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Huffington Post Germany Athena

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    Verantwortliche für und Opfer des Brexit-Chaos zugleich: Großbritanniens Premierministerin Theresa May. 

    ► Die britische Premierministerin Theresa May muss mit neuem Ärger in ihrem Kabinett wegen des Brexit-Abkommens rechnen. 

    ► Wie unter anderen die “Times” unter Berufung auf Kabinettskreise am Samstag berichtete, drohen fünf Minister mit Rücktritt, sollte May keine Änderung zum sogenannten Backstop durchsetzen.

    ► Mit Backstop werden jene Vorkehrungen im Austrittsabkommen bezeichnet, die verhindern sollen, dass Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland notwendig werden. 

    Warum die Brexit-Hardliner Mays Deal platzen lassen wollen: 

    Die Brexit-Hardliner in Mays Konservativer Partei befürchten, dass die gefundene Notfalllösung zum Dauerzustand wird. Sie sieht vor, dass Großbritannien als Ganzes de facto Teil der Europäischen Zollunion bleibt.

    ► Das Problem: Als Mitglied der Zollunion kann Großbritannien keine neuen Freihandelsabkommen wie beispielsweise mit den USA abschließen.

    Das gehört aber zu den wichtigsten Versprechungen des Brexit-Befürworter aus dem Wahlkampf vor dem Referendum von 2016. Ihnen zufolge wird Großbritannien durch die EU-Mitgliedschaft davon abgehalten, wieder zu alter Größe als globale Handelsnation zurückzukehren.


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    Jens Büchner ist nach kurzer aber heftiger Krankheit auf Mallorca gestorben. 

    • Tagelang lag er in der Klinik, nun gibt es die traurige Gewissheit: Der Reality-TV-Star Jens Büchner ist gestorben. 
    • Der als Malle-Jens aus “Goodbye Deutschland” bekannte Büchner wurde 49 Jahre alt. 

    Er hat den Kampf verloren: Jens Büchner ist in einem Krankenhaus auf Mallorca gestorben. 

    Das teilte Büchners Management am späten Samstagabend mit. 

    “Mit großem Bestürzen teilen wir mit, dass Jens Büchner nach kurzem, aber schwerem Kampf am Samstagabend friedlich eingeschlafen ist”, hieß es in einer Pressemitteilung. 

    Büchners Familie bittet um Ruhe und Zeit für die Trauer 

    Das von Büchners Familie und Freunden unterzeichnete Statement enthält auch eine Bitte der Verwandten des als Malle-Jens bekannt gewordenen Reality-TV-Stars. 

    “Bitte geben Sie seiner Frau Daniela und Kindern den Raum und die Zeit, in Ruhe zu trauern”, schreibt die Büchner vertretende Agentur. Von Anfragen an die Familie solle abgesehen werden. 

    Jens Büchner starb nach kurzer aber heftiger Krankheit

    Am Montag hatte Büchners Ehefrau auf Instagram mitgeteilt, dass ihr Mann im Krankenhaus sei. Sein Gesundheitszustand sei “kritisch”, schreib sie. Büchner soll wegen Magengeschwüren untersucht worden sein. 

    “Die Ärzte tun ihr Menschenmögliches”, schrieb Büchners Frau in ihrem Post. Es sollte nicht reichen. Büchner wurde nur 49 Jahre alt. 


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    Gesundheitsminister Jens Spahn will CDU-Vorsitzender werden. 

    ► Gesundheitsminister Jens Spahn fordert angesichts der Widerstände vieler Länder eine Abstimmung über den UN-Migrationspakt auf dem CDU-Bundesparteitag Anfang Dezember. 

    ► “Alle Fragen der Bürger gehören auf den Tisch und beantwortet, sonst holt uns das politisch schnell ein. Notfalls unterzeichnen wir eben später”, sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der Bild. 

    ► In der Unionsfraktion sei intensiv über den Migrationspakt diskutiert worden: “Das sollten wir genauso offen auf dem CDU-Parteitag tun und das weitere Vorgehen abstimmen.”

    Wie Spahn seine Kritik am UN-Migrationspakt begründet: 

    Der von den UN-Mitgliedstaaten beschlossene Pakt soll helfen, Flucht und Migration besser zu organisieren und bei einem Gipfeltreffen im Dezember in Marokko angenommen werden.

    Die USA, Österreich, Ungarn, Australien, Tschechien, Bulgarien und Estland scherten bereits aus. 

    Spahn kritisierte den bisherigen Umgang der Bundesregierung mit dem Pakt: “Weil wir uns der Diskussion nicht aktiv gestellt haben, ist der Eindruck entstanden, wir hätten da etwas zu verheimlichen und dass der Pakt uns schade.” Intransparenz befördere Misstrauen.

    Woher die Kritik am Migrationspakt stammt – und warum sie heuchlerisch ist: 

    Tatsächlich wurde dieses Misstrauen vor allem durch Rechtsextreme in die Welt gesetzt. Die Kritik am Migrationspakt in Europa wurde zu Beginn vor allem von rechten Blogs und der Identitären Bewegung verbreitet. 

    Dort wurden falsche Behauptungen aufgestellt – etwa, dass der Pakt nationales Recht abschaffen würde und die unterzeichnenden Länder zur Aufnahme von Migranten verpflichten würde. Die Verschwörungstheorie des “Bevölkerungsaustauschs” wurde befeuert. 

    Aus der rechtsextremen Ecke waberte diese Kritik in die rechte Ecke Österreichs, bis hin in die Regierungskreise. Auch in Deutschland griff die AfD das Thema bald auf.


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    Dunja Hayali wird immer wieder Ziel von rechter Hetze – doch sie will sich nicht davon unterkriegen lassen. 

    • Die Journalistin Dunja Hayali hat in einem Interview offenbart, wie sie mit der gewaltigen Hetze von Rechten gegen sie umgeht. 
    • Hayali gestand ein, dass sie auch privat manchmal Angst bekomme – stellte aber klar, dass sie sich hasserfüllter Kritik nicht beugen werde. 

    Dunja Hayali will sich nicht verstellen. Nicht so tun, als habe sie keine klar humanistische Einstellung, als wären Hass und Rassismus vertretbare Meinungen, über die sie objektiv berichten müsse. 

    Hayali stellt bei ihren medialen Auftritten häufig und eindringlich die Frage: Wie erhalten wir dieses gemeinsame Leben, angesichts des Hasses, der sich in unserer Gesellschaft Bahn bricht? 

    Es ist ein Hass, den die Journalistin oft selbst zu spüren bekommt. Im Netz wird sie heftig beleidigt und beschimpft, zu Reporterterminen muss sie bisweilen mit Sicherheitsleuten reisen. 

    Hayali ist eine der Hassfiguren der rechten Szene in Deutschland. In einem Interview mit der “Südwest Presse” hat die Moderatorin nun offenbart, wie diese Hetze sie persönlich belastet – und wie sie auf sie reagiert.

    Dunja Hayali: “Für manche reicht es, dass ich eine Frau mit Migrationsvordergrund bin”

    “Ich finde es unsäglich, in einem demokratischen Land mit Meinungs- und Pressefreiheit als Journalistin geschützt werden zu müssen, weil ich meinem Job nachgehe”, sagte Hayali der “SWP”.

    Es sei unwürdig, dass es so weit gekommen sei – auch für die Gesellschaft insgesamt.  

    Auf die Frage, woher die Aggressionen gegen sie kommen, sagte Hayali: “Fragen Sie die, die sie ausleben.” Oft werde ihr vorgeworfen, dass sie solche Menschen in die Ecke stelle. Dabei lebe sie nur ihren Job aus: “Hingucken, hinhören, hinterfragen, auch sich selbst, nicht in Schubladen stecken.”

    Hayali glaubt, dass ein großer Teil der Kritik an ihr schlichtweg persönlich sei. Sie sagt: “Für manche reicht es auch, dass ich eine Frau bin, dazu noch mit Migrationsvordergrund, und für den öffentlich-­rechtlichen Rundfunk arbeite.”

    Mehr zum Thema: Dunja Hayali spricht über ihr “schlimmstes Erlebnis” mit Rechten

    Dunja Hayali: “Damalige Reaktionen ein Witz, gegen das, was ich seit 2015 erlebe”

    Schon im Jahr 2007, als sie ihre Fernsehkarriere begann, habe Claus Kleber sie beim ZDF gewarnt, dass sie Kritik bekommen würde. 

    “Aber die damaligen Reaktionen waren ein Witz gegen das, was ich seit drei Jahren, seit 2015, in meinem Land erlebe”, sagt Hayali. 

    Am meisten verletze sie, wenn ihr die Identität als Deutsche abgesprochen werde. 

    “Dass man mir vor die Füße spuckt, mich eine türkische Schlampe nennt und mir wünscht, von einer ‘Horde Araber’ vergewaltigt zu werden. Dass man mich mit Beleidigungen, Hass und Hetze überzieht – und das alles mit einer inzwischen atemberaubenden Selbstverständlichkeit und unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit.”

    Längst wird Hayali nicht nur im Netz angegriffen, die Moderatoren berichtet auch, dass sie Angst bekommen habe, “in Momenten, als ich privat unterwegs war.” 

    Hayali will nicht konkret berichten, was in diesen Momenten geschehen ist – sie wolle den betreffenden Menschen, die ihr Angst einjagen wollten, keine Genugtuung geben. 

    Die Journalistin gesteht aber auch: “Inzwischen habe ich hin und wieder mein Pfefferspray dabei – und auch das finde ich bedenklich.”

    Hayali will versuchen, “aus Wut auch Mut zu machen”

    Sie sei wegen der Attacken gegen sie lange verunsichert gewesen, gab Hayali in der “SWP” zu. Doch sie habe gemerkt, dass das ungesund sei – “auch, weil da eine gewisse Wut mit einherging.” 

    Nun versuche sie, “aus der Wut auch Mut zu machen”, indem sie die gesellschaftliche Mitte motiviere, sich mehr zu engagieren. 

    Hayali sagt: “Wir müssen das Verbindende suchen, ohne das Trennende unter den Teppich zu kehren.”

    (ak)


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    Jens Büchner ist im Alter von 49 Jahren verstorben.

    Ein schwach, aber mit unheimlichen Durchhaltevermögen leuchtender Stern ist vom deutschen TV-Himmel gefallen: Jens Büchner, der Anti-Held des Fernsehens, ist am 17. November nach kurzer, aber schwerer Krankheit verstorben. 

    Bekannt ist der Trash-TV-Star nicht, weil er besonders gutaussehend, charmant oder talentiert gewesen wäre. Er konnte vor allem eines gut: Scheitern. Und dafür haben ihn die Fans gefeiert.

    Denn was lässt uns menschlicher erscheinen, als Misserfolge – seien sie nun echt oder im Fernsehen inszeniert? Und was gibt uns mehr Mut, als jemanden zu beobachten, der nach dem Scheitern wieder aufsteht – um noch einmal zu scheitern?

    Mehr zum Thema: Jens Büchners Freund schildert in Video wahren Charakter des Auswanderers

    Niemand scheiterte so konsequent und erfolgreich wie Jens Büchner

    So stolperte “Malle-Jens” von einem Trash-TV-Hit zum nächsten, von mühsamen Kletteraktionen in tropischen Wäldern zu musikalisch fragwürdigen Auftritten auf mallorquinischen Bühnen mit tropischen Cocktails. 

    Einige Momente sind den Fans allerdings ganz besonders in Erinnerung geblieben.

    Jens Büchner: Das waren die Lieblings-Momente der Fans

    1. “Goodbye Deutschland”

    Laut einer Umfrage des Entertainment-Portals “Promiflash” ist die Lieblings-Sendung der Fans “Goodbye Deutschland”: Dort trat Büchner bereits 2011 gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Jennifer Matthias auf.

    Wir waren dabei, als Büchner seiner Jenny einen Heiratsantrag machte. Wir waren dabei, als die Beziehung nur wenige Jahre später in die Brüche ging. Wir waren dabei, als Büchner sich als Schmuckdesigner oder Badehosen-Modell versuchte – und auch da erfolgreich scheiterte.  

