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    Die Demonstrationen gegen Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron sind zu gewalttätigen Unruhen geworden.

    Frankreich rutscht in die Krise. In Paris sahen viele Bürger am Sonntagmorgen Bilder der Zerstörung. 

    Bei den groß angelegten Protesten am Samstag brannten Autos, flogen Gegenstände, Straßenzüge wurden verwüstet.

    Demonstranten der “Gelbwesten” – frankreichweit sollen es rund 75.000 Menschen gewesen sein – lieferten sich Straßenschlachten mit Polizisten.

    Die obskure Protestbewegung stellt das deutsche Nachbarland auf eine harte Belastungsprobe, die bislang härteste unter Präsident Emmanuel Macron. Es geht um Benzinpreise, die Reformpolitik der Regierung – und die zügellose Wut einer schwer greifbaren Gruppierung.  

    Alle Entwicklungen – auf den Punkt gebracht.

    So verlief das Wochenende der Gewalt:

    Samstag in Paris: Mehrere Dutzend Menschen wurden verletzt. 

    Am Vormittag versuchten sie immer wieder, Absperrungen zu durchbrechen, die Polizei ging mit Wasserwerfen und Tränengas gegen sie vor. Später verlagerten sich die Krawalle weiter in die Seitenstraßen. Rund um den berühmten Grands Boulevard wurden Autos und Stadtmöbel in Brand gesetzt.

    Bereits in der vergangenen Woche war es in Paris zu Krawallen gekommen. Es ist das dritte Wochenende in Folge, an dem die “Gelbwesten” Tausende, zweitweise Hunderttausende mobilisieren. Rund 200 Menschen werden am Samstag festgenommen.

    Besonders heftig waren die Ausschreitungen an diesem Samstag zunächst am Triumphbogen an der Spitze der Champs-Élysées. Hier hatten die Sicherheitskräfte Absperrungen aufgebaut.

    Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, in gelbe Warnwesten gekleidete Demonstranten versuchten immer wieder, Absperrungen zu durchbrechen. Dabei zündeten sie auch Pyrotechnik.

    Am Sonntag stirbt im Süden Frankreichs nahe Arles ein Demonstrant bei einem Unfall.Er hatte versucht, eine Straße zu blockieren. Es ist nicht das erste Mal, dass eine solche Blockade der “Gelbwesten” tödlich endet.

    Wer sind die “Gelbwesten” – und was wollen sie?

    Die Gruppierung gehört nicht zu einer Partei oder ist – wie in Frankreich üblich – an Gewerkschaften gebunden. Es handelt sich daher um eine sehr hetereogene, schwer greifbare lose Organisation.

    Die Gruppierung fand sich im Protest gegen die steigenden Benzinpreise. Die gelben Westen, die jeder französische Autofahrer in seinem Fahrzeug führen muss, sind Ausdruck dieser Protestbewegung.

    Durch die steigenden Ölpreise und eine Steuererhöhung von 7,6 Cents pro Liter Diesel und 3,9 Cent pro Liter Benzin, die seit diesem Jahr greift, sind die Kraftstoffpreise in Frankreich derzeit auf einem Rekord-Hoch. 

    Besonders außerhalb der Ballungszentren wird das zum Problem: Denn dort ist das Nahverkehrsnetz weit schlechter ausgebaut als etwa in Paris. Die französische Regierung hat sogar angekündigt, die Steuer im kommendem Jahr erneut um 6,5 Cent zu erhöhen.

    Grund hierfür sind unter anderem die Bemühungen, die Luftverschmutzung durch Dieselfahrzeuge zu verringern. “Die, die sich über hohe Benzinpreise aufregen, sind dieselben, die wollen, dass wir gegen Luftverschmutzung kämpfen, weil ihre Kinder krank werden”, sagt Macron.

    Doch längst geht es nicht mehr nur um frische Luft und teures Tanken.

    Allgemeiner Frust über die Reformpolitik Macrons bietet die Basis für eine explosive Stimmung. Ein Aktivist aus einer Pariser Vorstadt sagte kürzlich der Deutschen Welle:“Macron benimmt sich wie ein König und versteht uns Leute vom Land einfach nicht, obwohl wir 60 Prozent der Bevölkerung ausmachen.”

    Die Meinungsforscherin Stephane Wahnich erklärt, Macron gleiche in seinem Politikstil einem Buchhalter. Ökonomisch würden seine Steuererhöhungen vielleicht Sinn machen, “aber seine Reformen verstärken ein Gefühl der Ungerechtigkeit, bei denen, die sowieso schon Probleme haben, mit ihrem Geld auszukommen”.

    Deshalb bieten die Proteste auch für Politiker ganz rechts und ganz links Anknüpfungspunkte. Die linke Wochenzeitung “Jungle World” beschrieb die “Gelbwesten” als “gelbe Querfront”.

    Tatsächlich berufen sich viele Aktivisten in ihrem Protest vor allem auf Argumente der Verteilungsgerechtigkeit. So betont der “Gelbwesten”-Unterstützer John Mullen, ein linker Historiker, bei der Benzinsteuer handle es sich um eine Verkaufssteuer. Dies seien die sozial ungerechtesten Steuern, da sie arme Menschen viel stärker belasten würden als reiche. 

    Dieses Phänomen ist auch von der deutschen Mehrwertsteuer bekannt.

    Das – so Mullen – passe zur politischen Linie Macrons. “Er hat erst kürzlich die Vermögenssteuer abgeschafft, die nur die Reichsten traf, und die Steuern auf das Altersruhegeld für alle erhöht.”

    Wie reagiert Macron auf die Forderungen der “Gelbwesten”?

    Macron steht unter Druck.

    Er gestand den “Gelbwesten” vor rund einer Woche zum ersten Mal zu, die bisher “etwas blinde” Kraftstoffsteuer in Zukunft an den Ölpreis koppeln zu wollen.

    Die Empathie des Präsidenten für die immer radikaler auftretenden Demonstranten hält sich dabei allerdings in Grenzen.

    “Ich werde immer Protest akzeptieren, ich werde immer der Opposition zuhören, aber ich werde nie Gewalt akzeptieren”, sagte Macron am “schwarzen Samstag” (französische Medien) während einer Rede beim G20-Gipfel in Buenos Aires.

    Am Sonntag machte er sich dann ein Bild von der Lage in seiner Heimat.

    Er besuchte den Pariser Triumphbogen an der Spitze der Prachtstraße Champs-Élysées – dort war es am Samstag zu besonders schweren Ausschreitungen gekommen. Auf TV-Bildern und Videos im Netz war zu sehen, wie teils Vermummte das Denkmal stürmten und in den Innenräumen randalierten und plünderten. Anschließend dankte Macron den Einsatzkräften.

    Später kam er zu einem Krisentreffen mit Premierminister Edouard Philippe und Innenminister Christophe Castaner zusammen. Die Regierung erwägt einen Ausnahmezustand.

    Wie gefährlich werden die Proteste Macron? 

    Zwar sind Proteste mit hunderttausenden Teilnehmern in Frankreich weit üblicher als etwa in Deutschland, gegen Macrons Vorgänger Francois Hollande gingen zeitweise eine Million Menschen auf die Straße. Dennoch ist es gerade die diffuse Stimmungslage in Frankreich, die den “Gelbwesten” ein bedrohliches Potential verleiht.

    Anders als in der Vergangenheit kann die Regierung in der heutigen Krise nicht in Verhandlungen mit den Gewerkschaften treten.

    Internationale Beobachter unken sogar bereits, dass die Protestwelle Emmanuel Macron zu Fall bringen könnte.

    Die Journalistin Pauline Bock schreibt in der britischen Wochenzeitung “New Stateman”, in den Aufmärschen manifestiere sich das seit Jahren erstarkende Prekariat in Frankreich. “Es formen sich gerade zwei verschiedene Versionen Frankreichs. Aber Macron regiert nur eine davon.”

    Das französische Magazin “Le Point” glaubt, Macron drohe im schlimmsten Fall, wenn er keine Antwort auf die laut artikulierten Bedürfnisse der Unter- und Mittelschicht findet, ein Schicksal wie Hollande, der in die politische Bedeutungslosigkeit stürzte.

    Gleichzeitig habe er weiter die Chance, stattdessen als französische Margarete Thatcher in die Geschichte einzugehen – also als wirtschaftsliberaler Umwälzer.

    Mit Material der dpa.

    (jg)


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    Der Mann starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen, die Polizei hat vier Verdächtige festgenommen. 

    • Nach einer tödlichen Attacke in Göttingen hat die Polizei vier 19-Jährige als Tatverdächtige festgenommen. 
    • Die Männer werden beschuldigt, einen Mann brutal zu Tode geprügelt zu haben. 

    Nach dem gewaltsamen Tod eines 28-Jährigen in der Göttinger Innenstadt hat die Polizei vier Tatverdächtige festgenommen. Die Männer seien in der Nacht zum Sonntag sowie am Sonntagvormittag in Göttingen gefasst worden, sagte eine Sprecherin der Polizei.

    Alle vier seien 19 Jahre alt, in Deutschland geboren und hätten unterschiedlichen Migrationshintergrund. Die Vernehmungen dauerten an.

    Mann starb an inneren Verletzungen

    Eine Obduktion des 28-Jährigen habe ergeben, dass er an inneren Verletzungen durch äußere Gewaltanwendung gestorben sei. Details wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht nennen.

    Wie Ermittlungen der Polizei ergaben, hatte sich der 28-Jährige mit mehreren anderen Männern gestritten.

    Passanten hielten schwer verletzten Mann für betrunken

    Passanten hatten den schwer verletzten Mann in der Nacht zu Samstag gefunden und den Rettungsdienst alarmiert. Bei ihrem Notruf in der Nacht berichteten sie zunächst von einem hilflos und betrunken wirkenden Mann.

    “Erst während des Transports ins Krankenhaus fielen die schweren Verletzungen auf”, sagte die Polizeisprecherin. Im Krankenhaus erlag der Mann seinen Verletzungen.


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    Die Polizei machte noch keine genauen Angaben darüber, wie der Todesschütze starb. 

    • Ein 60-Jähriger tötet in Berlin auf offener Straße einen jüngeren Bekannten – und tötet such dann selbst. 
    • Die Polizei untersucht nun, was das Motiv der Tat sein könnte.  

    Ein 47-Jähriger ist in Berlin-Charlottenburg auf offener Straße erschossen worden.

    Der 60 Jahre alte Schütze habe danach die Waffe auf sich selbst gerichtet und sei im Krankenhaus gestorben, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag.

    So lief die Tat laut der Polizei ab

    Der Täter wartete den Angaben zufolge am Samstagabend gegen 20.40 Uhr auf den jüngeren Mann und tötete ihn auf einem Gehweg in der Rückertstraße.

    Zu Berichten von Online-Medien, wonach der 60-Jährige dem Opfer in den Kopf schoss, wollte sich die Polizei auf Nachfrage nicht äußern.

    Der 47-Jährige erlag seinen Verletzungen unmittelbar vor Ort. Beide Leichen sollten noch am Sonntag obduziert werden. Mit dem Ergebnis der Untersuchung sei frühestens am Montag zu rechnen, so die Polizei.

