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Huffington Post Germany Athena

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    • Mindestens fünf Menschen sollen an Elektroschocks von Kopfhörern gestorben sein.
    • Ein Technik-Experte vom TÜV erklärt, was wirklich an den Geschichten dran ist.

    Smartphones und andere elektronische Geräte sind im Alltag der meisten Menschen mittlerweile so präsent, dass kaum noch jemand über die Gefahren von elektrischem Strom nachdenkt. Genau das könnte mittlerweile mindestens fünf Menschen zum tödlichen Verhängnis geworden sein. Sie sollen durch Elektroschocks von Kopfhörern umgekommen sein.

    Zuletzt berichtete die malaysische Zeitung “New Straits Times”,  dass Anfang des Monats der 16-jährige Mod Aidi Azzar Zahrin umgekommen sei. Verschiedene internationale Medien übernahmen die Geschichte.

    Mehr zum Thema: Medienexpertin: Darum sollten kleine Kinder nicht mit Smartphones spielen

    Der Junge habe Musik durch seine Kopfhörer am Smartphone gehört, das an der Steckdose angeschlossen gewesen sei. Als man ihn aufgefunden habe, habe er aus dem linken Ohr geblutet. Laut Autopsie sei er an einem Stromschlag gestorben. Dass ihn die Kopfhörer umgebracht hätten, schreibt “New Straits Times” nicht.

    Das US-Magazin “Vice” sieht das anders. Dort heißt es: ”Mod ist mindestens der vierte Mensch, der dieses Jahr an einem durch Kopfhörer verursachten Stromschlag stirbt.” 

    Auch westliche Länder betroffen

    Außerdem sollen im Februar dieses Jahres die 17-jährige Brasilianerin Luiza Pinhero, im Mai eine 46-jährige Inderin und im Monat darauf ein 22-jähriger Inder an einem Kopfhörer-Stromschlag gestorben sein.

    Der Fall einer 28-jährige Australierin, die 2014 auf die gleiche Art umgekommen sein soll, belege, dass auch Menschen in westlichen Ländern davon betroffen sein könnten.

    Florian Hockel leitet die Abteilung Licht, Leuchten und Multimediaprodukte beim TÜV-Süd. Der Ingenieur sagt der HuffPost:

    “Fehlfunktionen wie sie in den genannten Berichten geschildert werden, liegen durchaus im Bereich des Möglichen, wenn auch äußerst unwahrscheinlich. Man könnte solchen Situationen vorbeugen.”

    Er rät, nur Geräte von Herstellern zu kaufen, die ihre Produkte nach Qualitätsstandards wie der ISO-Norm produzieren und prüfen. Außerdem solle man auf Siegel von unabhängigen Prüforganisationen wie dem TÜV achten und sich an die Sicherheits- und Warnhinweise in der Gebrauchsanweisung halten.

    “Smartphones nicht mit angeschlossenem Netzteil betreiben”

    “Jeder Akku und jedes Netzteil hat ein gewisses Gefahrenpotential. Überhaupt ist jedes elektrische Gerät durchaus auch nicht immer gegen alle Eventualitäten geschützt”, erklärt Hockel.

    Besonders bei hohen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung, Gewitter- und Blitzschlag, Regenwasser, Schnee, Feuchtigkeit und Erschütterungen sei Vorsicht im Umgang mit Elektronik geboten.

    TÜV-Experte Hockel empfiehlt grundsätzlich, Smartphones oder Smartdevices bei der Nutzung von Kopfhörern nicht mit angeschlossenem Netzteil zu betreiben.

    Außerdem rät er dazu, elektronische Geräte regelmäßig gründlich auf offensichtliche Schäden zu untersuchen und gegebenenfalls sofort zu ersetzen.

    “In der Regel kommt es, wenn überhaupt, zu Unfällen, wenn mehrere Faktoren wie die oben erwähnten Themen zusammenkommen und teilweise oder gar nicht beachtet werden”, betont der TÜV-Ingenieur.

    (mf)


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    Die Queen lädt zum jährlichen Weihnachtsfest – und folgt dabei strikten Regeln.

    • Jedes Jahr lädt die Queen zum Weihnachtsfest ein.
    • Dabei müssen alle Gäste strenge Regeln einhalten, wenn sie mit dem britischen Königsoberhaupt feiern wollen.

    Wer mit Queen Elizabeth II. Weihnachten feiern möchte, muss starke Nerven haben: Das britische Königsoberhaupt hält sich nämlich auch in der Weihnachtszeit an eine strenge Etikette, die sie ebenfalls von ihren Gästen erwartet.

    Das behauptete Sarah Ferguson, die Mutter der kürzlich verheirateten Prinzessin Eugenie, in dem australischen Online-Magazin “New Idea”

    Sarah Ferguson: “Ich musste mich sieben Mal umziehen”

    Die 59-Jährige erklärte dem Magazin, dass sie in einem Zeitraum zwischen Heiligabend und dem ersten Weihnachtstag mehrmals ihre Outfits wechseln musste. “Ich musste mich sieben Mal umziehen”, sagte sie. 

    Es sei eine sehr anstrengende Angelegenheit gewesen, da der Zeitplan der Queen sehr eng getaktet sei. Die Royals verbringen die Weihnachtsfeiertage meist in Sandringham, einem Landsitz der britischen Königsfamilie.

    Queen Elizabeth II. hat einen straffen Zeitplan

    Ingrid Seward, Autorin mehrerer Royal-Bücher, weiß über den genauen Ablauf des Weihnachtsfestes Bescheid.

    Sie erklärte dem Magazin außerdem, dass die Geschenke an Heiligabend praktisch und schlicht ausfallen müssten. Daher wäre Porzellan oder selbstgemachte Marmelade passende Geschenke für die Queen.

    Nach der Bescherung gebe es ein Abendessen, zu dem sich die Royals elegant kleiden sollen.

    Laut Steward gehen die Royals am ersten Weihnachtstag zuerst in die Kirche und danach zu einem gemeinsamen Mittagessen.

    Nachdem die Queen offiziell ihre Weihnachtsgrüße verkündet hat, sollen sich alle Gäste schlicht kleiden. Der Grund: Das britische Königsoberhaupt will mit allen Gästen spazieren gehen. Zum Abschluss werde zu einem Weihnachtstee und einem luxuriösen Dinner geladen.

    Herzogin Meghans Mutter bekommt royale Nachhilfe

    Der Royal-Insider Jean Broke-Smith ist sich laut “New Idea” sicher: für Meghans Mutter Doria Ragland könnten die Weihnachtstage zu einer echten Zerreißprobe werden. 

    “Es wird Berater geben, die Meghans Mutter helfen werden, aber sie wird es schwer haben. Zumindest wird sie einen Koffer voller Klamotten mitbringen müssen”, sagte der Insider dem Online-Magazin.

    Dennoch sei es ein besonderes Privileg für Herzogin Meghan, dass ihre Mutter beim royalen Weihnachtsfest dabei sein dürfe.

    Doria Ragland dürfe teilnehmen, weil Herzogin Meghan alleine in Großbritannien ist und niemanden außer ihre Mutter habe – im Gegensatz zu Herzogin Kate.

    Deshalb hatte ihre Mutter bisher noch nie die Ehre, beim royalen Weihnachtsessen dabei zu sein.

    (nmi)


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    • Das Baby einer Berliner Mutter ist zwei Tage nach der Geburt in der Klinik gestorben.
    • Auf Instagram veröffentlichte die Mutter einen Abschiedsbrief an ihr verstorbenes Kind.