    2. “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus”

    2017 nahm Büchner am Dschungelcamp teil – seinen Auftritt in der Reality-Show wählten die “Promiflash”-User auf Platz zwei ihrer Lieblingssendungen mit “dem Jenser”. Geradezu legendär ist seine Kletter-Aktion über eine Schlucht: Gemeinsam mit Marc Terenzi hangelte sich Moppel-Büchner mehr schlecht als recht über den Abgrund (Kommentar von Büchner selbst: “Ich bin zu fett”). 

    Nach 13 Tagen verließ Büchner das Dschungelcamp wieder – auch hier hatte er, mal wieder, nicht gewonnen. 

    3. “Das Sommerhaus der Stars”

    Erst vor ein paar Monaten war Büchner mit seiner neuen Frau Daniela beim “Sommerhaus der Stars” zu sehen – dieses Trash-TV-Format wählten die “Promiflash”-User auf Platz drei. Dort begeisterte (oder nervte?) das Pärchen mit nackten Tatsachen und frechen Sprüchen. In einem Interview mit dem Sender “RTL” sagte Büchner sogar, dass die anderen Paare im Sommerhaus für ihn der “Abschaum der Gesellschaft” seien. 

    Und, Überraschung: Auch in dieser Sendung trug Büchner keinen Sieg davon. 

    In Erinnerung bleiben wird uns der Malle-Jens trotzdem: Wer so erfolgreich unerfolgreich ist, hat einen Platz in unseren Herzen verdient. 

    (jg)


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    • Die AfD scheint durch die Affäre um dubiose Parteispenden Stimmen zu verlieren.
    • Das geht aus dem aktuellen Forsa-“Trendbarometer” hervor – wie ihr auch im Video oben seht.

    Die AfD hat zuletzt aufgrund einer Affäre um dubiose Parteispenden Schlagzeilen gemacht. Nun kostet das die Partei um Fraktionschefin Alice Weidel offenbar vieles an Zustimmung. 

    Das geht aus dem aktuellen Forsa-“Trendbarometer” für RTL/ntv hervor. Demnach fällt die Partei erstmals seit Januar wieder unter den bei Bundestagswahl erreichten Wert und kommt nur noch auf 12 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche.

    Die Union legt zu, Grüne zweitstärkste Kraft

    Profiteur ist die Union, die einen Prozentpunkt gutmachen kann und auf 28 Prozent klettert. Die SPD gewinnt ebenfalls einen Prozentpunkt und kommt auf 14 Prozent. Damit sind die Sozialdemokraten wieder drittstärkste Kraft.

    Die Grünen verlieren zwar einen Prozentpunkt, sind mit 23 Prozent aber immer noch zweistärkste Kraft. Wären am Sonntag Bundestagswahlen, gäbe es damit eine knappe Mehrheit für eine schwarz-grüne Regierung.

    Die FDP und die Linke liegen wie in der Vorwoche bei neun Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen fünf Prozent.

    Die SPD erhält aber noch eine heftige Ohrfeige: Die Umfrage ergab, dass nur vier Prozent der Befragten der Partei zutrauen, die Probleme des Landes zu lösen. Bei der Union sind es immerhin 20 Prozent.

    (jg)


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    Die Autorin Oliva Loving litt an einer Körperdysmorphen Störung, auch Dysmorphophobie genannt: Diese meint eine gestörte Wahrnehmung gegenüber des eigenen Körpers und wird als eine Zwangsstörung klassifiziert. Betroffene nehmen sich als hässlich oder entstellt wahr – meist betrifft das einzelne Körperteile.

    Loving trieb eine scheinbare Einbuchtung in ihrem Gesicht, verursacht durch einen Pickel, den sie mit 15 Jahren hatte, schier zur Verzweiflung.

    Die stark übertriebene Besorgnis kann laut der “Ärztezeitung” zu einem großen Leidensdruck, Depressionen und Beeinträchtigungen im sozialen und beruflichen Leben führen. Auch Loving litt zunehmen unter den Symptomen: Bei ihr ging der Verlauf der Störung mit starken Zwangsgedanken und -handlungen einher, weswegen sie sich in psychiatrische Behandlung begeben musste.

    Laut des Psychologen Stefan Brunhoeber wird von rund einer Million Betroffener in Deutschland ausgegangen. Weltweit leiden vermutlich 0,7 bis 2,4 Prozent der Bevölkerung an einer Dysmorphophobie. Männer und Frauen sind mit einem Verhältnis von zwei zu drei ähnlich häufig betroffen.

    In ihrem Blog-Beitrag spricht Loving darüber, wie sie mit ihrer Dysmorphophobie und ihren Zwangsgedanken lebt, wie ihre Therapien verlaufen sind und beschreibt eine erfolglose kosmetische Behandlung.

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    Im letzten Sommer durfte ich ohne Erlaubnis nicht einmal mehr alleine auf Toilette gehen. Auch mein Handy befand sich, mit Ausnahme einer halben Stunde pro Abend, unter Dauerverschluss.

    Wenn ich es dann doch benutzen durfte, stand ich unter genauer Beobachtung meiner Therapeuten, die sicherstellten, dass ich mich nicht auf Snapchat herumtrieb, die Kamera auf der Vorderseite aktivierte oder alte Fotos durchging und dabei mein Gesicht mit der Zoomfunktion vergrößerte.

    Mein damaliger Aufenthaltsort war das Institut für Zwangsstörungen (OCD Institute) des McLean Hospital im US-Bundesstaat Massachusetts. Zum Zeitpunkt meiner Behandlung litt ich bereits seit drei Jahren an einer sogenannten Körperdysmorphen Störung (KDS).

    Erste Zwangsstörung mit 15 Jahren

    Meine ersten Zwangsstörungen hatte ich mit 15 Jahren entwickelt. Meine ganze Aufmerksamkeit richtete sich damals auf eine kleine Vertiefung, die nach der Injektion einer Cortisonspritze gegen einen zystischen Pickel auf meinem Gesicht zurückgeblieben war.

    Alle 15 Minuten musste ich zwanghaft mein Spiegelbild überprüfen – ohne allerdings diesen Akt dabei, wie es im KDS-Jargon heißt, zu ritualisieren.

    Mit Ritualen kannte ich mich jedoch bestens aus. In der siebten Klasse hatte ich panische Angst davor, ich könne meinen Mitmenschen Schaden zuzufügen, zum Beispiel durch Waffengewalt (und beispielsweise meine Mutter erstechen) oder auch durch sexuelle Belästigung (und beispielsweise meine Klassenkameraden missbrauchen).

    Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass diese Gedanken etwas mit einer Zwangsstörung zu tun haben könnten. Ich hatte Angst davor, ins Gefängnis geschickt zu werden und fürchtete dauernd, dass man mich bei etwas “erwischen“ und mich danach “einbuchten“ würde.

    Ich begann, tagsüber zu beten und Gott auf meinen Knien darum zu bitten, diese schrecklichen Gedanken von mir zu nehmen. Von diesem Betritual blieb bald schon nur noch das Knien übrig.

    Ängste, Obsessionen, absurde Rituale

    Irgendwann sank ich nicht mehr nur regelmäßig auf die Knie, sondern begann, meinen Kopf in einer knienden Verbeugung vornüber zu neigen und den Boden mit meiner Stirn zu berühren. Damals kniete ich so häufig nieder, dass ich bis heute beim Sport eine Rückenstütze tragen muss.

    Meine Gewaltängste verschwanden zwar irgendwann, doch schon kurz darauf entwickelte ich neue Obsessionen. Mit 17 Jahren begann ich, lauter verschwommene Formen und dunkle Flecken in meinem Sichtfeld wahrzunehmen. Sofort war mir klar, welches Problem dahinter steckte:

    Ich sah sogenannte mouches volantes, verstreute halbtransparente Punkte und Fäden, die das Sichtfeld durchsetzen können. Sofort schoss mir in den Sinn, dass ich vielleicht erblinden und dann nie wieder sehen oder lesen können würde.

    Ich begann also, den Großteil meiner Zeit in meinem verdunkelten Haus zu verbringen. In meinem finsteren Kleiderschrank versteckt las ich Bücher, auf die Straße begab ich mich nur nachts.

    Daraufhin begann ich eine Konfrontationstherapie. Bei dieser Art Behandlung werden Patienten mit Zwangsstörungen für eine bestimmte Zeit einem von ihnen gefürchteten Stimulationsobjekt – einem Auslöser – ausgesetzt.

    Sobald die Patienten dann begreifen, dass sie nicht gleich sterben werden, wenn sie beispielsweise ein Flugzeug betreten, ein Messer halten oder eine Impfung verabreicht bekommen, können diese Handlungen dann kontrolliert wiederholt werden. Im Endeffekt sollte dabei die Angst des Patienten vor den Auslösern verschwinden.

    Damals fürchtete ich mich vor hellem Licht, da dieses die Punkte und Fäden in meinem Sichtfeld stärker hervorhob. In einer Therapiesitzung musste ich meinem Therapeuten, der zuvor meine dunklen Sonnenbrillen konfisziert hatte, unter freiem Himmel und bei hellem Tageslicht aus dem Roman “Die Tribute von Panem“ vorlesen.

    Therapie kann nur unsere Handlungsweise verändern

    Acht Jahre später ist es mir nun möglich, auch bei hellem Sonnenschein draußen spazieren zu gehen oder mit dem Auto zu fahren. Eine Konfrontationstherapie kann ich deswegen nur empfehlen.

    Meine Therapeuten am McLean Hospital bläuten mir immer und immer wieder ein, dass mein Krankenhausaufenthalt auf keinen Fall dem Zweck diene, etwas an meinen Gedanken zu verändern. Nur unsere Handlungsweisen könnten wir dauerhaft ändern, wie unsere Therapeuten uns immer wieder versicherten.

    Anfang 2018 schrieb ich mich für einen Masterstudiengang in kreativem Schreiben ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits für acht Jahre selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eingenommen. Außerdem verbrachte ich aber auch jede einzelne freie Sekunde meiner Tage damit, mich wie besessen mit meinen äußeren Erscheinungsbild zu befassen.

    Sogar beim Kochen oder Lesen begleitete mich damals ein ungutes Gefühl, das sich unter der Oberfläche meiner Gedanken festgesetzt hatte. Manchmal brauchte ich einen Moment, um mich an den Grund für mein Unwohlsein zu erinnern. Oh richtig, die Vertiefung in meinem Gesicht. Doch das Gefühl blieb, mein Unbehagen wurde ich nicht los.

    Jeden Tag saß ich stundenlang vor spiegelnden Oberflächen aller Art. Meinen Freunden schickte ich Bilder meines Gesichtes und bat sie um ihre Meinung. Ich verglich Bilder, die vor der Cortisonspritze entstanden waren mit neueren Fotos.

    Ich sprach wildfremde Menschen an und bat sie, meine Wange für mich zu begutachten. Ich fragte: “Sehen sie die Stelle? Wie, sie sehen nichts?“ Wenn diese Menschen dann nichts bemerkten, wurde ich häufig wütend, ganz so, als hätten sie mich auf irgendeine Weise hintergangen.

    Ich war mir sicher, dass sowohl die Fremden als auch meine Freunde mich anlogen. Wenn sie jedoch nickten und sagten, sie können die Vertiefung sehen, stützte mich das in eine miese Stimmung, die manchmal tagelang anhalten konnte.

    Im letzten Sommer sollte ich eigentlich einen Nebenjob als Lehrassistentin in einem Sommerlager, das ich als Kind sehr geliebt hatte, antreten. Doch irgendwann wurde mir klar, dass ich dies nicht würde tun können. Nicht einen weiteren Tag konnte ich so tun, als wäre alles bei mir in Ordnung. Ich musste das Problem meiner Krankheit angehen, koste es, was es wolle. 

