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Huffington Post Germany Athena

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    Cafer Topkaya.

    Cafer Topkaya ist ein Gejagter. Oder zumindest hat er allen Grund, das zu glauben. 

    Dem 42-jährigen Türken wird vorgeworfen, ein Putschist zu sein. Einer derjenigen, die die türkische Regierung am Abend des 15. Juli 2016 zum Sturz bringen wollten.

    Sechzehn Monate saß er deswegen bereits in türkischer Haft. Monatelang wurde Topkaya gefoltert, wie er sagt. Dann konnte der Nato-General fliehen – nach Brüssel, wo er vor seiner Inhaftierung stationiert war. Seitdem lebt der Türke in Sorge, dass auch er entführt werden könnte. Oder ermordet.

    Denn der Militär-Insider glaubt zu wissen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat überall in Europa Schläferzellen regierungstreuer Fanatiker. Und er steht auf ihrer Liste.

    Politik wie aus einem Geheimdienst-Thriller

    Dass Exil nicht Sicherheit bedeutet, hat die türkische Regierung mehr als einmal deutlich gemacht. Im Mai 2018 verspricht Erdogan den Oppositionellen im Inland und ihren “Handlangern“ im Ausland eine “osmanische Ohrfeige“, bereits im Vorjahr forderte der regierungsnahe Journalist Cem Kücük, “drei bis vier“ Gülen-Anhänger im Ausland zu erschießen. Immer wieder schicken Erdogan-Unterstützer markige Drohungen an die Oppositionellen in der Diaspora: Wir kriegen euch.

    Und den Worten folgen Taten. 

    Wie im Kosovo. Dort nehmen im April Männer des türkischen Geheimdienstes MIT sechs Gülen-Anhänger fest. Obwohl die Staatsanwaltschaft des Landes einen Auslieferungsantrag ablehnt, werden die türkischen Staatsbürger entführt.

    Oder wie in Gabun. Im Mai fliegt der türkische Geheimdienst drei angebliche Gülen-Unterstützer aus dem afrikanischen Land in die Türkei.

    Sogar aus der Schweiz wird im März ein ähnlicher Fall bekannt. Türkische Geheimdienstler trafen dort vor rund zwei Jahren einen Kontaktmann auf einem Friedhof. Er sollte einem Unternehmer mit türkischen Wurzeln für eine hohe Entlohnung K.O.-Tropfen ins Essen mischen. Auch diese Zielperson gilt als Gülen-Unterstützer, der Unternehmer sollte in die Türkei verschleppt werden. Der Schweizer Nachrichtendienst vereitelte den Plan in letzter Minute.

    In Deutschland flog bereits im Jahre 2016 ein türkischer Spion auf, der sich mehrere Jahre lang als Reporter ausgab, um in Bremen das Vertrauen kurdischer Politiker zu erschleichen. Um sie so auszuspionieren und womöglich umzubringen.

    Es sind Geschichten wie aus einem Agenten-Film. Und Cafer Topkaya fühlt sich, als sei er in diesem Thriller gefangen. Er weiß alles über die Vorfälle, akribisch erinnert er sich an jede Information, die über die umstrittenen Operationen der türkischen Regierung im Ausland nach außen dringt.

    In der Putschnacht erkannt er nichts wieder 

    Topkaya spricht mit ruhiger Stimme, er klingt höflich. Der 42-Jährige hat lichtes dunkles Haar, er ist hager. Fast zerbrechlich wirkt der frühere Soldat. Seit 1992 ist er in der Armee, mehrere Jahre arbeitete er als Offizier für die türkische Marine. 

    In der Nacht des Putsches, dem 15. Juli 2016 ist Topkaya bei seiner Frau und seinen zwei Kindern in Brüssel. Er schaut Fernsehen, sieht in den Nachrichten, wie Jets und Helikopter über die Bosporus Brücke in Istanbul donnern, wie Panzer auffahren. Es fallen Schüsse.

    Später wird er sagen: Was er dort sieht, sieht nicht aus wie ein Putsch.

    Nicht, wie die vielen Putschversuche, die es in der Türkei bereits gegeben hat. Und nicht wie die zuvor vereitelten Putschpläne, die er in seiner Zeit beim Militär zu sehen bekommen hat. Er ist mit detaillierten Operationsplänen vertraut – das ist Teil seines Jobs als General.

    Am 15. Juli erkennt er nichts davon wieder.

    “Es gab Panzer, es gab Flugzeuge. Die ganze Show, die die Menschen brauchen, um an den Putsch zu glauben“, sagt Topkaya der HuffPost. Eine Strategie erkennt er nicht.

    Er ist Vertreter der Theorie, dass der angebliche Staatsstreich aufständischer Gülenisten in Wahrheit ein von der Regierung inszeniertes Spiel war. In der Türkei macht ihn das zum Verräter.

    Die mächtigste Gruppe in der Türkei

    Menschen wie Topkaya werden in den kommenden Monaten systematisch entlassen und inhaftiert. Rund 200.000 Menschen fallen dieser Säuberung zum Opfer. Besonders das Militär trifft der “Putsch nach dem Putsch“, wie es Kritiker bezeichnen. Rund 8000 Offiziere landen im Gefängnis. Experten gehen davon aus, dass zwischen 30 und 60 Prozent der militärischen Führung des Landes mehr oder minder über Nacht entlassen wurden.

    Und Erdogan stellt das Militär neu auf.

    Adnan Tanriverdi wird Chef des Beraterstabes des Präsidenten. Er ist ein ehemaliger Brigadegeneral, der bereits 1996 in den Ruhestand versetzt wurde, manche munkeln wegen seines religiösen Fanatismus.

    Adnan Tanriverdi bei einem seiner seltenenTV-Auftritte.

    Tanriverdi, der sich nur selten in der Öffentlichkeit zeigt, ist Gründer der dubiosen Söldnerfirma Sadat. “Foreign Policy” und die “Jerusalem Post” haben Sadat in der Vergangenheit als “Erdogans Schatten-Armee” bezeichnet, der Türkei-Experte Michael Rubin, der auch für das FBI tätig ist, nennt die Söldnerfirma “Erodgans Revolutionsgarde”

    Ex-Offizier Topkaya sagt sogar: “Sadat ist heute mächtiger als jede andere Gruppe in der Türkei.“

    Zahlreiche Berichte deuten darauf hin, dass die Miliz in den vergangenen Jahren vor allem in Syrien aktiv war und dort islamistische Rebellengruppen ausbildete und unterstütze – schon vor dem offiziellen Kriegseintritt der Türkei. Von rund 3000 dort ausgebildeten Kämpfern geht der auf Kriegsführung spezialisierte US-Blog “Small Wars Journal” aus.

    Bombenbau und Mordanschläge

    Aber Sadat übt längst auch im Inland militärische Macht aus. 

    Im kurdisch geprägten Südosten der Türkei treten Sadat-Kämpfer Berichten zufolge immer wieder auf – im Kampf der türkischen Sicherheitskräfte gegen kurdische Aufständische und Terroristen. Im Dorf Lice nahe Diyarbakir werden ihre Männer mit arabischen Tattoos im Juli 2016 nur knapp an einem Massaker gehindert, als sie 34 Bewohner verbrennen wollen. So berichten es zumindest kurdische Nachrichtenseiten.

    Howard Eissenstat vom Project for Middle East Democracy wirft Erdogan vor, er habe “Sicherheitsstrukturen aufgebaut, um sich politische Loyalität und Kontrolle zu sichern”. Es sei ein “Netzwerk aus informellen Sicherheitsinstanzen entstanden, aus militärischen Dienstleistern, parteinahen Vereinen und der militanter werdenden AKP-Basis”.

    Selbst beschreibt Tanriverdi sein Unternehmen als “einzige Firma in der Türkei, die Beratung im internationalen Verteidigungssektor und militärisches Training anbietet”. Broschüren der Firma zeigen, dass es ihr nicht um die Vermittlung militärischen Grundwissens geht.

    Auch “Bombenbau”, “unkonventionelle Kriegsführung”, das Agieren aus dem Hinterhalt, “Terror” und “Mordanschläge” stehen im Kurskatalog von Sadat.

    In der Putschnacht zeigt Sadat seine Stärke

    In der Nacht des Putsches zeigt sich Sadat in Istanbul vielen Beobachtern zum ersten Mal.

    Die Kämpfer tragen T-Shirts und Teflonwesten, sie halten halbautomatische Waffen in ihren Händen, schlagen auf mutmaßliche Putschisten ein. 

    Topkaya kennt Männer, die sich der Gruppe angeschlossen haben – auch der Cousin seiner Mutter gehört dazu. “Sie trainieren seit Jahren”, weiß er. Schon einen Tag vor dem versuchten Coup seien viele von ihnen nach Istanbul gereist, hätten sich bewaffnet und bereitgehalten, sagt der Ex-Offizier. 

    Dann schlugen sie zu. Wilde Prügelszenen, Schüsse, Lynchjustiz: 34 Menschen verlieren ihr Leben, viele davon sind Putschisten. Zwei Kadetten werden laut Berichten erstochen, obwohl sie sich ergeben. Mindestens ein Opfer wird geköpft. Auch Sadat-Männer sollen unter den Tätern sein, behaupten Augenzeugen.

    Dennoch gibt es keinen Aufschrei, keine Ermittlungen gegen die Gruppen. Im Gegenteil: Anfang Oktober befördert Erdogan Tanriverdi einmal mehr: zum obersten und einzigen Sicherheitsberater in seinem neuen Beraterstab.

    Will die Miliz auch in Europa zuschlagen?

    Aber wieso bereitet das Topkaya im Exil so große Sorgen?

    Es ist mehr als die Abkehr vom pro-westlichen Kurs, für den das Militär seit der Gründung der Republik stand, die den Türken beunruhigt. Es geht auch um mögliche Pläne der Miliz, auch in Europa seine Macht auszubauen.

