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Huffington Post Germany Athena

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    Polizisten liefern sich Auseinandersetzungen mit

    ► Schon zu Beginn der “Gelbwesten”-Demonstration hat die französische Polizei hart durchgegriffen, um Ausschreitungen in Paris wie in den Vorwochen zu verhindern.

    ► Es seien 481 Personen festgenommen worden, 211 seien in Polizeigewahrsam, sagte Frankreichs Premierminister Édouard Philippe bei einem ersten Bericht zur Lage nach einem Treffen mit dem Innenminister Christophe Castaner und Sicherheitskräften.

    ► Es sei ein “außergewöhnliches” Sicherheitskonzept in Kraft, um friedliche Demonstranten von Randalierern zu trennen.

    Wie das Sicherheitskonzept der Polizei in Paris funktionieren soll: 

    Mehrere Tausend in gelbe Westen gekleidete Demonstranten hatten sich am Vormittag in ganz Paris versammelt. Auch im Umfeld der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées wurde wieder demonstriert.

    Dort setzte die Polizei am Vormittag vereinzelt Tränengas ein. Vor allem auf und rund um den berühmten Boulevard war es an den vergangenen zwei Wochenenden zu heftigen Ausschreitungen gekommen.

    In der Hauptstadt waren am Samstag nach früheren Angaben des Premiers 8000 Polizisten und andere Ordnungskräfte im Einsatz. Die Polizei kontrollierte Taschen und Rucksäcke von Passanten und war mit Pferdestaffeln unterwegs. Auch gepanzerte Fahrzeuge wurden in Stellung gebracht.

    Eine Sprecherin der Polizei sagte: 

    “Die Idee für uns ist wirklich, die friedlichen Demonstranten (...) von anderen, möglicherweise feindseligeren Demonstranten, Plünderern und Randalierern zu trennen.” 

    Welche Einschränkungen die Proteste in Paris bedeuten: 

    ► Metrostationen im Zentrum der Hauptstadt blieben geschlossen - die Bahnen hielten an mehreren Stationen nicht an, sondern fuhren einfach durch.

    ► Etliche Geschäfte im Zentrum der Stadt waren nicht geöffnet, viele von ihnen hatten ihre Schaufenster verbarrikadiert.

    ► Auch viele Sehenswürdigkeiten in Paris waren nicht geöffnet, darunter zahlreiche Museen und das Wahrzeichen der Stadt, der Eiffelturm.


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    Der Mann klopfte an die Scheibe, angeblich, um nach dem Weg zu fragen. (Symbolbild) 

    • Am Mittwoch wurde eine Frau in Crailsheim sexuell belästigt: Ein Fremder zeigte ihr seinen erigierten Penis.
    • Die Polizei sucht weiterhin nach dem Exhibitionisten.

    Am Mittwoch wurde eine Frau in Crailsheim, Baden-Württemberg, Opfer eines Exhibitionisten.

    Laut eines Polizeiberichts befand sich die Frau in einem Bauhof-Fahrzeug in der Zufahrt zum Schönebürgstadion, als sich ihr gegen 9.45 Uhr ein Mann näherte. 

    Er klopfte an die Scheibe und fragte nach dem Weg zu einer Bank. Als die Frau ihm antworten wollte, erblickte sie allerdings den erigierten Penis des Mannes:  Das Glied ragte aus der offenen Hose. 

    Bisher konnte der Exhibitionist noch nicht gefasst werden

    Kurz darauf entfernte er sich auf einem älteren blauen Herrenfahrrad. Bisher konnte der Mann, der als dunklerer Typ mit schwarzen, lockigen Haaren und blauer Jeans sowie dunklem Oberteil beschrieben wird, noch nicht gefasst werden. 

    Hinweise nimmt die Kripo Schwäbisch Hall unter der Telefonnummer 0791 4000 entgegen.

    (jg)


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    Horst Seehofer und Angela Merkel haben sich über Jahre hinweg politisch angefeindet. 

    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die ehemalige CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview überschwänglich und ausführlich gelobt. 

    ► Seehofer sagte dem “Spiegel”, dass er Merkel bewundere. Er habe sich nie für einen möglichen besseren Kanzler gehalten: “Sie ist die Beste, wir werden sie alle vermissen.” 

    ► Seehofer sagte weiter über die Bundeskanzlerin: 

    “Ich ken­ne nichts, was An­ge­la Mer­kel nicht könn­te. Sie ist un­heim­lich breit ge­bil­det, sie hat rie­si­ge stra­te­gi­sche und ana­ly­ti­sche Fä­hig­kei­ten, sie ist äu­ßerst zäh. Ich ken­ne über­haupt kei­ne zwei­te Per­son, die die­se Stand­fes­tig­keit und die­se Kraft hat.”

    Was Seehofer als seinen “schönsten Moment” mit Merkel bezeichnet:  

    Er möge Merkel, wie sie ist, sagte Seehofer dem “Spiegel” – trotz aller Differenzen. 

    Der Bundesinnenminister beschrieb auch den laut seiner Aussage “schönsten Moment”, den er mit Merkel erlebt habe:

    “Das war im September 2013, wir begegneten uns im Fraktionssaal, zwei Tage nach der Bundestagswahl. Wir hatten die absolute Mehrheit um fünf Sitze verfehlt und sind uns ohne ein Wort zu wechseln um den Hals gefallen.”

    (ak)


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    Der Räuber konnte in die Flucht geschlagen werden. (Symbolbild)

    • Am Donnerstag wurde ein 64-jähriger Mann auf offener Straße überfallen.
    • Der Mann setzte sich jedoch zur Wehr und konnte den Räuber in die Flucht schlagen.

    Am Donnerstagabend wurde ein Mann in Anrath, Nordrhein-Westfalen, auf der Straße überfallen – schaffte es jedoch, den Räuber in die Flucht zu schlagen.

    Der 64-Jährige war gegen 20 Uhr gerade mit seinem Hund spazieren, als sich ihm plötzlich ein dunkel gekleideter Mann in den Weg stellte.

    Dieser hielt laut Polizeibericht einen Gegenstand in der Hand, der nicht näher identifiziert werden konnte, und forderte den Spaziergänger auf, ihm sein Portemonnaie zu geben.

    Der Mann verpasste dem Räuber eine Ohrfeige

    Der 64-Jährige jedoch weigerte sich, der Forderung nachzugehen – und gab dem Räuber stattdessen eine Ohrfeige.

    Offensichtlich eingeschüchtert ließ der Räuber von seinem ursprünglichen Vorhaben ab und suchte das Weite.

    Obwohl die Situation für den 64-Jährigen gut ausgegangen ist, warnt die Polizei davor, sich selbst in Gefahr zu bringen und im Zweifelsfall mit dem Täter zu kooperieren. 

    Der etwa 20-jährige Täter konnte noch nicht gefasst werden – er war etwa 1,60 Meter groß und trug eine schwarze Kapuzenjacke sowie Sportschuhe. Die Kreispolizeibehörde Viersen bittet um Hinweise unter der 02162-377-0.

    (jg)


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    • Am 26. November landete die Mars-Sonde “InSight” erfolgreich auf unserem Nachbarplaneten.
    • Sie ist eigentlich nicht dafür ausgestattet, Geräusche aufzuzeichnen – trotzdem schaffte es das Raumfahrzeug, erste Aufnahmen an die Erde zu schicken.
    • Im Video oben hört ihr, was “InSight” aufgezeichnet hat. 

    Die Videoaufnahmen, die die Mars-Sonde ”InSight” seit ihrer Landung am 26. November aufzeichnete, gingen um die Welt. Dass die Wissenschaftler auch Tonaufnahmen erhalten würden, war so nicht geplant. Dementsprechend groß war die Freude darüber bei den Verantwortlichen der NASA.

    “Das wir auch Geräusche erhalten haben, ist ein unerwartetes Geschenk.”, sagte Bruce Banerdt, der Kopf des Vorhabens, der britischen Zeitung “The Guardian”. 

    Die Hauptaufgabe der Sonde sei es, Bewegungen am Mars zu messen. Deshalb ist sie auch nur mit einem Seismografen und einem Druckmessgerät ausgestattet. Aber durch deren Aufzeichnungen seien auch Geräusche an die Bodenstation weitergeleitet worden. 

    Der Mars klingt fast schon unheimlich

    Unser Nachbarplanet hört sich sehr düster an. Es rummelt, wirkt unruhig, das dunkle Grollen erinnert an einen Donner. Trotzdem seien die Geräusche nicht vergleichbar mit Tönen, die wir von der Erde kennen, meint Banerdt. 

    Die Töne entstehen, da der Marswind die Solarzellenplatten der Sonde vibrieren lässt und die komplette Maschine durch das Beben der Marsoberfläche durchgerüttelt wird. Der Wind erreicht 16 bis 24 Kilometer pro Stunde. 

    Die Töne sind wahnsinnig tief, bedingt durch die geringe Luftdichte auf dem Mars. Es ist dort hauptsächlich nur Kohlenstoffdioxid zu finden. 

