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    • Ex-US-Präsident George Bush ist gestorben.
    • Die USA trauert – und erinnert sich an einen respektvollen Staatsmann.

    Der frühere US-Präsident George H. W. Bush ist tot. Er starb im Alter von 94 Jahren, wie ein Sprecher der Familie in der Nacht auf Samstag via Twitter mitteilte.

    Der Republikaner war von 1981 bis 1989 Vizepräsident unter Ronald Reagan und anschließend vier Jahre lang Regierungschef in Washington. Sein Sohn George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident.

    In den USA hat Bushs Tod eine Welle der Respektsbekundungen losgetreten.

    Bush schrieb Brief an Clinton

    Dabei geht auch ein alter Brief des Republikaners durch die sozialen Medien. Bush hatte seine Wiederwahl im Jahre 1993 gegen den Demokraten Bill Clinton verloren – und diesem im Weißen Haus ein Schreiben hinterlassen. 

    Darin gab Bush seinem Nachfolger die besten Wünsche mit auf den Weg, statt Verbitterung über seine Niederlage zu zeigen.

    Bush schrieb: “Als ich gerade in dieses Büro gekommen bin, habe ich das selbe Gefühl von Respekt gespürt, das ich vor vier Jahren spürte. Ich weiß, dass Sie es auch fühlen werden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie glücklich sind.”

    Er selbst habe im Weißen Haus nie die Einsamkeit gespürt, über die viele Präsidenten vor ihm gesprochen hätten.

    Bush riet Clinton weiter: “Es werden sehr harte Zeiten kommen, die noch schwieriger dadurch werden, dass Sie Kritik bekommen, die Sie nicht fair finden. (...) Lassen Sie sich von dieser Kritik nicht vom Weg abbringen!”

    Bush beendet seinen Brief mit einer rührenden Botschaft: “Sie werden unser Präsident sein, wenn Sie diesen Brief lesen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. ich wünsche Ihrer Familie alles Gute. Ihr Erfolg ist jetzt der Erfolg unseres Landes. Ich glaube an Sie. Viel Glück.”

    Trump würdigt verstorbenen Präsidenten

    Auch US-Präsident Donald Trump würdigte Bush am Samstag.

    Durch seine Authentizität, seinen Witz und sein unerschütterliches Bekenntnis an Glaube, Familie und das Land habe er Generationen von Amerikanern zum öffentlichen Dienst inspiriert, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. 

    Bush habe immer einen Weg gefunden, die Messlatte höher zu setzen. “Mit einem zuverlässigen Urteilsvermögen, gesundem Menschenverstand und einer unerschütterlichen Führung brachte Präsident Bush unsere Nation und die Welt zu einem friedlichen und siegreichen Abschluss des Kalten Krieges”, hieß es weiter. 

    Bush habe die Grundlagen für einen jahrzehntelangen Wohlstand geschaffen. Bei allem, was er vollbracht habe, sei er stets demütig geblieben.

    (ame)


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    • Angela Merkel ist nach einer Panne der Regierungsmaschine per Linienflug zum G20-Gipfel gereist.
    • Dort konnte ein Sitznachbar Fotos der Kanzlerin machen – und berichtet nun von ihrem Verhalten, wie ihr auch im Video oben sehen könnt. 

    Agustín Agüero hatte es sich auf seinem Sitz 1G für den Iberia-Flug IB 6849 bequem gemacht. Rund 13 Stunden Flug nach Buenos Aires standen an, nur sechs, sieben Plätze in der Business Class waren besetzt.

    Doch zehn Minuten vor Abflug stand dann Bundeskanzlerin Angela Merkel neben ihm.

    Auch Vizekanzler Olaf Scholz tauchte auf, dazu Sprecher, Berater und Personenschützer. Und neben Agüero saß plötzlich die wohl mächtigste Frau der Welt. 

    “Ich kenne ja ‘House of Cards’ und so, ich hätte daher nie eine so normale Person erwartet”, sagte der 28 Jahre alt Argentinier der Deutschen Presse-Agentur. 

    Angela Merkel aß Joghurt und las

    Wegen eines Defekts an ihrer Regierungsmaschine hatte Merkel unplanmäßig nach Madrid und von dort per Linienflug zum G20-Gipfel nach Buenos Aires reisen müssen. Und was hat sie über den Wolken so gemacht?

    “Sie hat Joghurt gegessen, ein Buch gelesen, ein bisschen geschlafen”, erzählt Agüero. Keine Sonderwünsche.

    Eine Stunde vor der Landung sei die Kanzlerin dann ins Cockpit gegangen und habe ein Foto mit der Besatzung gemacht. “Ich habe mich nicht getraut, sie anzusprechen.” Aber sie habe immer mal wieder rübergelächelt. “Sie war sehr relaxt.”

    Als die Maschine gelandet war, durften Merkel & Co. als erste raus - so schaffte es die Kanzlerin mit zwölf Stunden Verspätung zumindest noch zum Galaabend ins berühmte Teatro Colón.

    Merkel wird freundlich begrüßt

    Dort traf sie kurz nach einem Gast ein, dem sie nach der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi wohl nicht so gern über den Weg laufen dürfte: dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

    Argentiniens Präsident Mauricio Macri empfing Merkel mit offenen Armen, und seine Lippen schienen zu sagen: Schön, dass Du es noch geschafft hast. Allerdings war vor Ort auch das Erstaunen groß über die Odyssee der Regierungschefin von Europas größter Volkswirtschaft und derartige Probleme mit ihrem Flugzeug.


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    “Männer, die die Bedürfnisse ihres Gegenübers lesen können, haben mehr Sex”, sagt die Expertin.

    • Ob ein Mann viel oder wenig Sex hat, hängt auch von seinen Charaktereigenschaften ab.
    • Wissenschaftler und Paartherapeuten wissen, welche Merkmale sexuell besonders aktive Männer teilen. 

    Attraktiv soll er sein, durchtrainiert, klug und geduldig: So würden wohl einige Frauen ihren Traummann beschreiben. Wer jetzt denkt, Männer mit diesen Eigenschaften könnten sich vor weiblichen Avancen nicht retten, liegt jedoch falsch. 

    ► Tatsächlich sind es Studien und Experten zufolge ganz andere Eigenschaften, die Männer zu sexuellem Erfolg verhelfen. 

    “Diverse Charakterzüge spielen auf jeden Fall eine Rolle bei der Frage, ob ein Mensch mehr oder weniger Sex hat”, sagt Christiane Salamon, Paar-und Sexualtherapeutin, der HuffPost.

    Bei Männern seien es ihrer Erfahrung nach vor allem folgende Eigenschaften: 

    1. Einfühlungsvermögen 

    Dass Einfühlungsvermögen bei der Partnerwahl eine Rolle spielt, bestätigt eine Umfrage des Online-Partnersuche-Portals “Elitepartner” unter 4000 Frauen. 89 Prozent der Studienteilnehmerinnen wünschten sich demnach einen einfühlsamen Mann an ihrer Seite. 

    Aber nicht nur bei der Wahl des festen Partners ist diese Eigenschaft wichtig. 

    Mehr zum Thema: “Scheiß auf die Frau”: Männer erzählen, warum sie Penis-Fotos verschicken

    “Männer, die die Bedürfnisse ihres Gegenübers lesen können, haben mehr Sex”, sagt Salamon.

    ► Der Grund dafür: Wenn Frauen sich verstanden fühlen, fällt es ihnen meist leichter, sich beim Sex fallen zu lassen – und je besser der Sex, desto öfter wird er wiederholt. 

    2. Mut und Selbstbewusstsein 

    Tritt ein Mann selbstbewusst auf, fällt es ihm unter Umständen leichter, potenzielle Sexpartner kennen zu lernen – die erste Voraussetzung für sexuellen Erfolg. 

