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Huffington Post Germany Athena

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    • Heidi Klum hat auf Instagram ein Foto gepostet, auf dem sie tiefe Einblicke gewährt. 
    • Der Post hat unter ihren Fans eine heiße Diskussion ausgelöst – wie ihr auch im Video oben seht. 

    Heidi Klum und ihr Freund Tom Kaulitz haben zusammen mit dessen Bruder Bill einen Weihnachtsmann besucht, genauer gesagt einen Weihnachtsmann-Darsteller. Von dem Besuch hat Heidi ein Foto schießen lassen, dass sie am Sonntag auf ihrem Instagram-Account postete. 

    Beim Betrachten des Fotos dürften die Augen einiger schnell auf Heidis Dekolleté gewandert sein. Der Grund: Heidis rechte Brust ist zur Hälfte zu sehen. 

    Da sie sich auf dem Foto nach vorne beugt, verrutscht ihre Bluse – für einige ihrer Follower Grund genug zur Aufregung. 

    Follower sind geteilter Meinung

    Vieler hinterlassen zahlreiche Kommentare unter dem Foto.

    Eine Nutzerin schreibt: “Totaler Busenblitzer würde ich mal sagen”. Ein anderer schreibt: “Der Busenblitzer ist ganz natürlich ein Versehen. Es ist ja nicht so, dass Heidi viel Aufmerksamkeit braucht.” 

    Andere verstehen die Aufregung über Heidis halb entblößte Brust nicht. Eine Nutzerin schreibt: “Mein Gott! Habt ihr noch nie eine Brust gesehen? Zumal man ja noch nicht mal eine ganze Brust sieht.”

    Und damit hat sie wohl auch nicht ganz Unrecht. Ob Heidi den Busen-Blitzer  auf dem Foto nicht bemerkt hat, oder er ihr einfach egal war, weiß wohl nur sie selbst. 

    (ame)


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    • Eine Mutter aus England erkennt in alltäglichen Dingen Herzen.
    • Ihre Entdeckungen postet sie auf Instagram.

    Die 42-jährige Emma Roberts aus dem englischen Formby sieht jeden Tag Herzchen – in Wolken, Blättern, Wasserflecken. Sie fotografiert die Herzchen und sammelt sie auf Instagram. 333 Herzen hat sie dort mittlerweile schon gesammelt.

    Jeden Tag etwas Schönes entdecken 

    Die Ursache für Roberts Herz-Sammlung ist jedoch tragisch. “Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war, kam sie zu früh auf die Welt, überlebte nicht und wir haben sie verloren”, sagte sie zur englischen Regionalzeitung “Liverpool Echo”.

    Roberts bekam schon nach der 21. Schwangerschaftswoche Wehen und verlor ihre Tochter Betsy am 12. Dezember 2012. 

    Mehr zum Thema: Den Tod erklären: Wie Kinder mit Trauer umgehen

    “Es war eine sehr dunkle und traurige Zeit und ich glaube, dass es schwer ist, durch denn Tag zu kommen, wenn man so einen riesigen Verlust hinter sich hat.”

    “Ich mache es nicht für die Likes”

    Seither habe sie versucht, jeden Tag etwas Schönes zu entdecken: Immer wieder seien ihr Herzen in alltäglichen Dingen aufgefallen.

    Auch ihre drei anderen Kinder sähen die vielen Herzen, sagte sie.

    “Die Herzen sind zu mir gekommen und ich unternehme nichts Besonderes, um sie zu finden.”

    Sie sammelt die Herzen seit einem Jahr auf ihrem Instagram-Account.

    “Ich mache es nicht für die Likes. Ich mache es, weil es mich tröstet”, sagte sie.

    (tb)


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    V.l.n.r.: Thomas Engelbrecht, Wibke Werner, Cherno Jobatey, Christoph Beck, Viviane Hülsmeier, Jochen Lang

    Das vernetzte Haus in der vernetzten Stadt soll Wohnen angenehmer, nachhaltiger und sicherer machen. Doch die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft hat ein ganz eigenes Dilemma.

    Intelligente Haushaltsgeräte, digitale Messdienste, Energieeinsparungen durch vernetzte Technologien oder mehr Sicherheit in der Wohnung – die Digitalisierung macht auch vor unserem Zuhause nicht Halt. Das smarte Heim ist als Zukunft des Wohnens in aller Munde, fast täglich entstehen neue Unternehmen mit innovativen Ideen. Wirklich angekommen ist die smarte Technologie in den deutschen Wohnzimmern allerdings noch lange nicht.

    Laut dem Online-Portal Statista gibt es in Deutschland 2018 etwas über 6,1 Millionen smarte Haushalte – das entspricht etwa 15 Prozent. Immerhin: Mindestens eine Smart-Home-Anwendung benutzen schon 36 Prozent der Deutschen, ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research. Die Renner sind demnach Produkte aus den Bereichen Energiemanagement und Unterhaltung – smarte Heizungen einerseits, smarte Lautsprecher andererseits.

    Das Berliner kommunale Wohnungsunternehmen Degewo will Vorreiter sein und hat einen eigenen Innovationspreis zum Thema smartes Wohnen ins Leben gerufen. Bei „Smart Up the City“ bekommt jedes Jahr ein junges Unternehmen die Chance auf einen Auftrag bei Degewo. Bei der diesjährigen Preisverleihung am 7. November im Telefónica Basecamp, wurde auch die Frage gestellt, warum die Vernetzung unserer Wohnungen zum smarten Zuhause eigentlich so langsam vorangeht.

    Ein spezifisches Dilemma der Branche

    Wie in (fast) allen anderen Bereichen der Gesellschaft, muss die Entwicklung digitaler Konzepte eine zähe Anfangsphase überstehen. „Digitalisierung war für uns lange ein eher zufälliges Thema“, erklärt Degewo-Vorstandsmitglied Christoph Beck. Große Wohnungsunternehmen wie das seine hätten aufgrund ihrer komplexen Struktur mit trägeren Entwicklungen zu kämpfen. Dagegen hätten kleinere Firmen oft nicht die Mitarbeiter, um große Digitalisierungsprozesse in Angriff zu nehmen. Laut Beck fehlt es auch an Geld für die staatliche Förderung von Smart-Home-Unternehmen.

    „Geld ist in Berlin nicht mehr das Hauptproblem, die Frage ist, wie es richtig verteilt wird“, entgegnet Jochen Lang von der Senatskanzlei. In Deutschland gingen Entwicklungen oft langsamer voran, weil vorher stets genau analysiert und reflektiert werde. Diese Genauigkeit sei auch eine Stärke, trotzdem steht für Lang fest: „Wir müssen schneller werden.“

    Viviane Hülsmeier:

    Viviane Hülsmeier vom Bundesverband Deutscher Startups plädiert für einen weiteren Blick auf smarte Wohnungen und Städte. Für sie bedeutet die Digitalisierung nicht nur die Ausstattung mit smarten Geräten und Software, sondern eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Konzeption, Planung und Bau von Städten.

    Das könne auch die Art und Weise unseres Zusammenlebens verändern, meint Hülsmeier. So habe sich das amerikanische Unternehmen WeWork zum Beispiel zuerst auf die Vermietung von Büroplätzen spezialisiert. Inzwischen vermittelt es aber Wohngemeinschaften – hat sich also vom Co-Working- zum Co-Living-Anbieter weiterentwickelt.

    Und dann gibt es noch das ganz eigene Dilemma der Wohnungswirtschaft, das die Anreize für Investoren in Sachen Smart-Home-Innovationen hemmt: „In smarte Technologien investieren muss der Vermieter, aber wer von ihnen profitiert, sind die Mieter“, bringt Beck es auf den Punkt.

    Die Angst vor hohen Mieten

    Gerade die aber haben im angespannten Wohnungsmarkt keine finanziellen Spielräume, um sich über technische Neuerungen in Küche, Bad und Wohnzimmer zu freuen. Aufgeschlossen gegenüber innovativen Wohnideen sind laut Wibke Werner vom Berliner Mieterverein viele, doch die Angst vor Mietsteigerungen sei allgegenwärtig. „Nicht sanierte Häuser sind die beste Mietpreisbremse“, beschreibt Werner das Problem. Die Grundhaltung der meisten Mieter laute: „Hauptsache wir können es uns noch leisten.“

    Ähnlich sieht das Thomas Engelbrecht von der Zeitschrift Immobilien vermieten & verwalten: „Sie können jede Bude vermieten heutzutage“, sagt der Immobilienexperte. Kein Mieter käme auf die Idee zu sagen: „Die Wohnung nehm’ ich nicht, da ist die Heizungsmessung nicht digitalisiert.“

    Gebäudewartung per Drohne

    Der Sieger des „Smart Up the City“-Preises hat ein Konzept entwickelt, das am Dilemma der Wohnungsbranche ansetzt. Das Start-Up Airteam Roof Inspector möchte das Leben von Vermietern oder Hauseigentümern leichter machen. Die Idee: Per Drohne werden aus der Luft präzise Scans von Dächern, Balkonen und Fassaden erstellt. Schäden können laut Airteam zentimetergenau erkannt und dann frühzeitig beseitigt werden. Wohnungseigentümern werden so aufwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten erspart.

    Glückliche Sieger: Airteam Roof Inspector

    „Das Konzept ist besonders innovativ und Degewo kann es bei seinen Gebäuden toll anwenden“, sagt Jurymitglied Nikolai Roth vom Bundesverband Deutscher Start-Ups bei der Preisverleihung. Als Pilotprojekt will Airteam ein Gebäude des Wohnungsunternehmens aus der Luft scannen. Die Entscheidung sei dennoch ein absolutes Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen, so Roth.

    Den zweiten Platz teilen sich die vier weiteren Finalisten: Zu ihnen gehören das Unternehmen Big Box Berlin, das Seecontainer zu Wohnmodulen umbaut, ebenso wie die Software von Ener-IQ, die Heizungen in Echtzeit überwacht. Das Start-Up Diconnex erstellt Visualisierungen von kompletten Gebäuden und ermöglicht damit die digitale Begehung. Storebox möchte private Lagerräume im näheren Wohnumfeld, beispielsweise auf leerstehenden Gewerbeflächen, zur Verfügung stellen. Bis sich herausstellt, welche Konzepte in Sachen intelligentes Wohnen langfristig funktionieren, dürfte es – dank der besonderen Voraussetzungen in der Immobilienbranche – etwas länger dauern.


