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Huffington Post Germany Athena

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    Die Chemikalien, die genutzt werden, um Kleidung zu produzieren, können schwere Krankheiten verursachen.

    Made in China. Made in Bangladesh. Manchmal auch Made in Taiwan. Gewohnte Sätze, die uns meist begegnen, wenn wir einen Blick auf den Waschzettel unserer Kleidung werfen. Made in Germany finden wir da eher selten.

    ► Denn damit T-Shirts, Hosen und Pullover möglichst billig zu kaufen sind, wird die Produktion unserer Kleidung vor allem in Niedriglohnländer verlagert – meist in Asien und meist unter unfairen Bedingungen.

    Denn für die meisten von uns gilt wohl: Wie genau unser Lieblingspullover produziert wurde, können wir nicht sagen. Wer saß wohl für uns an der Nähmaschine, nähte Knöpfe, Reißverschluß und Pailletten an? Wie sieht sein oder ihr Arbeitsalltag aus? Oder das Zuhause? Wir wissen es nicht.

    Mehr zum Thema: Diese App errechnet, wie viel Sklavenarbeit hinter deinem Lebensstil steckt

    Größeres Bewusstsein und neue Standards

    Klar ist jedoch: Noch viel zu selten entsprechen die Produktions- und Arbeitsbedingungen fairen Standards.Die Verantwortung dafür müssen wir alle tragen. Produzenten müssen ihre Lieferketten und Produktionsorte transparenter gestalten. Konsumenten müssen nachfragen und bewusster einkaufen. Und die Politik im In- und Ausland muss neue Standards schaffen.

    Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesch das Hochhaus Rana Plaza ein, in dem mehrere Textilfirmen untergebracht waren. Bei dem Einsturz starben mehr als 1.100 Menschen, rund 2.500 wurden verletzt.

    Nicht nur die Sicherheitsstandards, sondern auch die Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden, damit die Arbeiter in Textilfabriken ein würdiges und sicheres Leben führen können. 

    Aus diesem Grund taten sich auf Initiative des Bundesentwicklungsministers Gerd Müller rund 150 Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen zusammen und gründeten das “Bündnis für nachhaltige Textilien”.

    2017 stellte die Bundesregierung dann erstmals einen klaren Textil-Maßnahmenplan vor: Bis zum Jahr 2020 sollen 50 Prozent der für Deutschland hergestellten Textilien nachhaltig sein.

    Doch was bedeutet Nachhaltigkeit genau und wo muss nachgebessert werden?

    Faire Löhne

    Um möglichst günstig zu produzieren, wird die Textilindustrie vor allem in Niedriglohnländer in Asien verlagert. In China liegt der Stundenlohn ungefähr bei einem Euro. In Bangladesch verdienen Näherinnen pro Stunde zum Teil nicht mehr als 17 Cent. 

    ► Bei einem einfachen T-Shirt für 4,95 Euro liegen die Kosten für die Arbeit einer asiatischen Näherin bei gerade einmal etwa 2,6 Prozent. Der Großteil (rund 40 Prozent) geht für das Personal in Deutschland, die Ladenmiete und Werbung drauf.

    Und selbst wenn es gesetzlich festgelegte Mindestlöhne gibt, sind diese oft zu niedrig, um davon leben zu können. Eine ungelernte Näherin in Bangladesch zum Beispiel verdient im Monat nicht mehr als 50 Euro.

    ► Das reicht oft nicht aus, um die Miete, das Essen, den Schulbesuch der Kinder oder eine ärztliche Versorgung zu sichern. Deshalb müssen die Mindestlöhne erhöht und von allen Fabriken und Auftraggebern eingehalten werden.

    Mehr zum Thema: Schuhe aus Lkw-Reifen: So will ein Label aus Äthiopien den Weltmarkt erobern

    Kürzere Arbeitszeiten

    Viele Näher*innen arbeiten zu Hochzeiten bis zu 16 Stunden am Tag. Obwohl es gesetzlich verboten ist, ist es in der Branche üblich, an sieben Tagen in der Woche zu arbeiten. Krankheits- oder Urlaubsgeld? Leider oft Fehlanzeige.

    ► Die Verstöße gegen national oder international geltende Arbeitsrechtsbestimmungen werden zu selten verfolgt und bleiben oft ohne Konsequenzen für die Arbeitgeber. Auch da muss in jedem Fall aufgeholt werden!

    Höhere Sicherheitsstandards

    Nach dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza im Jahr 2013 versprachen Politiker und Unternehmen, die Sicherheit der Fabrikgebäude in Ländern wie Bangladesch zu verbessern.

    ► Das Textilbündnis “Accord” wurde gegründet, in dem sich vor allem europäische Firmen zusammengeschlossen haben mit dem Ziel, bis März 2018 neue Standards umgesetzt zu haben. Dochviele Fabriken sind bis heute nicht sicher genug, sodass das Vorhaben bis 2021 verlängert wurde.

    Mehr Umweltschutz

    Sowohl für die Umwelt als auch für die Arbeiterinnen sind viele der in der Textilindustrie verwendeten Chemikalien Gift. Sie können schwere Haut- und Atemwegserkrankungen verursachen.

    ► Besonders gesundheitsgefährdend ist beispielsweise das Sandstrahlen von Jeans, die dadurch den sogenannten “used Look” erhalten. Am Ende werden die Chemikalien oft ins Grundwasser gespült und verseuchen so die Böden, Flüsse und Meere.

    Mehr zum Thema: Neue Wege: Indien baut Straßen in Zukunft aus recyceltem Plastik

    Unser Auftrag? Weniger kaufen und auf Textilsiegel achten!

    Die beste Option ist bekanntlich immer ein geringerer Konsum oder Second-Hand-Kleidung kaufen. Doch auch für Shopping-Liebhaber gibt es gute Alternativen – wir müssen nur unser Bewusstsein verändern.

    ► Denn auch wenn das Angebot an fairer und nachhaltiger Mode noch gering ist, gibt es einige Marken, die auf faire Standards achten.

    Auf der Internetseite Siegelklarheit kann man sich auf einen Blick über die Bedeutung verschiedener Siegel informieren. Im Avocado-Store und bei Greenality findet man ausschließlich Marken, die fair produzieren.

    Dieser Beitrag stammt von Global Citizen und wurde dort zuerst veröffentlicht. Global Citizen ist eine globale Bewegung junger, engagierter Menschen, die die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit bewältigen wollen. Mehr erfahren könnt ihr auf www.globalcitizen.org/deaktiv werden und euch für eine bessere Welt für alle stark machen.

    (ujo)


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    Buck ist aufgrund seiner Krankheit immer noch stark abgemagert. 

    • Labrador Buck droht aufgrund der Krankheit Megaösophagus zu verhungern.
    • Als eine Tierärztin zufällig auf sein Schicksal aufmerksam wurde, hatte sie eine rettende Idee.

    Labrador Buck ist 17 Monate alt. Allerdings waren sich die Tierpfleger, die sich um den Hund kümmern, lange Zeit sicher, dass er nicht viel älter werden würde. Das berichtet die englische De Montfort University Leicester auf ihrer Webseite. 

    Buck leidet unter der seltenen Krankheit Megaösophagus.

    Die Erkrankung der Speiseröhre des Tieres führt dazu, dass aufgenommene Nahrung wieder zurückläuft und so gar nicht oder nur in Teilen in den Magen gelangen kann. Das zeigt sich dann häufig am Gewichtsverlust betroffener Tiere. 

    Mehr zum Thema:  Welpe wird eingesperrt, weil er Polizisten gebissen hat – diese Aktion rettet ihn

    Buck ist stark untergewichtig und drohte zu verhungern

    Der Labrador, der in der englischen Tierorganisation “Team Edward Labrador Rescue” untergekommen war, wog bald nur noch die Hälfte des Normalgewichts in seinem Alter. Es schien, als würde er nicht mehr lange leben.

    Die einzige Möglichkeit, Essen in sich zu behalten, hat der Hund, wenn er dieses in aufrechter Position zu sich nahm. 

    Durch Zufall wurde Emma Drinkall auf den Aufruf der Organisation aufmerksam, die über die kritische Situation des Hundes berichtete. Die Tierärztin der University of Nottingham tat sich darauf mit ihrem Verlobten Nick Rowan zusammen, der an der De Montfort University Leicester Produktdesign und Ingenieurwesen unterrichtet. 

    Buck in seinem eigens angefertigten Hochstuhl.

    “Ich wusste, dass wir etwas tun mussten”

    Der englischen Zeitung “Metro” sagte Drinkall:

    “Wir haben Bucks Geschichte in den sozialen Medien gesehen und ich wusste, dass wir etwas tun mussten, damit er eine Chance hat. Zum Glück haben Nick und ich die kombinierte Expertise und Erfahrung, um diesen Stuhl schnell zu bauen. 

    Zurzeit gibt es keine Operationen für Hunde mit dieser Erkrankung und da Buck bereits alle wichtigen Medikamente erhält, gibt es nur noch eine Sache, die ihm hilft und das ist Schwerkraft.”

    Und sie sollte recht behalten: Seit Buck in seinem eigens angefertigten Stuhl sitzt, lief ihm keine Nahrung mehr in seiner Speiseröhre hoch. Der Hund erhält nun kalorienreiche Nahrung, um weiter zuzunehmen und bald hoffentlich ein gesundes Gewicht zu erreichen. 

