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Huffington Post Germany Athena

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    • Prinz William hat auf einer Konferenz in London über Depressionen und seine persönlichen Erfahrungen damit gesprochen. 
    • Er arbeitete lange Zeit als Pilot für medizinische Notfälle – Einsätze mit Kindern haben ihn dabei besonders mitgenommen.
    • Oben im Video seht ihr: Diese eine Sache ist euch sicher noch nie an Prinz William aufgefallen.

    Prinz William war am Dienstag bei der “This Can Happen”-Konferenz in London. Das Event zielt darauf ab, Lösungen zur Unterstützung von psychischen Krankheiten, ausgelöst durch die eigene Arbeit, aufzuzeigen. 

    In diesem Zusammenhang sprach der Royal über seine Erfahrung mit psychischen Krankheiten. Das berichtete die britische Zeitung “Daily Mail.”

    Der Royal arbeitete zwei Jahre lang als Pilot bei der East Anglian Air Ambulance, einem ambulanten Hubschrauber-Dienst. Bis Juli 2017 war er dort im Einsatz.

    Notrufe, die Kinder involvierten, haben ihn besonders mitgenommen. Auf der Konferenz in London sagte er: 

    “Ich hab mehrere Male sehr traumatische Einsätzen mit Kindern gehabt. Auch, nachdem meine eigenen Kinder schon geboren waren. Das hat mein Verhältnis zwischen meinem Beruf und Privatleben durcheinander gebracht.”

    Prinz William bei der

    “Ich war sehr traurig und sehr niedergeschlagen”

    Prinz William habe angefangen, Dinge zu fühlen, die er davor noch nie gefühlt oder erlebt hatte. Ein Einsatz hat dem Royal besonders zu schaffen gemacht. Er sagte: 

    “Ich war sehr traurig und sehr niedergeschlagen über dieses Schicksal dieser bestimmten Familie.”

    Laut eigener Aussage stand der Prinz nach dieser Erfahrung “am Abgrund”. Er habe daraufhin viel mit seinen Kollegen über diese einschlägige Erfahrungen gesprochen. Das habe ihm geholfen, das Erlebte zu verarbeiten.

    Was konkret bei diesem Einsatz vorgefallen ist, sprach der Royal nicht an.

    Mehr zum Thema:“Ich bin depressiv und hasse es, wie mein Umfeld darauf reagiert”

    Aber das Reden allein war in diesem Fall nicht ausreichend, sagte er weiter.

    Deshalb sei es dem Royal auch so wichtig, über Depressionen und psychische Krankheiten zu sprechen. Vor allem unter Arbeitgebern und Arbeitnehmern sollte das kein Tabuthema sein. Da jeder so viel Zeit in seinem Job verbringe, sollte eine mögliche Erkrankung offen angesprochen werden. 

    Er selbst habe nämlich ein Auge auf die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter. Zusammen mit seiner Frau Kate und seinem Bruder Harry habe er die Initiative für mentale Gesundheit Heads Together ins Leben gerufen.

    Wenn ihr selbst betroffen seid oder mehr Informationen zum Thema Depressionen einholen wollt, könnt ihr euch an die Deutsche Depressionshilfe wenden. Telefonisch erreicht ihr die Experten unter 0800 / 33 44 533.

    (nmi)


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    In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat eine Frau ihren Freund umgebracht. (Symbolbild)

    • Eine Frau ist verhaftet worden, weil sie ihren Freund umgebracht hat.
    • Der schlimme Verdacht: Sie soll seine Überreste Arbeitern als Essen angeboten haben.

    Eine Marokkanerin ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten verhaftet worden, weil sie ihren Freund ermordet hat.

    Aufgeflogen war das grausame Verbrechen, weil ein menschlicher Zahn in einem Lebensmittel-Mixer gefunden wurde.

    Darüber berichteten mehrere Medien, darunter auch die englische Tageszeitung “Metro”.

    Bruder des Vermissten findet Zahn im Lebensmittel-Mixer

    Weil der Freund verschwand und es keine Spur von ihm gab, suchte sein Bruder nach ihm. Und fand plötzlich einen Zahn in der Wohnung der Frau – genauer gesagt in der Küchenmaschine.

    Die Frau hatte bereits der Polizei gestanden, ihren Freund aus Rache getötet zu haben. Dieser wollte nämlich nach der siebenjährigen Beziehung eine andere Frau heiraten

    Ein Freund soll ihr nach dem Mord dabei geholfen haben, den Leichnam zu entsorgen.

    Nun wird der Frau vor Gericht aber noch mehr zur Last gelegt. Wie die Zeitung berichtet, soll sie nicht nur ihren Freund ermordet, sondern auch dessen Körper zerhackt haben.

    Frau soll seine Überreste Arbeitern zum Essen angeboten haben

    Mit seinen Überresten habe sie ein traditionelles Reis- und Fleischgericht namens Machboos gekocht – und das Essen Arbeitern angeboten.

    DNA-Proben im Mixer hatten nämlich ergeben, dass es sich hierbei um den Zahn des verschwundenen Freundes handelte. Die Frau bestreitet nun aber vor Gericht, ihren Mann zerlegt zu haben.

    (mf)


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    Ureinwohner des Stammes der Sentinelesen bewachen den Strand ihrer Insel. 

    • Ein Tourist aus den USA hat in Indien eine verbotene von Ureinwohnern bewohnte Insel betreten. 
    • Die Inseleinwohner erschossen ihn mit Pfeilen. 

    Die indische Polizei geht vom Tod eines US-Bürgers aus, der sich auf einer Andamanen-Insel einem indigenen Stamm genähert haben soll.

    Der 27-Jährige habe sich am 16. November von einem Fischerboot in die Nähe der North Sentinel Insel bringen lassen und von da ein Kanu zum Strand genommen, erklärte der Sprecher der Polizei der Andamanen und Nikobaren, Jatin Narwalk, am Mittwoch.

    Die Fischer haben demnach beobachtet, wie der Mann mit Pfeilen beschossen worden und an den Strand gezogen worden sei.

    Mehr zum Thema: Mann lebte 29 Jahre lang auf verlassener Insel – so sieht er die Welt

    Einwohner der Insel in Indien sollen schon öfter Fremde angegriffen haben

    Man habe die Fischer festgenommen und Ermittlungen aufgenommen, sagte Narwal. Hubschrauber seien eingesetzt worden, um den Amerikaner auf der Insel zu finden. Bei dem Mann soll es sich laut US-Medienberichten um einen Missionar gehandelt haben. 

    Die zu Indien gehörenden Andamanen und Nikobaren liegen im Indischen Ozean westlich von Myanmar. North Sentinel wird von den Sentinelesen bewohnt, die sich gegen die Außenwelt abschotten und schon öfter fremde Ankömmlinge angegriffen haben sollen.

    Seit den späten 90er Jahren soll kein Außenstehender mehr das Eiland betreten haben. Indiens Regierung hat die Insel und das umliegende Gewässer im Radius von drei Seemeilen zur verbotenen Zone erklärt.

    (ll)


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    Der Euromaidan im Frühjahr 2014. 

    Vor genau fünf Jahren, am 21. November 2013 versammelten sich 2.000 meist junge Menschen im Kiewer Stadtzentrum, um gegen die Nicht-Ratifizierung eines Assoziationsabkommens mit der EU zu protestieren.

    Daraus entwickelte sich eine der mächtigsten und folgenreichsten politischen Bewegungen der vergangenen Jahre: der Euromaidan.

    Der Journalist Serhij Leschtschenko galt damals als einer der prominentesten Wortführer auf dem Maidan. Später ließ er sich – zusammen mit anderen Maidan-Aktivisten – auf der Parteiliste des heutigen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko ins Parlament wählen.

    Leschtschenkos Hoffnungen von einst haben sich nur teilweise erfüllt. Es gibt Fortschritte. Allerdings kämpft die Ukraine immer noch mit der Korruption. Und im Pressefreiheits-Ranking von “Reporter ohne Grenzen” belegt das Land Platz 101.