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    • Polizei-Hauptkommissar Arno Helfrich zeigt, wie schnell und wie geräuschlos Einbrecher sich Zugang zu eurer Wohnung verschaffen können.
    • Im Video oben erklärt er, auf was ihr bei eurer Haustüre achten sollte und wie ihr eure Türe am besten einbruchsicher macht.

    Mit Beginn der dunklen Winter-Jahreszeit steigt auch die EinbruchsgefahrOft gelingt es Einbrechern innerhalb weniger Sekunden Fenster und Türen zu öffnen. Polizei-Hauptkommissar Arno Helfrich erklärt, auf was ihr besonders achten sollte.

    Die größte Schwachstelle einer Türe sei die Schraube im Schließzylinder, die den Zylinder mit der Tür verbinden, so der Polizeibeamte. Ist die geschlossene Tür nicht zusätzlich abgeschlossen kann ein Einbrecher den Schließzylinder unter Zug bringen und so die Schraube brechen.

    Der Polizeibeamte empfiehlt hochwertige Schlösser

    Danach können beide Teile des Schlosses links und rechts der Schraube nach außen weggezogen und nach innen geschoben werden. Arno Helfrich empfiehlt hochwertige Schlösser mit guten Schrauben einzubauen. Hier lohnt es sich also, beim Schloss nicht an Geld zu sparen.

    Mehr zum Thema: Einbrecher erklärt, wie ihr euch am besten schützen könnt

    Abschließen der Tür ist essentiell wichtig

    Das Abschließen ist auch aus einem anderen Grund sehr wichtig: Der Türfalz lässt sich leicht mit einer Karte überwinden. Gibt es keinen weiteren Riegel der die Tür verschließt, kann mit einer Kreditkarte ohne große Mühe und beinahe geräuschlos in die Wohnung eingebrochen werden.

    Auch abgeschlossene Wohnungstüren sind nicht immer sicher. Vor allem bei älteren Wohnungstüren sind die Türangeln oft schwach. Diese lassen sich dann bei größerem Druck von außen eindrücken. Die Angeln können zudem mit Werkzeugen wie einem Brecheisen aufgebrochen werden.

    Zur Vorbeugung rät Arno Helfrich Sicherheitsschlösser anzubringen. Denn nur so ist eure Wohnungstür vor ausgefuchsten Einbrechern sicher. Außerdem sind die Sicherheitsschlösser auch von außen sichtbar und schrecken Einbrecher eher ab.

    (nsc)


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    Im Video oben kündigt May die Verschiebung der Brexit-Abstimmung im Unterhaus an.

    ► Die britische Premierministerin Theresa May hat die für Dienstag geplante Abstimmung über den Brexit verschoben. Es hatte sich abgezeichnet, dass es im britischen Unterhaus keine Mehrheit für ihren Deal zum EU-Austritt gibt.

    ► May erklärte am Montagnachmittag, die Ablehnung ihres Deals liege vor allem am sogenannten “backstop”. Damit ist eine Lösung gemeint, die eine feste Grenze zwischen Nordirland und Irland in jedem Fall ausschließen würde.

    ► Konkret sieht der “backstop” vereinfacht gesagt vor, dass Großbritannien nach dem Brexit Teil der EU-Zollunion bleibt, bis eine Grenzregelung gefunden ist. Kritiker bemängeln: Großbritannien müsste sich mit Mays Brexit-Deal weiter an EU-Regeln halten, habe aber kein Mitspracherecht mehr.

    ► May sagte, sie wolle in den kommenden Tagen zusätzliche Versicherungen der EU einholen. Aus Brüssel heißt es derweil, es werde keine Nachverhandlungen geben.

    Wie es weitergeht:

    Dass May 320 der 639 stimmberechtigten Abgeordneten auf ihre Seite bringt, ist momentan höchst unwahrscheinlich. Derzeit sind laut Berichten über 340 Abgeordnete gegen Mays Brexit-Plan.

    Scheitert Mays Brexit-Deal im Parlament, muss sie entweder noch einmal abstimmen lassen – oder es braucht einen Plan B.

    Die HuffPost UK hat mögliche Szenarien zusammengestellt, wie es weitergeht:


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    Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn steht am Eingang der Stuttgarter Synagoge.

    Es sind Sätze, die Furcht einflößen. Sie stammen von Jüdinnen und Juden, die in Europa leben:

    ► “Die Menschen haben aufgehört, sich schämen, dass sie heutzutage Rassisten und Antisemiten sind. Und das tut mir weh.” (Polen)

    ► “Ich habe wirklich Angst um die Sicherheit meines Kindes, das eine jüdische Schule besucht. Jeden Tag frage ich mich, ob ich ich ihn auf eine andere Schule schicken soll.” (Belgien)

    ► “Meine größte Sorgen sind die ‘alternativen’ Medien (...). Dort werden rassistische und antisemitische Beleidigungen sowie krude, absurde, oft antisemitische, Verschwörungstheorien verbreitet.” (Deutschland)

    Die Zitate stammen aus einer am Montag veröffentlichten Studie, bei der die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) europaweit mehr als 16.000 Jüdinnen und Juden befragte. Die Ergebnisse der weltweit größten Umfrage zeigen, dass sich ihre Situation deutlich verschlechtert hat.

    “Es ist erschütternd festzustellen, dass Antisemitismus in der EU Jahrzehnte nach dem Holocaust weiter zunimmt”, erklärt FRA-Direktor Michael O’Flaherty. Er forderte die Mitgliedstaaten zum Handeln auf. “Jüdinnen und Juden haben das Recht, frei, ohne Hass und ohne Angst um ihre Sicherheit zu leben.“ 

    Die Ergebnisse der Umfrage – auf den Punkt gebracht.

    Wie weit verbreitet Antisemitismus in Europa ist:

    Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung in der Europäischen Union hat laut einer Studie das Gefühl, dass der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen hat.

    Rund 90 Prozent der Befragten aus zwölf Ländern sind der Meinung, dass Antisemitismus in ihrem Land zunimmt. Ebenfalls rund 90 Prozent halten antisemitische Äußerungen insbesondere im Internet für ein Problem, und 70 Prozent erfahren Antisemitismus im öffentlichen Raum, in den Medien und in der Politik. 45 Prozent bezeichneten Antisemitismus als ein “sehr großes Problem”. 

    Zu den gerade im Internet verbreiteten antisemitischen Vorurteilen zählen laut der FRA-Studie Aussagen wie “Israelis benehmen sich wie Nazis gegenüber den Palästinensern”, “Juden haben zu viel Macht” und “Juden nutzen die Opferrolle im Holocaust für ihre eigenen Zwecke aus”.

    “Die Ergebnisse zeigen, dass Antisemitismus in der Öffentlichkeit präsent ist, dabei werden negative Klischees wiederholt und eingeprägt”, heißt es in der Studie.

    ► Wo es besonders schlimm ist: Frankreich – 65 Prozent der befragten Jüdinnen und Juden bezeichneten Antisemitismus als ein “sehr großes Problem”. 

    ► Wie schlimm es in Deutschland ist: 43 Prozent der Befragten bezeichneten Antisemitismus als ein “sehr großes Problem”. 

    Woher der Hass gegen Juden kommt:

    Auffällig ist – wie schon andere Studien gezeigt haben – dass Antisemitismus keine alleinige Einstellung des rechten Rands ist.

    Zu den häufigen Täter-Gruppen zählten Menschen mit extrem muslimischen Einstellungen (30 Prozent), gefolgt von Menschen aus der eher linken Szene (21 Prozent), Arbeits- oder Schulkollegen (16 Prozent), Menschen aus dem Bekanntenkreis (15 Prozent) und Personen mit eher rechtsextremen Ansichten (13 Prozent). 

    ► Wo es besonders schlimm ist: Polen – 32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönlich mitbekommen haben, wie andere Juden innerhalb der vergangenen zwölf Monaten verbal oder physisch attackiert wurden.

    ► Wie schlimm es in Deutschland ist: In Deutschland nahmen 20 Prozent der Befragten antijüdische Attacken war.

    Hass und Gewalt gegen Juden in Europa: 

    40 Prozent der Befragten machen sich laut Studie Sorgen, dass sie in den nächsten Monaten Opfer eines gewalttätigen Angriffs aufgrund ihrer Religion werden könnten. Tatsächlich passiert ist das in den vergangenen zwölf Monaten laut der Studie nur zwei Prozent der Befragten.

    Fast jeder Dritte ist darüber hinaus belästigt oder beleidigt worden, wobei diejenigen am stärksten betroffen waren, die als jüdisch zu erkennen sind. Aus der Erhebung geht hervor, dass die Schauplätze für Antisemitismus vor allem das Internet und die Sozialen Medien sind.

    ► Wo es besonders schlimm ist: Deutschland – 41 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb des vergangenen Jahres antisemitisch bedroht worden zu sein. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre wurden sogar 52 Prozent der Befragten Opfer von antisemitischen Drohungen. 

    Wie die einzelnen Länder mit Antisemitismus begegnen:

    Viele Juden melden die Schikane gar nicht der Polizei, wie die FRA-Studie zeigt. “Antisemitismus scheint in der Gesellschaft so tief verwurzelt zu sein, dass regelmäßige Belästigungen für die Befragten zum Alltag geworden sind”, heißt es in einer Mitteilung der FRA. 80 Prozent derer, die solche Erlebnisse hatten, seien weder zur Polizei noch zu sonstigen Organisationen gegangen.

    Grund dafür sei oft der fehlende Glaube, dass sich durch eine Anzeige etwas ändern würde. Viele fanden die Bedrohung oder Belästigung laut Organisation auch nicht ernsthaft genug, um sie zu melden.

    Diese Erkenntnisse ähneln stark denen aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der Agentur über Schwarze in Europa. Auch in dieser Gruppe melden demnach die wenigsten Opfer von Diskriminierungen die Vorfälle – unter anderem, weil sie der Polizei nicht vertrauen oder Angst vor ihr haben.

    ► Wo es besonders schlimm ist: Polen – Nur 7 Prozent der Befragten erklärten, dass die polnische Regierung Antisemitismus effektiv bekämpft. 

    ► Wie schlimm es in Deutschland ist: In Deutschland gaben 22 Prozent der Befragten an, dass der Kampf Bundesregierung gegen Antisemitismus effektiv ist.