    In der fünften Ausgabe des Diagnostischen und Statistischen Handbuchs der psychischen Störungen, einem amerikanischen Standardwerk der Psychologie, wird die KDS als eine Art Zwangsstörung klassifiziert.

    Der International OCD Foundation (Internationale Gesellschaft für Zwangsstörungen, Anm. Red.) zufolge muss ein Mensch zunächst eine Reihe bestimmter Symptome aufzeigen, um eine KDS diagnostiziert zu bekommen:

    Eine obsessive Beschäftigung mit dem eigenen Erscheinungsbild, repetitive Verhaltensweisen (beispielsweise das ständige Überprüfen des eigenen Spiegelbildes oder das dauerhafte Neuauftragen von Schminke), der Fall muss zudem eine klinische Relevanz haben (die sich am Ausmaß der Notsituation erkennen lässt) und eine Essstörung muss als Diagnose klar ausgeschlossen werden können.

    Essstörungen können ähnliche Symptome auslösen

    Obwohl die KDS viel mit Essstörungen aller Art gemein hat, sollten die beiden Krankheiten nicht miteinander verwechselt werden. Dr. Katherine Phillips, die in der KDS-Szene so etwas wie eine Halbgöttin ist, schreibt in ihrem Buch The Broken Mirror: “Aufgrund relevanter Unterschiede zwischen den Krankheiten ist es wichtig, die KDS von Essstörungen zu unterscheiden und sie separat zu diagnostizieren.“

    KDS-Patienten können sich zwar auch um ihr Gewicht oder ihre Größe sorgen, ihre Ängste richten sich aber normalerweise auf das Aussehen von anderen Körperteilen. Phillips schreibt:

    “Wenn die Sorgen einer Person sich auf die Hüften, den Bauch oder die Oberschenkel konzentrieren, nicht aber auf das Körpergewicht im Allgemeinen, und wenn diese Person keine merkbar abnormalen Essstörungen aufzeigt oder anderweitig die Kriterien für eine Essstörung erfüllt, dann diagnostiziere ich eine KDS.“

    Von meinen eigenen Nachforschungen wusste ich, dass die KDS eine hartnäckige und behandlungsresistente Krankheit ist. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand geht die Wissenschaft davon aus, dass auch Schönheitsoperationen keine Abhilfe gegen eine KDS schaffen können.

    Dr. Phillips zufolge erstreckt sich die lange Liste der unwirksamen Behandlungsformen unter anderem auf “Operationen, dermatologische Behandlungen und andere nicht-psychiatrische Behandlungen.“

    Schönheits-Operationen heilen die Krankheit nicht

    Zahlreiche Studien unter der Führung von Dr. Phillips lassen darauf schließen, dass sechs bis 20 Prozent aller Menschen, die einen Schönheitschirurgen aufsuchen, an KDS leiden dürften. Eine Operation mag dabei helfen, diesen Menschen zumindest temporär ihre Angst zu nehmen. Die obsessive Furcht tritt aber meist in abgewandelter Form wieder auf.

    Eine Frau, die sich einredet, eine zu große Nase zu haben, könnte ihre Aufmerksamkeit nach einer Nasenoperation beispielsweise schon bald auf ihr ausdünnendes Haar richten.

    Auf der einen Seite hatte ich dies natürlich begriffen. Andererseits sehnte ich mich aber trotzdem nach einer kosmetischen Aufpolsterung, einer Injektion von sogenannten dermal fillers.

    Ich informierte mich über die Möglichkeiten einer kosmetischen Behandlung.

    Zur Auswahl standen Juvederm, Voluma und Restylane, Aufpolsterungsmittel, die mir eine Frau auf einem Akne-Forum empfohlen hatte. Ich ging zu meinem örtlichen Schönheitschirurgen, um mich beraten zu lassen. Als die Ärztin mir dort aber eine Operation anbot, bekam ich einen Panikanfall.

    Vier Stunden Konfrontationstherapie täglich

    Zur selben Zeit bewarb ich mich bei zahlreichen Behandlungsprogrammen für Zwangsstörungen. Zwei dieser Programme spezialisierten sich unter anderem auch auf KDS-Patienten. Im März bekam ich dann ein Aufnahmeschreiben vom Institut für Zwangsstörungen des McLean Hospital.

    Nachdem ich meinen Master abgeschlossen hatte, zog ich also in das Orchard House, ein weißes, dreistöckiges viktorianisches Gebäude, das durch eine enge Straße vom Hauptgebäude des McLean Hospital abgetrennt war. Jeden Tag unterzog ich mich einer vierstündigen Konfrontationstherapie.

    Mein Therapeut überredete mich dazu, die Vertiefung in meinem Gesicht auf dem spiegelnden Bildschirm meines Telefons zu begutachten, für eine halbe Minute und aus einem extrem ungünstigen Blickwinkel. Danach durfte ich meine Aufmerksamkeit dann auf etwas anderes, wie beispielsweise Lesen, Kochen oder Schreiben, lenken.

    Während der ersten Behandlungswochen verstand ich den Sinn dieser Übung kaum. Ich war schließlich daran gewohnt, das Spiegelbild meines Gesichts aus unvorteilhaften Winkeln zu begutachten. Ich hatte doch jahrelang nichts Anderes gemacht. Wie sollte mir so etwas nur weiterhelfen?

    Wenn ich das Telefon nach einer solchen Sitzung beiseite legte, konnte ich nur an das Spiegelbild meiner Wange denken, das sich so tief in mein Bewusstsein eingebrannt hatte.

    “Ob man von Zwangsstörungen wohl eine posttraumatische Belastungsstörung bekommen kann?“, fragte mich ein Freund am Institut für Zwangsstörungen. Auch er hatte mit unerwünschten Wahnvorstellungen zu kämpfen, die ihn bei der Ermordung und Vergewaltigung wildfremder Frauen zeigte.

    Es war Mittagszeit, wir aßen ein Gericht aus klebrigem, weißen Reis an einem Tisch, der groß genug war für alle acht Gruppenmitglieder.

    Ich musste an meine Gewaltfantasien aus der siebten Klasse denken, an dunkle Formen vor dem Hintergrund eines blauen Himmels, an mein Spiegelbild in den blitzenden Vorderscheiben eines heranrasenden Autos.

    Es geht darum, unsere Handlungen zu kontrollieren

    Meine Therapeuten am McLean Hospital sagten mir immer und immer wieder, dass der Zweck meines Aufenthaltes nicht darin bestand, meine Gedanken zu verändern.

    Wir könnten nur unser Handeln verändern, wie uns gesagt wurde.

    Doch das nachhaltige Zurückfahren von Ritualen kann auch zu einer Veränderung der Gedanken führen.

    Jede Woche malten wir das “Dreieck der kognitiven Verhaltenstherapie“ mit Kreide auf eine Tafel. Die Seiten dieses Dreiecks standen jeweils für unsere Gedanken, unser Verhalten und unsere Gefühle. Nur für eine dieser drei Seiten waren wir selbst verantwortlich: unsere Handlungen.

    Kontrollieren konnte ich ausschließlich, wie häufig ich in den Spiegel schaute. Und dies hatten mir die Therapeuten erschwert.

    Mit meiner Therapeutin stritt ich mich häufig wegen meines Verlangens nach einer Schönheitsoperation. Sie erinnerte mich daran, dass KDS-Patienten, die sich Schönheitsoperationen unterziehen oder ihr äußeres Erscheinungsbild anderweitig ändern, die Prozedur im Nachhinein häufig bereuen oder einen neuen Körperteil finden, auf den sie sich fixieren können. Sie war sich sicher, dass mir dasselbe Schicksal zustoßen würde.

    Ich wurde besser dabei, mein Aussehen zu akzeptieren

    Das McLean Hospital verließ ich nach neun Wochen Therapie im späten August. Obwohl ich mich mit meinem Aussehen noch immer nicht ganz wohl fühlte (was, laut meiner Therapeutin, aber auch gar nicht das Ziel der Behandlung gewesen war), hatte ich die Zahl meiner Spiegelkontrollen von mehr als 100 pro Tag auf weniger als fünf reduziert.

    Ich konzentrierte mich auf die Technik des Werte-orientierten Lebens, einen Kernbestandteil der sogenannten ACT-Therapie (Annahme- und Verbindlichkeitstherapie, Anm. Übers.). Diese ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Zwangsstörungen und KDS. Ich wurde auch besser dabei, mein eigenes Aussehen zu akzeptieren.

    Vor McLean hatte ich ständig Leute um ihre Meinung zu meinem Gesicht gebeten. Die kurze Erleichterung, die ich nach jedem Kompliment empfand, hielt aber meist nur kurz an und wich bald danach einem Bedürfnis nach mehr.

    Einen Monat nach meiner Therapie im McLean Hospital packte mich plötzlich eine kalte Panik. Ich ließ mir einen Termin beim nächstgelegenen Schönheitschirurgen geben. Mein Hirn sandte mir immer wieder kurze Signale, Erinnerungen daran, dass ich in einem solch aufgewühlten Zustand eigentlich keine größeren Entscheidungen treffen sollte.

    Mein Weg in die Schönheitsklinik

    Doch ich ignorierte meine Zweifel. An einem Freitagnachmittag machte ich mich auf den Weg zur Schönheitsklinik. Dort musste ich die Taschenlampenfunktion meines Handys einschalten und den Lichtkegel auf meine Wange halten, damit die behandelnde Assistentin überhaupt erst erkennen konnte, was genau ich mit “der Vertiefung“ eigentlich meinte.

    Die Hautstelle, von der die Ärztin sagte, dass sie nicht größer als das Ende eines Bleistiftes sei, wurde dann von einer Assistentin mit kleinen, lilafarbenen Punkten umtüpfelt. So entstand eine Konstellation bunter Punkte auf meinem Gesicht. 

    Dann trug sie eine kühlende Creme auf die Stelle auf uns verließ das Zimmer für zwanzig Minuten. Als sie zurückkam, bot sie mir einen Antistressball an. Ich verlange nach einem zweiten.

    Sie entgegnete, dass sie leider keinen zweiten hätten, aber ob ich vielleicht stattdessen ein Brustimplantat halten wolle? Sicher. In einer Hand hielt ich also den Antistressball, in der anderen ein klobiges, schwach glitzerndes Brustimplantat.

    “Nur ein kleiner Piekser,“ sagte sie.

    Im Moment der Injektion atmete ich scharf ein und fuhr etwas aus meinem Sitz heraus. Sofort kam mir der Gedanke, dass dies vielleicht die gesamte Prozedur ruiniert haben könnte und dass der Aufpolsterstoff sich schon in einen anderen Teil meiner Wange abgesetzt haben könnte.

    Doch die Assistenten ließen sich nichts anmerken. Endlich trat die Ärztin einen Schritt zurück. Die Krankenschwestern lächelten mich an.

    “Sieht es schon anders aus?“, fragte ich. Sie nickten. Ich sah in den Spiegel. Außer den lilafarbenen Punkten war nichts in meinem Gesicht zu sehen. Diesen Gedanken sprach ich laut aus und fügte hinzu: “Das ist ja vielleicht auch der Sinn der Sache.“

    Ich drehte mein Gesicht und begutachtete es aus einem mir wohlbekannten Blickwinkel. Die Haut auf meiner rechten Wange spannte sich leicht, sodass jede Ungleichmäßigkeit sich gleich gut erkennen ließ. Die Vertiefung konnte ich immer noch sehen, doch sie war nun sehr viel kleiner geworden.

    Für diesen kleinen Triumph belohnte ich mich und ging in ein Restaurant, wo ich einen Cheeseburger mit Messer und Gabel aß. Dabei kaute ich sehr vorsichtig, damit die Aufpolsterung nicht verrutschen konnte.

    Psychiatrische statt kosmetische Behandlung

    Doch an meiner allgemeine Stimmung – und an meinen Ritualen – änderte sich nichts. Im Laufe der folgenden Tage überprüfte ich meine Wange aus allen möglichen Blickwinkeln. Ohne wirklichen Grund ging ich einige Tage später zu meiner örtlichen Bankfiliale.