    Außerdem: “Wer sich selbst nicht mag, will sich beim Sex verstecken und kann ihn wahrscheinlich nicht so sehr genießen. Dann ist er auch nicht so gut”, sagt Salamon im Interview. 

    Für tollen Sex braucht es außerdem Mut. Wer mutig genug sei, seine Bedürfnisse zu äußern, könne im Bett punkten.

    Selbstbewusstsein und Mut scheinen deshalb wichtige Zutaten für ein aktives Sexleben zu sein. Das ist laut der Expertin übrigens bei Frauen ganz genauso. 

    3. Genussfähigkeit

    Zu den Eigenschaften der Männer, die mehr Sex haben, zählt laut Salamon auch die Genussfähigkeit. 

    Jeder sollte versuchen dafür sorgen, dass der Sexpartner auf seine Kosten kommt, so viel steht fest. Aber laut der Expertin ist es für Qualität und Häufigkeit des Sex genauso wichtig, selbst genießen zu können – das gilt für Mann und Frau. 

    Den Sex richtig zu genießen, scheint ausschlaggebend für die Häufigkeit zu sein.

    4. Humor 

    Humor ist durch alle Stadien einer Beziehung hinweg für die meisten Menschen eine der wichtigsten Eigenschaften am Partner. Laut einer Elitepartner-Studie aus dem vergangen Jahr zählt Humor für Frauen sogar zu den drei wichtigsten Merkmalen eines potenziellen Partners. 

    Einem charmanten, witzigen Mann dürfte es wohl relativ leicht fallen, sein Gegenüber zum Lachen zu bringen und für sich zu gewinnen. 

    Doch auch für eine feste Partnerschaft ist Humor eine wichtige Eigenschaft. So schreibt Therapeut und Paarberater Wolfgang Krüger in der “Welt” sogar: “Ob eine Partnerschaft gelingt, hängt im Wesentlichen vom Humor der Liebenden ab.”

    Der Grund: Humor dämpfe Konflikte und fördere Nähe. Dadurch entstehe immer wieder jene Leichtigkeit, die zum Wesen der Liebe gehöre. 

    Und diese Leichtigkeit wiederum brauchen zwei Menschen für leidenschaftlichen, erfüllenden Sex. 

    5. Die Mischung machts

    Australische Forscher der Queensland University of Technology veröffentlichten kürzlich erstaunliche Studienergebnisse. Sie werteten bereits vorhandene Daten einer Sex-Umfrage aus dem Jahr 2016 aus – mit dem Ziel, herauszufinden, ob zwischen Persönlichkeitseigenschaften, der Häufigkeit sexueller Aktivität und dem Fortpflanzungserfolg von Männern Verbindungen bestehen. 

    Mehr zum Thema: Expertin über Sex in Beziehungen: Diese 4 Phasen werdet ihr durchleben

    ►  Und tatsächlich: Die Forscher konnten drei verschiedene Merkmalskombinationen herausfiltern, die vor allem sexuell aktive Männer tragen.

    Der Studie zufolge habe ein Mann mehr Sex, wenn er entweder gesellig und empathisch, gesellig und gewissenhaft, oder gewissenhaft und empathisch ist. 

    “Die Chemie muss einfach stimmen”

    All diese Erkenntnisse sollen Männer und Frauen jedoch mit der nötigen Distanz betrachten, meint die systemische Paartherapeutin Manuela Komorek. 

    “Ich finde es schwierig, zu sagen, dass Männer mit besonderen Eigenschaften größeren sexuellen Erfolg haben. Vielleicht sind Empathie und Geselligkeit bei Pick-Up-Geschichten ein Vorteil, wenn man eine Frau für sich gewinnen will. In Beziehungen jedoch relativiert sich das wahrscheinlich”, sagt die Expertin.  

    “Die Geselligkeit findet die Frau vielleicht im ersten Moment toll. Wenn Kinder da sind und der Mann nicht mehr nach Hause kommt, weil er Freunde trifft, kann sich das ganz schnell wandeln.”

    ► Kein Mann sollte sich deshalb bei einem Date verstellen oder seinem Gegenüber wünschenswerte Eigenschaften vorspielen. 

    Komorek ist sicher: “Es ist einfach wichtig, dass zwischen zwei Menschen die Chemie stimmt – und das kann keiner mit irgendwelchen Charaktereigenschaften beeinflussen.”

    (ame)


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     Am 1. Dezember ist Weltaidstag. Ein Guter Anlass, sich zu fragen: Wie viel weiß ich überhaupt über Aids? Die wenigsten wissen zum Beispiel, dass es große Fortschritte im Kampf gegen Aids gegeben hat. Während die Diagnose in den 80er- und 90er-Jahren selbst für einen so bekannten Künstler wie Freddie Mercury noch ein Todesurteil war, ist sie das heute nicht mehr. Weder in Europa, noch in weiten Teilen Afrikas.

    Denn heute gibt es sehr gute Medikamente, die HIV-positiven Menschen ein normales Leben ermöglichen. Sie verhindern sogar eine Ansteckung zwischen HIV-positiven Müttern und ihren Kindern bei der Geburt. Und die Medikamente sind günstiger als je zuvor. Kosteten sie vor 15 Jahren noch 10.000 US-Dollar pro Jahr pro Person, sind es heute nur noch 75 US-Dollar. 76 Prozent aller HIV-positiven Mütter sind in Behandlung – doppelt so viele wie noch vor sieben Jahren. Seit 1996 sind die Neuinfektionen um beinahe die Hälfte gesunken und die Anzahl der Aidstoten hat sich seit 2004 sogar mehr als halbiert. Diese Fakten machen Hoffnung darauf, dass wir bis 2030 die erste Aids-freie Generation schaffen können.

    Aber: Es gibt immer noch einiges zu tun. Heute sind junge Frauen und Mädchen in Subsahara-Afrika besonders gefährdet. Jeden Tag infizieren sich dort 1000 junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren mit HIV. Bei den jungen Männern sind es nur halb so viele.. Ein Grund für die besondere Gefährdung junger Frauen ist sexuelle Gewalt. In Südafrika sind ein Viertel der Neuinfektionen bei Frauen auf geschlechtsspezifische Gewalt zurückzuführen. Insgesamt sterben mehr Frauen an Aids als an Brustkrebs, Schlaganfällen oder jeder anderen Krankheit. Noch immer haben 15 Millionen der 37 Millionen HIV-Positiven keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten. Weltweit fehlen 20 Prozent der Investitionen, die es bräuchte, um die Epidemie bis 2030 zu beseitigen.

    Wir müssen deshalb weiter kämpfen. Das Ziel, bis 2030 die erste Aids-freie Generation zu schaffen, ist erreichbar. Und wir könnten als die Generation in die Geschichte eingehen, die Aids besiegt hat. Das ist unsere Apollo-Mission. Genauso wie damals Neil Armstrong und Co nicht auf dem halben Weg zum Mond umgekehrt sind, dürfen wir nicht auf den letzten Metern nachlassen. Wir sollten unsere Regierungen dazu auffordern, die Finanzierungslücke zu schließen, damit Aufklärung und Medikamente wirklich alle Menschen erreichen.

    Daran arbeitet auch ONEs Partnerorganisation (RED). (RED) kooperiert mit großen Unternehmen, die von iPhones bis Durex-Kondomen verschiedenste Produkte in einer (RED)-Version herausbringen. Ein Teil des Erlöses dieser Produkte geht direkt an den Globalen Fund zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Der Globale Fonds hat gemeinsam mit seinen Partnern durch Prävention, Aufklärung und die Bereitstellung von Medikamenten schon 27 Millionen Leben gerettet. Reinschauen lohnt sich also, getreu dem Motto Shop (RED), save lives. Mehr Infos auf www.red.org.


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    In Deutschland ist Gewalt gegen Kinder seit 2000 verboten.

    • Frankreich plant, ein neues Gesetz gegen die Gewalt an Kindern einzuführen. 
    • In Deutschland gibt es ein solches Gesetz schon seit 2000.