    Mehr zum Thema: Wir müssen das Thema Selbstmord anders behandeln – es geht uns alle etwas an

    Zeugen sollen helfen, das Motiv des Schützen herauszufinden

    Ob sich der Schütze und das Opfer kannten - beide waren Deutsch-Albaner - und welche Verbindung sie hatten, sollen nun die Ermittlungen zeigen.

    “Es gibt Zeugen, die vernommen werden sollen”, sagte die Sprecherin zu den nächsten Schritten der 7. Mordkommission. Auch Gespräche mit Angehörigen der beiden Männer sollen zur Aufklärung der Hintergründe beitragen.

    Am Tatort in der Nähe der U-Bahn-Station Bismarckstraße – unweit der Deutschen Oper und rund anderthalb Kilometer von Schloss Charlottenburg entfernt – sicherten Fachleute am Samstagabend Spuren.

    Fotos von dort zeigten eine große Blutlache vor einem Hauseingang.

    Hinweis der Redaktion: Wenn du das Gefühl hast, dein Leben macht keinen Sinn mehr, wende dich bitte an die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.

     

    Beim Jugendinformationszentrum München findest du zudem persönliche und telefonische Beratung für Kinder und Jugendliche. Telefonnummer: 089 550 521 50 (Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 13 – 18 Uhr). 


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    Wie ein Phönix aus der Asche steigen sie in euren Newsfeeds empor, schmackhafte Giganten, die sich aus der faden Masse unscheinbarer Sandwiches lösen.

    Aus den Tiefen eures Newsfeeds steigen sie empor, imposant: Wie aus den Überresten weit unscheinbarerer Sandwiches.

    Die vertrauten Elemente sind alle da, oder zumindest einige davon:

    ► Goldener Käse, dessen geschmolzene Ecken sich stetig ihren Weg über glänzendes Fleisch bahnen, Schicht um Schicht.

    ► Eine Soße von milchiger Blässe, die lustvoll in eine überschüssige Pfütze tropft.

    ► Ein Schuss Eigelb; vielleicht etwas Frittiertes.

    ► Ein Stich von Rot oder Grün, von einer Tomate oder Gurke.

    ► Und das überfüllte Chaos wird zusammengehalten – zaghaft, hilflos –, von zwei Scheiben Brot, die dich resigniert ansehen, als wollten sie sagen: Was genau machen wir hier eigentlich?

    Mehr zum Thema: Warum wir eine Lebensmittelrevolution brauchen

    Das ist die Magie der Instagram-Sandwiches. Angeblich zu gleichen Teilen für ihr äußeres Erscheinungsbild und ihren Geschmack konzipiert, treten sie als natürliches Nebenprodukt der modernen Restaurantszene in Erscheinung, die sich wie die meisten Branchen an die Anforderungen der leistungsfähigen Foto-Sharing-App anpassen musste.

    Instagram-Sandwiches sehen gut aus, aber schmecken sie auch?

    Obwohl diese Instagram-Sandwiches zweifelsohne anziehend wirken, führt ihre komplizierte Konstruktion dazu, dass sie nicht immer praktisch zu essen sind. Oder gut schmecken.

    Ein Beispiel: Machen seine frittierten Beilagen diesen Burger geschmackvoller oder verwandeln sie sein Inneres zu einem riesigen Haufen Brei? Kann ich meinen Mund wirklich weit genug öffnen, um einen Bissen von einem doppelt gebratenen Hühnerbrustsandwich zu nehmen, ohne dass es dabei in seine Einzelteile zerfällt?

    Und falls nicht, widerspricht es dann nicht dem Sinn eines Sandwiches?

    Ich will an dieser Stelle festhalten, dass viele Insta-würdige Sandwiches nicht unhandlich sind und einige klassische Sandwiches die Qualitäten eines Instagram-Sandwiches besaßen, lange, bevor es die App überhaupt gab.

    Der “Italian Hero” war schon immer ein Gigant unter den Sandwiches. Und Sandwiches von New Yorker Imbissen wie Katz’s and Frankel’s sind so überladen wie alles, was heute in unserem Feed zu finden ist.

    Und zahlreiche Köche beteuern, sie hätten immer schon versucht, ihre Speisen möglichst ästhetisch erscheinen zu lassen, unabhängig davon, ob sie fotografiert werden.

    Essen ist eine sinnliche Erfahrung, richtig? Man muss also auf jeden Sinn achten und, offen gesagt, der Geschmack ist der letzte Sinn, den unser Essen ankurbelt“, sagt der in Los Angeles ansässige Koch Eric Greenspan, Inhaber mehrerer Geschäfte, die üppig beladene Sandwiches verkaufen. “Der erste Sinn, den Essen bedienen muss, ist die Sicht.”

    Was sich jedoch in den letzten Jahren geändert hat, sei der Schwerpunkt auf das Aussehen eines Sandwichs.

    Die wachsende Konkurrenz um die Gäste hat die Köche gezwungen, Speisen zu kreieren, die nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen.

     “Ich denke, die wachsende Konkurrenz um die Gäste hat die Köche gezwungen, Speisen zu kreieren, die nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen”, sagt der Koch Chase Devitt.

    “Schön anzusehende Beilagen sind mittlerweile zu einem wichtigen Bestandteil unseres Essens geworden und nicht nur bloße Lückenfüller.“

    Immer mehr Restaurants denken ihre Gerichte in Instagram-Likes

    Greenspan geht davon aus, dass Instagram den Menüs vieler Köche mindestens ein Element hinzugefügt hat, das zuvor noch nicht Bestandteil davon war – ein Gericht, dessen Hauptzweck eher darin besteht, Blicke auf sich zu ziehen, als einfach nur lecker zu schmecken.

    Andere Küchenchefs, mit denen ich gesprochen habe, wie Jaime Young von Sunday in Brooklyn und Michael Simmons von Chicago’s Café Marie-Jeanne, beteuern jedoch, dass Instagram nicht direkt in ihre Menügestaltung einbezogen wird.

    “Ich glaube nicht, dass jemand etwas dagegen hat, ein Gericht zu kreieren, das sich gut auf Instagram macht, solange die eigentliche Menüentwicklung nicht dadurch eingeschränkt wird”, sagt Heidi Hageman, Präsidentin der Public Relations-Firma H2 Public Relations in Chicago der HuffPost.

    “Ich denke, ein Punkt, dem einige meiner Köche nicht zustimmen, ist, dass der Schaffensprozess mit dem Erstellen eines speziellen Elements beginnt, sodass das Ergebnis für soziale Medien gut aussieht.”

    Mehr zum Thema: In diesem Café bezahlst du nicht mit Geld, sondern mit einer guten Tat

    Andere Köche, die auf der Suche nach einem Wettbewerbsvorteil sind, tun dies jedoch, indem sie Berater wie Devour Power nicht nur damit beauftragen, ihr gesamtes Menü für soziale Medien zu fotografieren, sondern auch mit speziellen “off-la-carte” -Optionen zu helfen.

    Rebecca West-Remmey, die das Unternehmen mit Sitz in New York zusammen mit ihrem Ehemann Greg leitet, erzählt HuffPost, dass es diese Kreationen sind, die zum Gegenstand des “Foodporns” werden, für den ihr Instagram-Account berühmt ist.

    Daher der Devour Power Burger im Restaurant Breakroom in New York City: eine ungeheure Doppel-Patty-Situation mit Tempura-Zwiebelrolle, Schweinebauch und Mac n’ Cheese. (Ich weiß, ich weiß – ein Burger ist nicht wirklich ein Sandwich; aber um dieses Artikels willen, tun wir so, als ob er das wäre.)

    Warum sind wir so besessen von “Food-Porn”?

    West-Remmey sagt, Devour Power poste nur Sandwiches, die sie selbst probiert haben und sich selbst empfehlen würden – selbst wenn gelegentlich eins dekonstruiert werden muss, um das Essen zu erleichtern. Jackson Cook und Graham Burns, die eine Kreativagentur in Williamsburg sowie den beliebten Instagram-Account “The Brothers Buoy” betreiben, arbeiten nach demselben Prinzip.

    Trotzdem sind sie sich nicht sicher, warum ausgerechnet die verrückten, schwieriger zu essenden Sandwiches – die sie eher meiden – die meisten Reaktionen in den sozialen Medien hervorrufen.

    “Es ist das Schauspiel”, vermutete Burns. “Jeder weiß, wie ein normales, gutes Sandwich aussieht. Aber auf Instagram bleibt man eher an den Dingen hängen, die extremer sind. ”

    Letztlich ist Instagram ein aufstrebendes Medium. Wir möchten keine Reiseposts aus dem Park um die Ecke. Wir wollen einen windgepeitschten Menschen betrachten, der an einem weit entfernten Küstenabschnitt herumtollt.

    Ebenso wenig wollen wir typische Sandwiches betrachten. Wir wollen uns die Art von Sandwiches ansehen, bei deren Anblick einem Gast in irgendeinem entlegenen Diner deutlich hörbar das Wasser im Mund zusammen läuft.

    Das Gleiche gilt für übertriebene Iterationen anderer Instagram-geeigneter-Lebensmittel – gigantische Burritos, verrückte Pizzen und goldbeschichtete Chickenwings.

    Sie sind im Wesentlichen virtuelle Werbetafeln für ihre weniger außergewöhnlichen Brüder. Allerdings kann es sein, dass diese Instagram-Sandwiches die Kerneigenschaften eines Sandwichs verloren haben – nämlich eine gut zu handhabende Speise zu sein, die eine robuste Struktur besitzt.

    “Für mich hat das wirklich etwas von einem Porno”, sagt Greenspan. “Die Leute schauen sich das an und denken, ‘Ist das abgefahren. Aber ausprobieren will ich das nicht.’”

    Diese Sandwiches könnten zwar Gäste in die jeweiligen Restaurants locken, sagt Greenspan, aber: “Am Ende des Tages müssen sie neben dem unwiderstehlichen Hingucker eben auch eine solide Basis liefern, damit die Leute zurückkommen.”

    Die Leute schauen sich das an und denken, ‘Ist das abgefahren. Aber ausprobieren will ich das nicht.'

    Es wäre also falsch zu sagen, dass Sandwiches im Allgemeinen größer, saftiger und überteuerter werden, ungeachtet dessen, was Instagram glauben lässt.

    Mehr zum Thema: 21-Jähriger isst 17 Jahre lang fast nur Chicken Nuggets – wegen einer Krankheit

    Vielmehr stellt das Instagram-Sandwich die Apotheose des Food-Pornos dar – die per Definition ein Element der Unmöglichkeit enthält. Vielleicht sehen wir uns auf Instagram deshalb keine typischen Sandwiches an, weil sie erreichbar sind. Vielleicht wollen wir nur das, was wir nicht haben können.

    Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Anna Rinderspacher aus dem Englischen übersetzt und leicht gekürzt.

    (ak)


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    CDU-Politiker Friedrich Merz will Aktienkäufe zur privaten Altersvorsorge steuerlich bevorteilen. 