    In einem emotionalen Abschiedsbrief an ihr verstorbenes Baby erzählt die Berliner Influencerin Diana June auf Instagram die tragische Geschichte des Todes ihres Neugeborenen und erhebt Vorwürfe gegen die Berliner Charité.

    “Mein Baby ist im Charité Virchow letzte Woche geboren und nach zwei Tagen gestorben, obwohl seine Werte nach der Geburt perfekt waren”, schreibt sie.

    “Als überfürsorgliche Mutter belächelt”

    Obwohl es ihrem Neugeborenen sehr schlecht gegangen sei, hätte das Personal der Charité ihre Sorgen nicht ernstgenommen: “Ich bin fassungslos, dass es keine Schwester oder keinen Arzt dort gab, die den Ernst der Lage erkannt haben.

    Stattdessen hätten die Ärzte und Schwestern sie als ”überfürsorgliche Mutter belächelt.”

    Mehr zum Thema:Baby stirbt an Herpes-Virus – jetzt warnt die Mutter davor, Babys zu küssen

    Ihr Sohn sei nach zweitägigem Leiden an einer Lungenentzündung gestorben.

    “Ich habe gesagt, da sind braune Flecken am Bein. Da war er schon im Todeskampf, aber wir wurden bis kurz vor seinem Tod als die nervigen Sorgeneltern belächelt”, schreibt June.

    Kurz darauf habe eine Schwester ihr mitgeteilt, dass sie von ihrem Kind für immer Abschied nehmen müsse, es läge im Sterben.

    “Ich habe noch versucht sein Herz zu massieren. Wir haben geschrien, dass sie was machen sollen”, schreibt sie weiter. Doch die Schwester habe gesagt, es würde nichts mehr bringen. 

    Beileid aus dem Internet

    Diana June folgen bei Instagram über 172.000 Menschen. Viele ihrer Follower drücken auf Instagram ihr Beileid aus. 

    “Beim Lesen deines Textes kamen mir die Tränen und jetzt heule ich wie ein Schlosshund. Ich kann nicht sagen, wie leid mir das tut”, schreib beispielsweise eine Nutzerin. 

    “Ich hoffe, ihr übersteht die Zeit gemeinsam mit der Familie. Fühlt euch gedrückt. Euer Engel wacht jetzt über euch.”

    Eine weitere Nutzerin schrieb: “Unser Tiefstes Beileid, es zerreißt einem das Herz, alleine schon wenn man das liest. Unendlich viel Kraft euch.” 

    “Unser Leben ist zerstört”

    Der Nachrichtenseite “Focus Online” teilte die Charité mit:

    “Wir bedauern den Tod des Kindes und unser volles Mitgefühl gilt den Eltern. Die von den Eltern vorgebrachten Vorwürfe sind in Anbetracht der Situation menschlich nachvollziehbar. Da der Charité-Universitätsmedizin Berlin bisher keine Entbindung von der Schweigepflicht durch die Eltern vorliegt, können wir uns derzeit nicht detailliert äußern.”

    Doch keine Mitleidsbekundung wird Diana June ihr Kind jemals zurückbringen können. Sie beschließt ihren Abschiedsbrief resigniert: “Jetzt leben sie alle weiter und wir, unser Leben ist zerstört, wir wachen aus diesem Albtraum einfach nicht auf.”

    (jg)


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    Hund fährt alleine mit dem Zug – dann muss die Bundespolizei eingreifenDer

    • In Aachen musste die Bundespolizei anrücken, da eine Zugbegleiterin einen vierbeinigen Schwarzfahrer erwischt hatte. 
    • Der Hund war offenbar seiner Besitzerin entlaufen.

    In Eschweiler bei Aachen hat eine Zugbegleiterin die Polizei gerufen – wegen eines Fahrgarstes ohne gültigen Fahrschein. Die Beamten nahmen den Schwarzfahrer in Gewahrsam, heißt es in dem Polizeibericht. 

    Der Übeltäter: ein großer weißer Hund. Ohne Fahrkarte war er zuvor am Bahnhof in Langerwehe alleine in den Zug eingestiegen. Der Hund war seiner Besitzerin zuvor offenbar entlaufen. 

    Schwarzfahrer überzeugt die Polizei mit “Hundeblick”

    Nach dem Anruf wartete die Polizei dann am Eschweiler Hauptbahnhof auf die Bahn-Mitarbeiterin und den Hund. Die Beamten nahmen dann das Tier im Polizeiauto mit auf die örtliche Dienststelle. So berichten sie es in ihrem Bericht. 

    Durch die Hundemarke konnte die Besitzerin schnell ermittelt werden. Die sei beim Anblick ihres Vierbeiners sichtlich erleichtert gewesen. 

    Durch seinen “Hundeblick” konnte er die Beamten am Ende wohl davon überzeugen keine Anzeige zu erstatten. Im Polizeibericht heißt es: “Weil sich der niedliche Vierbeiner reumütig zeigte, sahen die Beamten von einer Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen ab. 

    (nsc)


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    Das WG-Zimmer wird im Stadtteil Berlin-Wedding angeboten.

    • Ein Berliner sucht im Stadtteil Wedding nach einem Mitbewohner.
    • Die Suche dürfte schwierig werden – denn die Ansprüche an den neuen Wohnungsgenossen sind außergewöhnlich umfassend. 

    Jährlich wächst Berlin um mehr als 40.000 Menschen. Gerade preiswerte WG-Zimmer in der einstmals vor preisgünstigen Wohnungen strotzenden Hauptstadt werden immer gefragter.

    Das Angebot von Ali auf der bekannten Zimmervermittlungsseite “WG-gesucht.de” klingt da ganz fair – zumindest auf den ersten Blick: 400 Euro Warmmiete kostet das 20 Quadratmeter große und vollständig möblierte Zimmer im zentralen Berliner Stadtteil Wedding.  

    Was dann allerdings in der Annonce folgt, ist die wohl längste wie auch ungewöhnlichste Anforderungsliste, die sich ein Wohnungssuchender nur vorstellen kann. 

    “Ich suche jemandem, den ich nicht kontrollieren muss!” 

    Es beginnt noch relativ harmlos: Die künftige Mitbewohnerin oder der künftige Mitbewohner sollte zwischen 30 und 50 Jahren sein. “Dies ist keine Party/Drogen-WG, sondern eine Erwachsenen-WG”, schreibt Ali.

    Er suche einen Mitbewohner, der nach dem Tag auf der Arbeit oder an der Uni die Ruhe zu Hause genießen wolle und diese zu schätzen wisse.

    Ali betont:

    “Ich suche nicht irgendjemanden (...) den ich kontrollieren muss, im Gegenteil! Ich suche jemanden, den ich nicht kontrollieren muss!” 

    Was folgt ist eine lange Liste an “Voraussetzungen”: So soll der künftige Wohnungsgenosse weder Techno, Trance noch Elektro-Musik hören, ausgeschlossen sind auch “Alkohol- und Drogen-Freaks” sowie “LÜGEN!!!”, wie Ali klarmacht.

    Er sei Raucher, das sollte natürlich auch nicht stören. Zudem möchte er weder Rassisten noch politische oder religiöse Fanatiker. 

    “Nur Heteros. Bitte!”

    Ali zählt weiter auf: 

    ► “Keine religiösen Personen, die regelmäßig beten oder ihren Glauben ausüben müssen, wollen”.
    ► “Keine depressiven, traumatisierten Menschen, die Antidepressiva nehmen oder aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden sind”.
    ► “Auch keine Kampfsportler, Boxer, Hiphopper und so weiter ...”