    Wie die Umfrage erstellt wurde:

    Die Ergebnisse der EU-Agentur für Grundrechte basieren auf einer Online-Umfrage, die zwischen Mai und Juni 2018 in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Lettland, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden, Spanien und Ungarn durchgeführt wurde.

    In diesen Staaten leben laut FRA mehr als 96 Prozent der jüdischen Bevölkerung in der EU. Die Antworten aus Lettland konnten aufgrund zu weniger Teilnehmer und Problemen bei der Vergleichbarkeit nicht berücksichtigt werden.

    Die Umfrage richtete sich an Menschen, die sich selbst auf Grundlage ihrer Religion, Kultur oder aus anderen Gründen als jüdisch einstufen würden. Das Mindestalter lag bei 16 Jahren. 

    Hass und Gewalt gegen Juden – auf den Punkt gebracht:

    Bereits Ende November hatte eine Umfrage offenbart, wie weit Antisemitismus und Unwissen über den Holocaust in Europa verbreitet sind.

    Die nun veröffentlichte Auswertung der Antworten von tausenden Jüdinnen und Juden zeigt, wie massiv und nahe alltäglich die Folgen für sie sind. Angesichts der Grauen der Vergangenheit sollten die Ergebnisse nicht nur eine Mahnung sein, sondern auch zu vermehrten Maßnahmen gegen Antisemitismus.   

    Mit Material von dpa.


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    Alles im ReTuna-Einkaufszentrum ist wiederverwertet.

    Cato Limås strahlt vor Glück. In der Hand hält er eine weiße Papiertüte voller Spielzeug und Porzellan-Souvenirs. Er und seine Freundin haben diese Sachen für ihr neugeborenes Baby ausgesucht.

    Die beiden sind vor knapp einer Stunde im ReTuna Einkaufszentrum angekommen, das sich in einem zweistöckigen Gebäude am Stadtrand von Eskilstuna befindet. Die schwedische Kleinstadt liegt an einem Fluss und liegt  ungefähr 120 Kilometer westlich von Stockholm.

    “Es macht Spaß, Dinge zu entdecken, die andere Leute bereits benutzt haben und die wir jetzt weiterverwenden können”, sagt Limås. Zum Beweis packt er eine ungewöhnliche Sparbüchse in Form einer Kuh aus. “Die Dinge, die hier verkauft werden, sind so gut wie neu. Warum sollte man also etwas Neues kaufen?”

    Limås und seine Freundin sind zum ersten Mal hier. Das Paar hat die 90-minütige Autofahrt von seinem Wohnort aus in Kauf genommen, nachdem Limås das Einkaufszentrum zufällig in einem YouTube-Video entdeckt hatte.

    99 Prozent des Hausmülls wird in Schweden recycelt

    Bisher haben die beiden für ihre Einkäufe insgesamt knapp 7 US-Dollar ausgegeben. Das seien “in etwa” die Kosten für einen Kaffee und eine schwedische Zimtschnecke, lacht Limås. Er weist jedoch auch darauf hin, dass es ihm nicht in erster Linie ums Geld gehe.

    Cato Limås und seine Freundin.

    “Es geht um Ressourcen. Dinge wiederzuverwerten, ist einfach eine gute Sache”, erklärt er mit Nachdruck.

    Schweden ist schon lange für seine Bemühungen um Nachhaltigkeit bekannt. Die Schweden recyceln mehr als 99 Prozent des normalen Haushaltsmülls –wobei 50 Prozent dieses Mülls zur Energiegewinnung verbrannt werden.

    Den Müll zu trennen und ihn in Wohnanlagen in verschiedene Container zu werfen oder bei Recycling-Stationen abzugeben, gehört für die meisten Schweden bereits seit den 1980er-Jahren zur wöchentlichen Routine.

    Seit einiger Zeit ist jedoch auch die Nachfrage nach Bioprodukten enorm angestiegen. Außerdem erfreut Urban Gardening sich wieder einer zunehmenden Beliebtheit. Darüber hinaus hat Schweden ein Gesetz erlassen, das festlegt, wie das Land bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden will.

    “Obwohl den Menschen Nachhaltigkeit durchaus am Herzen liegt (...), konsumieren wir noch immer zu viel. Wir leben weit über unseren Verhältnissen” Rosanna Endre, Greenpeace

    In der heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft muss das nordische Land jedoch genauso gegen die Auswirkungen von Massenkonsum ankämpfen wie alle anderen Länder auch.

    Laut einem aktuellen Bericht des World Wildlife Fund (WWF) würden wir 4,2 Planeten brauchen statt nur einem, wenn die ganze Welt so konsumieren würde wie die Schweden.

    “Obwohl den Menschen Nachhaltigkeit durchaus am Herzen liegt (...), konsumieren wir noch immer zu viel. Wir leben weit über unseren Verhältnissen”, erklärt Rosanna Endre, eine Projektleiterin für Greenpeace Schweden. “Wir veranstalten ja noch immer den Black Friday.”

    Erstes Einkaufszentrum der Welt, das den Fokus auf nachhaltiges Einkaufen legt

    ReTuna feierte vor kurzem seinen dritten Geburtstag. Das Einkaufszentrum wurde entwickelt, um auf lokaler Ebene eine Lösung gegen den steigenden Konsum zu finden.

    Eskilstuna sollte durch die Aktion als “grünes Vorbild” für andere schwedische Städte beworben werden. ReTuna ist das erste Einkaufszentrum auf der Welt, das seinen Fokus auf nachhaltiges Einkaufen legt. Betrieben wird es von einem städtischen Energieunternehmen.

    Bislang sind in vielen Städten Secondhand-Läden überall im Stadtgebiet verteilt. Das Einkaufszentrum bringt stattdessen verschiedene Nischengeschäfte unter ein Dach. Dadurch soll den Kunden umständliche Weg ersparen und sie dazu bringen, weniger online shoppen zu müssen

    Mehr zum Thema: Supermarkt beweist, dass es komplett ohne Plastik-Verpackungen gehen kann

    Fast alle der angebotenen Waren stammen aus öffentlichen Spenden. Sie werden von Bewohnern der Stadt direkt zur Annahmestelle des Einkaufszentrums gebracht, das direkt neben der größten Recycling-Anlage von Eskilstuna liegt.

    Angestellte von ReTuna sortieren anschließend ähnliche Gegenstände in die Lagerbereiche der 11 Geschäfte des Einkaufszentrums ein. Zu diesen Läden gehören unter anderem ein Möbelausstatter, ein Fahrradgeschäft und ein Buchladen.

    Wer einen Laden eröffnet, verpflichtet sich auch, keinen Müll zu produzieren

    “Ich habe eine eigene Liste mit Dingen, die ich für meine Läden brauche. Darauf steht beispielsweise Keramik. Wenn also eine Kiste mit Geschirr abgegeben wird, stellt man sie mir in meine kleine Abteilung”, erklärt Maria Larsson, die die Läden für Haushaltswaren und Pflanzen leitet.

    Maria Larsson in ihrem Laden

    Larsson hat gerade den kompletten Vormittag damit verbracht, die neu angekommenen Waren in der riesigen Betonlagerhalle zu durchsuchen.

    Gegenstände, von denen sie glaubt, dass man sie nicht mehr verkaufen kann, legt sie für andere Läden zur Seite – wie beispielsweise angeschlagene Glasvasen, die man noch zur Aufbewahrung von Blumen in der Schaufensterdekoration verwenden könnte.

    Als ich dann von ReTuna erfahren habe, bin ich 600 Kilometer zurück nach Hause gezogen. Ich habe meinen Job und alles aufgegeben, nur um diesen Laden eröffnen zu können. Maria Larsson, Ladenbesitzerin

    “Wenn man hier einen Vertrag [zum Betrieb eines Ladens] unterzeichnet, verpflichtet man sich auch zu unserem Vorhaben, keinerlei Müll zu erzeugen. Denn genau das wollen wir erreichen. Natürlich funktioniert das nicht immer, doch wir bemühen uns wirklich sehr darum”, erklärt Larsson, während sie eine rote Kaffeetasse inspiziert.

    Die 27-jährige Maria Larsson gehört zu den 50 Mitarbeitern, die in dem Komplex beschäftigt werden. Sie ist in Eskilstuna aufgewachsen. Bevor sie sich ihrer neuen Rolle widmete, hat sie als Gärtnerin in Südschweden gearbeitet.

    Das Einkaufszentrum schafft auch Arbeitsplätze für Einwanderer

    “Ich liebe Second-Hand. Alles, was ich habe, stammt aus zweiter Hand – sogar meine Katzen! Als ich dann von ReTuna erfahren habe, bin ich 600 Kilometer zurück nach Hause gezogen. Ich habe meinen Job und alles aufgegeben, nur um diesen Laden eröffnen zu können.” 

    Das Einkaufszentrum engagiert sich auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen für Einwanderer, die zum ersten Mal in den schwedischen Arbeitsmarkt hineinschnuppern wollen.

    Wir retten die Umwelt, wir schaffen Arbeitsplätze und wir bieten Produkte für Menschen mit einem geringen oder mittleren Einkommen an. (…) Für mich ist das eine eindeutige Win-Win-Situation. Amjad Al Chamaa, Ladenbesitzer

    Viele der Läden nutzen ein nationales Programm, das die Gehälter von neu hinzugezogenen Einwanderern für bis zu zwei Jahre subventioniert. Darüber hinaus bietet das Einkaufszentrum auch Weiterbildungsmaßnahmen für Erwachsene im Bereich designbasiertes Recycling an.

    Im Eröffnungsjahr 2015 lag der Umsatz bei ungefähr 275.000 US-Dollar. Im Jahr 2017 ist er bereits auf 1,12 Millionen US-Dollar angestiegen.

    “Wir retten die Umwelt, wir schaffen Arbeitsplätze und wir bieten Produkte für Menschen mit einem geringen oder mittleren Einkommen an. (…) Für mich ist das eine eindeutige Win-Win-Situation”, findet der 34-jährige Amjad Al Chamaa.

    Amjad Al Chamma verkauft alte Elektrogeräte.

    Er wurde in Syrien geboren und leitet jetzt einen Laden, in dem alte Elektrogeräte verkauft und Reparaturdienstleistungen angeboten werden. 

    ReTuna setzt einen Nachhaltigkeits-Trend, der auch in den USA und Finnland aufgegriffen wird

    Obwohl ReTuna das erste Einkaufszentrum dieser Art ist, entstehen weltweit immer mehr solcher Einrichtungen. Die Konsumenten sollen dazu angeregt werden, nicht immer alles sofort neu kaufen und Gegenstände, die sie nicht mehr brauchen, zu spenden.