    Ein am Eingang angebrachtes Schild forderte die Kunden dort dazu auf, hereinzukommen und “die Besitzer Ihrer Kreditunion persönlich kennenzulernen.“ Unter diesem Werbeschriftzug war eine kleine Spiegelzeile angebracht.

    Mein Aussehen in diesem Spiegel hatte ich schon immer verabscheut. Wenn ich mich in einem bestimmten Winkel zum Spiegel positionierten würde, würde mein Gesicht aus zwei separate Lichtquellen beleuchtet und in einen scharfen Kontrast geworfen werden.

    Zögernd blickte ich in den Spiegel.

    Nach der Operation sah meine Wange ein wenig gleichmäßiger aus, obwohl ich bei einer Kopfdrehung nach links ein kleines Loch erkennen konnte, bis zu dem sich die Füllung nicht ganz ausgebreitet hatte. Die Vertiefung war nicht ganz verschwunden – ein Resultat, dass mich vor McLean in eine tiefe Verzweiflung gestürzt hätte.

    Doch mir ging es erstaunlich gut. Ich atmete tief ein und nahm mir vor, mir meine Notizen aus den vielen Therapiesitzungen zuhause noch einmal durchzusehen. Mir wurde klar, dass die Lösung meines Problems in einer psychiatrischen, und nicht in einer kosmetischen Behandlung lag. Gegen diese Einsicht hatte ich mich sehr lange gewehrt.

    Ich machte mir auch Sorgen, dass es Menschen geben könnte, die Anstoß daran nehmen könnten, was ich in diesem Artikel beschreibe. Die Vorstellung, es könne eine Frau gebe, die sich so sehr über eine kleine Vertiefung in ihrem Gesicht ärgert, dass sie tausende von US-Dollars für zahlreiche psychiatrische und kosmetische Behandlungen verschwendet, könnte manchen Menschen vielleicht nicht gefallen.

    Doch hier liegt der Knackpunkt: Die KDS mag zwar den Körper betreffen, der Name lässt ja bereits darauf schließen. Die Krankheit ist aber keine körperliche, sondern eine psychische Erkrankung.

    Wir wissen heute, dass Ernährungsstörungen nichts mit Eitelkeit zu tun haben. Dieselbe Einstellung sollte sich auch gegenüber der KDS durchsetzen.

    Es ist wahrscheinlich, dass meine besessene Aufmerksamkeit sich bald auf ein anderes Körperteil richten wird. Ich habe akzeptiert, dass mein Leben zu großen Teilen von Phasen des Rückfalls und darauffolgenden Phasen der Therapie und Erholung bestimmt sein wird.

    Doch meine symptomfreien Jahre waren mit die glücklichsten meines Lebens. Ich bin dankbar dafür, zumindest momentan ein wenig Erleichterung zu empfinden.

    Dieser Beitrag erschien zuerst in der HuffPost US.

    (tbak)


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    Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck will Hartz IV durch eine sogenannte Garantiesicherung ersetzen. 

    Die Hartz-IV-Kämpfe sind eröffnet: Seit diesem Monat streiten die Parteien in Deutschland darüber, wie lange das System noch bestehen bleiben sollte. 

    Ausgelöst hatte die Debatte über Hartz IV ausgerechnet die SPD. Parteichefin Andrea Nahles versprach, dass die Sozialdemokraten Hartz IV “hinter sich lassen wollten”. Am Samstag ruderte dann jedoch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zurück. Er sprach nicht davon, Hartz IV abzuschaffen, sondern bloß von einer Erneuerung des Sozialstaats. 

    Dennoch: Die Diskussion über das System ist da. Befeuert wird sie von allem von den Grünen. Deren Vorsitzender Robert Habeck hat ein Strategiepapier erarbeitet, das die Abschaffung von Hartz IV vorsieht – und die Einführung einer sogenannten Garantiesicherung. 

    Wie das funktionieren soll und warum Habeck glaubt, dass Hartz IV abgeschafft werden muss, hat er nun der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” verraten. 

    Die wichtigsten Antworten Habecks auf den Punkt gebracht. 

    Habecks größte Kritikpunkte an Hartz IV: 

    ► Vor 15 Jahren sei es in der politischen Debatte darum gegangen, wie die hohe Arbeitslosigkeit bekämpft werden könne, sagte Habeck der “FAZ”. Durch die Hartz-IV-Reformen sei das durch ein gleichzeitiges Drücken der Löhne geschehen. 

    ► Nun aber habe Deutschland ein anderes Problem: Es fehle nicht Arbeit, sondern es fehlten Arbeitnehmer. Zudem werde sich die Arbeitswelt durch die Radikalisierung stark verändern, glaubt Habeck. 

     “Auf die­se Un­si­cher­heit muss das So­zi­al­sys­tem mit ei­nem Ga­ran­tie­ver­spre­chen ant­wor­ten”, sagte der Grünen-Politiker. Dieses sei eben nicht Hartz IV, “weil das Sys­tem auf De­mü­ti­gung aus­ge­rich­tet ist. Hartz IV ist ein Stig­ma.”

    ► Bis in die Mittelschicht hinein hätten die Menschen Angst, ihren Job zu verlieren und durch Hartz IV ins “soziale Abseits” zu geraten. “Die Angst vor Ab­stieg frisst die See­le auf und das Grund­ver­trau­en in die Ge­sell­schaft gleich mit.”

    ► So steige sogar die Armutsquote in Deutschland – weil viele Menschen staatliche Unterstützung nicht beantragen würden, obwohl sie ihnen zustünde, sagte Habeck: “Sie tun das nicht, weil sie sich schä­men, weil das Sys­tem auf De­mü­ti­gung aus­ge­rich­tet ist.”

    Welche Alternative zu Hartz IV die Grünen im Sinn haben: 

    ► Der Alternativvorschlag der Grünen zu Hartz IV: Eine von Habeck so genannte Garantiesicherung. Der Parteivorsitzende sagte der “FAZ”: “Wir wol­len von Zwang und Be­stra­fung auf An­reiz und Be­loh­nung um­stel­len.” 

    ► Das System der Grünen hat drei Kernpunkte: 

    1. Zunächst müsse der Regelsatz für das Existenzminimum erhöht werden. Auch Aufstocker sollen mehr von ihrem dazuverdienten Geld erhalten können. Laut Habeck 30 Prozent, statt bisher 20 oder 10 Prozent. 

    2. Sanktionen wie gegen Hartz-IV-Bezieher sollen abgeschafft werden. Stattdessen sollen Leistungsprämien für Qualifizierung und Weiterbildung versprochen werden. 

    3. Zudem sollen laut Habeck Menschen im Fall der Arbeitslosigkeit mehr von ihrem Ersparten behalten dürfen. In Strategiepapier des Grünen hieß es, es solle ein Schonvermögen von bis zu 100.000 Euro geben. 

    Wie Habeck auf Kritik an seinem Hartz-IV-Ersatz reagiert: 

    Die Kritik an Habecks Vorschlag konzentriert sich ebenfalls auf drei Bereiche: Die Kosten der Garantieversicherung, den möglichen Bürokratieaufwand derselbigen – und die Annahme, das Menschen ohne Druck arbeitswillig wären. 

    Habeck rechnet mit 30 Millionen Euro, die der Hartz-IV-Ersatz Grünen jährlich kosten würde. Wenn das Lohnniveau in Deutschland steige, wäre es laut dem Grünen womöglich weniger Geld. Gegenfinanziert werden soll das Projekt durch das schließen von Steuerschlupflöchern – das würde laut Habeck zweistellige Milliardenbeträge in die Staatskassen bringen. 

    Der Grünen-Vorsitzende glaubt auch, dass sein Plan eher Bürokratie ab- als aufbauen würde: ”Wenn das Schon­ver­mö­gen pau­schal wird, wenn die Ar­beits­pflicht, ih­re Über­wa­chung und Sank­tio­nie­rung weg­fällt, wenn man un­ter­schied­li­che Leis­tun­gen zu­sam­men­legt und die Prü­fung der Be­darfs­ge­mein­schaf­ten streicht, dann hät­te man nur noch ei­nen Bruch­teil der Bü­ro­kra­tie.”

    Habeck will auch das Argument, dass Menschen nicht arbeiten gehen würden, wenn sie grundfinanziert werden, nicht gelten lassen. ”Das sug­ge­riert, der Mensch sei ein fau­ler Hund und ar­bei­te nicht oh­ne Zwang. Das hal­te ich für falsch”, sagte er der “FAZ”. Schon jetzt würden ja 1,2 Millionen Hartz-IV-Empfänger jeden Morgen einer Arbeit nachgehen, obwohl sie 80 bis 90 Prozent des Lohnes abgeben müssten. 

    Habecks Pläne für den Hartz-IV-Ersatz auf den Punkt gebracht: 

    Robert Habeck will Hartz IV abschaffen und eine sogenannte Garantiesicherung mit höheren Regelsätzen, mehr Spielraum für Aufstocker und mehr Rücksicht auf die Vermögen der Menschen aufbauen. 

    Die hohen Kosten will der Grüne durch das Schließen von Steuerschlupflöchern decken. Durch das Zusammenlegen von verschiedenen Sozialleistungen in einem System will er Bürokratie abbauen. . 


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    • Der Winter ist da und bringt uns den ersten Schnee.
    • Welche Regionen betroffen sind, zeigt euch das Video oben.

    Spätestens jetzt sollten alle ihre Wintermäntel herausholen: Der erste Schnee ist im Anmarsch. Zum Wochenbeginn soll es bei uns schneien. Jedoch nicht überall.  

    Am Montag setzt zunächst in Thüringen, Sachsen, am Harz und im Bayerischen Wald leichter Schneefall über 500 Meter ein. Allerdings bleibt der Schnee nicht liegen. Teilweise fällt auch kalter, unangenehmer Nieselregen – das perfekte Wetter, um gemütlich zu Hause zu bleiben.

    Auch am Dienstag zeigt sich noch kein Winter-Wonderland, dafür schneit es bereits in den südlichen Alpen kräftig. Diese Schneeschauer ziehen östlich um die Alpen und treffen in der Nacht zu Mittwoch den Osten Deutschlands.

    In Berlin bis zu zehn Zentimeter Schnee möglich

    Ab Mittwoch erreicht der Winter dann ganz Deutschland. Kräftiger Schneefall setzt ein. In Berlin, Dresden, Braunschweig und Erfurt sind bis zu zehn Zentimeter Schnee möglich, teils sogar bis zu 15.

    Auf den Straßen könnte es zu einem Verkehrschaos kommen. Auch der Flug- und Zugverkehr könnte von den Schneemassen betroffen sein.

    Der Schnee bleibt voraussichtlich liegen

    Allerdings könnte das Tiefdruckgebiet, das uns den Wintereinbruch beschert, noch in letzter Minute eine andere Bahn einschlagen. In diesem Fall würde der Süden Deutschlands eingeschneit.

    Doch zurzeit gehen Modellprognosen davon aus, dass die stärksten Schneeschauer den Osten treffen werden. Es fällt so viel Schnee, dass dieser dann auch liegen bleibt.

    Mit dem Wintereinbruch wird es dann auch richtig kalt. In Sachsen und Thüringen sind Werte von minus 15 Grad am Freitagabend möglich. Packt euch also auf jeden Fall gut ein, bevor ihr euer Haus verlasst.

    Die besten Vorhersagen für Euren Ort findet Ihr auf weather.com.

    (ak)


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    Basi hat sich gefreut, als die Tierheimleiterin ihn endlich fand.

    • In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ein Hund aus einem Tierheim gestohlen.
    • Mittlerweile wurde das Tier gefunden, es ist wohlauf und sucht ein neues Zuhause.

    So ein Abenteuer wie Basi erleben wohl die wenigsten Hunde: Der Jack-Russel-Rüde wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag aus dem Tierheim in Nordhausen, Thüringen, entführt

    Glücklicherweise ist das Tier mittlerweile wieder aufgetaucht und wohlauf. 