    Mittlerweile ist Leschtschenko zu einem scharfen Kritiker der aktuellen ukrainischen Regierung geworden. Er wirft Präsident Poroschenko vor, in korrupte Machenschaften verwickelt zu sein – und er hält das Verhältnis des Westens zur Ukraine für zu bequem.

    Die HuffPost hat anlässlich des fünten Jahrestages der Proteste in der Ukraine mit dem Regierungskritiker gesprochen.

    Das Interview könnt ihr hier lesen:

    Herr Leschtschenko, die Ukraine kämpft auch fünf Jahre nach dem Beginn der Maidan-Bewegung mit korrupten Strukturen. War es ein Fehler, dass Angela Merkel und andere europäische Spitzenpolitiker lange Zeit den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko für einen Hoffnungsträger gehalten haben?

    Die EU dachte lange, dass er die beste Option für die Ukraine sei. Aber das hat eine Situation geschaffen, in der Poroschenko glaubte, einen Freischein zu haben für die Zerstörung von Anti-Korruptions-Institutionen, für das Verächtlichmachen der Zivilgesellschaft oder die Zersetzung des investigativen Journalismus.

    Poroschenko ist klüger als Präsident Viktor Janukowitsch es war. Manche im Westen haben das mit einem Willen zu Reformen verwechselt. Dabei ist Poroschenko einfach nur manipulativ. 

    Der Westen hat wenig Zeit um zu verstehen, dass Poroschenko ein Lügner ist.

    Welche Fehler haben die europäischen Staaten ihrer Meinung nach im Umgang mit Poroschenko gemacht?

    Niemand im Westen wollte allzu tief in die Details gehen, es gibt ja auch noch andere Probleme. Nehmen sie nur Kanzlerin Angela Merkel: Sie ist mit den Folgen der Flüchtlingsmigration beschäftigt, dann ist da die AfD und die rechte Gewalt.

    Oder der französische Präsident Macron: Er muss sich gerade erneut mit heftigen Protesten gegen seine Politik auseinandersetzen. Da bleibt wenig Zeit um zu verstehen, dass Poroschenko ein Lügner ist.

    Für alle ist es viel angenehmer, ihm ein wenig Vertrauen vorzuschießen. Er kann Englisch sprechen und sich einigermaßen ausdrücken. Das hat offenbar Eindruck gemacht. Doch genau darauf hat Poroschenko spekuliert. Nach dem Motto: Wenn ich eine gute PR-Firma engagiere, habe ich Chancen, im Westen als das kleinere Übel durchzugehen.

    Auch Erdogan hatte geglaubt, er hätte einen Freischein. Dasselbe nun bei Poroschenko. Er stiehlt Geld, während er gleichzeitig sagt, dass er die ukrainische Sicherheit verteidigt.

    Was müsste der Westen aus ihrer Sicht ändern?

    Eigentlich wäre gerade jetzt der richtige Moment, um sich an die Seite der ukrainischen Zivilgesellschaft zu stellen, und nicht an die Seite der Staatsführung. Im Prinzip ist es doch wie damals bei Erdogan: Der türkische Präsident wurde über Jahre vom Westen unterstützt. Aber mit welchen Konsequenzen?

    Auch Erdogan hatte geglaubt, er hätte einen Freischein. Dasselbe nun bei Poroschenko. Er stiehlt Geld, während er gleichzeitig sagt, dass er die ukrainische Sicherheit verteidigt. Und das hat Konsequenzen für die Menschen in der Ukraine. Korruption bedeutet eben auch, dass man jene zerstören muss, die Korruption kritisieren. Und zwar mit allen Mitteln.

    Es bedeutet, dass man Leute bezahlt, um die Anführer der Zivilgesellschaft zu kritisieren. Oder dass man einige Akteure auf die Seite der Regierung holt, um die Zivilgesellschaft zu spalten. Oder dass man den Geheimdienst dafür benutzt, um Kritiker zu verfolgen. Ab einen gewissen Punkt ist das wie ein Krebsgeschwür.

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko (rechts) beim Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am 11. November.

    Kürzlich ist die Aktivistin Kateryna Handsjuk an den Folgen eines Säure-Attentats gestorben. Wer dahinter steckt, ist Monate nach der Tat immer noch nicht vollständig geklärt. Auch Journalisten klagen über Repressionen, zum Teil von staatlicher Seite. Wie stellt sich die Situation für die Zivilgesellschaft fünf Jahre nach dem Maidan dar?

    Es gibt verbale, physische und politische Angriffe gegen Journalisten und Aktivisten. Mindestens genauso schlimm ist es, dass investigativer Journalismus mittlerweile in der Ukraine ignoriert wird. Vor vier oder fünf Jahren war das anders. Mittlerweile wurden aber sehr viele Korruptionsskandale aufgedeckt, die letztlich keine Folgen für die Betroffenen hatten.

    Die Welt dreht sich weiter, Geld wird weiterhin in Taschen durch die Gegend getragen. Die Leute glauben nicht mehr daran, dass diese wirklich wichtige Aufdeckungsarbeit etwas ändert.

    Welche Rolle hat Präsident Poroschenko dabei?

    Die Situation ist eigentlich heute schlimmer als vor dem Maidan, unter Viktor Janukowitsch. Der hat es nämlich geschafft, dass die Zivilgesellschaft sich in Gegnerschaft zu ihm vereint.

    Poroschenko spaltet dagegen die Zivilgesellschaft. Es geht darum, den öffentlichen Diskurs zu manipulieren. Sie haben auch eine Troll-Fabrik aufgebaut.

    Es gibt auch in der Ukraine eine Troll-Fabrik?

    Es gibt koordinierte Kampagnen in den sozialen Netzen mit Hunderten Fake-Accounts, die von einem zentralen Hauptquartier gesteuert werden. Wir kennen die Adresse nicht, aber es gibt eine stetige Aktivität dieser Bots zugunsten von Poroschenko.

    Blumen und Kerzen erinnern an die Opfer der Bürgerproteste in der Ukraine vor fünf Jahren.

    Das hört sich so an, als ob Poroschenko mit ähnlichen Mittel arbeiten würde wie Russlands Präsident Wladimir Putin.

    Auf jeden Fall, sie benutzen Rezepte aus dem gleichen Kochbuch. Poroschenko ist dabei aber weniger geschickt und er hat weniger Erfahrung, weil er ja auch erst vier Jahre im Amt ist.

    Was hat der Maidan eigentlich an Positivem gebracht?

    Immerhin gibt es jetzt eine offene Diskussion über die Probleme. Es gibt mehr Pluralismus im Fernsehen. Und Korruption hat mittlerweile Konsequenzen. Petro Poroschenko wird aller Voraussicht nach die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr verlieren, weil die Leute ihm nicht mehr vertrauen.

    Und dann gibt es noch eine neue Anti-Korruptionsbehörde, das NABU. Davon hätten wir vor fünf Jahren noch nicht einmal zu träumen gewagt.

    Sie sind ein scharfer Kritiker der Korruption in ihrem Land. Vor zwei Jahren haben sie in einem Gastbeitrag für die “Zeit” das ukrainische Parlament als den “größten Business-Club Europas” bezeichnet. Hat sich daran etwas geändert?

    Ohne eine grundlegende Reform des Wahlrechts wird es schlimmer werden bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im kommenden Jahr. Vor vier Jahren, bei der letzten Parlamentswahl, hatten wir noch eine andere Situation: Wir hatten viele Politiker, die gewählt wurden, weil sie als Helden der Revolution galten.

    Diese romantische Phase der Geschichte ist vorbei. Geld wird die Agenda mehr und mehr diktieren. In den vergangenen fünf Jahren seit dem Maidan haben korrupte Akteure Geld gesammelt, das sie für eine Mitgliedschaft im Parlament ausgeben werden.

    Und eins sollte man auch nicht vergessen: Abgeordnete genießen Immunität gegen Strafverfolgung. Wer mit Korruption zu Geld gekommen ist, der ist bereit, für Strafimmunität zu investieren.

    Aktivisten der Zivilgesellschaft können zusammengeschlagen oder getötet werden, ohne, dass wirklich etwas passiert.

    Sie waren einst Journalist, seit dem Maidan sind sie Politiker. War das eine gute Entscheidung?