    Für das menschliche Ohr wären die aufgezeichneten Schallwellen so gut wie nicht zu vernehmen. Deshalb hat die NASA das Material noch einige Oktaven nach oben korrigiert und auch die Lautstärke erhöht. 

    Nasa-Wissenschaftlerin: “High von der Landung”

    Lori Gaze, eine weitere Beteiligte am Projekt, sagte dem “Guardian”:

    Wir sind quasi immer noch high von der geglückten Landung. Jetzt haben wir zusätzlich dazu noch ganz neues wissenschaftliches Material. Das macht Spaß und ist einfach nur cool.” 

    (jg)


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    Mit nur einem Böller wurde die gesamte Toilettenkabine zerstört.

    • In Duisburg hat ein Zehnjähriger einen “Polen-Böller” gezündet.
    • Damit sprengte der Junge eine Schultoilette in die Luft – verletzt wurde niemand. 

    Silvester naht – und damit werden Feuerwerkskörper wieder populär. Wie wichtig der sichere Umgang mit ihnen ist, zeigt ein Vorfall, der sich jüngst in einer Schule in Duisburg ereignete.

    ► Am Freitag zündete ein zehnjähriger Grundschüler einen sogenannten “Polen-Böller” auf einer Schultoilette.

    Der Junge sprengte eine Schultoilette in die Luft

    “Polen-Böller” sind meist aus dem Ausland importierte Knallkörper, die aufgrund ihrer hohen Sprengkraft in Deutschland nicht erlaubt sind. Wie stark der in Duisburg gezündete Böller war – damit hatte der Schüler wohl nicht gerechnet.

    Mehr zum Thema: Polizei-NRW: 64-Jähriger wird überfallen – so wehrt er sich

    Denn der Böller, den der Junge angezündet neben die Toilette legte, zerstörte bei seiner Explosion nicht nur die Keramikschüssel, sondern auch das angrenzende Fenster. Weiterhin stürzte die Decke über der Toilettenkabine herab.

    Die Glassplitter der Fensters flogen bis zu 15 Meter weit über den Schulhof. Weder der Junge, der die Kabine kurz zuvor rennend verlassen hatte, noch die anderen Schulkinder wurden verletzt. 

    “Polen-Böller” sind in Deutschland illegal

    Dennoch warnt die Polizei in Duisburg nun vor den illegalen Sprengkörpern: Abgesehen davon, dass die Böller gefährlich sind, ist deren Besitz und Einfuhr eine Straftat. Geld- und Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren können die Folge sein. 

    Zudem sollten vor allem Eltern ihre Kinder über den sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern aufklären. 

    (jg)


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    • Horst Seehofer hat in einem Interview offenbart, was er eines Nachts während der Flüchtlingskrise 2015 Angela Merkel schrieb. 
    • Der CSU-Politiker drückte der Kanzlerin seine Sorgen darüber aus, ob die Lage in den Griff zu bekommen sei. 
    • Im Video oben: Hier gesteht Merkel im EU-Parlament Fehler in der Flüchtlingspolitik ein.

    Am Freitag hat Horst Seehofer zum ersten Mal getwittert – oder, das ist nicht überliefert, twittern lassen. 

    Der Bundesinnenminister gratulierte Annegret Kramp-Karrenbauer zur Wahl zur CDU-Vorsitzenden. Einer Wahl, die auch den Anfang vom Ende der Ära Angela Merkel in der Union einläutet. 

    In einem Interview mit dem “Spiegel” verabschiedete sich Seehofer schon von der Kanzlerin, die er als “die Beste” bezeichnete, “wir werden sie sehr vermissen.” 

    Hat es noch nicht so mit der neuen Smartphone-Technologie: Bundesinnenminister Horst Seehofer. 

    Der CSU-Politiker sprach in dem Interview zudem von einer SMS, die er Merkel auf dem Höhepunkt der Flüchtlingszuwanderung 2015 geschrieben habe – um 3.20 Uhr in der Nacht. 

    Seehofer sagt über SMS an Merkel: “Ich sah keine Lösung”

    “Ich schrieb ihr, dass mich die ganze Situation sehr belastet”, sagte Seehofer über seine Nachricht an Merkel.

    Gemeint war damit die Ankunft hunderttausender Flüchtlinge und die damit verbundenen “Folgen für das Land, für unsere politische Kultur”. 

    Seehofer sagte: “Ich sah da, das ga­b’s sel­ten ge­nug in mei­nem Le­ben, kei­ne Lö­sung.”

    Auch Merkel war schlaflos 

    Die Kanzlerin habe ihm erst gegen sechs Uhr morgens geantwortet.

    “Aber aus ih­rer Ant­wort wur­de klar, dass sie selbst nicht schla­fen konn­te”, sagte Seehofer. 

    (ak)


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    Kinder zu haben kann ganz schön anstrengend sein. (Symbolbild)

    • Eltern sein ist nicht immer einfach – nun sprechen Mütter und Väter über ihren oft frustrierenden Alltag auf Twitter.
    • Unter dem Hashtag #ehrlicheEltern zeigen die User, wie sich ein Leben mit Kindern wirklich anfühlt.

    Dass selbst Eltern keine perfekten Menschen sind, sollte eigentlich jedem klar sein – dennoch scheinen besonders Mütter und Väter oftmals bei jedem noch so kleinen Fehltritt schnell verurteilt zu werden.

    Und mal ganz ehrlich: jeder macht mal Fehler. Und jeder ärgert sich mal über seine Kinder. 

    Um ihrer Frustration Luft zu machen, verfassen Twitter-User unter dem Hashtag #ehrlicheEltern nun unangenehme Wahrheiten über das Elterndasein. Und setzen damit ein Zeichen: Schließlich ist nicht alle Tage Sonnenschein, erst recht im Familienleben nicht – aber deswegen hat man seine Kinder nicht weniger lieb.

    Mehr zum Thema: Kinofilm “Elternschule”: Tausende Eltern sind entsetzt – ein Kinderarzt schlägt Alarm

    “Ich hasse es, mit Autos zu spielen”, schreibt eine Mutter

    So kann allein das Spielen mit den Kindern für manche schon zur Tortur werden. Eine Mutter twitterte zum Beispiel: “Ich hasse es, mit Autos oder der Eisenbahn zu spielen. Und weil ich es so öde finde, gucke ich dabei viel zu oft auf’s Handy.”

    Ähnlich sieht es ein Vater, der nach 15 Minuten Spiel mit den Kindern schon gerne das Handtuch schmeißen würde: 

    Kinder und Essen sind ein schwieriges Thema

    Auch Essen scheint immer wieder ein leidiges Thema zu sein. So schreibt eine Userin: “Kann die bitte, bitte, bitte endlich Mal wieder was anderes Essen als Nudeln mit Ketchup? Verzweifle langsam.”

    Viele Eltern klagen über mangelnde Privatsphäre 

    Auch sprechen Eltern darüber, wie sich das eigene Leben mit Kindern verändert – wenn die eigenen Bedürfnisse nicht mehr im Vordergrund stehen können und man keine Privatsphäre mehr hat, weil man alles mit seinen Kindern teilt:

    Schlechtes Gewissen, weil man den Kindern nicht gerecht wird

    Manche Eltern nehmen den Hashtag #ehrlicheEltern auch zum Anlass, über ihre Schuldgefühle gegenüber ihren Kindern zu sprechen.

    Mehr zum Thema: Kita-Erzieherin: Was viele Kollegen machen, ist Kindesmisshandlung

    Wenn sie sie zum Beispiel zu lange fernsehen lassen, weil sie keine Kraft mehr haben, um sich um sie zu kümmern. Oder wenn sie zu lange aufs Handy starren.

    Oder auch, wenn sie glauben, keine Vorbildfunktion zu erfüllen, wie dieser Vater: “Ich war das schlechte Vorbild: Problematische Mediennutzung, keine Schlafhygiene, kein Sport, pessimistisch. Und natürlich löst auch das Schuldgefühle aus.”

    Trotzdem wird deutlich: Diese Eltern lieben ihre Kinder

    Immer wieder jedoch wird deutlich, wie sehr diese Eltern ihre Kinder lieben – auch wenn sie ihre negativen Gefühle darüber ausdrücken, ständig Playmobil spielen zu müssen oder abends keine Kraft mehr zu haben, die lieben Kleinen anständig ins Bett zu bringen.

    Mutter oder Vater sein ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle – so fasst es eine Mutter zusammen:

    “Für mich ist Muttersein wunderschön, erschreckend, anstrengend, erfüllend, oft langweilig, spannend, überwältigend, voller Zweifel und voller Zuversicht und Liebe. Die beste Entscheidung ever und die fragwürdigste zugleich.”

    (jg)


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    Syrien, Somalia, Nepal, Mazedonien, Nigeria, Syrien. Die Liste ist endlos. Im Jahr 2017 herrschten 405 Kriege und Konflikte auf der Welt.