    Seine Pfleger hoffen, dass es Buck nun bald besser gehen wird.

    (kiru)


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    • Ein neuer Kettenbrief kursiert derzeit auf Whatsapp.
    • Es handelt sich um ein Rätsel – User, die es nicht lösen können, sollen ein Bild eines Weihnachtsmannes als Profilbild verwenden.
    • Im Video oben seht ihr, um welches Bild es sich dabei genau handelt.

    Immer wieder tauchen zwielichtige Kettenbriefe auf Whatsapp auf. Erst im Sommer sorgte der Whatsapp-Kontakt “Momo” weltweit für Angst.

    Passend zur Vorweihnachtszeit treibt ein “dabbender” Weihnachtsmann sein Unwesen. Der Dab ist ein Tanz, bei dem der Kopf in einer angewinkelten Armbeuge positioniert wird. Der andere Arm ist dabei ausgestreckt.

    Wie Mimikama, eine Organisation, die sich mit den Gefahren im Internet auseinandersetzt, schreibt, erhalten unzählige Deutsche momentan folgendes  Weihnachtsrätsel:

    “Du kommst in ein Zimmer. Auf dem Bett liegen zwei Hunde und drei Katzen. Der Weihnachtsmann, ein Esel und fünf Rentiere stehen da auch rum…drei Tauben und eine kleine Ente fliegen durch die Gegend…so! Wie viele Füße stehen im Zimmer? Wenn du falsch antwortest, musst du drei Tage das Bild vom Weihnachtsmann bei Whatsapp als Profilbild haben.”

    Diejenigen, die das Rätsel falsch lösen, sollen als “Strafe” ein Bild eines Weihnachtsmannes als Profilbild verwenden. Wie im Video oben zu sehen ist, wird die Aufnahme zusammen mit dem Kettenbrief verschickt.

    Mehr zum Thema:  “Warum ich es absurd finde, wenn Eltern bei WhatsApp Bilder ihrer Kinder für ihr Profil verwenden”

    Whatsapp-Nutzer erhalten zwielichtiges Weihnachtsrätsel

    Die Organisation warnt davor, den Weihnachtsmann als Profilbild zu nutzen. Der Grund: Das Bild ist urheberrechtlich geschützt.

    Das Rätsel könnte also eine Betrugsmasche sein, damit diejenigen, die das urheberrechtlich geschützte Bild verwenden, verklagt werden können. Auf der Webseite von Mimikama heißt es:

    “Der ‘dabbing santa claus’ ist nicht der erste Fall, der in Sachen Urheberrechtsverletzung auffällt. Bei fremden Werken muss man von einem Urheberrecht ausgehen.”

    Mehr zum Thema: Polizei warnt vor Abzockmeldung bei WhatsApp – wie ihr richtig reagiert

    Wie die Organisation weiter schreibt, hätten viele User ebenfalls eine Nachricht erhalten, die davor warnt, das urheberrechtlich geschützte Bild zu verwenden. Es sei eine Masche, um an Geld zu kommen. Sicher sei sich die Organisation aber dennoch nicht.

    Mehr zum Thema: Nach Gerichtsurteil – WhatsApp-Nutzern können Abmahnkosten drohen

    Bild des Weihnachtsmannes ist urheberrechtlich geschützt

    Nutzer sollten also eher davon absehen, das Bild des “dabbenden” Weihnachtsmannes als ihr Profilbild zu verwenden. Sollte jemand unbedingt bei dem Rätsel mitmachen wollen, hat Mimikama einen Tipp:

    “Jedes fremde Bild, das nicht aus eigener Feder stammt, unterliegt dem Urheberrecht. Wer so ein Spielchen veranstalten möchte, sollte seinen eigenen Weihnachtsmann malen, um potentielle Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden.”

    Übrigens: Die richtige Antwort auf das Rätsel lautet Acht. 

    “Richtig sind acht Füße. Zwei von dir, zwei vom Weihnachtsmann und vier vom Bett. Rentiere und Esel haben Hufe.” Viele stimmen dieser Antwort allerdings nicht zu, denn nicht jedes Bett hat vier Füße.

    (nmi)


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    Steht für ihren Brexit-Plan unter Beschuss: Premierministerin Theresa May

    Es ist ein Warnschuss, wie er kaum lauter sein könnte:

    Fünf ehemalige britische Kabinettsmitglieder und der bekannte konservative Brexit-Befürworter Jacob Rees-Mogg haben Premierministerin Theresa May in einem Brief gewarnt, dass sie auf dem besten Weg zu einem “no deal” Brexit sei – es sei denn, sie ändere ihren Kurs.

    In einem offenen Brief, den die britische Ausgabe der HuffPost veröffentlicht hat, fordern Iain Duncan Smith, David Davis, Priti Patel, Owen Patterson, John Whittingdale und Rees-Mogg, dass die Premierministerin ihre aktuellen Pläne ändert – falls nicht, würde ihr Plan bei der Abstimmung im Unterhaus am 11. Dezember scheitern.

    Der Hintergrund: Großbritannien und die EU haben sich auf einen Deal zum Brexit geeinigt. Allerdings muss das britische Parlament dem Plan noch zustimmen – ein Ja gilt derzeit als unwahrscheinlich, da der Brexit-Plan in Großbritannien heftig umstritten ist. 

    Mehr zum Thema: Wie Theresa May den Brexit-Deal doch noch durch das Parlament bekommen könnte

    Brexit: Großbritannien soll Zahlungen an die EU verweigern

    An diesem Mittwoch veröffentlicht die britische Regierung die erste wirtschaftliche Bewertung der Kosten verschiedener Ausstiegsszenarien.

    Es ist also kein Zufall, dass die sechs Politiker Mai in ihrem Brief dazu auffordern, die Zahlung der 39 Milliarden Pfund umfassenden Brexit-Scheidungsrechnung des Vereinigten Königreichs zu verweigern, bis die EU rechtliche Garantien dafür gibt, wie künftig der Handel zwischen der EU und Großbritannien aussehen wird.

    Der Brief ist damit auch eine Aufforderung, die EU zu erpressen.

    Was die fünf May-Kritiker genau schreiben: 

    ► Wenn die am vergangenen Wochenende vereinbarte “politische Erklärung” zwischen Großbritannien und der EU nicht in ein rechtsverbindliches Dokument umgewandelt werde, würde ein ungeordneter Brexit folgen.

    ► Dass das aktuelle Dokument rechtsverbindlich wird, das bezweifeln die Autoren des Briefes. “Unsere ernsten Zweifel an der aktuellen politischen Erklärung werden im Unterhaus von Mitgliedern aller Parteien geteilt”, heißt es in dem Schreiben.

    ► Genau diese Zweifel ignoriere May aber. “Indem Sie (May, Anm. d. Red.) ihren Deal mit der EU weiter verfolgen – obwohl es klar ist, dass es nicht genügend Stimmen geben wird, um ihn durch das Unterhaus zu bringen –, machen Sie ein ‘No-Deal’-Szenario wahrscheinlicher.”

    ► Aber dieses sei immer noch besser, als der aktuelle – schlechte – Deal. 

    “Wir glauben immer noch, dass ‘kein Deal besser ist als ein schlechter Deal’. Es ist besser als ein Abkommen, das unser Land 39 Milliarden Pfund kosten und die EU zum Herren über unser Schicksal machen würde.”

    Ein “no deal”-Szenario kommt allerdings für May nicht in Frage und wäre eine herbe Niederlage für sie. Auch Ökonomen warnen vor einem solchen Szenario, weil der Handel zwischen Großbritannien und der EU schweren Schaden nehmen könnte. 

    Mehr zum Thema: Wie Labour Premierministerin May zwingen will, länger in der EU zu bleiben

    May könnte die Brexit-Abstimmung verlieren

    Tatsächlich deutet viel derzeit darauf hin, dass May die Abstimmung über ihren Deal am 11. Dezember im Unterhaus verlieren könnte. 70 Abgeordnete ihrer Partei könnten gegen den Deal stimmen. Wie May auf eine Niederlage im Unterhaus reagieren würde, ist unklar.

    Sicher ist: May könnte im Frühjahr eine zweite Abstimmung im Unterhaus wagen – sie müsste dann aber ihren Kritikern entgegenkommen; und dadurch möglicherweise die EU verprellen.

    Die Absender des Briefes machen May noch einen weiteren Vorwurf: Dass ihr Deal jeden britischen Haushalt rund 1400 Pfund kosten wird. Der Grund: Großbritannien müsse sich für eine zeitlang weiter am EU-Budget beteiligen. In der Summe seien das Kosten von 39 Milliarden Pfund pro Jahr. 

    Mehr zum Thema: Wie geht es nach dem Brexit-Beben weiter? Das müsst ihr jetzt wissen

    Da helfe es auch nicht, wenn Mays Deal für die britische Wirtschaft kleine Vorteile bringe. 

    Die May-Gegner fordern stattdessen: Erst wenn die EU Zugeständnisse beim Handel macht, soll das britische Geld in den EU-Haushalt fließen.

    Damit ist wohl auch eine der wichtigsten Forderungen klar, die die Brexit-Befürworter in den kommenden Wochen aufstellen werden. Die EU wird sich darauf aber kaum einlassen.

    Eineinhalb Jahre Brexit-Verhandlungen wären damit größtenteils für die Katz.

    (vw)


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    Die AfD im Visier von Verfassungsschützern. 

