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Huffington Post Germany Athena

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    • Ein Clubbesuch mit Freundinnen sollte vor allem Spaß machen – doch manchmal ist genau das Gegenteil der Fall. 
    • Oft werden Frauen im Club begrapscht. 

    Zu später Stunde ausgelassen tanzen, trinken und feiern – so sieht für viele junge Frauen der perfekte Abend aus.

    ► Doch ein ungestörter Abend im Club scheint oft überhaupt nicht möglich zu sein. Der Grund sind Männer, die ihre Hände nicht bei sich lassen können. 

    Das Kleid registriert fremde Berührungen 

    Ein Experiment des Getränkeherstellers “Schweppes” zeigt nun, wie extrem Belästigung in Nachtclubs ausfallen kann. Experten entwickelten dafür ein Kleid, das mit versteckten Sensoren ausgestattet ist und die Anzahl fremder Berührungen auf dem Körper einer Frau registriert.

    In diesem besonderen Kleidungsstück machten sich drei Frauen auf den Weg in einen brasilianischen Nachtclub. Das schockierende Ergebnis: Zusammen wurden die drei 157 mal begrapscht. 

    Arm, Schulter, Taille, Hüfte, Po – fast keine Körperstelle blieb von rücksichtslosen Clubbesuchern verschont. Pro Stunde wurden die Frauen mehr als 40 mal ungefragt angefasst.

    Mehr zum Thema: Schauspielerin droht Gefängnisstrafe wegen “obszönen” Kleids – so sieht es aus

    “Ich denke, sie wollen sich nur beschweren”

    Damit waren die Versuchsteilnehmerinnen sicher nicht allein an diesem Abend: Laut einer Umfrage einer brasilianischen Nichtregierungsorganisation geben 86 Prozent der brasilianischen Frauen an, bereits in einem Nachtclub belästigt worden zu sein.

    Für Europa oder Deutschland gibt es keine vergleichbaren Umfragen. Wie aber eine Umfrage einer französischen Stiftung in sechs Ländern kürzlich zeigte, ist Brasilien wohl keine Ausnahme: 

    ► In Deutschland gaben etwas mehr als ein Drittel der Frauen in der Umfrage an, schon einmal in der Öffentlichkeit sexuell belästigt worden zu sein. 28 Prozent der Frauen berichten von anzüglichen Gesten in ihre Richtung.

    Wer sich nun fragt, wie diese hohe Zahl in Brasilien zustande kommt, muss nur den Männern zuhören, die das Kamerateam von “Schweppes” vor dem Nachtclub befragt hat. 

    ► Dabei wurde deutlich: Einige Männer scheinen sich sicher zu sein, dass es völlig okay ist, Frauen in einer Disko ungefragt anzufassen. 

    Wer geht denn am Donnerstagabend in den Nachtclub nur um zu tanzen?”, sagt ein Unbekannter im Video. 

    “Ich denke, sie wollen sich nur beschweren”, antwortet ein anderer auf die Frage, ob er in der hohen Zahl der ungewollten Berührungen ein Problem sehe.

    “Eine Frau ist kein Tier” 

    “Eine Frau ist kein Tier, dem Männer eine Falle stellen können”, sagt eine der Teilnehmerinnen nach dem Experiment. “Ich bin eine interessante Person, ich bin es wert, dass man fünf Minuten mit mir redet”, sagt eine andere.

    (ben)


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    Trump verbreitet einen Tweet über die Proteste in Paris. 

    US-Präsident Donald Trump hat wieder einmal einen Tweet geteilt, dessen Inhalt mehr als fragwürdig ist. Am Dienstag verbreitete Trump auf dem Kurznachrichtendienst eine Nachricht des Autors und konservativen Aktivisten Charlie Kirk. 

    ► Kirk schrieb in dem Tweet über die Proteste der “Gelbwesten” in Frankreich, die gegen die Reformpolitik der französischen Regierung protestieren: 

    “Hier im sozialistischen Frankreich gibt es Unruhen wegen linksradikaler Spritsteuern. Die Medien erwähnen dies kaum. Amerika boomt, Europa brennt. Sie wollen die Rebellion des Mittelstands gegen den kulturellen Marxismus vertuschen. In den Straßen von Paris rufen sie: ‘Wir wollen Trump’.”

    ► Nun muss ein Retweet auf Twitter nicht bedeuten, dass Trump diese – offensichtlich verdrehten bis falschen – Aussagen glaubt. Trump verbreitet auf seinem Kanal allerdings auch keine Nachrichten, denen er widerspricht. 

    ► Daher muss man davon ausgehen: Trump glaubt den Aussagen von Kirk. 

    Warum die Aussagen des Trump-Retweets Unsinn sind: 

    Der Tweet von Kirk enthält keinen ganzen wahrheitsgemäßen Satz. Weder ist die Republik Frankreich ein sozialistisches Land, noch sind die Ökosteuern von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, einem sozialliberalen Reformer, linksradikal. In den USA mögen einige Konservative das vielleicht so sehen. 

    Die Medien, auch in den USA, berichtete zudem ausführlich über die brennenden Barrikaden am Wochenende bei den Protesten der Gelbwesten in Paris, die gegen die Reformpolitik von Macron auf die Straße gegangen sind. Europa brennt also nicht. 

    Eine “Rebellion” der Mittelschicht sind die Proteste der “Gelbwesten” auch nicht. Zwar unterstützen laut der jüngsten Umfrage 80 Prozent der Franzosen die Demonstrationen, die Szenen der Gewalt aber stammen von wenigen militanten Aktivisten. Sie stammen aus dem linksextremen und rechtsextremen Spektrum. Dass die Franzosen sich Trump wünschen, ist auch nicht bekannt.

    Dass Trump über seinen Twitter-Kanal, der Millionen Amerikaner erreicht, solche Nachrichten verbreiten, ist besorgniserregend. 


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    US-Außenminister Pompeo und Nato-Generalsekretär Pompeo. 

    ► Die Nato-Staaten haben Russland erstmals geschlossen vorgeworfen, mit neuen Marschflugkörpern gegen den INF-Abrüstungsvertrag über atomare Mittelstreckenwaffen zu verstoßen.

    ► Man rufe Russland auf, sofort und nachweisbar wieder volle Vertragstreue herzustellen, kündigte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstagabend nach Beratungen der Außenminister in Brüssel an.

    ► Mit der Erklärung soll Russland eine letzte Gelegenheit erhalten, die von der Nato vermutete Missachtung der Regeln des Vertrags zu beenden. Wenn es dies nicht tut, könnte auf Bündnisebene zum Beispiel ein Ausbau der Raketenabwehr in Europa beschlossen werden.

    ► Sollte Russland nicht einlenken, hätte dies auch zur Folge, dass die USA den INF-Vertrag mit politischer Rückendeckung der anderen Alliierten kündigen könnten.

    Was ihr über die Nato-Entscheidung wissen müsst: 

    Der INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (Intermediate Range Nuclear Forces) wurde 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossen. Er verpflichtet beide Seiten zur Abschaffung aller landgestützten ballistischen Raketen und Marschflugkörper mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern. Zugleich untersagt er auch die Produktion und Tests solcher Systeme.

    Die USA werfen Russland seit längerem vor, mit der Entwicklung eines Marschflugkörpers mit dem Namen 9M729 (Nato-Code: SSC-8) gegen den Vertrag zu verstoßen. Russland dementiert das und hat im Gegenzug auch den USA schon mehrfach einen Vertragsbruch vorgeworfen. Ein Einlenken Moskaus gilt deswegen als sehr unwahrscheinlich.

    In europäischen Militärkreisen wird allerdings vermutet, dass auch die USA kein großes Interesse an einem Erhalt des Vertrags haben. Er verpflichtet nämlich nur Russland und sie selbst zum Verzicht auf die atomaren Mittelstreckenwaffen. Andere aufstrebende Militärmächte wie China können sie weiter entwickeln. Ziel der USA könnte es deswegen sein, das INF-Abkommen durch einen neuen multilateralen Vertrag zu ersetzen. Alternativ könnten sie zur Abschreckung von Gegnern selbst neue landgestützte Mittelstreckensysteme bauen.


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    Theresa May im Unterhaus. 

    ► Nur wenige Stunden vor Beginn der fünftägigen Debatte über das Brexit-Abkommen hat das britische Parlament der Regierung von Premierministerin Theresa May am Dienstag eine historische Niederlage bereitet. 

    ► Mit einer Mehrheit von 311 zu 293 entschieden die Abgeordneten, dass die Regierung die Rechte des Parlaments missachtet hat. Grund war die Weigerung der Regierung, ein Rechtsgutachten über den Brexit-Deal vollständig zugänglich zu machen. 

    ► Der BBC zufolge ist es das erste Mal in der Geschichte des britischen Parlaments, dass die Regierung auf diese Weise von den Abgeordneten abgemahnt wird.

    Mehr zum Thema: Hier erfahrt ihr alles, was ihr über den Streit um das Brexit-Rechtsgutachten wissen müsst

    Warum die Niederlage ein böses Omen für May ist: 

    In der Abstimmung über das Rechtsgutachten verbündeten sich die Abgeordneten der Labour-Partei, der nordirischen DUP (Mays Koalitionspartner), der SNP, der Liberalen, der Grünen und der walisischen Plaid Cymru. 