    Die Wunschliste schließt ab mit: “Nur Heteros. Bitte!”

    Wer das alles bisher erfüllt, sollte sich allerdings klar machen, dass die eigenen Freunde nur zu Besuch kommen dürfen, wenn sie Ali “sympathisch” sind – aber auch dann bitte “nicht regelmäßig”. 

    Die Anzeige endet mit einem Smiley. Und den Worten: “Danke und Viel Glück!”

    (jg)


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    • Der Winter hat Deutschland bald fest im Griff.
    • In den kommenden Tagen fällt viel Schnee – aber auch mit Blitzeis ist zu rechnen.
    • Im Video oben seht ihr, welche Regionen besonders betroffen sind.

    In der Nacht zum Donnerstag hat uns eisige Ostluft erreicht. Die Höchstwerte steigen kaum über null Grad, im beißenden Wind fühlt es sich noch kälter an.

    Dazu kommt es zu kräftigen Schneeschauern an der Ostküste.

    Der “Lake Effekt” bringt viel Schnee

    Diese werden am Donnerstag vom sogenannten “Lake Effekt” ausgelöst.

    Dabei streicht kalte Ostluft über die noch relativ warme Ostsee und saugt sich mit Wasser voll. Das führt zu starken Schneeschauern im Land. Dabei fällt zwar meist nur nasser Schnee, dafür aber viel.

    Lokal kann sich eine zentimeterdicke Schneedecke bilden, die rutschig werden kann. Schneeverwehungen soll es allerdings nicht geben.

    Sonst ist es meist bedeckt bei Werten von vier Grad in Hamburg und -1 Grad in München. Durch den kalten Ostwind wirkt es gefühlt aber kälter.

    Im Osten kann es leicht nieseln und in Sachsen leicht schneien. Auch in Bayern und Baden-Württemberg wird es leicht schneien. Richtung Alpen wird es freundlich bis sonnig.

    Am Freitag wird es sehr kalt 

    In der Nacht zum Freitag wird es sehr kalt. Überall fallen die Werte in den Frostbereich. In Freiburg wird es mit -6 Grad sehr kalt, an den Alpen sind sogar Tiefstwerte von -10 Grad möglich.

    In den Alpentälern können die Temperaturen ebenfalls auf bis zu -15 Grad fallen. Im Norden, Osten und Süden droht außerdem Straßenglätte – und es kommt immer wieder zu Nebel.

    Am Freitag lassen die Schneefälle irgendwann nach, doch es bleibt kalt. Nur am Rhein steigen die Temperaturen auf zwei Grad, sonst herrscht Dauerfrost. Der kalte Ostwind weht weiter.

    Am Wochenende kann es zu Blitzeis kommen

    Auch Samstag bleiben die Temperaturen im Minusbereich. In der Nacht wird es bitterkalt mit Werten von bis zu -15 Grad.

    Gefährlich wird es besonders am Sonntagmorgen. Im Westen setzt zunächst Schneefall ein. Doch im Laufe des Vormittags geht der Schnee in Regen über – und es droht Eisregen und Blitzeis.

    Das führt zu extremer Glätte auf den Straßen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten – auch für Fußgänger.

    (nmi)


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    Symbolbild.

    ► Eine 15-jährige Schülerin soll in einer Flüchtlingsunterkunft in Augsburg von mehreren Männern sexuell missbraucht worden sein.

    ► Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten, sitzen inzwischen fünf Afghanen in Untersuchungshaft.

    ► Die Ermittler hatten DNA-Proben von etlichen Bewohnern der Unterkunft sowie einer weiteren Einrichtung in Friedberg überprüft, um den Fall aus dem Juli aufzuklären.

    Was zum Tathergang und weiteren Tätern bekannt ist:

    Die 15-Jährige hatte damals nach Polizeiangaben einen zwei Jahre älteren Afghanen in der Unterkunft besucht und mit ihm gekifft. Später wurde sie hilflos von Passanten in der Stadt gefunden und in die Kinderklinik gebracht.

    Sie hatte den Angaben nach einen Filmriss, Untersuchungen ergaben den Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Der 17-jährige Afghane und ein 20-jähriger Landsmann sitzen seit einigen Monaten in Untersuchungshaft. Nach der DNA-Reihenuntersuchung kamen nun drei weitere Afghanen im Alter von 18 bis 20 Jahren dazu. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.


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    Der Ton in der deutschen Gesellschaft ist schärfer geworden – und das nicht erst seit den bundesweit für Entsetzen sorgenden Vorfällen in Chemnitz. Viele Menschen haben das Gefühl, dass eine Spaltung quer durch die Republik läuft. Die Grenzen des Sagbaren haben sich verschoben.

    In der neuesten Folge des Gut.Macher.Podcasts von FOCUS Online und der HuffPost haben wir uns gefragt, wie wir damit umgehen sollen. Um den Dialog innerhalb der Gesellschaft trotz verschiedener Vorstellungen aufrecht erhalten können.

    Der Bürgerrechtler, EX-CDU-Politiker und Theologe Frank Richter beschäftigt sich seit Jahren mit dieser Frage. Mehr noch: Er sucht das Gespräch. Sprach mit Pegida-Mitläufern, sogenannten Wutbürgern und Enttäuschten.

    Bürgerrechtler Richter will den Rand identifizieren, isolieren, ächten

    Er sagt:

    “Wir müssen die Anliegen dieser Menschen ernst nehmen. Die Politik hat zu lange weggehört, während die Gesellschaft auseinanderdriftet.”

    Sein Ziel:

    “Den Gefühlsstau auf den Straßen und in den sozialen Medien auffangen und die Emotionen versachlichen.”

    Das tat er unter anderem als Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (von 2009 bis 2016).

    Mehr zum Thema: Woher kommt all die Angst vor Flüchtlingen? Ein nächtlicher Streifzug durch Chemnitz

    Im Podcast erklärt er, wie das gelingen kann. Was es zu vermeiden gilt. Und wie wir mit Menschen umgehen, die sich dem Dialog entziehen. Denn hier wird Richter knallhart:

    “Wir müssen den Rand identifizieren, isolieren, ächten – dadurch stärken wir die bürgerliche Mitte.”

    Dass Dialog nicht immer gelingt, hat er als Bürgermeisterkandidat für die Stadt Meißen selbst erlebt. Er wurde zum Opfer rechter Kampagnen.

    Wie er damit umgeht, und was wir daraus lernen können, gibt es hier zum Anhören: 

    (ujo)


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    Der Name Trump ist nicht überall beliebt. 

    • Ein junger Amerikaner leidet unter seinem Nachnamen, der ihm viel Spott und Häme einbringt.
    • Warum? Er ist Namensvetter von US-Präsident Donald Trump.

    “Sie nennen ihn einen Idioten, sie bezeichnen ihn als dumm.” Das erzählte die Mutter des elfjährigen Joshua dem amerikanischen Sender ABC6

    Der Grund? Der Junge teilt sich, wie seine Mutter Megan, den Nachnamen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika: Trump.

    Mobbing gegen Trumps Namensvetter

    Dem US-Sender erzählte die Mutter, dass die Beleidigungen bereits anfingen, als Trump seine Präsidentschaftskandidatur startete. Und das obwohl sie und Joshua nicht mit Trump verwandt seien.