    ► Länder bekriegen sich, ethnische Gruppen massakrieren sich, Frauen werden unterdrückt.

    ► Ende 2017 waren laut UNHCR 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor Krieg, Konflikt und Verfolgung. So viele wie niemals zuvor.

    ► In mindestens drei von fünf Ländern auf der Welt werden Menschen gefoltert oder anderweitig misshandelt.

    Um Hass, Gewalt und Krieg auf der Welt zu stoppen, braucht es Menschen, die dafür kämpfen.

    Wir haben mit Friedensmachern aus aller Welt gesprochen, die es sich zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben für ein besseres Leben in ihrer Heimat und für ihre Mitmenschen zu kämpfen.

    Hier sind ihre Geschichten.

    Muhammad Ashafa und James Wuye, Nigeria

    Muhammad Ashafa und James Wuye

    Imam Ashafa und Pastor Wuye, einst Führer bewaffneter Gruppen, vermitteln zwischen Christen und Muslimen in Nigeria, wo es immer wieder zu Massakern kommt.

    In ihrem interreligiösen Zentrum arbeiten 14 Pastor-Imam-Teams und bauen Frühwarnsysteme gegen religiös motivierte Gewalt auf, vermitteln bei Konflikten und schulen religiöse Führer in gewaltfreier Konfliktlösung. Die beiden sagen:

    “Wir müssen den Menschen ihre negativen Erinnerungen nehmen, sie dürfen sie nicht mit in die Zukunft nehmen. Wir glauben, Hass und Gewalt lassen sich überwinden, wenn wir Menschen dazu inspirieren, sich gegenseitig zu unterstützen, wenn Jobs geschaffen werden und junge Menschen gerne in ihrer Heimat bleiben wollen.”

    Die Korruption müsse aufhören, denn sie führe zum Raub von Ressourcen, zu Armut und Tod. Und die Europäer müssten aufhören, Waffen nach Nigeria zu liefern.

    Imam Ashafa und Pastor Wuye sind der Ansicht, dass gemeinsamer Glaube, auch wenn man unterschiedlichen Religionen angehört, helfen kann, Hass und Gewalt zu stoppen.

    “Und in Zukunft wird es das Wichtigste sein, ökologische Katastrophen zu verhindern bzw. zu stoppen. Wenn es keine Ressourcen mehr, keine Energie mehr gibt, endet das mit Krieg und Flucht.”

    Ahmad Edilbi, Syrien

    Ahmad Edilbi

    Ahmad Edilbi hat das “Dubarah Network” gegründet. Das Netzwerk verbindet Syrer auf der ganzen Welt, die ihre Heimat verlassen mussten und jetzt als Geflüchtete in einem anderen Land leben.

    Im Frühjahr 2011 entwickelte sich aus Demonstrationen gegen die Regierung in Syrien ein Bürgerkrieg. Bislang hat der bewaffnete Konflikt Schätzungen zufolge mehr als 465.000 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 5 Millionen Syrer sind aus ihrer Heimat geflohen, 6,3 Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. 

    Die Organisation hilft den Geflüchteten, in einem neuen Land anzukommen und Fuß zu fassen. Inzwischen ist das Netzwerk in 15 Ländern aktiv, hat 180.000 ehrenamtliche Mitarbeiter und seit der Gründung im Jahr 2013 mehr als 3 Millionen syrischen Flüchtlingen geholfen.

    Auf der Website des Netzwerks gibt es Informationen über Arbeitsplätze, das Bildungssystem und Hilfen und Antworten auf Alltagsfragen für die verschiedensten Länder.

    Edilbi sagt:

    “Ich glaube, jeder von uns hat etwas, das er anderen geben kann. Und wir müssen einen Dialog zwischen allen Syrern schaffen, um gegenseitiges Verständnis zu bilden und gemeinsam zu helfen, die größten Probleme in Syrien zu lösen.”

    Halima Adan, Somalia

    Halima Adan

    Halima Adan ist Projektmanagerin von “Save Somali Women and Children” in Somalia. Die NGO wurde gegründet, um Frauen dabei zu helfen, aus der Spirale von Ausgrenzung, Gewalt und Armut auszubrechen und auf eigenen Beinen zu stehen.

    Dazu zählt auch Adans Arbeit als Vorsitzender einer somalischen Arbeitsgruppe zum Thema geschlechterspezifische Gewalt.

    Die Arbeitsgruppe hilft betroffenen Frauen, bessere Strukturen im Land zu schaffen, die Frauen schützen und in Notfällen unterstützen. 

    In Somalia existierte nach dem Sturz der autoritären Regierung unter Siad Barre 1991 über 20 Jahre lang keine funktionierende Zentralregierung. Es herrschte jahrzehntelang Bürgerkrieg in dem ostafrikanischen Land. Auf dem Staatsgebiet haben sich einige De-facto-Regimes gebildet. Seit 2012 ist eine neue Verfassung in Kraft, die die autonomen Teilstaaten als Mitglieder der neuen Bundesrepublik Somalia anerkennt.

    Adan glaubt, dass es in Somalia noch mehr Friedens- und Entwicklungszentren für Frauen und Jugendliche und einen besseren Zugang zu Bildung für Frauen brauche. Die Rolle von Frauen sei wichtig, um zwischen verfeindeten Clans in Somalia Dialog und Versöhnung zu ermöglichen.

    Auf die Frage, was ihrer Meinung nach das Wichtigste ist, um Hass und Gewalt in ihrer Heimat zu überwinden, sagt sie:

    “Wir müssen Recht und Ordnung in unserem Land wiederherstellen, Armut bekämpfen, Gewalt gegen Frauen bekämpfen, Bildung fördern und vor allem müssen wir die Gesellschaft dafür sensibilisieren, auf religiöse Führer zu hören. Sie sind ein Symbol für den Frieden.”

    Die Entwicklung von Clans müsse durchbrochen werden und sie glaubt, dass die Menschen von Medien und Radiosendern besser informiert werden müssen.

    Boris Somé, Burkina Faso

    Boris Somé

    Boris Somé arbeitet in Burkina Faso das West Africa Network for Peacebuilding, die führende regionale zivilgesellschaftliche Organisation für Friedenssicherung. Sie wurde 1998 als Reaktion auf die Bürgerkriege und humanitären Krisen in Westafrika offiziell ins Leben gerufen.

    Burkina Faso ist seit 1960 unabhängig. Seitdem ist das westafrikanische Land politisch instabil. Die Hälfte der Bevölkerung zählt zur politisch dominierenden Ethnie der Mossi, aber es gibt zahlreiche weitere ethnische Gruppierungen. Im Land werden rund 60 verschiedenen Sprachen gesprochen. Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, immer wieder leidet die Bevölkerung unter Dürreperioden. 

    “Seit dem Volksaufstand im Oktober 2014, der zum Sturz von Präsident Blaise Compaoré geführt hat, hat Burkina Faso sein Image als Oase des Friedens in Westafrika verloren”, sagt Somé.

    Das soziale Gefüge sei angeschlagen – und das nutzen extremistische Gruppen aus. Das Sicherheitsgefühl ist verloren gegangen, staatliche Autorität wird nicht länger respektiert. 

    Er sagt:

    “Aus der Sicht meiner Organisation ist es das Wichtigste, Gemeinschaften darin zu schulen, Frühwarnsysteme aufzubauen. Sie helfen, Extremismus vorzubeugen. Vor allem Frauen und junge Menschen, aber auch religiöse Führer wollen wir in Dialog und Vermittlung schulen. Außerdem wollen wir Gewaltprävention in Schulen fördern.”

    Bal Kumari Gurung, Nepal

    Bal Kumari Gurung

    Bal Kumari Gurung kämpft seit über 20 Jahren für ein friedlicheres Nepal. Als führende Friedensmacherin der “United Mission to Nepal” arbeitet sie mit armen, diskriminierten, gespaltenen Gemeinschaften zusammen und will Frieden und soziale Harmonie zwischen den Menschen schaffen.

    Nepal ist ein von internen Konflikten und Ungerechtigkeiten zerrissenes und gespaltenes Land. In dem südasiatischen Binnenstadt leben Menschen 100 verschiedener ethnische Gruppen und Kasten, es werden 124 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen.

    Gurung sagt, der Friedensprozess laufe grundsätzlich erfolgreich. “Aber ist gibt noch immer tief gesellschaftlich verwurzelte Gewalt, die wir bekämpfen müssen. Unsere Gesellschaft ist durch Klasse, Kaste, Religion, Politik und Macht geteilt.”

    Sie glaubt, der einzige Weg, um Hass zu überwinden, seien Respekt und Akzeptanz füreinander.

    “Die Menschen müssen verstehen, dass wir, auch wenn wir unterschiedlich sind, in Harmonie miteinander leben können.”

    Goce Todoroski, Mazedonien

    Goce Todoroski

    Der Mazedonier Goce Todoroski ist Leiter des “Zentrums für zivilgesellschaftliche Initiative“. Das Zentrum engagiert sich gegen innerethnische Konflikte in Mazedonien.