    “Nur eine Woche vor der großen Abstimmung über den Brexit-Deal der Premierministerin deutet das Abstimmungsergebnis darauf hin, dass May keine Mehrheit für ihre Pläne gewinnen wird”, berichtet Paul Waugh, Parlamentskorrespondet der britischen Ausgabe der HuffPost. 

    Schon zuvor wurden May nur geringe Chancen zugestanden, eine Mehrheit für das ausgehandelte Abkommen mit der EU bei der geplanten Abstimmung am 11. Dezember im Parlament zu erreichen.

    Um was es bei dem neuerlichen Brexit-Streit geht: 

    Dass das Rechtsgutachten der Regierung zum Brexit nicht veröffentlicht wurde, sorgte für einen heftigen Streit im Parlament. Kritiker von Mays Abkommen vermuteten, dass ihnen wichtige Informationen über die rechtliche Bewertung des Deals vorenthalten werden sollten, bevor sie am 11. Dezember darüber abstimmen. 

    Das Gutachten werde nun veröffentlicht, sagte Andrea Leadsom, die eine Art Fraktionschefin der Konservativen ist, nach der Niederlage der Regierung.

    (jg)


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    Gregor Gysi bei einer Veranstaltung der Partei Die Linke. 

    • In einem Gastbeitrag hat Linken-Politiker Gregor Gysi das Hartz-IV-System heftig kritisiert. 
    • Das System könnte zur Gefahr für die Demokratie werden, schreibt er. 

    Gregor Gysi gehört zu den schärfsten Kritikern des Hartz-IV-Systems. Seit Jahren fordert der eloquente Linken-Politiker, dass Hartz IV abgeschafft und ersetzt wird. 

    In der aktuellen Hartz-Debatte meldet sich Gysi nun mit einem Gastbeitrag für die Nachrichtenseite “T-Online” zu Wort – und erläutert, welchen Schaden Hartz IV seiner Meinung nach in Deutschland anrichtet. 

    Die Forderungen von Gysi sind schnell aufgezählt. Er fordert, einen Mindestlohn von 12,63 Euro pro Stunde, eine Rentenversicherung, in der alle Erwerbstätigen einzahlen – und dass das Arbeitslosengeld 1 länger gezahlt wird. 

    Eindrücklich aber warnt Gysi vor den Folgen, die eine Beibehaltung von Hartz IV hätte. Denn die schädlichen Konsequenzen würden alle Menschen in Deutschland spüren, nicht nur die Hartz-IV-Empfänger. 

    So argumentiert Gysi gegen Hartz IV

    Ausgangspunkt für Gysis Argumentation: die Schere zwischen Arm und Reich.

    “Anfang der 90er-Jahre lebten gut elf Prozent der Bevölkerung in Haushalten, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens betrug. 20 Jahre später im Jahr 2015 lag der Anteil bei 16,8 Prozent”, schreibt er in seinem Gastbeitrag. 

    ► Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, gilt als von Armut gefährdet. Zu der Entwicklung der Armutsgefährdung in Deutschland gibt es unterschiedliche Studien, aber alle kommen zu dem gleichen Ergebnis: Der Anteil der Menschen, der als von Armut gefährdet gilt, ist in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. 

    Das Statistische Bundesamt gibt für 2005 eine Armutsgefährdungsquote von 14,7 Prozent aus, für 2017 eine Quote von 15,8 Prozent

    Gysi warnt in seinem Gastbeitrag für “T-Online” vor den Konsequenzen dieser Entwicklung. Konsequenzen, die alle zu spüren bekommen würden: 

    “Wenn diese Spaltung nicht überwunden wird, gerät nicht nur der soziale Frieden in Gefahr, sondern es droht eine Unterhöhlung der Demokratie mit allen Konsequenzen für Grundrechte, Freiheit und Rechtsstaat.”

    Was ist dran an Gysis Hartz-IV-These?

    ► Mit dieser These ist Gysi nicht allein. Zahlreiche Ökonomen warnen, dass steigende Ungleichheit eine Gefahr für die Demokratie – weil sich einkommensschwache Menschen von der Politik abwenden. 

    “Eine breite Mittelschicht ist für eine friedliche und demokratische Gesellschaft unerlässlich”, betonte etwa vor einigen Monaten Branko Milanovic, ehemaliger Chefökonom der Weltbank, in einer ARD-Dokumentation.

    Aus diesem Grund sei eine Reform der Beschlüsse der Agenda 2010, zu denen die Einführung des Hartz-Systems zählt, notwendig, schreibt Gysi. “Weil dies der offensichtlichste Ausdruck des Abbaus sozialer Sicherung ist, konzentrieren sich viele Diskussionen auf die Frage, ob und wie man das Hartz-System ersetzen kann und muss.”

    Für Gysi wird Hartz IV zum Problem für die gesamte Gesellschaft. Weil das System die Armutsgefährdung nicht beseitigen kann, sondern eher steigert.

    “Die mit Hartz IV verbundene Entwürdigung der Menschen war Voraussetzung für die Schaffung des größten Niedriglohnsektors Westeuropas und die immer mehr zunehmende prekäre Beschäftigung”, warnt der Linken-Politiker. 

    Eine Reform von Hartz IV freilich reicht Gysi nicht. Um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden, fordert er höhere Steuern für “Konzerne, Vermögende, Bestverdiener”. 

    (jg)


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    Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. 

    ► US-Senatoren beschuldigen den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, an der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi beteiligt gewesen zu sein. Die Abgeordneten hatten zuvor ein Briefing der US-Geheimdienste erhalten. 

    ► Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, der Republikaner Bob Corker, sagte am Dienstag in Washington:

    “Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass der Kronprinz MbS die Tötung angeordnet hat, die Tötung überwacht hat, genau wusste, was passierte, und es vorab geplant hat. Wenn er vor einer Jury wäre, würde er innerhalb von 30 Minuten schuldig gesprochen.”

    Auch der republikanische Senator Lindsey Graham – eigentlich ein Verbündeter von Präsident Donald Trump – betonte, bin Salman sei wohl an der Ermordung von Khashoggi beteiligt gewesen: “Es gibt null Möglichkeiten – null –, dass das in so einer organisierten Art ohne den Kronprinzen passieren könnte.”

    Warum das Urteil der US-Senatoren wichtig ist: 

    Seit Wochen beschäftigt der Mordfall Khashoggi die internationale Politik. Die Türkei wirf dem saudischen Königshaus vor, die Tötung des Journalisten befohlen zu haben. Auch die US-Geheimdienste gehen laut Medienberichten von einer direkten Verwicklung des Kronprinzen in die Ermordung Khashoggis aus. 

    Noch vor wenigen Tagen aber hatte US-Außenminister Mike Pompeo diese Darstellung zurückgewiesen. Auch US-Präsident Donald Trump hatte Saudi-Arabien gegen die Vorwürfe verteidigt

    Nun dürfte der politische Druck auf die US-Regierung zunehmen, gegen den Verbündeten Saudi-Arabien im Fall Khashoggi Stellung zu beziehen. 

    Was ihr noch wissen müsst: 

    Die Chefin des Auslandsgeheimdienstes CIA, Gina Haspel, hatte am Dienstag eine Gruppe Senatoren hinter verschlossenen Türen über Erkenntnisse in dem Fall unterrichtet

    (jg)


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    Yetnebersh Nigussie

    Yetnebersh Nigussie ist eine äthiopische Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin. Seit ihrem fünften Lebensjahr ist sie blind. Sie engagiert sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und deren Inklusion. Im Jahr 2017 hat sie den “Alternativen Nobelpreis” (Right Livelihood Award) erhalten, für “ihre inspirierende Arbeit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stärken”.

    In diesem Blog erzählt die 36-Jährige, wie sie als Kind ihr Augenlicht verlor und wie ihr schon als junges Mädchen genau das den Mut gegeben hat, die Welt verändern zu wollen.

    Manchmal sage ich, ich bin Milliardärin. Weil ich zu einer Gruppe gehöre, die eine Milliarde Menschen zählt: Menschen mit Behinderung. Es gibt eine Milliarde Menschen auf dieser Welt, die vor denselben Herausforderungen stehen. Deshalb will ich euch heute erzählen, wie ich eine dieser Milliardärinnen geworden bin.

    Ich war gerade fünf Jahre alt, als ich mein Augenlicht verloren habe. Ich hatte eine Meningitis-Infektion, aber wir hatten nicht die notwendigen Medikamente, die dagegen geholfen hätten. Ich stamme aus einer Familie orthodoxer Priester. Meine Erblindung machte mich in den Augen von vielen zu einem wertlosen Teil unserer Gemeinschaft. Für meine Familie war ich mit meiner Behinderung eine Last. Meine Verwandten und meine Gemeinschaft sahen meine Blindheit als göttliche Strafe an.

    Für mich selbst wurde meine Behinderung aber zu einer Chance. Einer Chance, weil mein Leben einen anderen als den vorherbestimmten Pfad einschlug. Alle Mädchen in meiner Gemeinschaft werden im Alter ab acht Jahren verheiratet. Weil ich aber blind war, entging ich einer Kinderheirat.

    Ich bin auf dieser Welt, um etwas zu verändern

    Aber irgendwann musste ich dann zur Schule. Meine Großmutter schickte mich auf eine Blindenschule in der Stadt Shashemene, weit entfernt von meinem Zuhause. Hier erkannte ich zum ersten Mal, dass Frauen in der afrikanischen Gesellschaft sozial als nicht gleichgestellt zu Männern angesehen werden.