    ► Der Bewerber für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat seine Idee bekräftigt, eine Altersvorsorge über Aktien steuerlich zu begünstigen.

    ► “Ich spreche über eine ergänzende Altersvorsorge, die neben die gesetzliche Rentenversicherung treten muss”, sagte der frühere Unionsfraktionschef am Sonntag in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin”.

    ► Es gebe bereits eine ganze Reihe von steuerlichen Begünstigungen. “Ich würde die gerne bündeln, ich würde sie gerne konzentrieren, ich würde sie vor allem gerne auf die Altersversorgung ausrichten”, sagte Merz.

    Was Merz zu möglichen Interessenkonflikten beim Thema Aktien sagt: 

    Merz ist Aufsichtsratsvorsitzender beim Vermögensverwalter Blackrock Deutschland. Mit zuletzt rund 6,4 Billionen Dollar (etwa 5,7 Bio Euro) an Anlegergeldern ist Blackrock der größte Vermögensverwalter der Welt.

    Die Firma ist über diverse Branchen und Sektoren hinweg einer der wichtigsten Investoren rund um den Globus und hält auch Aktienpakete an etlichen deutschen Großkonzernen.

    Auf die Frage nach einem möglichen Interessenkonflikt sagte Merz in der ARD, er habe sich schon lange vor seinem Engagement für das Unternehmen für die private Altersvorsorge ausgesprochen. “Ich musste meine Meinung da nie ändern und werde sie auch nicht ändern.”

    Was Merz zum Risiko bei Aktiengeschäften sagte: 

    Angesprochen auf den Charakter von Aktien als Risikopapiere sagte Merz, aus seiner Sicht sei “langfristige Beteiligung am Produktivkapital der Unternehmen” verlässlich.

    Es komme darauf an, dass man in jungen Jahren mit kleinen Beiträgen anfange – “das können schon vier oder fünf Euro am Tag sein”.


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    Drei Autokraten unter sich: Irans Präsident Hassan Rohani, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Russlands Regierungschef Wladimir Putin. 

    Beim G20-Gipfel in Buenos Aires schüttelt Recep Tayyip Erdogan Hände, so als wäre nichts gewesen. 

    Da begrüßt er etwa den niederländischen Premierministerin Mark Rutte mit den Worten “Schön, Sie zu sehen, eine Ehre”. Ganz als hätte er die Niederländer nicht noch vor einem Jahr als “Nazis” und “Kannibalen” bezeichnet.

    Da umgarnt er Xi Jinping und trifft US-Präsident Donald Trump.

    Es ist ein wahres Diplomatie-Feuerwerk, das der türkische Präsident abfeuert. Eines, das kaum erahnen lässt, dass sich die Türkei unter Erdogan von vielen ihrer ehemaligen Partner – besonders im Westen – abgewandt hat.

    Der türkische Autokrat schmiedet neue Allianzen, vor allem im Osten, vor allem mit autoritären Staatschefs. Der ehemalige türkische Abgeordnete und Politik-Experte Aykan Erdemir spricht schon von den “VIRTU”-Staaten – einer “Achse der Wut”. 

    Venezuela, Iran, Russland und die Türkei

    “VIRTU” steht bei Erdemir für Venezuela, Iran, Russland und die Türkei. Es sei ein Bündnis, das auf einer ähnlichen Weltsicht beruhe, schreibt Erdemir in einem Beitrag im Magazin “The American Interest”.

    So würden auch Wladimir Putin, Irans Oberhaupt Ali Khamenei und Venezuelas Präsident Nicolas Maduro sich wie Erdogan als “Außenseiter auf der Weltbühne” begreifen, die sich gegen den amerikanischen Imperialismus auflehnten.

    Die “VIRTU”-Anführer würden eine neue, multipolare Welt propagieren, die aus regionalen Mächten besteht, die über ihre jeweiligen Einflussbereiche herrschen.

    Erdogan sucht die Macht über den sunnitischen Block im Nahen Osten, während sich der Iran als schiitische Vormacht präsentiert. Russland hat erst kürzlich durch die Provokation der Ukraine ihren Machtanspruch im Osten signalisiert.

    Erdogans Geschäfte mit Venezuela und Russland

    Erdemir schreibt, dass das (bislang hypothetische) Bündnis schon jetzt wirtschaftliche Ambitionen verfolge.

    So gebe es bereits einen regen Gold-Handel zwischen Venezuela und der Türkei, besonders aufgrund der US-Sanktionen gegen sein Land sehe der Präsident des südamerikanischen Staates die Türkei als sicheren Hafen an.

    Maduro geht gar so weit, Erdogan zum “neuen Anführer der multipolaren Welt” zu erklären.

    An Russland nähert sich die Regierung in Ankara schon länger an – vor allem militärisch. Die Türkei wird im Oktober 2019 mit der Installation russischer S-400-Flugabwehrraketensysteme beginnen. Die Nato warnt inständig vor der umstrittenen Anschaffung.

    Denn nicht nur symbolisch ist der Kauf eine Weichenstellung gen Osten – auch rein pragmatisch könnten die S400-Systeme einen Keil zwischen die Türkei und andere Nato-Staaten treiben. 

    Nicht nur wären die Systeme nicht mit anderen Nato-Technologien kompatibel, auch könnten sie die Tür für russische Spionage öffnen. Vereinfacht gesagt fürchten Militärs, so berichtet der “Spiegel”, dass mit dem S-400-System eine Art Auge Moskaus auf Nato-Gebiet installiert wird. 

    Die Daten, die bei der gemeinsamen Inbetriebnahme an Moskau fließen könnten, gelten als hoher Risikofaktor.

    Erdogans Suche nach neuen Bündnissen

    Neben der türkischen Hoffnung, trotz kultureller Entfremdung vom Westen Teil eines starken militärischen Gebildes zu bleiben, erhofft sich auch Russland durch die Partnerschaft mit Ankara Vorteile.

    Moskau versuche, eine prorussische Lobby in der Türkei aufzubauen, so Experte Erdemir, um hier nicht nur in Form der Rüstungsindustrie wirtschaftlich weiter Fuß zu fassen. Schon jetzt gehört die Türkei zu den wichtigsten Exportländern für russische Güter.

    Auch auf einem anderen – bislang kaum beachteten Feld – kooperiert die Türkei bereits im Sinne des “VIRTU”-Bündnisses. Venezuela, der Iran und Ankara arbeiten alle an einer eigenen Kryptowährung – ein Versuch, die eigene wirtschaftliche Souveränität zu erhöhen und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu senken.

    Es wäre nicht der erste Versuch Erdogans, sich in ein neues loses Bündnissystem einzupassen.

    Im Juli nahm der türkische Präsident an der Konferenz der sogenannten BRICS-Staaten teil: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

    Erdogan erklärte gar, BRICS solle in Zukunft um ein “T” (für die Türkei) ergänzt werden. Sein Berater Ibrahim Karagül schrieb in einem Gastbeitrag: “Das wird die Weltkarte auf den Kopf stellen – und die Türkei muss in diesem Aufstieg des Ostens ohne Zögern ihren Platz einnehmen.”

    Beim G20-Gipfel zeigt sich, warum Erdogan das “VIRTU”-Bündnis sucht

    “Der Aufstieg des Ostens” ist aber wohl kaum der wahre Grund für die türkischen Ambitionen.

    Denn trotz Erdogans Charme-Offensive beim G20-Gipfel zeigte sich in Argentinien auch: Die Türkei steht noch immer weitestgehend alleine da – und das obwohl Erdogan alles getan hatte, die skandalträchtige Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi durch ein saudisches Killerkommando machtpolitisch auszunutzen.

    Obwohl auch Putin durch einen freundlichen Handschlag mit Saudi-Kronprinz Mohammed bin Salman auffiel, war es wohl vor allem Donald Trumps Gleichgültigkeit, die Erdogan einen Strich durch die Rechnung machte.

    Der hatte gehofft, durch die Aufklärungsarbeit im Fall Khashoggi einen Keil zwischen die USA und Riad treiben zu können – und womöglich gar das eigene Verhältnis zu den USA wieder gerade zu rücken.

    Nun – so sieht es aus – braucht er einen Rückfallplan. Und so könnte “VIRTU” von einer abstrakten Idee zur politischen Realität werden.

    (jg)


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    Demonstranten in den USA. 

    Ein Samstagabend Ende Oktober in einem Pub in der 55th Street in Manhattan. Auf dem Bildschirm an der Wand krachen Football-Spieler ineinander, daneben bauen Musiker Lautsprecher und ein Schlagzeug-Set auf. 

    Halloween steht bevor – und auch die US-Kongresswahlen sind zu diesem Zeitpunkt nur wenige Tage entfernt. Ein Mann setzt sich neben mich an die Bar, wir reden erst über Football, und dann über Donald Trump

    “Amerika ist großartig, Trump ist großartig”, schwärmt mein Gesprächspartner, ein wuchtiger Mann mit Bart aus Alabama. Er habe sich während seiner Zeit als Football-Spieler in der NFL verletzt, von der Abfindung des Teams habe er dann ein Grundstück gekauft, es später wieder verkauft und mit dem Geld das Unternehmen seiner Frau aufgebaut.

    “Jetzt kann ich mich zurücklehnen, das Geld kassieren. Und ich bin nicht mal schlau”, sagt er, lacht und trinkt von seinem Bier. Das Leben hat es offenbar gut mit ihm gemeint.

    Nur wenige Stunden zuvor habe ich ein anderes Amerika erlebt. In einer Turnhalle in Queens berichten Mieter in Sozialwohnungen von Schimmel, kaputten Heizungen und der ständigen Angst, auf der Straße zu landen. Sie fühlen sich im Stich gelassen. Von ihren Vermietern, von der Stadt New York und deren Behörden. Vor allem aber von der Politik. 

    “Wir können uns nicht auf die gewählten Vertreter verlassen. Wir können uns nicht auf das System verlassen, das uns diese Probleme überhaupt erst eingebrockt hat”, schimpft ein junger Afroamerikaner. 

    Die Lebenswirklichkeit dieser beiden Männer könnte nicht verschiedener sein. Der eine lässt sein Geld für sich arbeiten, der andere klagt über die verschimmelte Wohnung seiner Familie und fordert mehr Geld vom Staat für Sozialwohnungen. Der eine lobt den US-Präsidenten für seine Steuersenkungen, der andere schimpft über die Regierung und klatscht für die Demokraten. 

    Die USA sind ein zerrissenes Land. Das hat die Zeit vor den Kongresswahlen einmal mehr offenbart. Es war eine Zeit, in der Schüsse in einer Synagoge fielen und der US-Präsident einem jüdischen Milliardär vorwarf, Migranten zu bezahlen, die durch Mittelamerika Richtung US-Grenze marschierten.

    Es war eine Zeit, in der ein US-Sender und zahlreiche Kritiker des Präsidenten Paketbomben in ihrer Post fanden und ebendieser Präsident die Presse als “Feinde des Volkes” beschimpfte. 