    Der sogenannte Blutorden war eine offizielle NS-Ehrenauszeichnung und gilt heute in Deutschland als Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Eben dieses Ehrenzeichen der NSDAP soll laut einem Bericht des “Nordkuriers” der Name eines rechtsextremen und “mutmaßlich bewaffneten” Netzwerkes sein. 

    ► Noch pikanter: Einer ihrer Mitbegründer soll im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sitzen. Es handelt sich laut dem “Nordkurier” um den AfD-Fraktionsvorsitzende des Bundeslandes Nikolaus Kramer.

    ► Das Netzwerk stehe unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden. Ein Sprecher des Innenministeriums teilte mit, ein Ermittlungsverfahren wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat werde geprüft. 

    ► Wie der “Nordkurier” berichtet, habe sich die Gruppierung auf einen Tag der “Machtübernahme” vorbereitet. Sie habe geplant, angebliche Feinde mit Waffen zu töten.

    AfD-Fraktionschef Kramer weist Vorwürfe zurück: 

    Nikolaus Kramer, der AfD-Fraktionschef und Oppositionsführer des Landtages wies eine Verbindung zu der Gruppe zurück. Dem “Nordkurier” sagte der AfD-Politiker, dass er noch nie von einer Gruppierung mit diesem Namen gehört habe. Die Anschuldigungen seien “völlig schwachsinnig” und “absolut unhaltbar.”

    Außerdem sagte er, dass er “an Eides statt versichern” , dass er “weder Mitglied einer solchen Gruppierung” sei “noch zu irgendeinem Zeitpunkt eine solche Gruppierung gegründet habe.”

    Vorwürfe gegen AfD-Mann Kramer häufen sich: 

    Es ist nicht das erste Mal, dass dem ehemaligen Polizisten Kramer die Nähe zu rechtsextremen Gruppen nachgesagt wird. Laut dem NDR war Kramer Mitglied einer Schülerburschenschaft in Greifswald. In deren bundesweiten Dachverband “Allgemeinen Pennälerring” war er als Sprecher tätig.

    Dabei soll er auch Kontakte zu der “Pennalen Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg” gepflegt haben – eine Gruppierung die seit Jahren wegen rechtsextremistischer Prägung im Visier des Hamburger Verfassungsschutzes stehen soll.

    Kramer fiel zudem auch im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern laut Medienberichten mit rassistischen Zwischenrufen auf.

    (ll)


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    • In einer Beziehung sollte Ehrlichkeit eigentlich groß geschrieben werden.
    • Eine Paartherapeutin verrät nun, wieso Paare auch Geheimnisse voreinander haben sollten.
    • Im Video oben seht ihr, wann ihr euerem Partner nicht alles erzählen solltet.

    Offene Kommunikation und Ehrlichkeit sind definitiv Grundpfeiler für eine funktionierende Beziehung. Warum Paare manche Dinge allerdings voreinander verschweigen sollten, erklärt Paartherapeutin Sigrid Sonnenholzer gegenüber “Focus Online”. Wenn es um diese drei Themen geht, rät sie zu Verschwiegenheit. 

    Zweifel am Beziehungsanfang

    Wenn eine Beziehung noch frisch ist, ist es ganz natürlich, sich über die Partnerwahl Gedanken zu machen. Die Partner lernen sich erst mit der Zeit richtig kennen, Zweifel in dieser Zeit seien daher ganz normal. 

    Diese Bedenken irgendwann anzusprechen, obwohl sie schon Jahre zurückliegen, mache laut Sonnenholzer aber keinen Sinn.

    Denn sollte die Beziehung gerade nicht besonders gut laufen, würden diese vergangenen Sorgen nur mehr Zweifel bringen. Und wenn sie gut läuft, kreiere man damit womöglich nur Probleme, wo vorher keine waren.

    Der längst vergangene Seitensprung

    Beziehungen entwickeln sich oft langsam und manchmal sind sich Paare deshalb nicht wirklich einig, wann die Partnerschaft denn nun wirklich begonnen hat. In dieser heiklen Phase kann es schon mal vorkommen, dass sich einer auch noch mit anderen Menschen trifft und intim wird.

    Sollte man Jahre später dann das Bedürfnis verspüren, darüber mit seinem Partner zu reden, sollte diese Entscheidung gut überlegt sein. Denn man selbst hatte viele Jahre Zeit, über die damaligen Ereignisse nachzudenken.

    Für den Partner sei es allerdings neu und es könnte sich anfühlen, als wäre es erst vergangene Woche passiert. Sonnenholzer sagt:

    “Glauben Sie nicht, Ihr schlechtes Gewissen erleichtern zu können, indem Sie sich beim Partner entlasten.” 

    Familiengeheimnisse

    Auch Familiengeheimnisse haben laut Sonnenholzer in einer Beziehung nichts verloren. Warum dies wichtig ist und eurer Beziehung helfen kann, erfahrt ihr im Video oben.

    (chr)


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    Daniela Büchner mit ihrem verstorbenen Ehemann Jens.

    • Jens Büchner ist am 17. November in einem Krankenhaus auf Mallorca gestorben.
    • Nun wandte sich Ehefrau Daniela erstmals in einem Posting an die Öffentlichkeit.

    Er hat den Kampf verloren: Jens Büchner ist am 17. November an Lungenkrebs gestorben.

    “Mit großem Bestürzen teilen wir mit, dass Jens Büchner nach kurzem, aber schwerem Kampf am Samstagabend friedlich eingeschlafen ist”, teilte Büchners Management mit.

    Nach seinem Tod fragten sich viele Fans wie auch Medien, was mit Witwe Daniela Büchner passiert. Die gab sich seit dem Tod ihres Mannes sehr bedeckt.

    Daniela Büchner schreibt Nachricht an Öffentlichkeit

    Nun wandte sich Daniela erstmals öffentlich auf Instagram an die Öffentlichkeit. Unter einem gemeinsamen Bild von ihr und ihrem verstorbenen Ehemann schreibt sie:

    “Liebe Fans und Freunde von Jens, liebe Zuschauer von Goodbye Deutschland, liebe Vertreter der Medien! Mir fehlen die rechten Worte, Ihnen zu danken. Ich bin überwältigt von der Anteilnahme, die sie uns in den vergangenen 10 Tagen haben zukommen lassen. Jens würde sich vermutlich verwundert die Augen reiben und fragen “Meinen die wirklich mich?“ Ja, mein Schatz, die meinen wirklich dich!”

    Außerdem bat sie, ihr und ihrer Familie erstmal Zeit und Ruhe zu schenken, um den Tod des Mannes zu verarbeiten.

    “Wir beginnen jetzt mit Abschluss der Trauerfeierlichkeiten ein neues Kapitel. Wir versuchen zur Ruhe zu kommen, das Geschehene zu verarbeiten und genügend Kraft für den Neuanfang zu finden. Bitte geben Sie uns die nötige Zeit und lassen Sie uns ungestört diesen Weg gehen und sehen Sie von Presseanfragen und heimlichen Fotoaufnahmen ab. Wir melden uns zu gegebener Zeit, wir sind ja nicht aus der Welt.”

    (nmi)


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    ► Zwei Ökonomen kritisieren in der “Welt” den Vorschlag von Grünen-Chef Robert Habeck, die Grenze des sogenannten Schonvermögens von Hartz-IV-Empfängern auf 100.000 Euro zu steigern.

    ► Derzeit gilt für Hartz-IV-Empfänger ein Freibetrag für Vermögen – dazu zählen Bargeld, Immobilien, Lebens­ver­si­che­rungen, Bauspar­gut­haben, Aktien­an­teile oder Wertge­genstände – zwischen 9750 bis 10.050 Euro. 

    ► Holger Schäfer, Ökonom am Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, hält den Grünen-Vorschlag für unnötig, weil kein Arbeitsloser so viel Vermögen ansammle. Er warnt aber in der “Welt”:

    “Die Grenze für das Schonvermögen darf nicht zu hoch liegen. Die Akzeptanz des Grundsicherungssystem hängt schließlich davon ab, dass diejenigen, die dafür zahlen, es als gerecht empfinden.”

    Was ihr zum Hintergrund zum Grünen-Hartz-IV-Vorschlag wissen müsst: 

    Die Anhebung der Grenze des Schonvermögens ist Teil der Grünen-Reform für Hartz IV.

    Die Partei will Sanktionen abschaffen und eine neue Garantiesicherung einführen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld und Bafög in einem System vereint. 

    Was ein anderer Ökonom zu dem Hartz-IV-Vorschlag sagt: 

    Auch Hilmar Schneider, der Leiter des IZA Institute for Labor Economics, sieht den Vorschlag zum Schonvermögen kritisch: 

    “Die Grenze für das Schonvermögen hochzusetzen, würde das bestehende Ungerechtigkeitsempfinden noch verstärken“, sagte Schneider der “Welt”.

    Und weiter: “Jemand, der mit einem sehr geringen Gehalt seine Existenz selbst finanziert, für den wird schwer nachvollziehbar sein, warum jemand mit 100.000 Euro auf der hohen Kante gar nichts tun muss und trotzdem das gleiche Einkommen hat.” 

    (vw)


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    • Sechs Kinderärzte haben Lego-Steine geschluckt.
    • Mit dem Experiment wollen sie Eltern die Angst davor nehmen, was passiert, wenn ihre Kinder kleine Gegenstände verschlucken.
    • Im Video oben seht ihr die Ärzte bei ihrem Experiment.