    In Mazedonien gibt es zahlreiche multiethnische Konflikte. Die Balkanhalbinsel war ab 1946 offiziell südlichste Teilrepublik des sozialistischen Jugoslawien und rief 1991 seine Unabhängigkeit aus. Mazedonien zählt zu den schwächsten Volkswirtschaften und Europas, die Arbeitslosenzahlen sind hoch, die Infrastruktur ist schwach, Investitionen fehlen und das Land ist ethnisch stark gemischt. All das führt immer wieder zu ethnisch motivierten Konflikten, vor allem zwischen Mazedoniern und Albanern.

    Todorskis Arbeit zielt besonders auf Konflikte zwischen Jugendlichen an weiterführenden Schulen ab. Dort gibt es viele Konflikte, manchmal äußert sich das darin, dass sich Jugendliche weigern mit Angehörigen anderer Ethnien auch nur zu sprechen, manchmal gibt es gewalttätige Auseinandersetzungen. 

    Für den Friedensstifter und seine Kollegen sind Dialog und geleitete Diskussion der beste Weg, damit die Jugendlichen lernen, die Gegenseite zu verstehen. Auch Lehrer werden in Konfliktlösung geschult.

    Todorsoki sagt:

    “Die Methode sollte an jeder Schule eingeführt werden, um Konflikte zu lösen – nicht nur ethnische, sondern alle möglichen Arten von Auseinandersetzungen. Um Hass und Gewalt in meiner Heimat zu überwinden, ist es am wichtigsten, dass die Jugendlichen der verschiedenen Ethnien, die es in unserem Land gibt, einander kennenlernen, zum Beispiel über gemeinsame Aktivitäten. Auch sollten die Medien weniger hasserfüllte Sprache in ihren Berichten verwenden, um Konflikte nicht anzustacheln.”

    Mary Montague, Nordirland

    Mary Montague

    Mary Montague ist Nordirin und arbeitet seit über 40 Jahren in Belfast für ein Konfliktlösungszentrum. 

    Seit den 1960er Jahre herrschte ein Identitäts- und Machtkampf zwischen den Bevölkerungsgruppen der Republik Irland und Nordirlands. Im November 1985 haben die britische Premierministerin Margaret Thatcher und der irische Ministerpräsident Garret FizzGerald ein Friedensabkommen unterzeichnet. Doch die Konflikte waren damit nicht beendet. Bis 1994 schwelten paramilitärische Auseinandersetzungen und auch heute noch sind die politischen und sozialen Einstellungen vieler Menschen durch den Konflikt geprägt. 

    Friedensstifterin Montague wünscht sich eine bessere politische Führung und vor allem ein Ende der stark polarisierten Ansichten in der Region. Es dürfe durch den Brexit nicht wieder einer harten Grenze zwischen Nord- und Südirland kommen.

    Aber sie sieht, dass ihre Arbeit Früchte trägt. “Ich merke wie sich durch meine Arbeit reduziert und die Beziehungen zwischen Menschen zu heilen beginnen.”

    Es sei wichtig ist, dass langfristig Programme weitergeführt werden, die den Gemeinschaften helfen, ihre Beziehungen zueinander wieder aufzubauen und zu heilen. Sie sagt:

    “Wir müssen ihre Forderungen nach einer Möglichkeit, die bestehenden Probleme anzugehen, unterstützen und ihnen das Gefühl vermitteln, dass sie gehört und ihr Leiden anerkannt werden.”

    Zahlreiche führende Friedensstifterinnen und Friedensmacher aus aller Welt treffen sich beim Global Peacebuilders Summit und beraten darüber, wie ihre Arbeit in Krisengebieten noch wirksamer werden kann. Die Organisation Culture Counts Foundation organisiert diesen Gipfel jährlich, um Friedensstifter zu unterstützen.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier. 

    (jg)


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    Einige Studien stellen fest: Viel Sport macht nicht gesünder. 

    • Gut gemeinte Neujahrsvorsätze werden auch Anfang nächsten Jahres wieder einige Menschen ins Fitnesscenter treiben.
    • Dabei haben bereits einige Studien gezeigt: Wer gesund und lang leben will, braucht diese Art des Trainings gar nicht. 

    Na, heute schon im Fitnesscenter gewesen? Schon den neuesten Grünkohl-Smoothie inhaliert und noch während der Crosstrainer-Session diverse Vitaminpräparate geschnupft?

    Die ständige Selbstoptimierung und das Streben nach dem langen Leben ist nicht nur anstrengend und zeitraubend. Vieles, was wir darüber zu wissen glauben, scheint auch noch falsch zu sein.

    Denn die fitesten und gesündesten Menschen der Welt steigen auf keine Laufbänder und heben auch nicht fünf Mal die Woche Gewichte. Die Rede ist von Menschen, die in den sogenannten “Blue Zones”, also blaue Zonen, leben.

    Dabei handelt es sich um die Regionen der Welt, in denen die Lebenserwartung der Bewohner besonders hoch ist.

    Das Geheimnis der “Blue Zones” 

    Doch was ist das Geheimnis dieser Orte? Die Menschen, die dort wohnen, werden ständig dazu gezwungen, sich zu bewegen, ohne, dass sie großartig darüber nachdenken. Es ist ein Teil ihres Alltags. Dazu zählt viel Gartenarbeit, längere Fußmärsche und wenige technische Hilfsmittel bei alltäglichen Aufgaben.

    Das Inkorporieren einer derartigen Menge an Bewegung in unser Leben scheint natürlich extrem schwierig, da wir vor allem in den westlichen Ländern der Welt wahnsinnig viel Zeit an Schreibtischen verbringen. Vor hundert Jahren führten nur 10 Prozent der Menschen ihre Jobs im Sitzen aus, heute sind es bereits 90 Prozent.

    Trotzdem gibt es Möglichkeiten, den Gewohnheiten in den “Blue Zones” so nahe wie möglich zu kommen.

    Moderate, natürliche Bewegung 

    Am besten wäre es, die generelle Fortbewegung im Alltag zu überdenken. Kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen kann Wunder bewirken. Auch, wenn es nur der Weg zu einer weiter weg gelegenen Haltestelle ist.

    Laut einer Studie der University of California sind 16 Minuten Bewegung auf dem Arbeitsweg (jeweils hin und zurück) am gesündesten. Und nein, im Stau zu stehen und vor Wut zu vibrieren gilt nicht als Bewegung.

    Insgesamt ist es wichtig, mindestens sechs Stunden moderate Bewegung in der Woche zu schaffen. Damit sinkt bereits die Wahrscheinlichkeit an Krebs, Herz- oder Lungenerkrankungen zu sterben. Selbst zwei Stunden können schon einen großen Unterschied machen. Ein Spaziergang am Tag kann auch dafür sorgen, dass das Demenz-Risiko um 40 Prozent sinkt.  

    Im Prinzip lässt sich das Geheimnis der “Blue Zone”-Bewohner einfach zusammenfassen: Unsere Körper sind dafür designed, sich zu bewegen. Wird das vernachlässigt, verkümmern auch unserer körperlichen Fähigkeiten zunehmend.

    Und um dem entgegen zu wirken, braucht es keine High-Intensitiy-Trainings. Es sind die einfachen, natürlichen Bewegungen, die über Jahre den Schlüssel zu einem langen Leben darstellen können.

    (jg)


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    US-Präsident Donald Trump kündigte am Samstag an, dass John Kelly das Weiße Haus verlassen wird. 

    US-Präsident Donald Trump hat den Abgang seines Stabschef John F. Kelly aus dem Weißen Haus angekündigt. Nach Reince Priebus ist Kelly schon der zweite Stabschef, den Trump entlässt. 

    ► Laut Trump wird Kelly seinen Posten Ende des Jahres aufgeben. Zuvor hatte der US-Präsident stets behauptet, Kelly werde bis 2020 im Amt bleiben. 

    ► Trump verkündete bisher keinen Nachfolger für Kelly. Seit Wochen wird für den Posten jedoch Nick Ayers gehandelt – Ayers ist der Stabschef von Vize-Präsident Mike Pence. 

    Warum Trump Kelly rauswirft: 

    Kelly gilt als einer der wenigen Mitarbeiter im Weißen Haus, die sich offen Trump entgegen stellen. Der Ex-General soll bemüht sein, Struktur und Ordnung in einem von Chaos und den Skandalen des US-Präsidenten geplagten Weißen Haus herzustellen. 

    Zwischen dem volle Loyalität erwartenden Trump und Kelly sollen deshalb Spannungen existierten; im April soll der Stabschef angeboten haben, seinen Job hinzuschmeißen.

    Der US-Präsident hat seinen Stabschef Medienberichten zufolge immer wieder als “unfähig” bezeichnet. Seit Wochen halten sich deshalb Gerüchte, dass Kelly gehen muss. Nun haben sich diese bewahrheitet. 