    Es war eine hässliche Zeit, voller Zorn und Abscheu; in einem Land, durch dessen Gesellschaft sich ein tiefer Graben zieht; zwischen zwei politischen Lagern, die verlernt haben, miteinander zu sprechen.

    Ich war vier Wochen in diesem Land unterwegs und habe erlebt, was der Hass, die Hetze und die gegenseitigen Anschuldigungen in den USA anrichten. 

    Zwei Frauen, zwei Parteien – zwei Weltsichten 

    Bei einer Wahlkampfveranstaltung des Republikaners Corey Stewart treffe ich Terry. Sie ist um die fünfzig Jahre alt und trägt ein blaues Trump-Shirt – so wie viele der Menschen, die an diesem Abend in ein italienisches Restaurant im Ort Mechanicsville im Bundesstaat Virginia gekommen sind. 

    Terrys Wahlentscheidungen in der Vergangenheit sind ungewöhnlich. 2008 und 2012 stimmte sie bei den Präsidentschaftswahlen für Barack Obama, vor zwei Jahren dann für Donald Trump. Obama nennt sie “betrügerisch”. Er habe die Mitte der Gesellschaft stärken wollen, aber sie mit diesem Versprechen enttäuscht, sagt Terry. 

    Nun guckt sie Fox News, den Haussender von Trump, und wählt die Republikaner. Wir sprechen über die umstrittene Nominierung von Brett Kavanaugh zum Richter am Obersten Gerichtshof. Die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford warf Trumps Wunschkandidaten vor, sie während der Schulzeit vergewaltigt zu haben. Unter Tränen berichtete sie bei einer Anhörung im Kongress von jener Nacht, in der der Übergriff geschehen sein soll.

    Selbst einige republikanische Senatoren räumten danach ein, Fords Aussage erscheine ihnen glaubwürdig. Nach einer kurzen FBI-Ermittlung wurde Kavanaugh dennoch zum Richter ernannt. 

    Terrys Blick auf dieses Ereignis: Die Demokraten ließen die Anhörung zur Farce werden. Die Vorwürfe gegen Kavanaugh glaubt sie nicht.

    Über die Frau, die einen republikanischen Senator im Fahrstuhl weinend anflehte, gegen Kavanaugh zu stimmen, lacht Terry und sagt: “Ich meine, liebe Frau, reiß dich mal zusammen.”

    Einige Tage später treffe ich Claire im Ort Henrico, nur wenige Kilometer von Mechanicsville entfernt. Sie ist etwas älter als Terry, trägt halblange weiße Haare und arbeitet als Innenarchitektin. Claire hilft jenem Mann im Wahlkampf, den der Republikaner Stewart während seiner Rede unentwegt attackiert hatte: dem demokratischen Senator Tim Kaine. 

    Claire in Henrico, Virginia. 

    Für Trump, dessen Namen Terry so stolz auf ihrem T-Shirt trug, hat Claire nur Verachtung übrig. “Ich kann nicht glauben, dass ein selbsternannter Schürzenjäger und Sittenstrolch unser Präsident ist.” Ob sie verstehen könne, wenn Frauen für Trump stimmten, frage ich sie. “Nein, das kann ich nicht”, sagt Claire.

    Sie glaubt: Egal, ob Kavanaugh schuldig ist oder nicht, sein Fall habe eine ganz gestimmte Botschaft an Frauen gesendet: “Dass wir keinen Wert haben.”

    Ein Thema, zwei widersprüchliche Sichtweisen. Das ist ein Dauerzustand in der US-Politik. Ob der Mann aus Alabama oder der wütende Mieter aus Queens, ob Terry oder Claire: Sie leben im selben Land, nehmen die Wirklichkeit aber komplett unterschiedlich wahr.  

    Mehr zum Thema: Warum sich an Brett Kavanaugh der Kampf der Kulturen in den USA entscheidet

    Der Kulturkampf in den USA

    Grund dafür ist, dass mit Demokraten und Republikanern unterschiedliche politische Kulturen aufeinanderprallen. Das ist die These des Soziologen James Davison Hunter in dessen Buch “Culture Wars: The Struggle to Define America” aus dem Jahr 1991. 

    Für Hunter teilten sich die USA in ein progressives und ein konservatives Lager auf. Anhänger dieser Lager vertreten bei so gut wie jedem Thema gegensätzliche Positionen, es gibt kaum Überschneidungen. Ihre Sicht auf die Welt ist nicht mit der Sicht einer Person aus dem anderen Lager zu versöhnen. Fast als wären die USA nicht eine Nation, sondern zwei.

    Der Mann aus Alabama lobt Steuersenkungen. Er glaubt an den “American Dream”, daran, dass jeder aufsteigen kann. Für den New Yorker Mieter ist der “American Dream” offenbar ramponiert, er erwartet Hilfe von der Politik. 

    Republikanische Frauen sehen im Fall Kanavaugh eine Schmierkampagne gegen einen angeblich ehrenhaften Richterkandidaten und fordern von den Frauen, sie sollen sich nicht so anstellen. Die demokratischen Frauen halten stattdessen zu Christine Blasey Ford – einem mutmaßlichen Opfer sexueller Gewalt in einer von Männern dominierten Gesellschaft. 

    Die Spaltung nimmt teilweise absurde Züge an. Menschen, die nur wenige Straßenzüge voneinander entfernt wohnen, halten die andere Partei für das Schlimmste, was dem Land passieren kann. 

    Anhänger der Republikaner sagen mir, die Demokraten seien Sozialisten. “Sie sind wie Hitler”, zischt mir gar eine alte Frau entgegen. Anhänger der Demokraten wiederum halten die Republikaner für gefühllose Machtpolitiker – und Trump für eine Katastrophe. “Trump muss gehen, sonst befürchte ich, wird es das Ende für Amerika bedeuten”, sagt mir Gary, ein Demokrat aus Virginia.

    Die USA: Kurz vor dem Bürgerkrieg?

    Diese Spaltung ist gefährlich. Der “Kulturkampf” kann zu realer Gewalt führen. Das hat sich in Charlottesville gezeigt, nicht weit entfernt von den Orten, wo ich Terry und Claire traf.

    Vor einem Jahr im August marschierten in dieser Stadt Rechtsextreme auf, Gegendemonstranten stellten sich ihnen in den Weg. Am Ende fuhr ein Mann in eine Menge von Gegendemonstranten und verletzte eine Frau tödlich.

    Demonstranten in Charlottesville. 

    Zwei Tage darauf veröffentlichte das renommierte Magazin “New Yorker” einen Artikel mit der Überschrift: “Bewegt sich Amerika auf einen neuen Bürgerkrieg zu?”

    Der Historiker David Blight sagte damals dem Magazin: “Wir wissen, dass uns ein Bürgerkrieg oder dergleichen drohen kann, wenn eine Wahl, ein Gesetz, ein Ereignis, eine Aktion der Regierung oder von hochrangigen Personen völlig inakzeptabel für eine Partei, eine große Gruppe oder einen bedeutenden Wahlkreis wird.”

    Der große Knall ist ausgeblieben. Aber die Gewalt gegen Minderheiten in den USA ist seit Trumps Amtsantritt gestiegen, das zeigen Zahlen des FBI und von NGOs.

    Eine andere Folge der tiefen Zerrissenheit der USA ist eine Art Sprachlosigkeit. Die öffentliche Debatte erfolgt nur über das jeweils andere Lager – aber nicht mit ihm. 

    Wir müssen reden

    Das schreibt mir in einer Email auch Rebecca Bass. Sie ist Mitarbeiterin des Difficult Conversations Labs, eines “Labors” für schwierige Gespräche.

    Gegründet hat die Initiative Peter Coleman, Professor an der Columbia University in New York. Coleman beriet unter anderem einen Journalisten der “Zeit” zum Auftakt der Initiative “Deutschland spricht”, einer Aktion, die zum politischen Streit einlädt. 

    Die große Frage sei, schreibt Bass, ob die Menschen in Amerika überhaupt in Kontakt mit Personen kommen würden, die einen anderen Standpunkt als ihren eigenen vertreten.

    “Derzeit zeigt die Forschung, dass die Bürger in städtischen Zentren, in Vororten und den ländlichen Regionen sich zunehmend ideologisch voneinander entfernen.” Laut den vorläufigen Ergebnisse der Kongresswahlen gewannen die Demokraten am stärksten in Städten hinzu, die Republikaner dagegen auf dem Land. 

    Doch die Wähler in den USA unterteilen sich nicht nur in Stadt und Land, wie das auch in Deutschland der Fall ist. Die geographische Trennung verschiedener Gruppen ist noch schärfer. Zugehörige einer ethnischen oder sozialen Gruppe wohnen meist in denselben Viertel. Selbst in der Metropole New York ist das zu spüren.  

    “Unsere Leben sind so strukturiert, dass wir voneinander getrennt sind”, schreibt Bass. “Aus diesem Grund fällt es uns leicht, unsere Überzeugen zu bekräftigen und das zu vereinfachen oder zu verwerfen, was Menschen glauben, denken oder erleben, die anders sind als wir.” 

    Die Spaltung der Gesellschaft sei allerdings kein neues Phänomen, betont die Expertin. “Trump ist genauso ein Symptom, wie ein Grund der Spaltung.”

    Bass nennt den Namen des Republikaners Newt Gingrich, er war von 1995 bis 1999 Sprecher des US-Repräsentantenhauses. Gingrich habe versucht, politische Themen zu finden, die “maximal spaltend” wirken würden. Zugleich hätten Kongressabgeordnete weniger Zeit mit Kollegen der anderen Partei verbracht, erklärt Bass. 

    Die Politik sei so zu einem Konflikt “Wir gegen Die” verkommen, schreibt Bass. Mittlerweile seien die Parteien an einem Punkt angelangt, “wo es keine Kooperation, keine funktionierende Problemlösung mehr gibt”.

    Unter den Anhängern der Demokraten und der Republikaner gibt es teilweise nicht einmal mehr einen Dialog. 

    Konflikte, die an Deutschland erinnern 

    Die Politik ist zum großen Reizthema geworden. Die Demokratin Claire erzählt mir, sie habe jahrelang mit einer Freundin, einer Wählerin der Republikaner, nicht über Politik reden können. Erst jetzt gehe das wieder – weil auch die Freundin Trump nicht ausstehen könne. 

    Häufiger aber ist, dass Trump zum Problem in Freundschaften oder bei Treffen wird. Benjamin, ein junger Anhänger der Demokraten in Virginia, sagt mir, die Debatten über Politik seien unter Trump hitziger geworden.  

    Er nennt als Beispiel die Bewegung Black Lives Matter. Sie setzt sich gegen Gewalt gegen Afroamerikaner ein. Konservative Kritiker werfen den Demonstranten von Black Lives Matter jedoch vor, zur Gewalt gegen die Polizei aufzurufen – oder Polizisten tatsächlich anzugreifen.

    Statt sich mit Kritik an Trump und dessen mangelndem Vorgehen gegen Rechtsextremismus auseinanderzusetzen, würden viele der Anhänger des US-Präsidenten dann lieber Black Lives Matter attackieren – nach dem Motto: Die sind viel schlimmer.