    Kleine Kinder fassen gerne alles an und nehmen es in den Mund – ganz egal, ob es Essen, Spielzeug oder Dreck ist. Schnell gelangen schmutzige Dinge in den Kindermund oder werden manchmal sogar geschluckt. Ein Stressfaktor, der viele Eltern in Sorge versetzt. 

    Doch diese Angst ist nicht immer notwendig, wie sechs Kinderärzte aus Australien und Großbritannien jetzt mit einem Selbstexperiment zeigen möchten.

    Für ihre Studie, die in der Fachzeitschrift “Journal of Peadiatrics and Child Health” erschien, schluckte jeder Arzt den Kopf einer Lego-Figur – ein etwa ein Zentimeter großes Plastik-Kügelchen. 

    Nach spätestens drei Stuhlgängen war der Lego-Kopf wieder aus dem Körper draußen

    Sie untersuchten dann, wie lange das Plastik-Köpfchen brauchte, um den Verdauungstrakt zu passieren und welche Auswirkungen es auf den Stuhl hatte.

    Mehr zum Thema: 60.000 Menschen wollen, dass diese Lego-Figuren nicht mehr verkauft werden

    Nach etwa eineinhalb Tagen oder einem bis drei Stuhlgängen waren alle Teilnehmer das Lego-Köpfchen wieder losgeworden – ganz ohne Komplikationen.

    Keiner der Ärzte hatte Schmerzen oder Veränderungen im Stuhl. Doch eine der Autorinnen der Studie, Grace Leo, warnte in der britischen Tageszeitung “The Guardian” davor, das Experiment zuhause nachzuahmen.

    Sie sagte, dass die Ärzte den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern wollten und Eltern die Angst vor Kleinteilen nehmen.

    “Das sollte Eltern einiges Leid ersparen”

    Wenn Kinder aber spitze Gegenstände schluckten oder Gegenstände, die länger als fünf Zentimeter und breiter als zweieinhalb Zentimeter sind sowie Magneten, Münzen, Batterien oder Schmerzen hätten, dann sollten Eltern zum Arzt gehen, so die Empfehlung der Kinderärzte.

    Doch kleine, glatte Plastikgegenstände passierten den Körper leicht. Zwar könne es sein, dass ein kindlicher Verdauungstrakt anders auf die Plastikteilchen reagiere, doch es gäbe keine Anzeichen dafür.

    “Wenn überhaupt passieren Gegenstände einen Kinderbauch wohl schneller”, heißt es in der Studie. “Wenn es nur ein kleiner Lego-Kopf ist, müsst ihr danach nicht in ihrem Stuhl suchen”, rät Leo den Eltern von betroffenen Kindern.

    “Das sollte Eltern einiges Leid ersparen. Es sei denn der Lego-Kopf ist heiß geliebt.”

    (ujo)


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    • Ein Erzbischof berichtet zum ersten Mal von seiner Begegnung mit Michael Schumacher im Jahr 2016.
    • Er erzählt von einer innigen Beziehung der Familie Schumacher. 
    • Im Video oben seht ihr: “Grand Prix der Erinnerungen” – hier werden Michael Schumachers persönliche Erinnerungsstücke ausgestellt.

    Im Jahr 2013 verunglückte Formel-1-Legende Michael Schumacher schwer beim Ski-Fahren in den französischen Alpen. Seitdem dringen nur sehr wenige Informationen über Schumachers derzeitigen Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit. Am 03. Januar wird der ehemalige Sportler 50 Jahre alt. 

    In einem Interview mit dem Magazin “Bunte” spricht der Erzbischof und enger Vertrauter der Papstes, Georg Gänswein, zum ersten Mal über seine Begegnung mit Michael Schumacher. Der 62-Jährige traf Schumacher und seine Familie bereits im Jahr 2016. Der Geistliche sagt in dem Interview:

    “Ich saß ihm gegenüber, fasste ihn an beiden Händen und schaute ihn an. Sein Gesicht ist so, wie wir es alle kennen, das typische Michael-Schumacher-Gesicht. Nur ein wenig fülliger ist es geworden.”

    Gänswein erzählt, dass seine Familie eine große Stütze für Michael Schumacher sei. Vor allem Ehefrau Corinna sei dabei eine tragende Kraft. Weiter sagt der 62-Jährige dem Magazin: 

    “Er spürt, dass liebende Menschen um ihn herum sind, sich um ihn sorgen und gottlob die allzu neugierige Öffentlichkeit fern halten.”

    Schumacher hatte 2013 einen schweren Unfall

    Seit dem Unfall von Schumacher gibt weder die Familie noch die Managerin des Ex-Sportlers, Sabine Kehm, Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand des Formel-1-Fahrers heraus.

    Vergangene Woche berichtete Nicklas Nielsen, ein Freund von Sohn Mick, wie der Sohn mit dem Schicksal des Vaters umgeht.

    Er sagte in einem Interview mit der dänischen Zeitung “B.T.”:

    “Mick ließ sich nicht anmerken, dass er wegen seines Vaters traurig ist. Er sagte nur, dass es manchmal schwierig ist.”

    Solche Informationen gehören der Seltenheit an. Das sorgt natürlich auch immer wieder für Spekulationen über den Gesundheitszustand von Schumacher.

    Gänswein stehe noch heute mit Corinna Schumacher in Kontakt. Im Sommer 2017 hatte er Corinna, ihren Kindern und ihrer Mutter eine Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan vermittelt.

    Und noch heute soll Gänswein an Michael Schumacher denken. Er schließe den 49-Jährigen und seine Familie in seine Gebete ein. “Weihnachten ist das Fest der Geburt Christi, der menschgewordenen göttlichen Liebe. Diese zu verspüren tut gut und not”, sagt der Geistliche weiter.

    (nmi)


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    • Stier “Knickers” ist ein echtes Schwergewicht unter den Stieren.
    • Seine enorme Größe hat ihn sogar vor dem Schlachthof bewahrt.
    • Im Video oben seht ihr Aufnahmen des Giganten. 

    Eine normale Kuh ist etwa 150 Zentimeter groß und zwischen 500 bis 800 Kilogramm schwer. Männliche Tiere sind zwar etwas größer und schwerer, aber der australische Stier “Knickers” ist trotzdem eine Klasse für sich.

    “Knickers” ist nämlich 194 Zentimeter groß und bringt stolze 1,4 Tonnen auf die Waage. Der Stier ist ein Holstein-Rind und lebt bei einem Bauern in Australien. Zum Vergleich: Ein Auto wiegt ebenfalls 1,4 Tonnen.

    Natürlich fällt es ihm aufgrund seiner enormen Größe schwer, in seiner Herde nicht herauszustechen. Eben diese Statur hat ihm das Leben gerettet: Wie sein Besitzer, der Farmer Geoff Pearson, dem australischen TV-Sender 7News erzählte, hätte sein Gewicht ihn vor dem Schlachthof bewahrt.

    Rekordhalter unter den Tieren ist “Knickers” noch nicht

    “Er ist einfach zu schwer. Er wäre nicht durch die ganzen Verarbeitungsmaschinen gekommen.” 

    Also wird “Knickers” jetzt ein glückliches Leben auf der Farm haben und weiter fleißig seine Herde anführen. Sein Besitzer habe ihn laut eigenen Worten für nur 400 australische Dollar gekauft. 

    Rekordhalter unter den Tieren ist “Knickers” allerdings noch nicht. Laut dem Guiness Buch der Rekorde ist das größte männliche Rind der Welt der 202 Zentimeter große Chianina Ochse Bellino aus Italien. 

    (nmi)


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    Eric Wrede

    Zuerst müssen die Särge ausgeladen werden. Gerade erst ist die Lieferung eingetroffen und Eric Wrede hat alle Hände voll zu tun, die schwarz umwickelten, mannshohen Holzkisten über den Backstein zu karren.

    ► Für den Bestatter sind sie etwas ganz Besonderes. Seit Jahren sucht er nach nachhaltig produzierten Särgen. Das hier könnten die ersten sein, die ganz ohne nach Deutschland importiertes Holz und chlorgebleichte Stoffauskleidung auskommen. Selbst bei Urnen sei es schwer, Modelle ohne Blechdeckel zu finden. Das macht ihn schon wütend.

    Eric Wrede ähnelt dem klassischen Bild eines Bestatters wie ein Punk einem Opernsänger. Mit Ringelpulli und Hund empfängt er mich in seinem Bestattungsinstitut lebensnah in Berlin Prenzlauer Berg, das er im Jahr 2015 eröffnet hat.

    ► Erst als er 30 Jahre alt wurde, entschloss er sich, seine Karriere als Musikproduzent an den Nagel zu hängen und “alternativer Bestatter” zu werden.

    Mit seinem “The End Podcast”, in dem er Prominente wie Ronja von Rönne, Judith Holofernes und Clemens Schick zum Sterben und Tod interviewte, wurde er bekannt.

    Das Wichtigste für ihn sind aber die Menschen, die zu ihm kommen, und das, was sie sich wünschen. Dann kann es auch schon mal vorkommen, dass er über eine Friedhofsmauer kraxelt, um eine Urne wieder auszubuddeln. Nur damit die Angehörigen diese nach der Bestattung zu Hause aufstellen können.

    ► Über diese und viele weiteren Erfahrungen mit seiner Arbeit hat er in seinem Buch “The End” geschrieben. Darüber, wie Bestattungen in Deutschland besser laufen könnten und die Verantwortung jedes einzelnen, sich auf den eigenen Tod vorzubereiten, habe ich mit Eric Wrede gesprochen.