    ► Das knapp 2.000 Qaudratkilometer große ReUse Center in Ann Arbor im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan gehört zum Beispiel zu den größeren Initiativen in den USA. Dort werden vor allem gebrauchte Haushaltsgeräte sowie Baumaterialien und Gartengeräte verkauft.  

    ► In Finnland hat kürzlich eine Kette großer Second-Hand-Märkte namens Kierrätyskeskus eröffnet, in denen neben Möbeln und Elektroprodukten auch Gebrauchsgegenstände wie Bücher und Textilien verkauft werden.  

    Das Problem ist, dass viel zu wenige Produkte tatsächlich in Secondhand-Läden landen. Denn heutzutage wird vieles in so minderwertiger Qualität produziert, dass es keiner mehr in einem Gebrauchtwarenladen weiterverkaufen will. Rosanna Endre, Greenpeace

    Umweltschützern diskutieren jedoch, inwiefern sich solche Initiativen angesichts der weltweit profitorientierten Massenproduktion auf lange Sicht positiv auswirken können.

    “Das Problem ist, dass viel zu wenige Produkte tatsächlich in Secondhand-Läden landen. Denn heutzutage wird vieles in so minderwertiger Qualität produziert, dass es keiner mehr in einem Gebrauchtwarenladen weiterverkaufen will”, sagt Rosanna Endre von Greenpeace Schweden. 

    Endre ist der Meinung, dass stärkere Bemühungen von Seiten der Politik und der Industrie nötig wären. Es müsse mehr darauf geachtet werden, dass Unternehmen Produkte herstellen, die man leicht reparieren oder wiederverwerten könne.

    Ziel muss sein: Das Konzept von Wegwerfprodukten abzuschaffen

    “In vielen Köpfen herrscht die Vorstellung, dass man unbedingt immer neue Sachen kaufen muss. Die Unternehmen müssten diese Idee verändern und andere Wege finden, um damit Geld zu verdienen”, so Endre.

    Andere Non-Profit-Organisationen gehen das Problem direkt an. Eine davon ist das Institut Cradle-to-Cradle, das von dem US-amerikanischen Architekten William McDonough und dem deutschen Chemiker Michael Braungart gegründet wurde.

    Das Institut bietet Open-Source-Bildungsprogramme für Unternehmen in den USA und in Europa an, die auf der Suche nach Materialien und Techniken sind, mit denen sie nachhaltige Konsumgüter herstellen können, die einen langfristigen Wert haben.

    “Ziel ist es, das Konzept von Wegwerfprodukten abzuschaffen und stattdessen erneuer- und recycelbare Produkte zu entwickeln”, erklärt Thijs Maartens, der als Senior Engagement Manager für die Organisation tätig ist.

    Maartens gibt jedoch zu, dass es eine Weile dauern könne, bevor sich auf dem Massenmarkt etwas bewegen werde.

    Das Geschäft mit Secondhand boomt 

    “Wir versuchen noch immer herauszufinden, welche Voraussetzungen [erforderlich wären], um eine effiziente nachhaltige Kreislaufwirtschaft aus der Sicht von Herstellern und Produktion realisieren zu können”, erklärt Maartens. “Im Moment ist es also auf gewisse Weise ein Vertrauensvorschuss.” 

    In der Zwischenzeit entwickeln sich Projekte wie ReTuna in Eskilstuna immer besser. Das liegt vor allem daran, dass es vielen Menschen Spaß zu machen scheint, dort einzukaufen.

    Das schwedische Einkaufszentrum baut gerade einen neuen Lagerbereich auf. Auf dem bisherigen Gelände soll Platz für weitere Läden geschaffen werden. Und in vielen anderen Gemeinden in verschiedenen Teilen des Landes sind bereits ähnliche Projekte in Planung.

    “Man hat nicht den Eindruck, auf einen Flohmarkt zu gehen. Es fühlt sich eher so an, als würde man in ein schickes Geschäft gehen, in dem man schnell fündig wird”, berichtet die 40-jährige Kundin Terese Nordqvist. Sie lebt zwar 400 km von dem Einkaufszentrum entfernt, doch sie schaut regelmäßig dort vorbei, wenn sie ihre Eltern in Eskilstuna besucht.

    “Es ist gut für die Umwelt und man kann nie wissen, welche Schätze man dort entdeckt.”

    Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost USA und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt und angepasst.

    (ujo)


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    Egal, ob auf Windows- oder Apple-Geräten: Das Office-Paket von Microsoft zählt zu den meistgenutzten Büroanwendungen und ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Mit Office 2019 wird erstmals seit über drei Jahren wieder eine Kaufversion angeboten, die im Gegensatz zu Office 365 keine monatlichen Gebühren nach sich zieht. Wir zeigen Ihnen, welche Neuerungen Sie erwarten.

    Microsoft Office 2019 mit lebenslanger Lizenz

    Auf dem Software-Markt wurde in den vergangenen Jahren die klassische Kaufoption verstärkt von Mietmodellen abgelöst: Statt das Produkt einmalig zu bezahlen und es prinzipiell auch ohne Internetverbindung (offline) dauerhaft verwenden zu können, muss man bei einigen Unternehmen auf cloudbasierte Abo-Dienste zurückgreifen.

    So vertreibt zum Beispiel Microsoft die beliebte Büro-Suite seit geraumer Zeit unter dem Namen Office 365 vorrangig als Ein-Jahres-Lizenz, die nach Ablauf mittels eines neuen Schlüssels verlängert werden kann. Dafür erhält der Nutzer aber stets die aktuellste Version, Feature-Updates und Extras wie einen ein Terabyte großen Cloudspeicher.

    In Office 2019 hat Microsoft nun alle Funktionen der zurückliegenden drei Jahre gebündelt, die seit der letzten Kaufversion (Office 2016) ausschließlich für den Abo-Dienst erschienen sind.

    Zur Auswahl stehen momentan die beiden Pakete “Home & Student 2019” mit den Programmen Word, Excel, PowerPoint und OneNote sowie “Home & Business 2019”, das zusätzlich die E-Mail-Software Outlook enthält. Access und Publisher sucht man in beiden Fällen leider vergeblich; diese bleiben vorerst den Abonnenten von Office 365 vorbehalten.

    Wer darauf verzichten kann, der spart mit den Kaufversionen allerdings bares Geld: Die Anschaffungskosten der Office-Dauerlizenz haben sich für einen Einzelanwender nach wenigen Jahren amortisiert. Möchte man die Software hingegen auf mehreren Geräten parallel nutzen und/oder mit anderen Personen teilen, ist das Abo-Modell Office 365 über einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum die günstigere Lösung.

    Microsoft Office 2019 Home & Student - mit Dauerlizenz

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    Das ist neu in Microsoft Office 2019

    Die Einsatzgebiete bzw. Grundfunktionen der jeweiligen Office-Programme sind wohl hinlänglich bekannt, weshalb wir sie im Nachfolgenden nicht näher erläutern - Word für die Textverarbeitung, Excel für die Tabellenkalkulation, PowerPoint zur Erstellung von Präsentationen und Outlook als E-Mail-Software.

    Wie bereits erwähnt, haben die Anwendungen allerdings auch einige Neuerungen erfahren. Übergreifend wurde vor allem die Stifteingabe für Geräte mit Touchscreen-Display verbessert. Zudem gibt es ein schwarzes Theme bzw. einen Dark Mode, der vor allem Abends die Augen schont und so einer frühzeitigen Ermüdung vorbeugt.

    Im Einzelnen enthalten Word und Outlook nun jeweils einen Fokus-Modus. Damit soll der Nutzer weniger durch andere Programme oder Mitteilungen abgelenkt werden. So filtert zum Beispiel Outlook unwichtige E-Mails und behält diese im Hintergrund.

    Excel wiederum bietet jetzt zusätzliche Funktionen zur Datenanalyse sowie ein weiter verbessertes PowerPivot-Feature für anspruchsvolle Datenmodelle. Der Software PowerPoint hat Microsoft zum einen eine optimierte Zoom-Funktion und zum anderen den “Morphen”-Übergang spendiert, mit dem Sie eine nahtlose Bewegung von einer Folie zur nächsten animieren können. Zu guter Letzt wartet Office 2019 allgemein mit einer neuen Text-to-speech-Funktion auf.

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    So viel kostet Microsoft Office 2019

    Gegenwärtig gibt es das neue Office-Paket nur in zwei Versionen: Das für Studenten und Familien konzipierte “Home and Student” zum Preis von 129,99 Euro sowie “Home and Business”, das für den Einsatz zu Hause oder bei der Arbeit bestimmt ist - diese Ausführung kostet 249 Euro. Beide lassen sich jeweils nur auf einem PC (ab Windows 10) oder Mac installieren, während die Office-365-Lizenz zum Teil für mehrere Geräte respektive Nutzer gilt.


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    Volkert Ruhe hat eine Karriere als Drogenbaron hinter sich. Er saß deshalb für acht Jahre im Gefängnis Santa Fu in Hamburg. Heute ist er ein erfolgreicher Sozialunternehmer und hilft kriminellen Jugendlichen. Oben im Video erzählt er, was er während seiner Zeit hinter Gittern gelernt hat. In seinem Blog beschreibt er, was ihm in seiner schwersten Zeit den Mut gegeben hat, seinen Platz in der Gesellschaft wiederzufinden. 

    Als ich verhaftet wurde, ist meine Welt auseinander gebrochen. Zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich ans Aufgeben. 

    Vorher habe ich das nie getan. Nicht, als mein Vater mich, als ich noch klein war, mit dem Messer attackiert und misshandelt hat. Nicht, als ich mit 15 von Zuhause weggelaufen bin und zwei Jahre auf der Straße gelebt habe. Auch nicht, als ich mit 35 als Drogenschmuggler gearbeitet habe und schließlich dabei erwischt wurde. 

    Doch als ich alleine in meiner Zelle saß und nichts zu tun hatte, da habe ich ans Aufgeben gedacht. 

    Ich hatte Suizidgedanken. 

    “Was ist mein Leben jetzt noch wert?”, fragte ich mich. Ich wurde zu 13 Jahren Knast verurteilt, weil ich Drogentransporte von Südamerika nach Deutschland durchgeführt und Schmuggler ausgebildet habe. Interpol hat mich in Panama verhaftet. Jetzt werde ich im Knast abgestochen oder zusammengeschlagen, dachte ich. 