    In der 7. Klasse wechselte ich dann auf eine normale Schule in unserer Hauptstadt Addis Abeba. Dort wurde mir klar: Ich war immer auf einer besonderen Schule gewesen und hatte gedacht, es würde eine besondere Welt für mich geben. Aber das war nicht so. Auf der weiterführenden Schule wurde mir schnell klar, dass diese Schule nicht bereit für mich war. Sie war voller Hindernisse.

    Das sorgte dafür, dass ich verstand: Ich war auf dieser Welt, um etwas zu verändern.

    Das war der Moment, als ich begann, Führung zu übernehmen und mich für Inklusion einzusetzen. Ich wurde zur Schülervertreterin. Schon als Kind war ich mit vielen Herausforderungen konfrontiert, die mir die Augen öffneten. Und das hat mich zu der starken Person gemacht, die ich heute bin.

    Ich wurde die dritte Anwältin Äthiopiens mit Behinderung

    Als ich mit der Schule fertig war, fing ich an, Jura zu studieren. Ich hatte sehr viel Diskriminierung erlebt. Das ließ in mir den Wunsch wachsen, dieses Verhalten mit fundierten Argumenten und solidem Wissen in Frage zu stellen.

    Also beschloss ich, die dritte Anwältin des Landes mit Behinderung zu werden. Denn auch Jura war noch immer etwas, das vor allem für Männer reserviert war.

    Ich glaube, meine Behinderung hat mir den Mut gegeben, mich von all den Einschränkungen zu befreien, die es in unserer Gesellschaft gibt.

    Heute bin ich eine berühmte Anwältin für Inklusion, habe eine Anti-Aids-Bewegung und eine Studierendenvertretung für Frauen gegründet und engagiere mich in mehr als 20 äthiopischen Organisationen, darunter das Ethiopian National Disability Action Network, das ich 2005 mitgegründet habe.

    Bildung war die einzige Waffe, die ich hatte

    Ich glaube, meine Behinderung hat mir den Mut gegeben, mich von all den Einschränkungen zu befreien, die es in unserer Gesellschaft gibt. Ich musste keine Kinderheirat eingehen, wie all die anderen Mädchen in meinem Alter. Und ich habe es geschafft, eine der einflussreichsten Rechtsaktivistinnen für Behindertenrechte zu werden.

    Der Schlüssel dafür war Bildung. Das war die einzige Waffe, die ich hatte, um zu gewinnen. Und ich glaube, Inklusion ist die geheime Waffe gegen alle Formen von Ungleichheit – sei es wegen ethnischer Unterschiede, sei es wegen Geschlechterunterschieden.

    Durch Inklusion bekommen Kinder die Chance zu wachsen, gemeinsam zu lernen, gemeinsam zu spielen. Dann müssen sie gar nicht erst davon überzeugt werden, dass Inklusion gut und wichtig ist. Sie leben es einfach, ohne es zu hinterfragen. Wenn wir das schaffen, ist es eine frühzeitige Investition für eine bessere Welt für alle.

    Männern ist Macht garantiert

    Aber all das ist besonders für Mädchen und Frauen eine große Herausforderung. Männern ist garantiert, dass sie Macht haben.  

    Länder müssen nicht wirtschaftlich weit entwickelt und reich sein, um Frauen an die Macht zu bringen. Es hängt von einem starken Willen, einem starken Bekenntnis und von politischem Engagement ab.

    Dieses Ungleichgewicht ist noch immer bittere Realität in unserer Welt. Selbst wenn es Positionen gibt, in denen zwingend Frauen benötigt werden, haben sie dort oft weniger Einfluss als Männer.

    Ich bin froh, dass wir es in Äthiopien geschafft haben, einige Frauen an die Macht zu bringen. Einige Dinge ändern sich, wenn auch langsam. Aber ich hoffe, dass viele von Äthiopien lernen werden. Länder müssen nicht wirtschaftlich weit entwickelt und reich sein, um Frauen an die Macht zu bringen. Es hängt von einem starken Willen, einem starken Bekenntnis und von politischem Engagement ab.

    Wir haben eine Präsidentin, die Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs ist eine Frau. Alle Frauen, die bei uns in mächtigen Positionen sitzen, zeigen, dass sie teilweise sogar besser qualifiziert sind als Männer.

    Wir müssen die Perspektive wechseln

    Es geht darum, Potenzial freizusetzen, Potenzial zu erkennen. Ich will jeden dazu aufrufen, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, auf die Fähigkeiten anderer zu schauen, die vielleicht versteckt sind. Und nicht mit dem Finger darauf zu zeigen, was andere nicht können.

    Genau dafür haben wir auch den Her Abilites Award ins Leben gerufen. Frauen mit Behinderungen sind unterrepräsentiert in unserer Welt. Wir kämpfen einen doppelten Kampf – den gegen Geschlechterungleichheit und den gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung.

    Aber wir haben eine starke Stimme.

    Es gibt großartige Frauen, die die Welt inspirieren

    Mit dem Award feiern wir nicht die Einschränkungen der Frauen, sondern ihre Fertigkeiten. Die Frauen, die den Award gewonnen haben, sind einfach erstaunlich.

    Ashrafun Nahar kämpft in ihrer Heimat Bangladesh gegen die Diskriminierung von Frauen mit Behinderungen und hat eine Stiftung, die Women with Disabilities Development Foundation, gegründet.

    Als erste Rollstuhlfahrerin in ihrem Heimatland Nigeria hat Toyin Janet Aderemi Pharmazie studiert und arbeitet als Projektmanagerin mit Flüchtlingen mit Behinderungen im Südsudan.

    Es gibt so viele fantastische Frauen auf der Welt, die nicht wahrgenommen werden. Ich will das ändern und allen zeigen, was all diese Frauen erreicht haben, was sie schaffen können.

    Und Musola Catherine Kaseketi ist die erste professionelle weibliche Regisseurin Sambias. In ihren Filmen thematisiert sie die Lebensumstände von Frauen mit Behinderungen.

    Wir feiern diese großartigen Frauen, weil sie die Welt inspirieren mit dem, was sie erreicht haben. Es gibt so viele fantastische Frauen auf der Welt, die nicht wahrgenommen werden. Ich will das ändern und allen zeigen, was all diese Frauen erreicht haben, was sie schaffen können.

    Probleme sind da, um euch stärker zu machen

    Ich will allen jungen Frauen sagen, dass Frauen mit Behinderung die besten Mentorinnen. Probleme zu lösen ist kein Vergnügen, aber es ist etwas, woran wir wachsen können, was uns voranbringt.

    Es wird immer Vorurteile geben, mit denen wir zu kämpfen haben. Aber wann immer sich junge Frauen einem Problem gegenüber sehen, dürfen sie sich davon nicht aufhalten lassen. Vielmehr müssen junge Frauen Mut und Ehrgeiz zeigen. Das müssen sie sich zunutze machen.

    Ich sage euch: Wann auch immer ihr in eurem Leben mit einem Problem zu kämpfen hat, seht es nicht als etwas an, das euch Grenzen setzt, das euch stoppt. Seht es lieber als eine Möglichkeit an, Grenzen zu überschreiten und voranzukommen. Probleme sind da, um euch stärker zu machen.

    Nutzt das, habt Mut!

    Der Text basiert auf einem Gespräch zwischen Yetnebersh Nigussie und Uschi Jonas.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. Alle Beiträge findet ihr hier. 

    (ll)


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    Donald Trump und Xi Jinping in Buenos Aires beim G20-Gipfel. 

    Am Anfang war Donald Trumps Wort. Wie die Welt aber mittlerweile weiß, ist auf das Wort des US-Präsidenten nicht viel zu geben. 

    Nach dem G20-Gipfel in Argentinien hatte Trump am Samstag vollmundig eine Einigung mit China verkündet. Die Volksrepublik werde ihre Zölle auf Autos aus den USA reduzieren, schrieb er sogar am Montag auf Twitter

    Die Märkte glaubten Trumps Aussagen über den unerwarteten Deal. Auch wenn von chinesische Seite eine Bestätigung fehlte, auch wenn es keine konkreten Details über die Einigung gab. 

    Mittlerweile wird immer deutlicher: Trump hat wohl geblufft. Er schickte die Märkte weltweit damit auf eine irre Reise. Wie es um den Handelsstreit mit China steht und welche Auswirkungen Trumps Aussagen haben – auf den Punkt gebracht

    Darum geht es im Handelsstreit zwischen China und den USA: 

    Noch immer streiten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt um Zölle.

    ► Die USA hatten hohe Sonderzölle für chinesische Exporte erhoben, um die eigene Wirtschaft zu schützen. Washington wirft China zudem Wirtschaftsspionage vor. 

    ► China reagierte mit Zöllen auf US-Produkte. Unter anderem hob die chinesische Regierung die Zölle für US-Autos von 25 auf 40 Prozent an. 

    ► Die USA hatten zudem bereits ankündigt, die Sonderzölle für Importe aus China weiter anzuheben.

    Und hier kommt nun das Treffen von US-Präsident Trump mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping ins Spiel. 

    Was Trump und Xi vereinbarten – und was wohl nicht: 

    ► Klar ist: Während des Essens mit Xi beim G20-Gipfel setzte Trump seinem Amtskollegen laut Angaben des Weißen Hauses eine 90-tägige Frist, um Zugeständnisse im Handelsstreit zu machen.

    Xi und Trump beim Essen. 

