seinen im Iran lebenden Eltern zusammengespart. Er hatte sie laut Polizei schon seit acht Jahren nicht mehr gesehen.

    Im Geldbeutel fand sich nur die Krankenversicherungskarte

    “Sein Glück war, dass eine sehr ehrliche Frau aus Kollnau seinen mit über 2000 Euro Bargeld prall gefüllten Geldbeutel fand”, heißt es im Polizeibericht.

    Doch die Zuordnung war schwierig. Denn im Geldbeutel fand sich nur eine Krankenversicherungskarte - und auf der war der Name des Besitzers falsch geschrieben.

    Da der Mann als Flüchtling auch erkennungsdienstlich erfasst war, fand das Portemonnaie doch noch seinen Weg zum Besitzer, und der 26-Jährige konnte am Mittwoch seinen Flug antreten.

    Finderin verzichtet auf de Finderlohn

    Die Polizei konnte am Freitag auf Nachfrage nicht sagten, aus welchem Land der Flüchtling nach Deutschland kam und welchen Status er derzeit hat.

    Die Finderin habe “mit Blick auf die Gesamtumstände” auf ihren Finderlohn verzichtet, so die Polizei.


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    • Die Royals feiern Weihnachten nicht im gemeinsamen Kreis der Familie, sondern getrennt voneinander.
    • Harry und Meghan haben eine Einladung zum Weihnachtsfest von Kate und William abgelehnt – ob es da wohl kriselt?
    • Im Video oben seht ihr ein weiteres Indiz für die schlechte Stimmung bei den Royals.

    Im britischen Königshaus lässt die Weihnachtsstimmung noch auf sich warten, denn: Zwischen Herzogin Meghan und Herzogin Kate soll es kriseln. Darüber berichtet die britische Boulevardzeitung “The Sun”. 

    Weihnachten bringt Familien für einige Tage zusammen. Das dachten sich offenbar auch William und Kate, und deshalb luden sie Meghan und Harry ein, um zusammen zu feiern. 

    Zwischen dem Paar soll es momentan kriseln.

    Harry und Meghan lehnen Einladung ab 

    Die Herzogin und der Herzog von Sussex hatten da scheinbar wenig Lust drauf, denn sie lehnten die Einladung laut “Sun” ab. 

    Nicht nur Kate und Meghan sollen sich deshalb in den Haaren haben. Auch zwischen den beiden Brüdern soll es momentan Probleme geben, heißt es.

    Harry und Meghan feiern Weihnachten mit der Queen in Sandringham, während Kate und William mit ihren Kindern die Feiertage in Anmer Hall verbringen.

    So wie im vergangenen Jahr, als die beiden Paare noch zusammen feierten. 

    “Es ist sehr überraschend, denn in Sandringham gibt es gar nicht so viel Platz. Vielleicht wollen beide etwas Zeit für sich haben”, sagte ein Insider der Zeitung. 

    Meghans Mutter kommt nicht zum Weihnachtsfest

    Schon als dieses Jahr bekannt wurde, dass Meghan und Harry aus dem Kensington Palast ausziehen wollten – dort, wo auch Kate und William wohnen – kamen Gerüchte um eine mögliche Krise auf. 

    Der Insider beteuerte jedoch: “Zwischen den beiden Paaren ist alles in Ordnung. Sie verbringen lediglich nicht viel Zeit miteinander.” 

    Doch so rosig ist es dann wohl am Ende nicht. Nachdem bekannt wurde, dass Meghan und Harry nicht mit Kate und Wiliam feiern, kommt die nächste Hiobsbotschaft: Doria Ragland, Meghans Mutterm, soll ebenfalls nicht zum Weihnachtsfest kommen. Sie wurde vorher von der Queen persönlich zum Weihnachtsessen eingeladen – ein echtes Privileg. 

    Die Weihnachtsgrüße: ein weiterer Traditionsbruch

    Vielleicht hat die 62-Jährige Amerikanerin vor den stressigen Feiertagen mit den Royals zurückgeschreckt. Weihnachten bei den Royals sei laut einigen Insidern nämlich alles andere als ein entspanntes Familienfest.

    “Royale Weihnachten in Sandringham können eine wahre Folter sein, selbst bei gebürtigen Royals. Die meisten angeheirateten können es kaum erwarten, dort wegzukommen”, sagte Autor Christopher Wilson der “Sun”. 