    Vielleicht hätte ich wirklich versucht, mich umzubringen 

    Vielleicht hätte ich wirklich versucht, mich umzubringen, wenn nicht mein Zellen-Mitbewohner gekommen wäre. Das Gefängnis war überbelegt, also sollten wir uns eine Zelle teilen. Das war meine Rettung. 

    Es ist ironisch, dass ausgerechnet ein anderer Mensch meine Rettung war. Denn eigentlich war ich immer der Ansicht gewesen, niemanden zu brauchen, alles alleine bewältigen zu können. Ich hatte mich getäuscht. 

    Mein Mitbewohner machte mir Mut. Wir erzählten uns von unseren Sorgen und er klärte mich über das Leben im Knast auf. Er sagte mir, auf was ich achten und wie ich mich verhalten sollte, um eventuell früher rauszukommen. 

    Das hat mein Denken verändert. Ich habe gemerkt: Ich bin zwar gefangen, aber ich kann hier immer noch etwas tun. Also habe ich im Knast Schulabschlüsse nachgeholt und ein Fernstudium als Gasthörer gemacht. Ich habe sehr viel gelesen, auch das hat mich verändert. 

    Mir war klar, dass es so nicht weitergehen kann. Mein Leben ist noch nicht vorbei, machte ich mir bewusst. Ich kann immer noch etwas aus mir machen, bevor es zu spät ist.

    Heute sorge ich dafür, dass es Jugendlichen besser geht als mir

    Mein Erzeuger ist irgendwann besoffen von der Treppe gefallen und erfroren. Ich wollte es besser machen, etwas Sinnvolles mit meinem Leben anfangen. Wegen sogenannter guter Führung durfte ich das Gefängnis schließlich nach acht statt nach 13 Jahren verlassen. Gemeinsam mit anderen Ex-Häftlingen habe ich eine Organisation gegründet: Gefangene helfen Jugendlichen. 

    Wir bringen junge straffällige Leute mit Häftlingen zusammen, die ihnen erzählen, wie es im Knast wirklich ist. Denn viele kriminelle Jugendliche haben aus Serien und Filmen eine völlig unrealistische Vorstellung von dem Leben in Haft. Es ist nicht so cool, wie es sich anhört. 

    Ich spreche viel mit ihnen, erzähle ihnen meine Lebensgeschichte und mache ihnen dadurch Mut. Fast 40 Prozent der Jugendlichen, die sich an unsere Organisation wenden, kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen. Ich weiß, wie schwer das ist und kann mich deshalb gut in in ihre Lage hineinversetzen. 

    Ich verändere das Leben der Jugendlichen, aber sie verändern auch meines. Oft fließen bei unseren Kursen auf beiden Seiten Tränen, weil ihre Schicksale mich an mein eigenes erinnern.

    Ich möchte, dass alle wissen: Es ist möglich, da rauszukommen 

    Einige von ihnen habe ich ihre halbe Kindheit lang durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie begleitet. Oft fragen sie mich auch viele Jahre später noch um Rat. 

    Einer, der mir besonders ans Herz gewachsen ist, hatte, seit er 14 war, große Probleme mit Drogen und mit seinem Elternhaus – wie ich damals. Ich habe mich häufig und intensiv um ihn gekümmert, ihn über alle Stationen seines Drogenentzugs hinweg begleitet. 

    Dank der Hilfe hat er seinen Schulabschluss geschafft und sogar einen super Ausbildungsplatz im Metallhandwerk bekommen. Mittlerweile macht er eine zweite Ausbildung zum Schiffsmechaniker. Seine Geschichte berührt mich, vor allem aber, dass er nun auch privat glücklich ist. 

    Es zeigt mir erneut: Es ist möglich, da rauszukommen. 

    Mein Tipp an alle mit Problemen: Versucht nicht alleine, sie zu lösen. Ihr seid nicht allein. Es gibt genug Menschen, die euch helfen können. Volkert Ruhe, Ex-Häftling

    Mein Tipp an alle Menschen mit Problemen ist: Versucht nicht, sie alleine zu lösen. Es gibt immer Menschen, die euch helfen können und wollen. Ihr seid nicht allein. 

    Übrigens auch nicht an Weihnachten. Jugendlichen, die nicht wissen, wo sie an Weihnachten hinsollen, steht mein Haus offen. Wenn am 20. oder 21. Dezember mein Telefon klingelt und mir junge Leute sagen, sie seien an Heiligabend ganz allein, lade ich sie unter meinen Tannenbaum ein. Es wäre nicht das erste Mal, dass wir zusammen feiern.

    Allgemein würde ich mir wünschen, dass die Menschen vielleicht nur die Hälfte des Geldes für Weihnachtsgeschenke ausgeben und sich für den Rest in den Dienst der guten Sache stellen. 

    Mir gibt das eine viel größere innere Zufriedenheit, als irgendwelche unnötigen Geschenke, die am Ende doch nur in der Ecke herumliegen. Ich hätte es in meiner Karriere als Drogenschmuggler nicht für möglich gehalten, aber: Anderen zu helfen, erfüllt mich mit mehr Glück als alles andere. 

    Das Gespräch wurde von Amelie Graen aufgezeichnet.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier. 

    (lp)


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    Die Cyber-Monday-Woche ist gerade erst verklungen, schon läutet Amazon die nächste Rabattaktion ein: Vom 6. bis 21. Dezember 2018 könnt ihr bei den Last-Minute-Blitzangeboten günstig die letzten Weihnachtsgeschenke kaufen. Als kleines Extra gibt es zweimal am Tag besonders starke Deals, die um bis zu 70 Prozent im Preis reduziert sind - aber nur solange der Vorrat reicht.

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    Neben den ganzen Echo-Lautsprechern gehörte der Fire TV Stick auch dieses Jahr zu den Dauerbrennern von Amazons Cyber-Monday-Woche. Wer die Angebote im November verpasst hat und/oder in jedem Raum Zugriff auf die beliebtesten Streaming-Dienste wünscht, bekommt bei Amazon aktuell zwei Sticks zum Sonderpreis von 49,98 Euro.

    Standardmäßig kostet ein Stick allein bereits 39,99 Euro. Ihr spart beim Amazon-Angebot also satte 30 Euro. Um auf den Gesamtpreis von 49,98 Euro zu kommen, müsst ihr zwei Fire TV Sticks in den Warenkorb legen und wie gewohnt mit dem Bestellprozess fortfahren - der Rabatt wird im letzten Schritt (vor der Bestätigung respektive Bezahlung) automatisch von der Summe abgezogen. Wie lange die Aktion läuft, ist nicht bekannt. Interessenten sollten sich aber besser beeilen.

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    Unterhaltung pur mit Prime Video, Netflix und vielem mehr

    Natürlich beschränkt der Fire TV Stick das Unterhaltungsangebot nicht auf die Amazon-eigenen Dienste Prime Video und Music. Drittanbieter à la Netflix und Maxdome sowie die TV-Mediatheken von ARD, ZDF, ARTE und der ProSiebenSat.1-Sendergruppe sind ebenfalls mit von der Partie.

    Webbrowser wie Silk oder Firefox dürfen natürlich ebenso wenig fehlen. Insgesamt erhält der Nutzer direkten Zugang zu über 9.000 Apps, Spielen und Alexa Skills. Hierfür verfügt der Stick über einen 8 GB großen internen Speicher.

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    Nur für kurze Zeit: DAZN oder Waipu.tv 3 Monate gratis

    Seit Ende November läuft noch eine andere Aktion bei Amazon: Wer sich dieses Jahr einen Fire TV Stick kauft und ihn bis 31. Dezember 2018, 23:59 Uhr über sein Amazon-Konto registriert, kann den Sport-Streaming-Dienst DAZN oder den IPTV-Service Waipu.tv ganze drei Monate lang kostenlos nutzen. Normalerweise kosten diese 9,99 Euro pro Monat. 

    Amazon Fire TV Stick: Mehr als nur Streaming

    Der Amazon Fire TV Stick kann prinzipiell an jedes Anzeigegerät mit HDMI-Eingang angeschlossen werden - ganz egal, ob Fernseher, Monitor oder Projektor. Dank der kompakten Abmessungen von 85,9 x 30 x 12,6 Millimetern eignet er sich auch hervorragend für unterwegs wie zum Beispiel auf Geschäftsreisen oder im Urlaub.

    Die Stromversorgung erfolgt über ein handelsübliches Micro-USB-Kabel, welches - samt entsprechendem Netzteil - im Lieferumfang enthalten ist.

    Mitgeliefert wird außerdem die Alexa-Sprachfernbedienung, mit der sich der Stick per Stimme steuern lässt. Er versteht zum Beispiel Befehle wie “Starte Netflix” oder “Fünf Minuten nach vorne springen”. Außerdem können Sie Musik abspielen, Restaurants in der Nähe suchen und vieles mehr - Sie müssen nur danach fragen.

    Selbstverständlich funktioniert all das aber nur bei bestehender Internetverbindung über das integrierte WLAN-Modul oder den optionalen Ethernet-Adapter. Entsprechend vernetzt interagiert der Amazon Fire TV Stick sogar mit Smart-Home-Geräten wie Lampen, Lichtschaltern und Thermostaten.

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    Übrigens: Wenn ihr einen Ultra-HD-Fernseher besitzt, ist der Fire TV Stick 4K womöglich die bessere Wahl. Dieser bringt es auf eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln inklusive HDR und Dolby-Atmos-Sound, während der klassische Stick maximal eine Ausgabequalität von 1080/60p unterstützt. Allerdings kostet die 4K-Version derzeit 59,99 Euro (pro Stück).


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    Es gibt Musiker, denen wird in Deutschland nachgesagt, sie hätten Mauern zu Fall gebracht. 

    Und es gibt einen Musiker, der könnte von sich behaupten, eine Regierung zu Fall gebracht zu haben. Matthias Moosdorf heißt dieser Mann. Er kommt aus Leipzig und spielt Cello.

    Wenn Moosdorf nicht gerade Mozart interpretiert, was ihm laut “Spiegel” internationale Anerkennung einbrachte, interpretiert er internationale Abkommen.

    Denn der 53-Jährige ist der Kopf hinter einer länderübergreifenden Kampagne gegen den UN-Migrationspakt, der am Montag in Marrakesch von über 160 Staaten angenommen wurde – und an dem am Wochenende die belgische Koalition zerbrochen war.