    Heißt, statt neuer Zölle wird es nun zunächst neue Gespräche zwischen beiden Seiten geben. Washington und Peking wandten eine Eskalation ab. 

    Trump sprach von einem “unglaublichen Deal”, der am Ende der 90-tägigen Frist stehen werde. Dazu kam sein Tweet am Montag, dass China zugesagt habe, die Autozölle für US-Importe zu senken oder gar zu beseitigen.

    Von einem “unglaublichen Deal” kann allerdings keine Rede sein.

    Ein chinesischer Außenamtssprecher wich am Montag der Frage aus, ob sein Land wirklich die Zölle auf US-Autoimporte senken werde. Er sprach vielmehr von einem “konkreten Abkommen”, an dem beide Länder nun zur Beilegung des Streits arbeiten wollten.

    Berater von Trump äußerten sich ebenfalls vage, welche Versprechungen des US-Präsident China nun wirklich abgerungen habe.

    “Wir haben noch keine konkreten Vereinbarungen darüber, aber ich möchte Ihnen sagen, als Beteiligter (an den Gespräche, Anm.), dass wir erwarten, dass diese Tarife auf Null sinken”, sagte Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Montag vor Journalisten

    Am Dienstag änderte dann auch Trump seinen Ton. Vielmehr deutete er nun auf Twitter an: Die Gespräche mit China könnten scheitern.

    Er fügte noch eine Drohung hinzu: “Präsident Xi und ich wollen, dass dieser Deal gelingt, und das wird er wahrscheinlich auch. Aber falls nicht, erinnert Euch daran, dass ich ein Zollmann bin.”

    Trumps Bluff lässt die Kurse an der Börse abstürzen: 

    Dass Trump bei den Ergebnissen eines Gesprächs übertreibt, ist nicht neu. Im Fall seiner Aussagen über China aber zeigen sich die verheerenden Folgen, die Trumps Getöse haben kann. 

    Zunächst reagierten die Aktienmärkte in den USA und auch in Europa euphorisch auf die Ankündigung des US-Präsidenten. Am Dienstag aber verdüsterte sich die Stimmung. 

    ► Hatte der Leitindex Dax am Montag noch fast zwei Prozent hinzugewonnen, schloss er am Dienstag mit einem Minus von 1,14 Prozent. 

    ► Die Verwirrung um Trump sorgte auch für Panik an der Wall Street: Der amerikanische Leitindex Dow Jones verlor am Dienstag fast 800 Punkte und büßte in der Spitze mehr als 2,9 Prozent an Wert ein. 

    Die Analysten zweifeln an den verkündeten Fortschritten im Handelsstreit zwischen den USA und China.

    “Die tatsächlichen konkreten Fortschritte, die bei diesem Treffen erzielt wurden, scheinen recht begrenzt gewesen zu sein”, zitiert die “New York Times” aus einem Bericht des Finanzdienstleisters Goldman Sachs. 

    Auf den Punkt gebracht: 

    Mit seinen Aussagen nach dem G20-Gipfel löste Trump eine Euphorie an den Märkten und Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Handelsstreits mit China aus.

    Am Dienstag aber wird klar: Die Aussagen waren stark übertrieben. Die Berater des US-Präsidenten und Trump selbst versuchen nun, die Erwartungen herunterzuspielen. 

    Womöglich hat Trump sich am Ende noch selbst geschadet. “Man macht das nicht mit den Chinesen. Man verkündet nicht triumphierend all ihre Zugeständnisse in der Öffentlichkeit, das ist einfach nur verrückt”, sagte ein Vertreter der US-Regierung anonym der “Washington Post” am Dienstag. 

    (jg)


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    VW-Chef Diess nach dem Treffen mit Trump.

    ► Nach einem Gespräch von Vertretern dreier großer deutscher Autokonzerne im Weißen Haus herrscht Optimismus, dass US-Autozölle für die EU-Länder vermieden werden können. 

    “Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um die Autozölle zu vermeiden”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Herbert Diess, nach dem Gespräch, an dem auch Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter teilnahmen. 

    ► Diess betonte, es sei auch um den Bau eines neuen Volkswagenwerkes, sowie um Kooperationen mit dem US-Autobauer Ford gegangen, mit dem VW gemeinsam unter anderem Pick-Ups bauen will. 

    Warum das Gespräch mit Trump wichtig war: 

    Der Besuch der Automanager in Washington ist in Deutschland umstritten, da für die Handelsverhandlungen mit den USA eigentlich die EU zuständig ist, nicht die Konzerne.

    Die USA und die EU verhandeln noch immer über eine Beilegung des Handelsstreits. US-Präsident Donald Trump sieht sich von Handelspartnern unfair behandelt. Im Sommer konnte die EU eine Eskalation des Streits abwenden. 

    Trump droht seit Monaten mit Sonderzöllen auf Autos. Für die deutschen Hersteller wäre dies eine starke Belastung und ein riesiger Wettbewerbsnachteil.

    Was Trump den deutschen Autobauern gesagt haben soll: 

    Trump nahm selbst an dem Gespräch im Weißen Haus teil. Nach Informationen des “Bild”-Zeitung sagte Trump den Autobossen im Oval Office: “Wir wollen, dass ihr mehr Fahrzeuge in den USA baut – mehr hochwertige Autos. Wir helfen euch dabei.”

    (jg)


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    Der ARD-Studioleiter in Paris, Michael Strempel.

    • Der französische Präsident Emmanuel Macron steht durch die “Gelbwesten”-Proteste in Frankreich unter enormen Druck.
    • In einem Tagesthemen-Kommentar hat der ARD-Studioleiter in Paris, Michael Strempel, die Aussetzung der Erhöhung der Ökosteuer kommentiert.

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Erhöhung der Ökosteuer auf Diesel und Benzin für sechs Monate ausgesetzt. Das hat Premierminister Edouard Philippe am Dienstag verkündet.

    Es ist ein Einlenken, dass die massiven Proteste der “Gelbwesten”, der Regierung abgenötigt hat. Die Antwort auf Bilder von Chaos und Zerstörung, die in den letzten Tagen um die Welt gingen. 

    In Paris brannten am vergangenen Samstag Autos, es flogen Gegenstände und Demonstranten lieferten sich Straßenschlachten mit Polizisten. Dutzende Menschen wurden verletzt.

    ► Nach dem massiven Gegenwind der Bevölkerung und dieser in Krawalle umschlagenden “Gelbwesten”-Proteste müsse Macron es jetzt schafffen, “zumindest die vielen gewaltfreien Demonstrierer wieder zu erreichen”, findet “Tagesthemen”-Kommentator Michael Strempel.

    Macron und das Volk – ein tristes Bild

    Strempel sitzt in Paris als Studioleiter der ARD. In seinem Kommentar spricht er davon, wie “Frankreichs selbstbewusster, strahlend junger Präsident” in die Knie gezwungen wurde.

    Und das von “zum Teil gewaltbereiten Demonstranten in gelben Verkehrsschutzwesten”. Es sei ein “tristes Bild”, hält Strempel fest.

    ► Strempel zeigt mit seinem Kommentar, wie weit die Lebensrealitäten des französischen Staatschefs und seiner Bevölkerung auseinandergehen. 

    Macrons Ökosteuer habe das Ziel eine “lebensfähige Welt auch für nachfolgende Generationen zu schaffen”. Grundsätzlich sei dies auch “alles andere als unsozial”, stellt der ARD-Mann fest.

    Doch Strempel verdeutlicht eindrücklich, was in den Demonstranten vor sich gehen muss:

    Aber es stimmt schon. Wer sich Sorgen um das Ende des Monats machen muss, für den ist das Ende der Welt verdammt weit weg. Trotz aller Klimaanalysen und Expertenwarnungen.”

    Auch Kaufprämien für neue und umweltfreundliche Autos seien nunmal “ein Witz für alle die, die sich den Kopf darüber zerbrechen müssen, wie sie die Raten für ihr jetziges Auto bezahlen” sollen, sagt der ARD-Kommentator.

    “Vive la France!”

    Es seien diese Menschen, die “zu oft aus dem Blickwinkel” der Politiker geraten würden. Gerade, wenn “große Reformer wie Emmanuel Macron” sich aufmachten, die Welt verbessern zu wollen.

    ► Da können laut Strempel die Ziele noch so “lobenswert” sein – die zu tragenden Lasten einer solchen Reformpolitik wögen unterschiedlich schwer auf den Schultern der Bevölkerung.

    “Und wenn Menschen wie die Gelbwestenträger in Frankreich das spüren, gehen sie schonmal auf die Barrikaden.” 

    Strempel stellt nüchtern fest:

    “Der Ruf ‘Vive la France!’ (‘Es lebe Frankreich!’, Anmerkung der Redaktion) mag mal ihre Herzen gewärmt haben, ihr Porte­mon­naie füllt er nicht.”

    Macron müsse es gelingen eben diese mit “Frust beladenen” Menschen wieder zu erreichen. Er müsse “ihnen klar machen, dass sie nicht alleine für eine bessere Welt zahlen müssen, in der sie dummerweise das schlechtere Los gezogen haben”.

    Blick nach Deutschland

    Dann schließt Strempel seinen Kommentar mit einem Blick nach Deutschland: “Die deutsche Diesel-Debatte lässt grüßen.” Denn auf eben diese Fragen müssten auch Macrons Kollegen in Deutschland Antworten finden.

    Sonst, so Strempel, würden demnächst auch anderswo “aus den harmlosen, gelben Warnwesten (...) bedrohliche Kampfanzüge”. 