    Meghan und Harry machen also offenbar so weiter, wie es ihnen am besten gefällt. So auch bei den Weihnachtsgrüße des britischen Königshauses. Jedes Jahr veröffentlichen die royalen Familien offizielle Grußkarten zu Weihnachten. Und auch hier brechen der Herzog und die Herzogin von Sussex eine Tradition: Sie zeigen nicht ihre Gesichter. 

    Das Foto ist schwarz weiß gehalten, das Paar steht mit dem Rücken zu Kamera. Im Hintergrund Feuerwerk. “Es ist nicht wirklich weihnachtlich”, sagte Royal-Expertin Ingrid Seward der Zeitung. “Drehen sie uns den Rücken zu?”, fragt sie.

    Kate und William bewiesen hingegen, dass Weihnachten bei ihnen gemütlich und familiär ist.  


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    Wieso es in Saudi-Arabien gerade kräftig rumort – und was das für die Region bedeutet.

    Riad glänzt.

    Wer auf einer dem Highways fährt, die sich wie eine Hauptschlagader durch die saudische Hauptstadt bahnen, fühlt sich eher, als wäre er in Houston als in einer arabischen Monarchie.

    Hier reihen sich Leuchtreklamen in der Größe kleiner Wohnhäuser aneinander, scheinende Fassaden und monumentale Säulen sollen Wohlstand anzeigen. 

    Nach westlicher Betrachtung ist es schon spät, aber hier scheint das Leben gerade erst zu beginnen. Männer in legeren Hemden schlendern an den grell beleuchteten Geschäften vorbei, Frauen, die meisten schwarz verhüllt, sitzen in Cafés.

    Von einem basketballfeldgroßen Plakat, das an einem Hotel angebracht ist, lächelt Mohammed bin Salman hinab, seit dem vergangenen Jahr saudischer Kronprinz: Er schaut auf Baukränen, die überall in der Hauptstadt emporragen. So als wollte er sagen: Das ist mein Werk.

    ►  Riad ist eine der am schnellsten wachsenden Metropolen der Welt.

    ►  Nicht nur die Hauptstadt wandelt sich rasant. In ganz Saudi-Arabien ist ein Modernisierungsprozess in Gange, der selbst pessimistische Beobachter in Staunen versetzt.

    ►  Gleichzeitig scheint das Land immer tiefer in diplomatischen Krisen zu versinken.

    Die andauernde humanitäre Katastrophe im Jemen und die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Dschamal Khashoggi haben die Imagekampagne des jungen Kronprinzen Mohammed Bin Salman (MBS) weit zurückgeworfen.

    Skyline von Riad: Schnell wachsende Metropole

    Das Schicksal – nicht nur des Königreichs, sondern der ganzen Region – könnte davon abhängen, wie diesem der ambitionierte Spagat gelingt.

    Zwischen der atemberaubenden Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft und der konservativen und oft skrupellosen Machtpolitik des fundamentalistischen Saudi-Königshauses.

    MBS pocht auf Veränderungen

    Am Fall Khashoggi zeigt sich die Brisanz dieser Gratwanderung so deutlich wie nie. Für MBS steht nach der Ermordung des Journalisten im saudischen Konsulat in Istanbul mehr auf dem Spiel als nur seine Glaubwürdigkeit als Erneuerer.

    Sein Vater, König Salman, sei “sehr wütend darüber, was im Falle Khashoggi passiert ist“, sagte eine Quelle, die über die jüngsten Gespräche des Staatschefs informiert ist, zuletzt der “Financial Times“.

    ► König Salman poche daher auf Veränderungen im inneren Machtzirkel seines Sohnes, dem de facto schon jetzt mächtigsten Mann im Staat.

    Oberflächlich sind einige dieser Veränderungen schon sichtbar.

    ► Mit Saud al-Qahtani verlor der zuletzt wohl wichtigste Berater und Einflüsterer des Kronprinzen seinen Posten. Qahtani sei zwar – im Gegensatz zu vielen einflussreichen Männern in MBS Umfeld kein Wirtschaftsexperte – habe aber politische und gesellschaftliche Entscheidungen in der Vergangenheit maßgeblich beeinflusst.

    Kritiker beschreiben ihn als “Saudi-Arabiens Steve Bannon“, als “brutalen Vollstrecker und Chef der Fake News“.

    Seine öffentlichkeitswirksame Entlassung wird aber wohl nicht der einzige Umbruch bleiben, zumal Skeptiker dahinter vor allem einen PR-Schachzug vermuten.