    Die Anfeindungen seien so schwerwiegend gewesen, dass Joshuas Eltern sich dazu entschieden, ihren Sohn aus der Schule zu nehmen und ihn künftig zu Hause zu unterrichten. Ein ganzes Jahr lang. 

    Joshua will künftig nicht mehr Trump heißen

    Doch fortan will Joshua Trump nicht mehr mit Donald Trump in Verbindung gebracht werden.

    Jetzt will er den Familiennamen seines Vaters, Bobby Berto, annehmen, um nicht weiterhin Mobbing-Opfer seiner Mitschüler zu sein

    Mutter Meghan sagte ABC6:

    “Joshua hasst sich selbst, er hasst seinen Nachnamen, und er ist die ganze Zeit traurig. Er will nicht weiterhin mit diesem Gefühl weiterleben, und als Elternteil ist das beängstigend.”

    Die Übeltäter wurden bestraft

    Mittlerweile wurden fünf von Joshuas Klassenkameraden für das Mobbing bestraft. Sie sollen sich bei dem Jungen entschuldigt haben, wie der Sender berichtete.

    (jg)


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    CSU-Vize und seit dem März im Staatsministerin für Digitalisierung: Dorothee

    • Das ist kräftig nach hinten losgegangen: Ein Journalist zog über die Digitalkompetenz von Dorothee Bär her.
    • Doch die Attacke ging vollends nach hinten los.

    Eigentlich ist Dorothee Bär als begeisterte Twitter-Nutzerin bekannt. In der Vergangenheit gehörte die CSU-Politikerin stets zu den aktivsten deutschen Politikern in den sozialen Netzwerken, immer wieder sorgten Tweets von Bär für Aufsehen:

    Mal scherzte sie über einen liegengebliebenen Zug. Da der allerdings wegen eines Notfalleinsatzes stoppen musste, kritisierten viele den Tweet als “geschmacklos”. Bär entschuldigte sich später.

    ► Ein anderes Mal beschwerte sich die CSU-Vize auf Twitter über die Deutsche Bahn – und zog unter anderem wegen ihrer Vergangenheit im Verkehrsministerium Spott auf sich.

    All das muss “Morgenpost Chemnitz”-Reporter Bernd Rippert entgangen sein.  Der tweetete am Mittwochabend einen Screenshot des vermeintlich verwaisten Twitter-Profils von Bär. Dort stand: Doro Bär habe noch nichts getwittert.

    Rippert schrieb dazu: “Digitalkompetenz in Deutschland in einem Bild.” 

    Sein offensichtlicher Vorwurf: Wer als Politiker nicht in den derzeit wichtigen sozialen Netzwerken aktiv ist, könne auch nicht die Digitalisierung Deutschlands voranbringen.

    “Digitalkompetenz will gelernt sein”

    Allerdings hatte der Journalist übersehen, dass die Staatsministerin gar nicht unter dem Namen “DorotheeBaer” twittert, sondern als “DoroBaer” in dem Kurznachrichtendienst aktiv ist – und das auch schon seit mehr als acht Jahren.

    Süffisant reagierte Bär deshalb auf die Kritik. Sie schrieb auf ihrem offiziellem Profil in Richtung Rippert: “Stimmt. Digitalkompetenz will gelernt sein ;-)”.

    Zahlreiche Nutzer hatten den Journalisten schon zuvor auf seinen Fehler aufmerksam gemacht. Doch der steht zu seinem Fauxpas – “löschen ist immer falsch”, twitterte er.

    (lp) 


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    • Eine englische Lehrerin hat einer Schülern ihre Kamera für ein Nackt-Fotoshooting geliehen.
    • Die Schule hat die Lehrerin nun entlassen.

    Die 46-jährige Britin Karen Hutchinson hat ihre Stelle als Kunstlehrerin an einer Schule im englischen Lincoln verloren, weil sie zwei Schülerinnen erlaubte, Nacktfotos für ein Kunstprojekt aufzunehmen, berichtet die britische Boulevardzeitung “Daily Star”

    Die Lehrerin hat Grenzen überschritten

    Sie lieh den beiden ihre Kamera und ließ sie in einer Abstellkammer der Schule allein, um ihnen zu ermöglichen, die Aktfotos ungestört aufzunehmen. Eine der beiden Schülerinnen war mit 17 Jahren jedoch noch minderjährig.

    Hutchinson sagte dem “Daily Star”, dass sie das nicht gewusst habe, räumte aber ein, ihre professionellen Grenzen überschritten zu haben.  

    Mehr zum Thema: Lehrerin schickt Schüler versaute Karte – doch die fällt in falsche Hände

    Die Fotos zeigen die Oberkörper der Schülerinnen und waren für ein Projekt über “die weibliche Form” gedacht. Sie sind Teil des Portfolios der 18-Jährigen. Die Lehrerin lud die Fotos von der Kamera auf ihren Computer und schickte sie den Schülerinnen per E-Mail zu.

    Hutchinson wurde daraufhin fristlos beurlaubt und verlor ihre Stelle als Leiterin der Kunst-Fachschaft der Schule.

    Bei einer Anhörung wurde Hutchinson die Weitergabe von Kinderpornografie vorgeworfen. Mit einem weiteren Verfahren muss sie jedoch nicht rechnen.

    “Ich muss eine Gabe aufgeben, die mir geschenkt wurde – andere zu lehren” sagte die 46-Jährige. 

    (ak)

     

     

     


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    Ein spanisches Hochzeits-Paar stand bei seiner Hochzeitsfeier plötzlich ohne Essen da. 

    • Ein Hochzeits-Paar aus Spanien ist Opfer eines Betrügers geworden. 
    • Das Paar hatte seine Feier bereits bezahlt, als der Caterer sich mit einer dreisten Masche aus dem Staub machte – ohne das Essen zu liefern. 

    Für viele ist die Hochzeitsfeier einer der schönsten Tage im Leben. Für das spanisches Ehepaar Adriana S. und Leonardo M. wurde er aber zum Albtraum.

    Der Grund: Der Caterer lieferte das bereits bezahlte Essen nicht. Stattdessen schrieb der Chef des Caterer-Unternehmens namens Jesus C. dem Paar Stunden vor der Feier eine E-Mail. In dieser ließ er Adriana und Leonardo im Glauben, plötzlich verstorben zu sein. Das berichtet die spanische Zeitung “El País”. 

    Caterer gaukelt eigenen Tod vor und streicht Geld ein

    Am Abend vor der Trauung sei der Sohn des Caterers noch persönlich vorbei gekommen und habe mit Kollegen das Festzelt aufgebaut. In der Nacht habe sich dann der Chef des Unternehmens mit dem Namen “Catering Módena” in einer E-Mail als eine andere Person ausgegeben und dem Paar mitgeteilt, dass er selbst und sein Sohn plötzlich bei einem Arbeitsunfall verstorben seien und das Essen nicht geliefert werden könne. 

    Das Paar versuchte verzweifelt, weitere Mitarbeiter des Catering-Unternehmens zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Die beiden stand somit ohne Essen da.

    Und das, obwohl es dem Caterer bereits 75 Prozent des Gesamtpreises für die Feier, knapp 1.500 Euro,bezahlt hatte.

    Der dreiste Schwindel ereignete sich im Jahr 2015. Das Paar zeigte den Caterer daraufhin wegen Betrugs an. 

    Richter urteilen: keine ausreichenden Beweise für Betrug

    Nun hat ein Gericht in Madrid über den Fall entschieden. Die Kläger forderten eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Das Ergebnis der Verhandlung: Der Caterer und sein Sohn werden nicht verurteilt.