    “Ein Freund, ein hohes Tier in der Armee, hat mir mitgeteilt, dass Sadat auch versucht, in Europa zu operieren, um gegen Oppositionelle vorzugehen“, sagt Topkaya der HuffPost.

    Sein Freund, eine starke Quelle im Militär, wie Topkaya beteuert, habe erklärt, Sadat wolle über die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu geheime Mitteilungen an Schläferzellen in Europa senden. Einen Beweis dafür hat er nicht, doch es deckt sich mit anderen Geschichten über das dubiose Unternehmen, die sich Erdogan-Kritiker erzählen.

    Eine davon geht so:

    Sadat-Gründer Tanriverdi ist eng mit Metin Külünk verbunden, einem Vertrauten Erdogans, gegen den in der Vergangenheit wegen Mafia-Kontakten ermittelt wurde und der als geheimer Unterstützer des mittlerweile verbotenen Boxclubs Osmanen Germania auftrat. Külünk koordiniert für Erdogan die Arbeit einer ganzen Reihe von Unterstützergruppen in Europa – auch im Namen von Sadat. Tanriverdi und Külünk wollen eine Europadivision der Miliz erschaffen, einen bewaffneten Arm Erdogans, der immer bereit ist, loszuschlagen.

    Eine Brücke von Syrien nach Europa

    Danach gefragt erklärt Topkaya, er halte das meiste davon für plausibel.

    Tatsächlich ist hinreichend dokumentiert, wie umtriebig Külünk in Europa ist. Dass er auf Fotos immer wieder mit Männern posiert, die sich in Deutschland als Sicherheitstrupp des türkischen Präsidenten inszenieren, zeigt seine engen Kontakte mit der militant-nationalistischen Szene.

    Ermittler hörten in der Vergangenheit ab, wie Külünk nicht nur Pro-Erdogan-Kundgebungen in Deutschland organisieren ließ, sondern die Osmanen Germania auch befehligte, Entertainer Jan Böhmermann einzuschüchtern.

    Sogar Geld- und Waffentransfers an die mittlerweile verbotene Gruppierung soll er eingefädelt haben. Dass sich Külünk und Tanriverdi kennen, belegen Fotos unzweifelhaft.

    Die Verbindungen scheinen fließend.

    Und damit womöglich auch die Verbindungen zwischen Syrien und Europa. In dem Kriegsland unterstützt die Türkei islamistische Gruppierungen, es hat den Konflikt längst selbst zu einem Dschihad erklärt. In Europa fördert Ankara Erdogan-treue Netzwerke.

    “Wenn ich ein europäischer Staatschef wäre, würde das Idlib-Abkommen mir Angst machen. Ich habe die Sorge, dass viele der Kämpfer aus der Region bald Teil dieser Netzwerke in Europa werden“, sagt Topkaya.

    Auch er, der Gejagte, hat Angst vor weiteren Jägern. Mitten in Europa.

    (mf)


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    Friedrich Merz erzählte bei

    • Bei “Anne Will” soll es am Sonntagabend vor allem um die Spaltung Deutschlands gehen. 
    • Da aber Friedrich Merz anwesend ist, wird die Sendung zum Teil von dessen Comeback-Tour – inklusive faktenbefreiter Attacken auf Angela Merkel. 

    Anlässlich von Angela Merkels Besuch im von rechten Protestmärschen durchzogenen Chemnitz steht bei “Anne Will” am Sonntagabend die Frage im Raum, wer das so gespaltene Deutschland wieder zusammenführen könnte. 

    Es ist eine Frage, die in der Runde neben Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock, der “Tagesspiegel”-Chefredakteur Stephan Andreas-Casdorff ausgerechnet Friedrich Merz beantworten soll. 

    Vorweg: Eine Antwort liefert Merz nicht, auch der Rest der Gäste hat kein Patentrezept für eine neue deutsche Einigkeit parat

    Im Falle des CDU-Mannes verwundert das nicht. Merz hat in den vergangenen neun Jahren wenig für den Zusammenhalt in Deutschland getan. Er hat kein politisches Amt ausgeübt, sondern war Privatmann und Mitglied um Aufsichtsrat beim Investment-Fond Blackrock. 

    Merz ist darüber hinaus ein Millionär, der denkt, er gehöre zur Mittelschicht. Auch das wird bei “Anne Will” am Sonntag diskutiert. Logisch: Die Ungleichheit der Einkommen in Deutschland ist groß, die der Vermögen noch viel mehr. Beim Geld ist das Land besonders gespalten. 

    Merz aber mag es nicht, dass ihm sein Wohlverdienst – etwa von SPD-Politikerin Schwesig – vorgehalten wird. Er habe sich alles hart erarbeitet. Es sei typisch für Deutschland, dass Menschen, die Erfolg haben, dieser Erfolg nicht gegönnt werde. 

    Gönnerhaft sagt Merz: “Ich will aber keine Neiddebatte führen.” 

    Schwesig kontert: “Ich beneide Sie nicht um Ihre Privatflugzeuge, ich hasse es nämlich zu fliegen.” 

    Dieser Austausch bringt auf den Punkt, worum es bei “Anne Will” am Sonntagabend eigentlich geht: Die Friedrich-Merz-Festspiele, mit denen sich dieser an die Spitze der Partei katapultieren will, aus der ihn Angela Merkel einst verdrängte. 

    Bei “Anne Will” lebt der Kampf Merz gegen Merkel auf

    Merkel ist bei “Anne Will” gleich zwei Mal Thema an diesem Abend. 

    Eingangs, als es um die rechten Krawalle in Chemnitz und den Besuch der Kanzlerin vor wenigen Tagen in der Stadt geht. Merz erschaudert ob der Hitlergrüße, die er im Einspieler aus Chemnitz sehen muss. 

    Der Osten sei aber nicht nur das, sagt er, es gäbe auch Regionen, in denen es gut läuft. Aber, sagt Merz: “Wir haben alle unterschätzt, wie lange ein solcher Integrationsprozess dauert.” 

    Alle, das meint natürlich auch die aus dem Osten stammende Bundeskanzlerin, die bei manchen Bürgern in den neuen Bundesländern so verhasst ist – sich diesen in Chemnitz aber dennoch stellte

    Schwesig regt sich an dieser Stelle über Merz auf, Ostddeutsche seien doch keine Menschen aus dem Ausland: “Es wäre schön, wenn sie das Wort ‘Integration’ für die Ostdeutschen gleich aus ihrem Wortschatz streichen.”

    Selbst Moderatorin Will gibt Contra, nennt Merz etwas provokant einen “Besserwessi”. 

    Merz verbreitet AfD-Märchen über den Flüchtlingsherbst 2015

    Will erinnert: Nächstes Jahr ist Europawahl, außerdem wählen Brandenburg, Sachsen und Thüringen einen neuen Landtag. 

    “Das wäre für Sie der Lackmustest, wenn sie denn CDU-Vorsitzender würden”, sagt die Moderatorin zu Merz. Der Test also, ob es Merz gelingen könne, das Land mehr zu einen – beziehungsweise, mehr Wähler zur CDU zurückzuholen. 

    Merz hat versprochen, er wolle die AfD “halbieren”. “Wie wollen Sie das hinbekommen?”, fragt da Will. 

    Die Union habe eine Verantwortung zur politischen Mitte, sagt Merz. Wertkonservative müssten sich in ihr beheimatet fühlen. Und dann geht es – so Talkshow-typisch – auch um Flüchtlinge. 

    “Wir müssen ohne jeden Zweifel wieder die Partei sein, die für einen Rechtsstaat steht und für eine Rechtsordnung, die auch eingehalten wird”, sagt Merz.

    Dann wiederholt er eine von der AfD immer wieder propagierte Mär: “Bis heute ist nicht geklärt, auf welcher Rechtsgrundlage eigentlich die Grenzen geöffnet wurden.” 

    “Sie waren doch offen”, sagt Will.

    Richtig: Es gab keine Grenzöffnung 2015, es wurde das Selbsteintrittsrecht nach Dublin III angewendet – man könnte auch sagen, die Grenzen wurden nicht entgegen EU-Recht geschlossen. Auch die Grüne Baerbock erinnert daran und fügt hinzu: “Die Schengen-Grenzen waren offen. Es war nur die Frage, ob man sie aktiv schließt.” 

    Aber Merz beharrt auf seiner Position. “Nein, waren sie nicht, die Grenzen wurden geöffnet für einen Flüchtlingsstrom, den es so nie zuvor gab”, sagt er. 

    Baerbock hält dagegen: “Das ist der Mythos, man hätte die Grenzen aktiv geöffnet.” Das schaffe eine Narrative, die das Vertrauen in Europa beschädige. Eine der größten Errungenschaften dieser Union sei es, dass es eben keine Binnengrenzen gäbe. 

    Merz lenkt ein. Merkel habe damals eine große humanistische Geste gezeigt, “wir wollen diese Schlachten jetzt nicht wieder schlagen”. 


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    Die Polizei hat den abgelehnten Asylbewerber gefasst, er sitzt in U-Haft. 

    • In Mecklenburg-Vorpommern hat ein abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan einen Rentner mit einem Messer umgebracht. 
    • Der Flüchtling schlitzte dem Mann die Kehle auf – eine Haushaltshilfe des 85-jährigen sah die Tat über ein Babyphone. 

    Ein 85 Jahre alter Mann ist in seinem Einfamilienhaus in Wittenburg – vermutlich im Schlaf – getötet worden. Ihm wurde, nach bisherigen Erkenntnissen mit einem Messer, die Kehle durchgeschnitten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten.

    Dringend tatverdächtig ist ein 20-jähriger Afghane, der noch am Samstag festgenommen wurde. Der Mann war mit dem Opfer persönlich bekannt und im August 2018 für eine Woche mit der Pflege des Rentners betraut.