    Bisher hatte der dreijährige Hund anscheinend nicht so viel Glück gehabt im Leben: Aus privaten Gründen hat ihn seine Besitzerin ins Tierheim geben müssen.

    Mehr zum Thema: Hund wird an Fahrradständer festgebunden – so wehrt sich das Tier

    Dann der Schock: Der Hund ist verschwunden

    Der Schock muss bei den Mitarbeitern tief gesessen haben, als sie am Samstag feststellten: Basi ist verschwunden. 

    Sofort machten sich die Angestellten des Tierheims auf die Suche nach dem Vierbeiner – und hatten Glück: Dank der Hinweise aus der Bevölkerung konnte Basi noch am selben Tag gefunden werden.

    Vermutlich haben die Diebe Angst bekommen

    Vermutlich haben es die Diebe mit der Angst zu tun bekommen und Basi deswegen in einer Gartenanlage ausgesetzt, wo er stundenlang umherstreunte, mutmaßt ein Mitarbeiter des Tierheims in einem Facebook-Beitrag. 

    “Er sprang vor lauter Freude in die Arme unserer Tierheimleiterin”, heißt es weiterhin in dem Beitrag.

    Basi, der vom Tierheim nun den Titel “Tier der Woche” mehr als verdient hat, sucht weiterhin ein neues Zuhause. Bei Interesse diesmal aber bitte ans Tierheim Nordhausen e.V. wenden, und nicht den armen Rüden einfach klauen.

    (jg)


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    Millionär Friedrich März: Einer wie du und ich. 

    • Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz hat kürzlich zugegeben, dass er Millionär sei. 
    • Merz zählt sich aber trotzdem zum deutschen Mittelstand – und begründet das auf eine sehr sonderliche Weise. 

    1.365.000 Millionäre gibt es in Deutschland laut der Unternehmensberatung Capgemini – und einer von ihnen ist der Investment-Manager Friedrich Merz

    Merz will Chef der CDU werden. Im Gespräch mit der “Bild”-Zeitung gab der Konservative nun zu: “Heute verdiene ich rund eine Million Euro brutto.” 

    Damit gehört Merz zu den nicht mal zwei Prozent der deutschen Bevölkerung, die so viel Geld zur Verfügung haben. Aber Merz findet nicht, dass er zur deutschen Oberschicht gehört. 

    Nein, der Millionär glaubt, er gehöre zur “gehobenen Mittelschicht”. Und begründet das mit einer Umdeutung der Definition derselbigen. 

    Die Oberschicht ist für Merz eine Schicht der Faulpelze

    So sagte Merz der “Bild” am Sonntag, dass die gesellschaftliche Mitte für ihn keine rein ökonomische Mitte sei. 

    Ich habe von meinen Eltern die Werte mitbekommen, die die Mittelschicht prägen: darunter Fleiß, Disziplin, Anstand, Respekt und das Wissen, dass man der Gesellschaft etwas zurückgibt, wenn man es sich leisten kann”, sagte Merz.

    Wenn er die Begriffe Oberklasse oder Oberschicht höre, denke er an Menschen, die viel Geld oder eine Firma geerbt hätten und damit ihr Leben genössen. “Das ist bei mir nicht der Fall”, sagte Merz. 

    Soll also heißen: Man ist so Mittelschicht, wie man sich fühlt. Auch wenn man zur Wirtschafts-Elite gehört. 

    (ak)


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    Shams Ul-Haq, deutscher Terrorismus-Experte und Undercover-Journalist mit pakistanischen Wurzeln.

    Es sind verstörende Aufnahmen, die das ZDF am Mittwochabend ausgestrahlt hat:

    “Die schmutzigen deutschen Behörden, die sich nicht trauen, hier reinzukommen, weil sie nichts gegen uns in der Hand haben. Also spielen sie ihre Spielchen, möge sie Allah vernichten.”

    So predigt ein Imam vor Dutzenden von Gläubigen – in einer Berliner Moschee, die schon seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird. 

    In der TV-Dokumentation “Hass aus der Moschee” und in seinem Ende Oktober erschienen Buch “Eure Gesetze interessieren uns nicht!” zeigt Shams Ul-Haq, wie Muslime in europäischen Moscheen, wie jener in Berlin, radikalisiert werden.

    Undercover hat der Journalist und Terrorismus-Experte seit Ende 2016 hunderte Moscheen in Deutschland, Österreich und der Schweiz besucht. In Hamburg schaffte er es sogar, sich einer Gruppe von Salafisten anzuschließen.

    Die Taktik der Salafisten

    Im Interview mit der HuffPost spricht Ul-Haq über die Hasspredigen, die Machtlosigkeit der deutschen Behörden sowie die Taktik von Islamisten und Salafisten. “Sie sprechen nicht sofort von Dschihad oder Syrien. Sie wollen, dass man selbst darauf kommt, dass man selbst reagiert und etwas unternehmen will.” Die erste Kontaktaufnahme erfolgt in den Moscheen – oder in Fitnessstudios, wie der 43-Jährige erzählt.  

    Er sagt: In etwa jeder zehnten Moschee in Deutschland spielen islamistisches Gedankengut und antiwestliche Hetze eine bedeutende Rolle.

    Die mit Abstand krasseste Predigt hörte Ul-Haq in der An-Nur-Moschee in Winterthur in der Schweiz. Der Imam habe dort ganz offen beim Freitagsgebet gefordert: “Wir müssen die Kāfir töten”, das heißt Ungläubige umbringen, erinnert sich der Undercover-Journalist. 

    Die Sicherheitsbehörden stünden aus seiner Sicht vor einem Problem: “Wir haben zu lasche Gesetze, die Behörden reagieren zu langsam.” 

    Warum Salafisten gerade auf Jugendlichen so attraktiv wirken 

    Dazu kommt, dass die Salafisten gerade für junge Leute attraktiver als liberale Imame sind. Bei Salafisten wie Pierre Vogel könnten die Jugendlichen Tabu-Themen ansprechen, die in einer liberalen Moschee völlig undenkbar wären.

    “Ich habe selbst gehört, wie dort die jungen Männer offen fragen, wie sie besseren Sex haben können, oder Mädchen, die wissen wollen wie sie ihren Mann oral befriedigen sollen. Auch das Thema Menstruation ist dort nicht verpönt”, berichtet Ul-Haq.

    Deshalb müssten die Moscheen nicht nur besser und regelmäßiger kontrolliert, sondern auch die Sozialarbeit erheblich ausgebaut werden.  

    Das ganze Interview könnt ihr hier lesen:

    Herr Ul-Haq, wie kann ich mir Ihre Recherche vorstellen – Sie sind ja vermutlich nicht einfach in die nächstbeste Moschee gegangen?

    Es war ein sehr langer Prozess. Ich habe bereits Ende 2016 angefangen, die Moscheen auszuwählen und diese nach und nach besucht. Letztlich habe ich im gesamten deutschsprachigen Raum hunderte Moscheen aufgesucht.

    Im Endeffekt habe etwa 250 problematische Moscheen gezählt, davon etwa 150 in Deutschland sowie jeweils 50 in Österreich und der Schweiz. Allein rund um den Hamburger Hauptbahnhof gibt es 15 Moscheen, wo regelmäßig Salafisten verkehren.

    Was heißt problematisch?

    In der Moschee, im Koranunterricht, beim Freitags- oder Frauengebet wird Radikalisierung betrieben, Hass gepredigt. Vielfach ist auch die Finanzierung nicht sauber oder es werden in den Räumlichkeiten illegale Geschäfte abgewickelt. Etwa zehn Prozent aller Moscheen sind auffällig, leider mit steigender Tendenz.

    Was war das Krasseste, was Sie erlebt haben?

    Das war in der An-Nur-Moschee in Winterthur in der Schweiz. Der Imam hat dort ganz offen beim Freitagsgebet gefordert: “Wir müssen die Kāfir töten”, das heißt Ungläubige umbringen. Der Mann rief sogar noch hinterher: “Was überlegt ihr noch?”

    Das war sehr drastisch und der Hassprediger ging dabei sehr geschickt vor: Seine Rede fing sehr langsam an, er machte die Leute erst einmal warm. Dann wurden seine Emotionen immer stärker, bis er am Ende fast brüllte. Es war unglaublich intensiv.

    Wie haben Sie reagiert?

    Als ich das gehört habe, bin ich sofort zur Polizei. Die hat die Moschee gleich am nächsten Tag durchsucht. Seitdem ist die Moschee geschlossen.

    Das hat nichts mit dem Islam zu tun. Ich als gläubiger Muslim sage: Solche Imame müssen sofort abgeschoben werden.

    Sie haben auch in Deutschland Moscheen besucht und sind dort mit Salafisten in Kontakt gekommen. Wie sind Sie vorgegangen?

    In Hamburg bin ich immer wieder in die gleiche Moschee gegangen. Es hat fast zwei Jahre gedauert, bis einige Salafisten den Kontakt mit mir aufgenommen haben. Sie tasteten sich ganz langsam vor, prüften, beobachteten. Die sind ja nicht dumm. Ich bin mit ihnen missionieren gegangen und habe sie in andere Hamburger Moscheen begleitet.

    Irgendwann hat mich einer der Männer zu sich nach Hause eingeladen. Dort hat er versucht, mir quasi eine Gehirnwäsche zu verpassen: Er hat mir Propaganda-Videos gezeigt, Reden von Pierre Vogel oder Ahmad Abul Baraa. Das ist die Taktik der Salafisten. Sie sprechen nicht sofort von Dschihad oder Syrien. Sie wollen, dass man selbst darauf kommt, dass man selbst reagiert und etwas unternehmen will.

    Nach außen sind die Salafisten super nett. Sie laden dich zum Essen ein, sind immer fröhlich. Im Inneren säen sie dann Hass und Gewalt.

    Die Moscheen dienen also nur zur Kontaktaufnahme?

    Ja, dort oder in Fitnessstudios nähern sich die Salafisten potentiellen Kandidaten an.

    Aber wie können die Sicherheitsbehörden das verhindern? Vieles spielt sich ja letztlich in Privatwohnungen oder in verschlüsselten Internetchats ab?

    Das ist tatsächlich ein Problem. Aus meiner Sicht haben wir zu lasche Gesetze, die Behörden reagieren zu langsam.

    Und: Wie in der Neonazi-Szene ist das V-Mann-System sinnlos. Ich habe mit einem Mann gesprochen, der als Vertrauens-Person für den Verfassungsschutz tätig war. Der sagte mir: “Bruder Haq, glaubst du wirklich, dass wir so dumm sind, unsere Brüder zu verraten?”

    Es braucht also wirklich unabhängige Leute, die nicht aus der Salafisten-Szene kommen.  

    Undercover-Journalist und Terrorismus-Experte Shams Ul-Haq.

    Wer besucht diese Moscheen, in denen auch die Salafisten verkehren?

    So wie ein Tempel oder eine Kirche ist eine Moschee erst einmal ein friedliches Haus. Die Menschen, die dort beten, sind nicht das Problem. Die zentrale Frage ist: Wer ist der tatsächliche Machthaber in der Moschee? Meistens ist es nämlich nicht der Imam, sondern ein Hintermann.

    Der Imam predigt nur, was der Salafist ihm sagt – denn von ihm bekommen er und der Moschee-Verein Geld. Zugleich ziehen die Salafisten aber auch Geld aus den Moscheen.

    Wie das?

    Ein Beispiel aus Essen: Dort bat der Imam während einer Predigt zwei, drei Mal um Geldspenden für Frauen in Kaschmir, “damit diese nicht mehr von den Indern vergewaltigt werden”, wie er erklärte.

    Bei einer Freitagspredigt kommen so schnell mehrere tausend Euro zusammen. Wer will schließlich nicht Missbrauchsopfern helfen? Noch dazu, wenn sich der Imam auf den Koran bezieht? Das Geld geht dann aber gar nicht nach Indien oder Pakistan, sondern wird für ganz andere Sachen genutzt. 

    Wie kann man gegen die Missionierungsarbeit der Salafisten am besten vorgehen?