    Es war zumindest nicht die schlechteste Wahl. Man kann in der Politik heute mehr bewegen als im Journalismus, weil investigative Journalisten von der Gesellschaft ignoriert werden. Aktivisten der Zivilgesellschaft können zusammengeschlagen oder getötet werden, ohne, dass wirklich etwas passiert.

    Kurz nach dem Maidan gab es ein Zeitfenster für Veränderungen. Und wir haben einiges erreicht. Es gibt nun Anti-Korruptionsgesetze. Funktionsträger müssen ihre Einkommen über ein E-Declaration-System offen legen.

    Ich persönlich habe mich eingesetzt für ein neues Gesetz zur Parteienfinanzierung, das Parteien unabhängiger macht vom Geld der Oligarchen. In Deutschland gibt es so etwas seit Jahrzehnten, in der Ukraine steckt es noch in den Kinderschuhen.

    Wir haben uns außerdem etwas gegen die Praxis des “Piano-Votings” engagiert. Kennen sie das?

    Erzählen sie.

    Im Parlament stimmen Abgeordnete bei uns per Knopfdruck ab. Dafür hat man 20 Sekunden Zeit. Es gab bei uns Politiker, die nicht nur ihren eigenen Knopf gedrückt haben, sondern in diesen 20 Sekunden durch die Reihen gegangen sind und die Knöpfe von Abgeordnete gedrückt haben, die nicht anwesend waren.

    Unser Gesetz wurde in erster Lesung beraten. Leider hat die derzeitige Staatsführung kein Interesse daran, etwas zu ändern.

    Im kommenden Jahr sind Parlamentswahlen. Noch sitzen sie als Abgeordneter im Parlament. Wie geht für die Maidan-Aktivisten von einst eigentlich politisch weiter?

    Wir haben die Idee, eine Bewegung nach dem Vorbild von Emmanuel Macrons “En Marche” zu gründen. Eine Graswurzelbewegung, die als politische Kraft um Stimmen kämpft. Aber natürlich haben wir noch einige Probleme: Zum einen fehlen uns die finanziellen Mittel, zum anderen haben wir keinen Zugang zu den großen Fernsehsendern. Bis zu den Wahlen im Herbst nächsten Jahres wollen wir jedoch bereit sein.

    (vw)


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    • Dass die Heizkosten im Winter ansteigen, ist praktisch unvermeidbar.
    • Trotzdem könnt ihr mit ein paar geschickten Tricks darauf achten, dass die Kosten so gering wie möglich bleiben.
    • Im Video oben seht ihr, welche Heiz-Tricks euren Geldbeutel schonen. 

    In den kalten Wintermonaten haben wir oft mit den Temperaturen zu kämpfen. Dabei spüren wir die nicht nur, wenn wir vor die Tür gehen.

    Auch beim Blick auf den Kontostand bemerken wir Minusgrade, denn: Die Heizungen laufen im Winter für gewöhnlich auf Hochtouren, was auch die Heizkosten in die Höhe treibt.

    Niedrige Heizkosten durch einfache Tricks

    Vor allem ist es wichtig darauf zu achten, dass die Wärme lange im Raum bleibt. Teppiche auf dem Boden verhindern zum Beispiel, dass die ganze Wärme durch den Fliesenboden direkt wieder verschwindet.

    Auch ist es ratsam, sich alle möglichen Wärmequellen zu Nutzen zu machen. Daher hilft es, den Ofen nach dem Benutzen auch mal offen stehen zu lassen. Denn: Die Restwärme hält den Raum zusätzlich warm.

    Weitere Tricks, um eure Heizkosten niedrig zu halten, seht ihr oben im Video.

    (chr/nmi)


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    • Eine Befragung von Frauen in mehreren Ländern kommt zu dem Ergebnis, dass viele von ihnen schon einmal sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit erlebt haben.
    • In Deutschland wurde mehr als jede dritte Frau schon einmal auf der Straße verfolgt.

    Wie erschreckend häufig Frauen auf der Straße sexuell belästigt werden, zeigt eine repräsentative des Ifop-Instituts im Auftrag der Jean-Jaurès-Stiftung in Paris. Dafür wurden Frauen in sechs Ländern (Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien, USA, Spanien) befragt. 

    Die Frauen sollten angeben, wie häufig ihnen Bemerkungen oder Beleidigungen, anzügliche Gesten, Verfolgung oder sexuelle Gewalt in der Öffentlichkeit widerfahren sind.

    Mehr zum Thema: Sexuelle Belästigung: Richter verhängt Haftstrafe für Po-Grapscher in Frankreich

    Sexuelle Bemerkungen und Gesten sind Alltag für viele Frauen

    ► In Deutschland gaben etwas mehr als ein Drittel der Frauen an, schon einmal in der Öffentlichkeit sexuell belästigt worden zu sein. 28 Prozent der Frauen berichten von anzüglichen Gesten in ihre Richtung. Mehr als jede dritte Frau wurde laut Umfrage in Deutschland bereits auf der Straße verfolgt.

    Zum Vergleich: 

    ► In den USA berichtet fast jede zweite Frau von sexuellen Bemerkungen, Beleidigungen oder anzüglichen Gesten in der Öffentlichkeit. Jede dritte Frau wurde in den USA schon einmal verfolgt. 

    Die Zahlen sind in allen Ländern ähnlich. Und selbst dort, wo ein Land mit niedrigen Zahlen auffällt, sind sie noch erschreckend hoch.

    Beispiel Italien: Dort gaben 25 Prozent der Frauen an, schon einmal auf der Straße sexuell belästigt worden zu sein. Damit liegt Italien zwar unter dem Schnitt der sechs Länder, ein Ruhmesblatt ist das trotzdem nicht.

    Beispiel Deutschland: Hier gaben zehn Prozent der Frauen an, Opfer sexueller Gewalt auf der Straße geworden zu sein. In den USA waren es doppelt so viele. 

    Mehr zum Thema: Studie: Jede vierte Abgeordnete in Europa erlebte sexuelle Gewalt im Parlament

    Verfolgung und Gewalt auf der Straße

    ► Dabei zeigen die Zahlen wahrscheinlich noch nicht das Ausmaß des Problems. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben geht davon aus, dass “ein nicht unerhebliches Dunkelfeld hinzu kommt.”

    Für kommenden Samstag haben in Paris und anderen Städten in Frankreich verschiedene Verbände und Persönlichkeiten zu einer Demonstration gegen sexuelle Gewalt unter dem Motto “Nous Toutes“ (Anm. d. Red.: “Wir alle”) aufgerufen.

    Es ist nicht leicht, über schlimme Erfahrungen zu sprechen.

    Frauen, denen Ähnliches passiert ist, können sich jederzeit beim Beratungstelefon der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unter 030/185551865 melden.

    (ben)


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    Der Mann erstaunte die Ärzte. (Symbolbild)

    • In Südafrika ist ein Radfahrer überfallen worden. 
    • Er konnte mit einem Messer im Kopf fliehen – und überlebte den Angriff. 

    Den Ärzten einer Praxis im südafrikanischen Cape Town bot sich ein schreckliches Bild: Am Montag kam ein Mann zu ihnen, ein Messer steckte in seinem Kopf und Blut rann seinem Schädel hinunter. 

    Der 34-Jährige war von zwei Männern beim Radfahren überfallen worden, wie die britische Boulevardzeitung “Daily Mail” berichtet. Er habe die Angreifer in die Flucht schlagen und sich mit seinem Rad in die nächst gelegene Arztpraxis retten können. 

    “Zu sagen, dass es dramatisch war, ihn mit einem Messer zu sehen, das aus der Seite seines Kopfes ragte, wäre eine Untertreibung. Aber er war sehr ruhig, obwohl er stark blutete”, sagte einer der Ärzte der “Daily Mail” über den Vorfall. 

    Der Radfahrer hatte Glück

    Der überfallene Mann habe höflich gefragt: “Haben Sie einen Arzt, der verfügbar ist?”