    Frankreich will Gewalt gegen Kinder verbieten.

    Dazu sollen zum Beispiel Schläge auf den Po, Ohrfeigen und das Ziehen an den Haaren gehören, aber auch Schreie und Beschimpfungen. Die Nationalversammlung hat in der Nacht zum Freitag dazu einen Gesetzesentwurf entwickelt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. 

    Schwerwiegende Gewalttaten gegenüber Kindern werden in Frankreich bereits bestraft, leichtere, wie Ohrfeigen, waren bisher aber nicht untersagt. Das wird sich nun ändern. “Man erzieht nicht durch Furcht”, sagte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn in der Debatte zum Verbot der erzieherischen Gewalt. “Elterliche Gewalt hat katastrophale Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes”.

    In Deutschland ist Gewalt gegen Kinder seit 2000 verboten

    Eine Sprecherin der Nationalversammlung bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Gesetzesentwurf bisher nicht endgültig verabschiedet ist. Nun müsse der Senat beraten.

    In Deutschland ist Gewalt gegen Kinder schon seit November 2000 untersagt. Sanktionen gegen Eltern sind nach Angaben des Bundesfamilienministeriums aber nicht angedroht. Bei Misshandlung oder sexuellem Missbrauch haben die Täter in Deutschland bis zu zehn Jahre Haft zu erwarten.

    Mit Material der dpa.

    (lp)


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    • Nachdem ein Wolf in Niedersachsen offenbar einen Mann angegriffen hat, diskutieren Politiker Konsequenzen.
    • Grünen-Chef Robert Habeck lehnt es ab, den Schutzstatus des Wolfes zu senken.

    Nach dem möglicherweise ersten Angriff eines Wolfes auf einen Menschen seit Rückkehr der Tiere nach Deutschland wird das verdächtige Rudel in Niedersachsen nun überwacht.

    “Wir werden das Wolfsmonitoring intensivieren”, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover. “Alle Informationen über die Tiere sollen zusammentragen werden.”

    So sollen Kameras installiert und sämtliche Sichtungen erfasst und in einer Rudelchronik zusammengetragen werden, kündigte sie am Freitag an. Ein Wolfsrudel sei dort erstmals im vergangenen Juli bestätigt worden.

    In Steinfeld war ein Gemeindearbeiter am Dienstag nach eigener Schilderung von einem Wolf in die Hand gebissen worden.

    Drei weitere Wölfe hätten das beobachtet. Nun sollen DNA-Untersuchungen zeigen, ob es sich bei dem Angreifer wirklich um einen Wolf handelte.

    Grünen-Chef Habeck ist gegen eine Jagd

    Unterdessen warnte der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck vor einer Bejagung von Wölfen.

    “Die Zahl der Wölfe ist noch weit davon entfernt, dass man in die Bestände eingreifen müsste”, sagte er der “Neuen Osnabrücker Zeitung” mit Blick auf einen Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, den Schutzstatus von Wölfen zu senken.

    “Und für den Umgang mit verhaltensauffälligen Tieren haben wir ja Regelungen: Zur Gefahrenabwehr dürfen dem Artenschutzrecht entsprechend Tiere in Einzelfällen vergrämt oder getötet werden, also etwa Wölfe, die die natürliche Scheu verloren haben”, erklärte er.

    “Wölfe, die sich an Menschen gewöhnen, sind ein Problem”, ergänzte Habeck. Doch Deutschland sei ein wichtiger Lebensraum für den Wolf: “Raubtiere gehören zur Natur dazu”, sagte er.

    “Wenn wir alle Tiere, die uns Probleme bereiten, ausrotten wollen, dann hätten wir keine Biber, keine Fischotter und keine Kormorane mehr.”

    Mehr zum Thema:Hype um die Grünen: Warum er bei jungen Menschen besonders groß ist


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    Eine winzige Wohneinheit im Raum Kowloon in Hongkong verdeutlicht, wie beengt die Verhältnisse sind, unter denen viele gezwungen sind zu leben.

    Wie jeden Tag ging die obdachlose Frau mit den kurzen schwarzen Haaren und der schwarz umrandeten Brille ins nächstgelegene 24-Stunden-McDonald’s in Hongkong und nahm an einem Tisch Platz. Es war früh am Morgen. Die 56-Jährige, die von der Polizei kurz Lai genannt wurde, trug einen grauen Mantel und Pantoffeln.

    Abends saß sie immer noch da, als sie plötzlich über dem Tisch zusammenbrach. Andere Gäste im Ping Shek Estate McDonald’s im Osten der 7,4-Millionen-Einwohner-Stadt kauten weiter ihre Pommes und schlürften ihre Getränke. Erst sieben Stunden später überprüfte jemand ihren Puls und rief einen Krankenwagen. Lai wurde noch vor Ort für tot erklärt.

    Um 11.30 Uhr am nächsten Vormittag wurde ihre Leiche durch eine Hintertür abtransportiert. Um 13 Uhr war der McDonald’s wieder für den normalen Betrieb geöffnet.

    Lai war eine der McRefugees in Hongkong: Sie suchen in einer Stadt, in der die Unterkunftssuche für viele zur lebensentscheidenden Herausforderung wird, in 24-Stunden-Fastfood-Läden Zuflucht.

    Seit acht Jahren nimmt Hongkong dem US-Planungsbüro Demographia zufolge Platz als teuerste Stadt der Welt ein. Das Ranking wird berechnet, indem der mittlere Hauspreis durch den mittleren Wert beim Haushaltseinkommen geteilt wird.

    Einer der McRefugees aus Hongkong schläft in einem 24-Stunden-McDonald's. Er hat einen Wecker dabei.

    Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig

    Wenn es um Wohnen geht, ist Hongkong ein Land der Extreme. An einem Ende steht gigantischer Reichtum – der durchschnittliche Immobilienpreis hatte bis Februar fast 3200 Dollar (2811 Euro) pro Quadratfuß (10 Quadratfuß sind 0,93 Quadratmeter, Anm.d.Red.) erreicht. Ein Haus mit vier Zimmern kostete im Schnitt 177 Millionen Dollar (156 Millionen Euro). Seit 2003 sind die Hauspreise um 430 Prozent gestiegen.

    Auch die Mietpreise sind exorbitant. Nach einem Bericht der Hongkonger Immobilienagentur Midland Realty liegt die Miete bei fast der Hälfte der städtischen Wohnungen bei mehr als 2550 Dollar (2240 Euro) im Monat. Das entspricht 122 Prozent des durchschnittlichen Gehalts.

    “Hongkong baut nur für die Reichen. Dabei müssten sie sich um normale Menschen kümmern”, sagt Chan To. Er ist in 30 Jahre alter, dünner Mann mit grauen Strähnen im Haar. Er ist obdachlos, seit er vergangenen Sommer seinen Job als Koch verloren hat. Wie Lai sucht Chan Unterschlupf bei McDonald’s. Jede Nacht in den vergangenen vier Monaten. Er habe in unterschiedlichen Filialen geschlafen, sagt er.

    Nicht nur Fast-Food-Restaurants halten als prekäre Unterkünfte her. Die schutzlose Bevölkerung Hongkongs ist gezwungen, auf Fußgängerbrücken zu schlafen, die über verkehrsreiche, verpestete Straßen führen. Andere schlafen in illegalen Hütten und in den berüchtigten “Sargzellen“, in denen Dutzende Bewohner in winzige Räume gepfercht werden, die auch “Käfighäuser” genannt werden.

    Nach der offiziellen Statistik leben mittlerweile mehr als 200.000 Menschen in Hongkong in Wohnungen, die einst für eine Person gedacht waren und jetzt in mehrere kleinere Parzellen mit Gemeinschaftseinrichtungen untergeteilt sind. 