    “Hast du jemals einen Verstorbenen gesehen?”

    Bestattungsszenen mit Legofiguren und Lounge-Atmosphäre: Wer vor Eric Wredes Schaufenster steht, bekommt nicht den typischen

    Perspective Daily: Mit Ende 20 raus aus dem Musik-Business und als Praktikant ab in ein Bestattungsinstitut. Das klingt mutig, aber auch ein bisschen verrückt. Wie ging es dir am Abend vor deinem ersten Arbeitstag?

    Eric Wrede: Ich hatte mein letztes Geld zusammengeklaubt, um mir einen halbwegs gut sitzenden H&M-Anzug zu kaufen. Ich wollte irgendwie dem klassischen Bild entsprechen.

    Das heißt: Anzug und Krawatte. Ich erinnere mich, dass ich am Abend davor vor allen Dingen geübt habe, wie man Krawattenknoten bindet. Und ich war aufgeregt, weil ich keine Ahnung hatte, was mich erwartet. 

    Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt nur einmal Verstorbene gesehen – zusammen mit meinem Opa, der KFZ-Mechaniker war. Der wollte mich davon abhalten, beim Autofahren zu saufen. Deshalb nahm er mich nachts zu einem Unfall mit, bei dem 6 Menschen verstorben waren.

    Damals hatte ich große Angst. Unsere Generation hat so viele schreckliche Bilder über den Tod im Kopf. Hast du jemals einen Verstorbenen gesehen?

    Perspective Daily: Als Journalistin sehe ich schon so einige Videos und Bilder…

    Eric Wrede: Klar. Aber die Chance, dass ein 20 - 40-Jähriger in Deutschland einen Verstorbenen bewusst gesehen hat, ist relativ gering. Und je weniger ich weiß, umso größer wird die Angst. Ich kann das total verstehen.

    Mehr zum Thema: Dieser Arzt behandelt todkranke Kinder. Er hat eine bessere Idee, als sie heilen zu wollen

    Perspective Daily: Du bist inzwischen schon längst kein bibbernder Praktikant mehr, sondern selbst Bestatter. Wie gehst du heute mit den Ängsten anderer um?

    Eric Wrede: Glaub mir, jede Fantasie ist schlimmer als die Realität. Das gebe ich auch Angehörigen mit, die Bammel davor haben, Verstorbene noch einmal zu sehen. Der Lieblingssatz in der Bestattungsbranche ist: “Behalte sie doch so in Erinnerung, wie du sie kanntest.”

    Aber was löst das denn aus, wenn Bestatter, Notfallseelsorger oder Ärzte dir sagen: “Geh mal lieber nicht hin”? Wie übel muss das denn sein, was da auf dich zukommt? Menschen, die mit Bestattungen zu tun haben, müssen doch die Kompetenz mitbringen, zu erkennen, welche Ängste so ein paar kleine Worte auslösen können.

    Auch eine Art, den Tod sichtbar zu machen: ein Graffiti neben dem Eingang von Eric Wredes Bestattungsinstitut.

    Perspective Daily: Du bezeichnest dich ja nicht ohne Grund als alternativer Bestatter und machst viele Dinge anders als deine Kollegen. Was passt dir an der Branche nicht?

    Eric Wrede: Ich kann der Branche gar nicht so viel vorwerfen, weil die seit Jahren genau das macht, womit sicher 90 Prozent der Menschen irgendwie zufrieden sind.

    Doch wenn ich mein Leben lang nur Trabi gefahren bin, weiß ich nicht, was es sonst noch für Möglichkeiten gibt – ohne das jetzt mit einem Auto vergleichen zu wollen. Die Frage ist: Was brauche ich eigentlich? Was ist mein Bedürfnis in einer Trauersituation?

    Perspective Daily: Was sind denn das für Bedürfnisse?

    Eric Wrede: Ich erlebe bei der Arbeit häufig, wie groß das Bedürfnis ist, zu sprechen. Aber finde erst einmal eine Sprache, um über Tod und Verlust zu reden. Es ist ein bisschen so wie mit der Sexualität. Als Jungen und Mädchen benutzen wir irgendwelche vulgären Worte oder malen es uns sehr blumig aus.

    Perspective Daily: Die Bienchen auf den Blümchen

    Eric Wrede: Ja, genau. Aber mit Mitte 20 bist du hoffentlich in der Lage, normal über Sexualität zu sprechen, ohne sofort einen knallroten Kopf zu bekommen. Das ist eine Kompetenz, die du erlernt hast. Und ich glaube, dass die Funktionsweise beim Tod ähnlich ist.

    Je weniger du damit zu tun hast, umso härter wird deine Sprache oder du kommst auf die Witzschiene. Das sind Vermeidungsstrategien. Ich rege mich vor allem über verklärende Sprache auf – die komisch pietätvolle Sprache von vielen Bestattern oder die extrem salbungsvolle Sprache von Religiösen und Spirituellen. Beides kann dafür sorgen, dass eine noch größere Distanz entsteht.

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    – Hintergründe, Zusammenhänge, Lösungsorientiert –

     

    Perspective Daily: Vielleicht hilft es manchen Menschen auch, eher über das “Einschlafen” zu sprechen als über das Sterben.

    Eric Wrede: Darf ich dich kurz fragen: Was bedeutet denn Hilfe in dem Kontext?

    Perspective Daily: Vielleicht ist es eine Vorstellung, die hilft…

    Eric Wrede: Im Zweifel schiebst du die Realität nur auf. Und nach der hundertsten Nacht, die du allein aufwachst, platzt die Illusion. Versteh mich nicht falsch – klare Sprache heißt nicht harte Sprache. Ich will Leute nicht vor den Kopf stoßen.

    Ein Beispiel: Wenn du mit einer komplexen Erkrankung beim Arzt bist, bist du doch froh, wenn der eine Sprache findet, die wenig Raum für Missverständnisse lässt. Ich halte es möglichst faktisch. Denn ich kann nichts an der Situation verbessern. Aber ich kann verhindern, dass ich es mit meiner Sprache noch schlimmer und schmerzhafter mache.

    Mehr zum Thema: 13 Gründe, warum wir über Suizid reden müssen

    Sterben in Deutschland

    Perspective Daily: Es gibt noch mehr, was du verändern willst. Gleich zu Beginn deines Buchs lernen wir Familie Schulz kennen. Deren Oma ist verstorben. Ihr Weg zur Bestattung verläuft wie die meisten in Deutschland. Was könnte besser laufen?

    Eric Wrede: Leider entsteht in Deutschland an den meisten Stellen erst einmal Zeitdruck. Oma Schulz verstirbt im Heim und das Zimmer muss neu belegt werden. Nach dem Schock beginnt jetzt für Familie Schulz der schwierigste Teil, nämlich den Körper freizugeben. Im schlimmsten Fall kommen nun zwei Herren, die die Familie noch nie gesehen hat, und werden Oma relativ zügig mitnehmen. Wie kann ich das abfedern? 

    In einer perfekten Welt habe ich vorab wenigstens schon einmal mit Familie Schulz telefoniert und kenne den Namen der Oma. Vielleicht fahren wir dann ein bisschen langsamer, bis wir sie abholen kommen, auch wenn das Heim tobt. So kann die Familie in einem gewohnten Raum Abschied nehmen.

    Vielleicht wollen sie Oma selbst anziehen oder ihr noch einmal die Haare kämmen – banale Geschichten, aber der Erfahrungsschatz über die Jahre zeigt, wie stärkend so vermeintliche Kleinigkeiten sind.

    Ich warte so lange, bis Familie Schulz sagt: “Könntest du bitte jetzt kommen, denn wir sind für uns fertig mit der Situation.” Und nicht andersherum. Alles, was du selbst loslässt, fühlt sich angenehmer an, als wenn es dir entrissen wird.

    Perspective Daily: Wie lange darf ich Oma Schulz denn noch sehen, bevor sie bestattet werden muss?

    Eric Wrede: In den meisten Bundesländern hast du erst einmal 36 Stunden ab dem Zeitpunkt, an dem ein Arzt den Tod festgestellt hat.

    Perspective Daily: Ich muss gestehen, dass ich über Bestattung und Sterben in Deutschland so gut wie nichts weiß. Muss ich mir mit meinen 29 Jahren überhaupt schon Gedanken über meinen eigenen Tod machen?

    Eric Wrede: Beantworte dir eine einfache Frage: Gibt es jemanden, der von dir abhängig ist? Gibt es irgendjemanden, für den es zu einer Belastung wird, wenn dir etwas passiert? Mama, Ehepartner oder Miezekatze?

    Gerade weil du von der schreibenden Zunft bist: Was passiert mit den Sachen, die auf deinem Rechner sind, und was ist mit deinen Recherchen? Wie geht man damit um? Jeder sollte einmal für sich selbst gucken, wo Abhängigkeiten und Schaden entstehen, wenn einem selbst überraschenderweise etwas Schlimmes passiert. Das ist eine Form von Verantwortung, die man schon wahrnehmen sollte.

    Perspective Daily: Wie wichtig das ist, zeigst du auch in deinem Buch, das mit sehr konkreten Vorstellungen zu deiner Bestattung und deinem Erbe aufmacht.