    MBS, der nicht zuletzt wegen seinem harten Vorgehen gegen ehemalige Mitglieder der Saudi-Elite im Zuge seiner Anti-Korruptionskampagne nicht unumstritten ist, dürfte ahnen, dass der Erfolg seiner Agenda 2030 durch weitere diplomatische Fehltritte in Gefahr wäre.

    “Das Land ist nicht wiederzuerkennen”

    Während internationale Medien weiter empört auf die saudische Lynch-Justiz blicken, ist die langsame gesellschaftliche Öffnung des Königreichs ein nicht zu leugnender Fakt. 

    ► Ein westliche Quelle in Riad, mit breiten Kenntnissen über die Politik Riads, sagte der HuffPost: “Die Veränderungen im Inland sind real und der Unterschied ist deutlich spürbar. Riad ist schon jetzt ein ganz anderer Ort als noch vor einigen Monaten.“

    Die Hauptstadt fühle sich so bereits deutlich liberaler an, als viele andere nahöstliche Hauptstädte.

    Besonders die Einschränkung der Arbeit der Religionspolizei habe “völlig unterschätze Auswirkungen auf die persönliche Freiheit der Menschen“. Diese Behörde überwacht die Einhaltung der Scharia in dem Land.

    ► Eine weitere Quelle, die bereits mehrere Jahre in Riad lebt, betonte gar: “Das Land ist nicht wiederzuerkennen, so sehr hat es sich in nur einem Jahr verändert.“

    Neben ökonomischen Großprojekten und der zunehmenden Entmachtung der islamischen Religionspolizei war es zuletzt vor allem die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen, die für internationale Schlagzeilen sorgte.

    Von dieser Regelung profitiert wohl bislang nur ein kleiner Teil der Frauen, dennoch könnte der symbolträchtige Schritt den Weg weitere Reformen bereiten.

    So stellte MBS zuletzt in einem bemerkenswerten Interview mit dem US-Magazin “The Atlantic“ eine Aufhebung der Gesetze zur männlichen Vormundschaft in Aussicht – nicht jedoch ohne die Problematik eines solchen Prozesses in einem derart konservativen Land zu betonen.

    “Es gibt Familien, die sind offen und geben Frauen und Töchtern, was sie wollen. Aber wenn ich ja sage zu dieser Frage, kreiere ich Probleme für die Familien, die ihren Töchtern keine Freiheit geben wollen“, sagte der Saudi-Machthaber.

    Saudi-Arabien wolle seine Identität nicht aufgeben – aber Teil der globalen Kultur werden. Besser hätte MBS seine wohl größte Herausforderung kaum beschreiben können.

    Abkehr von Riad

    Denn der Spagat des Landes führt zu Paradoxen, die sich kaum auflösen lassen.

    Bislang ist es Riad gelungen, trotz klarer Ablehnung der Demokratie und dokumentierten Menschenrechtsverstößen eine enge Verbindung zu den USA zu wahren – ein Zustand, der beide Seiten immer wieder in Erklärungsnot bringt.

    ► Nach vielen gigantischen Waffendeals in der jüngeren Vergangenheit wird dieser Rechtfertigungsdruck in Washington mit Blick auf den Krieg im Jemen immer größer.

    Zuletzt entschied der Kongress das Ende der amerikanischen Unterstützung für den Militäreinsatz Saudi-Arabiens im Bürgerkrieg.

    Im Weißen Haus gilt die Abkehr von Riad aber als wenig wünschenswerte Option.

    Die Regierung Donald Trumps hat den Iran als größte außenpolitische Gefahr definiert und seine Strategie in der Region – wohl nicht zuletzt aufgrund der persönlichen Kontakte zwischen Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und MBS – auf Saudi-Arabien zugeschnitten.

    US-Außenminister Mike Pompeo und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman

    Zudem, das betonte bereits Vorgänger Barack Obama, hängen an den Geschäften mit Riad viele amerikanische Arbeitsplätze. 

    Gleichzeitig geht es zweifelsohne um US-Einfluss in der Region. Da sich das Verhältnis der USA zu der türkischen Regierung unter Recep Tayyip Erdogan zunehmend verdüstert hat, werden die Verbindungen zu mächtigen Akteuren im Nahen Osten rar.

    ► Saudi-Arabien schafft es derweil, trotz aller Differenzen – etwa im Falle der russischen Unterstützung für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad – ein gutes Verhältnis zum Kreml zu wahren.

    Eine Abkehr von Saudi-Arabien könnte den Einfluss Wladimir Putins im Nahen Osten weiter vergrößern.