    Benjamin vor seinem Haus in Henrico, Virginia. 

    Diese Art der Diskussion, die Benjamin schildert, erinnert an die Debatte in Deutschland, ob linksradikale oder rechtsradikale Gewalt das größere Problem sei.

    Mehr zum Thema: Politikwissenschaftler erklärt, warum Deutschland womöglich am Rande eines Kulturkrieges steht

    Einige Freunde, die Anhänger der Republikaner sind, habe er verloren. “Wir sind immer noch Freunde, aber nicht wirklich, verstehst du?”, sagt er und erklärt: “Jetzt sind wir an einem Punkt, wo ich zu einigen der Jungs sage: Wenn ihr das immer noch unterstützt, seid ihr Rassisten.” 

    Ein anderer Mann bringt das Problem mit einem Vergleich auf den Punkt. Nachdem er nach einigen Minuten im Gespräch vertrauen gefasst hat, überhaupt seine Sicht über Politik zu schildern, sagt er: “Politik ist wie die Religion.”

    Er muss es wissen: Er sei Muslim und stamme aus dem Irak, sagt er. 

    Die Verdrossenen 

    Wie sehr die Politik polarisiert, merke ich auch daran, wie wenige Menschen mit mir darüber reden wollen. “Mich kotzt es an”, sagt ein Mann, an dessen Tür ich in Virginia klopfe. Mehr will er über die Politik nicht sagen. 

    Ein junger Afroamerikaner sagt mit bei der Busfahrt nach Virginia auf meine Frage, was er über die Kongresswahlen denke: “It’s a pain in the ass.” Es sei ein einziges Ärgernis. Auch er will lieber nicht darüber reden. 

    Bei dem großen Riss zwischen Demokraten und Republikaner vergisst man, dass es auch die Menschen gibt, die zwischen den Lagern stehen. Die der Politik überdrüssig sind. 

    In der Studie “Hidden Tribes: A Study Of America’s Polarized Landscape” der Initiative More in Common befragten Forscher rund 8000 US-Amerikaner. Laut der Umfrage sind die größte Gruppen in den USA nicht die Demokraten oder die Republikaner – sondern die sogenannten “politisch Ausgeklinkten”. 

    Sie sind die Polarisierung leid.

    Die große Frage ist: Wie lässt sich der politische Diskurs wieder entpolarisieren? Wie lassen sich die Dialoge über Politik, über die Gesellschaft und ihre Werte wieder anschieben? 

    Eine Frage, die wir uns alle stellen sollten

    Zur Ruhe werden die USA nicht kommen. Auch nach den US-Kongresswahlen ist die Atmosphäre aufgeladen. Präsident Trump steht durch neue Enthüllungen in der Russland-Affäre immer stärker unter Druck, international isoliert er die USA weiter, wie kürzlich beim Treffen mit dem einstigen Trump-Schmeichler Emmanuel Macron in Paris zu sehen war. 

    All das heizt die Debatte um seine Präsidentschaft weiter auf. Und in Washington haben die Demokraten durch die Wahlen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus übernommen. 

    Forscherin Bass geht nicht davon aus, dass das Ergebnis der Kongresswahlen die Spannungen zwischen den politischen Lagern reduzieren wird. Aber es habe die politische Landschaft verändert, schreibt sie mir. Noch nie zogen so viele Frauen – und so viele Frauen, die Angehörige von ethnischen Minderheiten sind – in das Repräsentantenhaus ein. 

    Eine ihrer Antworten beendet Bass mit einer Frage, die sich wie eine Aufforderung an alle Menschen liest, die den Dialog mit Anhängern der anderen politischen Lagern eingestellt haben:

    “Ich denke, eine wichtige Frage, vor der wir in diesem Land stehen, ist: Wie öffnen wir unsere Debatten, damit sie mehr Komplexität enthalten? Wie stellen wir uns neuen Informationen, wenn unser erster menschlicher Impuls darin besteht, uns zu verschließen?”

    (jg)


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    Katharina Wackernagel mit Dr. Hubert Burda bei dem Bambi 2018.

    • Das Erste zeigt im Dezember den Zweiteiler “Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau”.
    • Schauspielerin Katharina Wackernagel, die Aenne spielt, erklärt im Interview, was Frauen noch heute von der Verlegerin lernen können.

    Offenburg, Ende der 1940er Jahre: Anna Burda, die sich selbst den Rufnamen Aenne gibt, legt mit dem Modemagazin “Burda Moden” den Grundstein für ein Imperium.

    Mit Schnittmuster-Bögen zum Selbermachen schafft Aenne nicht nur erschwingliche Moden, sondern gibt den Frauen in der Nachkriegszeit auch deren Weiblichkeit zurück.

    Den Weg zu Aenne Burdas eigenem Verlag ebnet ihr Mann Franz Burda – nicht ganz freiwillig.

    Denn Franz Burda finanziert zu der Zeit den Verlag Elfi-Moden, der von einer seiner Geliebten geführt wird.

    Aenne Burda setzt ihren Mann vor die Wahl: Entweder die Scheidung – oder die Überschreibung des Zeitschriftenverlags der Konkurrentin an sie. Ihr Plan geht auf: Aenne wird Verlegerin und baut mit “Burda Moden” einen Weltmarkt auf.

    Im Jahr 2005 erscheint das Burda Modemagazin in 89 Ländern, übersetzt in 16 Sprachen. Nun hat die ARD das Leben der Geschäftsfrau in einem Zweiteiler namens “Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau” verfilmt.

    Katharina Wackernagel: “Dass sie diesen Schmerz in eine Kraft umwandeln konnte, hat mich beeindruckt”

    Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel, die Aenne Burda spielt, sprach in einem Interview mit “Focus Online” über Burdas Visionen und darüber, was Frauen noch heute von der Verlegerin lernen können.

    Auf die Frage, was Wackernagel an der Biografie von Aenne Burda am meisten überrascht habe, sagte sie:

    “Dass sie den Schmerz, betrogen zu werden, den Verrat des Ehemannes, benutzen konnte, um zu sagen: Jetzt nehme ich das selbst in die Hand, jetzt baue ich mir ein eigenes Leben auf. Dass sie diesen Schmerz in eine Kraft umwandeln konnte, hat mich beeindruckt.”

    Schauspielerin über Aenne Burda: “Sie wollte den Frauen im grauen Nachkriegsdeutschland die Schönheit und Sinnlichkeit zurückgeben”

    Die Schauspielerin hat eine klare Meinung, was der Antrieb der Verlegerin gewesen sei:

    Sie wollte den Frauen im grauen Nachkriegsdeutschland die Schönheit und Sinnlichkeit zurückgeben. (...) Durch die Mode wollte sie den Frauen Selbstbewusstsein geben, Männern auf Augenhöhe zu begegnen, mit Ihnen zu leben und eben auch zu arbeiten. Und das ist zwar Emanzipation pur und auch ein sehr feministischer Gedanke, aber dieser wurde nicht aus der Politik heraus genährt, sondern aus dem persönlichem Empfinden.”

    Weiter sagte Wackernagel:

    “Das kann ich sehr gut nachvollziehen und ich glaube auch, dass das bis zum Ende ihr Antrieb war. Dass sie an die Frauen geglaubt hat, an deren Schönheit und dass sie wiederum wollte, dass sie an sich selbst glauben.”

    Auch heute könnten Frauen etwas von Aenne Burda lernen, wie Katharina Wackernagel findet. Schließlich habe es Aenne geschafft, einen Rückschlag – die Affäre ihres Mannes – zu einem Aufbruch zu machen. 

    Wackernagel über die Verlegerin: “Ich glaube, dass Aenne Burda auch heute eine sehr inspirierende Frau ist”

    Selbst sei die 40-jährige Schauspielerin nicht so veranlagt, sagte Wackernagel “Focus Online”:

    “Ich würde Rückschläge immer eher als negativ in mir abspeichern und nicht so sehr eine Chance daraus ergreifen können. Und deswegen würde ich sagen, dass ich das als Impuls aus der Persönlichkeit mitnehme und es auch jeder Frau näher bringen wollen würde.

    Auf die Frage, welche Botschaft Wackernagel vermitteln wolle, sagte die 40-Jährige: “Ich glaube, dass Aenne Burda auch heute eine sehr inspirierende Frau ist und dass man aus ihrer Geschichte sehr viel auch für das Jahr 2018 mitnehmen kann: Kraft, Mut, an sich und seine Vision zu glauben.”

    Der Zweiteiler “Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau” kommt im Ersten am 5. Dezember und 12. Dezember um jeweils 20.15 Uhr. Am 5. Dezember läuft im Anschluss an den Spielfilm die Doku “Aenne Burda – Die Königin der Kleider”.

    (jg)


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    • Ein Mann macht seiner Freundin einen Heiratsantrag in New York – doch ein Überwachungsvideo zeigt, wie aus dem romantischen Tag ein Fiasko wird.
    • Nun beschäftigt der Fall sogar die Polizei.

    Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, der unromantischer ist, als der Times Square in New York. Voller Touristen, voller greller Lichter und Lärm, voller Werbeplakate – der Times Square ist ein Platz des puren Konsums. Und nicht der Liebe. 

    Vielleicht war es also Karma, was einem heiratswilligen Mann und seiner Freundin genau dort am Wochenende passierte. 

    Der Mann war mit seiner Freundin aus England nach New York geflogen, um ihr einen Antrag zu machen. Ein Video des Senders NY1 zeigt jetzt, wie aus dem romantischen Tag ein Fiasko wurde  – und warum sogar die Polizei nach dem Mann suchte. 

    Video zeigt, wie der Verlobungsring durch ein Straßengitter fällt

    Das Video, das der NY1-Journalist Dean Meminger auf Twitter verbreitete, zeigt, wie der Unbekannte vor einer Frau auf die Knie geht – allem Anschein nach, um um deren Hand anzuhalten. 

    Doch dann bricht der Mann ab: Er macht sich an dem Gitter zu schaffen, auf dem er steht. Der Verlobungsring ist offenbar dort hinein gefallen

    Polizei sucht den Mann und seine Freundin

    Wie der Journalist Meminger am Samstag schrieb, habe sich die Polizei nach dem Fauxpas auf die Suche nach dem Paar gemacht.

    Beamte hätten den Ring gefunden und würden ihn zurückgeben wollen – allerdings fehle von dem Mann und seiner Freundin jede Spur. 

    Meminger rief deshalb die Nutzer bei Twitter auf, der Polizei bei der Suche zu helfen. Er teilte Bilder des Paares und des kurzzeitig verloren gegangenen Ringes. 

    Am Sonntag die gute Nachricht – und eine überraschende Wendung

    Am Sonntag berichtete NY1 schließlich, dass die Polizei das Paar ausfindig gemacht habe – allerdings seien der Mann und seine Freundin bereits zurück nach Europa gereist.

    Journalist Meminger twitterte schließlich ein Foto des Paares, das dieses ihm geschickt hatte: “Sie sind aus England und danken der Polizei und allen Menschen, die geholfen haben, den Ring wiederzufinden.” 