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    SPD wirft Nahles

    Der Streit um das Werbe- und Informationsverbot für Schwangerschaftsabbrüche droht, die SPD und die Große Koalition zu zerreißen.

    ► Aus der eigenen Fraktion wird SPD-Chefin Andrea Nahles “vorauseilender Gehorsam” gegenüber der Union vorgeworfen. “Dass die SPD vor der Union einknickt ist, zeugt von der mangelnden Durchsetzungsfähigkeit der SPD-Verhandlungsführer”, sagte der Bundestagsabgeordnete Florian Post der “Bild am Sonntag”.

    Mehr zum Paragrafen 219a: Das passiert, wenn er abgeschafft wird

    Es sei ein “strategischer Fehler von Nahles”, den Antrag zur Änderung des Paragrafen 219a aus Rücksicht auf den Koalitionspartner zurückgezogen zu haben. Für Post gehe es um die “Glaubwürdigkeit der SPD”.

    Darum ist der Streit um den Paragrafen 219a wichtig:

    ► Post drohte mit einer Gewissensentscheidung, sollte die Partei bis Dienstag keinen Kompromiss mit der Union erreichen. Dann könne der Bundestag im Januar ohne Fraktions- und Koalitionszwang mit den Stimmen von SPD, FDP, Linken und Grünen den Paragraphen 219a ändern.

    ► Die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer lehnt eine Änderung des Paragrafen kategorisch ab. Die Drohungen erhöhen damit nicht nur den Druck auf die ohnehin schon angeschlagene SPD-Chefin Nahles, sondern sind auch die erste Bewährungsprobe für AKK.

    Was ihr sonst noch wissen müsst:

    Am Mittwochabend treffen sich die Frauen nach Informationen der “Bild am Sonntag” zum ersten Koalitionsausschuss. Dort soll eine Einigung beim Paragrafen 219a gefunden werden.

    Ein SPD-Insider gegenüber der Zeitung: „Es ist völlig offen, ob die Fraktion einen Kompromiss von Nahles und AKK mitträgt.“


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    CDU-Politiker nennt neuen Generalsekretär Paul Ziemiak

    ► Der Bundesschatzmeister der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, Hermann Hesse, hat die Wahl von Paul Ziemiak zum neuen CDU-Generalsekretär als ersten „Griff ins Klo von AKK“ bezeichnet. Die MIT warb im Vorfeld für Friedrich Merz als CDU-Chef.

    ► Auf Facebook schrieb Hesse: “Bei einem Ergebnis 503 von 1001 Delegierten würde ich mir ernsthafte Gedanken über meinen Rückhalt in der Partei machen. Das war dann der erste Griff ins Klo von AKK.“ 

    ► Darüber berichtet die “Bild am Sonntag”. Weiter schrieb Hesse: „Unglaublich, wie man jemanden zum General vorschlagen kann, der noch nie mit bodenständiger Arbeit Geld verdient hat, der keinen vernünftigen Abschluss vorweisen kann und das reale Leben nur aus der Politikbrille kennt.” 

    Was ihr sonst noch über Ziemiaks Wahl als CDU-Generalsekretär wissen müsst:

    Einen Tag nach ihrer Wahl zur neuen CDU-Vorsitzenden hatte AKK mit Ziemiak ihre erste Personalentscheidung getroffen. Der 33-jährige ist Chef der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union.

    Doch nur knapp 63 Prozent der Delegierten gaben dem Sauerländer ihre Stimme. Das verhältnismäßig schlechte Ergebnis könnte als Zeichen gewertet werden, dass die Partei nach dem intensiven Wettbewerb um den Parteivorsitz noch geraume Zeit braucht, um Gräben zu schließen. 

    Wie es zur Wahl von Ziemiak kam:

    ► Nach eigenen Angaben hatte AKK Ziemiak bereits früh gefragt, ob er unter ihr Generalsekretär werden wolle. Aus Loyalität zu den anderen beiden Bewerbern, die wie Ziemiak aus NRW kommen, habe er aber zunächst abgesagt.

    ► “Am Rande der Tanzfläche” des Delegiertenabends habe sie ihn am Freitag aber noch einmal angesprochen und dann auch überzeugt. Nach einem Bericht der “Rheinischen Post” sollen die beiden auch mit dem NRW-CDU-Vorsitzenden Armin Laschet darüber gesprochen habe.


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    Bahn-Chaos: Montag drohen Zugausfälle wegen Streiks – Tickets werden teurer

    Bahnfahren wird kurz vor Weihnachten zur Belastungsprobe für alle Kunden. Zum zweiten Advent steigen mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn ab heute nicht nur die Ticketpreise.

    Ab Montag drohen Bahnkunden wegen Warnstreiks Zugverspätungen und Ausfälle, nachdem die Tarifverhandlungen am Samstag abgebrochen worden waren. Die Bahn hält euch auf dieser Seite auf dem Laufenden.

    Im Fernverkehr werden Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) im Durchschnitt um 1,9 Prozent teurer, wie die Bahn mitteilte. Allerdings setzt die Bahn mit dem Fahrplanwechsel auf wichtigen Strecken mehr Züge ein sowie den ICE 4, die jüngste Generation des Hochgeschwindigkeitszuges. 

    Warum es zu Warnstreiks bei der Deutschen Bahn kommt:

    ► Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte am Samstag die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn in Hannover abgebrochen.

    ► Aus Kreisen der Gewerkschaft verlautete, dass bereits am Montagmorgen Beschäftigte vor allem in Stellwerken und Werkstätten bundesweit ihre Arbeit niederlegen könnten.

    Wie lange die Streiks bei der Deutschen Bahn dauern:

    ► Die Aktion könnte demnach bis zum Mittag anhalten.

    ► Über Umfang und Dauer der Arbeitsniederlegungen sei noch nicht entschieden. Die Bahn sprach von einer “völlig überflüssigen Eskalation”.


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    • Bei einem Fußballspiel in Argentinien stürmte ein Hund aufs Spielfeld.
    • Weil das Tier versehentlich ein Tor verhinderte, wird es nun auf Twitter als Held gefeiert. 

    Dass der Hund als bester Freund des Menschen gilt, ist nicht neu – dass der pelzige Kamerad allerdings auch den besten Spieler einer Fußballmannschaft ersetzen könnte, bringt so manch einen zum Schmunzeln. 

    Na gut, bester Spieler ist vielleicht übertrieben. Trotzdem muss dem streunenden Hund, der letzten Sonntag in Argentinien mitten in ein Fußballspiel hineingestürmt ist, zugestehen: In seinem kurzen Moment des Ruhms war der Vierbeiner flinker als sämtliche Profi-Sportler auf dem Feld, wie ein Video auf Twitter zeigt.

    Der Hund konnte ein Tor verhindern 

    Der Vorfall ereignete sich bei einem Spiel zwischen Juventud Unida und Defensores de Belgrano. Der Torwart der Belgranos wollte den Ball soeben wieder ins Spiel einwerfen – ein Spieler der Juventud Unida kam ihm allerdings zuvor und schoss den Ball in Richtung des gegnerischen Tors. 

    Genau in diesem Moment rannte ein Hund am Tor der Belgranos vorbei – und hielt den Ball auf.

    Wirklich geholfen hat der tierische Einsatz den Belgranos leider nicht – sie haben 3 zu 0 gegen Juventud Unida verloren. 

    Die Twitter-User feiern den Hund als besten Torhüter der Welt:

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    UN-Migrationspakt: Was passiert, wenn er unterschrieben ist – und 7 weitere Fragen

    Der “Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration” wird von vielen gepriesen – sorgt allerdings auch für enormen Streit.

    ► Wie derzeit in Belgien, wo das Papier eine handfeste Regierungskrise ausgelöst hat.

    Sollte die Regierung den Pakt am Montag unterzeichnen, müsste Ministerpräsident Charles Michel in eine Minderheitsregierung, weil sein Koalitionspartner für diesen Fall den Ausstieg aus der Koalition androhte.

    Was sich noch ändert, wenn der Pakt morgen unterschrieben ist – und 7 weitere, wichtige Fragen zu dem Papier auf den Punkt gebracht:

    1. Was ist der UN-Migrationspakt überhaupt?

    Der Anstoß für eine Erarbeitung globaler Leitlinien zur besseren Bewältigung der weltweiten Migration kam während der Migrationskrise 2015.

    Im Juli 2018 stand dann das in der deutschen Übersetzung 32 Seiten umfassende Dokument, das nun bei der Konferenz in Marrakesch ab Montag angenommen werden soll.

    Kurz gesagt ist es der erste umfassende Ansatz weltweit, auf dessen Basis Länder besser zusammenarbeiten sollen, um gegen illegale und ungeordnete Migration vorzugehen und Migration sicherer für die Menschen zu machen.

    Die formulierten 23 Ziele beinhalten auch Lösungsansätze für in Deutschland diskutierte Probleme: 

    ► So sollen einige Migrationsursachen in den Herkunftsländern bekämpft werden, ebenso die Schleuserkriminalität.