    Fakt ist: Liberale Imame sind gerade für junge Leute wenig attraktiv. Pierre Vogel ist der Salafist mit den meisten Facebook-Likes! Wenn er ein Freitagsgebet leitet, gehen alle Jugendlichen hin.

    Warum?

    Bei ihm oder anderen Salafisten können sie Tabu-Themen ansprechen, die in einer liberalen Moschee völlig undenkbar wären. Ich habe selbst gehört, wie dort junge Männer offen fragen, wie sie besseren Sex haben können, oder Mädchen, die wissen wollen, wie sie ihren Mann oral befriedigen. Auch das Thema Menstruation ist dort nicht verpönt.

    Das heißt: Die Sozialarbeit der liberalen Moscheen muss überarbeitet und erheblich ausgebaut werden. Zugleich muss auch mit Salafisten und radikalen Imamen geredet werden. Die Moscheen müssen besser und regelmäßiger kontrolliert werden.

    Und das reicht?

    Es muss auf Deutsch gepredigt werden. Bisher haben wir das Problem, dass auf Deutsch zurückhaltend gesprochen wird, während anschließend auf Arabisch blanker Hass verbreitet wird – und der Übersetzer verdreht die Worte oder schwächt sie ab. Das gleiche gilt für den Islam- und Koranunterricht.

    Macht Ihnen die ganze Entwicklung Angst?

    Vor Salafisten habe ich keine Angst, aber vor den Tschetschenen. Die tschetschenischen Mudschaheddin, die nach Deutschland gekommen sind, haben vielfach keinerlei Skrupel vor Gewalt. Die sind noch sehr viel schlimmer als Salafisten.

    Doch bei all dem dürfen wir nicht vergessen: Alle Religionen sind an sich friedlich. Die Moscheen, in denen Hass gepredigt wird, sind nicht muslimisch. Dafür reicht ein Blick in den Koran: Sure 9, Vers 107 und 108.

    (ak)


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    So ähnlich könnten die 24-Jährige und ihr 29-jähriger Partner dreingeschaut haben. (Symbolbild)

    • Eine 24-jährige Frau und ihr 29-jähriger Freund sind am Samstag im Schweizer Chur aufgewacht.
    • Zwischen ihnen lag ein fremder Mann – der beim Zubettgehen noch nicht da war.

    Am frühen Samstagmorgen ist die Stadtpolizei im schweizerischen Chur zu einem außergewöhnlichen Fall gerufen worden. Ein Pärchen meldete einen ungebeten Gast – in ihrem Schlafzimmer.

    Die 24-jährige Frau und ihr 29-jähriger Freund waren aufgewacht und hatten den fremden Mann in ihrem Bett entdeckt. Der 19-Jährige war alkoholisiert und schlief tief und fest, wie die Polizei mitteilte. Er hatte sich in der Nacht zwischen die beiden Schlafenden gelegt. 

    Polizei steht vor einem Rätsel

    Weder die herbeigerufene Polizei noch das Pärchen konnten den schlafenden Mann jedoch aufwecken. Er wurde deshalb von Rettungskräften ins Kantonsspital Graubünden gebracht.

    ► Die Beamten stehen zugleich vor einem Rätsel: “Aufgrund der Spuren kann ein Einbruch aber ausgeschlossen werden”, sagte Andrea Deflorin, Abteilungsleiter bei der Stadtpolizei Chur, der Schweizer Nachrichtenseite “20 Minuten”.

    Wie der 19-Jährige in die Wohnung gelangt war, konnte bislang nicht geklärt werden. Laut Deflorin wohne der junge Mann auch nicht in die Umgebung. Offen ist auch, warum er sich ausgerechnet im Bett des Pärchens schlafen gelegt hatte.

    (ak)


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    Samantha Markle ist Meghans Halbschwester.

    • Die Halbschwester von Herzogin Meghan plant, im Frühjahr 2019 ein Buch zu veröffentlichen – pünktlich zum Geburtstermin von Meghans Baby.
    • Das Buch könnte Geheimnisse über die Herzogin enthüllen.

    Ein weiterer Skandal im britischen Königshaus bahnt sich an. Diesmal droht ein Familienmitglied von Meghan die Vorfreude auf die Geburt ihres und Harrys Kind zu trüben.

    Samatha Markle, Meghans 53-jährige Halbschwester, will im Frühjahr ein Buch veröffentlichen, das möglicherweise Geheimnisse über die Herzogin preisgeben wird. Ist es ein unglücklicher Zufall oder Kalkül, dass das Veröffentlichungsdatum mit dem Geburtstermin von Meghans und Harrys Kind zusammenfällt? 

    Mehr zum Thema: Royals: Diese Szene zeigt, wie eiskalt Queen Elizabeth II. zu ihren Kindern war

    Meghans Schwester: “Die Welt kennt die ganze Wahrheit noch nicht”

    In ihrem Buch “In the Shadows of The Duchess” (zu deutsch: “Im Schatten der Herzogin”) will Samantha laut eigener Aussagen kein Blatt vor den Mund nehmen. Das verrät sie dem britischen Online-Boulevard-Magazin “Daily Star”.

    Was genau der Inhalt des Buches sein wird und welche Details über Meghan verraten werden könnten, die wir bisher noch nicht kennen, darüber schweigt Samantha eisern. Fest steht jedoch, wie sie dem “Daily Star” sagt: 

    ″‘In the Shadows of The Duchess’ wird alles offenbaren... Die Welt kennt die ganze Wahrheit noch nicht.”

    Ein Detail verrät Samantha allerdings: Das Buch wird ein Kapitel über Cyber-Mobbing enthalten, unter dem sie leide, seitdem ihre Halbschwester in die Königsfamilie eingeheiratet hat.

    Wegen Cyber-Mobbing wurde das FBI eingeschaltet

    Laut “Daily Star” hat Samantha wohl mit verbalen Angriffen in den sozialen Medien und Stalking-Versuchen zu kämpfen.

    “Die Täter wurden dem FBI gemeldet”, sagt Samantha. “Einige von ihnen haben sogar Radiosender angerufen, um Morddrohungen gegen mich auszusprechen. So konnten FBI und die Polizei den Tätern auf die Schliche kommen und deren Nummern und Adressen herausfinden.”

    Welche Anekdoten, Details und Hintergründe das Buch sonst noch bietet, erfahren wir wahrscheinlich erst im April oder Mai 2019.

    (mf)


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    Bundesinnenminister Horst Seehofer.

    ► Das Bundesinnenministerium (BMI) will mit einem Maßnahmenkatalog Abschiebungen erleichtern. Zu den Vorschlägen, die in einem der “Bild am Sonntag” (“Bams”) vorliegenden Dokument gemacht werden, zählt unter anderem eine nächtliche Meldepflicht.

    ► So will die Behörde von Noch-CSU-Chef Horst Seehofer durchsetzen, dass Ausreisepflichtige in Gemeinschaftsunterkünften sich künftig abmelden sollen, wenn sie diese zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens verlassen. Verstoßen sie gegen diese Anzeigepflicht, soll Haft angeordnet werden können.

    ► In Hessen und Niedersachsen gibt es eine solche “Nachtzeitverfügung” schon.

    Warum die Abschiebe-Pläne nun für Wirbel sorgen:

    Das BMI dementiert allerdings die Pläne, wie der BR berichtet. Dem Sender zufolge sei dem Ministerium das in der “Bams” zitierte Papier gar nicht bekannt. Ein BMI-Sprecher sagte zu dem Bericht, die genannten Punkte (siehe unten) lägen vielmehr in der Zuständigkeit der Länder

    “Diese Behauptung ist falsch”, entgegnet wiederum “Bild”-Politikjournalistin Miriam Hollstein. Ihr zufolge habe das BMI die Vorschläge am 12. November an die Bundesländerverschickt.

    Hollstein kann deshalb das Dementi von Seehofers Ministerium nicht nachvollziehen. Sie kommentiert: “Das Chaos im BMI scheint noch größer zu sein, als bislang bekannt.”

    Welche Maßnahmen das Innenministerium vorschlägt:

    ► In Aufnahme- und Rückführungszentren sollen Flüchtlinge ihre Post nur noch mit einer Chipkarte abholen können. Diese registriert, wann abgelehnte Asylbewerber den Abschiebebescheid erhalten haben.

    ► Mit Fluggesellschaften sollen Vereinbarungen getroffen werden, die Plätze für Abschiebungen zu erhöhen und diese ohne konkrete Personenzuordnung als “No-name-Buchung” zu vergeben. Taucht ein Flüchtling vor seiner Abschiebung unter, kann ein anderer an seiner Stelle an Bord geschickt werden.

    ► In Gemeinschaftsunterkünften und Ankerzentren sollen Ärzte fest angestellt werden, statt wie heute üblich nur tageweise. Auf diese Weise soll bei abgelehnten Asylbewerbern schneller die “Reisefähigkeit” geprüft werden können.


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    Wesley Harms beschwert sich, dass die Fürze seines Gegners ihn beim Spiel gestört hätten.

    • Wesley Harms hat gegen Gary Anderson beim Grand Slam of Darts im Achtelfinale verloren.
    • Nun beschwert sich Harms, dass Anderson beim Spielen gefurzt und der Gestank ihn abgelenkt hätte. 

    Ein Eklat der etwas ungewöhnlichen Art sorgte beim Grand Slam of Darts in Wolverhampton, England, für buchstäblich dicke Luft zwischen den Akteueren.

    Der niederländische Dartspieler Wesley Harms verlor im Achtelfinale gegen den zweifachen Weltmeister Gary Anderson aus Schottland – angeblich, weil letzterer gepupst hätte. Harms hätte deshalb schlechter gespielt. Der Gestank, den sein Gegner hinterlassen haben soll, habe ihn abgelenkt.

    Mehr zum Thema: Bayern gegen Dortmund: Fans wütend, weil Sky Übertragung unterbricht

    Plötzlich stank es nach faulen Eiern – wer den Gestank verursacht hat, ist unklar

    Während des Spiels habe es auf der Bühne angeblich plötzlich stark nach verfaulten Eiern gerochen, meint Harms. Und Anderson wäre Schuld daran. 

    “Es war schlimm”, sagt Harms der Boulevardzeitung “The Sun”. “Es hat angefangen, zu stinken – und dann hat er (Anderson) aber besser gespielt. Deswegen dachte ich, er musste einfach nur Wind lassen.”

    Hams beschwert sich: “Es hat zwei Nächte gedauert, bis ich den Gestank wieder aus der Nase hatte.”

    Der angebliche Übeltäter: Der zweimalige PDC-Weltmeister Gary Anderson.

    Anderson ist nun stinksauer wegen der Vorwürfe

    Anderson wiederum ist stinksauer und weist die uncharmanten Vorwürfe Harms’ weit von sich. Der 47-jährige Anderson entgegnet: “Der Gestank kam ganz sicher aus einer anderen Richtung und es roch nach Eiern, faulen Eiern. Aber das kam ganz sicher nicht von mir.”

    Mehr zum Thema: Vater schubst Kind bei Fußballspiel zu Boden – er hatte sich mehr erhofft

    Anderson meint, dass jedes Mal, wenn er an Harms vorbeigelaufen sei, er den Geruch fauler Eier wahrgenommen habe. Deswegen glaubt er, Harms hätte unter Flatulenzen gelitten. 

    Am Ergebnis des Spiels wird, trotz übler Furz-Vorwürfe, allerdings nicht mehr gerüttelt, Anderson ist und bleibt der Sieger. Der Vorsitzende der Professional Darts Corporation (PDC) Barry Hearn scherzte über den Vorfall, man müsse dem “Fartgate” auf den Grund gehen. 

    (mf)


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    Moritz Brodbeck, der Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württemberg der Jungen Alternative.

    • Der AfD-Nachwuchs in Baden-Württemberg wird vom Verfassungsschutz beobachtet.
    • In Folge dessen kehren reihenweise Mitglieder der Jungen Alternative den Rücken – auch deren Chef, der eine pikante Vergangenheit haben soll.