    Eric Wrede: (lacht) Das mit dem Testament in meinem Buch habe ich ganz klassisch falsch gemacht. Ich habe da meine Beerdigungswünsche hineingeschrieben, die gehören da aber gar nicht hin.

    Was alles zu beachten ist, dazu haben wir ein Dokument, eine Art Vorsorge zum Einstecken entwickelt. Zusammen mit einem Anwalt haben wir geguckt, was das Minimum ist, das du festhalten kannst. 

    Wie sieht ein Sarg von innen aus? Wie schnell fährt ein Leichenwagen? Auch Kinder lädt Eric Wrede ein, neugierige Fragen rund um die Bestattung zu stellen. 

    Du kannst das sogenannte Totenfürsorgerecht zum Beispiel auf einen alten Schulfreund übertragen und sagen: “Wenn was passiert, möchte ich, dass du verantwortlich bist.”

    Gerade wenn man so jung ist, hat der Freundeskreis mehr Einblick in das Leben als andere. Wenn du wirklich auch nur kurz darüber nachdenkst, bekommst du sofort ein klares Bild davon, auf was du dabei achten musst.

    Ich habe ein Baby, einen Hund und mittlerweile ein paar Mitarbeiter, denen gegenüber ich mich verantwortlich fühle und für die ich Regelungen finden musste.

    Auch interessant: Wie verabschiedet man sich von einem Menschen, der nie am Leben teilgenommen hat?

    Perspective Daily:  Wieso gibt es Menschen, die mit einem Verlust besser umgehen als andere? Für Perspective Daily habe ich mit 2 Frauen gesprochen, deren Partner verstorben waren und die sich für einen offeneren Umgang mit Trauer und Tod einsetzen. Ein Mitglied kommentierte dazu:

    Alle Religionen dieser Welt thematisieren offen den Tod und geben ihm einen Platz im Alltag der Menschen. Sie tun also genau das, was Betroffene sich mehrheitlich von der Gesellschaft wünschen.

    Würdest du zustimmen?

    Eric Wrede: Ich finde religiöse Rituale total gut und wichtig, da sie gewisse Bedürfnisse stillen. Nehmen wir den Katholizismus in Bayern. Dort ist es quasi normal, dass es eine Haus-Aufbahrung gibt.

    Auch interessant: Es ist Zeit, über den Tod zu reden

    Im Islam treten die Verwandten noch einmal an den Körper heran. Wer glaubt, dass Oma Schulz in ein wie auch immer geartetes Himmelreich kommt, hat seine Antwort gefunden. Es ist nicht meine Aufgabe als Bestatter, das zu bewerten. Ich schaue, wo ich unterstützen kann. 

    Ich muss auch sagen, dass mir da schlichtweg die Erfahrung fehlt. Die meisten Menschen, die vor mir sitzen, sind nicht religiös – oder nicht mehr. Aber das ist ja auch ein Grund, weswegen es neue Rituale und neue Kulturen braucht.

    Friedhöfe machen heute einen Großteil der grünen Flächen einer Stadt aus.

    Perspective Daily: Wie siehst du denn Menschen ihre Trauer bewältigen?

    Eric Wrede: Was ich hier bei der Arbeit immer wieder beobachte (und ich habe noch keine schlaue Antwort darauf gefunden): Wieso gibt es Menschen, die mit einem Verlust besser umgehen als andere? Im Zweifel sind alle mit dem gleichen Rüstzeug gestartet. Also warum kriegt die eine Freundin den Liebeskummer nach einem Jahr bewältigt und die andere denkt nach 3 Jahren immer noch, dass ihr Leben zu Ende sei? 

    Wir sprechen oberflächlich über Tod. Aber eigentlich sprechen wir über eine Kompetenz. Wie akzeptiere ich, dass etwas zu Ende geht? Wie sortiere ich Erinnerungen weg, sodass kein Frust entsteht? Wie kann ich das verstehen, was passiert?

    Auch interessant: Darf Trauern auch Spaß machen?

    Ein Beispiel: Ich muss an den Körper gehen. Ich muss das haptisch haben. Der Nächste kommt um die Ecke und sagt: “Das Einzige, was ich brauche, sind 3 Schnäpse und meine Freunde.” Je früher sich Menschen mit Verlust auseinandersetzen, umso eher treffe ich bei der Arbeit auf jemanden, der eventuell schon eine Ahnung davon hat, was er braucht.

    Mehr zum Thema: “Ich mach das, um zu leben. Nicht, um zu sterben.”

    Perspective Daily: Ich finde, auch Musik hilft: Musik über Tod ist ja immer sehr dramatisch – während ich dein Buch gelesen habe, habe ich Soko gelauscht: “We Might Be Dead By Tomorrow”. Hast du gute Musiktipps, die den Tod mal in ein anderes Licht rücken?

    Eric Wrede: “You Want It Darker” von Leonard Cohen. Da beschreibt er, wie er mit irgendeinem vermeintlichen Gott kämpft und sagt: “Du, wenn das dein höherer Plan ist, dann will ich da nicht mitmachen.” Ich mag Warren Zevons “Keep Me In Your Heart”. Er hat angesichts seiner Krebserkrankung dieses Lied geschrieben und singt, wie er in Erinnerung bleiben möchte. Zevon musste miterleben, dass sein letztes Album, das er todkrank schrieb, das erfolgreichste seines Lebens wurde.

    Auch alles, was Nick Cave für seinen verstorbenen Sohn geschrieben hat, kann ich empfehlen. Aber eigentlich mag ich Songs, die das Leben zelebrieren. In denen es gar nicht um den Tod geht. Ich denke relativ wenig über den Tod nach. Wirklich! Es ist mein Beruf, aber privat zelebriere ich eher das Leben.

    Dieser Artikel ist zuerst bei Perspective Daily erschienen, das Interview wurde von Juliane Metzker geführt.

    (ujo)


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    Ein Gamer wurde festgenommen. 

    ► Ein 18-jähriger Gamer ist in den USA wegen eines Vorwurfs der Vergewaltigung festgenommen worden. Ein Mitspieler habe über ein eingeschaltetes Mikrofon mitgehört, wie sich der Teenager an einem 15-jährigen Mädchen vergangen habe, berichteten mehrere US-Medien.

    ► Der 18-Jährige in New Port Richey im US-Bundesstaat spielte demnach auf seiner PlayStation das beliebte Spiel “Grand Theft Auto”. Er habe dann zu seinem Mitspieler über das beim Spiel verwendete Mikrofon gesagt, dass er jetzt ein Mädchen bei sich zu Hause “flachlegen” wolle.

    ► Wie der amerikanische Sender News Channel 8 berichtet, blieb das Mikrofon eingeschaltet. Der Zeuge sagte aus, er habe gehört, wie das Mädchen “Nein” gesagt habe. 15 Minuten später habe der 18-Jährige weitergespielt.

    Was der Sender noch über den Vorfall berichtete: 

    Laut einer in den Medienberichten zitierten eidesstattlichen Erklärung sagte das Mädchen dem 18-Jährigen vier Mal, dass er sie in Ruhe lassen solle.

    Bei dem jungen Mann seien DNA-Spuren des Mädchens sichergestellt worden, hieß es weiter. Laut dem Bericht des Senders war der 18-Jährige Anfang Juni schon einmal unter dem Vorwurf einer Vergewaltigung festgenommen worden.


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    Anna* war in der 9. Klasse als alles anfing. Ihre Mitschüler am Gymnasium machten ihr das Leben schwer. Sie beleidigten das Mädchen, leerten immer wieder ihren Schulranzen aus, klauten ihr Sachen.

    Irgendwann fing Anna an, die Schule zu schwänzen. Dann bekam sie eine Essstörung – nur ein Grund mehr für ihre Mitschüler, sie zu mobben.

    Geholfen hat ihr in der Schule niemand, wie der “Tagesspiegel” berichtet. Irgendwann wollte Anna die Schule wechseln, ihre Noten wurden schlechter – obwohl sie früher eine Musterschülerin gewesen war. Doch sie fand keinen Platz an einer anderen Schule. Also musste sie sich weiter in die Klasse quälen.

    Irgendwie überstand sie den Alltag der 9. und auch 10. Klasse. In der 11. Klasse schien sich die Situation zu bessern. Doch das sollte nicht lange anhalten. Nach einer Weile litte Anna an Depressionen, fing in ihrer Verzweiflung an, mit Drogen zu experimentieren.

    Im zweiten Halbjahr ging Anna nur noch sporadisch in den Unterricht. Als ihre Eltern beschlossen, sie von der Schule zu nehmen, war es schon zu spät. An ihrem 16. Geburtstag nahm sich das Mädchen das Leben.

    Mobbing ist ein sehr ernstzunehmendes Problem

    Was Anna in extremer Form erlebt hat, kommt häufiger vor, als vielen bewusst ist.

    Laut einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF erlebt jeder zweite Schüler zwischen 13 und 15 in der Schule oder deren Umfeld Gewalt oder Mobbing durch Gleichaltrige. Weltweit sind rund 150 Millionen Jugendliche davon betroffen – in reichen wie in armen Ländern. 

    Laut Deutschem Kinderschutzbund hat jeder dritte Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland bereits mitbekommen, wie Menschen im näheren Umfeld im Internet oder per Handy fertiggemacht wurden. 

    Ein großes Problem beim Thema Mobbing ist jedoch, dass Kinder, die schikaniert werden, häufig nicht darüber sprechenoder sogar glauben, es sei normal. Nicht selten bekommen die Eltern erst davon mit, wenn es richtig schlimm wird und können deshalb nicht rechtzeitig eingreifen und ihre Kinder beschützen. 