    ► Der Grenzschutz soll gestärkt und “irreguläre Migration” verhindert, stattdessen sollen “sichere und reguläre” Grenzübertritte ermöglicht werden.

    ► Ein weiteres Ziel behandelt die Erleichterung einer “würdevollen Rückkehr” ins Ursprungsland. Zu den Zielen werden jeweils konkrete Handlungsvorschläge gemacht - rechtlich bindend ist der Pakt nicht.

    2. Soll der UN-Pakt Migration fördern?

    Nein, aus dem Dokument lässt sich kein neuer Anreiz für Menschen ableiten, ihre Heimat zu verlassen und woanders eine Zukunft zu suchen. 

    ► Migration wird dabei aber durchaus positiv als “Quelle des Wohlstands, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung” dargestellt. Ihre positiven Auswirkungen sollen demnach durch den Pakt besser genutzt werden.

    ► Gleichzeitig behandelt das Papier auch die Probleme und Gefahren irregulärer Migration.

    Die UN-Sonderbeauftragte für Migration, Louise Arbour, sagte zu den hitzigen Debatten darum: “Migration ist ein Thema. Es ist kein schlechtes Thema, es ist kein gutes Thema, es ist ein Thema.”

    3. Warum ist die Skepsis gegenüber dem UN-Migrationspakt so groß?

    Obwohl es keine rechtliche Bindung an die 23 Ziele gibt und der Pakt ausdrücklich die geltende Souveränität der Mitgliedsstaaten betont, fürchten eine Reihe von Staaten um ihre nationale Hoheit.

    ► So könne aus den Leitlinien möglicherweise Gewohnheitsrecht werden, das mit der Zeit einklagbar werde. Die Bundesregregierung hält diese Argumentation für sehr weit hergeholt.

    ► Eine Befürchtung der Gegner ist auch, dass die Ziele zu höheren Standards für die Ansprüche von Migranten auch in Deutschland führen werden. Befürworter halten dagegen, dass diese Standards in der Bundesrepublik ohnehin erfüllt sind.

    ► Kritiker, vor allem Nationalkonservative und rechtspopulistische Parteien, stießen sich zudem an der ihrer Meinung nach zu positiven Darstellung von Migration, die eine Werbewirkung entfalten könne.

    Migrationsexperte Matteo Villa vom italienischen Institut für internationale politische Studien macht vor allem politische Kampagnen dafür verantwortlich, in den vergangenen Monaten Ängste über eine vermeintlich unkontrollierbare Migration geschürt zu haben.

    ► Populistische Anführer hätten in dem Dokument einen “perfekten Prügelknaben” für die nationalen Debatten über Migration gefunden.

    4. Welche Länder bleiben dem UN-Migrationspakt fern?

    Regierungen mehrerer Länder haben das Abkommen bereits abgelehnt. Die USA waren nach UN-Angaben als einziger der 193 Mitgliedstaaten aus den Verhandlungen ausgestiegen.

    Nachdem die UN-Vollversammlung sich im Juli dieses Jahres auf einen Vertragsentwurf verständigt hatte, nahmen auch andere Länder von dem geplanten Regelwerk wieder Abstand.

    ► Dazu gehören Ungarn, Österreich, Tschechien, Polen, Bulgarien, Australien, Slowakei und Israel.

    Polen wird - anders als die meisten anderen Gegner - dennoch eine Delegation nach Marrakesch schicken.

    ► Die Schweiz und Italien werden nicht vertreten sein, weil die Regierungen in Bern und Rom erst die Parlamente entscheiden lassen wollen.

    ► In Lettland hat sich die Volksvertretung mehrheitlich gegen den Migrationspakt ausgesprochen. Die Entscheidung der Regierung stand Ende der Woche noch aus.

    5. Wie steht die Bundesregierung dem UN-Migrationspakt gegenüber?

    Die Bundesregierung betrachtet das Dokument als gelungen. Außenminister Maas sagte Ende November: “Dieser Pakt ist auch im deutschen Interesse.”

    Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zur UN-Konferenz nach Marrakesch fliegen und dort eine Rede halten.

    Auch der Bundestag sprach sich für das Regelwerk aus. Dort verteidigten Redner von Union, SPD, Grünen, Linken und FDP den Pakt gegen Kritik der AfD.

    6. Was passiert nun in Marrakesch?

    Die Konferenz dient in erster Linie der feierlichen Annahme des Migrationspaktes.

    ► Theoretisch könnte Widerspruch von Delegationen zu einer Abstimmung über das Dokument führen.

    ►In diesem Fall wird mit einer hohen Zustimmung gerechnet. Nach der Annahme geht der Beschluss wieder zurück zur finalen Billigung an die UN in New York.

    In Marrakesch wird es auch eine Reihe von Diskussionen und Dialoge darüber geben, auf welche Weise der Migrationspakt in Zukunft am besten seine Kraft entfalten kann.

    Dabei geht es auch um die freiwillige Umsetzung der Leitlinien in nationales Recht.

    7. Wie könnten Migranten von dem UN-Pakt profitieren?

    Sie sollen besser vor Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung geschützt werden.

    ► Das gilt etwa für Erntehelfer aus Nordafrika, die in Südspanien Tomaten und Früchte ernten. Und für verzweifelte Menschen aus Entwicklungsländern, die sich bei Arbeitsvermittlern hoch verschulden.

    ► Auch für Hausangestellte aus Südostasien, denen ihre Arbeitgeber in den arabischen Golfstaaten die Pässe abnehmen, ist der Pakt ein Dokument der Hoffnung.

    ► Allerdings: Wie die Einhaltung der Grundsätze, die in dem Dokument festgelegt sind, überprüft werden soll, steht noch nicht fest.

    8. Was wird sich nach der Konferenz in der Migrationspolitik ändern?

    Da der Pakt auch für die annehmenden Länder gesetzlich nicht bindend ist, muss es auf nationaler Ebene keine direkten Auswirkungen auf die Politik oder die Handhabe von Migration geben.

    ► Die Ziele können nach Belieben in nationales Recht umgesetzt werden, müssen aber nicht.

    ► Das Regelwerk soll seine Kraft – wie schon bei anderen Abkommen – über die politische Bindung seiner Mitglieder entfalten. 

    Die UN pocht auch darauf, dass durch die gleichen Standards künftig eine bessere internationale Zusammenarbeit bei der Migration möglich wird.

    Die Bundesregierung erhofft sich, dass der UN-Pakt auch Staaten, die sich bislang nicht um die Rechte von Migranten scheren, dazu bringen wird, ihre nationale Gesetzgebung zu ändern.

    Dadurch könnte langfristig der Migrationsdruck in Richtung Westeuropa abnehmen. Eine Garantie gibt es dafür aber nicht.

    Außerdem könnte die verbesserte Ausstellung von Identitätsnachweisen in Entwicklungsländern bei Abschiebungen auch aus Deutschland helfen. Wie effektiv die vereinbarten Maßnahmen gegen Schlepper sind, muss sich noch zeigen.

    Mit Material von dpa.


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    Eine Rentnerin bei Wiesbaden wurde sexuell belästigt. (Symbolbild)

    • Eine Rentnerin in Bierstadt bei Wiesbaden wurde von einem Exhibitionisten belästigt.
    • Der Mann stand mit heruntergelassener Hose vor ihrem Fenster.

    In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die 77-jährige Bewohnerin eines Altenpflegeheims in Bierstadt bei Wiesbaden von einem Exhibitionisten belästigt.

    Laut eines Polizeiberichts bemerkte die Frau nachts gegen 2.50 Uhr, wie jemand mit einer Taschenlampe in ihr Fenster hinein leuchtete.

    Der Exhibitionist hat absichtlich mit der Taschenlampe ins Fenster geleuchtet

    Die Frau sah daraufhin aus dem Fenster – und erblickte einen Mann mit heruntergelassener Hose. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann habe die Taschenlampe absichtlich auf das Wohnheim gerichtet hat, um Aufmerksamkeit zu gewinnen.

    Aufgrund der Dunkelheit war es der Bewohnerin des Heims nicht möglich, den Mann genauer zu erkennen. Die Wiesbadener Kriminalpolizei konnte den Mann bisher nicht fassen und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 0611 345-0. 

    (jkl)


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    • Ein alter Lebenslauf von Herzogin Meghan ist vor Kurzem auf Facebook aufgetaucht.
    • Ein unbekannter Nutzer hatte das Dokument mit einem schwarz-weiß Portrait der Herzogin von Sussex hochgeladen.
    • Im Video oben seht ihr den Moment, in dem Meghan vor versammelter Menge ein Geheimnis über Harry erfährt! 

    Ein Lebenslauf, der von einem Mitarbeiter einer Schauspielagentur auf Facebook hochgeladen wurde, gibt nun interessante Einblicke in das Leben von Herzogin Meghan, als sie noch eine aufstrebende Schauspielerin war.