    "Meine Tochter fragt mich immer, wann wir ausziehen. Ich weiß es nicht.“ Laurie, alleinerziehende Mutter

    “Es ist so unangenehm”, sagt Laurie. Sie ist eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrer neunjährigen Tochter seit zwei Jahren in einer unterteilten Einheit lebt. Ohne eigenes Bad oder eigene Küche.

    Laurie, die nicht mit vollem Namen genannt werden will, arbeitet als Putzfrau in einem Hotel und lebt im achten Stock ohne Aufzug im Viertel Mong Kok. Sie verdient 1400 Dollar (1230 Euro) im Monat, mehr als ein Drittel davon geht für die Miete drauf. Die Küche ist oft von Großfamilien belegt, und sie musste ihren eigenen Kühlschrank kaufen, weil sich der Vermieter weigerte, einen zu stellen.

    Cheung Chi-fong, 80, schläft in seiner kleinen

    “Einige Leute schreien herum, deshalb schlafen wir schlecht”, sagt sie. “Meine Tochter fragt mich immer, wann wir ausziehen. Ich weiß es nicht.”

    Die Parzellen wurden illegal gebaut, sind nicht brandschutzgesichert

    Eine beträchtliche Anzahl dieser unterteilten Wohnungen verstößt gegen die Sicherheitsvorschriften, wie Yip Ngai-ming, Professor für Wohnen und Städtebau an der City University of Hong Kong, erläutert.

    “Sie wurden für einen Zweck umgebaut, für den sie nicht bestimmt waren. Durch die Unterteilung fehlen Brandtüren, wo sie nötig wären. Vieles davon wurde illegal gemacht.”

    Dass das tödlich enden kann, zeigte sich im vergangenen Jahr, als ein Brand auf einer Etage mit 17 Einheiten ausbrach und schnell das gesamten Gebäude erfasste. Drei Menschen starben.

    Experten fordern mehr öffentlichen Wohnungsbau

    Nach Ansicht vieler Fachleute bräuchte es mehr öffentlichen Wohnungsbau, um Hongkongs Problem zu lösen.

    ″[Die Regierung] muss mehr öffentliche Wohnungen bauen”, sagt Wong Shek Hung, Oxfam-Manager für Hongkong, der HuffPost. “Im Moment ist das Angebot begrenzt. Familien müssen zu lange darauf warten, untergebracht zu werden...Ich kenne Menschen, die in öffentlichen Toiletten leben – manche sogar auf Flughäfen.”

    Eine junge Familie in einer von vielen schlecht erhaltenen, unterteilten Wohnungen in Hongkong. Die durchschnittliche Wartezeit auf den öffentlichen Wohnungsbau beträgt 5,5 Jahre.

    In Hongkong gibt es etwa 815.000 Mietwohnungen, die in öffentlicher Hand liegen. Die durchschnittliche Wartezeit für Anwärter beträgt 5,5 Jahre. Die Regierung hat sich verpflichtet, bis 2027 weitere 280.000 öffentliche Wohnungen zu bauen. Allerdings räumte sie bereits ein, ihr Ziel um Zehntausende Einheiten zu verfehlen.

    Im vergangenen Jahr bildete die Regierung eine Arbeitsgruppe mit Experten aus den Bereichen Planung, Ingenieurwesen, Architektur und Sozialwesen, die prüfen sollten, wie der Wohnungsbedarf in Hongkong gedeckt werden kann.

    Das Panel untersuchte eine Reihe von Optionen, angefangen bei der Entwicklung von Brachflächen bis hin zur Schaffung von Wohnraum unter der Erde. Der Bericht soll in den kommenden Monaten erscheinen.

    Hongkongs Regierung will Menschen auf künstliche Inseln umsiedeln

    Unabhängig davon präsentierte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam im Oktober eine der bislang radikalsten Ideen. Sie schlug vor, künstliche Inseln mit einer Fläche von etwa 1700 Hektar aufzuschütten, auf denen bis zu 1,1 Millionen Menschen östlich von Lantau Island, Hongkongs größter Insel, angesiedelt werden sollen. Ziel ist es demnach, 260.000 bis 400.000 Wohnhäuser zu schaffen, davon 70 Prozent für den öffentlichen Wohnungsbau.

    Eine Graphik des von Carrie Lam vorgeschlagenen künstlichen Inselplans.

    Brian Wong bezweifelt allerdings, dass die Pläne das Wohnungsproblem lösen werden. Er arbeitet für die Liber Research Community, eine auf Landentwicklung spezialisierte Nichtregierungsorganisation. Land aus dem Meer zu gewinnen sei teuer, umweltschädlich und könne Jahrzehnte dauern, sagt er.

    Es ist mir so peinlich, wenn mich die Leute anstarren. Chan, obdachlos

    Manche Beobachter glauben, dass kurzfristig Mietpreiskontrollen dazu beitragen könnten, den Druck auf den überhitzten Markt zu verringern. “Das Angebot hat sich in Richtung privater Markt verlagert, ohne jegliche Kontrolle der Miete, die rasant gestiegen ist”, sagt Angela Lui, Sozialarbeiterin bei der Obdachlosenorganisation Society for Community Organisation.

    “Sie ist irrwitzig hoch. Das (die Mietpreiskontrolle, Anm.d.Red.) mag die zugrunde liegenden Probleme mit dem öffentlichen Wohnungsbau nicht lösen, aber sicherlich würde es das Leben vieler Menschen verbessern.”

    Vorerst müssen Menschen wie Chan warten – in der Hoffnung, dass die Regierung eine Lösung findet, die schnell Abhilfe schafft. Jeden Morgen um 7 Uhr wird Chan von McDonald’s-Mitarbeitern geweckt. Dann sucht er eine öffentliche Bibliothek auf, um Zeitung zu lesen und die Stellenanzeigen zu durchforsten. An guten Tagen bietet eine Kirchengemeinde eine kostenlose Mahlzeit an. An anderen Tagen ist er gezwungen, die Reste von anderen Gästen zu essen.

    “Es ist mir so peinlich, wenn mich die Leute anstarren”, sagt er.

    (ujo)


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    • Am Tag der Hochzeit von Herzogin Meghan und Prinz Harry soll es zu einem Streit zwischen den beiden Herzoginnen gekommen sein. 
    • Meghan sei unfreundlich zu einer von Kates Angestellten gewesen.
    • Im Video oben äußert sich Kate nach einem angeblichem Streit der Royals erstmals über Meghan und Harry.

    Das Verhältnis zwischen Herzogin Meghan und Herzogin Kate gilt als angespannt. Schon seit Wochen berichten Medien über eine angeblich problematische Beziehung der beiden.

    Ein Grund dafür könnte laut der britischen Boulevardzeitung “The Sun” ein Streit am Tag von Meghans Hochzeit sein. Eine vertrauenswürdige royale Quelle habe der Zeitung erzählt, dass Meghan unhöflich zu einer von Kates Bediensteten gewesen sei. 

    Herzogin Kate: “Das ist meine Angestellte”

    Die 36-jährige Herzogin habe Meghan daraufhin zurecht gewiesen. “Sie ist meine Angestellte und ich spreche mit ihr”, sagte sie laut der “Sun”. 

    Schon während der Hochzeit waren Gerüchte aufgekommen, dass Kate während einer Kleideranprobe in Tränen ausgebrochen sei.

    Einige Medienberichte gehen sogar so weit, zu behaupten, das schwierige Verhältnis der Herzoginnen sei der Grund für den Umzug von Harry und Meghan. Die beiden ziehen aus dem Kensington Palast in London in das rund 50 Minuten entfernte Windsor.

    (lp)


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    • Tierschützer haben in Liverpool eine Hündin gerettet.
    • Das Tier war in einem schrecklichen Zustand – Tierärzte glauben, es wurde als Köder in Hundekämpfen missbraucht.
    • Im Video oben seht ihr die Hündin und wie es ihr heute geht.