    Der Grund: Die Richter beurteilten seine “Täuschung” nicht als Betrug. Sie sahen in ihrer Urteilsbegründung keine ausreichenden Beweise dafür. So berichtet es die spanische Zeitung, die die Richter wie folgt zitiert: 

    “Ein Betrug habe nicht stattgefunden, da dem Angeklagten durch sein Handeln selbst wirtschaftliche Kosten entstanden sind, indem er einen Teil der finanziellen Abmachung eingehalten hat.”

    Damit meinten die Richter das Festzelt, das das Unternehmen am Abend zuvor aufbauen ließ. Daher sei laut der Richter das Verhalten des Caterers nicht mit dem Ziel vereinbar, das Abkommen zwischen ihm und dem Paar zu brechen.

    Das Urteil dürfte für das Ehepaar dennoch unverständlich sein, da der Angeklagte bereits mehrere Verfahren wegen Betruges hinter sich hat und den beiden das Geld nie zurückzahlte. Das Paar hat die Möglichkeit, in Revision zu gehen.

    Sechs weitere Hochzeits-Paare soll der Caterer bereits so um ihr Geld gebracht haben, wie es “El País” berichtet. Die betrogenen Paare hatten mit Facebook-Seiten auf die Betrüger aufmerksam gemacht. 

    (ak)


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    Die US-Forschungsstation McMurdo. (Archivbild)

    ► Zwei Techniker einer US-Forschungsstation in der Antarktis sind bei einem Zwischenfall in einem Generatorengebäude ums Leben gekommen.

    ► Sie hätten Wartungsarbeiten am Feuerschutzsystem des Gebäudes ausgeführt, teilte die Wissenschaftsstiftung NSF am Mittwoch (Ortszeit) auf ihrer Webseite mit.

    ► Ein Hubschrauberpilot hatte im Vorbeifliegen Rauch aus dem Gebäude aufsteigen sehen und war gelandet, um der Sache nachzugehen. Er fand die beiden Techniker bewusstlos am Boden liegend.

    Was ihr noch über den Vorfall in der Antarktis wissen müsst:

    Ein Rettungsteam hatte einen der beiden Techniker noch am Unfallort für tot erklärt, der zweite starb später im Krankenhaus der McMurdo-Station. Der Vorfall werde noch untersucht. Angaben zur Unglücksursache gab es zunächst nicht.

    Die McMurdo-Station ist laut ihrer Webseite die größte Forschungsstation in der Antarktis. Dort leben und arbeiten in Stoßzeiten bis zu 1000 Wissenschaftler und Hilfskräfte. Geforscht wird dort unter anderem in den Bereichen Biologie, Geologie, Geophysik und Klima.

    Die 1955 von den Vereinigten Staaten errichtere Forschungsstation befindet sich in der Nähe des McMurdo-Sund der Antarktis. Diese Bucht ist nach einem britischen Marineoffizier benannt, der an der Expedition teilnahm, die das Gebiet erstmals 1841 kartografierte.

    Die Tageshöchstwerte im Dezember, inmitten des antarktischen Sommers, belaufen sich auf  durchschnittlich Minus 3 Grad Celsius. 

    Die US-Forschungsstation McMurdo aus der Luft.

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    SEK-Beamten ist ein peinlicher Fehler unterlaufen. (Symbolbild)

    • Ein Trupp schwer bewaffneter SEK-Beamter hat sich bei einer Razzia in der Hausnummer geirrt.
    • Statt eines gesuchten Rockers standen die Polizisten vor einer 88-Jährigen. Doch die Frau reagierte gelassen.

    Vergangenen Donnerstag ist SEK-Beamten bei einer Razzia in Lüdenscheid ein peinlicher Fehler unterlaufen: Eigentlich hatten sie nämlich vor einen Rocker festzunehmen.

    Doch die Polizisten irrten sich in der Hausnummer und standen um 6 Uhr morgens plötzlich im Schlafzimmer einer 88-jährigen Frau.

    Darüber berichtete die lokale Nachrichtenseite “come-on”.

    88-Jährige: ”Die waren erschrocken, dass ich ’ne alte Frau bin”

    Weil die Seniorin immer alle Zimmer abschließt, hätten die Beamten die Schlösser kurzerhand weggesprengt. Im Schlafzimmer angekommen, seien die Polizisten erstaunt gewesen. Das erzählte die 88-Jährige in einem Interview: 

    ”Ich bin morgens wach geworden von schrecklichem Lärm im Flur. Schon standen ein paar Mann von denen an meinem Bett und waren erschrocken, dass ich ’ne alte Frau bin.“

    Dr. Gerhard Pauli, Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte den Vorfall und sprach von einem “bedauernswerten Fehler”.

    Statt einer Razzia gab es erstmal Kaffee für die Polizisten

    Die 88-Jährige zeigte sich trotz des peinlichen Vorfalls von ihrer guten Seite und spendierte den Männern einen Kaffee:

    “Ich habe alle gefragt, ob sie Kaffee haben wollen. Ich habe Weihnachtsgeschirr auf den Tisch gestellt, dann haben wir erstmal Kaffee getrunken.

    Über den unangekündigten Besuch sagte die Frau: “Das darf nicht passieren, kann aber. Wir sind alle keine Engel.“

    Die 88-jährige Frau habe “tough” und “relativ gefasst” auf die SEK-Beamten reagiert, wie Dr. Pauli beschrieb. Den Schaden für die Türen übernehme die Staatsanwaltschaft.

    Wie es allerdings zu dem Irrtum der SEK-Beamten kommen konnte, ist derzeit noch nicht geklärt. 

    Übrigens: Direkt nach dem Kaffee ging es für die Polizisten dann zur richtigen Adresse, wo sie die gesuchte Person festnahmen.

    (nr) 


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    Die vier Hunde warten geduldig vor der Tür des Krankenhauses. 

    • Ein Obdachloser ist vor einigen Tagen in einem brasilianischen Krankenhaus eingeliefert worden. 
    • Alleine war er jedoch nicht: vier treue Gefährten warteten brav vor der Tür der Klinik. 

    Im brasilianischen Stadt Rio do Sul ist ein Obdachloser namens César in ein Krankenhaus eingeliefert worden – mit im Gepäck: vier Hunde.

    Die Tiere machten sich offensichtlich Sorgen um den Besitzer. Da Hunde in Krankenhäusern nicht erlaubt sind, warteten die Vierbeiner brav vor der Eingangstür der Klinik. Dabei entstand das einzigartige Foto. 

    Das veröffentlichte die Krankenschwester Cris Mamprin auf ihrer Facebook-Seite.Sie hatte zu der Zeit Dienst und war von der Geschichte des Mannes gerührt.

    Der Obdachlose steckt für seine Hunde zurück

    “Eine einfache Person ohne Luxus, die auf Hilfe angewiesen ist, um den Hunger, die Kälte, die Schmerzen und die Bosheit der Welt zu überwinden, hat die besten Begleiter bei sich”, schrieb Mamprin unter das Foto.

    Zwischen den Hunden und dem Obdachlosen sei die Liebe zu spüren. “Wenn man sie so an der Tür warten sieht, erkennt man, wie sehr sie geliebt werden”, sagte sie außerdem der Tierseite “The Dodo”.

    Die Krankenschwester unterhielt sich mit César und fand heraus, dass der Obdachlose ein hartes Leben auf der Straße führt. Trotz allem habe er beschlossen, seinen Hunden so viel wie möglich zu bieten.