    Derzeit sollte er Hilfsarbeiten am Haus des Opfers ausführen.

    Tochter vermittelte Afghanen als Hilfe für ihren Vater

    Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes erlassen. Nach der Tat, die sich den Angaben zufolge am frühen Samstagmorgen gegen 2.00 Uhr ereignete, war der Verdächtige zunächst geflohen.

    Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen abgelehnten Asylbewerber, der noch bis Ende Januar 2019 über einen Duldungsstatus einer sächsischen Behörde verfügt.

    Er lebte in einer Flüchtlingsunterkunft im Raum Zwickau. Im Raum Zwickau sei die Tochter des Opfers in der Flüchtlingshilfe aktiv. Sie habe dem jungen Mann den Job bei ihrem Vater vermittelt.

    Haushaltshelfer musste die Tat mitansehen 

    Ein Haushaltshelfer, der mit im Haus des Rentners lebte, hatte den Angriff über eine Kamera in einem Babyphone gesehen.

    Allerdings habe er zunächst angenommen, der 20-Jährige habe dem alten Mann die Decke gerichtet, sagte Claudia Lange, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin.

    Am Nachmittag wurde der Gesuchte an der A24 bei Geesthacht in Schleswig-Holstein von der Autobahnpolizei aufgegriffen, wie Steffen Baudler vom Polizeipräsidium Rostock sagte.

    Die Beamten hätten den jungen Mann zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Bei der Überprüfung der Identität habe sich herausgestellt, dass es sich um den Tatverdächtigen handelte.

    Er sitzt den Angaben zufolge bereits in U-Haft in Neustrelitz; er habe sich bisher nicht zur Tat geäußert. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.

    Motiv unklar – Polizei schließt politischen oder religiösen Tatgrund aus

    Das Motiv für die Tat ist Lange zufolge bisher unklar. Hinweise auf eine religiös oder politisch motivierte Tat gebe es nicht. Auch gestohlen wurde den Angaben zufolge nichts.

    Laut Polizei ist der Tatverdächtige in Mecklenburg-Vorpommern nicht aktenkundig. Ob dies in anderen Bundesländern auch so ist, müsse noch ermittelt werden.

    Innenminister warnt vor Instrumentalisierung der Tat

    Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums ereigneten sich im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 56 versuchte oder vollendete Tötungsdelikte.

    Von den Tatverdächtigen seien acht nichtdeutscher Herkunft gewesen, sagte ein Sprecher.

    Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) reagierte erschüttert auf die Tat von Wittenburg. Er warnte davor, die Tat für politische Zwecke zu instrumentalisieren und sie dafür zu missbrauchen, zu Hass und Gewalt aufzurufen.

    “Ich bin davon überzeugt, dass die Justiz die Umstände und Motive der Tat restlos aufklären und den Täter einer gerechten Strafe zuführen wird”, erklärte er in einer Mitteilung. Ein Sprecher der Stadt Wittenburg äußerte sich ähnlich.


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    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagt, Hartz IV sei wie ein Antibiotikum – aber das Fieber sei vorüber. 

    ► Der SPD-Vize Karl Lauterbach hat sich klar für eine Abschaffung von Hartz IV ausgesprochen. 

    ► “Wir sollten Hartz IV ganz abschaffen und ein Bürgergeld einführen”, sagte Lauterbach der “Passauer Neuen Presse”. 

    ► Lauterbach begründete seine Ablehnung von Hartz IV damit, dass das System die Menschen durch Sanktionen demütig. Er sagte: 

    Hartz IV ist wie ein Antibiotikum. Das Fieber ist aber inzwischen vorbei. Wir sind nahe an der Vollbeschäftigung. Jetzt braucht man das Antibiotikum nicht mehr zu nehmen. Im Gegenteil: Wenn man es zu lange einnimmt, schadet es mehr als es hilft.”

    Warum Hartz IV zum neuen politischen Streitthema der GroKo wird: 

    Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles will Hartz IV “hinter uns lassen” und es durch ein solidarisches Bürgergeld ersetzen.

    Die Union hingegen ist strikt gegen eine Abschaffung von Hartz IV – zuletzt hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier die entschieden abgelehnt. 

    In der Groko bahnt sich nun also ein Hartz-IV-Streit an.

    Aber auch in der SPD droht Zwist. Denn am Wochenende hatte Arbeitsminister Hubertus Heil es vermieden, eine Abschaffung von Hartz IV zu fordern. Er sprach lieber von einer “Erneuerung” des Systems. 

    Nutznießer dieser Uneinigkeiten könnten die Grünen sein. In Person des Vorsitzenden Robert Habeck haben sie bereits ein konkretes Konzept für einen Hartz-IV-Ersatz vorgelegt. Die sogenannte Garantiesicherung soll höhere Sätze zahlen, sanktionsfrei sein und Aufstocker besser stellen. 


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    • Im Alter von 49 Jahren ist Jens Büchner am Samstagabend verstorben.
    • Nun hat sich Ehefrau Daniela erstmals zu seinem Tod geäußert.
    • Im Video oben: So trauern deutsche Promis um Kult-Auswanderer Jens Büchner.

    Jens Büchner, von seinen Fans Malle-Jens genannt, ist am Samstagabend in einem Krankenhaus in Mallorca gestorben.

    Sein Management gab noch am selben Abend in einer Pressemitteilung bekannt: “Mit großem Bestürzen teilen wir mit, dass Jens Büchner nach kurzem, aber schwerem Kampf am Samstagabend friedlich eingeschlafen ist.”

    Heute auch interessant: “Anne Will”: Merz attackiert Merkel – und begibt sich auf AfD-Niveau

    Manager Carsten Hüther bestätigte später der “Bild”-Zeitung, dass der 49-Jährige unter Lungenkrebs gelitten habe.

    Nun meldete sich Jens Büchners Ehefrau Daniela erstmals zu Wort. 

    Jens Büchner mit Ehefrau Daniela.

    Heute auch interessant:Royals: Meghans Schwester plant pikantes Buch über Familie Markle

    Er sagte Ehefrau Daniela, dass er sie liebt

    Sie berichtete der “Bild”, wie sie die letzten Minuten mit ihrem Mann verbracht habe. So sei gegen 18 Uhr Hektik in seinem Krankenzimmer ausgebrochen, doch man habe ihm nicht mehr helfen können.

    Bevor er rund eine halbe Stunde später verstarb, habe Büchner seiner Frau seine letzten Worte gesagt: 

    “Jens’ letzte Worte an mich waren, dass er mich liebt und glücklich war. Zum Schluss haben wir seine Lieblings-Musik gehört: Die Flippers und Whitney Houston”, sagte Daniela Büchner der Zeitung.

    Kurz darauf musste sie sich für immer von ihrem Ehemann verabschieden. Der “Goodbye Deutschland”-Star hatte den Kampf gegen den Krebs verloren. 

    (nmi)


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    Gina-Lisa Lohfink kennt Malle-Jens aus der gemeinsamen Zeit im

    • Jens Büchner ist vergangenen Samstagabend im Alter von 49 Jahren verstorben.
    • Gina-Lisa Lohfink, die eine Freundin der Familie ist, quält seitdem die Frage, ob sie Malle-Jens noch hätte helfen können.

    Er hat den Kampf verloren: Jens Büchner ist in einem Krankenhaus auf Mallorca gestorben. Das teilte Büchners Management vergangenen Samstagabend mit. 

    “Mit großem Bestürzen teilen wir mit, dass Jens Büchner nach kurzem, aber schwerem Kampf am Samstagabend friedlich eingeschlafen ist”, hieß es in einer Pressemitteilung.

    Nun macht sich Gina-Lisa Lohfink schwere Vorwürfe. Sie quält die Frage, ob sie, als Freundin der Familie, Jens hätte helfen können.

    Sie kennt Jens Büchner seit ihrer Teilnahme im “Dschungelcamp” und habe bereits damals gemerkt, dass es ihm schlecht gehe.

    Gina-Lisa Lohfink: “Ich fühle mich jetzt auch schlecht”

    “Jens war ein ganz, ganz guter Mensch. Ganz herzlich und er wollte einfach nicht Leuten zur Last fallen. Er wollte niemanden damit belasten, dass es ihm so schlecht geht, sagt Lohfink in einem Interview mit dem TV-Sender Vox.

    Als gute Freundin fragt sie sich, ob sie nicht mehr hätte tun können:

    “Schade, ich fühle mich jetzt auch schlecht. Ich denke, hätte ich ihm noch helfen können. Ich denke oft, hätte ich nicht einfach mehr mit ihm schimpfen sollen oder ihm sagen sollen, geh’ doch mal mehr zum Arzt, es stimmt doch einfach was nicht. Lass dich doch lieber mehr kontrollieren.”

    Kurz vor Büchners Tod habe die 32-Jährige noch Kontakt zu Ehefrau Daniela gehabt. Sie soll Lohfink geschrieben haben, dass sie ganz bald ohne Jens sein werde – damit sei ihre Welt dann zerstört.

    Gina-Lisa habe daraufhin sofort versucht, für ihre Freundin da zu sein, erklärte sie in dem Interview: “Ich hoffe, ich konnte ihr noch ein bisschen Kraft geben.” Kraft, die Daniela und ihre Familie nun brauchen wird.

    (jr)


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    Der US-Admiral William McRaven war der verantwortliche Offizier für die Jagd der USA nach Osama bin Laden. 

    ► Der pensionierte US-Admiral William McRaven liefert sich in den USA einen hitzigen Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump. McRaven führte die Mission an, die zur Tötung des Al-Qaida-Anführers Osama bin Laden führte. 

    Im August hatte der Offizier Trump vorgeworfen, dieser spalte das Land und “blamiert uns vor unseren Kindern”. Trumps Attacken auf die Medien nannte er die “größte Gefahr für unsere Demokratie”.