    Auf dem Bild eindeutig zu sehen: Ein Verlobungsring am Finger der Frau. Den hatte ihr Freund laut Meminger schlichtweg neu gekauft, nachdem er das erste Exemplar verloren hatte. 

    Das Paar verriet dem Journalisten schließlich auch, was wirklich am Times Square passiert war. John Drennan – so heißt der Mann aus dem Video – habe den Antrag schon zuvor im Central Park gemacht. 

    Seine Verlobte Daniella (sie hatte im Park “Ja” gesagt) habe den Ring dann später bei einem Besuch des Times Squares versehentlich durch das Gitter fallen gelassen. 

    Also doch kein Karma – sondern einfach nur Pech. 


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    Daniel Küblböcks Tod bewegt noch immer viele Menschen. 

    • Sänger Daniel Küblböck ging vor drei Monaten über Bord der “Aidaluna”.
    • Nun sprach sein Vater erstmals über das Verschwinden in einem Live-Interview mit Günther Jauch. 

    In der Nacht zum 9. September 2018 war Daniel Küblböck von Bord der “Aidaluna” gesprungen und gilt seither als verschollen. Mittlerweile gehen die Behörden von Selbstmord aus.

    Drei Wochen vor seinem vermuteten Todessprung hat ein Arzt laut dem “Spiegel” eine schizophrene Psychose bei Sänger Daniel Küblböck diagnostiziert. 

    Erstmals sprach nun sein Vater, Günther Küblböck, am Sonntagabend in dem RTL-Rückblick “2018: Menschen, Bilder, Emotionen” in einem Live-Interview über das Verschwinden seines Sohnes.

    Küblböck glaubt, seinem Sohn hätte noch geholfen werden können. Was mit Daniel geschehen ist, ist in den Augen des 54-Jährigen staatlich unterlassene Hilfeleistung. 

    Günther Küblböck ist sich sicher, dass Daniel den Sprung nicht geplant hatte

    Günther Küblböck sagte im Interview, dass Daniel ein sehr positiver Mensch voller Tatendrang gewesen sei. “Er hat das Leben geliebt,” sagte er. Im Gespräch mit Günther Jauch betonte der Vater, dass er einen geplanten Suizid ausschließt:

    “Ich bin mir ganz sicher, dass es nur in einer Psychose passieren konnte und ich bin mir ganz sicher, dass Daniel da nichts geplant hat.”

    Sichtlich mit sich kämpfend erzählte er Jauch von der Hilflosigkeit, die er in den letzten Monaten gespürt habe. Er wusste vor dem Reiseantritt seines Sohnes von dessen starken Psychosen und den Symptomen einer Schizophrenie.

    “Man fühlt sich nicht nur machtlos, man ist auch machtlos”, sagte Küblböck. Er habe sich an die Polizei, das Ordnungsamt, ein Betreuungsgericht, Ärzte an Bord der Aida und den Kapitän des Schiffes gewandt.

    Doch alle Warnungen seien zwecklos gewesen – das entsetze ihn bis heute. 

    Günther Küblböck wünscht sich ein Umdenken

    Der 54-Jährige ging daher mit einer wichtigen Bitte in das Live-Interview, welches auch sein letztes über seinen Sohn sein soll.

    Er wolle kein öffentliches Interesse, da ihm und seiner Familie dies nun nichts mehr bringe. Viel mehr forderte Günther Küblböck ein Umdenken im Umgang mit psychischen Erkrankungen, das besonders Familienmitgliedern ein Eingreifen ermöglich.

    Denn die hätten keine Chance, solange der Betroffene zu keiner Behandlung bereit sei. 

    “Die wenigsten können ihre Lage einschätzen, besonders nicht bei Psychosen und Schizophrenie,” erklärte der 54-Jährige.

    “Ich bin der Meinung, man hätte es ohne weiteres verhindern können. Und das zeigen auch genügend andere Fälle, die nicht so bekannt sind wie unserer. Ein Umdenken wäre wichtig. Und zwar vor allem ein politisches. Das muss in der höchsten politischen Ebene passieren, um Familien zu ermöglichen, frühzeitig einzugreifen.”

    Daniel Küblböck ließ sich in seinen Psychosen nicht helfen und seiner Familie waren die Hände gebunden. Nun hofft diese, dass es anderen Familien nicht so ergehen muss, wie ihr. 

    Hinweis der Redaktion: Wenn du das Gefühl hast, dein Leben macht keinen Sinn mehr, wende dich bitte an die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.

     

    Beim Jugendinformationszentrum München findest du zudem persönliche und telefonische Beratung für Kinder und Jugendliche. Telefonnummer: 089 550 521 50 (Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 13 – 18 Uhr). 

    (jg)


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    Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires.

    ► CDU-Urgestein Norbert Blüm bedauert angesichts der weltweit schwierigen politischen Lage den Rückzug von Bundeskanzlerin Angela Merkel als CDU-Parteivorsitzende und das bevorstehende Ende ihrer Kanzlerschaft.

    ► In einem Interview mit der “Augsburger Allgemeinen” sagte er: 

    “In einer Zeit, in der wir es mit einer Welt wild gewordener Männer zu tun haben, in der ein Kraftmeier Amerika regiert, ein Revolverheld Brasilien, in Italien die Großmannssucht ausbricht, in der Putin, Erdogan oder Orban die Demokratie aushöhlen, werden wir uns die leise und besonnene Art dieser Frau zurückwünschen.“

    ► Der ehemalige Arbeitsminister fürchte sich vor einer neuen politischen Instabilität in Europa und sagte der Zeitung mit Blick auf Merkel: “Ich fürchte, erst später werden wir begreifen, was wir verloren haben.”

    Das hat Norbert Blüm noch über Merkel gesagt:

    Hinsichtlich des am Donnerstag beginnenden CDU-Parteitages, auf dem sich entscheiden wird, wer den Parteivorsitz nach Merkel übernehmen wird, warnte Blüm vor einer instabilen CDU:

    “Was wir jedenfalls nicht gebrauchen können, wären zwei Kanzler – einer im Amt auf Abruf und einer im Wartestand auf dem Sprung.“

    Dies könnte auch Konsequenzen für Europa bedeuten, warnte Blüm und machte nochmals deutlich: “Manche haben vielleicht noch nicht gemerkt, dass die Hütte brennt.“ 

    ► Eine unklare Situation mit einer CDU-Doppelspitze in Partei- und Regierungsführung kann laut Blüm die europäische Politik weiter destabilisieren:

    “Der Nationalismus greift wie eine Epidemie in Europa um sich und da wird es nicht gut gehen, wenn zwei Feuerwehr-Kommandanten gleichzeitig unterschiedliche Kommandos geben.”

    Norbert Blüm wirbt für Annegret Kramp-Karrenbauer:

    Im Rennen um den Parteivorsitz warb Blüm erneut für CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer:

    “Sie hat den gepolsterten Sessel einer Ministerpräsidentin gegen den harten Stuhl der Generalsekretärin eingetauscht, das zeigt: Sie will dem Land und der Partei dienen.“

    Blüm kritisierte erneut ihren Gegenkandidaten Friedrich Merz. Ihm gefalle es nicht, dass er “Aufsichtsrat eines Finanzmonstrums war, das mit Billionen die Politik an der Nase herumführt“, sagte Blüm.


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    Ein Polizist steht am Tor zu einer Flüchtlingsunterkunft in dem Ort. Eine vermisste Jugendliche ist am Sonntagabend tot in der Unterkunft gefunden worden – die Mordkommission ermittelt. 

    • Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat in einem Flüchtlingsheim in einer Kleinstadt bei Bonn einen grausigen Fund gemacht. 
    • Beamte fanden in dem Heim die Leiche einer vermisst gemeldeten 17-Jährigen – die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest. 

    Ein von seinen Eltern vermisstes Mädchen ist tot in einem Flüchtlingsheim in Nordrhein-Westfalen gefunden worden. Die Leiche der 17-Jährigen wurde am Sonntagabend in der Flüchtlingsunterkunft am Rande eines Gewerbegebiets der Stadt Sankt Augustin bei Bonn entdeckt.

    Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Weitere Details nannte sie nicht.

    Polizei geht von Mord an dem Mädchen aus 

    Eine Mordkommission geht dem Verdacht nach, dass die Jugendliche aus dem rheinland-pfälzischen Unkel umgebracht wurde. Zur Nationalität der jungen Frau sowie des Tatverdächtigen lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor.

    Am Morgen wollten die Ermittler weitere Details zu dem Kriminalfall bekanntgeben.

    Eltern meldeten die 17-Jährige am Freitag als vermisst

    Ihre Eltern hatten die Teenagerin am Freitagmittag als vermisst gemeldet. Einem WDR-Bericht zufolge hatte sie eine Freundin besuchen wollen, kam dort aber nie an.

    Per Handy habe sich das Mädchen in den zwei Tagen nach seinem Verschwinden mehrmals bei Bekannten gemeldet, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

    Mindestens 150 Polizisten und Feuerwehrleute nahmen die Suche nach ihr auf.

    ► Die Einsatzkräfte suchten mit zehn Tauchern in einem See, mit einem Hubschrauber der Bundespolizei und ließen eine Drohne mit Wärmebildkamera aufsteigen.

    ► Das Technische Hilfswerk leuchtete den See im Stadtteil Meindorf und dessen Ufer aus.

    ► Auch eine Hundestaffel war beteiligt.

    Mehr zum Thema: Mann wird in Hauseingang in Berlin erschossen – auch der Schütze stirbt

    Spaziergänger fanden Kleider des Mädchens nahe einem See

    Einsatzkräfte fanden die Tote um circa 20 Uhr im benachbarten Stadtteil Menden. Sie waren Hinweisen von Spaziergängern nachgegangen, die am Nachmittag die Kleider und Handtasche des Mädchens neben dem Sieglarer See gesehen hatten.

    Das Flüchtlingsheim liegt am Rande eines bei Nacht kaum beleuchteten Gewerbegebiets neben einer Bahntrasse. Nach dem Einsatz der Spurensicherung wurde die Leiche des Mädchens am frühen Morgen aus der Unterkunft in einen Bestattungswagen gebracht.

    Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr, die mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz war, betreuten Notfallseelsorger Angehörige des Opfers. Auch der Bürgermeister der Stadt, Klaus Schumacher, machte sich vor Ort ein Bild der Lage.

    (vw)


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    • Bei einer missglückten Fahrübung ist eine junge Frau mit dem Auto in die Ikea-Filiale von Rostock gekracht.
    • Auf Bildern war zu sehen, dass das Auto erst im Kassenbereich stehen blieb – wie ihr auch im Video oben seht.

    Eine 24-Jährige ist bei einer Fahrübung auf einem Ikea-Parkplatz in Rostock durch die Tür in die Eingangshalle der Filiale des Möbelhauses gerast. 

    Wie die Polizei mitteilte, hatten die 24 Jahre alte Fahrerin und ihr 36-jähriger Beifahrer den Parkplatz am Sonntag für Fahrübungen genutzt.