    Das ist ein Problem, denn dauerhafte seelische oder auch körperliche Gewalt kann sich massiv auf das Wohlbefinden und die schulischen Leistungen eines Kindes auswirken. 

    So können Eltern erkennen, ob ihr Kind gemobbt wird

    Auch wenn ein Kind nicht über Hänseleien oder Ausgrenzung in der Schule spricht, gibt es einige Anzeichen, an denen Eltern erkennen können, dass etwas nicht stimmt. 

    “Wenn ein Kind Schlafprobleme oder Probleme mit dem Essen hat, kann es ein Hinweis darauf sein, dass es sich in einer Notlage befindet”, sagte Elizabeth Englander, Gründerin und Direktorin des Massachusetts Aggression Reduction Center, einer Anti-Mobbing-Einrichtung an der Bridgewater State University. 

    Insbesondere dann, wenn ein Kind plötzlich sein Verhalten oder seine Gewohnheiten ändert, sollten Eltern aufmerksam werden.

    Wenn ein Kind sich zum Beispiel von heute auf morgen aggressiver oder ängstlicher verhält, kann das ein Anzeichen für Mobbing sein: “Manchmal spielen die Kinder nach, was sie in der Schule erleben, um damit umzugehen”, sagte Irene van der Zande, Gründerin der Nonprofit-Organisation Kidpower.

    Auch plötzlich auftretende Schamgefühle können laut Zande darauf hindeuten, dass ein Kind gehänselt wird.

    Eltern sollten außerdem aufhorchen, wenn ihr Kind auf einmal Freunde ablehnt, mit denen es sonst immer gespielt hat oder Aktivitäten aufgibt, die ihm immer Spaß gemacht haben

    Ein weiterer Hinweis können plötzlich abfallende schulische Leistungen sein. Manche Kinder möchten nicht mehr in die Schule gehen und nennen Bauchschmerzen oder andere Beschwerden als Grund.

    Tritt dies häufiger auf oder ist bemerkbar, dass es dem Kind am Wochenende gut und unter der Woche schlecht geht, sind das weitere mögliche Anzeichen von Mobbing. 

    Wie Eltern ihren Kindern helfen können 

    Wenn Eltern eines dieser Anzeichen bei ihrem Kind bemerken, oder ihr Kind sich ihnen gegenüber sogar von sich auf öffnet, sind zwei Dinge ganz entscheidend. 

    Zum einen sollten Eltern ihre eigenen Gefühle und Reaktionen kontrollieren.

    Denn dem Kind ist nicht damit geholfen, wenn sie übereilt und unüberlegt handeln und beispielsweise sofort Kontakt zu den Tätern oder ihren Eltern suchen. 

    Zum anderen sollten Eltern Anzeichen von Mobbing immer sehr ernst nehmen und entschieden und ausdauernd dagegen vorgehen, bis sich etwas ändert. 

    Das Staatsinstitut für Frühpädagogik hat einige sehr hilfreiche Tipps für Eltern im Umgang mit Mobbing zusammengetragen. Die Experten empfehlen, zunächst ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Kind zu führen, ihm zu signalisieren, dass seine Sorgen ernst genommen werden und dass man ihm glaubt. Anschließend können folgende Reaktionen für das Kind hilfreich sein: 

    1. Helft eurem Kind, sich über seine Gefühle und Gedanken zu dem Mobbingvorfall bewusst zu werden: “Wie geht es Dir? Was fühlst Du? Was denkst Du?”
    2. Akzeptiert die Gefühle eures Kindes wie Ärger, Wut und Scham.
    3. Versucht mehr Informationen zu bekommen: “Was ist passiert? Was wird noch passieren?”
    4. Beobachtet und erfragt, ob euer Kind körperliche oder psychische Symptome zeigt.
    5. Vermeidet unbedingt alle Beschuldigungen oder ein Herunterspielen der Situation: “Da musst du dich mal wehren und dir nicht immer alles gefallen lassen! Die werden dich schon nicht ohne Grund geärgert haben! Das gibt sich von selbst, warte nur ab.”
    6. Helft eurem Kind, über sein Verhalten nachzudenken: “Was könntest Du gemacht haben? Und was könnte das bewirkt haben?” Macht dennoch deutlich, dass euer Kind keine Schuld daran trägt, dass es gemobbt wird.
    7. Überlegt mit eurem Kind mögliche Lösungen: “Was könntest Du jetzt tun? Was wäre auch möglich?”
    8. Helft eurem Kind, sich für eine Lösung zu entscheiden und bietet Hilfe an: “Das ist eine gute Idee. Wie kann ich Dir dabei helfen?”

    In Fällen von Mobbing sollten Eltern sich nicht scheuen, auf den Klassenlehrer zuzugehen und um ein Gespräch zu bitten. Wird das Problem nicht ernst genommen, sollten Eltern sich an den Elternrat oder die Schulleitung wenden. 

    Es kann auch hilfreich sein, gemeinsam mit dem Kind ein Mobbing-Tagebuch zu führen. So können wichtige Fragen festgehalten werden, wie: Wer das Kind schikaniert, zu welchen Zeitpunkten es geschieht, was die möglichen Auslösen sein könnten, was genau geschieht und welche anderen Kinder dabei zugesehen haben. 

    Anhand eines solchen Protokolls kann es einfacher sein, gemeinsam mit Klassenlehrern und betroffenen Schülern über die Vorfälle zu sprechen. 

    Es kann darüber hinaus hilfreich sein, mit einem Kinder- und Jugendtherapeuten in Kontakt zu treten.  

    * Name geändert.

    (lp)


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    Screenshot des ungewöhnlichen Miet-Angebots bei

    • Wie in jeder Uni-Stadt ist auch in Freiburg im Breisgau der Wohnraum knapp.
    • Eine kleine Einraumwohnung zum Mieten wartet dort nun mit durchaus absurder Ausstattung auf – deren Sinn sich nicht auf den ersten Blick erschließt. 

    Freiburg im Breisgau ist nicht nur einer der grünsten und wärmsten Großstädte Deutschlands. Kaum in einer anderen Stadt in der Republik geben die Menschen anteilig so viel Geld fürs Wohnen aus wie in der Uni-Stadt ganz im Südwestens Baden-Württembergs. 

    Für alle Wohnungssuchenden gibt es dort nun ein besonderes Angebot: Die Vermieterin preist die 27 Quadratmeter-Wohnung als “zentrumsnah” an, “sie ist bequem über einen Aufzug zu erreichen”, habe einen abschliessbaren Kellerraum und sogar eine Tiefgarage.

    Samt Nebenkosten beträgt die Monatsmiete 485 Euro. Für diesen Preis wird dem neuen Mieter neben einer kleinen Einbauküche aber noch eine Besonderheit geboten, die wohl bundesweit einmalig sein dürfte: einen Innen-Balkon.

    “Schöner Aufenthaltsort an heissen Sommertagen”

    “Der Innen-Balkon ist ein schöner Aufenthaltsort an heissen Sommertagen”, schreibt die Vermieterin auf “Immobilienscout 24”, wo die Einraumwohnung inseriert ist. 

    Was so blumig beschrieben wird, ist in der Realität ein profaner, vielleicht vier Quadratmeter großer Glaskasten in einer Zimmerecke. Dort wo mal ein Fenster gewesen sein dürfte, klafft nun einfach ein Loch in der Wand. Durch dieses blickt man auf einen Baum und das nur wenige Meter entfernte Nachbarhaus, wie Bilder auf der Immobilienplattform zeigen.

    Mit Sonnen dürfte es auf dem (oder im?) Innen-Balkon wohl nichts werden, aber immerhin können Besucher mit dem ungewöhnlichem Extra beeindruckt werden. Auch wenn sich wohl vielen der Sinn nicht auf den ersten Blick erschließt.  


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    ► Am Dienstagvormittag ist ein 55-jähriger Arbeiter der Gemeinde Bülstedt im Landkreis Rotenburg während der Pflege der Grünanlage am Friedhof in Steinfeld von einem Wolf gebissen worden.

    ► Der Mann habe während seiner Arbeiten am Zaun gekniet und mit seiner Hand nach hinten gefasst. Plötzlich stellte er fest, dass sie scheinbar von hinten gehalten wurde. Er blickte sich um und erkannte einen Wolf, der nach seiner Hand geschnappt hatte.

    ► Drei weitere Wölfe eines Rudels hätten die Aktion mit etwas Abstand beobachtet. Der 55-Jährige habe sich befreien und die Wölfe vertreiben können. Später habe sich der Mann mit leichten Verletzungen an seiner Hand in ärztliche Behandlung begeben.

    Mehr in Kürze.


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    Eine Frau überquert die Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien. 

    Millionen von Menschen haben ihre Heimat hinter sich gelassen. Sie haben die Grenze zu ihren Nachbarländern überquert und hoffen, dort aufgenommen zu werden.

    Sie fliehen vor einer schweren Krise, vor Hunger und Hoffnungslosigkeit. 

    Diese Tragödie spielt sich auf dem südamerikanischen Kontinent ab. Die desaströse Wirtschaftspolitik der sozialistischen Regierung in Venezuela hat das Land zugrunde gerichtet. Seit 2015 sind über drei Millionen Menschen geflohen, das ist gut jeder zehnte Einwohner. 