    ► Trump reagierte am Sonntag in einem TV-Interview. Er nannte McRaven einen “Hillary-Fan” und “Obama-Unterstützer” und hielt dem Admiral vor, dieser habe bin Laden erst viel zu spät ausgeschaltet. 

    Wie McRaven auf Trumps Attacken reagiert: 

    In einem Interview mit dem Sender CNN wiederholte der pensionierte Admiral jetzt seinen Vorwurf gegenüber Trump, dass dessen Attacken auf die Meinungsfreiheit die größte Gefahr für die US-Demokratie seien. 

    “Wenn jemand das Recht der Menschen auf eine freie Presse und freie Meinungsäußerung untergräbt, dann bedroht er die Verfassung und alles, wofür diese steht”, sagte McRaven. 

    Der 63-Jährige echauffierte sich auch über Trumps persönliche Attacken gegen ihn.

    “Ich habe weder Hillary Clinton noch sonst jemanden unterstützt”, sagte er. “Ich bin ein Fan von Präsident Obama und Präsident George W. Bush, für die ich gearbeitet habe.”

    Er würde jeden Präsidenten mögen, sagte McRaven – solange die entsprechende Person die Würde des Amtes respektiere und sich bemühe, die Nation zu einen. 

    (ujo)


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    • Der Lidl-Prospekt gehört zu den beliebtesten Info-Broschüren Deutschlands.
    • Zum kommenden Freitag verspricht der Discounter Rabatte zum “Lidl Deal Day”.

    Mit über 10.000 Filialen in 29 Ländern gehört Lidl zu den größten Discountern weltweit. Die Kunden profitieren von unschlagbar niedrigen Preisen für Qualitätslebensmittel, regionale und internationale Spezialitäten. Die Top-Angebote gibt es jede Woche im Lidl-Prospekt zu bestaunen.

    Doch die Supermarktkette bietet neben dem breiten Lebensmittel-Sortiment auch eine große Palette an Non-Food-Produkten an: Haushalts- und Elektrogeräte, Mode, Dekoartikel oder Werkzeug – bei Lidl kommt jeder auf seinen Geschmack. 

    Diesen Freitag verspricht Lidl einen “Deal Day” und der winkt offenbar mit weiteren Rabatten. Ein Blick in den Prospekt lohnt sich also diese Woche doppelt.

    Die besten Produkte für festlich-adventliche Stunden

    Die ersten Glühweinbuden werden langsam aufgebaut, in den Märkten kommen Lebkuchen und Dominosteine in die Auslagen, und diese Woche stimmt uns der Schnee schon beinahe ein wenig Weihnachtlich.

    Wer Lust hat, seine Wohnung schon mal adventlich zu gestalten, sollte diese Woche im Lidl-Prospekt nachsehen. Denn dort findet ihr ein ganzes Verschönerungsprogramm für stimmungsvolle Stunden Haus und Garten: LED-Lichterfiguren, süße Lichterhäuschen, individualisierbare Weihnachtsbaum-Anhänger mit Foto der Liebsten, und vieles mehr. 

    Außerdem warme, flauschige Weihnachtsmode von Esmara und XXL-Kuscheldecken für die Sofa-Zeit.

    Wer die kalte Jahreszeit lieber aktiv verbringt, kann sich diese Woche bei Lidl mit Sportbekleidung eindecken, oder den Hobbykeller mit nagelneuem Werkzeug aufpeppen, wie dem 94-teiligen hochwertigen Steckschlüsselsatz von Powerfix für nur 39,99 Euro oder einem 3 in 1 Multifunktions-Schleifgerät für 29,99 Euro. 

    Doch wer sich die besten Artikel zu Spottpreisen sichern will, sollte schnell sein, denn die Lidl-Produkte haben viele Fans und können schnell vergriffen sein. Am besten, ihr seht gleich hier online die Top-Angebote an, und informiert euch, an welchem Wochentag sie in den Verkauf gehen!


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    In der Folge von

    • Im TV-Krimi “Polizeiruf 110” bei ARD sind mehrere Anti-AfD-Aufkleber sowie Antifa-Botschaften zu sehen gewesen.
    • Die AfD sowie die Junge Union beschwerten sich deshalb.

    Diese Szenen in der ARD hat viele Rechte in Rage versetzt: In einer Folge der Krimiserie “Polizeiruf 110” sind mehrere Anti-AfD-Aufkleber sowie Antifa-Botschaften zu sehen gewesen.

    Verteilt hingen Sticker und Plakate an Laptops und an Pinnwänden. Der AfD gefiel das gar nicht und sprach von “Propaganda”.

    Die Partei kündigte an, sich beim Rundfunkrat beschweren zu wollen. Auch die Junge Union kritisierte die ARD wegen der eindeutigen Botschaften.

    ARD retuschiert Aufkleber nachträglich weg

    Die ARD reagierte auf die Kritik und retuschierte die Aufkleber im Film weg.

    Das Retuschieren des Bildmaterials soll aber nicht geschehen sein, weil die AfD eine Beschwerde einreichen wollte.

    Man sei erst durch eine Presseanfrage überhaupt auf die Aufkleber aufmerksam geworden, so die NDR-Sprecherin in einem Bericht der Tageszeitung “Neuen Westfälischen”.

    In der Folgen-Beschreibung in der Mediathek findet sich eine Klarstellung seitens des Senders:

    “Der NDR-Film ‘Für Janina’ aus der Reihe ‘Polizeiruf 110’, der am 11. November 2018 um 20:15 Uhr im Ersten gesendet wurde, ist für eine weitere Ausstrahlung einer digitalen Bildbearbeitung unterzogen worden. In einigen sehr kurzen Sequenzen war unbeabsichtigt im Hintergrund ein kleiner Anti-AfD-Aufkleber zu sehen. Die bearbeitete Fassung ist nun hier online und in der Mediathek abrufbar.”

    Der Regisseur verteidigte das Szenenbild dennoch.

    Der “Neuen Westfälischen” erklärte er, dass die Gesinnung der Hauptprotagonistin, Frau König, an ihren Charakter gebunden sei. “Ihre Büroeinrichtung mit Pinnwand und Notebook gibt es von Anfang an. Wie bei jedem anderen Menschen auch bildet ihr Arbeitsumfeld ihre Haltung ab.”

    (jr)


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    • Am Samstagabend ist Jens Büchner an Lungenkrebs gestorben.
    • Trauriger Zufall: Bereits vor Jahren erhielt er fälschlicherweise diese Diagnose, wie er damals im Dschungelcamp verraten hat.

    Jens Büchner, von seinen Fans Malle-Jens genannt, ist am Samstagabend in einem Krankenhaus in Mallorca gestorben.

    Sein Management gab noch am demselben Abend in einer Pressemitteilung bekannt: “Mit großem Bestürzen teilen wir mit, dass Jens Büchner nach kurzem, aber schwerem Kampf am Samstagabend friedlich eingeschlafen ist.”

    Manager Carsten Hüther bestätigte später der “Bild”-Zeitung, dass der 49-Jährige unter Lungenkrebs gelitten habe.

    Die Diagnose erhielt der Schlagersänger allerdings erstmals schon vor fünf Jahren, allerdings habe es sich damals um eine Fehldiagnose gehandelt. Im Januar 2017 sprach er bei seiner Teilnahme bei “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” über die aufwühlende Zeit.

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    Im Januar 2017 öffnete sich Jens Büchner gegenüber Fußballer Thomas Häßler über die damalige Fehldiagnose Lungenkrebs. 

    Jens Büchner: “Ich habe Sachen durchgemacht... das war krasse Scheiße” 

    Am Lagerfeuer mit Dschungelcamp-Mitbewohner Thomas Häßler erzählte er von den schweren Wochen. “Ich habe Sachen durchgemacht... das war krasse Scheiße,” fing er an. “Mir haben drei unterschiedliche Ärzte gesagt, ich hätte Lungenkrebs.”

    Sichtlich mitgenommen von den Erinnerungen gestand er weiter, dass er sich nach der Diagnose komplett aufgegeben hätte und “innerhalb von drei Monaten 7000 Euro versoffen” hätte.

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    Die irrtümliche Krebsdiagnose habe er damals am 9. November 2013 erhalten, erinnerte er sich. Erst als er im Januar in der Nuklearmedizin erfahren sollte, ob sein Krebs noch behandelt werden könne oder nicht, erfuhr er von einer Chefärztin, dass es sich um eine Fehldiagnose gehandelt hatte.

    Sie habe damals zu ihm gesagt: “Herr Büchner, Sie haben alles, aber keinen Lungenkrebs.”

    Der Ballermann-Star brach später in Tränen aus

    Im Dschungeltelefon brach der Mallorca-Star dann später in Tränen aus: “Das war das Schlimmste, was ich je erlebt habe. Man kann sich das gar nicht vorstellen. Alle Menschen, die das wirklich haben, die dieses Schicksal ereilt, die tun mir in der Seele leid.”

    Anderthalb Monate habe er unter dem Gedanken gelitten, dass er sterben müsste, schloss er letztlich. “Ich habe Dinge zu erzählen, damit könnte ich fünf Dschungelcamps füllen.”

    Gerade rückblickend ist das Geständnis von Jens Büchner am Dschungellagerfeuer schwer zu ertragen. Das Schicksal, das er zuvor bereits als Fehldiagnose durchlebte, wurde letztlich zur traurigen Wahrheit, die ihm das Leben gekostet hatte. 

    (kiru)


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    Hat mit seiner Forderung, über den UN-Migrationspakt abstimmen zu lassen, eine kritische Debatte in der CDU ausgelöst. 

    Der Streit um den UN-Migrationspakt spaltet Europa, Deutschland – und nun auch die Union. 

    In CDU und CSU haben sich zerstrittene Lager gebildet.