    So probt auch die USA weiter die Gratwanderung – hinter der das Schicksal der laut UN rund 20 Millionen hungernden Jemeniten weiter in den Hintergrund rückt.

    “Der Krieg im Jemen hat Millionen Menschen in Elend und Verzweiflung getrieben”

    In diesen Tagen keimt aber Hoffnung auf. Denn in Schweden haben sich Jemens schiitische Huthi-Rebellen und die Regierung am Donnerstag auf eine Waffenruhe in der wichtigen Hafenstadt Hudaida geeinigt.

    Die Tage des brutalen und kostspieligen Gemetzels, dem Schätzungen bereits rund 20.000 Zivilisten zum Opfer fallen, werden damit nicht gezählt sein. Doch zum ersten Mal deutet sich ein Weg an, die humanitäre Notlage der Bevölkerung zu lindern.

    So könnte der Hafen von Hudaida, bislang unter Huthi-Kontrolle, in Zukunft unter UN-Kontrolle stehen. Auch auf MBS, der betont, seine Politik fuße auf den Prinzipien der UN, wird der Druck größer, die Angriffe auf von Rebellen kontrollierte Gebiete zurückzufahren. 

    Auch in Deutschland wird diese Forderung lauter.

    Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Omid Nouripour sagte zuletzt: “Der Krieg im Jemen hat Zehntausende das Leben gekostet und Millionen Menschen in Elend und Verzweiflung getrieben. Er wird von allen Seiten ohne Rücksicht auf Menschenleben und das humanitäre Völkerrecht geführt.“

    Bürgerkrieg in Jemen.

    Nachdem die Bundesregierung Waffendeals mit Saudi-Arabien trotz Zusage im Koalitionspapier der GroKo bis zuletzt nicht gestoppt hatte, ist auch die deutsche Verantwortung an der Lage des Jemens nicht länger von der Hand zu weisen. 

    Zwischen schlechten und noch schlechteren Entscheidungen im Nahen Osten

    Im Krieg gibt es keine Gewinner. Der Satz trifft wohl selten so zu wie auf den Jemen.

    Denn trotz über 50.000 Opfern konnte auch Riad bislang kaum einen Nutzen aus der Unterstützung der jemenitischen Regierung ziehen. Der als Ziel ausgegebene Schutz der saudischen Grenze vor den Rebellen und damit der Ausweitung des iranischen Einflusses wird im Gegenteil auch für MBS zu einer teuren Hängepartie.

    Neben dem Milliardenkosten für das Militär flossen in diesem Jahr wohl auch schon mehrere Milliarde US-Dollar an humanitärer Hilfe aus Saudi-Arabien in den Jemen.

    Damit ist das Land nicht nur die stärkste Kriegsfraktion im Jemen, sondern auch der größte Hilfeleister – ein Fakt, den die saudische Regierung im Kampf um das internationale Ansehen gerne betont.

    MBS selbst gab sich mit Hinblick auf das Schicksal des Nachbarlandes im “Atlantic“-Interview erstaunlich offen:

    “Manchmal gibt es im Nahen Osten keine guten Entscheidungen und schlechten Entscheidungen. Es gibt nur schlechte und schlechtere Entscheidungen. Also müssen wie die schlechte Entscheidung wählen.“ 

    Für Saudi-Arabien bedeutet das Krieg. Ein Krieg, den MBS nicht verlieren darf, so viel steht für den Kronprinzen in Probezeit fest. 

    Das ist sein Selbstverständnis. Das ist das Selbstverständnis Saudi-Arabiens.

    (jkl)


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    Viele Männer haben Angst vor Erektionsstörungen. 

    • Millionen Männer in Deutschland leiden unter Erektionsstörungen – Senioren, aber auch Männer, die noch keine 30 sind. 
    • Welche Gründe es dafür gibt und was der Partner tun kann, um zu helfen, erklärt ein Urologe der HuffPost.

    Wenn es um Sex geht, ist es wohl die größte Angst vieler Männer: Keine Erektion zu bekommen – oder sie nicht halten zu können. 

    Diese Angst ist begründet. Laut dem Urologen Christoph Pies leidet etwa jeder fünfte Mann ab dem 65. Lebensjahr an Erektionsstörungen. Doch wer jetzt denkt, junge Männer bleiben davon verschont, täuscht sich. 

    ► Laut “Spiegel” gehen Ärzte davon aus, dass jeder hundertste Mann unter 30 unter “erektiler Dysfunktion” oder Impotenz leidet – das sind etwa 50.000 Männer in Deutschland.