    Das Personal der Praxis brachte den 34-Jährigen ins nächste Krankenhaus, wo Ärzte das Messer entfernen konnten. Das Messer habe sich beim Aufprall mit der Schädeldecke verbogen, was dem Mann wohl das Leben rettete, berichtet die “Daily Mail”. Mittlerweile sei sein Zustand “stabil”. 

    Die südafrikanische Polizei ermittelt in dem Fall. 

    (jg)


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    • Ein Freund und Rennsport-Kollege von Michael Schumachers Sohn hat sich in einem Interview zum Formel1-Star geäußert.
    • Schumachers Sohn, Mick, soll ihm gesagt haben, dass es manchmal “hart sei”.
    • Im Video oben seht ihr: “Grand Prix der Erinnerungen” – hier werden Michael Schumachers persönliche Erinnerungsstücke ausgestellt.

    Im Jahr 2013 verunglückte Formel-1-Legende Michael Schumacher schwer beim Ski-Fahren in den französischen Alpen. Seitdem dringen nur sehr wenige Informationen über Schumachers derzeitigen Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit.

    Der Däne Nicklas Nielsan ist ein Freund und Rennfahrer-Kollege von Schumachers Sohn Mick. In einem Interview mit der dänischen Zeitung “B.T.” sprach der 21-Jährige über Mick – und wie er mit dem Schicksal seines Vaters umgeht. Nielsan sagte: 

    “Ich kenne Mick sehr gut, auch privat. Er ist ein ruhiger Typ, eigentlich wie jeder andere auch. Er ist aber auch eine sehr nette Person, die offen gegenüber jedem ist.”

    Und auch Michael Schumacher hatte Nielsan schon einmal kennengelernt. Er habe Schumacher als einen sehr bodenständigen und netten Menschen in Erinnerung.

    Michael Schumacher hatte 2013 einen schweren Unfall

    “Michael und Mick kamen herein, gaben jedem die Hand und begrüßten alle. So jemand wie Lewis Hamilton hätte das nicht getan”, sagte der 21-Jährige im Interview.

    Nielsan verriet ebenfalls, wie Mick mit dem Schicksal seines Vaters umgeht:

    “Mick ließ sich nicht anmerken, dass er wegen seines Vaters traurig ist. Er sagte nur, dass es manchmal schwierig ist.”

    Mehr wisse der junge Rennfahrer nicht. Denn auch den Sportlern gibt die Managerin von Michael Schumacher, Sabine Kehm, keine Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand des Formel1-Fahrers.  

    (nmi)


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    Der Kumpel des Bräutigams verkleidete sich als Braut. (Symbolbild)

    • Bei der Hochzeit wurde der Bräutigam Opfer eines Streichs.
    • Ein Freund des Bräutigams gab sich als die zukünftige Braut aus und überraschte ihn.

    Da müssen sich viele Männer eine Träne wegwischen: Beim ersten Mal, wenn sie ihre zukünftige Frau im Brautkleid sehen.

    Nicht so aber bei der Hochzeit von David Hofmann aus der US-amerikanischen Stadt Snohomish.

    Als er sich vergangenen Samstag das erste Mal nach seiner Braut umblickte, sah er nämlich nicht seine Auserwählte, sondern blickte in das Gesicht seines besten Freundes Timmy Horton.

    Das sagte die Hochzeits-Fotografin Anna Morrison der Nachrichtenseite “Yahoo”.

    Mehr zum Thema: Frau heiratete 41 Jahre älteren Ex-Mann ihrer Mutter – so reagierte die Familie

    Freund des Bräutigams: “Es war so schwer, nicht zu lachen”

    Timmy soll den Streich länger geplant haben: Er habe zunächst Brianne eingeweiht und danach auch Fotografin Anna.

    Letztere habe Timmy ihr eigenes Hochzeitskleid geliehen, damit dieser seinen Streich ausführen konnte.

    “Wir sagten David: ‘Brianne kommt vorbei und klopft dir auf die Schulter’”, sagte die Fotografin gegenüber der Nachrichtenseite.

    Derweil war es Kumpel Timmy, der ihm auf die Schulter klopfte.

    Der meinte: “Es war so schwer, nicht zu lachen. David hat diesen ersten Anblick wirklich nicht erwartet. Er drehte sich um und sagte: ‘Oh mein Gott!’ Wir konnten nicht aufhören zu lachen.”

    Das zeigen auch die Bilder, die Hochzeits-Fotografin Anna auf Facebook veröffentlichte.


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    Männer, die Penis-Fotos verschicken, halten sich oft nicht für die Exhibitionisten, die sie sind. (Symbolbild)

    Mit Anfang zwanzig saß John* allein auf seinem Bett und schickte Frauen übers Internet unaufgefordert Bilder von seinem Penis. “Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich erklären kann, warum ich es tat”, sagt er über die wenigen Male, die das passierte.

    Ich fand es so unglaublich erregend. Ich dachte nicht nach. Es überkam mich und ich tat es einfach.” Seitdem hat er keine Fotos mehr verschickt. 

    Dass Erwachsene sich gegenseitig freizügige Fotos schicken, ist kein neues Phänomen. Aber das sogenannte Cyberflashing, sprich das ungebetene Verschicken von Penis-Fotos direkt aufs Smartphone, nimmt offenbar zu.

    Es liegen noch nicht ausreichend Daten dazu vor, doch Statistiken aus Großbritannien deuten darauf hin, dass bis zu 41 Prozent der Britinnen ungebeten sexuell anstößige Fotos zugeschickt bekommen haben. 46 Prozent davon waren unter 18 Jahre alt, als es zum ersten Mal passierte.

    Männer wissen, dass Frauen keine Penis-Bilder wollen

    Laura Thompson von der Londoner City University ist eine der führenden Forscherinnen zu sexueller Belästigung im Internet. Das digitale Versenden von Penis-Fotos entspricht für sie dem Mann, der auf der Straße im Trenchcoat ohne etwas drunter an der Ecke steht. 

    Aber die Männer, die Penis-Fotos verschicken, scheinen ihr Verhalten nicht dem von Exhibitionisten gleichzusetzen.

    Richard* zum Beispiel glaubt, dass nur 30 Prozent der Bilder, die er an Frauen geschickt hat, von den Empfängerinnen erwünscht waren. Er vergleicht seine Sicht der Situation mit der eines unwissenden Tieres:

    “Eine Katze bringt ihren Besitzern eine tote Maus als ‘Geschenk’ nach Hause”, sagt er. “Die Katze denkt, sie tue ihnen etwas Gutes, doch die Besitzer mögen es manchmal nicht.”

    Warum denken Männer so? Es gibt zahllose Beiträge, in denen ihnen erklärt wurde, dass Frauen sich nicht über unaufgefordert verschickte Genital-Fotos freuen.

    Ich habe ausführlich darüber berichtet, welche Gefühle diese Bilder in Frauen hervorrufen und welche Schritte sie unternehmen müssen, um sich vor ihnen zu schützen – und ich weiß, dass Twitter voll mit Frauen ist, die ihrem Ärger Luft machen.

    Dass Frauen die Fotos verstörend und bedrohlich finden, ist ihnen egal

    Umfrage-Ergebnissen des britischen Meinungsforschungsinstituts YouGov von Anfang des Jahres zufolge verstehen die meisten Absender genau, dass die Empfängerin die Bilder nicht will:

    ► 46 Prozent der Männer, die zugaben, ein Bild von ihrem Penis verschickt zu haben, wussten, dass Frauen diese verstörend finden.

    ► 44 Prozent dachten, dass Frauen die Bilder bedrohlich finden.

    Trotzdem bekommen Frauen weiterhin viele solcher Penis-Fotos zugeschickt.

    Peter Saddington, Beziehungsberater beim Netzwerk Relate, erklärt:

    “In gewisser Weise gibt es Parallelen zu Beziehungen, in denen häuslicher Missbrauch stattfindet. Die Gesellschaft und die Frauen selbst sagen, dass es inakzeptabel ist, aber Männer tun es immer noch.“

    Penis-Fotos als Trotz-Reaktion auf Ablehnung

    Sean* gibt der sexuellen Frustration die Schuld für seine Entscheidung, Frauen mit Penis-Bildern zu bedrängen.