    Deshalb stecke er laut Mamprin für seine Vierbeiner zurück. Oft habe er auf Essen verzichtet, um genug für die Tiere übrig zu haben. “Sie sind alle gut aufgehoben”, da ist sich die Krankenschwester sicher.

    Das Krankenhauspersonal zeigt Herz 

    Die Geschichte berührte Mamprin wohl so sehr, dass sie sich mit einigen Mitarbeitern der Klinik zusammenschloss. Nicht nur César sollte als Patient etwas zu Essen bekommen – auch die Vierbeiner wurden versorgt.

    “Er hat etwas gegessen und danach etwas aufgehoben, um es später den Hunden zu geben”, schrieb die Krankenschwester auf Facebook. 

    Nach einer Stunde Behandlung habe der Obdachlose die Klinik verlassen dürfen – an seiner Seite seine vier Hunde.

    (nmi)


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    Grundschullehrerin Marlou Hundertmark

    Marlou Hundertmark ist Grundschullehrerin in einem Brennpunktviertel in Hamburg. An ihrer Schule haben 80 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund – und Hundertmark weiß, dass viele von ihnen in ihrem Schul- und Berufsleben Schwierigkeiten haben werden. 

    Deswegen ist es ihr besonders wichtig, den Kindern ein starkes Selbstvertrauen zu vermitteln – dass das nicht immer einfach ist und wie sie selbst an schwierigen Situationen wächst, beschreibt sie in ihrem Text.

    “Wenn sich die Schulleistungen meines Sohnes nicht verbessern, muss ich ihn in unser Heimatland zurückschicken.”

    Diesen Satz spricht die besorgte Mutter einer meiner Grundschüler aus. Ich habe sie extra in meine Sprechstunde gebeten, weil ihr Sohn seit nunmehr zwei Jahren Schwierigkeiten macht – sowohl in meinem Unterricht als auch zwischen den Stunden:

    Er ist frech, laut, stört Mitschüler sowie Lehrer, schreibt schlechte Noten und hält sich nicht an Klassenregeln. Niemals zeigt er Elternbriefe zu Hause, er schlägt schwächere und kleinere Kinder auf dem Schulhof ins Gesicht und beleidigt Lehrer im Unterricht.

    Normalerweise stehe ich immer auf der Seite der Kinder. Aber in diesem Fall muss ich der Mutter zustimmen: Ich glaube, die Situation ist aussichtslos, ich vertraue dem Jungen nicht mehr. Vielleicht ist die Lösung, ihn in sein Heimatland zurückzuschicken.

    Mehr zum Thema: Für meine Familie wurde ich zur Last, für mich wurde meine Blindheit zur Chance

    Dies ist die Geschichte von dem Tag, an dem ich den Glauben in einen meiner Schüler verloren – und schließlich wiedergefunden habe.

    Denn ich finde, alle Kinder in Deutschland haben eine Chance verdient. Vor allem diejenigen, die negativ auffallen. Die Probleme haben. Die aus schwierigen Verhältnissen stammen.

    Kinder mit Migrationshintergrund haben schlechtere Bildungschancen

    Die Familie des Jungen stammt aus Algerien und ist vor einigen Jahren nach Deutschland gekommen. Kinder aus anderen Ländern sind an unserer Grundschule in einem Brennpunktviertel Hamburgs, wo ich als Lehrerin unterrichte, keine Seltenheit: Etwa 80 Prozent der Schüler haben einen Migrationshintergrund

    Statistisch gesehen haben diese Kinder eine schlechtere Chance, später ein Gymnasium zu besuchen und einen guten Schulabschluss zu machen: Laut einer PISA-Sonderauswertung aus dem Jahr 2015 haben 43 Prozent der im Ausland geboren Kinder sehr schwache Schulleistungen. Diese Quote ist fast zweieinhalb mal so hoch wie in anderen OECD-Ländern.

    Viele dieser Kinder kommen aus der Unterschicht und leben teilweise von Hartz IV.

    ► Einige von ihnen sind aus Ländern geflüchtet, in denen Krieg herrscht und mussten dementsprechend schon in sehr jungen Jahren traumatische Erfahrungen machen.

    ► Teilweise haben die Kinder zu Hause nicht die Möglichkeit, in Ruhe zu lernen, weil es dafür einfach nicht den Raum gibt. Auch können die Eltern, die selten fließend Deutsch sprechen, den Kindern oft nicht helfen, zum Beispiel beim Festigen von Grundkenntnissen wie dem Auswendiglernen des ABCs, oder dem gemeinsamen Lesen.

    Ich versuche den Kindern beizubringen, dass sie eine eigene Stimme haben

    Um an unserer Grundschule auch diese Kinder mit einzubeziehen und fördern zu können, muss ich ihnen eine größere menschliche Offenheit zeigen, als andere Grundschullehrer das vielleicht müssen. Dazu gehört auch, dass ich versuche, den Kindern viel Selbstbestimmungsrecht zu ermöglichen, damit sie wahrnehmen, dass sie eine eigene Stimme haben, die auch gehört werden soll.

    Mehr zum Thema: Erzieherin: “Ein muslimischer Junge hat mir gezeigt, was an Weihnachten wirklich zählt”

    In der Regel klappt das bei uns in der Schule sehr gut. Zum Beispiel halten alle Klassen der Schule parallel zueinander jeden Freitag einen eigenen Klassenrat ab, in dem wir Probleme besprechen: Dann wird eines der Kinder zum Präsidenten gewählt, der die Sitzung abhält; es gibt einen Protokollanten und einen Zeitmelder. Alle Anwesenden, inklusive mir, müssen sich melden, um sprechen zu dürfen.

    So lernen die Kinder, dass sie wahr- und ernstgenommen werden, dass sie wichtig sind. Wer aber seine eigene Stimme findet, wird auch hin und wieder aufmüpfig – ähnlich wie der Junge, von dem ich weiter oben berichtet habe.

    Und so sehr ich es unterstütze, dass Kinder sich selbst verwirklichen – wenn sie andere über längere Zeit hinweg in ihrer Entwicklung stören und sich selbst nicht verbessern, ist bei mir eine Grenze erreicht.

    Alle Kinder waren erschrocken, dass der Junge das Land verlassen sollte

    Meine Kollegen waren geschockt über meine Einstellung. Wie könnte ich es zulassen, dass der Junge vielleicht in ein paar Monaten schon Deutschland verlassen muss? Also habe ich beschlossen: Auch, wenn ich dem Jungen eigentlich keine Chance mehr geben möchte – vielleicht tun es die anderen.

    In einem Gespräch mit dem Jungen habe ich ihm klar und deutlich gesagt, dass ich ihm nicht mehr vertraue. Schriftlich habe ich mit ihm und seiner Mutter zwei Jahre lang dieselben Lern- und Verhaltensziele ausgearbeitet. Er zeigte keinen merklichen Besserungswillen, es gab keine besonders positiven Ergebnisse.

    Absprachen und Unterstützungshilfen von und mit Lehrerinnen waren ihm egal.

    Er sollte aber der Klasse von seinem Problem erzählen dürfen. Vielleicht finden die anderen Kinder eine Lösung für ihn, hab ich mir gedacht.

    Also haben wir mit allen Klassenkameraden eine Notfallsitzung einberufen – und siehe da: Alle Kinder waren erschrocken, dass der Junge das Land verlassen sollte, wenn er sich nicht bessert. Sie waren auch erschrocken über meine Haltung. Obwohl sie oft selbst von ihm genervt waren, war den Kindern bewusst, dass der Junge zu ihnen gehört – und das Problem nicht gelöst ist, wenn wir ihn einfach in ein anderes Land verfrachten.