    Es ist eine Flüchtlingskrise mit massiven Auswirkungen auf Süd- und Mittelamerika

    Die US-Nachrichtenseite “Vox” hat nun seiner Doku-Reihe “Borders” die Hintergründe und Folgen der Krise gezeigt – wir bringen sie auf den Punkt. 

    Die Hintergründe der Flüchtlingskrise in Venezuela 

    ► Die Niedergang Venezuelas, einst eines der wohlhabendsten Länder Südamerikas, begann 2012 mit dem Absturz der Ölpreise. Die Förderungen in Venezuela gingen zurück, die Preise in dem Land stiegen an.  

    ► Um die Wirtschaft zu stimulieren, ließ Präsident Nicolás Maduro neues Geld drucken. Eine fatale Abwärtsspirale begann, Venezuela ist längt in einem Stadium angekommen, das Ökononem Hyperinflation nennen.

    ► Der Verfall der Währung des Landes, der venezolanische Bolívar, ist massiv. Die Währung ist mittlerweile faktisch wertlos. In einer Szene von “Borders” sind Handtaschen zu sehen, die aus Bolívar-Scheinen geflochten sind. “Mit all diesem Geld hätte man reich seinen können. Ein Millionär”, sagt der Händler, der die Taschen verkauft. 

    Handtaschen aus Geldscheinen. 

    ► Die Folgen für die Bevölkerung sind extrem: “Alle Geschäfte sind geschlossen. Die Metzger, die Supermärkte”, sagt eine Frau in der Serie. “Ein monatliches Gehalt finanziert dir nicht mal eine Müsli-Packung”, klagt ein Mann. 

    ► Millionen Menschen in Venezuela sind laut der UN schwer unterernährt, besonders Kinder hungern. Es fehlt an Hygieneartikeln und Medikamenten, die Kindersterblichkeit ist in den vergangenen Jahren massiv angestiegen. 

    Mehr zum Thema: Es ist eine der größten Flüchtlingskrisen unserer Zeit – doch niemand schaut hin

     Die Folgen der Flüchtlingskrise für Kolumbien… 

    ► Die Menschen fliehen vor Hunger und Elend, noch immer sind es laut der UN bis zu 6000 Menschen, die Venezuela täglich verlassen. 

    Das größte Aufnahmeland ist der Nachbar Kolumbien, hier leben mittlerweile mehr als eine Million Venezolaner. Im Gegensatz zu den anderen Nachbarländern des Krisenstaates (wie vor allem Brasilien) hieß Kolumbien die flüchtigen Venezolaner willkommen. 

    “Borders” zeigt eine Kolumbianerin nahe der Grenze, die vier Migranten aufgenommen hat. “Ich habe keine Angst, ich weiß, wenn ich es gütigen Herzens tue, wird Gott mich beschützen.” Wie die Frau haben unzählige Familien Venezolaner in ihren Häuser aufgenommen. 

    Menschen überqueren die Grenze zu Kolumbien. 

    ► “Aber es gibt Gründe, dass diese Zeit der Solidarität nicht ewig anhält”, heißt es in der Doku. Straffällige Migranten aus Venezuela sorgen demnach für steigende Ablehnung bei Teilen der Bevölkerung in Kolumbien.

    ► “Zuvor hatte man die Leute noch sagen hören: ‘Seid willkommen’. Sie wollten helfen. Jetzt haben aber einige ihr Vertrauen verloren, weil es bedauerlicherweise Venezolaner gibt, die gekommen sind, um Schlimmes zu tun”, sagt ein Migrant in der Dokumentation. 

    Auf den Punkt gebracht:

    Die Wirtschafts- und Flüchtlingskrise in Venezuela beschäftigt selten die europäischen Medien, die Aufmerksamkeit hier gilt Afrika oder dem Nahen Osten – oder den aufgenommenen Migranten und Flüchtlingen in den einzelnen EU-Staaten. 

    Doch die Geschichte der venezolanischen Flüchtlingen ist eine Geschichte von Leid, von Misstrauen, aber auch von Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. 

    (mf)


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    US-Präsident Donald Trump – in Denkerpose?

    ► Er hat es wieder getan: Am Mittwoch hat US-Präsident Donald Trump eine Bildmontage retweetet. Die Graphik zeigt seine politischen Gegner wie Vorgänger Barack Obama oder Bill Clinton hinter Gittern.

    ► “Jetzt, da die Russland-Verschwörung als Lüge bewiesen ist: Wann beginnen die Prozesse wegen Verrats?”, steht über den Köpfen der Trump-Kritiker in der Bildmontage. Die Russland-Ermittlungen zu Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampf-Team hält der Macher der Montage ganz offensichtlich für hinfällig. 

    Besonders skandalös an diesem Tweet aber ist eine Figur im Hintergrund. Hinter Gittern nämlich ist auch Trumps aktueller Vize-Justizminister Rod Rosenstein zu sehen. 

    Warum dieses Detail des Tweets für Trump so skandalös ist:

    Dass Trump auf seinem Twitter-Account, der auch als offizieller Kommunikationskanal des US-Präsidenten fungiert, Verschwörungstheoretikern eine Bühne bietet, ist leider keine Neuigkeit

    Auch Trumps ständige Attacken gegen das US-Justizsystem im Stile eines Autokraten gehören mittlerweile zum politischen Alltag der Vereinigten Staaten. Ein eigenes Mitglied der Regierung hinter Gittern zu zeigen, ist allerdings einer neuer trauriger Höhepunkt.

    Unklar ist, ob Trump Rosenstein nur übersah – oder ob er auch ihn als Verräter sieht. Klar aber ist, dass Trump den Vize-Justizminister in der Vergangenheit schon häufig kritisiert hat. Der US-Präsident hat Rosenstein nicht verziehen, dass dieser Sonderermittler Robert Mueller für die Russland-Untersuchung anheuerte. 

    Mueller untersucht auch, ob Trump die Russland-Ermittlungen womöglich behindert hat. Ein Foto wie die Bildmontage auf Twitter könnte da glatt als Einschüchterung der Justiz gesehen werden. 

    Mehr zum Thema: Der Staat, das bin ich: Wie Donald Trump im Stile eines Autokraten das Justizsystem der USA untergräbt

    Was ihr über den Stand der Ermittlungen zu Trump wissen müsst: 

    Die Zeichen mehren sich, dass das Endspiel in der Russland-Affäre von Trump begonnen hat. Am Montag wurde bekannt, dass Mueller Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort beschuldigt, in der Russland-Untersuchung die Ermittler belogen zu haben.

    Außerdem wurde bekannt, dass Manafort sich dreimal mit Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London getroffen habe, zuletzt im März 2016. Wochen später veröffentlichte Wikileaks gehackte E-Mails der US-Demokraten, die Trumps damalige Gegnerin im Präsidentschaftswahlkampf, Hillary Clinton, in ein schlechtes Licht rückten. 

    Trump jedenfalls scheint nervös zu werden. Darauf deuten Medienberichte hin – oder die fahrigen Attacken des US-Präsidenten gegen seine politischen Gegner.  

    (mf)


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    Großbritanniens Premierministerin Theresa May kämpft um ihren Brexit-Deal.

    Ein ungeordneter Brexit könnte in Großbritannien nach Angaben der britischen Zentralbank, der Bank of England, die heftigste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg auslösen.

    Die britische Wirtschaft dürfte ohne eine Einigung mit der EU innerhalb eines Jahres um acht Prozent schrumpfen, schreibt die Notenbank in ihrem Bericht zum Brexit, wie der britische “Guardian” berichtet

    In Kürze mehr.


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    • Eine Frau hatte sich bei Dinko Fejzuli um einen Job beworben.
    • Doch weil der “ausländischer Herkunft” sei, zog die Frau die Bewerbung zurück – Fejzuli antwortete ihr trotzdem.

    Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Das dürfte sich Dinko Fejzuli gedacht haben, als er auf eine fremdenfeindliche E-Mail geantwortet hat.

    Der 46-Jährige arbeitet als Chefredakteur für eine der größten Online-Wirtschaftsnachrichtenseiten Österreichs. Bei dem Medienunternehmen hatte sich eine Frau beworben. Doch die zog ihre Job-Bewerbung kurz darauf zurück.

    “Mann ausländischer Herkunft”

    Die Frau begründete ihren Schritt folgendermaßen:

    “Ich wusste nicht, dass ein Mann ausländischer Herkunft die Chefredaktion eines österreichischen Mediums über hat (österreichisch, für etwas zuständig sein, Anm. d. Red.), sonst hätte ich mich bei Ihnen erst gar nicht beworben!” 

    Fejzuli veröffentlichte die anonymisierte E-Mail um zu zeigen, “wie es sich konkret auf die Betroffenen auswirkt, wenn in einer unheiligen Allianz von Regierung und einigen Medien gezielt mit Falsch-Informationen gegen Ausländer gehetzt wird”. 

    Seit Ende 2017 regiert in Österreich ein Koalition aus der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ. Gerade letztere Partei hat für einen merklichen Rechtsruck in der Politik und Gesellschaft des Alpenlandes gesorgt.

    Fejzuli bemerkte zudem mit Verweis auf die E-Mail-Signatur der Frau, dass sie Grundschulkinder (in Österreich Volksschulkinder) unterrichte. 

    Auf seinem Twitter-Account veröffentlichte Fejzuli auch seine Antwortmail. Der Inhalt: Ein Foto von ihm in Lederhosen.


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