    Wie die britische Boulevardzeitung “Daily Mail” berichtet, lässt sich nicht genau sagen, wie alt der Lebenslauf tatsächlich ist. Allerdings ist die letzte Rolle, die sie als Referenz darauf angibt, “Natalie, das heiße Mädchen in einem Film von Ashton Kutcher aus dem Jahr 2005.

    Außerdem ist zu lesen, dass Meghan 1,70 Meter groß ist und damals etwa 51 Kilogramm gewogen hat.

    Zur damaligen Zeit hatte Meghan gerade einmal in zwei bekannteren Serien mitgespielt, “General Hospital” und “Century City”, beide Male als Nebendarstellerin. Neben ihrem Debüt in Ashton Kutchers Film “A Lot Like Love” hatte sie tatsächlich auch nur eine weitere Rolle vorzuweisen: Mit elf Jahren sprach sie beim Kindersender Nickelodeon über Gleichberechtigung.

    Alle anderen Rollen spielte sie entweder an ihrer Universität oder im Theater.

    Kickboxen und Stepptanzen 

    Meghan muss damals etwa 24 gewesen sein und hatte auch die vielen Bereiche angegeben, in denen sie sich hat ausbilden lassen, wie musikalische Komödien oder Gesangsperformance.  

    Besonders interessant: Die Herzogin schrieb auch, fließend Spanisch und Französisch zu sprechen sowie Kickboxen und Stepptanz zu beherrschen. 

    Der Facebook-Nutzer schreibt dazu, dass er Meghan einige Male kennenlernen durfte, er habe die Agentur aber nicht davon überzeugen können, sie unter Vertrag zu nehmen. Damals hätte sie noch zu wenige Referenzen gehabt.

    Meghan soll aber immer wieder in der Agentur angerufen haben, als man ihr eine Absage erteilt hatte. Er selbst habe allerdings ein gutes Gefühl bei der Herzogin gehabt, weshalb die Dokumente auch aufbewahrt worden waren. “Ob wohl ihre Telefonnummer noch stimmt?”, scherzt er weiter im Post.

    Durchbruch erst 2011

    Meghan gab also nicht auf  und kämpfte sich mit kleinen Rollen weiter nach oben. Egal ob “CSI Miami”, eine Pizza-Werbung oder als “Koffer-Girl” in der Show “Deal Or No Deal”. Erst 2011 kam dann ihr großer Durchbruch in der Anwalts-Serie “Suits” als Rachel Zane.

    Eine Rolle, der sie bestimmt viel zu verdanken hat. Trotzdem war sie nicht traurig, als sie nach der Verlobung mit Prinz Harry die Schauspielkarriere an den Nagel hing.

    “Als ich die 100. Episode abgedreht hatte, dachte ich mir, ich bin stolz auf das, was wir hier getan haben und ich kann dieses Kapitel abhaken. Jetzt beginnt ein ganz anderer Teil meines Lebens. Einer, mit dem viel Verantwortung einhergeht, die ich nicht auf die leichte Schulter nehme.”

    Das sagte sie in ihrem ersten gemeinsamen Interview mit Harry nach der Verlobung. 

    (ak)


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    Die Autorin Tiffany White hat sich eine Zeitlang ihren Lebensunterhalt damit verdient, erotische E-Books unter Pseudonym zu schreiben. Was sich zunächst nach Spaß anhörte, wurde für die junge Frau irgendwann unerträglich: Harte Sex-Szenen und Pseudo-Inzest-Geschichten gehören zum Geschäft mit dazu, musste White lernen.

    Ich lese keine Liebesromane. Dieses Genre verbinde ich immer noch mit meiner Mutter, die überall im Haus Stapel von Groschenroman-Heftchen auftürmte.

    Während meine Kindheitsfreunde und ich uns im Bälleparadies gegenseitig mit Plastikbällen bewarfen, saß meine Mutter in einer Ecke und verschlang Bücher mit Titeln wie “Der Korsett-Mörder”. 

    ► Deshalb nahm ich diese Art der Literatur nie ernst, geschweige denn hätte ich mir vorstellen können, selbst Derartiges zu schreiben.

    Doch nachdem ich in einem Buchladen ein paar quälende Minuten lang in “Fifty Shades of Grey“ geblättert hatte, kam mir derselbe Gedanken wie Millionen anderen: “Also diesen Mist kann ich auch schreiben.“Ein paar Jahre später hatte ich die Gelegenheit, es auszuprobieren.

    Über reiche Idioten und ihre sexuellen Eskapaden schreiben

    Damals sah ich mich gerade nach Schreibaufträgen um, als ich auf eine Anzeige stieß, in der ein E-Book-Verlag Ghostwriter für erotische Liebesromane suchte. Mir war schon bewusst, was für eine Art von Job das war – normalerweise ist die Bezahlung lächerlich gering.

    Aber diese Firma gab an, dass aufgrund von Werbung mehr Geld herausspringen könnte. Aber abgesehen vom Geld dachte ich mir, dass diese Arbeit richtig Spaß machen könnte.

    ► Über reiche Idioten und ihre sexuellen Eskapaden zu schreiben und dafür bezahlt werden? Wofür sonst habe ich schließlich Englisch studiert?

    Nach einer umfangreichen Bewerbungsmappe und einem kurzen Telefoninterview wurde mir umgehend der Job angeboten. Noch in derselben Woche begann ich mit dem ersten Auftrag.

    Mehr zum Thema: Porno auf Papier – Diese Bücher haben die Welt schockiert

    Wir waren ein Team von 20 Leuten unter einem gemeinsamen Pseudonym

    Die Vorgehensweise bestand darin, dass Autoren abwechselnd Kapitel schreiben. Jeder Roman hatte ungefähr 30 Kapitel mit jeweils 1500 Wörtern. Die Handlung des Romans stand bereits im Vorhinein fest.

    Entsprechend erhielten wir mit jedem Auftrag eine Zusammenfassung dessen, was im Kapitel geschehen sollte. Da jeder Ghostwriter war, arbeiteten wir alle unter einem gemeinsamen Pseudonym.

    Erotik ist nach wie vor ein großes Geschäft – und das meistverkaufte Genre bei Amazon.

    ►  Es war ein brillantes System, unglaublich effizient. Ein Team von 20 Leuten konnte binnen einer Woche problemlos einen Roman vollenden.

    Zu sehen, wie alles Form annahm, vom ersten Handlungsentwurf bis hin zum redigierten fertigen Manuskript, war faszinierend.

    Die Menschen wollen unterhalten und angetörnt werden

    ► Erotik ist nach wie vor ein großes Geschäft – und das meistverkaufte Genre bei Amazon.

    Erfolgreiche Autoren können locker ein sechsstelliges Einkommen erzielen mit Nischengeschichten, die in keiner Buchhandlung zu finden sind: wie Jungfrau-Milliardär-Romanzen zwischen Paaren aus unterschiedlichen Ländern oder Sex-Fantasien über eine Ménages à trois zwischen zwei Männern und einer Frau.

    Das mag lächerlich klingen, aber Menschen, die diese Bücher lesen, suchen nicht nach dem nächsten Pulitzer-Preisträger. 

    Sie wollen unterhalten und angetörnt werden. Sie wissen, was sie für ihre hart verdienten 99 Cent erwarten können – und das ist nicht viel.

    Mehr zum Thema: Erotik: Das sind die häufigsten Sexfantasien von Frauen

    Die Ghostwriter, mit denen ich gearbeitet hatte, hatten echtes Talent

    Die Gattung hat den Ruf, stümperhafte Autoren anzuziehen, die nicht mal das Alphabet beherrschen. Doch die Ghostwriter, mit denen ich gearbeitet habe, waren Profis mit echtem Talent.

    ► Allerdings mussten die Kapitel binnen 24 Stunden abgegeben werden. Aufgrund des zeitlichen Drucks lieferten die Autoren unter Niveau ab, statt die wahren Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

    Wenn ich ein Kapitel annahm, das witzig zu sein versprach, war ich oft mehr damit beschäftigt, die vorgeschriebene Wortzahl zu erfüllen, als den Charakter zu entwickeln oder einen humorvollen Dialog zu entwerfen.

    Es war eine Qual, in der Mitte eines Kapitels zu erkennen, dass es nicht mehr viel zu erzählen gibt. Ich löste das Problem, indem ich mich genervt in die Gedankenwelt der Figur versetzte und vor sich hin plätschernde Monologe schrieb.

    Ich war zu Beginn sehr nervös

    ► Ein gängiges Romanthema war zum Beispiel, dass zwei Leute scharf aufeinander waren, aber aus welchen Gründen auch immer nicht zusammen sein konnten.

    In Grunde dachte ich das ganze Kapitel lang darüber nach, in welchen Dutzenden Variationen ich Folgendes ausdrücken könnte: „Lass die Finger von ihm, Mädel! Wobei, dieser Schwanz…“

    Als Nicht-Erotik-Autorin war ich zuerst zurückhaltend und nervös, aber bald fiel es mir leichter.

    Der Aufbau sexueller Spannung machte allerdings nur die Hälfte des Buches aus. Nachdem die Protagonistin und ihr Auserwählter sich ein wenig kennen gelernt hatten, ging es direkt zum Sex.