    Der Sachse, der für die AfD arbeitet, wurde zum Dirigenten einer stürmischen Sinfonie, die auch im Bundestag erklang. Und die – geht es nach ihm – auch nach der Zustimmung von Marrakesch noch nicht ihren letzten Satz erreicht hat.

    Der HuffPost sagte er am Montag: “Der Global Compact For Migration ist nur ein Werkzeug zur Umsetzung einer bestimmten Doktrin. Es gibt weitere und wir haben schon wieder etwas sehr Interessantes gefunden.”

    Moosdorf findet “Trigger-Worte”

    Moosdorf arbeitet akribisch – hinter den Kulissen.

    Er ist Mitarbeiter des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hebner. Politisch spielt der Star-Cellist also bewusst die zweite Geige. Im Januar allerdings gelingt ihm und seinen Kollegen ihr bislang wohl größter Coup.

    Im Arbeitskreis für Europäische Angelegenheiten entdecken sie ein Thema auf der Tagesordnung, das nicht zur Diskussion kommen soll. Es steht auf der sogenannten B-Liste. 

    “Der Tag hat nur 24 Stunden. Die reichen bei Weitem nicht für all das, was da aus Brüssel reingeschwemmt wird”, erklärt Moosdorf. Der “Globale Pakt zur Migration” soll vom Ausschuss also nur zur Kenntnis genommen. Eine Debatte ist nicht vorgesehen.

    Moosdorf und eine Kollegin, die Juristin Martina Böswald, wittern ihre Chance. Sie heben das Thema auf die A-Liste. Der HuffPost sagt er: “Globaler Pakt für Migration: Das sind so viele Trigger-Worte, das wir sofort erkannt haben, dass wir unbedingt darüber sprechen müssen.”

    So habe das Team vom Frankfurter AfD-Mann Hebner angefangen, sich mit dem Pakt zu beschäftigen. Zu dieser Zeit ist der noch in der Ausarbeitung – und in Deutschland kaum jemandem ein Begriff.

    Unter dem Vorsitz Deutschlands und Marokkos treffen sich Diplomaten, Politiker und diverse Interessengruppen im Rahmen von mehreren Veranstaltungen in Wien, Rabat, Genf und Berlin.

    Würde man in diesen Tagen aber auf der Straße nach dem Vorhaben fragen, wäre die Reaktion wohl höchstens Achselzucken.

    So baut die AfD ein internationales Netz auf

    Im Mai beginnt Moosdorf, sich international zu vernetzen.

    Erste Gespräche “mit Österreich, Polen, Italien” notiert er in einer Chronologie, die er zur “Deutungshoheit” über den Migrationspakt erstellt hat. Der Musiker mit der auffallenden Lockenpracht erstellt Power-Point-Präsentationen, schreibt erste Gastbeiträge in rechten Medien. 

    Gleichzeitig beginnt die AfD damit, auf lokaler Ebene über den Pakt zu informieren. In den Kreisverbänden wird der Plan der UN auf die Tagesebene gehoben, so bringt die Partei schnell eine beträchtliche Basis gegen das Vorhaben in Stellung – viele Monate bevor die Bundesregierung erkennt, dass es Unbehagen in der Bevölkerung gibt.

    So fehleranfällig die junge rechte Partei in ihrer Arbeit in den Parlamenten oft noch scheint, so professionell orchestriert wirkt ihr Vorgehen um Umgang mit dem Migrationspakt.

    Moosdorf erzählt: Am Anfang habe ihn dabei vor allem Neugier getrieben. 

    “Das Dokument soll ja nicht rechtlich bindend sein, trotzdem steht dort immer wieder ‚wir verpflichten uns‘. Also haben wir ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, inwieweit der Pakt bindend ist. Wir standen dabei in Kontakt mit Gruppen in anderen Ländern, die dasselbe auch mit Völkerrechtlern aus ihrem Land gemacht haben.”

    Daraus sei ein reger Austausch entstanden “und es kamen immer mehr Informationen zusammen“.

    Alles geht über seinen Schreibtisch

    Alle Enden laufen bei Hebners Mitarbeiter zusammen.

    Fast alles, was die AfD zum Migrationspakt herausgibt, geht über seinen Schreibtisch. Wohl auch ein umstrittenes Video, das im Sommer die Runde macht.

    Darin montiert die Partei zweifelhafte Aussagen (etwa: Der Pakt sorge für eine Gleichstellung von Migranten und Flüchtlingen) neben reißerische Bilder junger afrikanischer Männer. Dazu ein apodiktisches Fazit: “Die Souveränität der Staaten wird in Migrationsfragen abgeschafft.”

    Über die Kritik an konkreten Passagen des Textes schießt die Partei hier schon bewusst hinaus – sie paraphrasiert. 

    Moosdorf aber beteuert trotzdem: “Wir haben uns immer bemüht, dass alles sehr sachbezogen ist, haben abgewogen und immer wieder auch Formulierungen abgeschwächt. Wir wollten nicht uns nie zu Aussagen hinreißen lassen, die nicht haltbar sind.”

    Die Kritik der Medien – glaubt er – bestätige nur, dass mit dem System grundsätzlich etwas im Argen liege. Er spricht von “Arroganz”, von “Beschwichtigung” – und von “Betrug”. 

    “Abkommen von oben an den Menschen vorbei”

    Aber was macht Moosdorf, den begnadeten Cellisten, eigentlich so wütend?

    Es wäre wohl so einfach wie falsch, ihm rassistische Motive zu unterstellen, wenn er über die afrikanische Überbevölkerung doziert. Eher – so scheint es – geht es ihm um die Frage, wie Demokratie zu funktionieren hat.

    In der Bevölkerung, da ist er fest überzeugt, würde es nie und nimmer eine Zustimmung für den Pakt geben. Er spricht von einer Ablehnungsquote um die 95 Prozent. Insa kommt derweil auf andere Zahlen: Ein Drittel dafür, ein Drittel dagegen, ein Drittel unentschlossen.

    Doch es ist die Erfahrung der Vergangenheit, die Moosdorf über so etwas hinwegblicken lässt: “Das kennen wir schon von TTIP oder dem Gender-Mainstreaming. Wo es früher zwischenstaatliche Verträge gab, die von der Bevölkerung getragen wurden, gibt es nun Abkommen, die von oben – an den Menschen vorbei – implementiert werden.“

    Vor allem nach Österreich findet er mit dieser Schelte für das Establishment Zugang. Hier stimmt die populistische FPÖ in der Regierung neue Töne an, hier verleiht die EU-Ratspräsidentschaft der Causa einen offiziösen Unterbau.

    Regierungen finden keine Antwort

    Der “Spiegel” berichtet: Hebners Team knüpft Kontakte bis in die FPÖ-Spitze zu Parteichef HC Strache. Über den Umweg des EU-Parlaments sammeln die Österreicher Unterstützer für Moosdorfs Ansinnen in vielen rechtspopulistischen Fraktionen des Kontinents.

    Die Medien des Landes machen mit.

    Der FPÖ-nahe “Wochenblick” versucht den Druck auf die Regierung in Wien zu erhöhen. Die Zeitung schreibt: 

    “Angesicht der Brisanz dieses Abkommens formiert sich jetzt Widerstand: Eine überparteiliche Plattform aus Aktivisten und Einwanderungskritikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz rufen zum Stopp des Paktes auf.”

    Gemeint ist damit die Petition des Identitären-Aktivisten Martin Sellner, mit dem auch die AfD bereits auf allen Kanälen wettgeifert. 

    Ein Keil zwischen Institution und Bürger

    Auch das führt wohl zu Moosdorfs großem Coup: Österreich lehnt am 31. Oktober den Pakt ab – eine Blaupause für Populisten überall in der Welt. Etwa in Brüssel, wo die rechte Partei N-VA im Streit über den Pakt aus der Koalition aussteigt.

    Es sind Kräfte, die den Pakt nicht aufhalten können, aber ihn durchlöchern.

    Viel entscheidender: Sie haben das oft so blinde Vertrauen in die internationale Diplomatie in Zweifel gezogen. Und weder die UN, noch die nationalen Regierungen haben darauf eine Antwort gefunden. Das hämmernde Tempo der rechten Kampagne übertrumpfte den schweren Apparat der internationalen Gemeinschaft.

    Moosdorf hatte es mit Mozart gehalten: “Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo.”


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    • Am Sonntagabend war Martin Schulz einer der Gäste in der Talkshow “Anne Will”. 
    • Nach einem Einspieler war der Ex-SPD-Chef plötzlich nicht mehr auf seinem Platz, kam aber wenige Minuten später wieder ins Studio. 
    • Die ARD erklärte nun, warum – wie ihr auch im Video oben seht. 

    Am Sonntagabend haben die Gäste in der Talkshow “Anne Will” über die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer diskutiert. In der Sendung sorgte vor allem SPD-Politiker Martin Schulz mit einer Szene für Aufsehen.

    Nach einem kurzen Einspieler vom CDU-Parteitag in Hamburg war Schulz‘ Platz plötzlich leer. Einige Minuten später lief der ehemalige Parteichef der Sozialdemokraten dann durchs Bild und setzte sich wieder hin.

    Schulz musste auf die Toilette

    Anne Will unterbrach die Diskussion für einen Augenblick und sagte: “Herr Schulz ist kurz draußen gewesen, aber sofort wieder reingekommen.“ Die Moderatorin nannte aber nicht den Grund für Schulz’ Fehlen. Den lieferte eine Sprecherin der ARD erst am Montagnachmittag. 

    Auf eine Anfrage der “Bild” erklärte die Sprecherin der Sendung: Schulz musste schlicht auf die Toilette. Eine sehr menschliche, bei einer Talksendung aber dennoch eher ungewöhnliche Aktion.

    (lp)


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    Was passiert mit US-Präsident Donald Trump, wenn FBI-Sonderermittler Robert Mueller die Schlinge seiner Ermittlung zuzieht? Muss Trump schon bald für mögliche Straftaten büßen?

    Es ist ein Thema, das kontrovers diskutiert wird. Nicht nur, weil die Liste der Anhaltspunkte für Verfehlungen des Trump-Teams im Wahlkampf lang ist. Sondern auch weil die Frage, nach der juristischen Stellung des US-Präsidenten eine komplizierte verfassungsrechtliche Abwägung ist.