    Die Betroffenen unterscheiden sich so sehr wie die Gründe, die der Störung zugrunde liegen. Laut dem Urologen gibt es vor allem vier Ursachen, warum ihr oder euer Partner mit Erektionsproblemen zu kämpfen habt. 

    1. Euer Partner raucht zu viel

    Laut Pies stelle Rauchen den mit Abstand größten Risikofaktor für eine erektile Dysfunktion dar. Zahlreiche Studien beweisen: Zigaretten sind schlecht für den Penis. 

    Die in Zigarettenrauch enthaltenen Stoffe schädigen die Blutgefäße im Körper. Und mit beschädigten Blutgefäßen ist keine Erektion möglich. Oder nur eben eine kleinere.

    Mehr zum Thema: Raucher-Penis und verschwindende Hoden: Was ihr wohl noch nicht über den Penis wusstet

    So untersuchten Mediziner der Universität Boston im Jahr 2010 die Erektionen von 200 Männern und fanden heraus, dass Raucher-Penisse durchschnittlich kleiner sind als die von Nichtrauchern.  

    2. Euer Partner hat zu wenig Testosteron im Körper

    Das männliche Hormon Testosteron beeinflusst laut Urologen die Libido und die Potenz eines Mannes. Der Hormonspiegel kann jedoch absinken – aus verschiedenen Gründen. 

    Entweder wird im Hoden aufgrund einer gestörten Funktion der dafür zuständigen Zellen zu wenig Testosteron gebildet, oder die Ausschüttung der Steuerungshormone in der Hirnanhangdrüse ist gestört. Eine weitere Ursache ist laut dem Urologenportal eine altersbedingt Zunahme eines Eiweißes im Blut (SHBG), welches Testosteron bindet. 

    ► Im Alter liegt der Anteil der Männer mit messbar erniedrigten Testosteronwerten unter den 60- bis 80-Jährigen bei 20 Prozent und bei den über 80-Jährigen bei 33 Prozent. Erektionsstörungen können laut Pies die Folge sein. 

    3. Eurem Partner geht es psychisch nicht gut

    Leidet ein junger Mensch an erektiler Dysfunktion, steckt meist kein körperliches Problem dahinter. 

    “Insbesondere bei Männern in den jüngeren Lebensjahren findet sich nicht selten eine psychische Komponente als möglicher Auslöser hinter der Erektionsstörung”, erklärt Pies der HuffPost. 

    Versagensängste, Partnerschaftskonflikte, beruflicher oder privater Stress, psychosexuelle Entwicklungsstörungen in der Kindheit oder früherer sexueller Missbrauch – das alles kann laut Experte hinter der Störung stecken. 

    Erkennt ein Mann einen dieser möglichen Gründe wieder, sollte er unbedingt einen Psychotherapeuten aufsuchen. Stress und Ängste können schließlich nicht nur im Bett zum Problem werden. Laut der Uni Bielefeld kann Stress die Immunkompetenz schwächen – Betroffene werden anfälliger für Infektionskrankheiten.

    Mehr zum Thema: Penis-Bleaching und Schamlippen-Verkleinerung: Ärztin über irre Intim-Trends

    Erektionsstörungen können damit ein Warnzeichen sein, die Stressquelle sofort aus dem Weg zu schaffen.

    Partner können den Betroffenen gut helfen – solange sie sich ihnen öffnen. 

    4. Euer Partner ist oder war krank

    “Erektionsstörungen können auch Folge einer anderen Erkrankung, zum Beispiel einer Zuckererkrankung, einer Gefäßverkalkung, einer Nervenschädigung oder eines Bluthochdrucks auftreten”, erklärt Pies der HuffPost. 

    Medikamente gegen Bluthochdruck wie Betablocker und Mittel gegen Depressionen können die Potenz weiter verschlechtern. Manchmal sei hingegen auch der Arzt Schuld – beispielsweise nach Operationen oder Bestrahlungen bei Prostata- oder Enddarmkrebs, sagt der Experte. 

    Deshalb solltet ihr euch einem Arzt anvertrauen

    Für alle vier dieser Ursachen gibt es Lösungen. Dafür ist es jedoch erst einmal wichtig, sich einem Arzt anzuvertrauen. 