    Mitglieder der AfD-Parteijugend in Baden-Württemberg klagen über sektenähnliche Strukturen. Rund 50 Mitglieder der Jungen Alternative (JA) wollen deshalb austreten, berichtet der SWR.

    Ihre eigenen Versuche, sich gegen “die immer stärker wachsende politische Verantwortungslosigkeit” in der JA zur Wehr zu setzen, seien “einem Radikalisierungsprozess zum Opfer gefallen, der insbesondere in den letzten Monaten noch einmal erheblich an Fahrt aufgenommen hat”, hieß es in einer gemeinsamen Austrittserklärung. 

    Etwa drei Dutzend JA-Mitgliedern hatten diese am Samstag veröffentlicht. Einige von ihnen sind auch Mitglieder der AfD, darunter der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Landtag, Stefan Herre. Laut dem JA-Bundesvorsitzenden Damian Lohr sollen bundesweit zwischen 80 und 90 Prozent der JA-Mitglieder auch in der AfD sein.

    Parallelstrukturen mit der Identitären Bewegung

    In mehreren Bezirksverbänden seien “regelrechte Parallelstrukturen mit engen Verbindungen zu der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung (IB) aufgebaut” worden, heißt es in der Erklärung weiter.

    Der Vorsitzende des Baden-Württemberger AfD-Nachwuchses, Moritz Brodbeck, hatte bereits am Freitag – gemeinsam mit vier weiteren Landesvorstandsmitgliedern – seinen Rücktritt angekündigt. Er sagt: Ein “nennenswerter Teil” der Mitglieder hätten sich nicht zwischen der JA und der Identitären Bewegung entscheiden können und so personelle Überschneidungen beider Organisationen geschaffen.

    ► Pikant: Brodbeck war offenbar selbst Aktivist der “Identitären Bewegung”, wie die “Taz” 2016 berichtete.

    ► Mehr noch: Zusammen mit dem jetzigen AfD-Landtagsabgeordneten Stefan Räpple soll Brodbeck die JA im Südwesten mit aufgebaut haben: “Weil wenn‘s da wirklich nur eine Handvoll junge Leute gibt, dann könnten wir das von Anfang an unter unsere Kontrolle bringen”, habe Brodbeck Räpple laut “Taz” im Frühjar 2013 geschrieben – also kurz nach der Gründung der AfD.

    In der Nachricht soll es weiter heißen: “Wir basteln uns ein kleines Netzwerk“ – wohlgemerkt unter Beteiligung von IB-Aktivisten. Räpple soll Brodbeck darin bestärkt haben, denn viele in der AfD würden “alle Positionen der IB vorbehaltlos unterschreiben”.

    “Meine Freunde der IB”

    So schwärmte Dubravko Mandic, AfD-Direktkandidat im Wahlkreis Tübingen bei der Bundestagswahl 2017 und ebenfalls JA-Mitglied, im Februar 2017 von einem “entstehenden rechtsradikalen Netzwerk zwischen AfD und Identitärer Bewegung”, im Juni 2016 schrieb er in einem Post auf Facebook über “meine Freunde der IB”. Zusammen mit einem Parteikollegen nahm er im gleichen Jahr auch an einer IB-Demonstration in Wien teil.

    Auch der ehemalige AfD-Bayern-Chef und heutige Bundestagsabgeordnete Petr Bystron ist mit einer Nähe zu den Identiären aufgefallen. Auf einer AfD-Veranstaltung im März 2017 bezeichnete er die Identitäre Bewegung als “tolle Organisation” und als “Vorfeldorganisation der AfD”, “diese müssen wir unterstützen”

    “Zunehmend sektenartige Strukturen”

    All das dürfte auch den jetzigen JA-Aussteigern bekannt gewesen sein. Doch sie wehrten sich nicht offen dagegen – bis sie eben unter Beobachtung des Landesverfassungsschutz gerieten. Der sagt: Für die AfD-Nachwuchsorganisation lägen Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung vor.

    In ihrer Stellungnahme versuchen die Aussteiger nun größtmögliche Distanz zu schaffen. So kritisieren sie, der Hälfte der JA-Mitglieder gehe es nicht mehr “um eine freiheitlich-patriotische Jugendpolitik”, sondern um “die Verfestigung einer in keiner Weise konstruktiven totalen Ablehnung dessen, was sie nebulös als ‘System’ bezeichnen”.

    Durchgesetzt werde dieser Kurs “in zunehmend sektenartigen Strukturen”. Deshalb sei es sinnvoll, eine neue, der AfD verbundene Jugendorganisation zu gründen. Offen bleibt, ob dabei Brodbeck wieder eine Führungsposition einnimmt.

    Mit Material von dpa.


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    Brittany und Drew in ihrem Van.

    Seit vier Jahren reisen mein Mann Drew und ich mit dem Van um die Welt. Alles begann im Jahr 2011. Damals hatten wir unser Studium an der University of Florida, wo wir uns kennengelernt haben, gerade beendet. Gleich danach zogen wir in die Stadt der Träume, nach Los Angeles – nur, um uns drei Jahre später nach etwas zu sehnen, das weit weg, jenseits unserer Schreibtische, lag.

    Drew hatte eine Online-Firma für reparierte Luxusuhren gegründet, als ihm bewusst wurde, dass diese Tätigkeit nicht dem entspricht, was er sich für sein Leben vorstellt. Ähnlich war es bei mir: Ich leitete die Aufnahme und Nachsorge in einem Reha-Zentrum für Essgestörte und fühlte mich überarbeitet und zu wenig wertgeschätzt.

    Ich war verloren in einem anstrengenden Mix aus Nachtschichten und Schreibtisch-Monotonie, die meine tägliche Existenz trübte. Das hatte ich satt.

    Wir machten uns auf die Suche

    Wir wussten beide, dass es im Leben mehr geben musste als das, was gängige Konvention ist. An den Wochenenden kam es uns vor, als seien wir in einem endlosen Kreislauf gefangen.

    Es fühlte sich einfach nach zu wenig an – zu wenig Freiheit, zu wenig Sinn, zu wenig Kreativität oder Freude. Wir wunderten uns, warum wir nicht einfach dankbar sein konnten für das Leben, das wir führten. Aber wir fühlten uns abgestumpft – tot. Dabei wussten wir, dass tief in uns drin Lebendigkeit war – und so machten wir uns auf die Suche.

    So hielten sich Brittany und Drew im Winter warm.

    2013 flüchteten wir für ein Wochenende aus der Stadt in den Zion-Nationalpark in Utah. Danach verfassten wir unseren “Freiheitsvertrag“. Wir brauchten den Vertrag, um uns nicht von den unvorhersehbaren Veränderungen, die kommen würden, von unseren Zielen abbringen zu lassen.

    Wir hatten beschlossen, bis April 2016 unsere Jobs zu kündigen, um in Südostasien Englisch zu unterrichten. Bis dahin würden wir jeden Cent zweimal umdrehen und möglichst viel sparen. Als wir unseren Namen neben das handgeschriebene “x” in unserem Vertrag setzten, hatten wir das Gefühl, dass etwas Großes geschehen würde.

    Es gab zwei Punkte in unserem Vertrag, die wir nicht wie ursprünglich geplant einhielten:

    ► Als wir unseren Familien von den Asien-Plänen erzählten, schlug ein Verwandter vor, uns einen Sprinter zu leihen: So könnten wir uns erst einmal ansehen, was unser eigenes Land zu bieten hat. Wir überlegten nur einen kurzen Moment, dann willigen wir ein.

    ► Das Zweite war, dass wir es kaum erwarten konnten, unser Abenteuer zu beginnen. Drew hatte in der Firma Probleme mit seinem Geschäftspartner. Und ich hatte nach meiner Kündigung im Reha-Zentrum Schwierigkeiten, eine längerfristige Anstellung zu bekommen.

    Wir fuhren ein Jahr lang durch die USA und Kanada

    Also schafften wir im Dezember 2014 die wenigen Besitztümer, die wir noch übrig hatten, in einen 1,50 mal 1,50 Meter großen Lagerraum in San Diego und machten uns auf den Weg nach Florida, um den Van abzuholen und ein Jahr lang durch die USA und Kanada zu fahren.

    Da war Brittanys und Drews Reiseroute.

    Da es Winter war, beschlossen wir, dass unser erster Halt die Inselkette Florida Keys sein sollte. Dort stellten wir am Strand den Rest unserer Route zusammen: entsprechend der Jahreszeiten und verschiedenen Veranstaltungen, an denen wir teilnehmen wollten, darunter das „South by Southwest“-Musikfestival, Burning Man und das Albuquerque Heißluftballon-Festival. Während unserer Reise durch Nordamerika planten wir auch einen kurzen Abstecher nach Island. Zwei Wochen bereisten wir die Insel in einem kleineren „Kuku Camper“-Van, den wir mieteten.

    Unsere Route führte uns 33.796 Kilometer auf und ab, um und über den Kontinent. Sie ähnelte einer Schleife gegen den Uhrzeigersinn. Wir besuchten so viele Nationalparks wie möglich, darunter Acadia, Glacier, Great Smoky, Yellowstone, Yosemite, Sequoia, Joshua Tree und Banff in Kanada.

    Wir erklommen die höchsten Gipfels des Appalachian Trails, bestiegen in Kalifornien den 4421 Meter hohen Mount Whitney (den höchsten Gipfel der USA außerhalb Alaskas), machten eine dreitägige Radtour in Kanada und River Rafting in Quebec. Wir kletterten auf den Half Dome in Yosemite und begaben uns spontan auf eine zehntägige Bootsfahrt mit Fremden, die entlang der Inside Passage vor Alaska von Sitka nach Seattle führte.

    Wir rechneten nicht damit, dass das Wohnen im Van zu einem Lebensstil werden würde

    Damals rechneten wir nicht damit, dass das Wohnen im Van für uns zu einem Lebensstil werden würde. Der Van war für uns lediglich das Fahrzeug, mit dessen Hilfe wir möglichst viele Abenteuer in unserem – wie wir dachten – einzigen Jahr auf der Straße packen wollten.

    Plötzlich nur 6,40 Quadratmeter rund um die Uhr mit meinem zukünftigen Ehemann zu teilen, erforderte durchaus Anpassung.

    Die ersten drei Monate im Van fielen mir schwer. Ich war an Bequemlichkeit genauso gewöhnt wie an die Routine meines früheren Lebens und die damit verbundene Stabilität.

    Ich war es auch gewohnt, Raum für mich zu haben. Plötzlich nur 6,40 Quadratmeter rund um die Uhr mit meinem zukünftigen Ehemann zu teilen, erforderte durchaus Anpassung. Ich vermisste mein Yogastudio in L.A. und die Möglichkeit zu duschen, wann immer ich wollte.

    Aber je weiter ich mich auf die Reise einließ, umso leichter fiel es mir, die Bedürfnisse von einst loswerden, und bald verblassten die Regeln, die ich für mein früheres Selbst aufgestellt hatte.

    Ich erlebte einen unglaublichen Perspektivwechsel und erkannte, dass Glück nichts von diesen, im Grunde genommen, Nichtigkeiten bedurfte; tatsächlich behinderten sie mich nur darin, Glück in mir selbst zu finden. Das Leben im Van gab mir alles, was ich brauchte, um zu einem Menschen zu werden, der zu sein ich immer bestimmt war. Das habe ich vorher nicht gewusst. Endlich hatte ich das Glück und die Freiheit, nach der ich verzweifelt gesucht hatte.

    Brittany und Drew mit ihrem Reisegefährt in Deutschland, 2017.

    Zur Halbzeit unseres Roadtrips erhielt Drew die Chance seines Lebens. Ein Unternehmen, das zuvor seiner Familie gehört hatte, wurde umstrukturiert, verkauft und brauchte einen neuen Büroleiter. Eine Position, die man mit Internetverbindung von überall aus machen konnte. Drew passte perfekt und zusammen mit etwas Geld über Social-Media-Kooperationen und unseren Amazon-Shop waren und sind wir in der Lage, Wege zu gehen, die weit über unser Heimatland hinausreichen.