    Zum Hintergrund: Mögliche Absprachen mit Russland (in der politischen Debatte gerne “collusion”) könnten zwar zu einem politischen Amtsenthebungsverfahren, nicht aber zu einem strafrechtlichen Verfahren führen. Anders sieht es im Falle eines möglichen Landesverrats (“treason”) aus. Die Übergänge scheinen für den Laien fließend.

     

    Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob ein US-Präsident sich selbst begnadigen kann. Immerhin hat er das Recht, andere Personen von Verbrechen freizusprechen. Bislang hat kein Präsident je versucht, dieses Privileg auf sich selbst anzuwenden.

    Die entscheidenden letzten 10 Minuten

    Die “Washington Post”-Kolumnistin Jennifer Rubin hat dazu in einer Nachrichtensendung des Senders MSNBC am Sonntag eine interessante Theorie geäußert.

    ► Sie glaubt: Trump könnte sich im Falle einer Anklage wohl nicht selbst begnadigen. Deshalb – vermutet sie – würde sich der Republikaner im Falle einer drohenden Verurteilung einer List bedienen. 

    ► “Ich würde hier auf MSNBC voraussagen, dass, wenn Trump sein Amt niederlegt, er die Präsidentschaft 10 Minuten vor Ende (Vize-Präsident) Mike Pence übergibt und Pence ihn begnadigt, so lange es keinen republikanischen Präsidenten gibt, der auf Trump folgt”, sagte Rubin.

    So könnte Trump – im für ihn schlimmsten aller Fälle – einer juristischen Verfolgung entgehen. 


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    ► Nach wochenlangen Protesten der “Gelbwesten” hat der französische Präsident Emmanuel Macron Zugeständnisse angekündigt.

    ► In einer Fernsehansprache erklärte Macron, es solle in Zukunft bei Überstunden weder Steuern noch Sozialabgaben geben. Zudem soll der Mindestlohn steigen – um 100 Euro pro Monat. 

    Die Proteste hatten aus Wut über eine Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise begonnen und richteten sich schon bald auch gegen die Sozialpolitik der Regierung. “Wir wollen ein Frankreich, in dem man würdig von seiner Arbeit leben kann”, erklärte Macron am Montagabend.

    Zum Hintergrund:

    Nach erneuten gewaltigen Krawallen und Ausschreitungen der Protestbewegung der “Gelbwesten” am Wochenende stand der Präsident unter Zugzwang. Beobachtern zufolge handelt es sich um die bisher schwerste Krise seit Macrons Amtsantritt im Mai 2017.

    Am Samstag waren wieder weit mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, davon mindestens 10.000 in der Hauptstadt, um für mehr Steuergerechtigkeit zu demonstrieren. Es war das vierte Wochenende in Folge, an dem die Bewegung in großem Stil zu Protesten aufgerufen hatte.

    Macron hatte am Montagmorgen Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft im Élyséepalast empfangen. Der Präsident wollte bei dem Treffen mit Vertretern der großen Gewerkschaften, der Arbeitgeber sowie der Präsidenten der Nationalversammlung und des Senats Stimmen und Vorschläge hören.


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    Es ist ein Thema, das gern unter den Tisch gekehrt wird, bei aller Diskussion um Migration, Populismus und Ungleichheit. Dabei könnte es ganz maßgeblich mitentscheiden, wie sich Deutschland in den kommenden Jahren entwickelt.

    ► Bleibt das Land wirtschaftlich spitze?

    ► Kann es beim internationalen Wettlauf um Innovationen noch mithalten?

    Maßgeblich könnte das davon abhängen, wie sich die viel zitierte Digitalisierung in Deutschland gestaltet und wie Großprojekte in der Infrastruktur vorangehen. 

    ARD-Moderator Frank Plasberg fragte daher am Montagabend im “Hart aber Fair”-Talk: “Hier Funkloch, da Schlagloch: Ist Deutschland ein Sanierungsfall?“ 

    Die Gäste:

    ► Peter Altmaier, CDU, Bundeswirtschaftsminister

    ► Steffi Neu, WDR 2-Moderatorin

    ► Frank Thelen, Technologie-Investor, “Die Höhle der Löwen“

    ► Hermann Lohbeck, Unternehmer

    ► Lina Ehrig, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

    “Das WLAN ist eine Vollkatastrophe”

    Steffi Neu berichtete, wie sie als Freie Journalistin mit der schlechten Internet- und Telefonverbindung in ihrem Heimatort in Nordrhein-Westfalen kämpfen muss.

    ► “Das WLAN ist Vollkatastrophe. Wir haben 16 M-Bit und zwei Kinder zuhause. Da wird oft mal gebrüllt: Kinder, jetzt offline! Wir wollen Online-Banking machen!”

    Tonaufnahmen versende sie daher stets aus dem Nachbarort. Dort gebe es zumindest eine akzeptable Internetverbindung. Dennoch zahlt Neu 120 Euro im Monat.

    ► Lina Ehrig von der Verbraucherzentrale ordnete ein: Es sei ein häufiges Problem – nicht nur beim WLAN, sondern auch beim Mobilfunk. Nur 1,6 Prozent der Kunden mit Mobilfunkverträgen würden das Internet bekommen, für das sie bezahlen.

    Und das obwohl Deutschland im europäischen Vergleich ohnehin sehr teuer sei. 

    Der Streit um die “Milchkanne”

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier stand unter Rechtfertigungsdruck.

    Er aber schob die Schuld den Dienstleistern zu – Deutschland sei immerhin keine Planwirtschaft. Aber auch er kenne das Problem der Funklöcher.

    “Man fährt von Hamburg nach Berlin auf einer Strecke, wo man früher dachte, man habe eine exzellente Verbindung. Aber heutzutage fliegt man da mehrfach auf der Strecke einfach raus”, sagte Altmaier. Er glaube, die Surf-Kapazität sei zu schnell gestiegen. 

    Unternehmer Hermann Lohbeck konnte Altmaier da nur beipflichten und wählte noch drastischere Worte. Von Moderator Plasberg gefragt, ob er als Viel-Pendler unterwegs arbeiten könne, verfinsterte sich seine Miene.

    “Genauso schlecht wie Herr Altmaier. Das ist einem peinlich, wenn man seine Kunden oder Mitarbeiter im Ausland anruft. Sie rufen da fünf Mal an und haben trotzdem keine vernünftige Verbindung”, monierte Lohbeck.

    Altmaier und Lohbeck.

    Das Auto gehöre für ihn zum Arbeitsplatz dazu – ordentlich arbeiten könne er aber kaum, so Lohbeck. Es sei Aufgabe der Regierung hier bessere Bedingungen zu schaffen, forderte er.

    Der Unternehmer ist Sprecher des Landmaschinenkonzerns CLAAS.

    ► Für ihn besonders ärgerlich: Ein aktuelles Zitat der CDU-Bildungsministerin Anja Karliczek. Die hatte erklärt, 5G-Mobilfunk brauche es “nicht an jeder Milchkanne”. Besonders in der Landwirtschaft wird ein solches Netzwerk aber immer entscheidender.

    Der bekannte Startup-Unternehmer Frank Thelen stellte allerdings die entscheidende Frage: “Wie können wir das finanzieren?” Ihm gehe es darum, dass die wichtigen deutschen Mobilfunkunternehmen “stabilisiert” würden – “damit sie die Netze ausbauen können”.

    Scharfe Kritik an der Bahn

    Einig waren sich die meisten Gäste an anderer Stelle: Die Deutsche Bahn, immerhin ein staatseigener Konzern, ist besonders sinnbildlich für das deutsche Infrastruktur-Debakel.

    ► Altmaier durfte zwar anbringen, es habe sich schon viel zum Guten gewandt, Gehör fand er allerdings nicht.

    Dafür brachte eine Zuschauerin in einem Video-Kommentar die Missmut vieler Kunden auf den Punkt:  “Wenn wir als Arbeitgeber unzuverlässig sind, kriegen wir richtig einen auf Deckel.” Bei der Bahn dagegen passiere nichts. Man könne “beschweren, wie man sich will, es ändert sich nichts”.

    Nichts sei so unzuverlässig wie die Bahn. 

    “Die Bahn ist ein Dienstleister und ich will dass diese Dienstleistung vernünftig erbracht wird”, polterte sie.  Bahnfahren sei für sie “Stresspunkt Nummer eins”.

    ► Auch Plasberg selbst konnte in diesen Kanon einsteigen. Er präsentierte Fotos von mehreren (offenbar schon vor Fahrbeginn) ausgefallen Toiletten, die er selbst bei einer Reise gemacht hatte.

    Bei der Bahn hieße das nur “Komforteinschränkung”. 

    Ein Thema zum kollektiven Kopfschütteln. 


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    Anna heiratet ihren Bauer Gerald aus Namibia. 

    • Das “Bauer sucht Frau”-Traumpaar Gerald und Anna haben gleich zwei Hochzeiten gefeiert – eine in Polen und eine in Namibia.
    • Ihre größte Panne passierte ihnen gleich beim Eröffnungstanz.

    Gerald und Anna haben sich bei “Bauer sucht Frau“ im Jahr 2017 kennen und schnell auch lieben gelernt. Es folgte eine Fernbeziehung, denn Landwirt Gerald lebte auf seiner Farm im afrikanischen Namibia, während Polin Anna in Deutschland wohnte.

    Dass die beiden ihr Leben miteinander verbringen möchten, war für das Paar allerdings rasch klar. “Das war für uns beide irgendwie von der ersten Minute an selbstverständlich!”, erzählte Gerald dem Sender RTL.

    Und auch Anna meinte: “Ungefähr einen Monat, nachdem wir zusammengekommen sind, haben wir schon über Hochzeit gesprochen.”

    Gesagt, getan: Knapp einen Monat nach der TV-Ausstrahlung verlobten sich das Paar. Im Juli diesen Jahres heiratete das Paar – doch nicht nur einmal, sondern gleich zwei Mal. Einmal in Annas Heimat Polen und danach in Namibia bei Freunden und Familie des 32-jährigen Gerald.

    RTL hatte das Paar begleitet, der Sender zeigte nun am Montagabend die Hochzeitsfolge. Dabei zeigten sich bereits Schwierigkeiten bei den Hochzeitsvorbereitungen. Bauer Gerald gab zu:

    “Es war sehr schwer, von Deutschland und Namibia aus eine Hochzeit in Polen zu planen. Die meiste Zeit waren Anna und ich ja gar nicht zusammen an einem Ort. Fast jedes Detail mussten wir am Telefon besprechen. Das hat viel Zeit und Nerven gekostet.”