    Laut Pies sollte ein Betroffener sich aus drei Gründen medizinischen Rat holen: “Erstens weil man so sehr oft bislang verborgene Begleiterkrankungen wie Durchlutungsstörungen, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit oder Bandscheibenprobleme aufdecken kann, zweitens, weil oft schon das Gespräch mit dem Patienten und der Partnerin oder dem Partner hilft, den ‘Knoten zu lösen’. Und drittens, weil man Erektionsprobleme heutzutage sehr gut medikamentös behandeln kann.” 

    Patienten können Potenzpillen (sogenannte PDE-5-Hemmer) wie Viagra einnehmen. Außerdem werden Schwellkörper-Spritzen und Vakuumpumpen angeboten – bis hin zu operativen Therapien mit Schwellkörper-Prothesen, erklärt der Experte. 

    So könnt ihr eurem Partner helfen

    Doch auch die eigene Partnerin oder der Partner können einem Betroffenen helfen, das Problem aus dem Weg zu schaffen. Frauenärztin Sheila de Liz weiß, wie man am besten reagieren soll, wenn es mit dem Sex nicht klappt. 

    ► “Kriegt der Mann im Bett akut keine Erektion, sollte der Partner oder die Partnerin die Situation entschärfen. Dann am besten sagen: ‘Lass uns später weitermachen’”, erklärt de Liz. 

    Das Erektionsproblem ansprechen sollte ein Partner nur außerhalb des Schlafzimmers, rät sie.  

    Und für alle, die nicht gleich zu Viagra greifen wollen, hat die Expertin noch einen Tipp: “Wer Probleme hat, die Erektion zu halten, kann sich auch ein anderes Hilfsmittel zur Hand nehmen: Penisringe. Die wirken mit Druck auf den Penis und sorgen so dafür, dass das Blut nicht so leicht abfließt.” 

    Mehr zum Thema: Kleiner Penis? Er könnte schrumpfen, wenn ihr aus diesen Pfannen esst

    Aber auch, wenn sich ein Mann wegen seiner Erektionsstörung bereits behandeln lässt, kann ihn sein Freund oder seine Freundin unterstützen. 

    “Der Partner oder die Partnerin spielt bei der Therapie eine sehr wichtige Rolle”, sagt Pies. Das Paar müsse nämlich zusammen lernen, keinen gegenseitigen Leistungsdruck aufzubauen und stressfreie Ruhezeiten einzuplanen. 

    Dann, sagt der Urologe, bleibt auch in unserer Leistungsgesellschaft genügend Energie für das schönste Hobby der Welt.  

    (kiru)


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    Handschuhe bei Bäckereifachverkäufern sind nicht immer unbedingt von Vorteil. (Symbolbild) 

    • In deutschen Bäckereien tragen viele Verkäufer Handschuhe, wenn sie das Essen herausgeben.
    • Dass das nicht immer von Vorteil ist, bestätigt Christian Steiner vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks der “Bild”-Zeitung.

    Christstollen, Weihnachtsplätzchen oder Lebkuchen: Gerade zur Weihnachtszeit besucht der ein oder andere des Öfteren die Bäckerei um die Ecke.

    Dabei ist den meisten Kunden wichtig, dass mit Hygiene und Sorgfalt gearbeitet wird, schließlich geht es um Lebensmittel. So wird erwartet, dass der Bäckereifachverkäufer immer Handschuhe trägt, wenn er das Gebäck anfasst.

    Dass das nicht immer unbedingt die Garantie für gute Hygienezustände ist, verriet Christian Steiner vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks der “Bild”-Zeitung. 

    Mit bloßen Händen arbeiten: “Wesentlich” hygienischer  

    “Handschuhe verleiten zur Nachlässigkeit und werden oft zu selten gewechselt. Dadurch bergen sie mehr gesundheitliche Gefahren, weil Keime an ihnen haften”, sagte Steiner. “Der Handschuh ist kein Garant für Keimfreiheit.” 

    Um die Hygiene in den Back-Shops garantieren zu können, müssten Verkäufer für verschiedene Produkte auch verschiedene Handschuhe tragen. Das sei vom Arbeitsablauf nicht zu leisten. 

    Außerdem sei es durch die vielen Plastikabfälle schlecht für die Umwelt, sagte Friedrich Liebig vom Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt, gegenüber der “Bild”. Plastikhandschuhe würden zudem Hautkrankheiten begünstigen.

    Liebig sieht einen Vorteil darin, wenn man keine Handschuhe trägt: “Wer hingegen mit bloßen Händen arbeitet, spürt Verunreinigungen schneller und wäscht sich öfter die Hände. Das ist wesentlich hygienischer.” 

    (jkl)


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