    Er hatte gerade seine erste ernsthafte Beziehung beendet und wollte sexuell aktiver sein – also nutzte er dafür Dating-Apps. Wenn Frauen Online-Gespräche für seine Begriffe zu früh beendeten, schlug er zu.

    “Ich war oft ungeduldig”, sagt Sean heute. “Wenn ich nach einem kurzen Chat keine Antwort mehr bekam, schickte ich manchmal ein Foto von meinem Penis”, und fügt hinzu: “Meine damalige Logik war, dass die Frauen bereits das Interesse verloren hatten, also was hatte ich noch zu verlieren?”

    Da die meisten Frauen nicht darauf stehen, ist die Absicht dahinter ziemlich eindeutig: "Scheiß auf die Frau“. Es soll beleidigend sein.

    Michelle Zelli, ein in London ansässiger Beziehungscoach, arbeitet mit vielen Paaren und Single-Männern. Sie berichtet, sie habe zahlreiche Kunden gehabt, die Penis-Fotos verschickten und denen es schlicht an Empathie mangele.

    Männer, die ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse über die Gefühle der Adressaten stellen würden.

    Es geht um Aufmerksamkeit um jeden Preis

    Einige Männer, mit denen ich für diesen Artikel gesprochen habe, gaben zu, dass sie wissen, dass ihr Verhalten indiskutabel ist – aber das ist ihnen egal.

    Charlie* sagt zum Beispiel:

    “Männer wissen, dass Frauen im Allgemeinen keine Fotos von Penissen geschickt bekommen wollen. Es ist ihnen aber egal. Sie denken so: ‘Wenn sie darauf steht – toll. Wenn nicht, scheiß auf sie.’ Da die meisten Frauen nicht darauf stehen, ist die Absicht dahinter ziemlich eindeutig ein ‘Scheiß auf sie‘. Es soll beleidigend sein.“

    John*, der mit Anfang 20 regelmäßig Penis-Fotos verschickte, erklärt, dass sich für einige Männer jede Art von Aufmerksamkeit besser anfühlt, als komplett ignoriert zu werden :

    “Das ist ähnlich wie mit einem ignorierten Kleinkind, das deshalb die Wände anmalt, oder ein vernachlässigter Welpe oder Hund, der auf Gegenständen herumkaut, die er normalerweise ignoriert.”

    Eine HuffPost-Reporterin bekam 120 obszöne Bilder geschickt.

    Die HuffPost erhielt mehr als 100 Zuschriften zu dem Thema. Von den vielen Männern, die ihre Gedanken und Erfahrungen mitteilten, war Simon* einer der wenigen, der zugab, dass ihm die Tabuisierung der Bilder einen besonderen Kick gibt:

    “Erregung und Adrenalinpegel schießen hoch, weil es tabu ist – gleichzeitig ist das Risiko minimal, wenn man nichts weiter als seinen Penis zeigt. Manchen Menschen macht es Spaß, Unbehagen zu verursachen.”

    Die Wissenschaftlerin Thompson sagt, dass diese Erklärung mit einigen ihrer Forschungsergebnisse übereinstimmt: Einschüchterung sei für das Senden obszöner Bilder ein Hauptgrund, auch wenn die Männer selbst das nicht zugeben würden.

    Online-Apps: Einschüchterung von Frauen leicht gemacht

    Die Forscherin erzählt:

    “Eine Frau hatte eine unangenehme Chat-Unterhaltung mit einem Mann. Er schickte ihr ein Foto von seinem erigierten Glied neben einem Messer. Das war eine Drohung, durchaus auch eine sexualisierte, weil er seinen Penis mit dem Messer als Waffe gleichsetzte, und so als einen Gegenstand mit Verletzungspotenzial zeigte.”

    Obwohl Thompson einräumt, dass es sich dabei um ein extremes Beispiel handelt, argumentiert sie, dass dies Teil der Logik aller Cyberflasher sei:

    Sie würden denken, sie hätten das Recht, sich jemand anderem aufzudrängen. Ob diese Person das als bedrohlich empfinde, sei zweitrangig.

    Andere Männer, mit denen die HuffPost gesprochen hat, sagten, dass Einschüchterung überhaupt nicht ihre Absicht sei – das Problem sei die Unwissenheit; dass die Gesellschaft es schwer mache, Sex und Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu steuern.

    Unsicherheit der Männer führt angeblich zum Verschicken von Penis-Fotos

    Alex* zum Beispiel führt an, dass es widersprüchliche Aussagen darüber gebe, was Flirten bedeutet. Die Männer wüssten daher nicht mehr, was erlaubt sei:

    “Im besten Fall ist alles unglaublich verwirrend, im schlimmsten Fall völlig widersprüchlich. Sei selbstbewusst und direkt. Sei nicht unheimlich. Sprich uns nicht beiläufig im Bus an. Du musst von Anfang an zeigen, dass du weißt, was du willst. Ihr Einverständnis ist immer erforderlich. Wenn man vor dem Küssen um Erlaubnis fragt, ist das ein Abtörner. Stelle dem Mädchen nach, dann wirst du es irgendwann bekommen. Große Gesten wirken verzweifelt und seltsam. Große Gefühle zeigen ist bezaubernd. Und so weiter.“

    Bessere Gesetze könnten helfen, einige dieser offenbar vorhandenen (oder vorgeschobenen) Unklarheiten zu beseitigen. Doch ohne kulturellen Wandel wird sich nichts ändern.

    Das sehen auch einige Politiker so. So beispielsweise Maria Miller, Abgeordnete der Conservative Party, die im britischen Parlament einen neuen Gesetzesentwurf mit anstößt. Sie mahnt:

    “Wir müssen uns mit einigen zutiefst unbequemen Wahrheiten über unsere Gesellschaft und über die Einstellungen einiger Männer auseinandersetzen. Gesetze allein können die kulturelle Akzeptanz von sexueller Belästigung nicht verschwinden lassen.”

    Zur Rechtslage in Deutschland:

    Das Verschicken unangebrachter Fotos ohne Einverständnis – wie beispielsweise von Penis-Bildern – fällt unter den Tatbestand der Verbreitung pornographischer Schriften und ist strafbar (Tatbestand des §184 Abs. 1 Nr. 6 StGB). Auch das Versenden anzüglicher Nachrichten, kann den Tatbestand sexueller Beleidigung erfüllen, wenn der Empfänger oder die Empfängerin der Nachricht nicht einverstanden ist (Tatbestand des §185 StGB).

    *Alle Namen wurden zum Schutz der Beteiligten anonymisiert.

    Dieser Beitrag erschien ist zuerst in der britischen Ausgabe der HuffPost erschienen und wurde von Katharina Wojczenko übersetzt.

    (ujo)


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    Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat genug von den Vergleichen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

    ► Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will nicht immer wieder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verglichen oder gar als “Mini-Merkel” bezeichnet werden. 

    ► “Das ärgert mich inzwischen richtig”, sagte Kramp-Karrenbauer dem Magazin “stern”. “Ich bin 56 Jahre alt, ich habe mit meinem Mann drei Kinder großgezogen, ich habe 18 Jahre lang Regierungsverantwortung getragen.”

    ► “An mir ist gar nix’ ‘Mini’”, sagte die CDU-Politikerin. Aus ihrer Sicht würde niemand auf die Idee kommen, einem gleichaltrigen Mann so zu bezeichnen. “Das ist schon sehr von oben herab.” 

    Was Kramp-Karrenbauer über ihren Wechsel nach Berlin sagte:

    Kramp-Karrenbauer, die mit Friedrich Merz und Jens Spahn um den Vorsitz der CDU konkurriert, berichtete im Interview mit dem “stern” auch, wie sie den Wechsel aus dem Saarland nach Berlin erlebt habe. 

    Der Unterschied zwischen ihrem neuen und dem alten Leben seien riesig. So sei sie mit dem Fahrrad durch den Tiergarten gefahren und habe sich über die “hohe Aggression” gewundert”, sagte die CDU-Politikerin. 

    ► Kramp-Karrenbauer deutete im Interview zudem an, dass sie sich bewusst sei, dass eine Wahl zur Vorsitzenden der Partei auch eine Nominierung zur Kanzlerkandidatin mit sich bringen könne – sie sprach von einer “großen Verantwortung”, die auf sie zukommen könnte.