    (jg)


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    Die Polizei führte eine groß angelegte Razzia gegen Geschäfte der italienischen Mafia durch. 

    ► Ermittler in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien sind mit einer großangelegten Razzia gegen Mitglieder der italienischen Mafia-Organisation ’Ndrangheta vorgegangen.

    ► Es habe am Mittwochmorgen mehrere Festnahmen und Durchsuchungen gegeben, teilte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mit. In Deutschland gab es Einsätze in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

    ► Der Schwerpunkt sei in NRW, sagte eine BKA-Sprecherin. “Die Maßnahmen dauern derzeit noch an.”

    Was ihr noch über die Razzia wissen müsst:

    Wie die “Bild”-Zeitung berichtete, wurden bundesweit mehr als 100 Objekte durchsucht, darunter auch Pizzerien. Einsätze gab es demnach etwa im Rheinland und im Ruhrgebiet.

    Die kalabrische ’Ndrangheta gilt inzwischen als die mächtigste italienische Mafia-Organisation. Sie dominiert den Drogenschmuggel nach Europa und ist auch in Deutschland aktiv. So gehen die Mafia-Morde von Duisburg im Jahr 2007 auf ihr Konto.

    Die Europäische Justizbehörde Eurojust koordinierte die internationale Aktion. 

    Das BKA will am Nachmittag Details bekanntgeben. Wie viele Verdächtige festgenommen wurden und wo genau die Durchsuchungen waren, wurde zunächst nicht bekannt gegeben. 

    (jg)


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    • Eine Elfjährige musste 30 Stunden lang auf ihre Handgelenks-Operation warten.
    • 24 Stunden davon durfte sie nichts trinken und essen.
    • Im Video oben seht ihr, warum die Eltern das Krankenhaus nun unter anderem wegen unterlassender Hilfeleistung anklagen.  

    Die elfjährige Victoria Ulmann hat sich beim Sportunterricht ihr Handgelenk gebrochen. Mit einer Operation hätten Ärzte dem Kind schnell helfen können – doch darauf musste das Mädchen 30 Stunden warten.

    Das Schockierende: Die Elfjährige wurde gezwungen, 24 Stunden nüchtern zu sein. Sie musste einen Tag lang komplett auf Essen und Trinken verzichten. Das berichtet Familie Ulmann dem Sender Sat.1.

    Victorias Vater, Klaus Ulmann, sagt: 

    “Ich finde es eine Zumutung, dass ein Kind so lange nichts zu Essen und Trinken bekommt.”

    Mehr zum Thema:Frau übernachtet in Klinik zwei Wochen auf einem Stuhl – dann rückt die Polizei an

    Eltern werfen Krankenhaus Körperverletzung vor

    Aus diesem Grund gehen die Eltern der Elfjährigen nun juristisch gegen das Krankenhaus vor. Sie haben Anklage wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung erstattet. 

    Immer wieder wurde das Mädchen von Krankenhaus zu Krankenhaus geschickt. Stets mit der gleichen Begründung. Mutter Brigitte Ulmann erinnert sich daran:

    “Sie sagten: Man hat keine Kapazitäten und man kann heute gar nichts mehr machen.”

    Mehr zum Thema:Fünfjährige stirbt fast an Windpocken, weil Ärzte sie zwei Mal nach Hause schicken

    Der Zustand der Elfjährigen verschlechterte sich. Das Mädchen bekam Bauchschmerzen und Schwindelanfälle, weil sie keine Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen durfte. Nach 30 Stunden wurde das Kind dann endlich operiert.

    Klaus und Brigitte Ulmann können zwar verstehen, dass medizinische Notfälle ihrer Tochter vorgezogen wurden. Doch eine so lange Wartezeit können sie nicht nachvollziehen. Deshalb haben sie Anzeige erstattet.

    Wie sich das Krankenhaus zu dem Vorfall äußerte und wie Familie Ulmann nun weiter vorgeht seht ihr oben im Video.

    (jg)


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    Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen Reformen des Hartz-IV-Systems ausgesprochen – und erntet nun Kritik. 

    • Gesundheitsminister Jens Spahn hält an seiner Aussage fest, dass wirklich jede Arbeit für Hartz-IV-Empfänger zumutbar ist.
    • Viele Hartz-IV-Empfänger sehen das anders.

    Schon einmal hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit einer Aussage über Hartz IV für Unmut gesorgt. Damals sagte er: “Hartz IV bedeutet nicht Armut, sondern ist die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf Armut“. 

    Viele Betroffene widersprachen. Auch jetzt, da Spahn auf Werbetour für seine Kandidatur für den CDU-Parteivorsitz keinen Talkshow-Auftritt auslässt, will er sich mit seiner harten Haltung über Hartz IV profilieren. Sein aktuelles Mantra: “Jeder Job ist zumutbar.”

    Dafür wird er nicht nur von Politikern und Politikerinnen von SPD, Grünen und der Linken, die eine Reform des seit Jahren umstrittenen Hartz-IV-Systems fordern, kritisiert – auch betroffene Hartz-IV-Empfänger rechnen mit Spahns jüngsten Äußerungen ab.

    Mehr zum Thema: Hartz-IV-Zoff bei “Illner”: Spahn und Habeck streiten übers Toilettenputzen

    Hartz-IV-Empfänger über das System: “Es ist unwürdig”

    Zuletzt hatte Spahn in der “Bild” gesagt:

    “Es ist vielleicht nicht die Arbeit als Minister, es ist kellnern, es ist reinigen, es ist Handwerk. Warum ist uns das nicht zumutbar, das muss mir mal jemand erklären?”

    Doch jetzt hat die Zeitung auch Hartz-IV-Empfänger in der Zeitung zu Wort kommen lassen. Und die betrachten die Frage, ob wirklich alles zumutbar ist etwas anders als der Gesundheitsminister.

    ► Timucin D. ist 23 Jahre alt und wohnt in Berlin. Seit eineinhalb Jahren bezieht er Hartz IV.

    Gegenüber der “Bild” erklärt er, dass er nach seinem Hauptschulabschluss eine Ausbildung als Restaurantfachmann begonnen hatte. Doch er brach die Ausbildung ab, “weil sein Chef ein Rassist” gewesen sei.  

    ► Über Jens Spahns Haltung sagt er:

    “Die Aussage von Jens Spahn, dass jede Arbeit zumutbar ist, finde ich überhaupt nicht okay. Es ist unwürdig, wenn ein Lehrer plötzlich die Straße kehren soll. Umgekehrt kann ja auch ein Straßenkehrer nicht Lehrer werden.” 

    Hartz-IV-Empfänger über Spahn: “Die Aussage ist totaler Schwachsinn”

    ► Auch der 20-jährige Arian P. aus Dresden lehnt die Aussage von Spahn ab. Er wurde als Fliesenleger und Dachdecker angelernt. Seit zwei Jahren bezieht der 20-jährige Hartz IV. 

    Weil er einige Jobs abgelehnt hat, wurde er zu 100 Prozent sanktioniert, wie er gegenüber der Zeitung berichtet. Aktuelle lebt er von Lebensmittelgutscheinen:

    “So komme ich montags immer zum Arbeitsamt und hole mir Lebensmittelgutscheine, die ich bei Lidl einlösen kann. Pro Woche sind es 52 Euro, damit komme ich über die Runden.”

    ► Auch er geht mit Spahn hart ins Gericht: 

    “Die Aussage von Minister Spahn ist totaler Schwachsinn, denn man bekommt Stellenangebote, für die man keine Ausbildung hat.“

    (jg)


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    Frauen können sich beim Weihnachtsschlitten so richtig verwöhnen lassen. 

    • Wer für die Feiertage noch nach Inspiration fürs Schlafzimmer sucht, sollte die Weihnachtsschlitten-Sexstellung ausprobieren. 
    • Vor allem Frauen können sich dabei von ihren Partnern führen und verwöhnen lassen.

    Die Tage werden kürzer, die Nächte immer länger – eigentlich die perfekte Zeit, um die dunklen Stunden mit ein bisschen mehr Zweisamkeit im Bett aufzupeppen. 

    Alle Pärchen, die für die kalte Jahreszeit noch ein wenig Inspiration brauchen, können ihr Sexleben mit der Weihnachtsschlitten-Stellung in Fahrt bringen. 

    Mehr zum Thema: Der Zauberberg: Diese Sexstellung bringt euch auf neue Höhen

    Männer übernehmen das Fahrtkommando 

    Frauen können sich in dieser Position fallen und die Männer das Kommando übernehmen lassen – und ihre Lust dabei frei ausleben. 

    Und so bringt ihr euch in Fahrt:

    Die Frau legt sich auf einen gemütlichen Untergrund und streckt ihre Arme locker über ihren Kopf.

    Der Partner kniet sich vor ihr hin und spreizt dabei ihre Beine. Nun kommt der Schlitten-Trick: Der Mann packt die Frau an ihrem Hintern und hebt ihren Unterkörper so hoch, dass er problemlos in sie eindringen kann.

    Liebe Frauen, wenn ihr euch vollkommen fallen lassen wollt, dann übergebt eurem Partner einfach die Führung und ihr lehnt euch entspannt zurück.

    Er entscheidet dann, wie tief, schnell oder in welchem Winkel er euch verwöhnen will.