    Es sind herzzerreißende Bilder einer Hündin, die ausgesetzt in Liverpool gefunden wurde. Das Tier war so schwach, dass es kaum noch gehen konnte.

    Gepostet hat sie die Tierschutzorganisation Carla Lane Animals In Need auf ihrer Facebook-Seite.

    Das Tier hatte blutende Pfoten, entzündete Augen, zerrissene Ohren und einen “gequälten Blick in den Augen”, als es zu Tierschützern gebracht wurde, berichten diese.

    Einer der schlimmsten Fälle, den die Aktivisten je gesehen haben

    Behandelte Ärzte sagten, dass die Verletzungen darauf hindeuten, dass der Hund als eine Art Köder bei Hundekämpfen eingesetzt wurde. Diese Köder dienen den Tierquälern dazu, die Kampflust ihrer aggressiven Hunde zu testen. 

    Die Hündin, Peggy, erholt sich jetzt bei den Tierschützern von ihrem schlimmen Schicksal. Laut der Tierschutzorganisation ist Peggys Fall einer der schlimmsten, den sie jemals gesehen haben.

    In dem Facebook-Post heißt es: “Unser Team hat im Laufe der Jahre leider viele schreckliche Anblicke gesehen, aber ein Hund in Peggys Zustand schockiert uns immer wieder bis ins Mark. Ihr armer Körper konnte nicht viel mehr ertragen – sie hatte keine Reserven mehr. Sie war kurz davor, aufzugeben.”

    “Sie hatte Verletzungen und langjährige Wunden”

    Die Organisation schreibt weiter: “Peggy ist ein Mischlingshund, diese werden oft bei ekelhaften Hundekämpfen eingesetzt. Unsere Tierärzte glauben, dass sie etwa vier Jahre alt ist, und offensichtlich hatte sie wiederholt Verletzungen und langjährige Wunden.”

    Glücklicherweise nimmt Peggy dank ihrer fünf Mahlzeiten täglich inzwischen wieder zu. Die Wohltätigkeitsorganisation arbeitet nun mit der League Against Cruel Sports zusammen, um herauszufinden, wer für diese Grausamkeit verantwortlich ist.

    (lp)


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    Bei der Islamkonferenz in Berlin hat es Ärger mit dem Catering gegeben. Der Grund: Das Bundesinnenministerium servierte unter anderem Blutwurst – für Muslime ist diese Tierblut und Schweinefleisch enthaltene Speise verboten.

    ► Während sich einige Teilnehmer und Journalisten über die ungeschickte Speisenauswahl echauffierten, betonten das Ministerium und andere Teilnehmer wie Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad, es hätte auch andere Speisen gegeben, viele davon halal oder vegetarisch.

    ► Vereinzelt reagierten Rechte gar mit Wut auf die Debatte, warfen den Teilnehmern der Konferenz eine “Islamisierung” Deutschlands vor. Grünen-Politiker Özcan Mutlu antwortete ihnen bei Twitter: 

    “Für alle Nazis und Rassisten die gerade wieder lautstark bellen: Jeder kann & darf Blutwurst essen, niemand verbietet es! Ich habe aber in 20 Jahren als Politiker noch nie Blutwurst bei einem Empfang/Buffet gesehen. Es ist respektlos gerade bei der Islamkonferenz es anzubieten.”

    Zum Hintergrund:

    Es ist nicht der erste Häppchen-Eklat bei der Islamkonferenz. Bereits 2006, bei der ersten Tagung seien Schinkenstücke gereicht worden, berichtet der SWR


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    ► Bei den Demonstrationen der “Gelben Westen” in Paris ist es rund um die Prachtstraße Champs-Élysées zu Ausschreitungen gekommen.

    ► Rund 1500 “Unruhestifter” hätten sich am Samstagvormittag Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert, teilte der französische Innenminister Christophe Castaner mit.

    ► Es habe Dutzende Festnahmen gegeben. Auf der Prachtstraße selbst demonstrierten demnach rund 200 “Gelbwesten” friedlich.

    Zum Hintergrund:

    Die Champs-Élysées sind zwar für Fußgänger zugänglich, an den Zugängen zu dem Boulevard wurden aber Identitäts- und Sicherheitskontrollen eingerichtet. Besonders heftig waren die Ausschreitungen am Vormittag am Triumphbogen an der Spitze der Champs-Élysées. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

    Am vergangenen Samstag gab es auf der Prachtstraße bereits Krawalle bei einer Demonstration der “Gelben Westen”.

    Es ist nun das dritte Wochenende in Folge, an dem die Protestgruppe mit Großaktionen landesweit demonstriert. Die “Gelbwesten” gehen aus Protest gegen steigende Spritkosten und die Reformpolitik der Regierung auf die Straße.


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    ► Beim G20-Gipfel in Buenos Aires haben sich die Unterhändler der Staats- und Regierungschefs auf den Entwurf für eine Abschlusserklärung geeinigt.

    ► Die letzten Streitpunkte hätten am frühen Samstagmorgen ausgeräumt werden können, sagte ein ranghoher EU-Beamter. Die endgültige Zustimmung der Staats- und Regierungschefs stehe aber noch aus.

    Deshalb war die Lage kritisch:

    Umstritten waren bis zuletzt wichtige Punkten wie Handel, Klimawandel und Migration gewesen. In allen Fragen seien nun aber Kompromisse gefunden worden, hieß es.

    Als größter Erfolg der Verhandlungen wurde von EU-Seite verbucht, dass sich die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer dazu verpflichten würden, die Reform der Welthandelsorganisation WTO voranzutreiben, um eine bessere Einhaltung von gemeinsamen Spielregeln zu ermöglichen.

    Zudem soll in der Erklärung darauf verwiesen werden, dass man weiter multilateral, das heißt im großen Kreis, an der Lösung von Problemen arbeiten will.

    Wieso das Ergebnis ein Erfolg ist:

    Angesichts des politischen Kurses von US-Präsident Donald Trump wird dies von Diplomaten schon als Erfolg gewertet. Trump hatte sich zuletzt selbst als Nationalist bezeichnet. Zudem kündigte er den Ausstieg der USA aus multilateralen Abkommen wie dem Pariser Klimavertrag oder dem Atomdeal mit dem Iran an.


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    Ilona Böhnke hat fast 40 Jahre als Erzieherin in christlichen Kindergärten im Ruhrgebiet gearbeitet, viele davon in Brennpunktvierteln. In der HuffPost beschreibt sie, wie eine Weihnachtsfeier aussieht, wenn drei Viertel der Kinder Muslime sind.

    Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, als einige Kindergärten aufgehört haben, Weihnachtsfeiern zu veranstalten. Jahresendfeiern gab es dann stattdessen. Ich weiß sogar, dass manche Kindergärten die Weihnachtslieder umgedichtet haben.

    Alles aus Angst, jemanden zu verschrecken. Eine Religionsgruppe auszuschließen.

    Ein verständlicher Gedanke in Gegenden, wo auch der Kindergarten war, in dem ich gearbeitet habe. Gegenden, die gern als Brennpunktviertel bezeichnet werden. Dort, wo es viele Arbeitslose gibt, wo die Leute kaum Geld haben und wo der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund sehr hoch ist.

    So waren in unserem Kindergarten etwa drei Viertel aller Kinder in den Gruppen Muslime.

    Ein christlicher Kindergarten mit fast nur Muslimen

    Wir haben als christlicher Kindergarten natürlich trotzdem Weihnachten gefeiert. Andere Kindergärten handhabten das anders. Ein Fehler, wie ich finde.

    Denn Weihnachten mit verschiedenen Religionen zu feiern, gehört zu den schönsten Erlebnissen meiner Berufszeit.

    Ich war fast 40 Jahre Erzieherin in Brennpunktvierteln.