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    US-Präsident Donald Trump legt sich offen mit der Justiz in seinem Land an – und steckt dafür nun Kritik ein. 

    ► Der Vorsitzende Richter des Supreme Courts in den USA, John Roberts, hat erstmals öffentlich Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt. 

    ► Roberts reagierte mit einem Statement über Trump auf dessen Kritik an einem Richter, der das Vorhaben des US-Präsidenten, Migranten nur an bestimmten Orten Eintritt in die USA zu gewähren, per Urteil abwies. 

    ► Trump hatte über den entsprechenden Richter gesagt: “Das ist ein Obama-Richter.” Roberts reagierte nun darauf und teilte laut der Nachrichtenagentur Associated Press mit:

    “Es gibt keine Obama-Richter, Trump-Richter, Bush-Richter oder Clinton-Richter. Wir sollten alle dankbar dafür sein, dass wir eine unabhängige Justiz haben.” 

    Warum Roberts Kritik an Trump so bemerkenswert ist: 

    Die Richter des Supreme Courts vermeiden es im Normalfall, sich politisch zu äußern und bestehen auf ihre Unabhängigkeit. Dass Roberts nun Trump offen kritisiert, ist ein einmaliger Vorgang

    Womöglich sah sich der Oberste Richter dazu gezwungen, nachdem Trump zum wiederholten Male Institutionen der Justiz und Richter im speziellen attackierte. 

    Im vergangenen Jahr hatte der US-Präsident einen Richter kritisiert, der das Vorhaben der Trump-Regierung, Bürger aus bestimmten muslimisch geprägten Ländern die Einreise zu verbieten, kippte. 

    Wie Trump auf Roberts Kritik reagierte:

    Der US-Präsident reagierte auf Twitter auf die Vorwürfe des Vorsitzenden des Supreme Courts. 

    “Sorry, Oberster Richter John Roberts, aber Sie haben tatsächlich ‘Obama-Richter’”, schrieb Trump. Diese hätten eine andere Sicht als Menschen, die mit der Sicherheit des Landes beauftragt seien, behauptete Trump. 

    Der Präsident zweifelte zudem offen an, dass die Richter im 9. Bezirk – jenem, aus dem der Richter stammt, dessen Urteil Trumps Asylpolitik abschmetterte – unabhängig seien. 

    Was ihr über den Hintergrund des Richter-Streits wissen müsst:

    Auf dem Papier und der Bestrebung nach ist die Justiz in den USA unabhängig. Allerdings sind gerade Richterposten in den Vereinigten Staaten ein politisch heftig umkämpftes Feld. 

    Denn es ist der US-Präsident, der die Richter an Amts- und Bundesgerichten sowie dem Supreme Court nominiert; der Senat stimmt dann über diese Nominierungen ab. 

    Die Richterbesetzungen werden so zum Politikum. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte Trump so 112 Richterstellen zu besetzen – mehr als doppelt so viele wie sein Vorgänger Barack Obama bei Amtsantritt. 

    Trump und die Republikaner wollen diese Stellen mit konservativen Richtern, die der Parteilinie nahe stehen, füllen. Die an den Supreme Court berufenen Richter Neil Gorsuch und Brett Kavanaugh sind Beispiele für solche Postenvergaben. 


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    CDU-Politiker Friedrich Merz stellt in der Migrationspolitik das Grundgesetz in Frage. 

    ► Friedrich Merz hat als einer der Bewerber um den CDU-Vorsitz eine Debatte über das deutsche Asylrecht gefordert.

    ► Deutschland sei das einzige Land auf der Welt, in dem es Individualrecht auf Asyl gebe, sagte Merz während der dritten CDU-Regionalkonferenz am Mittwoch im thüringischen Seebach bei Eisenach.

    ► Man müsse darüber reden, ob dieses Asylrecht so fortbestehen könne. 

    Wie Merz seine Kritik am Asylrecht begründet: 

    “Wir müssen irgendwann einmal eine große öffentliche Debatte darüber führen, ob man einen gesetzlichen Vorbehalt ins Grundgesetz schreibt”, sagte Merz.

    Seiner Ansicht nach sei eine europäische Lösung beim Thema Migration sonst nicht möglich.


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    • Ein Junge aus Staten Island in den USA leidet an einer sehr seltenen Krankheit.
    • Seine Haut ist so empfindlich, dass er von den winzigsten Berührungen bereits schwere Wunden davonträgt – trotzdem bleibt der 15-Jährige stets positiv.

    John Hudson Dilgen ist 15 Jahre alt. Der Junge aus Staten Island im US-Bundesstaat New York wurde mit einer seltenen Krankheit geboren. Epidermolysis bullosa heißt das Leiden, das jede Facette seines Lebens prägt.

    Denn nur die kleinste Berührung sorgt bei ihm schon dafür, dass seine Haut Blasen wirft und aufreisst. 95 Prozent seines Körpers sind mit offenen Wunden übersät.

    Er muss sich außerdem unter großen Schmerzen jeden Tag komplett einbandagieren, damit sich die Verletzungen nicht noch zusätzlich ausweiten. Eine Umarmung oder ein Schulterklopfen wären für ihn fatal.

    Trotz seiner schwierigen Situation findet John aber Freude darin, online auf seine Krankheit aufmerksam zu machen um so anderen Menschen in der selben Situation zu helfen. Er spricht auch oft auf wohltätigen Veranstaltungen.

    “Ich will nur die Wahrheit verbreiten”

    Dabei sah er seine inspirierenden Reden zu Anfang gar nicht als solche, wie er der britischen Zeitung “Daily Mail” erzählt: ”Ich habe meine Reden nie wirklich als etwas Besonderes gesehen, ich wollte einfach nur die Wahrheit verbreiten. Darüber, wie es ist, mit der Krankheit zu leben und was es darüber wirklich zu wissen gibt.”

    John muss jeden Tag viele Tabletten schlucken, unter anderen alle vier Stunden eine Schmerztablette, damit er überhaupt mit den Schmerzen zurecht kommt. 

    Seine Mutter, sein Vater und seine Pflegerin müssen ihn rund um die Uhr betreuen.

    Das schlimmste für John ist das tägliche Bad. Seine Eltern haben ihm vor Kurzem eine spezielle Badewanne gekauft, die mehr Sauerstoff ins Wasser leitet.

    Das soll seiner Haut helfen und seine Schmerzen auf die Dauer lindern. Noch ist das Bad allerdings eine Tortur, da die Sauerstoffbläschen schon ausreichen, um John höllische Schmerzen zu bereiten.

    Ein lebensfroher Junge

    Seine Pflegerin erzählt aber auch, wie unfassbar positiv John versucht, sein Leben zu leben. “Er ist lebensfroh, extrovertiert und einfach lustig”, erklärt auch sein Vater. Er sagt sein Sohn wäre das Licht der Familie.

    John und seine Eltern kämpfen weiter und engagieren sich kontinuierlich dafür, dass mehr Spenden für die Forschung an der Krankheit gesammelt werden.

    Und John schöpft viel Energie daraus, dass seine Reden immer sehr gut ankommen. “Ich habe zwar diese Krankheit, aber ich hoffe, dass ich irgendwann einfach wie mein Vater und meine Mutter werden kann. Ich will das beste aus meiner Situation machen und somit Gutes tun.”

    Und das bleibt nicht unbelohnt: Die Stiftung, für die sich John und seine Eltern engagieren, schenkte der Familie vor Kurzem ein neues Haus, dass genau auf die Bedürfnisse von John zugeschnitten wurde. 

    (jg)


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    CDU-Politiker Norbert Röttgen unterstützt den UN-Migrationspakt.

    ► Der Streit um den UN-Migrationspakt spaltet die Union. Während Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich gegen das Abkommen ausspricht, ist der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), ein Befürworter des Abkommens.

    ► In einem Interview mit der “Passauer Neuen Presse” hat Röttgen nun geäußert, dass “der Migrationspakt im vitalen Interesse Deutschlands” sei. Migration sei Realität und der Pakt leiste den wichtigen Beitrag, diese “zu kontrollieren, zu steuern und zu ordnen”.