    ► Falls ihr euch ein noch intensiveres Erlebnis wünscht, könnt ihr euren Partner ein wenig unterstützen: Presst eure Beine etwas fester zusammen und schwingt euren Körper locker im Rhythmus hin und her. 

    Für die sportlicheren unter euch, könnt ihr eure Beine auch gerade ausstrecken und hoch halten. Dadurch kann euer Partner die sonst nur schwer zugänglichen Stellen besser treffen. 

    Wer dem Weihnachtsschlitten noch eine gewisse Feiertagsnote verpassen will, kann sich natürlich mit entsprechenden Gleitgels, beispielsweise in der Duftnote Schokolade und Orange, aushelfen. 

    (ujo)


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    Sonderermittler Robert Mueller hat eine Strafempfehlung für den angeklagten Ex-Trump-Berater Michael Flynn veröffentlicht – mit brisantem Inhalt zwischen den Zeilen (und vielen schwarzen Balken).

    Michael Flynn kommt glimpflich davon. 

    Der ehemalige Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump war der erste Angeklagte in der Russland-Affäre. Flynn hatte sich heimlich mit dem russischen Botschafter Sergej Kislijak und Kontaktmännern der türkischen Regierung in der Türkei getroffen – und darüber bei Vernehmungen durch das FBI und Justizministerium mehrfach gelogen. 

    Dem Ex-General drohte eine lange Gefängnisstrafe. Weil er jedoch mit Sonderermittler Robert Mueller in der Russland-Affäre kooperierte, wird Flynn um diese womöglich herumkommen. 

    In einem jetzt von Muellers Team veröffentlichten Memorandum fordern die Ermittler um Mueller eine milde Strafe von null bis sechs Monaten Haft für Flynn. 

    Das siebenseitige Dokument enthält viele geschwärzte Passagen. Trotzdem gibt es Aufschluss darüber, wie viele Informationen Flynn den Ermittlern zu verschiedenen Fällen lieferte – und welche davon Donald Trump betreffen könnten.  

    Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Flynn-Memo auf den Punkt gebracht. 

    Welche Informationen Flynn an Mueller lieferte: 

    ► Laut Muellers Team hat Flynn in insgesamt 19 Interviews Informationen in “mehreren Ermittlungen” geliefert.

     Eine der Ermittlung ist jene des Sonderermittlers Mueller in der Russland-Affäre. Hier hat Flynn laut dem Memo der US-Regierung “umfangreiche Hilfe” zu einem “wichtigen Zeitpunkt” geleistet.

    ► Flynns Kooperation habe auch dazu beigetragen, dass weitere Beschuldigte mit Mueller Deals eingingen – gemeint sind hier wohl auch Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort oder Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen

    ► Bei einer weiteren genannten Ermittlung handelt es sich laut dem Memo um Untersuchungen zu einem nicht näher beschriebenen Kriminalfall. Sämtliche Passagen zu diesem und weiteren Fällen wurden geschwärzt – und doch gibt es Hinweise auf deren Inhalt. 

    Was die Unterzeichner des Memos über dessen Inhalt verraten: 

    Denn das Memo wurde nicht nur von Sonderermittler Robert Mueller unterzeichnet, sondern auch von zwei Ex-Mitgliedern seines Teams: Brandon Van Grack und Zainab Ahmad – Namen, die Aufschluss über die im Memo erwähnten aber nicht beschriebenen Ermittlungen geben: 

    Brandon Van Grack: Der Jurist arbeitet für die Staatsanwaltschaft in Virginia, er ist auf Fälle im Bereich Nationale Sicherheit spezialisiert und hat mehrere Fälle über Spionage betreut. Grack verklagte unter anderem Spione aus Syrien und den Hacker Ardit Ferizi, der geheime US-Militärdokumente stahl und an den IS weitergab

    Zainab Ahmad: Die Anwältin ist berühmt-berüchtigt dafür, Terroristen in aller Welt im Namen der USA aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. Sie arbeitet dafür oft mit ausländischen Regierungen zusammen, um Auslieferungen in die Vereinigten Staaten zu erwirken. 

    ► Van Gracks und Ahmads Unterschriften lassen erahnen: Flynn hat Mueller Informationen über internationale Verbrechen, die die Nationale Sicherheit der USA betreffen geliefert. Verbrechen, in die womöglich Trumps Umfeld verwickelt ist – das käme einer Staatskrise gleich.

    ► Ein wahrscheinlicher Fall: Die russische Hackerattacke auf die E-Mail-Server der Demokratin Hillary Clinton.  

    Was das Flynn-Memo für Donald Trump in der Russland-Affäre bedeutet: 

    Anders als etwa beim jüngsten Deal von Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen mit Robert Mueller wird der US-Präsident im Flynn-Memo nicht direkt als Verdächtiger genannt. 

    Das Dokument enthält jedoch drei brisante Sätze, die Aufschluss über den Stand der Russland-Ermittlungen gegen Trump und sein Umfeld geben

    1. “Der Angeklagte hat aus erster Hand Informationen über die Inhalte und den Kontext von Interaktionen zwischen dem Wahlkampfteam [Trumps] und der russischen Regierung geliefert.” 

    2. “Der Nutzen der [von Flynn gelieferten] Informationen mag jetzt noch gar nicht vollkommen zu bemessen sein, da die Ermittlungen, in denen er geholfen hat, noch weiter voranschreiten.” 

    3. “Mehrere Mitglieder von [Trumps] Wahlkampfteam haben öffentlich falsche Aussagen, die der Angeklagte ihnen gegenüber über seine Gespräche mit dem russischen Botschafter über Sanktionen gemacht hat, wiederholt.”

    Ein weiterer Hinweis auf die Brisanz des Memos ist die irrlichternde Reaktion von Trumps Anwalt Rudy Giuliani darauf. Giuliani schrieb in einer SMS an einen Reporter des Magazins “Politico”

    “Wow, was für ein großes Verbrechen für einen SONDER-WASAUCHIMMER oder vielleicht für eine Gruppe wütender verbitterter Hillary-Unterstützer, die sich damit rechtfertigen, dass ihr Ziel ihre Mittel rechtfertigt. Sie schlagen mit ihrem moralischen Verhalten über die Stränge.”

    Die Erkenntnisse aus dem Flynn-Memo auf den Punkt gebracht:

    Sonderermittler Robert Mueller hat in der Russland-Affäre ein Memo vorgelegt, in dem er ein mildes Strafmaß für den wegen Falschaussagen über Kontakte nach Russland angeklagten Ex-General Michael Flynn fordert. 

    Flynn war im Wahlkampf und bis kurz nach der Wahl Donald Trumps Sicherheitsberater. Nach seiner Anklage kooperierte Flynn mit Mueller – weswegen der nun eine nur geringe Strafe für den 60-Jährigen fordert. 

    Spannend am Flynn-Memo ist aber vor allem, was zwischen den Zeilen steht: Flynn hat Mueller demnach sehr viele Informationen über das Verhalten von Trumps Umfeld in der Russland-Affäre geliefert – und offenbar auch in weiteren Kriminalfällen mit Hinweisen assistiert. 

    (ben)


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    Es gibt viele Gründe, warum eine Ehe scheitert.

    • Eine Affäre, verflossene Liebe oder Heiratsschwindel – es gibt viele Gründe, warum Ehen scheitern.
    • Acht Männer erzählen in der HuffPost, wann sie wussten, dass es Zeit für eine Trennung ist.

    Das Ende einer Ehe bahnt sich meist langsam an – nach Monaten oder Jahren voller Spannungen und ernüchternder Kommunikation.

    Dennoch können sich die meisten Menschen nach ihrer Scheidung an einen bestimmten Moment erinnern, in dem ihnen bewusst wurde: Meine Beziehung ist jetzt wirklich nicht mehr zu retten.

    Die HuffPost US hat acht geschiedene Männer gefragt, was für sie der finale Auslöser war, ihre Partnerin endgültig zu verlassen.

    1. Die Affäre

    “Für mich war es der Punkt, an dem ich herausgefunden habe, dass meine kleine Tochter den Liebhaber meiner Frau kennengelernt hat. Ich dachte bis dahin, ich würde mit allem irgendwie fertig, aber das ließ mich damals von der Ehe Abstand nehmen. 

    Jetzt weiß ich: Nach der Trennung bin ich nicht nur ein besserer Mensch, sondern auch ein besserer Vater geworden. Ich war meiner Kleinen immer ein guter Papa, aber nach der Scheidung wurde ich ein besserer Vater, als ich es mir jemals erträumt hatte.”

    Daniel D.

    2. Die Abhängigkeit von ihrer Familie

    “Für mich war es ihre Abhängigkeit von ihren Familienmitgliedern. Wenn ihre Mutter zu Besuch kam, blieb sie wochen- oder monatelang, putzte unser Haus und kümmerte sich um unsere Wäsche. Meine Ex-Frau konnte sich ohne die Hilfe ihrer Mutter nicht um unsere Kinder kümmern. Meine Familienmitglieder dagegen mussten weit im Voraus einen Besuch ankündigen.

    Mehr zum Thema: Ehe: “Warum ich 3 Monate nach der Hochzeit die Scheidung einreichte”

    Ich trennte mich von meiner Frau, nachdem ihr Bruder bei uns für eineinhalb Jahre einzog, ohne einen Cent Miete zu bezahlen. Wir konnten nie richtig als Paar zusammenwachsen, weil für sie ihre Familie immer an erster Stelle kam, ihre Kinder an zweiter und ich an der abgeschlagenen dritten Stelle.