    Klar gab es anfangs Ängste – auf allen Seiten. Vor 30 Jahren blieben die muslimischen Familien von den Weihnachtsfeiern fern. Wir Christen besuchten keine Moscheen. Man lebte nebeneinander. Man kannte sich, aber war sich trotzdem fremd.

    Das hat sich glücklicherweise geändert.

    Im Laufe der Zeit öffneten sich die Moscheen. Es gab Tage der offenen Tür. Wir konnten da teilnehmen, mitfeiern, mitessen. Anstatt sich nur aus dem Weg zu gehen, ging man nun aufeinander zu.

    Und mit den Jahren kamen auch langsam mehr muslimische Familien zu unseren Weihnachtsfeiern. 

    Wenn Muslime an Weihnachten den Jesus spielen

    Anfangs trauten sie sich noch nicht, ihre Kinder bei den Krippenspielen mitmachen zu lassen. Aber auch das änderte sich. Erst halfen die Kleinen immer mehr bei den Vorbereitungen, spielten dann mal auf der Bühne die Triangel und übernahmen dann sogar kleine Rollen.

    Den Josef, die Maria oder sogar den Jesus zu spielen, das war doch noch irgendwie komisch. Jedenfalls eine Zeit lang.

    Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie in einem Jahr dann der kleine Īsā den Jesus spielte. Er war nicht das erste muslimische Kind in dieser Rolle, aber er war einer der Ersten.

    Īsās Mutter kam aus Deutschland, sein Vater aus dem Libanon. Wahrscheinlich haben sie ihm deshalb diesen symbolträchtigen Namen gegeben.

    Īsā, ist der arabische Name für Jesus. Īsā aus dem Koran und Jesus in der Bibel haben zwar einige Unterschiede, aber vor allem sehr viele Gemeinsamkeiten.

    Mehr zum Thema: Warum der Nikolaus auch zu Familie Gül kommt

    Jesus oder eben Īsā war etwas Außergewöhnliches. Und auf seine eigene Art, war es auch unser kleiner Īsā im Kindergarten.

    Muslime und Christen haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede

    Bei seinem Auftritt spürte ich wahrlich den Geist von Weihnachten. Denn hier waren Familien aus aller Herren Länder. Und als ihre Kinder das Krippenspiel spielten, wurden sie von einer Menge Smartphones gefilmt und fotografiert.

    Diese Fotos und Filme wurden dann verschickt zu den Familien in die Türkei, nach Libyen, nach Marokko, nach Syrien und natürlich in einigen Fällen auch nach Deutschland.

    Menschen, die über die halbe Welt verteilt waren, schauten unser kleines Krippenspiel aus dem Ruhrgebiet. Sahen den Jesus, den kleinen Īsā.

    Zusammen teilten wir diesen Moment und fühlten das, was alle Religionen vereint: Hoffnung. Hoffnung auf eine gute Zukunft.

    Es wurde ein besonderer Mensch geboren

    Denn es ging hier nicht mehr um das Krippenspiel. Jeder, der irgendetwas glaubt, sucht nach Gemeinschaft. Man will ein Ganzes werden. Als Mensch und mit anderen.

    Und als ich die Menschen da stehen sah, wie begeistert sie den Kindern zuschauten und ihre Begeisterung teilten, sah ich, dass die Botschaft des Krippenspiels alle verstanden. Die Botschaft von Zusammensein und von Frieden.

    Das gibt Hoffnung. Das konnte man richtig spüren. Und diese Hoffnung ging jetzt in alle Welt hinaus.

    Muslime und Christen wissen, wer Jesus ist und wissen, was seine Geschichte bedeutet, feiern zusammen und bilden eine gute Gemeinschaft.

    Weil damals ein besonderer Mensch geboren wurde. Weil ein besonderes Kind, und ja, alle Kinder sind besonders, hier beim Krippenspiel mitspielte.

    Nach der Weihnachtsfeier gingen alle in gelockerter Stimmung nach Hause. Die einen feierten ihr Weihnachten unter dem Tannenbaum, die anderen genossen die freien Tage mit ihrer Familie – auch ohne Weihnachtsfest.

    Multi-Kulti funktioniert

    Was mich das Erlebnis gelehrt hat, ist, dass Gemeinschaft funktioniert. Das Multi-Kulti funktionieren kann. Das Menschen zusammen funktionieren.

    Diese ganzen Unterschiede kann man leicht vergessen. Genau genommen gibt es sie gar nicht. Wenn man sich kennt und eine schöne Zeit miteinander verbringt, dann kommen Differenzen gar nicht vor.

    Es scheint gerade wieder modern zu sein, auf diese Differenzen zu achten. Das ist aber falsch, denn es eint uns so viel. Gerade Christen und Muslime haben so viel mehr gemeinsam, als es Unterschiede gibt.

    Statt aus Angst vor Konflikten sowas wie Jahresendzeitfeste zu feiern und die Türen der Moscheen lieber geschlossen halten, sollten wir aufeinander zugehen.

    Ob man sich beim Weihnachts- oder beim Zuckerfest trifft, spielt am Ende nämlich gar keine Rolle. Wir Menschen wollen nämlich alle das Gleiche: Gemeinschaft und Frieden.

    Dieser Beitrag ist Teil des HuffPost-Adventskalenders. Hier stellen wir jeden Tag einen Menschen vor, der uns durch seine besondere Geschichte Mut macht. 

    (lp)


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    Donald Trump bei einer Wahlkampfrede.

    • Donald Trump hat dem verstorbenen George Bush gedacht, indem er seinen Vorgänger zitierte.
    • Über dasselbe Zitat hatte sich Trump noch vor wenigen Monaten lustig gemacht.

    Der ehemalige US-Präsident George H.W. Bush starb am Freitag im Alter von 94 Jahren.

    In einer Erklärung lobte Präsident Donald Trump seinen republikanischen Amtsvorgänger dafür, dass er Generationen von Amerikanern inspiriert habe, “tausend Lichtpunkte zu sein, die die Größe, Hoffnung und Chance Amerikas für die Welt erhellen”.

    Trump zitierte dabei Bushs Rede bei der Republican National Convention 1988, als der diese Formulierung im Hinblick auf Freiwilligenarbeit benutzt hatte.

    Was Trump in seiner respektvollen Stellungnahme verschwieg: Er hatte noch während einer Wahlkampfkundgebung in Montana im Juli eine andere Sicht auf Bushs “tausend Lichtpunkte”-Idee geäußert.

    Trump spottete über George Bush

    Damals spottete Trump über Bushs Zitat: 

    “Die tausend Lichtpunkte, was zum Teufel war das übrigens? Tausende von Lichtpunkten, was bedeutete das, weiß es jemand? Ich weiß eine Sache: ‘Make America Great Again!’ Das verstehen wir. Amerika an die erste Stelle setzen, verstehen wir. Tausende von Lichtpunkten, das habe ich nie ganz verstanden. Was zum Teufel ist das? Hat das schon mal jemand herausgefunden?”

    In Mark Updegroves Buch “The Last Republicans” enthüllte Bush, dass er bei den Wahlen 2016 für die demokratische Kandidatin Hillary Clinton gestimmt hatte und nannte Trump “einen Angeber”.

    “Dieser Kerl weiß nicht, was es bedeutet, Präsident zu sein”, fügte er hinzu.

    Der Artikel erschien zuerst in der HuffPost US und wurde aus dem Englischen übersetzt.

    (ame)


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    • Von 2001 bis 2010 hat Harry Melling in der Fantasy-Saga “Harry Potter” Harrys fiesen Cousin Dudley Dursey verkörpert. 
    • Im Vergleich zu früher ist der Schauspieler heute kaum wiederzuerkennen, wie ihr im Video oben seht. 

    Schauspieler Harry Melling ist als verwöhnter, dicker Fiesling Dudley Dursey in den “Harry Potter”-Filmen bekannt geworden. In der mehrteiligen Fantasy-Saga mimte er den fiesen Cousin von Harry.