    Nach zwölf Monaten zusammen im Van wussten wir: Es gibt nichts, was wir nicht können

    Als unser erstes Jahr auf der Straße zu Ende ging, dachten wir uns, wenn wir zwölf Monate in einem Van zusammenleben können, gibt es nichts, was wir nicht tun können. Und so endete im Januar 2016 unser US-Roadtrip mit einem unvergesslichen Hochzeitsfest mit Freunden und Familie am Strand von Islamorada, Florida.

    Statt einer traditionellen Hochzeitsreise flogen wir nach England, um mit dem Geld, das uns geschenkt wurde, unser erstes gemeinsames Haus zu kaufen: einen gebrauchten, geliebten, 5,50 Meter großen umgebauten Ford Transit, den wir “The Howeller” nannten und der uns auf zweieinhalb Jahren Flitterwochen auf Rädern durch Europa und Afrika führte.

    Wir ließen das Leben, das wir kannten, hinter uns – ohne Wände oder Routine, hinter der wir uns verstecken könnten. Das Leben auf der Straße in fremden Kontinenten bedeutete, dass sich alles ständig änderte: von der Sprache über Sitten und Speisen bis hin zu Werten und der Landschaft – und letztendlich änderten wir uns auch.

    Wir besaßen weniger als jemals zuvor, aber das Leben fühlte sich so voll an.

    Unser Van machte alles möglich und wurde schnell zu unserem kleinen Zufluchtsort, der uns die Stabilität gab, die wir für unser inneres Wachstum brauchten, und den nötigen Komfort, wohin auch immer unser Abenteuer uns führte.

    Wir verbrachten fast jeden Tag in der Natur. Wir badeten in jedem Gewässer, an dem wir vorbeikamen – oder manchmal auch im Eimer – und blickten tagelang in keinen Spiegel. Wir wanderten und machten Radtouren. Wir trafen fremde Menschen aller Art, Größe und Herkunft und schlossen Freundschaft. Wir besaßen weniger als jemals zuvor, aber das Leben fühlte sich so voll an. 

    Reiseroute durch Europa und Nordafrika.

    Bevor wir nach knapp 64.400 Kilometern voller unvergleichlicher Erlebnisse England verließen, schenkten wir “The Howeller” einem entzückenden, frisch vermählten Paar. Sie hatten noch nie in einem Van gelebt und waren auch nie damit gereist. “The Howeller” war das perfekte Einsteigermobil.

    Wir wussten, dass unser geliebter Van ein gutes Leben gehabt hatte – und ernsthaft rostete. Es wäre daher nicht richtig gewesen, Geld für ihn zu verlangen. Das Paar brauchte nur das Gefühl von Freiheit und “The Howeller” brauchte einen letzten, liebevollen Besitzer. So konnten wir perfekt Abschied nehmen.

    Wir kehrten im August in die USA zurück. Seitdem fragten wir uns, wie es wo mit unserem Leben weitergehen könnte. Es ist leicht, das Leben auf der Straße zu romantisieren, doch es kann sehr anstrengend sein. Ohne ein stabiles, festes Zuhause erfordert schon das tägliche Leben viel mehr Arbeit.

    Geschäftliches und die Familienplanung werden komplizierter, Hygiene und heiße Duschen sind begrenzt, geliebte Menschen sind in der Regel weit entfernt, und der Mangel an Routine erschwert es, Zeit und Energie auf größere Ziele im Leben zu konzentrieren. Doch wie ein Sprichwort sagt, sind manchmal gerade die schwierigsten Dinge im Leben die Wertvollsten – und das “Vanlife“ ist es absolut wert.

    Brittany in der Solar-Dusche.

    Wir möchten weiterhin das bestmögliche Leben führen und haben gelernt, dass es dafür zumindest für uns keinen Fahrplan gibt. Daher begeben wir uns wieder auf den Weg, um herauszufinden, was die Straße dieses Mal für uns bereithält. Wir haben vor Kurzem ein neues Wohnmobil gekauft und werden den Innenraum selbst mit wiederaufgeforstetem Holz ausstatten, das aus der Umgebung von San Diego stammt.

    Außer uns selbst haben wir nichts im Leben, dass uns Beständigkeit bringt

    Außer uns selbst haben wir bislang nichts, das Beständigkeit in unser Leben bringt, deshalb bauen wir den Van zu einer Wohnung beziehungsweise einem Büro auf Rädern aus. Wenngleich wir nicht unbedingt für immer im Van leben wollen, wissen wir, dass wir immer einen Van haben wollen. In der Hoffnung auf Familienzuwachs bauen wir das rollende Zuhause daher mit genügend Platz für ein paar zusätzliche Gäste um.

    Wenn das erledigt ist, wollen wir die Dinge erst mal langsam angehen und im Westen bleiben. Nach so langer Zeit in Europa freuen wir uns darauf, Zeit an Lieblingsorten an der Küste – wie Big Sur – zu verbringen und jede Gelegenheit zu ergreifen, Familie und Freunde zu treffen. Viele von ihnen leben ebenfalls in Häusern auf Rädern.

    Wir planen außerdem, im Sommer nach Kanada und Alaska und im Winter vielleicht sogar runter nach Baja (Baja California, Halbinsel im Westen Mexikos, Anm. d. Red.) zu fahren. Und danach? Wer weiß. Im Moment ist die Straße unser Ziel, zumindest bis wir den Ort finden, der unseren Träumen entspricht. Und wir sind bereit, so lange und weit zu fahren, bis wir ihn gefunden haben.

    Brittany und Drew entspannen in ihrem Van.

    Brittany Rouille ist Rednerin, Autorin, Videografin und Influencerin. Sie und Drew sind bekannt als Mr. und Mrs. Adventure. Die Geschichte des Paares wurde auf zahlreichen TV-Kanälen dokumentiert. Brittany veröffentlichte Artikel in “Forbes” und “Hello Giggles” sowie in internationalen Publikationen, darunter “The UK’s Rolling Home Journal” und “The Irish Examiner”. Brittany hat auch ein Buch über die Überwindung der eigenen Magersucht geschrieben (“Heartfully Healed“), das andere motivieren soll, ihren Weg der Heilung zu finden. Mehr über ihre Abenteuer erfahrt ihr im Blog des Paares, MrandMrsAdventure.com, YouTube Channel und auf Instagram unter @mrandmrsadventure.

    (ak)


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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht im Bundestag.

    “Es lebe Frankreich. Es lebe Deutschland. Es lebe die deutsch-französische Freundschaft. Es lebe Europa.”

    Mit diesen Worten hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine bewegenden Rede im Bundestag beendet. Die Zuhörer erhoben sich und klatschten lange Beifall.

    Eigentlich ging es am Sonntag, dem Volkstrauertag, um das Erinnern an die Kriegstoten. Der Tag wurde 1919 in Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkriegs eingeführt. Inzwischen gedenkt man aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

    Deutschland habe die “blutrünstigen Dämonen des Nationalismus” überwunden, sagte Macron. Zusammen habe man nach den zwei Weltkriegen gemeinsam daran gearbeitet, ein europäisches Projekt aufzubauen und sich die Hand zu reichen.

    Macron zitierte in dem Kontext Goethe: “Und so, über Gräber vorwärts.” Seit über 70 Jahren gibt es nun schon Frieden zwischen den beiden einst verfeindeten Nachbarländern. Auch Dank der Europäischen Union scheinen blutige Auseinandersetzungen auch künftig völlig ausgeschlossen.

    Doch angesichts aktueller Krisen in anderen Teilen der Welt hat Macron auch eine eindringliche Zukunftsbotschaft dabei. 3 Sätze zeigen, wie diese aussieht:

    1.  “Heute müssen wir ein neues Kapitel aufschlagen”

    Bei seiner Rede im Bundestag rief Macron Deutschland zu einer Kraftanstrengung auf, um Europa in Zeiten eines neuen Nationalismus krisenfester zu machen.

    Viele seiner Worte waren ein neuerliches Werben um Kanzlerin Angela Merkel (CDU), endlich die Reformen in Europa mit voranzutreiben. Deutschland und Frankreich hätten ihre Differenzen in der EU nie verleugnet, sondern auf den Tisch gelegt.

    “Heute müssen wir ein neues Kapitel aufschlagen”, forderte er im Rahmen seiner Ansprache zum Volkstrauertag im Deutschen Bundestag. “Das schulden wir Europa.”

    Deutschland und Frankreich müssten ihre Tabus, ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf Europa überwinden.

    Europa müsse mit den notwendigen Instrumenten gegen neue Krisen ausgestattet werden – neben einem Währungsfonds zur Absicherung des Euro schwebt ihm auch eine europäische Armee vor.

    Der Bundestag am Volkstrauertag.

    2. “Wir wünschen uns alle eine faire Weltordnung“

    Diese Welt stehe an Scheideweg, die Herausforderungen hätten sich geändert: Umwelt und Klimawandel, Handelskonflikte, Migration, neuer Nationalismus, und die Digitalisierung. Das alles müsse gemeistert werden. “Wir wünschen uns alle eine faire Weltordnung“, sagte Macron. 

    3. “Unsere Gemeinsamkeiten sind stärker als unsere Unterschiede” 

    Macron bedankte sich, dass er an diesem Tag im Bundestag reden dürfe; das sei ein großes Signal der Versöhnung. “Unsere Gemeinsamkeiten sind stärker als unsere Unterschiede.”

    Er forderte mehr Europa, auch eine stärkere Abgabe von nationaler Souveränität. “Dieses neue Kapitel macht uns Angst.”

    Denn jedes Land müsse Entscheidungsgewalt teilen, mit anderen Staaten gemeinsam über seine Außenpolitik, seine Zuwanderungs- und Entwicklungspolitik entscheiden. Der Kampf um mehr europäische Souveränität sei nicht gewonnen. “Dieser Kampf wird nie gewonnen sein.”

    Mit Material von dpa.


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    • US-Polizisten haben bei der Festnahme einer Frau eine Überraschung erlebt.
    • Plötzlich startete ein Porno – was die Beamten sichtlich in Verlegenheit brachte. 

    An diesen Routineeinsatz dürften sich ein paar US-Polizisten noch etwas länger erinnern. Vor allen auch, weil er live festgehalten wurde.  

    Die Beamten in Columbus im US-Bundesstaat Ohio nahmen am Freitagabend gerade eine Frau fest, als sie das auffällige Stöhnen einer weiteren Dame vernahmen. Auf dem Fernseher der Verdächtigen starte nämlich gerade ein Pornofilm.

    Gestöhne im Fernsehen

    Die ganze absurde Szene wurde in der Dokumentation “Live PD” festgehalten, die die Einsätze von Polizisten live im Internet zeigt. Laut dem TV-Sender NBC4i hatten die Beamten bereits minutenlang das Haus der Verdächtigen durchsucht, als sie Storm W. schließlich hinter einigen Kisten unter einer Treppe versteckt fanden.

    Während die Polizei der 23-Jährigen die Möglichkeit gaben, sich vollständig anzuziehen, um sie mitzunehmen, begann das Gestöhne. 

    Aufnahmen zeigen, wie ein Beamter mit der Verdächtigen, spricht, während einer anderer ihre Handschellen löst. Dann startete plötzlich sehr laut ein Porno-Film auf dem Fernseher – zur sichtlichen Verlegenheit der Beamten.

    Einbruch in einen Erotik-Laden 

    Ihre Kollegen witzelten später: “Oh, all die Dinge, die wir sehen und HÖREN. Manchmal muss man einfach nur lachen”, twitterten die Polizisten einer. “Gut gemacht, Jungs.”

    In einem weiteren Tweet amüsieren sich die Polizisten über die Situation: “Verdeckt die Augen eurer Kinder.”

    ►Der Festgenommenen wird – kein Witz – unter anderem der Einbruch in einen Erotik-Laden vorgeworfen. Sie soll dort 383 US-Dollar geklaut haben.


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