    Deswegen haben die Kinder viele Lösungsvorschläge gebracht: Ein Kind hat angeboten, seinen Sitzplatz zu tauschen, damit der Junge neben den guten Schülern sitzen kann. Ein anderes Kind hat angeboten, ihn zu ermahnen, wenn er sich in der Pause daneben benimmt. Und so haben wir einen Fahrplan festgelegt: Jeden Tag ist nun ein anderes Kind dafür zuständig, sich um den Jungen zu kümmern und ihn zu unterstützen.

    Dabei habe ich gemerkt: Die Kinder haben genau das umgesetzt, was ich ihnen beibringen wollte – nämlich zu zeigen, dass sie wichtig sind. Dass sie eigenverantwortlich handeln können, auch, wenn eine andere Person, in diesem Fall ich selbst, sich gegen sie stellt. Dass sie ihre eigenen Lösungsvorschläge umsetzen können.

    Ich bin hier nicht die Retterin – die Kinder haben das allein geschafft

    Ich finde es wunderbar, sagen zu können: Ich bin hier nicht die Retterin. Das haben die Kinder allein geschafft.

    Und das gibt mir die Hoffnung, dass sie auch andere Hürden in Zukunft meistern werden. Dass sie sich trauen werden, Probleme anzusprechen und Antworten zu finden. Dass sie sich melden werden, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Dass sie dort, wo andere nur eine Mauer sehen, mit Diskussionswillen und konstruktiven Lösungsvorschlägen eine Treppe erkennen.

    Die Kinder in meiner Klasse haben verstanden, dass die Gesellschaft ein Puzzle ist und wir jeden Teil mitnehmen müssen – und werden hoffentlich auch in Zukunft für ihr eigenes Recht einstehen, auch mitgenommen zu werden.

    Denn die aktuellen Zahlen in Deutschland beweisen nun mal: Die meisten Kinder in meiner Klasse werden es aufgrund ihrer ausländischen Wurzelnund dem schwachen finanziellen Hintergrund später schwieriger haben in der Schule und im Beruf.

    Deswegen müssen sie den Mut finden, Verhältnisse zu hinterfragen. Und wir Lehrer wiederum müssen den Mut finden, unseren Vorurteilen nicht zu folgen. Zuzugeben, wenn wir mal nicht richtig liegen. Und ich finde es ganz toll hier in Deutschland, dass mich auch der (Hamburger) Bildungsplan darin ermutigt, diesen Dialog – vor allem mit den Kindern – zu führen.

    “Die Grundschule soll für die Kinder ein Ort sein, der von Zuwendung, Geborgenheit in der Gemeinschaft und von Achtsamkeit gegenüber dem anderen bestimmt ist.”

    Dieses Zitat stammt aus dem Hamburger Bildungsplan der Grundschule – und fasst meinen Auftrag treffend zusammen. Es ist ein gutes Gefühl, diesen ehrlich zu vermitteln.

    Was den Jungen angeht: Wir haben vereinbart, dass er, seine Mutter und ich uns Mitte Dezember noch einmal treffen und schauen, ob die Situation sich verbessert hat. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass – egal, wie es ausgehen wird für den Jungen – die Erfahrung der selbstverständlichen Solidarität und Unterstützung durch seine Klassenkameraden, seine Persönlichkeit berührt und gestärkt hat.

    Ich wünsche ihm sehr, dass das in ihm Halt und Selbstvertrauen wachsen lässt.

    Der Text basiert auf einem Gespräch zwischen Marlou Hundertmark und Agatha Kremplewski.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier.

    (ujo)


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    • Einige Todesfälle und zahlreiche verletze Menschen – das war die traurige Bilanz am Neujahrstag 2018.
    • Deshalb verbietet Hannover nun an Silvester Feuerwerke und Böller in der Innenstadt.
    • Was sich die Stadtverwaltung von dem Verbot außerdem verspricht, seht ihr im Video oben. 

    In knapp drei Wochen ist Silvester. Viele verbinden mit dem Neuhjahrstag vor allem das Feuerwerk und das Böllern. Allerdings sind Böller auch sehr gefährlich. Mehrere Tote, zahlreiche schwere Verletze – das war die traurige Bilanz am Neujahrstag 2018.

    Die Stadtverwaltung Hannover hat jetzt die Konsequenzen gezogen und die Innenstadt zur böllerfreien Zone erklärt, wie die “Bild” berichtet. 

    Auch andere Großstädte befaßen sich mit einem Verbot 

    Die “Abendzeitung-München” berichtet, dass auch die Bewohner der bayerischen Hauptstadt private Feuerwerke verbieten möchten. Der Leiter der Münchner Initiative Jürgen Schmoll äußert sich so:

    “Es ist ein Umwelt- und ein Tierschutzthema, aber auch ein soziales. Viele Menschen leiden wirklich darunter.”

    Sein Vorschlag: Böller weglassen und ein zentrales Großfeuerwerk von der Stadt planen lassen. So wäre ein kontrolliertes, aber auch sicheres, Feiern möglich.

    (nsc)


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    • Schlagersänger Willi Herren hat seine Frau nach einem Alkoholrausch krankenhausreif geschlagen, inzwischen bedauert er den Vorfall.
    • Im Video oben äußert sich seine Frau Jasmin zu dem Vorfall und ihrer gemeinsamen Zukunft.

    Sonntagnacht ist ein Streit zwischen Willi Herren und seiner Frau Jasmin Jenewein eskaliert.

    Der Schlagersänger soll nach einem Dreh ohne seine Ehefrau in einen örtlichen Strip-Club gegangen sein und sich dort vergnügt haben. Seine Frau tauchte dort wenig später jedoch ebenfalls auf. 

    Vor dem Club geriet die Situation dann außer Kontrolle. Jasmin Jenewein sei aufgebracht gewesen, stellte ihren Mann zur Rede und verpasste ihm eine Ohrfeige, berichtet die “Bild”-Zeitung.

    Daraufhin sei Willi Herren ausgerastet und habe seiner Frau zweimal ins Gesicht geschlagen. Jenewein musste mit einer blutigen Lippe in ein Krankenhaus gefahren werden und wurde dort behandelt. 

    Noch in derselben Nacht erstattete die Polizei laut “Bild” Anzeige gegen Herren. Er soll gegenüber den Beamten zwar stark alkoholisiert aber nicht aggressiv gewesen sein.

    Willi Herren meldet sich aus Entzugsklinik

    Inzwischen hat sich Willi Herren in eine Entzugsklinik begeben und bedauert den Vorfall:

    “Meine Frau machte mir vollkommen zu Recht eine Szene. Ich habe mich falsch verhalten und kann mich bei meiner Frau nur öffentlich entschuldigen.”

    Nun hat sich auch seine Frau geäußert. Sie wolle zu ihrem Mann stehen, doch die Zukunft ihrer Ehe lässt sie offen. Im Video oben erfahrt ihr mehr.

    (mf)


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    • In Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei gleich mehrere Angehörige einer libanesischen Großfamilie vernommen.
    • Ihnen wird vorgeworfen, im November Gäste eines Café angegriffen zu haben.  

    Die brutale Attacke in einem Gelsenkirchener Café liegt schon einige Wochen zurück, am Donnerstag hat die Polizei nun die Wohnungen der Tatverdächtigen durchsucht. 