    “Die nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis befindliche Frau verlor dabei die Kontrolle über das Fahrzeug, überfuhr einen Begrenzungspfahl und fuhr direkt auf eine neben dem Haupteingang gelegene Nebentür zu.”

    Auto kommt erst nach mehreren Metern in der Ikea-Filiale zum Stehen

    Das Auto habe den Eingang des am Sonntag geschlossenen Möbelhauses durchbrochen und sei erst nach mehreren Metern Fahrt und einer Kollision mit einer Innenwand zum Stehen gekommen.

    Die Frau wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Ihr Begleiter blieb unverletzt.

    Die Polizei ermittelt gegen die beiden wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

    ► Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro.


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    • Ein Foto des Hundes des verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bush rührt Tausende Menschen in den USA. 
    • Das Foto zeigt Bushs Hund Sully, der vor dem Sarg seines Herrchens liegt.
    • Im Video oben: Donald Trump und Barack Obama würdigten den ehemaligen U.S. Präsidenten George H.W. Bush.

    Nur zwei Worte schreibt Jim McGrath, der Sprecher des kürzlich verstorbenen Ex-Präsidenten George H.W. Bush, unter das Foto: “Mission complete”, “Mission erfüllt”. 

    Auf dem Bild zu sehen: Der aufgebahrte Sarg, in dem Bush ruht, eingehüllt in die Nationalflagge der USA. Und vor dem Sarg: Sully, der Service-Hund, der Bush in den letzten Monaten dessen Lebens begleitete.

    Der Labrador hat sich zu seinem Herrchen gelegt – treu, auch nach dem Tod. Zehntausende Nutzer auf Twitter kommentierten das von McGrath geteilte Foto; mehrere US-Medien berichteten darüber.  

    Hund Sully sollte Bush im Alltag helfen

    Sully wurde erst im Juni Teil der Bush-Familie. Zuvor war Bush Ehefrau Barbara Bush im Frühjahr im Alter von 92 Jahren gestorben. 

    Der zwei Jahre alte Labrador wurde von der Organisation America’s VetDogs trainierte. Die NGO vermittelt Service-Hunde an Veteranen in den USA. 

    Hund Sully sollte dem 94-jährigen Bush helfen, im Alltag zurechtzukommen

    John Miller, der Präsident von America’s VetDogs, sagte der HuffPost US: “Wir sind in Gedanken und Gebeten in dieser schweren Zeit bei der Familie Bush.“

    Es sei eine Ehre gewesen, dass Sully dem Präsidenten in seinen letzten Monaten zur Seite habe stehen dürfen

    Mehr zum Tod von George H. W. Bush: US-Amerikaner teilen alten Brief des verstorbenen Präsidenten

    (vw)


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    Kea Senegal mit Chris Muffoletto.

    • Einem Mann wird während der Arbeitszeit sein Auto gestohlen.
    • Als seine Kollegen davon erfahren, handeln sie sofort.

    Kea Senegal arbeitet im Restaurant Ruffino’s in der Stadt Lafayette im US-Bundesstaat Louisiana. Sein Auto, für das er zuvor Monate lang sparen musste, parkte er jeden Tag vor dem Lokal.

    Doch vor zwei Wochen wurde ihm das Fahrzeug von einem Unbekannten gestohlen. Als seine Kollegen davon erfuhren, handelten sie sofort.

    Darüber berichtet die Internet-Plattform “SunnySkyz”.

    Kollegen schenken dem Mann ein neues Auto

    Der Manager des Restaurants, Chris Muffoletto sagte in einem Interview:

    “Er hat eine Frau und zwei Kinder – eines ist vier Jahre alt, eines vier Monate alt – und als wir erfuhren, was passiert war, konnten wir das nicht so hinnehmen.”

    Muffoletto und seine Kollegen beschlossen daraufhin, Senegal ein neues Fahrzeug zu kaufen.

    Innerhalb von drei Tagen sammelten sie 2500 Dollar, was knapp 2200 Euro entspricht – und kauften dem Mann einen gebrauchten Chevy Malibu.

    Als das Team Senegal mit dem Auto überraschte, war er so gerührt von der Aktion, dass er in Tränen ausbrach.

    (jr)


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    Im Gespräch mit Günther Jauch sprach Lilly Becker über die Trennung von Boris Becker.

    • Boris und Lilly Becker haben im Mai diesen Jahres ihre Trennung bekannt gegeben.
    • Nun sprach Lilly in einem Live-Interview mit Günther Jauch über das schwere Jahr, das hinter ihr liegt.

    Im Mai diesen Jahres haben Boris und Lilly Beckernach neun Jahren Ehe ihre Scheidung bekannt gegeben. Das Paar hatte sich im Jahr 2005 in Miami kennengelernt und im Jahr 2010 den gemeinsamen Sohn Amadeus bekommen.

    Doch nicht alles war positiv: Zwischenzeitlich waren die beiden getrennt, weil Boris mit Alessandra Meyer-Wölden liiert war. Auch der Bankrott des Tennisstars setzte Lilly zu.

    Im vergangenen Jahr gab das Paar seine Trennung bekannt.

    Seitdem herrscht ein Rosenkrieg zwischen dem Model und dem Sportler.

    Nun äußerte sich Lilly Becker am Sonntag in dem RTL-Rückblick “2018: Menschen, Bilder, Emotionen” zu der Scheidung. Schnell wurde klar: 

    Auch ein halbes Jahr später ist sie auf den Ex-Tennisspieler nicht gut zu sprechen.

    Lilly Becker: “Ich bin maßlos enttäuscht von Boris”

    Im Gespräch mit Günther Jauch gestand Lilly Becker: 

    “2018 war wirklich die schlimmste Zeit in den 42 Jahren meines Lebens.”

    Die Trennung von Boris und der Tod ihrer Großmutter, die Lilly großgezogen hatte, hätten deutlich an ihr gezerrt. 

    “Momentan sind Boris Becker und Lilly Becker keine Freunde,” sprach sie weiter.

    “Weil der Mann mich so maßlos enttäuscht hat. Was es so schlimm macht, ist, dass alles jetzt in der Öffentlichkeit passiert. Aber ich habe einen öffentlichen Mann geheiratet, vielleicht gehört es dazu. Ich schäme mich dafür, dass wir beide es nicht geschafft haben, das persönlich und privat zu klären. Ich glaube, wir haben beide Fehler gemacht.

    Derzeit sehe sich das ehemalige Paar nur, wenn die Tennislegende Sohn Amadeus abholt. “Und das reicht auch”, meinte seine Ex-Frau.

    Liebes-Comback sei ausgeschlossen

    Lilly Becker gehe es auch nicht ums Geld. Es gehe um Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen, sagte sie. 

    Bei unserer Scheidung geht es darum, dass die Zukunft für Amadeus geregelt ist. Es geht nicht um Boris, nicht um mich. Es gibt ein gemeinsames Sorgerecht. Er kann seinen Sohn sehen wann er will. Amadeus liebt seinen Vater und er liebt ihn.“

    Ein Liebes-Comeback sei für das Model allerdings völlig ausgeschlossen: “Es geht leider nicht mehr. Es ist zu viel passiert. Ich wollte nicht mehr, er auch nicht, das ist okay. Es ist wirklich vorbei.“

    (nmi)


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    • Bei der Kuppelshow “Hochzeit auf den ersten Blick” hat die Braut ihren Bräutigam abserviert – und das nur wenige Minuten nach der Trauung.
    • Jetzt spricht der verschmähte Kandidat in einem Interview in der Sendung über seine Gefühlslage.
    • Die dramatische Hochzeits-Szene seht ihr im Video oben.

    Wie es sich anfühlt, eine völlig fremde Person zu heiraten, erfahren die Kandidaten der Sat.1-Kuppelshow “Hochzeit auf den ersten Blick”.

    Dass das auch nach hinten losgehen kann, ist bei dem Format eigentlich schon vorprogrammiert. 

    Zum Hintergrund: Obwohl sich die Kandidaten der Sendung vor der Trauung noch nie gesehen oder kennengelernt haben, sollen sie perfekt zusammenpassen. Das sollen wissenschaftliche Analysen und Gespräche des Teams, die im Vorfeld mit Angehörigen und Freunden der Kanditen geführt wurden, ergeben haben. 

    Trennung kurz nach der Trauung

    Auch Tamara nimmt an der Show teil, um den perfekten Partner zu finden. Nach den Analysen des Teams soll Bräutigam Sascha eigentlich zu Tamara passen. Das Team der Kuppelshow liegt aber ganz offensichtlich daneben. 

    Denn Tamara hat schon wenige Sekunden nach dem Ja-Wort Zweifel. Schon kurz nach der Eheschließung bereut sie es – und beichtet Sascha direkt vor laufender Kamera, dass sie nicht mit ihm zusammen sein möchte.

    Sie sagt:

    “Ich habe gespürt: Das war der größte Fehler meines Lebens. Es wäre besser gewesen, in Ohnmacht zu fallen oder rauszurennen. Ich hätte nicht ‘Ja’ sagen dürfen. Aber ich habe in dem Moment an ihn gedacht und gedacht: ‘Das kann ich ihm nicht antun’.”

    Ein harter Schlag für den frisch gebackenen Ehemann. Damit endet das Experiment schon, bevor es begonnen hat.

    Als Familie und Freunde von Tamaras Entschluss hören, sind sie geschockt.

    Mehr zum Thema: “Hochzeit auf den ersten Blick”: Sat.1 äußert sich zu Vorwürfen von Ex-Braut

    Tamaras Mutter: “Sascha ist einfach zu lieb für meine Tochter”

    Tamaras Tante scheint das bereits geahnt zu haben. Sie sagt: “Ich habe das erwartet. Ich kenne Tamara und wusste schon bei einem Blick von ihr, was da los ist.”

    Auch die Mutter der Braut hat Bedenken: “Sascha ist, glaube ich, einfach zu lieb für meine Tochter.”

    Sascha ist enttäuscht: “Ich versuche, das Beste daraus zu machen. Aber klar bin ich enttäuscht. Ich habe da große Hoffnungen reingesteckt.”

    Weil somit auch die Flitterwochen ausfallen, nimmt der verschmähte Bräutigam einfach seinen Vater mit auf die griechische Insel Kreta.

    Ex-Bräutigam: “Schlimmer geht es gar nicht, wie man so eine Hochzeit haben kann. Damit ist alles umsonst gewesen”

    Doch trotz der Ablenkung denkt Sascha noch über die Situation im Standesamt nach:

    Jetzt würde ich hier mit meiner Frau sitzen. Hier fehlt jetzt was. Das ist schon traurig. Eine Hochzeit wäre der schönste Moment in meinem Leben gewesen. Das habe ich mir gewünscht.”

    Weiter sagt er:

    “Ich hatte gar nicht die Möglichkeit, sie kennen zu lernen. Jetzt fragen mich alle Leute nach dem ‘Warum?’. Und ich kann gar nichts darauf antworten. Schlimmer geht es gar nicht, wie man so eine Hochzeit haben kann. Damit ist alles umsonst gewesen.