    In den außerordentlich erfolgreichen Buch-Verfilmungen machte Dudley Harry Potter stets das Leben schwer, indem er keine Gelegenheit ausließ, ihn zu mobben. Melling war zwölf Jahre alt, als er im Jahr 2001 im ersten Teil der Harry-Potter-Reihe zu sehen war.

    ►  Heute ist er 29 Jahre alt und hat sich optisch sehr verändert. 

    Für die Rolle des Dudley musste er in seinem letzten Auftritt sogar einen Fettanzug tragen

    Nun zeigte sich der Schauspieler bei der Premiere der Serie “Ballade of the Buster Scruggs”, bei der er mitspielt, auf dem roten Teppich. Auf den ersten Blick fällt auf, dass bei Melling ordentlich die Pfunde gepurzelt sind. 

    Bereits nach dem Film “Harry Potter und der Orden des Phönix”, aus dem Jahr 2007, begann der Schauspieler abzunehmen. Für seinen letzten Auftritt in “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1″ musste Melling im Jahr 2010 sogar einen Fettanzug tragen, um wieder in die Rolle des Dudley schlüpfen zu können. 

    Ob ihr ihn wiedererkannt hättet, seht ihr im Video oben. 

    (ame)


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    Die Hartz-IV-Empfängerin Sandra Altmaier weiß nicht, wie sie ohne das versprochene Kindergeld für drei Kinder sorgen soll. (Symbolbild)

    • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte versprochen, Familien extra Kindergeld zu zahlen.
    • Doch nun geht sein Plan nicht auf und Hartz IV-Empfänger befinden sich in der Bredouille. 

    Markus Söders Familiengeld: Es war ein großes Versprechen. 

    250 Euro Kindergeld im Monat zahlt Bayern seit September jeder Familie pro unter dreijährigem Kind, 300 Euro ab dem dritten Kind. Doch nun will ausgerechnet der SPD-Mann Hubertus Heil, der die Juristen des Bundessozialministeriums anführt, dass das Familiengeld auf die Grundsicherung angerechnet wird.

    Das heißt: Die Hartz-IV-Leistung um 250 Euro gekürzt wird.

    Die SPD sagt, Söder habe es nicht geschafft, sein Gesetz juristisch einwandfrei zu formulieren. Jetzt streitet sich die bayerische Landesregierung mit Berlin.

    Immer mehr Hartz-IV-Empfänger reichen Klagen ein. 120 Klagen sind der “Süddeutschen Zeitung” bekannt. Eine der Klägerinnen ist Sandra Altmaier, die eigentlich anders heißt. In der Zeitung erzählt die 41-Jährige, vor welchen Problemen sie nun als alleinerziehende Mutter von drei Kindern ohne das versprochene Kindergeld steht.

     

    Die Angst, den nächsten Monat nicht zu überleben

    Jeden Tag bringe sie ihre kleinste Tochter mit dem Fahrrad 24 Kilometer in die Kita, weil sie kein Geld für ein Auto habe. Sie ist seit zehn Jahren arbeitslos, suche zwar nach einem Job, müsse aber die meiste Zeit des Tages damit verbringen, eine neue Wohnung zu finden.

    Aus ihrer muss sie im Januar ausziehen. Arbeitslos und mit drei Kindern hat sie kaum Chancen auf eine neue. Zweimal im Monat fahre sie zur Tafel.

    Mit 300 Euro mehr würde sie zwar auch nicht im Luxus schwelgen, aber sie bräuchte keine Angst mehr haben, wie sie den Monat überleben soll, sagt sie. So wie ihr geht es nun hunderten weiteren Menschen.

    Zwei Drittel aller Alleinerziehenden mit drei oder mehr Kindern in Deutschland sind Hartz IV-Empfänger. Altmaier musste ihre zwei ältesten Kinder nun ins Heim geben. Vorübergehend, hofft sie.

    (lp)


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    Die 23-jährige Michelle lag auf einmal tot in ihrem Bett, Arm in Arm mit ihrem Freund. 

    • Ein Instagram-Model liegt tot in ihrem Bett und niemand weiß, was passiert ist. 
    • Ihre Eltern vermuten eine Überdosis Drogen – und warnen jetzt andere. 

    Auf dem letzten Foto auf ihrem Account sitzt Instagram-Model Michelle auf einem Stein am Meer. Aber dieses Mal ist es nicht sie, die das Foto für ihre 12.9000 Follower postet. Es ist ihre Schwester. 

    “Hallo liebe alle, ich bin Michelles Schwester Nicole. Ich bin am Boden zerstört und mein Herz ist gebrochen, aber ich muss euch mitteilen, dass Michelle und ihr Freund Christian gestorben sind”, schreibt sie. Gerade sei die Familie noch dabei herauszufinden, was tatsächlich passiert ist.

    Michelle war ein klassisches Instagram-Model: blond, hübsch, reiselustig.

    Ihr Vater sagte dem “Coast Report Online” sie sei eine sehr gute Schülerin gewesen, habe Gedichte geschrieben, Musik gemacht und Journalistin werden wollen. Jetzt ist sie tot.

    Ihre Mutter fand sie leblos in ihrem Kinderzimmer vor. Michelle lag in ihrem Bett, Arm in Arm mit ihrem Freund Christian. Beide waren vermutlich an einer Drogen-Überdosis gestorben. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

    Vater: “Was perfekt aussieht, ist nicht perfekt”

    Ihre Eltern wandten sich verzweifelt an die Medien. Sie wussten offenbar, dass ihre Tochter Drogen nahm, aber nicht, wie schlimm es um sie stand. Jetzt hat ihr Vater eine “Go-Fund-Me”-Spendenseite für Michelle eingerichtet. Die Spenden sollen an Drogenopfer gehen. 

    “Ich will ein Zeichen setzen”, sagte er. “Michelles Fall zeigt: Das, was perfekt aussieht, ist nicht perfekt.” 

    Ihre Schwester Nicole bietet Michelles Followern ihre Hilfe an. Wer das Bedürfnis habe, zu reden, könne sich gerne an sie wenden. Sie antworte so schnell wie möglich. 

    “Es gibt keine Worte, um zu beschreiben, wie ich mich fühle”, schreibt sie. Aber ich weiß, dass sie jetzt in Frieden ruht, mit ihrem Kaffee, ihrer Musik und mit Christian. Ich werde dich für immer lieben, meine kleine Schwester.”

    (lp)


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    ► Die Fernseh- und Radiomoderatorin Steffi Tücking ist tot. Sie starb überraschend im Alter von 56 Jahren in der Nacht zum Samstag in Baden-Baden, wie der Südwestrundfunk (SWR) am Samstag mitteilte. 

    ► Tücking war rund 30 Jahre lang Moderatorin bei der Popwelle SWR3. Bundesweit bekannt wurde sie insbesondere durch die ARD-Kultsendung “Formel Eins” in den 80er Jahren.

    ► “Radio war ihre Leidenschaft, Rockmusik ihre Liebe. Sie gehörte zu den größten Radiopersönlichkeiten Deutschlands, und wir sind alle fassungslos über ihren plötzlichen Tod”, sagte SWR3-Programmchef Thomas Jung.

    Zum Hintergrund:

    Tücking wurde in Kaiserslautern geboren, wuchs dort auch auf und studierte Elektrotechnik, allerdings nicht bis zum Abschluss.

    Ihre Bestimmung fand sie stattdessen beim Rundfunk. Beim SWR präsentierte sie Formate wie die “SWR3 Morningshow”, verschiedene Musiksendungen wie den “SWR3 Popshop” und auch die “ARD Popnacht”.

    Tücking galt als Musikexpertin und moderierte außerdem auf den Bühnen großer Festivals wie bei Rock am Ring. Bereits 1987 erhielt sie im Alter von 24 Jahren die Goldene Kamera für ihre Moderation bei “Formel Eins”.