    Da sind diejenigen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn oder der CSU-Politiker Peter Ramsauer, die sich gegen das Abkommen aussprechen.  

    Und da sind diejenigen, wie etwa Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier oder der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, die sich klar für eine Unterzeichnung des Pakts aussprechen. 

    Warum der Streit jetzt ausbricht, wer ihn angezettelt hat und worum es im Migrationspakt eigentlich geht – auf den Punkt gebracht. 

    Wie Jens Spahn den Streit um den Migrationspakt lostrat: 

    ► Spahn forderte in einem Interview mit der “Bild”-Zeitung, dass die CDU auf dem Bundesparteitag im Dezember über die Zustimmung Deutschlands zum UN-Migrationspakt abstimmen solle. 

    ► “Alle Fragen der Bürger gehören auf den Tisch und beantwortet, sonst holt uns das politisch schnell ein. Notfalls unterzeichnen wir eben später”, sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz. 

    Warum Spahn die Kritik am Abkommen äußerte? Möglich ist, dass sich der Gesundheitsminister als konservativer Hardliner präsentieren will, um seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz zu stärken. 

    Welche Kritik Spahn nun entgegenschlägt: 

    ► Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), sagte der “Bild”: “Die Unterzeichnung des Migrationspakts notfalls zu verschieben, wäre eine doppelte Führungsschwäche, die sich Deutschland nicht erlauben darf.” Der Pakt sei auch “ein enorm wichtiger erster Schritt der internationalen Gemeinschaft, Migration zu steuern”.

    ► Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte im ZDF-“Morgenmagazin”, er sei von Spahns Vorstoß überrascht. In der vorletzten Woche hätten die Unions-Bundestagsabgeordneten drei Stunden lang über das Thema diskutiert – “es gab eine ganz breite Mehrheit, dass wir uns hier von populistischen Kräften nicht ins Boxhorn jagen lassen”.

     Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte der “Rheinischen Post”, derzeit werde “zum Teil sehr bewusst Panik erzeugt”. Das trage nicht “zur sachlichen Diskussion bei und ärgert mich”. Der UN-Migrationspakt sei kein rechtlich bindendes Dokument.

    Mehr zum Thema: CDU-Mann nimmt AfD bei Streit um den UN-Migrationspakt im Bundestag lautstark auseinander

    Wer Spahns Vorstoß unterstützt:  

    ► Spahn erhält Beistand durch den CSU-Politiker und ehemaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer. Dieser sagte der “Welt”

    Durch das gesamte Dokument zieht sich eine Haltung, Migration als etwas Normales und gar Wünschenswertes anzusehen. Das öffnet dem Flüchtlingsstrom nach Europa und nach Deutschland Tür und Tor. Und daraus ergibt sich eine völlige Aushöhlung und Umdeutung des deutschen Asylrechts. Eine solche Vereinbarung kann ich nicht mittragen. Das Unbehagen wird in unserer Fraktion und der CSU-Landesgruppe auf breiter Front geteilt.”

    ► Auch Carsten Linnemann, der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union, stellte sich hinter Spahn. Er sagte über den Migrationspakt am Montag im RBB-Inforadio:

    “Ich glaube, insgesamt ist das ein Loblied auf die Migration. Ich will nicht sagen, dass Migration per se etwas Schlechtes ist (...). Aber man darf nicht blauäugig sein und Migration so definieren, dass sie per se etwas Gutes ist.”

    ► Auch der CDU-Landesverband Sachsen-Anhalt hatte auf einem Parteitag am Wochenende die Bundesregierung aufgefordert, den Pakt abzulehnen.

    Warum der UN-Migrationspakt so polarisiert: 

    ► Mit dem “Globalen Pakt für Migration” wollen die Vereinten Nationen erstmals Grundsätze für den Umgang mit Flüchtlingen festlegen.

    ► Das Dokument kommt keinem verpflichtenden internationalen Abkommen gleich – auch die Bundesregierung schätzt es als nicht rechtlich bindend ein. 

    ► Dennoch machen vor allem rechte Kräfte gegen den Pakt Stimmung. Sie unterstellen, dass er ein zu positives Bild von Migration schaffe, das für einen großen Zuwachs der Zuwanderung nach Europa und Deutschland führen werde. 

    Der Streit in der Union über den Migrationspakt auf den Punkt gebracht: 

    Der Migrationspakt der Vereinten Nationen ist rechtlich nicht bindend und bloß der Beginn einer internationalen Anstrengung, Migration und Zuwanderung global besser zu regeln und zu strukturieren. 

    Bisher gab es vor allem von rechtsextremen Gruppen, rechten Parteien und rechten Regierungen Kritik am Pakt. Nun regt sie sich jedoch auch in der Union. Angeführt von Jens Spahn, der für den CDU-Vorsitz kandidiert, wird ein Nicht-Unterzeichnen oder eine verschobene Unterzeichnung des Pakts gefordert. 

    Aber: Viele einflussreiche Mitglieder der CDU, wir etwa Wirtschaftsminister Peter Altmaier, stehen klar zu dem Abkommen. 

    Mit Material der dpa.

    (ujo)


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    Die Tochter muss jetzt 500 Euro Strafe zahlen.

    • Eine Italienerin hat ihre Mutter bedroht, weil sie Fleischsauce kochte.
    • Jetzt wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt.

    Eine 48-jährige Italienerin hat ihre Mutter mit einem Messer bedroht. Der Grund: Bolognese-Sauce.

    Weil sie ihren Job verloren hatte, war sie wieder bei ihrer Mutter eingezogen. Das berichtet unter anderem der britische “Telegraph”.

    Die Mutter koche gerne traditionell italienisch, die Tochter ernähre sich vegan – das sorge immer wieder für Konflikte in der Familie.

    Die Wohnung riecht nach Fleisch – die Tochter greift zum Messer

    Die Situation eskalierte dann, als die 69-Jährige stundenlang eine Ragù alla Bolognese gekocht hatte. Weil der Geruch der Fleischsauce die gesamte Wohnung einnahm, rastete die 48-jährige Tochter aus.

    Sie schnappte sich ein Messer, bedrohte ihre Mutter und rief:

    “Wenn du nicht selber aufhörst, dann zwinge ich dich dazu. Hör’ auf Ragù zu machen oder ich steche dir in den Bauch.”

    Der Vorfall ereignete sich bereits im März 2016.

    Nachdem eine friedliche Einigung zwischen Mutter und Tochter in den vergangenen zwei Jahren nicht gelungen war, wurde die 48-Jährige jetzt zu einer 500-Euro-Geldstrafe verurteilt. 

    (jg)


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    ► Als Konsequenz aus der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die Bundesregierung die Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien komplett gestoppt.

    ► Das Wirtschaftsministerium gab am Montag bekannt, dass auch keine Waffen oder andere Rüstungsgüter mehr nach Saudi-Arabien ausgeliefert würden, deren Export bereits genehmigt wurde. 

    Mehr zum Fall Khashoggi: Deutschland verhängt Einreisesperren

    ► Bisher hatte die Bundesregierung lediglich von neuen Exportgenehmigungen abgesehen und angekündigt, den Umgang mit bereits erteilten Genehmigungen zu prüfen.Diese Prüfung ist nun offensichtlich weitgehend abgeschlossen.

    Wie die Bundesregierung den Stopp durchsetzen will:

    Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte am Montag in der Regierungspressekonferenz, dass die Bundesregierung “auf die Inhaber von gültigen Einzelgenehmigungen hinwirkt mit dem Ergebnis, dass es derzeit keine Ausfuhren von Deutschland nach Saudi-Arabien gibt”.

    Wie lange der Exportstopp gelten wird, ist unklar. Die Bundesregierung hatte angekündigt, auch andere EU-Staaten von einem solchen Schritt überzeugen zu wollen - bisher ohne Erfolg. Der französische Präsident Emmanuel Macron wies den deutschen Vorstoß schroff zurück.

    Welche Firmen der Stopp trifft:

    Wie viele bereits genehmigte Exporte betroffen sind, ist nicht bekannt. Vor allem dürfte der Schritt die Wolgaster Lürssen-Werft treffen, die noch 20 Patrouillenboote nach Saudi-Arabien liefern möchte.

    Nach dpa-Informationen sind zwei der Boote fertig und ihre Ausfuhr genehmigt. Der Bau von acht weiteren Schiffen hat auf der Werft in Mecklenburg-Vorpommern bereits begonnen. An dem Auftrag hängen 300 Arbeitsplätze.


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    Seit Oktober 2017 schläft Familie Vogt in einem Wohnwagen.

    • Eine vierköpfige Familie aus Tornesch schläft seit über einem Jahr in einem Wohnwagen.
    • Die Gründe sind Schimmelbefall im eigentlichen Haus und ein Rechtsstreit mit dem Bauunternehmen.

    Im März 2016 hat sich die Familie Vogt ihren Traum erfüllt: mit ihren beiden Söhnen zieht sie in ihr Eigenheim in Tornesch in Schleswig-Holstein ein. Doch die Freude über die eigenen vier Wände hielt nicht lange an. Im Februar 2017 bemerkte die Familie Feuchtigkeit an den Wänden.

    Wie das “Hamburger Abendblatt” berichtet, glaubten die Vogts, dass von den Stadtwerken verlegte Anschlüsse die Ursache seien. Das Problem wurde behoben – doch die Feuchtigkeit blieb und das Haus fing langsam an zu schimmeln.

    Weil sich die Familie nicht anders zu helfen wusste, zogen die vier in einen Wohnwagen um. Dort schlafen sie seit Oktober 2017 vor dem Haus – aus Sorge vor gesundheitlichen Gefahren durch den Schimmelbefall. 

    Ein unerträglicher Zustand

    Mit zwei Kindern, der 6-jährige Sohn ist auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen, eine bedrückende Situation. “Der Zustand ist unerträglich”, sagte Janina Vogt-Weller dem “Hamburger Abendblatt”.