    Damit nicht alles “umsonst” ist, wie Sascha es ausdrückt, sucht der Sender mithilfe eines Zuschauer-Aufrufs unter dem Motto “Eine zweite Chance für Sascha” nach einer neuen Frau. 

    Das ist zuvor noch nie passiert. Denn: Bisher hat noch kein Kandidat schon nach wenigen Minuten die Eheschließung bereut. 

    Sascha ist nun mit seinem Vater auf Kreta.

    Sascha: “Es geht mir wesentlich besser als noch vor wenigen Tagen”

    Nach ein paar Tagen Urlaub hat Sascha die Eindrücke der letzten Tage sacken lassen. Ihm gehe es langsam besser, wie er findet:

    Die letzten Tage waren für mich extrem hart. Jetzt fange ich an, zu entspannen und die Sache sacken zu lassen. Es geht mir wesentlich besser als noch vor wenigen Tagen.”

    Auch Tamara sagt bei einem Gespräch mit einer Psychologin Tage nach der Heirat:

    Ich habe die Entscheidung nicht bereut. Mein Herz hat mir gesagt: ’Das ist nicht mein Mann für die Ewigkeit. (...) Was ich einfach nicht geschafft habe, war bei der Hochzeit, als wir uns das Ja-Wort geben sollten. Ich konnte einfach nicht Nein sagen.”

    (jr)


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    ► Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat in einem Interview die Basis seiner eigenen Partei für das dort vorherrschende Verständnis von Meinungsfreiheit kritisiert. 

    ► “Es gibt ein merkwürdiges Verständnis von Meinungsfreiheit in der AfD. Alle wollen reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Das ist unsere grösste Schwierigkeit”, sagte Gauland der “Neuen Züricher Zeitung”

    ► Es sei vor allem dann schwierig, wenn es um “dumme Sprüche aus der Nazizeit” gehe. Viele Mitglieder seien der Auffassung, dass unter der Meinungsfreiheit alles gesagt werden dürfe.

    Wie Gauland die rechten und rechtsextremen Elemente in der AfD kommentierte: 

    “Die Leute, die bei uns dummes Zeug reden, sind keine Nazis”, behauptete Gauland. Er verwehrte sich dem Vorwurf, die AfD würde ihre Mitglieder einfach sagen lassen, was diese wollten. 

    “Wir stehen in einem Abwehrkampf gegen den Verfassungsschutz, weil der jede blöde Bemerkung von uns notiert. Wir trennen uns von Leuten, die offen nationalsozialistischen Blödsinn verbreiten”, sagte Gauland und betonte: “Ich sehe in unser Partei keine Radikalisierung.” 

    “Einzelne Irre gibt es immer, und diese schliessen wir aus”, sagte der AfD-Chef weiter – und verteidigte daraufhin den AfD-Rechtsaußen Björn Höcke, der “kein Nazi” sondern ein “Nationalromantiker” sei. 

    Gauland sagte: “Im Ganzen wollen wir die Meinungsfreiheit aber nicht einschränken. Denn dies ist ja gerade die Stärke unserer Partei.” So sei laut Gauland die Basis der eigentliche Kopf der AfD.  

    Gauland verrät, wen er zum CDU-Vorstand wählen würde: 

    So bewertete Gauland die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz

    ► Friedrich Merz könne der AfD im Westen stimmen abnehmen, sei als “Kapitalist, Transatlantiker” aber vielen im Osten nicht vermittelbar. 

    ► “Kramp-Karrenbauer ist die Merkel-Fortsetzung mit anderem Namen.”

    ► Jens Spahn wäre laut Gauland im Osten und im Westen vermittelbar, spreche aus, was sich andere nicht trauen würden: “Ich würde Jens Spahn wählen, wenn ich noch in der CDU wäre.” 

    (vw)


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    • Bereits am Wochenende hat es in weiten Teilen Deutschlands geregnet. 
    • Auch ab Montag ist keine Besserung in Sicht.
    • Im Video oben seht ihr, welche Regionen von dem Unwetter betroffen sind. 

    Wer ab Montag Aktivitäten im Freien plant, sollte sich regenfest kleiden. Uns erwarten einige Regenschauer. 

    Im Süden Deutschlands kommen auch noch Gewitter dazu. Dauerregen herrscht von der Eifel bis in den Schwarzwald. 

    Im Norden vereinzelt trocken

    Einige wenige trockenen Phasen sind am ehesten im Norden und Nordosten zu erwarten. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 Grad auf Rügen sowie im südöstlichen Bergland und 17 Grad am Oberrhein.

    Zum Regen gesellt sich auch noch Wind. Es herrscht Südwest- bis Westwind mit starken bis stürmischen Böen. Auf den Bergen kommt es zu Sturmböen, in Gipfellagen gibt es vereinzelt sogar schwere Sturmböen.

    Der Dienstag wird wechselhaft

    In der Nacht zum Dienstag ist das Wetter weiter unbeständig, zeitweise regnet es. Im Süden und Osten kann es noch vereinzelt gewittern.

    Vor allem im Norden und Nordwesten gibt es im Verlauf der Nacht Auflockerungen. Die Tiefstwerte liegen bei 11 bis 4 Grad. Es bleibt weiterhin windig. Auf den Bergen sowie bei kräftigen Schauern und Gewittern wird es stürmisch.

    Die besten Vorhersagen für Ihren Ort findet ihr auf weather.com.

    (ujo)


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    • Am Sonntagabend diskutierte Anne Will mit ihren Gästen über die Eskalation vor der Krim.
    • Die ARD-Moderatorin stellte die schwierige Frage, wie Deutschland angesichts der russischen Aggression mit Wladimir Putin umgehen soll.

    Es kriselt heftig zwischen der Ukraine und Russland. Der Auslöser: Als ein ukrainisches Schiffe vor rund einer Woche die Meerenge in der Straße von Kertsch passieren wollte, wertete Russland dies als Provokation und rammte eines der Schiffe – auch Schüsse vielen. Seither befinden sich 24 ukrainische  Matrosen in Gefangenschaft.

    Angesichts der jüngsten Eskalation vor der Krim fragte die ARD-Moderatorin ihre Gäste, wie mit Wladimir Putin umzugehen sei. 

    Die Gäste bei “Anne Will”:

    ► Annegret Kramp-Karrenbauer: CDU-Generalsekretärin und Kandidatin für den Parteivorsitz

    ► Katarina Barley: Bundesjustizministerin SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl

    ► Dietmar Bartsch: Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag

    ► Herfried Münkler: Politikwissenschaftler und Autor

    ► Christoph von Marschall: Diplomatischer Korrespondent der “Tagesspiegel”-Chefredaktion

    Es ist bei weitem nicht das erste mal, dass der Westen sich nach einer russischen Provokation diese Frage stellen muss.  

    ► Bereits seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim im Jahr 2014 durch prorussische Separatisten, deren Unterstützung Moskau abstreitet, schwelt der Konflikt zwischen den Ländern. Der Westen hat mit wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland reagiert.

    ► Bisher wirkungslos. Der russische Präsident bleibt seinem Kurs treu. Die ukrainische Regierung von Petro Poroschenko sei eine “Kriegspartei” hatte Putin zuletzt auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires bekräftigt. Tatsächlich hatte der ukrainische Präsident versucht das Kriegsrecht auszurufen, wurde aber vom Parlament gestoppt.

    Kramp-Karrenbauer zeigt Kante

    Am Sonntagabend sollte sich nun die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer zu dem diplomatischen Dilemma äußern. Die CDU-Politikerin kandidiert für den Parteivorsitz – und so nutzte Will ihre Sendung auch, um das  außenpolitisch Profil der Saarländerin zu prüfen. Sie zeigte Kante und forderte schärfere Sanktionen:

     ”Wenn diese Sanktionen Wladimir Putin bisher nicht davon abgehalten haben – ob jetzt mit Blick auf diesen Vorfall – entsprechend zu reagieren, was kann es dann sein, was ihn abhält? (...)”

    Kramp-Karrenbauer schlug vor, dass so lange sich die Situation an der Krim und insbesondere an der Meereenge nicht verändere, russische Schiffe ein Anlegeverbot an europäischen Häfen bekommen sollten.

    Für einen ganz anderen Umgang mit Russland plädiert hingegen der Fraktionsvorsitzende der Linken Dietmar Bartsch. Für ihn sei klar, dass der westliche Umgang mit dem russischen Präsidenten wirkungslos bleibe.

    Zunächst einmal müsse aufgeklärt werden, was wirklich passiert sei:

    “Es ist doch kein Zufall, dass zum Beispiel der Nato-Generalsekretär (Jens Stoltenberg, Anm. d. Redaktion) – das ist ja nicht irgendwer und wahrhaftig kein Putinfreund – sagt, beide Seiten (...) sollten deeskalieren und schauen, wer die Verantwortung trägt.”

    Wenig überraschend spricht sich Bartsch darüber hinaus für eine Annäherung an Russland aus. Immer wieder zeigen Linken-Politiker Verständnis für die geopolitischen Interessensansprüche Russlands. Weil das Land eben bei der Bewältigung internationaler Krisen ein unumgänglicher Partner sei, müsse man im Umgang mit Putin vor allem auf Diplomatie setzen, so Bartsch.

    Zu den Sanktionen stellte er fest: “Die gibt es ja nun schon seit einigen Jahren. Und wir können eines feststellen, sie haben das nicht verhindert.” 

    “Bei ihnen ist klar, der Russe ist schuld”

    Ausgehend von diesen Aussagen kam es zum größten Aufreger der Sendung. Es krachte zwischen Bartsch und dem “Tagesspiegel”-Korrespondenten Christoph von Marschall. Der Journalist wurde wütend und warf dem Linken-Politiker und der SPD-Politikerin Katharina Barley gar vor, die Aggression der Russen gegen das ukrainische Schiff zu leugnen.

    Bartsch reagierte brüskiert: “Das bestreiten nicht einmal die Russen. Also das bestreitet überhaupt niemand. Das ist doch überhaupt nicht der Punkt.”

    Marschall: “Also sie beide, sie beide sagen... 

    Bartsch: “Nein”

    Marschall: “Sie beide sagen doch...

    Bartsch: “Nein. Nein... Nein.

    Marschall: ”.. das muss nicht geklärt werden.”

    Bartsch: “Ein russisches Schiff, das gerammt hat, ist doch unstrittig. Niemand...”

    Marschall: “Danke, danke.”

    Bartsch: “Niemand bestreitet das, nicht mal Russland. Die Frage ist doch warum und wie sind die Schiffsverläufe gewesen. Und das sagen, dass... Bei ihnen war das alles schon vor dem Auslaufen klar, der Russe ist schuld.”

    Angesichts dieser Aussage schüttelte Kramp-Karrenbauer ungläubig den Kopf. 

    Von Einigkeit im Umgang mit Russland und dessen Präsidenten konnte bei “Anne Will” nicht die Rede sein. Doch für Kramp-Karrenbauer bot sich bei “Anne Will” die Chance, sich außenpolitisch zu profilieren.

    Wenn auch, wie die meisten anderen Talkshow-Gäste festhielten, mit reiner Symbolpolitik.

    (ben)


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