    ► Röttgen sagte der Zeitung:

    “Erstmals haben sich die Staaten auf ein gemeinsames Verständnis geeinigt: irreguläre, ungeordnete Migration soll unterbunden und die staatliche Kooperation gestärkt werden.”

    Das sagt Röttgen noch über den Migrationspakt:

    Röttgen sagte der “PNP”, dass das Abkommen “ein kleiner, aber wichtiger erster Schritt” sei, “der nicht rechtlich verbindlich ist”. Wäre dies der Fall, so gäbe es laut Röttgen vor allem in anderen Staaten als Deutschland Anpassungsbedarf.

    Denn viele Staaten hätten wie etwa im Bereich der Menschenrechte “deutlich geringere Standards als Deutschland”.

    Auf die Frage der Zeitung hin, ob die Debatte über den Migrationspakt nicht früher stattfinden hätte müssen, holte Röttgen zur Medienkritik aus:

    “Es war kein Geheimnis, dass dieser Pakt verhandelt wurde. Ich kannte die Verhandlungen und den Text und habe ihn auch immer befürwortet. Warum darüber nichts in den Zeitungen zu lesen war, wäre eine gute Frage an Ihre Kollegen.”

    Warum der UN-Migrationspakt so polarisiert: 

    Mit dem “Globalen Pakt für Migration” wollen die Vereinten Nationen erstmals Grundsätze für den Umgang mit Flüchtlingen festlegen.

    Zunächst machten vor allem rechte Kräfte gegen den Pakt Stimmung. Sie unterstellten, dass er ein zu positives Bild von Migration schaffe, das für einen großen Zuwachs der Zuwanderung nach Europa und Deutschland führen werde. 

    Mittlerweile wird der UN-Pakt auch innerhalb der Union kritisch diskutiert, obwohl das Dokument keinem verpflichtenden internationalen Abkommen gleichkommt – auch die Bundesregierung schätzt es als nicht rechtlich bindend ein.

    (jg)


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    Der Junge war nur neun Jahre alt. 

    • In Frankreich hat eine Familie einen neun Jahre alten Jungen zu Tode geprügelt. 
    • Die Mutter des Kindes war zum Zeitpunkt der Tat auf Reisen. 

    Die Polizei im Norden Frankreichs hat vier Menschen verhaftet, weil diese einen kleinen Jungen solange geschlagen haben sollen, bis er starb.

    Das Verbrechen ereignete sich laut der Nachrichtenagentur Agence France Presse bereits am 17. September, erst jetzt wurden die Verdächtigen verhaftet. 

    Bei diesen handelt es sich um die Mutter des Jungen, die 20-jährige Schwester, den 19-jährigen Bruder und dessen Lebensgefährtin. 

    Junge wollte wohl seine Hausaufgaben nicht machen

    Wie die Staatsanwaltschaft berichtet, besteht der Verdacht, dass der Junge zu Tode geprügelt wurde, weil er sich weigerte, seine Hausaufgaben zu machen. 

    Die Geschwister des Jungen hätten zwar noch einen Krankenwagen gerufen, doch die Sanitäter hätten das Leben des Kindes nicht retten können.

    Eine Autopsie des 9-Jährigen zeigte, dass die Prügel der Grund für seinen Tod waren. 

    Die Mutter des Jungen war während der Tat verreist, wurde aber von der Polizei dennoch verhaftet, um befragt zu werden.

    (vw)


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    Die Agentur für Arbeit in Berlin-Steglitz. (Symbolbild)

    ► Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) braucht in diesem Jahr mehr Geld für Hartz IV als ursprünglich vorgesehen. Das geht aus einem Papier des Finanzministeriums für den Bundestag hervor, das der “Bild”-Zeitung vorliegt.

    ► Wie die Zeitung berichtet, braucht Heil für die Finanzierung des Arbeitslosengeldes II sowie die Mittel für die Bereitstellung von Unterkunft und Heizung zusätzliche 450 Millionen Euro

    ► Statt mit rund vier Millionen Leistungsempfängern rechne man nun mit mindestens 4,16 Millionen Hartz-IV-Empfängern.

    Deswegen wird Hartz IV teurer:

    Die Zahl der Hartz-Haushalte habe sich wegen der nun etwas langsamer wachsenden Wirtschaft “ungünstig entwickelt”, heißt es laut der “Bild” in dem Papier.

    Daher rechne das Arbeitsministerium nun mit einer höheren Zahl von Empfängern. Insgesamt würden sich die Kosten für Hartz IV im Jahr 2018 demnach auf 27,8 Milliarden Euro belaufen.

    Auch im nächsten Jahr werde mehr Geld benötigt. Laut der Zeitung hat die Regierung für das Jahr 2019 die Hartz IV-Ausgaben um weitere 1,2 Milliarden Euro aufstocken müssen.

    Bundesweit sind heute laut “Bild” rund 750.000 Menschen weniger arbeitslos als noch vor fünf Jahren. Wegen höherer Hartz-IV-Sätze und ausgeweiteter Leistungen müsse der Bund allerdings heute jährlich 3,6 Milliarden Euro für Hartz IV aufbringen.

    (jg)


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    Der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann steht im Verdacht, in großem Stil Steuern hinterzogen zu haben. 

    ► Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann hat in großem Ausmaß Steuern hinterzogen.

    Wie das “Handelsblatt” berichtet, habe das Finanzamt München auf 117 Seiten festgehalten, wie Lehman mit der Einschätzung der Beamten nach “erhöhter krimineller Energie” versuchte, den Staat zu betrügen.

    ► Demnach habe der Sportler 934.837 Euro an Steuern hinterzogen. Lehmann sei um eine Anklage herumgekommen, er habe lediglich versäumte Steuern nachgezahlt und gelte juristisch weiterhin als unschuldig. 

    Welche Vergehen Lehmann vorgeworfen wurden:

    Mit diesen Tricks soll Lehmann laut dem Finanzamt München den Fiskus betrogen haben

    ► Lehmann soll nach seinem Wechsel zu Arsenal London 2003 dem deutschen Stadt vorgetäuscht haben, keine Adresse mehr in der Bundesrepublik zu haben.

    ► So habe er sein Haus in Dortmund zum Schein an den Mann seiner Schwiegermutter vermietet. Gleichzeitig gründete Lehmann zwei Scheinfirmen in der britischen Steueroase Jersey, über die er Einnahmen aus Deutschland abrechnete. 

    ► Laut englischem Recht müssen Einnahmen aus dem Ausland dort nicht versteuert werden. Da Lehmann aber – scheinbar – keine Adresse in Deutschland besaß, wurden seine Einnahmen vom DFB und über Werbeverträge wie etwa mit der Firma Nike ebenfalls nicht belastet. 

    ► Als Lehmann 2008 zurück nach Deutschland zum VfB Stuttgart wechselte soll er erneut getrickst haben: Sowohl für seine Adresse in Dortmund als auch die neue in Stuttgart soll er Kindergeld bezogen haben. 

    Warum Lehmann nicht im Gefängnis sitzt: 

    Die Antwort ist: Lehmann hatte laut dem “Handelsblatt” einen sehr guten und teuren Anwalt. 

    Schon die Staatsanwaltschaft habe nach Prüfung der von den Fahndern aufgerufenen Summe von 934.837 Euro eine niedrigere sechsstellige Summe an hinterzogenen Steuern festgestellt. 

    Lehmann habe diesen Schaden dann samt einer Geldauflage bezahlt. Zu einem Verfahren sei es nicht gekommen – obwohl etwa ein Urteil des Bundesgerichtshof vorsieht, dass Steuersünder, die Schäden jenseits der 100.000 Euro verursachen, verurteilt werden sollen.

    (vw)


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    Chloe Cowan zeigte sich gerne auf Instagram – das dürfte sich nun geändert haben.

    • Eine Frau hat eine Schottin zwei Jahre lang in den sozialen Medien kopiert.
    • Sie ahmte auf gruselige Weise nicht nur Outfits nach, sondern auch Gesichtsausdrücke, Posen und sogar Bildunterschriften.