    Doch die größte Blamage erfolgte direkt auf der Hochzeit in Polen. Gerald und Anna schmiegen sich beim Eröffnungstanz eng aneinander  bis der 32-jährige feststellte, dass er aus den Takt geraten war. Trotz höchster Anstrengung kam er nicht wieder in den Rhythmus. Und dann begann auch Anna zu straucheln.

    Anna und Gerald können über sich selbst lachen.

    “Zum Glück heiraten wir zwei Mal”

    Später gab sie zu: “Ich hatte ein Black-Out. Ich habe die Schritte zwar mitgezählt, aber irgendwann war ich raus.”

    Das Resultat: Gerald und Anna tapsten völlig ungeordnet auf dem Parkett herum – zur Erheiterung aller Gäste. Aber das Paar nahm es mit Humor.

    Zwar verriet Gerald, dass für ihn “die größte Panne unser Hochzeitstanz in Polen” war. Doch zugleich witzelte er: “Zum Glück haben wir die Chance, zwei Mal zu heiraten.” Anna pflichtete ihm bei.

    Das zeigt: Es ist gut, manchmal einfach über sich selbst lachen zu können. 

    (mf)


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    ARD-Kommentator Holger Ohmstedt.

    • Die Nachwirkungen des massiven Streiks bei der Deutschen Bahn werden auch am Dienstag vielerorts noch zu spüren sein.
    • ARD-Kommentator Holger Ohmstedt macht deshalb vor allem der Bahngewerkschaft EVG schwere Vorwürfe.

    Die Bahngewerkschaft EVG hat am Montag zeitweise den Zugverkehr fast deutschlandweit lahmgelegt. Viele Bahnreisende werden die Auswirkungen des Tarifkonflikts vielerorts auch noch am Dienstag bemerken: Zugausfälle, Verspätungen, Fahrplanänderungen wegen logistischer Probleme, die Züge stehen wegen des Streiks schlicht nicht dort, wo sie stehen sollten. 

    Viel Frust über den Streit bei der Deutschen Bahn ließ am Montagabend ARD-Kommentator Holger Ohmstedt in den “Tagesthemen” erkennen – er kritisierte dabei vor allem das Vorgehen der EVG scharf.

    “Wegen ein paar Euro”

    Monatelang hätten EVG und die Deutsche Bahn über den neuen Tarif verhandelt, die meisten Details seien schon geklärt gewesen. “Am Schluß ließ die Gewerkschaft alles platzen – wegen ein paar Euro”, bemerkte Ohmstedt. 

    Er glaubte, dass die “Versuchung” zu groß gewesen sei, “der kranken Bahn noch eins mitzugeben”. Ohmstedt nennt auch den Grund für das Vorgehen: Die EVG versuche, sich im Vergleich mit der Lokführergewerkschaft GDL ein “härteres Streikimage zuzulegen”. In der Vergangenheit hatte die GDL mit Streiks für Aufsehen gesorgt.  

    Ohmstedt wirft der EVG “Profilierungssucht” vor – auf Kosten “von Millionen, die sich die Beine in den Bauch standen und froren”.  

    Fahrgastverband kritisiert Vorgehen der EVG 

    Auch der Fahrgastverband Pro Bahn hat das Ausmaß des Warnstreiks bei der Deutschen Bahn kritisiert. Es sei unnötig gewesen, Schwerpunkte der Arbeitsniederlegungen vorab nicht bekannt zu machen und dadurch fast die ganze Republik lahmzulegen, sagte der Bundesvorsitzende Detlef Neuß am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel dürfe nicht überstrapaziert werden.

    Allerdings äußerte Neuß auch Verständnis für den Ausstand. Bei der Bahn gebe es einen erheblichen Personalmangel und die Mitarbeiter leisteten zahlreiche Überstunden. Diese Probleme habe der Konzern selbst verschuldet. 

    (vw)


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    Windräder in Sachsen-Anhalt.

    ► Die guten Nachrichten: Deutschland produziert so viel Ökostrom, wie nie zuvor. Wie eine Sprecherin des Energiekonzerns Eon mitteilte waren es in diesem Jahr 22 Milliarden Kilowattstunden – rund fünf Milliarden mehr als 2018.

    ► Die schlechten Nachrichten: Die deutschen Steuerzahler müssen auch im Jahr 2018 hunderte Millionen Euro für ungenutzten Ökostrom bezahlen, der nicht in deutsche Stromnetze geflossen ist.

    ► Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum kletterten die Entschädigungsansprüche laut der Bundesnetzagentur von 142 Millionen Euro auf 228 Millionen Euro. Das berichtete die “Augsburger Allgemeine” unter Berufung auf die Behörde. 

    Darum bleibt der Strom ungenutzt:

    Auch für das kommende Jahr veranschlagt die Bundesnetzagentur dem Zeitungsbericht zufolge 144 Millionen Euro Entschädigungsansprüche.

    ► Wie die Bundesnetzagentur gegenüber der Zeitung erklärte, sei der Kostenanstieg vor allem damit verbunden, dass bei kräftigen Küstenwinden die Netzkapazität nicht ausreiche, um den produzierten Ökostrom abzutransportieren.

    ► Auch weil Windräder auf See noch nicht an Offshore-Windparks angebunden sind, oder weil diese noch gar nicht in Betrieb sind, können laut der Behörde Entschädigungsansprüche entstehen.

    Der Sprecher der Bundesnetzagentur sagte der Zeitung: “Der Netzausbau muss insgesamt aufholen, um mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt zu halten.”

    So reagieren die Grünen auf die “Stromverschwendung”:

    Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock kritisierte die Situation in der “Augsburger Allgemeinen” scharf. Windenergie dürfe laut Baerbock nicht einfach abgeregelt werden. Vielmehr brauche es “alternative Verwendungsmöglichkeiten für den Ökostrom“ – ob zum Heizen oder im Verkehrsbereich.

    “Erneuerbarer Strom darf nicht ungenutzt verschwendet werden, weil klimaschädlicher Kohlestrom die Netze verstopft”, sagte Baerbock. Sie kritisierte die GroKo wegen dem nur langsam voranschreitenden Ausbau von Leitungen, die den Transport von Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands sicherstellen:

    Mit Material von dpa.

    (mf)


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    • Eine junge Waliserin dachte zwei Jahre lang, sie sei schwanger. 
    • Doch dann entdeckten Ärzte eine 26 Kilogramm schwere Zyste in ihrem Bauch.

    Als Keely Favell aus dem walisischen Swansea 2014 anfing, rapide an Gewicht zuzunehmen, glaubte sie zunächst, sie würde einfach dicker werden.

    Doch ihr Bauch wuchs immer weiter, wie die britische Tageszeitung “The Guardian” berichtet. Als sie sich zwei Jahre später operieren lässt, finden die Ärzte kein Baby.

    Wenn sie Fremde fragten, ob sie schwanger sei, spielte sie mit

    Dem britischen Nachrichtensender BBC sagte die heute 28-Jährige:

    “Ich war immer etwas pummelig, aber im Laufe der Jahre habe ich langsam diesen Bauch bekommen. Er wuchs so langsam, dass ich nicht wusste, dass irgendwas nicht stimmt. Ich dachte, ich nehme nur zu.”

    Wenn Fremde sie auf der Straße fragten, wann denn ihr Baby käme, spielte sie mit, weil es ihr zu peinlich war, zu erzählen, dass sie nicht schwanger sei.

    Mehr zum Thema: Mutter ist mit Drillingen schwanger: So riesig ist ihr Bauch

    “Ich bin mit meinem Freund Jamie Gibbins schon seit zehn Jahren zusammen und wir haben uns schon mehrfach gefragt, ob ich schwanger bin – aber wir haben mehrere Tests zuhause gemacht und die haben das immer ausgeschlossen.”

    Gleichzeitig beharrten ihre Ärzte – trotz mehrerer negativer Schwangerschaftstests – darauf, dass sie schwanger sein müsse. 

    “Wenn man mich so ansah, hätte jeder geglaubt, dass ich im neunten Monat bin”, sagte sie.

    Die Ärzte waren geschockt

    Im Glauben, sie sei schwanger, ließ ihr Frauenarzt sie im Januar letzten Jahres per Ultraschall untersuchen.

    “Ich lag da mit Jamie neben mir und die Radiologin bewegte die Sonde über meinen Bauch. Ich sah, wie sich ihre Augen vor Schreck weiteten, doch der Bildschirm war einfach nur schwarz.”

    Bei einer weiteren Untersuchung stellte ein Arzt fest, dass sie eine große Zyste hatte, die von Flüssigkeit umgeben war.

    “Der Arzt sagte mir, dass ich gar nicht fett war – eigentlich war ich ziemlich dünn. Ich werde den schockierten Gesichtsausdrucks des Arztes nie vergessen, als er mich untersuchte.”

    Zu diesem Zeitpunkt hatte Favell schon Probleme beim Laufen und litt unter Atembeschwerden. 

    Die Zyste wurde im März letzten Jahres operativ entfernt und wog gigantische 26 Kilogramm. Das entspricht etwa dem Gewicht von sieben normalgroßen Neugeborenen. Sagte Favell.

    “Ich konnte kaum glauben, dass ich so lange mit diesem medizinischen Alien in mir herumgelaufen bin. Es sah aus wie in riesiger Haufen Eiscreme.”

    Nach vier Tagen im Krankenhaus konnte sie wieder nach Hause. 

    “Ich kann meinem Chirurgen gar nicht genug danken”

    Und obwohl ihr eine große Narbe ähnlich der eines altmodischen Kaiserschnitts und Schwangerschaftsstreifen bleiben, wird sie wohl in Zukunft auch wirklich schwanger werden und Kinder bekommen können.

    Ihre Genesung laufe gut und obwohl es auf dem Weg ein paar kleinere Probleme gab, sei sie heute viel gesünder als letztes Jahr. “Sowohl körperlich als auch geistig”, sagte Favell.

    Sie hatte völlig vergessen wie schwierig sogar einfach Sachen wie Autofahren oder Treppensteigen geworden waren. “Den Klumpen loszuwerden, hat mir mein Leben zurückgegeben. Ich kann meinem Chirurgen gar nicht genug danken.”

    (ujo)


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