    Als Nicht-Erotik-Autorin war ich zuerst zurückhaltend und nervös, aber bald fiel es mir leichter. Entscheidend war, den richtigen Ton zu treffen – normalerweise ungefähr so: “Ich bin selbstsicher und scharf. Ich schrecke nicht davor zurück, Sex in diesem Umkleideraum zu haben!“

    Alles, was erotisch oder sinnlich war, schien nicht gewünscht gewesen zu sein

    Wir alle verwendeten viele Ausrufe – in einem Ausmaß, das nahezu skurril anmutete. Jedes Kapitel war gespickt mit “Heilige Scheiße!“ und “Fuck!“.

    Anfangs fand ich es unpassend. Aber als ich begann, Sexszenen zu schreiben, wurde mir klar, dass solche Ausrufe gut geeignet waren zur klanglichen Unterstützung.

    ► Da jedes Kapitel in der ersten Person und im Präsenz geschrieben wurde, verließ ich mich bequem auf emotionale Wallungen im Bewusstseinsstrom, um den Leser dazu zu bringen, sich mit der Protagonistin zu identifizieren.

    Ein Beispiel: “Er öffnet seine Hose, und, heilige Scheiße! Ist der riesig! Aber Fuck, er ist mein Boss!“ Es war oberflächlich und klang super billig, aber alles, was erotisch oder sinnlich war, schien “out“ zu sein, also habe ich es nicht einmal versucht.

    Es gab Kapitel, deren einziger Inhalt “Duschsex” war

    Ehrlich gesagt hat mich das Ganze anfangs amüsiert, aber nach ein paar Büchern ließ der Reiz des Neuen schnell nach. Manchmal kam ich bei einem Kapitel nicht weiter, dessen einziger Inhalt “Duschsex“ war, und irgendwie musste ich es schaffen, 1500 Wörter darüber zu schreiben.

    ► Als ich eine Analsex-Szene zwischen einem König und einer Prinzessin schrieb, stolperte ich über Ungereimtheiten in der Handlung.

    Wo bitte findet man in diesem ollen mittelalterlichen Königreich Gleitmittel? Wenn es wirklich das erste Mal für die Prinzessin ist, würde sie definitiv nicht den “Super-Orgasmus“ erleben.

    Mehr zum Thema: Experten: Diese 9 Dinge solltet ihr immer tun, bevor ihr Sex habt

    Am Ende war die Frau schwanger und abhängig von ihm

    Auch die Charaktere im Roman waren vorgegeben. Vor Beginn jedes Romans schickte uns der Herausgeber eine Zusammenfassung der Eigenschaften. Der männliche Protagonist war immer ein reicher Idiot, der aussah wie Liam Hemsworth und “missverstanden“ wurde.

    Die Protagonistin war immer eine blonde Frau, Typ Mädchen von nebenan, dabei selbstbewusste Geschäftsfrau, die gerne ihren Ruf ruiniert und ihr Leben für ein 30-Zentimeter-Ding wegwirft.

    ► Das Thema, das den Büchern zugrunde lag, war stets dasselbe: Erfolgreiche Frauen mussten für den Mann ihre Karriere aufgeben.

    Warum verschwendest du deine Zeit mit Müll, statt etwas zu schreiben, das dich weiter bringt?“, fragte mich mein Freund.

    Am Ende war die Frau schwanger, zu Hause und abhängig von einem groß gewordenen Kindskopf, der gerade mal 20 Kapitel zuvor eine Stripperin nach der anderen gevögelt hatte. 

    Ich erreichte einen neuen Tiefpunkt

    Genug von dem ganzen Grauen hatte ich aber wohl, als ich an einem Roman mit Tabuthema mitarbeiten sollte. “Pseudo-Inzest-Storys verkaufen sich momentan wirklich gut“, sagte mir der verantwortliche Redakteur.

    ► Es ging um einen Roman über wirklich heißen Sex zwischen einer 19 Jahre alten Jungfrau und ihrem “Bad Boy“-Stiefvater. Bevor euch das Kotzen kommt, solltet ihr wissen: Das Thema ist zurzeit in Erotikkreisen ziemlich verbreitet, man findet Dutzende solcher Angebote auf Amazon.

    Wie auch immer, ich nahm den Auftrag an, aber das bedeutete einen neuen Tiefpunkt für mich. Die Bücher davor hatten eine konventionelle Handlung: Mädchen trifft Typ, zwischen Mädchen und Typ baut sich eine sexuelle Spannung auf, Mädchen und Typ haben Sex und leben danach glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

    ► Das Pseudo-Inzest-Buch aber war von Anfang bis Ende brutaler Hardcore-Sex. Da ich eine Schweigeklausel unterzeichnet hatte, kann ich leider keine Detail nennen, aber was immer ihr euch vorstellt, genauso war es... nur hundert Mal schlimmer.

    Die erotische Literatur vergiftete meine Seele

    Nach dem Stiefvater-Buch machten sich meine Angehörigen Sorgen.

    “Warum verschwendest du deine Zeit mit Müll, statt etwas zu schreiben, das dich weiter bringt?“, fragte mich mein Freund, als ich mich um 1 Uhr nachts durch die x-te Sexszene unter der Dusche kämpfte.

    Er hatte recht. Die erotische Literatur lag mir nicht am Herzen, ich war lediglich naiv und hatte gedacht, dass sie “leicht“ zu schreiben sei. Doch schon bald musste ich erkennen, dass sie langsam meine Seele vergiftete. Auch die Bezahlung war zu gering, um bei diesem Job zu bleiben.

    ► Warum sollte ich weitermachen, wenn es nicht annähernd so viel Spaß machte, wie ich angenommen hatte? Also kündigte ich nach etwa vier Monaten – na ja, genau genommen antwortete ich einfach nicht mehr auf die E-Mails des Redakteurs.

    Mehr zum Thema: Paar macht Weltreise – und finanziert sie mit Pornofilmen

    Schriftstellerei kann auch ein Geschäft sein

    Wenn ich etwas aus der Erfahrung gelernt habe – abgesehen von mir gänzlich neuen Fetischen –, dann, dass die Schriftstellerei ein Geschäft sein kann wie jedes andere auch.

    Mir ist klar, dass viele Menschen der Gedanke an Ghostwriter abschreckt. Aber das ist die harte Realität. Die Vorstellung eines einzelnen Schriftstellers, der für seine “Kunst“ harte und ehrliche Arbeit leistet, entspricht nicht immer der Wirklichkeit.

    ► Es geht um klassische Ökonomie von Angebot und Nachfrage. Frauen wollen etwas Schmutziges lesen und bezahlen dafür ein paar Cent.

    Außerdem gibt es eine unbegrenzte Anzahl verzweifelter Schriftstellerinnen, die mehr als gewillt sind, auszuprobieren, ob sie die nächste Bestseller-Autorin werden.

    Ich hoffe nur, dass sie auch bereit sind für jede Menge Sex unter der Dusche.

    Dieser Artikel erschien ursprünglich bei bei der HuffPost USA und wurde von Sandra Tjong aus dem Englischen übersetzt und redaktionell angepasst.

    (ak)


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    SPD wählt Barley mit 99 Prozent zur Europawahl-Spitzenkandidatin

    ► Die SPD hat Justizministerin Katarina Barley mit einer Zustimmung von 99 Prozent zu nationalen Spitzenkandidatin für die Europawahl am 26. Mai bestimmt.

    ► Barley hat ihre Partei angesichts des Erstarkens nationalistischer Bewegungen in Europa zu einem energischen Wahlkampf aufgerufen, das europäische Einigungsprojekt stehe am Scheideweg.

    ► Auf Platz zwei der Liste wurde der Fraktionschef der europäischen Sozialdemokraten im Europaparlament, Udo Bullmann, mit 97,4 Prozent gewählt.

    Warum Barley eine schwere Kandidatur bevorsteht:

    Die Europawahl gilt auch als Stimmungstest in Deutschland. Hier steckt die SPD seit der Bundestagswahl in einem Jammertal, aus dem Barley die Partei nun herauskämpfen muss.

    in Umfragen liegt die SPD bundesweit derzeit nur noch bei knapp 15 Prozent. Zum Vergleich: Bei der letzten Europawahl 2014 landete die SPD mit Spitzenkandidat Martin Schulz bei 27,3 Prozent.

    Worum es für die SPD in Europa geht:

    Der europäische Spitzenkandidat der sozialdemokratischen Parteien ist der Vizepräsident der EU-Kommission, der Niederländer Frans Timmermans. Der 57-Jährige wird im Wahlkampf der große Rivale des konservativen Kandidaten Manfred Weber (CSU).

    Beide wollen Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden und konkurrieren damit um einen der mächtigsten Posten in Brüssel. Barley könnte als nationale Spitzenkandidatin womöglich eine führende Rolle im Europaparlament in der sozialdemokratischen Fraktion übernehmen.


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