    Es ist ein verstörendes Phänomen, das uns in Zeiten von sozialen Netzwerken begleitet: Menschen, die ungeniert andere kopieren und nachahmen.

    Eines der Opfer ist Chloe Cowan aus der schottischen Stadt Dundee. Sie erfuhr, dass eine Fremde aus derselben Stadt sie auf der sozialen Plattform Instagram nachahmte.

    Und das ganze zwei Jahre lang!

    Über diesen Zeitraum hinweg hat die Fremde nicht nur die Looks von Cowan nachgestellt, sondern auch ihre Posen, Gesichtsausdrücke und Bildunterschriften penibel genau kopiert. Lange blieb das unbemerkt.

    Fremde kopiert Instagram-Fotos von Frau

    Wie die Tageszeitung “Daily Record” berichtete, habe die Schottin erst vor Kurzem von dem Nachmach-Account erfahren. Zusammen mit ihrer Schwester Linzi hätte sie das Profil eher zufällig entdeckt.

    Die Schwestern meldeten den Fall sofort bei Instagram und das Unternehmen reagierte mit einer Löschung des Accounts.

    Dennoch bleibt der gruselige Gedanken, dass die fremde Frau zwei Jahre lang sämtliche Fotos von Cowan kopierte.

    Weil im Netz so vieles unkontrollierbar bleibt, entschloss sich Schwester Linzi dazu, die Geschichte auf Facebook öffentlich zu machen.

    Linzi über Stalking-Verhalten: “Nachahmung kann schmeichelhaft sein, aber das hier geht einfach zu weit!“

    Sie schrieb in einem Beitrag:

    “Das Stalking-Verhalten dieses Mädchens ist nicht in Ordnung und ich will mit diesem Post zeigen, wie beängstigend Social Media manchmal sein kann. Sie folgt meiner Schwester nicht einmal offen, sondern hat einen Fake-Account erstellt, um sie stalken zu können, ohne dass sie es mitbekommt.

     

    Aber meine Schwester sollte sich nicht verstecken müssen, aus der Angst heraus, jede ihrer Bewegungen könnte von einem anderen Mädchen kopiert werden. Nachahmung kann schmeichelhaft sein, aber das hier geht einfach zu weit!“

    Wie ähnlich sich die Bilder des Originals und der Kopie sehen, ist verstörend. 

    Links das Original, rechte die Kopie.Die linke Frau ist Chloe Cowan, die rechte die fremde Nachahmerin.Die Posen sind nahezu perfekt kopiert.

    (jg)


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    Ferdi Cebi (l.) mit einer Pflegebedürftigen und Angela Merkel (r.).

    Ferdi Cebi, genannt Idref: Rapper, Vater, Altenpfleger. Und irgendwie auch all das zusammen. 

    Der 36-Jährige aus dem ostwestfälischen Paderborn hat sich mit Songs wie “Alt und Krank“ und “Für die Pflege“ zur jungen Stimme der Pfleger-Community gemausert. Er kämpft dafür, dass der so problembehaftete Beruf endlich mehr Anerkennung erfährt. 

    Seinen bislang wohl größten Auftritt hatte Cebi aber in einem anderen Umfeld. In einer ZDF-Wahlkampfshow konfrontierte er Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Missständen in der Pflege – und konnte der CDU-Chefin das Versprechen abringen, ihn einmal im St. Johannisstift in Paderborn zu besuchen.

    Und Merkel kam. Im Juli besuchte die Bundeskanzlerin mit zahlreichen Journalisten im Schlepptau die Einrichtung des rappenden Pflegers. Wie sich die Kanzlerin gab, als die Kameras aus waren, was er “Unbezahlbares“ von alten Menschen gelernt hat und wie er die Arbeit von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einschätzt, erklärt Cebi nun im HuffPost-Interview. 

    HuffPost: Du hast der Bundeskanzlerin im Wahlkampf das Versprechen abgerungen, dich in deiner Einrichtung zu besuchen. Ganz ehrlich: Hast du damals wirklich erwartet, dass Angela Merkel nach Paderborn kommen würde? 

    Cebi: Wenn ich ehrlich bin: nein. Nach der Sendung hat sie mir dann aber noch einmal zurückgespielt, dass sie wirklich Interesse daran hat. Dann im März kam der Anruf, das war schon eine riesige Überraschung.

    Und im Juni war sie dann da ...

    Und sie hat sich wirklich offen und einfühlsam gezeigt. Natürlich war das auch ein Pressetermin für Frau Merkel. Aber sie hat alles mit sehr viel Ruhe gemacht und sich wirklich Zeit gelassen.

    Erzähl mal.

    Da gab es zum Beispiel eine Begegnung: Da waren wir bei einer älteren Dame und mussten dann eigentlich schon schnell weiter, weil die Termine so eng getaktet waren. Dadurch wurde die ältere Dame unruhig. Ich habe dann gesagt: Nein, wir können jetzt nicht einfach gehen. Dann hat die Kanzlerin alle Reporter weggeschickt und meinte, wir müssen uns jetzt kurz kümmern. Das hat mich beeindruckt.

    Glaubst du, der Besuch hat auch bei Frau Merkel einen bleibenden Eindruck hinterlassen?

    Ich hoffe es doch. Aber ich muss sagen: Es tut sich gerade wirklich etwas in der Pflege. Gerade wurde das Pflegepersonalstärkungsgesetz verabschiedet, das war dringend notwendig. Das bedeutet zumindest schon einmal 13.000 neue Stellen in der Altenpflege. Vielleicht hat der Besuch also wirklich Wirkung gezeigt.

    Das ist auch ein Lob für Gesundheitsminister Jens Spahn.

    Ja, ich muss sagen: Natürlich reden diese Politiker viel und auch gut. Aber ich habe schon das Gefühl: Der macht wirklich etwas. Viele der drängenden Probleme werden endlich angepackt. Wir werden sehen, ob es reicht.

    Welche Probleme empfindest du als besonders drängend?

    Das Ding ist: Persönlich habe ich großes Glück. Ich werde nach Tarif bezahlt, das ist wirklich top. Aber ich kenne viele Leute, die den gleichen harten Job machen wie ich und 400 Euro weniger kriegen. Das kann nicht sein, das muss sich dringend ändern.

    Gleichzeitig dürfen wir nicht zulassen, dass alle glauben, dass der Pflegeberuf der totale Horror wäre. Es ist so ein spannender Job, viel mehr als nur Ärsche abwischen. Aber in den Medien kommt das derzeit nicht rüber. 

    Weil immer nur die Schattenseiten gezeigt werden?

    Ja. Und das ist ja auch wichtig. Denn viele Einrichtungen setzen Sparmaßnahmen an, Pflege ist ein Geschäft geworden. Viele Pfleger arbeiten für einen Hungerlohn aus Angst, ihren Job zu verlieren und keinen besseren zu finden. Auch für die alten Menschen ist das zum Kotzen.

    Viele von ihnen waren im Zweiten Weltkrieg, vielen haben Deutschland wieder aufgebaut, wir haben ihnen etwas zu verdanken. Da müssten wir uns auch besser um sie kümmern, wenn sie Hilfe brauchen. Und ja: Pflege kann auch den Pflegenden ganz viel geben.

    Zum Beispiel?

    Diese alten Menschen können einem so viel Lebenserfahrung geben. Was ich von ihnen gelernt habe, ist unbezahlbar. Ich habe mit 22 Jahren mit dem Job angefangen. Nach nur ein bis zwei Jahren hatte ich so viel von den Menschen gelernt, dass ich schon viel reifer war.

    Damals hatte ich zum Beispiel einmal Stress mit meiner Freundin. Wir haben uns dann auch getrennt. Ich war jung, sie war so etwas wie meine erste große Liebe. Das habe ich dann einer älteren Dame erzählt. Sie hat mich voll aufgebaut und mir wichtige Tipps gegeben. Sie meinte: Melde dich erst einmal eine Weile nicht bei ihr, sie wird schon merken, dass sie dich vermisst. Das habe ich gemacht – und wir haben wieder zueinander gefunden. (Lacht.)

    (jg)


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