    Drew L.

    3. Der Smoothie

    “Der letzte Auslöser zum Beenden meiner Ehe war kein Streit und keine Diskussion. Es war nicht einmal ein Missverständnis oder Kommunikationsproblem.

    Die Morgenroutine in unserem Haus war immer hektisch und stressig. Meine Frau versuchte immer, die Kinder fertig zu machen und mir ein kleines Frühstück zuzubereiten, während ich das Auto belud oder den Hund kurz spazieren führte, bevor wir alle das Haus verließen. Meistens machte mir meine Frau einen Smoothie, den ich immer sehr mochte und zu schätzen wusste.

    Ich trank ihn immer in wenigen Sekunden aus, damit ich ihn nicht mit in mein Auto nehmen musste. Eines Tages würgte ich einen harten, hölzernen Gegenstand hoch, der in dem Fruchtpüree gesteckt haben musste. Zuerst hatte ich keine Ahnung, was das sein könnte, doch dann sah ich einen abgebrochenen, hölzernen Löffel auf der Küchentheke. Der Stiel musste in den Mixer geraten sein.

    Ich hielt den Löffel hoch und zeigte ihn meiner Frau. Sie zuckte nur mit den Achseln. Die Autofahrt war danach ruhig und ich dachte nur darüber nach, wie wenig es meine Frau kümmerte.”

    Bill F.

    4. Die Briefe des Scheidungsanwalts

    “Meine Frau bat mich, einige ihrer Papiere zu recyceln. Als ich sie durchgesehen und unsere Namen und Adressen entfernt habe, bin ich auf einen Briefwechsel zwischen ihr und einem Scheidungsanwalt gestoßen, der seit Beginn unserer Ehe anzudauern schien.

    In einem Brief fragte sie nach dem besten Plan, um möglichst viel Geld von mir zu bekommen, in einem anderen Schriftstück erwähnte sie eine geheimes Wertpapierdepot. Darin fragte sie den Anwalt, ob es möglich sei, Aktien von unserem Depot auf ihr persönliches zu transferieren.

    Mehr zum Thema: Frau feiert Scheidung mit Bombe

    Nachdem der Schock nachgelassen hatte, wischte ich meine Tränen weg, machte einen langen Spaziergang und realisierte, dass ich von Anfang an betrogen wurde. Die Chance, es nochmal mit unserer Ehe zu versuchen, war für mich von da an sehr sehr gering.”

    Matt S.

    5. Die offene Ehe

    “Die Situation, die unserer Ehe ein Ende gesetzt hat, war folgende: Meine Frau und ich saßen auf dem Sofa. Ich stellte ihr einige Fragen und wollte ein Gespräch mit ihr anfangen, aber sie ignorierte mich. Sie schrieb Nachrichten an eine andere Frau, an der sie Interesse hatte.

    Wir hatten uns zuvor entschlossen, eine offene Beziehung zu führen, weshalb das eigentlich kein Problem für mich war. Aber ich wollte an erster Stelle stehen. Nach dem Erlebnis auf dem Sofa merkte ich jedoch, dass ich nicht mehr ihr Haupt-Partner war.”

    Philip T.

    6. Die Couch

    “Ich beendete meine Ehe, nachdem ich ein ganzes Jahr lang auf der Couch schlafen musste. Ich hatte Panikattacken, wachte mitten in der Nacht mit wild pochendem Herzen schweißgebadet auf und dachte ich habe einen Herzanfall. Da wusste ich, ich musste etwas ändern.”

    Steve R.

    7. Das Telefonat

    “Meine Ex-Frau und ich hatten beide Fehltritte in den acht Jahren unserer Ehe. Aber irgendwann erreichten wir einen Punkt, an dem wir festlegten: Wenn nur einer von uns wieder einen Fehler begeht, wäre unsere Ehe vorbei.

    Kurz nach dieser Übereinkunft, bekam ich einen Anruf von einer Unbekannten. Sie gab sich als Freundin des Liebhabers meiner Frau aus und erzählte mir, dass meine Frau und ihr Freund zusammen seien. Sie gab mir die Nummer ihres Freundes und sagte mir, wenn ich dort anrufe, würde meine Frau ans Telefon gehen. Sie rief zurück und unsere Ehe war damit vorbei.”

    David A.

    8. Das Konto

    “Ich war auf dem Weg nach Hause, hatte eine lange Geschäftsreise hinter mir und war erschöpft. Da bekam ich einen Anruf, der mir zeigte: 17 Jahre Eheberatung reichen wohl nicht aus, um zusammen zu bleiben ‘bis dass der Tod uns scheidet’.

    Es war die Bank. Sie teilte mir mit, mehr als 44.000 Euro an meine Frau überwiesen und das Passwort unseres gemeinsamen Kontos geändert zu haben. Ich fand heraus, dass meine Frau einen fremden Mann anwies, sich als mich auszugeben und das Geld von unserem Konto zu nehmen.

    Glücklicherweise war meine Bank schlau genug, mich anzurufen und zu fragen, ob wir Eheprobleme hätten. Ich hatte Angst und war wütend, gleichzeitig wollte ich meine sechsköpfige Familie irgendwie zusammenhalten. Ein paar Tage später kam meine Gehaltsüberweisung zurück zu meinem Arbeitgeber. Sie hatte dieses Konto aufgelöst.”

    Bryan C.

    Der Beitrag ist zuerst bei der HuffPost US erschienen und wurde von Franziska Kiefl aus dem Englischen übersetzt.


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    Zahnärzte stellten dem Briten Fehldiagnosen.

    • Ein Brite kann heute keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.
    • Der Grund dafür waren zwei Fehldiagnosen von Ärzten, die seine Beschwerden über Monate hinweg als harmlos eingestuft hatten.

    Gary Rasmussen ist bis zu seiner Krebsdiagnose ein Liebhaber von gutem Essen und Wein gewesen. Doch aufgrund zweier Fehldiagnosen kann er nur noch flüssige Nahrung zu sich nehmen, Alkohol bleibt ihm seither ganz verwehrt.

    Vor mehr als fünf Jahren fing die Krankheitsgeschichte des ehemaligen royalen Butlers an.

    Der damals 61-Jährige suchte im April 2013 einen Zahnarzt auf, da er eine ungewöhnliche Verletzung in seinem Mundraum untersuchen lassen wollte. Das berichtete unter anderem das englische Onlinemedium “Newsshopper”.

    Zahnarzt diagnostiziert harmloses Geschwür

    Der Arzt beruhigte den Mann allerdings, dass es sich dabei nur um ein harmloses Mundgeschwür handele. Er verschrieb seinem Patienten daraufhin eine Schmerzsalbe und schickte ihn wieder nach Hause.

    Über Monate hinweg wurde das Geschwulst im Mundraum nicht besser, weshalb der Brite nach einigen Monaten einen anderen Zahnarzt aufsuchte.

    Auch der erkannte nicht, was Rasmussen fehlte.

    Stattdessen entfernte er dem 61-Jährigen seinen rechten oberen Weisheitszahn, von dem er dachte, das er für die Veränderung im Mundraum verantwortlich sei. Der Zahnarzt habe sonst nichts gefunden, das “nicht gepasst” hätte. 

    Doch das Geschwür wuchs weiter, die Schmerzen wurden stärker und ihm wurde ein zweiter Weisheitszahn unten gezogen. 

    Mehr zum Thema:Junge hat Probleme zu sprechen, dann schaut ein Zahnarzt in seinen Mund

    Nach zwei Fehldiagnosen steht fest: Der Mann hat seit Monaten Krebs

    Am Ende des Jahres suchte er erneut einen Zahnarzt auf und bat um eine Biopsie, die seine größte Angst bestätigen sollte: Der Mann litt unter Mundkrebs. 

    Der Zeitung sagte er: “Ich bin komplett zusammengebrochen, als ich die Diagnose erhalten habe. Es hat sich angefühlt, als wären meine ganzen Sorgen in den letzten Monaten komplett ignoriert worden.” 

    In der Zeit, die seit Beginn seiner Beschwerden bis hin zur Diagnose vergangen war, wuchs der Tumor in seinem Mund auf eine schwer operable Größe. Dennoch entfernten die Ärzte dem Mann bei einer 14-stündigen Operationdie bösartige Gewebeveränderung, ein Teil seines Kiefers sowie fünf Zähne.

    “Danach hatte ich eine sechswöchige Chemotherapie, die die absolute Hölle war. Ich hatte Schmerzen, musste viel erbrechen und hatte Wunden im Mund”, berichtete der damals 61-Jährige weiter. 

    Chemotherapie und weitere Operationen folgen

    Der “Daily Mail” berichtete er, dass er ohne die Chemotherapie eine Überlebenschance von nur 38 Prozent gehabt hätte. Darauf folgte eine sieben Monate lange Rehabilitationsphase, in der er sich weiteren Operationen unterzog, um seinen Rachen vergrößern zu lassen – damit er wieder richtig essen und trinken kann. Doch das klappt bei dem mittlerweile 67-Jährigen bis heute nicht. 

    “Mein Rachen hat ungefähr nur ein Viertel der Größe einer normalen Speiseröhre. Das heißt, dass ich selbst einfache Mahlzeiten wie Haferbrei pürieren muss – und dann dauert es 45 Minuten für mich diesen zu essen.”

    Bis heute nehme es ihn sehr mit, dass seine Krankheit nicht früher erkannt wurde. Die Fehldiagnosen der Ärzte führten dazu, dass er seinen Job im Buckingham Palace aufgeben musste und stark an Lebensqualität einbüßen musste.