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    Ziemlich beste Freunde: Hund Ernie und sein neues Herrchen Jason Coronado.

    • Der Straßenhund Ernie ist während eines Spaziergangs zufällig in den Lieferwagen von Paketzusteller Jason Coronado gesprungen.
    • Es sollte sein Leben verändern, denn Jason war von Ernie so begeistert, dass er ihn adoptierte.
    • Im Video oben seht ihr, wie es den beiden heute geht. 

    Straßenhund Ernie hat kein schönes Leben geführt. Er lebte lange auf der Straße, ehe er ins Tierheim in Buffalo City, im US-Bundesstaat New York, kam. Dort kümmerte sich unter anderem die ehrenamtliche Hundebetreuerin Cindy Grisanti um ihn. 

    Anfang Oktober ging sie mit Ernie spazieren. Als sie die Straße entlang gingen, sah der Hund den Lieferwagen des Paketzustellers Jason Coronado. Plötzlich fing Ernie an, sich wie wild zu freuen und sprang auf den Wagen zu. 

    Jason machte gerade eine kurze Pause und war sichtlich überrascht, als der Hund voller Freude auf ihn zukam, wie er dem Tiermagazin “The Dodo” erzählt. 

    “Er hat sich so sehr gefreut, mich zu sehen. Er wollte zu mir in den Van springen, also habe ich ihm gesagt, dass er hinauf kommen soll.”

    Liebe auf den ersten Blick

    Es sei so gewesen, als ob sich die beiden lange kannten und lange nicht gesehen hätte, berichtet Grisanti. “Plötzlich fing Ernie an, das Gesicht von Jason abzulecken”, erzählt sie dem Tiermagazin. 

    Ernie wollte den Wagen gar nicht mehr verlassen. Die beiden waren plötzlich unzertrennlich, erzählt die Hundebetreuerin. 

    Vier Wochen später erfuhr Jason über einen Post in sozialen Netzwerken, dass Ernie immer noch zur Adoption freigegeben war und nach wie vor kein Zuhause hatte. Der Hund war ihm seit ihrer ersten Begegnung nicht mehr aus dem Kopf gegangen. 

    Mehr zum Thema: Tierschützer retten Hündin – sie wurde als Köder bei Tierkämpfen eingesetzt 

    Jason adoptiert den Hund kurzerhand

    Jason war traurig, dass der Hund noch immer im Heim lebte. Nachdem er mit seiner Familie darüber gesprochen hatte, beschloss er den Hund zu adoptieren. 

    Coronado berichtet glücklich, wie schnell sich der Hund in die Familie eingelebt habe: 

    “Er ist so glücklich bei uns. Ich bin schon etwas traurig, dass ich ihn nicht gleich nach unserer ersten Begegnung mit nach Hause genommen habe.”

    Die Hundebetreuerin Cindy Grisanti war ebenfalls sehr glücklich über diese Fügung des Schicksals. Dem Magazin sagte sie: 

    “Genau solche schönen Geschichten motivieren mich und meine Kolleginnen und Kollegen dazu, unsere Arbeit zu tun und Straßenhunden ein neues Zuhause zu geben.”

    (ame)


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    Angela Merkel und Donald Trump: Ihre Differenzen bleiben.

    Im Stadtviertel Recoleta in Buenos Aires wurde Angela Merkel am Samstagabend bejubelt, als sie nach dem Abschluss des G20-Gipfels aus einem Steak-Restaurant kam.

    Selbst dürfte der Kanzlerin kaum zum Feiern zumute gewesen sein.

    Nach dem verpatzten Start in die Konferenz – Merkels Regierungsflieger wurde zur Notlandung in Köln gezwungen und die Regierungschefin kam fast einen Tag zu spät – ging es auch politisch holprig weiter.

    Wir haben drei bittere Lehren aus dem Gipfeltreffen auf den Punkt gebracht.

    1. Es wird keine Bewegung in der Ukraine geben

    Im derzeit wieder aufflammenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine konnte in Argentinien keinerlei Fortschritt erzielt werden.

    Der russische Präsident Wladimir Putin warf der ukrainischen Führung vor, nicht an einer friedlichen Lösung des Konfliktes interessiert zu sein.

    Das zeige sich an den Kämpfen im Donbass in der Ostukraine wie bei dem jüngsten Zwischenfall auf dem Schwarzen Meer, der eine Provokation gewesen sei. Das sagte Putin bei seiner Abschluss-Pressekonferenz auf dem G20-Gipfel am Samstag in Buenos Aires.

    “Das ist eine Partei des Krieges, und solange sie an der Macht ist, werden Tragödien dieser Art und der Krieg andauern”, sagte er über die Führung in Kiew.

    ►  Die klare Botschaft: Mit Ukraines Präsident Petro Poroschenko wird Putin sich nicht auf eine Lösung des Konfliktes verständigen. Weiter droht die völlige militärische Eskalation.

    Zum Hintergrund: Die russische Küstenwache hatte am vergangenen Wochenende drei ukrainische Marineboote gewaltsam aufgebracht. Im Donbass führt Russland seit 2014 einen verdeckten Krieg, indem es prorussische Separatisten mit Waffen, Munition und Kämpfern unterstützt.

    2. Bei Handel und Migration ist das System fragil 

    Anders als befürchtet, konnten sich die Teilnehmerstaaten auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen.

    ►  Doch allein die massiven Schwierigkeiten auf dem Weg zur Einigung zeigen, wie sehr das System von Freiheit und Multilateralismus bedroht ist.

    Klare Bekenntnisse stehen so auch nicht unter dem Strich des Kommunikees. Zwar verständigte sich US-Präsident Donald Trump auf einen Waffenstillstand im Handelskrieg mit China, mit Blick auf die Sprunghaftigkeit des Republikaners wirkt dieser aber wie eine wackelige Momentaufnahme.

    Dazu kommt: Es gab zwar ein Bekenntnis zum “multilateralen Handelssystem”, in der Erklärung wurden aber vor allem Defizite festgehalten: “Das System erreicht gegenwärtig seine Ziele nicht und es gibt Raum für Verbesserungen.”

    Beim Thema Migration mussten die Europäer eine Niederlage hinnehmen. Die USA bestanden darauf, auf inhaltliche Aussagen zu verzichten und nur auf einen OECD-Bericht und Arbeiten unter der kommenden japanischen G20-Präsidentschaft zu verweisen.

    ►  Wir verbergen unsere Enttäuschung nicht”, hieß es von EU-Seite. Im Gegenzug setzten die Europäer immerhin mit anderen durch, sich noch einmal klar zur internationalen Kooperation zu verpflichten.

    “Wir erneuern unser Bekenntnis zusammenzuarbeiten, um die regelbasierte internationale Ordnung zu verbessern, die in der Lage ist, effektiv auf eine sich rasch verändernde Welt zu reagieren.”

    3. Die westlichen Werte sind unter Beschuss

    Neben dem eisigen Putin spielte sich in Argentinien noch ein anderer in den Vordergrund: der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.

    Ihm wird vorgeworfen, den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi in Auftrag gegeben zu haben, den US-Geheimdiensten sollen sogar Nachrichten Salmans an das Killer-Kommando von Istanbul vorliegen.

    Dennoch wurde Salman regelrecht herzlich begrüßt – nicht nur vom russischen Präsidenten. Das bizarre Schauspiel sorgte für viel Kritik. 

    Denn es zeigte einmal mehr: Die westlichen Werte, der Anstand in der internationalen Diplomatie, sind nicht nur unter Beschuss – die Staatengemeinschaft scheint auch keine Antwort darauf zu haben, wie der zunehmenden Willkür begegnet werden kann.

    ►  Wenn aus Buenos Aires also eine Botschaft in Erinnerung bleibt, dann die: Skrupellose Machtpolitik ist im Jahre 2018 so tolerabel wie lange nicht.

    Mit Material der dpa.

    (ame)


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