    Tagsüber verbringt die Familie Zeit im Neubau, doch der Sechsjährige kann sich dort kaum bewegen. Überall liegen Schläuche einer lärmenden Trocknungsanlage und versperren den Weg.

    Seit Monaten streiten sich die Vogts mit dem Bauunternehmen.

    “Kagebau hat uns ein undichtes Haus verkauft”, wirft Vogt-Weller dem Unternehmen vor. Kagebau widerspricht.

    “Wir haben ein mängelfreies Haus abgegeben”, sagt Dirk Kage. Stattdessen schiebt der Bauunternehmer der Familie die Schuld in die Schuhe. Die Vogts hätten Fehler beim privaten Ausbau des Gartens gemacht.

    Beide Seiten haben Fehler gemacht

    Das Problem: Wegen der Gehbehinderung ihres Sohns hatten die Vogts ein ebenerdiges, nicht unterkellertes Haus bauen lassen – von Barrierefreiheit stand jedoch nichts im Bauplan.

    Auch bei einem Bungalow müsse das umliegende Gelände 15 Zentimeter tiefer liegen, als die Unterkante des Hauses, erklärt Kage. Dafür habe auf dem Grundstück der Familie Vogt Erde abgetragen werden müssen.

    Christian Vogt, der Vater der vierköpfigen Familie hatte dann selbst eine Terrasse und einen ebenerdigen Zugang zum Haus angelegt.

    Weil er dabei Fehler gemacht habe – die vorhandene Erde nicht durch versickerungsfähige getauscht, den Boden durch den Terrassenbau zusätzlich versiegelt, nicht für ein ausreichendes Gefälle gesorgt – vermutet Bauunternehmer Kage, dass es zu den Problemen mit eindringendem Wasser gekommen ist.

    Bis ein Richter entscheidet, muss die Familie weiter im Wohnwagen schlafen

    Familie Vogt hält dagegen und beruft sich auf ein Baugrundgutachten der Stadt. Demnach seien schon während des Baus Schutzmaßnahmen notwendig gewesen, die ausgeblieben seien. Das Bauunternehmen habe dies bei der Planung und beim Bau nicht berücksichtigt – so der Vorwurf. 

    In einem solchen Fall, wenn Eigentümer ein Gebäude bereits abgenommen haben, liegt es bei ihnen, zu beweisen, dass die Schäden vom Bauunternehmen und nicht eigenverschuldet verursacht wurden.

    Ein Gutachten kam zu dem Schluss, dass viele Faktoren für die Feuchtigkeit und das Eindringen von Wasser in das Haus der Familie Vogt verantwortlich sind. Ergo: Schuld sind alle Beteiligten, unklar ist, wer in welchem Maße.

    Das festzustellen läge allein in der Hand eines Richters – ein Prozess könnte Jahre dauern. Solange sich die Parteien also nicht außergerichtlich einigen können, muss Familie Vogt weiter im Wohnwagen schlafen. Die Schäden belaufen sich Schätzungen zufolge auf rund 100.000 Euro.

    (jg)


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    Im Video oben seht ihr, was die favorisierte Merkel-Nachfolgerin mit der CDU vorhat. 

    CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer schneidet laut einer Umfrage bei der sogenannten Kanzlerfrage deutlich besser ab als ihre Konkurrenten für den Parteivorsitz.

    ► Laut dem RTL/n-tv-Trendbarometer, das Meinungsforschungsinstitut Forsa erstellt wird, käme Kramp-Karrenbauer im theoretischen Fall einer Direktwahl des Bundeskanzlers auf deutlich bessere Werte als Friedrich Merz und Jens Spahn. Sie steht in den am Montag veröffentlichten Ergebnissen sogar ähnlich gut da wie die aktuelle Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    ► “Wenn Merkels Nachfolge als CDU-Chefin nach der Popularität der Kandidaten geregelt würde, wäre Kramp-Karrenbauer derzeit klare Favoritin”, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL.

    Merkels Kanzler-Nachfolge: Deutsche haben laut Umfrage klaren Favoriten

     

    Die Ergebnisse der Umfrage im Detail:

    Würde Kramp-Karrenbauer bei einer Direktwahl gegen SPD-Vizekanzler Olaf Scholz antreten, käme sie demnach auf 41 Prozent – das wären 15 Prozentpunkte mehr als Scholz.

    Gegen SPD-Chefin Andrea Nahles würde die frühere Ministerpräsidentin des Saarlands sogar 48 Prozent abräumen, Nahles käme nur auf 15 Prozent. Zum Vergleich: Auch Ex-Unionsfraktionschef Merz würde laut der Umfrage gegen Scholz den Kürzeren ziehen, mit 32 zu 36 Prozent.

    Gesundheitsminister Spahn käme gegen Scholz nur auf 14 Prozent, der SPD-Politiker hätte bei dem Duell mit 32 Prozent die Nase vorn.

    Warum die “Kanzlerfrage” ein wichtiger Indikator ist:

    Der Bundeskanzler wird nicht direkt gewählt, sondern vom Bundestag – entscheidend ist also das Wahlergebnis der Parteien. Forsa-Chef Güllner wies aber darauf hin, dass die Kanzlerkandidaten von großer Bedeutung für die Wahlentscheidung der Bürger seien.

    “Deshalb sind die Werte der Kanzlerpräferenzen ein wichtiger Indikator für die Chancen der Parteien”, sagte Güllner.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel kandidiert nicht erneut als CDU-Parteivorsitzende, sie wird auch bei der kommenden Bundestagswahl nicht noch einmal als Spitzenkandidatin ihrer Partei zur Verfügung stehen. Für ihre Nachfolge bewerben sich neben Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn noch mehrere weithin unbekannte Kandidaten. Gewählt wird die nächste CDU-Chefin oder der nächste CDU-Chef auf einem Parteitag am 7. Dezember.

    (mf)


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    • Am Samstagabend ist Jens Büchner an Lungenkrebs gestorben.
    • Ehefrau Daniela steht jetzt vor einer schweren Entscheidung. 
    • Im Video oben: Trauer um Jens Büchner – das war sein bewegtes Leben.

    Daniela Büchner durchlebt gerade eine schwere Zeit. Ihr Ehemann Jens verlor am Samstagabend seinen Kampf gegen den Lungenkrebs

    Sie war seit drei Jahren die Frau an der Seite des Schlagersängers. Die beiden heirateten im vergangen Jahr und haben zusammen Zwillinge bekommen. Mit ihren Kindern aus vorherigen Ehen bildeten Daniela und Jens Büchner eine große Patchwork-Familie.

    Hier posierte Daniela noch glücklich mit ihrem Jens.

    Nach der Teilnahme des Paares an der RTL-Sendung “Das Sommerhaus der Stars” wurde spekuliert, ob Daniela es ihrem Mann gleichtun und im kommenden Jahr in den australischen Dschungel für die RTL-Show “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” ziehen würde.

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    Daniela Büchner muss sich jetzt entscheiden

    Laut Medienberichten habe sie den Vertrag bereits unterschrieben.

    Doch nach dem Tod ihres Ehemannes steht sie nun vor einer schweren Entscheidung: Soll sie nur wenige Wochen nach Jens’ Ableben zurück in ein Reality-TV-Format oder stattdessen auf die Gage verzichten, die ihr in dieser Zeit vielleicht helfen könnte, nun da sie Witwe und Oberhaupt einer achtköpfigen Patchwork-Familie ist? 

    Heute auch interessant: Royals: Meghans Schwester plant pikantes Buch über Familie Markle

    “Bild” will wissen, dass Daniela sich auf ihre Teilnahme schon sehr gefreut habe. 

    Laut Medienberichten soll sie den Vertrag dazu bereits vor dem Tod ihres Mannes unterschrieben und eine fünfstellige Summe verhandelt haben. Laut “Bild” werde sie das Angebot allerdings nicht annehmen.

    “Sie ist im Cast von ‘Ich bin ein Star, holt mich hier raus!’, doch darf unter diesen Umständen kaum mit einer Teilnahme zu rechnen sein”, heißt es dort. Eine offizielle Stellungnahme von Daniela Büchner steht dazu noch aus. 

    (kiru)


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    • Sturmböen haben am Wochenende die spanische Urlaubsinsel Teneriffa heimgesucht. 
    • Meterhohe Wellen haben mehrere Wohngegenden überflutet.
    • Im Video oben seht ihr, wie heftig das Unwetter war.

    Ein heftiges Unwetter hat am Wochenende die beliebte spanische Urlaubsinsel Teneriffa heimgesucht. Riesenwellen von bis zu sechs Metern Höhe haben dort zu schweren Verwüstungen geführt. Besonders schlimm betroffen war der Nordwesten von Teneriffa.

    65 Wohnungen mussten evakuiert werden

    In der Gegend von Garachico seien 65 Wohnungen vorsorglich evakuiert worden, berichtete die spanische Zeitung “El Confidencial”. Im Internet wurden Videos verbreitet auf denen zu sehen ist, wie riesige Atlantikwellen Balkone von einem mehrstöckigen Wohnhaus reißen.

    Heute auch interessant: Nach Jens Büchners Tod: Geht Daniela trotzdem ins Dschungelcamp?

    Auch über der Region Katalonien gingen heftige Regenfälle nieder. In Navata in der Provinz Girona seien 170 Liter pro Quadratmeter gemessen worden, hieß es. 

    Unwetter fordern in Spanien bisher ein Todesopfer

    Die Unwetter in Spanien haben laut dem TV-Sender Euronews bisher ein Todesopfer gefordert. Auf dem Festland ertrank in Viveiro, im nordspanischen Galizien, eine 83-jährige Frau in ihrem Wohnhaus. 