    Wie die “Daily Mail” berichtet, erhielt er dafür eine Entschädigung von umgerechnet rund 110.000 Euro.

    Laut Ärzteverband ist eine Fehldiagnose dieser Krebsart übrigens nicht selten. Aufgrund des nur bedingten Bekanntheitsgrades der Krankheit leiden viele Betroffene oftmals unbemerkt an Mundkrebs. 

    (nmi)


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    • Eine US-Amerikanerin ist drei Mal an Krebs erkrankt.
    • Jedes Mal war es ihre Husky-Hündin, die den Krebs entdeckte.
    • Im Video oben seht ihr einen ähnlichen Vorfall: Hund erschnüffelt seltsamen Geruch seiner Besitzerin und macht auf lebensgefährliche Krankheit aufmerksam.

    Die 52-jährige Stephanie Herfel aus dem US-Bundesstaat Wisconsin erkrankte drei Mal an Krebs – und alle drei Male machte sie ihr Hündin Sierra auf ihre Krankheit aufmerksam. Im November 2013 fand Herfel heraus, dass sie an Eierstockkrebs leidet.

    Ihr Arzt dachte, sie habe einfach reguläre Unterleibsschmerzen und verschrieb ihr Schmerzmittel. Erst als Hündin Sierra an der Amerikanerin schnüffelte, anschließend wegrannte und sich verkroch, ging Herfel ihren Schmerzen noch einmal mehr nach. Das berichtet die britische “Daily Mail”.

    Eierstockkrebs kann erblich bedingt sein. In den frühen Stadien der Krankheit sind meistens keine Symptome erkennbar. Aus diesem Grund wird der Krebs in vielen Fällen erst sehr spät erkannt, wie die Apotheken-Umschau schreibt.

    Besonders Frauen mit zunehmendem Alter neigen dazu, an Eierstockkrebs zu erkranken. Frauen ab 50 Jahren sollten sich daher regelmäßig auf die Krankheit untersuchen lassen.

    Mehr zum Thema:Vater warnt mit Bild seiner Tochter andere Eltern vor lebensbedrohlicher Krankheit

    Hündin erschnüffelt Krebserkrankung seiner Besitzerin

    Nach einer Therapie und der Entfernung der Milz dachte Herfel, dass sie den Krebs besiegt hätte. Doch Hündin Sierra erschnüffelte die Krankheit noch einmal im Jahr 2015 und 2016. 

    Heute ist die 52-Jährige nach eigenen Angaben krebsfrei sein – und das nur, weil ihr Hündin sie rechtzeitig auf die Krankheit aufmerksam gemacht hatte. Sie sagte der “Daily Mail”.

    “Ich verdanke meiner Hündin mein Leben. Sie war wirklich ein Geschenk für mich.”

    Hunde haben einen viel besser ausgebildeten Geruchssinn als Menschen. Bei der Polizei werden die Tiere daher schon seit langem als “Suchmaschine” eingesetzt. Erste Studien zeigen, dass Hunde womöglich auch in der Medizin eingesetzt werden könnten.

    Wie Hunde in der Medizin eingesetzt werden könnten

    Wie die Nachrichtenagentur “Reuters” schreibt, hat der Wissenschaftler Gianluigi Taverna eine Studie zur Krebserkennung mithilfe von Hunden durchgeführt.

    Sein Ergebnis: Einige Hunde konnten mit einer Genauigkeit von 98 Prozent Prostatakrebs erkennen. Dazu hatten die Tiere an Urinproben geschnüffelt. Taverna sagte gegenüber “Reuters”:

    “Die Nutzung von Hunden zur Erkennung von Prostatakrebs könnte dazu beitragen, die Anzahl unnötiger Untersuchungen zu reduzieren und Patienten, die ein hohes Risiko für die Krankheit haben, besser zu betreuen.”

    Mehr zum Thema:Katze legt sich auf Brust der Besitzerin und rettet ihr so das Leben

    Die hohe Treffsicherheit der Hunde sei zwar ermutigend, dürfe aber auf keinen Fall eine ärztliche Untersuchung ersetzen, sagte der Mediziner weiter.

    Herfels Hündin Sierra scheint einen besonders gut ausgebildeten Geruchsinn zu haben. Noch heute ist die 52-Jährige auf Medikamente und regelmäßige Untersuchungen angewiesen. Wann immer sie von einer Untersuchung kommt, muss sie sich umziehen, weil Sierra wegen des Krankenhaus-Geruchs besorgt ist.  

    (ujo)


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    • Am 17. November verstarb Jens Büchner an Lungenkrebs.
    • Olivia Jones, eine gute Freundin der Familie, verriet nun, wie Daniela mit dem Tod von Jens umgeht.
    • Im Video oben seht ihr das Interview mit der Travestiekünstlerin. 

    Knapp ein Monat ist mittlerweile vergangen, seit Mallorca-Star Jens Büchner den Kampf gegen den Lungenkrebs verloren hat.

    Am 17. November verstarb der “Goodbye Deutschland”-Star im Kreis seiner Familie.

    Seither dürften sich viele Fans fragen, wie es Ehefrau Daniela Büchner wenige Wochen nach der Schock-Nachricht geht.

    Travestiekünstlerin Oliva Jones ist eine enge Freundin der Familie und erzählte in einem Interview mit “Promiflash”, dass sie erst kürzlich mit Daniela telefoniert habe.

    Mehr zum Thema:Jens Büchner: Daniela wendet sich mit diesen Worten an die Öffentlichkeit

    Olivia Jones: “Das ist eine schwere Zeit, aber sie wird das meistern”

    “Ich habe mit ihr telefoniert. Ihr geht es den Umständen entsprechend. Für sie stehen jetzt die Kinder im Fokus,” sagte Jones. 

    Die Ehefrau von “Malle-Jens”, wie er von seinen Fans genannt wurde, sei gerade sehr in sich gekehrt, erzählte sie weiter.

    Diese Introvertiertheit sei auch der Grund für die Dschungelcamp-Absage gewesen. “Sie hat auch gesagt, sie kann gerade nicht liefern, was RTL von ihr erwartet.”

    “Das ist eine schwere Zeit, aber sie wird das meistern”, ist sich Olivia Jones sicher.

    (nmi)


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    Lauffaul: US-Präsident Donald Trump ließ sich und seine Ehefrau Melania für eine Strecke von 228 Metern in seiner Limousine kutschieren. 

    • Für eine Strecke von weniger als 250 Metern setzte Donald Trump am Dienstag eine Autokolonne in Bewegung. 
    • Ist der US-Präsident einfach faul – oder ein “Opfer” seines Sicherheitsdienstes?

    Eine Stretchlimousine, eine Autokolonne mit acht Fahrzeugen und das Ganze für eine Strecke von 228 Meter: Für diese etwas kuriose Szene sorgte US-Präsident Donald Trump, als er am Dienstag gemeinsam mit seiner Frau Melania seinem Vorgänger George W. Bush einen Besuch abstattete.

    Die Trumps besuchten die Bushs, um persönlich Anteil am Tod von George H.W. Bush, der vergangene Woche verstorben war, zu nehmen.

    Das Blair House, in dem die Familie Bush residiert, liegt direkt gegenüber vom Weißen Haus. Trump hätte demnach einfach nur die Straße überqueren müssen – stattdessen nahm er das Auto. 

    Ist Trump einfach nur faul?

    Es gibt zwei mögliche Erklärungen für die Luxusfahrt der Trums: Zahlreiche amerikanische Kommentatoren stellen sich die Frage, ob Trump einfach nur sehr faul ist, oder ob er aus Sicherheitsgründen den kurzen Spaziergang über die Pennsylvania Avenue verweigerte.

    So auch die “Washington Post”, die über den insgesamt 23-minütigen Besuch bei den Bushs berichtete. “Präsidenten, einschließlich des letzten, haben den Weg bereits zu Fuß zurückgelegt”, zitierte die US-Zeitung Edward Price, der als Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in der Obama-Regierung tätig war.

    Auch ein CNN-Reporter lies es sich nicht nehmen und spielte mit der Frage “Müde Knochen?”, auf eine frühere Aussage von Trump an.

    Damals hatte Trump erklärt, er habe nicht am Vietnamkrieg teilnehmen können, weil er an einer Knochenkrankheit leiden würde. 

    Laut Informationen der US-Zeitung wollte sich keiner der zahlreichen Personenschützer, des medizinischen Personals und der weiteren Helfer des weißen Hauses zu öffentlichen Spekulationen über Trumps Kurztrip hinreißen lassen.

    War es eine Anweisung des Secret Service?

    Vielleicht hielten sie es auch einfach nicht für ein wichtiges Thema. Schließlich ist Trump nicht der einzige Präsident, der für kurze Strecken das Auto nahm.

    In ihrer Biographie “Becoming” berichtete die ehemalige First Lady Michelle Obama ebenfalls davon, dass der Secret Service ihr einige Male “eine Autokolonne anstelle eines Spaziergangs an der frischen Luft” empfahl – aus Sicherheitsgründen.

    Ob sie und Ehemann Barack der Empfehlung auch nach gekommen sind, verriet Obama dort allerdings nicht.

    Nichtsdestotrotz: Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kann es sich sicherlich rausnehmen, über einen Spaziergang von 228 Metern selbst zu entscheiden.

    (jg)


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