    Am späten Abend des 23. Novembers betraten fünf Männer ein Café in der Gelsenkirchener Neustadt. Dort schlugen sie unvermittelt auf die Gäste ein und bedrohten sie mit einem Messer. Im Anschluss daran flüchtete die Gruppe. 

    Im Verlauf der Ermittlungen gelang es der Polizei vier Tatverdächtige zu identifizieren, die alle zu einer libanesischen Großfamilie gehören. Um Beweismittel sicherzustellen, erließt die Staatsanwaltschaft Essen Durchsuchungsbeschlüsse.

    Zufallstreffer in einer der durchsuchten Wohnungen

    Die Polizei durchsuchte daraufhin am Donnerstagmorgen die Wohnungen der Tatverdächtigen. Diese wurde im Anschluß daran vernommen und erkennungsdienstlich behandelt.

    Ein Tatverdächtiger störte die Maßnahmen derart heftig, dass er von den Einsatzkräften noch vor Ort festgenommen wurde. Zufällig traf die Polizei in einer der durchsuchten Wohnungen auch einen 17-jährigen weiteren Angehörigen der libanesischen Großfamilie, gegen den noch ein Haftbefehl aus einem anderen Verfahren bestand. Auch er wurde festgenommen.

    Wie Berlin haben auch zahlreiche Städte im Ruhrgebiet mit kriminellen Familien-Clans zu kämpfen. Gegen sie verfolgen die Behörden schon seit Längerem eine Null-Toleranz-Strategie.


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    Afghanische Sicherheitskräfte untersuchen am 29. November den Ort eines Selbstmordattentats in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Taliban-Rebellen hatten mit einen koordinierten Angriff eine Sicherheitsfirma attackiert.

    Jahrelang bestimmte der Syrien-Krieg die Schlagzeilen. Dann wendete sich die spärliche Aufmerksamkeit der Welt dem Leiden im Jemen zu. 

    Fast vergessen, wie schon seit Jahren: Der Krieg in Afghanistan

    Dabei ist der dortige Konflikt der mit Abstand tödlichste Krieg in diesem Jahr. Das zeigen die Daten des Armed Conflict Location & Event Data Project (ACLED), das die Todesopfer von Konflikten weltweit zählt. 

    ► Laut dem ACLED starben 2018 bis zu diesem Zeitpunkt über 44.600 Menschen bei Kampfhandlungen im Konflikt zwischen den Taliban, Terrorgruppen sowie der Regierung und ihren internationalen Verbündeten.  

    ► Im Jemen-Krieg gab es den ACLED-Daten nach in diesem Jahr mehr als 28.800 Kriegstote, in Syrien waren es mehr als 28.500. 

    Die Bedeutung dieser Zahlen, was sie für die Entwicklung in Afghanistan bedeuten und wie das deutsche Innenministerium und der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour auf sie reagieren – auf den Punkt gebracht.

    Was die hohe Zahl der Kriegstoten für Afghanistan bedeutet: 

    Schon im September hatten Experten des United States Peace Institute, der International Crisis Group und des Uppsala Conflict Data Program (UCDP) befürchtet, was nun die Zahlen des ACLED bestätigen: Kein Krieg in diesem Jahr war so blutig und tödlich wie der in Afghanistan

    ► Wohlgemerkt: Für Afghanistan bedeuten über 44.600 Kriegstote in einem Jahr das tödlichste Jahr seit Beginn des Krieges in dem Land in den 1980ern

    Die Gewalt im Land steigt seit Beginn des Jahrzehnts immer weiter an. Auch die Jahre 2016 und 2017 waren hinsichtlich der Zahl der Kriegstoten traurige Rekordjahre. 

    Hauptverantwortlich für die Eskalation des Kriegs in Afghanistan ist ein Wiedererstarken der Taliban. Die islamistische Miliz hat den Einfluss im gesamten Land durch brutale Angriffe ausgeweitet. Courtney Cooper, Afghanistan-Expertin bei der US-Denkfabrik Council of Foreign Relations, sagte unlängst der HuffPost:

    “Die afghanische Regierung kontrolliert den größeren Teil der Gebiete des Landes, doch die Taliban haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, gerade im ländlichen Raum die territoriale Kontrolle zu übernehmen. Sie halten den militärischen Druck auf die afghanische Regierung und die internationalen Verbündeten Kabuls extrem hoch.”

    Wie das Bundesinnenministerium auf die Rekordzahl von Opfern reagiert: 

    Trotz der hohen Zahl der Todesopfer und der unsicheren Sicherheitslage im Land schiebt Deutschland weiter afghanische Asylbewerber in ihr Herkunftsland. Von Dezember vergangenen Jahres bis zu Beginn des Monats waren es 425 Frauen und Männer, die zurück nach Afghanistan geflogen wurden. 

    Und das obwohl selbst das Auswärtige Amt in seinem Lagebericht zu Afghanistan von der “höchste Konzentration an bewaffneten Widerstands- und Terrororganisationen weltweit” schreibt. Von einer “komplexen Sicherheitslage”, die “Elemente terroristischer Gewalt”, “organisierte Kriminalität” und “lokale Stammeskonflikte” mit einschließe.

    Das Justizministerium funktioniert laut dem Auswärtigen Amt nur “eingeschränkt”; die humanitäre Lage wird als “schwierig” beschrieben. 

    Doch die Bundesregierung hält trotz des Berichts an den Abschiebungen fest. Konfrontiert mit den vom ACLED gesammelten Todeszahlen für das aktuelle Jahr teilt das Bundesinnenministerium der HuffPost mit: 

    Afghanistan ist kein ‘sicheres Herkunftsland’ im Sinne des §29a AsylG. Der aktuelle Lagebericht des Auswärtigen Amtes bestätigt die bisherige Einschätzung, dass die Sicherheitslage im Land weiterhin volatil ist und starke regionale Unterschiede aufweist.

     

    Für die betroffenen Menschen hängt die Sicherheitslage stark von individuellen Faktoren wie Herkunftsregion, ethnischer Zugehörigkeit, Konfession, Beruf und Geschlecht ab. Diese Faktoren werden bei der individuellen Einzelfallprüfung im Asylverfahren umfassend gewürdigt”

    Mehr zum Thema: Die Abgeschobenen: So geht es drei Afghanen, die Deutschland verlassen mussten

    Was der Grünen-Polititker Omid Nouripour im Afghanistan-Konflikt fordert:

    Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, kritisiert diese Auffassung der Bundesregierung scharf. “Dass seit dem Sommer auch gut integrierte Afghanen abgeschoben werden, macht einen fassungslos”, sagt Nouripour der HuffPost.

    Das Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) habe erst jüngst deutlich gemacht, dass es auch aus der afghanischen Hauptstadt Kabul keine “inländische Fluchtalternative” gäbe – das werde aber in Deutschland behauptet

    “Selbst der Lagebericht der Bundesregierung gesteht ein, dass eine Abschiebung für die Menschen nicht zumutbar ist”, bemerkt Nouripour. “Die Regierung tut aber genau das Gegenteil.” 

    Statt Abschiebungen fordert der Grünen-Politiker im Afghanistan-Konflikt, “dass es endlich von afghanischer und internationaler Seite ernstliche Bemühungen um einen Friedensprozess gibt”.

    Militärisch seien die Taliban nicht zu besiegen. Stattdessen brauche das Land nach jahrzehntelangem Krieg viel Unterstützung bei der Ausbildung von Sicherheitskräften, der Korruptionsbekämpfung und der Entwicklung der Wirtschaft.  

    (mf)


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