    (ben)


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    Isabella Smith studierte erst wenige Wochen an der Universität in Birmingham, als sie auf einmal Fotos von Penissen auf ihrem iPhone hatte. Es geschah am 19. Oktober. Die 20-jährige Erstsemesterin saß mit ihren Kommilitonen in einer Business-Vorlesung, als jemand die sexuell anstößigen Fotos per AirDrop mit ihr teilen wollte.

    Bei aktiviertem WLAN und Bluetooth ermöglicht dieser Dienst die schnelle Datenübertragung zwischen allen Apple-Geräten im Umkreis von neun Metern. Smith wusste also, dass sich der Absender sehr wahrscheinlich in ihrem Hörsaal befand.

    “Mir wurde richtig schlecht, das war so unangenehm”, erzählt sie HuffPost UK. Nachdem sie die Annahme der Foto-Dateien abgelehnt hatte, wurde ihr klar, dass sie wenig unternehmen konnte, um den Schuldigen zu finden.

    “Ich hatte davon gehört, dass es das gibt. Aber ich hätte nie gedacht, dass mir das in einem Hörsaal passiert. Das hier soll doch ein sicherer Ort sein.”

    Perverse Fotos per Apple AirDrop

    Jess Shepherd (28) passierte es in einer Bar im Stadtteil Northern Quarter in Manchester. Es war im April, gegen 14 Uhr. Sie saß mit Arbeitskollegen draußen auf der Terrasse. Wie Isabella Smith erhielt sie eine Benachrichtigung mit der Bitte, intime Bilder zu empfangen – sie öffnete sie nicht.

    “Ich hatte noch nie von AirDrop gehört”, sagt sie. “Als ich das Vorschaubild sah, geriet ich in Panik. Ich fühlte mich sexuell missbraucht. Ich fühlte mich schutzlos, weil mir jemand am helllichten Tag ohne Vorwarnung so etwas schicken konnte.”

    Jess Shepherd

    Shepherd fühlte sich insbesondere in ihrer Privatsphäre verletzt, weil die Fotos auf ihrem Handy erschienen. “Unser Telefon ist wirklich ein sehr persönlicher und intimer Gegenstand – die meisten Menschen schlafen sogar an seiner Seite ein”, sagt sie. “Es war, als sei mein Telefon infiziert.”

    Im Mai 2018 fuhr die PR-Beraterin Chloe Matthbury aus Leeds wie immer mit dem Zug nach Hause. Die 28-Jährige saß inmitten von Hunderten von Pendlern in einem bis auf den letzten Platz besetzen Waggon, als sie per AirDrop ein Foto erhielt.

    Es zeigte sie selbst im Zug, mit einem handgezeichneten Kreis um sie herum, wie um sie von anderen Passagieren abzugrenzen. Dem Foto folgten sofort weitere.

    Cyber-Flashing: Frauen fühlen sich körperlich bedroht

    “Ich fühlte während der restlichen Fahrt ausgeliefert”, sagt Matthbury. “Es war unheimlich, weil ich nicht wusste, wer mir das geschickt hatte, aber wusste, dass dieser Mensch mich wahrscheinlich beobachtete und mir aus dem Zug folgen könnte.”

    Frauen haben tatsächlich allen Grund, sich körperlich bedroht zu fühlen, wenn ihnen solche Bilder geschickt werden, sagt Professor Clare McGlynn von der Durham University.

    Durham sagte als Zeugin vor dem Sonderausschuss Frauen und Gleichstellung im britischen Parlament aus und ist Co-Autorindes im Oktober veröffentlichten Berichts zur sexuellen Belästigung von Mädchen und Frauen an öffentlichen Orten.

    McGlynn sagte der HuffPost vor der Veröffentlichung: “Es ist unvermeidlich, dass einige dieser Leute später körperlich übergriffig werden und Sexualstraftaten begehen. Zum derzeitigen Zeitpunkt lässt sich aber nicht sagen, wie hoch der Prozentsatz ist.“

    Die Geschichten dieser Frauen sind nicht ungewöhnlich. Anfang dieses Jahres ergab eine Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts YouGov, dass 41 Prozent der Frauen schon unaufgefordert sexuell anstößige Fotos erhalten haben.

    46 Prozent dieser Frauen sagten, sie seien minderjährig gewesen, als dies zum ersten Mal passierte. Die Umfrage gilt unter Fachleuten als die erste groß angelegte Studie zum sogenannten Cyberflashing, dem unerwünschten Senden obszöner Bilder.

    Viele Opfer zeigen die Täter nicht an

    Wie in den drei geschilderten Fällen sind sich die Opfer oft nicht bewusst, dass dies auch anderen Frauen passiert. Viele entscheiden sich dagegen, die Tat anzuzeigen. Deshalb ist es immer noch schwierig, Daten zum wahren Ausmaß des Problems zu erheben. 

    Sophie Gallagher

    Es ist nicht das erste Mal, dass HuffPost über obszöne Fotos berichtet, die per AirDrop verschickt werden:Eine Reporterin wurde 2017 Opfer von Cyber-Flashing und bekam in der Londoner U-Bahn 120 sexuell anstößige Bilder zugeschickt. Bald meldeten sich daraufhin weitere Frauen, um von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten.

    Penisbilder in der U-Bahn: Sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum

    Rehema Figueiredo (25) wurde an der Londoner U-Bahn-Station Stockwell über AirDrop mit 129 Fotos bombardiert. Sie sagte der HuffPost damals: “Ich fand es unheimlich und hatte deshalb am Bahnsteig und im Zug ein mulmiges Gefühl. Ich versuchte herauszufinden, wer es war, aber alle hingen an ihrem Telefon.

    Die für den Schienenverkehr zuständige Polizei BTP schaltete Figueiredo jedoch nicht ein. “Ich dachte, dass es weder etwas bringt, es der Polizei zu melden, noch, dass sie es ernst nehmen würde“, erklärt sie. “Ich habe schon schlimmere Sachen angezeigt, und nie ist dabei etwas herausgekommen.”

    Individuelle Lebensentscheidungen und Privatsphäre sind in Gefahr. Professor Clare Mc Glynn

    Gail Watt (37) berichtet ebenfalls, dass sie bei Fahrten in der Hauptstadt zwei Mal unerwünschte Bilder zugeschickt bekommen habe. Die Polizei habe sie nicht informiert, obwohl sie der Meinung war, dass die Situation “wie Exhibitionismus war und entsprechend geahndet werden sollte“.

    Die sexuelle Belästigung passiert nicht nur über AirDrop und nicht nur im öffentlichen Raum. Frauen berichteten HuffPost, dass sie solche Bilder auch im privaten Kreis, über Whatsapp, E-Mail und verschiedene Soziale Medien geschickt bekommen.

    Mollie Davies (21) aus Cardiff und Natalie* (26)  aus Leeds, sagen, dass sexuelle anzügliche Fotos am häufigsten über Snapchat erhielten. Nur weil sie ihnen über einen privaten Instant-Messenging-Kanal geschickt wurden (und nicht über offenes Bluetooth wie bei den AirDrop-Fällen), bedeute das nicht, dass sie dies den Absendern erlaubt hätten.

    Mollie Davies

    Natalie erzählt HuffPost UK, dass sie mindestens 40 sexuell anstößige Fotos erhalten hat. Einmal saß sie mit ihrem Freund auf dem Sofa, als ihr ein Mann, den sie vor Jahren kennengelernt, aber nie gesprochen hatte, ein Foto von seinem Penis und ein Video schickte.

    “Ich habe mein Handy buchstäblich durch das Zimmer geworfen”, sagt sie. “Heute benutze die Plattform kaum noch und habe alle Männer gelöscht, die nicht mein Freund oder ein vertrauenswürdiger Freund sind.”

    Penisbilder tragen zu sexueller Ungleichheit bei

    Davies sagt, dass sie auch von Männern Bilder erhielt, mit denen sie noch nie gesprochen hat, geschweige denn in einer Beziehung war, was eine Erklärung für ein solches Verhalten liefern könnte.

    Laura Thompson von der Londoner City University ist eine führende Forscherin auf diesem Gebiet . Sie ist der Ansicht, dass die Gesellschaft nicht nur den Schaden anerkennen muss, welchen die Fotos für die einzelne Frau mit sich bringen. Wichtig sei allgemein anzuerkennen, wie dieses Verhalten zur Geschlechter- und sexuellen Ungleichheit beiträgt, indem es das Vertrauen und die Sicherheit der Frauen im öffentlichen Raum einschränkt.

    Was gibt Männern das Recht dazu? Es ist ekelhaft. Frauen schicken Männern schließlich auch keine Bilder von ihrer Vulva und Klitoris. Lindsay Coldrick

    Die 37-jährige Therapeutin Lindsay Coldrick aus York berichtet, dass sie sexuell anstößige Fotos zugeschickt bekam, als sie auf Wohnungssuche war. Coldrick hatte auf dem Anzeigenportal Gumtree nach Immobilien gesucht und kontaktierte einen Vermieter per Telefon.

    Nach etwa 20 Minuten entschied sie, dass sie nicht an der Immobilie interessiert war. Am nächsten Morgen wachte sie auf und sah, dass der Mann ihr ein Foto von seinem Penis über Whatsapp geschickt hatte.

    “Was gibt Männern das Recht dazu? Das ist ekelhaft“, sagt Coldrick. “Frauen schicken Männern schließlich auch keine Bilder von ihrer Vulva und Klitoris. Sie denken, dass sie das zu einem Mann macht, aber da irren sie sich gewaltig.“

    Lindsay Coldrick

    Andere Frauen gerieten während ihrer Arbeit ins Visier. Die Komikerin Suzy Bennett (41) aus Devon bekam mehrfach Penis-Fotos zugeschickt.

    2017 sprach sie mit einem Firmenmanager über eine Zusammenarbeit bei einer Veranstaltung, als dieser ihr Fotos von sich beim Masturbieren schickte und einen Link zu einem ähnlichen Video, das er auf einer Pornoseite hochgeladen hatte. “Er war verheiratet und seine Frau zu der Zeit schwanger“, sagt Bennett. “Ich habe ihn blockiert.“

    Sie meldete den Vorfall nicht der Polizei. “Ich hatte nicht das Gefühl, dass es sich lohnt, das weiter zu verfolgen, oder dass es ernst genommen werden würde.”

    Umfrage: Beide Geschlechter finden Penis-Fotos erschreckend

    Bennett sagt, dass sie als Jugendliche von Angesicht zu Angesicht Opfer eines Exhibitionisten wurde und das nie anzeigte. “Ich hätte es wirklich tun sollen, aber ich war verängstigt, beschämt, verwirrt und verdrängte es. Erst jetzt begreife ich, dass das nicht in Ordnung ist und hoffe einfach, dass der Mann nicht noch Anderen Leid zugefügt hat.

    Rosalie Falla

    Rosalie Falla (22), Journalistin von den Kanalinseln, bekam ebenfalls bei der Arbeit Penis-Fotos zugeschickt. Während ihrer Ausbildung an der Londoner City University suchte sie über Twitter Bewohner des Londoner Stadtteils Islington, die den Stromanbieter gewechselt hatten. Ein Mann antwortete und bat sie, ihm eine Direktnachricht auf Twitter zu senden, um miteinander zu sprechen.

    “Das schien ziemlich unverfänglich und kam von einem Anwohner, also dachte ich mir nichts dabei“, sagt sie. “Ich fragte: ‘Hey, hast du zu einem neuen Stromanbieter gewechselt?’ Er antwortete: ‘Nope’, was im Nachhinein urkomisch ist”, berichtet Falla. “Dann schickte er mir hintereinander von sich drei verschiedene Videos beim Masturbieren und Ejakulieren.“

    Anfangs habe sie das noch lustig gefunden, weil sie in dem Moment von ihren Freunden umgeben war. Doch später, als sie alleine zu ihrer Wohnung ging, die sich ebenfalls im Stadtteil Islington befindet, merkte sie, dass sie sich unsicher fühlte. “Mir wurde bewusst, dass dieser Mann in meiner Gegend lebte.“

    Forscherin Thompson betont, dass Männer laut der YouGov-Umfrage weitgehend begreifen, dass Frauen diese Bilder erschreckend finden. Tatsächlich waren die Zahlen für beide Geschlechter ähnlich – etwa 20 Prozent fanden Penis-Fotos erschreckend und 17 Prozent empfanden sie als Bedrohung.

    “Für mich bedeutet das, dass Männer wie Frauen Penis-Fotos als etwas begreifen, mit dem man Andere sexuell belästigen kann“, sagt Thompson. Das widerspreche der Annahme, “dass das nur junge Leute erleben, die das lustig und albern finden”.

    Was die Ergebnisse der Untersuchung angeht, ist Thompson “vorsichtig optimistisch”. Sie glaubt, dass die Ergebnisse “ins Schwarze treffen“, vermutet aber, dass es dieses Problem seit Langem gibt, es jedoch bislang keine Beachtung fand. “Das passiert nicht erst seit ein, zwei Jahren, sondern wahrscheinlich, seitdem es das Internet gibt.“

    Dieser Beitrag ist zuerst in der der HuffPost UK erschienen und wurde von Katharina Wojczenko aus dem Englischen übersetzt. 

    (vl)


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    Obdachlose dürfen nicht mehr in Berliner U-Bahnhöfen schlafen.

    • Für Obdachlose ist es besonders hart, dass die Temperaturen in Deutschland mittlerweile unter null Grad Celsius gesunken sind.
    • In Berlin könnte sich die Lage noch für sie noch verschärfen: Wohnungslose dürfen jetzt keine Zuflucht mehr in U-Bahnhöfen suchen.

    Plötzlich ist der Winter da – eisige Temperaturen lassen ganz Deutschland bibbern. Am schlimmsten trifft es die, die kein Zuhause haben.

    Auch in Berlin ist es seit einigen Tagen richtig kalt – aber in den U-Bahnhöfen der Hauptstadt dürfen Obdachlose künftig nicht mehr übernachten.

    Die gemeinsame Suche von Senat und Berliner Verkehrsbetrieben BVG nach Ersatzräumen für die bisherigen Kältebahnhöfe ist bisher ohne Erfolg geblieben. “Es ist noch keine Lösung gefunden worden”, sagte BVG-Pressesprecherin Petra Reetz am Samstag.

    In den vergangenen Jahren hatten die Verkehrsbetriebe bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose geöffnet. Dieses Jahr sollte es dieses Angebot wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr geben.

    “Einfach in die Nacht geschickt wird niemand”

    Nach einem Gespräch mit Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) sagte das Unternehmen aber zu, bisher ungenutzte Bereiche in mehreren Stationen freizugeben.

    So sollen die Obdachlosen von den Stromleitungen an den Gleisen ferngehalten werden. Welche Flächen genau in Frage kommen, soll erst noch geprüft werden. Man habe sich gemeinsam Räume angesehen, die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, so Reetz am Samstag. Als Grund nannte sie unter anderem Sicherheitsbedenken der Feuerwehr. Zuerst hatte der RBB darüber berichtet.

    In Hamburg gibt es beheizte Container – zumindest für ein paar

    Die BVG will laut Reetz alles tun, um Bedürftige zu vermitteln. Die Verkehrsbetriebe hätten in den Bahnhöfen Plakate mit Adressen und Telefonnummern von Unterkünften aufgehängt und ihre Mitarbeiter mit Handzetteln ausgestattet.

    So könnt ihr Obdachlosen helfen:

    Besonders im Winter sind wohnungslose Menschen in Städten auf Hilfe angewiesen. Die Heilsarmee gibt ein paar Tipps, was ihr tun könnt:

    • Wenn ihr einen Obdachlosen ungeschützt in der Kälte schlafen seht, ist es legitim, ihn zu wecken und Hilfe anzubieten. Ihr könnt karitative Organisationen anrufen, Kältebusse kontaktieren oder, wenn ihr euch um die Gesundheit der obdachlosen Person sorgt, auch einen Krankenwagen.
    • Gebt Lebensmittel, die ihr nicht mehr braucht, die aber noch genießbar sind, an Obdachlose ab. Am besten Obst wegen fehlender Vitamine oder abgepackte Backwaren für Kohlenhydrate. Auch ein warmes Getränk kann helfen.
    • Wenn ihr Jacken, Decken, Mützen, Schals oder Handschuhe übrig habt, gebt sie Obdachlosen oder gebt die Sachen bei Kleiderkammern oder der Diakonie ab.
    • Wenn ihr ein Ticket für den Nahverkehr nicht mehr braucht, dieses aber noch gültig ist, freuen sich Obdachlose oft darüber – so können sie sich eine Weile im Warmen in U- und S-Bahnen aufhalten.

    “Einfach in die Nacht geschickt wird niemand”, betonte Reetz. Sie gab aber zu bedenken, dass die BVG keine Institution der Kältehilfe sei.

    Dennoch sind U-Bahn-Stationen für viele Obdachlose in deutschen Großstädten der letzte Zufluchtsort, um nicht zu erfrieren.

    Hamburg hatte Anfang November 109 Plätze in beheizten Wohncontainern geschaffen – wer dort einziehen und bis März bleiben darf, wurde per Los entschieden. Das berichtet das “Hamburger Abendblatt”. Doch auch das ist überhaupt nur mit der Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher möglich. 

    860.000 Menschen waren Stand November 2017 laut der BAG Wohnungslosenhilfe deutschlandweit obdachlos. Bis zum Ende des Jahres wird ein Anstieg auf 1,2 Millionen prognostiziert.

    Mit Material der dpa.

    (mf)


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    • In der Sat.1-Show “Hochzeit auf den ersten Blick” hat Kandidat Sascha kurz nach der Trauung einen Korb erhalten.
    • Anschließend musste das Paar ihre Trennung ihren Familien gestehen – wie unangenehm das für alle Beteiligten war, seht ihr im Video oben. 

    Es ist wohl der TV-Korb des Jahres gewesen: Bei “Hochzeit auf den ersten Blick” gaben sich die Kandidaten Tamara und Sascha das Ja-Wort. Doch der Bund der Ehe hielt nur wenige wenige Minuten. Tamara später entschied kurzerhand wieder um. 

    Sie bereute das Eheversprechen, das sie dem Mann gab, den sie zuvor gar nicht kannte und sagte ihm dies auch direkt.

    Schon in den ersten Sekunden habe sie gespürt, dass er nicht der Richtige sei. Trotzdem hatte sie “Ja” gesagt und nannte das später “den größten Fehler ihres Lebens”. 

    “Hochzeit auf den ersten Blick”: Sascha war sichtlich mitgenommen

    Sascha nahm die Rückweisung sichtlich mit. Er habe bis zu diesem Zeitpunkt an das Experiment geglaubt und gehofft, dass er seine Traumfrau treffen werde.

    In der vergangenen Woche sahen tausende Zuschauer den Korb an Sascha und litten mit ihm mit.

    Nach der plötzlichen Trennung stand für Tamara und Sascha die schwierigste Aufgabe noch bevor. In der vergangenen Folge der Sat.1-Sendung musste sich das frisch verheiratete Paar ihren Familien erklären.

    Familien erwarteten glückliches Paar

    Die Freunde und Verwandten der beiden hatten offenbar erwartet, ein glückliches Hochzeitspaar zu empfangen. Stattdessen trafen sie auf ernste Mienen.

    Wie unangenehm es für Tamara war, Saschas Familie zu gestehen, dass sie nicht mit ihm zusammensein möchte und wie die Familien auf das Geständnis reagierten, seht ihr im Video oben. 

    (mf)


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